PVS rhein-ruhr GmbH
Selbe AdresseErbringung von ergotherapeutischen Dienstleistungen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Jürgen Möller seit 13.8.2018 | Geschäftsführer |
Mike Wolfs seit 3.4.2017 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Privatärztliche Verrechnungs-Stelle Rhein-Ruhr/Berlin-Brandenburg e. V. | 70.00% |
| 15.00% | |
| 15.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
3 Gesellschafter
GmbH-Struktur
2 von 3 angezeigt
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
PVS pria GmbHMülheim an der RuhrJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht 2023I. Grundlagen des Unternehmens Geschäftsmodell des Unternehmens Die PVS pria GmbH ist eine Tochter der drei auf berufsständischer Grundlage tätigen Gesellschafter PVS holding GmbH, Mülheim an der Ruhr, PVS Westfalen-Nord GmbH, Münster, sowie PVS Limburg/Lahn GmbH, Limburg. Sie ist wie diese dem ärztlichen Berufsstand als Dienstleister verbunden. Seit dem Jahr 2003 ist die PVS pria GmbH bundesweit tätig. In den Geschäftsstellen Mülheim, Berlin, Limburg, Köln und Münster bietet die Gesellschaft sowohl für Leistungserbringer im Bereich der gesetzlichen als auch der privaten Gesundheitsvorsorge folgende Dienstleistungen an: - Abrechnungs- und Forderungsmanagement von Honoraren ärztlicher und nichtärztlicher Leistungserbringer im Gesundheitswesen, insbesondere Abrechnung von Krankenhausleistungen (Notfallscheine, ambulante Operationen, hochspezialisierte Leistungen nach § 116b SGB V, DRG) sowie Abrechnung von Pflegediensten und bundesweiten Gruppenverträgen nach GOÄ. - Abrechnung neuer Versorgungsformen, die gesetzliche Krankenkassen außerhalb der budgetierten Leistungen ihren Versicherten zur Verfügung stellen. Die Geschäftsstrategie der PVS pria GmbH zielt auf die Erzielung angemessener Überschüsse in den definierten Segmenten zur Finanzierung des weiteren Wachstums und zur langfristigen Sicherung des Unternehmens ab. In Verwirklichung der Geschäftsstrategie erbringt die PVS pria GmbH für ihre Kunden auch Finanzdienstleistungen (unechtes Factoring) i. S. v. § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 9 Kreditwesengesetz (KWG). Die PVS pria GmbH ist damit ein Finanzdienstleistungsinstitut im Sinne des KWG. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen, politisches Umfeld Von besonderer Bedeutung für die Entwicklung des Gesundheitsmarkts im Allgemeinen und den für die PVS pria GmbH vorstehend beschriebenen relevanten Teilmärkten im Speziellen waren auch in 2023 die politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen, die nur zum geringen Teil von marktwirtschaftlichen Prozessen geprägt werden. Insgesamt hat sich der Gesundheitsmarkt in der Bundesrepublik Deutschland auch im Jahr 2023 positiv entwickelt. Die Gesundheitsbranche blieb daher auch in 2023 ein Wachstumsmarkt. 2. Geschäftsverlauf Durch die weitere Verfolgung der bereits in den Vorjahren begonnenen crossselling Aktivitäten mit anderen Gesellschaften der PVS holding Gruppe, den Aufbau neuer Vertriebsstrukturen und weiteren Kooperationen mit strategischen Partnern der Gesundheitsbranche, konnten - vornehmlich im Klinikbereich - vertriebliche Erfolge erzielt werden. Insgesamt konnten im Geschäftsjahr 2023 die Anzahl der Kunden gesteigert werden. Zum 31. Dezember 2023 sind 497 (Vorjahr: 479) Krankenhäuser etc. Kunden der PVS pria GmbH. Für diese Kunden wurden insgesamt 682.529 Rechnungen (Vorjahr: 657.649) mit einem Abrechnungsvolumen von T€ 125.802 (Vorjahr: T€ 109.863) bearbeitet. Insgesamt wurden die Erwartungen hinsichtlich Umsatz und Ergebnis des Geschäftsjahres 2023 erreicht. 3. Lage a) Umsatzentwicklung und Ertragslage Die PVS pria GmbH hat im Geschäftsjahr 2023 in ihrem Kerngeschäft, der Erbringung von Abrechnungsdienstleistungen, eine Umsatz- und sonstige Ertragssteigerung um T€ 391 auf T€ 3.439 zu verzeichnen. Die in den Provisionserträgen enthaltenen Erträge aus Bearbeitungsgebühren in Höhe von T€ 3.374 (Vorjahr: T€ 2.985) und die übrigen betrieblichen Erträge von T€ 64 (Vorjahr: T€ 63) lagen in Summe über den allgemeinen Verwaltungsaufwendungen von T€ 3.577 (Vorjahr: T€ 3.430). Unter Berücksichtigung des positiven Zinsergebnisses in Höhe von T€ 283 (Vorjahr: T€ 272) und Ertragsteuern von T€ 34 (Vorjahr: T€ -19) hat sich ein Jahresergebnis von T€ 110 (Vorjahr: T€ -92) ergeben. b) Finanzlage Ausgehend vom Jahresergebnis von T€ 110 (Vorjahr: T€ -92) hat sich unter Berücksichtigung der Veränderungen bei den Forderungen, sonstigen Vermögensgegenständen, Rückstellungen und Verbindlichkeiten ein Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit von T€ 358 (Vorjahr: T€ -209) ergeben. Der Finanzmittelfonds erhöhte sich dadurch gegenüber dem Vorjahr um T€ 358 und beträgt zum Ende des Geschäftsjahres T€ 920 (Vorjahr: T€ 562). Die Zahlungsfähigkeit der PVS pria GmbH war während des gesamten Geschäftsjahres jederzeit gegeben. c) Vermögenslage Das Eigenkapital hat sich im Jahresvergleich um T€ 110 auf T€ 930 erhöht. Die Bilanzsumme hat sich um T€ 378 auf T€ 5.179 erhöht. Die Eigenkapitalquote beträgt zum 31. Dezember 2023 18,0 % (Vorjahr: 17,1 %). Ein angemessener und ausreichender Risikopuffer im Hinblick auf die Geschäfts- und Risikostrategie der PVS pria GmbH ist damit vorhanden. 4. Finanzielle Leistungsindikatoren Die Geschäftsführung berücksichtigt zur Unternehmenssteuerung unterschiedliche Perspektiven im Vorfeld unternehmerischer Entscheidungen. Zu diesem Zweck werden zumindest einmal im Monat in einem Bericht Kennzahlen für die für relevant erachteten Perspektiven zusammengefasst. Die Berichte werden mit den verantwortlichen Mitarbeitern und im Geschäftsführerkreis besprochen und den weiteren operativen, taktischen und strategischen Entscheidungen zugrunde gelegt. In der Finanzperspektive sind Kennzahlen definiert worden, anhand derer die Erreichung der finanziellen Ziele gemessen wird. Maßgebliche Kennzahlen für den erfolgswirtschaftlichen Bereich sind die Umsatz-, Ergebnis- und Kundenentwicklung in den verschiedenen Produktsegmenten. Darüber hinaus wird über die wesentlichen Ergebnisse der kundenindividuellen Deckungsbeitragsrechnung berichtet. Für den finanzwirtschaftlichen Bereich werden der durchschnittliche Bestand der liquiden Mittel und der Minimalbestand an liquiden Mitteln dargestellt. Darüber hinaus wird über das Ergebnis der kurzfristigen 4-Wochen-Liquiditätsplanung berichtet. III. Prognosebericht Die PVS pria wird sich auch in Zukunft in einem von Änderungen geprägten Umfeld bewegen. Durch ihre starke Abhängigkeit von der politischen Entwicklung und der Aktivität des Gesetzgebers im Bereich der Sozialgesetzbücher und begleitender Gesetze, unterliegen die Geschäftsfelder der PVS pria einem stetigen Veränderungsprozess. So wird der Gesetzgeber voraussichtlich die Digitalisierung des Gesundheitswesens durch neue gesetzliche Regelungen vorantreiben und begünstigen. Die PVS pria wird in einigen Bereichen von den in den Gesetzesvorhaben geplanten Änderungen der Rahmenbedingungen profitieren. Beispielsweise werden im Digital-Gesetz verschiedene Rahmenbedingungen in Richtung Digitalisierung und digitale Regelversorgung getroffen, die neue Geschäftspotenziale schaffen. Aufgrund der angespannten Finanzlage der Gesetzlichen Krankenkassen muss aber auch mit Kostenbegrenzungsmaßnahmen seitens der Politik und der Krankenkassen gerechnet werden. Die Geschäftsführung trägt diesem Umstand durch eine stetige Aktualisierung und Anpassung der bestehenden Produkte sowie der Erschließung neuer Geschäftsfelder Rechnung. Es ist auch in Zukunft mit weiteren Änderungen der Anforderungen an die Dienstleistungen im Bereich der Geschäftsfelder der PVS pria bei weiterhin sehr hoher Komplexität zu rechnen. Die Geschäftsführung wird weiterhin Maßnahmen ergreifen, um die Gesellschaft für die Zukunft aufzustellen. Hierzu greift die Geschäftsführung unter anderem auf ein detailliertes Managementreporting zurück, in welchem monatlich die Kennzahlen und relevanten Berichtsgrößen des Unternehmens dargestellt werden. Auf dieser Grundlage nimmt die Geschäftsführung der PVS pria GmbH Optimierungsmaßnahmen sowohl auf Kunden- als auch auf Dienstleistungsebene vor. Anpassungen werden insbesondere dann vorgenommen, wenn sich für eine Dienstleistung oder einen Kunden kein nachhaltig positiver Beitrag zum Unternehmenserfolg darstellen lässt. Gleichzeitig sollen die Aufwendungen durch Zentralisierung und Digitalisierung von Prozessschritten weiter gesenkt werden. Daher wird eine stetige Investition in die Weiterentwicklung und Anpassung der Systeme, Prozesse und Produkte auch in Zukunft vorgesehen. Chancen und positive Trends in der Entwicklung sehen wir gerade auch im Bereich Digitaler Gesundheits- und Pflegeanwendungen (DiGa; DiPa) sowie in der Einführung neuer Vergütungsmodelle wie den Hybrid DRGs. Das Dienstleistungsspektrum soll in 2024 durch stärkere Digitalisierung von Prozessschritten effizienter und zukunftssicher ausgerichtet werden und neue Geschäftsfelder im Bereich der Neuen Versorgungsformen erschlossen werden. Neben einer weiteren Integration in die Kunden-/ Krankenhaussysteme und damit in die Prozesswelt der Kunden, wodurch Prozessabläufe vereinfacht und Ertragspotenziale gehoben werden, entwickelt die Gesellschaft innovative Abrechnungskonzepte für neue Versorgungsmodelle. Vor diesem Hintergrund geht die Geschäftsführung von einem leicht steigenden Umsatzvolumen in 2024 bei tendenziell zurückgehenden Aufwendungen aus. Diese Steigerung wird insbesondere durch verschiedene innovative neue Produkte unterstützt, die neue Erlösquellen erschließen. Insgesamt rechnet die Geschäftsführung für das Geschäftsjahr 2024 mit einem positiven Ergebnis. IV. Chancen- und Risikobericht 1. Risikobericht 1.1 Risikomanagement Allgemeines Die PVS pria GmbH ist ein Finanzdienstleistungsunternehmen (Factoring) im Sinne des § 1 Abs. 1a Nr. 9 KWG und hat deshalb die gesetzlichen Anforderungen im Hinblick auf ein angemessenes und funktionsfähiges Risikomanagementsystem, die sich allgemein aus dem KWG und im Besonderen aus den MaRisk ergeben, zu erfüllen. Als Tochtergesellschaft der PVS holding GmbH, Mülheim an der Ruhr, ist sie in das Konzernrisikomanagement des PVS holding-Konzerns eingebunden. Die Implementierung, stetige Verbesserung und Anpassung des Risikomanagementsystems hat das Unternehmen auf Grundlage vertraglicher Vereinbarungen an die Muttergesellschaft, PVS holding GmbH, Mülheim an der Ruhr, ausgelagert. Der auf Konzernebene installierte Risikomanagementprozess wird sukzessive weiterentwickelt, so dass der PVS holding-Konzern als Ganzes sowie die PVS pria GmbH als Teil stets über zeitgemäße und risikoadäquate Instrumentarien und Rahmenbedingungen verfügen. Aktualisierungen betreffen sowohl organisatorische Regelungen, wie Kompetenzrichtlinien und Prozess- bzw. Systemdokumentationen, als auch die Methoden zur Risikoidentifizierung, -quantifizierung, -kontrolle und -steuerung. Die PVS holding GmbH stellt zudem den Risikocontrolling-Beauftragten sowie den Compliance-Beauftragten im Sinne des § 25 a Abs. 1 Nr. 3 c KWG für die PVS pria GmbH. Innerhalb der PVS holding GmbH ist das Risikomanagement als Stabsstelle unterhalb der Geschäftsführung organisiert. Die Berichterstattung erfolgt direkt an die jeweilige Geschäftsführung. Für ein effektives Risikomanagement hat sich die Gesellschaft verschiedene Risikomanagementziele gesetzt, die im "Organisationshandbuch Risikomanagement" definiert werden. Das Organisationshandbuch Risikomanagement findet für alle Gesellschaften der Unternehmensgruppe Anwendung. Als wesentliche Ziele für das Risikomanagement wurden insbesondere die Einhaltung der gesetzlichen Anforderungen nach den MaRisk und die Sicherung der Existenz der Gesellschaft festgelegt. Um dies zu erreichen, soll die Strategiefindung, in Abstimmung mit der Risikofähigkeit und der definierten Risikobereitschaft des Unternehmens, erfolgen. Ein weiteres elementares Ziel des Risikomanagements ist die stetige Verbesserung der Führungseffizienz durch eine risikoorientierte Entscheidungsfindung auf Grundlage betriebswirtschaftlicher Analysen, insbesondere durch die Auswertung von Schadensfällen. Da die PVS pria GmbH den Anforderungen des KWG unterliegt, orientiert sich die Risikodefinition an dem wirkungsbezogenen Ansatz der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht. Demnach wird das Risiko "als die Möglichkeit des Nichterreichens eines explizit formulierten oder eines sich implizit ergebenden Ziels"1 bezeichnet. Betrachtet werden dabei sowohl negative (Risiken), als auch positive Abweichungen (Chancen). Die Geschäftsführung der PVS pria GmbH trägt die Verantwortung für alle Risiken der Gesellschaft und ist im Rahmen der Einbindung in die Entscheidungsprozesse auf Konzernebene für die Festlegung, die jährliche Überprüfung und Umsetzung der Teilrisikostrategie für die PVS pria GmbH verantwortlich. Die Teilrisikostrategie legt in Übereinstimmung mit den gesetzlichen, satzungsmäßigen und aufsichtsrechtlich zu beachtenden Anforderungen den grundsätzlichen Umgang mit Risiken in der PVS pria GmbH fest. Alle geschäftspolitischen Entscheidungen sind unter Beachtung der satzungsmäßigen Aufgaben grundsätzlich an der Erzielung einer entsprechenden Rentabilität zu messen. Risiken werden eingegangen, wenn sie zur Erzielung von Erfolgen notwendig und im Verhältnis zu den Chancen vertretbar sind. Damit verbunden ist die geschäftspolitische Zielsetzung, bei günstiger Chance/Risikoprofil Risiken einzugehen und bei ungünstigerem Chance-/Risikoprofil für eine Kompensation oder Verminderung von Risiken zu sorgen. Bei unklarer Risikolage wird nach dem Vorsichtsprinzip agiert und das Risiko vermieden, da keine Entscheidung ein existenzbedrohendes Risiko nach sich ziehen darf. Das Rahmenwerk für das Risikomanagement der PVS holding Unternehmensgruppe bildet das "Organisationshandbuch Risikomanagement". In diesem Handbuch werden die wesentlichen Aufgaben und Prozesse des Risikomanagements zusammengefasst und es dient der Geschäftsführung und den Mitarbeitern als Handlungsleitfaden zum Umgang mit Risiken. Der Risikomanagementprozess der Unternehmensgruppe orientiert sich an dem typischen Risikomanagementkreislauf: • Risikodefinition • Risikoinventur • Risikobewertung und -analyse • Risikosteuerung • Risikoberichterstattung Die Risikoidentifikation wird anhand eines Risikokatalogs vorgenommen, um sicherzustellen, dass sämtliche für das Unternehmen relevanten Risiken erfasst werden. Die aufgenommenen Risiken unterliegen je nach Risikoart einer entsprechenden Risikobewertung, die zum Teil durch Expertenschätzungen, aber auch durch vereinfachte, auf das Geschäftsmodell der 1 Aufsichtsrechtliche Mindestanforderungen an das Risikomanagement, Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht. PVS pria GmbH angepasste Risikomodelle vorgenommen werden. Risiken mit einer Eintrittswahrscheinlichkeit "häufiger als einmal im Jahr" werden nicht gesondert durch das Risikomanagement quantifiziert, da diese bereits über das voraussichtliche Betriebsergebnis in den Planungen des Controllings abgebildet werden. Die Planungen sind die Basis für die Risikobetrachtungen des Risikomanagements, sodass diese Risiken dem doppelten Ansatz unterliegen würden. Diese Risiken werden aber dennoch aufgenommen und sofern erforderlich mit entsprechenden Maßnahmen versehen. Das Controlling berichtet monatlich in Form von Plan-Ist-Vergleichen und Hochrechnungen an die Geschäftsstellenleiter und die Geschäftsführung über die Geschäftsentwicklung. Darüber hinaus erstellt das Risikomanagement quartalsweise Berichte über Adressenausfallrisiken und halbjährlich Berichte über die sonstigen Risiken. Zudem gibt es Ad-Hoc Risikoberichte. Bestandteil der Berichte ist unter anderem die Darstellung der Risikotragfähigkeit. Adressat der Berichte sind die Geschäftsführung und die Interne Revision. 1.2 Wesentliche Risiken Grundsätzlich handelt es sich bei wesentlichen Risiken um Risiken, die die Vermögenslage (inkl. Kapitalausstattung), die Ertragslage oder die Liquiditätslage erheblich beeinträchtigen können. Als erheblicher Verlust werden alle Risiken bezeichnet, die in der unternehmensinternen Klassifizierung für Risiken in der Stufe 3 oder höher eingeteilt werden. Als wesentliche Risiken hat die PVS pria GmbH folgende Risikoarten definiert: a) Adressenausfallrisiken b) Marktpreisrisiken c) Liquiditätsrisiken d) Operationelle Risiken a) Adressenausfallrisiken Das Adressenausfallrisiko beschreibt die Gefahr, dass eine Gegenpartei (Adresse) nicht oder nur zum Teil in der Lage ist, den vertraglich vereinbarten Verpflichtungen nachzukommen. Der Begriff bezieht sich auch auf Verlustgefahren, die durch Bonitätsänderungen der Gegenpartei zu Stande kommen können. Auch die Beteiligungsrisiken sind den Adressenausfallrisiken zuzuordnen. Im Rahmen der für 2023 durchgeführten Risikoanalyse wurde das für die PVS pria GmbH aus dem Ausfall einer Gegenpartei ergebende Gesamtrisiko als gering eingestuft. Hintergrund hierfür ist die aus dem Geschäftsmodell der PVS pria GmbH resultierende sehr niedrige Ausfallwahrscheinlichkeit von Forderungen sowie die eingerichteten umfassenden Sicherungsmaßnahmen. b) Marktpreisrisiken Das Marktpreisrisiko ist das Risiko potenzieller Verluste bilanzwirksamer und außerbilanzieller Positionen aufgrund von Schwankungen der Marktpreise (Aktienkurse, Zinssätze, Wechselkurse). Marktpreisrisiken ergaben sich im Geschäftsjahr 2023 für die PVS pria GmbH nicht. Im Berichtsjahr verfügte die PVS pria GmbH über keine marktpreissensiblen Aktiva oder Passiva. c) Liquiditätsrisiko Das Liquiditätsrisiko beschreibt die Gefahr, dass ein Institut nicht mehr uneingeschränkt seinen Zahlungsverpflichtungen nachkommen kann. Es umfasst die Risiken, die aus einem zeitlich nicht synchron verlaufenden Zu- und Abfluss von Finanzmitteln entstehen. Für den PVS holding-Konzern im Allgemeinen und die PVS pria GmbH im Speziellen bestanden im Geschäftsjahr 2023 keine Liquiditätsrisiken. Im Geschäftsjahr 2023 konnte die PVS pria GmbH zu jedem Zeitpunkt ihre finanziellen Verpflichtungen erfüllen. d) Operationelle Risiken Als operationelles Risiko wird die Gefahr von Verlusten infolge der Unangemessenheit oder des Versagens von internen Verfahren und Systemen, von Menschen oder infolge externer Ereignisse bezeichnet. Operationelle Risiken werden im Gegensatz zu Adressenausfallrisiken oder Marktpreisrisiken zwar grundsätzlich nicht bewusst eingegangen, um daraus zusätzliche Erträge zu generieren, jedoch sind sie regelmäßig eine Begleiterscheinung der normalen Geschäftstätigkeit eines Institutes. Gemäß der Definition des Baseler Ausschusses für Bankenaufsicht unterteilt die PVS pria GmbH die operationellen Risiken in folgende Kategorien: • Interne betrügerische Handlungen • Externe betrügerische Handlungen • Beschäftigungspraxis und Arbeitsplatzsicherheit • Kunden, Produkte und Geschäftsgepflogenheiten • Sachschäden • Geschäftsunterbrechungen und Systemausfälle • Abwicklung, Lieferung und Prozessmanagement Den Risikokategorien wurden jeweils entsprechende Verantwortliche zugeordnet. Operationelle Risiken als Folge des Versagens von internen Verfahren, Menschen oder Systemen können Schadensersatzforderungen von Kunden nach sich ziehen. 1.3 Management der wesentlichen Risiken a) Adressenausfallrisiko Die Risikobegrenzung findet bei der PVS pria GmbH bereits auf Grundlage des Geschäftsmodells statt. Das Geschäftsmodell der PVS pria GmbH beruht auf grundsätzlich langfristig angelegten Geschäftsbeziehungen mit Kunden, die in der Regel sowohl die Fakturierung ihrer Leistungen wie auch den Inkassoprozess komplett an die PVS pria GmbH auslagern, sodass sich ein breit gestreutes Risikoportfolio ergibt. Zudem sind der Großteil der Rechnungsempfänger Institutionen, wie z.B. gesetzliche Krankenkassen, was zu einem geringen Forderungsausfall führt. Doch auch im Bereich der Selbstzahlerleistungen können geringe Forderungsausfälle verzeichnet werden, da eine hohe persönliche und soziale Bindung sowie das bestehende Vertrauensverhältnis im Bereich der Gesundheitsleistungen für gutes Zahlungsverhalten sorgt und damit einhergehend geringe Kosten im Mahn- und Inkassobereich anfallen. Die Vergütung unserer Dienstleistungen durch die Kunden erfolgt im Verrechnungsverfahren gegen die Auszahlung der eingegangenen Patientenzahlungen an die Kunden, so dass ein Inkassoaufwand und ein Inkassorisiko in Bezug auf die eigenen Forderungen der Gesellschaft bei weiterhin bestehender Geschäftsbeziehung kaum gegeben sind. Optional bieten wir Kunden aus dem Kerngeschäft - und nur diesen - die Vorauszahlung der in Rechnung gestellten Honoraransprüche aus ärztlicher Behandlung vor Bezahlung durch den Rechnungsschuldner an, ohne Übernahme des Ausfallrisikos durch die PVS pria GmbH (unechtes Factoring). Das unechte Factoring ist darüber hinaus eine Nebendienstleistung zum klassischen Abrechnungsgeschäft, mit geringem Anteil am Gesamtumsatz. Die Vorauszahlung an die Kunden gilt für einen befristeten Zeitraum, der so gewählt ist, dass der überwiegende Anteil der vorausgezahlten Rechnungen durch den Mahn- und Inkassoprozess des Instituts bei Fristablauf bezahlt ist. Die verbleibenden offenen Forderungen werden durch vertragliche Regelung dem Kunden als Rückzahlungsverpflichtung auf seinem bei dem Institut geführten Kundenkonto belastet und durch automatisierte Prozesse mit neuen Auszahlungsansprüchen des Kunden aus "frischen" Rechnungen verrechnet. Durch dieses Verfahren ist die Gesellschaft davon befreit, bei weiterhin bestehender Geschäftsbeziehung Inkassoprozesse für eigene Rückforderungen gegen Kunden zu betreiben. Ein Adressenausfallrisiko in Bezug auf Forderungen gegen Kunden ergibt sich demnach erst bei Beendigung einer Geschäftsbeziehung. Für diesen Fall gibt es Verfahren und Prozesse, mit denen der Ausgleich solcher Forderungen erwirkt werden soll. Zudem werden vor Abschluss eines Factoringvertrags Bonitätsprüfungen vorgenommen. Eine entsprechende Arbeitsanweisung definiert, in welchen Fällen ein Vertragsabschluss möglich ist. Die Einhaltung dieser Regelungen wird von einer unabhängigen Stelle kontrolliert (Vier-Augen-Prinzip). Unabhängig von der Bonität werden zu Beginn der Geschäftsbeziehung zunächst verschiedene Modalitäten zur Sicherung der Forderungen vereinbart. Dies können eine Limitierung des Factoringsvolumens oder eine Teilbevorschussung der Rechnungsbeträge sein. Zudem werden alle Kunden einem laufenden Risikomonitoring unterzogen, um Forderungsausfälle zu verhindern. Dazu finden monatliche Überprüfungen der Kundenkonten auf Anomalien statt. Darüber hinaus werden in der Abteilung Risikomanagement verschiedene EDV-gestützte Analysen durchgeführt, die die Werthaltigkeit der vorfinanzierten Forderungen sicherstellen sollen. Die selbstentwickelten Analysetools basieren auf verschiedenen Typologien, die aufgrund der langjährigen Erfahrungen in dem Bereich der Vorfinanzierung ärztlicher Honorarforderungen, definiert werden konnten. Für etwaige Feststellungen, die im Rahmen der Analyse anfallen, sind entsprechende Eskalationsstufen definiert worden. Bei Risiken ab der Risikostufe 5 im unternehmensinternen Klassifizierungsverfahren, ist eine Ad-Hoc Meldung an die Geschäftsführung erforderlich. Im Berichtsjahr wurde keine Ad-Hoc Meldung im Bereich Adressenausfallrisiken an die Geschäftsführung erstattet. b) Marktpreisrisiken Marktpreisrisiken werden bei der PVS pria GmbH verhindert, indem die Geldanlage in volatile und risikobehaftete Positionen grundsätzlich nicht vorgenommen wird. Somit können Marktpreisrisiken gänzlich ausgeschlossen werden und bedürfen keines zusätzlichen Managements. c) Liquiditätsrisiken Die PVS pria GmbH steuert die Liquiditätsrisiken durch tägliche, konzerninterne Abstimmungen, sodass die Gesellschaft stets über eine ausreichende Liquidität verfügt. d) Operationelle Risiken Den operationellen Risiken kommt bei der PVS pria GmbH, als Dienstleistungsunternehmen, eine übergeordnete Bedeutung zu. Daher wird die Risikosteuerung für diese Risikoart mit entsprechendem Ressourceneinsatz vorangetrieben. Operationelle Risiken werden durch organisatorische, personelle oder technische Lösungen gesteuert. Dazu zählen insbesondere das Vier-Augen-Prinzip und die stetige Dokumentation von risikorelevanten Prozessen. Zudem werden technische Prüfmechanismen verwendet, um Fehler möglichst frühzeitig zu erkennen, sodass es nicht zu einem Schadensfall kommt. Operationelle Risiken, die sich aus dem Einsatz von EDV-Systemen ergeben, begrenzt die Gesellschaft durch die Nutzung eines von der PVS holding entwickelten IT-Sicherheitskonzeptes. Die PVS holding GmbH hat eine IT-Dokumentation erstellt, welche unter anderem auch die Datensicherheit, die Datensicherung und den Datenschutz ausführlich darstellt. So existieren interne und externe Firewallsysteme, um Kundendaten vor Angriffen aus dem Internet zu schützen. Das Sicherheitskonzept sieht ein Backup-System sowie eine tägliche Datensicherung aller Bewegungsdaten vor. In Form von Notfallplänen ist zudem vorgegeben, wie die Betriebsbereitschaft der EDV innerhalb kurzer Zeit wieder hergestellt werden kann. Im Rahmen eines IT-Sicherheitsprojektes werden zudem zahlreiche weitere Maßnahmen zur Verbesserung der IT-Sicherheit umgesetzt. Zusätzlich wird jeder Mitarbeiter bei der Einstellung über eventuelle Risiken im Umgang mit den EDV-gestützten Systemen informiert und erhält Handlungsanweisungen für verschiedene Arten von Störfällen. Die Kenntnisnahme und die Verpflichtung zur Einhaltung der Richtlinien/Arbeitsanweisungen bestätigt der Mitarbeiter durch seine Unterschrift. Letztlich verfügt der PVS-holding Konzern über zahlreiche Beauftragte, die für die Sicherheit der Konzernunternehmen sorgen. Dazu zählen der IT-Sicherheitsbeauftragte, der Datenschutzbeauftragte, der Compliance-Beauftragte, der Risikocontrolling-Beauftragte und der Geldwäschebeauftragte. Die Beauftragten sind im Rahmen ihrer Tätigkeit unabhängig und führen eigenständige Prüfungshandlungen durch, um die Sicherheit des Unternehmens, insbesondere im Hinblick auf operationelle Risiken, zu verbessern. Auch die jährlichen Audits durch die interne Qualitätsmanagement Abteilung oder einen externen Auditor dienen der Erkennung von Risiken und der Prozessoptimierung. Eine entsprechende Maßnahmenumsetzung wird anhand von Folgeaudits geprüft. Die unternehmensinterne Schadensfalldatenbank dient der Dokumentation von Schadensfällen aufgrund operationeller Risiken. Eine Auswertung findet quartalsweise durch die Abteilung Risikomanagement statt. Im Bereich der operationellen Risiken sind im Berichtsjahr keine nennenswerten Schäden eingetreten. Nicht wesentliche Risiken werden in den Fachbereichen adäquat zu ihrem Risikogehalt durch organisatorische Maßnahmen (4-Augen-Prinzip, Arbeitsanweisungen und Ablaufbeschreibungen, Kontrollen, usw.) überwacht und gesteuert. Durch das konzernweit eingeführte Qualitätsmanagementsystem werden jährlich verschiedene Geschäftsbereiche auditiert und zusätzlich auf Risiken und ein adäquates Internes Kontrollsystem überprüft. Zudem finden risikoorientierte Prüfungen durch die Interne Revision statt. 1.4 Zusammenfassende Risikobeurteilung Die PVS pria GmbH, als Teileinheit des PVS holding-Konzerns, verfügt über ein dem Umfang und Risikogehalt der Geschäftstätigkeit angemessenes und funktionsfähiges System zur Steuerung und Überwachung der sich aus der Geschäftsstrategie ergebenden Risiken. Durch das auf Konzernebene installierte Risikomanagement und -controlling können Risiken frühzeitig identifiziert, Informationen an die zuständigen Entscheidungsträger weitergeleitet und Risiken gesteuert werden. Die Risikotragfähigkeit war in 2023 jederzeit gegeben. Bestandsgefährdende Risiken sind derzeit nicht erkennbar. 2. Chancenbericht Die PVS pria GmbH bearbeitet überregional das Geschäftsfeld des Abrechnungs- und Forderungsmanagements für Leistungserbringer im Gesundheitswesen sowohl im Bereich der gesetzlichen als auch der privaten Leistungen. Das Leistungsspektrum der PVS pria GmbH stellt eine Ergänzung des klassischen Geschäftsfelds ihrer Gesellschafter dar. Gerade dies eröffnet der PVS pria GmbH nicht zuletzt wegen der hohen Reputation der Gesellschafter Chancen im Gesundheitsmarkt. Zudem ist die PVS pria mit ihrer Flexibilität und Innovationskraft jederzeit in der Lage, die Abrechnung neuer Versorgungsmodelle abzubilden. 3. Gesamtaussage Durch die starke Abhängigkeit von politischen Entwicklungen unterliegt die Dienstleistung der PVS pria GmbH einem ständigen Wandel. Etablierte Geschäftsfelder sind weggefallen oder mussten angepasst werden und neue Geschäftsfelder mussten aufgebaut und etabliert werden. Dies verbunden mit den Auswirkungen der Coronakrise hat dazu geführt, dass die wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft in den zurückliegenden Jahren hinter den Erwartungen zurückgeblieben ist. Vor dem Hintergrund der von der Geschäftsführung durchgeführten erheblichen Kostenreduktion sowie der von der Geschäftsleitung eingeleiteten Erschließung neuer Geschäftsfelder im digitalen Gesundheitsmarkt und Weiterentwicklung bestehender Geschäftsbereiche, hat sich die Geschäftsentwicklung im Jahr 2023 weiterhin deutlich verbessert Aufgrund dieser Maßnahmen, die ständig überprüft und angepasst werden, ist auch in den folgenden Geschäftsjahren mit einer weiterhin positiven Geschäftsentwicklung zu rechnen. Für die PVS pria GmbH ergeben sich auf der Grundlage der auf nachhaltiges Wachstum ausgelegten Geschäfts- und Risikostrategie weiterhin Wachstumspotenziale. Vor dem Hintergrund der hohen Qualität der Leistungen der Gesellschaft, der finanziellen Stabilität, des eingerichteten Risikomanagements und der Flexibilität der angebotenen Dienstleistungen sehen wir uns für die Bewältigung der künftigen Risiken und die Wahrnehmung zukünftiger Chancen gut gerüstet. Zugleich ist die PVS pria GmbH Risiken ausgesetzt, die zum einen Teil durch das angemessene und funktionsfähige Risikomanagement verhindert bzw. gesteuert werden können, die jedoch zum anderen Teil, insbesondere soweit dies Konsequenzen aufgrund von politischen Entscheidungen oder "höhere Gewalt" - wie die derzeitige Corona-Pandemie - betrifft, nur begrenzt beherrschbar sind.
Mülheim an der Ruhr, 29. Mai 2024 Jürgen Möller Mike Wolfs Bilanz zum 31.12.2023Aktivseite
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
Anhang des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023A. ALLGEMEINE ANGABEN Die PVS pria GmbH hat Ihren Sitz in Mülheim an der Ruhr. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Duisburg unter HR B 15298 eingetragen. Die Gesellschaft betreibt Geschäftsstellen in Berlin, Köln und Münster. Die Gesellschaft ist ein Finanzdienstleistungsinstitut im Sinne des § 1 Absatz 1a des Kreditwesengesetzes (KWG). Die Gesellschaft hat gemäß § 64j Abs. 2 KWG mit Schreiben vom 15. September 2009 die Ausübung der Tätigkeit als Finanzdienstleister im Sinne von § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 9 KWG bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) angezeigt. Gemäß § 64j KWG gilt die Erlaubnis für Factoringleistungen mit der Anzeige als erteilt. Das Bestätigungsschreiben der BaFin datiert vom 26. Oktober 2009. Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 wurde gemäß der §§ 340 bis 340o des Handelsgesetzbuches (HGB), der Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften aufgestellt. Das Institut hat gemäß § 2 Absatz 1 RechKredV bei der Aufstellung des Jahresabschlusses das Formblatt 1 (Gliederung der Bilanz) und das Formblatt 3 (Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung) verwendet. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr unverändert beibehalten worden. B. ANGABEN ZU DEN IN DER BILANZ UND GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG ANGEWAND TEN BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN I. Angaben zur Bilanz Die täglich fälligen Forderungen an Kreditinstitute sind zum Nennwert ausgewiesen. Die Forderungen an Kunden werden zu Anschaffungskosten bilanziert und haben eine Restlaufzeit von bis zu drei Monaten. Für zweifelhafte Forderungen bestehen angemessene Einzelwertberichtigungen von insgesamt T€ 100 (Vorjahr: T€ 100). Dem allgemeinen Ausfallrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von rd. 0,5 % der Forderungen ausreichend Rechnung getragen. Die sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert bzw. zu Anschaffungskosten ausgewiesen und beinhalten im Wesentlichen Forderungen an das Versandzentrum der Privatärztlichen Verrechnungsstellen eG von T€ 40 (Vorjahr: T€ 39), Forderungen an Mitarbeiter von T€ 2 (Vorjahr: T€ 3) und Patienten von T€ 6 (Vorjahr: T€ 5), und Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 1 (Vorjahr: T€ 0). Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben T€ 40 (Vorjahr: T€ 41) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die sonstigen Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag ausgewiesen und beinhalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von T€ 3 (Vorjahr: T€ 3), Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen von T€ 1.806 (Vorjahr: T€ 2.057) und übrige Verbindlichkeiten von T€ 23 (Vorjahr: T€ 47). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen in Höhe von T€ 1.788 (Vorjahr: T€ 2.039) Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von T€ 20 (Vorjahr: T€ 19). Die Restlaufzeiten und die Besicherung der Verbindlichkeiten sind aus der Anlage zum Anhang ersichtlich. Die ausgewiesenen Rückstellungen sind in der Höhe bemessen, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrages, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise über deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz bzw. mit dem Abzinsungszinssatz gemäß § 253 Abs. 2 HGB bei einer Restlaufzeit von fünfzehn Jahren abgezinst. Die Pensionsrückstellungen wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Anwendung der "Richttafeln 2005 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck mit einem Rechnungszinssatz von 1,83 % (Vorjahr 1,78 %) und einem Rententrend von 2 % nach dem Teilwertverfahren berechnet. Die Rückstellung wurde in Höhe des versicherungsmathematischen Deckungskapitals gebildet. Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB stellt sich wie folgt dar:
Die Berechnung der latenten Steuern beruht auf temporären Differenzen zwischen Bilanzposten aus handelsrechtlicher und steuerrechtlicher Betrachtungsweise gemäß § 274 HGB.
Der zur Berechnung der latenten Steuern verwendete Ertragssteuersatz liegt bei 32,422 %. In Anwendung des Wahlrechts gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wurde auf den Ansatz von aktiven latenten Steuern verzichtet. Die anderen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Jubiläumsgeldverpflichtungen (T€ 100, Vorjahr: T€ 100), Gleitzeitguthaben (T€ 84, Vorjahr: T€ 57), Resturlaubsansprüche (T€ 49, Vorjahr: T€ 20), Kosten der Erstellung und Prüfung des Jahresabschlusses sowie der Erstellung der Steuererklärungen von T€ 18 (Vorjahr: T€ 18) und Aufbewahrungsverpflichtungen (T€ 12, Vorjahr: T€ 12). Das gezeichnete Kapital beträgt unverändert T€ 100. Es ist in voller Höhe eingezahlt worden. Die Kapitalrücklage beträgt zum 31. Dezember 2023 unverändert T€ 500. Die anderen Gewinnrücklagen betragen zum 31. Dezember 2023 unverändert T€ 200. II. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Zinserträge Die Zinserträge in Höhe von T€ 375 (Vorjahr: T€ 331) sind ausschließlich im Inland erzielt worden. Zinsaufwendungen Die Zinsaufwendungen betreffen im Wesentlichen Zinsen an Gesellschafter von T€ 90 (Vorjahr: T€ 49) und Zinsen aus der Aufzinsung von Rückstellungen von T€ 2 (Vorjahr: T€ 10). Provisionserträge Die Provisionserträge in Höhe von T€ 3.374 (Vorjahr: T€ 2.985) sind ausschließlich im Inland erzielt worden. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von T€ 64 (Vorjahr: T€ 63) sind ausschließlich im Inland erzielt worden. Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten als wesentliche Einzelposten Erträge aus der Erstattung von Anwaltsgebühren und Auslagen (T€ 17, Vorjahr: T€ 16), Inkassomahnungen (T€ 17, Vorjahr: T€ 15), Erträge aus Sachbezügen (T€ 19, Vorjahr: T€ 14), Mahnkosten (T€ 7, Vorjahr: T€ 6) sowie Erträge aus der Erstattung von Mahnbescheidgebühren (T€ 3, Vorjahr: T€ 3). Andere Verwaltungsaufwendungen Im Posten andere Verwaltungsaufwendungen sind im Wesentlichen konzerninterne Umlagen in Höhe von T€ 1.001 (Vorjahr: T€ 927) enthalten. C. ZUSÄTZLICHE ANGABEN Beziehungen zu verbundenen Unternehmen / Konzernzugehörigkeit Der Jahresabschluss wird nach den Grundsätzen der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss der PVS holding GmbH, Mülheim an der Ruhr, einbezogen. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht. Arbeitnehmer Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr 2023 durchschnittlich 47 (Vorjahr: 46) Arbeitnehmer. Dabei handelt es sich ausschließlich um Angestellte. ErgebnisverwendungsvorschlagDer Bilanzgewinn / -verlust entwickelte sich wie folgt:
Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn in Höhe von € 130.389,01 auf neue Rechnung vorzutragen. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die Gesellschaft hat für die Hauptgeschäftsstelle in Mülheim an der Ruhr sowie für die Geschäftsstelle in Berlin Büroräume angemietet. Daraus ergeben sich Zahlungsverpflichtungen in Höhe von T€ 191. Die Mietverträge enden zwischen dem 31. Juli 2024 und dem 31. Dezember 2024. Angaben zur Geschäftsleitung Geschäftsführer im Geschäftsjahr 2023: Herr Jürgen Möller, Gesundheits- und Sozialökonom, Berlin, und Herr Mike Wolfs, Rechtsanwalt, Duisburg. Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.
Mülheim an der Ruhr, 29. Mai 2024 Jürgen Möller Mike Wolfs Verbindlichkeiten zum 31.12.2023
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die PVS pria GmbH, Mülheim an der Ruhr: Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der PVS pria GmbH, Mülheim an der Ruhr, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der PVS pria GmbH, Mülheim an der Ruhr, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Essen, den 29. Mai 2024 gkw:treuadvisa
GmbH
gez. Alfred Gaeb, Wirtschaftsprüfer gez. Christian Evers, Wirtschaftsprüfer Feststellung des Jahresabschlusses und ErgebnisverwendungIn der Gesellschafterversammlung am 1. Juli 2024 ist der Jahresabschluss der PVS pria GmbH zum 31. Dezember 2023 festgestellt worden. In der Gesellschafterversammlung am 1. Juli 2024 wurde beschlossen, den Bilanzgewinn in Höhe von € 130.389,01 auf neue Rechnung vorzutragen. |
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