TWE Bocholt Verwaltungs- GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Stefan Hubert Müller seit 20.4.2017 | Geschäftsführer |
Ralf Berens seit 23.3.2015 | Geschäftsführer |
Jörg Ortmeier seit 16.5.2014 | Geschäftsführer |
Thomas August Ortmeier seit 11.4.2006 | Geschäftsführer |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
TWE Bocholt GmbHBocholtJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2010 bis zum 31.12.2010Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2010A. Geschäfts- und Rahmenbedingungen Unternehmensstruktur, Geschäftstätigkeit Die TWE Bocholt GmbH wurde 1958 als Fa. Paul Tangerding GmbH (später Tangerding Bocholt GmbH) gegründet und hat ihren Sitz in 46395 Bocholt, Händelstraße 2. Die rechtliche Unternehmensstruktur hat sich im Geschäftsjahr 2010 nicht verändert. Der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit der TWE Bocholt GmbH liegt bei der Entwicklung, Produktion und dem Vertrieb technischer Vliesstoffe. Die Geschäftstätigkeit der TWE Bocholt GmbH umfasst im Wesentlichen die Geschäftsfelder der Filtrations-, Bekleidungs-, Heimtex-, Bau- und Automobilindustrie. Der positive Verlauf im Geschäftsjahr wurde im Wesentlichen getragen durch Zuwächse in den Geschäftsfeldern Automobil (+58 %), Bekleidung (+40 %) und Filtration (+28 %). Unser Produktionsprogramm umfasst Vliesstoffe im Gewichtsbereich von 40-1800 g/qm. Die TWE Bocholt GmbH unterscheidet sich vom Markt durch die Kombinationsmöglichkeit von Volumen- und Nadelvliesstoffen, sowohl thermisch als auch binderverfestigt. Die Strategie der TWE Bocholt bezieht sich auf: > den Ausbau der Marktanteile in den strategisch wichtigen Geschäftsfeldern. > nachhaltige Sicherung der positiven internen Kennziffern. > Erschließung neuer Geschäftsfelder auf dem nationalen, aber auch globalen Markt. > Modernisierung und Weiterentwicklung der Fertigungstechnologien am Standort. > leistungsorientierte Vergütung unserer Mitarbeiter. > Nachhaltigkeit / Handeln und Wirtschaften. > Einklang von ökonomischen sowie ökologischen und sozialen Aspekten innerhalb desKerngeschäftes. > gute und langfristige Beziehungen zu unseren Kunden. > Ruf / Marke und Wert des Unternehmens halten und ausbauen. Der Umsatz im Berichtsjahr stieg auf 11.151 TSD € (Vorjahr 9.287 TSD €). Auch der Jahresüberschuss (nach Steuer) entwickelte sich positiv auf 675,0 TSD € (Vorjahr 625,9 TSD €). Umsatzplus: 20,1 % (Brutto-Umsatz) Ertragsentwicklung: 29,2 % (Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit vor Steuern) Ständige Kontroll- und Rationalisierungsmaßnahmen auf allen Fertigungsstufen sichern den hohen Qualitätsstandard, der eine wesentliche Grundlage für den Markterfolg unserer Produkte bildet. Die Anzahl und der Wert der erfassten und gebuchten Reklamationen hat sich fast halbiert, auf nur noch 53 % des im Vorjahr gebuchten Wertes. Wir haben im Berichtsjahr unsere Aktivitäten im Bereich der Bauindustrie, "Objekt/Isolierung" weiter ausbauen können. Serienstart für das Volumenprojekt ist das 3. Quartal 2011. Geschäftsverlauf Entwicklung der Gesamtwirtschaft Das Jahr 2010 war für die Gesamtwirtschaft in Teilbereichen und Regionen noch immer geprägt von der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise. Hierbei bilden die Wirtschaftsräume Asien (voran China) und die EU (voran die Bundesrepublik Deutschland) sicherlich Ausnahmen. Entwicklung der Branche Der Branchenumsatz lag in 2010 ca. 9 Prozent über dem von 2009. Der Januar 2011 folgt diesem Trend und schloss insgesamt um 6 % höher als Januar 2010. Eine klare Tendenz ist aber aus heutiger Sicht nicht ausmachbar. Generell bleiben die Umsätze in der Branche noch immer hinter den Erwartungen zurück, wobei das Gesamtbild hier leicht verschoben wirkt. Betrachtet man die Textilumsätze bereinigt um Bekleidung (Januar -3,9%) kann man mit dem Verlauf zufrieden sein. Insgesamt erwartet die Branche eine Umsatzsteigerung von ca. 4-5 % für 2011. Investitionen/Finanzierungsmaßnahmen Im Berichtsjahr wurden Investitionen im Bereich der Fertigungsanlagen in Höhe von 666,3 TSD € getätigt. Die Finanzierung der Investitionen erfolgte durch Eigenmittel. Die Investitionen in Sachanlagen haben im Berichtsjahr das Abschreibungsvolumen überstiegen. Die Finanzierung des laufenden Geschäftes erfolgte ebenfalls aus Eigenmitteln, langfristige Bankenverbindlichkeiten wurden planmäßig bedient. Personalbereich Die Anzahl der Mitarbeiter stieg im zweiten Halbjahr des abgelaufenen Geschäftsjahres wieder leicht an. B. Darstellung der Lage Das bilanzielle Eigenkapital beläuft sich auf 3.037 TSD € (54,8 %); Vorjahr 3.159 TSD € (57,6 %). Die Vermögensstruktur ist durch einen Anteil vom Anlagevermögen an der Bilanzsumme von 2.895 TSD € (52,2 %) gekennzeichnet. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich um 23 TSD € auf 614 TSD € (Vorjahr 591 TSD €). Das durchschnittliche Kundenziel liegt bei durchschnittlich 19 Tage (Vorjahr: 25 Tage). Die Bilanzsumme der TWE Bocholt GmbH hat sich von 5.669 TSD € in 2009 auf 5.547 TSD € in 2010 leicht verändert. Die Vermögenslage war am Bilanzstichtag geordnet. Finanzlage Die Zahlungsfähigkeit war im Berichtsjahr 2010 durchgängig gegeben. Der Cashflow aus operativer Tätigkeit betrug im Berichtszeitraum 1.221 TSD € (Vorjahr: -661 TSD €). Der Finanzmittelbestand reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr von 1.051 TSD € auf 652 TSD €. Unsere Verbindlichkeiten gegenüber unseren Kreditinstituten konnten wir weiter planmäßig zurückführen. Neuaufnahmen waren nicht erforderlich. Ertragslage Wir haben ein Jahresergebnis von Euro 1.152 TSD €vor Steuern und außerordentlichem Aufwand erzielt. Damit lag das Ergebnis um 261 TSD € über dem Ergebnis des Vorjahres von 892 TSD €. Die Gesamtleistung stieg von 9.267 TSD € um 20,6 % auf Euro 11.176 TSD €. Das Betriebsergebnis I verbesserte sich von -106 TSD € in 2009 auf 1.130 TSD € in 2010. Der Anteil des Betriebsergebnisses an der Betriebsleistung beträgt 10,1 %, nach -1,1 % im Vorjahr. Die Eigenkapitalrentabilität lag zum Bilanzstichtag bei 30,0 % (nach 21,4 % im Vorjahr). C. Weitere Entwicklung der Gesellschaft Voraussichtliche Entwicklung Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft wird Ihrem positiven Trend aus dem abgelaufenen Geschäftsjahr 2010 fortsetzen. Wir erwarten daher für das laufende Geschäftsjahr eine gegenüber dem Vorjahr leicht positive Umsatzentwicklung. Die Ertragserwartungen werden durch die drastischen Rohstoffpreisentwicklungen auf den Weltmärkten getrübt. Die zur Zeit anhaltenden Beschaffungsschwierigkeiten geben zunehmend Grund zur Besorgnis. Abzuwarten bleibt die Entwicklung des Rohölmarktes vor dem Hintergrund der Krisen in Nordafrika und die Entwicklung des Euros zum US$ in Bezug auf die zu importierenden Rohstoffanteile aus Asien und Nordamerika. Aufgrund aktueller Zahlen, kann mit einem Umsatz von >11.500 TSD € gerechnet werden. Das Ertragsergebnis (vor Steuer, nach AfA und sonstigen Erträgen) sollte gleichfalls bei > 5 % liegen. Wir rechnen mit einem im Branchenvergleich durchschnittlich, eventuell leicht überdurchschnittlich ausfallenden Ergebnis. Unsere Kapazitäten waren in den ersten 3 Monaten des laufenden Jahres ausgelastet. Überstunden wurden geleistet. Wir rechnen bis zum Ende des III. Quartals mit einer vergleichbaren Beschäftigung. Chancen der zukünftigen Entwicklung
D. Risikobericht Risikomanagementziele und -methoden Das Risikomanagementsystem entspricht den aktuellen gesetzlichen Anforderungen. Es erfährt Unterstützung durch die Verwaltungsstrukturen innerhalb der Holding, gestützt durch ein übergeordnetes Controlling. Das Unternehmen verfügt über umfangreiche Planungs- und Kontrollinstrumente. Diese unterstützten die Geschäftsführung dabei, Geschäftsrisiken frühzeitig zu erkennen und wirksame Gegenmaßnahmen ergreifen zu können. Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken Obige Risiken können grundsätzlich nicht ausgeschlossen werden. Entsprechende Sicherungsgeschäfte halten wir jedoch nicht für erforderlich, da in der Vergangenheit keine größeren Ausfälle eingetreten sind. Es bestehen keine Vereinbarungen über Finanzderivate, Zinssicherungsgeschäfte und ähnliches. Umfeld-, Branchen- und Wettbewerbsrisiken Die für die TWE Bocholt GmbH wesentlichen gesamtwirtschaftlichen Risiken sind vor allem in der konjunkturellen Entwicklung zu sehen. Eine Verschlechterung der Rahmenbedingungen könnte das Erreichen der Umsatz- und Ergebnisziele gefährden. Abgabenerhöhungen aber vor allem weitere Preissteigerungen bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen (innerhalb der letzten 12 Monate zwischen 35 - 40 Prozent), können zu einer erheblichen Reduzierung der Nachfrage führen und sich somit negativ auf die Umsatzentwicklung im Geschäftsjahr 2011 auswirken. Die Ertragserwartungen des laufenden Geschäftsjahres haben sich leicht verschlechtert, eine volle Weitergabe der Kostensteigerungen am Markt, ist trotz enormer Anstrengungen nicht zu 100 % realisierbar. Bei einem weiteren Anstieg der Rohstoffpreise, wie oben beschrieben, sehen wir Effekte, die die Weltwirtschaftskonjunktur negativ beeinflussen können und somit eine Gefahr für unser Exportgeschäft darstellen. Die Subventionen der Erneuerbaren Energien beeinflussen über steigende EEG Umlagen die Energiekosten. Pro Kilowattstunde liegt die Umlage bei 3,53 Cent und hat sich somit innerhalb der letzten 2 Jahre um 169 % erhöht. Jeder weitere Zubau (Photovoltaik) wird diese Umlage weiter erhöhen, Schätzungen gehen von 4,5 - 5 Cent aus - verbunden mit den Kosten des Netzausbaus befürchten wir ohne staatlich optimierte Lenkungsprozesse einen deutlichen Anstieg unserer Energiekosten und somit Wettbewerbsnachteile im internationalem Vergleich. Ein weiteres Risiko stellen mögliche Regressansprüche als Folge für Entleihbetriebe aus der BAG-Entscheidung zur Tariffähigkeit der CGZP dar. Zwei der von uns in der Vergangenheit genutzten Zeitarbeit- und Personalserviceagenturen verhandelten über die Tarifgemeinschaft Christlicher Gewerkschaften für Zeitarbeit, die aus heutiger Sicht nicht als Tarifvertragspartei Tarifverträge abschließen konnte. Beide Gesellschaften sind durch Insolvenz nicht mehr am Markt. Produktrisiken Produkthaftungstechnisch können größere Risiken durch neue Produkte, speziell im Bereich der "technischen Vliesstoffe" für die Automobil- und Filterindustrie, auftreten. Durch den Einsatz hochwertiger Spezialfasern für diese Industrien mit einem Beschaffungspreis, der bis zu 1000 % höher ausfallen kann als herkömmliche Fasern, steigt das Risiko außergewöhnlicher Kosten in Bezug auf Materialverlust in der Fertigung und bei Reklamationen. Personalrisiken Unsere Branche ist wie kaum eine andere vom demografischen Wandel betroffen. So weist die Textil- und Modeindustrie einen überproportionalen Anteil älterer Beschäftigter auf. Gleichzeitig liegen wir in den Beschäftigungsanteilen unter 35 Jahren unter dem Gesamtdurchschnitt der Wirtschaft. Es muss somit weiter ausgebildet werden, um dieses Risiko für die Gesellschaft zu reduzieren. Die TWE Bocholt GmbH ist für die Realisierung ihrer strategischen Ziele auf qualifizierte Fach- und Führungskräfte angewiesen. Vor allem in der Produktion besteht großer Bedarf an qualifiziertem Personal, was unternehmensinterne Qualifizierungsmaßnahmen erfordert. Die Aus- und Weiterbildung für Mitarbeiter sichert die fachliche Kompetenz des Personals. Weiterbildungsprogramme werden auch standortübergreifend organisiert, angeboten und genutzt. E. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag Wesentliche Vorgänge von besonderer Bedeutung haben sich nach Schluss des Geschäftsjahrs nicht ergeben. F. Forschungs- und Entwicklungstätigkeit Schwerpunkt unserer Forschungs- und Entwicklungstätigkeit ist die Entwicklung neuer technischer Vliesstoffe. Dieses geschieht in enger Kooperation mit unseren Kunden und in Koordination und Bündelung zur Beloh/TWE - Gruppe. Unser gemeinsames Ziel ist es, unserer Entwicklungstätigkeit ein Budget von ca. 3 % der Gesamtleistung zur Verfügung zu stellen (Gruppe TWE). Das heißt für die Zukunft, diesen Bereich zu stärken, personell zu unterstützen und mit Qualifizierung, sowie neuer Hard- und Software -Installationen weiter auszubauen.
Bocholt, den 18. April 2011 TWE Bocholt GmbH gez. Thomas Ortmeier, Geschäftsführer gez. Dirk Tunney, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2010Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss der TWE Bocholt GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2010 bis zum 31. Dezember 2010 ist auf der Grundlage der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt worden. Der Jahresabschluss wurde erstmals nach den Vorschriften des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) aufgestellt. Die bisherige Form der Darstellung und die bisher angewandten Bewertungsmethoden wurden insoweit angepasst. Eine Durchbrechung der Stetigkeit liegt insoweit nicht vor (Art. 67 Abs. 8 Satz 1 EGHGB). Die Vorjahreszahlen wurden entsprechend Art. 67 Abs. 8 Satz 2 EGHGB nicht angepasst. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Soweit Wahlrechte für Angaben und Erläuterungen in der Bilanz oder im Anhang ausgeübt werden können, wurde der Vermerk in der Bilanz gewählt. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen erfüllt die Gesellschaft die Voraussetzungen für eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Angaben zur Bilanzierung und Bewertung einschließlich der Vornahme steuerrechtlicher Maßnahmen Anlagevermögen Erworbene immaterielle Anlagewerte sind zu Anschaffungskosten angesetzt und um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und um planmäßige Abschreibungen vermindert. Es wird grundsätzlich von der linearen Abschreibungsmethode Gebrauch gemacht. Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten von 150,00 Euro bis 1.000,00 Euro sind analog § 6 Abs. 2 EStG im Jahr der Anschaffung in einem Sammelposten aktiviert worden und für fünf Jahre abgeschrieben worden. Außerplanmäßige Abschreibungen werden in den Fällen dauernder Wertminderung berücksichtigt. Umlaufvermögen Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und der Handelswaren erfolgt zu Einzelanschaffungskosten oder zu Marktpreisen, soweit diese am Bilanzstichtag niedriger gewesen sind. Grundlage für die Bewertung sind die Anschaffungskosten, korrigiert um Anschaffungsnebenkosten und Anschaffungspreisminderungen. Die fertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten durch Rückrechnung auf der Grundlage von Verkaufspreisen bewertet. Entsprechende Wertabschläge sind berücksichtigt worden. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zu Nominalwerten bilanziert. Alle erkennbaren Einzelrisiken sind durch angemessene Einzelwertberichtigungen berücksichtigt worden. Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist eine Pauschalwertberichtigung von 3 % gebildet. Die Bewertung der flüssigen Mittel erfolgt zum Nennwert. Rechnungsabgrenzungsposten Die Rechnungsabgrenzungsposten betreffen die periodengerechte Abgrenzung von anteiligen Aufwendungen, die auf den Zeitraum nach dem 31. Dezember 2010 entfallen. Sonderposten mit Rücklageanteil Der Sonderposten mit Rücklageanteil ist nach den Regelungen des R 6.6 Einkommensteuerrichtlinien vor dem 01.01.2010 gebildet worden. Gemäß Art. 67 Abs. 3 Satz 1 EGHGB wurde dieser beibehalten. Die Höhe orientiert sich an den entsprechenden erhaltenen Leistungen. Die Auflösung erfolgt analog zu den Abschreibungen der geförderten Anlagegüter. Rückstellungen Die Steuerrückstellungen beinhalten die noch nicht veranlagten Steuern. Die sonstigen Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (§ 253 Abs. 1 Satz 2 HGB). Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt (§ 253 Abs. 1 Satz 2 HGB). Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Im Rahmen der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden beibehalten worden. Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz Bruttoanlagenspiegel Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte ist dem Anlagenspiegel zu entnehmen. Abschreibungen des Geschäftsjahres Die Abschreibungen des Geschäftsjahres je Posten der Bilanz sind ebenfalls dem Anlagenspiegel zu entnehmen. Teilwertabschreibungen sind nicht vorgenommen worden. Forderungen Forderungen gegenüber Gesellschaftern haben am 31. Dezember 2010 nicht bestanden. Von den Forderungen sind 40.844,52 € nach mehr als einem Jahr fällig. Sonderposten mit Rücklageanteil Der beibehaltende Sonderposten gemäß Art. 67 Abs. 3 Satz 1 EGHGB setzt sich am Bilanzstichtag wie folgt zusammen: Die Entwicklung im Berichtsjahr:
Der Sonderposten betrifft die Rücklage für Ersatzbeschaffung für eine Maschine, die in 2008 durch einen Brand zerstört wurde. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen ungewisse Verbindlichkeiten aus dem Personalbereich (193 TEuro), Ansprüche der Sozialversicherungsträger (180 TEuro), Kosten des Jahresabschlusses (25 TEuro) sowie Gewährleistungsansprüche (30 TEuro). Verbindlichkeiten Die Aufgliederung und die Fälligkeiten sind dem folgenden Verbindlichkeitenspiegel zu entnehmen:
Gegenüber Gesellschaftern bestanden am Bilanzstichtag Verbindlichkeiten in Höhe von 8.925,00 Euro. Vorbehaltlich des gesonderten Ausweises als Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen wären diese als sonstige Verbindlichkeiten auszuweisen. Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten gemäß § 251 HGB Zum Bilanzstichtag bestanden keine wesentlichen nicht bilanzierte Haftungsverhältnisse i.S.d. § 251 HGB. Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten sonstigen finanziellen Verpflichtungen (258 Nr. 3, 3a HGB; § 285 Nr. 27 HGB Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von insgesamt 1.365 TEuro wesentliche finanzielle Verpflichtungen. Die Verpflichtung resultiert aus einem langfristigen Mietvertrag. Angaben und Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Außerordentliche Aufwendungen Es handelt sich um Aufwendungen für etwaige Ansprüche der Sozialversicherungsträger. Die Gesellschaft hat in Vorjahren mit Zeitarbeitsfirmen zusammengearbeitet. Diese haben ihre Mitarbeiter abgerechnet auf der Basis von unwirksamen Tarifverträgen. Da die Zeitarbeitsfirmen zwischenzeitlich in Insolvenz geraten sind, hat die Gesellschaft eine Rückstellung gebildet in Höhe der Sekundäransprüche der Sozialversicherungsträger. Steuern vom Einkommen und Ertrag Steuern vom Einkommen und vom Ertrag haben das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit mit 289.765,62 € belastet, davon aus Vorjahren 4.806,03 €. Ergänzende Angaben Angaben zur Vermittlung eines besseren Einblicks in die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Anhang geben entsprechend den gesetzlichen Vorschriften grundsätzlich die wirtschaftliche Lage zutreffend wieder. Ergebnisverwendung Es wird der Gesellschafterversammlung zum Beschluss vorgeschlagen, den Jahresüberschuss nach Steuern in Höhe von 675.019,52 € auf neue Rechnung vorzutragen. Angaben zu den Organen der Gesellschaft Geschäftsführer im Geschäftsjahr waren Kaufmann Dirk Tunney, Coesfeld Ass.jur. Thomas Ortmeier, Emsdetten Die Geschäftsführer sind befugt, die Gesellschaft allein zu vertreten. Die Geschäftsführer sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Die Gesellschaft verzichtet unter Berufung des § 286 Abs. 4 HGB auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
Bocholt, den 18. April 2011 TWE Bocholt GmbH gez. Thomas Ortmeier, Geschäftsführer gez. Dirk Tunney, Geschäftsführer Anlagespiegel
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 26.05.2011 festgestellt. BestätigungsvermerkBei dem vorstehenden Jahresabschluss handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde der folgende uneingeschränkte Bestätigungsvermerk erteilt: Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der TWE Bocholt GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2010 bis 31. Dezember 2010 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Regelungen im Gesellschaftsvertrag liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages. Er vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht im Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung zutreffend dar.
Coesfeld, den 3. Mai 2011 W+N
GmbH
Dipl.-Kaufmann Michael Sonnenschein, Wirtschaftsprüfer |
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