Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 135999
Vorher
Loyalty Partner GmbH
Eingetragen
28.2.2001
Branche
Herstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenErbringung von sonstigen InformationsdienstleistungenErbringung von sonstigen Dienstleistungen für Veranstaltungen nicht künstlerischer Art
Gegenstand
Betrieb von Kundenbindungsprogrammen für Firmenkunden, Dienstleistungen auf dem Gebiet der kommerziellen Kommunikation und Handel mit Sach- und Dienstleistungen aller Art

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Conrad Pozsgai
seit 4.2.2016
Geschäftsführer
Markus Knorr
seit 18.2.2014
Geschäftsführer
Walter Lukner
seit 21.2.2013
Prokura
Dominik Dommick
seit 30.7.2012
Geschäftsführer
Bernhard Brugger
seit 19.8.2008
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Loyalty Partner GmbH (vormals LP Holding GmbH)
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Loyalty Partner GmbH (vormals LP Holding GmbH)
Germany
511.500 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

PAYBACK GmbH

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Inhaltsverzeichnis

Geschäftsmodell

Geschäftsentwicklung 2023

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Unternehmensspezifische Entwicklung

Analyse der Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage

Finanzielle Leistungsindikatoren

Ertragslage

Vermögenslage

Finanzlage

Risiko- und Chancenbericht

Risiken

Risikokategorien

zu 1. Markt- und Geschäftsrisiken

zu 2. Technologierisiken

zu 3. Betriebsrisiken

zu 4. Produktrisiken

zu 5. Rechtliche Risiken

zu 6. Ausfallrisiken

Gesamtrisikoeinschätzung

Chancen

Prognosebericht

Erklärung zur Unternehmensführung

Geschäftsmodell

PAYBACK ist ein Multipartner-Loyalty-Programm. In Deutschland ist PAYBACK das führende Bonusprogramm: Kunden können bei mehr als 680 im Alltag relevanten Unternehmen Punkte sammeln und diese bei den Partnerunternehmen gegen Rabatte, Prämien oder Lufthansa-Meilen einlösen oder auch spenden. Mit mehr als 31 Millionen aktiven Kunden hat PAYBACK in Deutschland eine Reichweite wie kaum ein anderes Unternehmen.

Als Multichannel-Marketingplattform kommuniziert PAYBACK synchron über alle Kanäle: offline, online und mobil - und verbindet dabei Reichweite mit Personalisierung. Unternehmen haben die Möglichkeit, integrierte Kampagnen über alle verfügbaren Kanäle zu betreiben. Sie können ihre Kunden zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort mit relevanten Botschaften ansprechen.

PAYBACK unterstützt die Partnerunternehmen mit Hilfe der PAYBACK App dabei, ihren Point of Sale zu "digitalisieren". Mit der PAYBACK App, die von mehr als 11 Mio. Nutzern eingesetzt wird, können Kunden sowohl Punkte sammeln und einlösen als auch Coupons aktivieren und mobil bezahlen.

PAYBACK ist als Tochtergesellschaft der Loyalty Partner GmbH seit dem Jahr 2011 Teil der American Express Gruppe.

Geschäftsentwicklung 2023

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Deutschland ist 2023 in eine Rezession gerutscht. Trotz des nominalen Anstiegs des Bruttoinlandprodukts (BIP) auf 4,12 Billionen Euro (2022: 3,88 Billionen Euro) sank das reale BIP um 0,3 % gegenüber dem Vorjahr. Die gesamtwirtschaftliche Erholung aus dem Jahr 2022 konnte sich im krisengeprägten Umfeld 2023 nicht fortsetzen. Vor allem die Inflation und die damit verbundenen Preissteigerungen dämpften die Konjunktur. Zusätzlich belasteten ungünstige Finanzierungsbedingungen durch hohe Zinsen und ein Nachfragerückgang aus dem In- und Ausland die wirtschaftliche Gesamtentwicklung.

Der Dienstleistungssektor konnte insgesamt erneut leicht zulegen, allerdings fiel das Wachstum schwächer aus als in den beiden vorherigen Jahren. Einen Anstieg verzeichneten Dienstleistungen in Kommunikation und Information (+ 2,6 %), Unternehmensdienstleister (+ 0,3 %), Dienstleistungen der öffentlichen Hand (+ 1,0 %) und Sonstige (+ 1,8 %). Einen Rückgang mussten dagegen Handel, Gastgewerbe und Verkehr hinnehmen (- 1,0 %). Besonders bei langlebigen Gütern wie Möbeln und Haushaltsgeräten verzeichnete der Groß- und Einzelhandel starke Rückgänge von - 6 % zum Vorjahr.

Die Umsätze im Einzelhandel sind 2023 real um 3,3 % zum Vorjahr gesunken. Insbesondere im Lebensmitteleinzelhandel stieg der nominelle Umsatz 2023 um 5,9 % - real fielen die Umsätze jedoch um 3, 9 % aufgrund der um 12, 4 % gestiegenen Nahrungsmittelpreise. Erstmals rückläufig seit 2013 war die reale Umsatzentwicklung im Handel mit Nicht-Lebensmitteln: Die Umsätze sanken um 3,1 %. Einen nur leichten nominellen Rückgang verzeichnete der Internet- und Versandhandel mit - 0,4 %. Weiter auf Erholungskurs war der Handel mit Textilien, Bekleidung, Schuhen und Lederwaren mit einem Umsatzplus von real 2,6 %.

Für das Jahr 2023 berechnete der Handelsverband Deutschland einen Umsatz von rund 650,3 Milliarden Euro mit einem e-Commerce Anteil von 7 %.

Die Verbraucherpreise in Deutschland haben sich im Jahresdurchschnitt um 5,9 % erhöht. Die Inflationsrate lag damit um einen Prozentpunkt unter dem historischen Hoch von 6,9 % im Vorjahr. Besonders Nahrungsmittel verteuerten sich für die Verbraucher gegenüber 2022 um 12,4 %. Ein Plus von 5,3 % verzeichneten die Preise für Energieprodukte. Die Teuerungsrate ohne Lebensmittel und Energie lag 2023 bei 5,1 %. Durch die spürbaren Kaufkraftverluste und Unsicherheiten aufgrund der anhaltenden geopolitischen Konflikte ist der private Konsum preisbereinigt um 0,8 % zurückgegangen und lag damit weiter unter dem Vor-Corona-Niveau des Jahres 2019.

Auf der Nachfrageseite sanken die Konsumausgaben 2023 preisbereinigt um 0,8 %. Das verfügbare Einkommen der privaten Haushalte entwickelte sich mit + 5,9 % weiter positiv zum Vorjahr. Staatliche Entlastungsmaßnahmen und Erhöhungen der Sozialleistungen milderten die inflationsbedingten Kaufkraftverluste für die Haushalte ab.

Die Sparquote stieg gegenüber dem Vorjahr leicht um 0,2 % auf 11,2 %. Laut Berechnungen der DZ Bank trug die weiterhin hohe Sparquote wesentlich zum Wachstum des Geldvermögens der privaten Haushalte in Deutschland bei. Diese sind der DZ Bank zufolge um 6 % auf 7,9 Billionen Euro angestiegen. Die stärksten Treiber waren Kurssteigerungen bei Aktien und Fonds, Aktienkursgewinne, die für einen Zuwachs von rund 200 Milliarden Euro sorgten - mit einem vergleichsweise geringen Anteil von Anlegern in Deutschland von 17,6 % verteilt sich der Vermögensanstieg aus Börsenkursgewinnen jedoch auf weniger als ein Fünftel der Deutschen, tatsächlich ist die Zahl der Aktieninhaber in Deutschland 2023 sogar um knapp 0,6 % gesunken.

In seinem Digitalisierungsbericht 2023 stellt das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz für Deutschland eine Seitwärtsbewegung fest. Der Indexwert beträgt 108,6 Punkte nach 110,5 Punkten im Vorjahr. Die größten Zuwächse registriert der Bericht in den Bereichen unternehmensinterne Qualifikationen (+ 9,9 Punkte) und unternehmensinterne Prozesse (+ 0,4 Punkte) und stellt dazu fest: "Die Entwicklungen bei den unternehmensinternen Kategorien könnten ein Indiz dafür sein, dass die Wirtschaft in Deutschland insbesondere bei der Digitalisierung ihrer Prozesse oder Geschäftsmodelle an einem Punkt angelangt sein könnte, an dem weitere Verbesserungen nur mit sehr viel Aufwand möglich sind."

Unternehmensspezifische Entwicklung

2023 konnte sich PAYBACK in einem krisengeprägten Umfeld für Verbraucher und Handel gut behaupten. Energiekrise, Inflation und das Andauern des Ukrainekriegs sorgten weiter für hohe Preise und spürbare Kaufkraftverluste bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern, gleichwohl wurden Coupons und Einsparmöglichkeiten mit PAYBACK weiter stark genutzt.

Jeden Tag kommt PAYBACK in Deutschland 4,2 Millionen Mal zum Einsatz, das entspricht 50 Mal pro Sekunde. Mit 31 Millionen Kundinnen und Kunden ist PAYBACK auch 2023 das größte Bonusprogramm in Deutschland. Im Jahr 2023 konnte PAYBACK die Anzahl der App Nutzer um mehr als 10 % auf 11,5 Millionen Nutzer erhöhen. Zu den digitalen Services gehören hier unter anderem die Aktivierung von Coupons, das Sammeln und Einlösen von Punkten sowie das mobile Bezahlen.

Bei den "Deutschen Bonus Awards" konnte sich PAYBACK unter den Bonusprogrammen in allen vier Kategorien durchsetzen und erhielt die Auszeichnungen "Bestes Programm", "Beste App", "Bester Kundenservice" und "Beste Aktion". Die Deutsche Gesellschaft für Verbraucherstudien zeichnet PAYBACK für "herausragenden Kundenservice", sowie "herausragendes Preis-Leistungsverhältnis" mit dem "Deutschen Kunden-Award 2023" aus.

Bei der Focus Money Studie zur "kundenfreundlichsten App 2023" siegt PAYBACK nicht nur unter den Bonusprogrammen, sondern wird von den Kunden als beste App aus 580 Unternehmensapps bewertet.

Im Rahmen des 16. Deutschen Marken-Summits erhält PAYBACK die Auszeichnung "Digitaler Vorreiter 2023" als Sieger der Marken- und Digitalisierungsstudie des F.A.Z Instituts mit dem Institut für Management- und Wirtschaftsforschung - Der deutsche Wirtschaftssender n-tv zeichnet PAYBACK für die mobilen Zahlungsfunktionen mit dem Deutschen "Fairness-Preis für Smart Payment" aus. Aus rund 516.000 Verbraucherurteilen zu über 2.000 Unternehmen geht PAYBACK als "Kundenkönig für Unternehmen mit dem höchsten Kundennutzen" aus der gemeinsamen Studie von Service Value mit Deutschlands größter Tageszeitung BILD hervor.

Das PAYBACK Corporate Design wurde 2023 überarbeitet, um die fortschreitende Digitalisierung und zunehmende Bedeutung mobiler Services auch im Markenauftritt stärker sichtbar zu machen.

Im Partner-Netzwerk ergibt sich vor dem Hintergrund der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung branchenabhängig ein gemischtes Bild: während im digitalen Geschäft bei Partnern wie Amazon oder booking.com erneut hohe Wachstumsraten zu verzeichnen waren, musste der Gründungs- und Einzelhandels-Partner mein real im Dezember 2023 die Eröffnung des Insolvenzverfahrens beantragen. Zuvor hatten bereits die Klingel-Gruppe, die mit ihren Mode-Marken im PAYBACK Programm vertreten war, sowie der Official Online Partner Internetstores (fahrrad.de) Insolvenz anmelden müssen.

Mit Flaconi, Valentines und myToys.de haben drei weitere Official Online Partner das PAYBACK Programm im Laufe des Jahres verlassen bzw. ihre auslaufenden Partnerverträge nicht verlängert.

Auf der positiven Seite konnte PAYBACK wichtige Partnerschaften verlängern und das Partner Netzwerk weiter ausbauen: so wird Gründungspartner dm die 24-jährige erfolgreiche Partnerschaft mit PAYBACK langfristig fortsetzten, und auch gesund.de verlängerte die 2021 gestartete Zusammenarbeit langfristig, ebenso wie das führende Apothekenportal PHOENIX, über das die Linda-Apotheken im PAYBACK Programm vertreten sind.

Zudem können PAYBACK Kundinnen und Kunden seit Jahresbeginn in über 80 DECATHLON Stores und auch online Punkte für ihre Sport-Einkäufe sammeln. Neu im PAYBACK Online-Portfolio sind das Energieunternehmen Yello und Bade- und Strandmodeanbieter LASCANA. Nicht zuletzt ergänzt seit Juni 2023 auch das Traditions-Modehaus Sinn mit insgesamt 34 Filialen den Partnerverbund.

Analyse der Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage

Finanzielle Leistungsindikatoren

Das Management steuert die Gesellschaft vorrangig nach den Indikatoren Umsatzerlöse und dem EBIT (Ergebnis nach Steuern zuzüglich Steuern vom Einkommen und vom Ertrag, zuzüglich Aufwendungen für Zinsen, abzüglich Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens).

Die Umsatzerlöse lagen 2023 mit EUR 422,8 Mio. um 9,1 % über den Umsatzerlösen des Vorjahres und übertreffen damit die Wachstumsprognose des Vorjahrs, die von einer Wachstumsrate unter 6% ausgegangen war. Ursächlich hierfür war in erster Linie, dass das digitale Geschäft noch stärker zulegen konnte als angenommen.

Das EBIT erhöhte sich um 3,2 % auf EUR 104,5 Mio. (Vorjahr EUR 101,3 Mio.) und lag damit im Bereich der Prognose, die von einem EBIT auf Vorjahresniveau ausgegangen war.

Die Geschäftsführung ist mit dem abgelaufenen Geschäftsjahr sehr zufrieden.

Nicht finanzielle Leistungsindikatoren werden nicht zu internen Steuerungszwecken herangezogen.

Ertragslage

Die Umsatzerlöse sind im Berichtsjahr um 9,1 % auf EUR 422,8 Mio. gestiegen.

Dabei gingen die Umsätze mit Partnern aus dem stationären Handel leicht um 3,8 % zurück, während die Umsätze aus dem digitalen Geschäft mit einer Wachstumsrate von 28,0 % abermals deutlich gesteigert werden konnten. Insbesondere die Erlöse aus der Vermittlung von Reisebuchungen sowie aus dem Verkauf digitaler Gutscheine erwiesen sich hierbei als Wachstumstreiber.

Die gesamten Aufwendungen (Materialaufwand, Personalaufwand, Abschreibungen und sonstige betriebliche Aufwendungen) stiegen um 11,2 % auf EUR 321,5 Mio.

Der Materialaufwand für bezogene Waren stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um EUR 9,7 Mio. auf EUR 44,1 Mio. an, was auf den erhöhten Wareneinsatz im weiter wachsenden digitalen Gutscheingeschäft zurückzuführen ist.

Der Personalaufwand erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr aufgrund moderater Gehaltssteigerungen um 3,4 % auf EUR 77,1 Mio., wobei sich die Anzahl der im Quartalsdurchschnitt angestellten Mitarbeiter mit 716 auf Vorjahresniveau (718) bewegt.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um EUR 16,5 Mio. auf EUR 170,7 Mio. gestiegen, das entspricht einem Plus von 10,7 %. Die um EUR 14,1 Mio. gestiegenen Incentivierungskosten für die Ausgabe von PAYBACK Punkten korrespondieren dabei mit dem Umsatzwachstum im digitalen Geschäft. Zudem waren im Berichtsjahr infolge mehrerer Partnerinsolvenzen Aufwendungen aus der Wertberichtigung von Forderungen in Höhe von EUR 5,2 Mio. zu verzeichnen, wohingegen die Ertragslage des Vorjahrs nur unwesentlich von derartigen Sondereffekten beeinflusst war.

Das EBIT ist von EUR 101,3 Mio. auf EUR 104,5 Mio. angestiegen, was einer Steigerung von 3,2 % entspricht.

Aus der Verzinsung des Cash-Pooling-Guthabens ergaben sich im Berichtsjahr Zinserträge von EUR 3,6 Mio. (gegenüber EUR 0,3 Mio., im Vorjahr). Nachdem der Leitzins der Europäischen Zentralbank im Juli 2022 mit 0,5 % erstmals wieder positiv war, wurde er seither in mehreren Schritten auf 4,5 % zum 31. Dezember 2023 angehoben, was sich auch auf die für die Cash-Pool-Verzinsung verwendeten Zinssätze auswirkte.

Vor Ergebnisabführung an die Loyalty Partner GmbH erwirtschaftete PAYBACK einen Jahresüberschuss in Höhe von EUR 107,9 Mio. und konnte damit auch unter weiterhin schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ein aus Sicht der Geschäftsführung sehr gutes Ergebnis erzielen.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme beläuft sich auf EUR 242,4 Mio. (Vorjahr EUR 224,4 Mio.) und erhöhte sich damit gegenüber dem Vorjahr um EUR 18,0 Mio. bzw. 8,0 %.

Das Vermögen ist zu 8,2 % in langfristigen Vermögensgegenständen gebunden. Hierfür sind unverändert insbesondere die Finanzanlagen in Höhe von EUR 16,0 Mio. ausschlaggebend, bei denen es sich um die Anteile an den Tochtergesellschaften in Polen und Österreich handelt, die das PAYBACK Programm in diesen Märkten betreiben. Die Immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen gingen durch planmäßige Abschreibungen um EUR 0,6 Mio. bzw. EUR 0,5 Mio. zurück.

Der Vorratsbestand an digitalen Gutscheinen reduzierte sich zum Bilanzstichtag gegenüber dem Vorjahr um EUR 8,0 Mio., da zum Vorjahresstichtag aufgrund günstiger Einkaufskonditionen verstärkt Vorratsbestände aufgebaut wurden.

Die Cash-Pooling-Forderung gegen die Loyalty Partner GmbH als Cash-Pool-Führer hat sich im Vergleich zum Vorjahresstichtag nach der unterjährig zahlungswirksam erfolgten Durchführung der Ergebnisabführung für das Geschäftsjahr 2022 um EUR 6,9 Mio. erhöht.

Die Passiva sind geprägt durch die aus der Verpflichtung zur Gewinnabführung resultierenden Verbindlichkeit gegenüber der Loyalty Partner GmbH, die mit EUR 107,9 Mio. 57,1% der Gesamtverschuldung und 44,5% der Bilanzsumme ausmacht.

Die sonstigen Rückstellungen erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um EUR 19,6 Mio. auf EUR 31,5 Mio. Dies ist insbesondere auf die Bildung einer Rückstellung für ungewisse Verbindlichkeiten zurückzuführen. Diese betrifft zum einen die mögliche Rückforderung einer im Voraus bezahlten Management Fee in Höhe von TEUR 14.181, die ergebnisneutral aus dem passiven Rechnungsabgrenzungsposten umgegliedert wurde; zum anderen betrifft sie eine mögliche Rückforderung einer an PAYBACK abgetretenen und bezahlten Forderung in Höhe von TEUR 3.144.

Die sonstigen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von EUR 65,6 Mio. gegenüber PAYBACK Kunden für ausgegebene PAYBACK Punkte. Diese Position hat sich gegenüber dem Vorjahr um EUR 9,9 Mio. erhöht, worin sich das starke Wachstum des digitalen Geschäfts wiederspiegelt, das mit einer enstprechenden Incentivierung einhergeht.

Finanzlage

Der um nicht zahlungswirksame Aufwendungen und Erträge sowie Investitionen bereinigte Jahresüberschuss (Free Cashflow) beträgt EUR 111,9 Mio. und bewegt sich damit weiterhin auf sehr hohem Niveau.

Insgesamt beurteilt die Geschäftsführung die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft nach wie vor als äußerst stabil. Die Gesellschaft setzte ihren hochprofitablen Kurs auch im Geschäftsjahr 2023 fort und verfolgte dabei weiterhin eine nachhaltige Ausgaben- und Investitionspolitik.

Der starke operative Cashflow wird auch im laufenden Geschäftsjahr überschüssige Liquidität generieren, die es ermöglicht, künftigen Finanzierungsbedarf aus Eigenmitteln zu decken. Dadurch wird ein hohes Maß an Unabhängigkeit, Sicherheit und finanzieller Flexibilität gewährleistet.

Risiko- und Chancenbericht

Die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft bringt Chancen und Risiken mit sich, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind.

Risiken

Um möglichen Risiken frühzeitig begegnen zu können, unterliegen wesentliche Geschäftsprozesse einem internen Kontroll- und Überwachungssystem. Ein mehrstufiges System zur Identifizierung und Überwachung insbesondere bestandsgefährdender Risiken ermöglicht es, auf Basis entsprechender Prognosen eine mögliche Gefährdung durch zukünftige Ereignisse zu erkennen und entsprechende Gegenmaßnahmen zur Bewältigung einzuleiten. Die Gesellschaft ist hierbei in das konzernweite Risikomanagement zur Qualifizierung, Überwachung und Steuerung von Risiken des American Express Konzerns eingebunden.

Die Betrachtung und Beurteilung von Einzelrisiken hinsichtlich ihrer Auswirkung auf die Gesamtrisikosituation und Entwicklungsmöglichkeiten sind integraler Bestandteil der Unternehmensführung. Ein kontinuierlicher, kontrollierter Umgang mit Risiken ist für PAYBACK im Hinblick auf den Bekanntheitsgrad der Marke besonders wichtig.

Aufgabe des Risikomanagements bei PAYBACK ist es, die Umsetzung der im Rahmen einer Geschäftsstrategie gesetzten Ziele zu unterstützen. Dazu werden Risiken in allen Einheiten systematisch und frühzeitig identifiziert, erfasst, berichtet und gemanagt, um existenzbedrohende Entwicklungen zu vermeiden.

Zentraler Bestandteil des operationellen Risikomanagements ist das "Risk Committee", das im Turnus von drei Monaten tagt. Die Teilnehmer setzen sich aus Vertretern der Bereiche Finanzen, Recht, Operations, IT, Compliance, Vertrieb sowie Operational Risk Management zusammen. Nach Bedarf werden weitere Spezialisten zu den Sitzungen eingeladen. Das Risk Committee unterstützt die Geschäftsführung bei der Überwachung der operationellen Risiken im Unternehmen, der kontinuierlichen Sensibilisierung der Führungskräfte für Risikothemen sowie der Information der Schlüsselpersonen im Unternehmen über anstehende Änderungen im regulatorischen Umfeld. Als operationelles Risiko wird die Gefahr der Nichterreichung von Geschäftszielen aufgrund der Unangemessenheit oder des Versagens von Verfahren, Menschen oder Informationssystemen bzw. aufgrund - geänderter - äußerer Rahmenbedingungen definiert.

Im Rahmen von Risikoanalysen werden alle erkennbaren operationellen Risiken nach Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadensausmaß bewertet, um in der Folge angemessene Maßnahmen zur Risikovermeidung oder Risikoreduzierung zu definieren und einzuleiten.

Das Schadensausmaß wird anhand der potenziellen Auswirkungen bewertet, die der Eintritt des jeweiligen Risikos auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft bzw. auf die Marke PAYBACK hätte. Dabei wird zwischen unwesentlichen (< 10% Vorsteuerergebnis) , wesentlichen und bestandsgefährdenden Beeinträchtigungen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. vorübergehenden, nachhaltigen oder irreparablen Markenschäden unterschieden.

Für die Eintrittswahrscheinlichkeit wird auf die Häufigkeit abgestellt, mit der mit dem Eintritt des jeweiligen Risikos zu rechnen ist. Von der niedrigsten Eintrittswahrscheinlichkeit ist dabei auszugehen, wenn mit dem Eintritt des Risikos nicht innerhalb eines Zwei-Jahreszeitraums zu rechnen ist bzw. es in der Vergangenheit im selben Zeitraum nicht zu einem Risikoeintritt gekommen ist. Von der höchsten Eintrittswahrscheinlichkeit ist auszugehen, wenn mit dem Eintritt des Risikos innerhalb eines Drei-Monatszeitraums zu rechnen ist bzw. es in der Vergangenheit im selben Zeitraum zu einem Risikoeintritt gekommen ist.

Aus der Kombination dieser beiden Faktoren erfolgt eine Einstufung der Risiken nach deren Gefährdungspotential in die Kategorien gering, mittel und hoch. Sofern von der niedrigsten Eintrittswahrscheinlichkeit auszugehen ist, wird das Risiko auch bei einer potenziell wesentlichen Beeinträchtigung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. einem nachhaltigen Markenschaden als gering eingestuft.

Operationelle Risiken wohnen allen Geschäftsaktivitäten inne und können sich über direkte oder indirekte Beeinträchtigungen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, Markenschäden, Kundenunzufriedenheit oder rechtliche und aufsichtsrechtliche Sanktionen auf das Unternehmen auswirken.

Risikokategorien

Für das Berichtsjahr stellen sich die wesentlichen Risikokategorien wie folgt dar:

Einzelrisiko Eintrittswahrscheinlichkeit Schadensausmaß Risikostufe Entwicklung gegenüber Vorjahr
1. Markt- und Geschäftsrisiken mittel (→) wesentlich (→) mittel (→) Unverändert
2. Technologierisiken mittel (→) wesentlich (→) mittel (→) Unverändert
3. Betriebsrisiken hoch (→) unwesentlich (→) mittel (→) Unverändert
4. Produktrisiken mittel (→) wesentlich (→) mittel (→) Unverändert
5. Rechtliche Risiken mittel (→) wesentlich (→) mittel (→) Unverändert
6. Ausfallrisiken mittel (↗) unwesentlich (→) mittel (↗) Erhöht

Die Einstufung übrigen Risiken hat sich im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert.

zu 1. Markt- und Geschäftsrisiken

Die gesamtwirtschaftliche Situation bleibt geprägt durch Folgen des andauernden Kriegs in der Ukraine, Lieferengpässe sowie die weiterhin hohe Inflation und damit verbundene Preis- und Kostensteigerungen.

Im Markt für Kundenbindungsmanagement ist zu erkennen, dass einzelne Händler und Marken auf Stand-Alone Kundenbindungsprogramme setzen, bei denen der Kunde die Vorteile des Programms exklusiv bei dem Programmbetreiber nutzen kann. Demgegenüber zeichnet sich ein Multi-Partner-Programm wie PAYBACK dadurch aus, dass ein zentrales Kundenbindungsprogramm im Verbund mit anderen Unternehmen genutzt wird, wobei die Partner aus unterschiedlichen Branchen stammen. Ein Vorteil eines Multi-Partner-Programms ist hierbei die Akzeptanz beim Kunden, der mit seiner Teilnahme an einem Programm die Vorteile des Programms gleich bei mehreren Partnern einlösen kann.

Sollten sich zentrale Programmpartner vor diesem Hintergrund dazu entscheiden, bestehende Verträge zu kündigen oder auslaufende Verträge nicht zu verlängern, könnte dies das PAYBACK Programm und damit die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft mittelfristig wesentlich beeinträchtigen, wenn derartige Partner nicht gleichwertig ersetzt werden können.

Das Partner-Netzwerk von PAYBACK als Multi-Partner-Loyalty-Programm ist mit renommierten Vertretern aus allen relevanten Schlüsselindustrien breit aufgestellt, was zu einer Risikostreuung etwaiger Markt- bzw. Branchenrisiken führt.

Die Eintrittswahrscheinlichkeit, dass sich die angeführten Markt- und Geschäftsrisiken realisieren und in wesentlichem Umfang nachteilig auf das PAYBACK Geschäft auswirken, wird wie im Vorjahr mit mittel bewertet und das Risiko als solches als mittel eingestuft.

zu 2. Technologierisiken

PAYBACK verfügt über eine leistungsfähige IT-Infrastruktur, die kontinuierlich ausgebaut und optimiert wird, und die zusammen mit den IT-Ressourcen die zentrale organisatorische und technische Plattform für die Geschäftstätigkeit bildet. Ausfälle der technischen Infrastruktur, etwa durch Naturkatastrophen, Feuer oder Cyber-Angriffe, können nicht vollständig ausgeschlossen werden und könnten durch Umsatzausfälle oder zusätzlich Kosten die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich beeinträchtigen bzw. die Marke PAYBACK nachhaltig schädigen.

Um Ausfallrisiken zu vermeiden, werden technische Frühwarnsysteme und Dopplungen von IT-Systemen eingesetzt. Die genutzten Rechenzentren sind sicherheitszertifiziert und erfüllen die strengen Datenschutzbestimmungen sowie Regularien der EU. Nicht zuletzt durch die Investitionen in Arbeitsplatztechnologie und digitale Arbeitsmöglichkeiten kam es bislang zu keinen Infrastruktur- oder Prozessausfällen. Dies spiegelt sich darin wider, dass der überwiegende Teil der Belegschaft ihre Tätigkeiten im Berichtsjahr aufgrund der auslaufenden Pandemie noch im Homeoffice durchführten und ab Mai 2022 die Wiederaufnahme der Arbeit in den Büroräumen in einem hybriden Teilzeitmodell erfolgte.

Aufgrund der implementierten Sicherheitskonzepte sowie der laufenden Prüfung und Validierung der Systeme und Services wird von einer mittleren Eintrittswahrscheinlichkeit ausgegangen und dieses Risiko als mittel eingestuft.

zu 3. Betriebsrisiken

PAYBACK führt im Rahmen des Programmbetriebs eine Vielzahl an Marketingkampagnen für einzelne oder mehrere Partner gleichzeitig durch. Diese werden von den Partnern beauftragt und in den relevanten PAYBACK Systemen selektiert und zur Ausspielung hinterlegt. Fehlerhafte Selektionen, Beauftragungen oder Ausspielungen können dabei nicht ausgeschlossen werden. Die Eintrittswahrscheinlichkeit für einzelne Fehler wird als hoch, die Auswirkung auf die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage als unwesentlich und das Risiko somit mittel eingestuft.

PAYBACK verarbeitet im Rahmen des Betriebs des Multi-Partner-Kundenbindungsprogramms technologiebasiert große Mengen an Transaktionsdaten, die durch das Sammeln bzw. Einlösen von PAYBACK Punkten entstehen. Für die Verwaltung der Punktekonten der Kunden und die Abbildung der Punktestände ist PAYBACK dabei auf die Datenlieferung durch die Programmpartner angewiesen. Für den Punktestand relevante Datenlieferungen können im Einzelfall unvollständig oder verspätet erfolgen oder durch Sicherheitsschwachstellen kompromittiert werden, was die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zwar nur unwesentlich beeinträchtigen, sich aber nachhaltig negativ auf die die Marke PAYBACK auswirken könnte.

Für den Punktebestand trägt aber auch der Kontoinhaber eine Mitverantwortung. Unautorisierte Punkteeinlösungen können beispielsweise nur vermieden werden, wenn der Kontoinhaber für ihre PAYBACK-Konten adäquate und regelmäßig wechselnde Passwörter verwendet oder sich für die Zwei-Faktor-Authentifizierung entscheidet. Die von PAYBACK angebotene Zwei-Faktor-Authentifizierung erhöht die Sicherheit im Unternehmen, aber auch für den Kunden ist es vorteilhaft, wenn nicht mehr alles an der Qualität der Benutzerpasswörter des Einzelnen hängt. Selbst wenn ein zweiter Faktor Fehler und Nachlässigkeiten nicht ausschließt, vermindert sich dadurch das Risiko erfolgreicher Passwortangriffe. Dazu werden die Kontoinhaber regelmäßig sensibilisiert, zuletzt durch eine große Offlinekampagne im Dezember 2023. PAYBACK und die Programmpartner analysieren und verbessern die Erkennung der Angriffsmuster kontinuierlich. Gemeinsam werden bei neuen Angriffsstrategien kurzfristige Gegenmaßnahmen implementiert und langfristig durch prozessuale sowie technologische Anpassungen erschwert.

Trotz der implementierten Überwachungsmechanismen und des geschärften Problembewusstseins auf Kundenseite werden sich Einzelfälle dieser Art jedoch nicht vollständig vermeiden lassen. Die Eintrittswahrscheinlichkeit ist daher hoch, das Schadensausmaß wird jedoch als unwesentlich bewertet, so dass das Risiko insgesamt als mittel eingestuft wird.

zu 4. Produktrisiken

Von PAYBACK entwickelte und eingesetzte Softwareprodukte können noch nicht erkannte Fehler enthalten oder aus Anwendersicht nicht ausreichend geeignet sein, geschäftskritische Lösungen zu unterstützen. Sollte PAYBACK nicht in der Lage sein, diese Mängel zu beheben oder die Erwartungen der Anwender vollständig zu erfüllen, kann es zu Schadenersatzforderungen kommen, oder es können sonstige Zugeständnisse erforderlich werden. Dies kann in Summe zu wesentlichen Beeinträchtigungen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage führen.

PAYBACK wirkt den beschriebenen Risiken durch ein umfangreiches Projekt-Management und - Monitoring, strenge und zertifizierte Qualitätssicherungsmaßnahmen sowie Sicherheitstests vor der Markteinführung neuer Produkte entgegen.

Die Verträge mit den Kooperationspartnern enthalten Regelungen, die darauf ausgerichtet sind, die Haftungsrisiken, die sich aus der Abwicklung des Zahlungsverkehrs ergeben, zu begrenzen bzw. verursachergerecht zu allokieren. Zudem sehen die Verträge adäquaten Versicherungsschutz auf Partnerseite vor.

Durch den implementierten Dienstleistermanagementprozess, die kontinuierliche Überwachung von Entwicklungsprojekten und die vertragliche Absicherung gegen etwaige Haftungsrisiken wird die Eintrittswahrscheinlichkeit dieses Risikos als mittel bewertet und das Risiko insgesamt als mittel eingestuft.

zu 5. Rechtliche Risiken

Die rechtliche Einbindung des PAYBACK Geschäftsmodells unterliegt dem Risiko, sich zukünftig veränderten rechtlichen Rahmenbedingungen stellen zu müssen. Werden z.B. geltende oder geänderte Datenschutzregelungen nicht vollumfänglich eingehalten oder diesbezügliche Kundenanforderungen nicht angemessen erfüllt, würden einzelne zivilrechtliche Haftungsansprüche oder Bußgelder die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich beeinträchtigen und sich nachhaltig negativ auf die Marke PAYBACK auswirken.

Der Schutz personenbezogener Daten ist für PAYBACK ein zentrales Anliegen und integraler Programmbestandteil. Bei der Verarbeitung von Daten von Kunden, Partnern, Lieferanten, Mitarbeitern und Bewerbern achtet und schützt PAYBACK das Recht dieser Personen und sorgt für die erforderliche Sicherheit der Daten. In Zusammenarbeit mit dem Datenschutzbeauftragten sowie der Partner wird den Anforderungen aus der Datenschutz-Grundverordnung der Europäischen Union (EU-DSGVO) sowie des Bundesdatenschutzgesetzes (BDSG) entsprechend Rechnung getragen.

Insgesamt ändern und ergänzen diese Gesetze und Vorschriften die bestehenden Anforderungen an die Verarbeitung personenbezogener Daten, die von PAYBACK zu erfüllen sind und die folglich auch in den Produkten und Dienstleistungen berücksichtigt werden müssen. Werden die einschlägigen Gesetze nicht eingehalten oder den Betroffenenrechten nicht adäquat Rechnung getragen, könnte dies - selbst in unbegründeten Fällen - Ermittlungen der Aufsichtsbehörden, Haftungsansprüche, Bußgelder nach sich ziehen und ein wesentliches Schadensausmaß begründen.

Insgesamt wird für diese Risikokategorie von einer mittleren Eintrittswahrscheinlichkeit ausgegangen und das Risiko als mittel eingestuft.

zu 6. Ausfallrisiken

Ausfallrisiken bestehen darin, dass Partner bestehende Forderungen nicht bzw. nicht fristgerecht begleichen können.

Im Berichtsjahr waren mehr Insolvenzen im Partnerverbund zu verzeichnen als in den vorangegangenen zwei (Pandemie-)Jahren. Auch der Aufwand für die Wertberichtigung von Forderungen hat sich mit EUR 5,2 Mio. deutlich erhöht, was die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft allerdings nur unwesentlich beeinträchtigen konnte.

Gleichwohl wird die Eintrittswahrscheinlichkeit für Forderungsausfälle angesichts der gestiegenen Anzahl von Partnerinsolvenzen im Jahr 2023 und der auch im Jahr 2024 anhaltenden angespannten wirtschaftlichen Situation in vielen Branchen als mittel eingestuft und das Risiko insgesamt als mittel und damit im Vergleich zum Vorjahr erhöht bewertet.

Gesamtrisikoeinschätzung

Eine konsolidierte Betrachtung sämtlicher Einzelrisiken ist nicht angemessen, da der zeitgleiche Eintritt aller oder mehrerer Einzelrisiken unwahrscheinlich ist.

Die Gesamtrisikolage hat sich im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert, auch was die Bewertung der Einflüsse der abebbenden Corona-Pandemie oder des Russland-Ukraine-Konfliktes angeht. Bestandsgefährdende Risiken, einzeln oder in Summe, sind bei dieser Gesamtbetrachtung weiterhin nicht ersichtlich.

Chancen

Durch die Integration neuer, für den Endkunden attraktiver Partner wie Decathlon oder SiNN Modehäuser ab dem Geschäftsjahr 2023 sowie den Ausbau der Partnerschaft mit dem Onlineversandhändler amazon wird PAYBACK unseres Erachtens weiter an Attraktivität für die Kunden gewinnen. Dadurch bieten sich in allen Programmkennzahlen - von Anzahl der Programmkunden bis zum gesammelten Punktevolumen - Wachstumschancen.

Durch den fortgesetzten Ausbau der digitalen Kanäle können ferner neue Kundengruppen erschlossen werden. Die multifunktionale PAYBACK App ist bei den Kunden sehr beliebt und liefert einen großen Mehrwert gegenüber Single Partner Apps. Die dadurch entstehende Reichweite bietet auch zukünftig Wachstumschancen für PAYBACK.

Zudem sieht PAYBACK große Chancen, die Marktführerschaft in Deutschland durch Neuverträge mit zentralen stationären Partnern aus der Finanzbranche oder dem Lebensmitteleinzelhandel zu festigen bzw. auszubauen. In diesem Zusammenhang wird der PAYBACK Verbund beispielsweise ab 2025 durch die Aufnahme der EDEKA Gruppe anstelle der REWE Gruppe gestärkt.

Auch die weiter voranschreitende Digitalisierung des Programms, die Erhöhung der Anzahl aktiver PAYBACK-App-Nutzer und die daraus resultierenden erweiterten Vermarktungsmöglichkeiten bieten Wachstumschancen, ebenso wie das zunehmend an Bedeutung gewinnende mobile Shopping, das Geschäft mit digitalen Gurtscheinen sowie die Einbindung mobiler Bezahlfunktionen

Die Wahrscheinlichkeit, dass sich diese Chancen auch realisieren lassen, schätzt das Management als hoch ein und bewertet die Zukunftsaussichten daher insgesamt positiv.

Prognosebericht

Aktuelle Prognosen sehen für Deutschland 2024 ein nur geringes Wirtschaftswachstum von 0,2 %. Damit senkte das ifo Institut seine Prognose aus Q4 2023 um 0,7 %. Die sektorenübergreifende Verschlechterung der Auftragslage, ein geringer Auftragsbestand, der hohe Krankenstand und andauernde Streiks belasten die Wirtschaft in Deutschland und verhindern eine Trendwende. Maßgeblich für die deutliche Reduzierung der Wachstumsprognose sind vor allem das Abrutschen Deutschlands in die Rezession und eine verzögerte Erholung der Industrieproduktion.

Positive Impulse sieht das ifo Institut durch den erwarteten Rückgang der Inflationsrate von 5,9% auf 2,3 % im Jahr 2024. Insbesondere ein Rückgang der hohen Gas- und Strompreise wird die Verbraucher entlasten. Die Trendwende zu stärkerem Wachstum wird Deutschland den Frühindikatoren entsprechend jedoch erst im Jahr 2025 erreichen.

Auch das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) sieht eine Stagnation der deutschen Wirtschaft im Jahr 2024. Für das erste Quartal erwartet das DIW, dass die Wirtschaftsleistung weiter schrumpft und erst im Laufe des Jahres ein Anstieg der Konjunktur zu erwarten ist. Stützen für den Aufwärtstrend werden der steigende private Konsum und die sich weltweit erholende Industrie sein, der sich auch in Deutschland als nachfragewirksam zeigen wird. Mit erwarteten Zinssenkungen und steigenden Reallöhnen wird die Kauflaune der Verbraucher steigen, da Sparen für die Haushalte wieder unattraktiver wird.

Die Aussichten für den Einzelhandel in Deutschland werden sich 2024 nach einem schwierigen Jahr verbessern. Der Handelsverband Deutschland (HDE) rechnet 2024 mit steigenden nominellen (+ 3,5 %) und realen (+ 1 %) Umsätzen im Einzelhandel. In einer Umfrage des HDE unter 850 Handelsunternehmen in Deutschland geht die Hälfte der Befragten von stabilen oder steigenden Umsätzen für das Jahr 2024 aus.

Vom Onlinehandel wird laut HDE kein großer Wachstumsimpuls für den Gesamthandel ausgehen, das Umsatzniveau bleibt aber hoch. Als Risiken für die Branche nennt der HDE die Unsicherheit der Verbraucher und Märkte durch die Kriege in der Ukraine und in Nahost mit Auswirkungen auf die Konsumlaune sowie den sich verschärfenden Fachkräftemangel.

Bei den Verbrauchern wird sich das Konsumklima voraussichtlich eher moderat entwickeln. Zwar steigen die Einkommenserwartungen der privaten Haushalte, allerdings sorgt die Verunsicherung über die aktuelle Wirtschaftslage für einen Anstieg der Sparneigung um 3,4 Punkte auf 17,4 Zähler und damit den höchsten Wert seit der Finanzkrise 2008 (21,4 Punkte).

Durch die starke Präsenz und Diversifizierung über alle Handelssegmente im Partnerverbund sieht sich PAYBACK für das Geschäftsjahr 2024 gut aufgestellt. Eventuelle Schwankungen in einzelnen Handelsbereichen können durch die Partnervielfalt und Stärke der Onlinepartnerschaften gut ausgeglichen werden. Wichtige Partnerschaften konnten langfristig verlängert werden, hier ist vor allem dm zu nennen. Das Geschäftsjahr 2024 wird geprägt sein durch Vorbereitungsarbeiten für den Wechsel des Lebensmittelpartners von der REWE Gruppe zur EDEKA Gruppe. Bei den digitalen Partnerschaften, insbesondere bei den Affiliate Partnerschaften, erwarten wir aufgrund der Dynamik im eCommerce durch das veränderte Marktumfeld eine höhere Anzahl von Beendigungen von Partnerschaften als in den Vorjahren.

Insgesamt rechnet PAYBACK vor dem Hintergrund der Herausforderungen im stationären und digitalen Einzelhandel für das Geschäftsjahr 2024 mit einem leichten und im Vergleich zum Vorjahr geringeren Umsatzwachstum sowie einem EBIT auf Vorjahresniveau.

Erklärung zur Unternehmensführung

Die Gesellschafterversammlung der PAYBACK GmbH hat für den Frauenanteil in der Geschäftsführung eine Zielgröße von mindestens 20 % (1 von 5) festgelegt, die bis zum Ende des Jahres 2025 erreicht werden soll. Zum 31. Dezember 2023 belief sich der Frauenanteil in der Geschäftsführung auf 0 %.

Bezüglich des Frauenanteils in Führungspositionen unterhalb der Geschäftsführungsebene hat die Geschäftsführung eine Zielgröße von mindestens 40 % für die Bereichsleitungsebene und eine Zielgröße von mehr als 40 % für die Abteilungsleitungsebene beschlossen. Auch diese Zielgrößen sollen bis zum Ende des Jahres 2025 erreicht werden. Zum 31. Dezember 2023 belief sich der Frauenanteil auf der Bereichsleitungsebene auf 25% (Vorjahr 29%) sowie auf der Abteilungsleitungsebene auf 39 % (Vorjahr 45%).

 

München, 23. Mai 2024

Die Geschäftsführung

Bernhard Brugger

Dominik Dommick

Markus Knorr

Conrad Pozsgai

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 741.141,35 1.330.907,11
II. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.190.283,72 3.696.286,05
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 15.953.433,92 15.953.433,92
19.884.858,99 20.980.627,08
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Fertige Erzeugnisse und Waren 4.945.431,20 12.935.466,53
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 75.631.556,48 62.522.249,10
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 115.002.599,83 106.147.302,57
3. Sonstige Vermögensgegenstände 17.416.542,75 8.172.346,21
208.050.699,06 176.841.897,88
III. Guthaben bei Kreditinstituten 0,00 0,00
212.996.130,26 189.777.364,41
C. Rechnungsabgrenzungsposten 9.560.316,66 13.687.062,66
242.441.305,91 224.445.054,15

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 511.500,00 511.500,00
II. Kapitalrücklage 595.907,40 595.907,40
III. Gewinnvortrag 18.774.507,90 18.774.507,90
19.881.915,30 19.881.915,30
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 57.828,10 34.196,45
2. Sonstige Rückstellungen 31.506.902,78 11.907.970,10
31.564.730,88 11.942.166,55
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.811.502,35 2.489.146,65
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 114.108.326,24 106.241.066,22
3. Sonstige Verbindlichkeiten 71.142.374,74 59.610.528,98
(davon aus Steuern: EUR 2.702.424,31 Vorjahr: EUR 2.766.731,66)
189.062.203,33 168.340.741,85
D. Rechnungsabgrenzungsposten 1.932.456,40 24.280.230,45
242.441.305,91 224.445.054,15

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023
EUR
2022
EUR
1. Umsatzerlöse 422.799.049,08 387.482.022,88
2. Sonstige betriebliche Erträge 3.184.772,96 2.792.224,60
3. Materialaufwand -71.260.754,11 -57.110.449,11
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Waren -44.085.121,05 -34.365.417,42
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -27.175.633,06 -22.745.031,69
4. Personalaufwand -77.146.589,49 -74.621.198,55
a) Löhne und Gehälter -66.812.981,96 -64.880.034,69
b) soziale Abgaben -10.333.607,53 -9.741.163,86
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -2.360.241,38 -3.065.501,09
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -170.704.649,03 -154.193.720,61
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 3.571.506,71 328.129,94
(davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 3.571.506,71; Vorjahr: EUR 328.129,94)
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0,00 -247.916,64
(davon an verbundenen Unternehmen: EUR 0,00; Vorjahr: EUR 247.916,64)
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -22.812,22 -13.101,67
10. Ergebnis nach Steuern 108.060.282,52 101.350.489,75
11. Sonstige Steuern -181.549,35 -166.391,12
12. Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrags abgeführter Gewinn -107.878.733,17 -101.184.098,63
13. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang zum Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

der PAYBACK GmbH, München

A. Allgemeine Vorbemerkungen

Die PAYBACK GmbH mit Sitz in München ist im Handelsregister B des Amtsgerichts München (HRB 135999) registriert.

Die PAYBACK GmbH ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 3 HGB. Der vorliegende Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) aufgestellt. Einschlägige Vorschriften des GmbH-Gesetzes (GmbHG) wurden dabei beachtet.

Die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt wie in den Vorjahren nach dem Gesamtkostenverfahren.

Aus rechentechnischen Gründen können in den Tabellen Rundungsdifferenzen in Höhe von +/- einer Einheit auftreten.

Zwischen der PAYBACK GmbH und ihrer Muttergesellschaft, der Loyalty Partner GmbH, München, besteht ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag. Die Loyalty Partner GmbH fungiert als ertragsteuerliche und umsatzsteuerliche Organträgergesellschaft für die PAYBACK GmbH.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze sind unverändert zum Vorjahr angewendet worden.

Selbst geschaffene, immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagenvermögens wurden nicht aktiviert.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt. Die Anschaffungskosten umfassen die Anschaffungspreise, Frachtkosten sowie andere Anschaffungsnebenkosten, abzüglich etwaiger Preisminderungen.

Den Abschreibungen liegen betriebsgewöhnliche Nutzungsdauern, welche sich aufgrund betrieblicher Anforderungen definieren, zugrunde. Die Abschreibungen erfolgen linear, bei entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenständen i.d.R. über 60 Monate, bei Gegenständen des Sachanlagevermögens liegt die Nutzungsdauer zwischen 36 Monaten für EDV-Einrichtungen und 156 Monaten für Büromöbel.

Außerplanmäßige Abschreibungen werden bei dauerhafter Wertminderung vorgenommen.

Immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens mit einem Einzelwert bis EUR 250 werden im Jahr des Zugangs sofort als Aufwand erfasst. Zugänge mit Anschaffungskosten von EUR 250 bis EUR 800 werden im Jahr des Zugangs vollständig abgeschrieben.

Sachanlagen mit einem Einzelwert bis EUR 250, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, werden im Jahr des Zugangs sofort als Aufwand erfasst. Zugänge mit Anschaffungskosten von EUR 250 bis EUR 800 werden im Jahr des Zugangs vollständig abgeschrieben.

Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bilanziert. Bei erwarteter dauerhafter Wertminderung werden diese auf den niedrigeren beizulegenden Wert außerplanmäßig abgeschrieben. Bei Wegfall der Gründe für die Wertminerung werden Zuschreibungen maximal bis zur Obergrenze der historischen Anschaffungskosten vorgenommen.

Die unter den Vorräten ausgewiesenen Gutscheine werden zu Anschaffungskosten angesetzt.

Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zu ihren Nennwerten bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Allen erkennbaren Ausfallrisiken bei Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen ist durch angemessene Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen.

Guthaben bei Kreditinstituten sind zu Nominalwerten bilanziert.

Für Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand für das Folgejahr darstellen, wurden aktive Rechnungsabgrenzungsposten gebildet.

Das Eigenkapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken sowie ungewisse Verbindlichkeiten der Gesellschaft und sind mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig sind.

Alle Verbindlichkeiten sind mit Erfüllungsbeträgen bewertet.

Für Einnahmen vor dem Bilanzstichtag, die Erlöse für das Folgejahr darstellen, wurden passive Rechnungsabgrenzungsposten gebildet.

Die Währungsumrechnung für Rechnungen in fremder Währung erfolgt zum Kurs des Transaktionstages. Die Folgebewertung der kurzfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten erfolgt zum jeweils am Bilanzstichtag gültigen Devisenkassamittelkurs.

Die Umsatzerlöse umfassen alle Erlöse aus dem Verkauf und der Vermietung oder Verpachtung von Produkten sowie aus der Erbringung von Dienstleistungen nach Abzug von Erlösschmälerungen und der Umsatzsteuer sowie sonstiger direkt mit dem Umsatz verbundener Steuern. Erlöse werden realisiert, sobald die vertraglich geschuldete Leistung im Wesentlichen erbracht worden und deshalb der Anspruch auf die Gegenleistung unbedingt und unentziehbar entstanden ist. Steht der Anspruch noch unter einer aufschiebenden bzw. auflösenden Bedingung, erfolgt die Erlösrealisierung erst mit dem Eintritt bzw. dem Wegfall dieser Bedingung.

C. Erläuterungen zur Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist dem beigefügten Anlagenspiegel zu entnehmen. Im Bereich der immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen wurde eine Bruttobereinigung des Anlagevermögens vorgenommen. Dabei gingen ausschließlich vollständig abgeschriebene und nicht mehr im Unternemen befindliche Anlagegüter ab.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen weisen wie im Vorjahr eine Laufzeit von bis zu einem Jahr auf.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen von bis zu einem Jahr setzen sich wie folgt zusammen:

Forderungen gegen verbundene Unternehmen 31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
Cash-Pooling 101.851 94.983
Interne Leistungsverrechnung 13.152 11.164
Gesamt 115.003 106.147

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von TEUR 101.851 (Vorjahr TEUR 94.983).

Die sonstigen Vermögensgegenstände setzen sich wie folgt zusammen:

Sonstige Vermögensgegenstände 31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
Forderungen PAYBACK Rabattverein 12.570 5.938
Vorauszahlungen 2.911 572
Ausstehende Gutschriften 1.805 1.580
Kautionen 48 6
Übrige 83 76
Gesamt 17.417 8.172

Die sonstigen Vermögensgegenstände weisen in Höhe von TEUR 7.211 (Vorjahr TEUR 3.937) eine Laufzeit von mehr als einem Jahr auf. Es handelt sich dabei um eine geleistete Abschlagszahlung an den PAYBACK Rabattverein, um die Liquidität des Vereins zu gewährleisten, wenn und soweit von PAYBACK ausgegebene Punkte vom Endkunden eingelöst werden. Die Vorauszahlungen betreffen im Wesentlichen vorabvergütete Vermittlungsprovisionen.

Die ausgewiesenen Steuerrückstellungen TEUR 58 (Vorjahr TEUR 34) resultieren aus dem Lohn- und Gehaltsbereich. Es besteht eine ertragsteuerliche Organschaft mit der Loyalty Partner GmbH als Organträgergesellschaft.

In den sonstigen Rückstellungen sind folgende Posten enthalten:

Rückstellung 31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
Rückstellung für ungewisse Verbindlichkeiten 17.324 0
Ausstehende Rechnungen 9.121 6.620
Bonifikationen 2.555 3.137
Erlösschmälerungen 994 1.045
Urlaub und Überstunden 600 569
Abfindungen 261 205
Abschluss und Prüfung 157 95
Berufsgenossenschaft 11 39
Übrige 484 198
Gesamt 31.507 11.908

Die Rückstellung für ungewisse Verbindlichkeiten betrifft zum einen die mögliche Rückforderung einer im Voraus bezahlten Management Fee in Höhe von TEUR 14.181, die ergebnisneutral aus dem passiven Rechnungsabgrenzungsposten umgegliedert wurde; zum anderen betrifft sie eine mögliche Rückforderung einer an PAYBACK abgetretenen und bezahlten Forderung in Höhe von TEUR 3.143.

Die Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt nach Arten und Laufzeiten auf:

Verbindlichkeiten zum 31.12.2023 < 1 Jahr
TEUR
>1 Jahr
TEUR
Davon > 5 Jahre
TEUR
Gesamt
TEUR
Lieferungen und Leistungen 3.812 0 0 3.812
Verbundene Unternehmen 114.108 0 0 114.108
- davon gegenüber Gesellschaftern 113.188 0 0 113.188
Sonstige 57.580 13.562 0 71.142
- davon aus Steuern 2.702 0 0 2.702
Gesamt 175.500 13.562 0 189.062
Verbindlichkeiten zum 31.12.2022 < 1 Jahr
TEUR
>1 Jahr
TEUR
Davon > 5 Jahre
TEUR
Gesamt
TEUR
Lieferungen und Leistungen 2.489 0 0 2.489
Verbundene Unternehmen 106.241 0 0 106.241
- davon gegenüber Gesellschaftern 105.727 0 0 105.727
Sonstige 47.842 11.769 0 59.611
- davon aus Steuern 2.767 0 0 2.767
Gesamt 156.572 11.769 0 168.341

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen setzen sich wie folgt zusammen:

Lieferungen und Leistungen 31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
PAYBACK Rabattverein 523 444
Sonstige Lieferantenverbindlichkeiten 3.289 2.045
Gesamt 3.812 2.489

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen setzen sich wie folgt zusammen:

Verbindlichkeiten verbundene Unternehmen 31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
Gewinnabführung 107.879 101.184
Umsatzsteuerorganschaft 5.644 4.233
Interne Leistungsverrechnung 585 824
Gesamt 114.108 106.241

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter in Höhe von TEUR 113.523 (Vorjahr TEUR 105.727).

Die Sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

Sonstige Verbindlichkeiten 31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
PAYBACK Programm 65.594 55.675
Lohn- und Gehaltsverbindlichkeiten 2.702 2.767
Übrige 2.846 1.169
Gesamt 71.142 59.611

Soweit PAYBACK als Programmpartner selbst PAYBACK Punkte ausgibt, werden diese von den Endkunden gesammelten Punkte als sonstige Verbindlichkeit ausgewiesen.

D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt auf:

Umsatzerlöse 2023
TEUR
2022
TEUR
Umsatzerlöse mit Dritten 396.430 358.598
Umsatzerlöse mit verbundenen Unternehmen 31.696 31.790
Erlösschmälerungen -5.327 -2.906
Gesamt 422.799 387.482

Der überwiegende Teil der Umsatzerlöse betrifft dabei im Inland erbrachte Leistungen:

Umsatzerlöse nach geografischen Märkten 2023
TEUR
2022
TEUR
Inland 366.540 358.444
Ausland 56.259 29.038
Gesamt 422.799 387.482

Die Umsatzerlöse mit Dritten stellen sich folgt dar:

Umsatzerlöse mit Dritten 2023
TEUR
2022
TEUR
Database Marketing 126.193 130.747
Vertragsvermittlung 108.872 73.406
Management & Service Fees 69.100 69.233
Prämienshop 47.675 37.543
Sonstige Partnerdienstleistungen 23.947 27.160
Vertriebskooperation 3.113 4.925
Anmeldung 2.240 2.402
Kartennutzung 1.478 1.918
Teilnahmeunterlagen 1.268 1.213
Übrige 12.544 10.051
Gesamt 396.430 358.598

Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:

Sonstige betriebliche Erträge 2023
TEUR
2022
TEUR
Auflösung von Rückstellungen 1.027 714
Verrechnete Sachbezüge Mitarbeiter 787 675
Wechselkursgewinne 11 16
Übrige 1.360 1.387
Gesamt 3.185 2.792

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 1.027 (Vorjahr TEUR 714) aus der Auflösung von Rückstellungen enthalten.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:

Sonstige betriebliche Aufwendungen 2023
TEUR
2022
TEUR
Werbung und Kommunikation 125.439 112.084
IT-Kosten 23.118 23.721
Externe Dienstleistungen 10.844 11.365
Einzelwertberichtigungen auf Forderungen 5.219 0
Personalbetreuung 2.042 2.147
Beratung und Prüfung 1.290 931
Reisekosten 665 560
Raumkosten 250 132
Qualitätskosten 245 1.453
Telekommunikation 170 252
Repräsentation 98 44
Beiträge, Gebühren, Spenden 85 144
Bürobetriebskosten 51 29
Wechselkursverluste 14 16
Übrige 1.175 1.316
Gesamt 170.705 154.194

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendugen in Höhe von TEUR 185 (Vorjahr TEUR 390) auf Grund nicht gebildeter Rückstellungen enthalten.

Die Zinserträge in Höhe von TEUR 3.572 (Vorjahr TEUR 328) resultieren ausschließlich aus der Verzinsung des Cash-Pooling-Guthabens und betreffen verbundene Unternehmen.

E. Sonstige Angaben

Der Jahresabschluss der PAYBACK GmbH, wird in den Konzernabschluss der American Express Company, New York City, New York, USA, einbezogen, der nach den US-amerikanischen Rechnungslegungsvorschriften (US GAAP) aufgestellt ist. Dieser wird bei der US Securities and Exchange Commission (SEC) eingereicht. Dieser Abschluss ist der Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen.

Darüber hinaus wird der Jahresabschluss der PAYBACK GmbH auch in den Konzernabschluss der American Express International Inc., New York City, New York, USA, einbezogen. Dieser wird bei der Kamer van Koophandel (KvK) in den Niederlanden eingereicht. Dieser Abschluss ist der Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen.

Die PAYBACK GmbH hat aufgrund der Befreiungsvorschrift des § 292 HGB in Verbindung mit der vom Bundesministerium der Justiz herausgegebenen unbefristeten Konzernabschlussbefreiungsverordnung darauf verzichtet, einen Konzernabschluss aufzustellen. Der Abschluss des Konzernmutterunternehmens, der American Express Company, wird beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers eingereicht und bekannt gemacht.

Zwischen den Bilanzierungsmethoden nach deutschem Recht (HGB) und den Bilanzierungsmethoden im befreienden Konzernabschluss (US GAAP) bestehen folgende wesentliche Abweichungen:

Bilanzposition HGB US GAAP
Selbsterstellte immaterielle Vermögensgegenstände Aktivierungswahlrecht (für selbsterstellte immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens). Aktivierungsgebot, falls Ansatzvoraussetzungen erfüllt; Sonderregelungen für Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen
Finanzanlagen Bewertung zu Anschaffungskosten, gegebenenfalls außerplanmäßige Abschreibung bei Folgebewertung Zugang zu Anschaffungskosten; Folgebewertung zum beizulegenden Zeitwert mit bestimmten Ausnahmen je nach Art der Finanzanlagen erfolgswirksame oder -neutrale Erfassung der Wertveränderungen.
Langfristige Auftragsfertigung / Umsatzrealisierung Gewinnrealisierung erst nach Erfüllung des Auftrages / Umsatzrealisierung bei Erbringung der Leistung und Unentziehbarkeit des Anspruchs auf die Gegenleistung Realisierung von Teilgewinnen nach Auftragsfortschritt falls zuverlässige Schätzung möglich / Umsatzrealisierung erfolgt, sobald überzeugende Belege für eine Verkaufsvereinbarung vorliegen, die vereinbarte Leistung erbracht wurde, der Preis fixiert oder bestimmbar ist und wenn die Einbringlichkeit des Kaufpreises relativ sicher ist.
Latente Steuern Ansatzpflicht für passive latente Steuern, Ansatzwahlrecht für aktive latente Steuern, sofern werthaltig. Aktive latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge dürfen nur soweit gebildet werden, als deren Nutzung innerhalb der nächsten fünf Geschäftsjahre erwartet werden kann. Ansatzpflicht für latente Steuern auf alle temporären Differenzen zwischen den Wertansätzen nach US GAAP und nach Steuerrecht. Daneben sind auch aktive latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge zu bilanzieren.
Leasing Operatives Leasing; Linearisierung der Mietaufwendungen über die Laufzeit des Vertrages. Bilanzierung als Finanzierungsleasing

Zum Bilanzstichtag bestanden folgende Haftungsverhältnisse:

Es besteht eine selbstschuldnerische Höchstbetrags-Bürgschaft in Höhe von TEUR 6.000 gegenüber dem PAYBACK Rabattverein e.V. zur Absicherung bestimmter Forderungen der Bank. Die Wahrscheinlichkeit einer Inanspruchnahme aus dieser Bürgschaft wird aufgrund der prognostizierten Geschäftsentwicklung sowie der hohen Liquidität der Gesellschaft als gering eingeschätzt.

Zum Bilanzstichtag bestehen folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen:

Sonstige finanzielle Verpflichtungen 31.12.2023
bis 1 Jahr
TEUR
1 - 5 Jahre
TEUR
Gesamt
TEUR
IT Leasing 3.616 8.781 12.397
Übrige 4.716 107 4.823
Gesamt 8.332 8.888 17.220

Die Gesellschaft hat monatliche Kosten aufgrund von Dauerschuldverhältnissen mit der Loyalty Partner GmbH mit unbestimmter Laufzeit. Diese betreffen Verwaltungsdienstleistungen in Höhe von TEUR 996 und Miete in Höhe von TEUR 409.

Die Geschäftsführung der Gesellschaft wurde im Geschäftsjahr von den nachfolgend genannten Geschäftsführern wahrgenommen:

Bernhard Brugger, München, CEO,

verantwortlich für die Bereiche Strategische Unternehmensführung und Vertrieb

Dominik Dommick, München, CDO/CMO,

verantwortlich für die Bereiche Digital Sales, Marketing, PR & Produkt

Markus Knorr, München, CFO bei der Loyalty Partner GmbH,

verantwortlich für die Bereiche Finanzen, Personal, Recht, Einkauf & Unternehmensentwicklung / Internationalisierung

Conrad Pozsgai, München, COO/CIO,

verantwortlich für die Bereiche Analytics, Tech & Operations

Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung beliefen sich im Geschäftsjahr 2023 auf TEUR 4.137.

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs 2023 beschäftigten Arbeitnehmer beträgt 716 (Vorjahr: 718) und verteilt sich wie folgt:

Arbeitnehmer 2023 2022
Leitende Angestellte 150 141
- davon männlich 95 93
- davon weiblich 55 48
Angestellte 566 577
- davon männlich 284 283
- davon weiblich 282 294
Gesamt 716 718

Das Honorar des Abschlussprüfers für die Abschlussprüfungstätigkeit beträgt TEUR 149 (Vorjahr TEUR 134). Dabei handelt es sich ausschließlich um Abschlussprüfungsleistungen im Rahmen der Abschlussprüfung.

Anteilsbesitz der PAYBACK GmbH (Stand 31. Dezember 2023)

Tochterunternehmen PAYBACK Sitz Beteiligung
%
Eigenkapital *
TEUR
Jahresergebnis *
TEUR
Loyalty Partner Polska Sp. z o.o. Warschau, 100,0 7.146 1.529
Polen
PAYBACK Austria GmbH Wien, 100,0 -12 1.953
Österreich

* Die Angaben stammen aus den nach lokalen Bilanzierungsvorschriften erstellten, ungeprüften Jahresabschlüssen der Gesellschaften.

Aufgrund der Komplexität der Anwendung der Pillar 2 Gesetzgebung und der Berechnung der möglichen steuerlichen Auswirkungen, sind derzeit die quantitativen und qualitativen Auswirkungen für zukünftige Geschäftsjahre noch nicht zuverlässig abschätzbar.

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres 2023 eingetreten sind, liegen nicht vor.

 

München, 23. Mai 2024

Die Geschäftsführung

Bernhard Brugger

Dominik Dommick

Markus Knorr

Conrad Pozsgai

Entwicklung des Anlagevermögens im Zeitraum vom 01. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

Anschaffungskosten
01.01.23
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 6.966.555,62 6.688,60 2.867.728,58 4.105.515,64
II. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.471.600,75 1.257.784,69 1.443.914,15 9.285.471,29
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 15.953.433,92 - - 15.953.433,92
32.391.590,29 1.264.473,29 4.311.642,73 29.344.420,85
Abschreibungen
31.12.2022
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5.635.648,51 596.454,36 2.867.728,58 3.364.374,29
II. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.775.314,70 1.763.787,02 1.443.914,15 6.095.187,57
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen - - - -
11.410.963,21 2.360.241,38 4.311.642,73 9.459.561,86
Restbuchwerte
31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 741.141,35 1.330.907,11
II. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.190.283,72 3.696.286,05
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 15.953.433,92 15.953.433,92
19.884.858,99 20.980.627,08

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die PAYBACK GmbH, München

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der PAYBACK GmbH, München, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der PAYBACK GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) als nicht inhaltlich geprüften Bestandteil des Lageberichts.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 24. Mai 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Sebastian Stroner, Wirtschaftsprüfer

ppa. Simon Gerl, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am 08.07.2024 festgestellt.

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

52 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
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