MediMax Electronic Andernach GmbHLiquidiert

40472 Düsseldorf, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Koblenz HRB 14452
Eingetragen
20.9.1999
Branche
Großhandel mit Geräten der UnterhaltungselektronikGroßhandel mit elektronischen Bauteilen und TelekommunikationsgerätenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Telekommunikationsgeräten sowie elektrotechnischen und elektronischen Erzeugnissen a. n. g.
Gegenstand
Der Handel mit elektronischen Geräten, insbesondere der Handel mit Gegenständen der Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik, Elektrogeräten, Fotoartikeln, Tonträgern, PC/ Multimedia und entsprechendem Zubehör sowie die Vermarktung von Telekommunikationsdiensten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Karl Trautmann
seit 9.12.2021
Geschäftsführer
Jörg Heinemann
seit 17.3.2020
Prokura
Volker Marmetschke
seit 5.9.2017
Prokura

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

ElectronicPartner Handel SE

Düsseldorf

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2021

Vorbemerkung:

Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige Verwendung der Sprachformen männlich, weiblich und divers verzichtet. Das in diesem Bericht gewählte generische Maskulinum bezieht sich daher zugleich auf die männliche, die weibliche und andere Geschlechteridentitäten.

1. Grundlagen des Konzerns

Die ElectronicPartner Handel SE ist die Führungsgesellschaft der ElectronicPartner Verbundgruppe und betreibt selbst das Lagergeschäft. Die in der Verbundgruppe verankerten drei Geschäftsfelder Fachhandel, MEDIMAX-Fachmärkte und comTeam-Systemhäuser bieten den Kunden alles rund um die Bereiche Unterhaltungs- und Haushaltselektronik, IT und Telekommunikation. Unser Konzern umfasst 58 voll konsolidierte Gesellschaften und 22 assoziierte Unternehmen. ElectronicPartner bietet seinen angeschlossenen Mitgliedern und den MEDIMAX Franchisepartnern Handels- und Logistikleistungen und darüber hinaus ein umfangreiches Angebot an Dienstleistungen. ElectronicPartner ist heute eine europäische Verbundgruppe mit Stammsitz in Düsseldorf.

Zahlreiche engagierte Unternehmerpersönlichkeiten organisieren sich in den strategischen Geschäftsfeldern Fachhandel, der Fachmarktlinie MEDIMAX und den comTeam-Systemhäusern.

Im Technologie-Netzwerk comTeam bieten rund 700 vernetzte IT-Unternehmer für IT, Personal, Finanzen, Prozessoptimierung und vielem mehr umfangreiches Knowhow für den B2B-Markt. Sie arbeiten sowohl mit Start-Ups als auch mit kleinen und mittelständischen Unternehmen oder Konzernen zusammen.

Aus unserer Konzernzentrale in Düsseldorf sowie mittels unserer regionalen Vertriebsstruktur betreuen wir unsere Mitglieder in Deutschland.

Unsere Landesgesellschaften in den Niederlanden, der Schweiz und Österreich bieten unsere Dienstleistungen unseren Mitgliedern im jeweiligen Land an.

International sind wir Mitglied der E-Square. Als eines der weltweit größten Netzwerke für Unterhaltungs- und Haushaltselektronik unterstützt E-Square die Kooperation mit strategischen Lieferantenpartnern sowie den Best-Practice-Austausch der 18 Mitgliedsunternehmen aus 15 Ländern.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Wir gehören zu den größten Handelsunternehmen für Unterhaltungs- und Haushaltselektronik, IT und Telekommunikation in Europa. Unsere Wettbewerber Expert und Euronics sowie unser Konzern bilden die drei größten europäischen Verbundgruppen für selbstständige Fachgeschäfte und Fachmärkte. Größter gemeinsamer Wettbewerber ist die Mediamarkt-Saturn-Gruppe.

Mit fast 70% Umsatzanteil ist der deutsche Markt für uns nach wie vor von wesentlicher Bedeutung.

Das Jahr 2021 war geprägt von den Auswirkungen des, bedingt durch die Corona-Pandemie, monatelangen Lockdowns und von den ab November 2021 geltenden Zugangsbeschränkungen im Einzelhandel. Trotzdem zeigte der Markt im Jahr 2021 insgesamt eine weiterhin positive Entwicklung - allerdings auf abgeschwächtem Niveau. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) lag um 2,9% höher als im Vorjahr. Damit hat sich die deutsche Wirtschaft nach dem heftigen Einbruch in 2020 etwas erholt. Die Wirtschaftsleistung hat sich in fast allen Wirtschaftsbereichen erhöht. Trotz der Zuwächse im Jahr 2021 hat die Wirtschaftsleistung in den meisten Wirtschaftsbereichen allerdings noch nicht wieder das Vorkrisenniveau erreicht.

Während Bereiche wie Unternehmensdienstleister mit +5,4% und das verarbeitende Gewerbe mit +4,4% merkliche Zuwächse verzeichnen konnten, fiel das Wirtschaftswachstum im zusammengefassten Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe aufgrund der anhaltenden pandemiebedingten Einschränkungen mit einem Plus von 3,0% eher verhalten aus. Home Electronics-Produkte waren aber wie bereits im Vorjahr auch 2021 stark nachgefragt. Der aktuelle Home Electronic Markt Index für das Gesamtjahr 2021 zeigt Umsatzzuwächse in den Produktkategorien Consumer Electronics und Elektro-Hausgeräte. So ist der Home Electronic Markt in 2021 insgesamt um 3,1% auf 49 Milliarden Euro angestiegen.

Der Umsatzzuwachs ist wie schon in 2020 vor allem auf die pandemiebedingte positive Entwicklung der Produktsegmente privat genutzter IT-Produkte, Videogames-Konsolen sowie privat genutzter Telekommunikationsprodukte zurückzuführen. Die Produktsparte Elektro-Großgeräte wuchs in 2021 um 4,8%, das Umsatzwachstum der Produktsparte Elektro-Kleingeräten fiel mit 3,4% etwas geringer aus.

In unseren Auslandsmärkten zeigte sich folgendes Bild: In Österreich gab es mit 4,5%, in den Niederlanden mit 5,0% und in der Schweiz mit 3,7% einen höheren Anstieg des BIP als in Deutschland.

2.2 Geschäftsverlauf

Die Umsatzentwicklung des Jahres 2021 war geprägt von der Corona-Pandemie und den damit einhergehenden Einschränkungen im Einzelhandel. Zusätzlich kam es in einigen Produktgruppen zu Lieferengpässen und Störungen in den Lieferketten. In Deutschland musste auch die EP-Verbundgruppe in vielen Sortimentsbereichen Umsatzeinbußen hinnehmen. Während sich die Umsätze im Mobilfunkbereich deutlich erhöht haben (+12,9%) und das Geschäft mit Elektrogroßgeräten (+4,6%) und TV-Geräten (-0,1%) weitgehend stabil blieb, gab es im Bereich PC/Multimedia nach den sehr guten Vorjahresumsätzen deutliche Umsatzrückgänge (-11,7%). Ebenfalls rückläufig waren u.a. die Umsätze mit den Produktgruppen Audio/Portable (-41,3%) und Entertainment (-25,5%).

Die Entwicklung unserer b2b-Sparte comTeam war trotz der branchenweiten Lieferkettenproblematik sehr gut. Die Planung wurde deutlich übertroffen.

Auch in unseren Auslandsgesellschaften zeigte sich, dass die lokalen Händler und damit auch wir als Kooperation stark von der Situation aufgrund der Corona-Pandemie profitieren konnten. In den Niederlanden (7,8%) und der Schweiz (1,7%) gab es eine weitere Steigerung der Umsätze im Vergleich zum Vorjahr. Einen Rückgang der Umsatzerlöse um 13,9% gab es nach dem besonders deutlichen Anstieg in 2020 (20%) in Österreich. Alle Auslandsgesellschaften waren profitabel.

Die im Jahr 2019 begonnene Privatisierung unserer eigen betriebenen MEDIMAX-Märkte wurde erfolgreich fortgesetzt. Trotz der Corona-Pandemie konnten zahlreiche neue Franchisepartner vom MEDIMAX Konzept überzeugt werden. So wurden von den am 31.12.2020 bestehenden 38 eigen betriebenen Standorten im Jahr 2021 insgesamt 26 aktive Standorte privatisiert und 8 nicht rentable Standorte geschlossen.

Im Januar 2022 wurde ein weiterer Markt geschlossen und eine weitere Filiale konnte vermarktet werden.

Die im Konzernlagebericht 2020 prognostizierten Umsatzerlöse zwischen 550 und 600 Mio. € konnten mit 658 Mio. € deutlich übertroffen werden. Der prognostizierte leichte Rückgang der Rohertragsquote fiel mit einem Rückgang auf 13,2% etwas höher aus als erwartet.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind, anders als erwartet, aufgrund von Effekten aus Entkonsolidierungen nahezu konstant geblieben.

Der aufgrund der geringeren Anzahl der operativen und konsolidierten Unternehmen prognostizierte Rückgang der operativen Kosten ist wie erwartet eingetreten.

In einem weiterhin durch die Corona-Pandemie beeinflussten Jahr konnte sich unser Konzern erfolgreich behaupten. Trotz einer langen Lockdown-Phase und anschließendem weniger euphorischen Konsumentenzuspruch als nach der ersten Lockdown-Phase im Jahr 2020 verlief die Ergebnisentwicklung erfreulich. Zusammengefasst wurde ein operatives EBT in Höhe von 5,6 Mio. € erzielt, was leicht unter unseren Erwartungen lag. Der Konzernjahresüberschuss lag mit 5,0 Mio. € ebenfalls minimal unterhalb unserer Erwartungen.

Das Net Working Capital liegt wie erwartet deutlich unter dem Wert von 2020. Der Wert wurde sehr stark durch die Finalisierung der MEDIMAX-Restrukturierung beeinflusst.

Im ersten Tertial des Jahres 2022 lag die Umsatzentwicklung insgesamt leicht unter unseren Planungen.

2.3 Lage

2.3.1 Vorbemerkung

In den folgenden Gliederungspunkten analysieren wir insbesondere unsere finanziellen Leistungsindikatoren (Rohertragsquote, operatives EBT sowie Eigenkapitalquote und Net-Working-Capital).

Aufgrund der Entkonsolidierung diverser MEDIMAX Gesellschaften ergibt sich eine Einschränkung der Vergleichbarkeit der Zahlen des Geschäftsjahres 2021 mit dem Vorjahr. Zur Herstellung der Vergleichbarkeit wurden im Anhang sowie in der nachfolgenden Tabelle gemäß § 294 Abs. 2 HGB die Werte der Konzernbilanz sowie der Konzern-Gewinn und Verlustrechnung 2020 entsprechend angepasst.

Aktiva

Bilanz 31.12. 2021 31.12. 2020 ohne vermarktete Filialen Abweichung
T€
Anlagevermögen 12.489 15.231 -2.742
Vorräte 45.470 46.034 -564
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 79.550 79.794 -244

Passiva

Rückstellungen 39.779 49.243 -9.464
Verbindlichkeiten 89.742 78.786 10.956
Gewinn- und Verlustrechnung 2021 2020 Abweichung
Umsatzerlöse 658.163 779.432 -121.269
Sonstige betriebliche Erträge 18.133 16.952 1.181
Aufwendungen für bezogene Waren und Dienstleistungen 571.108 650.608 -79.500
Personalaufwand 47.958 67.527 -19.569
Sonstige betriebliche Aufwendungen 48.212 65.837 -17.625

2.3.2 Ertragslage

Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Umsatzerlöse, die keine Streckenumsätze enthalten, sanken von 877,5 Mio. € auf 658,2 Mio. €. Die Veränderung resultiert aus dem Rückgang der Umsätze unserer MEDIMAX Märkte aufgrund von Verkäufen und Schließungen im Rahmen der Restrukturierung. Zudem wirkte sich der erneute temporäre Lockdown auf die Umsätze aus. Ein gegenläufig positiver Effekt sind die gesteigerten Großhandelsumsätze. Ohne den Effekt aus Entkonsolidierung liegt der Umsatzrückgang bei 15,6%.

Der Wareneinsatz sank von 730,3 Mio. € auf 571,1 Mio. €. Der Rohertrag verringerte sich von 147,2 Mio. € auf 87,1 Mio. €. Die Rohertragsquote sank von 16,8% auf 13,2% (vgl. Gliederungspunkt 2.2). Ohne den Effekt aus Entkonsolidierung liegt der Rückgang des Rohertrags bei 32,4%.

Hier hat sich vor allem der Rückgang bei den Einzelhandelsumsätzen bemerkbar gemacht, bei denen eine höhere Marge erzielt wird.

Die sonstigen betrieblichen Erträge blieben mit 18,1 Mio. € (Vorjahr 18,0 Mio. €) fast unverändert. Im Wesentlichen beinhaltet dieser Posten Erträge aus der Auflösung nicht mehr benötigter Rückstellungen, Erträge aus der Vermarktung der MEDIMAX Filialen sowie sonstige neutrale, im Wesentlichen periodenfremde Erträge.

Der Personalaufwand sank von 78,5 Mio. € auf 48,0 Mio. €. Durch die verringerte Anzahl an Mitarbeitern aufgrund der Restrukturierung bei MEDIMAX und aufgrund der im Vorjahr enthaltenen Aufwendungen für die Restrukturierungsmaßnahmen ist hier ein Rückgang um 30,5 Mio. € zu verzeichnen. Ohne den Effekt aus der Entkonsolidierung liegt der Rückgang bei 19,6 Mio. €.

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen sanken planmäßig von 5,8 Mio. € auf 4,2 Mio. € Hierin sind keine außerplanmäßigen Abschreibungen auf Sachanlagen enthalten (Vorjahr 0,1 Mio. €)

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sanken von 78,3 Mio. € auf 48,2 Mio. €. Im Geschäftsjahr sind hier Aufwendungen im Rahmen der 2019 eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen bei MEDIMAX mit 2,6 Mio. € (Vorjahr 8,7 Mio. €) enthalten. Der Posten umfasst im Wesentlichen Raumkosten, Werbekosten, Vertriebskosten und Zuführungen zu Rückstellungen. Im Berichtsjahr sind hier 0,6 Mio. € (Vorjahr 1,7 Mio. €) periodenfremde Aufwendungen enthalten.

Das Zins- und Beteiligungsergebnis war mit 1,2 Mio. € positiv. (Vorjahr 0,8 Mio. €)

Bereinigt um Sonderaufwendungen und Sondererträge wurde ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von 5,6 Mio. € erreicht, was minimal unter unseren Erwartungen lag.

Im Einzelnen ermittelt sich das für unsere interne Steuerung relevante operative EBT wie folgt:

2021
Mio. €
2020
Mio. €
Konzerngewinn (-verlust) 4,7 2,3
Ertragsteuern (Aufwand) 1,1 0,9
Ergebnis vor Steuern 5,8 3,2
Restrukturierungeffekte MEDIMAX -0,2 9,8
Operatives EBT 5,6 13,0

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beinhalten einen Aufwand in Höhe von 1,1 Mio. € nach einem Aufwand in Höhe von 0,9 Mio. € im Vorjahr.

In den Steuern vom Einkommen und Ertrag sind insgesamt periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 76 (Vorjahr T€ 8) enthalten.

Das Ergebnis nach Steuern beläuft sich auf 5,0 Mio. € nach 2,6 Mio. € im Vorjahr.

Somit wurde in der Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung ein Konzernjahresüberschuss von 5,0 Mio. € nach 2,4 Mio. € im Vorjahr erzielt.

2.3.3 Finanzlage

Kapitalstruktur

Die Eigenkapitalquote beträgt 39,2% nach 34,5% im Vorjahr. Sie drückt die unverändert sehr solide Finanzkraft des Konzerns aus.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen wie im Vorjahr nicht.

Alle übrigen Verbindlichkeiten resultieren aus dem laufenden Geschäftsverkehr, sind branchenüblich fällig, lauten auf Euro bzw. Schweizer Franken und sind unverzinslich.

Das Net Working Capital ist zum Stichtag von 72,6 Mio. € im Vorjahr deutlich auf 62,6 Mio. € gesunken. Einer weiteren Reduzierung der Vorräte stand ein deutlicher Rückgang der Verbindlichkeiten entgegen. Maßgeblich für die Verringerung ist die MEDIMAX-Restrukturierung.

Hierbei ist das Net Working Capital wie folgt definiert:

2021
Mio. €
2020
Mio. €
Vorratsvermögen 45,5 68,6
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 73,6 68,3
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 56,5 64,3
Net Working Capital 62,6 72,6

Die Investitionen in das Anlagevermögen konnten auch im Jahr 2021 in voller Höhe finanziert werden, ohne Darlehen bei Kreditinstituten aufnehmen zu müssen. Derzeit bestehen keine weiteren Finanzierungsvorhaben.

Die außerbilanziellen Verpflichtungen bestehen in den angegebenen Haftungsverhältnissen sowie den sonstigen finanziellen Verpflichtungen, die im Konzernanhang erläutert werden. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen sanken durch die Privatisierung und Schließung von MEDIMAX-Standorten von 50,6 Mio. € auf 34,1 Mio. € (inkl. der Verpflichtungen der MEDIMAX Zentrale Electronic SE aus an Franchisenehmer untervermieteten Flächen).

2.3.4 Investitionen

Die Investitionen betreffen mit 0,7 Mio. € die immateriellen Vermögensgegenstände. Sie beinhalten vor allem Investitionen in neue Software für die Zentralregulierung.

Die Investitionen in das Sachanlagevermögen in Höhe von 0,8 Mio. € umfassen vor allem die Investition in die IT-Ausstattung für die Mitarbeiter sowie die Erneuerung der IT-Infrastruktur.

Die Investitionen in das Finanzanlagevermögen belaufen sich auf 2,0 Mio. €. Sie betreffen im Wesentlichen Zugänge zu unseren assoziierten Unternehmen sowie Zugänge bei den sonstigen Ausleihungen. Hier sind die gemäß der Equity-Methode nach § 312 Abs. 4 HGB berücksichtigten anteiligen Ergebnisse des Jahres 2021 der Beteiligungsgesellschaften ausgewiesen.

Wesentliche Investitionsverpflichtungen bestehen nicht.

2.3.5 Liquidität

Die liquiden Mittel einschließlich der kurzfristig liquidierbaren Wertpapiere stiegen von 63,2 Mio. € im Vorjahr auf 77,3 Mio. €.

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit lag bei 6,2 Mio. € nach -1,4 Mio. € im Vorjahr und somit um 7,3 Mio. € höher als im Vorjahr. Im Vorjahr war der Wert stark beeinflusst durch unsere Liquiditätssteuerung in Form der Umstellung von der Scheckzahlung zur Überweisung zum Jahresende zur Vermeidung von Verwahrentgelten.

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit war mit 8,1 Mio. € um 14,2 Mio. € höher als im Vorjahr (-6,1 Mio. €). Ursächlich hierfür ist vor allem das freigesetzte Working Capital aus der MEDIMAX Restrukturierung.

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit liegt 2021 bei -0,4 Mio. € nach 7,8 Mio. € im Vorjahr. Im Jahr 2020 war der Wert durch die Aufnahme eines Gesellschafterdarlehens in Höhe von 8,0 Mio. € beeinflusst.

Insgesamt erhöhte sich der Finanzmittelfonds (ohne als Sicherheit verpfändete Termingeldeinlagen) von 61,8 Mio. € auf 75,5 Mio. €.

Aufgrund unserer vorausschauenden jederzeit aktuellen Finanzplanung, der wir eine sehr hohe Bedeutung beimessen, stellen wir sicher, dass wir sämtliche Zahlungsverpflichtungen jederzeit unter Ausnutzung der für uns maximal möglichen Zahlungskonditionen erfüllen können.

Die zum Bilanzstichtag nicht ausgenutzten Kreditlinien belaufen sich auf 7,6 Mio. €. Auch im Jahr 2022 wird nach den heutigen Erkenntnissen und Einschätzungen zu den Auswirkungen der Corona-Pandemie und des Krieges in der Ukraine aufgrund unseres aktiven Liquiditätsmanagements, der Kreativität und des Einsatzes der Verantwortlichen unserer Mitglieds-, Regie- und Franchisebetriebe und der Unterstützung vieler Industriepartner keine Ausweitung dieser Basislinien notwendig werden. Die Restrukturierung der MEDIMAX Filialorganisation ist abgeschlossen und führt im Jahr 2022 zu keinem Liquiditätsabfluss.

2.3.6 Vermögenslage

Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen nahmen von 13,0 Mio. € im Vorjahr auf 9,3 Mio. € ab. Den Investitionen in Höhe von 1,5 Mio. € standen Abschreibungen von 4,1 Mio. €, Abgänge mit Buchwerten von insgesamt 0,1 Mio. € sowie Abgänge aus der Änderung des Konsolidierungskreises von 1,0 Mio. € gegenüber.

Die Finanzanlagen sanken von 3,5 Mio. € auf 3,2 Mio. €. Zugängen von 2,0 Mio. € stehen Abschreibungen von 0,1 Mio. € sowie Abgänge mit Buchwerten von 2,2 Mio. € gegenüber.

Die Vorräte sanken um 23,2 Mio. € auf 45,5 Mio. €. Der Rückgang betrifft vor allem die MEDIMAX-Fachmärkte. Ohne den Effekt aus Entkonsolidierung hätte der Rückgang 0,6 Mio. € betragen.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind um 5,3 Mio. € auf nunmehr 73,6 Mio. € gestiegen. Ohne den Effekt aus Entkonsolidierung wäre hier ein Anstieg um 6,4 Mio. € zu verzeichnen.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen blieben mit 0,2 Mio. € nahezu unverändert.

Die sonstigen Vermögensgegenstände sind mit 5,2 Mio. €, nach 8,4 Mio. € im Vorjahr deutlich zurückgegangen. Im Vorjahr waren hier Abrechnungsposten aus der Zentralregulierung in Höhe von 1,2 Mio. € enthalten, die dieses Jahr aufgrund eines Passivüberhangs unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen werden.

Die Pensionsrückstellungen blieben mit 3,3 Mio. € (Vorjahr 3,3 Mio. €) konstant. Die Steuerrückstellungen sanken auf 0,4 Mio. € nach 0,5 Mio. € im Vorjahr.

Die sonstigen Rückstellungen sanken durch die fortschreitende MEDIMAX-Restrukturierung planmäßig um 14,2 Mio. € auf 36,0 Mio. €. Hier sind vor allem die gebildeten Rückstellungen für die Restrukturierungsmaßnahmen bei MEDIMAX sowie für strukturelle Personalmaßnahmen in der zentralen Organisation mit insgesamt 10,1 Mio. € (Vorjahr 26,3 Mio. €) enthalten.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen verminderten sich um 7,8 Mio. € auf 56,5 Mio. €. Der Rückgang ist durch die Restrukturierung im MEDIMAX Bereich verursacht. Ohne den Effekt aus Entkonsolidierung wäre hier ein Anstieg um 4,8 Mio. € zu verzeichnen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten stiegen um 10,1 Mio. € auf 24,2 Mio. €. Hier ist im Geschäftsjahr erstmalig der Abrechnungsposten aus der Zentralregulierung in Höhe von 12,8 Mio. € enthalten. Durch die Umstellung von Zahlweg und Zahlungstermin kommt es hier zu einer Verbindlichkeit zum Stichtag.

2.3.7 Zusammenfassendes Ergebnis

Insgesamt liegt die Ertragslage in einem heraufordernden Jahr 2021 nur minimal unterhalb unserer Erwartungen und Prognosen.

Eine Analyse des operativen EBT macht deutlich, dass wir mit dem Kooperationsmodell sowie comTeam über einen gesunden, profitablen Kern des Geschäfts verfügen. Wir haben das MEDIMAX Geschäftsmodell durch Überführung in ein reines Partnerschaftsmodell (Franchise) so restrukturiert, dass wir uns auch hier auf den gesunden Kern und seine Stärkung fokussieren und nachhaltig profitabel sein werden.

Die Vermögens- und Finanzlage zeigt weiterhin ein stabiles Bild und ist geprägt durch ein aktives Working Capital-Management. Die Bilanzsumme verringerte sich wie auch im Vorjahr durch die Restrukturierungsmaßnahmen bei MEDIMAX. Die Eigenkapitalquote stieg nach den deutlichen Ergebnisbelastungen der letzten beiden Jahre durch die MEDIMAX-Restrukturierung auf einen soliden Wert von 39,2%.

2.3.8 Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren

Kundenbelange

Ein nachhaltiges Kooperationsmodell für unsere Mitglieder ist von übergeordneter Bedeutung für deren und unseren Geschäftserfolg.

Die Verbundgruppe ElectronicPartner unterstützt die Eigenständigkeit ihrer Partner, indem sie ihnen die Vorteile einer starken Gemeinschaft bietet. Dazu zählen umfassende Dienstleistungen, die den Geschäftsalltag unserer Partner erleichtern, und günstige Einkaufskonditionen, die deren Wettbewerbsfähigkeit sichern. Wir legen generell einen großen Fokus auf das Thema Weiterbildung. Daher haben wir für unsere drei Kernmarken jeweils einen eigenen Campus in Form von digitalen Schulungsplattformen aufgesetzt.

Ein wichtiges Projekt, das wir in 2021 gestartet haben und zeitnah weiter ausbauen werden, ist die Umrüstung unserer Mitgliedsbetriebe auf Electronic Shelf Labels (ESL). Diese moderne, digitale Preisauszeichnung hält informative und nützliche Daten für den Endkunden in entsprechender Aktualität bereit. Die Preissteuerung erfolgt im jeweiligen Mitgliedsbetrieb zentral und unkompliziert.

Die Stärke unserer EP: Mitglieder ist, besten persönlichen Service auf konzentrierter Fläche mitten in der Gemeinde zu bieten. Dieses Alleinstellungsmerkmal werden wir künftig noch effektiver durch gezielte Werbe- und Kommunikationsmaßnahmen auf allen Kanälen sichtbar machen. Gemeinsam sichern sich die Unternehmer durch die Kooperation mit ElectronicPartner eine starke Marktposition und erschließen sich attraktive Zukunftspotentiale.

Unsere Kunden haben individuelle Bedürfnisse. Um diese zu erfüllen und unterschiedliche Zielgruppen zu erreichen, setzen wir bei ElectronicPartner auf enge und langfristige Kooperationen mit unseren Industriepartnern. Dabei führen wir Marken und Produkte, die unsere hohen Ansprüche an Qualität, Innovation und Design erfüllen. Wir setzen auf eine Mehrmarkenstrategie, damit wir Verbraucherwünsche individuell über verschiedene Kanäle mit unterschiedlichen Serviceleistungen erfüllen können - so wie es am besten zu den Bedürfnissen des Einzelnen passt. Mit unseren drei Kernmarken EP:, MEDIMAX und comTeam sowie unseren hochwertigen Sortimenten und Dienstleistungen bieten wir unseren Kunden sowohl ein breites als auch ein tiefes Portfolio.

Die Zufriedenheit unserer Mitglieder mit unseren Leistungen ist für uns wesentlicher Gradmesser für unser verantwortliches Handeln.

Umweltbelange

Unsere grüne Markenfarbe entspricht auch unserer Einstellung zur Umwelt. Wir nehmen unsere Verantwortung ernst, daher wurde in 2021 das Projekt "Go Green" gestartet. Das Thema Nachhaltigkeit ist als internes Firmenziel fest in unserer Agenda 2025 verankert. Es handelt sich hierbei um eine voll umfassende nachhaltige Unternehmensausrichtung mit dem Ziel, unser unternehmerisches Handeln zu optimieren, dauerhaft mit nachhaltigen Produkten zu handeln, den Verbrauch von Plastik und Papier einzuschränken und den CO 2 -Ausstoß zu reduzieren. Zusätzlich befassen wir uns mit Maßnahmen zur Stromgewinnung und -speicherung.

Wir orientieren uns bei dem Projekt "Go Green" an den 17 Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen.

Wir setzen auf eine nachhaltige Büroausstattung, u. a. indem wir energiesparende Technik verwenden und beim Kauf neuer Geräte darauf achten, dass sie qualitativ hochwertig sind und damit langlebiger und auf Dauer ökologischer. Wir verwenden außerdem multifunktionale, stromsparende Geräte wie All-in-One-Drucker. Der Einsatz der Software Docusign ermöglicht uns vollständig digitale Prozesse einschließlich Genehmigungen und Unterschriften.

Unseren Strom an den Standorten in Düsseldorf und Augsburg beziehen wir zu 100 % aus regenerativen Quellen und das bezogene Erdgas ist klimaneutral.

Einen weiteren Beitrag für die Umwelt leisten wir mit der in 2021 durchgeführten energetischen Sanierung unseres ältesten Gebäudeteils. Die Fassade und die Fenster wurden 2021 nach neuen gesetzlichen Normen isoliert und die alten Lampen komplett gegen LEDs ausgetauscht. Durch diese Renovierung reduzieren wir den CO 2 -Ausstoß und senken den Energieverbrauch. Die neue Dachbegrünung über unseren Konferenzräumen dient zusätzlich als natürlicher Klimaschutz.

Arbeitnehmerbelange

Wir bieten den Menschen bei ElectronicPartner ein Umfeld, in dem sie sich entfalten und gleichzeitig Verantwortung für ihre Aufgaben übernehmen. Dazu gehören ein lebendiger Austausch und eine offene Kommunikation ebenso wie das individuelle Fordern und Fördern aller Mitarbeiter.

Es ist unser Ziel, jeden Einzelnen durch individuelle Weiterbildungsmaßnahmen zu unterstützen, seine Fähigkeiten und Fertigkeiten zu entwickeln. Sie ermöglichen es, aktiv und eigenverantwortlich die berufliche Zukunft - durch Persönlichkeit und Fachkompetenz - mitzugestalten und damit einen Teil zum Unternehmenserfolg beizutragen. Wir setzen dabei auf die fundierte Erfahrung unserer Mitarbeiter, die seit vielen Jahren bei uns sind, und auf frischen Wind durch unsere Auszubildenden sowie durch neue Mitglieder in unserem Team. Dabei legen wir Wert auf gezielte Maßnahmen zur Förderung und Weiterbildung.

Wir haben uns, nicht nur durch die Corona-Pandemie, im Laufe der letzten zwei Jahre immer mehr zu einem digitalen Unternehmen entwickelt. Das daraus entstandene mobile Arbeiten für unsere Mitarbeiter werden wir langfristig in unsere Arbeitsorganisation integrieren. Zudem setzen wir auf Vertrauensarbeitszeit: Unsere Mitarbeiter sind bei der Ausgestaltung ihrer individuellen Arbeitszeit weitgehend selbständig. Vorteile sind der hohe Grad an Selbstbestimmtheit, die freie Zeiteinteilung sowie die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Die Gesundheit unserer Mitarbeiter ist uns wichtig. Daher werden den Mitarbeitern, die vor Ort arbeiten auch weiterhin Handdesinfektion, FFP2-Masken sowie Corona-Schnelltests kostenlos zur Verfügung gestellt.

Seit dem Sommer 2021 haben wir ein neues betriebliches Gesundheitsmanagement eingeführt. Unter "GEM - Gesundheit. Energie. Motivation." fassen wir in unserer internen Kommunikations- und Informationsplattform "4All" alle Angebote zum Thema Gesundheit zusammen - von der externen Mitarbeiterberatung bis hin zu spannenden Seminaren und Workshops rund um physische und mentale Gesundheit, körperliche Fitness und gesunde Ernährung.

Gesellschaftliches Engagement

Über 80 Jahre Firmengeschichte zeichnen ein klares Bild: In einem dynamischen Markt steht unsere in Düsseldorf verwurzelte Verbundgruppe gleichermaßen für Kontinuität und Innovation. Wir sind ein lokalverbundenes Familienunternehmen mit europäischer Ausrichtung. Wir orientieren uns an den Wünschen und Bedürfnissen der Verbraucher und bedienen diese mit einem ausgeprägten Trendbewusstsein. Wir sind ein Partner, der für Beständigkeit und Zuverlässigkeit steht.

Wir fördern die Ausbildung und Qualifizierung des Nachwuchses im Sozial-, Gesundheits- und Bildungsbereich, dies bedeutet einen Mehrwert für die Gesellschaft. Wir engagieren uns durch Spenden, Sponsoring und andere Formen der Unterstützung.

3. Prognose- Chancen- und Risikobericht

3.1 Chancen und Risikobericht

Nachfolgende Chancen und Risiken sind nach gleichartigen Risiken kategorisiert für unseren Konzern aufgeführt.

Strategische Risiken und Chancen

Ein strategisches Risiko besteht darin, bei der Ausrichtung des Vertriebs und der übrigen Organisation nicht die zukünftigen Wachstumsfelder zu berücksichtigen. Durch fortlaufende Marktanalysen, die Identifikation von Wachstumsfeldern, die Entwicklung der daraus abgeleiteten Strategiedefinition und nicht zuletzt durch eine konsequente Ergebnissteuerung auf Ebene der Vertriebskanäle und Vertriebslinien beugen wir diesen Risiken vor und schaffen Chancen für den Konzern.

Ein weiteres strategisches Risiko liegt im Lieferantenportfolio. Mit der Pflege unserer langjährigen und verlässlichen Beziehungen zu unseren Lieferanten begegnen wir dem Risiko, wichtige Marken und Produkte nicht zu marktgerechten Preisen anbieten zu können. Die Vermeidung der Abhängigkeit von wenigen großen Lieferanten betrachten wir dabei als ein wesentliches Instrument der Risikominderung. Eine punktgenaue Warenverfügbarkeit und eine schnelle und zuverlässige Logistik sind heute entscheidend für die Zufriedenheit der Endkunden und damit für den Erfolg der Unternehmer vor Ort.

Marktbezogene Risiken und Chancen

Der forcierte Preiswettbewerb, nicht zuletzt verursacht durch den Online-Kanal sowie Veränderungen des Warengruppenmixes, bergen das Risiko weiter sinkender Deckungsbeiträge. Durch Stabilisierung der Absatzwege sowie regelmäßig vorgenommene Kalkulationsanpassungen in den betroffenen Produktgruppen wirken wir diesem Trend entgegen. Chancen bieten sich durch die verstärkte Vermarktung von weiteren Dienstleistungen wie Finanzierung, Garantieverlängerung, Installation, Heimvernetzung etc., die zur Generierung von Zusatzerträgen führt.

Die rigorose Lockdown-Politik für große Bevölkerungsanteile in China führt durch stillgelegte Häfen und Produktionsstätten zu Lieferverzögerungen und Lieferausfällen.Im Berichtsjahr haben wir daher unsere Warenbestände in den betroffenen Produktgruppen erhöht und arbeiten mit unseren Partnern in der Industrie an einer sicheren Warenversorgung.

Ein weiteres Risiko ergibt sich aus dem Strukturproblem des mittelständischen Einzelhandels. Sowohl die fehlende Unternehmensnachfolge bei Mitgliedern als auch die Verschlechterung einzelner Standorte führt zu einem Abschmelzen unserer Mitgliedsbasis. Dieser wirken wir durch eine aktive, umfassende betriebswirtschaftliche Unterstützung unserer Mitglieder bzw. potentieller neuer Mitglieder entgegen.

Für unsere Fachmarktlinie MEDIMAX besteht das Risiko, dass die Marktanteilsverschiebung vom Fachmarkt zum Internet weiter fortschreitet bzw. an Intensität zunimmt. Dem begegnen wir durch den Ausbau unserer Online-Aktivitäten (medimax.de, ebay, Anbindung weiterer Plattformen), der Fokussierung auf Zusatzerträge aus weiteren Dienstleistungen sowie die Verstärkung unserer Beratungskompetenz mit der Folge margenstärkerer Umsätze. Online findet das Rechtsgeschäft direkt zwischen Markt und Kunde statt. Dafür gibt es neben der Internetseite www.medimax.de einen eigenständigen Shop für jeden MEDIMAX-Markt. Insgesamt sind wir mit unserem Omnichannel Ansatz so aufgestellt, dass wir unsere potentiellen Kunden online und offline da abholen, wo sie uns suchen. Das gilt sowohl für die Fachmarktlinie MEDIMAX als auch für den im Verbundgruppenbereich verwendeten systemischen Ansatz. Insbesondere während der Lockdowns im Zuge der COVID-19 Maßnahmen hat sich unser Omnichannel Ansatz sehr bewährt.

Die Insolvenz eines wichtigen Lieferanten ist ein weiteres marktbezogenes Risiko. Neben dem dadurch verursachten Umsatzverlust bei uns und unseren Mitgliedern besteht insbesondere das Risiko, dass vereinbarte Bonus- sowie Garantie- und Gewährleistungsansprüche seitens des Lieferanten nicht mehr erfüllt werden. Dem beugen wir neben den kontinuierlichen Marktbeobachtungen und Gesprächen mit unseren Lieferanten durch regelmäßige, zeitnahe Verrechnung von Bonusansprüchen einerseits und der Bildung ausreichend dotierter Rückstellungen für Garantie- und Gewährleistungsfälle andererseits vor. Durch die starke Streuung unserer Hersteller-Vertragspartner und deren Erträgen würde die Insolvenz des einen oder anderen Vertragspartners die Ertrags- und auch die Vermögenslage zwar negativ beeinflussen, allerdings keinesfalls existenzgefährdende Ausmaße annehmen können.

Ansonsten kann es dazu kommen, dass bereits vereinbarte Jahresziele nicht vollständig erreicht werden und somit die Erträge geringer als geplant ausgewiesen werden.

Dem Risiko der Insolvenz eines wichtigen IT-Dienstleistungspartners begegnen wir mit unserer IT-Strategie mit konsequenter Standardisierungsausrichtung sowie dem konsequenten Einsatz von A-Lieferanten im IT-Umfeld.

Dem Risiko von Forderungsausfällen begegnen wir bilanziell durch Bildung entsprechender Einzel- und Pauschalwertberichtigungen auf Forderungen. Ein professionelles Forderungsmanagement ist Bestandteil unserer Geschäftstätigkeit. Bereits bei der Aufnahme neuer Mitglieder in die Verbundgruppe erfolgt eine intensive Prüfung der wirtschaftlichen Verhältnisse. Im laufenden Geschäftsverkehr werden zeitnah wichtige betriebswirtschaftliche Kennzahlen ermittelt, ausgewertet und von der Geschäftsleitung beurteilt und ggf. entsprechende Handlungsanweisungen entwickelt.

Zudem wird ein Großteil unserer Forderungen kreditversichert.

Unsere Mitgliedsbetriebe konnten ihre Umsätze in der Corona-Krise überwiegend steigern und weitere Marktanteile gewinnen. Da es in 2021 keine nennenswerten Forderungsausfälle gab, erwarten wir hier keine signifikanten Belastungen unserer Ertragslage.

Leistungswirtschaftliche Risiken

Das Risiko einer zu geringen Lagerumschlagsgeschwindigkeit der Bestände, das zu einer erhöhten Kapitalbindung führt, steuern wir durch die ständig weiter forcierte Neuausrichtung der Lagerhaltungs- und Logistikstruktur. Darüber hinaus wird eine aktive Bestandssteuerung unter Berücksichtigung der jederzeitigen Lieferbereitschaft betrieben, die durch Zielvereinbarungen mit den verantwortlichen Personen unterstützt wird.

Finanzwirtschaftliche Risiken/Risikoberichterstattung Finanzinstrumente

Die verwendeten Finanzinstrumente beinhalten aufgrund der sehr vorsichtigen Anlagepolitik nahezu keine Marktrisiken. Währungsrisiken spielen aufgrund der Konzentration auf den Euroraum nur eine untergeordnete Rolle. Zinsänderungsrisiken wird durch Marktbeobachtungen sowie entsprechend daraus abgeleiteten Anlagehorizonten Rechnung getragen.

Möglichen Liquiditätsrisiken wird durch eine jederzeit aktuelle Finanzplanung sowie ein aktives Liquiditätsmanagement begegnet.

Mit Beginn der Corona-Pandemie wurde die kurz- und mittelfristige Liquiditätsplanung intensiviert und regelmäßig im Vorstand diskutiert. Kurzfristig werden Maßnahmen abgeleitet und umgesetzt. Die Liquiditätsplanung wird regelmäßig mit dem Verwaltungsrat und den Gesellschaftern diskutiert.

Durch den konzerninternen Finanzausgleich (Cash Pooling) wird eine Optimierung der Liquidität erreicht.

Zusammenfassendes Ergebnis zur Risikotragfähigkeit

Das vorhandene Eigenkapital deckt das Gesamtrisiko vollständig ab. Somit besteht keine Bestandsbedrohung durch die aggregierte Gesamtrisikowirkung.

Die gegenwärtige Liquidität in Verbindung mit den von unseren Hausbanken zur Verfügung gestellten Kreditlinien ist zur Risikoabdeckung ausreichend.

Insgesamt hat sich die Risikolandschaft gegenüber dem Vorjahr aufgrund der hohen Inflation und des Ukraine-Krieges, die die Konsumlaune negativ beeinflussen, sowie die Verschärfung von Lieferketten-Problemen verschlechtert. Durch die in 2021 beendete Privatisierung unserer MEDIMAX-Standorte haben sich unsere Risiken im MEDIMAX-Bereich jedoch erfreulich verringert. Die Einschätzung der Gesamtrisikosituation ist das Ergebnis der konsolidierten Betrachtung aller Einzelrisiken. Aus heutiger Sicht zeichnen sich keine den Fortbestand unseres Konzerns gefährdenden Risiken, auch nicht in Verbindung mit anderen Risiken, ab.

3.2 Prognosebericht

Wir rechnen aufgrund des weitgehenden Wegfalls von Corona-Schutzmaßnahmen damit, dass die verfügbaren finanziellen Mittel der Konsumenten im Jahr 2022 stark in die Bereiche Reisen, Gastronomie, Kultur und Unterhaltung umgeschichtet werden.

Auch wenn der Krieg in der Ukraine unseren Konzern nicht unmittelbar betrifft, da wir dort weder Kunden noch Lieferanten haben, so werden sich trotzdem die Auswirkungen bemerkbar machen. Wir gehen davon aus, dass die hohe Inflationsrate und der enorme Kostenanstieg zu einer geringeren Kaufkraft führen werden. Daher müssen wir davon ausgehen, dass die gute Gesamtentwicklung des Jahres 2021 sich so in 2022 nicht wiederholen wird.

In diesen Rahmenbedingungen rechnen wir für 2022 mit Umsatzerlösen, die leicht unterhalb denen von 2021 liegen werden. Trotz der derzeit erzielten Umsatzsteigerungen rechnen wir für die nächsten Monate mit einem branchenweiten deutlichen Rückgang der Umsätze. Wir rechnen mit Umsatzerlösen in der Bandbreite von 600 bis 650 Mio. €.

Beim Rohertrag rechnen wir mit einer stabilen Rohertragsquote in vergleichbarer Größenordnung zu diesem Jahr.

Weiterhin erwarten wir leicht rückgängige sonstige Erträge durch den Wegfall von Restrukturierungseffekten, die nur zum Teil durch höhere Werbeerträge kompensiert werden können. Ferner rechnen wir mit ebenfalls leicht rückläufigen operativen Kosten durch den Wegfall von Restrukturierungsaufwendungen und den Rückgang der Kosten der noch operativen eigenen MEDIMAX-Märkte im Vergleich zum Vorjahr, denen höhere Aufwendungen aufgrund verstärkter Marketing- und Vertriebsmaßnahmen sowie den Auswirkungen der Inflation gegenüberstehen. Insgesamt erwarten wir für das Jahr 2022 ein EBT, das leicht oberhalb des EBT des Geschäftsjahres 2021 liegen wird (vgl. Gliederungspunkt 2.3.2).

Durch weiterhin aktives Working-Capital-Management erwarten wir für 2022 einen weiteren moderaten Rückgang des Working-Capital (vgl. Gliederungspunkt 2.3.3).

Die Eigenkapitalquote erwarten wir bei deutlich oberhalb 40%.

 

Düsseldorf, den 24. Mai 2022

Volker Marmetschke

Friedrich Sobol

Karl Trautmann

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021

Aktiva

31.12.2021
31.12.2020
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software und Markenrechte 6.771.485,62 8.664.907,25
2. Geschäfts- oder Firmenwert 71.155,20 85.708,28
3. Geleistete Anzahlungen 254.380,17 189.750,46
7.097.020,99 8.940.365,99
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 411.068,86 1.095.194,14
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.751.767,92 2.926.279,74
2.162.836,78 4.021.473,88
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 1.639.752,15 2.175.067,51
2. Sonstige Beteiligungen 98.297,62 432,36
3. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 250.000,00 0,00
4. Sonstige Ausleihungen 1.241.434,85 1.284.930,22
3.229.484,62 3.460.430,09
12.489.342,39 16.422.269,96
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Waren 45.470.114,36 68.630.481,76
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 73.616.957,39 68.324.790,52
(davon mit einer Restlaufzeit über einem Jahr € 128.941,48; Vorjahr € 109.732,70)
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 190.715,05 250.446,43
(davon mit einer Restlaufzeit über einem Jahr € 0,00; Vorjahr € 0,00)
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 550.041,52 4.752.896,57
(davon mit einer Restlaufzeit über einem Jahr € 0,00; Vorjahr € 0,00)
4. Sonstige Vermögensgegenstände 5.192.461,43 8.411.188,80
(davon mit einer Restlaufzeit über einem Jahr € 58.462,86; Vorjahr € 39.943,74)
79.550.175,39 81.739.322,32
III. Wertpapiere
Sonstige Wertpapiere 1.249.729,12 1.195.237,13
IV. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 76.055.090,19 61.988.614,80
202.325.109,06 213.553.656,01
C. Rechnungsabgrenzungsposten 644.916,59 399.771,68
215.459.368,04 230.375.697,65

Passiva

31.12.2021
31.12.2020
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 31.000.000,00 31.000.000,00
II. Kapitalrücklage 449.470,81 449.470,81
III. Gewinnrücklagen 60.063.453,02 60.085.021,15
IV. Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung 6.575.945,12 6.092.252,89
V. Verlustvortrag -18.321.855,97 -20.426.235,30
VI. Konzerngewinn 4.743.158,84 2.335.436,09
84.510.171,82 79.535.945,64
VII. Nicht beherrschende Anteile 20.000,00 20.000,00
84.530.171,82 79.555.945,64
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 3.329.480,22 3.322.967,57
2. Steuerrückstellungen 423.462,63 482.405,61
3. Sonstige Rückstellungen 36.025.656,70 50.262.053,49
39.778.599,55 54.067.426,67
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 56.514.761,56 64.274.343,42
(davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr € 56.514.761,56; Vorjahr € 64.274.343,42)
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 8.000.000,00 8.001.662,08
(davon gegenüber Gesellschaftern: € 8.000.000,00; Vorjahr € 8.000.000,00)
(davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr € 0,00; Vorjahr € 1.662,08)
3. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.070.680,73 6.189.032,27
(davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr € 1.070.680,73; Vorjahr € 6.189.032,27)
4. Sonstige Verbindlichkeiten 24.156.776,96 14.089.587,61
(davon aus Steuern € 6.736.002,58; Vorjahr € 9.386.596,12)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit € 68.759,34; Vorjahr € 68.032,83)
(davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr € 24.099.032,81; Vorjahr € 14.030.843,46)
89.742.219,25 92.554.625,38
D. Rechnungsabgrenzungsposten 1.022.447,12 3.929.488,12
E. Passive latente Steuern 385.930,30 268.211,84
215.459.368,04 230.375.697,65

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021

2021
2020
1. Umsatzerlöse 658.162.735,05 877.485.193,72
2. Andere aktivierte Eigenleistungen 37.557,92 106.886,10
3. Sonstige betriebliche Erträge 18.132.808,84 18.034.110,19
(davon aus Währungsumrechnung € 4.225,39; Vorjahr € 39.758,73)
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für bezogene Waren -516.227.292,88 -690.124.986,26
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -54.881.137,36 -40.144.988,52
-571.108.430,24 -730.269.974,78
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -39.624.416,00 -64.717.100,14
b) Soziale Abgaben -7.747.048,11 -13.215.206,10
c) Aufwendungen für Altersversorgung -586.679,54 -585.583,78
-47.958.143,65 -78.517.890,02
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -4.157.195,00 -5.832.141,87
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -48.212.248,89 -78.285.446,02
(davon aus Währungsumrechnung € 2.608,62; Vorjahr € 15.699,10)
8. Erträge aus Beteiligungen 201.318,20 175.000,00
(davon aus verbundenen Unternehmen € 0,00; Vorjahr € 175.000,00)
9. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 442.794,54 237.593,78
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 275.847,63 240.185,58
(davon aus verbundenen Unternehmen € 3.782,16; Vorjahr € 3.924,57)
(davon aus der Abzinsung von Rückstellungen € 2.341,93; Vorjahr € 930,60)
11. Ergebnis aus assoziierten Unternehmen 621.242,30 642.942,59
12. Abschreibungen auf Finanzanlagen -89.927,96 -236.494,18
13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -271.770,14 -241.836,91
(davon an verbundene Unternehmen € 160.000,00; Vorjahr € 40.444,44)
(davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen € 75.768,12; Vorjahr € 156.702,02)
14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.085.454,42 -890.611,71
15. Ergebnis nach Steuern 4.991.134,18 2.647.516,47
16. Sonstige Steuern -27.215,99 -38.528,14
17. Aufgrund eines Teilgewinnabführungsvertrages abgeführter Gewinn 0,00 -168.322,27
18. Konzernjahresüberschuss 4.963.918,19 2.440.666,06
19. Nicht beherrschende Anteile -220.759,35 -105.229,97
20. Konzerngewinn 4.743.158,84 2.335.436,09

Konzernanhang zum 31. Dezember 2021

Allgemeine Erläuterungen

Die ElectronicPartner Handel SE hat ihren Sitz in Düsseldorf und ist im Handelsregister beim Amtsgericht Düsseldorf unter der Register-Nr. HRB 61492 eingetragen.

Der Konzernabschluss der ElectronicPartner Handel SE ist nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB) und des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt worden.

Aufgrund der Entkonsolidierung diverser MEDIMAX Gesellschaften ergibt sich eine Einschränkung der Vergleichbarkeit der Zahlen des Geschäftsjahres 2021 mit dem Vorjahr. Zur Herstellung der Vergleichbarkeit wurden in der nachfolgenden Tabelle gemäß § 294 Abs. 2 HGB die Werte der Konzernbilanz sowie der Konzern-Gewinn und Verlustrechnung 2020 entsprechend angepasst.

Bilanz 31.12.2021 31.12.2020 ohne vermarktete Filialen Abweichung
T€
Akiva
Anlagevermögen 12.489 15.231 -2.742
Vorräte 45.470 46.034 -564
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 79.550 79.794 -244
Passiva
Rückstellungen 39.779 49.243 -9.464
Verbindlichkeiten 89.742 78.786 10.956
Gewinn- und Verlustrechnung 2021 2020 Abweichung
Umsatzerlöse 658.163 779.432 -121.269
Sonstige betriebliche Erträge 18.133 16.952 1.181
Aufwendungen für bezogene Waren und Dienstleistungen 571.108 650.608 -79.500
Personalaufwand 47.958 67.527 -19.569
Sonstige betriebliche Aufwendungen 48.212 65.837 -17.625

I. Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweismethoden

1. Bilanzierung und Bewertung

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert beibehalten.

Die Sachanlagen und immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten abzüglich der kumulierten planmäßigen und außerplanmäßigen Abschreibungen bilanziert. Die planmäßigen Abschreibungen auf Zugänge zum beweglichen Sachanlagevermögen werden linear vorgenommen. Handelsrechtlich wird die steuerrechtliche Regelung des § 6 Abs. 2 EStG angewendet, wonach geringwertige abnutzbare, bewegliche Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungskosten € 800 nicht übersteigen, bereits im Jahr der Anschaffung in voller Höhe abgeschrieben werden.

Geschäfts- oder Firmenwerte, die bis 2009 aus der Kapitalkonsolidierung entstanden sind, wurden ab dem Folgejahr über vier Jahre linear abgeschrieben. Ab 2010 entstandene Geschäfts- oder Firmenwerte wurden über fünf Jahre, beginnend mit dem Jahr der Entstehung, linear abgeschrieben. Ab 2016 entstandene Geschäfts- oder Firmenwerte werden entsprechend der Neuregelung nach BilRUG nach individueller Einschätzung und sofern diese nicht verlässlich bestimmt werden kann über zehn Jahre, beginnend mit dem Jahr der Entstehung, linear abgeschrieben. In Einzelabschlüssen bilanzierte Geschäfts- oder Firmenwerte werden planmäßig über fünf Jahre linear abgeschrieben.

Die geleisteten Anzahlungen werden zum Nennbetrag angesetzt.

Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Assoziierte Unternehmen werden nach der Equity-Methode auf Basis der Buchwertmethode bewertet.

Die Ausleihungen sind zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert.

Abschreibungen auf Finanzanlagen erfolgen nur aufgrund voraussichtlich dauernder Wertminderung.

Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips nach konzerneinheitlichen Richtlinien. Vorräte aus Lieferungen von konsolidierten Gesellschaften sind nach Zwischengewinneliminierung zu den nach handelsrechtlichen Vorschriften aktivierungspflichtigen Anschaffungskosten angesetzt. Für Wertminderungen werden angemessene Abschläge vorgenommen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit den Nennwerten abzüglich Einzelwertberichtigungen und Pauschalwertberichtigungen bzw. zum Barwert angesetzt. Erkennbare Risiken im Forderungsbestand sind durch ausreichende Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wurden Pauschalwertberichtigungen gebildet.

Wertpapiere des Umlaufvermögens werden zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren Kurswert ausgewiesen.

Der Kassenbestand sowie Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks wurden mit dem Nennwert angesetzt.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Aktive latente Steuern entstanden aus der Zwischengewinneliminierung. Soweit sich aufgrund von Konsolidierungsvorgängen aktive oder passive latente Steuern ergeben, werden diese mit einem Steuersatz von 30 % gerechnet und saldiert ausgewiesen.

Passive latente Steuern sind in den lokalen Handelsbilanzen nicht entstanden. Aktive Steuerlatenzen werden in Ausübung des Wahlrechts des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht aktiviert.

Passive latente Steuern auf Unterschiedsbeträge aus der Anpassung der nationalen Ergebnisse an die Handelsbilanzen II werden mit den landesspezifischen Steuersätzen gerechnet, im Geschäftsjahr kam der Steuersatz von 19 % zur Anwendung. Sie werden im Konzernabschluss mit den latenten Steuern, die aus Konsolidierungsvorgängen resultieren, saldiert ausgewiesen. Die passiven latenten Steuern resultieren aus unterschiedlichen Ansätzen im Vorratsvermögen sowie bei Forderungen und Rückstellungen. Aktivüberhänge an latenten Steuern auf solche Unterschiedsbeträge werden nicht angesetzt.

Die Berechnung der Pensionsrückstellungen erfolgte nach der Projected Unit Credit Methode (PUC) auf der Grundlage der Richttafeln 2018 G von Prof. Klaus Heubeck unter Zugrundelegung eines Rechnungszinssatzes und eines Rententrends. Bei dem Rechnungszinssatzhandelt es sich um einen fristenkongruenten, durchschnittlichen Marktzins der letzten zehn Jahre, der von der Deutschen Bundesbank monatlich veröffentlicht wird. Es wird eine pauschale Restlaufzeit der Verpflichtungen von 15 Jahren angenommen.

Bei der Berechnung der Pensionsrückstellungen wurden ein Rechnungszinssatz von 1,87 % und ein Rententrend von 2,0 % bis 2,4 % zugrunde gelegt. Ein Gehaltstrend war nicht zu berücksichtigen. Zur Berechnung wurde das am 17.03.2016 in Kraft getretene "Gesetz zur Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie und zur Änderung der handelsrechtlichen Vorschriften" angewandt, wonach die Abzinsung nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen 10 Geschäftsjahren erfolgte. Der Unterschiedsbetrag zu der Bewertung mit dem 7-Jahresdurchschnittszinssatz beträgt für 2021 T€ 108 (Vorjahr T€ 153) und ist gemäß § 253 Abs. 6 HGB grundsätzlich ausschüttungsgesperrt.

Übrige langfristige Rückstellungen wurden mit einem fristenkongruenten durchschnittlichen Marktzins der letzten sieben Jahre, der von der Deutschen Bundesbank monatlich veröffentlicht wird, abgezinst.

Die anderen Rückstellungen decken alle erkennbaren Risiken und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags ermittelt worden.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert.

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Einnahmen vor dem Bilanzstichtag, die Erträge für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag darstellen.

II. Konsolidierungsgrundsätze

Die folgenden Konsolidierungsgrundsätze werden soweit nicht anders aufgeführt gegenüber dem Vorjahr unverändert angewandt.

Der Stichtag der Jahresabschlüsse aller einbezogenen Unternehmen entspricht dem Konzernabschlussstichtag (31. Dezember 2021).

1. Kapitalkonsolidierung

Die Kapitalkonsolidierung nach den §§ 300, 301 HGB wird nach der Neubewertungsmethode durchgeführt. Hierbei werden die Wertansätze der Beteiligungen an verbundenen Unternehmen mit den hierauf entfallenden Anteilen am Eigenkapital des Unternehmens verrechnet.

Die Konsolidierung erfolgt auf Grundlage der Wertansätze zum Zeitpunkt des Erwerbs.

Soweit sich bei der Konsolidierung aktive oder passive Unterschiedsbeträge ergeben, wurden sie bis einschließlich 1999 grundsätzlich mit den Rücklagen verrechnet. Der Aktivsaldo dieser Unterschiedsbeträge (saldiert mit passiven Unterschiedsbeträgen von unverändert T€ 41) beträgt unverändert T€ 207. Weiterhin sind Passivbeträge aus Veränderungen im Konsolidierungskreis aus 2010 in Höhe von T€ 84 saldiert. Aus Veränderungen im Konsolidierungskreis 2013 resultieren Passiv-Zugänge in Höhe von T€ 25. Aus Veränderungen im Konsolidierungskreis 2021 resultieren Passiv-Abgänge in Höhe von T€ 253.

Seit dem Jahr 2000 ist der Konzern dazu übergegangen, aktive Unterschiedsbeträge als Firmenwert gesondert auszuweisen und nach § 309 Abs. 1 HGB grundsätzlich über vier Jahre abzuschreiben. Ab 1. Januar 2010 erfolgt die planmäßige Abschreibung neu entstehender Firmenwerte nach BilMoG über eine Nutzungsdauer von fünf Jahren, beginnend im Entstehungsjahr. Ab 2016 entstandene Geschäfts- oder Firmenwerte werden gemäß § 253 Abs.3 HGB nach individueller Einschätzung und sofern diese nicht verlässlich bestimmt werden kann über zehn Jahre, beginnend mit dem Jahr der Entstehung, linear abgeschrieben. Abweichend davon wurde der in 2006 aus dem Erwerb weiterer Anteile der Expert Holding AG/Schweiz entstandene Firmenwert von T€ 228 mit den Gewinnrücklagen verrechnet, er ist in den oben genannten Unterschiedsbeträgen (T€ 207) enthalten. Aus der Verschmelzung der Expert Genossenschaft auf die ElectronicPartner Schweiz AG ergab sich in 2017 ein erfolgsneutraler Zugang zum Eigenkapital von T€ 407.

2. Equity Bilanzierung

Die Equity Bilanzierung erfolgt gem. § 312 HGB nach der Buchwertmethode. Der jeweilige Unterschiedsbetrag zwischen dem Buchwert und dem anteiligen Eigenkapital des assoziierten Unternehmens wird als Firmenwert über fünf Jahre, ab 2016 über zehn Jahre, beginnend mit dem Jahr der Entstehung, abgeschrieben. Auf eine Anpassung an die konzerneinheitlichen Bewertungs- und Bilanzierungsrichtlinien wird verzichtet. Ebenso wird auf die Eliminierung von Zwischenergebnissen im Rahmen der Equity Bilanzierung verzichtet, da die für die Beurteilung maßgeblichen Sachverhalte nicht zugänglich sind.

Die Beteiligung an der MEDIMAX Electronic Frankfurt/Oder GmbH wurde zum 1. Januar 2014 erstmals nach der Equity Methode erfasst. Aus der erstmaligen at Equity Bilanzierung assoziierter Unternehmen, die zuvor mit den Anschaffungskosten bilanziert wurden, ist in 2014 ein passiver Unterschiedsbetrag in Höhe der thesaurierten Gewinne entstanden, der erfolgsneutral in die Gewinnrücklagen eingestellt wurde (T€ 242).

3. Währungsumrechnung

Die Umrechnung der Bilanzposten der ausländischen Tochtergesellschaften erfolgt gemäß § 308a HGB zum Devisenkassamittelkurs bzw. für das Eigenkapital mit historischen Kursen. Für die Umrechnung in der Gewinn- und Verlustrechnung wird mit den Jahresdurchschnittskursen gerechnet. Die sich ergebenden Differenzen aus der Bewertung zum Stichtagskurs gegenüber der Bewertung zum historischen Kurs einerseits sowie gegenüber dem Jahresdurchschnittskurs andererseits werden unter dem Posten Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung innerhalb des Eigenkapitals ausgewiesen.

Auf fremde Währung lautende Forderungen und Verbindlichkeiten der jeweiligen Einzelabschlüsse mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr sind zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Somit werden neben den unrealisierten Aufwendungen auch unrealisierte Erträge erfolgswirksam erfasst.

4. Schuldenkonsolidierung

Bei der Schuldenkonsolidierung werden in der konsolidierten Bilanz die sich entsprechenden Ausleihungen, Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den Konzernunternehmen aufgerechnet.

In den Jahresabschlüssen vermerkte Eventualverbindlichkeiten aus dem Rechtsverkehr zwischen den einbezogenen Unternehmen werden im Konzernabschluss eliminiert.

5. Drittschuldenkonsolidierung

Bei der Drittschuldenkonsolidierung werden die in den Einzelabschlüssen ausgewiesenen Forderungen und Verbindlichkeiten auf Konzernebene saldiert, sofern diese gegenüber denselben Lieferanten bestehen.

6. Aufwands- und Ertragskonsolidierung

In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sind bei den Umsatzerlösen die Erlöse aus Lieferungen und Leistungen zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen gegen die entsprechenden Aufwendungen für bezogene Waren und Leistungen aufgerechnet worden. Die anderen Erträge aus Leistungen zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sind ebenfalls mit den entsprechenden Aufwendungen verrechnet worden. Eliminiert wurden die Erträge und Aufwendungen aus Beteiligungen, die Zinsen aus gruppeninternen Kreditgewährungen sowie Kostenumlagen.

7. Zwischengewinneliminierung

Aufgrund der Restrukturierung im Bereich MEDIMAX entstanden im Geschäftsjahr keine zu eliminierende Zwischengewinne. Auf die Eliminierung von Zwischengewinnen wird im Rahmen der Equity Bilanzierung verzichtet.

III. Bilanzerläuterungen

Anlagevermögen

Gliederung und Entwicklung des Konzernanlagevermögens sind im Anlagenspiegel (siehe Anlage zum Konzernanhang) dargestellt.

Geschäfts- oder Firmenwerte mit Restbuchwerten von T€ 71 (Vorjahr T€ 86) werden entsprechend der aktuellen Gesetzeslage nach individueller Einschätzung und sofern diese nicht verlässlich bestimmt werden kann, planmäßig über zehn Jahre abgeschrieben.

Die übrigen immateriellen Vermögensgegenstände werden über eine Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahren linear abgeschrieben.

Die im Anlagenspiegel unter den kumulierten Abschreibungen ausgewiesenen Währungsanpassungen beinhalten auch die Differenzen aus der Anpassung an den Durchschnittskurs in der Gewinn- und Verlustrechnung.

Im Vorjahr fielen, im Rahmen der Restrukturierung im MEDIMAX-Bereich, außerplanmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen in Höhe von T€ 99 an. Auf die Finanzanlagen erfolgten außerplanmäßige Abschreibungen bei den sonstigen Ausleihungen in Höhe von T€ 90 (Vorjahr T€ 236).

Forderungen gegen verbundene Unternehmen und gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht

Forderungen gegen verbundene Unternehmen und gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultieren im Wesentlichen aus Lieferungen und Leistungen.

Eigenkapital

Das Grundkapital unserer Gesellschaft beträgt unverändert € 31.000.000,00. Es ist eingeteilt in 31.000.000 auf den Namen lautende Stückaktien.

Gewinnrücklagen

Die Gewinnrücklagen enthalten neben den Gewinnrücklagen der Muttergesellschaft auch die in der Vergangenheit verrechneten Ausgleichsposten aus der Kapitalkonsolidierung.

Verlustvortrag

Im Verlustvortrag werden die während der Konzernzugehörigkeit bisher erwirtschafteten, noch nicht ausgeschütteten Ergebnisse der Konzerngesellschaften und die Vorträge der Zwischengewinneliminierung bei den Vorräten und anderen konzerninternen Transaktionen ausgewiesen.

Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung

In Anwendung von § 308a HGB werden Veränderungen des Eigenkapitals aufgrund der Währungsumrechnung gesondert als "Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung" innerhalb des Eigenkapitals ausgewiesen.

Eigenkapitalspiegel

Die Darstellung der Veränderung des Konzerneigenkapitals erfolgt nach DRS 22 (siehe Seite 30 f.).

Sonstige Rückstellungen

Sonstige Rückstellungen, die einen nicht unwesentlichen Umfang haben, bestehen für Aufwendungen im Personalbereich (T€ 6.304; Vorjahr T€ 9.715), Garantieverpflichtungen (T€ 2.774; Vorjahr T€ 4.142), für Delkredere-Risiken (T€ 7.239; Vorjahr T€ 4.371), für Risiken aus Lieferantenabrechnungen (T€ 7.670; Vorjahr T€ 3.902) sowie für nicht abgerechnete Kundenansprüche (T€ 290; Vorjahr T€ 326).

In den sonstigen Rückstellungen sind Restrukturierungsaufwendungen für die MEDIMAX Filialen sowie die zentrale Organisationstruktur in Höhe von T€ 10.051 (Vorjahr T€ 26.329) enthalten, die wiederum teilweise in den oben genannten Summen enthalten sind.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben eine Restlaufzeit unter 1 Jahr. Von den sonstigen Verbindlichkeiten haben T€ 58 (Vorjahr T€ 59) eine Restlaufzeit von über einem Jahr davon T€ 58 (Vorjahr T€ 59) mit einer Restlaufzeit über fünf Jahre.

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sowie gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultieren aus Lieferungen und Leistungen.

Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von 8 Mio. € haben eine Laufzeit von mehr als einem Jahr. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern mit einer Laufzeit von mehr als fünf Jahren bestehen nicht.

Passive Latente Steuern

Im Konzernabschluss sind passive latente Steuern von T€ 386 (Vorjahr T€ 417) auf Unterschiedsbeträge aus der Anpassung der nationalen Ergebnisse an die Handelsbilanzen II enthalten.

Die aktiven latenten Steuern aus Konsolidierungsmaßnahmen wurden im Vorjahr in Höhe von T€ 149 saldiert mit den passiven latenten Steuern mit insgesamt T€ 268 ausgewiesen.

Im Geschäftsjahr entstanden keine aktiven latenten Steuern aus Konsolidierungsmaßnahmen (Vorjahr T€ 149).

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Gliederung

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach § 275 Abs. 2 HGB (Gesamtkostenverfahren) gegliedert.

Umsatzerlöse

2021
T€
2020
T€
Inland 457.161 676.858
Ausland 201.002 200.627
(davon nicht EU-Ausland) (86.394) (84.903)
658.163 877.485

Die Umsätze belaufen sich auf Umsätze mit Handelswaren in Höhe von 537,0 Mio. € (Vorjahr 748,2 Mio. €) sowie auf Umsätze mit sonstigen Waren und Dienstleistungen in Höhe von 121,2 Mio. € (Vorjahr 129,3 Mio. €)

In den Umsatzerlösen sind periodenfremde Erlöse aus Zahlungen von Lieferanten für Vorjahre in Höhe von T€ 848 (Vorjahr T€ 964) enthalten.

Außergewöhnliche Erträge und Aufwendungen

Im Geschäftsjahr 2021 entstanden Aufwendungen in Höhe von 5,4 Mio. € und Erträge in Höhe von 5,6 Mio. € aus der in 2019 beschlossenen Restrukturierung der MEDIMAX Sparte. Diese resultieren im Wesentlichen aus Zuführungen und Auflösungen von Restrukturierungsrückstellungen, den Erlösen aus Beteiligungsverkäufen sowie sonstigen Schließungseffekten.

Periodenfremde Erträge und Aufwendungen

Die periodenfremden betrieblichen Erträge belaufen sich auf T€ 6.153 (Vorjahr T€ 7.924). Sie betreffen im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und Erträge aus Auflösungen von Wertberichtigungen auf Forderungen sowie dem Zahlungseingang von abgeschriebenen Forderungen. Die periodenfremden Aufwendungen betragen T€ 1.178 (Vorjahr T€ 2.255), die mit T€ 558 (Vorjahr T€ 1.713) in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen und mit T€ 620 (Vorjahr T€ 542) in den Aufwendungen für bezogene Leistungen enthalten sind.

In den Steuern vom Einkommen und Ertrag ist insgesamt periodenfremder Ertrag in Höhe von T€ 76 (Vorjahr T€ 8) enthalten.

Abschreibungen auf Finanzanlagen

Es handelt sich mit T€ 90 (Vorjahr T€ 236) um außerplanmäßige Abschreibungen und Wertberichtigungen auf sonstige Ausleihungen.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Im Berichtsjahr sind hier Aufwendungen für die Restrukturierung MEDIMAX in Höhe von 2,6 Mio. € (Vorjahr 7,7 Mio. €) enthalten. Siehe auch die Erläuterungen zu den außergewöhnlichen Aufwendungen und Erträgen.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

In diesem Posten ist ein Aufwand aus latenten Steuern in Höhe von T€ 101 (Vorjahr T€ 179) verrechnet.

Zum 31.12.2020 wurden passive latente Steuern in Höhe von T€ 268 ausgewiesen. Durch Währungseffekte in Höhe von T€ 17 und Steueraufwand in Höhe von T€ 101 hat sich der Saldo um T€ 118 verändert, sodass zum 31.12.2021 T€ 386 passivisch ausgewiesen werden.

V. Konsolidierungskreis

Im Jahr 2021 wurden folgende Gesellschaften mit der MEDIMAX Zentrale Electronic SE verschmolzen:

MEDIMAX Electronic Objekt Hamburg-Barmbek GmbH

MEDIMAX Electronic Objekt Fulda GmbH

MEDIMAX Electronic Objekt Pfungstadt GmbH

MEDIMAX Electronic Hamburg-Wandsbek GmbH

Im Jahr 2021 wurden folgende Beteiligungen veräußert:

M.S. Media Electronic Holding GmbH, Wernigerode

MSB Media und Service Pankow GmbH, Berlin

 

(vormals: MEDIMAX Electronic Objekt Berlin-Pankow GmbH)

R+M Elektronik Nettetal GmbH, Nettetal

 

(vormals MEDIMAX Electronic Objekt Nettetal GmbH)

M.S. Media Electronic Wolfen-Bobbau GmbH, Bitterfeld-Wolfen

M+R Elektronik Mettmann GmbH, Mettmann

 

(vormals: MEDIMAX Electronic Objekt Mettmann GmbH)

m-electronics GmbH, Waldshut-Tiengen

 

(vormals: MEDIMAX Electronic Objekt Waldshut-Tiengen GmbH)

MMX Dortmund Handel GmbH, Dortmund

Steiner Electronic Görlitz GmbH, Görlitz

 

(vormals: MEDIMAX Electronic Objekt Görlitz GmbH)

MSB - Media und Service Neuruppin GmbH, Neuruppin

 

(vormals: MEDIMAX Electronic Objekt Neuruppin GmbH)

M.S. Media Electronic Dessau GmbH, Dessau

 

(vormals MEDIMAX Electronic Dessau GmbH)

MF Electronic Meißen GmbH, Meißen

 

(vormals: MEDIMAX Electronic Meißen GmbH)

MMX Dinslaken Vertriebs-GmbH, Dinslaken

MMX Oberhausen Handel GmbH, Oberhausen

Liebau Elektronik Handel Halle GmbH

 

(vormals: MEDIMAX Electronic Objekt Halle GmbH)

MSB - Media und Service Oranienburg GmbH, Oranienburg

 

(vormals: MEDIMAX Electronic Objekt Oranienburg GmbH)

M.S. Media Electronic Wernigerode GmbH, Wernigerode

 

(vormals MEDIMAX Electronic Objekt Wernigerode GmbH)

Steiner Electronic Riesa GmbH, Riesa

 

(vormals: MEDIMAX Electronic Objekt Riesa GmbH)

Steiner Electronic Bautzen GmbH, Bautzen

 

(vormals: MEDIMAX Electronic Objekt Bautzen GmbH)

Im Jahr 2021 wurde an folgenden Gesellschaften ein Mehrheitsanteil veräußert:

TKK Electronic GmbH, Berlin

 

(vormals: MEDIMAX Electronic Berlin-Köpenick GmbH)

howeda Electronic Prenzlauer Berg GmbH

TH Electronic Store Weißenfels GmbH, Weißenfels

 

(vormals: MEDIMAX Electronic Weißenfels GmbH)

howeda Electronic Reinickendorf GmbH, Berlin

AP Electronic GmbH, Stendal

 

(vormals: MEDIMAX Electronic Objekt Stendal GmbH)

ASL Media GmbH, Aschersleben

 

(vormals: MEDIMAX Electronic Objekt Aschersleben GmbH)

FP Electronic GmbH, Magdeburg

 

(vormals: MEDIMAX Electronic Objekt Magdeburg GmbH)

Die Entkonsolidierungen und die erstmaligen at Equity Konsolidierungen fanden zu den jeweiligen Zeitpunkten der Veräußerung statt.

Der Stichtag des Konzernabschlusses stimmt mit dem Stichtag des Einzelabschlusses des Mutterunternehmens ElectronicPartner Handel SE, Düsseldorf, überein. Sämtliche voll konsolidierten Unternehmen haben ebenfalls das gleiche Geschäftsjahr.

In den Konsolidierungskreis (§ 294 Abs. 1 HGB) des ElectronicPartner Handel - Konzerns wurden neben dem Mutterunternehmen folgende unmittelbaren oder mittelbaren Mehrheitsbeteiligungen einbezogen:

Tochterunternehmen

1. Inländische Unternehmen

ElectronicPartner Logistik GmbH, Düsseldorf

ElectronicPartner International GmbH & Co. KG (Anteil 81,8%), Düsseldorf

ElectronicPartner International Beteiligungs-GmbH, Düsseldorf (Anteil 81,8%), Düsseldorf

ElectronicPartner Media Agentur GmbH, Düsseldorf

ElectronicPartner GmbH, Düsseldorf

ElectronicPartner Entertainment GmbH, Düsseldorf

comTeam Systemhaus GmbH, Düsseldorf

comTeam Business Solutions GmbH, Düsseldorf

Atrium 131. Europäische VV SE, Düsseldorf

Atrium 132. Europäische VV SE, Düsseldorf

MEDIMAX Electronic Objekt Goch GmbH, Düsseldorf

MEDIMAX Electronic Objekt Berlin-Weißensee GmbH, Düsseldorf

MEDIMAX Electronic Objekt Hamburg-Rahlstedt GmbH, Düsseldorf

MEDIMAX Electronic Objekt Schwentinental GmbH, Düsseldorf

MEDIMAX Electronic Objekt Waldkirch GmbH, Düsseldorf

MEDIMAX Electronic Objekt Elsterwerda GmbH, Düsseldorf

MEDIMAX Electronic Objekt Osterholz-Scharmbeck GmbH, Düsseldorf

MEDIMAX Electronic Objekt Limburg-City GmbH, Düsseldorf

MEDIMAX Electronic Objekt Heinsberg GmbH, Düsseldorf

MEDIMAX Electronic Objekt Gotha GmbH, Düsseldorf

MEDIMAX Electronic Objekt Bochum GmbH, Düsseldorf

MEDIMAX Electronic Objekt Haltern GmbH, Düsseldorf

MEDIMAX Electronic Objekt Bad Camberg GmbH, Düsseldorf

MEDIMAX Electronic Objekt Dresden-Neustadt GmbH, Düsseldorf

MEDIMAX Electronic Objekt Stein GmbH, Düsseldorf

MEDIMAX Electronic Objekt Bottrop GmbH, Düsseldorf

MEDIMAX Electronic Kaiserslautern GmbH & Co. KG, Kaiserslautern

MEDIMAX Electronic Beteiligungsgesellschaft Kaiserslautern mbH, Kaiserslautern

MEDIMAX Electronic Handelsgesellschaft Rhede mbH, Düsseldorf

MEDIMAX Electronic Hildesheim GmbH, Hildesheim

ProMarkt GmbH, Düsseldorf (vormals: MEDIMAX Electronic Objekt Magdeburg-City GmbH)

MEDIMAX Electronic Wildau GmbH, Wildau

MEDIMAX Electronic Handel Limburg GmbH, Limburg a. d. Lahn

MEDIMAX Electronic Andernach GmbH, Andernach

MEDIMAX Electronic Offenburg GmbH, Offenburg

MEDIMAX Electronic Regensburg GmbH, Regensburg

MEDIMAX Electronic Kiel GmbH, Kiel

MEDIMAX Electronic Objekt Dresden-Seidnitz GmbH, Düsseldorf

MEDIMAX Electronic Würselen GmbH, Würselen

MEDIMAX Electronic Albstadt GmbH, Albstadt

MEDIMAX Electronic Sigmaringen GmbH, Sigmaringen

MEDIMAX Electronic Objekt Duisburg GmbH, Düsseldorf

MEDIMAX Electronic Objekt Coesfeld GmbH, Düsseldorf

MEDIMAX Electronic Objekt Plauen GmbH, Düsseldorf

MEDIMAX Electronic Objekt Hannover-Döhren GmbH, Düsseldorf

MEDIMAX Electronic Objekt Mülheim GmbH, Düsseldorf

MEDIMAX Electronic Objekt Halle-Südstadt GmbH, Düsseldorf

MEDIMAX Zentrale Electronic SE, Düsseldorf

MEDIMAX Online GmbH, Düsseldorf

2. Ausländische Unternehmen

ElectronicPartner Nederland B.V., Vianen/Niederlande

Feruton B.V., Vianen/Niederlande

ElectronicPartner Austria GmbH, Wiener Neudorf/Österreich

ElectronicPartner Holding GmbH, Wiener Neudorf/Österreich

Elettromilanese S.r.l.i.L., Mailand/Italien

ElectronicPartner Schweiz AG, Dietlikon/Schweiz

EP ElectronicPartner AG, Dietlikon/Schweiz

Expert Holding AG, Dietlikon /Schweiz (Anteile 99,84%, aus Vereinfachungsgründen 100% konsolidiert),

An den einbezogenen Unternehmen werden, soweit nicht anders vermerkt, 100% der Anteile gehalten.

Es liegen mit Ausnahme der

MEDIMAX Electronic Beteiligungsgesellschaft Kaiserslautern mbH, Kaiserslautern

ElectronicPartner International Beteiligungs GmbH, Düsseldorf

comTeam Business Solutions GmbH, Düsseldorf

Atrium 131. Europäische VV SE, Düsseldorf

Atrium 132. Europäische VV SE, Düsseldorf

für alle aufgeführten inländischen Konzerngesellschaften Beschlüsse der Gesellschafter vor, für das Geschäftsjahr 2021 die Befreiungsvorschrift § 264 Abs. 3 HGB bzw. § 264b HGB in Anspruch zu nehmen und den Jahresabschluss nicht offen zu legen.

3. Assoziierte Unternehmen (Erfassung nach der Equity-Methode)

Im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021 wurden die

E-Square EWIV, Brüssel, Belgien (40,91%)

MEDIMAX Electronic Frankfurt/Oder GmbH, Frankfurt/Oder (20%)

F. Jagielski Electronic GmbH, Teltow (20%)

KT-Electronic GmbH, Geldern (20%)

T.Zoch Electronic GmbH, Eberswalde (20%)

TKM Electronic GmbH, Berlin (20%)

Elektrogeräte Partner GmbH, Lüssow (20%)

GS Electronic Wismar GmbH, Gägelow (20%)

TKS Technikwelt GmbH, Strausberg (20%)

HV Electronic GmbH, Kempen (20%)

F. Jagielski Electronic Wittenberg GmbH, Lutherstadt Wittenberg (20%)

TH Electronic Store Merseburg GmbH, Merseburg (20%)

TKL Electronic GmbH, Berlin (20%)

howeda Electronic GmbH, Dallgow-Döberitz (20%)

TKB Electronic GmbH, Bernau (20%)

TKK Electronic GmbH, Berlin

(vormals: MEDIMAX Electronic Berlin-Köpenick GmbH) (20%)

howeda Electronic Prenzlauer Berg GmbH (20%)

TH Electronic Store Weißenfels GmbH (Weißenfels)

(vormals: MEDIMAX Electronic Weißenfels GmbH) (20%)

howeda Electronic Reinickendorf GmbH, Berlin (20%)

AP Electronic GmbH, Stendal

(vormals: MEDIMAX Electronic Objekt Stendal GmbH) (20%)

ASL Media GmbH, Aschersleben

(vormals: MEDIMAX Electronic Objekt Aschersleben GmbH) (20%)

FP Electronic GmbH, Magdeburg

(vormals: MEDIMAX Electronic Objekt Magdeburg GmbH) (20%)

nach der Equity-Methode erfasst.

VI. Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung wird grundsätzlich nach DRS 21 erstellt.

VII. Sonstige Angaben

1. Haftungsverhältnisse

Es bestehen folgende Haftungsverhältnisse:

31.12.2021
T€
31.12.2020
T€
Delkrederehaftung 70.832 74.257
Mietbürgschaften 4.203 4.250
Gewährleistungsverpflichtungen 1.579 1.256
76.614 79.763

Für die übernommene Delkrederehaftung wurden in Höhe der voraussichtlichen Inanspruchnahme ausreichend Rückstellungen gebildet. Darüber hinaus ist mit einer Inanspruchnahme nicht zu rechnen. Wesentliche Ausfallrisiken sind derzeit nicht erkennbar.

Die übernommenen Mietbürgschaften waren nicht zu passivieren, da die zugrundeliegenden Verpflichtungen durch die jeweiligen Schuldner voraussichtlich erfüllt werden können und daher mit einer Inanspruchnahme nicht zu rechnen ist.

Die übernommenen Gewährleistungsverpflichtungen stehen im Zusammenhang mit dem laufenden Geschäftsverkehr, hieraus wird kein besonderes Risiko gesehen, da die zugrundeliegenden Verpflichtungen durch die jeweiligen Schuldner voraussichtlich erfüllt werden können.

Zur Besicherung der Gewährleistungsverpflichtungen wurden Termingeldeinlagen in Höhe von T€ 1.850 (Vorjahr T€ 1.350) verpfändet.

2. Art und Zweck sowie Risiken und Vorteile von nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäften sowie sonstige finanzielle Verpflichtungen

Wir haben von der obersten Konzernmutter, der Haubrich GmbH, Düsseldorf, diverse Verwaltungs- und Lagergebäude angemietet. Von fremden Dritten haben wir diverse Einzelhandelsgeschäfte an den Standorten der MEDIMAX-Häuser angemietet, die an unsere Franchisepartner untervermietet werden. Besondere Risiken oder Vorteile ergeben sich mit Ausnahme eines möglichen Debitorenrisikos hinsichtlich des Franchisepartners daraus nicht. Darüber hinaus werden seit Oktober 2011 Firmen-PKW geleast.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen somit zum 31. Dezember 2021 in Form von Miet-, Leasing- und sonstigen Verpflichtungen in Höhe von T€ 34.098 (Vorjahr T€ 50.576). In den sonstigen finanziellen Verpflichtungen sind Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 2.178 (Vorjahr T€ 3.608) enthalten. Diese genannten Geschäfte dienen der Verbesserung der Liquiditätssituation und der Eigenkapitalquote. Risiken sind lediglich in der Vertragsbindung zu sehen.

Das Bestellobligo liegt im üblichen Rahmen der Geschäftstätigkeit.

3. Honorar der Abschlussprüfer

Der Aufwand für den Abschlussprüfer betrifft mit T€ 320 (Vorjahr T€ 329) Abschlussprüfungsleistungen, mit T€ 10 andere Bestätigungsleistungen sowie nachträglichen Aufwand in Höhe von T€ 10 für Abschlussprüfungsleistungen die das Jahr 2020 betreffen.

4. Arbeitnehmer

Die Zahl der Mitarbeiter (ohne Auszubildende) betrug im Jahresdurchschnitt:

Angestellte Arbeiter
2021 2020 2021 2020
Inland 535 1.217 82 111
Ausland 98 94 0 0
633 1.311 82 111
Teilzeitkräfte Insgesamt
2021 2020 2021 2020
Inland 106 208 723 1.536
Ausland 15 20 113 114
121 228 836 1.650

5. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Wesentliche Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen oder Personen zu nicht marktüblichen Bedingungen sind im Geschäftsjahr 2021 nicht zustande gekommen.

VIII. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, haben sich nicht ergeben. Im Zusammenhang mit der geopolitischen Krise (Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine) erwarten wir vor allem für die Energiekosten eine Etablierung der inflationären Kostenentwicklung. Bisher haben wir noch keine Erkenntnisse über die möglichen Auswirkungen der Krise auf unsere Lieferketten. Aussagen zu Auswirkungen der Kostensteigerungen sowie möglicher Verfügbarkeitseinschränkungen auf den Absatz sind aufgrund der Unsicherheit über Nachfrage- und Absatzpreisentwicklung im Wettbewerbsumfeld sowie der saisonalen Entwicklung unseres Geschäfts zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht möglich. Zurzeit sehen wir jedoch keinen wesentlichen Einfluss der geopolitischen Krise auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage unserer Gesellschaft.

IX. Ergebnisverwendung

Der Bilanzverlust des Mutterunternehmens soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.

X. Angaben zu Gesellschaftsorganen

1. Geschäftsführende Direktoren

Herr Friedrich Sobol, Windorf/Österreich

(zuständig für: Informationstechnologie, Personal, Gesamtverantwortung MEDIMAX, Logistik und Kooperation Deutschland)

Herr Karl Trautmann, Meerbusch

(zuständig für: E-Square, comTeam, Unternehmenskommunikation, Event- und Reisemanagement, Strategische Projekte, Landesgesellschaften Niederlande, Österreich, Schweiz)

Herr Volker Marmetschke, Mönchengladbach

(zuständig für: Rechnungswesen, Finanzen, Steuern, Konzerncontrolling, Revision, Recht und Zentrale Dienste; Koordination der Konzerngesellschaften, Zusammenarbeit mit dem Verwaltungsrat)

In Anwendung von § 314 Abs. 3 HGB in Verbindung mit § 286 Abs. 4 HGB wird auf die Angabe der Bezüge der geschäftsführenden Direktoren sowie auf die Angabe der Bezüge/Pensionsrückstellungen der ehemaligen Geschäftsführer verzichtet.

2. Mitglieder des Verwaltungsrats

Herr Prof. Stefan Feuerstein, Feusisberg/Schweiz

(selbständiger Berater, Vorsitzender)

Herr Michael Haubrich, Düsseldorf

(Unternehmer, stellvertretender Vorsitzender)

Herr Rüdiger Haubrich, Düsseldorf

(Arzt)

Herr Dr. Christian Mielsch, Dortmund

(Vorstand der REWE Group, Köln)

Vergütungen an die Mitglieder des Verwaltungsrats wurden im Geschäftsjahr 2021 in Höhe von T€ 121 (Vorjahr T€ 131) berücksichtigt.

XI. Konzernzugehörigkeit

Die ElectronicPartner Handel SE stellt den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen auf. Sie gehört zum Konzern der Haubrich GmbH, Düsseldorf, die zum 31. Dezember 2021 einen Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt; beide Konzernabschlüsse werden im Bundesanzeiger offengelegt.

 

Düsseldorf, den 24. Mai 2022

Volker Marmetschke

Friedrich Sobol

Karl Trautmann

Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens in der Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
31.12.2020
Währungsanpassung 1
01.01.2021
Zugang
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software und Markenrechte 43.040.796,20 62.164,50 43.102.960,70 465.866,24
2. Geschäfts- oder Firmenwert 4.024.063,72 0,00 4.024.063,72 0,00
3. Geleistete Anzahlungen 189.750,46 0,00 189.750,46 254.380,17
47.254.610,38 62.164,50 47.316.774,88 720.246,41
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.039.959,48 718,05 6.040.677,53 19.598,70
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 20.081.802,80 38.858,04 20.120.660,84 793.745,76
26.121.762,28 39.576,09 26.161.338,37 813.344,46
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 2.175.067,51 0,00 2.175.067,51 774.147,39
2. Sonstige Beteiligungen 147.134,51 0,00 147.134,51 97.865,26
3. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 250.000,00
4. Sonstige Ausleihungen 2.387.192,15 3.650,95 2.390.843,10 915.000,00
4.709.394,17 3.650,95 4.713.045,12 2.037.012,65
78.085.766,83 105.391,54 78.191.158,37 3.570.603,52
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
Abgang
Änderungen im Konsolidierungskreis
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software und Markenrechte 237.086,90 -7.095,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 294.219,00 -989.000,00
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00
531.305,90 -996.095,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 802.174,60 -2.551.683,16
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.089.731,33 -5.915.682,33
2.891.905,93 -8.467.365,49
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 1.309.462,75 0,00
2. Sonstige Beteiligungen 0,00 0,00
3. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00
4. Sonstige Ausleihungen 1.146.914,60 0,00
2.456.377,35 0,00
5.879.589,18 -9.463.460,49
Kumulierte Abschreibungen
Umbuchung
31.12.2021
31.12.2020
Währungsanpassung 1
01.01.2021
Zugang
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software und Markenrechte 189.750,46 43.514.395,50 34.375.888,95 61.646,56 34.437.535,51 2.547.171,22
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 2.740.844,72 3.938.355,44 0,00 3.938.355,44 14.553,08
3. Geleistete Anzahlungen -189.750,46 254.380,17 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 46.509.620,39 38.314.244,39 61.646,56 38.375.890,95 2.561.724,30
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 2.706.418,47 4.944.765,34 570,33 4.945.335,67 161.253,70
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 12.908.992,94 17.155.523,06 40.740,39 17.196.263,45 1.434.217,00
0,00 15.615.411,41 22.100.288,40 41.310,72 22.141.599,12 1.595.470,70
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 0,00 1.639.752,15 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Sonstige Beteiligungen 0,00 244.999,77 146.702,15 0,00 146.702,15 0,00
3. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 250.000,00 0,00 0,00
4. Sonstige Ausleihungen 0,00 2.158.928,50 1.102.261,93 3.650,95 1.105.912,88 89.927,96
0,00 4.293.680,42 1.248.964,08 3.650,95 1.252.615,03 89.927,96
0,00 66.418.712,22 61.663.496,87 106.608,23 61.770.105,10 4.247.122,96
Nettowerte
Abgang
Änderungen im Konsolidierungskreis
31.12.2021
31.12.2021
31.12.2020
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software und Markenrechte 234.701,85 -7.095,00 36.742.909,88 6.771.485,62 8.664.907,25
2. Geschäfts- oder Firmenwert 294.219,00 -989.000,00 2.669.689,52 71.155,20 85.708,28
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 254.380,17 189.750,46
528.920,85 -996.095,00 39.412.599,40 7.097.020,99 8.940.365,99
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 799.735,60 -2.011.504,16 2.295.349,61 411.068,86 1.095.194,14
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.034.746,35 -5.438.509,08 0,00 1.751.767,92 2.926.279,74
11.157.225,02
2.834.481,95 -7.450.013,24 13.452.574,63 2.162.836,78 4.021.473,88
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 0,00 0,00 0,00 1.639.752,15 2.175.067,51
2. Sonstige Beteiligungen 0,00 0,00 146.702,15 98.297,62 432,36
3. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00 0,00 250.000,00
4. Sonstige Ausleihungen 278.347,19 0,00 917.493,65 1.241.434,85 1.284.930,22
278.347,19 0,00 1.064.195,80 3.229.484,62 3.460.430,09
3.641.749,99 -8.446.108,24 53.929.369,83 12.489.342,39 16.422.269,96

1 Inkl. Anpassung an den Durchschnittskurs in der Gewinn- und Verlustrechnung.

Konzern-Kapitalflussrechnung 2021

2021
T€
1. Laufende Geschäftstätigkeit
Periodenergebnis (Konzernjahresüberschuss einschließlich Ergebnisanteile anderer Gesellschafter) 4.964
Abschreibungen/Zuschreibungen auf Sachanlagevermögen und immaterielle Vermögensgegenstände 4.157
Abschreibungen auf Finanzanlagen 90
Abnahme der Rückstellungen -10.497
Sonstige zahlungsunwirksamen Aufwendungen/Erträge (Saldo) 926
Abnahme der Vorräte 636
Abnahme der Forderungen und übriger Aktiva 10.461
Abnahme der Verbindlichkeiten und übriger Passiva -160
Gewinn aus dem Abgang von Sachanlagen und immateriellen Vermögensgegenständen -54
Ergebnis aus Entkonsolidierung -3.341
Zinsertrag (Saldo) -4
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen -621
Ertragsteueraufwand 1.085
Ertragsteuerzahlungen -1.398
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 6.244
2. Investitionstätigkeit
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des immateriellen Anlagevermögens 2
Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -720
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -813
Einzahlungen aus Abgängen von Sachanlagevermögens 111
Einzahlungen aus Abgängen von Finanzanlagen 1.718
Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -1.165
Einzahlungen aus Abgängen aus dem Konsolidierungskreis 8.281
Erhaltene Zinsen 267
Erhaltene Dividenden 466
Cashflow aus der Investitionstätigkeit 8.147
3. Finanzierungstätigkeit
Gewinnausschüttung an Minderheitsgesellschafter -221
Gezahlte Zinsen -196
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -417
4. Finanzmittelfonds
Veränderungen des Finanzmittelfonds 13.974
Verpfändung von Termingeldanlagen -500
Wechselkurs-, konsolidierungskreis- und bewertungsbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 147
Finanzmittelfonds am Jahresanfang 1 61.834
Finanzmittelfonds am Jahresende 75.455
Zusammensetzung des Finanzmittelfonds:
täglich liquidierbare Wertpapiere 1.250
Guthaben bei Kreditinstituten 75.949
Übrige flüssige Mittel 106
Verpfändete Termingeldeinlagen -1.850
75.455
Die wesentlichen zahlungsunwirksamen Geschäftsvorfälle betreffen die Veränderung der Wertberichtigung auf Vorräte und Forderungen.

Konzerneigenkapitalspiegel zum 31. Dezember 2021

Eigenkapital des Mutterunternehmens
Gezeichnetes Kapital Rücklagen
Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB Gewinnrücklagen
gesetzliche Rücklage
andere Gewinnrücklagen
Stand am 31.12.2020/01.01.2021 31.000.000,00 449.470,81 2.650.529,19 57.434.491,96
Ausschüttung 0,00 0,00 0,00 0,00
Währungsumrechnung 0,00 0,00 0,00 0,00
Umbuchung Gewinnvortrag 0,00 0,00 0,00 0,00
Sonstige Veränderungen 0,00 0,00 0,00 -21.568,13
Konzernjahresüberschuss 0,00 0,00 0,00 0,00
Stand am 31.12.2021 31.000.000,00 449.470,81 2.650.529,19 57.412.923,83
Eigenkapital des Mutterunternehmens
Rücklagen
Gewinnrücklagen Summe Rücklagen
Summe Gewinnrücklagen
Stand am 31.12.2020/01.01.2021 60.085.021,15 60.534.491,96
Ausschüttung 0,00 0,00
Währungsumrechnung 0,00 0,00
Umbuchung Gewinnvortrag 0,00 0,00
Sonstige Veränderungen -21.568,13 -21.568,13
Konzernjahresüberschuss 0,00 0,00
Stand am 31.12.2021 60.063.453,02 60.512.923,83
Eigenkapital des Mutterunternehmens
Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung
Verlustvortrag
Konzernjahresüberschuss, der dem Mutterunternehmen zuzurechnen ist
Summe Eigenkapital des Mutterunternehmens
Stand am 31.12.2020/01.01.2021 6.092.252,89 -20.426.235,30 2.335.436,09 79.535.945,64
Ausschüttung 0,00 0,00 0,00 0,00
Währungsumrechnung 483.692,23 0,00 0,00 483.692,23
Umbuchung Gewinnvortrag 0,00 2.335.436,09 -2.335.436,09 0,00
Sonstige Veränderungen 0,00 -231.056,76 0,00 -252.624,89
Konzernjahresüberschuss 0,00 0,00 4.743.158,84 4.743.158,84
Stand am 31.12.2021 6.575.945,12 -18.321.855,97 4.743.158,84 84.510.171,82
Nicht beherrschende Anteile Summe Konzerneigenkapital
Minderheitenkapital
Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Gewinne
Summe Nicht beherrschende Anteile
Stand am 31.12.2020/01.01.2021 20.000,00 0,00 20.000,00 79.555.945,64
Ausschüttung 0,00 -220.759,35 -220.759,35 -220.759,35
Währungsumrechnung 0,00 0,00 0,00 483.692,23
Umbuchung Gewinnvortrag 0,00 0,00 0,00 0,00
Sonstige Veränderungen 0,00 0,00 0,00 -252.624,89
Konzernjahresüberschuss 0,00 220.759,35 220.759,35 4.963.918,19
Stand am 31.12.2021 20.000,00 0,00 20.000,00 84.530.171,82

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die ElectronicPartner Handel SE, Düsseldorf

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der ElectronicPartner Handel SE, Düsseldorf, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der ElectronicPartner Handel SE für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2021 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Verwaltungsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Der Verwaltungsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernla geberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 24. Mai 2022

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Antje Schlotter, Wirtschaftsprüferin

ppa. Christa Mommsen, Wirtschaftsprüferin

Bericht des Verwaltungsrats

der ElectronicPartner Handel SE

Der Verwaltungsrat hat sich von den geschäftsführenden Direktoren über Planung, Geschäftsentwicklung sowie wichtige Geschäftsvorfälle der ElectronicPartner Handel SE und wesentlicher Beteiligungsgesellschaften regelmäßig unterrichten lassen. Entscheidungen von grundlegender Bedeutung sind dem Verwaltungsrat zur Zustimmung vorgelegt worden.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2021 und der Lagebericht des Geschäftsjahres 2021 der ElectronicPartner Handel SE sind von der PricewaterhouseCoopers GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Düsseldorf, geprüft worden.

Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021 und der Konzernlagebericht des Geschäftsjahres 2021 der ElectronicPartner Handel SE sind ebenfalls von der PricewaterhouseCoopers GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Düsseldorf, geprüft worden.

Zum Jahresabschluss und zum Konzernabschluss wurde jeweils ein uneingeschränkter Bestätigungsvermerk erteilt.

Außerdem erstellten die geschäftsführenden Direktoren für das Geschäftsjahr 2021 einen Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen (Abhängigkeitsbericht). Der Abhängigkeitsbericht wurde ebenfalls von der PricewaterhouseCoopers GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Düsseldorf, geprüft. Es haben sich keine Beanstandungen ergeben.

Auch der Verwaltungsrat hat den Jahresabschluss und den Lagebericht, den Konzernabschluss und den Konzernlageberichtsowie den Abhängigkeitsbericht eingehend geprüft. An der Verwaltungsratssitzung vom 08.06.2022 hat der Abschlussprüfer teilgenommen. Es bestanden keine Einwände. Der Verwaltungsrat stimmt dem Ergebnis der Abschlussprüfung zu.

Der Verwaltungsrat billigt den Jahresabschluss und den Konzernabschluss, die damit festgestellt sind. Mit dem Lagebericht und dem Konzernlagebericht und insbesondere der Beurteilung zur weiteren Entwicklung des Unternehmens und des Konzerns ist der Verwaltungsrat einverstanden.

Unter Berücksichtigung des Jahresüberschusses in Höhe von € 7.654.198,71 und des Bilanzverlustes aus dem Vorjahr in Höhe von € 39.293.083,20 ergibt sich ein Bilanzverlust in Höhe von € 31.638.884,49. Dem Vorschlag, den Bilanzverlust auf neue Rechnung vorzutragen schließt sich der Verwaltungsrat an.

 

Düsseldorf, 08.06.2022

Der Vorsitzende des Verwaltungsrats:

Prof. Stefan Feuerstein

Konzernabschluss 2021

ElectronicPartner Handel SE

Gewinnverwendungsbeschluss

Dem Vorschlag der geschäftsführenden Direktoren entsprechend wurde der Bilanzverlust der Muttergesellschaft in Höhe von € 31.638.884,49 auf neue Rechnung vorgetragen.

Der Konzernabschluss zum 31.12.2021 wurde am 08.06.2022 gebilligt.

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