DTAD GmbH
Selbe AdresseErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Julia Novak-Pointner seit 21.2.2025 | Geschäftsführer |
Roger Christopher Clancy seit 15.11.2023 | Geschäftsführer |
Amanda Jayne Mawson seit 17.3.2022 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
TELUS International Outsourcing Services Limited | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% | |
| 100.00% | |
| 100.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
TELUS International Germany GmbHBerlinJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Anhang für das Geschäftsjahr 20221. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 1.1. Allgemeine Angaben Die Gesellschaft wird mit der Firma TELUS International Germany GmbH (nachfolgend auch "TI-G") und dem Sitz in Berlin am Amtsgericht Charlottenburg unter der HRB 211299 B geführt. Der Jahresabschluss wurde von der Geschäftsführung der Gesellschaft nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB) und des GmbHG aufgestellt. Die Gesellschaft ist als mittelgroße Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB einzustufen. Alleinige Gesellschafterin ist die TELUS International Ireland Outsourcing Services Limited mit Sitz in Dublin, Irland. Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung sowie der Generalnorm, ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens zu vermitteln, aufgestellt. Bei der Erstellung des Jahresabschlusses wurde der Grundsatz der Vollständigkeit eingehalten. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen, da die TELUS International Ireland Outsourcing Services Limited, Dublin, Irland (Gesellschafterin), mit Datum vom 7. Juni 2022 eine harte Patronatserklärung abgegeben hat. Darin verpflichtet sich die Gesellschaft, die TI-G finanziell stets so ausgestattet zu halten, dass sie alle gegenwärtigen und künftigen Verbindlichkeiten bei Fälligkeit erfüllen kann, sofern solche Verbindlichkeiten nicht aus den bestehenden Mitteln und dem laufenden Geschäftsbetrieb gedeckt werden können. Die Erklärung ist der Höhe nach auf einen Betrag von TEUR 35.000 begrenzt und kann mit einer Kündigungsfrist von 15 Monaten jeweils zum Ende eines Wirtschaftsjahres gekündigt werden. Neben der Patronatserklärung hat die TELUS International Ireland Outsourcing Services Limited gegenüber der Gesellschaft auch eine Rangrücktrittserklärung abgegeben, in der sie sich verpflichtet, mit sämtlichen Forderungen gegen die Gesellschaft nachrangig hinter alle gegenwärtigen und künftigen Forderungen im Rang aller anderen Gläubiger zurücktreten. Diese Rangrücktrittserklärung ist unwiderruflich und unbefristet und gilt grundsätzlich auch außerhalb eines Insolvenzverfahrens. Vor dem Hintergrund der auch durch die oben dargestellten Maßnahmen gesicherten Liquidität besteht eine positive Fortbestehens- und Fortführungsprognose, sodass der vorliegende Jahresabschluss unter der Prämisse der Unternehmensfortführung aufgestellt wurde (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB). Bei den Vermögenswerten und Schulden wurde der Grundsatz der Einzelbewertung angewandt. Dem Vorsichtsgrundsatz wurde Rechnung getragen, indem insbesondere nur die am Abschlussstichtag verwirklichten Gewinne ausgewiesen werden. Alle erkennbaren Risiken und drohende Verluste, die im Geschäftsjahr 2022 oder in einem früheren Geschäftsjahr entstanden sind, wurden berücksichtigt. Die Gliederung der Bilanz entspricht den Vorschriften der §§ 266 ff. HGB. Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den Vorschriften der §§ 275 ff. HGB, es wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Die Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB wurden bei der Aufstellung des Anhangs teilweise in Anspruch genommen. 1.2. Anlagevermögen 1.2.1. Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände Der Wertansatz von entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenständen erfolgt zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen. Geringwertige Vermögensgegenstände (Einzelanschaffungswert unter je EUR 800) werden sofort als Aufwand erfasst. Die Ermittlung der planmäßigen Abschreibungen erfolgt nach der linearen Abschreibungsmethode unter Zugrundelegung folgender Nutzungsdauer:
1.2.2. Sachanlagen Der Wertansatz von Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen. Geringwertige Vermögensgegenstände werden im Zugangsjahr aktiviert und voll abgeschrieben. Die Ermittlung der planmäßigen Abschreibungen erfolgt nach der linearen Abschreibungsmethode unter Zugrundelegung folgender Nutzungsdauern:
Außerplanmäßige Abschreibungen auf einen zum Abschlussstichtag niedrigeren beizulegenden Wert werden vorgenommen, wenn die Wertminderungen voraussichtlich von Dauer sind. 1.2.3. Finanzanlagen Das Finanzanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten bewertet. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden Finanzanlagen außerplanmäßig abgeschrieben. 1.3 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert angesetzt. Im Falle erkennbarer Einzelrisiken wird der niedrigere beizulegende Wert ermittelt und angesetzt. 1.4. Flüssige Mittel Kassenbestände und Bankguthaben werden zum Nennwert angesetzt. 1.5. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten Im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. 1.6. Rückstellungen In den Rückstellungen werden unter Beachtung des Vorsichtsprinzips alle zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung erkennbaren Risiken und der Höhe sowie dem Grunde nach ungewisse Verbindlichkeiten mit ihren notwendigen Erfüllungsbeträgen berücksichtigt, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich sind. Alle Rückstellungen sind kurzfristig und werden daher nicht abgezinst. 1.7. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. 1.8. Steuern Die TELUS International Germany GmbH ist Steuersubjekt und Organträger der deutschen TELUS-Gruppe. In dieser Funktion führt sie monatlich Umsatzsteuer für die CCC-Gruppe ab und entrichtet in quartalsweisen Abständen Vorauszahlungen für die Körperschaftsteuer, den Solidaritätszuschlag und die Gewerbesteuer. Vom Organträger werden an die Organgesellschaft die ihrem Jahresergebnis zuzuordnenden Gewerbe- und Körperschaftssteuerbeträge mittels Steuerumlagen belastet bzw. (im Verlustfall) gutgeschrieben. Die latenten Steuern werden nach den Bilanzierungsgrundsätzen des § 274 HGB ermittelt sowie getrennt und unsaldiert ausgewiesen. Das Wahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 3 HGB wird nicht in Anspruch genommen. 1.9 Umsatzrealisierung Eine Umsatzrealisierung erfolgt grundsätzlich nach Leistungserbringung. In den Umsatzerlösen sind unter anderem auch Erlöse aus der Personalgestellung für Tochtergesellschaften enthalten. 2. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung 2.1. Erläuterungen zur Bilanz 2.1.1. Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens und die Aufgliederung der Jahresabschreibung nach einzelnen Posten sind im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt. Die Finanzanlagen bestehen in Form folgender unmittelbarer Anteile an verbundenen Unternehmen:
Des Weiteren bestehen folgende mittelbare Anteile an verbundenen Unternehmen:
2.1.2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen, wie im Vorjahr, Forderungen aus sonstigen Leistungen in Höhe von TEUR 10.286 (Vorjahr TEUR 7.810), ansonsten aus sonstigen Forderungen wie Steuerumlagen, Ergebnisabführungen und Darlehen. Forderungen gegen den Gesellschafter bestehen in Höhe von TEUR 153.325 (Vorjahr TEUR 106.212). 2.1.3. Eigenkapital Das Stammkapital beträgt EUR 25.000 und ist vollständig eingezahlt. 2.1.4. Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen Die Steuerrückstellungen betreffen vor allem Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer. Die sonstigen Rückstellungen beinhalten vor allem Transfer Pricing (Weiterberechnung von Personalkosten, Versicherungen, IT-Lizenzen und Management Fees von TELUS International (Cda) Inc. an die TI-G). Alle Rückstellungen haben Restlaufzeiten von unter einem Jahr. 2.1.5. Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten TEUR 39.045 (Vorjahr TEUR 120.767) aus Cash-Pooling, TEUR 314.258 (Vorjahr TEUR 330.981) aus Darlehen gegenüber der Muttergesellschaft und TEUR 838 aus Umsatzsteuer (Vorjahr TEUR 951). Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter bestehen in Höhe von TEUR 314.277 (Vorjahr TEUR 330.990). 2.1.6. Haftungsverhältnisse Die Gesellschaft hat ein "Postponement and Subordination Undertaking" zugunsten des besicherten Darlehensgebers der TELUS International (Cda) Inc. bezüglich ihrer Forderungen gegen andere CCC-Gruppen-Gesellschaften unterzeichnet. Dieses "Postponement and Subordination Undertaking" bezieht sich auf den Darlehensvertrag der TELUS International (Cda) Inc. - aufgenommen bei der Bank of Novia Scotia - in der letzten Revisionsfassung vom 20. Dezember 2022 mit einem Gesamtvolumen von USD 2.000.000.000,00. Das Unternehmen hat sein gesamtes gegenwärtiges und nachträglich erworbenes Eigentum als Sicherheit im Zusammenhang mit seiner Eigenschaft als Garantiegeber verpfändet. Diese Garantie ergibt sich aus der Vereinbarung bezüglich der Verschuldung von TELUS International (Cda) Inc. ("TI Canada") im Rahmen der geänderten und angepassten Kreditvereinbarung vom 20. Dezember 2022 zwischen TI Canada und der Bank of Nova Scotia. Die insgesamt zulässige Kreditaufnahme im Rahmen des Kreditvertrags beträgt US-Dollar 2,0 Milliarden. Die von der Gesellschaft gewährte Sicherheit wird durch einen Garantievertrag, einen Sicherungsvertrag für bewegliches Eigentum, einen Aktienpfandvertrag, einen Kontopfandvertrag und eine Aufschub- und Unterordnungserklärung vom 26. Mai 2020 in der jeweils gültigen Fassung geregelt. Die Gesellschaft hat Zugang zu den Quartalsberichten der TI-Gruppe und verfolgt diese Ergebnisse regelmäßig. Zurzeit ist daher nicht mit einer Inanspruchnahme der Garantie zu rechnen. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Es handelt sich hierbei um laufende Nutzungsentgelte für angemietete Räumlichkeiten. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen im Sinne des § 314 Abs. 1 Nr. 13 HGB Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen fanden im Geschäftsjahr nur zu fremdüblichen Konditionen statt. Konzernumlagen wurden getätigt, um die Aufwendungen der Muttergesellschaft, welche für Leistungen der Einzelgesellschaften anfallen, auf den Verursacher umzulegen. Hierzu gehören u.a. die Geschäftsführung, die IT, die Buchhaltung, die Personalabrechnung und administrative Aufgaben im Zusammenhang mit der Rechnungslegung. 2.2. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 2.2.1. Umsatzerlöse Die Gesellschaft erzielt die Umsatzerlöse durch Konzernverrechnungen und Konzernumlagen für die aktive Beteiligungsverwaltung und die Erbringung von Dienstleistungen für verbundene Unternehmen, insbesondere Managementleistungen, sowie die Übernahme der Geschäftsführung und Erbringung von administrativen, finanziellen und kaufmännischen Dienstleistungen als geschäftsleitende Holding gegenüber direkten und indirekten Tochtergesellschaften. 2.2.2. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 430 (Vorjahr TEUR 358) beinhalten u.a. Intercompany-Erlöse über TEUR 381 (Vorjahr TEUR 282) sowie periodenfremde Erlöse mit TEUR 0 (Vorjahr TEUR 13). 2.2.3. Aufwendungen für bezogene Leistungen Unter den bezogenen Leistungen in Höhe von TEUR 143 (Vorjahr TEUR 122) sind im Wesentlichen Aufwendungen für das Internet sowie Kosten für Fremdpersonal enthalten. 2.2.4. Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Wesentlichen Beratungsaufwendungen über TEUR 913, Aufwendungen für Anzeigenschaltug & Jobpromotion über TEUR 644 und Konzernverrechnungen über TEUR 12.739 ausgewiesen. Im Geschäftsjahr lagen keine periodenfremden Aufwendungen vor. 2.2.5. Finanzergebnis Die Zinserträge mit verbundenen Unternehmen betragen TEUR 2.788 (Vorjahr TEUR 3.830). Die Zinsaufwendungen umfassen im Wesentlichen Zinsen aus Darlehen von verbundenen Unternehmen und betragen insgesamt TEUR 11.913 (Vorjahr TEUR 12.812). 2.2.6. Erträge aus Ergebnisabführungsverträgen Mit der Tochtergesellschaft besteht ein Ergebnisabführungsvertrag. Die Tochtergesellschaft hat wiederum Ergebnisabführungsverträge mit ihren deutschen Tochtergesellschaften geschlossen. Die Erträge aus dem Ergebnisabführungsvertrag betragen im Geschäftsjahr 2022 TEUR 68.936 (Vorjahr TEUR 78.457). 2.2.7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (Steuerumlage) Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag umfassen Erträge aus der von der Organgesellschaft abgeführten Steuerumlage sowie Aufwendungen für die Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer sowie für latente Steuern. Der steuerliche Ertrag übersteigt den Aufwand aus Steuerumlagen um TEUR 3.115 (Vorjahr TEUR 2.888). Die aktiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 578 wurden aufgelöst. Die passiven latenten Steuern haben sich um TEUR 198 verringert. Der für die Berechnung der latenten Steuern herangezogene Steuersatz beträgt 32,43 %. Die passiven latenten Steuern beruhen im Wesentlichen auf Verschmelzungsverlusten im Vorjahr. Die Veränderung des Überhangs der passiven latenten Steuern im abgelaufenen Geschäftsjahr stellt sich wie folgt dar (EUR):
3. Sonstige Angaben 3.1. Organe der Gesellschaft Im Geschäftsjahr waren folgende Geschäftsführer tätig:
Lediglich Jan Wolff und Gregor Willenberg waren bei der TELUS International Germany GmbH angestellt. Hinsichtlich der Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird für diese beiden Geschäftsführer die Befreiungsvorschrift nach § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen. 3.2. Arbeitnehmer Bei der TELUS International Germany GmbH sind lediglich Gehaltsempfänger angestellt.
3.3. Beziehungen zu verbundenen Unternehmen Mit der CCC Erste Beteiligungs GmbH, Berlin, besteht ein Ergebnisabführungsvertrag, ein Beherrschungsvertrag sowie ein Steuerumlagevertrag (CCC Erste Beteiligungs GmbH als Organgesellschaft). Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der TELUS Corporation, Sedar, Kanada, als oberste Muttergesellschaft einbezogen, die zugleich den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Konzernkreis aufstellt. Der Konzernabschluss der TELUS Corporation wird in Sedar, Kanada, offengelegt und ist unter der Internetseite: https://www.sedar.com/DisplayCompanyDocuments.do?lang=EN&issuerNo=00011998 abrufbar. In Bezug auf die Pflicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses nach deutschem Recht wurde von der Befreiungsvorschrift gemäß § 292 HGB Gebrauch gemacht. Der befreiende Konzernabschluss wird von der TELUS Corporation, Kanada, nach IFRS erstellt und im Bundesanzeiger veröffentlicht. 3.4 Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor, den gesamten Gewinn zum 31. Dezember 2022 in Höhe von EUR 60.836.291,82 an die Gesellschafterin auszuschütten. 3.5 Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres Es sind nach dem Schluss des Geschäftsjahres keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten.
Berlin, am 4. Dezember 2023 Die Geschäftsführung Roger Christopher Amanda Jayne Mawson David Lowther Clancy Lagebericht für das Geschäftsjahr 20221. Allgemeine Grundlagen Die TELUS International Germany GmbH (später auch "TI-G") hat von der Triple C Holding GmbH, Berlin, ihre Aufgaben als Holdinggesellschaft und die Erbringung von Leistungen innerhalb der Gruppe der europäischen Tochtergesellschaften (später auch "CCC-Gruppe") übernommen. Diese Leistungen sind vornehmlich das Management und Koordinationsleistungen in den folgenden Bereichen:
Die Tochtergesellschaften beschäftigen sich mit hochwertigen Call Center- und BPO (Business Process Outsourcing)-Dienstleistungen. Die direkt und indirekt gehaltenen Anteile an verbundenen Unternehmen sind:
2. Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2022 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 1,9 % höher als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug das Wirtschaftswachstum 2,0 %. "Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Jahr 2022 geprägt von den Folgen des Kriegs in der Ukraine wie den extremen Energiepreiserhöhungen", sagte Dr. Ruth Brand, seit 1. Januar 2023 neue Präsidentin des Statistischen Bundesamtes, bei der Pressekonferenz "Bruttoinlandsprodukt 2022" in Berlin. "Hinzu kamen verschärfte Material- und Lieferengpässe, massiv steigende Preise beispielsweise für Nahrungsmittel sowie der Fachkräftemangel und die andauernde, wenn auch im Jahresverlauf nachlassende Corona-Pandemie. Trotz dieser nach wie vor schwierigen Bedingungen konnte sich die deutsche Wirtschaft im Jahr 2022 insgesamt gut behaupten", so Brand weiter. Im Vergleich zum Jahr 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2022 um 0,7 % höher (Quelle: Pressemitteilung Nr. 020 vom 13.1.2023 vom Statistischen Bundesamt). Der Markt in der Dienstleistungsbranche ist weiter von Margen- und Kostendruck geprägt. Unsere Erfahrungen zeigen, dass sich die Konsolidierungswelle fortsetzen wird. Die Geschäftsführung hat beobachtet, dass die Aktivitäten von Finanzinvestoren gegenüber den vorangegangenen Jahren deutlich zugenommen haben. Während reine Telefonie-Anbieter versuchen, diesen Kostendruck durch niedrige Preise und hohe Volumina zu kompensieren, haben andere Anbieter den Weg vom Call Center zum Contact Center eingeschlagen. Die Digitalisierung bietet hier neue Möglichkeiten, mit Kunden über Kanäle wie E-Mail, Chat oder Social-Media-Plattformen zu kommunizieren. CCC hat diesen Trend, nicht zuletzt aufgrund der jahrelangen Zusammenarbeit vor allem mit Partnern im e-Commerce Bereich, früh identifiziert und umgesetzt. Die Positionierung als Qualitätsanbieter für unsere Kommunikationslösungen konnte auch dieses Jahr konsequent fortgeführt werden. Die Auswirkungen der weltweiten COVID-Pandemie konnten durch schnelles Handeln und eine weitgehende Umstellung auf Home-Office durch CCC gut gemeistert werden. Eine unverändert hohe Nachfrage der Dienstleistungen auch während der Pandemie war hierbei eine Voraussetzung. 2.2 Geschäftsverlauf Die Geschäftsführung wertet den Geschäftsverlauf insgesamt als stabil. Der Umsatz der TI-G im Jahr 2022 beträgt TEUR 21.522, und somit um 74 % höher als im Vorjahr. Dies ist auf höhere Konzernverrechnungen zurückzuführen. Die CCC-Gruppe insgesamt weist eine solide Kundenstruktur auf. Der Call Center-Markt - insbesondere in Westeuropa - zeichnet sich durch eine hohe Dichte an Call Center-Betreibern aus. Die klare Positionierung der CCC-Gruppe als Qualitätsanbieter und das Wachstum mit Bestandskunden trugen zur Steigerung des Umsatzes der operativ tätigen Tochtergesellschaften bei. Die TI-G als Holdinggesellschaft (über Gewinnabführungen) und internem Dienstleister (über Umsatzerlöse) profitierte ebenso von diesen Entwicklungen. 2.3 Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Insgesamt hat sich die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage aufgrund der ausgeweiteten Geschäftstätigkeit gut entwickelt. Wesentliche Veränderungen der Strukturen von Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung ergaben sich im Geschäftsjahr nicht. Als wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren sind zu nennen: die Umsatzerlöse und die EBITDA-Marge 1. 2.3.1 Ertragslage Die Geschäftsführung wertet den Geschäftsverlauf insgesamt als stabil. Durch die Gewinnabführungsverträge werden von der Gesellschaft die gesamten Ergebnisse der deutschen Tochtergesellschaften übernommen. Diese Erträge sind im Vergleich zu 2021 auf TEUR 68.936 gefallen (Vorjahr TEUR 78.457). Insgesamt ergibt sich ein Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 60.836 (Vorjahr TEUR 70.484). Die EBITDA-Marge liegt bei -7,3 % (Vorjahr -12,7 %). Dies ist im Wesentlichen auf die stark gestiegenen Umsatzerlöse bei leicht gesunkenem EBITDA zurückzuführen. Gewinnausschüttungen von ausländischen Gesellschaften sind auch im Jahr 2022 nicht erfolgt. Insgesamt beurteilt die Geschäftsführung die Entwicklungen der beiden Leistungsindikatoren als stabil. Die Prognosewerte des Vorjahres wurden im Wesentlichen erreicht. 2.3.2 Finanz- und Vermögenslage Die Finanz- und Vermögenslage wird als stabil bewertet. Der größte Posten auf der Aktivseite betrifft die 100%ige Beteiligung an der CCC Erste Beteiligungs GmbH, Berlin, die die Anteile an den Tochterunternehmen in Deutschland und in weiteren 10 Ländern Europas hält. Der Beteiligungsansatz beträgt unverändert TEUR 805.061 und ergab sich durch die Verschmelzung der Triple C Holding GmbH durch Aufnahme als Ganzes rückwirkend zum handelsrechtlichen Übertragungsstichtag 1. Januar 2020 auf die TI-G zum Marktwert (Fair Value). Dem gegenüber steht eine Kapitalrücklage in der Höhe von TEUR 555.366. Zur Finanzierung der Gesellschaft steht weiter ein langfristiges Darlehen in Höhe von TEUR 314.258 zur Verfügung, das im Unternehmensverbund durch die TELUS International (Cda) Inc., Kanada, gewährt und teilweise als Intercompany-Verbindlichkeit weitergereicht wurde. Diese Darlehen ist zur Gänze endfällig im Jahr 2025. Demgegenüber erhält die Gesellschaft durch den Ergebnisabführungsvertrag mit der CCC Erste Beteiligungs GmbH die gesamten Erträge der deutschen Gruppen-Gesellschaften. Die sich daraus ergebenden Forderungen im Unternehmensverbund werden jeweils am Beginn des nächsten Jahres beglichen. Durch die am 7. Juni 2022 abgegebene Patronatserklärung verpflichtet sich die TELUS International Ireland Outsourcing Services Limited, Dublin (Gesellschafterin), Irland, die TELUS International Germany GmbH finanziell stets so ausgestattet zu halten, dass sie alle gegenwärtigen und künftigen Verbindlichkeiten bei Fälligkeit erfüllen kann, sofern solche Verbindlichkeiten nicht aus den bestehenden Mitteln und dem laufenden Geschäftsbetrieb gedeckt werden können. Die Erklärung ist der Höhe nach auf einen Betrag von TEUR 35.000 begrenzt und kann mit einer Kündigungsfrist von 15 Monaten jeweils zum Ende eines Geschäftsjahres gekündigt werden. Vor dem Hintergrund der durch die oben dargestellten Maßnahmen gesicherten Liquidität besteht eine positive Fortbestehens- und Fortführungsprognose. 3. Voraussichtliche Entwicklung sowie Chancen und Risiken 3.1 Voraussichtliche Entwicklung Der bestehende Kostendruck setzte sich auch 2023 weiterhin fort. Dies führte auch im Jahr 2023 dazu, dass Unternehmen vermehrt ganzheitliche Lösungen forderten. Erstens ist hier ein gesunder Mix aus On Shore (Servicierung im Heimatland) und Near Shore (Servicierung in Nachbarländern) gefragt. Die CCC-Gruppe ist hier durch ihr breites geographisches Profil bestens aufgestellt, wodurch auch der inländische CCC-Verbund profitiert. Zweitens wird auch der Mix der Kommunikationskanäle, wie schriftliche Kommunikation und Telefonie, eine immer größere Rolle spielen. Der Kostendruck der Unternehmen ist für die Outsourcing-Branche ebenfalls eine Chance, da teurere Inhouse-Callcenter vermehrt aufgegeben werden. TI hat für alle zuvor beschriebenen Marktentwicklungen die richtige Lösung an der Hand und konnte sich durch den ausgezeichneten Kundenstamm im Jahr 2023 gut behaupten. Auf Basis der Ist-Werte bis Oktober 2023 betragen die vorläufigen Umsatzerlöse für das Jahr 2023 Mio. EUR 17,4; die EBITDA-Marge liegt bei etwa -7 %. Für 2024 gehen wir von einem leichten Umsatz- und EBITDA-Wachstum aus; gleichzeitig gehen wir davon aus, dass die EBITDA- Marge leicht rückläufig ist. 3.2 Wesentliche Chancen > Wettbewerbssituation Durch die hohe Kundenzufriedenheit und die Tatsache, dass die meisten unserer Auftraggeber auf mehreren Märkten aktiv sind, besteht eine nicht unerhebliche Chance, Kunden, die an einem Standort bereits erfolgreich serviciert werden, auch an anderen Standorten als Partner zu gewinnen. Die Eintrittswahrscheinlichkeit wird als mittel eingestuft. Bisher konnten die Kundenbeziehungen in der Regel ausgebaut werden. 3.3 Wesentliche Risiken und Ungewissheiten Ein gesamtwirtschaftliches Risiko stellen die Änderungen in Bezug auf das Konsumverhalten der Endkunden, wie auch auf die Stabilität von Auftraggebern, dar. Die wesentlichen betrieblichen Risiken für die TI-Gruppe sind in den folgenden Punkten zusammengefasst: > Finanzierungs- und Liquiditätsrisiken Verspätete Zahlungen von Forderungen werden mit einer niedrigen Eintrittswahrscheinlichkeit gewertet. Regelmäßige Cash Forecast und Forderungsüberprüfungen auf Ausfallrisiken minimieren das Risiko. Wir konnten bisher keine nennenswerten Forderungsausfälle verzeichnen. Das Liquiditätsrisiko wird auf Konzernebene gesteuert (vergleiche Abschnitt 2.3.2), insofern besteht aufgrund der Finanzstärke der Unternehmensgruppe kein wesentliches Risiko für die Gesellschaft. > Verfügbarkeit von qualifiziertem Personal Ein qualifiziertes und motiviertes Personal ist die wichtigste Ressource in der Erbringung von Contact Center- und BPO-Dienstleistungen. Wir rechnen mit keiner negativen Auswirkung des Arbeitsmarkts auf das Recruiting. Das Schadenspotenzial, eine nicht ausreichende Anzahl bzw. nicht die gewünschte Qualität an Mitarbeitern zu rekrutieren und somit weniger Aufträge bearbeiten zu können, wird als mittel eingestuft. Die Eintrittswahrscheinlichkeit wird als niedrig angesehen. In der Vergangenheit ist es dem Konzern gelungen, in sehr kurzer Zeit die benötigten Qualifikationen in entsprechender Anzahl zu finden. Durch unser Bestreben nach einer hohen Mitarbeiterzufriedenheit können wir eine hohe Weiterempfehlungsquote der Bestandsmitarbeiter verzeichnen, welche erfolgreich zum Recruiting beigetragen hat. Wir werden daher auch weiterhin die Mitarbeiterzufriedenheit als eines der wichtigsten qualitativen Ziele beibehalten. > Abhängigkeit von wenigen Kunden Ein weiteres Risiko für die TI-Gruppe stellt die Abhängigkeit von wenigen Kunden dar, welches sich wie folgt untergliedern lässt:
Die Eintrittswahrscheinlichkeit wird als niedrig eingestuft. > Technische Ausfälle/Wettbewerbsfähige Technologie Eine state-of-the-art-Technik ist eine wesentliche Voraussetzung für die Erbringung von qualitativ hochwertigen Contact Center- und BPO-Dienstleistungen. Die gestiegenen Anforderungen an die Datensicherheit, die Komplexitäten der Anbindung und die hohe Verfügbarkeit lassen das Schadenspotenzial als hoch bewerten. Die Eintrittswahrscheinlichkeit wird als niedrig eingestuft. Die laufenden technologischen Updates/Investitionen wie auch die externen Überprüfungen unserer Technik stellen dies sicher. > Wettbewerbssituation Während einer wirtschaftlich herausfordernden Zeit ist mit einem konkreten Preisdruck zu rechnen, da Überkapazitäten am Markt existieren. Diese Überkapazitäten werden in der Regel von großen Unternehmen besser verarbeitet als von kleineren Unternehmenseinheiten. Die TI-G rechnet daher bei Eintritt des Risikos mit einem Anstieg der Insolvenzen bei kleinen fremdkapitalfinanzierten Call Center-Dienstleistern. Das Schadenspotenzial aufgrund von Überkapazitäten am Markt wird für die Gesellschaft als niedrig bewertet. Die Eintrittswahrscheinlichkeit wird mit niedrig bewertet. Die TI-G wird in weiterer Folge auch davon profitieren, Teil der weltweit agierenden TELUS International-Gruppe zu sein, weil dadurch größere Kooperationen möglich sein werden. 4. Forschung und Entwicklung Im Zuge der fortlaufenden Digitalisierung haben wir uns im Bereich Künstliche Intelligenz auf Kundenanliegen spezialisiert. Wir erforschten hierzu im abgelaufenen Geschäftsjahr neuronale Netze, die es uns ermöglichen, Kundenanliegen zu erkennen und zu kategorisieren. Wir nutzen die neuronalen Netze, um die Nutzung der "Self-Service"-Angebote auf Kunden-Webseiten zu steigern. Dazu haben wir Kontaktformulare und FAQs unserer Kunden mit der von uns gehosteten Plattform verbunden und, mithilfe des neuronalen Netzes, die Kunden auf die "Self-Service"-Angebote hingewiesen. Die dafür genutzte Technik beherbergen wir innerhalb unserer Datacenter und ermöglichen unseren Kunden das Angebot ohne Drittparteien.
Berlin, den 4. Dezember 2023 Die Geschäftsführung: Roger Clancy Amanda Jayne David Lowther Mawson Bilanz zum 31. Dezember 2022Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022
Anhang für das Geschäftsjahr 20221. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 1.1. Allgemeine Angaben Die Gesellschaft wird mit der Firma TELUS International Germany GmbH (nachfolgend auch "TI-G") und dem Sitz in Berlin am Amtsgericht Charlottenburg unter der HRB 211299 B geführt. Der Jahresabschluss wurde von der Geschäftsführung der Gesellschaft nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB) und des GmbHG aufgestellt. Die Gesellschaft ist als mittelgroße Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB einzustufen. Alleinige Gesellschafterin ist die TELUS International Ireland Outsourcing Services Limited mit Sitz in Dublin, Irland. Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung sowie der Generalnorm, ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens zu vermitteln, aufgestellt. Bei der Erstellung des Jahresabschlusses wurde der Grundsatz der Vollständigkeit eingehalten. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen, da die TELUS International Ireland Outsourcing Services Limited, Dublin, Irland (Gesellschafterin), mit Datum vom 7. Juni 2022 eine harte Patronatserklärung abgegeben hat. Darin verpflichtet sich die Gesellschaft, die TI-G finanziell stets so ausgestattet zu halten, dass sie alle gegenwärtigen und künftigen Verbindlichkeiten bei Fälligkeit erfüllen kann, sofern solche Verbindlichkeiten nicht aus den bestehenden Mitteln und dem laufenden Geschäftsbetrieb gedeckt werden können. Die Erklärung ist der Höhe nach auf einen Betrag von TEUR 35.000 begrenzt und kann mit einer Kündigungsfrist von 15 Monaten jeweils zum Ende eines Wirtschaftsjahres gekündigt werden. Neben der Patronatserklärung hat die TELUS International Ireland Outsourcing Services Limited gegenüber der Gesellschaft auch eine Rangrücktrittserklärung abgegeben, in der sie sich verpflichtet, mit sämtlichen Forderungen gegen die Gesellschaft nachrangig hinter alle gegenwärtigen und künftigen Forderungen im Rang aller anderen Gläubiger zurücktreten. Diese Rangrücktrittserklärung ist unwiderruflich und unbefristet und gilt grundsätzlich auch außerhalb eines Insolvenzverfahrens. Vor dem Hintergrund der auch durch die oben dargestellten Maßnahmen gesicherten Liquidität besteht eine positive Fortbestehens- und Fortführungsprognose, sodass der vorliegende Jahresabschluss unter der Prämisse der Unternehmensfortführung aufgestellt wurde (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB). Bei den Vermögenswerten und Schulden wurde der Grundsatz der Einzelbewertung angewandt. Dem Vorsichtsgrundsatz wurde Rechnung getragen, indem insbesondere nur die am Abschlussstichtag verwirklichten Gewinne ausgewiesen werden. Alle erkennbaren Risiken und drohende Verluste, die im Geschäftsjahr 2022 oder in einem früheren Geschäftsjahr entstanden sind, wurden berücksichtigt. Die Gliederung der Bilanz entspricht den Vorschriften der §§ 266 ff. HGB. Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den Vorschriften der §§ 275 ff. HGB, es wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Die Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB wurden bei der Aufstellung des Anhangs teilweise in Anspruch genommen. 1.2. Anlagevermögen 1.2.1. Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände Der Wertansatz von entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenständen erfolgt zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen. Geringwertige Vermögensgegenstände (Einzelanschaffungswert unter je EUR 800) werden sofort als Aufwand erfasst. Die Ermittlung der planmäßigen Abschreibungen erfolgt nach der linearen Abschreibungsmethode unter Zugrundelegung folgender Nutzungsdauer:
1.2.2. Sachanlagen Der Wertansatz von Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen. Geringwertige Vermögensgegenstände werden im Zugangsjahr aktiviert und voll abgeschrieben. Die Ermittlung der planmäßigen Abschreibungen erfolgt nach der linearen Abschreibungsmethode unter Zugrundelegung folgender Nutzungsdauern:
Außerplanmäßige Abschreibungen auf einen zum Abschlussstichtag niedrigeren beizulegenden Wert werden vorgenommen, wenn die Wertminderungen voraussichtlich von Dauer sind. 1.2.3. Finanzanlagen Das Finanzanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten bewertet. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden Finanzanlagen außerplanmäßig abgeschrieben. 1.3 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert angesetzt. Im Falle erkennbarer Einzelrisiken wird der niedrigere beizulegende Wert ermittelt und angesetzt. 1.4. Flüssige Mittel Kassenbestände und Bankguthaben werden zum Nennwert angesetzt. 1.5. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten Im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. 1.6. Rückstellungen In den Rückstellungen werden unter Beachtung des Vorsichtsprinzips alle zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung erkennbaren Risiken und der Höhe sowie dem Grunde nach ungewisse Verbindlichkeiten mit ihren notwendigen Erfüllungsbeträgen berücksichtigt, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich sind. Alle Rückstellungen sind kurzfristig und werden daher nicht abgezinst. 1.7. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. 1.8. Steuern Die TELUS International Germany GmbH ist Steuersubjekt und Organträger der deutschen TELUS-Gruppe. In dieser Funktion führt sie monatlich Umsatzsteuer für die CCC-Gruppe ab und entrichtet in quartalsweisen Abständen Vorauszahlungen für die Körperschaftsteuer, den Solidaritätszuschlag und die Gewerbesteuer. Vom Organträger werden an die Organgesellschaft die ihrem Jahresergebnis zuzuordnenden Gewerbe- und Körperschaftssteuerbeträge mittels Steuerumlagen belastet bzw. (im Verlustfall) gutgeschrieben. Die latenten Steuern werden nach den Bilanzierungsgrundsätzen des § 274 HGB ermittelt sowie getrennt und unsaldiert ausgewiesen. Das Wahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 3 HGB wird nicht in Anspruch genommen. 1.9 Umsatzrealisierung Eine Umsatzrealisierung erfolgt grundsätzlich nach Leistungserbringung. In den Umsatzerlösen sind unter anderem auch Erlöse aus der Personalgestellung für Tochtergesellschaften enthalten. 2. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung 2.1. Erläuterungen zur Bilanz 2.1.1. Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens und die Aufgliederung der Jahresabschreibung nach einzelnen Posten sind im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt. Die Finanzanlagen bestehen in Form folgender unmittelbarer Anteile an verbundenen Unternehmen:
Des Weiteren bestehen folgende mittelbare Anteile an verbundenen Unternehmen:
2.1.2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen, wie im Vorjahr, Forderungen aus sonstigen Leistungen in Höhe von TEUR 10.286 (Vorjahr TEUR 7.810), ansonsten aus sonstigen Forderungen wie Steuerumlagen, Ergebnisabführungen und Darlehen. Forderungen gegen den Gesellschafter bestehen in Höhe von TEUR 153.325 (Vorjahr TEUR 106.212). 2.1.3. Eigenkapital Das Stammkapital beträgt EUR 25.000 und ist vollständig eingezahlt. 2.1.4. Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen Die Steuerrückstellungen betreffen vor allem Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer. Die sonstigen Rückstellungen beinhalten vor allem Transfer Pricing (Weiterberechnung von Personalkosten, Versicherungen, IT-Lizenzen und Management Fees von TELUS International (Cda) Inc. an die TI-G). Alle Rückstellungen haben Restlaufzeiten von unter einem Jahr. 2.1.5. Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten TEUR 39.045 (Vorjahr TEUR 120.767) aus Cash-Pooling, TEUR 314.258 (Vorjahr TEUR 330.981) aus Darlehen gegenüber der Muttergesellschaft und TEUR 838 aus Umsatzsteuer (Vorjahr TEUR 951). Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter bestehen in Höhe von TEUR 314.277 (Vorjahr TEUR 330.990). 2.1.6. Haftungsverhältnisse Die Gesellschaft hat ein "Postponement and Subordination Undertaking" zugunsten des besicherten Darlehensgebers der TELUS International (Cda) Inc. bezüglich ihrer Forderungen gegen andere CCC-Gruppen-Gesellschaften unterzeichnet. Dieses "Postponement and Subordination Undertaking" bezieht sich auf den Darlehensvertrag der TELUS International (Cda) Inc. - aufgenommen bei der Bank of Novia Scotia - in der letzten Revisionsfassung vom 20. Dezember 2022 mit einem Gesamtvolumen von USD 2.000.000.000,00. Das Unternehmen hat sein gesamtes gegenwärtiges und nachträglich erworbenes Eigentum als Sicherheit im Zusammenhang mit seiner Eigenschaft als Garantiegeber verpfändet. Diese Garantie ergibt sich aus der Vereinbarung bezüglich der Verschuldung von TELUS International (Cda) Inc. ("TI Canada") im Rahmen der geänderten und angepassten Kreditvereinbarung vom 20. Dezember 2022 zwischen TI Canada und der Bank of Nova Scotia. Die insgesamt zulässige Kreditaufnahme im Rahmen des Kreditvertrags beträgt US-Dollar 2,0 Milliarden. Die von der Gesellschaft gewährte Sicherheit wird durch einen Garantievertrag, einen Sicherungsvertrag für bewegliches Eigentum, einen Aktienpfandvertrag, einen Kontopfandvertrag und eine Aufschub- und Unterordnungserklärung vom 26. Mai 2020 in der jeweils gültigen Fassung geregelt. Die Gesellschaft hat Zugang zu den Quartalsberichten der TI-Gruppe und verfolgt diese Ergebnisse regelmäßig. Zurzeit ist daher nicht mit einer Inanspruchnahme der Garantie zu rechnen. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Es handelt sich hierbei um laufende Nutzungsentgelte für angemietete Räumlichkeiten. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen im Sinne des § 314 Abs. 1 Nr. 13 HGB Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen fanden im Geschäftsjahr nur zu fremdüblichen Konditionen statt. Konzernumlagen wurden getätigt, um die Aufwendungen der Muttergesellschaft, welche für Leistungen der Einzelgesellschaften anfallen, auf den Verursacher umzulegen. Hierzu gehören u.a. die Geschäftsführung, die IT, die Buchhaltung, die Personalabrechnung und administrative Aufgaben im Zusammenhang mit der Rechnungslegung. 2.2. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 2.2.1. Umsatzerlöse Die Gesellschaft erzielt die Umsatzerlöse durch Konzernverrechnungen und Konzernumlagen für die aktive Beteiligungsverwaltung und die Erbringung von Dienstleistungen für verbundene Unternehmen, insbesondere Managementleistungen, sowie die Übernahme der Geschäftsführung und Erbringung von administrativen, finanziellen und kaufmännischen Dienstleistungen als geschäftsleitende Holding gegenüber direkten und indirekten Tochtergesellschaften. 2.2.2. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 430 (Vorjahr TEUR 358) beinhalten u.a. Intercompany-Erlöse über TEUR 381 (Vorjahr TEUR 282) sowie periodenfremde Erlöse mit TEUR 0 (Vorjahr TEUR 13). 2.2.3. Aufwendungen für bezogene Leistungen Unter den bezogenen Leistungen in Höhe von TEUR 143 (Vorjahr TEUR 122) sind im Wesentlichen Aufwendungen für das Internet sowie Kosten für Fremdpersonal enthalten. 2.2.4. Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Wesentlichen Beratungsaufwendungen über TEUR 913, Aufwendungen für Anzeigenschaltug & Jobpromotion über TEUR 644 und Konzernverrechnungen über TEUR 12.739 ausgewiesen. Im Geschäftsjahr lagen keine periodenfremden Aufwendungen vor. 2.2.5. Finanzergebnis Die Zinserträge mit verbundenen Unternehmen betragen TEUR 2.788 (Vorjahr TEUR 3.830). Die Zinsaufwendungen umfassen im Wesentlichen Zinsen aus Darlehen von verbundenen Unternehmen und betragen insgesamt TEUR 11.913 (Vorjahr TEUR 12.812). 2.2.6. Erträge aus Ergebnisabführungsverträgen Mit der Tochtergesellschaft besteht ein Ergebnisabführungsvertrag. Die Tochtergesellschaft hat wiederum Ergebnisabführungsverträge mit ihren deutschen Tochtergesellschaften geschlossen. Die Erträge aus dem Ergebnisabführungsvertrag betragen im Geschäftsjahr 2022 TEUR 68.936 (Vorjahr TEUR 78.457). 2.2.7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (Steuerumlage) Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag umfassen Erträge aus der von der Organgesellschaft abgeführten Steuerumlage sowie Aufwendungen für die Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer sowie für latente Steuern. Der steuerliche Ertrag übersteigt den Aufwand aus Steuerumlagen um TEUR 3.115 (Vorjahr TEUR 2.888). Die aktiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 578 wurden aufgelöst. Die passiven latenten Steuern haben sich um TEUR 198 verringert. Der für die Berechnung der latenten Steuern herangezogene Steuersatz beträgt 32,43 %. Die passiven latenten Steuern beruhen im Wesentlichen auf Verschmelzungsverlusten im Vorjahr. Die Veränderung des Überhangs der passiven latenten Steuern im abgelaufenen Geschäftsjahr stellt sich wie folgt dar (EUR):
3. Sonstige Angaben 3.1. Organe der Gesellschaft Im Geschäftsjahr waren folgende Geschäftsführer tätig:
Lediglich Jan Wolff und Gregor Willenberg waren bei der TELUS International Germany GmbH angestellt. Hinsichtlich der Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird für diese beiden Geschäftsführer die Befreiungsvorschrift nach § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen. 3.2. Arbeitnehmer Bei der TELUS International Germany GmbH sind lediglich Gehaltsempfänger angestellt.
3.3. Beziehungen zu verbundenen Unternehmen Mit der CCC Erste Beteiligungs GmbH, Berlin, besteht ein Ergebnisabführungsvertrag, ein Beherrschungsvertrag sowie ein Steuerumlagevertrag (CCC Erste Beteiligungs GmbH als Organgesellschaft). Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der TELUS Corporation, Sedar, Kanada, als oberste Muttergesellschaft einbezogen, die zugleich den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Konzernkreis aufstellt. Der Konzernabschluss der TELUS Corporation wird in Sedar, Kanada, offengelegt und ist unter der Internetseite: https://www.sedar.com/DisplayCompanyDocuments.do?lang=EN&issuerNo=00011998 abrufbar. In Bezug auf die Pflicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses nach deutschem Recht wurde von der Befreiungsvorschrift gemäß § 292 HGB Gebrauch gemacht. Der befreiende Konzernabschluss wird von der TELUS Corporation, Kanada, nach IFRS erstellt und im Bundesanzeiger veröffentlicht. 3.4 Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor, den gesamten Gewinn zum 31. Dezember 2022 in Höhe von EUR 60.836.291,82 an die Gesellschafterin auszuschütten. 3.5 Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres Es sind nach dem Schluss des Geschäftsjahres keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten.
Berlin, am 4. Dezember 2023 Die Geschäftsführung Roger Christopher Amanda Jayne Mawson David Lowther Clancy Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die TELUS International Germany GmbH, Berlin Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der TELUS International Germany GmbH, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der TELUS International Germany GmbH, Berlin, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Berlin, den 4. Dezember 2023 Deloitte
GmbH
Gerald Reiher, Wirtschaftsprüfer Carsten Decker, Wirtschaftsprüfer |
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