Plasmidsaurus GmbH
Selbe AdresseForschung und Entwicklung im Bereich Biotechnologie
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Tanja Dr. Brauer seit 18.7.2022 | Prokura |
Gerhard Dr. Muster seit 14.2.2022 | Geschäftsführer |
Stephan Pietsch seit 31.5.2021 | Prokura |
Karl Dr. Clasen seit 12.10.2010 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Lonza Sales AG | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Lonza Cologne GmbHKölnJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Der Jahresabschluss mit Stichtag 31. Dezember 2023 der Lonza Cologne GmbH wurde am 2. August 2024 festgestellt. Die Lonza Cologne GmbH ist eingetragen im Handelsregister von Köln unter HRB 70495. 2 Wiedergabe des Bestätigungsvermerks Als Ergebnis unserer Prüfung haben wir den folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt: " Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Lonza Cologne GmbH, Köln Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Lonza Cologne GmbH, Köln, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Lonza Cologne GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der Geschäftsführung für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die Geschäftsführung ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist die Geschäftsführung verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist die Geschäftsführung dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem ist die Geschäftsführung verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist die Geschäftsführung verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Köln, den 31. Juli 2024 KPMG
AG
gez. Obergarz ,Wirtschaftsprüfer gez. Offermann, Wirtschaftsprüferin Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023A. Allgemeine Angaben und Erläuterungen Der vorliegende Jahresabschluss ist nach den Vorschriften des Dritten Buches des HGB (§§ 238 ff.) unter Berücksichtigung der ergänzenden Bestimmungen für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) aufgestellt worden. Die Gesellschaft erfüllt im Berichtsjahr die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 3 HGB. Die Gesellschaft ist beim Amtsgericht Köln Abteilung B unter der HRB Nummer 70495 eingetragen. B. Angaben und Erläuterungen zu Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlust-rechnung I. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden zu Anschaffungskosten bewertet. Soweit es sich dabei um abnutzbare Vermögensgegenstände handelt, wurden diese planmäßig linear über ihre betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahren abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände und, soweit im Rahmen handelsrechtlichen Ermessens möglich, entsprechend den steuerlichen Vorschriften linear vorgenommen. Die jeweilige Nutzungsdauer der anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung liegt zwischen zwei und 15 Jahren. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis EUR 800,00, die in dem Geschäftsjahr 2023 angeschafft wurden, werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren wurden zu den Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von eventuellen Wertminderungen angesetzt. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse wurden zu Herstellungskosten unter Berücksichtigung eventueller Wertminderungen angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen neben den Material- und den Fertigungseinzelkosten aktivierungspflichtige Teile der Gemeinkosten. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken abzüglich der erforderlichen Einzelwertberichtigung mit dem Nennbetrag angesetzt. Die Rückstellungen wurden nach § 253 HGB mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie werden mit dem Betrag ihrer voraussichtlichen Inanspruchnahme bewertet. Das Abzinsungswahlrecht bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger wird nicht ausgeübt. Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Zusätzlich zu den zeitlichen Bilanzierungsunterschieden werden steuerliche Verlustvorträge in Höhe der innerhalb der nächsten fünf Jahre zu erwartenden Verlustrechnungen berücksichtigt. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung würde in der Bilanz als passive Steuer angesetzt. Im Falle einer Steuerentlastung würde vom entsprechenden Aktivierungswahlrecht gemäß § 274 Abs. 1 HGB kein Gebrauch gemacht. Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Banksalden in fremder Währung werden mit dem Kurs am Tage des Geschäftsvorfalls umgerechnet. Zum Bilanzstichtag werden Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in fremder Währung zum Devisenkassamittelkurs bewertet. Bei Vermögensgegenständen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger werden gemäß § 256a Satz 2 HGB das Anschaffungskostenprinzip und das Realisationsprinzip nicht angewendet. II. Angaben zu Posten der Bilanz Die Entwicklung des Anlagevermögens ist als Anlage zu diesem Anhang dargestellt, ausgehend von den gesamten Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten. Die Anlagen im Bau betragen im aktuellen Jahr TEUR 3.436 (Im Vorjahr: TEUR 2.118). Das Vorratsvermögen beträgt TEUR 12.315 (im Vorjahr: TEUR 7.597). In den Fertigerzeugnissen und Waren in Höhe von TEUR 1.416 (netto) (im Vorjahr: TEUR 1.671) sind Gängigkeitsabschläge in Höhe von TEUR 474 (im Vorjahr: TEUR 412) enthalten. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren aus dem Liefer- und Leistungsverkehr in Höhe von TEUR 6.323 (im Vorjahr: TEUR 12.323) zwischen den Gesellschaften sowie aus dem Lonza Cash-Pooling. Die Cash Pool Forderung beträgt zum Stichtag TEUR 33.624 (im Vorjahr: TEUR 18.570). Die sonstigen Vermögensgegenstände betragen TEUR 743 (im Vorjahr: TEUR 2.044). Darin enthalten sind nicht verpfändbares Deckungskapital der Rückdeckungsversicherung in Höhe von TEUR 204 (im Vorjahr: TEUR 210) sowie Mietkautionen in Höhe von TEUR 83 (im Vorjahr: TEUR 88). Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben unverändert eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr in Höhe von TEUR 539 (im Vorjahr: TEUR 1.834) und eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von TEUR 204 (im Vorjahr: TEUR 210). Das gezeichnete Kapital beträgt TEUR 1.502. Das gezeichnete Kapital ist in 1.502.000 Geschäftsanteile zu einem Nennbetrag von jeweils einem Euro eingeteilt. Die Einlagen sind voll erbracht. Alleinige Gesellschafterin ist seit dem 27. Juli 2019 die Capsugel Belgium N.V., Bornem/Belgien. Die Kapitalrücklagen betragen TEUR 6.199 (im Vorjahr: TEUR 6.199). Der Bilanzgewinn beträgt TEUR 45.363. Der Bilanzgewinn des Vorjahres in Höhe von TEUR 30.466 wurde auf neue Rechnung vorgetragen. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln Heubeck 2018 G) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (PUC- Methode) ermittelt. Der zu Grunde gelegte Rechnungszins für die Abzinsung der Pensionsverpflichtungen ist der von der Deutschen Bundesbank ermittelte und veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren zum 31. Dezember 2023. Lohn- und Gehaltssteigerungen wurden in Höhe von 0,00 % berücksichtigt. Rentenanpassungen wurden mit 2,00 % berücksichtigt. Zum 31. Dezember 2023 beträgt der zu Grunde gelegte Rechnungszins für die Abzinsung der Pensionsverpflichtungen 1,83 %. Die Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind durch Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 273 gesichert. Diese Vermögensgegenstände dienen in Höhe von TEUR 69 ausschließlich der Erfüllung der Pensionsverpflichtung und sind dem Zugriff übriger Gläubiger entzogen. Der Betrag in Höhe von TEUR 69 wurde demnach im Geschäftsjahr mit den Verpflichtungen verrechnet. Die Anschaffungskosten der verrechneten Deckungsvermögen betragen TEUR 78. Aus dem Deckungsvermögen sind im Geschäftsjahr 2023 keine Zinserträge und keine Zinsaufwendungen entstanden. Die Sollrückstellung auf Basis des Rechnungszinses unter Verwendung eines sieben-jährigen Durchschnitts beträgt TEUR 737, wodurch sich ein nicht bilanzierter Unterschiedsbetrag von TEUR 7 (im Vorjahr: TEUR 30) ergibt. Der Unterschiedsbetrag unterliegt einer gesetzlichen Ausschüttungssperre. Der Unterschiedsbetrag aus der Zinssatzänderung ist im operativen Ergebnis berücksichtigt. Der Bilanzansatz der Rückstellungen für Pensionen setzt sich wie folgt zusammen:
Die Steuerrückstellungen bestehen zum Abschlussstichtag in Höhe von TEUR 4.894 (im Vorjahr: TEUR 5.591). Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 3.257 (im Vorjahr: TEUR 2.577) wurden für Personalkosten in Höhe von TEUR 1.885 (im Vorjahr: TEUR 1.785) und für ausstehende Rechnungen in Höhe von TEUR 1.372 (im Vorjahr: TEUR 897) gebildet. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren wie im Vorjahr aus Lieferungen und Leistungen. Ferner haben die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, ebenso wie die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen Verbindlichkeiten, unverändert eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Latente Steuern werden auf Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen. Im Falle eines Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht. Es sind latente Steuern auf temporäre Differenzen zu bilden, die zukünftig zu steuerlichen Be- und Entlastungen führen. Die Gesellschaft macht von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB keinen Gebrauch, so dass ein Ansatz des Aktivüberhangs in der Bilanz unterbleibt. Die Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz, welche zu aktiven latenten Steuern führen, resultieren im Wesentlichen aus:
Der Berechnung der latenten Steuern liegt ein effektiver Steuersatz von 32,4% zugrunde (15,825% für die Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag und 16,625% für die Gewerbesteuer). III. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen Die Gesellschaft hat aus wirtschaftlichen Gründen diverse Miet- und Leasingverträge abgeschlossen. Per Bilanzstichtag am 31. Dezember 2023 summieren sich die unkündbaren Verträge auf TEUR 11.450. Hiervon entfallen TEUR 10.850 auf die Miete der Geschäftsräume, TEUR 391 auf die Miete der Stellplätze und TEUR 209 auf das Leasing von Firmenfahrzeugen. Die Verträge enden zwischen 2024 und 2038. IV. Haftungsverhältnisse Es bestehen unverändert zum Vorjahr keine Haftungsverhältnisse. V. Angaben zu Posten der Gewinn- und Verlustrechnung Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Aufgliederung der Umsatzerlöse
Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 189 bestehen im Wesentlichen aus einer Ausbuchung von Umsatzsteuerdifferenzen in Höhe von TEUR 57, Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 29 und aus Erträgen aus Kursdifferenzen in Höhe von TEUR 97. Im Vorjahr enthielten die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 35 im Wesentlichen Erträge aus Kursdifferenzen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen belaufen sich auf TEUR 5.882 (im Vorjahr: TEUR 5.194) und beinhalten im Wesentlichen IT-Kosten, n, konzernintern weiterbelastete Personalaufwendungen, Mietaufwendungen, Vertriebsaufwendungen und Patentregistrierungen. Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge resultieren aus der Verzinsung von Forderungssalden aus dem Lonza Cash- Pooling in Höhe von TEUR 841 (im Vorjahr: TEUR 21). Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen in Höhe von TEUR 75 (im Vorjahr: TEUR 344) resultieren aus der Verzinsung eines langfristigen aktienbasierten Incentive-Plans. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von TEUR 6.905 (im Vorjahr: TEUR 8.450) beziehen sich in Höhe von TEUR 3.456 (im Vorjahr: TEUR 4.166) auf Körperschaftsteuer inkl. Solidaritätszuschlag und in Höhe von TEUR 3.640 (im Vorjahr TEUR 4.384) auf Gewerbesteuer des laufenden Jahres. TEUR 191 (im Vorjahr: TEUR 100) beziehen sich auf Erstattungen für Steuern vom Einkommen und vom Ertrag für frühere Jahre. C. Sonstige Angaben Geschäftsführer sind Herr Dr. Karl Clasen (Diplom-Chemiker, Bonn - Holzlar) und Herr Dr. Gerhard Muster (Director Marketing and Business Development, Köln). Die Gesellschaft macht von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch. Im Jahresdurchschnitt waren einschließlich der Geschäftsführer 131 Arbeitnehmer (im Vorjahr: 122) beschäftigt, davon 38 Arbeitnehmer im Vertrieb und 93 Arbeitnehmer in den anderen Unternehmensbereichen. D. Vorschlag zur ErgebnisverwendungEs wird vorgeschlagen, den Bilanzgewinn in Höhe von TEUR 45.363 vorzutragen. E. Konzernzugehörigkeit Die Gesellschaft ist eine 100%-ige Tochtergesellschaft der Capsugel Belgium NV, Bornem/ Belgien, und gleichzeitig Konzerngesellschaft der Lonza Group AG, Basel/Schweiz. Ihr Jahresabschluss wird, wie der ihrer Muttergesellschaft, in den nach den International Financial Reporting Standards aufgestellten Konzernabschluss der Lonza Group AG einbezogen, die den Abschluss für den kleinsten und größten Kreis an Unternehmen aufstellt. Der Abschluss kann am Sitz des Mutterunternehmens bezogen werden. F. Vorgänge nach dem Abschlussstichtag Vorgänge von besonderer Bedeutung sind nach dem Schluss des Geschäftsjahres nicht eingetreten. G. Honorar Abschlussprüfer Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beträgt TEUR 26 und entfällt ausschließlich auf Abschlussprüfungsleistungen.
Köln, den 31. Juli 2024 Die Geschäftsführung Dr. Karl Clasen Dr. Gerhard Muster Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023(erweiterte Bruttodarstellung)
LAGEBERICHT für das Geschäftsjahr 2023der Lonza Cologne GmbH, KölnI. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Im Rahmen des zur ",Lonza Cell & Gene Division" gehörenden Geschäftsbereiches "Bioscience" werden in Köln Produkte und Technologien zur Transfektion ("Nucleofection ® ") von Primärzellen und schwer zu transfizierenden Zelllinien entwickelt, produziert und vertrieben. Die Produkte in Form von technischen Geräten ("Nucleofector ® Systems") und Verbrauchsmitteln ("Nucleofector® Kits") wie auch damit verbundene Dienstleistungen (wie z.B. die Installation der Nucleofector ® Systeme beim Kunden) werden weltweit in den forschenden und entwickelnden Zellbiologie- Laboratorien akademischer Einrichtungen sowie von Biotechnologie- und Pharmafirmen eingesetzt. Dabei agiert die Lonza Cologne GmbH hauptsächlich als Auftragsforscher und Auftragsfertiger für die Schweizer Lonza Sales AG, Basel, die die in Köln gefertigten "Bioscience Solutions"-Produkte europaweit (exklusive Schweiz) vertreibt. Nach wie vor in der Verantwortung der Lonza Cologne GmbH liegen der Vertrieb in die Schweiz sowie der Vertrieb an weltweite Niederlassungen der Lonza Group, die als länder- oder regionsspezifische Distributoren für die Produkte der Lonza Cologne GmbH dienen. Darüber hinaus erzielt die Lonza Cologne Umsätze aus Servicevereinbarungen. Die Mitarbeiter, die für andere europäische Lonza Werke tätig sind, sind aufgrund ihres Wohnortes in Deutschland bei der Lonza Cologne angestellt. Diese Kosten werden an die entsprechenden Werke zu Vollkosten mit einem Aufschlag weiterbelastet. Außerdem werden Forschungs- und Entwicklungskosten, Marketing- und Sales Kosten an die Lonza Sales AG im Rahmen der Verträge weiterbelastet. 2. Forschung und Entwicklung (R&D) Gegenstand von Forschung und Entwicklung am Kölner Standort ist die kontinuierliche Weiterentwicklung des Nucleofector® Portfolios und der dazugehörigen zukunftsorientierten Anwendungsmöglichkeiten der Nucleofector ® -Technologie, auch über die Geschäftseinheit "Bioscience" hinaus. Daneben werden die Marktgängigkeit und Leistungsfähigkeit von zur Nucleofector ® -Technologie komplementären, innovativen Produkten evaluiert. Hierzu beschäftigt die Lonza Cologne GmbH ein hochqualifiziertes Team bestehend aus 20 Wissenschaftlern und Ingenieuren (Status 31. Dezember 2023). Zudem wurden vereinzelt Entwicklungs- und Beratungsdienstleistungen von Dritten in Anspruch genommen. Die Kosten für die Forschungs- und Entwicklungsabteilung beliefen sich im Jahre 2023 auf TEUR 3.310 (i. Vj. TEUR 3.222) oder 7% vom Umsatz (i. Vj. 6%). II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Über das letzte Jahrzehnt hinweg investierten pharmazeutische Unternehmen kontinuierlich in ihre pharmazeutische Pipeline und konnten so insbesondere Erfolge im Bereich neuer Krebsimmuntherapien erzielen. Zudem führte die Entdeckung der «Genome Editing» Methode «CRISPR/Cas» zu signifikanten globalen Innovationen in den frühen Phasen der Medikamentenentwicklung und zur rasanten Entwicklung des Potentials gen- und zelltherapeutischer Anwendungen im akademischen und im kommerziellen Umfeld. Für die Anwendung der CRISPR/Cas «Genschere» ist es notwendig, bestimmte Konstrukte bestehend aus Proteinen und Nukleinsäuren (RNPs) effizient in die Zielzellen einzubringen. Die Nucleofector ® Technologie ist eine der führenden Transfektionstechnologien in diesem Bereich und partizipiert daher stark am kommerziellen Erfolg der CRISPR/Cas Technologie. Die Lonza Cologne geht davon aus, dass die Anwendung von CRISPR/Cas bei der Entwicklung neuer Wirkstoffe und in der Grundlagenforschung ein nachhaltiger Trend ist. Gleiches gilt für den Markt der zellbasierten Krebsimmuntherapien (CAR-T) und anderer zellbasierter Therapieformen. Beide Anwendungsbereiche werden auch zukünftig stark wachsen, und daher fokussiert sich die Lonza Cologne bei der Entwicklung neuer Produkte und Applikationen auf diese Bereiche. 2. Geschäftsverlauf Die finanziellen Rahmenbedingungen für Forschung und Entwicklung in Industrie und Akademie erfuhren im Jahr 2023 einen deutlichen Dämpfer, was besonders bei den Instrumenten im Bereich Life Sciences zu geringeren Investitionen führte. Aufgrund der erschwerten Marktbedingungen verzeichnete die Lonza Cologne GmbH im Jahr 2023 einen Rückgang bei den Umsätzen mit den Nucleofector ® Geräten. Durch die besondere Eignung der Nucleofector ® Technologie für die CRISPR/Cas Methode konnten diese Rückgänge aber zum Teil durch höhere Umsätze mit Verbrauchsmitteln kompensiert werden. In Anbetracht der ökonomischen Umstände war der Geschäftsverlauf der Lonza Cologne GmbH im Jahr 2023 insgesamt zufriedenstellend, der Umsatz lag knapp unter Vorjahresniveau. Die Umsätze aus Servicevereinbarungen fielen aus steuerlichen Gründen von TEUR 13.458 auf TEUR 7.894. 3. Lage Die Gesamtlage der Lonza Cologne GmbH ist weiterhin als solide und stabil zu bezeichnen. a) Ertragslage Die Lonza Cologne GmbH erzielte einen Gesamtumsatz von TEUR 49.493 und blieb damit unter Vorjahresniveau (TEUR 54.503), weil die Umsätze aus Servicevereinbarungen aus steuerlichen Gründen um TEUR 5.561 fielen. Die Produktverkäufe beliefen sich auf TEUR 41.600 und waren somit annähernd auf Vorjahresniveau (TEUR 41.048). Die Absatzmenge fiel um 6,2%; ein veränderter Mix und ein neues Verrechnungspreismodell führte zu einem Rückgang bei den Umsätzen aus Servicevereinbarungen. Zudem stieg auch der Materialaufwand von TEUR 8.633 auf TEUR 9.844 aufgrund gestiegener Einkaufspreise bei den elektronischen Bauteilen. Entsprechend erhöhte sich die Materialaufwandsquote (bezogen auf ausschließlich Produktverkäufe) von 20,7% auf 23,7%. Dadurch fiel die EBIT-Marge (EBIT/Umsatzerlöse) bei moderatem Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen von 49,1% auf 42,6%. Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 189 bestehen im Wesentlichen aus einer Ausbuchung von Umsatzsteuerdifferenzen in Höhe von TEUR 57, Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 29 und aus Erträgen aus Kursdifferenzen in Höhe von TEUR 97. Im Vorjahr enthielten die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 35 im Wesentlichen Erträge aus Kursdifferenzen. Der Personalaufwand stieg um TEUR 636 auf TEUR 13.161, weil sich die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeitenden von 122 auf 131 erhöhte. Dabei fielen die Personalkosten pro Mitarbeiter leicht. Die Abschreibungen erhöhten sich um TEUR 270 im Vergleich zum Vorjahr auf TEUR 910. Aufgrund des Wachstums in den vergangenen Jahren hat die Lonza Cologne ein höheres CAPEX Budget. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen steigen um TEUR 688 auf TEUR 5.882. Im Vorjahr gab es an einen Lieferanten eine einmalige Sonderzahlung in Höhe von TEUR 541, um Mehrkosten in der Beschaffung zu kompensieren. Weiterhin stiegen die Leasingkosten für Firmenfahrzeuge im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 158, weil sich Anzahl und Kosten erhöhten. Der Jahresüberschuss beträgt TEUR 14.897 nach TEUR 17.935 im Vorjahr. b) Finanzlage Der Geschäftsbetrieb der Lonza Cologne GmbH basierte im Berichtsjahr auf Innenfinanzierung. Es besteht ein Intercompany Cashpool Verfahren. Der Bestand an liquiden Mitteln betrug TEUR 2.806. Das Cashpool Guthaben erhöhte sich auf TEUR 33.624 (i. Vj. TEUR 18.570), weil auf eine Dividendenzahlung im Jahre 2023 verzichtet wurde. Somit standen Zahlungsmittel von insgesamt TEUR 36.430 (i. Vj. TEUR 20.778) zur Verfügung, die jederzeit ausreichend waren. Der erwirtschaftete Cashflow (vereinfacht ermittelt aus der Summe aus Jahresergebnis, Abschreibungen und Zuführung bzw. Auflösung von Rückstellungen) beträgt TEUR 15.798 und ist deutlich unterhalb Vorjahresniveau (TEUR 23.000). c) Vermögenslage Das Anlagevermögen erhöhte sich um TEUR 1.482, primär, durch eine neue Produktionshalle, die im Jahre 2024 in Betrieb genommen wurde. Investitionen wurden insbesondere in den Bereichen Operations und R&D getätigt. Diese Investitionen dienten entweder dazu, die Kapazitäten zu erhöhen, den Produktionsablauf zu verbessern oder Werkzeuge für neue Produkte herzustellen. Die Vorräte stiegen zum Vorjahr um TEUR 4.718, weil die Lonza Cologne zum einen weniger als geplant absetzte, zum anderen aufgrund von erhöhten Bezugskosten für elektronische Bauteile. Die Rohstoffe sind deswegen erheblich um TEUR 3.484 angestiegen, unfertige Erzeugnisse (TEUR 1.490) nahmen dagegen zu, weil das Jahresendgeschäft in 2023 hinter den Erwartungen blieb. Die Forderungen gegen Drittkunden aus Lieferungen und Leistungen nahmen um TEUR 446 zu, die Forderungen gegen verbundene Unternehmen stiegen in erster Linie durch den erhöhten Cashpool aufgrund des Geschäftsverlaufs um TEUR 9.053. Die debitorischen Kreditorenforderungen reduzierten sich um TEUR 1.343; infolgedessen reduzierten sich auch die sonstigen Vermögensgegenstände um TEUR 1.301. Insgesamt ist das Umlaufvermögen im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 13.515 gestiegen. Das Eigenkapital veränderte sich durch den Jahresüberschuss um TEUR 14.897 auf TEUR 53.064. Die sonstigen Rückstellungen nahmen um TEUR 680 zu, im Wesentlichen, weil eine Rückstellung für Wareneingänge ohne Rechnungen (TEUR 660) gebildet wurde. Die Verbindlichkeiten erhöhten sich dagegen, weil die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 117 zunahmen und sich die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um TEUR 11 verringerten. Die sonstigen Verbindlichkeiten verringerten sich um TEUR 5. Insgesamt nahm das Fremdkapital um TEUR 276 zu. 4. Gesamtaussage Die folgenden Leistungsindikatoren geben einen Überblick über den Verlauf des Geschäftsjahres, wobei Umsatz und Cashflow die bedeutsamsten Leistungsindikatoren für die interne Steuerung darstellen. Nach den erfolgreichen Vorjahren mit zweistelligen Wachstumsraten, verzeichnete die Lonza Cologne für das Geschäftsjahr 2023 einen Umsatzrückgang durch das schwierige Marktumfeld. Die Umsatzerlöse lagen durch den gesunkenen Volumen-Preis-Mix unter dem Vorjahresniveau; daher nahm auch die Umsatzrendite ab, der Cashflow blieb konstant. Das Ergebnis lag somit unter den Erwartungen bzw. dem Vorjahresniveau. Die Personalkosten und die sonstigen betrieblichen Ausgaben stiegen, dies konnte dieses Jahr nicht durch erhöhte Umsätze kompensiert werden. Dies führte zu einem deutlichen Rückgang des EBITs von TEUR 26.737 auf 21.060. Das Ergebnis nach Steuern fiel analog von TEUR 17.951 auf TEUR 14.909. Der Cashflow 2023 bewegt sich deutlich unterhalb des Vorjahresniveaus. Das Jahresergebnis ist somit gut, die wirtschaftliche Lage kann insgesamt als gut bezeichnet werden. III. Chancen-, Risiko- und Prognosebericht 1. Risikobericht Die Risiken sind in der Reihenfolge ihrer Bedeutung, beginnend mit dem höchsten Risiko, dargestellt. a) Gesamtwirtschaftliche Risiken Die weiterhin anhaltenden geopolitischen Unsicherheiten haben Auswirkungen auf die globale Konjunkturlage. Hieraus können für die Lonza Cologne auch in 2024 Herausforderungen durch erhöhte Bezugskosten für Bauteile und Rohmaterialien und darauf basierend Umsatz- und Ergebnisrisiken entstehen. Allgemeine Kostensteigerungen können nur teilweise durch eine Preisanpassung der Produkte kompensiert werden. b) Branchen- und wettbewerbsspezifische Risiken Der Markt, den die Lonza Cologne bedient, stagniert nach starkem Wachstum in den Vorjahren weiterhin. Die Lonza Cologne geht allerdings davon aus, dass der Markt im zweiten Halbjahr 2024 wieder Fahrt aufnehmen wird, um im Jahre 2025 wieder zu wachsen. Die Lonza Cologne wird ihren Umsatz mittelfristig durch neue, verbesserte Produkte und eine stete Erweiterung der Anwendungsbereiche bestehender Produkte steigern. Bereits im Jahr 2025 wird ein erneutes Erstarken des Marktes für Zell - und Gentherapien erwartet. Gleiches gilt für Anwendungen im Bereich des CRISPR basierten Screenings, welche, im Bereich der frühen Medikamentenentwicklung, weiter Fahrt aufnehmen werden. In beiden Marktbereichen bietet die Lonza Cologne GmbH mit der Nucleofector ® Plattform eine der Schlüsseltechnologien an. Um mittelfristig für das erwartete Wachstum gerüstet zu sein, musste die Lonza Cologne ihre Produktionskapazitäten erweitern und hat dafür im Jahr 2022 einen langfristigen Mietvertrag für eine neue, deutlich größere Produktions- und Logistikhalle unterschrieben. Diese wurde im Juni 2024 in Betrieb genommen. c) Finanzwirtschaftliche Risiken Das Finanzrisiko ist auf Grund der Konzerneinbindung minimiert. Als Bestandteil des Lonza-Konzerns ist die Gesellschaft letztlich von der Kreditfinanzierung und Bonität der Lonza Group AG abhängig. Die Liquidität der Lonza Cologne GmbH wird durch den konzerneigenen "Cashpool" der Lonza Group GmbH gewährleistet. d) Risiken aus der Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und der von der Lonza Group GmbH verwaltete Cashpool, über den die Gesellschaft ihre Liquidität sicherstellt. Die Gesellschaft tätigt den Großteil der Umsätze innerhalb des Konzerns, daher sind Forderungsausfälle die absolute Ausnahme. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Sicherungsgeschäfte werden bei der Lonza Cologne GmbH zurzeit nicht getätigt. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Dabei ist die Gesellschaft in die konservative Risikopolitik des Lonza-Konzerns eingebunden. 2. Chancenbericht Für die Kerntechnologie der Lonza Cologne GmbH, die Nucleofector ® Technologie, besteht weiterhin eine Sonderstellung im Markt der nichtviralen Transfektion primärer Zellen sowie erhebliche Produktvorteile in einigen Anwendungsbereichen, wie z.B. der CRISPR/Cas Genome Editing Methode. Mit den mittlerweile etablierten GMP Produkten wurde ein neuer, attraktiver Markt- und Kundenkreis angesprochen, der auch zukünftig großes Potenzial birgt. Dem Wettbewerb am Markt wird die Lonza Cologne GmbH weiterhin durch Erfahrung, Innovationen, Zuverlässigkeit und vor allem einem hohen Maß an Qualität begegnen. 3. Gesamtaussage zu Chancen und Risiken Die Lonza Cologne erwartet, weiter mit dem Markt zu wachsen. Aus diesem Grund wurde in eine neue Produktions- und Logistikhalle investiert, die im Juni 2024 in Betrieb genommen wurde. Damit stehen dann erhebliche Kapazitäten für das weitere Wachstum zur Verfügung. Risiken der künftigen Entwicklung liegen in einem wachsenden Wettbewerbsumfeld und der allgemeinen Weltkonjunkturlage. Vor dem Hintergrund der finanziellen Stabilität sieht die Lonza Cologne GmbH sich für die Bewältigung der Risiken gut gerüstet. Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind im Prognosezeitraum nicht erkennbar. 4. Prognosebericht Im Jahre 2024 stagniert der Markt weiterhin, das Marktumfeld gestaltet sich derzeit als schwierig. Entsprechend lagen die Umsätze bis Juni 2024 deutlich unter den Erwartungen und unter dem Vorjahresniveau. Bei den von der Nucleofector ® Technologie bedienten Märkten handelt es sich, trotz der erwähnten Risiken, um Märkte mit hohem Wachstumspotential. Die Lonza Cologne GmbH geht daher davon aus, auch im Jahr 2024 ein gutes Geschäftsergebnis zu erzielen. Innerhalb der Geschäftseinheit "Bioscience" werden dazu die Konstanz in der Vertriebsstruktur, die gesteigerten Produktionskapazitäten am Kölner Standort sowie die bestehenden und neuen Produkte beitragen. Damit wird in 2024 ein Gesamtumsatz leicht unter Vorjahresniveau erwartet. Die Umsatzrendite wird sinken, weil Marge und Strukturkosten unverändert bleiben. Zudem werden keine belastenden Sondereffekte erwartet. Bei einer konstanten Vermögenslage wird für 2024 ein positiver Cashflow erzielt werden, der auf dem Niveau von 2023 liegen wird. Es werden keine Sondereffekte erwartet. Zur Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht muss die Geschäftsführung Schätzungen und Prognosen vornehmen sowie Annahmen treffen, die den Ausweis der Vermögenswerte und Schulden sowie der Aufwendungen und Erträge beeinflussen. Alle Schätzungen, Prognosen und Annahmen werden nach bestem Wissen und Gewissen getroffen, um ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft zu vermitteln. Dennoch können die tatsächlichen Werte von den Schätzwerten abweichen.
Köln, den 31. Juli 2024 gez. Dr. Karl Clasen,Geschäftsführer gez. Dr. Gerhard Muster, Geschäftsführer |
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