Herstellung elektrischer und elektronischer Ausrüstungsgegenstände für Kraftwagen
Adient Seating Ltd. & Co. KG
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Konzern- und Jahresabschlüsse
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Adient Germany Ltd. & Co. KGBurscheidKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2020 bis zum 30.09.2021Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2020 bis 30. September 2021I. Grundlagen des Konzerns A. Organisation und rechtliche Struktur Die Adient Germany Ltd. & Co. KG, Burscheid, wurde mit Gesellschaftsvertrag vom 20. Januar 2016 gegründet. Die Eintragung ins Handelsregister des Amtsgerichts Köln erfolgte am 1. Februar 2016 (HRA 31768). Die Adient Germany Ltd. & Co. KG, Burscheid, ist zum Bilanzstichtag ein deutscher Teilkonzern mit 15 Tochtergesellschaften und 2 assoziierten Unternehmen innerhalb des Konzernverbunds der ADIENT-Gruppe mit der Adient Plc., Dublin/ Irland, als Konzernobergesellschaft. Mit Vertrag und Wirkung zum 30. November 2020 ist die Adient Fibrit Ltd.& Co. KG, Burscheid auf die Adient Germany Ltd. & Co. KG, Burscheid, angewachsen. Mit Vertrag vom 28. Mai 2021 und retrospektiver Wirkung zum 1. Oktober 2020 wurde die Verschmelzung der Adient Interiors Management GmbH mit Sitz in Burscheid durch Aufnahme auf die Adient Germany Ltd. & Co. KG handelsrechtlich vollzogen. Die Verschmelzung durch Aufnahme und die Anwachsung beeinträchtigen nicht die Vergleichbarkeit mit dem Vorjahres-Konzernabschluss. Persönlich haftende Gesellschafterin der Adient Germany Ltd. & Co. KG, Burscheid, ist die Adient Holding Europe Limited, Dublin/ Irland. Kommanditistin ist die Adient Holding Germany Ltd., Coventry/Vereinigtes Königreich. Die Adient Germany Ltd. & Co. KG ist befugt, sämtliche Rechtshandlungen vorzunehmen, die im Zusammenhang mit dem Geschäftsgegenstand als notwendig oder nützlich erscheinen. Die Gesellschaft ist berechtigt, ähnliche oder andersartige Gesellschaften zu gründen, zu erwerben oder sich an solchen zu beteiligen, insbesondere auch als persönlich haftende Gesellschafterin, soweit dies für den Geschäftsgegenstand als notwendig oder nützlich erscheint. B. Geschäftsbereiche und Standorte Die Adient Germany Ltd. & Co. KG fokussiert sich mit ihren Tochtergesellschaften im Konzernkreis auf die Entwicklung, Konstruktion, Montage und den Vertrieb von Sitzsystemen und Sitzkomponenten inklusive des dazugehörigen Zubehöres für die Automobilindustrie. Mit 75.000 Mitarbeitern in 208 Fertigungs-/Montagewerken in 33 Ländern weltweit produziert und liefert der weltweite Konzernverbund Fahrzeugsitze für alle Fahrzeugklassen und alle großen OEMs (Original Equipment Manufacturers). Von kompletten Sitzsystemen bis hin zu Einzelkomponenten reicht das Know-how der Gesellschaft über jeden Schritt des Automobil- Sitzherstellungsprozesses. Die integrierten und internen Fähigkeiten ermöglichen den Einsatz der ADIENT Sitzsysteme bei mehr als 20 Millionen Autos pro Jahr. Die Unternehmensstrategie ist konsequent auf die Anforderungen globaler Märkte ausgerichtet. Hierbei ist ADIENT Lieferant für alle globalen OEMs und unterhält langjährige Geschäftsbeziehungen zu allen führenden Automobilherstellern, einschließlich BMW, Daimler, Stellantis (Fiat Chrysler Automobile und PSA Peugeot Citroen), Ford, General Motors, Honda, Hyundai, Jaguar Land Rover, Kia, Mazda, Mitsubishi, Nissan, Renault, Suzuki, Toyota, Volkswagen und Volvo. Durch enge Kooperation mit führenden OEMs gelingt es ADIENT, Komplettsitze sowie Systemlösungen für die Sitzarchitektur verschiedenster Fahrzeuglinien zu entwickeln. Die engen Geschäftsbeziehungen zu den OEMs ermöglichen es ADIENT, die Bedürfnisse der Kunden in individuelle Produkte umzusetzen. Vor diesem Hintergrund beinhaltet das Produktportfolio einen breiten Katalog von Sitzsystemen und Komponenten für PKW, Nutzfahrzeuge und Leicht-LKW, einschließlich Lieferwagen, Pick-up-Trucks und Sport- / Crossover-Nutzfahrzeugen. Die verwendeten Technologien erstrecken sich hierzu auf nahezu alle Bereiche der automobilen Sitzlösungen einschließlich kompletter Sitzsysteme, Rahmen, Mechanismen, Schaum, Kopfstützen, Armlehnen und Abdeckungen. Die Aktivitäten des deutschen Teilkonzerns erstrecken sich auf das gleiche Produktportfolio wie die des globalen Adient Konzerns. Es werden die gleichen Bereiche wie Seating, Metals und Corporate bedient. Mit dem Hauptsitz der Gesellschaft in Burscheid verteilen sich die vollkonsolidierten Unternehmen des Konzernkreises auf insgesamt 12 weitere Standorte innerhalb Deutschlands sowie einen Standort in Coventry/Vereinigtes Königreich. Im Geschäftsjahr 2020/2021 teilt sich die Geschäftstätigkeit in drei Hauptsegmente auf: "Seating", "Seat Structures & Mechanisms" (SS & M) sowie "Corporate". Das Segment "Seating" umfasst die Geschäftsbereiche Foam, Trim Cut & Sew, Complete Seat Systems and Head Restraint. Die Komplettsitz-Systeme werden in einem "Just-in-time"-Verfahren (JIT) zusammengebaut und täglich auf Abruf für die großen Autohersteller termingerecht produziert und bei den Kunden sequenzgerecht angeliefert. Zusätzlich vertreiben die Gesellschaften der deutschen Adient-Gruppe vielseitige Systemteile und Komponenten mit Fokus auf den Fahrzeuginnenraum. Diese umfassen Overhead-Systeme, Instrumententafeln, Türverkleidungen, Armlehnen, Sitzschalen und diverse Kunststoff-Komponenten. Im Contract Manufacturing Modell "Trim Cut & Sew" werden Teile gefertigt, welche häftig an verbundene Unternehmen außerhalb der deutschen Adient-Gruppe und hälftig an Dritte, von den OEMs benannte Komplettsitz-Fertiger, verkauft werden. Bei diesem Modell werden im Rahmen einer Lohnfertigung, bei der das Material durch ADIENT beigestellt wird, Sitzbezüge hergestellt. Der Geschäftsbereich "Foam" umfasst die Produktion von Schaumstoffen sowie Gewebestoffe für Autositze. Innerhalb des Segmentes "Seat Structures & Mechanisms" (SS & M) richtet sich der Fokus der Gesellschaften auf die Entwicklung und Konzeption von Sitzverstellsystemen, Lenksäulenverstellungen und Sitzstrukturen sowie speziellen Applikationen für die Automobilindustrie im Bereich SS & M. Das Segment "Corporate" übt in der deutschen Adient-Gruppe eine Holdingfunktion aus. Die Holdingfunktionen umfassen unter anderem die konzernweite Liquiditätssteuerung sowie die Lizenzierung der Patente an die weltweite ADIENT-Gruppe. Die Adient Germany Ltd. & Co. KG ist die deutsche Cash-Pool-Führerin eines konzerneinheitlichen Cash-Pool-Verfahrens, welches der Liquiditätssteuerung dient. C. Unternehmensstrategie Die Nachfrage im OEM-Markt hängt im Allgemeinen von der Anzahl der produzierten Neufahrzeuge sowie von makroökonomischen Faktoren wie Kreditverfügbarkeit, Zinssätze, Kraftstoffpreise, Verbrauchervertrauen, Beschäftigung und von anderen Trends ab. Aufgrund der statistischen Prognosen erwartet ADIENT insgesamt hierbei ein langfristiges Wachstum von Fahrzeugabsatz und Produktion im OEM-Markt. Die OEM-Nachfrage ist zwar an die tatsächliche Fahrzeugproduktion gebunden, jedoch hat ADIENT innerhalb der Automobilzulieferindustrie die Möglichkeit, aufgrund steigender Produktinhalte pro Fahrzeug zu wachsen, indem das Geschäft mit bestehenden Kunden weiter vertieft wird. Die ADIENT-Gruppe sieht sich mit ihrer globalen Präsenz und ihren fortschrittlichen Technologie-, Engineering-, Fertigungs- und Kundendienstleistungen gut positioniert, um von den sich bietenden Möglichkeiten zu profitieren. Die steigenden Absatzzahlen von Elektrofahrzeugen bietet Adient neue Möglichkeiten sich am Markt zu positionieren. Die Automobilzulieferindustrie konkurriert dabei auf Grundlage von Technologie, Qualität, Lieferzuverlässigkeit und Preis. Dabei sind Design, Engineering und Produktplanung immer bedeutsamere Faktoren im Wettbewerb. Die Wettbewerber von Adient können in die folgenden drei Kategorien unterteilt werden:
Der Preisdruck der Automobilhersteller ist an dieser Stelle ein Merkmal der Automobilindustrie. In diesem Zusammenhang werden die Verkaufspreise jährlich mit den Kunden aus der Automobilindustrie neu verhandelt. Die finanzielle Performance von ADIENT hängt hierdurch insbesondere von der Fähigkeit ab, durch eine Verbesserung und Erweiterung des Produktangebotes, innovatives Supply Chain Management sowie reduzierte Kosten des Produktdesigns und effizientere Herstellungskonzepte die Wettbewerbsposition zu verbessern. II. Wirtschaftsbericht A. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen 1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Da das Geschäft im Wesentlichen auf international tätigen Kunden beruht, folgen anbei Ausführungen zu den weltweiten gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Trotz der Erholung wird die weltweite Wirtschaftsleistung bis Ende des Jahres 2022 etwa 2 % unter den Prognosen von vor der Pandemie liegen. Die Einbußen beim Pro-Kopf-Einkommen werden bis 2022 in etwa zwei Dritteln der Schwellen- und Entwicklungsländer nicht aufgeholt werden können. In den einkommensschwachen Volkswirtschaften, in denen sich die Impfung verzögert hat, haben die Auswirkungen der Pandemie die Erfolge bei der Armutsbekämpfung zunichte gemacht und die Unsicherheit und andere seit langem bestehende Probleme verschärft. Die Arbeitslosenquote innerhalb der Eurozone lag im September 2021 trotz der COVID-19 Pandemie nahezu auf Vorjahresniveau 7,4% (Vorjahr: 7,7%). Viele Osteuropäische Staaten wie Tschechien, Bulgarien, Rumänien, Slowenien und die Slowakei liegen bei der Arbeitslosenquote teils deutlich unter der Quote der Eurozone. Deutlich höher im zweistelligen Prozentbereich hingegen liegt die Arbeitslosenquote nach wie vor in Griechenland und Spanien. 2. Branchenbezogene Rahmenbedingungen: Automobilkonjunktur Im Geschäftsjahr 2020/2021 hat sich die globale Fahrzeugproduktion von den Auswirkungen der Covid-19 Pandemie im Vorjahr teilweise erholt. Die Markterholung hat sich allerdings im zweiten Geschäftshalbjahr durch Ressourcenengpässe innerhalb der globalen Lieferketten, hauptsächlich bei Halbleitern aber auch bei Kabelbäumen verlangsamt. Im Jahr 2022 dürften die internationalen Märkte auf breiter Front wachsen - das Vor-Corona-Niveau wird aber insgesamt noch nicht erreicht. Zulassungszahlen und Absatzvolumen Das Volumen der Neuzulassungen von PKW hat sich im Geschäftsjahr 2021 leicht durch den pandemiebedingten Rückgang im Vorjahr erholt. Im Geschäftsjahr 2021 sind in Europa insgesamt 12,6 Mio. Pkw neu zugelassen worden. Somit sind die Neuzulassungen im Vergleich zum Vorjahr um 2,4% gestiegen. Die großen Volumenmärkte entwickelten sich dabei unterschiedlich. Während in Slowenien (- 8,5%) und Belgien (-7,4%) der größte Rückgang im Euroraum zu beobachten ist, sind die Zulassungszahlen in Italien mit 11,8%, in Norwegen mit 37,6%, in Irland mit 17,3% und in Griechenland mit 37,6% überdurchschnittlich gestiegen. Die Zulassungszahlen in Deutschland sind im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (Geschäftsjahr 2020) um 0,53% von 2.909 Tsd. Einheiten auf 2.893 Tsd. Einheiten gesunken. Damit erholten sich die Zulassungszahlen von dem Einbruch durch die Coronakrise von 16,95 %. Im Jahr der Finanzkrise 2009 lagen die Neuzulassungen aufgrund der Abwrackprämie noch bei 3.709 Tsd. Einheiten. In den fünf Folgejahren bewegten sich die Zulassungszahlen um die drei Millionen Einheiten Marke. Exporte und Produktion von Fahrzeugen Im Geschäftsjahr 2021 sind in Deutschland die Exporte um 1,6% von 2.589 Tsd. Einheiten auf 2.631 Tsd. Einheiten gestiegen und die inländische Produktion um 0,9% von 3.478 Tsd. auf 3.445 Tsd. Einheiten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gesunken. Im 6 Jahresvergleich kann bei den Exporten und bei der Produktion ein nahezu ähnlicher Verlauf beobachtet werden. Nach einer Stagnation der Exporte und Produktion im Geschäftsjahr 2015 sanken die Exporte und Produktionseinheiten ab 2016 kontinuierlich. Im Vergleich der Entwicklung der Exporte und Produktion mit der Entwicklung der inländischen Neuzulassungen konnte in den Geschäftsjahren 2016 bis 2018 ein gegenläufiger Trend beobachten werden. Während die inländischen Neuzulassungen stiegen, sind Exporte und Produktion gesunken. Seit dem Geschäftsjahr 2019 weisen sowohl die Exporte und Produktion als auch die inländischen Neuzulassungen einen negativen Trend auf. Jedoch ist im Geschäftsjahr 2020 der Rückgang der Exporte mit -28,3% und der Rückgang der Produktion mit -26,9% deutlich stärker als der Rückgang der inländischen Neuzulassungen mit -16,9%. 3. Markt- und Wettbewerbsumfeld ADIENT hat eine führende Marktposition in Amerika, Europa und China und pflegt langjährige Beziehungen zu den größten globalen Erstausrüstern oder OEMs im Automobilbereich. Innerhalb der Automobilzuliefererindustrie konkurriert ADIENT auf der Grundlage von Technologie, Qualität, Lieferzuverlässigkeit und Preis mit den Wettbewerbern. Im Weiteren ist den Faktoren Design, Engineering und Produktplanung eine immer größere Gewichtung zu zuordnen, um sich langfristig als Marktführer im Wettbewerb zu positionieren. Zu den unabhängigen Lieferanten, welche die Hauptkonkurrenten der ADIENT-Gruppe darstellen, gehören die Lear Corporation, Faurecia SA und Magna International Inc. Mit den traditionellen Tier-1-Zulieferern (direkter Lieferant an einen OEM) wie auch Komponentenspezialisten kann ADIENT aufgrund seiner vertikalen Integration im globalen Konzern, der damit verbundenen globalen Präsenz und dem breiten Produktangebot, sehr gut konkurrieren. 4. Finanzielle und nicht-finanzielle Leistungsindikatoren Das Unternehmen nutzt die finanziellen Leistungsindikatoren "Net Sales", "Adjusted EBIT" und "Ergebnis nach Steuern" als auch den nichtfinanziellen Leistungsindikator "Unfallrate" zur Steuerung. Diese werden im Weiteren erläutert. Die bedeutsamen zur internen Steuerung verwendeten finanziellen Leistungsindikatoren des Konzerns sowie der einzelnen Tochtergesellschaften sind die "Net Sales" sowie das auf Grundlage US-amerikanischer Rechnungslegungsvorschriften (US-GAAP) ermittelte "Adjusted EBIT". Die "Net Sales" ermitteln sich aus jenen Umsatzerlösen, die nach Abzug von Retouren und Rücksendungen sowie gewährten Rabattierungen generiert worden sind. Das "Adjusted EBIT" ermittelt sich durch "Sales" abzüglich "Costs of Goods/ Service Sold". Von der sich so ergebenden "Gross Margin" werden die "SGA - Selling, General and Administrative Expenses" abgezogen. Dies ergibt dann das "Adjusted EBIT". Bestimmte nicht betriebliche Kosten, wie insbesondere Restrukturierungen, werden im "Adjusted EBIT" erst im Zeitpunkt der Auszahlung berücksichtigt. Im Geschäftsjahr 2021 betrugen die "Net Sales" T€ 1.109.163. (Vorjahr: T€ 1.333.621) und das "Adjusted EBIT" T€ -9.914 (Vorjahr: T€ -9.233). Die "Net Sales" verteilen sich auf das Segment "Seating" in Höhe von T€ 820.293 (Vorjahr: T€ 1.037.956) bzw. das Segment "SS & M" T€ 288.869 (Vorjahr: T€ 295.664). Im Segment "Corporate" wurden im Geschäftsjahr 2020/2021 keine "Net Sales" erzielt (Vorjahr: T€ 0). Die "Net Sales" lassen sich wie folgt auf die handelsrechtlichen "Umsatzerlöse" überleiten:
Das "Adjusted EBIT" im Geschäftsjahr 2021 betrug im Segment "Seating" T€ 13.448 (Vorjahr: T€ 50.036). In den Segmenten "Corporate" und "SS & M" war das "Adjusted EBIT" mit T€ -5.349 (Vorjahr: T€ -3.781) bzw. T€ -18.013 (Vorjahr: T€ -55.487) wie im Vorjahr negativ. Das Adjusted EBIT lässt sich wie folgt auf das Ergebnis nach Steuern überleiten:
Die Überleitungen bestehen sowohl aus rechnungslegungstypischen Unterschieden zwischen HGB und US-GAAP als auch aus der konzerneinheitlichen Definition des "Adjusted EBIT". Bestimmte Aufwendungen wie z.B. Restrukturierungsaufwendungen sind nicht unter der konzerneinheitlichen Definition erfasst. Die konzernspezifischen Anpassungen bestehen im Wesentlichen aus den konzerninternen Verrechnungen zwischen den Gesellschaften der weltweiten Adient Gruppe. Ein bedeutsamer finanzieller Leistungsindikator im Segment "Corporate" ist das "Ergebnis nach Steuern". Dieser beträgt im Geschäftsjahr 2020/2021 T€ -50.051 (Vorjahr: T€ - 22.526). Im vergangenen Geschäftsjahr sind die prognostizierten Werte der finanziellen Leistungsindikatoren für das Geschäftsjahr 2020/2021 im Prognosebericht angegeben worden. Die Prognosezahlen ergeben sich aus einer sogenannten 7+5 Analyse, wobei sieben Monate an IST-Werten bereits vorliegen und die restlichen fünf Monate des Geschäftsjahres prognostiziert werden. Diese Daten haben sich im Vergleich zu den IST-Werten wie folgt entwickelt (zur genauen Analyse wird auf die Ausführungen in Abschnitt "5.1 Ertragslage" verwiesen):
Im Geschäftsjahr 2020/2021 sind im Segment "Seating" die "Net Sales" deutlich geringer ausgefallen als im Vorjahr. Dies ist im Wesentlichen durch die geringere Produktionstätigkeit bedingt. Zwar haben die Folgen der COVID-19 Pandemie und die Unterbrechungen in Lieferketten und in der Logistik einen Einfluss auf den Geschäftsverlauf im Geschäftsjahr 2020/2021, jedoch ist der Rückgang der Net Sales nicht ausschließlich auf diese Ursachen zurückzuführen. Bereits im Vorjahr und in dem Zeitraum vor der COVID-19 Pandemie (vom Oktober 2019 bis einschließlich Februar 2020) konnte ein Rückgang der Net Sales entsprechend um -31% und um -10,4% verzeichnet werden. Der Rückgang ist insbesondere auf das Produktionsende einzelner Plattformen sowie geringere Abrufe durch die Automobilhersteller zurückzuführen. Der Rückgang der Net Sales stimmt weitgehend überein mit dem Rückgang der Produktion von PKW in Deutschland. Die Produktion in Deutschland ist laut VDA in der Periode in 2021 um -0,9% geschrumpft.
Der Anstieg der Net Sales im Segment "SS & M" mit 12% im Vergleich zu dem prongnostizieren Wert ist im Wesentlichen durch in Folge der Stahlpreisentwicklung gestiegene konzerninterne Verrechnungspreise mit den nicht in dem deutschen Konzernverbund befindlichen Schwestergesellschaften, welche zeitnah der Marktentwicklung angepasst werden, zu erklären. Die Erwartungstreue ist bei allen finanziellen Leistungsindikatoren ("Net Sales", "Adjusted EBIT", "Ergebnis nach Steuern") relativ niedrig, was im Wesentlichen mit einer Vielzahl von unterschiedlichsten Faktoren zusammenhängt (zum Beispiel unterschiedliche Produktionszyklen an Standorten, die zu einem Segment gehören, segmentübergreifende konjunkturelle Schwankungen, die nicht individuell in einzelnen Segmenten berücksichtigt werden konnten). Die unzureichende Prognose soll in den Folgejahren verbessert werden. Aufgrund der niedrigen Erwartungstreue der Vorjahresprognose und unter Berücksichtigung des Zeitablaufs wird im Geschäftsjahr 2021/2022 die Prognose weitgehend durch Ist-Zahlen untermauert. Unabhängig von konjunkturellen Schwankungen ist ein wesentliches Ziel von ADIENT, die Ergebnissituation des Konzerns kontinuierlich zu optimieren. Basis ist dabei die jährliche Planung aller genannten Kenngrößen. Diese berücksichtigt zum einen die internen Einschätzungen der künftigen Geschäfte und zum anderen die Vergleichswerte von Wettbewerbern. Jede Organisationseinheit stellt für ihren Verantwortungsbereich Detailpläne auf, die mit den Ansätzen des Managements abgestimmt werden. Sowohl die konkreten Absatz- und Umsatzziele als auch die kunden- und produktbezogenen Ziele (EBIT-Margen) werden jährlich, unter Beachtung der Konzernziele, mit den operativen Bereichen abgestimmt. Dadurch sind diese auf der jeweils relevanten Hierarchieebene für die operative Steuerung verfügbar. Ab dem Geschäftsjahr 2021/2022 geht die deutsche Adient-Gruppe in eine segmentübegreifende Management-Berichterstattung über, um die Erwartungstreue auf der aggregierten Ebene über alle legalen Einheiten der deutschen Adient-Gruppe hinweg genauer abbilden zu können. Ein wichtiger nicht finanzieller Leistungsindikator mit interner Steuerungsrelevanz ist die Arbeitssicherheit, die zur Minimierung der Arbeitsunfälle in unseren Werken und quantitativ durch Dokumentation der Anzahl an Arbeitsunfällen nachgehalten wird. Es wurden insgesamt 63 Arbeitsunfälle (Vorjahr: 59 Arbeitsunfälle) innerhalb der Gruppe im Geschäftsjahr 2020/21 registriert. Absolut betrachtet ist die Anzahl der Arbeitsunfälle nur bedingt vergleichbar mit dem Vorjahr, weil durch den Lockdown und die Kurzarbeit als Folge der COVID-19 Pandemie deutlich weniger Arbeitsleistung erbracht worden ist. Als guter Indikator kann die Unfallrate herangezogen werden. Diese beträgt im Geschäftsjahr 2020/21 9,6 (Vorjahr: 8,4). Die Unfallrate wird definiert als Unfälle pro Million Arbeitsstunden. Für das Jahr 2020 betrug in der Berufsgenossenschaft Energie/ Textil/ Elektro und Medienerzeugnisse die Unfallrate für gesamt Deutschland 10,8 (Vorjahr: 11,6). Die Prognose der Unfallrate liegt weiterhin unter der veröffentlichten Unfallrate der Berufsgenossenschaft Energie/ Textil/ Elektro und Medienerzeugnisse. 5. Lage der Gesellschaft 5.1 Ertragslage
Der Umsatz des Konzerns beträgt für das Geschäftsjahr 2020/21 T€ 1.477.433 (Vorjahr: T€ 1.713.594) und liegt mit einem Rückgang von -13,8% stark unter dem Vorjahres wert. Die deutsche Adient-Gruppe verzeichnet im Geschäftsjahr 2020/21 eine positive Bruttomarge in Höhe von 5,0%. Im Geschäftsjahr 2020/21 konnte wie im Vorjahr wieder ein positives Bruttoergebnis realisiert werden. Das Ergebnis nach Steuern hat sich im Vergleich zum Vorjahr von einem Fehlbetrag um T€ 270.879 auf einen Gewinn von T€ 695 verbessert. Um die Entwicklung des Ergebnisses besser nachvollziehen zu können, wird im Folgenden näher auf die einzelnen Posten in der Gewinn- und Verlustrechnung eingegangen. Die "Umsatzerlöse" teilen sich auf die drei Unternehmenssegmente "Seating", "SS & M" und "Corporate" wie folgt auf:
Der Umsatz der deutschen Adient-Gruppe fiel im Geschäftsjahr 2020/21 um 13,8% auf T€ 1.477.433. Ein wesentlicher Anteil der Gesamtumsätze in Höhe von T€ 1.239.806 vor Konsolidierung wird im Segment "Seating" realisiert. Dies entspricht einem Gesamtumsatzanteil von 69,7% (Vorjahr: 73,6%). Dieser Umsatzrückgang im Bereich Seating ist im Wesentlichen auf die gesunkene Nachfrage der OEMs zurückzuführen. Die gesunkene Nachfage ist die Folge des Halbleitermangels in der Automobilbranche. Außerdem wirken sich nach wie vor die Folgen der COVID-19 Pandemie auf den weltweiten Absatzmarkt aus. Mit einem Gesamtumsatzanteil von 21,4% (Vorjahr: 20,1%) und Umsätzen in Höhe von T€ 381.379 (Vorjahr: T€ 427.486) vor Konsolidierung liegt der Bereich "SS & M" leicht unter dem Niveau des Vorjahres. Absolut betrachtet ist der größte Umsatzrückgang mit T€ 322.275 dem Segment "Seating" zuzuordnen. Relativ betrachtet mit einem Rückgang von -20,6% ist dieser Bereich am stärksten geschrumpft. Für das Segment "Corporate" sind im Geschäftsjahr 2020/2021 Umsatzerlöse in Höhe von T€ 156.892 angefallen. Der Anstieg ist im Wesentlichen durch die gestiegenen Erlöse aus Lizenzen und aus Kostenweiterbelastungen an andere Schwestergesellschaften des weltweiten Adient-Konzerns außerhalb der deutschen Adient-Gruppe begründet. Aufgrund der unterschiedlichen Rechnungslegungstechniken zwischen HGB und US-GAAP, sind "Net Sales" nach US-GAAP für das Segment "Corporate" T€ 0, da die Erlöse in diesem Segment ausschließlich mit Adient-Gesellschaften erwirtschaftet werden und nach US-GAAP mit den "Cost of Sales" verrechnet werden, da die korrespondierenden Aufwendungen im Wesentlichen auch aus internen Kostenverrechnungen resultieren. Die Herstellungskosten zur Erzielung der Umsatzerlöse untergliedern sich wie folgt:
Im Geschäftsjahr 2020/21 haben sich die Herstellungskosten in Relation zu den Umsatzerlösen vor Konsolidierung in den Segmenten wie folgt entwickelt. Im größten Segment "Seating" (69,5% der der Herstellungskosten) sind die Herstellungskosten mit Rückgang von -23,0% in Verhältnis zu den Umsatzerlösen (-20,6%) mehr geschrumpft. Im Segment "Seating" produzieren Adient Werke im "Just-in-time"-Verfahren (JIT). Aufgrund der Flexibilität des JIT-Verfahrens konnte auf den Rückgang der Nachfrage und somit der Umsatzerlöse effektiver und zeitnaher reagiert werden. Somit ist das Bruttoergebnis vor Konsolidierung trotz der rückläufigen Abrufe seitens der Automobilhersteller positiv ausgefallen (T€ 56.150). Der Bereich "SS & M" macht mit T€ 383.259 ca. 22,5% der Herstellungskosten aus. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Herstellungskosten des Bereichs "SS & M" überproportional zu den Umsätzen gesunken. Der Rückgang im Geschäftsjahr 2020/2021 ist im Wesentlichen durch Einmaleffekte aus dem Vorjahr zu begründen. Diese Einmaleffekte beziehen sich auf die hohen Nachlaufkosten, welche im Wesentlichen Personalkosten im Vorjahr beinhalteten. Der Wegfall dieser Einmaleffekte führt zu den geringeren Herstellkosten im Geschäftsjahr 2020/2021. Im Segment "Corporate" sind die Herstellungskosten um T€ 13.691 auf T€ 137.135 bzw. um 11,1% gestiegen. Die Zunahme der Herstellkosten ist insbesondere auf den Ergebnisbeitrag durch die Lizenzgebühren zurückzuführen. Der Ergebnisbeitrag aus Lizenzgebühren hat sich im Geschäftsjahr 2021 um T€ 16.057 verbessert. Für eine detailliertere Erläuterung zu dem Ergebnisbeitrag aus Lizenzgebühren wird auf Abschnitt "II.B. Forschung und Entwicklung" verwiesen. Die Herstellungskosten zur Erzielung der Umsatzerlöse betragen vor Konsolidierung T€ 1.704.050. Nach den Konsolidierungsbuchungen verbleiben T€ 1.403.181. Das "Bruttoergebnis" teilt sich wie folgt auf:
Während das Bruttoergebnis in den Bereichen "Seating" mit T€ 56.150 und "Corporate" mit T€ 19.757 positiv ist, wird im Bereich "SS & M" mit T€ -1.880 eine negative Marge erzielt. Die positive Marge im Segment "Corporate" resultiert insbesondere aus den um T€ 16.057 besseren Ergebnisbeitrag aus Lizenzgebühren. Weiterhin sind die Kosten für Grundlagenforschung - die für die weltweite ADIENT-Gruppe anfallen und sich erst in späteren Jahren in Form von Lizenzeinnahmen amortisieren - um T€ 1.924 auf T€ 18.933 (Vorjahr: T€ 20.857) gesunken. Mit einer Steigerung von T€ 32.154 bzw. 134% ist das Bruttoergebnis im Segment "Seating" stark gestiegen. Diese Steigerung geht im Wesentlichen auf das bessere Bruttoergebnis aus Werkzeug Projekten im Kundenauftrag bei der Adient Interiors Ltd. Co. KG zurück. Während die realisierten Umsatzerlöse von T€ 2.117 auf T€ 15.860 um T€ 13.743 stark gestiegen sind, war im Bereich Herstellungskosten der Aufwand in Verbindung mit den Werkzeug Projekten mit T€ 11.424 um 37% deutlich geringer als im Vorjahr (T€ 18.169). Des Weiteren hat der stärkere Rückgang der Aufwendungen für bezogene Leistungen, der durch den Rückgang der Intercompany Verrechnungen begründet ist, um T€ 84.953 bzw. um 33,8% im Vergleich zu dem Rückgang der Umsatzerlöse einen positiven Effekt auf das Bruttoergebnis im Segment "Seating". Das negative Bruttoergebnis im Segment "SS & M" konnte im Geschäftsjahr 2020/2021 wesentlich geringer als im Vorjahr gehalten werden. Die wesentlichen Treiber für das bessere Bruttoergebnis im Segment "SS & M" sind überproportional stark zurückgegangene Herstellungskosten, insbesondere die Personalaufwendungen (Rückgang um 15,6%). Der Grund dafür sind die in den Vorjahren eingeleiteten Restrukturierungsprogramme. Die Bruttomarge ist im Geschäftsjahr 2020/21 um 4,2 Prozentpunkte auf 5,0% (Vorjahr: 0,8%) gestiegen. Das Segment "Seating" ist mit der Bruttomarge vor Konsolidierung von 4,5% (Vorjahr: 1,5%) das margenträchtigste Segment. Im Geschäftsjahr 2020/21 hat sich das Bruttoergebnis nach Konsolidierung mit T€ 74.252 um mehr als das Vierfache im Vergleich zum Vorjahr gesteigert. Die bedeutsame Veränderung der Bruttomarge geht aus den Segmenten "Seating" und "SS & M" hervor. Im Segment "Seating" ist die Bruttomarge vor Konsolidierung um 3,0 Prozentpunkte auf 4,5% deutlich gestiegen. Ursache in diesem Segment war der stärkere Rückgang der Herstellungskosten im Gegensatz zu den Umsatzerlösen. Im Segment "SS & M"" wurde die negative Marge vor Konsolidierung von -4,8% aus dem Vorjahr um 4,3 Prozentpunkte auf - 0,5% aufgrund der nahezu kostendeckungsgleichen erwirtschafteten Umsatzerlöse reduziert. Die Bruttomarge vor Konsolidierung im Segment "Corporate" hat auch einen deutlichen Sprung um 4,6 Prozentpunkte von 8,0% im Vorjahr auf 12,6% im Geschäftsjahr 2020/2021 gemacht. Maßgeblichen Einfluss auf diese positive Entwicklung der Marge hatte der um T€ 16.057 bessere Ergebnisbeitrag aus den Lizenzgebühren. Der Konzernjahresüberschuss beträgt für das Geschäftsjahr 2020/2021 T€ 695 (Vorjahr: Konzernjahresfehlbetrag T€ -270.184). Das Bruttoergebnis nach Konsolidierung hat sich um T€ 60.219 verbessert, die allgemeinen Verwaltungskosten sind aufgrund gesunkener Intercompany Verrechnungen, die auf den Net Sales basieren, welche geringer waren, um 38% zurückgegangen, die sonstigen betrieblichen Erträge sind stark gestiegen und haben sich im Vergleich zum Vorjahr fast vervierfacht und mit den stark zurückgegangenen sonstigen betrieblichen Aufwendungen, die nun nahezu ein Viertel vom Vorjahresaufwendungen ausmachen, zusammen haben diese zu dem positiven Konzernjahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2020/2021 in Höhe von TEUR 695 im Wesentlichen beigetragen. Die signifikante Verbesserung des Ergebnises war aus den folgenden Gründen möglich: a) Anstieg der sonstigen betrieblichen Erträge Bei den sonstigen betrieblichen Erträgen ist eine Steigerung um T€ 55.760 bzw. 269% von T€ 20.736 auf T€ 76.496 zu verzeichnen. Der Steigerung der sonstigen betrieblichen Erträge resultiert im Wesentlichen aus folgenden Effekten: Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen TEUR 29.527 (Vorjahr: TEUR 19.255). Diese betreffen hauptsächlich Preis- und andere Risiken aus Diskussionen zwischen der Gesellschaft und deren Stammkunden für langfristige Kundenbeziehungen in Höhe von TEUR 24.049 (Vorjahr: TEUR 7.449), Auflösungen für Restrukturierungsmaßnahmen in Höhe von TEUR 508 (Vorjahr: TEUR 4.149), Auflösungen von Rückstellungen für Personal in Höhe von TEUR 523 (Vorjahr: TEUR 1.862), Auflösungen von Rückstellungen für Prozesskosten in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 1.444), Auflösungen von Rückstellungen für Nachzahlungen aus Umsatzsteuer von TEUR 1.536 (Vorjahr: TEUR 0), ausstehende Lieferantenrechnungen in Höhe von TEUR 2.908 (Vorjahr: TEUR 648) sowie Auflösungen von Rückstellungen für Instandhaltung und Umweltschutz in Höhe von TEUR 4 (Vorjahr: TEUR 606). In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind des Weiteren Gewinne aus der Korrektur einer Wertberichtigung für Engineeringprojekte in Höhe von TEUR 31.607 (Vorjahr: TEURO) enthalten. Daneben sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen auch Erträge aus der Währungsumrechnung TEUR 11.319 (Vorjahr: TEUR 689) enthalten. b) Rückgang der sonstigen betrieblichen Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um T€ 123.598 bzw. 74,1% von T€ 166.865 auf T€ 43.268 stark gesunken. Den größten Anteil an dem Rückgang der Aufwendungen haben die einmaligen Effekte aus den im Vorjahr eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen für Abfindungen und Kosten für Auffanggesellschaften in Höhe von T€ 125.685. Der Restrukturierungsaufwand hat sich von T€ 125.685 auf T€ 18.093 um ca. 86% reduziert. In den Segmenten "Seating" und "Corporate" betrug der Restrukturierungsaufwand nur jeweils 21 % bzw. nur 6% vom entsprechenden Aufwand im Vorjahr. Auch im Segment "SS & M" sind die Restrukturierungsaufwendungen von T€ 82.522 auf T€ 11.283 überproportional stark zurückgegangen und machen nur 14% des respektiven Aufwands aus dem Vorjahr aus. Im Gegenzug zum Vorjahr wurden im Geschäftsjahr 2020/2021 keine weiteren Restrukturierungsmaßnahmen von signifikanter Bedeutung beschlossen (im Vorjahr hat die Restrukturierungsmaßnahme am Standort Rockenhausen, die auf den hohen Kostendruck im Segment "SS & M" zurückzuführen ist, mit einem Volumen von T€ 58.048 wesentlich zum Anstieg der Restrukturierungsaufwendungen beigetragen). Des Weiteren sind die negativen Fremdwährungseffekte von T€ 17.638 im Vorjahr auf T€ 10.950 Geschäftsjahr 2020/2021 zurückgegangen und haben somit zu der Reduzierung der Aufwendungen beigetragen. Die genannten positiven Ergebniseffekte durch die geringeren Aufwendungen und gestiegenen sonstigen betrieblichen Erträge verbesserten wesentlich das Konzernjahresergebnis um T€ 270.879. Gegenläufig zu den positiven Ergebniseffekten wirkte sich der Anstieg der Steuern vom Einkommen und Ertrag und Zinsaufwendungen um T€ 5.472 negativ auf das Konzernjahresergebnis aus. 5.2 Finanzlage Liquidität
Der negative Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit beträgt im abgelaufenen Geschäftsjahr 2020/2021 T€ -54.878. Dieser begründet sich im Wesentlichen aus der Inanspruchnahme von Rückstellungen von T€ 281.636, die nicht im vollen Umfang durch den Cash Flow aus der übrigen operativen Geschäftstätigkeit gedeckt werden konnte. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit beträgt im Geschäftsjahr 2021 T€ -6.623. Der Cashflow ergibt sich hauptsächlich aus Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit im Geschäftsjahr 2021 beläuft sich auf T€ 225.324. Dieser resultiert im Wesentlichen aus Einzahlungen aus der Aufnahme von einem Finanzkredit bei einer Schwestergesellschaft aus dem Adient Konzern außerhalb der deutschen Adient-Gruppe in Höhe von T€ 300.000 und aus den Auszahlungen für die Tilgungen von Finanzkrediten gegenüber fremden Dritten in Höhe von T€ 30.467. Des Weiteren wurden die Zinszahlungen an Schwestergesellschaften aus dem Adient Konzern außerhalb der deutschen Adient-Gruppe und fremde Dritte insgesamt in Höhe von T€ 44.161 geleistet. Die Adient Plc., Dublin/ Irland, hat am 19. Dezember 2022 eine Patronatserklärung mit einer Laufzeit bis zum 30. September 2024 zugunsten der Adient Germany Ltd. & Co. KG abgegeben. Danach ist die Adient Plc., Dublin/ Irland, im Innenverhältnis, bis zu einem Betrag von T€ 500.000 verpflichtet, die Gesellschaft finanziell so auszustatten, dass diese vor dem Hintergrund der bestehenden Liquiditätsplanung der Deutschen Adient-Gruppe in der Lage ist, ihre Verpflichtungen während dieses Zeitraums jederzeit zu erfüllen. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten liegen zum Bilanzstichtag 30. September 2021 bei T€ 1.464.505. Diese können durch die liquiden Mittel in Höhe von T€ 721.052 sowie den kurzfristigen Forderungen von T€ 290.740 nicht vollständig bedient werden. Aufgrund der vertraglichen Vereinbarung mit der BMG Bank kann die deutsche Adient-Gruppe auf weitere Liquidität zugreifen, solange die Gesamtliquidität der gesamten ADIENT-Gruppe das Kreditlimit von T€ 20.000 nicht überschreitet. Die Liquidität des Deutschen Adient Konzerns ist zu keinem Zeitpunkt gefährdet. Mit Datum vom 15. Juli 2021 hat die Adient Engineering & IP GmbH ein langfristiges Darlehen über T€ 300.000 von der Adient Interiors Holding EU S.à r.l., Luxenburg, zur Verbesserung der kurzfristigen Liquidität erhalten. Am 20. April 2020 hat die Adient Plc. eine 5-Jahres-Anleihe in Höhe von 600 Mio. USD mit einem Zins von 9,0% emittiert. Die Nachfrage nach dieser Anleihe lag deutlich über den Erwartungen von ADIENT. Der Zufluss an liquiden Mitteln stärkt die Zahlungsfähigkeit der ADIENT-Gruppe. An die folgenden Tochtergesellschaften innerhalb des deutschen Konzernkreises hat die Adient Germany Ltd. & Co. KG ihrerseits unlimitierte Patronatserklärungen mit einer Laufzeit bis zum 30. September 2024 am 19. Dezember 2022 abgegeben:
Mit der Anwachsungg der Adient Fibrit Ltd. & Co. KG am 30. November 2020 und der Verschmelzung der Adient Interiors Management GmbH am 1. Oktober 2020 auf die Gesellschaft wurde die bestehenden Patronatserklärungen, die eine Laufzeit bis zum 30. September 2022 hatten, einvernehmlich aufgehoben. Aufgrund der Nachtragsvereinbarung zur Cash-Pool-Vereinbarung zwischen der Deutschen Bank AG und der Cash-Pool-Führerin Adient Germany Ltd & Co. KG, Burscheid, ergibt sich eine gesamtschuldnerische Mithaftung aller Cash-Pool-Teilhaber für die Cash-Pool-Verbindlichkeiten der Adient Germany Ltd. & Co. KG, Burscheid, gegenüber der Deutsche Bank AG. Zum Bilanzstichtag wurde die gewährte Kreditlinie in Höhe von T€ 14.500 nicht in Anspruch genommen. 5.3 Vermögenslage Vermögensstruktur Die Vermögenslage nach Fristigkeiten stellt sich per 30. September 2021 wie folgt dar:
Die Bilanzsumme beträgt zum 30. September 2021 T€ 2.337.791 (Vorjahr: T€ 2.212.615). Das langfristige Vermögen hat sich im Vergleich zum Vorjahr um T€ 31.800 bzw. um -10,5% von T€ 303.072 auf T€ 271.273 vermindert. Bei einer Klassifizierung der Bilanzposten in lang- und kurzfristiges Vermögen werden die Posten aktive Rechnungsabgrenzungsposten und aktive latente Steuern dem kurzfristigen Vermögen und der aktive Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung dem langfristigen Vermögen zugeordnet. Demnach besteht die Bilanz zu 49,9% (Vorjahr: 45,8%) aus kurzfristigem Vermögen und zu 11,6% (Vorjahr: 14,2%) aus langfristigem Vermögen. Die immateriellen Vermögensgegenstände sind um T€ 2.543 auf T€6.598 gesunken. Der Rückgang resultiert im Wesentlichen daraus, dass die Investitionen in die immateriellen Vermögensgegenstände in Höhe von T€ 59 die laufenden Abschreibungen des Geschäftsjahres 2020/21 nicht kompensieren. Das Sachanlagevermögen ist insgesamt um -12,5% von T€ 239.817 auf 209.801 geschrumpft. Innerhalb des Postens waren die Grundstücke und Gebäude, Technische Anlagen und Maschinen, Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau rückläufig. Die Finanzanlagen sind um T€ 760 durch Entwicklung der Beteiligungen an assoziierten Unternehmen gestiegen. Das kurzfristige Vermögen der Gesellschaft beträgt T€ 1.165.502 und hat sich im Vergleich zu den Vorjahreswerten um T€ 155.906 bzw. um 15,4% erhöht. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen außerhalb des Konsolidierungskreises belaufen sich auf T€ 156.364 (Vorjahr: T€ 187.555)). Der Rückgang der Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultiert aus den zurückgegangenen Forderungen aus Lizenzgebühren, die Adient Gesellschaften außerhalb des deutschen Konzernverbundes bezahlt haben. Darüber hinaus war der Anstieg der Forderungen im Vorjahr im Wesentlichen durch den einmaligen Sondereffekt aus einer Gutschrift von T€ 41.970 der Adient Luxembourg Holding S.a.r.l., Luxemburg zur Korrektur der Lizenzaufwendungen, die zum 30. September 2020 mit den entsprechenden Forderungen dieser Gesellschaft saldiert wurde, begründet. Es besteht eine Factoring Vereinbarung mit der Ester Finance Titrisation. Mit dieser Vereinbarung werden die Liquidität und der Finanzmittelfond gestärkt sowie die Finanzierungskanäle erweitert. Die Forderungen aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr betragen zum 30. September 2021 T€ 55.218 (Vorjahr: T€ 84.011). Der Rückgang der Forderungen aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr resultiert im Wesentlichen aus der mit der COVID-19 Pandemie zusammenhängenden geringeren Umsatztätigkeit und stichtagsbezogenen Zahlungsverkehr. Die Forderungen haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Der Anstieg der sonstigen Vermögensgegenstände um T€ 39.722 auf T€ 89.058 ist auf stark gestiegene Umsatzsteuererstattungsansprüche sowie stichtagsbedingten Forderungen gegen die Factoring Gesellschaft zurückzuführen. Die Vorräte nach Abzug von erhaltenen Anzahlungen betragen zum Bilanzstichtag T€ 143.811 (Vorjahr: T€ 102.787). Daneben verfügt der Konzern zum Bilanzstichtag über liquide Mittel in Höhe von T€ 721.052 (Vorjahr: T€ 585.908). Investitionen Im Geschäftsjahr 2020/21 wurden die folgenden wesentlichen Investitionen getätigt:
Die Investitionen in Gewerbliche Schutzrechte und Lizenzen wurden hauptsächlich im Segment "Seating" getätigt. Bei diesen Investitionen handelt es sich im Wesentlichen um aktivierte Belieferungsrechte (Nomination Fees). Die Investitionen in Grundstücke und Bauten bewegen sich im Geschäftsjahr 2021 mit T€ 22 (Vorjahr: T€ 377) wie auch im Vorjahr auf einem sehr geringen Niveau. Im Geschäftsjahr 2021 ist die Investitionstätigkeit in "Technische Anlagen und Maschinen", "Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung" sowie "Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau" um T€ 20.906 von T€ 37.723 auf T€ 16.816 stark zurückgegangen. Pandemiebedingt wurden Investitionen nur dort getätigt, wo neue Produktionsanlagen aufgebaut wurden. Ersatzinvestitionen sind im Geschäftsjahr 2020/21 auf ein Minimum reduziert worden. Im Segment "SS & M" wurden insgesamt Investitionen in Höhe von T€ 9.695 in technischen Anlagen, andere Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau für neue Produktionslinien getätigt. Die wesentlichen Investitionen betreffen die Standorte Rockenhausen (T€ 7.380), Solingen (T€ 675) und Hilchenbach (T€ 1.640). Das Investitionsvolumen für neue Produktionslinien im Bereich "Seating" dagegen beträgt insgesamt T€ 7.122. Ein großer Teil der Investitionen bezieht sich dabei auf den Standort Zwickau (T€ 2.650). Bei der Investition in Zwickau handelt es sich um eine neue Produktionslinie insbesondere für die Produktion von Sitzen für neue Elektro-Fahrzeuge. Am Standort Burscheid wurden in der Gesamtheit Investitionen von T€ 4.472 getätigt. Kapitalstruktur Die Kapitalstruktur nach Fristigkeiten stellt sich per 30. September 2021 wie folgt:
Die Komplementärin ist am Eigenkapital nicht beteiligt. Das im Handelsregister eingetragene Kommanditkapital beträgt T€ 25. Zum 30. September 2021 weist die Gesellschaft einen nicht durch Vermögenseinlagen gedeckten Verlustanteil des Kommanditisten/ nicht durch Konzerneigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von insgesamt T€ -884.740 (Vorjahr: T€ -885.435) aus. Im Geschäftsjahr 2020/21 erwirtschaftete der Konzern - im Wesentlichen bedingt durch wesentlich geringere Restrukturierungsaufwendungen und Verwaltungskosten sowie den stark gestiegenen sonstigen betrieblichen Erträgen - einen Konzernjahresüberschuss in Höhe von T€ 695 (Vorjahr: Konzernjahresfehlbetrag T€ 270.184), welcher ursächlich für den leichten Rückgang des nicht durch Vermögenseinlagen gedeckten Verlustanteils der Kommanditisten ist. Das mittel- bis langfristige Fremdkapital umfasst im Wesentlichen Verpflichtungen aus Altersteilzeit in Höhe von T€ 12.702 (Vorjahr: T€ 8.619), Pensionsverpflichtungen in Höhe von T€ 44.076 (Vorjahr: T€ 42.473), Steuerrückstellungen in Höhe von T€ 77 (Vorjahr: T€ 676) und aus Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen außerhalb des Konsolidierungskreises von insgesamt T€ 646.257 (Vorjahr: T€ 646.257). Das kurzfristige Fremdkapital umfasst im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 118.714 (Vorjahr: T€ 120.478), Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen außerhalb des Konsolidierungskreises von T€ 347.769 (Vorjahr: T€ 40.940) und kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von T€ 998.300 (Vorjahr: T€ 892.926). Die kurzfristigen Rückstellungen belaufen sich insgesamt auf T€ 160.272 (Vorjahr: T€ 262.198). Die kurzfristigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
B. Forschung und Entwicklung
Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung (F&E) der weltweiten ADIENT-Gruppe sind im Geschäftsjahr 2020/21 im Wesentlichen bei der Adient Engineering and IP GmbH angefallen und betragen T€ 19.243. Bezogen auf den Umsatz ergab sich eine F&E Quote der deutschen Adient-Gruppe von 1,3%. Die Adient Engineering and IP GmbH berechnet als Zentralabteilung innerhalb der weltweiten ADIENT Konzernstruktur die Gebühren der Patente. Aus der Adient Engineering and IP GmbH wurden im Geschäftsjahr 2020/21 die weltweiten Lizenzgebühren berechnet. Dies steuerte mit einen Nettoeffekt von T€ 14.089 (Vorjahr: T€ 10.866) einen positiven Ergebnisbeitrag bei. Der positive Effekt ist im Geschäftsjahr 2021 erwartungsgemäß eingetroffen, weil die Lizenzvorauszahlungen vieler ADIENT Gesellschaften im Vorjahr ausgelaufen sind. Noch höhere Lizenzeinnahmen sind durch pandemiebedingt niedrigere Ergebnisse der weltweiten ADIENT Gesellschaften - die als Berechnungsgrundlage der Lizenzgebühren herangezogen werden - ausgeblieben. Die Lizenzeinnahmen sind im Geschäftsjahr 2021 um T€ 46.361 auf T€ 86.667 angestiegen. Der positive Ergebnisbeitrag der Lizenzgebühren ist neben den höheren Lizenzeinnahmen auch auf höhere Lizenzaufwendungen zurückzuführen. Diese belaufen sich im Geschäftsjahr 2021 auf T€ 72.578 und sind um T€ 43.138 höher als im Vorjahr. Die Produktentwicklungen der ADIENT-Gruppe sind hierbei individuell skalierbar auf die entsprechenden Kunden- und Marktanforderungen ausgerichtet. Hierfür wird das global ausgebaute Engineering-Netzwerk der ADIENT-Gruppe, welches insgesamt zehn zentrale Entwicklungszentren weltweit umfasst, genutzt. Diese Entwicklungszentren nutzen global einheitliche Prozesse bei der Entwicklung von Sitzprodukten. Die ADIENT-Gruppe ist über viele Jahre hinweg stark am Markt positioniert bei der Entwicklung von Produkt- und Prozesstechnologien, was sowohl für die ADIENT-Gruppe als auch deren Kunden Wettbewerbsvorteile schafft. Bereits 2017 präsentierte ADIENT bei der Internationalen Automobil-Ausstellung - IAA 2017 in Frankfurt seine neue AI18 Innovations-Studie, ein Konzept für Luxussitze und Innenraumgestaltung für automobile Megatrends wie autonomes Fahren, Carsharing oder Elektromobilität. Neben den stetigen Innovationsaktivitäten plant das Management mittel- und langfristig gezielt Investitionen in selektive Innovationsfelder zu tätigen. Hierzu verwendet die ADIENT-Gruppe eine Global Core Product Portfolio (CPP)-Strategie für die Wiederverwendung von Teilen und Designs in sämtlichen Produktanwendungen der Gruppe. Dabei können die bestehenden Basismodule um einzelne Komponenten ausgetauscht oder ergänzt werden. Mit der CPP-Strategie kann ADIENT hochwertige Produkte bei gleichzeitiger Kosten Optimierung anbieten. Die ADIENT-Gruppe beabsichtigt weiter in die CPP-Strategie zu investieren, um den Markterfolg langfristig zu sichern und weiter auszubauen. C. Personal Die Zahl der Mitarbeiter (ohne Auszubildende) betrug zum Stichtag 4.486 Arbeitnehmer (Vorjahr: 5.091), darunter 1.927 Angestellte (Vorjahr: 2.236) und 2.559 gewerbliche Angestellte (Vorjahr: 2.855) sowie insgesamt 131 Auszubildende (Vorjahr: 138). Diese haben sich wie folgt auf die einzelnen Segmente verteilt:
Die Vergütung erfolgt überwiegend nach den jeweiligen Tarifvereinbarungen. Im Segment "Seating" erfolgt die Vergütung nach den Tarifverträgen der Nord-Westdeutschen Textilindustrie sowie dem Verband der Textil- und Bekleidungsindustrie Hessen, Rheinland-Pfalz, Thüringen und Saarland e.V. Die Vergütung im Segment "SS & M" hingegen erfolgt nach den Tarifverträgen der Hessischen Metallindustrie, der Metall- und Elektroindustrie NRW, Südwestmetall und IG Metall. Gezahlt wird ein tarifliches Grundentgelt gemäß der Entgeltgruppen und in den Teilbereichen eine außertarifliche Zulage in Abhängigkeit von individuellen Gegebenheiten. Der Rückgang der Mitarbeiter von 5.091 zum 30. September 2020 auf 4.486 Mitarbeiter zum 30. September 2021 ist im Wesentlichen auf das Restrukturierungsprogramm aufgrund sinkender Absatzzahlen am Absatzmarkt zurückzuführen. Im Zuge dieses Abfindungsprogramms wurden freiwerdende Stellen nicht neu besetzt. Diese betreffen zum großen Teil die Werke Sollingen und Rockenhausen, aber auch Saarlouis. Ein kleiner Teil des Mitarbeiterrückgangs ist auf die Verwaltung zurückzuführen. Mit Gesellschafterbeschluss vom 7. März 2017 wird das Werk Espelkamp der Adient Seating Ltd. & Co. KG, nach einem ersten Personalabbau zum 31. Januar 2018, in der Zeit zwischen 31. März 2019 und dem 31. Dezember 2020 in mehreren Phasen geschlossen. Ein Sozialplan wurde diesbezüglich mit dem Betriebsrat verhandelt und im September 2017 beschlossen. Durch diese beiden Maßnahmen haben bis zum 31. Dezember 2020 118 Mitarbeiter das Unternehmen verlassen. Insgesamt ist es ein Bestreben der ADIENT-Gruppe den Mitarbeitern ein Umfeld zu bieten, in dem sie sich entfalten und gleichzeitig Verantwortung für ihre Aufgaben übernehmen können. Dazu gehören ein lebendiger Austausch und eine offene Kommunikation ebenso wie das individuelle Fordern und Fördern aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Das Ziel der Gesellschaft ist es, jeden Einzelnen durch individuelle Weiterbildungsmaßnahmen zu unterstützen, sowie seine Fähigkeiten und Fertigkeiten zu entwickeln. Damit wird es den Mitarbeitern ermöglicht, die berufliche Zukunft aktiv und eigenverantwortlich - durch Persönlichkeit und Fachkompetenz - mitzugestalten und damit einen wesentlichen Teil zum Unternehmenserfolg beizutragen. Dabei wird sowohl auf die fundierte Erfahrung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die seit vielen Jahren im Konzern sind, als auch auf innovative Impulse durch neue Mitglieder gesetzt. D. Umweltschutz Adient glaubt, dass die Verpflichtung zu positiven ökologischen, sozialen und Governancebezogenen Geschäftspraktiken unser Unternehmen stärkt, den Unternehmenswert schützt, auf die Nachfrage unserer Kunden reagiert, sich positiv auf unsere Gemeinschaften auswirkt und das Engagement der Mitarbeiter auf allen Ebenen fördert. Im Jahr 2021. Adient verpflichtet sich gegenüber SBTi (Science Based Targets initiative), die Emissionen aus seinem Betrieb bis 2030 um 75 % (Basisjahr 2019) und innerhalb seiner Lieferkette um 35 % (Basisjahr 2019) zu reduzieren. Adient ist sich bewusst, dass seine Aktivitäten Auswirkungen auf die Umwelt haben, einschließlich der Art und Weise, wie Materialien beschaffen, Produkte herstellen, Energie verbrauchen und Luftschadstoffe und Abfälle erzeugen. Adient verpflichtet sich, sein Geschäft auf umweltbewusste Weise zu führen, Umweltrisiken und -auswirkungen zu minimieren und unseren CO 2 e (Kohlendioxidäquivalent oder die Anzahl der Tonnen CO 2 -Emissionen mit dem gleichen Treibhauspotenzial wie eine Tonne eines anderen Treibhausgases) zu reduzieren. Adient achtet auf seinen Fußabdruck, die Überwachung und Verbesserung der Nutzung globaler Ressourcen und Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften in jedem Land, in dem Adient geschäftlich tätig ist. ADIENT wendet jährlich erhebliche finanzielle und personelle Ressourcen auf, um die Umwelt- und Arbeitsschutzgesetze einzuhalten, und führt Projekte zur Förderung und Sicherstellung der Einhaltung durch (internes Audit). Die Arbeitssicherheits-und Umweltbeauftragten sind direkt für die Organisation des Arbeits- und Umweltschutzes in den Werken verantwortlich. Alle hundertprozentigen Adient-Produktionsstätten sind nach ISO 14001 (Standard für Umweltmanagementsysteme) und ISO 50001 (Standard für Energiemanagement) zertifiziert. Adient plant außerdem, bis Ende 2023 alle deutschen Tochterfirmen der Adient-Gruppe nach ISO 45001 (Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz) zu zertifizieren. Das EMEA-Team für Gesundheit, Sicherheit und Umwelt führte Gesundheits, interne Audits und laufende Risikobewertungen durch, um Handlungsbereiche und potenzielle Verpflichtungen zu identifizieren. Derzeit sind keine wesentlichen Risiken erkennbar. Beispiele für standortbezogene Aktionen von Adient zum Umweltschutz:
III. Chancen-, Risiko- und Prognosebericht A. Risikobericht 1. Risikomanagementsystem Als weltweit agierender Konzern ist die ADIENT-Gruppe einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt. Um Risiken frühzeitig zu erkennen, zu bewerten und nachhaltig zu steuern, ist die deutsche Adient-Gruppe in die umfassenden Risikomanagement- und Kontrollsysteme des weltweiten Konzerns, unter der Führung des an der New Yorker Börse notierten ADIENT Konzerns eingebunden. Zum globalen Risikofrüherkennungssystem gehören die interne Revision, zielorientiertes Controlling, laufende Selbsteinschätzung mit Maßnahmenkatalog sowie ein regelmäßiger Strategieabgleich. Im Rahmen eines revolvierenden Planungsprozesses werden Chancen- und Risikopositionen der Geschäftsaktivitäten im Hinblick auf die strategische und operative Bedeutung analysiert, aufbereitet und beurteilt. Ziel des Risikomanagementsystems ist es, den wirtschaftlichen Erfolg der Gesellschaft sicherzustellen und etwaige entwicklungsbeeinträchtigende Tatsachen oder bestandsgefährdende Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und zu adressieren. Durch die Konzerngeschäftsleitung werden in periodischen Abständen aktuelle Einschätzungen über Risikopotentiale des Konzerns vorgenommen und ausgewertet. Hinsichtlich des rechtzeitigen Erkennens von wesentlichen Risiken erfolgt eine regelmäßige Kontrolle der kurz- und langfristigen Unternehmensplanung sowie die regelmäßige Überwachung und Aktualisierung unseres internen Kontrollsystems auch im Zusammenhang mit den Anforderungen der US-Börsenaufsicht (SOX 404). Teil des Risikomanagementsystems ist eine detaillierte Finanz- und Budgetplanung zu Beginn eines jeden Geschäftsjahres. Die Planung wird im Rahmen von monatlichen Fortschreibungen ("Outlook") an die Änderungen in der Geschäftstätigkeit sowie die Branchenentwicklung und Entwicklung des wirtschaftlichen Umfeldes angepasst. Ferner werden im Rahmen der monatlichen Berichterstattung an die Sektorleitung die Abweichungen zu den Planzahlen analysiert, um mögliche Risiken in den Funktionsbereichen frühzeitig zu erkennen. Schließlich werden regelmäßige bereichsübergreifende Kostenmeetings durchgeführt. Die wesentlichen Ergebnisse dieser Besprechungen werden dazu genutzt, die Kontrollen sowie die Effizienz in den Prozessabläufen zu verbessern. Auf Basis der Planung wird aus langfristiger Sicht eine optimale Produktionsauslastung (Nachfolgeaufträge) angestrebt. Um hierfür die finanzielle Grundlage zu sichern, wird das Investitionsmanagement als wesentlicher Aspekt bei der Steuerung des gebundenen Kapitals betrachtet. Klare Budgetvorgaben legen den Rahmen für das Investitionsniveau und die Entwicklungsausgaben fest; der konkrete Bedarf leitet sich aus der mittelfristigen Absatzplanung und den daraus resultierenden Anforderungen an Kapazitäten und Technologien ab. Im Rahmen der jährlichen Budgetgespräche stimmen die Verantwortlichen das geplante Investitionsniveau, die Entwicklungsausgaben sowie einzelne Projekte mit der konzernweiten Finanzplanung ab und schreiben die Ergebnisse fest. Vor der konkreten Projektfreigabe steht eine zusätzliche detaillierte Prüfung, bei der die gängigen Methoden der Wirtschaftlichkeitsbetrachtung genutzt werden (interner Zinsfuß, Amortisationszeit, Kapitalwert, Auswirkung auf die Gewinn- und Verlustrechnung sowie Kostenvergleiche). Erst wenn diese Wirtschaftlichkeitsprüfung eindeutig positiv ausfällt, wird das Projekt mit dem entsprechenden Budget genehmigt. Sofern die Wahrscheinlichkeit gegeben ist, dass die identifizierten Chancen beziehungsweise Risiken eintreten, sind diese bereits in den Aussagen im Prognosebericht verarbeitet. Die nachfolgenden Ausführungen beinhalten mögliche künftige Entwicklungen oder Ereignisse, die zu einer für die ADIENT-Gruppe positiven (Chancen) beziehungsweise negativen (Risiken) Prognoseabweichung führen können. 2. Risiken Auf Grundlage des dargestellten Risikomanagementsystems erfolgt dabei vor allem eine differenzierte Betrachtung der folgenden Risikokategorien:
* Bei einer Eintrittswahrscheinlichkeit von
unter 25 % wird von einem geringen Risiko ausgegangen.
Zwischen 26 % und 75 % ist von einem mittleren Risiko und
bei einer Eintrittswahrscheinlichkeit über 76 % von
einem hohen Risiko auszugehen.
Volkswirtschaftliche Risiken Volkswirtschaftliche Risiken haben maßgeblichen Einfluss auf die automobilen Absatzmärkte und damit auch auf den Erfolg der ADIENT-Gruppe. Die volkswirtschaftlichen Risiken sind dabei an Annahmen und Prognosen über die Gesamtentwicklung der Weltwirtschaft gekoppelt. Die weltweiten politischen Ereignisse in den letzten Jahren sorgen für eine Unsicherheit - insbesondere hinsichtlich möglicher Handelseinschränkungen - über die wirtschaftliche Entwicklung weltweit. So könnte ein Handelskonflikt der USA und China sowie Veränderungen innerhalb der EU zu restriktiveren Handelspraktiken führen. Die mögliche Einführung von Zöllen kann negative Auswirkungen auf den Absatz im Automobilmarkt haben. Dies würde folglich zu einem Absatzrückgang von Sitzen und Komponenten führen und dementsprechend die Geschäftstätigkeit der ADIENT-Gruppe negativ beeinflussen. Die Auswirkung von Zöllen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der ADIENT-Gruppe wird als hoch eingestuft, jedoch wird die Eintrittswahrscheinlichkeit von Zöllen als gering angesehen, weil trotz politischer Unsicherheiten die Einführung von Zöllen aus Sicht der USA, Chinas und der EU nicht ökonomisch rational ist. Nach monatelangen Verhandlungen haben sich die Europäische Union und Großbritannien auf ein Abkommen nach dem Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union geeinigt. Das Abkommen ist vom britischen Unterhaus im Dezember 2020 gebilligt worden. Am 28. April 2021 hat auch das Europaparlament dem Brexit-Handelspaket mit Großbritannien zugestimmt. Das Abkommen ermöglicht einen Handel ohne Zölle und Mengenbeschränkungen. Als Folge des Vertrags erhält Großbritannien Zugang zum EU- Binnenmarkt. Die EU hingegen fordert gleiche Umwelt-, Sozial- und Subventionsstandards. Für die ADIENT-Gruppe entstehen trotz des neuen Abkommens bürokratische Hürden für den Absatz nach Großbritannien, ein erhöhtes Risiko wird aber nicht erwartet. Weitere Risiken liegen in geopolitischen Spannungen, terroristischen Attentaten, Übergriffe in Europa oder anderen großen Volkswirtschaften sowie Naturkatastrophen und Pandemien, die die Weltwirtschaft und die internationalen Kapitalmärkte nachhaltig negativ beeinflussen können. Nach dem dramatischen Absturz im ersten Lockdown aufgrund der COVID-19 Pandemie im Frühjahr 2020 ist die deutsche Industrie vergleichsweise gut durch den zweiten Lockdown gekommen. Sie kommt auch aktuell gut durch den dritten Lockdown. Während Restaurants, Geschäfte, Kulturinstitutionen oder Sport- und Freizeiteinrichtungen weiterhin geschlossen sind, kann in der Industrie kontinuierlich produziert werden. Dennoch bestehen aktuell eine Reihe von Risiken zur Fortsetzung der industriellen Erholung, die im Folgenden aufgelistet werden:
Mögliche Absatzeinbrüche bei den OEMs haben direkte Auswirkungen auf die Umsatzentwicklung der ADIENT-Gruppe. Die Adient-Gruppe beobachtet kontinuierlich die Situation und ergreift entsprechende Maßnahmen. Unter Berücksichtigung aktueller Entwicklungen der finanziellen Leistungsindikatoren wird auf den Prognosebericht verwiesen. Im Geschäftsjahr 2021 wird die Risikoeinschätzung von "Mittel" auf "Höher" umklassifiziert. Dies ist auf Handelskonflikte, den Brexit, den Ukraine-Krieg, Lieferengpässen und weiterhin auf die Auswirkungen der Covid-19 Pandemie zurückzuführen. Strategische Risiken Die ADIENT-Gruppe definiert ihre strategischen Ziele so, um sich nachhaltig in einem dynamischen Markt führend zu positionieren. Das strategische Risiko besteht darin, durch falsche strategische Entscheidungen des Managements finanzielle und nichtfinanzielle Ziele nicht erreichen zu können. Markt- und Absatzrisiken Die ADIENT-Gruppe ist stark abhängig von der globalen - insbesondere europäischen -Nachfrage an Neufahrzeugen. Diese steht im Zusammenhang mit den konjunkturellen Entwicklungen und Wachstumsraten in den geographisch unterschiedlichen Märkten. Ungünstige Marktentwicklungen wirken sich negativ auf den Absatz der Produkte der ADIENT-Gruppe aus. Eine hohe Wettbewerbsintensität und der damit verbundene Kostendruck im Bereich Autositze und Komponenten kann die Nachfrage von ADIENT Produkten negativ beeinflussen. Die ADIENT-Gruppe entgegnet diesem Risiko mit Kosteneinsparungen durch effizientere Produktionslösungen. Die Vertriebs- und Produktionsprozesse in der ADIENT-Gruppe bieten durch ihre Flexibilität die Möglichkeit die Markt- und Absatzrisiken zu reduzieren sowie sich ergebende Chancen im Markt- oder Produktsegmenten zu nutzen. Finanz- und Liquiditätsrisiken Finanz- und Liquiditätsrisiken bestehen darin, den Finanzbedarf des Konzerns nicht decken zu können. Der Konzern muss jederzeit in der Lage sein, seinen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen und fähig sein, die finanzielle Flexibilität innerhalb der Gruppe zu gewährleisten. Die finanzwirtschaftlichen Risiken des Konzerns werden als Risiken mit potentiell hoher Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage eingestuft. Die ADIENT-Gruppe begrenzt die Finanz- und Liquiditätsrisiken durch zentral gesteuerte Maßnahmen. Aufgrund der bestehenden Patronatserklärung von T€ 500.000 durch die Muttergesellschaft, Adient Plc., sind keine finanziellen Engpässe zu erwarten. Das konsolidierte Eigenkapital der Adient Plc. betrug zum 30. September 2021 2.718 Mio. USD (Vorjahr: 1.535 Mio. USD). Das Konzernergebnis des Geschäftsjahres 2020/21 lag bei 1.108 Mio. USD (Vorjahr: -547 Mio. USD). Die weltweite ADIENT-Gruppe erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2020/21 einen positiven Cashflow aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit von 260 Mio. USD (Vorjahr: 246 Mio. USD). Dies bedeutet eine Zunahme von 14 Mio. USD gegenüber dem Vorjahr. Im letzten verfügbaren Konzernabschluss der Adient Plc. sank die Liquidität im Vergleich zum Vorjahr um 171 Mio. USD auf 1.521 Mio. USD zum 30. September 2021. Sollte die Adient Plc. nicht in der Lage sein ihrer Verpflichtung aus der Patronatserklärung nachzukommen, würde sich dies bestandsgefährdend auswirken. Aktuell liegen keine Anhaltspunkte dafür vor, dass die Muttergesellschaft ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen kann. Der nach US-amerikanischen Vorschriften erstellte Konzernabschluss der Adient Plc. zum 30. September 2021 wurde von PwC Detroit/ USA geprüft und mit Datum vom 4. Februar 2022 mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Die Risikoeinschätzung wird unverändert als "Mitttel" klassifiziert. Bei der Klassifizierung sind die aktuelle Liquiditätslage und die Liquiditätsplanung für die nächsten zwei Geschäftsjahre 2022 - 2023 herangezogen worden. Politische / rechtliche und gesellschaftliche Risiken Veränderte politische, rechtliche und gesellschaftliche Rahmenbedingungen können die Geschäftsaktivitäten der Gesellschaft vor große Herausforderungen stellen. Grundsätzlich ist die Gesellschaft von der europäischen Automobilkonjunktur abhängig und indirekt sehr stark von der weiteren Entwicklung auf den Rohstoff- und Energiemärkten sowie von den politischen und rechtlichen Rahmenbedingungen an Produktionsstandorten und Absatzmärkten. Risikoorientierte Handlungsszenarien wurden für alle Funktionsbereiche erarbeitet und in einen Maßnahmenkatalog der ADIENT-Gruppe eingearbeitet. Im Bedarfsfall können diese zielgerichtet eingesetzt werden. Aufgrund des dargestellten Risikomanagementsystems wurden im Einzelnen insbesondere folgende Risiken identifiziert:
Lieferkettenunterbrechungen, Inflationsdruck und Krieg zwischen Russland und der Ukraine, Absatzrisiko mit den daraus resultierenden Auslastungsrisiken Die globale Automobilindustrie erlebt weiterhin weit verbreitete Unterbrechungen der Lieferkette im Zusammenhang mit der Knappheit von Halbleiterchips, Feindseligkeiten in der Ukraine und COVID-19-Lockdowns in China. Obwohl die Sitzprodukte von Adient nicht stark von Halbleiterchips abhängig sind, ist Adient aufgrund dieser Lieferunterbrechungen direkt von den niedrigeren Produktionsniveaus bei den OEMs betroffen. Diese Störungen haben zu betrieblichen Ineffizienzen geführt und schränken die Fähigkeit von Adient ein, solche Ineffizienzen angemessen zu mindern. Darüber hinaus hat der Konflikt zwischen Russland und der Ukraine zu weiteren Störungen in der globalen Automobilindustrie geführt. Obwohl Adient weder in Russland noch in der Ukraine in nennenswertem Umfang präsent ist, wurde die Geschäftstätigkeit einiger Kunden von Adient durch instabile Lieferungen anderer Komponenten beeinträchtigt. Als Folge des Russland-Ukraine-Krieges hat Adient auch höhere Versorgungskosten in der EMEA-Region zu verzeichnen. Adient bewertet weiterhin die potenziellen Auswirkungen dieser Ereignisse und entwickelt Notfallpläne, um sie zu mindern. Auch die Automobilindustrie hat eine Phase anhaltender Preiserhöhungen für Rohstoffe erlebt, hauptsächlich im Zusammenhang mit Stahl und in geringerem Maße mit Petrochemikalien. Die Stahlpreise liegen weiterhin über dem historischen Durchschnitt. Auch die Versandkosten blieben in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2022 über den historischen Normen. Diese Erhöhungen der Versorgungs-, Rohstoff- und Versandkosten können sich auch in Zukunft fortsetzen, da die Nachfrage steigt und das Angebot eingeschränkt bleibt, was zu Folgendem geführt hat und weiterhin führen kann: erhöhte Kosten für Adient, die nicht oder nur teilweise kompensiert werden können. Adient überwacht außerdem sowohl intern als auch bei wichtigen Anbietern die Verfügbarkeit von Arbeitskräften und den Druck der Lohninflation genau, um mögliche Auswirkungen von Arbeitskräftemangel und Lohninflation auf die Fähigkeit von Adient zu bewerten, seinen Verpflichtungen nachzukommen. Obwohl Adient auf weltweiter Konzernebene Strategien entwickelt und umgesetzt hat, um die Auswirkungen höherer Rohstoff- und Versandkosten zu mindern, dürften diese Strategien zusammen mit den Geschäftsverhandlungen mit den Kunden und Lieferanten von Adient nur einen Teil der negativen Auswirkungen ausgleichen. Absatzrisiko mit den daraus resultierenden Auslastungsrisiken Grundsätzlich besteht das Risiko, von den langfristig stetig wachsenden Absatzzahlen an Neufahrzeugen, wenn auch die Zulassung von Neufahrzeugen im Geschäftsjahr 2020/2021 insbesondere als Folge der COVID-19 Pandemie gebremst wurde, nicht genügend partizipieren zu können. Die Folge wäre der Verlust von Marktanteilen. In den letzten Jahren war in Europa die Antriebsart Diesel Grundlage politischer und gesellschaftlicher Diskussionen. Insbesondere die Einführung von Fahrverboten für Dieselfahrzeuge in mehreren Städten stellen die Automobilbranche vor große Herausforderungen. Im Bereich Gebrauchtwagenmärkte ist bereits ein Nachfrage- und Preisrückgang zu beobachten. Effekte im Bereich des Gebrauchtwagenmarktes haben jedoch keine Auswirkung auf die Absatztätigkeit der ADIENT-Gruppe. Unsicherheit in Zusammenhang mit den Diesel Diskussionen besteht jedoch für Neufahrzeuge und folglich für den Absatz von Autositzen und Komponenten der ADIENT-Gruppe. Durch die geplante Elektrifizierung neuer Baureihen und einer Verschiebung der Kundennachfrage von Diesel und Benzinmotoren zu Elektrofahrzeugen bzw. alternativen Antrieben besteht für die Automobilindustrie das Risiko eines veränderten Lieferabrufs an fremdbeschafften Teilen von Lieferanten zu den einzelnen Automobilindustrieunternehmen. Für bestimmte Lieferanten könnte dies eine Über- oder Unterauslastung von Produktionskapazitäten zur Folge haben. Insgesamt wird das Absatzrisiko für die ADIENT-Gruppe jedoch mit einer mittleren Eintrittswahrscheinlichkeit und einer hohen Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage eingestuft. Marktrisiko mit dem daraus resultierenden Kostendruck durch die Kunden Von den Kunden geforderte Preisanpassungen im Rahmen der jeweiligen Produktlebenszyklen bedingen die permanente Optimierung der Produktionsprozesse und der Wertschöpfungskette. Auch hier wirkt die weltweite Präsenz der ADIENT-Gruppe risikomindernd. Insgesamt werden die Risiken aus dem Marktumfeld mit einer mittleren Eintrittswahrscheinlichkeit und einer hohen Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage eingestuft. Beschaffungspreisrisiko Es besteht das Risiko, dass Preissteigerungen bei Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen nicht an die Kunden weitergereicht werden können und sich negativ auf die Ertragslage auswirken. Die ADIENT-Gruppe ist abhängig von der Entwicklung der globalen Energie- und Rohstoffpreise. Ein Anstieg der Beschaffungspreise schlagen sich nieder in den Materialeinzelkosten der Produkte und kann das Konzernergebnis erheblich beeinflussen. Die Rohstoffe, die ADIENT im Zusammenhang mit seinen Aktivitäten verwendet, darunter Stahl, Aluminium, Polyurethanchemikalien, Gewebe, Leder, Vinyl, Polypropylen und Energie (Gas und Strom), können das Konzernergebnis beeinflussen. Preisschwankungen werden nach Möglichkeit durch Lieferverträge mit Preisbindungen abgesichert. In der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres 2021 und bis in die erste Hälfte des Geschäftsjahres 2022 hinein sah sich Adient zusammen mit der gesamten globalen Automobilindustrie mit weit verbreiteten Unterbrechungen der Lieferkette konfrontiert, hauptsächlich im Zusammenhang mit der Knappheit von Halbleiterchips. Obwohl die Sitzprodukte von Adient nicht in hohem Maße direkt von Halbleiterchips abhängig sind, ist Adient direkt von den niedrigeren Produktionsniveaus bei OEMs als direkte Folge dieser Unterbrechungen der Lieferkette betroffen. Diese Unterbrechungen haben zu ungeplanten Ausfallzeiten in den Produktionsstätten von Adient geführt, oft mit sehr kurzer Vorankündigung, was zu betrieblichen Ineffizienzen führt und die Fähigkeit von Adient einschränkt, solche Ineffizienzen angemessen zu mindern. Adient muss auch weiterhin höhere Frachtkosten aufgrund von Prämien im Zusammenhang mit diesen Unterbrechungen der Lieferkette hinnehmen. Darüber hinaus hat der Konflikt zwischen Russland und der Ukraine zusätzliche Risiken für das makroökonomische Umfeld der globalen Automobilindustrie geschaffen, indem die Verfügbarkeit bestimmter wichtiger Rohstoffkomponenten eingeschränkt wird. Insgesamt wird das Beschaffungsrisiko mit einer höheren Eintrittswahrscheinlichkeit und einer hohen Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage eingestuft. Insolvenzrisiko bei Lieferanten Dem Insolvenzrisiko bei Lieferanten wird durch ein zeitnahes Lieferantenmanagement entgegengewirkt. Es wird versucht, der Abhängigkeit von Lieferanten durch Erweiterung des Lieferantenkreises entgegenzuwirken. Zudem unterliegt das Insolvenzrisiko bei Lieferanten einer gesonderten Überwachung durch das Management. Hier werden in ständiger Aktualisierung Handlungsszenarien erarbeitet. Derzeit werden aufgrund der COVID-19 Pandemie Restrukturierungsmaßnahmen und Insolvenzen bei Zulieferern in der Automobilbranche erwartet. Eine genaue Prognose ist aber noch ungewiss. Daher wird wie auch schon im Vorjahr das Insolvenzrisiko bei Lieferanten mit einer mittleren Eintrittswahrscheinlichkeit und einer hohen Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage eingestuft. Personalrisiken Damit das Unternehmen fortbestehen und sich weiterentwickeln kann, müssen hochqualifizierte Mitarbeiter eingestellt, gehalten und weiterqualifiziert werden. Nur mit diesen Führungsqualitäten und -kapazitäten und dem dazugehörigen Wissen und der Erfahrung können die strategischen Unternehmensziele realisiert werden. Hierbei können organisatorische Änderungen zu einer erhöhten Fluktuation führen. Eine erhöhte Fluktuation in Kombination mit nicht erfolgreichem Anwerben von hoch qualifizierten Mitarbeitern kann zu einem negativen Effekt auf das operative Ergebnis führen. Den fluktuationsbedingten Personalrisiken von Leistungsträgern wird durch umfangreiche Förderungsmaßnahmen entgegengetreten. Der weltweite Ausbruch und die Ausbreitung von COVID-19 wird aktiv beobachtet und es werden Schritte unternommen, um die potenziellen Risiken zu mindern. Mit gezielten Vorkehrungen und Maßnahmen wird die Gesundheit der Mitarbeiter geschützt. Folgende Vorkehrungen und Maßnahmen sind bereits eingeführt worden:
Die oben genannten Maßnahmen sind seit dem ersten Lockdown im Frühjahr 2020 erfolgreich umgesetzt worden. Adient hat mehrfach darauf hingewiesen, dass nach Möglichkeit das hybride Arbeiten in Anspruch genommen werden soll. Alle Mitarbeiter, die die Verpflichtung zum mobilen Arbeiten aufgrund zwingender Gründe nicht nachkommen können, sind dazu verpflichtet, die lokale Personalabteilung und Ihren Vorgesetzten unter Angabe der Gründe zu informieren. Das Ausmaß, die Dauer, die Geschwindigkeit und das potenzielle Wiederaufleben oder die Wellen der globalen Pandemie sind alle ungewiss. Folglich bleiben die Auswirkungen der Pandemie und ihre unzähligen Auswirkungen auf das Geschäft, die Finanzlage oder die längerfristigen Finanz- oder Betriebsergebnisse von Adient ungewiss. Auf der Grundlage der von Adient ergriffenen Maßnahmen und seiner derzeitigen Annahmen zu den Auswirkungen von COVID-19 ist Adient der Ansicht, dass seine derzeitigen finanziellen Ressourcen ausreichen werden, um den Liquiditätsbedarf des Unternehmens für mindestens die nächsten zwölf Monate zu decken. Insgesamt werden die Personalrisiken mit einer niedrigen Eintrittswahrscheinlichkeit und einer hohen Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage eingestuft. Zinsrisiken Vor dem Hintergrund der aktuellen makroökonomischen und geopolitischen Entwicklungen, ist der Leitzins der EZB gestiegen, sodass ein Zinsniveau erreicht ist, welches seit 2011 nicht mehr zu verzeichnen war. Darüber hinaus sind auch noch weitere Zinssatzerhöhungen wahrscheinlich. Fremdwährungsrisiken Zur Absicherung von Fremdwährungsrisiken aus geplanten Absatz- und Beschaffungsgeschäften, die in US-Dollar, britischem Pfund, polnischen Zloty, rumänischen Leu, ungarischen Forint, schwedischen Kronen, türkischen Lira und tschechischen Kronen denominiert sind, schließt die deutsche Adient-Gruppe Devisentermingeschäfte ab. Es wird von einer hohen Eintrittswahrscheinlichkeit der abgesicherten Transaktionen ausgegangen, da es sich um routinemäßige Geschäfte handelt. Der Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten unterliegt darüber hinaus klar definierten Vorgaben und strengen internen Kontrollen. Insgesamt werden die Fremdwährungsrisiken mit einer niedrigen Eintrittswahrscheinlichkeit und einer hohen Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage eingestuft. Unter Vorbehalt der üblichen branchenbedingten Geschäftsrisiken, den vorgenannten Risiken sowie den aktuellen Entwicklungen sieht ADIENT zurzeit keine weiteren besonders hervorzuhebenden, insbesondere keine bestandsgefährdenden Risiken. Der Fortbestand des Unternehmens ist aus Sicht der gesetzlichen Vertreter nicht gefährdet. B. Chancenbericht Durch umfangreiche Marktanalysen verfolgt ADIENT die Strategie, zukünftige Trends zu erkennen, um mit innovativen und kostenoptimierten Produkten die Marktführerschaft als Hersteller von Sitzsystemen zu behaupten. Auf Grundlage der Analysen sind insbesondere folgende Chancen des Konzerns identifiziert worden:
* potentielle Auswirkung auf die Vermögens-
Finanz- und Ertragslage
Chancen im Bereich Absatz Ungeachtet des dritten Lockdowns kann in der Industrie weiter produziert werden. Insbesondere die Automobilindustrie verzeichnet eine Stabilisierung. Im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2021 wird eine Erholung der Welt- und Volkswirtschaft erwartet. Eine weiterhin erfolgreiche Eindämmung der Pandemie insbesondere durch einen guten Impffortschritt und die damit einhergehende Normalisierung des globalen Wirtschaftswachstum, nachfragefördernde Reformen innerhalb der Eurozone, das bereits durch die Europäische Union und Großbritannien ratifizierte Freihandelsabkommens, weitere Wachstumsimpulse durch geld- und fiskalpolitische Maßnahmen in den USA und ein stabiles Konsumverhalten in den Schwellenländern könnten zu stärkeren Absatzzahlen in der Automobilindustrie führen. Aus der weltweiten Präsenz der ADIENT-Gruppe zieht die Gesellschaft entsprechenden Nutzen und erhöht die Chancen Neu- und Folgeaufträge auf den Absatzmärkten zu generieren. Ebenso profitieren die Gesellschaft von dem Einkaufsverbund innerhalb der ADIENT-Gruppe und mindern hierdurch ein potentielles Beschaffungsrisiko. Durch die ausgeprägte Kundenorientierung und eine intensive Zusammenarbeit auf allen Ebenen in der ADIENT-Gruppe werden die Voraussetzungen geschaffen, um Folgeaufträge mit Automobilherstellern abzuschließen. Dabei werden innerhalb der ADIENT-Gruppe Möglichkeiten sondiert, den Kundenkreis auf weitere Endhersteller zu erweitern bzw. die Produktpalette zu erweitern. Weiterhin wird durch permanente Kostensenkungsmaßnahmen und die kontinuierliche Optimierung der Arbeitsprozesse die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der ADIENT-Gruppe verbessert. Durch neue Sicherheits- und Umweltvorschriften sowie den Trend zu schnellen Änderungen hinsichtlich Kundenpräferenzen stehen die OEMs vor der Herausforderung, auf neue Trends und Produktinnovationen zügig zu reagieren. Dieser Trend zeigt sich nicht nur in entwickelten Wirtschaftsländern, sondern auch bei Wachstumsmärkten, sowohl auf Ebene der regulatorischen Standards als auch hinsichtlich der Kundenpräferenzen. Die ADIENT-Gruppe als Lieferant mit starken Technologien und ausgereiften Entwicklungsfähigkeiten wird die besten Chancen haben, den OEM Anforderungen nach innovativen Produkten gerecht zu werden. Mittel- bis langfristig ist ein Trend in Richtung autonomes Fahren, alternative Nutzungsmodelle wie car sharing und urbane Mobilität zu erkennen. Es besteht kein Zweifel daran, dass die autonome Fahrzeugtechnik die Zukunft der Branche dominieren wird. ADIENT hat ein Konzept der Inneneinrichtung für autonomes Fahren entwickelt, das in Zusammenarbeit mit der Automobilindustrie den steigenden Interaktions- und Kommunikationsbedürfnissen der Verbraucher gerecht wird. Die ADIENT-Gruppe sieht die Chance darin, in Bezug auf Sitze und Inneneinrichtung für autonome Fahrzeugtechnik, die Marktführerschaft zu übernehmen. Chancen im Bereich Einkauf und Produktion Die Konzentration von Einkaufsvolumina über sämtliche Unternehmensbereiche der ADIENT- Gruppe - an denen die deutsche Adient-Gruppe entsprechend partizipiert -, die Überarbeitung und Bewertung des Produktportfolios mit der Konzentration auf die Kernkompetenzen des Unternehmens sowie die Umsetzung des "One Piece Flow" Produktionskonzeptes (d.h. Produktion bei deren Arbeitsorganisation der Mitarbeiter das Werkstück durch den Produktionsprozess begleitet bis zu dessen Fertigstellung. Durch die Verantwortung des Mitarbeiters für den vollständigen Arbeitsinhalt kommt es zu einer höheren Arbeitsmotivation und dadurch zu verkürzten Lieferzeiten) wird als Chance zur Realisierung von weiteren Kostenvorteilen und damit zusammenhängend Kostenoptimierung gesehen. Chancen im Bereich Personal Der Unternehmenserfolg von ADIENT ist untrennbar mit seinen Mitarbeitern verknüpft. Ihr Wissen und ihre Erfahrung ist Grundlage dafür, dass ADIENT sich weiterhin als einer der weltweit größten Hersteller von Sitzsystemen positioniert. ADIENT reagiert frühzeitig auf veränderte Markanforderungen und bereitet die eigenen Mitarbeiter auf die neuen, spannenden Herausforderungen vor. In praxisorientierter Weiterbildung sieht ADIENT die Chance darin, mit der Expertise des Personals langfristig den Unternehmenserfolg zu sichern. Die Risiken- und Chancenlage ist im Vergleich zum Vorjahr zwar überwiegend unverändert - jedoch bedingt durch die möglichen Auswirkungen der Halbleiter-Engpässe auf die Lieferketten der Kunden - insbesondere im Bereich der Risiken angepasst. Die Chancen wurden um neue Absatzmöglichkeiten im Bereich der Elektromobilität erweitert. C. Prognosebericht Der Prognosebericht enthält zukunftsbezogene Aussagen. Diese basieren auf Erwartungen und Schätzungen des Unternehmens und unterliegen folglich gewissen Unsicherheiten. Rasant ändernde politische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen können dazu führen, dass die zukünftige, tatsächliche Geschäftsentwicklung sowohl positiv als auch negativ von den nachfolgend beschriebenen Erwartungen abweichen kann. Der nachfolgende Ausblick bezieht sich auf den Prognosezeitraum von einem Jahr. Er berücksichtigt alle zum Zeitpunkt der Aufstellung vorliegenden Erkenntnisse, die einen Einfluss auf den Geschäftsverlauf der deutschen Adient-Gruppe haben könnten. Die Grundlagen und wesentlichen Annahmen der Prognose sind nachfolgend dargestellt. Die Weltwirtschaft erholte sich in 2021 vom tiefen Einbruch des Vorjahres in Folge der weltweiten Coronapandemie kräftig. Die andauernde Pandemie und regionale Einschränkungen führten jedoch zu teils erheblichen Störungen in den globalen Lieferketten und Versorgungsengpässen in vielen Wirtschaftsbereichen, was vor allem im zweiten Halbjahr eine sichtbare Verlangsamung der wirtschaftlichen Erholung und einen spürbaren Inflationsanstieg über alle Regionen hinweg zur Folge hatte. Die Weltwirtschaft wird im Jahr 2022 voraussichtlich um 2,7% wachsen. Der Krieg in der Ukraine betrifft Adient in der Produktion nicht. Auch direkte Investments in die Ukraine bestehen nicht. Allerdings kann die Lage in der Ukraine die Kunden von Adient beeinträchtigen und dadurch indirekt die Nachfrage an Adient-Produkten beeinflussen. In der Eurozone im Jahr 2022 dürften die in der Pandemie angehäuften Ersparnisse dafür sorgen, dass sich der private Verbrauch zu einem der Haupttreiber entwickelt. Erwartete Öffnungsschritte sollten dabei vor allem die Erholung des Dienstleistungssektors in Gang bringen. Daneben dürfte der Europäische Aufbauplan die Investitionstätigkeit fördern. Insgesamt erwarten wir ein Wirtschaftswachstum von rund 1,4% zum Vorjahr. Für Deutschland gehen wir von einem Wachstum von rund 1,4% zum Vorjahr aus. Dabei wird die Konjunktur zunächst noch durch die Corona-Pandemie und die entsprechenden Beschränkungen v.a. in den Dienstleistungsbereichen beeinträchtigt. Mit einer Abflachung des Infektionsgeschehens und der damit verbundenen Rücknahme der Einschränkungen, sowie einer langsamen Entspannung in den Lieferketten sollte die Erholung wieder spürbar an Fahrt gewinnen. Die Neuzulassungen von PKW in Deutschland sind im Geschäftsjahr 2021/2022 im Vergleich zum Vorjahr stark zurückgegangen.
Obwohl sich die Produktion ab Oktober 2020 nach den ersten Lockdowns und dem vollständigen Produktionsstillstand etwas erholt, stagniert die Produktion ab Juni 2021 aufgrund der diversen Sondereffekte wieder. So führte das Fehlen von Halbleitern und der Wegfall der Umsatzsteuerreduzierung - als Maßnahme der Bundesregierung zur Ankurbelung der Konjunktur in Deutschland - zu einer geringeren Produktion. Die Verfügbarkeitsprobleme von Vorprodukten und Rohstoffen, insbesondere der Halbleitermangel, beeinflussen stark die Märkte. Darüber hinaus bestimmen die steigenden Preise und die Zinswende in den USA sowie in Europa die Finanzierungskonditionen für die Verbraucher. Zudem wirken sich regional spezifische Herausforderungen negativ auf die Automobilindustrie aus. In Europa hat der russische Angriffskrieg in der Ukraine für zusätzliche Knappheiten entlang der Wertschöpfungsketten gesorgt. In China brachten neuerliche Corona-Lockdowns den Markt in einigen Regionen zum Stillstand. Über die - aufgrund der Teilschließung des Hafens in Shanghai - beeinträchtigte Logistik sind auch internationale Lieferketten hierdurch betroffen. In Europa (EU27, EFTA, UK) erwartet ACEA angesichts der Lieferschwierigkeiten für das laufenden Jahr einen Rückgang des Marktes auf 10,7 . Pkw (-15 Prozent). Für das Geschäftsjahr 2021/22 sieht sich die Adient-Gruppe aufgrund der aktuellen Entwicklungen , in allen wesentlichen Märkten einer stagnierenden Absatzentwicklung aufgrund der steigenden Inflationsrisiken, unterbrochenen Logistikketten und rasanter Verteuerung der Energieressourcen ausgesetzt. , Die weitere wirtschaftliche Erholung ist durch anhaltende Rezession gefährdet, weshalb weitere längerfristige Auswirkungen auf den Absatz derzeit nicht verlässlich abgeschätzt werden können. Zusätzlich haben sich die strukturellen Veränderungen in der Automobilindustrie durch die COVID-19 Pandemie massiv beschleunigt. Die Geschäftsführung geht davon aus, dass die Automobilindustrie nach der COVID-19 Pandemie kleiner sein wird, auch wenn eine leichte Erholung der Automobilbranche zu beobachten ist. Die Geschäftsführung rechnet weiterhin damit, dass auch die Handelsspannungen und Sanktionen zwischen Russland, Europäischer Union, USA und China unverändert für Unsicherheit sorgen, allerdings nicht damit, dass es zu einer weiteren Erhöhung der aktuellen Zollgebühren kommt. Vor dem Hintergrund der beschriebenen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen werden negative Auswirkungen der COVID-19 Pandemie und weiterer negativer Sondereffekte durch Produktionsrückgänge aufgrund fehlender Halbleiter auf die Ertragssituation der Gesellschaft erwartet. Diese Erwartungshaltung spiegelt sich in der erwarteten zukünftigen Entwicklung unserer finanziellen Leistungsindikatoren wider. Das Ausmaß, die Dauer und die Geschwindigkeit der globalen Sondereffekte (Verfügbarkeitsprobleme von Vorprodukten und Rohstoffen, der Halbleitermangel, steigende Preise und die Zinswende in den USA sowie in Europa, russische Angriffskrieg in der Ukraine, neuerliche Corona-Lockdowns In China) ist weiterhin ungewiss. Folglich können die mittelfristigen Auswirkungen auf die finanziellen Leistungsindikatoren "Net Sales", "Adjusted EBIT" und "Ergebnis nach Steuern" nicht verlässlich prognostiziert werden. Auf Basis der bereits vorliegenden Ist-Werte für das Geschäftsjahr 2021/22 werden die finanziellen Leistungsindikatoren "Net Sales", "Adjusted EBIT" und "Ergebnis nach Steuern" für das Geschäftsjahr 2022 nun wie folgt prognostiziert:
Definition %-Bereiche
Unter Berücksichtigung der ergriffenen Maßnahmen und den Prognoseannahmen über die Auswirkungen der COVID-19 Pandemie geht die Geschäftsführung davon aus, dass die derzeitigen finanziellen Mittel ausreichen werden, den Liquiditätsbedarf der nächsten 24 Monate zu decken. Hinsichtlich der Arbeitsunfälle ist davon auszugehen, dass die Arbeitssicherheit im Geschäftsjahr 2021/2022 auf unverändert niedrigem Niveau verbleibt. Der Prognosebericht enthält Erwartungswerte, die abhängig sind von Umweltzuständen und folglich risikobehaftet sind. Daher können die tatsächlich eintretenden Ergebnisse von den hier prognostizierten Ergebnissen und damit einhergehend den dazu formulierten Aussagen abweichen. In der aktuellen Situation des Ukraine-Krieges besteht eine Marktunsicherheit. Die Geschäftsführung erwartet entsprechend, dass die Preissteigerungen im Energiesektor den konjunkturellen Aufschwung der Wirtschaft gefährden könnten. Dazu könnten die Preissteigerungen die Kaufkraft der Endverbraucher zusätzlich schwächen. Etwaige Auswirkungen des Russland-Ukraine-Krieges auf die finanziellen Leistungsindikatoren sowie auf die zukünftige Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind im Prognosebericht aufgrund des hohen Grads an Unsicherheit hinsichtlich des weiteren Verlaufs des Russland-Ukraine-Krieges nicht berücksichtigt. Am 1. Oktober 2021 hat Adient Engineering and IP GmbH, Burscheid, im Rahmen eines neuen Geschäftsmodells, ihre Lizenzrechte und ihr geistiges Eigentum (GE) als Teil des immateriellen Anlagevermögens an Adient US LLC (Schwestergesellschaft außerhalb des deutschen Konsolidierungskreises), übertragen. Adient US LLC schloss wiederum die Verträge mit den Tochtergesellschaften der Adient Germany Ltd. & Co. KG, ab, um die Lizenzrechte und das geistige Eigentum seinen Vertragsherstellern in Deutschland zur Verfügung zu stellen (Adient Ltd. & Co. KG, Burscheid, Adient Zwickau GmbH, Zwickau, Adient Saarlouis Ltd. & Co. KG, Saarlouis, Adient Automotive Components GmbH, Hilchenbach, Adient Interiors Ltd. & Co. KG, Burscheid, Adient Metal Forming Technologies GmbH, Solingen, Adient Components Ltd. & Co. KG, Kaiserslautern). Die in der deutschen Gruppe anfallenden Forschungs- und Entwicklungskosten werden zukünftig direkt von der Adient US LLC (als neue Lizenz-Inhaberin) erstattet. Am 1. Oktober 2021 haben die deutschen Tochtergesellschaften (Adient Ltd. & Co. KG, Burscheid, Adient Zwickau GmbH, Zwickau, Adient Saarlouis Ltd. & Co. KG, Saarlouis, Adient Automotive Components GmbH, Hilchenbach, Adient Interiors Ltd. & Co. KG, Burscheid, Adient Metal Forming Technologies GmbH, Solingen, Adient Components Ltd. & Co. KG, Kaiserslautern) Ihr bisherhiges Geschäftsmodell durch den Abschluss von Auftragsherstellungsvereinbarungen mit Adient US LLC geändert. Mit der Änderung werden die Kostenumlagen so wie Gebühren für die Nutzung des geistigen Eigentums zukünftig nicht mehr den deutschen Gesellschaften in Rechnung gestellt. Den deutschen Gesellschaften wird im Rahmen eines Cost-Plus-Modells Aufwandersatz gewährt. Der Aufwandssatz für das Fiskal Jahr 2022 beträgt 0,5% der gesamten Betriebskosten. Am 1. Oktober 2021 hat Adient Germany Ltd. & Co. KG 25 % der Anteile der Adient Engineering and IP GmbH, Burscheid von Adient Ltd., Coventry, Großbritannien, gekauft. Schlussbemerkung Der im Geschäftsjahr erwirtschaftete Konzernjahresüberschuss führt zu einer sehr leichten Verbesserung der Eigenkapitalsituation. Der Konzern ist trotzdem weiter auf die Unterstützung der obersten Konzernmutter Adient Plc., Dublin/ Irland angewiesen. Auf Basis des Risikomanagementsystems werden wesentliche Risiken identifiziert und bewertet, auf die durch geeignete Maßnahmen reagiert wird. Die Entwicklung der wesentlichen Risiken wird regelmäßig verfolgt. Die aktuelle Überprüfung der Risikosituation ergab, dass derzeit keine tatsächlichen oder potenziellen Risikokonzentrationen bekannt sind, die den Fortbestand des Unternehmens in absehbarer Zukunft gefährden könnten. Die Auswirkungen der globalen COVID-19 Pandemie betreffen die gesamte Automobilindustrie und folglich auch die ADIENT-Gruppe. Diesen begegnete der Konzern jedoch mit den kurzfristig zur Verfügung stehenden Mitteln, wie z.B. Kurzarbeit. Die Adient Gruppe hat umfangreiche Schutzmaßnahmen wie Global Response Teams, Hygienemaßnahmen, wöchentliche Testmöglichkeiten und Remote-Arbeitsvereinbarungen erfolgreich umgesetzt. Dadurch konnten Produktionsausfälle bei der Adient Gruppe verhindert werden. Die Auswirkungen des Ukraine-Krieges sind weiterhin nur indirekt für die Adient Gruppe relevant. Es bestehen keine direkten Investments in der Ukraine und eine direkte Abhängigkeit der Lieferketten für Adient besteht ebenfalls nicht. Steigende Rohstoffpreeise, Inflationsrisiken und Lieferkettenprobleme für Adient Kunden können zu indirekten Auswirkungen auf den Adient Konzern führen.
Burscheid, den 19. Dezember 2022 Die Geschäftsführung der persönlich haftenden Gesellschafterin der Adient Germany Ltd. & Co. KG, Burscheid, die Adient Holding Europe Ltd., Dublin/ Irland Gregory Scott Smith Michel Pierre Rose Berthelin Phillip Allan Rotman II Konzernbilanz zum 30. September 2021Aktiva
Passiva
Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2020 bis 30. September 2021
Konzernkapitalflussrechnung für den Zeitraum vom 1. Oktober 2020 bis zum 30. September 2021
Konzerneigenkapitalspiegel zum 30. September 2021
Konzernanhang für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2020 bis zum 30. September 2021I. Allgemeine Angaben Die Adient Germany Ltd. & Co. KG hat ihren Sitz in Burscheid und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Köln (HRA 31768). Die Adient Germany Ltd. & Co. KG ist zum Bilanzstichtag 30. September 2021 eine mittelgroße Gesellschaft im Sinne des § 267 HGB. Sie ist Muttergesellschaft des deutschen ADIENT Teilkonzerns. Die Adient Germany Ltd. & Co. KG, Burscheid, ist gemäß § 264b HGB von ihrer Verpflichtung befreit, einen handelsrechtlichen Jahresabschluss und einen Lagebericht nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften aufzustellen, prüfen zu lassen und offenzulegen. Die Adient Germany Ltd. & Co. KG ist zusammen mit ihren Tochtergesellschaften ein weltweit agierender Zulieferer der Automobilindustrie. Der Konzernabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften und vergleichbarer personenhaftender Gesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie den Regelungen des Gesellschaftsvertrages der Gesellschaft aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 3 HGB aufgestellt. Der Konzernabschluss ist in Euro, der funktionalen Währung des Mutterunternehmens, aufgestellt. Sowohl Einzel- als auch Summenwerte stellen den Wert mit der kleinsten Rundungsdifferenz dar. Bei Additionen der dargestellten Einzelwerte können deshalb geringfügige Differenzen zu den ausgewiesenen Summen auftreten. Das Geschäftsjahr der Gesellschaft und somit der Zeitraum des Konzernabschlusses geht vom 1. Oktober eines jeden Jahres bis zum 30. September des Folgejahres. Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, weitestgehend im Anhang aufgeführt. Der Konzernabschluss wurde unter der Annahme der Unternehmensfortführung (Going-Concern) aufgestellt. Der Konzernabschluss der Adient Germany Ltd. & Co. KG wird im Bundesanzeiger in deutscher Sprache veröffentlicht. II. Konsolidierungskreis 1. Veränderungen des Konsolidierungskreises im Geschäftsjahr 2020/21 Mit Vertrag vom 30. November 2020 ist die Adient Fibrit Ltd. & Co. KG, Burscheid durch Anwachsung mit der Adient Germany Ltd. & Co. KG, Burscheid, verschmolzen worden. Mit Vertrag vom 28. Mai 2021 ist die Adient Interiors Management GmbH, Burscheid, rückwirkend zum 1. Oktober 2020, durch Aufnahme mit der Adient Germany Ltd. & Co.KG, Burscheid, verschmolzen worden. 2. Anteilsbesitzliste im Geschäftsjahr 2020/21 Die vollständige Anteilsbesitzliste der Adient Germany Ltd. & Co. KG zum 30. September 2021 ist im Folgenden aufgelistet. Bei den unten gelisteten Personengesellschaften ist das Mutterunternehmen Adient Germany Ltd. & Co. KG oder ein anderes in den Konzernabschluss einbezogenes Unternehmen unbeschränkt haftende Gesellschafterin. In den Konzernabschluss vollkonsolidierte Tochterunternehmen sind:
Es liegen für alle aufgeführten inländischen Konzerngesellschaften Beschlüsse der Gesellschafter vor, für das Geschäftsjahr 2020/21 die Befreiungsvorschrift § 264 Abs. 3 HGB bzw. § 264b HGB in Anspruch zu nehmen. Assoziierte Tochterunternehmen im Konzernabschluss sind:
Die in den Konzernabschluss einbezogenen Steel Automotive-Gesellschaften haben einen Abschlussstichtag am 31. Dezember und bilanzieren daher zu einem abweichenden Abschlussstichtag. Für den Konzernabschluss wird die jeweils letzte vorliegende Bilanz der aufgeführten assoziierten Unternehmen zugrunde gelegt. Auf die Aufstellung eines Zwischenabschlusses zum Konzernabschlussstichtag wird aus Praktikabilitäts- und Wesentlichkeitsgründen verzichtet. Es liegen keine wesentlichen Abweichungen der Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweisemethoden vor. III. Konsolidierungsgrundsätze In den Konzernabschluss werden neben der Adient Germany Ltd. & Co. KG die von der Gesellschaft direkt oder indirekt beherrschten in- und ausländischen Tochterunternehmen einbezogen. Die Erstkonsolidierung von Tochterunternehmen Erfolg im Zeitpunkt der Erlangung der Beherrschung durch das Mutterunternehmen. Die Endkonsolidierung wird im Zeitpunkt des Wegfalles der Beherrschung vorgenommen. Der auf nicht beherrschende Anteile entfallende Anteil am Eigenkapital, am Jahresergebnis und am Gesamtergebnis wird in der Konzern-Bilanz und in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung bzw. in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung separat ausgewiesen. Der Ausweis in der Konzern-Bilanz erfolgt innerhalb des Eigenkapitals, getrennt von dem auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallenden Eigenkapitals. Zur Bilanzierung des Kaufes eines Tochterunternehmens wird die Erwerbsmethode angewendet. Nach dieser Methode sind bei Unternehmenszusammenschlüssen sämtliche identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden des übernommenen Unternehmens mit ihren beizulegenden Zeitwerten zum Zeitpunkt des Erwerbs anzusetzen. Soweit die Summe aus der Gegenleistung des Erwerbers, dem beizulegenden Zeitwert etwaiger zuvor bereits am Tochterunternehmen gehaltener Anteile und dem Wert der Anteile anderer Gesellschafter den Betrag des neubewerteten Nettovermögens des Tochterunternehmens übersteigt, ist ein Geschäftswert zu aktivieren. Ein negativer Unterschiedsbetrag wird, nach sorgfältiger Überprüfung der Ermittlung, sofort ertragswirksam unter den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst, sofern es sich um einen einzelnen Unternehmenszusammenschluss handelt. Die Kapitalkonsolidierung nach den §§ 300, 301 HGB wird nach der Neubewertungsmethode durchgeführt. Hierbei werden die Wertansätze der Beteiligungen an verbundenen Unternehmen mit den hierauf entfallenden Anteilen am Eigenkapital des Unternehmens verrechnet. Die Konsolidierung erfolgt auf Grundlage der Wertansätze zum Zeitpunkt des Erwerbs. Anteile an assoziierten Unternehmen werden nach der Equity-Methode bewertet. Sie sieht eine Bewertung der Anteile im Zugangszeitpunkt mit den Anschaffungskosten vor. Zu den folgenden Stichtagen sind die Anteile unter der Berücksichtigung konsolidierungsspezifischer Effekte, um die Veränderung des anteiligen Eigenkapitals des assoziierten Unternehmens fortzuschreiben. Die Equity Bilanzierung erfolgte gemäß § 312 HGB nach der Buchwertmethode. Der jeweilige Unterschiedsbetrag zwischen dem Buchwert und dem anteiligen Eigenkapital des assoziierten Unternehmens wird als Firmenwert, beginnend im Jahr seiner Entstehung, über eine pauschale Nutzungsdauer von zehn Jahren im Sinne des § 251 Abs. 3 Satz 2 HGB abgeschrieben, da eine tatsächliche Nutzungsdauer nicht verlässlich schätzbar ist. Auf eine Anpassung an die konzerneinheitlichen Bewertungs- und Bilanzierungsrichtlinien wird verzichtet. Ebenso wird auf die Eliminierung von Zwischenergebnissen im Rahmen der Equity Bilanzierung verzichtet, da die für die Beurteilung maßgeblichen Sachverhalte nicht zugänglich sind. Bei der Schuldenkonsolidierung werden in der konsolidierten Bilanz die sich entsprechenden Ausleihungen, Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den Konzernunternehmen inklusive der Forderungen aus Cash-Pooling der Adient Germany Ltd. & Co. KG aufgerechnet. In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sind im Rahmen der Aufwands- und Ertragskonsolidierung bei den Umsatzerlösen die Erlöse aus Lieferungen und Leistungen zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen gegen die entsprechenden Aufwendungen für bezogene Waren und Leistungen aufgerechnet worden. Die anderen Erträge aus Leistungen zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sind ebenfalls mit den entsprechenden Aufwendungen verrechnet worden. Eliminiert wurden die Erträge und Aufwendungen aus Beteiligungen, die Zinsen aus gruppeninternen Kreditgewährungen sowie Kostenumlagen. Zwischengewinne aus konzerninternen Veräußerungsvorgängen der Tochtergesellschaften werden vollständig eliminiert. Auf die Eliminierung von Zwischengewinnen wird im Rahmen der Equity Bilanzierung verzichtet. In dem Konzernabschluss wird die jeweils letzte vorliegende Bilanz der aufgeführten assoziierten Unternehmen zugrunde gelegt. Auf die Aufstellung eines Zwischenabschlusses zum Konzernabschlussstichtag wird aus Praktikabilitäts- und Wesentlichkeitsgründen verzichtet. Die in den Konzernabschluss einbezogenen Abschlüsse der in- und ausländischen Unternehmen werden nach einheitlichen Rechnungslegungsmethoden erstellt. Der Konzernabschluss wird in der Berichtswährung Euro aufgestellt. Die Umrechnung der Bilanzposten aller ausländischen Gesellschaften, deren Funktionale Währung nicht der Euro ist, erfolgt entsprechend den von der Europäischen Zentralbank veröffentlichten Tagesmittelkursen am Abschlussstichtag bzw. historischen Kurse für das übrige Eigenkapital. Aufwands- und Ertragsposten sowie die Zahlungsflüsse von ausländischen Gesellschaften werden mit dem Jahresdurchschnittskurs in die Berichtswährung umgerechnet. Differenzen aus der Währungsumrechnung werden direkt erfolgswirksam erfasst. Die Auswirkungen konzerninterner Geschäftsvorfälle werden eliminiert. Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen konsolidierten Gesellschaften werden gegeneinander aufgerechnet, Zwischengewinne und -Verluste werden eliminiert, konzerninterne Erträge werden mit den korrespondierenden Aufwendungen verrechnet. Auf temporäre Unterschiede aus der Konsolidierung werden die erforderlichen Steuerlatenzen gebildet. IV. Angaben zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweismethoden Für die Aufstellung des Konzernabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. 1. Bilanzierung und Bewertung der Aktivposten Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden nicht aktiviert. Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Dabei werden entgeltlich erworbene EDV-Programme über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei Jahren abgeschrieben. Soweit die beizulegenden Werte einzelner immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. In Bezug auf die Bilanzierung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird handelsrechtlich analog die steuerrechtliche Regelung des § 6 Abs. 2 EStG angewendet. Anschaffungs- oder Herstellungskosten von abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, werden im Wirtschaftsjahr der Anschaffung, Herstellung oder Einlage in voller Höhe als Betriebsausgaben erfasst, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut EUR 800 nicht übersteigen. Geschäfts- oder Firmenwerte deren voraussichtliche Nutzungsdauer nicht verlässlich geschätzt werden kann, werden gemäß § 253 Abs. 3 Satz 3 HGB planmäßig nach der linearen Methode pro rata temporis über einen typisierten Zeitraum von zehn Jahren abgeschrieben. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Dies ist der Fall, wenn Schätzungsunsicherheiten dazu führen, dass die voraussichtliche Nutzungsdauer nicht verlässlich geschätzt werden kann. Bei den identifizierten Schätzungsmöglichkeiten handelt es sich unter anderem um variierende Lebenszyklen der Produkte. Sachanlagen sind mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert überschreiten, werden zusätzliche außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.
Die Anschaffungskosten umfassen auch die einzeln zuzuordnenden Anschaffungsnebenkosten und die nachträglichen Anschaffungskosten. Anschaffungspreisminderungen werden abgesetzt. Die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen umfassen alle direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie notwendige Teile der produktionsbezogenen Gemeinkosten. Hierzu zählen die fertigungsbedingten Abschreibungen, anteilige Verwaltungskosten sowie die anteiligen Kosten des sozialen Bereichs. Reparaturkosten werden sofort als Aufwand erfasst. Fremdkapitalkosten werden nicht als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt. Bei den Finanzanlagen werden die Anteile zu Anschaffungskosten bzw. den niedrigeren beizulegenden Werten bilanziert. Das Wahlrecht des § 253 Abs. 3 Satz 6 HGB wird in Anspruch genommen. Bei Wegfall der Gründe für die Abschreibungen werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen. Die Ausleihung wird mit dem Nennwert angesetzt. Es wird von dem Wahlrecht nach § 268 Abs. 5 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht, die Erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen auf der Aktivseite offen von dem Posten "Vorräte" abzusetzen. Erhaltene Anzahlungen und geleistete Anzahlungen werden mit dem Nennwert angesetzt. Die Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und/oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d.h. soweit die voraussichtlichen Verkaufspreise abzüglich der bis zum Verkauf anfallenden Kosten zu einem niedrigeren beizulegenden Wert führen, wurden entsprechende Abwertungen vorgenommen. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. Die erhaltenen Anzahlungen werden offen von dem Posten Vorräte abgesetzt. Die Ermittlung der Anschaffungskosten bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Waren erfolgt anhand des Durchschnittswertverfahrens. Die fertigen und unfertigen Leistungen und Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten enthalten die aktivierungspflichtigen Bestandteile des § 255 Abs. 2 HGB. Fremdkapitalzinsen werden in die Herstellungskosten nicht einbezogen. Des Weiteren werden angemessene Teile der Verwaltungskosten sowie angemessene Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs, für freiwillige soziale Leistungen und für die betriebliche Altersversorgung in die Herstellungskosten einbezogen, soweit sie auf den Zeitraum der Herstellung entfallen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Eine Pauschalwertberichtigung zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird nicht gebildet. Mit Vertrag vom 26. Juni 2018 wurde zwischen der Adient Ltd. & Co. KG, Burscheid, der Adient Interiors Ltd. & Co. KG, Burscheid, der Adient Saarlouis Ltd. & Co. KG, Saarlouis, sowie den tschechischem Schwestergesellschaften Adient Czech Republic k.s. und Adient Bor s.r.o. und der Ester Finance Titrisation eine Factoring-Vereinbarung mit einer Volumenhöhe von bis zu TEUR 200.000 pro Monat abgeschlossen. Mit Datum vom 20. Dezember 2018 trat die Adient Zwickau GmbH, Zwickau, und die ungarische Schwestergesellschaft Adient Mezolak Kft, Mezölak, diesem Vertrag bei. Mit diesem Programm werden die Liquidität und der Finanzmittelfond gestärkt sowie die Finanzierungskanäle erweitert. Das Risiko von Forderungsausfällen wird auf Ester Finance Titrisation übertragen. Die Factoring-Vereinbarung sieht dennoch vor, dass unsere Gesellschaften im Namen von Ester Finance Titrisation für den Zahlungseinzug vom Kunden verantwortlich bleiben. Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt. Fremdwährungsumrechnung Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Aus Vereinfachungsgründen erfolgt die unterjährige Verbuchung mit dem Devisenkassamittelkurs vom letzten Tag des Vormonats. Bilanzposten werden zum Stichtag wie folgt bewertet: Langfristige Fremdwährungsforderungen werden zum Devisenbriefkurs bei Entstehung der Forderung oder zum niedrigeren beizulegenden Wert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag, angesetzt (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Der aktive Unterschiedsbetrag aus der Vermögensumrechnung betrifft den aktivischen Überhang von verrechenbaren Deckungsvermögen über den Erfüllungsbetrag der Pensionsverpflichtungen für die Adient Interiors Ltd. & Co. KG und wird unter den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen erläutert. 2. Bilanzierung und Bewertung der Passivposten Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Der Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen resultiert aus der erfolgsneutralen Behandlung von Investitionszuschüssen. Die Auflösung des Sonderpostens erfolgt ertragswirksam entsprechend der durchschnittlichen Nutzungsdauer der bezuschussten Vermögensgegenstände. Die Passivierung erfolgt zum Nennwert abzüglich bereits erfolgter Auflösungen. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank im Monat September 2021 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst (gemäß Art. 75 Abs. 6 Satz 1 EGHGB n.F. i.V.m. § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB n.F.), der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Dieser Zinssatz beträgt 1,97 %. Der durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt, beträgt 1,38 %. Der Unterschiedsbetrag zu dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinses der vergangenen sieben Jahre (Zinssatz: 1,38 %) beläuft sich zum 30. September 2021 auf TEUR 6.811. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,50 % und Rentensteigerungen von jährlich 1,75 % zugrunde gelegt. Eine unterstellte Fluktuation p.a. wurde nicht in die Bewertungsannahmen einbezogen. Rückstellungen für Verpflichtungen aus Altersteilzeit werden nach Maßgabe des Blockmodells gebildet und nach der "Projected unit credit"-Methode (PUC) ermittelt. Die Bewertung der Rückstellungen für Altersteilzeit erfolgt unter Zugrundelegung eines Rechnungszinssatzes von 0,52 % p.a. und auf der Grundlage der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck nach versicherungsmathematischen Grundsätzen. Die Rückstellungen für Altersteilzeit wurden für zum Bilanzstichtag bereits abgeschlossene und potenzielle Altersteilzeitvereinbarungen gebildet. Sie enthalten Aufstockungsbeträge und bis zum Bilanzstichtag aufgelaufene Erfüllungsverpflichtungen der Gesellschaft. Jubiläumsrückstellungen und Rückstellungen für Arbeitsverdienst im Sterbefall werden nach Maßgabe der Projected Unit Credit Methode (PUC) bewertet. Die Bewertung der Rückstellungen für Jubiläumsleistungen erfolgt unter Zugrundelegung eines Rechnungszinssatzes von 1,38 % und auf der Grundlage der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck nach versicherungsmathematischen Grundsätzen. Bei der Ermittlung der Rückstellung für Jubiläen werden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,50 % berücksichtigt. Die Verpflichtungen aus Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden mit den Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungs- und ähnlichen Verpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind (sog. Deckungsvermögen), verrechnet. Die Bewertung des Deckungsvermögens erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Für zukünftige vertragliche Rückbau-/Renovierungsverpflichtungen aus Mietverhältnissen werden entsprechende Rückstellungen in Höhe des jeweiligen Erfüllungsbetrags, d.h. unter Berücksichtigung der voraussichtlich im Erfüllungszeitpunkt geltenden Kostenverhältnisse, gebildet. Bei der Ermittlung der Rückstellungen werden die (jeweiligen) Restmietdauer und voraussichtliche Preis- bzw. Kostensteigerungen von 4,5 % p.a. zugrunde gelegt. Der Teil der Rückstellungen, welcher auf Ausgaben entfällt, die nach Ablauf des dem Abschlussstichtag folgenden Geschäftsjahres anfallen, wird mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die Bildung von Rückstellungen für drohende Verluste aus bestehenden Lieferverpflichtungen erfolgt auf Vollkosten-Basis für die Lieferverpflichtungen der auf den Stichtag folgenden 12 Monate. Steuerrückstellungen sind in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Die sonstigen Rückstellungen sind so bemessen, dass die erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen berücksichtigt sind. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden, von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten, durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsumrechnung Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Die unterjährige Verbuchung erfolgt mit dem Devisenkassamittelkurs. Bilanzposten werden zum Stichtag wie folgt bewertet: Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Es bestehen zum Bilanzstichtag keine langfristigen Fremdwährungsforderungen bzw. Fremdwährungsverbindlichkeiten. Langfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisengeldkurs bei Entstehung der Verbindlichkeit oder zum höheren Stichtagskurswert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, bewertet (Imparitätsprinzip). Latente Steuern Die in den Konzern einbezogenen Kapitalgesellschaften bilden insgesamt eine ertragsteuerliche Organschaft, wobei die Adient Germany Ltd. & Co. KG als Steuerschuldnerin bzw. -gläubigerin für die Gewerbesteuer fungiert. Körperschaftsteuer wird auf Ebene der Kommanditistin der Adient Germany Ltd. & Co. KG, der Adient Holding Germany Ltd. Erhoben. Die einbezogenen Personengesellschaften werden als Treuhand-KGs konsolidiert. Demzufolge fallen bei den in den Konzern einbezogenen deutschen Tochtergesellschaften im Wesentlichen keine tatsächlichen Ertragsteuern an. Zusätzliche zu der Berechnung der tatsächlichen Ertragsteuern werden latente Ertragsteuern für Abweichungen zwischen den Steuerwerten und den HGB-Buchwerten von Vermögenswerten und Schulden gebildet, deren Umkehr sich steuerbelastend (latente Steuerschulden) bzw. steuerentlastend (latente Steueransprüche) auswirkt. Im Falle eines Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht. Dem gegenüber werden latente Steuern auf abzugsfähige temporäre Differenzen, die auf Konsolidierungsmaßnahmen gemäß der §§ 300 bis 306, 301 und 312 HGB beruhen, gebildet und fortentwickelt. Der Ausweis von aktiven und passiven latenten Steuern auf Konsolidierungsmaßnahmen erfolgt saldiert. Der Berechnung liegen die am Abschlussstichtag gültigen Steuersätze zugrunde, es sei denn, eine Steuersatzänderung ist für den Zeitraum der voraussichtlichen Umkehr der temporären Differenzen bzw. erwarteten Nutzung von Verlustvorträgen und Steuergutschriften bereits beschlossen. Der Berechnung der latenten Steuern liegt ein effektiver Gewerbesteuersatz von 14,68 % zugrunde, der sich voraussichtlich im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen ergeben wird. V. Erläuterungen zur Bilanz 1. Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im (Brutto-)Anlagenspiegel (Bestandteil des Anhangs) dargestellt. Wesentliche immaterielle Vermögenswerte resultieren aus Unternehmensakquisitionen. Die planmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte sind überwiegend in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten. Die Gesellschaft besitzt Kapitalanteile an Unternehmen, bei denen der Anteilsbesitz der Herstellung einer dauernden Verbindung dient. Zu der Konsolidierung der at equity bewerteten Unternehmen werden folgende Angaben gemacht:
2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände belaufen sich auf TEUR 300.639 (Vorjahr: TEUR 320.902), davon Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen fremde Dritte in Höhe von TEUR 55.218 (Vorjahr: TEUR 84.011). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren aus Forderungen gegen Schwestergesellschaften außerhalb des deutschen Teilkonzerns in Höhe von TEUR 123.745 (Vorjahr: TEUR 187.555). Bei den Forderungen gegenüber Schwesterngesellschaften handelt es sich in Höhe von TEUR 122.300 (Vorjahr: TEUR 185.638) um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen Ansprüche aus inländischer Umsatzsteuer in Höhe von TEUR 50.813 (Vorjahr: TEUR 18.312), aus debitorischen Kreditoren in Höhe von TEUR 1.394 (Vorjahr: TEUR 14.642) sowie aus Factoring in Höhe von TEUR 25.902 (Vorjahr: TEUR 12.101). Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Beträge größeren Umfangs innerhalb der sonstigen Vermögensgegenstände, welche rechtlich erst nach dem Abschlussstichtag entstanden sind, liegen nicht vor. 3. Eigenkapital Das Eigenkapital setzt sich wie folgt zusammen:
4. Rückstellungen Die Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Rückstellungspflichtige Pensionsverpflichtungen bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 44.076 (Vorjahr: TEUR 42.612), davon Zinsaufwand TEUR 5.173 (Vorjahr: TEUR 5.006). Der Ausweis erfolgt saldiert mit den Aktivwerten aus zweckexklusiven, verpfändeten und insolvenzgeschützten Vereinbarungen (Contractual Trust Agreement) in Höhe von TEUR 80.599 (Vorjahr: TEUR 79.735). Der aktive Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung beträgt TEUR 12.971 (Vorjahr: TEUR 11.207). Davon Zinsertrag TEUR 1.352 (Vorjahr TEUR 1.740).
Bei Anwendung des von der Deutschen Bundesbank im Monat September 2021 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren in Höhe von 1,38 % hätte sich ein Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden von TEUR 118.514 (Vorjahr: TEUR 120.291) ergeben. Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB, der sich zwischen den Verpflichtungen auf Basis eines zehn- statt siebenjährigen Durchschnittszinses ergibt, beläuft sich auf TEUR 6.811 (Vorjahr: TEUR 9.151). 5. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten zum 30. September 2021 gliedern sich wie folgt:
Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren betragen TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0). Zur Besicherung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen Grundschulden. Es bestehen keinerlei Verbindlichkeiten gegenüber der unmittelbaren bzw. mittelbaren Gesellschafterin Adient Holding Europe Ltd. bzw. der Adient Holding Germany Ltd. Beträge größeren Umfangs innerhalb der sonstigen Verbindlichkeiten, welche rechtlich erst nach dem Abschlussstichtag entstanden sind, liegen nicht vor. 6. Derivative Finanzinstrumente und Bewertungseinheiten Zur Absicherung von Fremdwährungsrisiken aus geplanten Absatz- und Beschaffungsgeschäften, die in GBP, USD und EUR denominiert sind, werden Devisentermingeschäfte abgeschlossen. Es wird von einer hohen Eintrittswahrscheinlichkeit der abgesicherten Transaktionen ausgegangen, da es sich um routinemäßige Geschäfte handelt und die Absicherung deutlich unter dem geplanten Gesamtvolumen liegt. Der Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten unterliegt darüber hinaus klar definierten Vorgaben und strengen internen Kontrollen. Zum 30. September 2021 handelt es sich bei den eingesetzten Finanzinstrumenten um Devisentermingeschäfte, deren Werte in der folgenden Übersicht dargestellt sind:
Das Nominalvolumen entspricht den Kontraktwerten der einzelnen Devisentermingeschäften. Die Ermittlung der Marktwerte der Devisentermingeschäfte erfolgt auf Basis von Devisenterminkursen. Bei den Devisentermingeschäften handelt es sich um schwebende Geschäfte. Für die aus diesen schwebenden Geschäften bestehenden drohenden Verlusten wurde eine Drohverlustrückstellung zum 30. September 2021 gebildet. Die Devisentermingeschäfte sind fällig zwischen dem 25. Oktober 2021 und 24. März 2023. Bewertungseinheiten im Sinne von § 254 HGB bestehen nicht. 7. Latente Steuern Zum Bilanzstichtag 30. September 2021 ergibt sich nach Saldierung der aktiven und passiven latenten Steuern (Gesamtdifferenzenbetrachtung) ein Aktivüberhang der latenten Steuern i.S.d. § 274 Abs. 1 HGB. Die Adient Germany Ltd. & Co. KG macht von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB keinen Gebrauch, so dass ein Ausweis des Aktivüberhangs in der Bilanz unterbleibt. Gleichwohl werden gemäß § 306 HGB latente Steuern gebildet, die auf Konsolidierungsmaßnehmen beruhen. Die passiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 2 und die aktiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 127 ergeben sich aus diversen Bewertungsunterschieden bei der Überleitung zur Handelsbilanz III. Der angewandte Steuersatz beträgt 14,68 % für alle konsolidierten Unternehmen. Die latenten Steuern entstanden im Wesentlichen aufgrund von temporären Bewertungsunterschieden im Anlagevermögen (aktiv/passiv) sowie temporären Unterschieden aufgrund von Zwischenergebniseliminierungen.
VI. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Umsatzerlöse Die erzielten Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt auf:
2. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen TEUR 29.527 (Vorjahr: TEUR 19.255). Diese betreffen hauptsächlich Preis- und andere Risiken aus Diskussionen zwischen der Gesellschaft und deren Stammkunden für langfristige Kundenbeziehungen in Höhe von TEUR 24.049 (Vorjahr: TEUR 7.449), Auflösungen für Restrukturierungsmaßnahmen in Höhe von TEUR 508 (Vorjahr: TEUR 4.149), Auflösungen von Rückstellungen für Personal in Höhe von TEUR 523 (Vorjahr: TEUR 1.862), Auflösungen von Rückstellungen für Prozesskosten in Höhe von TEURO (Vorjahr: TEUR 1.444), Auflösungen von Rückstellungen für Nachzahlungen aus Umsatzsteuer von TEUR 1.536 (Vorjahr: TEUR 0), ausstehende Lieferantenrechnungen in Höhe von TEUR 2.908 (Vorjahr: TEUR 648) sowie Auflösungen von Rückstellungen für Instandhaltung und Umweltschutz in Höhe von TEUR 4 (Vorjahr: TEUR 606). In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind des Weiteren Gewinne aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens TEUR 31.607 (Vorjahr: TEUR 274) enthalten. Daneben sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen auch Erträge aus der Währungsumrechnung TEUR 11.319 (Vorjahr: TEUR 689) enthalten. Periodenfremde Erträge betragen insgesamt TEUR 33.571 (TEUR 19.773) und resultierten im Wesentlichen aus den Auflösungen von Rückstellungen. 3. Material- und Personalaufwendungen Die Materialaufwendungen im Sinne des § 275 Abs. 3 Nr. 2 HGB (Umsatzkostenverfahren) setzt sich wie folgt zusammen:
Personalaufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen:
In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung bzw. außergewöhnlicher Bedeutung aufgrund einmaliger Restrukturierungsmaßnahmen für Abfindungen und Kosten für Auffanggesellschaften insgesamt in Höhe von TEUR 18.093 enthalten. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen aus Einzelwertberichtigungen auf überfällige Forderungen sowie Forderungsverluste aus Umsatzsteuerforderungen in Höhe von TEUR 1.614 (Vorjahr: TEUR 6.135) enthalten. 5. Finanzergebnis
Innerhalb der Zinsen und ähnlichen Aufwendungen resultieren TEUR 4.120 (Vorjahr: TEUR 6.321) aus Aufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen. Auch die Zinsänderungen für Pensionen sind im Finanzergebnis enthalten. 6. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Aufwände aus latenten Steuern i.H.v. TEUR 76 (Vorjahr: Erträge TEUR 148) resultieren aus unterschiedlichen Bilanzansätzen in der Handels- und Steuerbilanz aufgrund von Konsolidierungsmaßnahmen. VII. Sonstige Angaben 1. Forschungs- und Entwicklungskosten Der Gesamtbetrag der im Geschäftsjahr 2020/21 getätigten Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen beläuft sich auf TEUR 17.921 (Vorjahr: TEUR 20.857) 2. Arbeitnehmer Es waren durchschnittlich beschäftigt:
Bei den assoziierten Unternehmen waren keine Mitarbeiter (Vorjahr: 0) beschäftigt. 3. Geschäftsführung und Vertretung Während des Geschäftsjahres und bis zum Aufstellungszeitpunkt gehörten folgende Personen der Geschäftsführung der geschäftsführenden Komplementärgesellschaft an:
Da nur ein Geschäftsführer Bezüge von in den Konzernabschluss einbezogenen erhält, wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB auf eine Angabe verzichtet. Die Pensionsrückstellungen für ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung und ihre Hinterbliebenen belaufen sich zum 30. September 2021 auf TEUR 1.335 (Vorjahr: TEUR 1.316). 4. Haftungsverhältnisse Folgende Haftungsverhältnisse werden unter Angabe der gewährten Pfandrechte und sonstigen Sicherheiten gesondert angegeben:
Für die angeführten zu Nominalwerten angesetzten Eventualschulden wurden keine Rückstellungen gebildet, da die zugrunde liegenden Verbindlichkeiten voraussichtlich erfüllt werden und daher mit einer Inanspruchnahme oder Belastung der Gesellschaft nicht zu rechnen ist. 5. Außerbilanzielle Geschäfte Die Finanzierung der verbundenen Unternehmen erfolgt im Rahmen des Cash-Pooling. Diese Finanzierung der Konzernunternehmen ist deutlich günstiger als eine vergleichbare Finanzierung über Kreditinstitute. Grundsätzlich besteht hier ein Forderungsausfallrisiko. Zum Bilanzstichtag wurde die gewährte Kreditlinie (TEUR 14.500) nicht in Anspruch genommen. 6. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen gliedern sich wie folgt:
Bei den Leasing- und Mietverträgen handelt es sich um sogenannte Operating Lease Verträge, die zu keiner Bilanzierung der Vermögensgegenstände führen. Der Vorteil dieser Verträge liegt in der geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden können, wozu es derzeit keine Anzeichen gibt. 7. Berichterstattung zu Kapitalmanagement Die Ziele der ADIENT-Gruppe im Hinblick auf das Kapitalmanagement liegen im Wesentlichen in der Aufrechterhaltung und Sicherstellung einer optimalen Kapitalstruktur zur Reduzierung der Kapitalkosten, in der Sicherstellung ausreichender liquider Mittel und in dem aktiven Management des Nettoumlaufvermögens. Das Net Working Capital beläuft sich zum 30. September 2021 auf TEUR -254.938 (Vorjahr: TEUR -339.939). Das Risikomanagementsystem der ADIENT-Gruppe für das Kreditrisiko, das Liquiditätsrisiko und einzelne Marktrisiken, insbesondere Zinsrisiken, Währungsrisiken und sonstige Preisrisiken, wird einschließlich seiner Ziele, Methoden, Prozesse und Maßnahmen zur Überwachung im Chancen- und Risikobericht des Konzernlageberichts dargestellt. 8. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen Im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit unterhält die Gesellschaft Geschäftsbeziehungen zu zahlreichen Unternehmen, darunter auch verbundenen Unternehmen, die als nahestehende Unternehmen gelten. Die Gesellschaft unterhält Beziehungen zu verbundenen Unternehmen in den Bereichen:
Zusammenfassung aller wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen nach Geschäftsarten:
Als nahestehende Personen gelten die Mitglieder der Geschäftsführung. Außer den Vergütungen für die Geschäftsführung bestehen keine Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Personen. 9. Gesamthonorar des Abschlussprüfers Das berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers für das abgeschlossene Geschäftsjahr teilt sich wie folgt auf:
10. Konzernabschluss Die Adient Ltd. & Co. KG stellt den Abschluss für den deutschen Teilkonzern auf. Der Abschluss der Adient Germany Ltd. & Co. KG wird seinerseits in den Konzernabschluss der Adient Plc., Dublin, Irland, einbezogen, welcher den größten und kleinsten Konsolidierungskreis darstellt. Der Konzernabschluss ist auf der Unternehmenshomepage abrufbar unter: http://investors.adient.com/financial-information/sec-filings. Als verbundenes Unternehmen werden entsprechend der Definition des § 271 Abs. 2 HGB alle zum Konsolidierungskreis der Adient Plc. zu rechnenden Tochter- und Mutterunternehmen angesehen. 11. Ereignisse nach dem Abschlussstichtag (Nachtragsbericht) Am 1. Oktober 2021 hat Adient Engineering and IP GmbH, Burscheid, ihre Lizenzrechte und ihr geistiges Eigentum (GE) als Teil des immateriellen Anlagevermögens an Adient US LLC (Schwestergesellschaft außerhalb des deutschen Konsolidierungskreises), übertragen. Adient US LLC schloss wiederum die Verträge mit den Tochtergesellschaften der Adient Germany Ltd. & Co. KG, ab, um die Lizenzrechte und das geistige Eigentum seinen Vertragsherstellern in Deutschland zur Verfügung zu stellen (Adient Ltd. & Co. KG, Burscheid, Adient Zwickau GmbH, Zwickau, Adient Saarlouis Ltd. & Co. KG, Saarlouis, Adient Automotive Components GmbH, Hilchenbach, Adient Interiors Ltd. & Co. KG, Burscheid, Adient Metal Forming Technologies GmbH, Solingen, Adient Components Ltd. & Co. KG, Kaiserslautern). Die in der deutschen Gruppe anfallenden Forschungs- und Entwicklungskosten werden zukünftig direkt von der Adient US LLC (als neue Lizenz-Inhaberin) erstattet. Am 1. Oktober 2021 haben die deutschen Tochtergesellschaften (Adient Ltd. & Co. KG, Burscheid, Adient Zwickau GmbH, Zwickau, Adient Saarlouis Ltd. & Co. KG, Saarlouis, Adient Automotive Components GmbH, Hilchenbach, Adient Interiors Ltd. & Co. KG, Burscheid, Adient Metal Forming Technologies GmbH, Solingen, Adient Components Ltd. & Co. KG, Kaiserslautern) Auftragsherstellungsvereinbarungen mit Adient US LLC abgeschlossen. Am 1. Oktober 2021 hat Adient Germany Ltd. & Co. KG 25 % der Anteile der Adient Engineering and IP GmbH, Burscheid von Adient Ltd., Coventry, Großbritannien gekauft. Im Februar 2022 kündigten einige Länder nach dem militärischen Konflikt zwischen Russland und der Ukraine neue Sanktionspakete gegen die Staatsverschuldung der Russischen Föderation und einer Reihe russischer Banken sowie persönliche Sanktionen gegen eine Reihe von Einzelpersonen an. Die Gesellschaft hat keine direkten Engagements gegenüber verbundenen Parteien und/oder wichtigen Kunden oder Lieferanten oder Banken aus Russland, Belarus und der Ukraine. Die Auswirkungen der oben genannten Ereignisse können die makroökonomischen Bedingungen im Land und in Europa und längerfristig das Handelsvolumen, die Cashflows und die Rentabilität beeinflussen. Die Gesellschaft betrachtet diese Ereignisse als nicht zu berücksichtigende Ereignisse nach dem Abschlussstichtag, deren quantitative Auswirkung zum Zeitpunkt der Genehmigung zur Veröffentlichung des vorliegenden Abschlusses nicht mit hinreichender Sicherheit abgeschätzt werden kann. Die globale Automobilindustrie erlebt weiterhin weit verbreitete Unterbrechungen der Lieferkette im Zusammenhang mit Halbleiterchipknappheit, Feindseligkeiten in der Ukraine und COVID-19-Lockdowns in China. Auch die Automobilindustrie hat eine Phase anhaltender Preiserhöhungen für Rohstoffe erlebt, hauptsächlich im Zusammenhang mit Stahl und in geringerem Maße mit Petrochemikalien. Die Stahlpreise liegen weiterhin über dem historischen Durchschnitt. Auch die Versand kosten blieben in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2022 über den historischen Normen. Obwohl Adient auf weltweiter Konzernebene Strategien entwickelt und umgesetzt hat, um die Auswirkungen höherer Rohstoff- und Versandkosten zu mindern, dürften diese Strategien zusammen mit den Geschäftsverhandlungen mit den Kunden und Lieferanten von Adient nur einen Teil der negativen Auswirkungen ausgleichen.
Burscheid, 19. Dezember 2022 Die Geschäftsführung der geschäftsführenden Komplementärgesellschaft Gregory Scott Smith Phillip Allan Rotman II Michel Berthelin Entwicklung des Konzernanlagevermögens für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2020 bis 30. September 2021
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Adient Germany Ltd. & Co. KG, Burscheid Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Adient Germany Ltd. & Co. KG, Burscheid, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 30. September 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2020 bis zum 30. September 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Adient Germany Ltd. & Co. KG für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2020 bis zum 30. September 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Köln, den 21. Dezember 2022 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Harald Wimmer, Wirtschaftsprüfer ppa. Thorsten Weigand, Wirtschaftsprüfer Niederschrift über die Minutes of the Shareholders' Meeting of Gesellschafterversammlung derAdient Germany Ltd. & Co. KG
Burscheid, 22. Dezember 2022 Gregory Scott Smith Phillip Allan Rotman II Adient Holding Germany Ltd., Coventry/ United Kingdom vertreten durch den Geschäftsführer, represented by the director Gregory Scott Smith Phillip Allan Rotman II Adient Holding Europe Ltd., Dublin/ Irland vertreten durch die Geschäftsführerin, represented by the director |
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