HYGH Verwaltungs-GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Sascha Janke seit 3.3.2023 | Geschäftsführer |
Anna Radzivilovsky seit 2.12.2020 | Geschäftsführer |
Rodrigo Cofiño seit 2.12.2020 | Geschäftsführer |
Michael Böckmann seit 3.11.2020 | Prokura |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
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Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
GlobalLogic Germany GmbHBerlinJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis zum 31.03.2024Bilanz zum 31. März 2024Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis 31. März 2024I. Allgemeine Angaben Die GlobalLogic Germany GmbH (nachfolgend "GlobalLogic") hat ihren Sitz in Berlin und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Berlin (Charlottenburg) (Registernummer HR B 222632). Die GlobalLogic ist zum Bilanzstichtag 31. März 2024 eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB. Der Jahresabschluss ist nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Das Geschäftsjahr entspricht dem Zeitraum vom 1. April bis zum 31. März des Folgejahres. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und davon-Vermerke teilweise im Anhang gemacht. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Der Jahresabschluss ist unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit im Sinne von § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB aufgestellt, dies erfolgte unter der Berücksichtigung des weiterhin positiven Eigenkapitals von TEUR 2.679, ausreichend Liquidität im Prognosezeitraum sowie dem für das Geschäftsjahr 2024/2025 erwarteten positiven Jahresergebnis. II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer höchstens 36 Monaten um den planmäßigen Abschreibungswert vermindert. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, angesetzt. Die angesetzte Nutzungsdauer beträgt für technische Anlagen und Maschinen zwischen 3 und 5 Jahren und für andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen 1 und 10 Jahren. Zugänge des beweglichen Anlagevermögens und der immateriellen Vermögensgegenstände werden zeitanteilig (pro rata temporis) abgeschrieben. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis EUR 250,00 sind im Zugangsjahr vollständig abgeschrieben worden. Innerhalb der Finanzanlagen werden die Ausleihungen grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Die unter den Vorräten ausgewiesenen in Arbeit befindlichen Aufträge werden zu Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bilanziert, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Zinsen für Fremdkapital gemäß § 255 Abs. 3 Satz 2 HGB werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie angemessene Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs, für freiwillige soziale Leistungen und für die betriebliche Altersversorgung gemäß § 255 Abs. 2 Satz 3 HGB wurden nicht aktiviert. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d. h. es wurden Abwertungen vorgenommen, falls die Verkaufspreise abzüglich der bis zur Abnahme noch anfallende Kosten zu einem niedrigeren beizulegenden Wert führten. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert bilanziert. Unter der aktiven Rechnungsabgrenzung werden bereits geleistete Ausgaben erfasst, die in späteren Perioden Aufwendungen darstellen. Die Auflösung des Postens erfolgt linear entsprechend des Zeitablaufs. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins der letzten sieben Geschäftsjahre abgezinst. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Bei den erhaltenen Anzahlungen ist der Erfüllungsbetrag der Nennbetrag der Anzahlungen, die zugeflossen sind. Unter passiven Rechnungsabgrenzungsposten werden bereits generierte Einnahmen erfasst, die in späteren Perioden Erträge darstellen. Die Auflösung des Postens erfolgt linear entsprechend des Zeitablaufs. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet ausgewiesen. Die Aktivierung eines Überhangs latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts. Auf Fremdwährungen lautende Vermögenswerte und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Angaben zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt. Aufgrund von unternehmensinternen Richtlinien wurden einzelne Vermögensgegenstände des Anlagevermögens im Geschäftsjahr zwischen den Kategorien neu zugeordnet. Die vorgenommenen Anpassungen werden im Anlagenspiegel in der Spalte Umgliederungen ausgewiesen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 15.461 (Vj.TEUR 12.212) beinhalten Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 1.506, davon betreffen alle, wie auch im Vorjahr, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten bestehen im Wesentlichen aus vorausbezahlten Geschäftsreisen, Versicherungsleistungen und bereits bezahlten Lizenzen für über den Geschäftsjahreswechsel laufende Projekte. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt zum 31. März 2024 EUR 105.000. Die Kapitalrücklage und Gewinnrücklage ist unverändert zum Vorjahr. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen bestehen aus Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften (TEUR 5.538, i.Vj. TEUR 10.214), erfolgsabhängige Vergütung der Mitarbeiter (TEUR 1.595, i.Vj. TEUR 1.959), Urlaubs- und Überstundenvergütungen (TEUR 845, i.Vj. TEUR 885), sowie ausstehende Rechnungen (TEUR 526, i.Vj. TEUR 780). Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betragen TEUR 8.642 (Vorjahr: TEUR 7.830), wovon kein Betrag auf den Gesellschafter entfällt. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus Lieferungen und Leistungen und haben eine Laufzeit bis zu einem Jahr. Sämtliche Verbindlichkeiten sind innerhalb eines Jahres fällig. Passiver Rechnungsabgrenzungsposten Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten bestehen aus Einnahmen für verkaufte Lizenzen, deren Laufzeit überwiegend im neuen Geschäftsjahr beginnt. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Aufgliederung der Umsatzerlöse
Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge betragen TEUR 5.096 (Vorjahr TEUR 1.326). Darin enthalten sind im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Drohverlustrückstellungen in Höhe von TEUR 4.676 und Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 361 (Vorjahr TEUR 936). In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind keine periodenfremden Erträge (Vorjahr TEUR 342). Materialaufwand Die Aufwendungen für bezogene Leistungen betreffen im Wesentlichen von Konzernunternehmen bezogene Personalgestellungen. Abschreibungen Bei den Abschreibungen handelt es sich um planmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen in Höhe von TEUR 285 (Vorjahr TEUR 233). Sonstige betriebliche Aufwendungen Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 2.275 (Vorjahr TEUR 13.283) handelt es sich im Wesentlichen um Aufwendung aus Währungsdifferenzen, Beratungsleistungen, Miete und Reisekosten. Im Vorjahr ist eine Zuführung zur Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften in Höhe von TEUR 10.214 enthalten, die in der Höhe und Art von außergewöhnlicher Bedeutung war. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind keine periodenfremden Aufwendungen enthalten (Vorjahr TEUR 203). Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beliefen sich in diesem Geschäftsjahr aufgrund des steuerlichen Verlustes aus dem laufenden Jahr auf 0. Sonstige Angaben Sonstige finanzielle Verpflichtungen und Haftungsverhältnisse Zum 31. März 2024 bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen insbesondere aus Miet-, Leasings- und Lizenzverträgen in Höhe von TEUR 7.944, sie betreffen im Wesentlichen angemietete Büroräume. Es handelt sich um Operating-Leasingverträge. Der Vorteil dieser Verträge ist ein geringerer Kapitaleinsatz und kein Verwertungsrisiko. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, wenn die Immobilien nicht mehr vollständig genutzt werden könnten, wofür es derzeit keine Anzeichen gibt. Zum Stichtag bestanden keine Haftungsverhältnisse. Arbeitnehmer Im Geschäftsjahr 2023/2024 waren durchschnittlich 118 Mitarbeiter, ausschließlich Angestellte, bei der Gesellschaft beschäftigt (Vorjahr 126). Durchschnittlich sind davon 71 Mitarbeiter in Berlin, 19 Mitarbeiter in Köln und 28 Mitarbeiter in Stuttgart beschäftigt. Geschäftsführung Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung nach § 285 Nr.9a HGB wird unter Inanspruchnahme von § 286 Abs.4 HGB verzichtet. Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt: Sascha Janke, operativer Geschäftsführer GlobalLogic Germany GmbH, Berlin, Deutschland Rodrigo Cofino, Chief Strategy Officer GlobalLogic Inc, Santa Barbara, USA Anna Radzivilovsky, Corporate Controller GlobalLogic Inc, Santa Barbara, USA Gesamthonorar des Abschlussprüfers Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt für Abschlussprüfungsleistungen EUR 75.000. Konzernzugehörigkeit Der Jahresabschluss der GlobalLogic Germany GmbH, Berlin, wird in den Konzernabschluss der Hitachi Ltd., Tokio, Japan, (kleinster und größter Konsolidierungskreis) einbezogen. Der Konzernabschluss der Hitachi Ltd. ist am Sitz der Gesellschaft erhältlich und wird im japanischen EDINET (Electronic Disclosure for Investors NETwork) unter der Nummer E01737 veröffentlicht. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2023/2024 auf neue Rechnung vorzutragen. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung, die sich auf den Jahresabschluss der GlobalLogic GmbH für das Geschäftsjahr 2023/2024 hätten auswirken können, sind nach dem Bilanzstichtag nicht eingetreten.
Berlin, 27. Juni 2024 GlobalLogic Germany GmbH Die Geschäftsführung Sascha Janke Rodrigo Cofino Anna Radzivilovsky Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. März 2024
Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 20241 Grundlagen des Unternehmens 1.1 Einleitung Die GlobalLogic Germany GmbH ("GlobalLogic") ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der Bonus Technology Inc, Santa Clara, USA. Gesellschafter der Bonus Technology Inc ist die GlobalLogic Inc, Santa Barbara, USA. Seit 2021 gehört die GlobalLogic Inc Gruppe zum japanischen Konzern Hitachi Ltd., Tokio. GlobalLogic hat neben dem Hauptsitz in Berlin weitere Niederlassungen in Köln und Stuttgart. GlobalLogic ist im Bereich der digitalen Produktentwicklung tätig. 1.2 Geschäftsmodell GlobalLogic ist im IT-Dienstleistungssektor tätig und entwickelt IT-Lösungen zur Gestaltung von Geschäfts- und Produktinteraktionen. Das Unternehmen positioniert sich als IT-Beratungs-, Entwicklungs- und Systemintegrationshaus und bietet IT-Dienstleistungen rund um die Digitalisierung von Geschäftsmodellen an. Es werden 72% des Umsatzes in Deutschland erwirtschaftet und 84% des Gesamtumsatzes mit Kunden aus dem Automobilsektor. 1.3 Forschung und Entwicklung Die Forschung- und Entwicklung wird im Wesentlichen von GlobalLogic Inc getätigt. GlobalLogic führt selbst keine Forschungs- und Entwicklungsarbeiten durch. 2 Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die Gesellschaft ist vor allem im deutschen IT-Dienstleistungssektor tätig. Der Hauptumsatz wird mit Kunden aus dem Automobilsektor erzielt. Daher ist neben der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung vor allem die Entwicklung des IT-Dienstleistungssektors als auch des Automobilsektors relevant. Die Weltwirtschaft stand vor einer Reihe von Herausforderungen in den Jahren 2022 und 2023. Der Krieg Russlands gegen die Ukraine hat die Weltwirtschaft erheblich destabilisiert. Der Krieg hat zu einer schweren Energiekrise und zur Störung von Lieferketten in Europa geführt, mit der Folge, dass die Inflation stark anstieg und die Wirtschaftstätigkeit zurückging. Die zukünftige Situation der Weltwirtschaft hängt entscheidend von der erfolgreichen Justierung der Geldpolitik und dem Verlauf des Krieges in der Ukraine ab. Das globale Wachstum hat sich von 6,2% im Jahr 2021 auf 3,5% im Jahr 2022 abgeschwächt. Basierend auf den letzten Schätzungen wird für das Jahr 2023 mit einem globalen Wachstum von 3,1% gerechnet. Dies ist das schwächste Wachstum seit 2001, wenn man von der globalen Finanzkrise und der akuten Phase der COVID-19-Pandemie absieht. Für den Euroraum beträgt das BIP-Wachstum für 2022 3,4%, nachdem das BIP im Jahr 2021 um 5,3% gewachsen ist. Für 2023 wird ein Rückgang des BIP-Wachstums auf 0,5 % erwartet. Für Deutschland beträgt das BIP-Wachstum 1,8% für 2022, nachdem das BIP im Jahr 2021 um 2,6% gewachsen ist. Für 2023 wird erwartet, dass das BIP um 0,3% schrumpft. 1 Die globale Inflation ist im Jahr 2022 auf 8,7% angestiegen. Es wird jedoch erwartet, dass die globale Inflation auf 6,9% im Jahr 2023 und auf 5,8 % im Jahr 2024 zurückgehen wird. Die Inflation im Euroraum ist von 2,6 % im Jahr 2021 auf 8,4 % im Jahr 2022 angestiegen. Es wird jedoch erwartet, dass die Inflation in Europa auf 5,6 % im Jahr 2023 und auf 3,3 % im Jahr 2024 zurückgehen wird. Die Inflation in Deutschland ist von 3,2 % im Jahr 2021 auf 8,7 % im Jahr 2022 angestiegen. Es wird jedoch erwartet, dass die Inflation in Deutschland auf 6,3 % im Jahr 2023 2 und auf 2,7 % im Jahr 2024 zurückgehen wird. 3
1 IMF, World Economic Outlook Update, January
2024, IMF World Economic Outlook Update, January 2023
Die Informationstechnologie-Branche in Deutschland ist in den letzten Jahren kontinuierlich gewachsen und lässt sich in die folgenden drei Sektoren aufteilen: Hardware, Software und IT-Services (IT-Dienstleistungen). Der Sektor IT-Services erwirtschaftete einen Umsatz von Euro 46 Mrd. in 2022 und von EUR 48 Mrd. in 2023. Ebenso wuchsen die Sektoren Software und Hardware von Euro 36 Mrd. auf Euro 39 Mrd. und von Euro 38 Mrd. auf Euro 40 Mrd. 4 Es wird erwartet, dass der Umsatz im Sektor IT-Services eine jährliche Wachstumsrate (CAGR 2024-2029) von 5,44% in Deutschland aufweisen wird, was zu einem prognostizierten Marktvolumen von Euro 89 Mrd. im Jahr 2029 führen wird. 5 Das Wachstum des IT-Services Sektors basiert vor allem auf Cloud-Computing, Big Data und dem Internet der Dinge (IoT) sowie auf einem wachsenden Trend zum Outsourcing von IT-Dienstleistungen an Drittanbieter sowie IT-Sicherheitsdienstleistungen. 6 Ein weiterer Trend auf dem Markt ist die zunehmende Einführung von Technologien für künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen, um die Automatisierung voranzutreiben und Geschäftsprozesse zu verbessern. Der Umsatz der deutschen Automobilindustrie belief sich im Jahr 2022 auf Euro 506 Mrd. und auf Euro 564 Mrd. im Jahr 2023. Zwischen 2016 und 2021 ist die Zahl der in Deutschland produzierten Pkw kontinuierlich gesunken. Erst im Jahr 2022 konnten mit rund 3,4 Millionen wieder mehr Autos produziert werden als im Jahr zuvor. Lieferengpässe, zum Beispiel bei Halbleitern, vorübergehende Werksschließungen und sinkende Absatzzahlen waren die wesentlichen Treiber. 7 Im Jahr 2023 ist die Zahl der in Deutschland produzierten Autos (4,1 Millionen) deutlich gestiegen. Das sind 18 Prozent mehr als im Vorjahr. 8 Es wird erwartet, das die Automobilbranche in den nächsten fünf Jahren signifikante Beträge in die Digitalisierung und andere Zukunftstechnologien investieren wird, um zukunftsfähig zu bleiben und die Klimaziele zu erreichen. 9 Dies bietet IT-Dienstleistern viele Möglichkeiten, die Branche zu unterstützen und mit ihr zu wachsen. Die Digitalisierung stellt auch branchenunabhängig die zentrale Herausforderung des 21. Jahrhunderts dar. Aus Sicht der Gesellschaft wird die digitale Transformation von Unternehmensprozessen und Geschäftsmodellen oft nur mit Hilfe von externen Beratern erfolgreich umgesetzt werden können.
4 Statistiken zur IT-Branche Deutschland |
Statista
2.2 Geschäftsverlauf und Lage Das Geschäftsjahr entspricht dem Zeitraum vom 1. April bis zum 31. März des Folgejahres. Die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2023/2024 beliefen sich auf TEUR 54.173 (Vorjahr TEUR 46.635). Dies entspricht einem Anstieg der Umsatzerlöse um 17 % im Vergleich zum Geschäftsjahr 2022/2023. Das hohe Wachstum zwischen 2023 und 2024 ist auf eine Zunahme der Aufträge von deutschen Automobilkunden zurückzuführen (Allein bei vier in diesem Jahr fortgeführten Automotive-Projekten stiegen die Umsatzerlöse um TEUR 8.170 TEUR, die Umsätze aus 7 neu eröffneten Automotive-Projekten betrugen TEUR 6.768.). Im Geschäftsjahr 2023/2024 wurden die Umsätze überwiegend laufend fakturiert. Die Veränderung des Bestands in Arbeit befindlicher Aufträge beträgt TEUR -4.843 gegenüber dem Vorjahr. Das Unternehmen erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2022/2023 einen Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 11.299 im Wesentlichen aufgrund der Umsetzung eines Großprojekts für einen Kunden aus der Automobilbranche. Infolge des Angriffs Russlands auf die Ukraine konnte die geplante Unterbeauftragung des Softwareentwicklungszentrums der Schwestergesellschaft in der Ukraine nicht erfolgen und die geplanten Tätigkeiten wurden von der Gesellschaft selbst als auch von der polnischen Schwestergesellschaft übernommen. Dies führte verglichen mit der ursprünglichen Planung zu deutlich höheren Kosten. Zudem unterschätzte GlobalLogic den Arbeitsaufwand, der für die Bearbeitung des Projekts erforderlich ist. Im Geschäftsjahr 2023/2024 gab es keine derartigen Geschäftsvorfälle. Das Jahresergebnis ist daher im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen. Der Anstieg betrug TEUR 13.741, was zu einem Ergebnis nach Steuern von 2.442 TEUR führte. 2.2.1 Ertragslage Die Gesamtleistung (Umsatzerlöse plus Bestandsveränderung) ist gegenüber dem Geschäftsjahr 2022/2023 um TEUR 2.964 gestiegen. Dieser sowie der Anstieg gegenüber der Gesamtleistung des Kalenderjahres 2022 ist auf den Abschluss und Anfang mehrerer größerer Projekte, insbesondere mit Automobilherstellern, zurückzuführen. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen als wesentlicher Teil des Materialaufwands stiegen im Vergleich zum Geschäftsjahr 2022/2023 um TEUR 6.140 auf TEUR 40.584. Bei den bezogenen Leistungen handelt es sich im Wesentlichen um die Unterbeauftragung von Softwareentwicklungszentren von verbundenen Unternehmen. Der Anstieg ist hauptsächlich auf große Kundenprojekte im Bereich Automobil und die damit verbundenen gestiegenen Kapazitätsbedarfe zurückzuführen. Im Geschäftsjahr 2023/2024 sanken die Personalaufwendungen im Vergleich zum Vorjahr um 3 % von TEUR 12.425 auf TEUR 12.107. Dies ist hauptsächlich auf einen Rückgang der Beschäftigung zurückzuführen. Im Geschäftsjahr erfolgten Abschreibungen in Höhe von TEUR 285 (Vorjahr TEUR 233) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen. Dazu gehören vor allem die Abschreibung von IT-Ausrüstung und die Einrichtung von Büros. Im Vorjahr erfolgten Abschreibungen in Höhe von TEUR 1.690 auf in Arbeit befindliche Aufträge. Die Abschreibungen standen im Wesentlichen im Zusammenhang mit einem Großprojekt für einen Kunden aus der Automobilindustrie. Im Geschäftsjahr 2023/2024 sind keine entsprechenden Abschreibungen angefallen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um 83% bzw. um TEUR 11.008 auf TEUR 2.275 gegenüber Vorjahr gesunken. Dies ist vor allem darauf zurückzuführen, dass im Vorjahr eine Zuführung zur Drohverlustrückstellung in Höhe von TEUR 10.214 enthalten war. Die Gesellschaft schloss das Geschäftsjahr mit einem Ergebnis vor Steuern in Höhe von TEUR 2.442 ab. 2.2.2 Finanzlage Die liquiden Mittel sind von TEUR 6.431 auf TEUR 3.849 zum 31. März 2024 gesunken. Ferner wurden im Geschäftsjahr 2023/2024 die Ausleihungen gegenüber verbundenen Unternehmen gewährte Darlehen in Höhe von 3.678 TEUR getilgt. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten, Rückstellungen und passiven Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von insgesamt TEUR 20.332 sind um TEUR 542 geringer als die Summe der kurzfristigen Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 20.874 zum 31. März 2024. Die Gesellschaft konnte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr aus ihrer eigenen operativen Tätigkeit finanzieren. Zudem zeigt die Liquiditätsplanung für die Geschäftsjahre 2024/2025 kein Risiko einer möglichen Liquiditätsunterdeckung. 2.2.3 Vermögenslage Die Bilanzsumme sank im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 4.339 auf TEUR 23.011. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf den Rückgang der in Arbeit befindlichen Aufträge um TEUR 1.673, der vollständig zurückgezahlten Ausleihungen an verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR - 3.678, den Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten um TEUR 2.582 und des aktiven Rechnungsabgrenzungsposten um TEUR 1.341 zurückzuführen. Gegenläufig wirkte sich der Anstieg der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände um TEUR 3.249 und der Sachanlagen um TEUR 1.711 aus. Der starke Anstieg des Anlagevermögens steht im Zusammenhang mit den Investitionen in das neue Büro in Berlin. Der starke Rückgang in Arbeit befindlichen Aufträge in Höhe von TEUR -1.673 (Vorjahr TEUR 3.170) ist im Wesentlichen dadurch, dass die Umsatzerlöse laufend fakturiert wurden, verursacht, was zu einem Rückgang um 153 % der in Arbeit befindlichen Aufträge gegenüber dem Vorjahr führte. Ursächlich für den Anstieg der sonstigen Vermögensgegenstände sind Forderungen gegenüber dem Finanzamt aufgrund des Verlustes im vorherigen Geschäftsjahr und einem niedrigen Jahresüberschuss im Geschäftsjahr 2023/2024. Ursächlich für den Rückgang des aktiven Rechnungsabgrenzungspostens ist ein Rückgang der abgeschlossenen Lizenzverträge. Auf der Passivseite erhöhte sich das Eigenkapital aufgrund des Jahresüberschuss von TEUR 2.442 auf TEUR 2.679. Die sonstigen Rückstellungen sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 5.306 zurückgegangen, inbesondere aufgrund der teilweisen Auflösung der im Vorjahr gebildeten Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. In der Bilanzposition der Verbindlichkeiten gab es keine wesentlichen Veränderungen, außer einem Rückgang der erhaltenen Anzahlungen von TEUR 1.048 auf TEUR 59 aufgrund der laufenden Abrechnung von Aufträgen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind von TEUR 7.830 auf TEUR 8.642 angestiegen. Ursächlich für den Anstieg war die im Geschäftsjahr vermehrte Inanspruchnahme der Unterbeauftragung von Softwareentwicklungszentren der verbundenen Unternehmen. Die Entwicklung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen geht einher mit der Entwicklung des Materialaufwands. Der passive Rechnungsabgrenzungsposten ist um TEUR 1.423 auf TEUR 1.125 gesunken und geht mit dem Rückgang des aktiven Rechnungsabgrenzungsposten einher. 2.3 Finanzielle und Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Die Gesamtleistung (Umsatzerlöse plus Bestandsveränderung) und das Ergebnis vor Steuern werden für die interne Unternehmenssteuerung verwendet und stellen damit die wichtigsten finanziellen Leistungsindikatoren dar. Bedeutsame nichtfinanzielle Leistungsindikatoren stellen die Mitarbeiterfluktuation und die Betriebszugehörigkeit dar. 2.4 Gesamtaussage Die Geschäftsführung betrachtet den Geschäftsverlauf im abgelaufenen Geschäftsjahr als zufriedenstellend. Die Gesellschaft konnte das geplante prozentuale Wachstum der Gesamtleistung fast erreichen. Im Vergleich zum letzten Jahr, (der signifikante Jahresfehlbetrag ist im Wesentlichen auf einen Großauftrag aus der Automobilindustrie zurückzuführen), war 2024 ein viel ertragreicheres Jahr. 3. Zweigniederlassungsbericht Die Gesellschaft verfügt neben dem Hauptsitz in Berlin über zwei inländische Niederlassungen in Köln und Stuttgart. 60 % der Mitarbeiter sind in Berlin, 15 % in Köln und 25 % in Stuttgart beschäftigt. Die drei Niederlassungen in Deutschland erleichtern der Gesellschaft den Zugang zu IT-Experten auf dem deutschen Markt und helfen die Kundenbeziehungen zu pflegen. 4 Chancen- und Risikobericht 4.1 Markt und Wettbewerb Die nachfolgend dargestellten und erläuterten Chancen und Risiken sind nach abnehmender Bedeutung aufgeführt. Der Krieg Russlands gegen die Ukraine hatte wie oben erwähnt erhebliche Auswirkungen auf die Gesellschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr. Vor allem die Übernahme von IT-Dienstleistungen durch die ukrainische Schwestergesellschaft (Subkontraktor) war durch den Krieg im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht mehr möglich bzw. wird in absehbarer Zukunft nicht möglich sein. Dies führte und wird zu Kostensteigerungen führen, die die Wettbewerbsfähigkeit sowie die Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft negativ beeinflussen. Zudem hat und wird der Krieg einen erheblichen Einfluss auf die Gesamtwirtschaft haben, da weiterhin die globalen Lieferketten sowie die Kundenprozesse beeinträchtigt sind. Ferner wird weiterhin die Inflation und damit einhergehend das Zinsniveau höher als in den Jahren vor dem Krieg sein. Es ist jedoch nicht möglich abzuschätzen, wie lange und welche Intensität die Auswirkungen haben werden. Jedoch ist mittelfristig damit zu rechnen, dass die Belastungen für die Unternehmen in Deutschland durch den Krieg weiterhin hoch bleiben werden. Die wirtschaftliche Lage des Unternehmens ist abhängig von der Entwicklung einzelner Branchen, vor allem der Automobilindustrie und den gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Der zunehmende globale Wettbewerb wird auch in Zukunft das Preisniveau und das Auftragswachstum unserer Kunden beeinflussen und somit indirekt auch uns treffen. Wir beobachten bei einigen unserer Kunden, dass verstärkt Aufgaben auf eigene Mitarbeiter übertragen und weniger externe Berater beauftragt werden. Es besteht das Risiko, dass Kundenbeziehungen schwächer werden und Kunden nicht über ausreichende Budgets verfügen, um GlobalLogic kontinuierlich Aufträge zu erteilen. Die Bereitschaft einiger Kunden, Entwicklungstätigkeiten nach Osteuropa auszulagern, birgt sowohl Chancen als auch Risiken, da die Gesellschaft Schwestergesellschaften in Polen, der Slowakei und Kroatien hat. Jedoch steht die Gesellschaft hier im direkten Wettbewerb mit sehr großen Outsourcing-Anbietern. Ferner kann die Kostenentwicklung auf dem osteuropäischen Arbeitsmarkt sich ebenfalls negativ auf die Rentabilität der Geschäftstätigkeit auswirken. Die Gesellschaft bezieht Leistungen in Fremdwährungen von Schwesterunternehmen, jedoch fakturiert sie überwiegend in Euro, aber auch in USD. Daher können sich Währungskursschwankungen negativ auf die Ertragslage auswirken. Da das Unternehmen seinen Kundenstamm in den letzten Jahren kontinuierlich ausgebaut hat, sollte der Verlust einzelner Kunden keine signifikanten Auswirkungen auf das Wachstum des Unternehmens haben. Das Unternehmen ist jedoch der Ansicht, dass die Wahrscheinlichkeit eher als gering einzustufen ist. Als Reaktion auf die beschriebenen Rahmenbedingungen strebt GlobalLogic eine intensive Zusammenarbeit mit einem starken globalen Partner im Bereich der Product Engineering Services an. Ferner soll den Risiken mit einer Anpassung des Produktportfolios und des Kundenspektrums begegnet werden. GlobalLogic erwartet Wachstum vor allem in den Bereichen Embedded Software- Entwicklung und Vernetzung/Kommunikation sowie Datenaustausch, Auswertung und Analyse. Dies gilt insbesondere für das Geschäftsfeld "Automotive", in dem GlobalLogic bereits sehr aktiv ist, vor allem in den Bereichen Autonavigation/autonomes Fahren und Elektromobilität. Das von der Muttergesellschaft deutlich ausgebaute Vertriebsnetz bietet darüber hinaus die Möglichkeit, weitere Märkte zu erschließen, zum Beispiel in den Bereichen Werkzeugbau, Telekommunikation und Medien. Der IT-Services Sektor wird von einem intensiven Wettbewerb in Zukunft geprägt sein. Der Erfolgt hängt davon ab, ob qualitativ hochwertige, innovative Dienstleistungen zu kostengünstigen Strukturen angeboten werden können. Zudem wird die ausreichende Verfügbarkeit von Onshore/Offshore-Ressourcen sowie die Fähigkeit schnell hoch qualifizierte Projektteams aufzubauen eine noch wichtigere Rolle einnehmen. 4.2 Personal Für GlobalLogic als IT-Dienstleister stellen hoch qualifizierte und motivierte Mitarbeiter einen kritischen Erfolgsfaktor dar. GlobalLogic steht um hoch qualifizierte Fach- und Führungskräfte mit anderen Unternehmen im Wettbewerb. Die starke Nachfrage nach qualifizierten IT-Experten führt zu steigenden Personalkosten. Die Herausforderungen in Bezug auf Mitarbeitergewinnung und -bindung werden zukünftig weiter steigen. Diese Entwicklung ist sowohl in Deutschland als auch in anderen Ländern zu beobachten. Sollte es GlobalLogic zukünftig nicht gelingen, hoch qualifizierte Mitarbeiter einzustellen und dauerhaft an das Unternehmen zu binden, so wird dies die Wachstumschancen begrenzen und den künftigen Erfolg unter Umständen negativ beeinflussen. Die Wahrscheinlichkeit und die Auswirkungen dafür werden von der Geschäftsleitung als mittelhoch eingeschätzt. Die Gesellschaft begegnet diesen Risiken mit einer verstärkten Einbindung von Offshore-Ressourcen in Entwicklungsprojekten und setzt dabei sowohl auf den etablierten Entwicklungsstandort in Polen als auch auf die Zusammenarbeit mit den Schwesterunternehmen in Indien und Argentinien, die auch über Softwareentwicklungszentren verfügen. Wesentliche Risiken, die bestandsgefährdend sind oder einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage haben, sind jedoch nicht absehbar. 5 Prognosebericht Durch integrierte Projektteams aus den Standorten in Deutschland und den Entwicklungszentren der Schwestergesellschaften in Polen, Ukraine, Kroatien, Rumänien, Südamerika und Indien versucht die GlobalLogic ihren Kunden IT-Dienstleistungen zu konkurrenzfähigen Preisen anzubieten. Die mittelfristigen wirtschaftlichen Auswirkungen der Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten sind für das Unternehmen weiterhin schwer abzuschätzen. Das Unternehmen erwartet für das Wirtschaftsjahr 2024/2025 eine leicht steigende Gesamtleistung (Umsatz + Bestandsveränderung) und eine Erholung des Ergebnisses vor Steuern gegenüber dem Vorjahr bei gleichbleibend hoher Auslastung der Mitarbeiter und vergleichbarer Mitarbeiteranzahl. Die von GlobalLogic erwartete Gesamtleistung für den Zeitraum vom 1. April 2024 bis zum 31. März 2025 wird auf MEUR 56 geschätzt. Das geplante Ergebnis vor Steuern für diesen Zeitraum liegt bei MEUR 2,2.
Berlin, den 27. Juni 2024 Sascha Janke, Geschäftsführer Rodrigo Cofino, Geschäftsführer Anna Radzivilovsky, Geschäftsführerin Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die GlobalLogic Germany GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der GlobalLogic Germany GmbH, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der GlobalLogic Germany GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Köln, 28. Juni 2024 EY
GmbH & Co. KG
Dell, Wirtschaftsprüferin Plaßmann, Wirtschaftsprüferin Ergänzende Hinweise: Datum der Feststellung: 15.8.2024 |
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