MILET Grundstücks-Verwaltungsgesellschaft mbH
Selbe AdresseVermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Daniela Enders seit 11.12.2024 | Prokura |
Bernd Beschorner seit 2.9.2021 | Vorstandsmitglied |
Dirk Lanuschny seit 8.3.2021 | Prokura |
Ulrich Scheib seit 6.4.2020 | Vorstandsmitglied |
Hufnagl Rudolf seit 29.7.2002 | Prokura |
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
MT Aerospace AGAugsburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023der MT Aerospace AGGrundlagen der MT Aerospace AGDarstellung der Geschäftstätigkeit Die MT Aerospace AG ist ein international führendes Unternehmen der Luft- und Raumfahrt. Im Fokus stehen die Entwicklung, die Fertigung sowie Testkampagnen von Komponenten und Systemanwendungen für institutionelle und kommerzielle Trägerraketenprogramme, Flugzeuge und Satelliten. Bedingt durch die geopolitische Lage ergaben sich im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 neue Chancen im Bereich Defense. In der zivilen Luftfahrt ist es gelungen, mit dem sogenannten Airtainer ein neues Produkt in das Unternehmen einzubringen. Das Kerngeschäft der MT Aerospace AG - die Fertigung von Bauteilen für Trägerraketen - wird weiterhin durch stabiles Wachstum auf nationaler und internationaler Ebene gefestigt. Unter anderem leistet die MT Aerospace AG hier mit einem hohen Fertigungsanteil am Ariane 6- Launcher einen wichtigen Beitrag zur Sicherung des europäischen Zugangs zum Weltall. Dank modernster Fertigungstechnologien entstehen bei der MT Aerospace AG Hochleistungsprodukte, die maximale Performance mit minimalem Gewicht verbinden. Nach Einschätzung des Vorstandes konnte durch Investitionen in neue Produktionsanlagen die Marktposition als einer der Technologieführer in den Bereichen CFK und Additive Fertigung weiter verstärkt werden. Speziell im Bereich der Raumfahrt beschäftigt sich die MT Aerospace AG mit zukunftsorientierten und nachhaltigen CFK-Entwicklungen für Raketenkomponenten, um auch in diesem Segment den ökologischen Fußabdruck zu minimieren. In der Additiven Fertigung hat sich das Unternehmen neben der Luft- und Raumfahrt mittlerweile auch in den Segmenten Automotive, Racing und Verteidigung etabliert. Mit ihrem Know-how in den Bereichen Metallbearbeitung, CFK, Additive Fertigung und Wasserstoff ist die MT Aerospace AG somit zukunftsorientiert aufgestellt, um nachhaltige Lösungen für diverse Industriesektoren abzudecken. Steuerungssysteme Die MT Aerospace AG wird vom Vorstand auf Basis von finanziellen Leistungsindikatoren gesteuert. Hierbei wird die Veränderung des Geschäftsvolumens auf Basis der nominalen Umsatzentwicklung gemessen. Die wesentliche Größe zur Bewertung des operativen Ergebnisses ist das Ergebnis vor Steuern. Ein weiterer bedeutender Leistungsindikator ist der Auftragseingang. Forschung und Entwicklung Als weltweiter Anbieter im Bereich der Luft- und Raumfahrt ist die MT Aerospace AG in zahlreichen Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten involviert und kooperiert hierbei projektbezogen mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), nationalen und internationalen Universitäten, Forschungsinstituten sowie industriellen Partnern. Die MT Aerospace AG hat sich hierbei zum Ziel gesetzt, ihre technologische Spitzenstellung kontinuierlich weiter auszubauen. Das zeigt sich u.a. in den seit vielen Jahren getätigten Investitionen in Forschung und Entwicklung. Die Weiterentwicklung von Prozessen und Technologien erfolgt hierbei stets entlang des vorhandenen bzw. zukünftigen, strategischen Produktportfolios. Ziel ist dabei stets eine schnelle Realisierung von Entwicklungsleistungen unter Berücksichtigung von technischen und kommerziellen Anforderungen zu erreichen. Im Bereich der Launcher wurde im Geschäftsjahr 2023 auf Grundlage neuer Masseanforderungen mit der Design-Optimierung der ARIANE 6 Vulcain Aft Bay begonnen. Die zu erzielende Gewichtseinsparung bedingte unter den gegebenen programmatischen Möglichkeiten eine methodische Weiterentwicklung des bisherigen Designprozesses. Dieser berücksichtigt die komplexen, nichtlinearen Wechselwirkungen von Strukturelementen unter Nutzung äußerst innovativer und hocheffizienter Algorithmen. Diese Methodik kommt auch für andere Produkte zur Anwendung und stellt eine deutliche Effizienzsteigerung im Designprozess dar. Die im Rahmen von Ariane 6 erfolgreich qualifizierten Fertigungstechnologien werden auch im Launcher-Exportmarkt nachhaltig zum Einsatz gebracht. Hier ist im Besonderen das Umformen mittels Kugelstrahlen zu erwähnen, welches im Jahr 2022 als eigener Kernprozess erfolgreich in den Serienbetrieb implementiert und nun unter Nutzung von KI (Künstliche Intelligenz) signifikant weiterentwickelt wurde. Von der ESA wurde der MT Aerospace AG ein Technologiereifegrad attestiert, welcher uns in die Lage versetzt, diesen Prozess für zukünftige Serienprojekte zu industrialisieren. Als Kunden sind hier neben der ARIANE im besonderen Kunden aus dem US-Launchermarkt zu nennen. Diesem Kernprozess wird damit sowohl technisch als auch ökonomisch eine nachhaltige Perspektive gegeben. Die MT Aerospace AG gilt hier nach unserer Auffassung als eine der ersten im gesamten ARIANE-Umfeld, die KI-gestützte Fertigungsprozesse maßgeblich vorbereitet hat. Ein signifikanter Fortschritt wurde zudem bei der Entwicklung von additiven Fertigungstechnologien erreicht. Dazu zählt die Entwicklung, die Fertigung und der Test einer bionischen Lasteinleitungsstruktur mittels DED-Verfahren (Direct Energy Deposition). Hier war die Aufgabe ein Design zu definieren, welches komplexen, mechanisch-/thermischen Lastkampagnen Stand hält. Diese Testkampagnen wurden erfolgreich in der Mitte des Jahres abgeschlossen. Zudem finden auch Neuentwicklungen statt, um mit diesem Prozess zukünftig auch flächenhafte Schalenstrukturen zu realisieren. Als Benchmark und zur Auslotung des Umfangs potenzieller Einsatzgebiete dienen hier Raumfahrtanforderungen für Satellitentanks aus Titan. Der Abschluss dieser Technologieentwicklung ist Ende 2024 geplant. Bei der Entwicklung einer additiven Prozessführung für A-FSW (Additives Überlappschweißen mittels Rührreibschweißprozess - friction stir welding) wurden weitere Fortschritte erzielt, um diesen Prozess zukünftig für die effiziente Fertigung großskaliger Bauteile einzusetzen. Im aktuell größten ESA FLPP-Projekt (Future Launcher Preparatory Program) liegt der Fokus auf Technologieentwicklungen, um die Nutzlastperformance zukünftiger Launcher-Oberstufen nochmals deutlich zu erhöhen. Hierzu gilt es, Leichtbautechnologien basierend auf kohlefaserverstärkten Verbundwerkstoffen (CFK) zu entwickeln und unter produktnahen, kryogenen Bedingungen im Rahmen eines full-scale Stufendemonstrators final zu testen. Ziel ist dabei eine deutliche Massereduktion bei zugleich stattfindender Kostenreduktion gegenüber dem metallischen Benchmark der Ariane 6 zu erreichen. Hierzu fanden in diesem Jahr eine Vielzahl relevanter Vortests auf Basis eigengefertigter Hardware mit ausgewählten Partnern bzw. Testinstituten statt. Trotz der hohen Komplexität der Aufgabenstellung, namentlich die auftretenden Phänomene des mechanisch hoch beanspruchten Werkstoffs CFK bei Kontakt mit kryogenen Medien zu beherrschen, wurden die Projektziele bislang mit Erfolg erreicht. Die MT Aerospace AG befindet sich dabei an der Speerspitze einer Technologieentwicklung, welche international bislang noch nach Lösungen sucht. Die im kommenden Jahr stattfindenden kryogenen Testkampagnen in der 2m Klasse, können hierzu bereits spannende Verwertungsperspektiven eröffnen. Bei der Vorentwicklung eines zukünftigen, rückkehrfähigen europäischen Launchers wurde erstmals ein Teleskop-Landebein unter Verwendung von CFK-Technologien entwickelt und gefertigt. Innerhalb dieses Arbeitsanteils wurde auch ein metallischer Mechanismus zur Verriegelung konzipiert und bereits getestet. Die finalen Funktionstests sind im Laufe des Jahres 2024 geplant. Auf dem Gebiet Wasserstoff wurde gemeinsam mit einem etablierten süddeutschen Triebwerkshersteller für Flugzeuge die Entwicklung eines emissionsfreien, flüssig-wasserstoff basierten Antriebssystems für zukünftiges elektrisches Fliegen fortgesetzt. Nach dem erfolgreichen Konzeptreview Anfang des Jahres sowie der erteilten Freigabe zur Fertigung funktionaler Systemelemente, fanden im letzten Quartal des Jahres 2023 erstmalig funktionale Vortests statt. Nach deren Abschluss werden diese in den nächsten Monaten zur weiteren Validierung in einen gesamtsystemischen Teststand integriert. Das auf diesem Gebiet erzeugte Know-How konnte zudem genutzt werden, um erstmalig einen systemischen Workshare im maritimen Defense-Bereich zu generieren. Dabei wurde das Wissen um die Speicherung und Steuerung von kryogenen Medien erfolgreich auf andere Produktanforderungen transferiert. Weitere Anbahnungen zur Nutzung von Wasserstoff im zivilen maritimen Markt stehen aktuell kurz vor dem Abschluss. WirtschaftsberichtGesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Die deutsche Wirtschaft war im gesamten Jahresverlauf 2023 von einer wirtschaftlichen Stagnation bei gleichzeitig hohen, wenn auch rückläufigen Inflationsraten geprägt. Ursächlich für diese schwächer als zu Jahresbeginn allgemein erwartete Entwicklung waren vor allem die Nachwirkungen der massiven Kaufkraftverluste im Zuge der Energiepreiskrise, die den privaten Konsum geschwächt haben. Hinzu kamen eine deutlich geringere Wachstumsdynamik der Weltwirtschaft sowie die dämpfenden Effekte bedingt durch die geopolitischen Spannungen und Krisen. Vor dem Hintergrund der ungünstigeren Finanzierungsbedingungen und einer schwachen weltweiten Nachfrage hatte die Industrieproduktion im September gegenüber dem Vormonat nur geringfügig expandiert. Die globalen Einkaufsmanagerindizes lagen zum Ende des Jahres in vielen wichtigen deutschen Absatzmärkten unterhalb der Wachstumsschwelle. Die Produktion im produzierenden Gewerbe war im Oktober gegenüber dem Vormonat um 0,4 % gefallen, womit sich der seit Frühjahr zu beobachtende rückläufige Trend weiter fortgesetzt hatte. Die Herstellung in der Industrie verringerte sich im Oktober um 0,5 % und im Baugewerbe um 2,2 %. Der Bereich Energie hingegen meldete zuletzt ein kräftiges Plus von 7,1 %, nach Abnahmen in den beiden Monaten zuvor. Die Inflationsrate (Preisniveauanstieg binnen Jahresfrist) belief sich im November auf 3,2 %. Das ist der niedrigste Wert seit Juni 2021, was vor allem auf einen Basiseffekt im Zuge sehr hoher Energiepreise im Vorjahr zurückzuführen ist. Nahrungsmittel verteuerten sich im November gegenüber dem Vorjahresmonat erneut überproportional (+5,5 %), allerdings ließ der Preisauftrieb hier ebenfalls weiter nach. Zum zweiten Mal seit Januar 2021 ist ein Rückgang der Energiepreise gegenüber dem Vorjahresmonat zu konstatieren. Maßgeblich hierfür ist vor allem ein Basiseffekt aufgrund des hohen Energiepreisniveaus im Vorjahr. Im Bereich der Dienstleistungen hat sich der Preisauftrieb mit +3,4 % weiter etwas abgeschwächt. Die derzeitige konjunkturelle Flaute spiegelt sich auch auf dem Arbeitsmarkt wider. Die Arbeitslosigkeit in Ursprungszahlen blieb gegenüber dem Vormonat praktisch unverändert. Saisonbereinigt bedeutet das einen Anstieg um 22.000 Personen. Die Erwerbstätigkeit legte im Oktober gegenüber dem Vormonat etwas zu. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung hatte sich im September gegenüber dem Vormonat kaum verändert. Frühindikatoren weisen auf eine insgesamt noch schwache Beschäftigungsdynamik hin. Die Einstellungsbereitschaft der Unternehmen in Deutschland hat laut ifo- Beschäftigungsbarometer leicht abgenommen, Unternehmen zögern bei Neueinstellungen. In der Industrie ist das Barometer aber wieder gestiegen, nach zuletzt sieben Rückgängen in Folge. 1 Branchenentwicklung Der Luftfahrtmarkt hat sich post-covid vollständig erholt, speziell der Markt für Single-Aisle-Flugzeuge. Airbus plant bis zum Jahr 2025 eine Steigerung der A320-Produktionsrate auf 75 Flugzeuge im Monat. 2 Neben einer erhöhten Reisetätigkeit sind die Bemühungen der Fluggesellschaften zur CO 2 -Reduktion durch neue Flugzeuggenerationen dafür ein Treiber. Die Supply Chain arbeitet an den gesteigerten Ratenzielen. Der Defence-Markt erlebt durch die "Zeitenwende" ein nachhaltiges Wachstum. Die Defence-OEMs sind mit gesteigerten Lieferanforderungen konfrontiert. Einige der OEMS überprüfen bisherige Strukturen, Produktionsprozessketten, Make-or-Buy-Entscheidungen und strukturieren Zulieferketten neu, um den gesteigerten Lieferplanungen zu entsprechen. Der Wachstumstrend hält auch im Raumfahrtmarkt deutlich an. 2040 wird die Space Economy bei bis zu 1 Billionen € prognostiziert. 3 In den nächsten 5 bis 10 Jahren wird eine Verzehnfachung der operationellen Satelliten im All erwartet. Diese Entwicklung zeigt sich auch in Europa, allen voran in Deutschland. Neben den institutionellen Programmen bei ESA, EU und DLR gibt es zunehmend private Ventures, die kommerzielle Anwendungen in den Markt bringen. Dies kommt dann auch der MT Aerospace AG mit der Trägerrakete Ariane 6, als auch den Geschäftsfeldern Satellitentanks und Strukturen für Exploration zugute. Die Bundesregierung hat in 2023 eine neue Raumfahrtstrategie veröffentlicht, welche die gestiegene Relevanz der Raumfahrt für hoheitliche, sozio-politische und wirtschaftliche Herausforderungen unserer Zeit heraushebt. Die Bundesregierung plant die Raumfahrtindustrie nachhaltig zu unterstützen. Geschäftsverlauf Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 wurden die letzten beiden Ariane 5-Trägerraketen vom Weltraumbahnhof Kourou erfolgreich gestartet. Der letzte Start erfolgte im Juni 2023 und setzte zwei Satelliten, darunter jeweils einen deutschen und einen französischen Militärsatelliten, im Weltraum punktgenau aus. Das Geschäftsjahr 2023 war geprägt durch die weitere Umsetzung der Unternehmenstransition. Neben einer Stabilisierung des Ariane-Programms konnte das angestrebte Wachstum in den Bereichen Raumfahrt Export, Defence und CFK erreicht werden. Die Bereiche AM und Wasserstoff befinden sich in der Markteintrittsphase. Im AM-Bereich konnten skalierbare Kundenaufträge gewonnen werden. Im Ariane-Programm wurden drei Shipsets erfolgreich produziert. Damit hat die MT Aerospace AG bis zum Flug 10 Bauteile erfolgreich produziert. Die Effizienz der Produktion konnte bei sinkenden Fehlerkosten weiter gesteigert werden. Die Weiterentwicklung der Baugruppen für eine verbesserte Nutzung der Ariane 6 für Konstellationen wurde in 2023 ebenfalls vorangetrieben. Im November kamen die Minister der Ariane-Staaten in Sevilla zum ESA Space Summit zusammen. Während des Summits wurden die Rahmenbedingungen für die Serienphase ab Shipset 16 entschieden. Für Ariane soll ein jährliches Budget in Höhe von 340 Mio. € zur Verfügung gestellt werden. Im Jahr 2023 wurden mehrere erfolgreiche Systemtests durchgeführt. Die Oberstufentests konnten erfolgreich in Lampoldshausen durchgeführt werden, ebenso die Hot-Fire-Tests und der Combined-Systeme-Test in Kourou. Der Erststart der Ariane 6 wurde im Herbst 2023 von Dezember 2023 auf Juni 2024 verschoben. Für die Arbeiten der MT Aerospace AG & MT Guyane am Weltraumbahnhof in Kourou konnten neue Aufträge für die Instandhaltung, Betrieb der Labore und Durchführung von Ariane-Tests gewonnen werden. Dies war besonders wichtig, da in 2023 nur eine geringe Anzahl an Raketenstarts stattfand und das Gesamtarbeitsvolumen auf der Launch-Base in diesem Überbrückungsjahr bis zum Erststart der Ariane 6 niedrig ausfiel. Im Dezember 2023 konnte das Projekt Hyguane mit der MT Aerospace AG als einem der Kernpartner unterzeichnet werden. In diesem Programm geht es um die Einführung von Wasserstoffmobilität am CSG in Kourou. Die in der Ministerratskonferenz 2022 entschiedenen Entwicklungsprogramme für die MT Aerospace AG wurden abgearbeitet. Die Projekte CFK Technologie- und Produktentwicklung, Additive Manufacturing (AM), Digitalisierung als auch Ariane 6-Produktverbesserungen konnten entsprechend der Pläne umgesetzt werden. Im Bereich CFK sind besonders die erfolgreichen Tests des CFK-Entwicklungsprojektes Phoebus, das auf eine Weiterentwicklung der Ariane 6 Oberstufe unter Nutzung von CFK-Tanks und Strukturen hinwirkt, hervorzuheben. Das Projekt beinhaltet die Entwicklung von CFK-Tanks sowie den Bau eines Technologiedemonstrators bis zum Prototypenstatus. Im Bereich der Raumfahrt konnte die MT Aerospace AG im abgelaufenen Geschäftsjahr ihr Geschäft als Zulieferer im US-Markt für Komponenten von Trägerraketen weiter ausbauen und hierbei zusätzliche Verträge mit Bestandskunden gewinnen. Ende des Jahres konnte ein neuer kommerzieller US-Launcher-Kunde gewonnen werden. Die MT Aerospace AG konnte im Dezember noch einen Vertrag für die Entwicklung und Qualifikation von Tankdömen für einen großen US-Launcher erreichen. Weitere Verträge für die Initialserie sind für Anfang des Folgejahres geplant. Im Bereich "Spacecraft Tanks" konnte der Umsatz 2023 stabil gehalten werden. Neben Neuaufträgen für Diaphragma-Tanks gelang es, weitere Aufträge für Helium High-Pressure-Vessel (HPV) zu gewinnen. Das Luftfahrt-Geschäftsjahr war durch gesteigerte Produktionsvolumen und der Erholung des Luftfahrtmarktes gekennzeichnet. Hierbei konnte die MT Aerospace AG den Umsatz entsprechend der höheren Auslieferungen von Tanks für Single-Aisle-Flugzeuge steigern. Im Geschäftsfeld Additive Fertigung wurden 2023 Umsätze mit ESA und kommerziellen Kunden realisiert. Trotz eines schwierigen Marktumfeldes mit langsamerem Marktwachstum als prognostiziert, konnte MT Aerospace AG erste kommerzielle Aufträge mit Volumen von 1,7 Millionen € in den Bereichen Defence und Raumfahrt realisieren. Das seit dem Geschäftsjahr 2019 laufende Restrukturierungsprogramm Horizon25 wurde zur Verbesserung der operativen Situation auch in 2023 fortgeführt. Weitere Optimierungsmaßnahmen der operativen Bereiche werden in regelmäßigen Meetings vorgestellt und entsprechend durch einen Leitungskreis gesteuert. Wesentliche Workstreams sind hierbei Personal-, Kosten- und Prozessoptimierung sowie Organisation. Im Sommer 2023 wurde verkündet, dass KKR als Minderheitsshareholder bei der Konzernmutter der MT Aerospace AG, OHB einsteigt. Im Rahmen der angestrebten Transition wurden verschiedene Workstreams zu den Themen Wachstum, Effizienz und Organisation initiiert. Die MT Aerospace AG ist in allen Workstreams aktiv beteiligt. Ziel ist es, sowohl das operative Wachstum als auch die Profitabilität in den nächsten Jahren nachhaltig zu steigern. Ertrags-, Finanz- und VermögenslageAuftragseingang HGB
Die MT Aerospace AG erzielte im Geschäftsjahr 2023 einen Auftragseingang in Höhe von 137 Mio. €. Dieser lag somit um 35 Mio. € deutlich über dem des Vorjahres. Wesentliche Gründe hierfür lagen an der Beauftragung der Prozessoptimierungsprojekte 1 bis 3 durch ESA im Ariane-Bereich. Der Bereich der Bodenanlagen Kourou konnte in 2023 durch die Beauftragung des Projektes Hyguane stabilisiert werden. Inhaltlich geht es hier um die Errichtung einer kohlenstofffreien Produktionsanlage zur Herstellung von grünem Wasserstoff als Kraftstoff für die Ariane 6 und für alle Straßenfahrzeuge vor Ort. Im Geschäftsbereich der ESA konnte mit dem Projekt EURECCA ein nennenswerter Auftragseingang realisiert werden. Hintergrund ist hier die Entwicklung eines Faserverbundmaterials für den kryogenen Einsatz, wie es heute bei der Technologieentwicklung für die Ariane-Oberstufe im Projekt PHOEBUS sowohl für den Wasserstoff- (LH2) als auch für den Sauerstofftank (LOX) Anwendung findet. Im Bereich Raumfahrt non Ariane konnten Folgebeauftragungen bei den Tankdomen- und Tanksegmenten erzielt werden, die für nordamerikanische Raketenhersteller produziert werden. Zudem konnte das Projekt Orbital Reef gewonnen werden, einem Struktur-Prototyp, mit dem die grundsätzliche Machbarkeit bedrückte Module für eine Raumstation herzustellen, bewiesen werden soll. Der Auftragseingang im Bereich der Wachstumsthemen konnte mit 4 Mio. € leicht gesteigert werden. Hauptgrund hierfür war die Beauftragung im Wasserstoffbereich mit dem Projekt HEROPS 2, welches sich mit der Technologie für einen klimaneutralen, wasserstoffbetriebenen elektrischen Antriebsstrang beschäftigt. Im Bereich der Additiven Fertigung konnte zudem eine Serienbeauftragung für Halterungen für Laserkommunikationsterminals die in Satelliten Anwendung finden, gewonnen werden. Umsatz HGB
Die Umsatzerlöse lagen mit 143 Mio. € in 2023 um 5 Mio. € unter dem Umsatz des Vorjahres. Wesentlicher Bestandteil der Umsatzerlöse im Bereich Ariane war die Realisierung von Meilensteinen im Ariane 6-Transitionsbatch für die Flugmodelle 2-15. Der Umsatz bei den Bodenanlagen Kourou konnte wie bereits im Kapitel Auftragseingang erwähnt, durch das Projekt Hyguane erhöht werden. Im Bereich ESA wurden im Wesentlichen die großen Entwicklungsbeauftragungen im CFK sowie Digitalisierungsbereich abgearbeitet. Eine deutliche Umsatzsteigerung konnte im Bereich des Non Ariane Business erzielt werden. Hauptgrund hierfür war der Produktionshochlauf bei den Tankdomen- und Tanksegmenten für nordamerikanische Raketenhersteller sowie der Abschluss des Projektes Orbital Reef. Im Geschäftsbereich "Luftfahrt" waren die Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr leicht steigend, was im Wesentlichen auf den Hochlauf der Produktion im Verteidigungsbereich zurückzuführen ist. Ein gegenläufiger Effekt ergab sich bei den Umsätzen im zivilen Bereich durch den Auslauf eines Programms für Trink- und Abwassertanks. Die im Vorjahr prognostizierte Umsatzsteigerung konnte auf Grund der reduzierten Auslieferungskadenzen Ariane 6-Serie in 2023 von 4 auf 3 sowie Verschiebungen von finalen Abnahmen im Entwicklungsvertrag Ariane 6 mit ATC-Space nicht erreicht werden. Ertragslage Das Ergebnis vor Steuern lag im Geschäftsjahr 2023 im negativen Bereich und im Vergleich zum Vorjahr auf deutlich geringerem Niveau.
Die MT Aerospace AG hat im Geschäftsjahr 2023 ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von -27,0 Mio. € (Vorjahr: -0,9 Mio. €) erzielt. Das Jahresergebnis verminderte sich von -0,8 Mio. € in 2022 um 26,2 Mio. € auf -27,0 Mio. € in 2023. Diese deutliche Verschlechterung resultiert im Wesentlichen aus einer außerplanmäßigen Abschreibung im Finanzanlagevermögen im Rahmen der Jahresabschlussaktivitäten. Hintergrund ist hier die angespannte Geschäfts- und Ergebnisentwicklung der Aerotech Peißenberg GmbH & Co. KG, die eine Wertkorrektur des Darlehens über 24,9 Mio. € einschließlich aufgelaufener Zinsen notwendig macht und nicht der operativen Leistungsfähigkeit der MT Aerospace AG zuzuordnen ist. Eine Rückzahlung der bestehenden Darlehensforderung erscheint hier mittel- bis langfristig eher als unwahrscheinlich. Eine weitere Ergebnisreduzierung ergibt sich aus programmatischen Verschiebungen im Rahmen des Ariane 6 Serienprogramms sowie aus Verzögerungen beim Ramp Up im Bereich der Wachstumsthemen. Die Verminderung des Vorratsbestands resultiert im Wesentlichen aus dem Abbau der unfertigen Erzeugnisse und Leistungen im A6-Programm. Gegenläufig ergaben sich im Bereich der CFK-Projekte Phoebus sowie Costelas Erhöhungen im Vorratsbestand. Im Vergleich zum Vorjahr ergab sich bei den sonstigen betrieblichen Erträgen ein deutlicher Rückgang um 3,4 Mio. € auf 1,7 Mio. €. Dies resultiert im Wesentlichen aus dem Einmaleffekt durch die Auflösung von Rückstellungen im Jahr 2022. Der Materialaufwand reduzierte sich im Vergleich zum Geschäftsjahr 2022 um 27,0 Mio. €. Dies ist im Wesentlichen bedingt durch den Sondereffekt der Umsatzlegung des ELA4-Projektes in 2022. Die Personalaufwendungen verminderten sich im Geschäftsjahr 2023 um 1,1 Mio. € auf 44,7 Mio. €. Diese Reduzierung resultiert im Wesentlichen aus dem Effekt des höheren Zinssatzes bei den Pensionsrückstellungen (3,3 Mio. €). Gegenläufige Effekte ergaben sich durch die Wirkung der Tarifsteigerung von 5,2 % ab Juni 2023 und den damit verbundenen höheren Personalkosten. Die Abschreibungen haben sich im Verhältnis zum Vorjahr von 5,6 Mio. € auf 6,1 Mio. € erhöht. Wesentliche Gründe hierfür waren weitere Inbetriebnahmen von Anlagen aus dem Bereich der Additiven Fertigung. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich um 1,9 Mio. € auf 22,8 Mio. €. Es ergaben sich in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in nahezu allen anderen Funktionskosten Erhöhungen, welche den spürbar erhöhten Energiekosten sowie den allgemeinen Kostenerhöhungen auf Grund der Ukraine-Krise geschuldet sind. Die Beteiligungserträge in Höhe von 2,1 Mio. € entfallen auf die MT Aerospace Grundstücks GmbH & Co. KG mit 1,9 Mio. € (Vorjahr: 1,8 Mio. €) und auf die MT Dezentrale Energiesysteme GmbH mit 0,2 Mio. € (Vorjahr Aufwendungen aus Verlustübernahmen 0,3 Mio. €). Die Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens resultieren im Wesentlichen aus Zinsen aus Darlehensverträgen mit der Aerotech Peißenberg GmbH & Co. KG sowie mit der MT Aerospace Holding GmbH. Aufgrund dieser Entwicklungen konnte die im Vorjahr prognostizierte Verbesserung des Ergebnisses vor Steuern für das Jahr 2023 nicht erzielt werden und entsprach somit nicht den Erwartungen. Finanzlage Der Finanzmittelbestand zum 31.12.2023 ist im Vergleich zum Vorjahr um 3,8 Mio. € angestiegen. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit wird durch den Rückgang der erhaltenen Anzahlungen in Höhe von 15,6 Mio. € beeinflusst. Die Abnahme der Vorräte, wirkte sich dem gegenüber positiv aus. Die Investitionen in das Anlagevermögen in Höhe von 4,3 Mio. € haben sich negativ auf den Finanzmittelbestand ausgewirkt. Dies gilt auch für die Investitionen in Finanzanlagen (Darlehen) über 3,2 Mio. €. Zur Finanzierung des Cashflows steht der MT Aerospace AG u.a. ein Abrufdarlehen der OHB SE in Höhe von 35 Mio. € zur Verfügung. Das Darlehen hat eine Laufzeit bis zum 31.12.2024 und wurde zum 31.12.2023 mit 35,9 Mio. € inkl. Zinsen (Vorjahr: 23,4 Mio. €) in Anspruch genommen Kapitalflussrechnung (in Anlehnung an DRS 21)
* darin enthalten ist in 2023 keine Ausschüttung an die MT Aerospace Holding GmbH (2022 keine Ausschüttung). Die MT Aerospace AG konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit ihren finanziellen Verpflichtungen nachkommen. Vermögenslage
Die Bilanzsumme verminderte sich von 282,4 Mio. € auf 277,4 Mio. € zum Bilanzstichtag 31.12.2023. Hierbei verminderte sich das Anlagevermögen von 131,0 Mio. € auf 107,6 Mio. € gegenüber dem Vorjahreswert. Im Geschäftsjahr 2023 wurden im Anlagevermögen Investitionen in Höhe von 4,3 Mio. € (Vorjahr 7,7 Mio. €) getätigt. Die Ausgaben für Investitionen waren im Wesentlichen durch Anlagenbeschaffungen im Rahmen des strategischen Wachstumsthemas Additive Manufacturing geprägt. Langfristige Ausleihungen bestehen mit 24,9 Mio. € gegenüber der nahestehenden Gesellschaft Aerotech Peißenberg GmbH & Co. KG sowie mit 17,7 Mio. € gegenüber der MT Aerospace Holding GmbH. Die Darlehen gegenüber der Aerotech Peißenberg GmbH & Co. KG wurden aufgrund der schwierigen Geschäftsentwicklung dieser Gesellschaft im Rahmen des Jahresabschlusses 2023 zu 100% wertberichtigt. Im Umlaufvermögen verminderte sich das Vorratsvermögen um 11,9 Mio. €, was im Wesentlichen auf eine Rückführung der geleisteten Anzahlungen im Rahmen einer Teilabrechnung des Ariane 6-Entwicklungs-Projektes sowie einer Verminderung der unfertigen Erzeugnisse aus den Bereichen der Ariane 6-Serie sowie gegenläufigen Effekten bei CFK-Projekten zurückzuführen ist. Durch die Wertberichtigung der Darlehen gegenüber der Aerotech Peißenberg GmbH & Co. KG in Höhe von 24,9 Mio. € ergab sich ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag in Höhe von 24,3 Mio. €. Diese Verminderung des Eigenkapitals ergibt sich vollständig aus dem negativen Jahresergebnis. Die Pensionsrückstellungen (77,6 Mio. € / 27,9 % der Bilanzsumme; Vorjahr: 78,9 Mio. € / 27,9 %) stellen einen wesentlichen Bilanzposten auf der Passivseite dar. Die Verminderung resultiert vornehmlich aus dem gestiegenen Diskontierungszinssatz. Die MT Aerospace AG weist zum 31. Dezember 2023 unverändert keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten aus. Die Erhöhung von 1,2 Mio. € bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen resultiert aus dem gestiegenen Einkaufsvolumen im Vergleich zum Geschäftsjahr 2022. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben sich im Vergleich zum Vorjahr um 13,3 Mio. € auf 53,4 Mio. € erhöht, was im Wesentlichen auf weitere Darlehensinanspruchnahmen gegenüber der OHB SE in Höhe von 12,5 Mio. € zurückzuführen ist. Ein weiterer wesentlicher Bestandteil der Verbindlichkeiten sind die erhaltenen Anzahlungen (124,2 Mio. €). Diese gliedern sich im Wesentlichen auf die Projekte Ariane 6 (102,5 Mio. €), nordamerikanisches Launcherprogramm (5,5 Mio. €) sowie Projekte im CFK-Bereich (7,4 Mio. €) auf. Die Verminderung der erhaltenen Anzahlungen resultiert aus Verrechnung von Anzahlungen bei den Projekten Ariane 6 und den nordamerikanischen Launcherprogrammen. Der passive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Einzahlungen für von der MT Aerospace AG in Zukunft zu erbringende Instandhaltungs- bzw. Wartungsleistungen. Im Geschäftsjahr 2023 erfolgte eine planmäßige Auflösung in Höhe von 0,4 Mio. €. Bestehende Währungsrisiken in US-Dollar sind über Währungstermingeschäfte abgesichert. Chancen- und RisikoberichtRisikomanagement Der Risikomanagementprozess bei der MT Aerospace AG wird zentral über den Risikomanager, in enger Abstimmung mit den jeweiligen Prozessverantwortlichen, gesteuert und kontinuierlich weiterentwickelt. Über das zentrale Tool Predict® werden die Risiken, sowie die daraus abgeleiteten Maßnahmen erfasst, gesteuert und überwacht. Die verantwortlichen Bereiche unterliegen regelmäßigen Reviews durch den Vorstand. Hierbei sind die verantwortlichen Personen hinsichtlich der technischen Performance, Terminkontrolle sowie der Kostenüberwachung in einen ständigen Monitoring-Prozess eingebunden. Es wird zwischen projekt- und fachbereichsbezogenen sowie übergeordneten Risiken, welche die gesamte Organisation beeinflussen, unterschieden. Das Produktportfolio der MT Aerospace AG erfordert ein hohes Maß an Unternehmens-Know-how, welches durch die Beschäftigung von hochqualifizierten Mitarbeitern sichergestellt wird. Zur langfristigen Sicherung des Knowhows wurde Anfang 2023 eine zusätzliche interne Person mit dem Aufbau eines Kompetenzcenters beauftragt, mit dem Ziel, das Knowhow des Unternehmens zu sichern und einen kontinuierlichen Wissenstransfer sicherzustellen. Single-Source Kapazitäten werden möglichst vermieden und kommen nur punktuell im Unternehmen vor. Produkt- und Umweltrisiken werden durch Qualitäts- und Prozesssicherungssysteme, die eine hohe Zuverlässigkeit und Produktqualität gewährleisten, Umweltschäden vermeiden sowie störungs- und unfallfreie Betriebsabläufe ermöglichen, begegnet. Zusätzlich soll aufgrund des steigenden Kostendrucks das Risikomanagement mit dem Chancenmanagement ergänzt werden. Die MT Aerospace AG ist nach den Forderungen der EN9100-2018 zertifiziert und im Bereich Luftfahrt nach EASA 21G und 145 vom Luftfahrtbundesamt anerkannt. Für Schadensfälle an Produkten oder Anlagen werden Versicherungen abgeschlossen, die die finanziellen Folgen potenzieller Risiken begrenzen oder ganz ausschließen. Der Versicherungsschutz wird laufend überprüft und bei Bedarf angepasst. Bestehende Währungsrisiken werden durch den Abschluss von Devisentermingeschäften oder den Kauf von Optionen abgedeckt. Wesentliche Risiken Die Branche der Hersteller für Launcherkomponenten bzw. komplette Systeme ist mittlerweile durch einen verstärkten Wettbewerb geprägt. In diesem Marktumfeld ist die MT Aerospace AG im Rahmen ihres Geschäftes unterschiedlichen Risiken ausgesetzt. Marktseitig bleibt das größte Risiko weiterhin die starke Abhängigkeit vom Raumfahrtsektor und hier speziell vom europäischen Ariane-Programm, dessen Auftragsvergaben maßgeblich die Auslastung der Fertigungskapazitäten bestimmt. Im Bereich der Trägerraketen hat sich die Nachfrage nach dem Transport von geostationären Satelliten auf niedrigem Niveau stabilisiert. Bedingt durch US-amerikanische Mitbewerber wie SpaceX, die sich durch erfolgreiche Starts mittlerweile den ersten Platz für kommerzielle Satellitenstarts gesichert haben, ist in diesem Segment weiterhin eine Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit unumgänglich. Die MT Aerospace AG wirkt diesem Trend mit der Entwicklung neuer Produkte und Anwendungen entgegen. Zudem soll durch Effizienzsteigerungen und Kostenreduzierungen aus dem Projekt Horizon25+ dem steigenden Preisdruck kontinuierlich entgegengesteuert werden. Das Projekt Horizon25+ wurde auch im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 vorangetrieben, sodass sich die Kostensituation gegenüber dem Vorjahr verbessern konnte. Die Investitionen der MT Aerospace AG sind aktuell mit geringeren Risiken verbunden, da die dafür notwendigen Ausgaben bereits zum Teil mit Neuaufträgen gedeckt sind. Nennenswert sind hier beispielsweise Aufbauinvestitionen zur Kompetenzerweiterung für Additive Manufacturing. Bei der Ariane 6 kommt es durch die Verschiebung des Erststarts auf das zweite Quartal 2024 zu einer reduzierten Fertigungskadenz. Es zeichnet sich eine Produktionskadenz auf stabiler aber zugleich niedriger Kadenz von drei im Jahr 2024 ab. Hierzu wurde der passende Personalmaßnahmenplan bereits in den Vorjahren umgesetzt. Im Bereich der Luftfahrt ist die Auslastung nach den Auswirkungen der weltweiten COVID-19-Pandemie nahezu wieder auf ein normales Niveau angestiegen. Dem Risiko potentieller Cyberattacken wirkt die MT Aerospace AG mit kontinuierlichen Investitionen sowie einem regelmäßigen Upgrade ihrer IT-Systeme und Software entgegen. Des Weiteren besteht eine Versicherung, um hier die Auswirkungen durch einen eventuell entstehenden Schaden abzumildern. Zur Vermeidung von auftretenden Finanzrisiken, wirkt die MT Aerospace AG mit einem stringenten Kostenkontrollsystem im Rahmen des Kostenoptimierungsprojektes H25+ entgegen. Der militärische Konflikt in der Ukraine ist nur eine der Komponenten, die sich auf die Einkaufspreise der MT Aerospace AG auswirken. Weitere Variablen sind eventuelle Zinserhöhungen, die Möglichkeit einer Rezession, die Stärke oder Schwäche des Dollars oder die Wiedereröffnung Chinas die sich praktisch auf alle Rohstoffpreise auswirken. Auf Grund ihres Produktportfolios war die MT Aerospace AG in 2023 nicht direkt von einer Rohstoffmangellage betroffen. Allerdings ergaben sich auf Grund der allgemeinen Verteuerung der Energiepreise negative Kosteneffekte, die allerdings durch Präventivmaßnahmen gemildert werden konnten. Zur Verbesserung des operativen Geschäftsergebnisses als auch der aktuell bilanziellen Überschuldung durch den einmaligen Effekt der Wertkorrektur des Darlehens an die Aerotech Peißenberg GmbH & Co. KG, wird der Expansionskurs auf neue Geschäftsfelder weiter vorangetrieben. Erwähnenswert sind an dieser Stelle die Initiativen zum Ausbau der Geschäftsaktivitäten bei der Additiven Fertigung, Wasserstoffaktivitäten sowie im Bereich Defense. Die hierfür notwendigen Investitionen werden entsprechend des Hochlaufs getätigt und durch den laufenden Cashflow dargestellt. Weitere Effizienzsteigerungsmaßnahmen die zur Ergebnisverbesserung beitragen sind im Kapitel "Wesentliche Chancen" aufgeführt. Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten Das operative Geschäft der MT Aerospace AG unterliegt Wechselkursrisiken durch Umsätze in fremden Währungen, die nicht in Euro vereinbart sind. Risiken bestehen derzeit überwiegend im Hinblick auf den US-Dollar. Währungsentwicklungen werden von der MT Aerospace AG deshalb permanent verfolgt, um gegebenenfalls rechtzeitig Kurssicherungsmaßnahmen mittels Devisentermingeschäften durchführen zu können. Aufbauend auf der Absatzplanung für ein Jahr wurden Verkäufe in US-Dollar abgesichert. Es werden keine spekulativen Sicherungsgeschäfte getätigt. Wesentliche Chancen Das Marktwachstum im Raumfahrtmarkt ist weiterhin sehr positiv. Ebenso bedingt die geo-politische Lage, der Konflikt in der Ukraine und das damit verbundene Sondervermögen steigende Verteidigungsausgaben. Die MT-Aerospace AG ist in relevanten Märkten positioniert und konnte in 2023 Verträge unterschreiben, die eine nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit in diesen Märkten aufzeigt. Marktchancen für die MT Aerospace AG kommen aus der Erweiterung bestehender Verträge, sowie dem Gewinn neuer Kunden in diesen Wachstumsmärkten. Angetrieben durch den Anspruch ihre ökonomische Effizienz kontinuierlich zu verbessern, werden die Technologie-, Innovations-, sowie Effizienzsteigerungsinitiativen auch im Jahr 2024 weiter verfolgt. Nennenswert ist hier die Kampagne zum Ausbau der MT Aerospace AG zur digitalen Fabrik sowie das bereits erwähnte Kostenverbesserungsprogramm Horizon25+. Um dem nach wie vor anhaltenden Preisdruck im Luft- und Raumfahrtsektor entgegenzuwirken, verfolgt der Vorstand weiterhin das Transitionsprojekt "Horizon25+". Ziel des Projektes ist hierbei die Ermittlung von Themen zur Optimierung der Kosten- und Prozesse einschließlich deren Umsetzung. Hiermit verbunden ist auch immer der Aspekt der notwendigen Personalstärke auf zukünftige Bedarfe. Die MT Aerospace AG wird durch ihre langjährige Erfahrung in der Entwicklung und Produktion von hochkomplexen Luft- und Raumfahrtteilen sowie durch den Aufbau von neuen effizienten Fertigungsverfahren wie Additive Manufacturing und der AFP (Advanced Fiber Placement) Technologie versuchen ihre Markposition insgesamt auszubauen. Neue Fertigungstechniken wie das Kugelstrahlverfahren sowie neue Herstellungsverfahren im AFP-Bereich (Advanced Fiber Placement) runden diese Kampagnen ab. Mit diesen Technologien soll die Marktposition der MT Aerospace AG insgesamt weiter ausgebaut werden und sich auch unabhängiger von Single Source Lieferanten machen. Zusammenfassung Nach vorliegender Risikoanalyse schätzt der Vorstand der MT Aerospace AG die Wahrscheinlichkeit des Eintretens von Risiken in 2024, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden, als gering ein. PrognoseberichtDer Vorstand geht für 2024 von einem erfolgreichen Erststart der Ariane 6 aus. Infolgedessen wird auch die Auftragseingangsplanung bestätigt. Höhere Volumina werden dann in der nächsten Ministerratskonferenz CMIN 25 freigegeben werden. Die Auswirkung auf die Umsatzerlöse wird zeitlich verzögert erfolgen, so dass sich der Umsatz der Gesellschaft - bis zum Hochlaufen der Kadenzen - im nächsten Jahr zunächst leicht steigern wird. Weitere Ergebnisverbesserungen werden aus der Realisierung der margenträchtigen Bereiche der US-Launcher sowie aus den Bereichen Luftfahrt Defense erwartet. Einen weiteren Beitrag zur Ergebnisstabilisierung wird hier noch aus den Wachstumsthemen AM und Wasserstoff erwartet, sodass für das Geschäftsjahr 2024 von einer deutlichen Verbesserung des Ergebnisses vor Steuern ausgegangen wird. Die getroffenen Prognosen spiegeln alle derzeit erkennbaren Chancen und Risiken der Gesellschaft wider. Allerdings kann aufgrund der anhaltenden Ukraine-Krise und der hieraus resultierenden dynamischen Entwicklung nicht ausgeschlossen werden, dass zukünftige, derzeit nicht vorhersehbare Ereignisse, einen negativen Einfluss auf die prognostizierten Werte haben können. Der internationale Wettbewerb in der Raumfahrt nimmt weiter zu. Neue kommerzielle Anbieter wie SpaceX oder Blue Origin beeinflussen den Markt nachhaltig und können durch neue schlanke Ansätze sowie innovative Ideen neue Projekte schnell und zu deutlich niedrigeren Preisen am Markt anbieten. Zusätzlich versuchen Länder wie China und Indien und Japan ihre Präsenz auf dem Launchermarkt auszubauen. Auch durch die Zunahme der Starts durch die sogenannten Microlauncher für geringere Nutzlasten wird es zukünftig zu einer Verschärfung des Wettbewerbes kommen. Eine Reihe von europäischen Start-ups ist in diesem Segment aktiv, als besonders vielversprechend gelten hier die deutschen Jungfirmen wie Isar Aerospace und Rocket Factory Augsburg. Um den negativen Ergebnisauswirkungen aus den bereits erwähnten Themen sowie der verzögerten Beauftragung durch ESA und dem anspruchsvollen Produktionsübergang von Ariane 5 auf Ariane 6 entgegenzuwirken, wurde das Kosteneinsparungsprogramm Horizon25+ kontinuierlich ausgeweitet. Hier werden nun speziell im Produktions- und Logistikbereich alle Abläufe analysiert, um weitere Kostenverbesserungen zu erreichen. Im Rahmen dieses Projektes wurden zudem auch verschiedene Wachstumsbereiche analysiert, die nun konkret mit dem Ziel einer Marktexpansion verfolgt werden. Hierzu zählen beispielsweise Themen wie Additive Manufacturing, Exploration sowie Wasserstoff. Weitere Einsparpotentiale sollen durch den Ausbau der MT Aerospace AG zur digitalen Fabrik erzielt werden. Abhängigkeitsbericht Die MT Aerospace AG ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der MT Aerospace Holding GmbH, deren Anteilseigner zu 70 % die OHB SE, Bremen und zu 30 % die Apollo Capital Partners GmbH, München, sind. Die OHB SE verfügt somit indirekt über die Mehrheit der Anteile an der MT Aerospace AG und wird neben der MT Aerospace Holding GmbH als beherrschendes Unternehmen betrachtet. Aufgrund einer Stimmbindungsvereinbarung zwischen der Fuchs - Familienstiftung, der VOLPAIA Beteiligungs-GmbH und der Martello Value GmbH & Co. KG kontrollieren Herr Marco Fuchs und Frau Romana Fuchs Mayrhofer - im Folgenden Familie Fuchs genannt - indirekt 12.178.720 (63,38 %) der Aktien an der OHB SE. Weiterhin hält Frau Romana Fuchs Mayrhofer indirekt über die Martello Value GmbH & Co. KG 378.626 (1,97 %) der Aktien, so dass der Familie Fuchs insgesamt 12.557.346 Aktien (65,35 %) zuzurechnen sind. Die Anzahl der zuzurechnenden Aktien ist im Vergleich zum Vorjahr unverändert. Die rechnerischen Anteile an der OHB SE haben sich aufgrund einer im Jahr 2023 durchgeführten Kapitalerhöhung reduziert. Der OHB SE gehören wiederum 70% der MT Aerospace Holding GmbH. Die Familie Fuchs wird aufgrund des unternehmerischen Interesses als beherrschendes Unternehmen betrachtet. Daher hat der Vorstand einen Abhängigkeitsbericht gemäß § 312 AktG erstellt, der im Rahmen der Jahresabschlussprüfung geprüft und testiert wurde. Der Vorstand erklärt in diesem Abhängigkeitsbericht, dass die MT Aerospace AG bei den im Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die ihm zu dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die dargestellten Rechtsgeschäfte mit verbundenen Unternehmen im Sinne des § 312 AktG vorgenommen wurden, die Gesellschaft bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten hat. Im Berichtszeitraum wurden Rechtsgeschäfte mit Dritten oder Maßnahmen auf Veranlassung oder im Interesse der o. g. Personen, der herrschenden Unternehmen und eines mit ihnen verbundenen Unternehmens weder getroffen noch unterlassen.
1 BMWK - Die wirtschaftliche Lage in Deutschland
im Dezember 2023 (1)
BilanzAKTIVSEITE
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangI. Allgemeine AngabenDie MT Aerospace AG hat ihren Sitz in Augsburg und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Augsburg (Reg.Nr. HRB 68). Der Jahresabschluss wird nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des Aktiengesetzes aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird gemäß § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die MT Aerospace AG wird in den Konzernabschluss der OHB SE, Bremen, der beim Bundesanzeiger veröffentlicht wird, einbezogen (kleinster und größter Konsolidierungskreis). Bei diesem Konzernabschluss handelt es sich um einen befreienden Konzernabschluss gemäß § 291 HGB. II. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenImmaterielle Vermögensgegenstände Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände (aktivierte Entwicklungskosten) werden zu Herstellungskosten aktiviert und über die geschätzte Laufzeit der zugrunde liegenden Projekte von 5 bis 15 Jahren linear abgeschrieben. Bestandteile der Herstellungskosten sind neben den Einzelkosten auch angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten. Der Gesamtbetrag der Forschungs- und Entwicklungskosten im Geschäftsjahr 2023 beläuft sich auf 2.723 T€. Davon entfallen auf die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens 0 T€ (Vorjahr: 63 T€). Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und über ihre Nutzungsdauer von überwiegend 3 bis 5 Jahren linear abgeschrieben. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, wenn der Zeitwert unter den Buchwert gesunken ist. Sachanlagen Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet, vermindert um planmäßige und teilweise auch außerplanmäßige Abschreibungen. Die Herstellungskosten selbst erstellter Sachanlagen umfassen die direkt zurechenbaren Einzelkosten, angemessene Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie die fertigungsbedingten Abschreibungen. Reparaturkosten und Zinsen auf Fremdkapital werden als laufender Aufwand erfasst. Geleistete Anzahlungen werden in Höhe des Anzahlungsbetrags ohne Umsatzsteuer angesetzt. Geringwertige Anlagegüter werden bis zu einem Wert von € 800,00 in voller Höhe abgeschrieben. Die Nutzungsdauern der Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens betragen für Gebäude 10 bis 14 Jahre, Technische Anlagen und Maschinen 10 bis 21 Jahre und für Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 14 Jahre. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, wenn der Zeitwert unter den Buchwert gesunken ist. Finanzanlagen Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Die Finanzanlagen werden bei voraussichtlich dauernder Wertminderung gemäß § 253 Abs. 3 HGB auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben. Ausleihungen an verbundene Unternehmen sowie sonstige Ausleihungen werden zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert erfasst. Umlaufvermögen Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Bestandteile der Herstellungskosten sind neben den Einzelkosten auch angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie die fertigungsbedingten Abschreibungen. Rohstoffe werden grundsätzlich zu durchschnittlichen Anschaffungskosten bewertet. Für Bestandsrisiken, die sich aus erhöhter Lagerdauer oder geminderter Verwertbarkeit ergeben, sowie zur verlustfreien Bewertung von schwebenden Geschäften werden ausreichende Wertberichtigungen vorgenommen. Geleistete Anzahlungen werden in Höhe des Anzahlungsbetrags ohne Umsatzsteuer angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nominalwert angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Einzelwertberichtigungen abgedeckt. Das allgemeine Kreditrisiko wird durch pauschale Wertberichtigungen berücksichtigt, die grundsätzlich am Abschlussstichtag auf Erfahrungswerten der Vergangenheit beruhen. Wertpapiere des Umlaufvermögens sind zu Anschaffungskosten oder zu niedrigeren Börsenkursen am Abschlussstichtag angesetzt. Die Bewertung der Wertguthaben aus Rückdeckungsversicherungen ist zum beizulegenden Zeitwert erfolgt. Guthaben bei Kreditinstituten Das Guthaben bei Kreditinstituten ist zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Rückstellungen, Verbindlichkeiten Die Bewertung der Rückstellungen erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden bei der Ermittlung der Rückstellungen berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit oder pauschal entsprechendem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind nach den anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen mittels der "Projected-Unit-Credit-Methode" errechnet. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2018 G" von Klaus Heubeck verwendet. Annahmen über die Fluktuation wurden berücksichtigt. Im Berichtsjahr wird ein von der Deutschen Bundesbank vorgegebener durchschnittlicher Marktzinssatz der letzten zehn Jahre von 1,82 % (Vorjahr: 1,78 %) bei der Bewertung zugrunde gelegt. Der Gehaltstrend wurde mit 2,75 % (Vorjahr: 2,75 %), der Rententrend mit 2,20 % (Vorjahr: 2,20 %) angenommen. Von der Erleichterung nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB bei der Bestimmung des Marktzinssatzes wurde Gebrauch gemacht. Zum 31.12.2023 ergeben sich Rückstellungen für Pensionen in Höhe von 77.593 T€. Der Unterschiedsbetrag zum 31.12.2023 bei Anwendung des Sieben-Jahres-Durchschnittszinssatzes (1,74 %; Vorjahr: 1,44 %) in Höhe von 763 T€ unterliegt einer Ausschüttungssperre gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB n.F.. Bei der Bewertung der Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen wurden ein Rechnungszinsfuß von 1,74 % (Vorjahr: 1,44 %) und ein Gehaltstrend, unverändert zum Vorjahr, von 2,75 % (Vorjahr: 2,75 %) angesetzt. Bei der Bewertung der Aufstockungszahlungen wurde der volle Barwert der Verpflichtung angesetzt. Die Verpflichtung hat Abfindungscharakter. Die übrigen Rückstellungen bestehen für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind so bemessen, dass sie allen erkennbaren Risiken Rechnung tragen. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Erhaltene Anzahlungen werden ohne Umsatzsteuer ausgewiesen. Sofern Vermögensgegenstände, die ausschließlich der Erfüllung von Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbaren langfristigen Verpflichtungen dienen, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind, werden die Vermögensgegenstände mit den entsprechenden Schulden verrechnet. Passiver Rechnungsabgrenzungsposten Als passive Rechnungsabgrenzungsposten sind Einzahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Ertrag für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Latente Steuern Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen. Im Falle eines Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 2 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht. Währungsumrechnung Forderungen und Verbindlichkeiten, die auf fremde Währung lauten werden zum Tageskurs eingebucht und zum Bilanzstichtag mit dem Stichtagskurs bewertet. Die USD-Forderungen zum Bilanzstichtag beliefen sich auf 3.245 TUSD (Vorjahr: 4.325 TUSD), die USD-Verbindlichkeiten auf 120 TUSD (Vorjahr: 323 TUSD). Die GBP-Verbindlichkeiten zum Bilanzstichtag beliefen sich auf 0 TGBP (Vorjahr: 1 TGBP). Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten, die nicht kursgesichert sind, sind zum Devisenkassamittelkurs bewertet. Die Laufzeit ist kleiner als ein Jahr. Derivate Aus den regulären Geschäftstätigkeiten der MTA können Verluste aus der Variabilität von Volatilitäten der zugrundeliegenden Wechselkurspaare und Zinsen entstehen. Zur Absicherung von Fremdwährungsrisiken setzt die MTA derivative Finanzinstrumente ein. Zur Absicherung der USD und GBP - Risiken aus geplanten und kontrahierten Einkäufen sowie Verkäufen werden Devisentermingeschäfte und Devisenswaps abgeschlossen. Zum 31.12.2023 sind Devisentermingeschäfte in Höhe von 5.140 TUSD für den Verkauf von USD abgeschlossen worden. Diese sind zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Erläuterungen zur Bilanz Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im beiliegenden Anlagespiegel dargestellt. Die aktivierten selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände in Höhe von 5.634 T€ unterliegen gemäß § 268 Abs. 8 HGB einer Ausschüttungssperre. Finanzanlagen Angaben zum Anteilsbesitz
* Jahresergebnis vor Ergebnisübernahme durch MT AG ** Jahresabschluss 2022 *** Jahresabschluss 2021 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit Restlaufzeiten von mehr als einem Jahr sind nicht enthalten. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 195 T€ (Vorjahr: 532 T€) resultieren aus Lieferungen und Leistungen. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, über 42 T€ (Vorjahr: 34 T€) resultieren aus Lieferungen und Leistungen. Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben 210 T€ (Vorjahr: 223 T€) eine Restlaufzeit von über einem Jahr. Eigenkapital Das Grundkapital der MT Aerospace AG beträgt 11.000 T€ (Vorjahr: 11.000 T€) und ist eingeteilt in 11.000.000 (Vorjahr: 11.000.000) auf den Inhaber lautende Stückaktien zu je 1 € (Vorjahr: 1 €). Die Kapitalrücklage betrug am Bilanzstichtag 2.590 T€ (Vorjahr: 2.590 T€). Der Jahresfehlbetrag des Geschäftsjahres 2022 in Höhe von 762 T€ wurde auf neue Rechnung vorgetragen. Die MT Aerospace Holding GmbH, Bremen, hat der Gesellschaft gemäß § 20 Abs. 4 AktG am 27. Juni 2005 mitgeteilt, dass sie mit Aktienkaufvertrag vom 01.06.2005 sämtliche Aktien erworben hat. Rückstellungen Die betriebliche Altersversorgung beruht im Wesentlichen auf direkten leistungsorientierten Versorgungszusagen. Für die Bemessung der Pensionen sind in der Regel die Dauer der Zugehörigkeit zum Unternehmen und die versorgungsrelevanten Bezüge, in Einzelfällen auch Beiträge der Mitarbeiter maßgeblich. Die Finanzierung dieser Versorgungszusagen erfolgt im Wesentlichen durch die Bildung von Pensionsrückstellungen. Durch die Umstellung der Bewertung der Pensionsrückstellungen nach BilMoG ergab sich ein zusätzlicher einmaliger Rückstellungsbetrag in Höhe von 15.758 T€. Von der Übergangsregelung gemäß Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB wurde Gebrauch gemacht und von diesem Betrag ein Fünfzehntel den Pensionsrückstellungen in Höhe von 1.051 T€ zugeführt. Die Zuführung wird in der Gewinn- und Verlustrechnung als sonstiger betrieblicher Aufwand gezeigt. Der noch nicht in der Bilanz ausgewiesene Betrag aus der Erstanwendung in Höhe von 2.101 T€ wird innerhalb des verbleibenden Übergangszeitraums den Pensionsrückstellungen zugeführt. Die Rückstellungen für Altersteilzeitverträge in Höhe von 1.371 T€ (Vorjahr: 1.342 T€) wurden nach den BilMoG-Bestimmungen (§ 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) im Geschäftsjahr mit den Wertguthaben aus der Absicherung von Altersteilzeitverträgen in Höhe von 750 T€ (Vorjahr: 807 T€) verrechnet. Die Bewertung der Wertguthaben ist zum beizulegenden Zeitwert erfolgt. Der beizulegende Zeitwert weicht nicht wesentlich von den Anschaffungskosten ab. Die sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen gebildet für geschäftsbezogene Risiken in Höhe von 549 T€ (Vorjahr: 215 T€), für Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern in Höhe von 4.338 T€ (Vorjahr: 4.347 T€), für noch zu erbringende Leistungen in Bezug auf abgerechnete Aufträge in Höhe von 259 T€ (Vorjahr: 264 T€) sowie für weitere Einzelrisiken. In den Rückstellungen für Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern ist eine Rückstellung für die Inflationsausgleichsprämie in Höhe von 398 T€ (vier Sechstel) enthalten. Verbindlichkeiten Zum 31.12.2023 weisen erhaltene Anzahlungen von 98.870 T€ (Vorjahr: 100.464 T€) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr aus, 25.280 T€ (Vorjahr: 39.243 T€) haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ist ein Darlehen der OHB SE in Höhe von 35.917 T€ (Vorjahr: 23.442 T€) und einer Laufzeit bis zum 31.12.2024 enthalten. Weiterhin sind die Intercompany-Konten der MT Dezentrale Energiesysteme GmbH (inkl. Ergebnisübernahme) mit 2.803 T€ (Vorjahr: 2.888 T€) und der MT Aerospace Grundstücks GmbH Co. KG (inkl. Ergebnisübernahme) mit 6.907 T€ (Vorjahr: 5.732 T€) ausgewiesen. Weiterhin sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 8.001 T€ (Vorjahr: 8.042 T€) enthalten. Neben den oben genannten erhaltenen Anzahlungen und dem Darlehen sind Verbindlichkeiten mit Restlaufzeiten von mehr als einem Jahr nicht enthalten. Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren bestehen nicht. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 3.875 T€ (Vorjahr: 3.939 T€) bestehen aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen. Von den sonstigen finanziellen Verpflichtungen bestehen unverändert zum Vorjahr 3.272 T€ gegenüber verbundenen Unternehmen. Die finanziellen Verpflichtungen gegenüber Dritten aus begonnenen Investitionsvorhaben lagen im geschäftsüblichen Rahmen. Haftungsverhältnisse Gegenüber der Aerotech Peissenberg GmbH & Co. KG bestehen Darlehensforderungen in Höhe von 24.858 T€ (Vorjahr: 24.048 T€). Für diese Darlehensforderungen wurden mit der Commerzbank AG und der UniCredit Bank AG Vereinbarungen über einen Rangrücktritt und Darlehensbelassung geschlossen. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Umsatz nach Bereichen:
Aufgliederung nach Regionen:
Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Erträge aus der Erstattung von Strom- und Energiesteuern in Höhe von 0 T€ (Vorjahr: 158 T€) sowie periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 320 T€ (Vorjahr: 3.576 T€), Erträge aus Kursgewinnen in Höhe von 424 T€ (Vorjahr: 218 T€), Erträge aus der Erstattung der Energiepreispauschale 0 T€ (Vorjahr: 137 T€), Erträge aus der Forschungszulage 0 T€ (Vorjahr: 347 T€) sowie Erträge aus Erstattungen von Versicherungen in Höhe von 13 T€ (Vorjahr: 54 T€). Zudem sind periodenfremde Erträge in Höhe von 190 T€ (Vorjahr: 0 T€) im Rahmen des A5-Projektes enthalten. Personalaufwand Die Aufwendungen für Altersversorgung beliefen sich auf 527 T€ (Vorjahr: 3.885 T€).
Im Personalaufwand ist der Zuschuss zum My Share Mitarbeiteraktienprogramm in Höhe von 181 T€ enthalten. Abschreibungen Die Abschreibungen betreffen das Sachanlagevermögen und die immateriellen Vermögensgegenstände; sie sind im Anlagespiegel nach Einzelposten aufgegliedert. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen:
Finanzergebnis
Die außerplanmäßigen Abschreibungen auf Finanzanlagen betreffen ausschließlich die an die Aerotech Peißenberg GmbH & Co. KG ausgereichten Darlehen. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Steuern vom Einkommen und Ertrag in Höhe von -11 T€ (Vorjahr: -142 T€) resultieren im Wesentlichen aus Steuererstattungen aus den Vorjahren. Latente Steuern Zum 31.12.2023 errechnen sich künftige Steuerentlastungen saldiert aus abweichenden Wertansätzen in der Steuerbilanz und in der Handelsbilanz. Die Unterschiede ergeben sich im Wesentlichen bei den Rückstellungen für Pensionen und sonstigen Personalrückstellungen. Der Berechnung liegt ein Steuersatz von 32,16 % zugrunde. Aufgrund des ausgeübten Wahlrechtes, auf den Ansatz aktiver latenter Steuern zu verzichten, wird zum 31.12.2023 kein Bilanzposten angesetzt. GLOBE/Pillar II Im Dezember 2021 veröffentlichte die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung ("OECD") Modellregelungen zur Reform der internationalen Unternehmensbesteuerung Pillar Two. Die Regeln sollen sicherstellen, dass betroffene große multinationale Unternehmen in jeder Jurisdiktion, in der sie tätig sind, ein Mindestmaß an Steuern, auf das in einem bestimmten Zeitraum erzielte Einkommen zahlen. Grundsätzlich wird hierbei ein System von Ergänzungssteuern verwendet, das den Mindeststeuersatz in der betreffenden Jurisdiktion auf 15% anhebt. Diese Modell-Regeln müssen in nationales Recht umgesetzt werden. Auf Basis der OECD-Empfehlung haben eine Reihe von Ländern die Gesetzgebung bereits in 2023 beschlossen und es ist zu erwarten, dass weitere Länder im Laufe des Jahres 2024 folgen. Die Regeln werden sich auf die laufende Ertragsteuer auswirken, sobald die jeweiligen nationalen Umsetzungsgesetze in Kraft treten. Der OHB-Konzern fällt in den Anwendungsbereich der OECD-Modellregelungen Pillar Two. Der OHB-Konzern ist in 17 Ländern mit Tochtergesellschaften oder steuerlichen Betriebsstätten tätig. Von den Ländern, in denen OHB SE tätig ist, sind Pillar Two Umsetzungsgesetze im Berichtsjahr nur in der Bundesrepublik Deutschland erlassen; das deutsche Mindestbesteuerungsrichtlinie-Umsetzungsgesetz mit dem Mindeststeuergesetz (MindStG) in Artikel 1 wurde am 27.12.2023 verkündet, trat am Tag nach der Verkündung in Kraft und gilt erstmals für Geschäftsjahre, die nach dem 30.12.2023 beginnen. Da die Pillar Two-Gesetzgebung zum Berichtszeitpunkt 31.12.2023 noch nicht in Kraft war, unterliegt der Konzern wie ggf. die deutschen Tochtergesellschaften aktuell dahingehend keiner Steuerbelastung. Die deutschen Tochtergesellschaften des Konzerns machen von der Ausnahmeregelung von der Bilanzierung latenter Steuern nach § 274 HGB im Zusammenhang mit Pillar Two-Ertragsteuern Gebrauch. Aufgrund der Komplexität der Anwendung der Gesetzgebung und der Berechnung des GloBE-Einkommens sind die quantitativen Auswirkungen der beschlossenen oder in Kraft getretenen Gesetzgebung noch nicht zuverlässig abschätzbar. III. Sonstige AngabenMitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands Aufsichtsrat:
* von der Belegschaft gewählt Vorstand:
Angaben zum Abschlussprüferhonorar Die Angaben zum Abschlussprüferhonorar werden im Konzernabschluss der OHB SE veröffentlicht. Gesamtbezüge des Aufsichtsrats und des Vorstands Für das Geschäftsjahr 2023 werden dem Aufsichtsrat Gesamtbezüge in Höhe von 68 T€ gewährt. Der Vorstand erhielt im Geschäftsjahr von der Gesellschaft Bezüge in Höhe von 1.329 T€ inkl. Zuschüsse zur Krankenversicherung und Altersvorsorge. Die Bezüge früherer Mitglieder des Vorstandes und ihrer Hinterbliebenen betrugen im Geschäftsjahr 2023 58 T€ (Vorjahr: 58 T€). Für frühere Mitglieder des Vorstandes und deren Hinterbliebene sind Pensionsverpflichtungen in voller Höhe von 1.011 T€ (Vorjahr 1.220 T€) zurückgestellt. ErgebnisverwendungsvorschlagDer Vorstand schlägt vor den Bilanzverlust des Geschäftsjahres in Höhe von 37.901.120,06 € auf neue Rechnung vorzutragen.
Augsburg, den 15. März 2024 MT Aerospace AG Hans J. Steininger Ulrich Scheib Bernd Beschorner Entwicklung des Anlagevermögens
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die MT Aerospace AG, Augsburg Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der MT Aerospace AG, Augsburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der MT Aerospace AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Bremen, den 15. April 2024 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Martin Schröder, Wirtschaftsprüfer ppa. Lars Hermanns, Wirtschaftsprüfer Bericht des AufsichtsratsDer Vorstand der MT Aerospace AG hat uns während des Geschäftsjahres 2023 über alle wesentlichen geschäftlichen Ereignisse und Vorhaben des Unternehmens fortlaufend und ausführlich Bericht erstattet. Es wurde eingehend beraten über die operativen Themen des Raumfahrt- und Luftfahrtgeschäftes der MT Aerospace AG. Des Weiteren wurde der Aufsichtsrat über Initiativen zum Ausbau der Geschäftsaktivitäten im Bereich der US-Launcher, der additiven Fertigung, Defense sowie über die geplanten Aktivitäten im Bereich Wasserstoff informiert, einschließlich der Gründung eines Joint Ventures zusammen mit E.ON. Darüber hinaus wurden die Auswirkungen der generellen Inflation, der Energiepreisentwicklung und der Materialverfügbarkeit sowie die Liquiditätslage und -entwicklung besprochen. Wir wurden durch den Vorstand der MT Aerospace AG zeitnah über die aktuelle und geplante Geschäftsentwicklung informiert sowie einmal im Quartal über die Entwicklung der wesentlichen Kennzahlen und über Maßnahmen zur Kostenreduzierung mit dem Ziel einer Ergebnisverbesserung unterrichtet. Der Jahresabschluss des Geschäftsjahres 2023 ist wesentlich geprägt durch die 100 prozentige Wertberichtigung von Darlehen der MT Aerospace AG an die Aerotech Peißenberg GmbH & Co KG. Die Wertberichtigung wurde aufgrund der schwierigen Geschäftslage der Darlehensnehmerin vorgenommen und führt nach HGB zu einem negativen Eigenkapital. In diesem Zusammenhang geht der Aufsichtsrat davon aus, dass von Seiten der Geschäftsführung und nötigenfalls der Gesellschafter alle Anstrengungen unternommen werden, wieder ein ausgeglichenes Eigenkapital herzustellen. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 der MT Aerospace AG nebst Lagebericht ist von der PricewaterhouseCoopers GmbH, Bremen, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Der Wirtschaftsprüfer hat an der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats teilgenommen, seinen Bericht erläutert und Fragen dazu beantwortet. Wir haben von dem Ergebnis der Prüfungen zustimmend Kenntnis genommen. Auch wir haben nach dem abschließenden Ergebnis unserer eigenen Durchsicht des Jahresabschlusses der MT Aerospace AG für das Geschäftsjahr 2023 keine Einwände zu erheben. Wir billigen den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss, der damit festgestellt ist. Der vom Vorstand erstellte Abhängigkeitsbericht wurde von der PricewaterhouseCoopers GmbH, Bremen, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Wir danken den Mitgliedern des Vorstands und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der MT Aerospace AG für ihre Leistungen und ihren tatkräftigen Einsatz sowie der Vertretung der Belegschaft für die sachliche und konstruktive Zusammenarbeit im Interesse des Unternehmens.
Augsburg, 17. April 2024 Marco R. Fuchs, Vorsitzender des Aufsichtsrats Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am 17.04.2024 festgestellt. |
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