F24 MidCo GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Jan Anders Martin Norden seit 14.4.2025 | Geschäftsführer |
Marc Zwick seit 1.8.2022 | Prokura |
Dilek Aldemir Cevik seit 1.8.2022 | Geschäftsführer |
Grazyna Teresa Malkowska-Kicka seit 16.10.2020 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Astellas Pharma Europe Ltd | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Astellas Pharma GmbHMünchenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis zum 31.03.2024Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Astellas Pharma GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Astellas Pharma GmbH, München - bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Astellas Pharma GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 30. Januar 2025 EY
GmbH & Co. KG
Gallowsky, Wirtschaftsprüfer Bilanz zum 31. März 2024Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis 31. März 2024I. Allgemeine Hinweise Die Astellas Pharma GmbH ist im Handelsregister B des Amtsgerichts München unter der Nummer HRB 96767 eingetragen. Der Sitz der Gesellschaft ist in München. Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Differenzen zwischen der Summe der Einzelbeträge und dem Gesamtbetrag in summarischen Darstellungen sind rundungsbedingt. II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden, im Wesentlichen unveränderten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens sind zu Anschaffungskosten angesetzt und werden, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer nach der linearen Methode vermindert. Die Abschreibungen auf Zugänge erfolgen zeitanteilig. Die Nutzungsdauer von Bauten und Bauten auf fremden Grundstücken beträgt 5-10 Jahre, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3-5 Jahre. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Nettoeinzelwert von EUR 800,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben und ihr sofortiger Abgang unterstellt. Beim Finanzanlagevermögen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten und sonstigen Ausleihungen grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Bei dauernder Wertminderung werden Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Für mögliche Forderungsausfälle wurden Wertberichtigungen vorgenommen. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurde für Aufwendungen gebildet, welche dem folgenden Geschäftsjahr zuzuordnen sind. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und entlastung nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Das Eigenkapital wurde zum Nennwert angesetzt. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden nach der Projected Unit Credit Methode unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G" von Klaus Heubeck ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 1,83 % (Vj. 1,79 %) gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 verwendet. Erwartete Gehaltssteigerungen wurden mit 2,50 % (Vj. 2,50 %) und erwartete Rentensteigerungen mit 2,25 % (Vj. 2,25 %) berücksichtigt. Die Fluktuation wurde mit einer gegenüber dem Vorjahr unverändert altersabhängigen Rate von 0 % bis 7,00 % berücksichtigt. Der ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtung dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger durch Verpfändung entzogene Rückdeckungsversicherungsanspruch (Deckungsvermögen im Sinne von § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) wurde mit dem beizulegenden Zeitwert mit den Pensionsrückstellungen verrechnet. Da kein aktiver Markt besteht, anhand dessen sich der Marktpreis ermitteln lässt, wurden für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts dieser Vermögensgegenstände fortgeführte Anschaffungskosten angewandt. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und erkennbaren Risiken. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich künftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. III. Erläuterungen zur Bilanz 1. Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagespiegel dargestellt. 2. Anteile an verbundenen Unternehmen Angaben zum Anteilsbesitz
1) Ergebnis vor Gewinnabführung
3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen TEUR 257.743 (Vj. TEUR 266.852) betreffen in Höhe von TEUR 5.821 (Vj. TEUR 4.833) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die verbleibenden Forderungen gegen verbundene Unternehmen entfallen wie im Vorjahr auf sonstige Finanzforderungen. Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. 4. Latente Steuern Eine sich gemäß § 274 HGB insgesamt ergebende Steuerentlastung ist als aktive latente Steuer in Höhe von TEUR 15.997 (Vj. TEUR 16.372) ausgewiesen und resultiert im Wesentlichen aus Bilanzdifferenzen bei Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen und sonstigen Rückstellungen. Diese wurden mit passiven latenten Steuern aus Bilanzdifferenzen bei sonstigen Vermögensgegenständen saldiert. Die Ermittlung erfolgt auf Basis eines Steuersatzes von 32,975 % (Vj. 32,975 %) für Einkommen und Ertrag. 5. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital beträgt unverändert EUR 14.000.500,00. Im Rahmen der Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgte eine Entnahme aus der Kapitalrücklage in Höhe von EUR 96.154.741,07 und eine Einstellung in den Gewinnvortrag. Dies erfolge in Vorbereitung einer geplanten Ausschüttung. Ausschüttungssperre In Höhe der folgenden Beträge ergibt sich aus Aktivierungen gemäß § 268 Abs. 8 HGB sowie aufgrund des Unterschiedsbetrags i. S. v. § 253 Abs. 6 HGB und nach Berücksichtigung gegenläufiger latenter Steuern eine Gewinnausschüttungssperre:
6. Rückstellung für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen Das Unternehmen gewährt einem Teil der Mitarbeiter leistungsorientierte Versorgungszusagen (defined benefit scheme). Die Leistungspläne sind bei der früheren Tochtergesellschaft Fujisawa Deutschland GmbH für Neueintritte ab 31. Dezember 1996 geschlossen worden; bei der früheren Fujisawa GmbH ab 31. März 2006. Der ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtung dienende, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger durch Verpfändung entzogene Rückdeckungsversicherungsanspruch (Deckungsvermögen im Sinne von § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) wurde mit dem beizulegenden Zeitwert (fortgeführte Anschaffungskosten) in Höhe von TEUR 1.064 (Vj. TEUR 1.714) mit den Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen verrechnet. Angaben zur Verrechnung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB:
Der nach § 253 Abs. 6 HGB jährlich zu ermittelndem Unterschiedsbetrag beläuft sich zum 31. März 2024 auf TEUR 362. Die Erträge aus der Erhöhung des Aktivwertes in Höhe von TEUR 42 (Vj. TEUR 101) wurden mit den Zinsaufwendungen aus der Verminderung der Abzinsung der Pensionsrückstellung verrechnet. 7. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen des Personalbereichs (Abfindungen, Mitarbeiterboni, Jubiläumszuwendungen, Urlaubsansprüche u. a.), Erlösschmälerungen sowie ausstehende Lieferantenrechnungen. 8. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 298 (Vj. TEUR 22) betreffen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter betreffen in Höhe von TEUR 33.551 (Vj. TEUR 101.621) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Sämtliche Verbindlichkeiten sind wie auch im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Verbindlichkeiten aus Mietverhältnissen sind teilweise durch Bankbürgschaft bzw. Kautionsleistung besichert, bei den übrigen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen handelsüblichen Eigentumsvorbehalte. 9. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Am 31. März 2024 bestanden folgende nicht aus der Bilanz ersichtliche sonstige finanzielle Verpflichtungen aus langfristigen Miet- und Leasingverträgen (Miete, Kfz, Drucker, Kaffeemaschinen):
Miet- und Leasingverträge werden zur Vermeidung des sofortigen Abflusses liquider Mittel geschlossen. Risiken aus den Leasing- und Mietverträgen bestehen in der Erfüllung der Raten- bzw. Mietverpflichtungen. Neben den unter den sonstigen finanziellen Verpflichtungen angegebenen Geschäften bestehen zum Bilanzstichtag keine weiteren Geschäfte gem. § 285 Nr. 3 HGB, die für die Beurteilung der Finanzlage des Unternehmens von Bedeutung sind. IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt und gemäß § 275 Abs. 2 HGB gegliedert. 1. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse verteilen sich auf den Verkauf von pharmazeutischen Produkten (87,0 %, Vj. 90,3 %) und der Erbringung von Dienstleistungen (13,0 %, Vj. 9,7 %) und werden ausschließlich wie im Vorjahr im Inland erbracht:
Die mit den Erlösen aus Dienstleistungen korrespondierenden Aufwendungen sind im Personalaufwand, den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sowie den Abschreibungen enthalten. 2. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 0 (Vj. TEUR 46) aus der Auflösung von Rückstellungen. 3. Personalaufwand Die Zunahme der Personalaufwendungen von TEUR 44.581 auf TEUR 52.134 ist insbesondere auf Restrukturierungskosten in der Höhe von TEUR 13.242 zurückzuführen. 4. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die Position sonstige betriebliche Aufwendungen in der Höhe von TEUR 31.828 (Vj. TEUR 26.510) beinhaltet im Wesentlichen Aufwendungen für Vertrieb und Marketing, Distributionskosten, Kfz-Leasing sowie sonstige Fremdleistungen. 5. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen Bei dieser Position handelt es sich um die Gewinnabführung der Astellas Deutschland GmbH, München (TEUR 84) für das laufende Geschäftsjahr. V. Sonstige Angaben 1. Mitarbeiter Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter gem. § 285 Nr. 7 HGB betrug 253 (Vj. 241). Es handelt sich bei den Mitarbeitern ausschließlich um Angestellte. 2. Geschäftsführung Im Zeitraum vom 1. April 2023 bis zur Aufstellung des Jahresabschlusses sind bzw. waren zum Geschäftsführer bestellt:
3. Gesamtbezüge der Geschäftsführung Die Bezüge der Geschäftsführung belaufen sich im aktuellen GJ auf TEUR 518. Die Rückstellung für Pensionen enthält TEUR 2.516 für die ehemaligen Mitglieder der Geschäftsführung. 4. Abschlussprüferhonorare Die im Geschäftsjahr 2023/24 angefallenen Prüfungshonorare und sonstigen Vergütungen für Dienstleistungen jeweils einschließlich Auslagen unseres Abschlussprüfers EY GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft werden vom Konzern zentral getragen. 5. Konzernverhältnisse Alleingesellschafterin der Astellas Pharma GmbH ist die Astellas Pharma Europe Ltd., Addlestone, Vereinigtes Königreich. Gesellschafterin der Astellas Pharma Europe Ltd. ist die Astellas B.V., Leiden, Niederlande, die zum 31. März 2024 einen Teilkonzernabschluss nach niederländischem Recht erstellt, in den die Astellas Pharma GmbH und ihre Tochtergesellschaften einbezogen werden. Die wesentlichen Unterschiede der angewandten Rechnungslegungsgrundsätze bestehen bei den Abschreibungsdauern des Anlagevermögens und des Zinssatzes für Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen. Die Astellas Pharma GmbH erstellt selbst keinen Teilkonzernabschluss, sondern nimmt die Konzernabschlussbefreiungsmöglichkeit des § 291 HGB in Anspruch. Der Jahresabschluss der Astellas Pharma GmbH wird auch in den weltweiten Konzernabschluss der Astellas Pharma Inc., Tokio, Japan, einbezogen, der in Japan veröffentlicht wird. Der Konzernabschluss ist am Sitz der Muttergesellschaft in Japan erhältlich. 6. Nachtragsbericht Im Herbst 2024 wurde die Tochtergesellschaft Astellas Deutschland GmbH auf die Gesellschaft rückwirkend zum 01. April 2024 verschmolzen. Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung haben sich seit dem Abschlussstichtag nicht ereignet. 7. Gewinnverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen. Die Gesellschaft plant im Geschäftsjahr 2024/25 eine Dividende in Höhe von TEUR 104.750 auszuschütten.
München, den 30. Januar 2025 Markus Weber, Geschäftsführer Dilek Aldemir Cevik, Geschäftsführerin Grazyna Malkowska-Kicka, Geschäftsführerin Entwicklung des Anlagevermögens 2023/24
Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis 31. März 2024Die Astellas Pharma GmbH ist eine Gruppengesellschaft des Pharmakonzerns Astellas Pharma Inc. mit dem Sitz in Tokio, Japan. Die Astellas Gruppe spezialisiert sich in der Entwicklung, Herstellung und den Vertrieb von pharmazeutischen Produkten auf verschiedene therapeutische Bereiche. Geschäftstätigkeit und Rahmenbedingungen Die Geschäftstätigkeit der Astellas Pharma GmbH (APDE) umfasste im Geschäftsjahr 2023/24 im Wesentlichen den Vertrieb pharmazeutischer Produkte im Inland und die Erbringung von Dienstleistungen für verbundene Unternehmen. Die Rahmenbedingungen für den Pharmamarkt werden sowohl durch die staatliche Gesundheitspolitik, medizinische Leitlinien als auch durch EU-Regulierungen bestimmt. Insbesondere die frühe Nutzenbewertung und die daran gekoppelten Verhandlungen von Erstattungshöchstpreisen zwischen Herstellern und Krankenkassen erzeugen einen hohen Kostensenkungsdruck auf der Seite der Pharmahersteller. Ein weiteres Instrument zur Entlastung der gesetzlichen Krankenkassen sind verpflichtend vorgeschriebene Herstellerrabatte, die den Krankenkassen einen Preisnachlass pro verordneter Arzneimittelpackung durch die pharmazeutischen Unternehmen gewähren. Des Weiteren können noch bilaterale Rabattverträge zwischen den Krankenkassen und den Arzneimittelherstellern bestehen. Im Jahr 2023 steigt der Umsatz mit Arzneimitteln im gesamten Pharmamarkt (Apotheke und Klinik) um 5,7%. Der Absatz war rückläufig mit -2%. Insgesamt wurden rund 100 Mrd. Zähleinheiten (Kapseln, Hübe, Portionsbeutel etc.) im Wert von € 60 Mrd. an Patienten abgegeben. 1 Der Umfang der bei Astellas mit verschiedenen Krankenkassen bestehenden Rabattvertragsabdeckung in den Bereichen Transplantation, Prostatakarzinom und der überaktiven Blase konnte gehalten werden. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft Ertragslage Eine Gegenüberstellung der prognostizierten Kennzahlen zu den erreichten Istwerten im Geschäftsjahr 2023/24 sowie die Prognosewerte für das Jahr 2024/25 sind in nachfolgender Tabelle dargestellt:
Die Umsatzerlöse sind im Vergleich zum Vorjahr um € 77,9 Mio. auf € 694,6 Mio. gestiegen wobei der Anstieg im Wesentlichen auf die Erlöse aus Produktverkäufen (+ € 47,9 Mio.) zurückzuführen ist. Der Anstieg der Umsatzerlöse beruht insbesondere auf die Produktgruppe Onkologie (+ € 51,4 Mio. oder + 11,1%) und entfielen auf Xtandi, Xospata und Padcev. Im Bereich Transplantation waren die Umsatzerlöse rückläufig (- € 4,9 Mio. oder - 7,0%). Die Produktgruppe Urologie musste ebenfalls einen leichten Umsatzrückgang von - € 1,4 Mio. oder - 7,4 % verzeichnen. Die Nephrologie mit dem im letzten Geschäftsjahr eingeführten Produkt Evrenzo konnte in diesem Geschäftsjahr mit einem Anstieg von + € 2,6 Mio. (+ 75,9%) zur positiven Umsatzentwicklung beitragen. Im Geschäftsjahr konnten die verkauften Absatzmengen bei Xtandi und Betmiga sowie bei den neu eingeführten Produkten Padcev und Evrenzo gesteigert werden, während sie für Xospata, Prograf und Advagraf rückläufig waren.
Im Geschäftsjahr 2023/2024 musste der Padcev Verkaufspreis nach den AMNOG Verhandlungen um - 18% ab November 2023 mit rückwirkenden Gültigkeitsdatum 1.12.2022 und - 5,8% ab Januar 2024 gesenkt werden. Das ab dem 1. Januar 2023 neu eingetretene Gesetz für den Herstellerrabatt (+ 5% Abgabe brutto), welches für unsere Produkte Xtandi, Xospata, Evrenzo, Padcev sowie das Transplantationsportfolio Anwendung fand, war bis 31. Dezember 2023 gültig und wurde nicht verlängert. Durch das Substitutionsverbot für Tacrolimus wird auch weiterhin die Versorgung der Patienten mit dem original Astellas-Tacrolimus sichergestellt. Die COVID-19 Pandemie hatte sich negativ auf Transplantationen ausgewirkt, nichtsdestotrotz hat sich der Verbrauch im Markt wieder stabilisiert und ist leicht angestiegen. Leider ist diese Entwicklung nicht in den Absatzwerten ersichtlich, da der Parallelimportanteil im deutschen Markt stark auf nahezu 50% angestiegen ist. Der FSA-Kodex (Freiwillige Selbstkontrolle für die Arzneimittelindustrie e. V.) zur Transparenz bei der Zusammenarbeit mit den Angehörigen der Fachkreise und medizinischen Einrichtungen wurde auch in diesem Geschäftsjahr beachtet. Die Erlöse aus erbrachten Dienstleistungen (+ € 29,9 Mio. oder + 49,9%) gegenüber verbundenen Unternehmen verzeichnen einen deutlichen Anstieg aufgrund von erhöhten Weiterbelastungen von Marketingleistungen aufgrund von vorbereitenden Tätigkeiten für die Markteinführung der Produkte Veoza und Zolbetuximab sowie einmaligen Kosten aufgrund einer Umstrukturierung (+ € 13,2 Mio.). Die Rohertragsquote 2 verbleibt nahezu unverändert. Der Umsatzanstieg bei den Produktverkäufen korrespondiert mit dem Anstieg des Materialaufwandes. Die Rohertragsquote konnte stabil gehalten werden (2,7%; Vj. 3,0%).
Die Zunahme der Personalaufwendungen (+ € 7,5 Mio.) ist insbesondere auf einmalige Kosten aufgrund einer Umstrukturierung (+ € 13,2 Mio.) zurückzuführen. Die Mitarbeiterzahl ist von 241 auf 253 gestiegen. Die Zunahme der betrieblichen Aufwendungen (+ € 5,3 Mio.) gegenüber dem Geschäftsjahr 2022/2023 entfallen insbesondere auf Kosten von vorbereitenden Tätigkeiten für die Markteinführung der Produkte Veoza. Der Anstieg des Ist-Betriebsergebnisses 3 von € 5,4 Mio. im Vorjahr auf € 22,7 Mio. beruht insbesondere auf den Anstieg der Umsatzerlöse.
2 Rohertragsquote definiert als
Umsatzerlöse aus Produktverkäufen abzüglich
Materialaufwendungen im Verhältnis zu den
Umsatzerlösen aus Produktverkäufen.
Die Erträge aus Gewinnabführung entfallen auf das Tochterunternehmen Astellas Deutschland GmbH. Aufgrund der bereits veräußerten Produkte Bendamustin und Cefixime und der verringerten Geschäftstätigkeit ergibt sich ein Gewinn in der Höhe von 84 TEUR (Vorjahr € 1,8 Mio.). Das Zinsergebnis (Pos. 8 und 9 der Gewinn- und Verlustrechnung) ist im Vergleich zum Vorjahr von 23 TEUR auf € 8,2 Mio. angestiegen und ist insbesondere auf das konstant hohe Niveau des Cash-Pool Bestands im abgelaufenen Jahr im Vergleich zum Vorjahr zurückzuführen, wo der Cash-Pool Bestand ein bedeutend geringeres Ausgangsniveau aufwies. Der Jahresüberschuss der Gesellschaft erhöhte sich von € 6,1 Mio. im Vorjahr auf € 19,2 Mio., was insbesondere auf ein wesentlich höheres Betriebs- und Zinsergebnis zurückzuführen ist. Vermögenslage Die gesunkenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (- € 3,4 Mio.) im Vergleich zum Vorjahr sind stichtagsbedingt und bezogen auf den Zeitpunkt des Kunden-Zahlungseinzugs. Der leichte Rückgang der Forderungen gegen verbundene Unternehmen entfällt im Wesentlichen auf Forderungen aus dem Cash-Pooling. Der Cash-Pool Bestand ist im Geschäftsjahr aufgrund vorzeitiger Zahlungen von konzerninternen Warenverrechnungen gesunken. Die sonstigen Vermögensgegenstände sind um € 30,2 Mio. auf € 1,2 Mio. aufgrund von Höheren Steuervorauszahlungen in den Vorjahren rückläufig. Die Abnahme der aktiven latenten Steuern (- € 0,4 Mio.) entfallen insbesondere auf temporären Differenzen bei den Pensionsrückstellungen. Der Rückgang der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen um - € 2,9 Mio. ist im Wesentlichen auf den niedrigeren Abzinsungssatzes zurückzuführen. Die Zunahme der sonstigen Rückstellungen um € 5,2 Mio. bezieht sich im Wesentlichen auf Verpflichtungen aus dem Umsatzbereich hinsichtlich Rückzahlungen an Krankenkassen. Das kurzfristige Fremdkapital sinkt um - € 71,9 Mio. und entfällt mit € 0,3 Mio. auf Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und mit € 33,6 Mio. auf Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter. Der Rückgang ist auf die vorzeitige Zahlung von konzerninternen Warenverrechnungen zurückzuführen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind im Vergleich zum Vorjahr gestiegen (+ € 1,1 Mio.). Finanzlage Aufgrund einer Cash-Pooling-Vereinbarung der Astellas Pharma GmbH mit der Astellas B.V., Leiden, Niederlande, werden alle kurzfristigen Darlehensforderungen gegen verbundene Unternehmen zu den flüssigen Mitteln gerechnet. Der Finanzmittelfonds besteht zum Bilanzstichtag aus Cash-Pool Forderungen. Der Finanzmittelfonds setzt sich aus Cash-Pool Forderungen und flüssigen Mitteln zusammen:
Der Finanzmittelfonds sank im Berichtsjahr um - € 10,1 Mio. auf € 251,9 Mio. Der Cashflow aus der operativen Geschäftstätigkeit entfällt mit € 16,8 Mio. auf den Jahresüberschuss und nicht zahlungswirksame Aufwendungen und Erträgen. Aus der vorzeitigen Zahlung von konzerninternen Warenverrechnungen ergibt sich ein Zahlungsabfluss von - € 68,1 Mio. von Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter, dem ein Zahlungszufluss von € 37,6 Mio. aus sonstigen Vermögensgegenständen und Rückstellungen gegenüber steht. Im Geschäftsjahr wurde keine Ausschüttung an den Gesellschafter vorgenommen. Das Beteiligungs- und Finanzergebnis betrug im Berichtsjahr € 8,2 Mio. (Vj. € 1,8 Mio.) und beruht insbesondere auf höhere Zinseinnahmen. Gesamtaussage Der Umsatz ist stärker als erwartet bei den Produkten Xtandi, Padcev und Xospata gestiegen. Der Anstieg des Betriebsergebnisses im Vergleich zum Vorjahr beruht insbesondere auf den Umsatzanstieg und den Rückgang der Pensionsaufwendungen. Die Materialeinsatzquote hat sich nicht verändert. Risiko-Management-System Die einzelnen Geschäftsbereiche der Astellas Pharma GmbH werden durch Business Reviews und interne Auditierungen regelmäßig durch die Konzernmuttergesellschaft beurteilt. Rechtlichen Risiken, welche im Zusammenhang mit unternehmerischen Entscheidungen aufkommen können, wird sowohl durch interne als auch durch externe rechtliche Beratung entgegengewirkt. Chancenbericht Der Astellas-Konzern fokussiert sich im Rahmen seiner mehrjährigen Strategie auf die Schwerpunkte Onkologie, Transplantationsmedizin und Nephrologie sowie neue Therapiegebiete aufgrund zukünftiger Produkteinführungen wie zum Beispiel die Frauengesundheit. Die Astellas Pharma GmbH ist als Konzerntochter in die Umsetzung dieser Strategie mit eingebunden. Marktchancen leiten sich durch die Ergebnisse der Forschungs- und Entwicklungsgesellschaften innerhalb des Konzerns ab. Gegenwärtig sind Wirkstoffe oder auch schon Produkte in der Forschungs- und Entwicklungsphase. Risikobericht Die Minimierung von Währungsrisiken erfolgt innerhalb des Konzerns mit Hilfe von derivativen Finanzinstrumenten und werden selektiv nach einer Risikoeinschätzung eingesetzt. Die Gesellschaft selbst hält keine Derivate oder ähnliche Finanzinstrumente. Die Zahlungsfähigkeit der Astellas Pharma GmbH wird durch einen positiven operativen Cashflow und die Einbindung in den Cash-Pool der Obergesellschaft sichergestellt. Absatz- und Marktrisiken Das Umsatzfundament der Astellas Pharma GmbH bilden patentgeschützte Produkte. Wegen der zeitlichen Begrenzung des Patentschutzes ist die Astellas Pharma GmbH auf die Ergebnisse der Forschungsaktivitäten im Astellas-Konzern angewiesen. Aufgrund der Änderungen in den gesetzlichen Anforderungen kann es bei Produktneuzulassungen oder auch bei Zulassungserweiterungen für bereits zugelassene Produkte sowie aufgrund von unvorhergesehenen Ereignissen zu Verzögerungen oder behördlichen Zurückweisungen kommen, sodass dann mit Umsatzeinbußen zu rechnen ist. Hersteller von patentgeschützten Medikamenten unterliegen seit dem Inkrafttreten des Gesetzes zur Neuordnung des Arzneimittelmarktes (AMNOG) im Jahre 2011 bei der Markteinführung neuer Wirkstoffe zusätzlich der Prüfung eines Mehrnutzens. Das Ergebnis dieser Nutzenprüfung entscheidet, ob gesetzliche Krankenkassen (GKV) die Kosten für Medikamente mit diesem neuen Wirkstoff übernehmen und in welcher Höhe diese Kostenübernahme erfolgt. Das im AMNOG kodifizierte Preissetzungsverfahren birgt für den Hersteller das Risiko von sinkenden Preisen aufgrund von der Bewertungseinschätzung des Mehrnutzens. Umsatzrisiken ergeben sich aufgrund von möglichen Veränderungen von gesetzlichen Regelungen, die auf den Verkauf bzw. die Verordnung von patentgeschützten Medikamenten oder auch auf die Kostenerstattung für solche Medikamente Einfluss nehmen. Als Beispiel ist hier der gesetzlich verankerte Herstellerrabatt von aktuell 7 % zu nennen, der für verschreibungspflichtige und patentgeschützte Medikamente gilt. Der Russland-Ukraine Konflikt hat keine direkten Auswirkungen auf die Gesellschaft, da es keine wesentlichen Geschäftsbeziehungen auf der Kunden- und Lieferantenseite in Russland und Ukraine gibt. Indirekte Auswirkungen haben die höheren Energie- und Materialpreise, welche nur zum Teil oder verzögert an die Kunden weitergegeben werden können, jedoch bezieht Astellas Pharma ihr Produkte ausschließlich Konzernintern über ein Transferprice agreement. Für das aktuelle und kommende Geschäftsjahr sind die Preislisten bereits konzernintern festgelegt worden. Aus diesem Grund Gesellschaft schätz nach dem heutigen Kenntnisstand, dass die Auswirkungen keinen signifikanten Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben werden. Forderungsausfallrisiken Die Astellas Pharma GmbH analysiert ihre ausstehenden Forderungen. Sobald das Unternehmen Kenntnis über ein verändertes Kundenrisikoprofil erlangt, werden Maßnahmen ergriffen, um dem Ausfallrisiko entgegenzuwirken. Insgesamt weist die Kundenstruktur in Deutschland ein geringes Risikoprofil auf. Gesamteinschätzung der Risikolage Die vorgenannten Risiken stuft das Unternehmen derzeit unter Beachtung der geschätzten Eintrittswahrscheinlichkeit und absehbaren finanziellen Auswirkungen allesamt als "gering" ein. Nach Einschätzung der Geschäftsführung sind gegenwärtig keine Risiken erkennbar, die wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage haben oder sich bestandsgefährdend auswirken könnten. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich keine wesentliche Änderung der Risikoexposition der Astellas Pharma GmbH ergeben. Auch aus den oben beschriebenen Sachverhalten zum Russland-Ukraine Konflikt ergeben sich keine wesentlichen Risiken für die Gesellschaft. Der Geschäftsführung sind gegenwärtig keine Risiken bekannt, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden würden. Risiken, die zwar der Annahme des Fortbestehens des Unternehmens nicht entgegenstehen, die sich aber im Falle ihres Eintretens wesentlich auf den Geschäftsverlauf bzw. die finanzielle Situation der Gesellschaft auswirken könnten, sind im Wesentlichen in der staatlichen Gesundheitspolitik und den Kostensenkungsmaßnahmen der Krankenkassen als auch in der Unsicherheit über den Erfolg von Forschungs- und Entwicklungsarbeiten zu sehen. Bei einem sehr unwahrscheinlichen Eintritt dieser möglichen Ereignisse würde dieses die künftige Entwicklung des Unternehmens beeinträchtigen. Die Gesellschaft verfügt über Instrumente zur Erfassung und zur Kontrolle oder Vermeidung von Risiken. Das etablierte Risikomanagement beinhaltet ein System zur Früherkennung, Bewertung und Kontrolle von Risiken einschließlich der Berichtswege. Das angewandte Instrumentarium erfährt Anpassungen, um auf veränderte Risikofaktoren reagieren zu können. Des Weiteren wird die globale Compliance Struktur, welche durch die Konzernmutter vorgeben wird, bei der Astellas Pharma GmbH als ein Tochterunternehmen umgesetzt. Internes Kontrollsystem Die Prozesse der Rechnungslegung und das dazugehörige interne Kontrollsystem bei Astellas Pharma GmbH unterliegen Konzernrichtlinien, lokalen Vorschriften sowie den Richtlinien der GDP (Good Distribution Practice), die im Einklang mit den lokalen gesetzlichen Vorschriften stehen. Im Rahmen der JSOX-Audits werden zweimal jährlich die internen Kontrollen überprüft. Zukünftige Entwicklung Die Gesellschaft erwartet im neuen Geschäftsjahr einen Umsatzanstieg aus dem Produktverkauf in Höhe von 6,0% insbesondere getragen durch den Umsatzanstieg aus dem Bereich der Onkologie. Die Markteinführung der neuen Produkte Vyloy (Magenkrebs) und die Indikationserweiterung von Padcev und Xtandi werden einen wesentlichen Beitrag zum Wachstum beitragen. Im Gegensatz dazu steht die erwartete Preissenkung von Xtandi (-30%) nach dem Ablauf der aktuellen Preisvereinbarung. Das am Ende des letzten Geschäftsjahres neu eingeführte Produkt Vezoa im Bereich Frauenheilkunde sowie das geplante Produkt Izervay der Augenheilkunde werden einen moderaten Einfluss auf die Umsätze in den nächsten Jahren haben. Die Mitarbeiteranzahl erhöhte sich von 241 auf 253 Personen. Aufgrund einer Restrukturierung der Organisation wird sich zwar die Mitarbeiteranzahl zu Beginn des folgenden Geschäftsjahres 2024/25 verringern, jedoch ist im Laufe des Geschäftsjahres ein erneuter Anstieg geplant, insbesondere im Bereich der neuen Produkteinführungen. Somit wird zum Ende des Folgejahres ein Mitarbeiterstand auf dem selben Niveau wie im Vorjahr erwartet. Es wird ein ähnliches positives Betriebsergebnis wie im abgelaufenen Geschäftsjahr erwartet. Die Gesellschaft plant im Geschäftsjahr 2024/25 eine Dividende in Höhe von TEUR 104.750 auszuschütten. Die Beendigung der Geschäftstätigkeit der Astellas Deutschland GmbH wurde weiter vorangetrieben und eine Verschmelzung mit der Astellas Pharma GmbH wurde im Herbst 2024 rückwirkend zum 1. April 2024 durchgeführt. Wie bereits im Abschnitt "Gesamteinschätzung der Risikolage" ausgeführt, sieht die Geschäftsführung aktuell kein Risiko für den Fortbestand des Unternehmens und keine Anzeichen für nachhaltig negative Einflüsse auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.
München, den 30. Januar 2025 Markus Weber, Geschäftsführer Dilek Aldemir Cevik, Geschäftsführerin Grazyna Malkowska-Kicka, Geschäftsführerin Angaben zur Feststellung des Jahresabschlusses Der Jahresabschluss zum 31. März 2024 wurde am 3. Februar 2025 festgestellt. ErgebnisverwendungsbeschlussDer Bilanzgewinn in Höhe von € 121.823.840,24 setzt sich zusammen aus einem Gewinnvortrag in Höhe von € 102.619.979,71 und einem in dem am 01. April 2023 beginnenden und am 31. März 2024 endenden Geschäftsjahr entstandenen Jahresüberschuss in Höhe von € 19.203.860,53. Der Bilanzgewinn in Höhe von € 121.823.840,24 wird auf neue Rechnung vorgetragen. |
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