SWK Energie GmbH
Selbe AdresseTätigkeiten von Strom- und Erdgasmaklerinnen und -maklern
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Marcel Joseph Krins seit 23.4.2021 | Prokura |
David Watola seit 23.4.2021 | Prokura |
Arne Kaufmann seit 27.12.2018 | Prokura |
Erwin Guido - genannt Guido - Hense seit 29.11.2017 | Prokura |
Michael Depenbrock seit 29.11.2017 | Prokura |
Stefan Fuchs seit 1.2.2013 | Prokura |
Guido Hermann Stilling seit 20.10.2008 | Geschäftsführer |
Carsten Liedtke seit 12.9.2007 | Geschäftsführer |
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
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Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
SWK Mobil GmbHKrefeldJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LageberichtA. Grundlagen der Gesellschaft 1. Geschäftsmodell der Gesellschaft Die SWK MOBIL GmbH, im Folgenden SWK MOBIL, ist ein Tochterunternehmen der SWK AG. Die SWK MOBIL ist in den Konzernverbund der SWK AG (SWK-Konzern) eingebunden. Der SWK-Konzern ist eine Unternehmensgruppe, die in den Geschäftsfeldern Energie und Wasser, Entsorgung und Verkehr tätig ist. Die Leistungen im Geschäftsfeld Verkehr werden in Krefeld und angrenzenden Gebieten in Form von ein-/ausbrechenden Verkehren erbracht. Das Geschäftsfeld Verkehr bündelt Mobilitätsdienstleistungen im Öffentlichen Straßenpersonennahverkehr (ÖSPV), die durch die SWK MOBIL (Bus und Straßenbahn) sowie die Schwestergesellschaft SWK FAHRSERVICE GmbH, im Folgenden SWK FAHRSERVICE (Bus), wahrgenommen werden. Gegenstand der SWK MOBIL ist gem. § 3 des Gesellschaftsvertrages die Erbringung von Verkehrs- und/oder Fahrdienstleistungen sowie Dienstleistungen von allgemeinem wirtschaftlichem Interesse. In diesem Rahmen leistet die Gesellschaft einen Beitrag zur Erfüllung gemeinwohlorientierter Aufgaben. Die Gesellschaft hat diese öffentliche Zwecksetzung eingehalten und erreicht. Die SWK MOBIL betreibt sowohl das Straßenbahn- als auch das Omnibusliniennetz in der Stadt Krefeld und im Rahmen ein- und ausbrechender Linien bzw. Verkehre. Bis Mitte 2021 betrieb die Gesellschaft noch im Rahmen einer Notvergabe den Busverkehr im Kreis Viersen. Zur Erbringung der Omnibus-Verkehrsdienstleistungen bedient sich die SWK MOBIL auch ihres Beteiligungsunternehmens West-Bus GmbH sowie weiterer Subunternehmer. Die West-Bus GmbH ist ein Joint-Venture-Unternehmen von vier kommunalen Partnerunternehmen und einem privaten Busunternehmen und ist im Personal-Service tätig. Nach Auslaufen des Vertrags zwischen der SWK FAHRSERVICE und der SWK MOBIL über Servicedienstleistungen für den Betrieb der Schnellbuslinie von Bocholt nach Münster im Januar 2024 wird sich die SWK MOBIL ausschließlich auf den Heimatmarkt Krefeld fokussieren. Grund hierfür sind u.a. die EU-VO-1370/07 aus 2009 und die Auslegungsleitlinien der EU-Kommission hierzu aus 2014. Für die Wahrnehmung wesentlicher Vertriebs- und Kundenserviceleistungen im persönlichen Kontakt im Service Center am Standort Krefeld bedient sich die SWK MOBIL als Dienstleister ihrer Schwestergesellschaft SWK ENERGIE GmbH, im Folgenden SWK ENERGIE. Die SWK MOBIL hat ihre Eisenbahninfrastruktur einschließlich der zugehörigen Grundstücke an die Hafen Krefeld GmbH & Co. KG, im Folgenden HKR, verpachtet. Mit der Verpachtung ist der gesamte im Namen und auf Rechnung der SWK MOBIL durchgeführte Güterverkehr auf die HKR übergegangen. Es bestehen ein Pacht- und ein Dienstleistungsvertrag mit der HKR. Die zum Ende 2023 ausgelaufenen Verträge wurden ohne besondere Änderungen mit einer Laufzeit vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2028 neu geschlossen. Zwischen der SWK MOBIL und der Muttergesellschaft SWK AG besteht ein Geschäftsbesorgungsvertrag, durch den die SWK AG zur Erbringung zentraler Management-, Service- und Steuerungsfunktionen verpflichtet ist. Weiterhin besteht mit der SWK AG ein Organschaftsvertrag, in dem neben der Beherrschung eine Ergebnisabführung an bzw. ein Verlustausgleich durch die Muttergesellschaft SWK AG vereinbart ist. B. Wirtschaftsbericht Mit -25,3 Mio. € ist der Jahresverlust vor Verlustausgleich um 0,2 Mio. € bzw. 0,9 % geringfügig niedriger als im Vorjahr (-25,6 Mio. €). Im Lagebericht 2022 wurde nachrichtlich für das Jahr 2023 von einem Jahresverlust vor Verlustausgleich auf einem geringfügig höheren Niveau ausgegangen. Demnach wurde die Prognose gering positiv übertroffen. Dies liegt im Wesentlichen an niedriger geplanten Erträgen zum Ausgleich von Schäden im ÖPNV und nicht geplanten Erträgen aus aktivierten Eigenleistungen. 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2023 um 0,7 % höher. Damit liegt die deutsche Wirtschaftsleistung weiterhin nahezu auf demselben Niveau wie zu Beginn der Corona-Pandemie und verzeichnet seit vier Jahren das geringste Wachstum aller Volkswirtschaften des Euro-Raums. Auch das Jahr 2023 wurde von den Auswirkungen der Kriegs- und Krisensituation beeinflusst, die die Preisentwicklung auf allen Wirtschaftsstufen prägte. Im Jahresverlauf zeigen sich Sondereffekte auf die Teuerung von (Haushalts-) Energie, da diese unter anderem durch die umgesetzten Entlastungsmaßnahmen abgemildert wurde. Die Energieprodukte verteuerten sich 2023 gegenüber dem Vorjahr um 5,3 %, nach einem Plus von 29,7 % im Jahr 2022. Während das Preisniveau für Erdgas (+14,7 %) und Strom (+12,7 %) anstieg, ging es für leichtes Heizöl (-22,2 %) sowie Kraftstoffe (-5,8 %) zurück. Insbesondere Dieselkraftstoff (-11,3 %) verbilligte sich. Die wesentlichsten Einflussfaktoren für die Konzerngesellschaften im Geschäftsfeld Verkehr waren neben den massiv gestiegenen Energiepreisen auch das gestiegene Personalaufwandsniveau aufgrund entsprechender Tarifabschlüsse (Auszahlung der Inflationsprämie beginnend in 2023) sowie die weiterhin bestehenden Material- und Lieferengpässe und der andauernde Fachkräftemangel. Auch die SWK MOBIL ist von den enormen Preissteigerungen für Energie (insbesondere Strom), Treibstoffe (insbesondere Diesel) und Betriebsmittel (z. B. AdBlue) und den in 2023 hohen Lohnsteigerungen betroffen. Nicht alle Kostensteigerungen können durch entsprechende Entgeltanpassungen weitergegeben werden (VRR-Ticketpreisanpassungen zum 1. Januar 2023 nur 1,7 %), was sowohl ertragswirtschaftlich als auch finanziell zu zusätzlichen Belastungen führt. Für das Verständnis der Analyse des Geschäftsverlaufs und der wirtschaftlichen Lage sind darüber hinaus folgende politisch-rechtliche und gesellschaftliche Rahmenbedingungen von Bedeutung. Die Art und Weise, wie der öffentliche Personennahverkehr finanziert wird und welche Wettbewerbsbedingungen bei der Vergabe von Streckenkonzessionen vorliegen, ist existentiell. Auch im Geschäftsjahr 2023 bildete die wesentliche Tätigkeitsgrundlage der SWK MOBIL die sowohl von dem Rat der Stadt Krefeld vor Inkrafttreten der EU-Verordnung 1370/07 erteilte Betrauung zur Erbringung von Nahverkehrsdienstleistungen. Sie sichert die Finanzierung und gilt bis zum 31. Dezember 2024 für Verkehrsleistungen im Stadtgebiet Krefeld. Ein Schutz vor Genehmigungswettbewerb ist dies allerdings nicht. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich Verkehrsunternehmen um einzelne von der SWK MOBIL bediente Linien bewerben, wird von der Geschäftsführung der SWK MOBIL nach wie vor als gering eingestuft, zumal die Leistungen von Dritten eigenwirtschaftlich erbracht werden müssten. Dieses Risiko ist durch die verbliebenen Auswirkungen der Corona-Pandemie und die Einführung des nicht auskömmlichen Deutschlandtickets sowie der damit verbundenen geringeren Einnahmen noch einmal gesunken. Die Bestandsbetrauung umfasst auch die ein- und ausbrechenden Verkehre in die Nachbar-Gebietskörperschaften. Der Kreis Viersen hatte die von der SWK MOBIL erbrachten kreisinternen Verkehrsleistungen, inkl. derer im Gebiet der Stadt Viersen, 2020 im Rahmen eines wettbewerblichen Verfahrens ab 2021 vergeben. Derzeit wird gemeinsam mit unserem Eigentümer eine neue Direktvergabe ab dem 1. Januar 2025 vorbereitet, die auch die ein- und ausbrechenden Verkehre in die Nachbar-Gebietskörperschaften beinhaltet und eine Laufzeit von 22,5 Jahre haben soll. Die ersten einleitenden politischen Beschlüsse wurden hierzu vom Rat der Stadt Krefeld bereits getroffen. Im Sommer 2023 wurde auch bereits die Absichtserklärung der Stadt in Form einer Vorabinformation im EU-Amtsblatt kommuniziert. Die Details werden derzeit noch mit der Stadt Krefeld und den mitbedienten Gebietskörperschaften, allen voran dem Kreis Viersen, abgestimmt. Die Vorgabe, dass in den ersten zwei Monaten des Berichtsjahres die Kunden im ÖPNV weiterhin der Maskenpflicht COVID-19-Pandemie unterlagen, hatte auch in 2023 nach wie vor deutlichen Einfluss auf die Fahrgastzahlen. Die Einführung des Deutschlandtickets hat in den vergangenen Monaten zu Steigerungsraten der Kundenzahl im Abobereich von 80 % und mehr, allerdings nicht der Ticketeinnahmen, geführt. Zum Ausgleich der Mindereinahmen durch das Deutschlandticket für 49,- € stellen Bund und Länder für die Jahre 2023 bis 2025 jeweils 3 Mrd. € als Ausgleich zur Verfügung. Für 2023 gehen wir davon aus, dass die Mittel ausreichen, da das Deutschlandticket nur 8 Monate im Berichtsjahr angeboten wurde. Die Unsicherheiten bezüglich der zukünftigen Finanzierung des ÖPNV, insbesondere durch die national festgelegten/verfolgten Klimaschutzziele und der Schlüsselfunktion des Verkehrsbereichs dabei, haben zugenommen. Aktuelle Förderprogramme reichen bei weitem nicht aus, um die eigentlich notwendigen Transformationsprojekte (Bestandsumbau in Elektrobusse und/oder Wasserstoff plus dazugehörige Ladeinfrastruktur) in angemessenem bzw. ausreichendem Umfang zu realisieren. 2. Geschäftsverlauf 2.1 Ursächliche Entwicklungen und Ereignisse Der bedeutsamste finanzielle Leistungsindikator ist der Jahresverlust vor Verlustausgleich. Dieser erreichte im Berichtsjahr -25,3 (Vj. -25,6) Mio. €. Der Jahresverlust wurde aufgrund des bestehenden Organschaftsvertrages von der SWK AG ausgeglichen. Die ergebnisbeeinflussenden Entwicklungen bzw. Faktoren sind nachfolgend in den Kapiteln Beschaffung, Absatz und Preise sowie Ertragslage dargestellt. Der bedeutsamste nichtfinanzielle Leistungsindikator ist der Mitarbeitende. Zu den Mitarbeitenden wird im nachfolgenden Kapitel 4.1 berichtet. Darüber hinaus waren folgende operative Themen im Berichtsjahr wichtig: Der Fachkräftemangel und die extrem hohen Krankenquoten aus dem Vorjahr bei den Mitarbeitenden im Fahrdienst führten bei der SWK MOBIL durch verschiedene Maßnahmen zu keinen weiteren Leistungsausfällen. So konnte der Notfahrplan vom Ende des Vorjahres schnell wieder in den Normalfahrplan überführt werden. Als Gegenmaßnahmen werden seit Anfang 2023 eine steuerfreie Pauschale für den Verpflegungsmehraufwand im Fahrdienst gezahlt (Anwesenheitsprämie) sowie seit Mitte des Berichtsjahres ein Gesundheitsmanagement etabliert. Zum Jahreswechsel 2023/2024 erfolgte die Systemumstellung/Migration der kaufmännischen Software SAP R/3 auf S/4HANA für die letzte Gruppe innerhalb des Konzerns, unter anderem auch die SWK MOBIL. Zuvor, in 2022 und 2023, waren bereits die Entsorgungsgesellschaften EGN, EGK und GSAK produktiv gegangen. Hiermit sind eine Harmonisierung und Verankerung eines konzernweiten Steuerungsmodells, Vereinheitlichung des Datenmodells mit einer zentralen Stammdatenpflege sowie prozessmäßige Vereinfachungen und Automatisierungen verbunden. 2.2 Beschaffung Das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG) trat für Unternehmen mit mehr als 3.000 Mitarbeitenden zum 1. Januar 2023 in Kraft. Der Geltungsbereich umfasst den Konzern der SWK AG. Das LkSG begründet neue Sorgfaltspflichten für Unternehmen zur Vermeidung von Menschenrechtsverletzungen in deren Lieferketten. Mit dem LkSG-spezifischen Risikomanagement beurteilen wir in der Beschaffung zukünftig auch menschenrechtliche und umweltbezogene Risiken, legen Präventionsmaßnahmen fest und setzen diese um. Über unser Beschwerdeverfahren kann auf menschenrechtliche und umweltbezogene Risiken im Unternehmen oder bei Zulieferern hingewiesen werden. Stellen wir Verletzungen einer dieser Pflichten fest, besprechen wir mögliche angemessene Abhilfemaßnahmen auf Managementebene und leiten entsprechende Schritte ein. Neben den von der West-Bus GmbH (inkl. Transdev) erbrachten Leistungen bezog die SWK MOBIL 2023 Leistungen von 4 weiteren privaten Busunternehmen. Insgesamt werden mehr und mehr der traditionellen Subunternehmerleistungen weitgehend mit eigenen Bussen und nicht mehr mit Bussen der Subunternehmer gefahren. Die Beschaffung von Leistungen - gemessen am Aufwand für Material und Fremdleistungen - wird von Fremdleistungen im Fahrdienst (41 %; -1-%-Punkt), Fremdleistungen im Wesentlichen für Reparaturen/Instandhaltung/Bau (29 %; +5-%-Punkte), Materialverbrauch ohne Diesel und Fahrstrom (13 %; -5-%-Punkte) sowie der Beschaffung von Diesel und Fahrstrom (16 %; +1 %-Punkt) bestimmt. Auf die Veränderungen wird im nachfolgenden Kapitel 3.1 Ertragslage eingegangen. Im Vorjahr ist die clean vehicle directive (CVD) der EU in Kraft getreten. Hiernach muss ein Teil der neu zu beschaffenden Fahrzeuge lokal emissionslos angetrieben werden, d.h. Elektrobusse mit Batterien oder mit von Wasserstoff betriebenen Brennstoffzellen. Vor allem aufgrund höherer täglicher Reichweiten hat sich die SWK MOBIL für den Einstieg in die Wasserstofftechnologie entschieden. Sowohl für 10 Busse (80 % der Investitions-Mehrkosten) als auch für die Tank- und Werkstattinfrastruktur (90 % der Investitionen) wurden Förderbescheide von Bund und Land erlassen. Die ersten 3 Busse werden im Spätherbst 2024 ausgeliefert, 7 weitere im Frühjahr 2025 und die erste eigene Wasserstoff-Tankstelle soll ab Mitte 2025 genutzt werden können. Zum Ende des Berichtsjahres erreichte die SWK MOBIL zudem noch die Förderzusage über rund 18 Mio. € für den Bau eines Elektrolyseurs aus Landesmitteln zur Wasserstoffgewinnung auf dem Betriebshof der SWK MOBIL. Insgesamt wird die neue Technologie - trotz der Förderungen - zu höheren Investitions- und Betriebsausgaben bei der SWK MOBIL führen. 2.3 Absatz und Preise Die Maskenpflicht bis ins Jahr 2023 hinein hat die Kundenentwicklung zunächst noch gehemmt. Insgesamt konnte eine Trendumkehr bei den Fahrgästen durch die Einführung des Deutschlandtickets im Mai 2023 erreicht werden. Die Anzahl der Abonnenten ohne Vergünstigungen hat sich im Jahr 2023 nahezu verdoppelt und stieg auf rund 20.000. Auch die Zahl der Schülertickets im Bereich der Selbstzahler steigerte sich seit Einführung im August 2023 bis Dezember 2023 um 16 %. Die Anzahl der Abonnenten bei der SWK MOBIL liegt damit deutlich über den Werten unmittelbar vor Corona. Durch die Attraktivität des Deutschlandtickets sind aber gleichzeitig die VRR-Bareinnahmen (z.B. Einzel-, 4er-, Monatstickets) deutlich zurückgegangen. Diese Mindereinnahmen, wie auch der günstige Preis des Deutschlandtickets wurden durch staatliche Mittel von 6,5 Mio. € in 2023 ausgeglichen. Diese Ausgleichsleistung wird vermutlich im kommenden Jahr noch einmal deutlich ansteigen. Die Anzahl der Fahrten ist mit insgesamt 27,7 Mio. stabil geblieben. Im Berichtsjahr wurde die eigene SWK App weiterentwickelt, die momentan als Plattform alle Mobilitätsdienstleistungen umfasst. Sie bietet eine Echtzeitfahrplanauskunft und das Angebot Mein SWCAR. Das Rollersharing SWK KRuiser soll in 2024 folgen. Die automatisierte Verbindung mit dem WLAN beim Betreten von Bus und Bahn oder einem Aufenthalt in der Innenstadt wurde in 2023 integriert. Der Ticketshop beinhaltet das neue NRW-weite eezy-Ticket, mit dem die Kunden landesweit ohne Tarifkenntnisse unterwegs sind, weil einfach ein- und ausgecheckt wird und die Luftlinie der Fahrt digital abgerechnet wird. Bei der SWK MOBIL wurden auch im Geschäftsjahr 2023 die kontinuierlichen Kundenbefragungen durch das Kundenerlebnismanagement und Data Analytics fortgeführt. Neben den bereits erfassten Kundenerlebnissen mein SWCAR, KRuiser und SWK App erheben wir nun auch das Kundenerlebnis zum Bus- und Straßenbahnangebot der SWK MOBIL. Für das extern geförderte Projekt zur intelligenten Fahrgastzählung konnte zum Ende des Geschäftsjahres 2023 eine marktfähige Lösung entwickelt werden, welche sukzessive in allen Fahrzeugen der SWK MOBIL ausgerollt wird. Ziel ist es, die Auslastung pro Fahrzeug und Haltestelle jederzeit zur Verfügung zu stellen und somit Optimierungen für Kunden und Betrieb vorzunehmen. Das Angebot mein SWCAR soll neue Zielgruppen für den Öffentlichen Personennahverkehr gewinnen und schafft durch fast 20.000 virtuelle Haltestellen einen Tür-zu-Tür Service. Die Nachfragezahlen steigen mit einer Unterbrechung durch Corona weiterhin stark an. Seit Herbst 2022 haben wir wieder das sog. Pooling zugelassen, sodass wieder mehrere unterschiedliche Fahrgäste für eine gemeinsame Fahrt freigegeben sind und die Wirtschaftlichkeit des Systems gesteigert werden kann. In 2023 wurden mit dem Ergänzungssystem zum ÖPNV erstmals über 25.000 Kunden sicher zu ihrem Ziel gebracht. Im Rahmen erster Überlegungen prüft die SWK MOBIL gerade eine Erweiterung des Systems über die Stadtgrenzen hinaus in den Kreis Viersen und führt Gespräche mit den Verantwortlichen aus Willich, Tönisvorst und Kempen. Hier ist ein Start der Erweiterung mit zusätzlichen Fahrzeugen gegen Ende 2024 denkbar. Weiterhin bietet die SWK MOBIL in Kooperation mit der stadtmobil Rhein-Ruhr GmbH (e-)Carsharing für Krefeld an. An zwischenzeitlich 19 Standorten im Stadtgebiet können Elektro- oder konventionell betriebene Fahrzeuge geliehen werden. 3. Lage 3.1 Ertragslage Der Rückgang der Umsatzerlöse der SWK MOBIL ist gestoppt. Sie betragen 35,0 Mio. € und sind damit um 3,4 Mio. € bzw. 10,6 % höher als im Vorjahr. Dies ist im Wesentlichen durch höhere Umsatzerlöse aus dem Personenverkehr bedingt. Die Umsatzerlöse aus Personenverkehr setzen sich aus den Umsatzerlösen im VRR und aus verbundfremden Personenverkehrserlösen zusammen und erreichen 24,8 Mio. € (+ 3,0 Mio. € bzw. +13,7 %). Aufgrund der gestiegenen Abonnentenzahl resultiert die Erhöhung schwerpunktmäßig aus höheren Erlösen für Monats-Abo-Tickets und Monats-Abo-Tickets für Schüler. Dem steht eine Erlösminderung aus dem Übersteigerausgleich für die Deutsche Bahn und andere Verkehrsunternehmen mit 3,5 (Vj. 2,7) Mio. € gegenüber, wodurch die Umsatzerlöse im VRR 24,4 (Vj. 21,5) Mio. € erreichen. Die verbundfremden Personenverkehrserlöse liegen mit 0,4 Mio. € nahezu auf Vorjahresniveau und umfassen im Wesentlichen Erlöse aus dem Verkauf von Fahrkarten an Mitarbeiter aus verbundenen Unternehmen sowie aus dem freigestellten Schüler- und Gelegenheitsverkehr. Die Umsatzerlöse aus Ausgleichszahlungen für Schwerbehinderte, Ausbildungstickets und für das Sozialticket betragen unverändert 3,8 Mio. €. Die sonstigen Umsatzerlöse liegen bei 6,3 Mio. € und sind damit um 0,3 Mio. € bzw. 5,8 % gestiegen. Die größten hierin enthaltenen Positionen sind solche aus Werkstattleistungen für verbundene und nicht verbundene Unternehmen sowie aus der Fahrzeugüberlassung einschließlich des technischen Fahrzeug-Services für die West-Bus GmbH (2,2 Mio. €, Vj. 2,3 Mio. €). Insbesondere die Werkstattleistungen sind um 0,6 Mio. € auf 2,7 Mio. € aufgrund der Hauptuntersuchung für die Historischen Eisenbahnwagen des Schluffvereins (0,7 Mio. €) gestiegen. Die Erträge aus Landesmitteln NRW und aus Verkehrsleistungen für umliegende Gebietskörperschaften betragen 3,2 (Vj. 3,1) Mio. € und sind sehr stabil. Diese umfassen Erträge für die Investitionsförderung des Öffentlichen Straßenpersonennahverkehrs (ÖPSV) mit 1,7 (Vj. 1,5) Mio. € und für die ÖPNV-Aufgabenträgerpauschale gemäß § 11 Abs. 2 ÖPNVG zur allgemeinen Unterstützung des Landes zur Finanzierung des lokalen Nahverkehrs mit Bussen und Straßenbahnen mit unverändert 1,6 Mio. €. Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 12,8 Mio. € (-0,9 Mio. € bzw. -6,5 %) setzen sich im Wesentlichen aus Erträgen für von Bundes- bzw. Landesmitteln bereitgestellten Ausgleichszahlungen für die Umsatzrückgänge aus dem Deutschlandticket sowie zum Ausgleich gestiegener Energiekosten mit 6,5 (Vj. 11,3) und Schadenersatzerträgen mit 4,0 (Vj. 1,2) Mio. € zusammen. Die höheren Erträge aus Schadenersatz sind durch die Schadenregulierung eines Brandschadens in der Betriebshofwerkstatt in Höhe von 3,7 Mio. € durch die Versicherung geprägt. Die Betriebserträge sind insbesondere aufgrund höherer Abo-Ticketverkäufe im Personenverkehr um 2,4 Mio. € bzw. 5,0 % auf 51,3 Mio. € moderat gestiegen. Der Aufwand für Material und Fremdleistungen nahm erneut zu. Er stieg moderat um 2,0 Mio. € bzw. 7,9 %, hier ist ein steigender Trend zu verzeichnen. Vor allem liegen die Aufwendungen für bezogene Leistungen für die Instandhaltung und Reparatur der Betriebsmittel mit 7,0 Mio. € um 1,7 Mio. € über dem Vorjahr, was im Wesentlichen durch die Instandsetzung des Brandschadens in der Betriebshofwerkstatt in Höhe von 3,0 Mio. € bedingt ist. Des Weiteren erhöhte sich der Aufwand für den Stromverbrauch der Straßenbahnen deutlich um 0,7 Mio. € bzw. 54,5 %, während sich der Aufwand für Diesel einschließlich der Ausgleichszahlungen für die Dieselpreisabsicherung um 0,2 Mio. € auf 2,3 Mio. € reduzierte, was im Wesentlichen durch das gesunkene Preisniveau bedingt ist. Der Personalaufwand liegt mit 25,7 Mio. € moderat unter dem Vorjahr (-1,1 Mio. € bzw. -4,2 %). Der Aufwand aus laufenden Entgelten und Zuwendungen sowie für soziale Abgaben ist aufgrund des einsetzenden Einstellungserfolgs mit steigenden Mitarbeiterzahlen (siehe Kapitel B. 4.1) sowie der gemäß des Tarifvertrags TV-N erfolgten Entgeltanpassungen um 1,8 % zum 1. April 2022 sowie der vereinbarten Inflationsausgleichsprämie ab 2023 um 2,1 Mio.€ um 9,7 % auf 24,4 Mio. € gestiegen. Dem steht mit 1,2 Mio. € ein um 3,3 Mio. € deutlich niedrigerer Aufwand für Altersversorgung (im Wesentlichen Zuweisung an die Versorgungskasse für die Betriebsangehörigen der ehemaligen Krefelder Verkehrs AG sowie Zuführung zu Pensionsrückstellungen) gegenüber. Im Vorjahr war insbesondere eine Zuführung zu Pensionsrückstellungen in Höhe von 3,0 Mio. € gebildet worden. Der Aufwand für Abschreibungen ist mit 6,6 Mio. € um 0,3 Mio. € bzw. 5,0 % moderat gestiegen. Er ist geprägt von der weiter anhaltenden Investitionstätigkeit, im Berichtsjahr insbesondere in die Streckenanlagen (Gleiserneuerung) und in barrierefreie Haltestellen der Sparte Straßenbahn, in den Fuhrpark der Sparte Omnibus (10 Niederflurgelenkbusse) und in den Bau eines neuen Gewerbegebäudes, dass innerhalb des Konzernverbunds aber auch außerhalb dessen zur Nutzung angeboten wird. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind weiterhin strukturell und niveaumäßig relativ stabil. Sie betragen 15,8 Mio. € und liegen nur gering um 0,4 Mio. € bzw. 2,6 % über dem Vorjahr. Die größte Einzelposition mit einem Anteil von 54 (Vj. 51) % ist nach wie vor der Aufwand aus der Geschäftsbesorgung der SWK AG. Die Positionen, die am stärksten zu dieser Veränderung beigetragen haben, sind der vorgenannte Geschäftsbesorgungsaufwand der SWK AG mit einem Plus von 0,7 Mio. € auf 8,5 Mio. €, der Aufwand aus der Erstattung von Personalaufwendungen der SWK AG aus dem Personalüberleitungsvertrag von 2004 mit einem Minus von 0,3 Mio. € auf 0,3 Mio. € und Aufwendungen für Schadenersatzleistungen mit einem Minus von 0,2 Mio. € auf 0,4 Mio. €. Bei der ersten Position kam es insbesondere zu einer geplanten maßnahmen- und personalbedingten Erhöhung in den Bereichen Strategische Führung sowie Personal- und Sozialwesen und den hierfür anteilig weiterberechneten Aufwendungen. Bei der zweiten Position kann vor allem die Abhängigkeit vom Erfordernis der Zuführung zu Pensionsrückstellungen bzw. zu Rückstellungen für die Unterdeckung des Kassenvermögens der Versorgungskassen zu größeren Schwankungen führen. Dies gilt auch für die letztgenannte Position in Abhängigkeit des Schadengeschehens. Die Betriebsaufwendungen belaufen sich auf 75,0 Mio. € und liegen damit geringfügig um 1,6 Mio. € bzw. 2,1 % über dem Vorjahr, was im Wesentlichen an höheren Fremdleistungen für Reparatur und Instandhaltung der Betriebsmittel bedingt ist. Das Betriebsergebnis beträgt -23,7 Mio. € und ist damit 0,9 Mio. € bzw. 3,5 % besser als 2022, was einerseits an einem etwas gestiegenen Einnahmenniveau aus dem Deutschlandticket durch höhere Abonnentenzahlen und andererseits aus noch relativ niedrigen Personalaufwendungen resultiert. Die Personalaufwendungen werden durch hohe Tarifabschlüsse in der Verkehrsbranche in den Folgejahren wieder stärker ansteigen. Das Finanzergebnis ist durch steigende Zinsaufwendungen geprägt. Die durch das Cash-Pooling der SWK AG bereitgestellte Liquidität führte zu einem Zinsaufwand von 0,8 Mio. €, ein Plus von 0,7 Mio. €. Dies ist vor allem auf ein höheres Marktzinsniveau zurückzuführen und bedingt hauptsächlich die Verschlechterung des Finanzergebnisses von -0,9 Mio. € auf -1,6 Mio. €. Die sonstigen Steuern sind absolut gesehen relativ stabil geblieben und von untergeordneter Bedeutung. 3.2 Finanzlage Die Daten des handelsrechtlichen Jahresabschlusses wurden für die folgende Bilanzanalyse und für die Ermittlung aussagekräftiger Kennzahlen nach finanzwirtschaftlichen Kriterien aufbereitet. Die SWK MOBIL ist im Rahmen des Konzern-Cashmanagements in ein automatisches Cash-Pooling-System eingebunden. Dabei werden die Salden der in das Cash-Pooling einbezogenen Bankkonten bankarbeitstäglich auf die SWK AG übertragen bzw. Unterdeckungen ausgeglichen. Durch den Zugriff auf den Cash-Pool ist die betriebsnotwendige Liquiditätsausstattung der SWK MOBIL jederzeit gesichert. Der Mittelzufluss aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von 29,3 Mio. €, im Wesentlichen aus der Verlustübernahme durch den Organträger SWK AG (25,6 Mio. €) und den erhaltenen Zuschüssen (4,4 Mio. €), übersteigt den Mittelabfluss aus laufender Geschäftstätigkeit um 2,1 Mio. €. Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit in Höhe von 14,9 Mio. € wurde aus dem o. g. Liquiditätsüberschuss in Höhe von 2,1 Mio. € und durch den Rückgriff auf den Cash-Pool finanziert. Zum 31.12.2023 hat sich der negative Finanzmittelfonds - bestehend aus verfügbaren flüssigen Mitteln (einschließlich Cash-Pool) - um -12,8 Mio. € auf -31,7 Mio. € erhöht. Die kurzfristigen Verpflichtungen sind zu 27 (Vj. 66) % durch die im Umlaufvermögen ausgewiesenen Forderungen, sonstigen Vermögensgegenstände und liquiden Mittel gedeckt. Das Investitionsvolumen in Sachanlagen betrug im Berichtsjahr 15,4 Mio. €. Hiervon entfielen im Wesentlichen 7,2 Mio. € auf Gleisanlagen, Weichen und Haltestellen sowie 3,4 Mio. € auf die Anschaffung von Omnibussen. 3.3 Vermögenslage Die Bilanzsumme der SWK MOBIL erhöht sich um 2,1 Mio. € auf 70,6 (Vj. 68,5) Mio. €. Das Anlagevermögen stieg auf 62,0 (Vj. 57,7) Mio. €. Dies resultiert im Wesentlichen aus der im Vergleich zu den Abschreibungen höheren Investitionstätigkeit. Der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme beläuft sich auf 88 (Vj. 84) %. Die Eigenkapitalquote liegt trotz der gestiegenen Bilanzsumme weiterhin bei 16 %. Das Eigenkapital deckt das langfristig in Anlagen gebundene Vermögen zu 18 (Vj. 20) %, unter Einbeziehung der langfristigen Verpflichtungen zu 89 (Vj. 99) %. Die langfristigen Verpflichtungen sind durch verzinsliche Dauerverbindlichkeiten gegenüber einer Versorgungskasse bestimmt. Ihr Anteil beträgt 29 (Vj. 33) % der Bilanzsumme. Der Anteil der langfristigen Rückstellungen an der Bilanzsumme beträgt 33 (Vj. 34) %. 4. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren 4.1 Mitarbeitende Die Mitarbeiterstärke (ohne geringfügig Beschäftigte, Werkstudentinnen und Werkstudenten und Personen, die nicht mehr in der Lohnfortzahlung sind) der SWK MOBIL betrug zum Bilanzstichtag unverändert 393 Vollzeitkapazitäten, 7 Vollzeitkapazitäten mehr als Ende 2022. Die jahresdurchschnittliche Anzahl der beschäftigten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer auf Kopfbasis gemäß § 285 Nr. 7 HGB (inkl. geringfügig Beschäftigte, Werkstudentinnen und Werkstudenten und Personen, die nicht mehr in der Lohnfortzahlung sind) lag im Geschäftsjahr 2023 bei 447, nach 438 im Vorjahr. Von den 447 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern waren 361 (Vj. 354) in Vollzeit und 86 (Vj. 84) in Teilzeit beschäftigt. Der Personalbestand der SWK MOBIL erhöhte sich durch die Besetzungen von offenen Planstellen in den Bereichen Fahrdienst und Werkstatt. Die Maßnahmen des Personalmanagements der SWK AG im Bereich Recruiting trugen hierzu maßgeblich bei. Zentrale Schwerpunkte im Berichtsjahr waren für das Personalmanagement der SWK AG, das geschäftsbesorgend u. a. auch für die SWK MOBIL tätig ist, die fortgesetzte Standardisierung und Optimierung aller Prozesse im Personalbereich, die weitere Ausgestaltung/Einrichtung der digitalen Personalmanagementplattform SAP SuccessFactors sowie die aktive Begegnung des Fachkräftemangels. Der Personalbereich hat die Einführung der Personalmanagementsoftware SAP SuccessFactors (HRportal) fortgeführt. Im Modul Performance & Goals wurde der Tantiemeprozess für leitende Angestellte konzernweit weiter verbessert. Die involvierten Fachbereiche konnten im Berichtsjahr das Testen der Bereiche Onboarding, Compensation (Einmalprämie) und variable Pay (Tantiemezahlungen) abschließen. Über die SAP Analytics Cloud (SAC) ist seit Sommer 2023 der jährliche Prozess der Personalprognose/Kapazitätenplanung vollständig umgesetzt. Zudem wurde die Software Accenture Document Composer (ADC) eingeführt, um die Erstellung von Dokumenten für die Mitarbeitenden zu standardisieren und zu vereinfachen. Die Digitalisierung war auch ein zentrales Thema in der Zusammenarbeit mit dem Konzernbetriebsrat. So ist seit 2023 ein Referent für Digitalisierung & Prozesse für den Konzernbetriebsrat eingestellt, um den steigenden qualitativen als auch quantitativen Anforderungen gerecht werden zu können. Die Konzernbetriebsvereinbarung zu den Grundsätzen der Vergütung von Betriebsratsmitgliedern konnte abgeschlossen werden. Die Verhandlungen zu den Konzernbetriebsvereinbarungen S/4 HANA und Microsoft 365 wurden fortgesetzt. Nicht nur durch die Digitalisierung kommt der Informationssicherheit, die auch den Datenschutz betrifft, eine zentrale Bedeutung zu. 2023 wurde die Position des "Chief Information Security Officers" (CISO) bei der SWK AG eingeführt und besetzt. Ferner wurde das bereichsübergreifende Thema "Informationssicherheitsmanagementsystem" (ISMS) angegangen, um u.a. Personal- sowie verbundene IT-Prozesse von der Rekrutierung bis zum Austritt sicher auszugestalten. Es wurden drei notwendige Betriebsvereinbarungen zur IT-Sicherheit abgeschlossen, u.a. für den Einsatz einer Software zur besseren Identifikation und Abwehr von Cyberangriffen. Zur Sensibilisierung und Verbesserung der Informationssicherheit haben IT und Personalmanagement eine Schulung erarbeitet, an der Ende 2023 Führungskräfte teilgenommen haben. Die Schulung für die Mitarbeitenden wird ab 2024 umgesetzt. 2023 wurde erstmalig ein verpflichtendes Online-Training zum Datenschutz für alle Mitarbeitenden durchgeführt. Die aktive Bewältigung des Fachkräftemangels war auch 2023 ein Schwerpunktfeld. Das Projekt Arbeitgebermarke konnte 2023 mit der Bestimmung der Kernprofilfelder der SWK-/NGN-Gesellschaften als Arbeitgeber und Erstellung der Nutzergruppen abgeschlossen werden. Diese Ergebnisse wurden und werden sukzessive für die zielgruppenspezifische Rekrutierung und das Personalmarketing verwendet. Das Personalmanagement hat die Nutzung von unterschiedlichen Rekrutierungskanälen für die Stellenbesetzungen weiter ausgebaut. So konnte bspw. Ende 2023 die Betriebsvereinbarung "Mitarbeitende werben Mitarbeitende" als Pilot abgeschlossen werden, wodurch erfolgreiche Einstellungen durch Mitarbeiterempfehlungen belohnt werden. Ende 2023 erfolgte die Besetzung einer neuen Recruiter-Stelle innerhalb des Personalbereichs. Innerhalb der ersten zwei Monate konnten mit Hilfe dieser neuen Stelle bereits einige Stellen schneller besetzt werden. Um den neuen Kolleginnen und Kollegen den Start zu erleichtern und Wertschätzung entgegenzubringen, wurde im Januar 2023 das neue Format des Willkommens-Frühstücks mit dem Vorstand der SWK AG eingeführt. Im August 2023 startete das Projekt Onboarding, in dem ein gemeinsamer Standard für die Einarbeitung neuer Mitarbeitender entworfen und umgesetzt wird. Von der IT-Ausstattung bis zur sozialen Integration werden die unterschiedlichen Aspekte berücksichtigt und sind bereits selektiv für Führungskräfte im Intranet einsehbar. Dieser Informationsbereich soll 2024 live geschaltet werden. In der Ausbildung wird die stärkere Fokussierung u. a. auf die gewerblich-technischen Ausbildungsberufe bei der SWK MOBIL weiter verfolgt. Seit Ausbildungsbeginn 2023 wird erstmalig der Ausbildungsberuf "Elektroniker für Betriebstechnik" angeboten. Die Führungskräfte und Ausbilder in den Fachbereichen wurden sukzessive stärker in die Ausbildung eingebunden und für alle Ausbildungsbeteiligten fand ein Training zum Arbeitsrecht statt. Das Konzern-Azubitreffen konnte zum zweiten Mal erfolgreich durchgeführt werden, dieses Mal bei der EGK und der GSAK. Zur Stärkung der Arbeitgeberattraktivität wurde insbesondere das Projekt Stellen- und Jobstrukturierung weitergeführt. In diesem wurden und werden die Planstellen in den Organisationseinheiten mit Jobprofilen versehen, hinsichtlich ihrer tarifkonformen Eingruppierung überprüft und darauf Entwicklungswege/Fachlaufbahnen aufgebaut. Die Benefits für die Mitarbeitenden wurden sukzessive weiter ausgebaut. So konnte eine Konzernbetriebsvereinbarung für einen Mitarbeiterbestpreistarif abgeschlossen werden. Die lekker Energie fiel nicht hierunter, da sie bereits eine sehr ähnliche Regelung eingeführt hatte. Dadurch ist garantiert, dass Mitarbeitende immer den jeweils günstigsten Tarif der SWK ENERGIE für Ökostrom und Gas in ihrer Bezugsregion erhalten. Das bisherige kostenfreie JobTicket wurde in ein weiterhin kostenloses Deutschlandticket umgewandelt. Als Zeichen der Wertschätzung wurden zudem die Regelungen für Jubilare ausgeweitet. Im Zuge der steigenden Inflation und Preise wurde Anfang 2023 auf Konzernebene ein Härtefallfonds für Mitarbeitende installiert. Insgesamt 78 Mitarbeitende der SWK MOBIL haben eine Zahlung zur Abmilderung individueller finanzieller Belastungen erhalten. Im Bereich der Personalentwicklung startete die Initiative SWK Academy, in der digital affine Fachkräfte u. a. im Kundenservice qualifiziert werden, im digitalen Geschäft erfolgreich zu agieren. Bei erfolgreichem Piloten ist die Ausweitung auf alle SWK-/NGN-Gesellschaften vorgesehen. Zur Intensivierung des Betrieblichen Gesundheitsmanagements im Fahrdienst der SWK MOBIL wurde im Sommer 2023 ein Pilot gestartet. Es wurden zwei befristete Stellen geschaffen, die dem Fahrpersonal individuell rund um das Thema Gesundheit als feste und direkte Ansprechpartner zur Verfügung stehen. Im ersten Quartal 2023 haben alle Fahrerinnen und Fahrer zudem an einem Deeskalationstraining teilgenommen, um Unterstützung auch im Umgang mit schwierigen Fahrgästen zu erhalten. 4.2 Forschung und Entwicklung Der Treiber für Innovationen ist nicht erst seit diesem Berichtsjahr die Notwendigkeit zur Entwicklung eines nachhaltigen Produkt- und Dienstleistungsportfolios. Hierfür wurden unter Einbeziehung der SWK MOBIL im Berichtsjahr folgende wichtige Schritte gegangen: Innovationsmanagement und Nachhaltigkeit gehen Hand in Hand. Innovative Ideen/Projekte müssen auch immer unter dem Aspekt betrachtet, welcher nachhaltigen Mehrwert daraus resultiert. Bereits im dritten Jahr erstellt die SWK AG eine umfassende Nachhaltigkeitserklärung nach den Kriterien des Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK). Für das Berichtsjahr 2022 befindet sich diese aktuell in der Prüfung durch das DNK-Büro. Wir gehen davon aus, dass bis zum Erstellungsende des Konzernlageberichts im Mai 2024 die Abstimmung, Veröffentlichung und Signetvergabe erfolgt sein wird. Derzeit ist die Erklärung inkl. Datenbasis weiterhin ein Jahr nachlaufend. Bis zum ersten CSRD-Pflichtberichtsjahr 2025 ist eine periodengleiche Datenbasis zu erreichen. Die Erklärung und das Signet werden auf Ebene der obersten Muttergesellschaft SWK AG erlangt und umfassen alle wesentlichen Gesellschaften des SWK-Konzerns (SWK ENERGIE, NGN, lekker Energie, Ampere, EGN, GSAK, EGK und die SWK MOBIL). Die Berichterstattung soll die speziell mit Nachhaltigkeit verbundenen Entwicklungen aufzeigen und dient dazu das Thema auch auf strategischer Ebene noch stärker zu verankern. Der DNK Transparenzstandard berichtet über die drei Dimensionen Umwelt, Soziales und Unternehmensführung. Wesentliche Leistungsindikatoren im DNK in der Dimension Umwelt sind der Energieverbrauch und die Klimarelevanten Emissionen. Datenquellen sind das Energiemanagement nach DIN EN ISO 5000 und die Treibhausgasbilanz. Die Emissionen bei der SWK MOBIL liegen 2022 mit 9.386 tCO 2 -eq leicht unter Vorjahresniveau (2021). Hauptverursacher für die Emissionen sind der Energieträger Strom mit 4.992 tCO 2 -eq und Dieselkraftstoff mit 4.157 tCO 2 -eq. Der Einsatz des Kältemittels R 134A trägt mit 162 tCO 2 -eq zu den Gesamtemissionen bei. Die restlichen Emissionen entstanden durch Adblue (51 tCO 2 -eq), Benzin (16 tCO 2 -eq) und CNG-Erdgas (8 tCO 2 -eq). Ein wesentlicher Teil der hierfür benötigten Energieverbrauchsdaten wird im u. a. auch für die SWK MOBIL installierten Energiemanagementsystem erfasst. Auf Basis der Norm DIN EN ISO 50001 wird eine langfristige und systematische Optimierung der Energieeffizienz betrieben. Seit Einführung des Systems wurde die Bilanzgrenze bisher nicht verändert (SWK AG, SWK KOMPAKT, SWK ENERGIE, NGN, SWK MOBIL, SWK FAHRSERVICE, GSAK und lekker Energie). Im November und Dezember 2023 wurden die internen Audits für alle relevanten Gesellschaften unter Führung des Energiemanagementbeauftragten durchgeführt. Das Energiemanagement wird stetig verbessert: Die Präsenz bzw. Sichtbarkeit des Energieteams soll weiter ausgebaut werden. Das Zusammenwachsen mit anderen internen Nachhaltigkeits- und Klimaschutzteams schreitet voran und wird zukünftig weiter forciert. Der Wechsel der jährlichen Schulungen von den zahlreichen Präsenzschulungen in die digitale Welt hat technisch auch in der 2. Runde sehr gut funktioniert und wird von den Mitarbeitenden überwiegend positiv angenommen. Die permanente Überprüfung der Energiekennzahlen bleibt auch zukünftig eine der wichtigsten Aufgaben des Energieteams. Die Verknüpfung von Zielen mit den umgesetzten Maßnahmen soll transparenter und nachvollziehbarer werden. Für die SWK MOBIL relevante laufende operative Ziele sind im Wesentlichen: • Optimierung des Heizenergieverbrauchs und des Fernwärmeeinsatzes in den wesentlichen Verwaltungs- und Betriebsbereichen am Standort der SWK MOBIL • Optimierung des Stromverbrauchs durch Verbesserung der technischen Anlagen am Standort der SWK MOBIL • Untersuchungen/Analysen zum Einsatz von alternativen Antrieben im Busbereich sowie deren Umsetzungen/Beschaffungen • Aktualisierung und Erweiterung der Mess- und Gebäudeleittechnik zur detaillierteren Erfassung und Regelung wesentlicher Verbraucher am Standort der SWK MOBIL • Verbesserung der Kraftstoffverbrauchsdatenerfassung im PKW/Transporter-Bereich • Aufbau eines Zählerkonzepts für den Standort der SWK MOBIL. Mittlerweile wurden folgende operativen Ziele abgeschlossen: • Berücksichtigung energetischer Aspekte im Rahmen der Sanierung der Aufzüge im Verwaltungsgebäude am Standort der SWK MOBIL • Erhöhung der energieoptimierten Fahrweise durch den Einsatz von Telematik-Systemen in Bussen • Erweiterung des Mobilitätsangebotes mit alternativen Antrieben (E-Roller, Bus on demand). Im Rahmen einer stärkeren Nachhaltigkeit hat die SWK MOBIL im Berichtsjahr maßgebliche Entscheidungen für den lokal emissionslosen Antrieb der Busflotte mit Wasserstoff getroffen. Inzwischen liegen Zusagen vom Bundesverkehrsministerium für die 80 %-Mehrkostenförderung von 10 Brennstoffzellenbussen vor. Der Auftrag ist an die Fa. Solaris vergeben und die Auslieferung erfolgt in den Jahren 2024 und 2025. Die Tank- und Werkstattinfrastruktur ist zwischenzeitlich ebenfalls bestellt und auch hier besteht eine Förderzusage des VRR (Förderquote 90 %). Und auch für den Bau des Elektrolyseurs konnte im November 2023 ein Förderbescheid mit einer Förderquote von 90 %, was einem Fördervolumen von rund 18 Mio. € entspricht, entgegengenommen werden. Die Corona-Pandemie hat auch Rufe aus Bevölkerung und Politik laut werden lassen, jederzeit und in Echtzeit den "Füllstand" von Bussen und Straßenbahnen darstellen zu können. Jenseits von Abschätzungen aufgrund von Erfahrungswerten widmet sich die SWK MOBIL einem geförderten Pilotprojekt zur Messung der Kundenzahlen, aber auch konkreter Ein- und Aussteigerzahlen an jeder Haltestelle durch Videokameras in den Fahrzeugen in Kombination mit künstlicher Intelligenz. Noch in 2023 wurde ein erstes Testfahrzeug mit der selbst entwickelten Technologie ausgestattet. Ende 2024 sollen 50 Fahrzeuge mit der neuen Technologie ausgestattet sein und ein umfassendes Bild der Besetzungen auf den verschiedenen Linien liefern. Damit wird der SWK MOBIL auch erstmals ein geeignetes Instrument zur langfristigen Kapazitätenplanung von Taktzeiten, Fahrzeugdimensionen usw. zur Verfügung stehen. Mittelfristig ist auch vorgesehen, die im SWK-Konzern erstellte Eigenentwicklung an andere Verkehrsunternehmen zu vermarkten. 5. Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur Lage Der ÖPNV und damit auch die SWK MOBIL befindet sich derzeit in einem schwierigen Marktumfeld. Derzeit kann es nur darum gehen, Vertrauen nach den herben Kundenverlusten zur Coronazeit zurückzugewinnen und schnell die ursprünglichen Kunden zurückzugewinnen und neue hinzuzugewinnen. Vermutlich wird die vollständige Erholung von den massiven Kundenverlusten allerdings wohl mehrere Jahre dauern. Stark steigende Rohöl- und damit auch Benzin- und Dieselpreise können hier für den öffentlichen Nahverkehr aber auch Chancen bieten, weil sich potenzielle Kundinnen und Kunden kein Auto mehr leisten können oder wollen. Die Initiative der Bundesregierung zur Einführung eines Deutschlandtickets für 49 Euro spiegelt die politische Bestrebung wider, Vertrauen der Kunden nach Corona in den bundesweiten ÖPNV zurückzugewinnen und den steigenden Energiepreisen eine Alternative entgegenzusetzen. Das 9-EUR-Ticket hat nur kurzfristige Impulse auf die Nachfrage geboten, das Deutschlandticket als Abo soll Kunden langfristiger binden, auch wenn das Ticket monatlich gekündigt werden kann. Auch wenn die Preisgestaltung mit 49 Euro je Monat extrem niedrig ist und eine sehr hohe Fluktuation aus anderen, teureren Tarifen stattgefunden hat, werden die Mindereinnahmen über Bundes- und Landesmittel ausgeglichen, allerdings nur bis zu einer Obergrenze von bundesweit 3 Mrd. € p.a. bis zum Jahr 2025. Danach ist sowohl die Finanzierung als auch die Weiterexistenz des Deutschlandtickets fraglich. Insgesamt lässt sich aber festhalten, dass gestiegene Aufwendungen und viele Jahre zu niedrige VRR-Fahrpreisanpassungen, den Druck auf das Ergebnis der SWK MOBIL deutlich verstärkt haben. Denn die Kosten für Personal, Energie, Material und Dienstleistungen sind in den vergangenen Jahren exorbitant gestiegen, die wirtschaftlichen Ausgleichsmechanismen von Bund und Ländern zielen aber auf die Vor-Corona-Zeit aus dem Jahre 2019 mit einer leichten Indizierung ab. So wird sich die Schere zwischen Kosten und Einnahmen weiter vergrößern und die Verluste in der ganzen Branche erheblich steigen. Insgesamt entsprach der Geschäftsverlauf aufgrund der oben beschriebenen Gründe dennoch in etwa den Erwartungen. C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 1. Chancenbericht Die Rahmenbedingungen für eine zukünftige Ergebnisverbesserung sind schwierig bzw. nahezu unmöglich. Im Gegensatz zu den steigenden Aufwendungen zum Erhalt der Straßenbahninfrastruktur, für Personal, für Subunternehmerleistungen sowie die im Rahmen der europäischen clean vehicle directive (CVD) geforderte emissionslose Mobilität in den Städten durch den ausschließlichen Einsatz von Batterie- und/oder Brennstoffzellenbussen werden die Erlöse durch das Deutschlandticket und einen festgeschriebenen Ausgleichsmechanismus auf einen 5 Jahre alten Stand festgeschrieben. Die Chancen liegen in einer fortgesetzten Kundenorientierung und der stetigen Verbesserung der vornehmlich digitalen Serviceangebote. Unsere Angebote SWK KRuiser, sowie die Bündelung aller Angebote bis hin zur Buchung des Mein SWCAR in unserer SWK App dokumentieren unsere Innovations- und Veränderungskraft. Über die neuen Informations- und Vertriebskanäle soll es weiterhin gelingen, neue Zielgruppen für die Fahrt in Bus und Bahn zu gewinnen sowie Nutzerdaten zu generieren. Diese Überlegungen spiegeln sich im NRW-weiten eezy-Ticket, mit dem der Kunde landesweit ohne Tarifkenntnisse unterwegs sind, wider. Es ist die optimale Ergänzung zum Angebot des Deutschlandtickets für die Selten- und Spontannutzer und hat daher auch perspektivisch seine Daseinsberechtigung in der sich vermutlich stark reduzierenden Ticketwelt. 2. Risikobericht Das Risikomanagement der SWK MOBIL wird im Rahmen des Geschäftsbesorgungsvertrages von der SWK AG durchgeführt. Ziel des Risikomanagementsystems ist es, die Unternehmensrisiken aus dem externen Unternehmensumfeld sowie aus unternehmensinternen Gegebenheiten so früh wie möglich zu erkennen, zu bewerten und gegenzusteuern. Alle wesentlichen organisatorischen und inhaltlichen Aspekte zum Risikomanagementsystem/-prozess sind in einer Verfahrensanweisung festgelegt, die Bestandteil des Organisationshandbuchs der SWK AG ist. In Abhängigkeit eines unternehmensindividuellen Schwellenwerts werden Risiken (und dazugehörige Frühwarnindikatoren und Maßnahmen) in einer Software durch Risikobeauftragte und -manager erfasst und gemeldet. Die Informationen zu eventuell bestehenden Risiken sind von den Verantwortlichen der Organisationseinheiten anzufordern. Auf Basis der im System zur Verfügung stehenden Reports/Übersichten geben die Risikomanager der Geschäftsführung regelmäßig einen Überblick über den Risikobestand sowie dessen Veränderungen und lassen sich die Freigabe erteilen. Der Risikoausschuss der SWK AG tagte quartalsweise, analysierte die gemeldeten Risiken und gab den Risikoverantwortlichen Hinweise zum Ansatz, zur Bewertung und zum Umgang mit diesen. Risiken der künftigen Geschäftstätigkeit können insbesondere aus verkehrspolitischen und gemeinderechtlichen Entscheidungen bzw. Entwicklungen, der Entwicklung der Preise für Einsatzstoffe und der Personalentgelte sowie betrieblichen Gegebenheiten bei der Durchführung des Verkehrsbetriebs resultieren. Umfeldrisiken ÖPNV-Finanzierung Im Geschäftsfeld Verkehr bleibt das Einnahmenniveau zukünftig weiter schwer abschätzbar. Das Nachfrageverhalten auf Basis der Fahrtenzahlen hat sich stabilisiert, liegt aber nach wie vor unter dem Vor-Corona-Niveau. Die Mindereinnahmen durch die Einführung des Deutschlandtickets sollen zumindest noch in 2024 und 2025 ausgeglichen werden. Ob die Mittel hierfür vollständig reichen werden, ist fraglich. Der Ausgleich der niedrigeren Mindereinnahmen beruht darüber hinaus auf einer fortgeschriebenen Indizierung, die auf historischen Fahrpreisanpassungen beruhen, die bereits viel zu niedrig waren. Steigende Betriebsaufwendungen (Personal, Material) und Investitionsausgaben - nicht zuletzt zur Erreichung der Ziele zur Klimaneutralität - bei einem relativ eingefrorenen Einnahmenniveau führen zu einem höheren Finanzierungsbedarf. Hier ist noch offen, wie der Anstieg dieses Finanzierungsbedarfs perspektivisch gedeckt werden soll. Marktrisiken Auch das hohe Energiepreisniveau für Strom und Diesel stellt ein Risiko dar. Die SWK MOBIL hat noch bis Ende 2024 eine Dieselpreisabsicherung geschlossen. Mit einer steigenden Anzahl von Wasserstoffbussen werden die Dieselmengen perspektivisch zurückgehen. Allerdings wird hierfür auch teurerer Wasserstoff benötigt. Betriebliche Risiken Den betrieblichen Risiken wie insbesondere dem Ausfall von Fremdunternehmerleistungen sowie von Verkehrsunfällen begegnet die SWK MOBIL mit Marktbeobachtung, einer breiten Fremdunternehmerpalette, regelmäßigen Gesprächen mit den Marktpartnern, regelmäßigen bzw. laufenden Beobachtungen und Kontrollen, einer ständigen Qualifizierung der Mitarbeiter und einer fortlaufenden Weiterentwicklung der Qualitätssicherung, der Auswertung des Unfallgeschehens und einer Ableitung von Maßnahmen zur Unfallsenkung sowie einem umfassenden Versicherungsschutz. Risiken Finanzinstrumente Unter den Risiken aus Finanzinstrumenten spielen folgende Aspekte eine Rolle: Zu den Finanzanlagen zählt im Wesentlichen die Beteiligung an der West-Bus GmbH, die operatives Element des Geschäftsmodells der SWK MOBIL ist. Insoweit gelten die Ausführungen unter B.1 zur Betrauung und der damit verbundenen Finanzierung mittelbar auch für diese Beteiligung. Die SWK MOBIL hält Wertpapiere (Fondsanteile), die die zukünftigen aufgelaufenen Zahlungsverpflichtungen für die Altersteilzeitmitarbeiter in der Freizeitphase absichern. Die Absicherung der Altersteilzeitguthaben sieht in der Aktivphase den Kauf von Fondsanteilen vor, welche dann bei Eintritt in die Freizeitphase monatlich verkauft und ausgezahlt werden. Am Ende der Ruhephase bzw. mit dem letzten Verkauf von Anteilen wird ein wertmäßiger Gewinn oder Verlust realisiert, den die SWK MOBIL trägt. Die Größenordnung der realisierten saldierten Gewinne/Verluste sowie Abschreibungen/Zuschreibungen für mögliche zukünftige Wertverluste/-gewinne liegen bislang in einem sehr geringfügigen Bereich. Zum 31.12.2023 bestehen noch fünf Depots für Mitarbeitende in Altersteilzeit. Das größte Volumen an Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen resultiert mit verbundenen Unternehmen. Eine Forderungsberichtigung findet hier nicht statt, da die Bonität dieser Unternehmen als sehr hoch eingestuft wird. Das zweithöchste Forderungsvolumen ist das aus dem Verkauf von Tickets. Hier erfolgen Einzelwertberichtigungen, deren Aufwand sich im Ergebnis widerspiegeln. Im Bereich der Finanzinstrumente bedient sich die Gesellschaft eines Derivats, um Auswirkungen von Preisschwankungen beim Einsatzstoff Diesel auszuschalten. Hierzu bestand bis zum 31.12.2023 ein durch die SWK AG geschlossenes Sicherungsgeschäft für einen Verbrauch an Diesel von 1,0 Mio. Liter p.a. für den Zeitraum 2020 bis 2023. Ein weiteres Sicherungsgeschäft besteht für den Zeitraum 2024 mit Vertragsbeginn zum 1. Januar 2024 mit demselben zugrunde gelegten Verbrauch. Dies entspricht dem Teil des erwarteten Bedarfs für die selbst erbrachte Fahrleistung der SWK MOBIL. Zum 31. Dezember 2023 lag der Marktwert des Sicherungsgeschäfts für den Zeitraum 2024 bei 200,6 T€. Auf die SWK MOBIL entfiel im Berichtsjahr per Saldo ein Ertrag in Höhe von 244 (Vj. 448) T€ für die von der Bank erhaltenen Ausgleichsbeträge. Das Grundgeschäft und das Sicherungsgeschäft sind in einer Bewertungseinheit nach § 254 HGB zusammengefasst. Die Risikosituation basierend auf den oben dargestellten wesentlichen Risiken sind herausfordernd. Die Gesellschaft geht zum Erstellungszeitpunkt des Berichts nicht von einer Bestandsgefährdung aus. 3. Prognosebericht Die Anfang März 2024 vorliegenden Prognosen zur wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland des ifo Instituts - Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München e.V. (ifo) und des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln e.V. (IdW) gehen für das Jahr 2024 von einer Spannweite der Veränderung des preisbereinigten BIP von -0,5 % bis +0,9 % aus. Einheitlich positiv beurteilen sie, dass die Inflationsrate durch sinkende Energiepreise zurückgehen und sich die Kaufkraft abhängig Erwerbstätiger durch steigende Realeinkommen erhöhen wird. Ebenso gleichlautend negativ wird die Unsicherheit bezüglich der staatlichen Haushaltslage gesehen. Die Verunsicherung bezieht sich auf die fiskalischen Effekte in 2024 und bremst damit die gesamte Investitionstätigkeit. Gemäß dem IdW bleiben die Aussichten für die Weltkonjunktur aufgrund der instabilen geopolitischen Lage, der restriktiven Geldpolitik und der volatilen Energiepreise eingetrübt. Es führt weiter aus, dass es der deutschen Wirtschaft in diesem Umfeld nicht gelingen wird, sich aus ihrer langjährigen Schwäche zu befreien. Essenziell ist die Sicherung der Finanzierung des Staatshaushalts und der damit verbundenen Investitions- und Transformationsbedingungen, die in ein Konzept der langfristigen Standortstärkung eingebunden sein muss. Eine Ergebnisprognose ist vor dem aktuellen unsicheren Kostenhintergrund deutlich erschwert. Für die SWK MOBIL bleibt das Einnahmenniveau 2024 und 2025 zukünftig durch den Bundes-/Landesausgleich gut kalkulierbar. Die Planprämissen für 2024 unterstellen die Existenz eines weiteren Ausgleichsmechanismus zum Deutschlandticket in Höhe von rund 10 Mio. €. Wir gehen davon aus, dass sich die Nachfrage mit dem Deutschlandticket über das Jahr 2023 hinaus weiter erhöhen wird, die Erlöse aber nicht in gleichem Maße steigen. Die Kostenseite war zunächst getrieben durch hohe Inflation und jetzt durch extrem hohe Tarifabschlüsse für alle Mitarbeiter kommunaler Verkehrsunternehmen, aber auch der privaten Subunternehmer, die bis zum Jahresende 2025 Tarifsteigungen von bis zu 25% über die Laufzeit von 2 Jahren beschlossen haben, die die Bestellerunternehmen, wie die SWK MOBIL, letztendlich finanzieren müssen. Der im Frühjahr 2023 erfolgte hohe Tarifabschluss für unsere Mitarbeitenden ist in den Planansätzen 2024 und folgende entsprechend berücksichtigt. Mit den stark überproportional steigenden Löhnen und den stark steigenden Aufwendungen für Materialien und Baudienstleistungen werden die Kosten für die SWK MOBIL exponentiell steigen. Die Einnahmesituation wird im besten Fall weiterhin auf das Niveau von 2019 "eingefroren". Unter Zugrundelegung unserer Planprämissen und den Planansatz für das Jahr 2024 gehen wir daher davon aus, dass sich der Jahresverlust vor Ergebnisausgleich in 2024 gegenüber 2023 deutlich erhöhen wird. BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangI. Allgemeine Angaben zum Unternehmen Der Jahresabschluss der SWK MOBIL GmbH, Krefeld, im Folgenden SWK MOBIL, (Amtsgericht Krefeld, HR B 7279) wurde nach den §§ 242 ff., 264 ff. des HGB und den einschlägigen Vorschriften des GmbH-Gesetzes sowie den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags aufgestellt. Die SWK MOBIL erfüllt im Berichtsjahr die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB. Alleinige Gesellschafterin der SWK MOBIL ist die SWK AG, Krefeld. Zwischen der SWK AG und der SWK MOBIL besteht ein Organschaftsvertrag. Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter der Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB). Das nach dem HGB vorgeschriebene Gliederungsschema wurde durch Hinzufügung einzelner Posten der besonderen Struktur eines Verkehrsunternehmens angepasst. Um die Klarheit der Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zu verbessern, wurden in der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung, im Folgenden GuV, einzelne Posten zusammengefasst. Die GuV wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Davon-Vermerke zu einzelnen Posten der Bilanz und der GuV werden grundsätzlich im Anhang erläutert. Alle Beträge werden - soweit nicht anders dargestellt - in Tausend Euro (T€) angegeben. Die nachfolgend dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden unverändert zum Vorjahr angewendet. II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten angesetzt. Diese werden planmäßig linear über die voraussichtliche wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Diese entsprechen den steuerlich zulässigen Nutzungsdauern. Das Sachanlagevermögen wird im Zeitpunkt des Übergangs des wirtschaftlichen und rechtlichen Eigentums mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich, soweit abnutzbar, nutzungsbedingter planmäßiger und ggf. außerplanmäßiger Abschreibungen angesetzt. Der Umfang der Anschaffungskosten entspricht § 255 Abs. 1 HGB. Die Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 HGB enthalten die Einzelkosten für Material und Fertigung, die Sonderkosten der Fertigung, angemessene Teile der Gemeinkosten wie Materialgemeinkosten, Fertigungsgemeinkosten und Verwaltungsgemeinkosten und die fertigungsbedingten Abschreibungen. Fremdkapitalzinsen wurden nicht aktiviert. Die planmäßigen Abschreibungen werden linear und degressiv vorgenommen. Bei degressiven Abschreibungen erfolgt ein planmäßiger Übergang auf lineare Abschreibungen, falls diese zu höheren Abschreibungsbeträgen führen. Im Jahr des Zugangs erfolgt die Abschreibung zeitanteilig. Die Abschreibungen erfolgen auf Grundlage der allgemeinen sowie branchenbezogenen steuerlichen Abschreibungstabellen und bewegen sich damit im Rahmen der steuerlich zulässigen Mindest- bzw. Höchstsätze. Seit 2009 angeschaffte Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten zwischen 150 € (ab 2018: 250 €) und 1.000 € werden in einen Anlagenpool gebucht und linear über fünf Jahre abgeschrieben. Erhaltene Zuschüsse für Gegenstände des Anlagevermögens werden als erfolgsneutrale Wertberichtigung im Anlagenspiegel gezeigt. Die Finanzanlagen werden grundsätzlich mit den Anschaffungskosten bzw. bei voraussichtlich dauernder Wertminderung mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Anteile an Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten bilanziert. Die Bewertung erfolgt bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen mit dem niedrigeren beizulegenden Wert. Die sonstigen Ausleihungen betreffen an Mitarbeiter gewährte Wohnungsbau- und PKW-Darlehen, die mit dem Nominalwert zum Bilanzstichtag angesetzt sind. Soweit geboten, sind diese Werte um außerplanmäßige Abschreibungen gekürzt. Bei Wegfall der Gründe für eine außerplanmäßige Abschreibung werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten bei zulässigen Bewertungsvereinfachungsverfahren oder zu niedrigeren Tageswerten angesetzt. Gleichartige Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe einer Gruppe wurden anhand des Lifo-Verfahrens (last in first out) nach § 256 HGB bewertet. Die unfertigen Leistungen werden zu Herstellungskosten (Einzelkosten, angemessene Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit durch die Fertigung veranlasst) bewertet, sofern nicht nach § 253 Abs. 4 HGB um noch anfallende Aufwendungen geminderte Verkaufswerte anzusetzen sind. Fremdkapitalzinsen wurden nicht aktiviert. Die Herstellungskosten werden auf Basis der tatsächlich angefallenen Kosten bei Normalbeschäftigung ermittelt. Abwertungen werden vorgenommen, soweit der Ansatz mit einem niedrigeren Wert erforderlich ist. Abwertungen für Bestandsrisiken werden berücksichtigt. Das Prinzip der verlustfreien Bewertung wird angewandt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind unter Berücksichtigung des allgemeinen Ausfallrisikos zum Nennwert bilanziert. Soweit erforderlich, werden Einzelwertberichtigungen vorgenommen. Uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Soweit nicht gesondert ausgewiesen, haben alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden jeweils zum Nennwert angesetzt. Als aktiver Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, die in nachfolgenden Geschäftsjahren zu Aufwand führen. Der Ausweis und die Darstellung des Eigenkapitals erfolgt nach § 272 HGB unter Berücksichtigung der ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und zum Abschlussstichtag vorliegender Beschlüsse. Das gezeichnete Kapital wird mit dem Nennbetrag angesetzt. Die Kapitalrücklage und die anderen Gewinnrücklagen sind gemäß § 266 HGB gesondert ausgewiesen. Bei der Bemessung der Rückstellungen wird den erkennbaren Risiken sowie ungewissen Verbindlichkeiten Rechnung getragen. Der Werteansatz erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages (unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostensteigerung). Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn bzw. sieben Jahre laufzeitadäquat abgezinst. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sowie die unter den sonstigen Rückstellungen ausgewiesenen Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen und Jubiläumszuwendungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen unter Berücksichtigung der "Richttafeln 2018 G" von Klaus Heubeck, die eine generationsabhängige Lebenserwartung berücksichtigen, nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ("Projected Unit Credit Method") gebildet. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden bei einer pauschal angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren unter Berücksichtigung des von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatzes der letzten zehn Geschäftsjahre in Höhe von 1,83 (Vj. 1,78) % abgezinst. Der auf die Rückstellung für Jubiläumszuwendungen sowie allgemein auf langfristige Rückstellungen anzuwendende, von der Deutschen Bundesbank veröffentlichte, durchschnittliche Marktzinssatz der letzten sieben Geschäftsjahre beträgt bei einer pauschal angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren 1,75 (Vj. 1,44) %. Die Rückstellung für Altersteilzeitverpflichtungen wird für eine pauschale Restlaufzeit von drei Jahren mit 1,08 (Vj. 0,59) % (7-Jahresdurchschnitt) abgezinst. Der Erfüllungsbetrag für Altersteilzeitverpflichtungen in Höhe von 1.204 T€ wurde mit dem Zeitwert des Aktivvermögens aus Geldmarktfonds in Höhe von 199 T€ saldiert. Die Anschaffungskosten der Geldmarktfonds-Anteile zum Bilanzstichtag betragen insgesamt 200 T€. Im Rahmen weiterer Rechnungsannahmen wurde folgende jährliche Kostensteigerung berücksichtigt: - Kostensteigerung Deputate: 3,00 % p. a. Die Pensionsrückstellungen umfassen Rückstellungen zum Abbau der Unterdeckung von mittelbaren Pensionsverpflichtungen und Rückstellungen für Deputatverpflichtungen, die auf Basis des Ablösebetrages bzw. der Anschaffungskosten bewertet werden. Die Sachwertpensionen werden letztmalig Mitarbeitenden gewährt, die zum 30.04.1994 im Beschäftigungsverhältnis standen und weitere Voraussetzungen zur Betriebszugehörigkeit erfüll(t)en. Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt zum Bilanzstichtag 4 (Vj. 24) T€ für die Sachwertpensionen. Dieser ergibt sich aus der Differenz zwischen der Abzinsung der Verpflichtung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Jahren (1,83 %) und dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Jahren (1,75 %). Die Erfolgswirkung aus der Änderung des Abzinsungssatzes wird im operativen Ergebnis ausgewiesen. Das in 2019 für Unternehmen des SWK-Konzerns, darunter die SWK MOBIL, zentral abgeschlossene Sicherungsgeschäft für Diesel und Heizöl dient der Absicherung des Preisniveaus eines Teils der voraussichtlich benötigten Mengen. Die Grundgeschäfte (künftige Kraftstoffkäufe) und das Sicherungsgeschäft (Swap) bilden eine Bewertungseinheit nach § 254 HGB. Da das abgesicherte Risiko des Grundgeschäftes durch den Swap kompensiert wird, ist die Sicherungsbeziehung wirksam und bezieht sich auf den Umfang der Mengen und den Zeitraum. Dieser wirksame Teil der Bewertungseinheit wird mithilfe der Durchbuchungsmethode bilanziert. Folgende Mengen wurden für die SWK MOBIL im Rahmen eines "micro hedge" anteilig abgesichert:
Die Marktwerte der einzelnen Swapvereinbarungen zum 31. Dezember 2023 sind nicht zu bilanzieren. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Verbindlichkeiten gegenüber Versorgungseinrichtungen umfassen das auf der Grundlage eines versicherungsmathematischen Gutachtens voll dotierte Kassenvermögen der Versorgungskasse der SWK STADTWERKE KREFELD AG, der SWK MOBIL GmbH und der SWK ENERGIE GmbH für die Betriebsangehörigen der ehemaligen Krefelder-Verkehrs-AG e. V., Krefeld (VKK). Der passive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, soweit sie einen Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Umsatzerlöse werden realisiert, wenn die Lieferungen und Leistungen ausgeführt sind und der Gefahrenübergang erfolgt ist. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig von den Zeitpunkten der entsprechenden Zahlungen im Jahresabschluss berücksichtigt. Alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, werden berücksichtigt. Gewinne werden nur berücksichtigt, wenn sie am Abschlussstichtag realisiert sind. III. Erläuterungen zu den Posten der Bilanz (1) Anlagevermögen Gliederung und Entwicklung des Anlagevermögens sind im als Anlage zum Anhang beigefügten Anlagenspiegel dargestellt. (2) Vorräte
(3) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind saldiert mit den fristgleichen Verbindlichkeiten gegenüber der jeweiligen Gesellschaft ausgewiesen. Der Gesamtsaldo in Höhe von 354 (Vj. 5.505) T€ setzt sich wie folgt zusammen:
Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten als wesentliche Posten Forderungen gegen den Verein Schluff und historische Verkehrsmittel Krefeld e.V., Krefeld, aus kurzfristiger Liquiditätsüberlassung und Finanzdienstleister. (4) Gezeichnetes Kapital
(5) Kapitalrücklage
(6) Gewinnrücklagen
(7) Rückstellungen
Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen beinhaltet Rückstellungen zum Abbau der Unterdeckung von mittelbaren Pensionsverpflichtungen in Höhe von 20.630 T€ und Sachwertpensionen in Höhe von 520 T€. Die sonstigen Rückstellungen mit Einzelbeträgen über 500 T€ sind gebildet für Gleiserneuerungen, Verpflichtungen aus Altersteilzeitregelungen, Rückerstattungen aus Umlageverpflichtungen für Haftpflicht- und Versicherungsverbände, ausstehende Eingangsrechnungen, Gleitzeitguthaben der Mitarbeiter, Sondervergütungen Personal sowie Unterhaltsverpflichtungen für Brückenbauwerke. Die SWK MOBIL hat von dem Beibehaltungswahlrecht der Aufwandsrückstellungen gemäß Art. 67 Abs. 3 Satz 1 EGHGB teilweise Gebrauch gemacht. (8) Verbindlichkeiten
Der Ausweis der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen erfolgt saldiert mit den fristgleichen Forderungen gegen die jeweilige Gesellschaft. Der Gesamtsaldo in Höhe von 6.864 (Vj. 2) T€ setzt sich wie folgt zusammen:
Die Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin resultieren im Wesentlichen aus Cash-Pooling in Höhe von 31.697 T€. Sie sind im Wesentlichen saldiert mit der Forderung aus dem Anspruch auf Verlustausgleich in Höhe von 25.347 T€. Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht sind saldiert mit den fristgleichen Forderungen gegen die jeweilige Gesellschaft ausgewiesen. Der Ausweis betrifft Verbindlichkeiten und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Versorgungseinrichtungen resultieren aus dem der Gesellschaft verzinslich überlassenen Kassenvermögen der VKK. Die sonstigen Verbindlichkeiten betreffen vornehmlich Ausgleichsbeträge gegenüber dem Verkehrsverbund Rhein-Ruhr AöR (VRR), Gelsenkirchen, sowie erhaltene Anzahlungen für den Verkehrsbereich vom Ministerium für Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf. IV. Erläuterungen zu den Posten der GuV Der Ausweis von periodenfremden und außergewöhnlichen Aufwendungen und Erträgen erfolgt, soweit sie für die Beurteilung der Ertragslage von Bedeutung sind. (9) Umsatzerlöse Sämtliche Umsatzerlöse werden im Inland erzielt und setzen sich wie folgt zusammen:
(10) Erträge aus Landesmitteln NRW sowie aus Verkehrsleistungen für umliegende Gebietskörperschaften In den Erträgen aus Landesmitteln NRW sowie aus Verkehrsleistungen für umliegende Gebietskörperschaften in Höhe von 3.210 (Vj. 3.138) T€ werden Erträge aus Landesmitteln gemäß § 11 ÖPNVG NRW (Gesetz über den öffentlichen Personennahverkehr in Nordrhein-Westfalen) sowie aus Infrastrukturkostenausgleich für die Bedienung von Gebietskörperschaften gemäß Zweckverbandssatzung VRR zusammengefasst. (11) Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 12.801 (Vj. 13.693) T€ enthalten im Wesentlichen Erträge aus Corona-Ausgleichszahlungen in Höhe von 6.492 (Vj. 11.267) T€. Darüber hinaus sind Schadenersatzerträge und Erträge aus der Gewährung von Zuschüssen enthalten. Dieser Posten enthält -556 T€ aperiodische Beträge. Diese entfallen im Wesentlichen auf Rückforderungen von Corona-Ausgleichszahlungen für das Jahr 2021. (12) Materialaufwand
In diesem Posten werden u. a. die Entgelte für Subunternehmerleistungen, die Material- und Reparaturaufwendungen für den Betrieb und die Instandhaltung der Fahrzeuge und sonstigen Betriebsanlagen sowie Brenn- und Treibstoffkosten zusammengefasst. (13) Personalaufwand
(14) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen Es handelt sich um planmäßige Abschreibungen in Höhe von 6.565 (Vj. 6.251) T€. (15) Sonstige betriebliche Aufwendungen Wesentliche Posten der sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 15.785 (Vj. 15.378) T€ sind Beträge gemäß Geschäftsbesorgungs- und Personalüberleitungsvertrag mit der SWK AG, verschiedene Dienst- und Fremdleistungen, EDV-Kosten bzw. Dienstleistungen und Aufwand aus Dienstleistungsverträgen. (16) Finanzergebnis
Die in den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthaltenen Aufzinsungen von Rückstellungen beinhalten Aufwendungen und Erträge aus Altersteilzeitverpflichtungen und zugehörigem Deckungsvermögen. Diese betreffen Zinsaufwendungen auf Grund der Bewertung von Altersteilzeitrückstellungen in Höhe von 6 T€. (17) Sonstige Steuern
V. Sonstige Angaben Sonstige finanzielle Verpflichtungen Für 2023 betragen die voraussichtlichen sonstigen finanziellen Verpflichtungen insgesamt 43.957 T€ (davon 0 T€ gegenüber verbundenen Unternehmen). Die Gesellschaft hat mit Subunternehmern Verträge über die Durchführung von Omnibus- und Taxifahrten abgeschlossen. Die Laufzeit dieser Verträge beträgt zwölf Monate. Im Berichtsjahr beliefen sich die Aufwendungen aus diesen Verträgen auf 11.148 T€. Das Bestellobligo beläuft sich am Bilanzstichtag auf 32.809 T€. Hiervon entfallen im Wesentlichen 14.142 T€ auf den Bau eines neuen Bürogebäudes, 6.222 T€ auf die Beschaffung von Wasserstoffbussen sowie 5.423 T€ auf den Neubau einer Wasserstofftankstelle. Das Kassenvermögen der VKK ist auf Grundlage versicherungsmathematischer Gutachten voll dotiert. Gegenüber dem unter Anwendung der Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck - mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre, hier 1,83 % - errechneten Erfüllungsbetrag der Verpflichtungen (nach der allgemein anerkannten "Projected Unit Credit Method") besteht eine Unterdeckung von insgesamt 36.435 T€. Hiervon sind 18.100 T€ durch Rückstellungen gedeckt; es verbleibt eine nicht passivierte, nach Art. 28 Abs. 2 EGHGB anzugebende Unterdeckung von 18.335 T€. Die gesamte Deckungslücke hat sich durch die Anwendung des 10-jährigen Durchschnittszinssatzes (1,83 %) um 807 T€ verringert. Die SWK MOBIL ist Mitglied der Rheinischen Zusatzversorgungskasse für Gemeinden und Gemeindeverbände (RZVK) in Köln. Die Kasse gewährt Versorgungs- und Versicherungsrenten für Versicherte und deren Hinterbliebene. Der derzeitige Umlagesatz beträgt 4,25 % des zusatzversorgungspflichtigen Entgeltes des jeweiligen Arbeitnehmers zuzüglich 3,5 % Sanierungsgeld. Die anteilige Kapitalunterdeckung beträgt zum 31. Dezember 2023 laut versicherungsmathematischem Gutachten 20.091 T€. Hiervon sind 2.530 T€ durch Rückstellungen gedeckt; es verbleibt eine nicht passivierte, nach Art. 28 Abs. 2 EGHGB anzugebende Unterdeckung von 17.561 T€. Gesamthonorar des Abschlussprüfers Die Angaben zum Gesamthonorar des Abschlussprüfers erfolgen im Konzernanhang der SWK AG zum 31. Dezember 2023. Angaben zur Belegschaft
Aufwendungen für Organe Der Geschäftsführer, Herr Liedtke, erhält keine gesonderte Vergütung für seine Geschäftsführertätigkeit. Die Bezüge des Geschäftsführers Guido Stilling bestehen aus einem festen Jahresgehalt, einer erfolgsabhängigen Tantieme sowie sonstigen Vergütungsbestandteilen, insbesondere Dienstwagen und Altersvorsorgebeiträge. Für Herrn Stilling besteht Versicherungsschutz aus einer D&O-Versicherung sowie einer Gruppen-Unfallversicherung. Vergütungskomponenten mit langfristigen Anreizwirkungen wurden nicht vereinbart. Für das Geschäftsjahr 2023 hat Herr Stilling eine Festvergütung von 197 T€ sowie Sach- und sonstige Bezüge von 20 T€ erhalten. Für variable Bezüge wurde eine Rückstellung für Tantieme in Höhe von 54 T€ gebildet. Angaben zum Konzernabschluss Die SWK MOBIL wird in den Konzernabschluss der SWK AG, der dem kleinsten und zugleich größten Konsolidierungskreis entspricht, einbezogen. Der Konzernabschluss und Konzernlagebericht der Muttergesellschaft wird nach dem HGB aufgestellt und beim Betreiber des Unternehmensregisters eingereicht und veröffentlicht. Haftungsverhältnisse Es bestehen keine Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten nach § 251 HGB. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der GuV noch in der Bilanz berücksichtigt sind, haben sich nicht ergeben. VI. Organe der SWK MOBIL GmbH Geschäftsführung Carsten Liedtke, Krefeld Betriebswirt (VWA) Sprecher des Vorstands der SWK AG Guido Stilling, Krefeld Dipl.-Geograph
Krefeld, den 28. März 2024 SWK MOBIL GmbH Die Geschäftsführung C. Liedtke G. Stilling Anlagenspiegel 2023der SWK MOBIL GmbH
ErgebnisverwendungsbeschlussDie Gesellschafterversammlung hat in ihrer Sitzung am 1. Juli 2024 den Jahresabschluss in der vorliegenden Form festgestellt. Der Jahresfehlbetrag in Höhe von 25.346.875,92 wird gemäß des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags von dem Organträger SWK AG übernommen. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die SWK Mobil GmbH, Krefeld PRÜFUNGSURTEILE Wir haben den Jahresabschluss der SWK Mobil GmbH, Krefeld - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der SWK Mobil GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Bonn, 15. Mai 2024 BDO
AG
Offergeld, Wirtschaftsprüfer Veldboer, Wirtschaftsprüfer |
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