Stammdaten

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Amtsgericht Frankfurt am Main HRB 86528
Vorher
Ocast AG
Eingetragen
2.9.2009
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieBetrieb von Datenverarbeitungseinrichtungen für DritteUnternehmensberatung
Gegenstand
Unternehmensberatung und das Projektmanagement im EDV-Bereich, die Realisierung und die Wartung und der Support von Softwareprojekten und produkten, der Bereich eines Rechenzentrums und der Vertrieb von Softund Hardware sowie die Schulung im EDV-Bereich.

Finanzübersicht

Historie

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Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

DIAMOS AG

Sulzbach

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020

Lagebericht

1. Wirtschaftliche Lage und Geschäftsverlauf

1.1. Das Unternehmen: Produkte und Services

Bereits seit 1984 ist DIAMOS Anbieter von Standardsoftware-Lösungen und Services für die Investmentbranche. Hauptsitz der DIAMOS AG ist Sulzbach (Taunus), eine deutsche Zweigstelle besteht in Hof (Saale). Tochtergesellschaften befinden sich in Zürich, Schweiz, sowie in Grevenmacher, Luxemburg.

Führende Fondsplattformen, Kapitalverwaltungsgesellschaften (KVGen), Banken und sonstige Finanzdienstleister setzen seit vielen Jahren auf Lösungen aus dem Hause DIAMOS. Das DIAMOS Produktportfolio mit den etablierten Hauptproduktlinien DIAMOS-F, DIAMOS-CeF; DIAMOS-A und DIAMOS-D basiert auf einer modernen Systemplattform und stellt flexibel skalierbare Softwarelösungen für das Investmentgeschäft zur Verfügung. Neben integrierten Systemen für die Verwaltung von Fonds- und Investmentdepots sowie für die Administration von Anlegern und Beteiligungen an geschlossenen Fonds bietet DIAMOS auch individuell einsetzbare Module z.B. für Investment Compliance, Gebührenberechnung oder für das automatisierte Transaktions-Management.

Die jüngste Produktlinie DIAMOS-A für Alternative Investments ist die Lösung für das stark wachsende Segment der in alternative Assetklassen investierenden Fonds (AIF), in welcher neben Immobilien jede Form von Assets (von Debts über Schiffsflotten oder Renewables bis Private Equity) verwaltet werden können. Zielkunden sind professionelle Investoren, KVGen und Verwahrstellen im In- und Ausland.

Der Produktlinie DIAMOS-A liegt mit dem IXFIN Framework eine neue fachlich-technologische Basis zugrunde. Das IXFIN Framework erlaubt DIAMOS, aufgrund seiner Kapselung und Modularität, die Entwicklungsgeschwindigkeit zu erhöhen und flexibel auf neue Kundenanforderungen zu reagieren. Im Berichtsjahr sind für einige Hauptproduktlinien Funktionalitäten und Features auf der neuen Basis entstanden, die im Laufe des Jahres 2021 den Kunden zur Verfügung gestellt werden. Das neue Framework ist nahtlos mit den bestehenden Produkten verzahnt und offeriert darüber hinaus weitere Möglichkeiten für Kunden die Digitalisierung voranzutreiben.

Zum Leistungsportfolio gehören auch Cloud-Services, die sowohl für die hauseigenen Produkte als auch für den Betrieb von Kunden-Software angeboten werden, jeweils mit hohem Anspruch an Service-Qualität, bankregulatorischer Konformität und Informationssicherheit. Der DIAMOS-Cloud-Betrieb zeichnet sich durch testierte Kontrollverfahren nach den internationalen Standards ISAE 3402 (Typ 2) und ISAE 3000 (Typ 2) sowie ITIL-konformen Betriebsprozessen aus. Die Testierung auf Design, Implementierung und Wirksamkeit des internen Kontrollsystems erfolgt jährlich durch eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (derzeit: KPMG). Die Informationssicherheit im Cloud-Betrieb wird durch Erfüllung des vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) entwickelten IT-Grundschutzes sichergestellt und deckt die Bereiche Application-Service-Providing (ASP), Software-as-a-Service (SaaS) und Infrastructure-as-a-Service (IaaS) ab. DIAMOS stellt ihren Kunden ergänzend Services entlang der gesamten Wertschöpfungskette zur Verfügung, von der Beratung und Analyse über Integration, Migration und Customizing bis hin zur nachhaltigen Softwarepflege und Anwenderbetreuung.

DIAMOS ist damit der einzige Lösungsanbieter in der DACH-Region sowie Luxemburg und Liechtenstein, der seinen Kunden ein Dienstleistungsspektrum zur Verfügung stellt, mit dem alle Anleger und alle Assetklassen professionell aus einer System- und Lösungswelt betreut werden können.

1.2. Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft

Die deutsche Volkswirtschaft durchlebte im Jahr 2020 aufgrund der Pandemie eine schwere Rezession. Die Wirtschaftsleistung im Gesamtjahr ging um 5,0% zurück. Angesichts der neuen Lockdown-Maßnahmen ab November 2020 kam die seit Sommer zu beobachtende konjunkturelle Erholung praktisch zum Stillstand. Nach Erwartungen des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie wird die Wirtschaftsleistung von vor der Pandemie erst Mitte 2022 wieder erreicht werden.

Der deutsche Markt für Fondsprodukte hat sich demgegenüber im Jahr 2020 sehr gut entwickelt und zum Jahresende laut Angaben des Branchenverbands BVI (Bundesverband Investment und Asset Management)mit einem verwalteten Vermögen von 3.850 Mrd. € gegenüber 3.394 Mrd. € zum Ende des Vorjahres erneut einen Rekordstand erreicht. Nach Mittelabflüssen im März war das Gesamtjahr 2020 mit Zuflüssen von Investitionskapital in Höhe von 127 Mrd. € das drittbeste Absatzjahr für Fonds. Das regelmäßige Sparen privater Anleger stellt eine stabile Komponente im Fondsneugeschäft dar. Aufgrund der niedrigen Zinsen weichen Sparer zunehmend auf Fondssparpläne aus. Die Fondsbranche, die die wesentliche Kundenbasis der DIAMOS darstellt, ist daher gestärkt aus der Corona-Krise hervorgegangen.

Aufgrund der konjunkturellen Unsicherheiten und der operativen Herausforderungen in der Pandemie-Situation war die Investitionsbereitschaft der Investmentbranche im Jahr 2020 zunächst verhalten. Die Entwicklung der Regulatorik aber auch zunehmender Kostendruck und die Realisierung von Skaleneffekten werden jedoch weiterhin die Bereitschaft der Branche bestimmen, in die Digitalisierung der Geschäftsprozesse zu investieren.

1.3. Auftragsentwicklung und Rohergebnis

Das Rohergebnis ist im Berichtsjahr von 13.446 T€ um 521 T€ (3,9%) auf 13.967 T€ gestiegen. Dieser Anstieg wurde vor allem durch den Ausbau der Geschäftsbeziehungen zu Bestandskunden erreicht. Das Neukundengeschäft hat im Berichtsjahr nicht das geplante Volumen erreicht. Als Ursache hierfür sieht DIAMOS die zögerliche Bereitschaft der Zielkunden angesichts der pandemie-bedingten konjunkturellen Unsicherheiten in neue IT-Lösungen zu investieren.

Im Berichtsjahr wurde das Produkt DIAMOS-F Fee Management präsentiert und die Migrationen auf die neue Version befindet sich in der Umsetzungsphase. Die Entwicklung erfolgte auf einer neuen technischen Plattform, von der perspektivisch alle Kunden partizipieren werden.

Die Modernisierung der technologischen Basis aller DIAMOS Produkte wird in enger Zusammenarbeit mit Kunden und Partnern permanent weiterverfolgt. Die zeitlichen Zyklen der Neu- und Weiterentwicklung konnten durch gesteigerte Testautomatisierung, Einsatz von eigenentwickelten Komponentenbibliotheken und Verwendung von am Markt verfügbaren Komponenten weiter verkürzt werden. Dadurch können wir und unsere Kunden schnell auf veränderte Rahmenbedingungen und Anforderungen reagieren.

Im Bereich der Cloudservices konnten weitere Kunden für SaaS/IaaS-Lösungen gewonnen werden. In dem wachsenden Segment wurden Investitionen in Skalierbarkeit und Automatisierung fortgeführt, auch um den innovativen Modularisierungsansatz in den Cloud-Betrieb zu überführen. Das DevOps-Organisationsmodell mit seiner abteilungsübergreifenden Fokussierung auf die Entwicklung von Lösungen für Kunden sowie die Bereiche Compliance, Datenschutz und IT Security/Informationssicherheit wurden weiter ausgebaut, um gestiegenen regulatorische Anforderungen dauerhaft gerecht zu werden.

Die Bestandsprodukte der Depotbuchhaltung und Fondsbuchhaltung wurden weiter den Markterfordernissen angepasst. Auf Basis von neuen Kundenanforderungen wurden zielgerichtet neue Module oder Funktionalitäten entwickelt und ausgeliefert, die im Einklang mit der mittel- bis langfristigen Modularisierungsstrategie stehen. Es konnten neue Verträge mit weiteren Kunden geschlossen werden, insbesondere im Bereich DIAMOS-A, DIAMOS-F und im Frontendbereich der Depotverwaltungssoftware. Die Modularisierungsstrategie zahlt sich zudem aus, da bereits weitere Kunden per API beliefert werden konnten.

Das Geschäftsmodell der DIAMOS setzt weiter auf Innovation, Wachstum und Nachhaltigkeit. Den zu beobachtenden Trend hin zu flexiblen Kooperationsmodellen zwischen Anbietern von Finanzdienstleistungen und Nachfragern mit dem einhergehenden Aufbrechen von Wertschöpfungsketten, technologischem Wandel und neuen Marktteilnehmern begleitet die DIAMOS durch eine konsequente Modernisierung der Produkte.

Für das laufende Geschäftsjahr 2021 wird mit einer Steigerung des Rohergebnisses um rd. 8,5% gerechnet.Der zu Beginn des neuen Geschäftsjahres 2021 vorliegende Auftragsbestand stieg auf ca. 11,8 Mio. € (Vorjahr 10,6 Mio. €).Dabei wird mit einem Betriebsergebnis von rd. 2,3 Mio. € gerechnet.

1.4. Investitionen, Kosten und Beschaffungsbereich

Neben der kontinuierlichen Verbesserung und Marktanpassung der Bestandsprodukte erfolgten Investitionen in die Weiterentwicklung einzelner Systemfunktionalitäten der Hauptproduktlinien insbesondere aufgrund regulatorischer Erfordernisse sowie in den Ausbau der technischen Infrastruktur der DIAMOS. Die Investitionen in die technologische Basis aller DIAMOS Produkte mit dem Ziel der Modularisierung, Steigerung der Flexibilität der Softwareproduktion und Ausbau des Cloudbetriebs wurden fortgeführt.

Ein Schwerpunkt der funktionalen Investitionen lag erneut in der Weiterentwicklung von DIAMOS Alternative Investments. Neben der Verwaltung von Investments in Private Equity, Debt- und Mezzanineprodukte sowie Immobilien wurde auch die Projektkalkulation und hier insbesondere das Fortschrittstracking weiterentwickelt. DIAMOS-A ist durch eine Erweiterung im Scoring Modul in der Lage, individuell vom Kunden entwickelte Scoringmodelle abzubilden, z.B. für Immobilien, Unternehmen oder auch für einzelne Projekte. Zusätzlich wurden auch die Funktionalitäten im Bereich des Reportings und des Bearbeitungsworkflows an Kundenbedürfnisse angepasst.

Im Bereich der Produktlinie DIAMOS-F sind vor allem bestehende Funktionalitäten massiv ausgeweitet worden, wie z. B. im Bereich des Bestandsabgleiches, Erweiterungen bei der Assetklasse Swaps oder der Ausbau der Funktionalitäten für Devisenoptionen. Im Jahr 2020 spielte das Anlegerthema Nachhaltigkeit (Environmental Social Governance - ESG) eine große Rolle und es wurde in DIAMOS-F die Möglichkeit geschaffen, Nachhaltigkeitsratings und -kriterien abzubilden. Zudem sind alle diese Informationen so nahtlos eingebunden, dass eine Verarbeitung in der Fondsbuchhaltung, im Reporting oder in der Anlagegrenzprüfung effizient möglich sind. Auch das Jahr 2020 war durch einige regulatorische Änderungen geprägt, die in die Produktentwicklung eingeflossen sind, wie z.B. im Bereich des Meldewesens die §14 KWG Millionenkreditverordnung oder die Geldmarktfondsverordnung. Zu guter Letzt wurde DIAMOS-F auf das neue Corporate Design umgestellt. Ein erster Bestandskunde konnte anhand von DIAMOS-F Fee Management erfolgreich die erweiterten Funktionalitäten testen und wird ab Anfang 2021 auf das neue Modul migrieren.

Auch im Jahr 2020 waren die Weiterentwicklungen im Bereich DIAMOS-D durch regulatorische Erfordernisse geprägt, wie z.B. die Meldepflicht gemäß Art. 9 Abs. 1 CSDR, sowie Anpassungen, die noch aus der Investmentsteuerreform (z.B. Ausschüttung von Fonds in Abwicklung) resultieren, Anpassungen an die MiFID-Richtlinie 2014/65/EU oder Erweiterungen in verschiedenen Schnittstellen, z.B. Transaktionsmeldungen nach Artikel 26 MiFIR.

Ein Schwerpunkt war zudem eine Funktionserweiterung zur Unterstützung von fondsgebundenen Versicherungspolicen, insbesondere wurde hier unter anderem eine neue Logik der Berechnung von Policenpreisen und speziellen Gebührenalgorithmen im Versicherungskontext implementiert. Die Frontendfunktionalitäten wurden wesentlich erweitert und DIAMOS-D wurde ebenfalls auf das neue Corporate Design umgestellt.

Der Ausbau der bei externen Anbietern angemieteten Rechenzentrumskapazitäten wurde im Berichtsjahr durch die Verlagerung der Server in einen ausschließlich durch DIAMOS genutzten Cage (abgeschlossener Raum im externen Rechenzentrum) weiter vorangetrieben.

Wie auch in den Vorjahren erfolgte die Entwicklung neuer Produkte unter anderem auch durch den Einsatz externer Entwicklungspartner in Europa (Nearshoring). Dies ermöglicht eine flexible, kostengünstige und gleichzeitig qualitativ hochwertige Softwareentwicklung.

1.5. Finanzierung

Aufgrund der hohen Liquiditätsüberschüsse hat DIAMOS im Berichtsjahr keine Außenfinanzierungsinstrumente genutzt. Der Kontokorrentrahmen wurde nicht in Anspruch genommen. Im Rahmen der Anschaffung von Betriebsmitteln (z.B. Hardware, Betriebs- und Geschäftsausstattung, Kfz) werden in sehr begrenztem Umfang Leasing- oder Mietkaufangebote genutzt, welche planmäßig bedient wurden.

1.6. Personal- und Sozialbereich

Das Jahr 2020 ist wie die Vorjahre durch eine stabile Personalentwicklung gekennzeichnet. Bei Neueinstellungen wurde darauf geachtet, zielgerichtet und bedarfskonform neues Know-how und Kompetenz für DIAMOS zu gewinnen. Aufgrund der angespannten Lage auf dem Arbeitsmarkt für IT-Fachkräfte konnten im Berichtsjahr nicht alle ausgeschriebenen Stellen besetzt werden.

Im Geschäftsjahr 2020 wurde das digitale Personalmanagementsystem "Personio" eingeführt, das die Personalabteilung in der Administration und Datenverarbeitung wesentlich entlastet und den Mitarbeitern der DIAMOS jederzeit online den Zugriff auf die relevanten Personaldaten sowie die Verwaltung der Abwesenheitszeiten ermöglicht. "Personio" soll in Zukunft auch den Recruiting-Prozess sowie das Performance-Management unterstützen.

Aufgrund der Pandemiesituation wurde im Berichtsjahr eine zeitlich begrenzte Regelung für mobiles Arbeiten eingeführt.

Die Mitarbeiter partizipieren wie in den Vorjahren über Zielvereinbarungen am Erfolg der DIAMOS, indem eine erfolgsabhängige Vergütung abhängig von der Erreichung des budgetierten Unternehmenserfolgs (Umsatz, Cost-Income-Ratio) sowie der Erreichung der mit den Mitarbeitern vereinbarten persönlichen Ziele gewährt wird.

Die Mitarbeiter wurden wie in den Vorjahren zeitnah durch den Vorstand über die Unternehmensentwicklung informiert.

1.7. Organisation der Leitung und Kontrolle

Der Vorstand als Leitungsorgan der DIAMOS berichtet dem Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle relevanten Fragen der Unternehmensplanung und der strategischen Weiterentwicklung, über den Gang der Geschäfte und die Lage der Gesellschaft. Der Vorstand führt die Gesellschaft und wird unterstützt von der erweiterten Geschäftsleitung.

Der Aufsichtsrat der DIAMOS bestand im Berichtsjahr aus drei Mitgliedern. Aufgabe des Aufsichtsrates ist es, den Vorstand bei der Führung der Geschäfte zu überwachen und zu beraten.

Neben einer zeitnahen Finanzbuchhaltung, Kostenrechnung, Liquiditätsplanung und einem monatlichen Reporting wesentlicher Kennzahlen, verfügt DIAMOS über weitere Systeme und organisatorische Maßnahmen, um Risiken mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage frühzeitig zu erkennen und geeignete Maßnahmen ergreifen zu können.

Die Basis zur Früherkennung von Chancen und Risiken ist die Erstellung eines Jahresplans (Budgets). Dieser wird unter kritischer Betrachtung der Vergangenheitswerte und Einschätzung der künftigen Entwicklung unter Einbeziehung der Fachabteilungen erstellt und kontinuierlich mit der tatsächlichen Geschäftsentwicklung abgeglichen.

Das Informationssicherheitsmanagementsystem (ISMS) nach BSI IT-Grundschutz ist durch den innerhalb der Organisation implementierten Informationssicherheitsbeauftragten (ISB) erheblich ausgebaut und weiter professionalisiert worden. Wir streben als nächsten organisatorischen Schritt eine Zertifizierung nach ISO 27001 an, um unseren Kunden die erreichten Ergebnisse auch durch neutrale Bestätigung nachweisen zu können. Des Weiteren ist der Datenschutz nach Benennung eines zusätzlichen stellvertretenden Datenschutzbeauftragten (DSB) innerhalb der DIAMOS weiter gestärkt worden. Sowohl interne Security Awareness als auch Datenschutzschulungen verbessern stetig das Know-How der Mitarbeiter zum Schutz von Unternehmens- und Kundendaten.

Im Berichtsjahr wurde die Einrichtung einer Innenrevision beschlossen. Die Innenrevision soll sowohl das interne Risikomanagement stärken als auch den gestiegenen aufsichtsrechtlichen Anforderungen der DIAMOS Kunden gerecht werden.

Der Vorstand ist der Überzeugung, mit den getroffenen Maßnahmen wesentliche und bestandsgefährdende Risiken systematisch, strukturiert und flächendeckend identifizieren, bewerten und steuern zu können.

2. Darstellung der Lage

2.1. Vermögenslage

Die Bilanzsumme sank gegenüber dem Vorjahr um 999 T€ auf 5.418 T€. Der Rückgang der Bilanzsumme resultiert im Wesentlichen aus der im Berichtsjahr erfolgten Ausschüttung des zum Ende des Vorjahres bestehenden Bilanzgewinnes in Höhe von 2.811 T€, dem der Jahresüberschuss des Berichtsjahres in Höhe von 1.378 T€ gegenübersteht.

Im Bereich der AKTIVA ist das Anlagevermögen um 88 T€ reduziert.

Der Geschäfts- und Firmenwert wurde planmäßig um 563 T€ auf einen Erinnerungswert von 1,00 € abgeschrieben. Den Investitionen auf andere immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen in Höhe von 708 T€ standen Abschreibungen in Höhe von 233 T€ gegenüber. Das Umlaufvermögen ist um 911 T€ reduziert. Wesentliche Treiber hierfür sind die Forderungen gegen verbundene Unternehmen, die sich um 1.960 T€ reduziert haben. Ebenfalls reduziert haben sich die sonstigen Vermögensgegenstände um 84 T€ und die sonstigen Wertpapiere um 157 T€. Dem Gegenüber erhöht haben sich die flüssigen Mittel um 1.276T€ und die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 23 T€. Die aktive Rechnungsabgrenzung ist um 10 T€ reduziert.

Im Bereich der PASSIVA hat sich das Eigenkapital um 1.433 T€ verringert. Der Ausschüttung des zum 31. Dezember 2019 bestehenden Bilanzgewinns in Höhe von 2.811 T€ steht der Jahresüberschuss von 1.378 T€ gegenüber. Die Rückstellungen haben sich insgesamt um 197 T€ erhöht. Davon entfallen auf Steuerrückstellungen 111 T€ und auf sonstigen Rückstellungen 86 T€. Die Verbindlichkeiten haben sich insgesamt um 440 T€ erhöht. Hier steht einer Reduzierung der erhaltenen Anzahlungen in Höhe von 6 T€ Erhöhungen von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 285 T€, Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 29 T€ sowie sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von 103 T€ entgegen. Die passiven Rechnungsabgrenzungen haben sich um 173 T€ vermindert.

2.2. Finanzlage

Der Anstieg des Mittelzuflusses aus laufender Geschäftstätigkeit ist im Wesentlichen durch den höheren Umsatz sowie gestiegenen Verbindlichkeiten und Rückstellungen verursacht, denen im Vorjahr eine Abnahme von Verbindlichkeiten und Rückstellungen gegenübersteht.

Der Cash-Flow hat sich im Geschäftsjahr wie folgt zusammengesetzt:

Cash-Flow T€ Vorjahr
Aus laufender Geschäftstätigkeit 2.792 685
+/- aus Investitionstätigkeit -708 -351
+/- aus Finanzierungstätigkeit -807 -1.030
Cash-Flow insgesamt 1.277 -696

Die Liquidität ist nach den Planungen für 2021 aus dem Cash-Flow der laufenden Tätigkeit gesichert.

2.3. Ertragslage

Das Ergebnis vor Ertragsteuern ist auf 2.172 T€ (1.457 T€ Vorjahr) gestiegen, was in erster Linie aus deutlich gestiegenen Umsätzen resultiert.

Die Personalaufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr nahezu gleich geblieben und von 9.456 T€ um -0,3% auf 9.429 T€ marginal gesunken.

Die Abschreibungen haben sich gegenüber dem Vorjahr um 8 T€ (1,0%) verringert.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr um 141 T€ (8,1%) auf 1.600 T€ verringert. Diese Verringerung ergibt sich aus unterschiedlichen, gegenläufigen Effekten. Erhöhungen ergaben sich im Wesentlichen bei den verschiedenen betrieblichen Kosten um 33 T€ und den Kosten der Warenabgabe um 16T€. Geringfügig erhöhten sich jeweils Raumkosten, Versicherungen, Beiträge und Abgaben sowie Reparaturen und Instandhaltungen um in Summe 25 T€. Demgegenüber haben sich insbesondere die Werbe- und Reisekosten um 137 T€ und die Fahrzeugkosten um 25 T€ verringert. Ebenso ergaben sich geringere Kosten in den restlichen Positionen in Summe von 53 T€.

Das Finanzergebnis betrug im Berichtsjahr 30 T€ (Vorjahr 12 T€). Die Erhöhung resultiert im Wesentlichen aus Zinsen für das Darlehen an die Muttergesellschaft ConQor Deutschland GmbH.

Aus vorgenanntem Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit leitet sich unter Anwendung eines kombinierten Steuersatzes für die Körperschaft- und Gewerbesteuer die folgende Ertragsteuerbelastung ab:

Ertragsteuerbelastung für T€ Vorjahr
Ergebnis vor Ertragsteuern 621 416
+ Nicht steuerwirksame Abschreibungen auf den Firmenwert 161 161
+ Nicht abziehbare Aufwendungen / steuerfreie Erträge 4 7
+ Effekte aus gewerbesteuerlichen Hinzurechnungen 4 6
= tatsächlicher Ertragsteueraufwand 790 590
Zusammensetzung des Geschäftsergebnisses T€ Vorjahr
Betriebsergebnis vor AFA Geschäfts- und Firmenwert 2.705 2.007
- Finanzergebnis 30 13
- AfA Geschäfts- und Firmenwert -563 -563
- Steuerbelastung (davon 790 T€ Ertragsteuern (VJ 590 T€)) -794 -594
Jahresüberschuss 1.378 863

3. Hinweise auf Chancen und Risiken, insbesondere bei der künftigen Entwicklung

DIAMOS ist den Herausforderungen der Pandemie-Situation durch technische und organisatorische Maßnahmen im Rahmen des nach Standard BSI 100-4 bestehenden Notfallmanagementkonzepts (Business Continuity Management / BCM) begegnet. Durch die Einführung einer zeitlich begrenzten Regelung für mobiles Arbeiten unmittelbar nach Beginn der Pandemie konnten alle betrieblichen Arbeitsabläufe weiterhin störungsfrei sichergestellt werden. DIAMOS ist daher für das Auftreten ähnlicher Ausnahmesituationen in der Zukunft bereits jetzt sehr gut vorbereitet.

Der Geschäftsverlauf der DIAMOS hat sich in der Pandemie-Situation insgesamt als stabil erwiesen. Das Neukundengeschäft hat im Berichtsjahr jedoch nicht das geplante Volumen erreicht. Die organisatorischen Herausforderungen auf Kundenseite und die wirtschaftlichen Unsicherheiten, beides bedingt durch die Pandemie-Situation, sind als Ursache für den Rückgang des Geschäfts mit Neukunden anzusehen. Das Geschäft mit Bestandskunden konnte dagegen erneut ausgeweitet werden. Für die kommenden Jahre wird auch mit einem deutlichen Anstieg des Neukundengeschäfts gerechnet, da Zielkunden aufgeschobene Investitionen in IT-Systeme nachholen werden.

Die Realisierung von Skaleneffekten wird immer mehr zu einem bestimmenden Wettbewerbsfaktor in der Vermögensverwaltungsbranche. Die Digitalisierung ermöglicht Vermögensverwaltern die Optimierung der Wertschöpfungskette. Es ist daher damit zu rechnen, dass die Zielkunden der DIAMOS die im Jahr 2020 ausgebliebenen Investitionen in die IT-Infrastruktur in den kommenden Jahren tätigen werden und generell Investitionen in die Digitalisierung der Geschäftsabläufe steigen werden. Insbesondere im Bereich der Alternative Investments besteht ein großer Nachholbedarf im Ausbau der IT-Infrastruktur. DIAMOS kann mit dem Produkt DIAMOS-A von diesem Trend profitieren.

Aus den in der Fondsbranche zu beobachtenden Konsolidierungstendenzen resultieren für DIAMOS sowohl Chancen als auch Risiken. Im Geschäftsjahr 2020 konnte DIAMOS von Bestandsübertragungen auf Kundenseite durch größere Projektaufträge profitieren.

DIAMOS sieht gute Chancen für den Vertrieb der erneuerten DIAMOS-Module und -Funktionen. Die Entwicklung der letzten Jahre zeugt von einem sich klar abzeichnenden Trend weg von monolithischen Front-to-Back-Lösungen hin zu kleinteiligeren Best-of-Breed-Ansätzen. Hierbei ist DIAMOS bestens aufgestellt und erwartet mittelfristig eine weitere Stärkung dieses Trends, begünstigt zum Beispiel durch eine immer breitere Nutzung von Fin-Tech-Lösungen durch etablierte Marktteilnehmer. Zur Nutzung dieses Trends weitet DIAMOS ihre Investitionen in den R&D-Bereich aus mit dem Ziel der Schaffung einer neuen und stärker modularisierten Softwarelandschaft. Modularisierte Software-Lösungen werden neue Vertriebsmöglichkeiten innerhalb und außerhalb des bestehenden Kundenkreises schaffen.

Die steigenden Anforderungen der Banken-Regulatorik betreffen zunehmend auch Bankdienstleister. Die frühzeitige strategische Ausrichtung der DIAMOS, bei den Cloud-Services auf Sub-Dienstleister zu verzichten, ermöglicht unseren Kunden, das Auslagerungs-Controlling auch bei steigenden Anforderungen beherrschbar zu halten und stellt sich auch bei der Neukundengewinnung als wesentliches Alleinstellungsmerkmal für DIAMOS dar. Darüber hinaus wird die Zertifizierung und Skalierbarkeit der DIAMOS bzgl. der Cloud-Services ausgebaut.

Hohen Innovationdruck sieht DIAMOS weiterhin bei den Web-Portalen seiner Kunden. Hier setzt DIAMOS auf kürzere Entwicklungszyklen und die Erweiterung der Test-Automatisierung, um die gewohnte Release-Qualität mit einer verbesserten Time-to-Market-Performance zu verbinden.

Mit mehreren Bestandskunden stehen im Jahr 2021 Vertragsverlängerungen an. Dabei steht das Ziel an erster Stelle, die partnerschaftliche Zusammenarbeit für beide Seiten langfristig abzusichern. Dies beinhaltet auch das Vertragswerk auf die aktuelle Regulatorik und möglichst auch absehbare, zukünftige Entwicklungen anzupassen.

Ein Risiko stellt der Fachkräftemangel auf dem Arbeitsmarkt für IT-Fachkräfte dar. DIAMOS wird daher die Recruiting-Anstrengungen weiter verstärken und auch weiterhin externe Fachkräfte einsetzen. Hierbei kommen weiterhin auch externe Fachkräfte im Wege des Nearshoring zum Einsatz.

4. Sonstige Angaben

Der Schwerpunkt der DIAMOS Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten liegt zum einen auf einer marktgerechten Pflege und Weiterentwicklung der Produktlinien unter Einbeziehung sämtlicher damit verbundener Module, Komponenten und Schnittstellen. DIAMOS nimmt eine kontinuierliche Erweiterung des Funktionsumfangs vor und arbeitet konsequent an der Performanceoptimierung sowie am technologischen State-of-the-Art ihrer Standardsoftware. Dabei werden regulatorische und kundenspezifische Anforderungen ebenso berücksichtigt wie technische Entwicklungen. Zum anderen wird die konsequente Modularisierungsstrategie im Rahmen der Weiterentwicklung durch Anwendung neuer technologischer und prozessualer Ansätze vorangetrieben. Weitere Anforderungen, die sich aus neuen oder veränderten Markttrends ergeben, werden stetig geprüft und fließen in die Überlegungen der strategischen Weiterentwicklung - gegebenenfalls auch in Form von Partnerschaften - ein. Mit der Einbindung von Entwicklungsdienstleistern wurde die Leistungsfähigkeit deutlich flexibilisiert.

DIAMOS hat den Rechtsgeschäften mit den verbundenen Unternehmen

ConQor AG, Zug, Schweiz

ConQor Deutschland GmbH, Sulzbach

DIAMOS Suisse AG, Zürich, Schweiz

angemessene Gegenleistungen erhalten und wurde nicht durch Maßnahmen ohne rechtsgeschäftlichen Charakter benachteiligt.

 

Sulzbach, im März 2021

Wilhelm Velten, Vorstand

Bilanz

Aktiva

31.12.2020
EUR
31.12.2019
EUR
A. Anlagevermögen 1.848.607,11 1.936.499,61
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 19.095,00 582.429,00
1. Geschäfts- oder Firmenwert 1,00 562.466,00
2. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 19.094,00 19.963,00
II. Sachanlagen 1.323.778,05 848.336,55
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 26.299,00 33.648,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.297.479,05 814.688,55
III. Finanzanlagen 505.734,06 505.734,06
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 105.734,06 105.734,06
2. sonstige Ausleihungen 400.000,00 400.000,00
B. Umlaufvermögen 3.529.020,31 4.429.625,40
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 758.024,36 2.778.557,48
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 0,00 1.959.832,47
2. sonstige Vermögensgegenstände 758.024,36 818.725,01
II. Wertpapiere 0,00 156.574,25
1. sonstige Wertpapiere 0,00 156.574,25
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.770.995,95 1.494.493,67
C. Rechnungsabgrenzungsposten 40.363,49 50.826,75
Bilanzsumme, Summe Aktiva 5.417.990,91 6.416.951,76

Passiva

31.12.2020
EUR
31.12.2019
EUR
A. Eigenkapital 2.428.249,78 3.861.163,40
I. gezeichnetes Kapital 500.000,00 500.000,00
II. Kapitalrücklage 500.000,00 500.000,00
III. Gewinnrücklagen 50.000,00 50.000,00
IV. Bilanzgewinn 1.378.249,78 2.811.163,40
B. Rückstellungen 1.895.332,13 1.698.273,40
C. Verbindlichkeiten 879.408,96 469.014,92
1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 123.601,10 94.937,60
2. sonstige Verbindlichkeiten 755.807,86 374.077,32
D. Rechnungsabgrenzungsposten 215.000,04 388.500,04
Bilanzsumme, Summe Passiva 5.417.990,91 6.416.951,76

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2020 - 31.12.2020
EUR
1.1.2019 - 31.12.2019
EUR
1. Rohergebnis 13.966.579,25 13.446.346,14
2. Personalaufwand 9.428.558,44 9.457.189,21
a) Löhne und Gehälter 8.083.234,88 8.227.473,38
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.345.323,56 1.229.715,83
davon für Altersversorgung 165.162,16 170.923,44
3. Abschreibungen 795.696,06 803.910,58
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 795.696,06 803.910,58
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.599.754,20 1.740.697,50
5. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 1.534,47 1.534,47
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 32.642,96 15.270,30
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 3.972,99 3.639,71
8. Steuern vom Einkommen und Ertrag 790.416,09 590.313,99
9. Ergebnis nach Steuern 1.382.358,90 867.399,92
10. sonstige Steuern 4.109,12 4.074,00
11. Jahresüberschuss 1.378.249,78 863.325,92

Ergebnisverwendung

1.1.2020 - 31.12.2020
EUR
1.1.2019 - 31.12.2019
EUR
11. Jahresüberschuss 1.378.249,78 863.325,92
12. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 1.947.837,48
13. Bilanzgewinn 1.378.249,78 2.811.163,40

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: DIAMOS AG

Firmensitz laut Registergericht: Sulzbach

Registereintrag: HRB

Registergericht: Frankfurt am Main

Register-Nr.: 86528

Die Gesellschaft ist nach § 267 Abs. 2 HGB eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Die gemäß § 288 HGB bestehenden Erleichterungsvorschriften sowie die Möglichkeiten zur Unterlassung von Angaben entsprechend § 286 HGB wurden in Anspruch genommen.

Im Rahmen der Offenlegung wurde von der Erleichterungsvorschrift des § 327 Nr. 2 HGB bezüglich der Erläuterungen zu den sonstigen Rückstellungen Gebrauch gemacht. Die Zahlen des Berichtsjahres sind mit denen aus dem Vorjahr vergleichbar.

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet:

- Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten

Forderungen und Wertpapiere wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Der Jahresabschluss enthält auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die in EUR umgerechnet wurden.

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Soweit der Kurs am Tage des Geschäftsvorfalles bei Forderungen darunter bzw. bei Verbindlichkeiten darüber lag, ist dieser angesetzt.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden.

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

Angaben zur Bilanz

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Anlagevermögen AHK Stand 01.01.2020
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
AHK Stand 31.12.2020
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 180.555,09 12.810,00 0,00 193.365,09
2. Geschäfts- oder Firmenwert 6.749.584,46 0,00 0,00 6.749.584,46
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 6.930.139,55 12.810,00 0,00 6.942.949,55
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 254.859,93 0,00 0,00 254.859,93
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.479.334,10 694.994,56 7.986,12 3.166.342,54
Summe Sachanlagen 2.734.194,03 694.994,56 7.986,12 3.421.202,47
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 105.734,06 0,00 0,00 105.734,06
2. sonstige Ausleihungen 400.000,00 0,00 0,00 400.000,00
Summe Finanzanlagen 505.734,06 0,00 0,00 505.734,06
Summe Anlagevermögen 10.170.067,64 707.804,56 7.986,12 10.869.886,08
Anlagevermögen kumul. AfA
Stand 01.01.2020
EUR
Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
Stand 31.12.2020
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 160.592,09 13.679,00 0,00 174.271,09
2. Geschäfts- oder Firmenwert 6.187.118,46 562.465,00 0,00 6.749.583,46
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 6.347.710,55 576.144,00 0,00 6.923.854,55
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 221.211,93 7.349,00 0,00 228.560,93
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.664.645,55 212.203,06 7.985,12 1.868.863,49
Summe Sachanlagen 1.885.857,48 219.552,06 7.985,12 2.097.424,42
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 8.233.568,03 795.696,06 7.985,12 9.021.278,97
Anlagevermögen Buchwerte
31.12.2020
EUR
31.12.2019
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 19.094,00 19.963,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1,00 562.466,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 19.095,00 582.429,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 26.299,00 33.648,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.297.479,05 814.688,55
Summe Sachanlagen 1.323.778,05 848.336,55
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 105.734,06 105.734,06
2. sonstige Ausleihungen 400.000,00 400.000,00
Summe Finanzanlagen 505.734,06 505.734,06
Summe Anlagevermögen 1.848.607,11 1.936.499,61

Abschreibung auf Geschäfts- oder Firmenwert

Der entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwert wurde aktiviert. Als betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer werden zwölf Jahre festgelegt.

Die Gründe für eine betriebliche Nutzung von mehr als 5 Jahren sind:

Der bilanzierte Geschäfts- und Firmenwert ist aufgrund des Erwerbs von 100% der Aktien an der DIAMOS AG "alt" und der sich anschließenden Verschmelzung entstanden. Er setzt sich insbesondere aus den nicht selbständig bewertbaren Entwicklungskosten für die selbsterstellte Software und dem Wert der langjährigen Kundenbeziehungen zusammen. Die DIAMOS-Software kann von den Kunden aus technischer, rechtlicher und wirtschaftlicher Sicht sehr langfristig eingesetzt werden. Aufgrund der grundsätzlichen Mindestvertragslaufzeit von 5 Jahren, der langen Vorlaufzeit im Falle eines möglichen Wechsels des Softwareanbieters und der damit verbundenen hohen Umstellungskosten für den Kunden, existiert eine langfristige Kundenbindung. Dies belegen insbesondere die Erfahrungen der Vergangenheit, die einen sehr stabilen Kundenstamm mit dauerhaft erzielbaren Umsatzerlösen zeigen.

Angaben zu Forderungen gegen Gesellschafter

Die Forderungen gegen Gesellschafter bestand aus einer Darlehensforderung. Die Forderung wurde mit 1,0% jährlich verzinst und im laufenden Geschäftsjahr getilgt.

Angabe zu den Restlaufzeiten Forderungen

Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt EUR 3.000,00 (Vorjahr: EUR 3.000).

Angaben über die Gattung der Aktien

Das Grundkapital in Höhe von 500.000 ist eingeteilt in 500.000 Stückaktien ohne Nennbetrag.

Entwicklung der gesetzlichen Rücklage

Betrag
EUR
Gesetzliche Rücklage aus dem Vorjahr 50.000,00
Zuführung 0,00
Gesetzliche Rücklage am Ende des Geschäftsjahres 50.000,00

Entwicklung des Bilanzgewinns

Betrag
EUR
+ Jahresüberschuss 1.378.249,78
+ Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 2.811.163,40
- Gewinnausschüttung -2.811.163,40
= Bilanzgewinn 1.378.249,78

Angaben zu Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gliedern sich nach ihrer zeitlichen Struktur wie folgt:

Art der Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit von Gesicherte Art der
Verbindlichkeiten 31.12.2020
TEURO
< 1 Jahr
TEURO
1-5 Jahre
TEURO
>5 Jahre
TEURO
Beträge
TEURO
Sicherheit
Verbindl. Kreditinstitute 0 0 0 0 0
- Vorjahr 0 0 0 0 0
Verbindl. Lief. u. Leist. 381 381 0 0 0
-Vorjahr 96 96 0 0 0
davon ggü. Gesellschafter 0 0 0 0 0
- Vorjahr 0 0 0 0 0
Verbindl. erh. Anzahlungen 0 0 0 0 0
- Vorjahr 6 6 0 0 0
Verbindl. verb. Unternehmen 124 124 0 0 0
-Vorjahr 95 95 0 0 0
Übrige sonstige Verbindl. 375 328 47 0 0
-Vorjahr 272 252 20 0 0
davon ggü. Gesellschafter 0 0 0 0 0
-Vorjahr 0 0 0 0 0
davon aus Steuern 198 198 0 0 0
-Vorjahr 151 151 0 0 0
davon i. R. soz. Sicherheit 19 19 0 0 0
-Vorjahr 20 20 0 0 0
Summe Verbindlichkeiten 880 833 47 0 0
- Vorjahr 469 449 20 0 0

Aus Miet- und Leasingverhältnissen bestehen in Höhe von EUR 961.299 sonstige finanzielle Verpflichtungen.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Angaben in Fortführung des Jahresergebnisses

In Fortführung des Jahresergebnisses erfolgt die nachfolgende Darstellung:

Posten der Ergebnisverwendung Betrag
EUR
+ Jahresüberschuss 1.378.249,78
+ Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 2.811.163,40
- Gewinnausschüttung -2.811.163,40
= Bilanzgewinn 1.378.249,78

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Im Jahresdurchschnitt wurden 88 Mitarbeiter (ohne Geschäftsführung) beschäftigt, davon 88 Angestellte.

Namen der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs gehörten die folgenden Personen dem Vorstand an:

Wilhelm Velten (Vorsitzender) ausgeübter Beruf: Vorstand

Dem Aufsichtsrat gehörten folgende Personen an:

Prof. Dr. Ralf Krüger (Vorsitzender) ausgeübter Beruf: selbständiger Unternehmensberater
Dr. Detlev Dietz (stellv. Vorsitzender ab 02.05.2018) ausgeübter Beruf: Rechtsanwalt/Unternehmensberater
Alexandre Grewlich (ab 02.05.2018) ausgeübter Beruf: Diplom Betriebswirt

Vergütungen der Mitglieder der Unternehmensorgane

Die Aufsichtsratstätigkeiten wurden mit EUR 20.000,00 vergütet.

Die Vorstandsvergütungen unterliegen der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB.

Angaben über den Anteilsbesitz an anderen Unternehmen von mind. 20 Prozent der Anteile

Gemäß § 285 Nr. 11 HGB wird über nachstehende Unternehmen berichtet:

Firmenname / Sitz Anteilshöhe Jahresergebnis
TEUR
Eigenkapital
TEUR
DIAMOS Suisse AG, Zürich 100,00% 4 106
DIAMOS Luxembourg S A, Luxemburg 100,00% -7 20

Vorgänge von besonderer Bedeutung

Die Geschäftsführung geht auf der Basis der aktuell vorliegenden Informationen und Erkenntnisse davon aus, dass die Corona-Pandemie-Situation die Unternehmensfortführung der Gesellschaft nicht gefährdet. Die für DIAMOS maßgebende Fondsbranche hat sich im Vorjahr positiv entwickelt und trotz zurückhaltender Investitionsbereitschaft der Kunden konnte der Jahresüberschuss in 2020 gesteigert werden. DIAMOS hat sowohl technische wie auch organisatorische Maßnahmen zur Begrenzung der Auswirkung der Corona-Krise getroffen und erwartet für das Geschäftsjahr 2021 einen positiven Geschäftsverlauf.

Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung beschließt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung:

Der Jahresüberschuss beträgt EUR 1.378.249,78.

Einschließlich des zu berücksichtigenden Gewinnvortrags von Euro 0,00 ergibt sich ein Betrag von EUR 1.378.249,78, der zu verwenden ist.

In die Rücklagen werden insgesamt EUR 0,00 eingestellt.

Zur Ausschüttung ist ein Betrag von EUR 0,00 vorgesehen.

Auf neue Rechnung werden EUR 1.378.249,78 vorgetragen.

Bericht des Aufsichtsrates FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2020

Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Er hat den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und die Geschäftsführung der Gesellschaft überwacht. Der Aufsichtsrat ließ sich über den Gang der Geschäfte und die Lage des Unternehmens regelmäßig unterrichten. Er hat die Geschäftsführung des Vorstandes der Gesellschaft insbesondere auf Grundlage schriftlicher und mündlicher Berichterstattung überwacht. Der Vorstand unterrichtete den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle relevanten Fragen der Unternehmensplanung und strategischen Weiterentwicklung, über den Gang der Geschäfte, die Unternehmens- und die Risikolage. Zusätzlich stand der Vorstand in den Sitzungen zur Erörterung und zur Beantwortung der vom Aufsichtsrat gestellten Fragen zur Verfügung. Es bestand keine Veranlassung, vom Einsichtsrecht des Aufsichtsrates in die Bücher, Schriften etc. der Gesellschaft gemäß § 111 Abs. 2 AktG Gebrauch zu machen.

Personelle Veränderungen im Aufsichtsrat

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres gehörten die folgenden Personen dem Aufsichtsrat an:

Prof. Dr. Ralf Krüger (Vorsitzender)

Dr. Detlev Dietz (stv. Vorsitzender)

Alexandre Grewlich

Schwerpunkt der Aufsichtsratstätigkeit im Geschäftsjahr 2020

Im Geschäftsjahr 2020 haben insgesamt drei Sitzungen des Aufsichtsrates stattgefunden.

Gegenstand der Beratungen des Aufsichtsrats waren, wie in den Vorjahren auch, die Unternehmensstrategie sowie die Umsatz- und Ergebnisentwicklung der DIAMOS AG, die sich im Berichtsjahr positiv zeigte. Der Jahresüberschuss wurde mit einem positiven Bilanzergebnis von € 1.378.249,78 abgeschlossen. Der Aufsichtsrat ist zuversichtlich, dass die Gesellschaft aufgrund der Planungen im Geschäftsjahr 2021 erneut ein positives Bilanzergebnis verzeichnen wird.

Der Aufsichtsrat hat sich über die Behandlung des Jahresabschlusses und die Tätigkeit der Abschlussprüfer hinaus über den Einsatz des Projektcontrollings eingehend informiert. Der Aufsichtsrat ist der Auffassung, dass das derzeit bestehende Risikomanagement den gesetzlichen Anforderungen vollumfänglich entspricht.

Prüfung und Billigung des Jahresabschlusses und des Abhängigkeitsberichts für das Geschäftsjahr 2020

Der Jahresabschluss, der Lagebericht sowie der Abhängigkeitsbericht der DIAMOS AG für das Geschäftsjahr 2020 sind von dem durch die Hauptversammlung gewählten und vom Aufsichtsrat beauftragten Abschlussprüfer, Herrn Peter Göswein, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Die genannten Abschlussunterlagen einschließlich des Abhängigkeitsberichts und des Prüfungsberichts des Abschlussprüfers und der Vorschlag des Vorstandes für die Verwendung des Bilanzgewinns wurden den Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig ausgehändigt.

Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung am 30. März 2021 den Jahresabschluss, den Lagebericht und auch den Abhängigkeitsbericht der DIAMOS AG für das Geschäftsjahr 2020 sowie den Vorschlag des Vorstandes für die Verwendung des Bilanzgewinns geprüft und die Unterlagen mit dem Vorstand im Einzelnen besprochen. Der Abschlussprüfer, Herr Peter Göswein, hat an diesem Termin telefonisch teilgenommen und über die Ergebnisse der Prüfung insgesamt und über die einzelnen Prüfungsschwerpunkte berichtet, und die Fragen der Mitglieder des Aufsichtsrats eingehend beantwortet. Auch nach eigener, eingehender Prüfung durch den Aufsichtsrat haben sich keine Beanstandungen ergeben. Der Aufsichtsrat hat das Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer zustimmend zur Kenntnis genommen. Nach dem abschließenden Ergebnis der auf dieser Grundlage vom Aufsichtsrat vorgenommenen eigenen Prüfung sind Einwendungen nicht zu erheben.

Der Aufsichtsrat hat daraufhin den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2020 gebilligt und schloss sich dem Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns an. Der Jahresabschluss der Gesellschaft ist damit festgestellt.

Der Abschlussprüfer hat hinsichtlich des Abhängigkeitsberichts folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt:

"Nach meiner pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätige ich, dass die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind."

Der Abhängigkeitsbericht wurde nach eingehender Prüfung ebenfalls gebilligt.

Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung des Aufsichtsrates sind gegen die Erklärung des Vorstandes am Schluss des Abhängigkeitsberichts keine Einwendungen zu erheben.

Der Aufsichtsrat spricht dem Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Dank und Anerkennung für die geleistete Arbeit im vergangenen Geschäftsjahr aus.

 

Sulzbach (Taunus), 30. März 2021

Der Aufsichtsrat

Prof. Dr. Ralf F. Krüger, Vorsitzender

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 30.03.2021 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Im Rahmen der Offenlegung wurde von den Erleichterungsvorschriften der §§ 326 ff. HGB Gebruach gemacht. Es wird darauf hingewiesen, dass der nachfolgende Bestätigungsvermerk sich auf den vollständigen Jahresabschluss bezieht.

Prüfungsurteile

Ich habe den Jahresabschluss der DIAMOS AG, Sulzbach, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 sowie den Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.

Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der DIAMOS AG für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 geprüft.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2020 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

Gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

Beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

Ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

Beurteile ich die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

Beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

Führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.

 

Wiesbaden, 24. März 2021

Göswein, Wirtschaftsprüfer

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