GlobalLogic Germany GmbH

Bellevuestraße 3, 10785 Berlin, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 222632
Vorher
Meelogic Consulting GmbH
Eingetragen
3.11.2020
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieErbringung von sonstigen Dienstleistungen der InformationstechnologieTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Büromaschinen, Datenverarbeitungsgeräten, peripheren Geräten und Software
Gegenstand
Vertrieb und die Erbringung von Beratungs- und sonstigen Dienstleistungen im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologie, der Vertrieb und Handel von Soft- und Hardware, insbesondere im Zusammenhang mit dem Projekt- und Servicegeschäft und die Beteiligung an anderen Unternehmen mit gleichem oder ähnlichem Gesellschaftszweck im In- und Ausland, die Gründung solcher Unternehmen und der Erwerb von sämtlichen oder einzelnen Wirtschaftsgütern, unabhängig davon ob materiell oder immateriell, oder Teilbetrieben von solchen Unternehmen. Handwerksrechtlich erlaubnispflichtige Tätigkeiten sind ausgeschlossen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Sascha Janke
seit 3.3.2023
Geschäftsführer
Anna Radzivilovsky
seit 2.12.2020
Geschäftsführer
Rodrigo Cofiño
seit 2.12.2020
Geschäftsführer
Michael Böckmann
seit 3.11.2020
Prokura

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

GlobalLogic Germany GmbH

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis zum 31.03.2024

Bilanz zum 31. März 2024

Aktiva

31.03.2023
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 25.528,53 50.239,00
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 346.316,62 297.399,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.543.385,35 56.889,00
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 222.476,70 47.052,35
2.112.178,67 401.340,35
III. Finanzanlagen
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 3.678.160,92
2.137.707,20 4.129.740,27
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
in Arbeit befindliche Aufträge 390.000,11 2.063.157,95
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 11.316.823,70 9.647.058,19
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.505.768,07 1.043.035,31
3. Sonstige Vermögensgegenstände 2.638.192,20 1.521.553,58
15.460.783,97 12.211.647,08
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 3.848.669,05 6.431.424,40
19.699.453,13 20.706.229,43
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.174.166,16 2.514.760,64
23.011.326,49 27.350.730,34

Passiva

31.03.2023
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 105.000,00 105.000,00
II. Kapitalrücklage 283.667,82 283.667,82
III. Gewinnrücklage 2.022.304,75 2.022.304,75
IV. Gewinnvortrag -2.174.220,93 9.124.624,76
V. Jahresüberschuss (Vorjahr: Jahresfehlbetrag) 2.442.478,15 -11.298.845,69
2.679.229,79 236.751,64
B. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 8.532.328,05 13.838.146,84
8.532.328,05 13.838.146,84
C. Verbindlichkeiten
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 58.671,76 1.048.129,74
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 387.367,12 404.459,13
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 8.641.726,55 7.829.698,28
4. Sonstige Verbindlichkeiten 1.586.718,42 1.445.392,95
davon aus Steuern EUR 1.330.277,95 (Vj. EUR 1.411.064,03)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 42.450,93 (Vj. EUR 32.858,77)
10.674.483,85 10.727.680,10
D. Rechnungsabgrenzungsposten 1.125.284,80 2.548.151,76
23.011.326,49 27.350.730,34

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024

01.04.2022- 31.03.2023
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 54.172.682,91 46.364.758,93
2. Verminderung (Vorjahr: Erhöhung) des Bestands in Arbeit befindlicher Aufträge -1.673.157,84 3.170.300,00
3. Sonstige betriebliche Erträge 5.095.851,11 1.326.046,35
davon Erträge aus der Währungsumrechnung EUR 361.039,70 (Vj. EUR 936.160,30)
57.595.376,18 50.861.105,28
4. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Leistungen 40.584.045,70 34.444.032,34
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 10.551.226,06 10.761.660,55
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.555.527,04 1.662.958,21
davon für Altersversorgung EUR 53.356,49 (Vj. EUR 103.185,87)
6. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 285.395,23 232.561,79
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 0,00 1.689.942,05
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 2.275.202,29 13.283.154,71
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR 682.998,24 (Vj. EUR 753.518,15)
55.251.396,32 62.074.309,65
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 98.496,58 144.394,49
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 88.995,10 (Vj. EUR 143.322,48)
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,00 229.764,81
10. Ergebnis nach Steuern 2.442.476,44 -11.298.574,69
11. Sonstige Steuern -1,71 271,00
12. Jahresüberschuss (Vorjahr: Jahresfehlbetrag) 2.442.478,15 -11.298.845,69

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis 31. März 2024

I. Allgemeine Angaben

Die GlobalLogic Germany GmbH (nachfolgend "GlobalLogic") hat ihren Sitz in Berlin und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Berlin (Charlottenburg) (Registernummer HR B 222632).

Die GlobalLogic ist zum Bilanzstichtag 31. März 2024 eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB.

Der Jahresabschluss ist nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt.

Das Geschäftsjahr entspricht dem Zeitraum vom 1. April bis zum 31. März des Folgejahres.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und davon-Vermerke teilweise im Anhang gemacht.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Der Jahresabschluss ist unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit im Sinne von § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB aufgestellt, dies erfolgte unter der Berücksichtigung des weiterhin positiven Eigenkapitals von TEUR 2.679, ausreichend Liquidität im Prognosezeitraum sowie dem für das Geschäftsjahr 2024/2025 erwarteten positiven Jahresergebnis.

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer höchstens 36 Monaten um den planmäßigen Abschreibungswert vermindert.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, angesetzt. Die angesetzte Nutzungsdauer beträgt für technische Anlagen und Maschinen zwischen 3 und 5 Jahren und für andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen 1 und 10 Jahren. Zugänge des beweglichen Anlagevermögens und der immateriellen Vermögensgegenstände werden zeitanteilig (pro rata temporis) abgeschrieben. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis EUR 250,00 sind im Zugangsjahr vollständig abgeschrieben worden.

Innerhalb der Finanzanlagen werden die Ausleihungen grundsätzlich zum Nennwert angesetzt.

Die unter den Vorräten ausgewiesenen in Arbeit befindlichen Aufträge werden zu Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bilanziert, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Zinsen für Fremdkapital gemäß § 255 Abs. 3 Satz 2 HGB werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie angemessene Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs, für freiwillige soziale Leistungen und für die betriebliche Altersversorgung gemäß § 255 Abs. 2 Satz 3 HGB wurden nicht aktiviert.

In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d. h. es wurden Abwertungen vorgenommen, falls die Verkaufspreise abzüglich der bis zur Abnahme noch anfallende Kosten zu einem niedrigeren beizulegenden Wert führten.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert bilanziert.

Unter der aktiven Rechnungsabgrenzung werden bereits geleistete Ausgaben erfasst, die in späteren Perioden Aufwendungen darstellen. Die Auflösung des Postens erfolgt linear entsprechend des Zeitablaufs.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins der letzten sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Bei den erhaltenen Anzahlungen ist der Erfüllungsbetrag der Nennbetrag der Anzahlungen, die zugeflossen sind.

Unter passiven Rechnungsabgrenzungsposten werden bereits generierte Einnahmen erfasst, die in späteren Perioden Erträge darstellen. Die Auflösung des Postens erfolgt linear entsprechend des Zeitablaufs.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet ausgewiesen. Die Aktivierung eines Überhangs latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts.

Auf Fremdwährungen lautende Vermögenswerte und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

Angaben zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt. Aufgrund von unternehmensinternen Richtlinien wurden einzelne Vermögensgegenstände des Anlagevermögens im Geschäftsjahr zwischen den Kategorien neu zugeordnet. Die vorgenommenen Anpassungen werden im Anlagenspiegel in der Spalte Umgliederungen ausgewiesen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 15.461 (Vj.TEUR 12.212) beinhalten Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 1.506, davon betreffen alle, wie auch im Vorjahr, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig.

Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten bestehen im Wesentlichen aus vorausbezahlten Geschäftsreisen, Versicherungsleistungen und bereits bezahlten Lizenzen für über den Geschäftsjahreswechsel laufende Projekte.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt zum 31. März 2024 EUR 105.000. Die Kapitalrücklage und Gewinnrücklage ist unverändert zum Vorjahr.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen bestehen aus Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften (TEUR 5.538, i.Vj. TEUR 10.214), erfolgsabhängige Vergütung der Mitarbeiter (TEUR 1.595, i.Vj. TEUR 1.959), Urlaubs- und Überstundenvergütungen (TEUR 845, i.Vj. TEUR 885), sowie ausstehende Rechnungen (TEUR 526, i.Vj. TEUR 780).

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betragen TEUR 8.642 (Vorjahr: TEUR 7.830), wovon kein Betrag auf den Gesellschafter entfällt. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus Lieferungen und Leistungen und haben eine Laufzeit bis zu einem Jahr. Sämtliche Verbindlichkeiten sind innerhalb eines Jahres fällig.

Passiver Rechnungsabgrenzungsposten

Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten bestehen aus Einnahmen für verkaufte Lizenzen, deren Laufzeit überwiegend im neuen Geschäftsjahr beginnt.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Aufgliederung der Umsatzerlöse

2023/2024 2022/2023
TEUR % TEUR %
Umsatzerlöse
- nach Tätigkeitsbereichen
Automotive - AU 45.547 84 36.228 78,1
Finance & Consumer - FC 1.598 3 2.917 6,3
Industrial - IN 2.544 4,7 2.540 5,5
Technology - TE 1.865 3,4 1.222 2,6
Healthcare - HC 1.240 2,3 2.185 4,7
Media & Entertainment - ME 1.191 2,2 1.149 2,5
Communication Service Providers - CP 188 0,4 123 0,3
54.173 100 46.364 100
- nach Regionen
Europa 48.677 89,9 42.848 92,4
Amerika 5.432 10 3.362 7,3
Übrige Länder 64 0,1 155 0,3
54.173 100 46.364 100

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge betragen TEUR 5.096 (Vorjahr TEUR 1.326). Darin enthalten sind im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Drohverlustrückstellungen in Höhe von TEUR 4.676 und Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 361 (Vorjahr TEUR 936). In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind keine periodenfremden Erträge (Vorjahr TEUR 342).

Materialaufwand

Die Aufwendungen für bezogene Leistungen betreffen im Wesentlichen von Konzernunternehmen bezogene Personalgestellungen.

Abschreibungen

Bei den Abschreibungen handelt es sich um planmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen in Höhe von TEUR 285 (Vorjahr TEUR 233).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 2.275 (Vorjahr TEUR 13.283) handelt es sich im Wesentlichen um Aufwendung aus Währungsdifferenzen, Beratungsleistungen, Miete und Reisekosten. Im Vorjahr ist eine Zuführung zur Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften in Höhe von TEUR 10.214 enthalten, die in der Höhe und Art von außergewöhnlicher Bedeutung war. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind keine periodenfremden Aufwendungen enthalten (Vorjahr TEUR 203).

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beliefen sich in diesem Geschäftsjahr aufgrund des steuerlichen Verlustes aus dem laufenden Jahr auf 0.

Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen und Haftungsverhältnisse

Zum 31. März 2024 bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen insbesondere aus Miet-, Leasings- und Lizenzverträgen in Höhe von TEUR 7.944, sie betreffen im Wesentlichen angemietete Büroräume. Es handelt sich um Operating-Leasingverträge. Der Vorteil dieser Verträge ist ein geringerer Kapitaleinsatz und kein Verwertungsrisiko. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, wenn die Immobilien nicht mehr vollständig genutzt werden könnten, wofür es derzeit keine Anzeichen gibt.

Zum Stichtag bestanden keine Haftungsverhältnisse.

Arbeitnehmer

Im Geschäftsjahr 2023/2024 waren durchschnittlich 118 Mitarbeiter, ausschließlich Angestellte, bei der Gesellschaft beschäftigt (Vorjahr 126). Durchschnittlich sind davon 71 Mitarbeiter in Berlin, 19 Mitarbeiter in Köln und 28 Mitarbeiter in Stuttgart beschäftigt.

Geschäftsführung

Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung nach § 285 Nr.9a HGB wird unter Inanspruchnahme von § 286 Abs.4 HGB verzichtet.

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Sascha Janke, operativer Geschäftsführer GlobalLogic Germany GmbH, Berlin, Deutschland

Rodrigo Cofino, Chief Strategy Officer GlobalLogic Inc, Santa Barbara, USA

Anna Radzivilovsky, Corporate Controller GlobalLogic Inc, Santa Barbara, USA

Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt für Abschlussprüfungsleistungen EUR 75.000.

Konzernzugehörigkeit

Der Jahresabschluss der GlobalLogic Germany GmbH, Berlin, wird in den Konzernabschluss der Hitachi Ltd., Tokio, Japan, (kleinster und größter Konsolidierungskreis) einbezogen. Der Konzernabschluss der Hitachi Ltd. ist am Sitz der Gesellschaft erhältlich und wird im japanischen EDINET (Electronic Disclosure for Investors NETwork) unter der Nummer E01737 veröffentlicht.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2023/2024 auf neue Rechnung vorzutragen.

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die sich auf den Jahresabschluss der GlobalLogic GmbH für das Geschäftsjahr 2023/2024 hätten auswirken können, sind nach dem Bilanzstichtag nicht eingetreten.

 

Berlin, 27. Juni 2024

GlobalLogic Germany GmbH

Die Geschäftsführung

Sascha Janke

Rodrigo Cofino

Anna Radzivilovsky

Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. März 2024

Anschaffungskosten
01.04.2023 Zugänge Abgänge Umt Umbuchungen 31.03.2024
EUR EUR EUR EUR EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 199.378,49 18.973,22 0,00 0,00 218.351,71
199.378,49 18.973,22 0,00 0,00 218.351,71
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 1.173.429,92 254.987,69 0,00 10.155,51 1.438.573,12
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 518.908,23 1.612.504,24 131.671,92 31.149,99 2.030.890,54
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 47.052,35 222.476,70 5.746,85 -41.305,50 222.476,70
III. Finanzanlagen 1.739.390,50 2.089.968,63 137.418,77 0,00 3.691.940,36
Ausleihungen an verbundenen Unternehmen 3.678.160,92 0,00 3.678.160,92 0,00 0,00
3.678.160,92 0,00 3.678.160,92 0,00 0,00
5.616.929,91 2.108.941,85 3.815.579,69 0,00 3.910.292,07
Kumulierte Abschreibungen
01.04.2023 Zugänge Abgänge U mbuchungen 31.03.2024
EUR EUR EUR EUR EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 149.139,49 36.408,85 0,00 7.274,84 192.823,18
149.139,49 36.408,85 0,00 7.274,84 192.823,18
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 876.030,92 189.328,01 0,00 26.897,57 1.092.256,50
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 462.019,23 59.658,37 0,00 -34.172,41 487.505,19
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
III. Finanzanlagen 1.338.050,15 248.986,38 0,00 -7.274,84 1.579.761,69
Ausleihungen an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
1.487.189,64 285.395,23 0,00 0,00 1.772.584,87
Buchwerte
31.03.2024 31.03.2023
EUR EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 25.528,53 50.239,00
25.528,53 50.239,00
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 346.316,62 297.399,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.543.385,35 56.889,00
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 222.476,70 47.052,35
III. Finanzanlagen 2.112.178,67 401.340,35
Ausleihungen an verbundenen Unternehmen 0,00 3.678.160,92
0,00 3.678.160,92
2.137.707,20 4.129.740,27

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024

1 Grundlagen des Unternehmens

1.1 Einleitung

Die GlobalLogic Germany GmbH ("GlobalLogic") ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der Bonus Technology Inc, Santa Clara, USA. Gesellschafter der Bonus Technology Inc ist die GlobalLogic Inc, Santa Barbara, USA. Seit 2021 gehört die GlobalLogic Inc Gruppe zum japanischen Konzern Hitachi Ltd., Tokio. GlobalLogic hat neben dem Hauptsitz in Berlin weitere Niederlassungen in Köln und Stuttgart. GlobalLogic ist im Bereich der digitalen Produktentwicklung tätig.

1.2 Geschäftsmodell

GlobalLogic ist im IT-Dienstleistungssektor tätig und entwickelt IT-Lösungen zur Gestaltung von Geschäfts- und Produktinteraktionen. Das Unternehmen positioniert sich als IT-Beratungs-, Entwicklungs- und Systemintegrationshaus und bietet IT-Dienstleistungen rund um die Digitalisierung von Geschäftsmodellen an. Es werden 72% des Umsatzes in Deutschland erwirtschaftet und 84% des Gesamtumsatzes mit Kunden aus dem Automobilsektor.

1.3 Forschung und Entwicklung

Die Forschung- und Entwicklung wird im Wesentlichen von GlobalLogic Inc getätigt. GlobalLogic führt selbst keine Forschungs- und Entwicklungsarbeiten durch.

2 Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Gesellschaft ist vor allem im deutschen IT-Dienstleistungssektor tätig. Der Hauptumsatz wird mit Kunden aus dem Automobilsektor erzielt. Daher ist neben der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung vor allem die Entwicklung des IT-Dienstleistungssektors als auch des Automobilsektors relevant.

Die Weltwirtschaft stand vor einer Reihe von Herausforderungen in den Jahren 2022 und 2023. Der Krieg Russlands gegen die Ukraine hat die Weltwirtschaft erheblich destabilisiert. Der Krieg hat zu einer schweren Energiekrise und zur Störung von Lieferketten in Europa geführt, mit der Folge, dass die Inflation stark anstieg und die Wirtschaftstätigkeit zurückging. Die zukünftige Situation der Weltwirtschaft hängt entscheidend von der erfolgreichen Justierung der Geldpolitik und dem Verlauf des Krieges in der Ukraine ab.

Das globale Wachstum hat sich von 6,2% im Jahr 2021 auf 3,5% im Jahr 2022 abgeschwächt. Basierend auf den letzten Schätzungen wird für das Jahr 2023 mit einem globalen Wachstum von 3,1% gerechnet. Dies ist das schwächste Wachstum seit 2001, wenn man von der globalen Finanzkrise und der akuten Phase der COVID-19-Pandemie absieht. Für den Euroraum beträgt das BIP-Wachstum für 2022 3,4%, nachdem das BIP im Jahr 2021 um 5,3% gewachsen ist. Für 2023 wird ein Rückgang des BIP-Wachstums auf 0,5 % erwartet. Für Deutschland beträgt das BIP-Wachstum 1,8% für 2022, nachdem das BIP im Jahr 2021 um 2,6% gewachsen ist. Für 2023 wird erwartet, dass das BIP um 0,3% schrumpft. 1

Die globale Inflation ist im Jahr 2022 auf 8,7% angestiegen. Es wird jedoch erwartet, dass die globale Inflation auf 6,9% im Jahr 2023 und auf 5,8 % im Jahr 2024 zurückgehen wird. Die Inflation im Euroraum ist von 2,6 % im Jahr 2021 auf 8,4 % im Jahr 2022 angestiegen. Es wird jedoch erwartet, dass die Inflation in Europa auf 5,6 % im Jahr 2023 und auf 3,3 % im Jahr 2024 zurückgehen wird. Die Inflation in Deutschland ist von 3,2 % im Jahr 2021 auf 8,7 % im Jahr 2022 angestiegen. Es wird jedoch erwartet, dass die Inflation in Deutschland auf 6,3 % im Jahr 2023 2 und auf 2,7 % im Jahr 2024 zurückgehen wird. 3

1 IMF, World Economic Outlook Update, January 2024, IMF World Economic Outlook Update, January 2023
2 IMF, World Economic Outlook, October 2023; IMF, World Economic Outlook, April 2023
3 Deutschland-Prognose der Bundesbank: Sinkende Inflation, aber noch keine Entwarnung | Deutsche Bundesbank

Die Informationstechnologie-Branche in Deutschland ist in den letzten Jahren kontinuierlich gewachsen und lässt sich in die folgenden drei Sektoren aufteilen: Hardware, Software und IT-Services (IT-Dienstleistungen). Der Sektor IT-Services erwirtschaftete einen Umsatz von Euro 46 Mrd. in 2022 und von EUR 48 Mrd. in 2023. Ebenso wuchsen die Sektoren Software und Hardware von Euro 36 Mrd. auf Euro 39 Mrd. und von Euro 38 Mrd. auf Euro 40 Mrd. 4 Es wird erwartet, dass der Umsatz im Sektor IT-Services eine jährliche Wachstumsrate (CAGR 2024-2029) von 5,44% in Deutschland aufweisen wird, was zu einem prognostizierten Marktvolumen von Euro 89 Mrd. im Jahr 2029 führen wird. 5

Das Wachstum des IT-Services Sektors basiert vor allem auf Cloud-Computing, Big Data und dem Internet der Dinge (IoT) sowie auf einem wachsenden Trend zum Outsourcing von IT-Dienstleistungen an Drittanbieter sowie IT-Sicherheitsdienstleistungen. 6 Ein weiterer Trend auf dem Markt ist die zunehmende Einführung von Technologien für künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen, um die Automatisierung voranzutreiben und Geschäftsprozesse zu verbessern.

Der Umsatz der deutschen Automobilindustrie belief sich im Jahr 2022 auf Euro 506 Mrd. und auf Euro 564 Mrd. im Jahr 2023. Zwischen 2016 und 2021 ist die Zahl der in Deutschland produzierten Pkw kontinuierlich gesunken. Erst im Jahr 2022 konnten mit rund 3,4 Millionen wieder mehr Autos produziert werden als im Jahr zuvor. Lieferengpässe, zum Beispiel bei Halbleitern, vorübergehende Werksschließungen und sinkende Absatzzahlen waren die wesentlichen Treiber. 7 Im Jahr 2023 ist die Zahl der in Deutschland produzierten Autos (4,1 Millionen) deutlich gestiegen. Das sind 18 Prozent mehr als im Vorjahr. 8 Es wird erwartet, das die Automobilbranche in den nächsten fünf Jahren signifikante Beträge in die Digitalisierung und andere Zukunftstechnologien investieren wird, um zukunftsfähig zu bleiben und die Klimaziele zu erreichen. 9 Dies bietet IT-Dienstleistern viele Möglichkeiten, die Branche zu unterstützen und mit ihr zu wachsen.

Die Digitalisierung stellt auch branchenunabhängig die zentrale Herausforderung des 21. Jahrhunderts dar. Aus Sicht der Gesellschaft wird die digitale Transformation von Unternehmensprozessen und Geschäftsmodellen oft nur mit Hilfe von externen Beratern erfolgreich umgesetzt werden können.

4 Statistiken zur IT-Branche Deutschland | Statista
5 IT-Services - Deutschland | Statista Marktprognose
6 IT Services - Germany | Statista Market Forecast
7 Automobilindustrie Deutschland | Statista
8 Ausblick 2024: Mehr Fahrzeugproduktion in Deutschland (vogel.de)
9 Standort Deutschland in Gefahr? Autoindustrie mit scharfer Kritik - CHIP

2.2 Geschäftsverlauf und Lage

Das Geschäftsjahr entspricht dem Zeitraum vom 1. April bis zum 31. März des Folgejahres.

Die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2023/2024 beliefen sich auf TEUR 54.173 (Vorjahr TEUR 46.635).

Dies entspricht einem Anstieg der Umsatzerlöse um 17 % im Vergleich zum Geschäftsjahr 2022/2023. Das hohe Wachstum zwischen 2023 und 2024 ist auf eine Zunahme der Aufträge von deutschen Automobilkunden zurückzuführen (Allein bei vier in diesem Jahr fortgeführten Automotive-Projekten stiegen die Umsatzerlöse um TEUR 8.170 TEUR, die Umsätze aus 7 neu eröffneten Automotive-Projekten betrugen TEUR 6.768.). Im Geschäftsjahr 2023/2024 wurden die Umsätze überwiegend laufend fakturiert. Die Veränderung des Bestands in Arbeit befindlicher Aufträge beträgt TEUR -4.843 gegenüber dem Vorjahr.

Das Unternehmen erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2022/2023 einen Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 11.299 im Wesentlichen aufgrund der Umsetzung eines Großprojekts für einen Kunden aus der Automobilbranche. Infolge des Angriffs Russlands auf die Ukraine konnte die geplante Unterbeauftragung des Softwareentwicklungszentrums der Schwestergesellschaft in der Ukraine nicht erfolgen und die geplanten Tätigkeiten wurden von der Gesellschaft selbst als auch von der polnischen Schwestergesellschaft übernommen. Dies führte verglichen mit der ursprünglichen Planung zu deutlich höheren Kosten. Zudem unterschätzte GlobalLogic den Arbeitsaufwand, der für die Bearbeitung des Projekts erforderlich ist. Im Geschäftsjahr 2023/2024 gab es keine derartigen Geschäftsvorfälle. Das Jahresergebnis ist daher im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen. Der Anstieg betrug TEUR 13.741, was zu einem Ergebnis nach Steuern von 2.442 TEUR führte.

2.2.1 Ertragslage

Die Gesamtleistung (Umsatzerlöse plus Bestandsveränderung) ist gegenüber dem Geschäftsjahr 2022/2023 um TEUR 2.964 gestiegen. Dieser sowie der Anstieg gegenüber der Gesamtleistung des Kalenderjahres 2022 ist auf den Abschluss und Anfang mehrerer größerer Projekte, insbesondere mit Automobilherstellern, zurückzuführen.

Die Aufwendungen für bezogene Leistungen als wesentlicher Teil des Materialaufwands stiegen im Vergleich zum Geschäftsjahr 2022/2023 um TEUR 6.140 auf TEUR 40.584.

Bei den bezogenen Leistungen handelt es sich im Wesentlichen um die Unterbeauftragung von Softwareentwicklungszentren von verbundenen Unternehmen. Der Anstieg ist hauptsächlich auf große Kundenprojekte im Bereich Automobil und die damit verbundenen gestiegenen Kapazitätsbedarfe zurückzuführen.

Im Geschäftsjahr 2023/2024 sanken die Personalaufwendungen im Vergleich zum Vorjahr um 3 % von TEUR 12.425 auf TEUR 12.107. Dies ist hauptsächlich auf einen Rückgang der Beschäftigung zurückzuführen.

Im Geschäftsjahr erfolgten Abschreibungen in Höhe von TEUR 285 (Vorjahr TEUR 233) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen. Dazu gehören vor allem die Abschreibung von IT-Ausrüstung und die Einrichtung von Büros. Im Vorjahr erfolgten Abschreibungen in Höhe von TEUR 1.690 auf in Arbeit befindliche Aufträge. Die Abschreibungen standen im Wesentlichen im Zusammenhang mit einem Großprojekt für einen Kunden aus der Automobilindustrie. Im Geschäftsjahr 2023/2024 sind keine entsprechenden Abschreibungen angefallen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um 83% bzw. um TEUR 11.008 auf TEUR 2.275 gegenüber Vorjahr gesunken. Dies ist vor allem darauf zurückzuführen, dass im Vorjahr eine Zuführung zur Drohverlustrückstellung in Höhe von TEUR 10.214 enthalten war.

Die Gesellschaft schloss das Geschäftsjahr mit einem Ergebnis vor Steuern in Höhe von TEUR 2.442 ab.

2.2.2 Finanzlage

Die liquiden Mittel sind von TEUR 6.431 auf TEUR 3.849 zum 31. März 2024 gesunken. Ferner wurden im Geschäftsjahr 2023/2024 die Ausleihungen gegenüber verbundenen Unternehmen gewährte Darlehen in Höhe von 3.678 TEUR getilgt.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten, Rückstellungen und passiven Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von insgesamt TEUR 20.332 sind um TEUR 542 geringer als die Summe der kurzfristigen Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 20.874 zum 31. März 2024. Die Gesellschaft konnte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr aus ihrer eigenen operativen Tätigkeit finanzieren. Zudem zeigt die Liquiditätsplanung für die Geschäftsjahre 2024/2025 kein Risiko einer möglichen Liquiditätsunterdeckung.

2.2.3 Vermögenslage

Die Bilanzsumme sank im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 4.339 auf TEUR 23.011. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf den Rückgang der in Arbeit befindlichen Aufträge um TEUR 1.673, der vollständig zurückgezahlten Ausleihungen an verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR - 3.678, den Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten um TEUR 2.582 und des aktiven Rechnungsabgrenzungsposten um TEUR 1.341 zurückzuführen. Gegenläufig wirkte sich der Anstieg der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände um TEUR 3.249 und der Sachanlagen um TEUR 1.711 aus. Der starke Anstieg des Anlagevermögens steht im Zusammenhang mit den Investitionen in das neue Büro in Berlin.

Der starke Rückgang in Arbeit befindlichen Aufträge in Höhe von TEUR -1.673 (Vorjahr TEUR 3.170) ist im Wesentlichen dadurch, dass die Umsatzerlöse laufend fakturiert wurden, verursacht, was zu einem Rückgang um 153 % der in Arbeit befindlichen Aufträge gegenüber dem Vorjahr führte.

Ursächlich für den Anstieg der sonstigen Vermögensgegenstände sind Forderungen gegenüber dem Finanzamt aufgrund des Verlustes im vorherigen Geschäftsjahr und einem niedrigen Jahresüberschuss im Geschäftsjahr 2023/2024. Ursächlich für den Rückgang des aktiven Rechnungsabgrenzungspostens ist ein Rückgang der abgeschlossenen Lizenzverträge.

Auf der Passivseite erhöhte sich das Eigenkapital aufgrund des Jahresüberschuss von TEUR 2.442 auf TEUR 2.679.

Die sonstigen Rückstellungen sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 5.306 zurückgegangen, inbesondere aufgrund der teilweisen Auflösung der im Vorjahr gebildeten Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften.

In der Bilanzposition der Verbindlichkeiten gab es keine wesentlichen Veränderungen, außer einem Rückgang der erhaltenen Anzahlungen von TEUR 1.048 auf TEUR 59 aufgrund der laufenden Abrechnung von Aufträgen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind von TEUR 7.830 auf TEUR 8.642 angestiegen. Ursächlich für den Anstieg war die im Geschäftsjahr vermehrte Inanspruchnahme der Unterbeauftragung von Softwareentwicklungszentren der verbundenen Unternehmen. Die Entwicklung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen geht einher mit der Entwicklung des Materialaufwands.

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten ist um TEUR 1.423 auf TEUR 1.125 gesunken und geht mit dem Rückgang des aktiven Rechnungsabgrenzungsposten einher.

2.3 Finanzielle und Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Die Gesamtleistung (Umsatzerlöse plus Bestandsveränderung) und das Ergebnis vor Steuern werden für die interne Unternehmenssteuerung verwendet und stellen damit die wichtigsten finanziellen Leistungsindikatoren dar. Bedeutsame nichtfinanzielle Leistungsindikatoren stellen die Mitarbeiterfluktuation und die Betriebszugehörigkeit dar.

2.4 Gesamtaussage

Die Geschäftsführung betrachtet den Geschäftsverlauf im abgelaufenen Geschäftsjahr als zufriedenstellend. Die Gesellschaft konnte das geplante prozentuale Wachstum der Gesamtleistung fast erreichen. Im Vergleich zum letzten Jahr, (der signifikante Jahresfehlbetrag ist im Wesentlichen auf einen Großauftrag aus der Automobilindustrie zurückzuführen), war 2024 ein viel ertragreicheres Jahr.

3. Zweigniederlassungsbericht

Die Gesellschaft verfügt neben dem Hauptsitz in Berlin über zwei inländische Niederlassungen in Köln und Stuttgart. 60 % der Mitarbeiter sind in Berlin, 15 % in Köln und 25 % in Stuttgart beschäftigt. Die drei Niederlassungen in Deutschland erleichtern der Gesellschaft den Zugang zu IT-Experten auf dem deutschen Markt und helfen die Kundenbeziehungen zu pflegen.

4 Chancen- und Risikobericht

4.1 Markt und Wettbewerb

Die nachfolgend dargestellten und erläuterten Chancen und Risiken sind nach abnehmender Bedeutung aufgeführt.

Der Krieg Russlands gegen die Ukraine hatte wie oben erwähnt erhebliche Auswirkungen auf die Gesellschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr. Vor allem die Übernahme von IT-Dienstleistungen durch die ukrainische Schwestergesellschaft (Subkontraktor) war durch den Krieg im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht mehr möglich bzw. wird in absehbarer Zukunft nicht möglich sein. Dies führte und wird zu Kostensteigerungen führen, die die Wettbewerbsfähigkeit sowie die Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft negativ beeinflussen.

Zudem hat und wird der Krieg einen erheblichen Einfluss auf die Gesamtwirtschaft haben, da weiterhin die globalen Lieferketten sowie die Kundenprozesse beeinträchtigt sind. Ferner wird weiterhin die Inflation und damit einhergehend das Zinsniveau höher als in den Jahren vor dem Krieg sein. Es ist jedoch nicht möglich abzuschätzen, wie lange und welche Intensität die Auswirkungen haben werden. Jedoch ist mittelfristig damit zu rechnen, dass die Belastungen für die Unternehmen in Deutschland durch den Krieg weiterhin hoch bleiben werden.

Die wirtschaftliche Lage des Unternehmens ist abhängig von der Entwicklung einzelner Branchen, vor allem der Automobilindustrie und den gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Der zunehmende globale Wettbewerb wird auch in Zukunft das Preisniveau und das Auftragswachstum unserer Kunden beeinflussen und somit indirekt auch uns treffen.

Wir beobachten bei einigen unserer Kunden, dass verstärkt Aufgaben auf eigene Mitarbeiter übertragen und weniger externe Berater beauftragt werden. Es besteht das Risiko, dass Kundenbeziehungen schwächer werden und Kunden nicht über ausreichende Budgets verfügen, um GlobalLogic kontinuierlich Aufträge zu erteilen.

Die Bereitschaft einiger Kunden, Entwicklungstätigkeiten nach Osteuropa auszulagern, birgt sowohl Chancen als auch Risiken, da die Gesellschaft Schwestergesellschaften in Polen, der Slowakei und Kroatien hat. Jedoch steht die Gesellschaft hier im direkten Wettbewerb mit sehr großen Outsourcing-Anbietern. Ferner kann die Kostenentwicklung auf dem osteuropäischen Arbeitsmarkt sich ebenfalls negativ auf die Rentabilität der Geschäftstätigkeit auswirken.

Die Gesellschaft bezieht Leistungen in Fremdwährungen von Schwesterunternehmen, jedoch fakturiert sie überwiegend in Euro, aber auch in USD. Daher können sich Währungskursschwankungen negativ auf die Ertragslage auswirken.

Da das Unternehmen seinen Kundenstamm in den letzten Jahren kontinuierlich ausgebaut hat, sollte der Verlust einzelner Kunden keine signifikanten Auswirkungen auf das Wachstum des Unternehmens haben. Das Unternehmen ist jedoch der Ansicht, dass die Wahrscheinlichkeit eher als gering einzustufen ist.

Als Reaktion auf die beschriebenen Rahmenbedingungen strebt GlobalLogic eine intensive Zusammenarbeit mit einem starken globalen Partner im Bereich der Product Engineering Services an. Ferner soll den Risiken mit einer Anpassung des Produktportfolios und des Kundenspektrums begegnet werden.

GlobalLogic erwartet Wachstum vor allem in den Bereichen Embedded Software- Entwicklung und Vernetzung/Kommunikation sowie Datenaustausch, Auswertung und Analyse. Dies gilt insbesondere für das Geschäftsfeld "Automotive", in dem GlobalLogic bereits sehr aktiv ist, vor allem in den Bereichen Autonavigation/autonomes Fahren und Elektromobilität.

Das von der Muttergesellschaft deutlich ausgebaute Vertriebsnetz bietet darüber hinaus die Möglichkeit, weitere Märkte zu erschließen, zum Beispiel in den Bereichen Werkzeugbau, Telekommunikation und Medien.

Der IT-Services Sektor wird von einem intensiven Wettbewerb in Zukunft geprägt sein. Der Erfolgt hängt davon ab, ob qualitativ hochwertige, innovative Dienstleistungen zu kostengünstigen Strukturen angeboten werden können. Zudem wird die ausreichende Verfügbarkeit von Onshore/Offshore-Ressourcen sowie die Fähigkeit schnell hoch qualifizierte Projektteams aufzubauen eine noch wichtigere Rolle einnehmen.

4.2 Personal

Für GlobalLogic als IT-Dienstleister stellen hoch qualifizierte und motivierte Mitarbeiter einen kritischen Erfolgsfaktor dar. GlobalLogic steht um hoch qualifizierte Fach- und Führungskräfte mit anderen Unternehmen im Wettbewerb.

Die starke Nachfrage nach qualifizierten IT-Experten führt zu steigenden Personalkosten. Die Herausforderungen in Bezug auf Mitarbeitergewinnung und -bindung werden zukünftig weiter steigen. Diese Entwicklung ist sowohl in Deutschland als auch in anderen Ländern zu beobachten.

Sollte es GlobalLogic zukünftig nicht gelingen, hoch qualifizierte Mitarbeiter einzustellen und dauerhaft an das Unternehmen zu binden, so wird dies die Wachstumschancen begrenzen und den künftigen Erfolg unter Umständen negativ beeinflussen. Die Wahrscheinlichkeit und die Auswirkungen dafür werden von der Geschäftsleitung als mittelhoch eingeschätzt.

Die Gesellschaft begegnet diesen Risiken mit einer verstärkten Einbindung von Offshore-Ressourcen in Entwicklungsprojekten und setzt dabei sowohl auf den etablierten Entwicklungsstandort in Polen als auch auf die Zusammenarbeit mit den Schwesterunternehmen in Indien und Argentinien, die auch über Softwareentwicklungszentren verfügen.

Wesentliche Risiken, die bestandsgefährdend sind oder einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage haben, sind jedoch nicht absehbar.

5 Prognosebericht

Durch integrierte Projektteams aus den Standorten in Deutschland und den Entwicklungszentren der Schwestergesellschaften in Polen, Ukraine, Kroatien, Rumänien, Südamerika und Indien versucht die GlobalLogic ihren Kunden IT-Dienstleistungen zu konkurrenzfähigen Preisen anzubieten.

Die mittelfristigen wirtschaftlichen Auswirkungen der Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten sind für das Unternehmen weiterhin schwer abzuschätzen. Das Unternehmen erwartet für das Wirtschaftsjahr 2024/2025 eine leicht steigende Gesamtleistung (Umsatz + Bestandsveränderung) und eine Erholung des Ergebnisses vor Steuern gegenüber dem Vorjahr bei gleichbleibend hoher Auslastung der Mitarbeiter und vergleichbarer Mitarbeiteranzahl.

Die von GlobalLogic erwartete Gesamtleistung für den Zeitraum vom 1. April 2024 bis zum 31. März 2025 wird auf MEUR 56 geschätzt. Das geplante Ergebnis vor Steuern für diesen Zeitraum liegt bei MEUR 2,2.

 

Berlin, den 27. Juni 2024

Sascha Janke, Geschäftsführer

Rodrigo Cofino, Geschäftsführer

Anna Radzivilovsky, Geschäftsführerin

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die GlobalLogic Germany GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der GlobalLogic Germany GmbH, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der GlobalLogic Germany GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. März 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Köln, 28. Juni 2024

EY GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dell, Wirtschaftsprüferin

Plaßmann, Wirtschaftsprüferin

Ergänzende Hinweise:

Datum der Feststellung: 15.8.2024

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