Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 21949
Vorher
wulf & ass. architekten-gmbH
Eingetragen
3.5.2001
Branche
Architekturbüros für Orts-, Regional- und LandesplanungArchitekturbüros für HochbauArchitekturbüros für Garten- und Landschaftsgestaltung
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: Die Erbringung von Architekten- und Ingenieurleistungen, insbesondere die Planung, Gestaltung und Überwachung von Bauwerken, Anlagen und städtebaulichen Maßnahmen, auch im Rahmen von Wettbewerben und VOF-Verfahren, einschließlich der Beratung, Betreuung und Vertretung der Auftraggeber in den mit der Planung und Durchführung von Vorhaben zusammenhängenden Fragen, der Ausscheibung von Bauleistungen und der Koordinierung und Überwachung der Ausführung. Die Gesellschaft kann sich an entsprechenden Planungsgemeinschaften beteiligen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Thomas Greiner
seit 18.3.2025
Prokura
Gabriel Wulf
seit 18.3.2025
Geschäftsführer
Christoph Glantschnig
seit 18.3.2025
Prokura
Steffen Vogt
seit 18.6.2015
Geschäftsführer
Ingmar Menzer
seit 18.6.2015
Geschäftsführer
Jan-Michael Kallfaß
seit 15.6.2015
Geschäftsführer
Tobias Prof. Wulf
seit 22.9.2005
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

5 Gesellschafter

GmbH-Struktur

1 von 5 angezeigt

Stuttgart
25.600 €
51.20%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

wulf architekten gmbh

Stuttgart

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Lagebericht

1. Geschäftstätigkeit und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die wulf architekten GmbH wurde 2011 mit Sitz in Stuttgart gegründet und ging aus der Verschmelzung der Gesellschaften wulf & partner GbR sowie wulf & ass. GmbH vor. Heute beschäftigt sie rund 140 Arbeitnehmer*innen. Die Geschäftsführer sind Prof. Tobias Wulf, Dipl.-Ing. Ingmar Menzer, Dipl.-Ing. FH Jan-Michael Kallfass und Dipl.-Ing. FH Steffen Vogt.

Der Gegenstand des Unternehmens ist die Übernahme von Architekten- und Generalplanerleistungen mit Fokus auf den deutsch-europäischen Markt. Dabei werden die Aufträge i.d.R. über Wettbewerbe und VGV-Verfahren akquiriert, einige wenige resultieren aus direkter Beauftragung.

Die Aufträge werden vorwiegend am Standort Stuttgart, aber vermehrt auch in den Zweigniederlassungen in Basel und Berlin bearbeitet.

Die Bauinvestitionen haben sich im Verlauf des Jahres 2022 weiterhin positiv entwickelt. Die positive Entwicklung nach Corona hat sich weiter gefestigt. Die Anzahl der Projekte, die seitens der öffentlichen Auftraggeber ausgeschrieben wurden, war sehr hoch.

IT-Investitionen resultierend aus der Corona-Pandemie haben sich als nachhaltig produktivitätssteigernd in Einklang mit höherer Zufriedenheit der Belegschaft erwiesen. Diese konnte durch die 2020 entwickelten technischen Möglichkeiten für mobile Arbeit erreicht werden und sind mit dem Ausbau in 2021 vorerst abgeschlossen. Dadurch stiegen die Aufwendungen für den IT-Bereich kontinuierlich, insbesondere Abschreibungen werden aber mittelfristig deutlich reduziert. IT-Investitionen in vergleichbarer Höhe sind kurz- und mittelfristig nicht geplant.

Die Liquidität wurde auf hohem Niveau stabilisiert. Ursachen sind regelmäßige Abschlagszahlungen mit tendenziell kürzeren Frequenzen, eine gute Projektauslastung und hohe Kostensensibilität. Durch die erhöhte Frequenz der Abschlagszahlungen konnten befürchtete Zahlungsausfälle durch Krankheit oder Liquiditätsengpässe der Bauherren vermieden werden. Es kam zu keiner Zeit zu eigenen Liquiditätsengpässen.

Mit ca. 140 Mitarbeitern in 2022 hatte die Gesellschaft wieder einen deutlichen Anstieg zu 2021 mit 120 MA. Dies war bedingt durch die Wiederaufnahme von in 2021 pausierenden Projekten, unter anderen dem Regionalgefängnis in Altstätten, dem Campus Deutz in Köln, oder dem Start von großen Projekten wie dem Enabling Technologies Center in München zu verdanken.

Mehrere 1. Plätze in Wettbewerbsverfahren mit großen Projekten wie der Hauptfeuerwache Trier, dem Werk Cellcentric oder auch dem VGV für das Enabling Technologies Center in München haben ein solides Fundament für Erhalt und Wachstum der kommenden Jahre geschaffen. Der Haidpark in Freiburg, die Villa Förstner in Stuttgart und das Verwaltungsgebäude von Stihl komplettieren ein weiteres erfolgreiches Wettbewerbsjahr. Acht weitere 2. und 3. Plätze konnten errungen werden. Die überarbeitete Strategie sowie Investitionen aus 2021 in eine graphische Neuausrichtung konnten somit nachhaltig Erfolge nachweisen.

Im Wirtschaftsjahr 2021 wurden die Messeerweiterung Nord fertiggestellt. Die Hochschule für Chemie in Reutlingen pausierte weitgehend in 2022.

Die Bau- und Planungsarbeiten an den Bauvorhaben General-Oberst-Beck Kaserne Sonthofen, Landespolizeidienststelle Passau, dem Berufschulzentrum in Darmstadt sowie der Neubau der Mensa im Berufsschulzentrum, der Grundschule Waldmeisterstrasse München, die Turn- und Festhalle Musberg, das UnIT Rechenzentrum in Mannheim, die Feuerwache in Straubenhardt, die Erweiterung der Christuskirche in Sandhausen, dem HPC in München, der Realschule in Pforzheim, dem Polizeirevier in Pfullingen, dem Phytotechnikum in Hohenheim, dem ILH in Berlin, dem HEMCP / ELECTRA am FZ Jülich, der Historischen Oberamteistrasse in Reutlingen, dem Laborgebäude in Heidelberg, die Deutsche Botschaft in Ankara, dem Polizeipräsidium Rheinland-Pfalz in Ludwigshafen, der Realschule Gerlingen, dem Polizeirevier in Rottenburg, dem Pflegeheim und Hospiz WSSRK in Stuttgart, dem Regionalgefängnis in St.Gallen / Schweiz sowie dem Campus Bern in Bern / Schweiz wurden planungsgemäß fortgeführt.

Die o.g. Neuprojekte sowie der vorhandene Auftragsbestand werden für das kommende Jahr einen weiterhin erfolgreichen Geschäftsverlauf ermöglichen.

2. Unternehmenssituation und Geschäftsverlauf

Das Wirtschaftsjahr 2022 konnte mit einem sehr guten Auftragsbestand abgeschlossen werden, wodurch die Auslastung für das Folgejahr als gesichert angesehen werden kann. Um diese Vollauslastung weiterhin sicher zu stellen ist es notwendig, dass auch in 2023 weitere neue Aufträge akquiriert werden, was bis zum heutigen Zeitpunkt bereits erfolgt ist.

Die größten Zuwächse sind im Bereich der Feuerwehr, Werksplanung und Hochtechnologiegebäuden zu verzeichnen. Die kontinuierliche Weiterentwicklung dieses Themas sowie die kontinuierlich wachsende Erfahrung und Expertise steigern die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit. Gleiches gilt für den Bereich des Bauens für Laborgebäude.

Parallel zu den klassischen Architektenleistungen kamen über die Jahre immer mehr Generalplanerleistungen als neuer Tätigkeitsbereich hinzu. Als Generalplaner und Hauptverantwortlicher erbringt bzw. vergibt der GP diese Leistungen an Fachingenieure aus verschiedenen Fachdisziplinen als Subunternehmer.

Dem Wunsch des Bauherrn, für die Verwirklichung seines Bauvorhabens nur einen Ansprechpartner und Verantwortlichen zu haben, kommt der Generalplaner / Architekt dadurch entgegen, dass er mehrere oder sogar alle Fachdisziplinen aus dem Bereich der Planung als Gesamtplaner übernimmt.

Die wachsende Erfahrung und Expertise in diesem Bereich bietet großes Potenzial für zukünftige Verfahren. Zunehmende Bewerbungs- und Ausschreibungserfolge bestätigen dies. Das führt auch dazu, dass der Anteil an Fremdleistungen am Gesamtumsatz stetig ansteigt.

3. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

3a. Ertragslage

Die wulf architekten gmbh erzielte im Wirtschaftsjahr 2021 einen Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 1.055 (Vj. TEUR 782). Der Rohertrag stieg um TEUR 2.095 auf TEUR 11.390 (Vj. TEUR 9.295).

Die Aufwendungen für bezogene Leistungen stiegen von TEUR 10.979 auf TEUR 11.828.

3b. Finanzlage

Die wulf architekten gmbh vereinbart mit den Bauherren vertraglich gestufte Anzahlungen, die nach Baufortschritt abgerechnet werden. Mit diesem Vorgehen wird eine gesicherte und kontinuierliche Finanzlange der Gesellschaft gewährleistet und die finanzielle Leistungsfähigkeit gesteuert.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verringerten sich von TEUR 2.011 um TEUR 1.159 auf TEUR 852. Die sonstigen Vermögensgegenstände erhöhten sich um TEUR 1.174 auf TEUR 1.574.

Die erhaltenen Anzahlungen verringerten sich um TEUR 6.705 auf TEUR 39.645.

3c. Vermögenslage

Im Berichtsjahr verringerte sich die Bilanzsumme der Gesellschaft um TEUR 389 und beläuft sich auf TEUR 10.146 (Vj. TEUR 10.535).

Die unfertigen Leistungen nahmen im Berichtsjahr um TEUR 6.705 auf TEUR 39.645 (Vj. TEUR 46.350) ab. Es handelt sich hierbei um noch nicht fertig gestellte Bauvorhaben, die am Bilanzstichtag mit den Herstellungskosten bilanziert werden. Die Bewertung erfolgte entsprechend dem Baufortschritt.

Die erhaltenen Anzahlungen wurden bis zur Höhe der erbrachten halbfertigen Leistungen offen aktivisch von diesen abgesetzt.

In den sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von TEUR 1.574 sind Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von TEUR 1.065 und im Folgejahr abziehbare Vorsteuer in Höhe von TEUR 146 enthalten, die bis zum Erstellungszeitpunkt des Jahresabschlusses 2022 bereits weitgehend aufgelöst ist sowie Steuerforderungen in Höhe von TEUR 213 und Mietkautionen in Höhe von TEUR 48.

Das Eigenkapital beträgt TEUR 2.626 (Vj. TEUR 1.306); die Eigenkapitalquote liegt bei 25,9% (Vj. 12,4%).

Die Steuerrückstellungen in Höhe von TEUR 115 betreffen Steuernachzahlungen für das Jahr 2022.

Die sonstigen Rückstellungen belaufen sich im Berichtsjahr auf TEUR 1.646 (Vj. TEUR 1860) und liegen damit um TEUR 214 unter dem Vorjahr. Im Wesentlichen sind Baukostenrückstellungen für unfertige Leistungen mit TEUR 1.289 und Urlaubsrückstellungen von TEUR 249 enthalten.

Der Geschäftsverlauf 2022 wird insgesamt als positiv beurteilt.

4. Nachtragsbericht

Im Wirtschaftsjahr 2022 war die Gesellschaft nicht durch Rückzahlung von Verbindlichkeiten und im geringen Maße von lediglich TEUR 214 durch Rückstellungen belastet.

Die im Wirtschaftsjahr 2022 laufend bearbeiteten Projekte wurden zutreffend realisiert und planungsgemäß umgesetzt. Es ist über keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag zu berichten.

5. Prognosebericht

Die Erwartungen für das Wirtschaftsjahr 2022 wurden übererfüllt. Durch die neuen Geschäftsführer werden die geschäftlichen Aktivitäten nachhaltig erweitert. Dies zeigt sich zunehmend in der Erschließung neuer Geschäftsfelder.

Die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland wird im Folgejahr im Wesentlichen immer noch vom weiteren Verlauf der Pandemie bestimmt werden. Aufgrund der großen Anzahl von Ausschreibung auf dem Markt, im Bereich des öffentlichen Bauens kann davon ausgegangen werden, dass diese positiven Effekte auf die Baubranche anhalten. Dieser Trend dürfte die Geschäftsentwicklung der Berichtsgesellschaft positiv beeinflussen.

Die Auslastung der Gesellschaft wird für 2023 sowie das Folgejahr 2024 durch vermehrte Akquisitionen und Teilnahme an Wettbewerben auf nationaler und internationaler Ebene sowie VgV-Verfahren sichergestellt. Unter Berücksichtigung dieser Bestrebungen rechnet die Gesellschaft mit einer Fortführung des positiven Geschäftsergebnisses.

6. Chancen- und Risikobericht

Ein Risiko für einen kontinuierlichen Umsatz innerhalb der wulf architekten gmbh besteht hinsichtlich der schwankenden Baukonjunktur. Diese wird durch den politischen, wirtschaftlichen und gesetzlichen Wandel auf dem deutschen bzw. in den europäischen Märkten beeinflusst. Diese Faktoren beeinflussen indirekt die Auftragslage und den Geschäftsverlauf der Gesellschaft.

Der Beginn des Ukraine-Krieges im Februar 2022 war ein einschneidendes Ereignis für die Weltwirtschaft. Die Kapital- und Rohstoffmärkte reagierten unmittelbar.

Die wulf architekten gmbh hat keine Kundenbeziehungen in das Kriegsgebiet. Ein eventuelles Risiko aus der Verteuerung von Energie und Rohstoffen, eine noch größere Belastung in den Lieferketten und der allgemeinen Verunsicherung über die weitere Entwicklung ist in 2022 spürbar gegeben gewesen. Auswirkungen durch steigende Allgemeinkosten sind die einzigen spürbaren Auswirkungen gewesen. Die allgemeine Entwicklung beobachten wir weiterhin, um rechtzeitig reagieren zu können. Einen potentiellen Einbruch bei öffentlichen Bauherren gab es nicht, die einen Großteil der Projekte beauftragt haben.

Das bedeutet, dass sehr viele Ausschreibungen auf dem Markt sind, welche die Grundlage für das Geschäftsmodell der Gesellschaft bilden.

Strategisch wichtige Investitionen in die IT-Ausstattung vermindern das Risiko, weil nahezu die ganze Belegschaft kurzfristig in mobile Arbeitsmodelle geschickt werden können.

Der überwiegende Anteil der Projekte wird mittels der Teilnahme an ausgeschriebenen Wettbewerben bzw. VgV-Verfahren generiert, woraus ein gewisses Risiko auf die laufende Geschäftslage resultiert.

Zur Identifizierung, Bewertung und Kontrolle von Risiken aus dem unternehmerischen Handeln werden unterschiedliche Kontrollinstrumente eingesetzt. Ein wesentlicher Bestandteil des Systems ist es, diese Risiken frühzeitig zu erkennen und ihnen entsprechend gegenzusteuern. Hier sichert ein ständiger Austausch in der Geschäftsleitung, die laufende Berichterstattung der Finanz- und Lohnbuchhaltung sowie interne Controlling-Instrumente eine entsprechende Übersicht und Kontrolle.

Das Ziel besteht darin, diese Daten angemessen in den strategischen und operativen Entscheidungen zu berücksichtigten, um eine langfristige Sicherung bei größtmöglichen wirtschaftlichen Nutzen für das Unternehmen und Aufrechterhaltung der Architekturqualität zu gewährleisten. Die Geschäftsleitung ist fortwährend in die Prozesse eingebunden und wird laufend informiert.

Die Risiken von maßgebender Bedeutung bestehen für die Gesellschaft in den nachfolgend aufgeführten Bereichen:

6a. Marktrisiken

Das Marktrisiko der Berichtsgesellschaft wird durch die schwankende Baukonjunktur bestimmt. Der deutsche Markt ist im Berichtsjahr keinen großen Schwankungen unterworfen und stabil. Hier besteht weiterhin ein hoher und stetiger Anspruch an qualitätsvolle Architekturleistungen, welche Ziel der Gesellschaft sind.

Neue Gesetze, veränderte rechtliche Rahmenbedingungen und Veränderungen in der Honorarordnung HOAI können Risiken für die Geschäftsaktivitäten bedeuten im Vergleich zu Mitbewerbern, insbesondere auch aus dem europäischen Ausland. Aufgrund des Wegfalls des Verbots der Mindestsatzunterschreitung der HOAI erhöht die Herausforderungen. Da zum jetzigen Zeitpunkt die HOAI im Bereich des öffentlichen Bauens nach wie vor zum Einsatz kommt, werden diese Risiken als überschaubar angesehen.

Durch ihre Mitarbeiterzahl, die Ausgewogenheit in den Kompetenzen sowie der Erfahrung bei unterschiedlichsten Gebäudearten kann die wulf architekten gmbh auch bei nicht kalkulierbaren Begebenheiten reagieren und einen stetigen und qualitätsvollen Bearbeitungsprozess gewährleisten.

Der zunehmend knappe Arbeitsmarkt führt zunehmend zu erhöhtem Aufwand bei der Einstellung neuer Mitarbeiter bzw. bei den Personalkosten.

6b. Wettbewerbsrisiken

Die Architekturbranche ist nach wie vor von einem großen Wettbewerbsdruck gekennzeichnet, da mittels der Wettbewerbe die Aufträge generiert werden. Nur ein sehr geringer Anteil der Projekte wird über Direktaufträge akquiriert. Die Gesellschaft muss sich fortwährend gegen starke Mitbewerber mittels Qualität, visueller Konzepte und einer zeitwertgerechten Architektur behaupten.

wulf architekten gmbh gehört zu den Büros mit einer ganzheitlichen Position, die sich für ein Projekt von seiner entwurflichen Idee und deren Realisierung bis hin zur Übergabe verantwortlich fühlt. Diese Einstellung und die jahrelange Erfahrung hat der Gesellschaft inzwischen nationale sowie internationale Anerkennung und Reputation eingebracht.

Die Entscheidung, was und wie gebaut wird, trifft die Gesellschaft bzw. wählt diese aus. Die Nachfrage nach Architekturleistungen für Großprojekte ist dabei von der konjunkturellen Entwicklung abhängig und kann bei einer Verschlechterung mit einem Rückgang des Umsatzes einhergehen. Ferner stellt sich insbesondere durch konjunkturelle Entwicklung des Bauens einerseits und die zunehmend notwendige Mitarbeiterzahl anderseits das Problem nach kompetenten Nachwuchs und Ersatz auf dem Arbeitsmarkt.

Zunehmende Expertise und Referenzen im Bereich von Generalplanung und im Laborbau verbessern die Chancen für zukünftige Ausschreibungen. Gleiches gilt für die sukzessive Ausrichtung des Büros auf Abwicklung der Projekte nach der BIM-Methode bzw. erworbene Expertise bei nachhaltigem Bauen, die sich in entsprechenden Pilotprojekten im Portfolio wiederspiegelt.

6c. Finanzwirtschaftliche Risiken

Der Schwerpunkt im monetären Bereich ist die Sicherung der Liquidität, die vom Risiko eventueller Forderungsausfälle beeinflusst ist.

Zur Absicherung der finanzwirtschaftlichen Risiken vereinbart die wulf architekten gmbh Teilzahlungen nach Baufortschritt. Mittels einer stetigen Prüfung der Geldeingänge und einem funktionierendem Mahnsystem wird ein stetiger Liquiditätsfluss gewährleistet. Im Falle von kurzfristig unerwarteten Engpässen werden diese ggf. mit Hilfe eines Darlehens bei der BW-Bank Baden-Württemberg abgedeckt. Bisher sind keine Darlehen vorhanden und ein dementsprechendes Potential vorhanden.

Als Generalplaner setzt die wulf architekten gmbh Subplaner ein, mit welchen sie dann entsprechende Subplanerverträge verhandelt und abrechnet. Hier geht sie in Vorleistung und trägt die Verantwortung auch mit nicht architekturspezifischen Leistungen, woraus gewisse Risiken resultieren, da parallel zu der technischen und zeitlichen Koordinierung der Fachplaner- und Fachingenieurleistungen auch kaufmännische Verantwortung einhergeht.

6d. Bestandsgefährdende Risiken

Zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichtes sind, mit Ausnahme der o.g. Angaben bzw. in Bezug auf die noch nicht abgeschlossenen Versicherungsfälle keine bestandsgefährdenden, wirtschaftlichen und rechtlichen Risiken erkennbar. Es bestehen keine Risiken mit besonderem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

7. Bericht über Zweigniederlassungen

Die Gesellschaft verfügt über Zweigniederlassungen in Berlin und Basel/Schweiz.

 

Stuttgart, den 24. Juli 2024

Die Geschäftsführung

Bilanz

Aktiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Anlagevermögen 998.014,00 629.531,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 429.017,00 135.272,00
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 429.017,00 135.272,00
II. Sachanlagen 568.997,00 494.259,00
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 568.997,00 494.259,00
B. Umlaufvermögen 8.990.453,51 9.688.064,56
I. Vorräte 0,00 0,00
1. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 39.645.300,00 46.350.090,00
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 39.645.300,00 46.350.090,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.426.103,09 2.411.672,99
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 852.030,33 2.011.353,87
2. sonstige Vermögensgegenstände 1.574.072,76 400.319,12
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 6.564.350,42 7.276.391,57
C. Rechnungsabgrenzungsposten 157.232,19 217.591,63
Aktiva 10.145.699,70 10.535.187,19

Passiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Eigenkapital 2.626.314,20 1.306.212,89
I. ausgegebenes Kapital 50.000,00 38.102,00
1. Gezeichnetes Kapital 50.000,00 50.000,00
2. eigene Anteile 0,00 -11.898,00
II. Bilanzgewinn 2.576.314,20 1.268.110,89
B. Rückstellungen 1.761.198,57 2.032.354,71
1. Steuerrückstellungen 115.141,40 172.229,71
2. sonstige Rückstellungen 1.646.057,17 1.860.125,00
C. Verbindlichkeiten 5.755.048,74 7.193.692,74
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 4.436.913,37 4.754.623,45
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 828.864,70 1.710.827,90
3. sonstige Verbindlichkeiten 489.270,67 728.241,39
davon aus Steuern 406.032,33 649.971,09
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 55.430,33 45.531,61
D. Rechnungsabgrenzungsposten 3.138,19 2.926,85
Passiva 10.145.699,70 10.535.187,19

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1.1.2021 - 31.12.2021
EUR
1. Umsatzerlöse 29.126.952,52 10.654.206,80
2. Verminderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 6.704.790,00 -9.217.270,00
3. sonstige betriebliche Erträge 795.659,72 402.657,61
4. Materialaufwand 11.828.489,92 10.978.739,99
a) Aufwendungen für bezogene Leistungen 11.828.489,92 10.978.739,99
5. Personalaufwand 6.745.052,70 5.528.900,49
a) Löhne und Gehälter 5.634.642,48 4.659.303,37
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.110.410,22 869.597,12
davon für Altersversorgung 252.186,54 223.391,87
6. Abschreibungen 287.360,97 251.594,68
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 287.360,97 251.499,89
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 94,79
7. sonstige betriebliche Aufwendungen 3.007.585,42 2.434.987,75
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 3.595,45 0,14
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 19,31 56,81
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 296.913,03 296.745,28
11. Ergebnis nach Steuern 1.055.996,34 783.109,55
12. sonstige Steuern 1.123,00 1.210,00
13. Jahresüberschuss 1.054.873,34 781.899,55
14. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 1.268.110,86 487.988,38
15. Einstellungen in die Kapitalrücklage nach den Vorschriften über die vereinfachte Kapitalherabsetzung -1.053.330,00
16. Ausschüttung 800.000,00 400.000,00
17. Bilanzgewinn 2.576.314,20 869.887,93

Anhang

A. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die wulf architekten gmbh hat ihren Sitz in Stuttgart. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart unter HRB 21949 eingetragen.

B. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Die Gesellschaft gilt im Geschäftsjahr 2022 als mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 I HGB. Sie richtet sich bei der Bilanzierung und Bewertung nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB sowie nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften der §§ 264 ff. HGB und den Vorschriften des GmbHG.

Der Jahresabschluss wurde entsprechend den Gliederungsvorschriften des § 266 ff. HGB aufgestellt.

Soweit ein Wahlrecht hinsichtlich der Angabe in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung einerseits oder im Anhang andererseits besteht, wurde dieses Wahlrecht aus Gründen der Übersichtlichkeit grundsätzlich zu Gunsten der Angaben im Anhang ausgeübt.

Die Gesellschaft nutzt die für mittelgroße Gesellschaften eingeräumten Erleichterungen bei der Offenlegung gemäß § 326 HGB.

C. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Der vorliegende Jahresabschluss ist unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungs- und Bewertungsgrundsätzen.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und - soweit abnutzbar - vermindert um planmäßige Abschreibungen bewertet.

Die Bewertung der unfertigen Leistungen erfolgt zu den Herstellungskosten gem. § 255 Abs. 2 HGB.

Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen werden offen von den unfertigen Leistungen abgesetzt.

Die Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und liquiden Mittel werden mit dem Nominalwert angesetzt. Mögliche Ausfallrisiken werden im Bedarfsfall durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Ausgaben, die Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Das Eigenkapital wird mit dem Nennbetrag angesetzt.

Die Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (§ 253 Abs. 1 HGB).

Verbindlichkeiten werden mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt (§253 Abs. 1 HGB).

Erhaltene Anzahlungen werden mit den Rechnungsbeträgen ohne Umsatzsteuer ausgewiesen.

D. Erläuterungen

1. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

In den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen sind keine Posten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr enthalten.

2. Aktive Rechnungsabgrenzung

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet im Wesentlichen Beitragszahlungen für 2022 zu betrieblichen Versicherungen sowie Leasinggebühren, die bereits in 2022 geleistet wurden.

3. Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital beträgt EUR 50.000,00 und ist voll eingezahlt.

4. Bilanzgewinn

Im Bilanzgewinn des Geschäftsjahres in Höhe von TEUR 2.576 (i.V.: TEUR 1.268) ist ein Gewinnvortrag in Höhe von TEUR 1.268 (i.V.: TEUR 886) enthalten.

5. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

TEUR
Jahresabschlusskosten 48
Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen 30
Sonderzahlungen Mitarbeiter 20
Urlaubsrückstellung 249
Berufsgenossenschaft / Ausgleichsabgabe 0
Rechtsstreit/Anwaltskosten/Schadenersatz 10
Baukosten 1.289
1.646

6. Verbindlichkeiten

Die jeweiligen Restlaufzeiten und die Besicherung der Verbindlichkeiten (§268 Abs. 5 HGB,

§ 285 Nr. 1 u. 2) sind im nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel angegeben:

davon mit einer Restlaufzeit davon durch Pfandrechte und ähnliche Rechte gesichert
Verbindlichkeiten TEUR bis zu einem Jahr
TEUR
1 bis 5 Jahren
TEUR
über 5 Jahren
TEUR
TEUR Art der Sicherheiten
erhaltene Anzahlungen * 44.082 44.082 0 0 0 keine
(51.105) (51.105) (0) (0) (0)
davon offen von den unfertigen Leistungen aktivisch abgesetzt -39.645 -39.645 0 0 0 keine
(-46.350) (-46.350) (0) (0) (0)
aus Lieferungen und Leistungen 829 829 0 0 0 keine
(1.711) (1.711) (0) (0) (0)
gegenüber Gesellschaftern 2 2 0 0 0 keine
(1) (1) (0) (0) (0)
sonstige 487 487 0 0 0 keine
(727) (727) (0) (0) (0)
5.755 5.755 0 0 0
(7.194) (7.194) (0) (0) (0)

* vor aktivischem Ausweis bei den unfertigen Leistungen

E. Angaben zur Gewinn und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) aufgestellt.

F. Sonstige Pflichtangaben

1. Geschäftsführung

Geschäftsführer waren im Berichtsjahr laut Eintragung im Handelsregister beim Amtsgericht Stuttgart:

Prof. Tobias Wulf, Freier Architekt

Ingmar Menzer, Freier Architekt

Steffen Vogt, Freier Architekt

Jan-Michael Kallfass, Freier Architekt

Die Geschäftsführer sind jeweils einzelvertretungsbefugt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

2. Mitarbeiterzahl

Während des Geschäftsjahres beschäftigte die Gesellschaft 120 (i.V.: 115) Mitarbeiter.

3. Haftungsverhältnisse, sonstige finanzielle Verpflichtungen

a) Es bestehen keine Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB i. V. m. § 268 Abs. 7 HGB.

b) Zum 31.12.2022 bestanden folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen gem. § 285 Nr. 3a HGB:

TEUR
a) aus Mietverträgen 5.426
b) aus Leasingverträgen 78

 

Stuttgart, den 12. Dezember 2023

Prof. Tobias Wulf

Steffen Vogt

Ingmar Menzer

Jan-Michael Kallfass

sonstige Berichtsbestandteile

 

Stuttgart, den 24. Juli 2024

Pto. Tobias Wulf

Steffen Vogt

Ingmar Menzer

Jan-Michael Kallfass

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 24.07.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

An die wulf architekten gmbh, Stuttgart

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der wulf architekten gmbh, Stuttgart, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der wulf architekten gmbh, Stuttgart, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 29. Juli 2024

MÜNCHENER
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