Spielhallen und Betrieb von Glücksspielautomaten
EXTRABET GmbH
Theuerbach 30, 88630 Pfullendorf, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Georg Valentin Magister Schwab seit 23.4.2025 | Geschäftsführer |
Eugen Dick seit 23.4.2025 | Geschäftsführer |
Martin Maximilian Siegle seit 14.7.2022 | Prokura |
Holger Nepomuck seit 14.7.2022 | Prokura |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
NOVOMATIC AG | 42.74% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
NOVOMATIC AGGumpoldskirchenKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021Konzern-Bilanz zum 31. Dezember 2021AKTIVA
PASSIVA
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2021
Konzern-Gesamtergebnisrechnung für das Geschäftsjahr 2021
Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2021
Konzern-Eigenkapitalentwicklung für das Geschäftsjahr 2021
ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS zum 31. Dezember 2021(1) Angaben zum Unternehmen Der NOVOMATIC-Konzern besteht aus der NOVOMATIC AG und deren Tochterunternehmen. Die NOVOMATIC AG ist eine Aktiengesellschaft nach österreichischem Recht und hat ihren Sitz in Gumpoldskirchen, Österreich. Die Anschrift lautet NOVOMATIC AG, Wiener Strasse 158, 2352 Gumpoldskirchen. Die Gesellschaft ist beim Firmenbuchgericht Wiener Neustadt unter der Firmenbuchnummer FN 69548 b eingetragen. NOVOMATIC ist ein global agierender, integrierter Glücksspieltechnologie- und Unterhaltungskonzern mit über 40 Jahren Erfahrung als Produzent von innovativem Hightech Gaming Equipment. Der Konzern entwickelt, produziert und vertreibt Glücksspielprodukte, Lotterietechnologielösungen und vernetzte Systemlösungen für nationale und internationale Glücksspiel- und Wettmärkte. NOVOMATIC betreibt zudem rund 2.000 eigene Spielstätten, welche Spielbanken, Spielhallen, Sportwetten-Outlets und Bingobetriebe umfassen. Neben der Entwicklung von terrestrischem Gaming Equipment umfasst die Geschäftstätigkeit des NOVOMATIC-Konzerns die Entwicklung von Spielen für lizenzierte Online- und Offlineanbieter sowie das Betreiben von Online-Spiel- und Sportwettenplattformen. Der NOVOMATIC-Konzern ist sich seiner hohen sozialen Verantwortung bewusst und entfaltet seine geschäftlichen Aktivitäten ausschließlich in Märkten, die über klar definierte rechtliche Rahmenbedingungen verfügen. (2) Grundlagen der Rechnungslegung Der vorliegende Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021 wurde nach den vom International Accounting Standards Board (IASB) herausgegebenen International Financial Reporting Standards (IFRS) sowie den Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, erstellt. Die zusätzlichen Angaben des §245a Abs. 1 UGB wurden erfüllt. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Die Jahresabschlüsse der einzelnen in den Konzernabschluss 2021 einbezogenen vollkonsolidierten in- und ausländischen Gesellschaften wurden zum Stichtag des Konzernabschlusses aufgestellt. Ein Teilkonzern mit einem abweichenden regulären Bilanzstichtag hat folglich einen Zwischenabschluss zum Stichtag des Konzernabschlusses für Zwecke der Konsolidierung erstellt. Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt. Alle Beträge werden zum Zweck der Übersichtlichkeit in Millionen Euro (Mio. EUR) ausgewiesen. Durch die kaufmännische Rundung von Einzelpositionen und Prozentangaben kann es zu geringfügigen Rundungsdifferenzen kommen. (3) Konsolidierungskreis Der Konzernabschluss beinhaltet die NOVOMATIC AG und die von ihr beherrschten Unternehmen. Die Beherrschung ist dann gegeben, wenn die NOVOMATIC AG entweder direkt oder indirekt Verfügungsmacht über das Beteiligungsunternehmen ausüben kann, schwankenden Renditen aus ihrer Beteiligung ausgesetzt ist und die Renditen aufgrund ihrer Verfügungsmacht der Höhe nach beeinflussen kann. Tochtergesellschaften werden ab dem Erwerbszeitpunkt, d.h. ab dem Zeitpunkt, an dem der Konzern die Beherrschung erlangt, vollkonsolidiert. Die Einbeziehung in den Konzernabschluss endet, sobald die Beherrschung durch das Mutterunternehmen nicht mehr besteht. Unternehmen, auf die keine Beherrschung, jedoch ein maßgeblicher Einfluss ausgeübt wird, sind nach der Equity Methode bilanziert. Verbundene Unternehmen, deren Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung ist, werden nicht in den Vollkonsolidierungskreis miteinbezogen, sondern unter den Finanzanlagen ausgewiesen. Der Konsolidierungskreis hat sich wie folgt entwickelt:
Eine Übersicht über vollkonsolidierte Tochterunternehmen, at-equity konsolidierte Unternehmen sowie nicht konsolidierte verbundene Unternehmen befindet sich unter den sonstigen Angaben. Im Jahr 2021 wurden folgende Tochtergesellschaften in den Konzernabschluss einbezogen:
(4) Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Erstmalig anzuwendende Standards und Interpretationen im Geschäftsjahr 2021 Die nachfolgenden neuen bzw. überarbeiteten Standards und Interpretationen wurden von der EU in europäisches Recht übernommen und waren erstmals im Geschäftsjahr 2021 anzuwenden: Standard bzw. Interpretation
Die in Kraft getretenen Änderungen hatten keine nennenswerten Auswirkungen auf den Konzernabschluss. Bereits veröffentlichte Standards und Interpretationen, welche erst in späteren Geschäftsjahren anzuwenden sind Zum Zeitpunkt der Freigabe dieses Abschlusses zur Veröffentlichung waren die folgenden für den NOVOMATIC-Konzern relevanten Standards und Interpretationen bereits veröffentlicht, jedoch nicht verpflichtend anzuwenden und wurden auch nicht vorzeitig angewendet:
Im NOVOMATIC-Konzern sind die Einführung und die Umsetzung der vorgenannten Standards und Interpretationen ab dem Zeitpunkt der verpflichtenden Anwendung unter Inanspruchnahme von möglichen Erleichterungsbestimmungen vorgesehen. Diese neuen oder geänderten Standards haben voraussichtlich keine bzw. keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzern. Konsolidierungsmethoden Die Erstkonsolidierung für akquirierte Unternehmen erfolgt nach der Erwerbsmethode zum Erwerbszeitpunkt. Die bei einem Unternehmenszusammenschluss übertragene Gegenleistung wird zum beizulegenden Zeitwert bewertet, der sich aus der Summe der zum Tauschzeitpunkt gültigen beizulegenden Zeitwerte der übertragenen Vermögenswerte und der von den früheren Eigentümern des erworbenen Unternehmens übernommenen Schulden im Austausch gegen die Beherrschung des erworbenen Unternehmens ergibt. Die bedingte Gegenleistung wird als Teil der übertragenen Gegenleistung behandelt und mit dem zum Erwerbszeitpunkt geltenden beizulegenden Zeitwert bewertet. Im Falle eines sukzessiven Unternehmenszusammenschlusses wird der zuvor vom Konzern an dem erworbenen Unternehmen gehaltene Eigenkapitalanteil zu dem zum Erwerbszeitpunkt geltenden beizulegenden Zeitwert neu bestimmt und der daraus resultierende Gewinn bzw. Verlust in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Anschaffungsnebenkosten werden sofort aufwandswirksam erfasst. Die erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte und übernommenen Schulden sind mit ihren beizulegenden Zeitwerten zum Erwerbszeitpunkt zu bewerten, sofern hiervon keine Ausnahmen vorgesehen sind. Gemäß IFRS 3 werden für alle Unternehmenserwerbe die aktiven Unterschiedsbeträge als Firmenwert aktiviert. Ergeben sich negative Unterschiedsbeträge, werden diese nach einer erneuten Beurteilung der Bewertung der identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden des erworbenen Unternehmens erfolgswirksam erfasst. Anteile nicht beherrschender Gesellschafter werden bei Zugang zum entsprechenden Anteil der bilanzierten Beträge des identifizierbaren Nettovermögens bzw. zum beizulegenden Zeitwert bewertet. In der Folgebewertung wird das Gesamtergebnis des Tochterunternehmens anteilig den nicht beherrschenden Gesellschaftern zugeordnet, und zwar selbst dann, wenn dies dazu führt, dass die nicht beherrschenden Anteile einen Negativsaldo aufweisen. Der Ausweis erfolgt innerhalb des Eigenkapitals getrennt von dem den Aktionären der NOVOMATIC AG zurechenbaren Anteil am Eigenkapital. Die Ergebnisse der im Laufe des Jahres erworbenen oder veräußerten Tochterunternehmen werden entsprechend ab dem effektiven Erwerbszeitpunkt oder bis zum effektiven Abgangszeitpunkt in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung einbezogen. Änderungen der Beteiligungsquoten des Konzerns an Tochterunternehmen, die nicht zu einem Verlust der Beherrschung über dieses Tochterunternehmen führen, werden als Eigenkapitaltransaktion bilanziert. Die Ergebnisse sowie Vermögenswerte und Schulden von assoziierten Unternehmen werden in den Konzernabschluss unter Anwendung der Equity-Methode einbezogen. Anteile an assoziierten Unternehmen werden in der Bilanz zu Anschaffungskosten ausgewiesen, die um die Veränderung des Anteils des Konzerns am Reinvermögen nach dem Erwerbszeitpunkt sowie um den Verlust durch Wertminderungen angepasst werden. Verluste, die den Anteil des Konzerns an assoziierten Unternehmen übersteigen, werden nicht erfasst. Konzerninterne Forderungen und Verbindlichkeiten, Aufwendungen und Erträge sowie Zwischenergebnisse werden eliminiert, soweit sie nicht von untergeordneter Bedeutung sind. Fremdwährungsumrechnung Fremdwährungstransaktionen werden in der funktionalen Währung, durch Anwendung des Wechselkurses zwischen funktionaler Währung und Fremdwährung zum Zeitpunkt der Transaktion, dargestellt. Wechselkursdifferenzen aus der Bezahlung von monetären Posten zu Umrechnungskursen, welche von den ursprünglich erfassten abweichen, werden sofort erfolgswirksam erfasst. Ausländische vollkonsolidierte Tochtergesellschaften werden als selbstständige Unternehmen angesehen, da sie finanziell, wirtschaftlich und organisatorisch unabhängig sind. Ihre funktionalen Währungen sind in der Regel die jeweiligen Landeswährungen. Abgesehen von den Eigenkapitalposten werden zur Umrechnung in die Berichtswährung alle Bilanzposten mit dem Stichtagskurs zum 31. Dezember 2021 umgerechnet. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung der ausländischen konsolidierten Unternehmen werden zu Durchschnittskursen der Periode umgerechnet. Differenzen aus der Währungsumrechnung werden im sonstigen Ergebnis erfasst. Beim Ausscheiden eines ausländischen Unternehmens aus dem Konsolidierungskreis werden diese Währungsdifferenzen in den Gewinn oder Verlust umgebucht. Die für die Währungsumrechnung zugrunde gelegten wichtigen Wechselkurse haben sich wie folgt entwickelt:
Immaterielle Vermögenswerte und Firmenwerte Erworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten aktiviert und entsprechend ihrer wirtschaftlichen Nutzungsdauer oder Vertragsdauer linear abgeschrieben. Selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte werden bei Erfüllung der Ansatzkriterien mit den Herstellungskosten aktiviert und entsprechend ihrer wirtschaftlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Markenrechte und Lizenzen können eine unbestimmte Nutzungsdauer aufweisen. Die immateriellen Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer werden einmal jährlich dahingehend überprüft, ob die Einschätzung einer unbestimmten Nutzungsdauer weiterhin gerechtfertigt ist. Ist dies nicht der Fall, wird die Änderung der Einschätzung von unbestimmter zur begrenzten Nutzungsdauer prospektiv vorgenommen. Bei immateriellen Vermögenswerten mit unbestimmter Nutzungsdauer wird mindestens einmal jährlich und bei Vorliegen von Indikatoren für Wertminderungen unterjährig ein Impairment-Test durchgeführt. Eine Wertminderung liegt vor, wenn der erzielbare Betrag unter dem Buchwert liegt. Der erzielbare Betrag ist der höhere aus dem beizulegenden Zeitwert und Nutzungswert. Wertminderungen werden im Jahr des eintretenden wertmindernden Ereignisses erfasst. Bei Entfall der Gründe für die Wertminderungen werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen. Ein aus einem Unternehmenszusammenschluss resultierender positiver Unterschiedsbetrag wird als Firmenwert aktiviert und zum Zweck des Werthaltigkeitstests auf zahlungsmittelgenerierende Einheiten aufgeteilt. Die Aufteilung erfolgt auf diejenigen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten bzw. Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten gemäß den identifizierten Geschäftssegmenten, von denen erwartet wird, dass sie aus dem Zusammenschluss Nutzen ziehen. Die Wertansätze der Firmenwerte werden jährlich zum 30. September (ausgenommen: Ainsworth Game Technology Ltd., Australien, zum 31. Dezember) sowie bei Vorliegen von Anhaltspunkten für eine Wertminderung einem Impairment-Test unterzogen. Der Buchwert des Firmenwertes wird mit dem erzielbaren Betrag für die zugeordnete zahlungsmittelgenerierende Einheit verglichen. Eine Wertminderung wird sofort aufwandswirksam erfasst. Ein für den Firmenwert erfasster Wertminderungsaufwand darf in den künftigen Perioden nicht aufgeholt werden. Die geschätzten Nutzungsdauern für immaterielle Vermögenswerte und Firmenwerte betragen:
Nutzungsrechte und Leasingverhältnisse Im NOVOMATIC-Konzern wird zu Vertragsbeginn beurteilt, ob ein Vertrag ein Leasingverhältnis begründet bzw. beinhaltet. Handelt es sich um ein Leasingverhältnis, wird zum Nutzungsbeginn ein Nutzungsrecht aktiviert sowie eine Leasingverbindlichkeit passiviert. Die Höhe des Nutzungsrechts entspricht zum Zeitpunkt der Ersterfassung des Vertrags dem Betrag der Leasingverbindlichkeit, angepasst u.a. um etwaige anfängliche direkte Kosten des Leasingnehmers, Vorauszahlungen, Leasinganreize oder Rückbauverpflichtungen. Der Buchwert der Leasingverbindlichkeit ergibt sich durch die Abzinsung der während der Laufzeit vereinbarten Leasingzahlungen, erwarteten Zahlungen aus abgegebenen Restwertgarantien, Ausübungspreise von Kaufoptionen (sofern deren Ausübung hinreichend sicher ist) sowie etwaigen Zahlungen anlässlich einer vorzeitigen Beendigung des Vertrags (sofern die vorzeitige Beendigung hinreichend sicher ist). Die vereinbarten Leasingzahlungen enthalten alle fixen und quasi-fixen Zahlungen sowie variable Zahlungen, die an einen Index oder eine Rate gekoppelt sind. Die Abzinsung erfolgt mit dem dem Leasingverhältnis zugrunde liegenden Zinssatz, sofern dieser ohne Weiteres bestimmbar ist. Andernfalls wird für die Abzinsung der Grenzfremdkapitalzinssatz herangezogen. Im Rahmen der Folgebewertung werden Nutzungsrechte über die wirtschaftliche Nutzungsdauer bzw. Vertragslaufzeit planmäßig abgeschrieben und gegebenenfalls um Wertminderungen angepasst. Bezüglich eines Impairment-Tests bei Vorliegen von Indikatoren wird auf die obigen Ausführungen verwiesen. Die Leasingverbindlichkeit wird im Rahmen der Folgebewertung nach der Effektivzinsmethode bewertet und fortgeschrieben. Bei Vertragsänderungen sowie einer Neueinschätzung bestimmter bewertungsrelevanter Parameter (wie z.B. der Vertragslaufzeit oder der Leasingzahlungen) kommt es grundsätzlich zu einer Neubewertung der Leasingverbindlichkeit und in der Regel zu einer erfolgsneutralen Anpassung des Buchwerts des Nutzungsrechts. Sachanlagen Sachanlagen werden mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert und vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen und Wertminderungen bilanziert. Die Sachanlagen werden entsprechend der wirtschaftlichen Nutzungsdauer ab dem Zeitpunkt der Nutzungsbereitschaft abgeschrieben. Bezüglich eines Wertminderungstests bei Vorliegen von Indikatoren wird auf die obigen Ausführungen verwiesen. Die geschätzten Nutzungsdauern für Sachanlagen betragen:
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien Die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien betreffen Grundstücke und Gebäude, die nicht im laufenden Geschäftsbetrieb eingesetzt werden. Die Bewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten. Die Gebäude werden über eine Nutzungsdauer von 25 bis 50 Jahren linear abgeschrieben. Vorräte Die Vorräte werden mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten bzw. dem niedrigeren Nettoveräußerungswert angesetzt. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt nach dem gleitenden Durchschnittspreisverfahren. Fertige und unfertige Erzeugnisse beinhalten neben den Material- und Fertigungseinzelkosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten. Bei zu geringer Umschlagshäufigkeit bzw. absehbarer Nichtverwertbarkeit von Vorräten werden gegebenenfalls Abwertungen vorgenommen. Die geleisteten Anzahlungen auf Vorräte stehen im Zusammenhang mit Vorauszahlungen für Warenlieferungen. Sonstige Vermögenswerte Edelmetalle (Gold) werden ergebniswirksam zum jeweiligen Marktwert bewertet. Aufgrund der hohen Liquidität und der Volatilität ist die Bewertung mit dem jeweiligen Marktwert marktüblich und wird als am besten passende Bewertungsmethode erachtet. Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen Langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen, die als zur Veräußerung gehalten klassifiziert sind, werden zu dem niedrigeren Betrag ihres ursprünglichen Buchwertes und dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten bewertet. Für den Fall, dass sich der Konzern zu einer Veräußerung verpflichtet hat, die mit einem Verlust der Beherrschung über ein Tochterunternehmen einhergeht, werden sämtliche Vermögenswerte und Schulden dieses Tochterunternehmens als zur Veräußerung gehalten klassifiziert. Finanzinstrumente Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der gleichzeitig bei dem einen Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei dem anderen Unternehmen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führt. Nur wenn der Konzern Vertragspartei des Finanzinstrumentes wird, ist dieses in der Bilanz anzusetzen. Bei der erstmaligen Erfassung wird ein finanzieller Vermögenswert bzw. Verbindlichkeit wie folgt eingestuft:
Finanzieller Vermögenswert zu fortgeführten Anschaffungskosten Ein finanzieller Vermögenswert wird zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, wenn er im Rahmen eines Geschäftsmodells gehalten wird, dessen Zielsetzung darin besteht, finanzielle Vermögenswerte zur Vereinnahmung der vertraglichen Zahlungsströme zu halten, und die Vertragsbedingungen des finanziellen Vermögenswertes zu festgelegten Zeitpunkten zu Zahlungsströmen führen, die ausschließlich in Tilgungs- und Zinszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag bestehen. Dies trifft allen voran bei Forderungen, Darlehen und Bankguthaben zu. Finanzieller Vermögenswert erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert Wenn hingegen der finanzielle Vermögenswert im Rahmen eines Geschäftsmodells gehalten wird, dessen Zielsetzung sowohl in der Vereinnahmung der vertraglichen Zahlungsströme als auch in dem Verkauf finanzieller Vermögenswerte besteht, dann erfolgt die Bewertung erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis (FVTOCI). Finanzieller Vermögenswert erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert Für Derivate, Eigenkapitalinstrumente (ausgenommen bei Ausübung der FVTOCI-Option) und Investmentfondsanteile erfolgt die Bewertung erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert. Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten Finanzielle Verbindlichkeiten, welche insbesondere Anleihen, Bankverbindlichkeiten, Leasingverbindlichkeiten und sonstige Verbindlichkeiten umfassen, werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Langfristige Verbindlichkeiten werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode abgezinst und der Zinsaufwand entsprechend dem Effektivzinssatz erfolgswirksam erfasst. Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Kurs am Bilanzstichtag bewertet und daraus resultierende Zu- und Abschreibungen im Gewinn oder Verlust erfasst. Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten Eine finanzielle Verbindlichkeit wird als "Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet" eingestuft, wenn es sich um ein Derivat bzw. um bedingte Gegenleistungen aus Unternehmenserwerben handelt. Der Konzern verwendet Derivate, um sich gegen Zins- bzw. Währungsrisiken im operativen Geschäftsbetrieb abzusichern. Diese Derivate werden zum beizulegenden Zeitwert auf Basis allgemein anerkannter finanzmathematischer Modelle ermittelt. Derivate werden als Vermögenswerte angesetzt, wenn ihr beizulegender Zeitwert positiv ist, und als Schulden, wenn ihr beizulegender Zeitwert negativ ist. Für die erstmalige Bilanzierung der bedingten Gegenleistungen aus Unternehmenszusammenschlüssen werden alle verfügbaren Informationen über die Umstände zum Erwerbszeitpunkt herangezogen. Die Folgebewertung erfolgt erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert. Wertminderung finanzieller Vermögenswerte Wertminderungen für finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten oder erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet erfolgen nach dem Expected-Credit-Loss-Modell. Die erwarteten Kreditverluste (ECL) werden definiert als die Differenz zwischen allen vertraglichen Zahlungen, die einem Unternehmen vertragsgemäß geschuldet werden, und sämtlichen Zahlungen, die das Unternehmen voraussichtlich vereinnahmt. Die erwarteten Kreditverluste werden in mehreren Stufen erfasst. Bei finanziellen Vermögenswerten, die zum Bilanzstichtag ein niedriges Kreditrisiko aufweisen und finanziellen Vermögenswerten, deren Kreditrisiko sich seit dem erstmaligen Ansatz nicht signifikant erhöht hat, wird die Wertberichtigung auf Basis des erwarteten 12-Monats-Kreditverlusts (Stufe 1) bemessen. Der 12-Monats-Kreditverlust ist der Kreditverlust, der aus Ausfallereignissen resultiert, der innerhalb der nächsten zwölf Monate möglich ist. Von einem niedrigen Kreditrisiko wird ausgegangen, wenn ein externes Rating im Investment-Grade-Bereich vorliegt bzw. ein internes Rating einem externen Rating in diesem Bereich entspricht. Bei einem signifikanten Anstieg des Kreditrisikos seit dem Erstansatz ist eine Wertberichtigung in Höhe des über die Laufzeit zu erwartenden Kreditverlusts erforderlich (Stufe 2). Von einer signifikanten Erhöhung des Kreditrisikos wird ausgegangen, wenn der finanzielle Vermögenswert mehr als 30 Tage überfällig ist. Methodisch erfolgt die Ermittlung der erwarteten Kreditverluste bei Darlehen, Bankguthaben und sonstigen Fremdkapitalinstrumenten mittels von der Ratingkategorie abhängigen Ausfallwahrscheinlichkeiten. Für die betroffenen Positionen sind jedoch die so ermittelten erwarteten Kreditverluste betraglich von untergeordneter Bedeutung. Darüber hinaus wird zu jedem Bilanzstichtag überprüft, ob bei einem finanziellen Vermögenswert ein objektiver Hinweis auf eine Wertminderung vorliegt (Stufe 3). Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn signifikante finanzielle Schwierigkeiten des Emittenten bzw. Kreditnehmers vorliegen bzw. sobald der finanzielle Vermögenswert 90 Tage überfällig ist. Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie aktive Vertragsposten aus Kundenverträgen kommt das vereinfachte Wertminderungsmodell zur Anwendung, indem erwartete Verluste während der Gesamtlaufzeit berücksichtigt werden. Bei diesen Forderungen und Vermögenswerten wird anhand einer Wertberichtigungstabelle eine Wertberichtigung in Höhe der über die Laufzeit erwarteten Kreditverluste erfasst. Zusätzlich werden zukunftsgerichtete Informationen evaluiert und falls notwendig die verwendeten Ausfallsraten angepasst. Ansatz und Ausbuchung Finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten werden dann in der Konzernbilanz angesetzt, wenn der Konzern Vertragspartner im Hinblick auf die vertraglichen Regelungen des Finanzinstruments wird. Ansatz und Ausbuchung erfolgen zum Handelstag. Ein finanzieller Vermögenswert wird im Konzern nur dann ausgebucht, wenn die vertraglichen Rechte auf die Zahlungsströme aus dem finanziellen Vermögenswert auslaufen oder der finanzielle Vermögenswert sowie im Wesentlichen alle mit dem Eigentum des Vermögenswerts verbundenen Chancen und Risiken auf einen Dritten übertragen werden. Eine finanzielle Verbindlichkeit wird dann ausgebucht, wenn die entsprechende Verpflichtung beglichen, aufgehoben oder ausgelaufen ist. Rückstellungen Die Bewertung der Rückstellungen für Pensionen und pensionsähnliche Verpflichtungen sowie für Abfertigungs- und Jubiläumsgeldverpflichtungen erfolgt gemäß IAS 19 nach dem laufenden Einmalprämienverfahren (Projected-Unit-Credit-Method). Dabei werden die voraussichtlich zu erbringenden Versorgungsleistungen entsprechend der Aktivzeit der Mitarbeiter verteilt. Künftig zu erwartende Gehaltssteigerungen werden berücksichtigt. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden bei Abfertigungs- und Pensionsrückstellungen im sonstigen Ergebnis erfasst bzw. bei Jubiläumsgeldverpflichtungen ergebniswirksam dargestellt. Ein nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand wird zum Zeitpunkt der Anpassung des Plans als Aufwand angesetzt. Die Rückstellungen entsprechen jeweils dem Barwert der Verpflichtung (DBO). Die Rückstellungsbeträge werden von Aktuaren zum jeweiligen Abschlussstichtag in Form eines versicherungsmathematischen Gutachtens ermittelt. Andere Rückstellungen werden jeweils in Höhe der ungewissen Verpflichtungen gebildet, wobei die bestmögliche Schätzung der Ausgaben, die zur Erfüllung erforderlich sind, angesetzt wird. Eventualverbindlichkeiten Eventualverbindlichkeiten sind gegenwärtige Verpflichtungen, die auf vergangenen Ereignissen beruhen, bei denen ein Ressourcenabfluss jedoch als nicht wahrscheinlich eingeschätzt wird. Wenn in äußerst seltenen Fällen eine bestehende Schuld nicht in der Konzernbilanz als Rückstellung angesetzt werden kann, weil keine verlässliche Schätzung der Schuld möglich ist, liegt ebenfalls eine Eventualverbindlichkeit vor. Eventualverbindlichkeiten werden nicht in der Konzernbilanz erfasst, sondern im Konzernanhang angegeben. Ertrags- und Aufwandsrealisierung Der NOVOMATIC-Konzern erzielt Umsatzerlöse im Wesentlichen aus dem Verkauf und der Vermietung von Geldspielgeräten, dem Betreiben von Spielbanken und elektronischen Automatencasinos, dem Online-Gaming (eBusiness) sowie dem Wettgeschäft. Gemäß IFRS 15 sind Umsatzerlöse zu erfassen, wenn der Kunde die Verfügungsgewalt über die vereinbarten Güter und Dienstleistungen erlangt und Nutzen aus ihnen ziehen kann. Im Standard ist ein fünfstufiges Modell zur Erfassung von Erlösen vorgesehen. Zuerst sind der Vertrag/die Verträge mit Kunden und anschließend die eigenständigen Leistungsverpflichtungen zu identifizieren, um in weiterer Folge den Transaktionspreis zu bestimmen und auf die vertraglichen Leistungsverpflichtungen aufzuteilen. Die Umsätze sind entweder zeitraumbezogen oder zu einem bestimmten Zeitpunkt zu realisieren. Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Geldspielgeräten werden realisiert, wenn die Verfügungsmacht über die versprochenen Waren bzw. Dienstleistungen auf den Kunden übergeht. Die Ausgestaltung und der Umfang der Verträge mit den Kunden erfolgt in Abhängigkeit von der jeweiligen Jurisdiktion. Folgende mögliche separate Leistungsverpflichtungen wurden grundsätzlich identifiziert: Geldspielautomat, vertraglich zugesagte regelmäßige Software-Updates, Ersatzteile und sonstige Leistungen (u.a. Business Analytics, Reports). Für eventuelle zusätzliche Kosten aus der Anbahnung eines Vertrages (z.B. Verkaufsprovisionen) wird die praktische Ausnahme gemäß IFRS 15.94 angewendet, da die Amortisationszeit grundsätzlich unter einem Jahr liegt. Umsatzerlöse aus der Vermietung von Geldspielgeräten, welche als Operating-Lease-Verhältnisse eingestuft wurden, werden linear über die Zeit erfasst, wenn die zugrunde liegenden Dienstleistungen erbracht werden. Die Mietverträge mit den Kunden können unterschiedliche Merkmale aufweisen, insbesondere hinsichtlich der vereinbarten Zahlungen (fixe Miete bzw. Revenue-Share-Modelle). Folgende mögliche separate Leasing- bzw. Nicht-Leasing-Komponenten wurden grundsätzlich identifiziert: Geldspielautomat, vertraglich zugesagte regelmäßige Software-Updates, Wartung/Ersatzteile/sonstige Leistungen sowie Kundenbindungsprogramme. Mietvorauszahlungen (Up-Front-Fees) werden linear über die Vertragslaufzeit als Umsatz realisiert. Für Kundenbindungsprogramme erfolgt eine Abgrenzung, sodass dieser Anteil erst dann als Umsatz realisiert wird, wenn der Konzern die Verpflichtung erfüllt hat. Umsatzerlöse aus dem Betreiben von elektronischen Automatenhallen (Spielhallen) und von Spielbanken mit Livegame werden als Nettobetrag (Net-Gaming-Revenue) erfasst. Der Nettobetrag wird als Saldo aus von den Kunden eingesetzten Beträgen (IN) abzüglich Auszahlungen an die Kunden (OUT) abzüglich aller Anreize und Abgrenzungen ermittelt. In einigen wenigen Jurisdiktionen kann die Auszahlung eines Jackpots einen verpflichtenden Rahmen haben; dann wird eine entsprechende Abgrenzung (Rückerstattungsverbindlichkeit) vorgenommen. Andere diskretionäre Anreize (kostenlose Gastronomie) und nicht-diskretionäre Anreize (Kundenbindungsprogramme) sind nicht bzw. nur in unwesentlichem Umfang gegeben. Umsatzerlöse aus den Wetten werden erfasst, wenn das zugrunde liegende Wettereignis stattgefunden hat. Der Umsatz entspricht dem Nettobetrag aus Wetteinsätzen und Auszahlungen aus dem Wettgeschäft. Jene Beträge, die von Spielern für noch nicht stattgefundene Ereignisse eingesetzt wurden, werden als passiver Vertragsposten bilanziert. Umsatzerlöse aus Online Gaming umfassen Online-Casinos, Spiele bzw. Plattformdienste und werden realisiert, sobald die zugrunde liegenden Spiele stattgefunden haben bzw. Dienstleistungen erbracht wurden. Für nicht verwendete Guthaben des Kunden wird ein passiver Vertragsposten erfasst. Die Erfassung der Umsatzerlöse in den übrigen Bereichen erfolgt, sobald die jeweiligen Dienstleistungen erbracht wurden. Betriebliche Aufwendungen werden mit der Inanspruchnahme der Leistung bzw. zum Zeitpunkt ihrer Verursachung erfasst. Finanzergebnis Die Zinsaufwendungen umfassen die für die aufgenommenen Fremdfinanzierungen angefallenen Zinsen. Die sonstigen Finanzaufwendungen betreffen Wertminderungen von Finanzanlagen, Verluste aus dem Abgang von Finanzanlagen sowie Aufwendungen aus Derivaten. Die Zinserträge beinhalten die aus der Veranlagung von Finanzmitteln und der Investition in Finanzvermögen realisierten Zinsen. Die sonstigen Finanzerträge umfassen Dividenden und ähnliche Erträge, Gewinne aus der Veräußerung von Finanzvermögen sowie Erträge aus Derivaten. Aus konzerninternen Finanzierungen resultierende Fremdwährungseffekte werden im Finanzergebnis gesondert ausgewiesen, da diese mit der Finanzierungstätigkeit in engem Zusammenhang stehen. Steuern Der für das Geschäftsjahr ausgewiesene Ertragsteueraufwand umfasst die für die einzelnen Gesellschaften aus dem steuerpflichtigen Einkommen und dem im jeweiligen Land anzuwendenden Steuersatz errechnete Ertragsteuer (tatsächliche Steuern) und die Veränderung der Steuerabgrenzungsposten (latente Steuern). Die Ermittlung der Steuerabgrenzung (latente Steuern) erfolgt nach der Balance-Sheet-Liability-Method für alle temporären Unterschiede zwischen den Wertansätzen der Bilanzposten im IFRS-Konzernabschluss und den bei den einzelnen Gesellschaften bestehenden Steuerwerten. Weiters wird der wahrscheinlich zu realisierende Steuervorteil aus bestehenden Verlustvorträgen in die Ermittlung einbezogen. Ausnahmen von dieser umfassenden Steuerabgrenzung bilden Unterschiedsbeträge aus steuerlich nicht absetzbaren Firmenwerten und aus dem erstmaligen Ansatz eines Vermögenswertes oder einer Schuld, sofern bestimmte Voraussetzungen gegeben sind. Aktive und passive latente Steuern werden im Konzern saldiert ausgewiesen, wenn ein Recht auf Aufrechnung der Steuern besteht und die Steuern von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden. Die wichtigen durchschnittlichen Steuersätze bei den Konzernunternehmen sind:
Fair Value-Bewertung Der beizulegende Zeitwert ist der Preis, der in einem geordneten Geschäftsvorfall zwischen Marktteilnehmern am Bemessungsstichtag für den Verkauf eines Vermögenswertes eingenommen bzw. für die Übertragung einer Schuld gezahlt werden würde. Im NOVOMATIC-Konzern wird folgende Hierarchie verwendet, um Vermögenswerte bzw. Verbindlichkeiten, welche entweder zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden oder bei denen der beizulegende Zeitwert anzugeben ist, einer Bewertungsmethode zuzuordnen: Stufe 1: Bewertung anhand von notierten (unangepassten) Preisen auf aktiven Märkten. Stufe 2: Bewertung anhand von Marktpreisen für ähnliche Instrumente oder anhand von Bewertungsmodellen, die ausschließlich auf solchen Bewertungsparametern basieren, die am Markt beobachtbar sind. Stufe 3: Bewertung anhand von Parametern, die sich wesentlich auf den erfassten beizulegenden Zeitwert auswirken und nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren. Angesichts variierender Einflussfaktoren können die dargestellten beizulegenden Zeitwerte nur als Indikator für tatsächlich am Markt realisierbare Werte angesehen werden. Schätzungen und Ermessensausübungen Bei der Erstellung des Abschlusses werden Annahmen getroffen und Schätzungen vorgenommen, die die Höhe der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie der Erträge und Aufwendungen im Berichtszeitraum beeinflussen können. Diese Annahmen können auch bei größter Sorgfalt von den tatsächlichen Verhältnissen abweichen. Bei nachfolgenden Sachverhalten sind die zum Bilanzstichtag getroffenen Annahmen von besonderer Bedeutung: Die Beurteilung der Werthaltigkeit von immateriellen Vermögenswerten, Nutzungsrechten und Sachanlagen basiert auf zukunftsbezogenen Annahmen. Der Ermittlung der erzielbaren Beträge bei den Impairment-Tests werden mehrere Annahmen zugrunde gelegt. Eine wesentliche Rolle spielen dabei vor allem künftige Cashflows und der Abzinsungssatz. Dabei liegen den Cashflows Prognosen zugrunde, die auf vom Management genehmigten Finanzplänen aufbauen. Daneben sind auch Annahmen über das Vorliegen von Indikatoren notwendig, die auf eine Wertminderung oder Wertaufholung hindeuten. Bei der Bewertung der anzusetzenden Nutzungsrechte (Right-of-Use-Asset) und der zugehörigen Leasingverbindlichkeiten bei Leasingverhältnissen nach IFRS 16 als Leasingnehmer werden wesentliche Einschätzungen getroffen. Dies ist der Tatsache geschuldet, dass viele Leasingverträge im Konzern einfache oder mehrfache Verlängerungsoptionen aufweisen, von unbefristeter Laufzeit mit entsprechenden Kündigungsrechten sind oder auch bei an sich befristeten Laufzeiten Kündigungsrechte beinhalten. Die Länge der Laufzeit auf Basis der erfolgten Einschätzungen bestimmt maßgeblich die Höhe der Leasingverbindlichkeiten. Bei Kaufpreisallokationen im Rahmen von Unternehmenserwerben werden Annahmen über die Existenz und die Bewertung von übernommenen Vermögenswerten (darunter insbesondere von immateriellem Vermögen), Verbindlichkeiten und Eventualschulden getroffen. Der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte werden mehrere Annahmen, vor allem über die künftigen Cashflows und den Abzinsungssatz, zugrunde gelegt. Bei der Bewertung der bedingten Gegenleistungen sind Einschätzungen über die Erreichung von definierten Ergebniszielen zu treffen. Aktive latente Steuern werden in dem Ausmaß bilanziert, in dem es wahrscheinlich ist, dass hierfür ein zu versteuerndes Ergebnis in den Folgeperioden vorhanden sein wird, um die temporären Differenzen bzw. Verlustvorträge auch tatsächlich zu nutzen. Der beizulegende Zeitwert bei Finanzanlagen sowie bei Derivaten wird auf Basis der am Bilanzstichtag zur Verfügung stehenden Marktinformationen abgeleitet. Die Bewertung der unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Anteile an nicht konsolidierten Unternehmen und sonstigen Beteiligungen erfolgt nach anerkannten Ertragswertverfahren. Bei der Marktwertbewertung der Finanzbeteiligungen wird auf ein Multiplikator-Verfahren zurückgegriffen, da für diese kein aktiver Markt vorliegt. Die in der Bewertung angesetzten Parameter können mit Schätzunsicherheiten behaftet sein und auch die Auswahl der geeigneten Peer Group erfordert Annahmen über deren Vergleichbarkeit. Angesichts variierender Einflussfaktoren können die angeführten Werte von den später realisierten Werten abweichen. Bei der Vorratsbewertung sind Einschätzungen über die Marktentwicklung und Verwertbarkeit erforderlich. Bei den Forderungen werden Wertberichtigungen auf Basis der Annahmen über die Ausfallswahrscheinlichkeit entsprechend dem Modell der erwarteten Kreditverluste vorgenommen. Die den Schätzungen zugrunde liegenden Annahmen unterliegen einer regelmäßigen Überprüfung und Anpassung. Die langfristigen operativen und wirtschaftlichen Auswirkungen der weiter anhaltenden COVID-19-Pandemie sind aus heutiger Sicht nur bedingt absehbar. Abschlussrelevante Schätzungen und Annahmen wurden nach bestem Wissen, basierend auf den gegenwärtigen Ereignissen und länderspezifischen staatlichen Maßnahmen, vorgenommen. Es kommt vor allem bei der Einschätzung der Werthaltigkeit der Vermögenswerte zu Annahmen und der Ausübung von Ermessensspielräumen. (5) Auswirkungen der COVID-19-Pandemie Das Geschäftsjahr 2021 war von weiteren Lockdowns und restriktiven Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung der COVID-19-Pandemie in zahlreichen Kernregionen geprägt. Die Geschäftsentwicklung des Konzernes war folglich im Geschäftsbereich "Gaming Operations" unmittelbar durch die flächendeckende Schließung von Spielstätten betroffen, während im Geschäftsbereich "Gaming Technology" wieder ein leichter Anstieg der Investitionsbereitschaft der Kunden verzeichnet werden konnte. Der Betrieb der eigenen Standorte (Spielbanken, Spielhallen, Sportwetten-Outlets und Bingobetriebe) war durch temporäre behördliche Schließungen gekennzeichnet, wodurch vorübergehend keine bzw. verminderte Einnahmen erzielt werden konnten. Die Geschäftsbeziehungen zu Kunden im Vermietungs- und Verkaufsbereich waren ebenfalls durch diese eingeschränkten Rahmenbedingungen beeinflusst. Die Erträge aus variablen Vermietungsmodellen (etwa Revenue-Share-Vereinbarungen) sind phasenweise durch die notwendige Schließung der von den Kunden betriebenen Standorte ausgefallen. Bei Vermietungsmodellen mit Fixmietvereinbarungen wurden länderabhängig individuelle Lösungen (Mietreduktionen bzw. erweiterte Zahlungsziele) mit den Kunden für die Dauer der Krise vereinbart. Bei den Verkaufserlösen konnte eine gewisse Erhöhung durch eine gestiegene Nachfrage nach Geldspielgeräten verzeichnet werden. Zudem konnte bei den Kunden generell eine partielle Verlagerung der Aktivitäten in den Online-Bereich (eBusiness) beobachtet werden, welche zu einem Umsatzanstieg in diesem angebotenen Portfolio führte. Als Reaktion auf dieses unvorteilhafte Umfeld hatte der Konzern bereits im Vorjahr Kosteneinsparungs- und Optimierungsmaßnahmen zur Verbesserung der Aufwandsstruktur eingeleitet und im Jahr 2021 fortgeführt. Zur Sicherung und zur Erhaltung der Arbeitsplätze wurden staatliche Förderungen für die Personalkosten in Anspruch genommen. Das Ausmaß der staatlichen Förderungen ist in den jeweiligen Ländern (sofern vorgesehen) unterschiedlich ausgestaltet, wobei Kurzarbeitsmodelle und Subventionen hervorzuheben sind. Die von den Behörden initiierten Herabsetzungen von Steuervorauszahlungen und längeren Zahlungsmodalitäten sind nach und nach ausgelaufen, sodass umfangreiche Steuerzahlungen in der zweiten Hälfte des Jahres durch den Konzern geleistet wurden. Nachdem in den meisten Märkten die COVID-19-Maßnahmen zwischenzeitig gelockert wurden, konnte eine Erholung der Geschäftstätigkeit verzeichnet werden. Die COVID-19-Pandemie hat dennoch weiterhin einen bedeutenden Einfluss auf die Entwicklung der Märkte, in denen der Konzern tätig ist. Die weiteren Entwicklungen werden vom Konzern überwacht und die Auswirkungen auf die operative Geschäftstätigkeit und die Liquidität des Konzerns regelmäßig neu bewertet. (6) Unternehmenserwerbe Im Jänner 2021 wurden 70 % der Anteile an der ZBET.RS d.o.o. und 100 % der Anteile an deren Tochterunternehmen ADRIA GAMING d.o.o. in Serbien erworben. Bei den erworbenen Gesellschaften handelt es sich um Betreiber von rund 150 Wettlokalen bzw. drei Spielhallen. Mit 09. September 2021 erfolgte der Erwerb von 100 % der Anteile an der Joker Extremadura S.L. (umbenannt in Admiral Extremadura S.L.) in Spanien. Die erworbene Gesellschaft betreibt 8 Spielhallen. Mit diesen vorgenannten Akquisitionen sowie kleineren Asset Deals soll die Marktposition des Konzerns in den europäischen Kernmärkten weiter gefestigt werden. Die Bilanzierung dieser Unternehmenserwerbe gemäß IFRS 3 ist abgeschlossen. In der folgenden Übersicht sind die beizulegenden Zeitwerte für diese Unternehmenserwerbe zusammengefasst dargestellt:
Die Gegenleistung von 26,6 Mio. EUR wurde bereits mit 26,3 Mio. EUR in Zahlungsmitteln geleistet. Die aus den Erwerben resultierenden Firmenwerte spiegeln die erwarteten, strategischen Vorteile durch den weiteren Ausbau der operativen Geschäftstätigkeit und ein weiteres Wachstumspotenzial durch Synergien für den Konzern wider. Die steuerliche Abzugsfähigkeit der Firmenwerte ist nicht gegeben. Seit dem Erwerbszeitpunkt belaufen sich die Umsatzerlöse auf 17,8 Mio. EUR und das Periodenergebnis auf -7,1 Mio. EUR. Die Angabe der Umsätze und Ergebnisse bzw. Verluste der erworbenen Unternehmen unter der Annahme, dass der Erwerbszeitpunkt für alle Unternehmenszusammenschlüsse am Anfang der Berichtsperiode liegt, unterbleibt, da die Aussagekraft für den Konzernabschluss von untergeordneter Bedeutung ist. (7) Erläuterungen zur Bilanz (7.1) Immaterielle Vermögenswerte in Mio. EUR
Firmenwerte Die Firmenwerte sind folgenden Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet:
Firmenwerte mit einem Einzelwert von jeweils unter 4,0 Mio. EUR sind unter Sonstige zusammengefasst. Immaterielles Vermögen mit unbestimmter Nutzungsdauer In den immateriellen Vermögenswerten sind Lizenzen in Höhe von 208,9 Mio. EUR (Vorjahr: 199,9 Mio. EUR) sowie Marken in Höhe von 27,5 Mio. EUR (Vorjahr: 17,5 Mio. EUR) mit unbestimmter Nutzungsdauer enthalten. Die Lizenzen und die Marken sind folgenden Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet, wobei Einzelwerte von jeweils unter 4,0 Mio. EUR unter Sonstige zusammengefasst wurden:
Diese angeführten immateriellen Vermögenswerte werden deshalb mit einer unbestimmten Nutzungsdauer versehen, da ein Ende der wirtschaftlichen Nutzung derzeit nicht abzusehen ist. Wertminderungen und Wertaufholungen Angaben zur Überprüfung der Werthaltigkeit der immateriellen Vermögenswerte sind unter Erläuterung (7.4) zu finden. Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen Die selbstgeschaffenen immateriellen Vermögenswerte werden nur dann aktiviert, wenn die Kriterien nach IAS 38.57 erfüllt sind. Im Geschäftsjahr 2021 wurden nicht aktivierungsfähige Entwicklungskosten in Höhe von 101,9 Mio. EUR (Vorjahr: 105,4 Mio. EUR) aufwandswirksam in den Posten "Personalaufwand" und "Sonstige betriebliche Aufwendungen" erfasst. (7.2) Nutzungsrechte Die angesetzten Nutzungsrechte im Zusammenhang mit IFRS 16 Leasing beziehen sich auf die folgenden Arten von Vermögenswerten:
Die Nutzungsrechte resultieren im Wesentlichen aus der großen Anzahl von betriebenen Spielstätten (bestehend aus Spielhallen, Spielbanken, Sportwetten-Outlets und Bingobetrieben), welche überwiegend von Dritten angemietet wurden. Die zugrundliegenden Verträge werden individuell ausgehandelt und beinhalten eine Vielzahl von unterschiedlichen Konditionen. Im Zuge der Covid-19-Pandemie wurden vermehrt Mietkonzessionen vereinbart, insbesondere für Spielstätten, die aufgrund von Lockdown-Maßnahmen schließen mussten. Mietkonzessionen, die eine Vertragsänderung darstellen, wurden demnach als Vertragsmodifikation gemäß IFRS 16 bilanziert. Dies führt zu einer Neubewertung der Leasingverbindlichkeit auf Basis des Grenzfremdkapitalzinssatzes zum Zeitpunkt der Änderung und einer erfolgsneutralen Anpassung des Nutzungsrechtes. Etwaige erfolgswirksame Effekte aus variablen Mietreduktionen waren nur im unwesentlichen Umfang gegeben. Vereinbarte Mietstundungen hatten keine relevante Auswirkung auf die erfassten Leasingverhältnisse per 31. Dezember 2021. (7.3) Sachanlagen in Mio. EUR
Unter den technischen Anlagen und Maschinen werden Geldspielgeräte für den Eigenbetrieb und Vermietung mit einem Gesamtbuchwert von 277,5 Mio. EUR (Vorjahr: 339,4 Mio. EUR) ausgewiesen. Wertminderungen und Wertaufholungen Angaben zur Überprüfung der Werthaltigkeit der Sachanlagen sind unter Erläuterung (7.4) zu finden. (7.4) Wertminderungen und Wertaufholungen 7.4.1 Berechnungsmodell und Grundlagen Der erzielbare Betrag ist der höhere Betrag aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Verkaufskosten und Nutzungswert. Soweit hier Ertragswertmethoden zur Anwendung kommen, werden Cashflow-Prognosen für einen Zeitraum von fünf Jahren, die auf den von der Unternehmensleitung genehmigten Finanzplänen basieren, verwendet. Das detaillierte Budget für das folgende Geschäftsjahr und daraus abgeleitete Forecasts für die nachfolgenden vier Jahre liegen den Cashflow-Prognosen zugrunde. Die wesentlichen Annahmen stützen sich auf das vorangegangene Geschäftsjahr, Erfahrungen von vergleichbaren Unternehmen und die gesamtwirtschaftliche Entwicklung. Im Planungszeitraum werden diese Basiswerte um Entwicklungssteigerungen, die von der Unternehmensleitung aufgrund vergleichbarer Projekte, Marktpotenziale und Risiken geschätzt werden, angepasst. Die nach diesem Detailplanungszeitraum von fünf Jahren anfallenden Cashflows werden mit einer Wachstumsrate von 0,00 % bis 2,00 % fortgeschrieben und schließlich wird eine ewige Rente ohne Wachstumsrate berechnet. Die für die Cashflow-Prognosen verwendeten Abzinsungssätze sind bei der Berechnung des beizulegenden Zeitwertes abzüglich Verkaufskosten Nachsteuerzinssätze, bei Berechnung des Nutzungswertes Vorsteuerzinssätze und berücksichtigen in beiden Fällen die jeweiligen länderspezifischen Risiken. Die COVID-19-Pandemie hatte auch im Jahr 2021 maßgeblichen Einfluss auf die Geschäftstätigkeit der Konzerngesellschaften und führte zu einer sehr volatilen Geschäftsentwicklung. Weitere Auswirkungen (bspw. Unsicherheiten bezüglich der Öffnungsmöglichkeiten im Jahr 2022) sowie die Ergebnisentwicklung nach Wiedereröffnung von Spielstätten oder der Reduktion restriktiver Maßnahmen, wurden evaluiert und gemäß der Einschätzung des Managements in den Cashflow-Prognosen berücksichtigt. Dabei wurden die bisherigen umfangreichen Erfahrungen seit Pandemiebeginn im Frühjahr 2020 sowie laufende Analysen der jeweiligen Marktsituation zugrunde gelegt. Die angesetzten erzielbaren Beträge (der Gruppen) von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten entsprechen somit der Bewertungsstufe 3 gemäß der Fair-Value-Hierarchie.
* Beizulegender Zeitwert abzüglich
Verkaufskosten
7.4.2 Firmenwerte und immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer Der Vergleich der Buchwerte mit den erzielbaren Beträgen (der Gruppen) von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten im Rahmen des jährlichen Werthaltigkeitstests (Impairment-Test) für Firmenwerte und immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer, durchgeführt zum 30. September 2021, ergab einen Abwertungsbedarf in Höhe von 5,5 Mio. EUR (Vorjahr: 8,0 Mio. EUR). Die zugrundeliegenden Cashflow-Prognosen basieren auf den von der Unternehmensleitung genehmigten Finanzplänen (detailliertes Budget für das folgende Geschäftsjahr und daraus abgeleitete Forecasts für die nachfolgenden vier Jahre). Die vorgenommenen Abwertungen betreffen die (Gruppe von) zahlungsmittelgenerierenden Einheiten Gaming Operations - Italien mit 5,5 Mio. EUR (Vorjahr: 7,7 Mio. EUR). Firmenwerte und immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer durch Akquisitionen bzw. durch Eintreten eines "Triggering Events" nach dem 30. September 2021 wurden zum Stichtag 31. Dezember 2021 auf Werthaltigkeit getestet. Hierbei wurde kein Abwertungsbedarf festgestellt. Zusätzlich wurde zum 31. Dezember 2021 der Impairment-Test für die (Gruppe von) zahlungsmittelgenerierenden Einheiten Gaming Technology - Ainsworth durchgeführt. Hieraus ergaben sich im Geschäftsjahr Zuschreibungen von 9,9 Mio. EUR auf immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer.
Bei (der Gruppe von) zahlungsmittelgenerierenden Einheiten Gaming Technology - Spanien entspricht per 30. September der erzielbare Betrag (Nutzungswert) dem zu bedeckenden Vermögen. Im Vorjahr überstieg der erzielbare Betrag (Nutzungswert) den Buchwert um 6,5 Mio. EUR. 7.4.3 (Übrige) Immaterielle Vermögenswerte, Nutzungsrechte und Sachanlagen Die durchgeführten Impairment-Tests führten bei den (übrigen) immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen (inkl. Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien) zu Wertminderungen von 62,7 Mio. EUR (Vorjahr: 110,6 Mio. EUR) bzw. Wertaufholungen von 50,0 Mio. EUR (Vorjahr: 28,9 Mio. EUR). Die vorgenommenen Abwertungen (mit einem Einzelwert von über 4,0 Mio. EUR) betreffen die (Gruppe von) zahlungsmittelgenerierenden Einheiten Gaming Operations - Österreich mit 4,6 Mio. EUR (Vorjahr: 2,5 Mio. EUR), Gaming Operations - Deutschland mit 20,0 Mio. EUR (Vorjahr: 42,2 Mio. EUR), Gaming Technology - Deutschland mit 5,1 Mio. EUR (Vorjahr: 5,2 Mio. EUR), Gaming Operations - Italien mit 4,5 Mio. EUR (Vorjahr: 21,7 Mio. EUR), Gaming Operations - Serbien mit 5,3 Mio. EUR (Vorjahr: 0,0 Mio. EUR) und Gaming Technology - Ainsworth mit 15,3 Mio. EUR (Vorjahr: 21,6 Mio. EUR). Von den Wertaufholungen (mit einem Einzelwert von über 4,0 Mio. EUR) ist die (Gruppe von) zahlungsmittelgenerierenden Einheiten Gaming Technology - Deutschland mit 8,6 Mio. EUR (Vorjahr: 16,5 Mio. EUR), Gaming Operations-Deutschland mit 17,5 Mio. EUR (Vorjahr: 2,7 Mio. EUR) und Gaming Technology - Ainsworth mit 23,8 Mio. EUR (Vorjahr: 0,0 Mio. EUR) erfasst. Im Folgenden wird auf ausgewählte Kernmärkte eingegangen. Gaming Operations / Technology - Deutschland In Deutschland trat mit 1. Juli 2021 der neue Glücksspielstaatsvertrag in Kraft, welcher den gesetzlichen Rahmen des Glücksspiels neu regelt. Die länderspezifischen Ausführungsbestimmungen und Übergangsregelungen für Bestandsspielhallen sind dabei unterschiedlich ausgeprägt, führten aber zu weniger Standortschließungen als ursprünglich angenommen. Bereits in den Jahren vor dem Inkrafttreten des neuen Glücksspielstaatsvertrags war aufgrund strengerer Regelungen eine spürbare Marktschrumpfung im Spielhallenbereich eingetreten. Der Schwerpunkt der im Segment Gaming Technology tätigen deutschen Konzerngesellschaft LÖWEN ENTERTAINMENT GmbH liegt im Bereich der Vermietung von Glücksspielgeräten. Angesichts der verschärften regulatorischen Rahmenbedingungen sowie der COVID 19-Pandemie hat sich die Zahl der vermieteten Glücksspielgeräte in der Berichtsperiode um ca. 2.500 Glücksspielgeräte auf rund 75.300 Stück (per Stichtag) reduziert. Unter Berücksichtigung der Neuevaluierung der Werthaltigkeit im Segment Gaming Technology ergibt sich für das Geschäftsjahr ein Wertminderungsbedarf in Höhe von 5,1 Mio. EUR. Diesem Wertminderungsbedarf stehen Wertaufholungen in Höhe von 8,6 Mio. EUR gegenüber. Zur Bewertung der Bestände an Neugeräten, Altgeräten, neuen Bauteilen und alten Bauteilen war maßgeblich, ob die vorhandenen Stückzahlen zukünftig verwendet werden können. Bei angenommener Nicht-Verwendbarkeit der Bestände wurden Abwertungen vorgenommen. Aufgrund neuer Markterkenntnisse änderte sich die Einschätzung bezüglich der Verwendbarkeit bestimmter Gerätetypen, was zu Wertaufholungen führte. Die Werthaltigkeit der Vermögenswerte (insbesondere der Firmenwerte) wurde darüber hinaus auf der (Gruppe von) zahlungsmittelgenerierenden Einheiten Gaming Technology - Deutschland durch einen Werthaltigkeitstest überprüft und resultierte in einer deutlichen Überdeckung.
Im Segment Gaming Operations verfügte NOVOMATIC mit den deutschen Betreibergesellschaften über eine starke Marktposition, welche in den letzten Jahren durch Zukäufe mehrerer kleiner Unternehmen ausgebaut wurde. Im Jahr 2021 wurde - wie schon in den Jahren davor - eine Evaluierung der Werthaltigkeit der Vermögenswerte der deutschen Betreibergesellschaften durchgeführt. In den Impairment-Test wurden jene Spielhallenstandorte der im gewerblichen Automatenspiel tätigen Betreibergesellschaften miteinbezogen, für welche unter Berücksichtigung der neuen gesetzlichen Regelungen sowie der aktuellen wirtschaftlichen Lage ein "Triggering-Event" identifiziert wurde. Zum 30. Juni 2021 erfolgte, unter Berücksichtigung der Erkenntnisse zum in Kraft tretenden Glücksspielstaatsvertrag, insbesondere aufgrund der geringer als erwartet ausfallenden Spielhallenschließungen, eine Evaluierung der betriebenen Spielstätten. Aus den durchgeführten Werthaltigkeitstests ergaben sich Zuschreibungen in Höhe von 16,6 Mio. EUR sowie Wertminderungen in Höhe von 10,0 Mio. EUR. Zum Jahresende wurde die Situation der einzelnen Spielhallenstandorte unter Berücksichtigung neuer Erkenntnisse zur Auswirkung der gesetzlichen Gegebenheiten, der generellen Geschäftsentwicklung im zweiten Halbjahr sowie der neu aufgekommenen COVID-19-Variante erneut beurteilt. Daraus ergaben sich Wertminderungen in Höhe von 10,0 Mio. EUR und Zuschreibungen in Höhe von 0,9 Mio. EUR. In Summe wurden sich im Geschäftsjahr Wertminderungen in Höhe von 20,0 Mio. EUR. und Zuschreibungen in Höhe von 17,5 Mio. EUR erfasst. Der betragsmäßig höchste Anteil fällt dabei auf die Wertminderung und Wertaufholung der Nutzungsrechte der Mietstandorte. Die Werthaltigkeit der Vermögenswerte (insbesondere der Firmenwerte) wurde darüber hinaus auf der Cash Generating Unit Gaming Operations - Deutschland durch einen Werthaltigkeitstest überprüft und resultierte in einer deutlichen Überdeckung.
Gaming Technology - Ainsworth Als Basis für den Werthaltigkeitstest wurde die von Ainsworth Game Technology Ltd. erstellte Finanzplanung für einen Planungszeitraum von fünf Jahren herangezogen. Bei Erstellung der Finanzplanung wurde die aktuelle Geschäftsentwicklung berücksichtigt. Im Zuge der COVID 19-Pandemie war die Geschäftstätigkeit in den Regionen im Tätigkeitsfeld von Ainsworth Game Technology Ltd. unterschiedlich stark beeinflusst. Zum 30. Juni wurden aus diesem Grund "Triggering Events" identifiziert. Insbesondere die erwartete Geschäftsentwicklung im lateinamerikanischen Markt führte zu Abwertungen von 6,5 Mio. EUR (Vorjahr: 21,6 Mio. EUR). Auf Basis des standardmäßigen Werthaltigkeitstests zum 31. Dezember ergab sich insgesamt ein Wertaufholungsbedarf für die (Gruppe von) zahlungsmittelgenerierenden Einheiten Gaming Technology - Ainsworth in Höhe von 24,8 Mio. EUR. Die gesamtheitlich erwartete Geschäftsentwicklung ist im Wesentlichen durch die positiv prognostizierte Entwicklung im nordamerikanischen Markt beeinflusst. Im Rahmen des Werthaltigkeitstests wurde eine Sensitivitätsanalyse durchgeführt. Durch die Veränderung wesentlicher Inputfaktoren (z.B. EBITDA, Abzinsungssatz) wurden Bandbreiten für den Unternehmenswert ermittelt. So wurde für das EBITDA eine Veränderung von +2,5 % (+12,0 Mio. EUR) bzw. -2,5 % (-12,0 Mio. EUR) sowie für den Abzinsungssatz von +25 Basispunkte (- 4,1 Mio. EUR) bzw. -25 Basispunkte (+4,2 Mio. EUR) bemessen. (7.5) Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
Die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien betreffen Grundstücke und Gebäude, die nicht im laufenden Geschäftsbetrieb eingesetzt werden. Die Bruttobuchwerte belaufen sich auf 45,2 Mio. EUR (Vorjahr: 43,0 Mio. EUR) sowie die kumulierten Abschreibungen auf 19,3 Mio. EUR (Vorjahr: 17,0 Mio. EUR). Zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes wurden grundsätzlich externe Gutachten von unabhängigen, lokalen Sachverständigen erstellt. Wenn sich die zugrunde liegenden Prämissen nicht wesentlich geändert haben, wird eine Aktualisierung der Gutachten nicht vorgenommen. Die beizulegenden Zeitwerte (Fair-Value-Hierarchie Stufe 3) belaufen sich auf 25,9 Mio. EUR (Vorjahr: 25,9 Mio. EUR). (7.6) Anteile an assoziierten Unternehmen
Der Kreis der nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen ist in der Beteiligungsübersicht dargestellt. Folgende Tabelle zeigt die Eckdaten aus der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung der at-equity bilanzierten Unternehmen, wobei sich die Angaben auf 100 % und nicht auf den Anteil des NOVOMATIC-Konzerns an den assoziierten Unternehmen beziehen:
(7.7) Finanzanlagen
Der NOVOMATIC-Konzern hält indirekt 9,45 % Anteile an der Österreichische Lotterien Gesellschaft m.b.H. (ÖLG), welche mit einem beizulegenden Zeitwert von 162,5 Mio. EUR (Vorjahr: 125,6 Mio. EUR) unter den sonstigen Beteiligungen ausgewiesen wird. Die Wertpapiere umfassen im Wesentlichen Aktien und Schuldscheine. Sie unterliegen keinen Verfügungsbeschränkungen. (7.8) Steuern Laufende Steuern:
Latente Steuern:
Die latenten Steueransprüche und -schulden resultieren aus den folgenden zeitlich begrenzten Bewertungs- und Bilanzierungsunterschieden zwischen den Buchwerten des IFRS-Abschlusses und den entsprechenden steuerlichen Bemessungsgrundlagen.
Direkt über das sonstige Ergebnis erfasste Ertragsteuern:
Die latenten Steuern haben mit -29,7 Mio. EUR (Vorjahr: -12,3 Mio. EUR) einen langfristigen und mit 48,6 Mio. EUR (Vorjahr: 49,0 Mio. EUR) einen kurzfristigen Charakter. Gemäß IAS 12 wurden latente Steueransprüche auf die vorhandenen Verlustvorträge in Höhe von insgesamt 49,7 Mio. EUR (Vorjahr: 38,9 Mio. EUR) aktiviert, da diese mit künftigen steuerlichen Gewinnen verrechnet werden können. Steuerforderungen werden mit Steuerverbindlichkeiten saldiert dargestellt, wenn sie gegenüber derselben Abgabenbehörde bestehen und wenn das Recht und die Absicht auf Aufrechnung bestehen. Im Jahr 2021 bestanden in Tochtergesellschaften, die im abgelaufenen Jahr oder in den Vorjahren Verluste erwirtschaftet haben, steuerliche Verlustvorträge in Höhe von 702,0 Mio. EUR (Vorjahr: 558,5 Mio. EUR), die nicht als verwertbar angesehen werden. Die nicht angesetzten latenten Steuern für steuerliche Verluste belaufen sich daher auf 173,4 Mio. EUR (Vorjahr: 137,3 Mio. EUR). Auf temporäre Differenzen zwischen dem anteiligen IFRS-Eigenkapital und dem steuerlichen Buchwert der Tochterunternehmen in Höhe von 219,7 Mio. EUR (Vorjahr: 231,0 Mio. EUR) wurden keine latenten Steuerschulden angesetzt, da der Konzern in der Lage ist, den zeitlichen Verlauf der Auflösung der temporären Differenzen zu steuern und sich die temporären Differenzen in absehbarer Zeit wahrscheinlich nicht auflösen werden. (7.9) Sonstiges langfristiges Vermögen
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 35,7 Mio. EUR (Vorjahr: 31,6 Mio. EUR) betreffen Verkaufstransaktionen mit langfristigen Zahlungszielen. Die Bruttobuchwerte von 40,0 Mio. EUR (Vorjahr: 33,7 Mio. EUR) wurden um die Wertberichtigungen von -4,3 Mio. EUR (Vorjahr: -2,2 Mio. EUR) vermindert, dies entspricht einer erwarteten Verlustquote von 10,8 % (Vorjahr: 6,4 %). Die Forderungen aus Finanzierungsleasing resultieren aus Vereinbarungen mit Kunden für Geldspielgeräte. Details zu den Fristigkeiten finden sich unter Erläuterung (12). (7.10) Vorräte
In der Summe der Vorräte sind Wertberichtigungen in Höhe von 83,4 Mio. EUR (Vorjahr: 81,0 Mio. EUR) enthalten. (7.11) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige Forderungen und Vermögenswerte
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen samt Wertberichtigungen gliedern sich wie folgt auf:
Die ausgewiesenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beinhalten Wertberichtigungen in Höhe von -53,4 Mio. EUR (Vorjahr: -44,0 Mio. EUR). Die Wertminderungsaufwendungen der Berichtsperiode wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst. Die Forderungen gegenüber nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen enthalten mit 10,6 Mio. EUR (Vorjahr: 1,8 Mio. EUR) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die aktive Rechnungsabgrenzung betrifft insbesondere Disagios und Aufwendungen, die das Jahr 2022 und Folgejahre betreffen. Edelmetalle mit einem Buchwert von 51,3 Mio. EUR (Vorjahr: 49,3 Mio. EUR) werden zum jeweiligen gehandelten Marktwert (Fair-Value-Hierarchie Stufe 1) ergebniswirksam bewertet. Die aus der Folgebewertung der Edelmetalle resultierende Wertänderung von 2,0 Mio. EUR (Vorjahr: 5,6 Mio. EUR) wird unter den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst. Die sonstigen kurzfristigen Forderungen und Vermögenswerte beinhalten im Wesentlichen Verrechnungen mit Zahlungsanbietern, geleistete Anzahlungen und sonstige Ertragsabgrenzungen. (7.12) Kurzfristiges Finanzvermögen
(7.13) Zahlungsmittel
Die ausgewiesenen Kassenbestände in Höhe von 132,9 Mio. EUR (Vorjahr: 107,5 Mio. EUR) dienen großteils als Grundfüllungen der Glücksspielautomaten und Cash-Reserven in den Glücksspielbetrieben. (7.14) Grundkapital Das Grundkapital in Höhe von 26,6 Mio. EUR (Vorjahr: 26,6 Mio. EUR) ist zur Gänze einbezahlt und verteilt sich auf 26.590.000 auf Namen lautende Stückaktien. Der auf eine Stückaktie entfallende anteilige Betrag am Grundkapital beträgt 1,0 EUR. (7.15) Kapitalrücklagen Die Kapitalrücklage in Höhe von 85,4 Mio. EUR (Vorjahr: 85,4 Mio. EUR) ist eine gebundene Rücklage. (7.16) Gewinnrücklagen Die Gewinnrücklagen beinhalten das Konzernergebnis des laufenden Geschäftsjahres und die kumulierten Ergebnisse aus den Vorjahren. In den Gewinnrücklagen wird auch die Neubewertung der Nettoschuld aus leistungsorientierten Verpflichtungen mit -13,4 Mio. EUR (Vorjahr: -13,5 Mio. EUR) ausgewiesen, wobei die Veränderung von 0,1 Mio. EUR (Vorjahr: -0,3 Mio. EUR) im sonstigen Ergebnis erfasst wird. Aus dem Bilanzgewinn der NOVOMATIC AG nach öUGB (österreichischem Unternehmensgesetzbuch) ist keine Ausschüttung vorgesehen. (7.17) Bewertungsrücklagen In der Bewertungsrücklage wird die Neubewertung von finanziellen Vermögenswerten (FVTOCI) mit 66,4 Mio. EUR (Vorjahr: 27,4 Mio. EUR) ausgewiesen, wobei die Veränderung von 39,0 Mio. EUR (Vorjahr: -15,9 Mio. EUR) im sonstigen Ergebnis erfasst wird. (7.18) Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung Dieser Posten enthält Differenzen aus der Währungsumrechnung, die sich im Zuge der Konsolidierung ausländischer Tochtergesellschaften gegenüber Stichtagskursen ergeben und im Geschäftsjahr 2021 zu einer Veränderung des Ausgleichspostens aus der Währungsumrechnung von 15,4 Mio. EUR (Vorjahr: -28,1 Mio. EUR) im sonstigen Ergebnis führten. (7.19) Nicht beherrschende Anteile Die nicht beherrschenden Anteile umfassen die Fremdanteile am Eigenkapital der konsolidierten Tochterunternehmen. Der den nicht beherrschenden Anteilen zuzurechnende Anteil aus der Veränderung des Ausgleichspostens aus der Währungsumrechnung von 3,4 Mio. EUR (Vorjahr: -2,8 Mio. EUR) wurde im sonstigen Ergebnis erfasst. Tochterunternehmen, an denen nicht beherrschende Anteile bestehen:
Die geschriebene Put-Option über 49 % Anteile an der Basque Gaming S.L. wurde von den Minderheitsgesellschaftern in 2021 ausgeübt. Die zusammenfassenden Finanzinformationen (vor konzerninternen Eliminierungen) hinsichtlich der Tochterunternehmen des Konzerns, an denen wesentliche nicht beherrschende Anteile bestehen, sind nachfolgend angegeben:
(7.20) Langfristige Finanzverbindlichkeiten
Die durch die NOVOMATIC AG begebene langfristige Anleihe hat folgende Konditionen:
Die Anleihe ist im Amtlichen Handel der Wiener Börse zugelassen. Der beizulegende Zeitwert der Anleihe beträgt 495,7 Mio. EUR (Vorjahr: 481,2 Mio. EUR). Der beizulegende Zeitwert der Bankkredite und -darlehen beträgt 604,3 Mio. EUR (Vorjahr: 666,3 Mio. EUR). Bankkredite und -darlehen mit einer Laufzeit zwischen 1 und 5 Jahren weisen einen Betrag in Höhe von 602,6 Mio. EUR (Vorjahr: 654,8 Mio. EUR) und über 5 Jahren in Höhe von 0,0 Mio. EUR (Vorjahr: 9,0 Mio. EUR) auf. Der gewichtete durchschnittliche Zinssatz beträgt 1,543 % (Vorjahr: 1,413 %). (7.21) Langfristige Leasingverbindlichkeiten Die langfristigen Leasingverbindlichkeiten von 504,1 Mio. EUR (Vorjahr: 477,3 Mio. EUR) resultieren aus der Anwendung von IFRS 16 Leasing. Die Leasingzahlungen werden in eine Tilgungs- und eine Finanzierungskomponente aufgeteilt. Der Tilgungsanteil wird mit den bestehenden Leasingverbindlichkeiten verrechnet, während die Finanzierungskomponente als Zinsaufwand ergebniswirksam erfasst wird. (7.22) Langfristige Rückstellungen
Rückstellung für Abfertigungen Abfertigungen sind Einmalzahlungen, welche im Wesentlichen Mitarbeitern in Österreich und Italien aufgrund von gesetzlichen und kollektivvertraglichen Verpflichtungen im Kündigungsfall sowie bei Pensionsantritt zustehen. Die Höhe richtet sich nach der Anzahl der Dienstjahre und der Höhe der Bezüge. Für diese künftigen Verpflichtungen werden Rückstellungen nach versicherungsmathematischen Grundsätzen gebildet. Die Bewertung erfolgte gemäß IAS 19 nach dem Verfahren der laufenden Einmalprämien mit einem Rechnungszinssatz von 0,8 % bis 1,03 % (Vorjahr: 0,37 % bis 0,86 %) und der Annahme einer Gehaltsentwicklung von 0,8 % bis 2,5 % (Vorjahr: 1,0 % bis 2,5 %). Als voraussichtlicher Pensionsantritt wurde der nach lokalen rechtlichen Bestimmungen frühestmögliche Zeitpunkt unterstellt. Abschläge aufgrund von Fluktuation oder sonstiger Umstände wurden nicht miteingerechnet. Entwicklung der Rückstellung für Abfertigungen:
Sensitivitätsanalyse für Abfertigung:
Zum 31. Dezember 2021 beträgt die durchschnittliche Laufzeit der Abfertigungsverpflichtungen länderabhängig zwischen 10 und 11 Jahre (Vorjahr: zwischen 10 und 11 Jahre). Für das kommende Geschäftsjahr erwartet der Konzern, dass Zahlungen von 6,4 Mio. EUR (Vorjahr: 5,5 Mio. EUR) anfallen werden. Rückstellung für Pensionen Aufgrund von einzelvertraglichen Regelungen besteht für einige Konzernunternehmen die Verpflichtung, Mitarbeitern ab dem Zeitpunkt ihrer Pensionierung einen Pensionszuschuss zu gewähren. Die Höhe dieser Pension bemisst sich nach der Dauer der Betriebszugehörigkeit sowie nach der Höhe der Bezüge zum Pensionierungszeitpunkt. Die Bewertung erfolgte gemäß IAS 19 nach dem laufenden Einmalprämienverfahren mit einem Rechnungszinssatz bis 0,9 % (Vorjahr: bis 0,6 %) und einer Wertanpassung bis 1,75 % (Vorjahr: bis 1,75 %). Entwicklung der Rückstellung für Pensionen:
Sensitivitätsanalyse für Pension:
Zum 31. Dezember 2021 beträgt die durchschnittliche Laufzeit der Pensionsverpflichtungen länderabhängig von unter 1 Jahr bis zu 14 Jahren (Vorjahr: von unter 1 Jahr bis zu 14 Jahren). Für das kommende Geschäftsjahr erwartet der Konzern, dass Zahlungen von 0,5 Mio. EUR (Vorjahr: 0,5 Mio. EUR) anfallen werden. Rückstellung für Jubiläumsgelder Mitarbeitern stehen bei langjähriger Betriebszugehörigkeit Jubiläumsgelder zu, die sich aufgrund von kollektivvertraglichen Regelungen ergeben. Die Bewertung der Jubiläumsgeldverpflichtung erfolgte unter der Zugrundelegung eines Rechnungszinssatzes von 0,95 % bis 1,03 % (Vorjahr: 0,65 % bis 1,17 %) und der Annahme einer Gehaltsentwicklung von 2,0 % bis 4,0 % (Vorjahr: 2,0 % bis 4,0 %). Ein Fluktuationsabschlag auf Grundlage der unternehmensinternen dreijährigen Austrittsstatistik und unter Berücksichtigung der individuellen Verbleibewahrscheinlichkeit bis zum jeweiligen Jubiläumsgeldanfall wurde berücksichtigt. Entwicklung der Rückstellung für Jubiläumsgelder:
Sonstige langfristige Rückstellungen Die übrigen langfristigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Vorsorgen für Rückbau- und Wiederherstellungsverpflichtungen sowie Drohverluste aus Aufträgen. Die Entwicklung der sonstigen langfristigen Rückstellungen stellt sich wie folgt dar:
(7.23) Sonstige langfristige Verbindlichkeiten
Die sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten beinhalten vor allem Glückspielabgaben und Steuerverpflichtungen, sowie erhaltene Kautionen. Die Kaufpreisverpflichtungen umfassen bedingte Gegenleistungen aus Unternehmenszusammenschlüssen sowie noch nicht fällige Kaufpreisbestandteile aus Unternehmenszusammenschlüssen. (7.24) Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten
NOVOMATIC AG hat die endfällige Anleihe (ISIN AT0000A182L5) mit einem Emissionsvolumen von 200,0 Mio. EUR fristgerecht am 23. Juni 2021 getilgt. (7.25) Kurzfristige Leasingverbindlichkeiten Die kurzfristigen Leasingverbindlichkeiten von 109,0 Mio. EUR (Vorjahr: 112,6 Mio. EUR) resultieren aus der Anwendung von IFRS 16 Leasing. Die Leasingzahlungen werden in eine Tilgungs- und eine Finanzierungskomponente aufgeteilt. Der Tilgungsanteil wird mit den bestehenden Leasingverbindlichkeiten verrechnet, während die Finanzierungskomponente als Zinsaufwand ergebniswirksam erfasst wird. (7.26) Kurzfristige Rückstellungen
Die anderen kurzfristigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Abgaben und Gebühren sowie Vorsorgen für Drohverluste aus Aufträgen. (7.27) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten
Der passive Rechnungsabgrenzungsposten beruht im Wesentlichen auf der Abgrenzung der erhaltenen Mietsonderzahlungen für Geldspielgeräte sowie Treueboni für Kunden in Deutschland. Die sonstigen Verbindlichkeiten aus Steuern (ausgenommen Ertragsteuern) betreffen im Wesentlichen Umsatzsteuern, Glücksspielabgaben und Wettgebühren. Die Kaufpreisverpflichtungen umfassen bedingte Gegenleistungen aus Unternehmenszusammenschlüssen, noch nicht fällige Kaufpreisbestandteile aus Unternehmenszusammenschlüssen sowie Verpflichtungen aus geschriebenen Put-Optionen über nicht beherrschende Anteile. Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen erhaltene Kautionen, ausstehende Eingangsrechnungen und abgegrenzte Zinsen. (8) Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Gesamtkostenverfahren. (8.1) Umsatzerlöse
Die Erfassung der Umsatzerlöse erfolgt mit 1.443,0 Mio. EUR (Vorjahr: 1.347,0 Mio. EUR) aus Kundenverträgen und mit 399,2 Mio. EUR (Vorjahr: 396,5 Mio. EUR) aus sonstigen Quellen - Mieterlöse. Die Umsatzerlöse resultieren aus der Erfüllung von Leistungsverpflichtungen, welche mit 1.407,3 Mio. EUR (Vorjahr: 1.330,6 Mio. EUR) zu einem bestimmten Zeitpunkt und mit 434,9 Mio. EUR (Vorjahr: 412,9 Mio. EUR) über einen Zeitraum realisiert werden. Die zu einem Zeitpunkt realisierten Umsatzerlöse verteilen sich mit 393,4 Mio. EUR (Vorjahr: 278,3 Mio. EUR) auf das Segment "Gaming Technology", mit 1.013,6 Mio. EUR (Vorjahr: 1.051,8 Mio. EUR) auf das Segment "Gaming Operations" und mit 0,3 Mio. EUR (Vorjahr: 0,5 Mio. EUR) auf das Segment "Other". Die über einen Zeitraum realisierten Umsatzerlöse betreffen mit 412,8 Mio. EUR (Vorjahr: 391,6 Mio. EUR) das Segment "Gaming Technology", mit 20,5 Mio. EUR (Vorjahr: 19,8 Mio. EUR) das Segment "Gaming Operations" und mit 1,6 Mio. EUR (Vorjahr: 1,5 Mio. EUR) das Segment "Other". (8.2) Glücksspielabgaben und Wettgebühren
(8.3) Veränderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen sowie aktivierte Eigenleistungen
Die aktivierten Eigenleistungen betreffen überwiegend die selbsterstellten elektronischen Glücksspielautomaten. (8.4) Sonstige betriebliche Erträge
Die Erträge aus der Veräußerung von Unternehmen resultieren aus dem Verkauf von vollkonsolidierten Tochterunternehmen. Die übrigen betrieblichen Erträge umfassen insbesondere staatliche Förderungen, Rückzahlungsansprüche, Aufwertung von Edelmetallen, Weiterverrechnungen, Erlöse aus Tronc (freiwillig abgegebener Anteil des Gewinnes von Spielern), Versicherungen, Charterleistungen und sonstigen Nebenerlösen. (8.5) Aufwendungen für Material und sonstige bezogene Leistungen
(8.6) Personalaufwand
In den Aufwendungen für Abfertigungen sind 0,9 Mio. EUR (Vorjahr: 0,4 Mio. EUR) sowie in den Aufwendungen für Altersversorgung 0,8 Mio. EUR (Vorjahr: 1,1 Mio. EUR) für beitragsorientierte Pläne enthalten. Der durchschnittliche Mitarbeiterstand (Köpfe) entwickelte sich wie folgt:
(8.7) Abschreibungen, Wertminderungen und Wertaufholungen auf immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
Die Aufgliederung der Jahresabschreibungen nach einzelnen Posten ist unter den Erläuterungen (7.1), (7.3) und (7.4) ersichtlich. Die Wertminderungen betreffen mit 19,5 Mio. EUR (Vorjahr: 33,4 Mio. EUR) das Segment "Gaming Technology", mit 16,9 Mio. EUR (Vorjahr: 48,5 Mio. EUR) das Segment "Gaming Operations" und mit 2,7 Mio. EUR (Vorjahr: 0,2 Mio. EUR) das Segment "Other". Die Wertaufholungen verteilen sich mit 17,3 Mio. EUR (Vorjahr: 16,9 Mio. EUR) auf das Segment "Gaming Technology", mit 33,4 Mio. EUR (Vorjahr: 11,5 Mio. EUR) auf das Segment "Gaming Operations" und mit 0,0 Mio. EUR (Vorjahr: 0,5 Mio. EUR) auf das Segment "Other". (8.8) Abschreibungen, Wertminderungen und Wertaufholungen auf Nutzungsrechte
Die Aufgliederung der Jahresabschreibungen nach einzelnen Posten ist unter den Erläuterungen (7.2) und (7.4) ersichtlich. Die Wertminderungen betreffen mit 2,7 Mio. EUR (Vorjahr: 1,2 Mio. EUR) das Segment "Gaming Technology" und mit 26,4 Mio. EUR (Vorjahr: 35,4 Mio. EUR) das Segment "Gaming Operations". Die Wertaufholungen resultieren mit 9,0 Mio. EUR (Vorjahr: 0,0 Mio. EUR) aus dem Segment "Gaming Operations". (8.9) Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die sonstigen Aufwendungen umfassen insbesondere Ausgangsfrachten, weiterverrechnete Kosten, diverse Dienstleistungen, Spesen des Geldverkehrs, Beiträge und Verwaltungskosten. (8.10) Zinserträge
(8.11) Sonstige Finanzerträge
Die Dividenden von sonstigen Beteiligungen wurden mit 8,6 Mio. EUR (Vorjahr: 16,7 Mio. EUR) aus Finanzinvestitionen und mit rund 3,0 Mio. EUR (Vorjahr: 4,2 Mio. EUR) aus sonstigen Veranlagungen erzielt. (8.12) Zinsaufwendungen
(8.13) Zinsaufwendungen für Leasingverhältnisse
(8.14) Sonstige Finanzaufwendungen
(8.15) Währungsgewinne/-verluste aus konzerninternen Finanzierungen Aus konzerninternen Finanzierungen resultierende Fremdwährungseffekte werden gesondert unter diesem Posten ausgewiesen, da diese mit der Finanzierungstätigkeit in engem Zusammenhang stehen. Die Währungsgewinne/-verluste aus konzerninternen Finanzierungen belaufen sich auf 4,0 Mio. EUR (Vorjahr: -5,8 Mio. EUR). (8.16) Ertragsteuern
Die Überleitung der Ertragsteuerbelastung unter Anwendung des österreichischen Körperschaftsteuersatzes von 25 % (Vorjahr: 25 %) auf den effektiven Steuersatz des Geschäftsjahres 2021 stellt sich wie folgt dar:
Im sonstigen Ergebnis erfasste Ertragsteuern:
(8.17) Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögensgegenstände und Schulden im direkten Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögensgegenständen und Veräußerungsgruppen sowie Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen Das NOVOMATIC Forum in Wien sowie ein unbebautes Grundstück in Las Vegas, Nevada, welche im Vorjahr als zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte von 18,5 Mio. EUR ausgewiesen waren, wurden im Jahr 2021 veräußert. (9) Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung Die Darstellung der Konzern-Kapitalflussrechnung erfolgt getrennt nach Betriebs-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit. Für die Darstellung der Konzern-Kapitalflussrechnung wurde die indirekte Methode gewählt. Der Finanzmittelbestand entspricht dem Kassenbestand sowie den Bankguthaben. Der Konzern hat die folgenden nicht zahlungswirksamen Investitions- und Finanzierungstätigkeiten aufgenommen, die nicht in der Kapitalflussrechnung Niederschlag finden: Verbindlichkeiten bzw. Verrechnungen aus dem Erwerb von Unternehmen mit 0,3 Mio. EUR (Vorjahr: 5,1 Mio. EUR). Zudem stellen die angesetzten Nutzungsrechte und Leasingverbindlichkeiten zunächst einen zahlungsunwirksamen Sachverhalt dar. Erst die laufenden Leasingzahlungen führen zu einem Zahlungsmittelabfluss, welcher in der Kapitalflussrechnung im Finanzierungsbereich dargestellt wird. Die offenen Leasingverbindlichkeiten belaufen sich auf 613,1 Mio. EUR (Vorjahr: 589,9 Mio. EUR). (10) Erläuterungen zur Segmentberichterstattung Der NOVOMATIC-Konzern wird vom Vorstand anhand von zwei Geschäftsbereichen gesteuert. Diese strategischen Bereiche bilden die Grundlage für die Segmentberichterstattung. Das Segment "Gaming Technology" beinhaltet die Produktion, den Verkauf und die Vermietung von Glücksspielgeräten und Unterhaltungsautomaten sowie das Online B2B-Geschäft. Das Segment "Gaming Operations" umfasst den Betrieb von Spielbanken und elektronischen Automatencasinos, das Wettgeschäft mit Sport- und Pferdewetten sowie das Online B2C-Geschäft. Die Wertansätze für die Segmentberichterstattung entsprechen den auf den IFRS-Konzernabschluss angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden. Jene Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, welche nicht in direktem Zusammenhang zum Glücksspielbereich stehen, werden unter dem Segment "Other" subsumiert. Die Überleitung umfasst konsolidierungsbedingte Anpassungen. Der intersegmentäre Leistungsaustausch betrifft Liefer- und Leistungsbeziehungen zwischen den Geschäftsbereichen. Die Verrechnung erfolgt zu marktüblichen Preisen. In der Überleitung der Segmentumsatzerlöse bzw. des Segmentergebnisses auf die Daten des Konzernabschlusses werden konzerninterne Aufwendungen und Erträge eliminiert. Das Segmentvermögen setzt sich im Wesentlichen aus dem immateriellen Anlagevermögen, den Nutzungsrechten, den Sachanlagen, den Vorräten, den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie dem Kassenguthaben zusammen. Konzerninterne Leasingverhältnisse werden entsprechend dem internen Berichtswesen und der Steuerung der Segmente beim Leasingnehmer nicht erfasst, sondern als periodischer Aufwand erfasst. Die Segmentverbindlichkeiten bestehen hauptsächlich aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Leasingverbindlichkeiten, Rückstellungen sowie passiven Rechnungsabgrenzungsposten. Bei der Überleitung des Segmentvermögens bzw. der Segmentschulden werden insbesondere konzerninterne Forderungen und Verbindlichkeiten im Rahmen der Schuldenkonsolidierung entfernt. Nicht zugeordnetes Vermögen bzw. Schulden umfassen jene Posten der Bilanz, welche nicht in die Definition des Segmentvermögens bzw. der Segmentverbindlichkeiten fallen, und dienen der Überleitung auf die Konzernwerte. Segmentumsatzerlöse
Segmentergebnis
Segmentvermögen und Segmentschulden
Sonstige Segmentinformationen
Geografische Informationen Die Umsatzerlöse und das Vermögen des Konzerns in den einzelnen Regionen stellen sich wie folgt dar:
Die Zurechnung der Umsatzerlöse zu den Regionen folgt dem Sitzlandprinzip. Die geografische Region Online enthält die im Online und Mobile Gaming tätigen Gesellschaften der Greentube-Gruppe. (11) Erläuterungen zu den Finanzinstrumenten
Bewertung von Finanzinstrumenten Für Finanzinstrumente werden in den nachfolgenden Tabellen die Buchwerte und die beizulegenden Zeitwerte der einzelnen finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten nach den jeweiligen Kategorien gemäß IFRS 9 dargestellt. a) Beizulegender Zeitwert von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, die regelmäßig zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden Einige Vermögenswerte und Verbindlichkeiten des Konzerns werden für Zwecke der Finanzberichterstattung zum beizulegenden Zeitwert gemäß der Fair-Value-Hierarchie bewertet.
Die Anteile an nicht konsolidierten Unternehmen werden erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert und sonstige Beteiligungen erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis bilanziert. Die Bewertung erfolgt nach anerkannten Ertragswertverfahren. Die zugrunde liegenden Cashflows aus der Mehrjahresplanung werden mit einem länderspezifischen Zinssatz diskontiert. Die Finanzbeteiligungen umfassen die indirekt gehaltenen 9,45 % Anteile an der Österreichische Lotterien Gesellschaft m.b.H. (ÖLG). Für die Marktwertbewertung wurde intern erstellte Unternehmensbewertungen unter Anwendung von anerkannten Multiplikator-Verfahren verwendet. Es kam ein Branchenmultiplikator zur Anwendung, welcher aus einer Vergleichsgruppe von sieben internationalen Lotterieunternehmen abgeleitet wurde. Der wesentliche Inputfaktor ist hierbei das Verhältnis des Enterprise Value (EV) zu EBITDA bzw. zu EBIT für die ausgewählte Peer Group, welcher auf den aktuell am Markt verfügbaren Finanzdaten beruht und die durchschnittliche Marktkapitalisierung zum Ausdruck bringt. Zum Zeitpunkt der Angebotslegung bzw. des Anteilserwerbes betrug der EV/EBITDA-Multiplikator 7,83 bzw. EV/EBIT-Multiplikator 8,89. Die aktualisierte Ermittlung der genannten Multiplikatoren führte zu einem EV/EBITDA-Multiplikator von 9,13 bzw. EV/EBIT-Multiplikator von 11,77. Zunächst wurden die anteiligen EBITDAs bzw. EBITs der ÖLG und deren Tochter-/Enkelgesellschaften aus den zuletzt verfügbaren Finanzinformationen mit diesen beiden Multiplikatoren hochgerechnet. Der so ermittelte Entity Value wurde um das Netto-Finanzvermögen erhöht bzw. die Netto-Finanzverbindlichkeiten reduziert und um das aliquote Eigenkapital von untergeordneten Beteiligungen angepasst. Aus diesem Equity Value für 100 % der Anteile wurde der anteilige Marktwert für die 9,45 % Beteiligung ermittelt. Aus dieser Folgebewertung der Finanzbeteiligungen resultierte eine erfolgsneutrale Erfassung (Aufwertung) von rund 36,9 Mio. EUR im Eigenkapital in der aktuellen Berichtsperiode. Eine Erhöhung des Multiplikators um 0,5 würde zu einem Anstieg des beizulegenden Zeitwertes um 6,9 Mio. EUR bzw. eine Erhöhung des zugrunde liegenden EBITDAs/EBITs des Bewertungsobjektes um 10 % zu einem Anstieg des beizulegenden Zeitwertes um rund 15,4 Mio. EUR führen. Die Wertpapiere betreffen börsennotierte Eigenkapitalinstrumente (z.B. Aktien) bzw. Schuldinstrumente (z.B. Anleihen). Bei der Bewertung wird auf die notierten Geldkurse an einem aktiven Markt (z.B. Börseplatz) zurückgegriffen. Der Konzern hat die vorhergehend angeführten Eigenkapitalinstrumente - sonstige Beteiligungen, Finanzbeteiligungen und Wertpapiere in Eigenkapitalinstrumente - erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis designiert. Diese Eigenkapitalinstrumente betreffen Finanzinvestitionen, die der Konzern für strategische Zwecke halten möchte. Die derivativen Finanzinstrumente umfassen Devisentermingeschäfte (zur Absicherung von zukünftigen Fremdwährungszahlungsströmen), deren Marktwert unter Anwendung des Discounted-Cashflow-Verfahrens ermittelt wird. Dazu werden die am Bewertungstag ermittelten zukünftigen Cashflows mit den betreffenden laufzeitkonformen Diskontsätzen abgezinst (beobachtbare Zinsstrukturkurven am Bilanzstichtag bzw. die letzten gültigen Zinskurven vor dem Bilanzstichtag (31. Dezember 2021)). Die Marktbewertungen der derivativen Finanzinstrumente erfolgen durch das eigene Treasury-Management-System sowie durch die involvierten Bankinstitute. Der Marktwert für Derivate entspricht jenem Wert, den die jeweilige Gesellschaft bei Auflösung der Geschäfte am Bilanzstichtag rechnerisch erhalten würde oder zahlen müsste. Die Veränderung des Marktwertes wird ergebniswirksam erfasst. Der NOVOMATIC-Konzern hat zur Absicherung von Finanzrisiken die folgenden Derivate abgeschlossen:
Die Veränderung des Marktwertes wird bei den USD Termingeschäften ergebniswirksam erfasst. Die bedingten Gegenleistungen aus Unternehmenserwerben resultieren aus vertraglichen Verpflichtungen des erwerbenden Konzernunternehmens, wonach eine Kaufpreisnachbesserung an den Verkäufer bei Erreichen von vertraglich definierten Finanzkennzahlen (z.B. Umsatz- bzw. EBITDA-Ziele) innerhalb eines bestimmten Zeitrahmens nach dem Closing zu leisten ist. Der Bewertung der Verbindlichkeiten aus bedingten Kaufpreisen werden aktualisierte Umsatzplanungen bzw. EBITDA-Prognosen zugrunde gelegt. Die bedingten Gegenleistungen werden mit 1,2 Mio. EUR (Vorjahr: 3,0 Mio. EUR) unter den sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten (Kaufpreisverpflichtungen) und mit 2,3 Mio. EUR (Vorjahr: 2,1 Mio. EUR) unter den sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten (Kaufpreisverpflichtungen) in der Bilanz ausgewiesen. b) Beizulegender Zeitwert von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, die nicht regelmäßig zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, bei denen der beizulegende Zeitwert aber anzugeben ist Für Finanzinstrumente, die zu Anschaffungskosten bewertet sind, werden der Buchwert und der beizulegende Zeitwert in der folgenden Tabelle dargestellt:
Für den Zeitwert der Anleihen wurden der Börsenkurs zum Bewertungsstichtag bzw. die letzten gültigen Börsenkurse vor dem Bilanzstichtag (31. Dezember 2021) herangezogen. Der Marktwert der Bankverbindlichkeiten wurde durch Diskontierung der zukünftigen, mit diesen Verbindlichkeiten verbundenen, fixen Zahlungsströme mit dem Marktzinssatz zum Abschlussstichtag ermittelt. Bei Zahlungsmitteln, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sonstigen kurzfristigen Forderungen bzw. Verbindlichkeiten entspricht der Fair Value in etwa dem Buchwert aufgrund der kurzfristigen Restlaufzeiten. Bei Ausleihungen, Darlehen, sonstigen langfristigen finanziellen Forderungen bzw. Verbindlichkeiten wird von keiner wesentlichen Abweichung des Fair Values zum Buchwert ausgegangen und dem Ausfallsrisiko durch Bildung von Wertberichtigungen Rechnung getragen. Nettoergebnis je Kategorie
Kapitalrisikomanagement Das Ziel des Kapitalrisikomanagements ist die aktive Steuerung der Kapitalstruktur des gesamten NOVOMATIC Konzerns sowie der einzelnen Konzerngesellschaften. Durch die Gewährleistung einer angemessenen Eigenkapitalquote werden die Fremdkapitalkosten reduziert und die Ertragskraft der einzelnen Konzernunternehmen sowie des gesamten NOVOMATIC Konzerns nachhaltig gesichert, sodass alle Konzernunternehmen unter der Unternehmensfortführungsprämisse operieren können. Die Entwicklung der Kapitalstruktur wird anhand der Kennzahlen Eigenkapitalquote und Nettoverschuldung im Verhältnis zu EBITDA überwacht. Diese Kennzahlen werden auf Gesellschaftsebene und Konzernebene regelmäßig quantifiziert und zumindest halbjährlich an den Vorstand berichtet, welcher diese neben anderen Kennzahlen als Steuerungsgrößen für die weitere Unternehmensentwicklung heranzieht. Die Eigenkapitalquote berechnet sich aus dem Verhältnis von Eigenkapital zur Bilanzsumme. Das Eigenkapital setzt sich zusammen aus dem Grundkapital, den Kapital-, Gewinn- sowie Bewertungsrücklagen zuzüglich Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung sowie nicht beherrschende Anteile. Die Nettoverschuldung ergibt sich aus der Summe der langfristigen und kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten und Leasingverbindlichkeiten abzüglich der Zahlungsmittel, Edelmetalle sowie börsengehandelter Wertpapiere. Die Verschuldungskennzahl berechnet sich als Nettoverschuldung im Verhältnis zu Betriebserfolg zuzüglich Abschreibungen, Wertminderungen und Wertaufholungen (EBITDA). Die Kennzahlen Eigenkapitalquote sowie Nettoverschuldung zu EBITDA zum 31. Dezember 2021 und zum 31. Dezember 2020 ermitteln sich wie folgt:
Der NOVOMATIC Konzern ist aufgrund seiner vertraglich vereinbarten Financial Covenants in seinen wesentlichen Finanzierungsverträgen verpflichtet, eine Eigenkapitalquote von mindestens 15,0 % und eine Nettoverschuldung im Verhältnis zu EBITDA (Net Debt / EBITDA) von höchstens 4,625x einzuhalten. In den Finanzierungsverträgen sind bei der Ermittlung dieser beiden Kennzahlen bestimmte Anpassungen gegenüber der oben angeführten Standardberechnung vorgesehen. Unter Berücksichtigung dieser angepassten Berechnung hat der NOVOMATIC Konzern die vertraglich vereinbarten Financial Covenants per 31. Dezember 2021 eingehalten. Aufgrund der seit März 2020 andauernden COVID-19-Pandemie und des daraus resultierenden Ergebnisrückgangs wurde im Februar 2021 für die wesentlichen Finanzierungsverträge der NOVOMATIC AG eine Anpassung der Finanzkennzahl Nettoverschuldung im Verhältnis zu EBITDA (Net Debt / EBITDA) bis einschließlich 29. Juni 2022 mit den Kreditgebern vereinbart (Waiver). An diese Finanzkennzahlen knüpfen verschiedene wirtschaftliche Konsequenzen, von Zinskonditionen bis zu Kündigungsrechten der Kreditgeber, an. Im Rahmen dieser Finanzierungen wurde für die Testzeitpunkte 31. Dezember 2020, 30. Juni 2021 sowie 31. Dezember 2021 für die Finanzkennzahl Net Debt / EBITDA eine Maximalhöhe von 7,0x vereinbart, sowie die jederzeitige Erfüllung der Kennzahl zwischen den Testzeitpunkten gänzlich ausgesetzt. Die Eigenkapitalquote wurde durch den Waiver unverändert bei mindestens 15 % belassen. Jeder Kreditgeber hat seine Einverständniserklärung zu den erforderlichen Vertragsänderungen erteilt, wodurch eine Zustimmungsquote von 100 % der Kreditgeber erreicht werden konnte. Die NOVOMATIC AG wurde im Oktober 2015 erstmalig von der Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) bewertet und hatte bis zum Juni 2019 durchgehend ein Investment Grade-Rating inne. Am 9. Dezember 2020 (letzte Ratingveränderung) wurde das Rating der NOVOMATIC AG von S&P um eine Stufe von BB+ mit negativem Ausblick auf BB mit negativem Ausblick heruntergestuft. Als Begründung für die Ratingveränderung von S&P wurden in erster Linie die weiterhin große Unsicherheit durch die vorherrschende COVID 19-Pandemie und die daraus resultierenden negativen Auswirkungen auf die Geschäftsaktivitäten und die Ertragskraft der NOVOMATIC AG-Gruppe angeführt. Das aktuelle Rating BB (negativer Ausblick) wurde am 16. Juni 2021 durch die Ratingagentur S&P bestätigt. Finanzrisikomanagement Der NOVOMATIC-Konzern überwacht, steuert und begrenzt die mit den Geschäftsbereichen der Gruppe verbundenen Finanzrisiken. Die Steuerung finanzieller Risiken wird durch ein im Industrie- und Bankensektor etabliertes Treasury-Management-System unterstützt. Für die Gruppe relevante Finanzrisiken werden durch ein laufendes Monitoring beobachtet und bei Bedarf mittels geeigneter Maßnahmen und Instrumente (z.B. derivative Finanzinstrumente wie Zinsswaps und Devisentermingeschäfte) abgesichert, um das aus dem Grundgeschäft resultierende finanzielle Risiko zu reduzieren. Die Identifizierung, Analyse und Bewertung der Finanzrisiken sowie die Analyse und Auswahl der potenziell anzuwendenden Absicherungsinstrumente erfolgt grundsätzlich durch das Konzern-Treasury. Die Entscheidung über die Auswahl und den Einsatz derivativer Finanzinstrumente obliegt dem Vorstand. Jeglicher Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten auf Ebene der Konzerngesellschaften wird gemäß Konzernrichtlinie vorab mit Konzern-Treasury abgestimmt und ist vom Vorstand vorab zu genehmigen. Liquiditätsrisiko Das Liquiditäts- bzw. Finanzierungsrisiko umfasst das Risiko, jederzeit über ausreichende Liquidität zu verfügen bzw. die Möglichkeit zu haben, erforderliche Finanzmittel mit marktüblichen Konditionen zeitgerecht von Investoren abzurufen, um fällige Verbindlichkeiten jederzeit fristgerecht zu bedienen oder für konzerninterne Zwecke Intercompany-Finanzierungen und -Haftungen bereitzustellen. Darüber hinaus ist der Bedarf an liquiden Mitteln in der Glücksspielbranche, insbesondere in den eigenen Glücksspielbetrieben durch gebundenes Bargeld, hoch. Ein Teil der ausgewiesenen liquiden Mittel umfasst die Grundfüllungen der Glücksspielautomaten und Barmittelreserven in den Glücksspielbetrieben. Unter Berücksichtigung der gewählten Konzernstrategie und -planungsprozesse erfolgt sowohl eine kurzfristige als auch langfristige rollierende Liquiditätsplanung, die ein aktuelles Bild der zu erwartenden Liquiditätsentwicklung auf Konzernebene bieten soll. Der mittel- und langfristige Liquiditäts- bzw. Finanzierungsbedarf des NOVOMATIC-Konzerns wird rollierend auf Basis der geplanten zukünftigen Zahlungsströme ermittelt. Aufgrund der konservativen Finanzierungs- und Verschuldungspolitik sowie der konservativen Veranlagungspolitik im NOVOMATIC-Konzern ist das konzernweite Liquiditätsrisiko des NOVOMATIC-Konzerns begrenzt. Trotzdem räumt der NOVOMATIC-Konzern dem Liquiditätsrisiko und dessen Steuerung einen hohen Stellenwert ein. Um die jederzeitige Zahlungsfähigkeit sowie die finanzielle Flexibilität zu gewährleisten, wird eine Liquiditätsreserve in Form von revolvierend ausnutzbaren Kreditlinien, kurzfristig ausnutzbaren Überziehungslinien und täglich fälligen Bankguthaben sowie kurzfristigen Veranlagungen gehalten. Die syndizierte revolvierend ausnutzbare Kreditlinie in Höhe von 1,0 Mrd. EUR mit einer Laufzeit bis zum 1. März 2024 war per 31. Dezember 2021 mit 385,0 Mio. EUR ausgenutzt bzw. waren 615,0 Mio. EUR frei verfügbar. Darüber hinaus wurde im Juli 2021 eine bilaterale Überziehungslinie in Höhe von 10,0 Mio. EUR gezogen und war per 31. Dezember 2021 in dieser Höhe ausgenutzt. Im März 2021 wurde eine Schuldscheindarlehenstranche in Höhe von 1,5 Mio. EUR außerordentlich zurückgeführt. Im Juni 2021 wurde eine Anleihe in Höhe von 200,0 Mio. EUR vereinbarungsgemäß zurückgezahlt. Hierfür wurde im März 2021 eine kurzfristige Refinanzierung in Höhe von 100,0 Mio. EUR aufgenommen. Im November 2021 wurde eine weitere kurzfristige Finanzierung in Höhe von 140,0 Mio. EUR aufgenommen. In der folgenden Tabelle werden alle zum Stichtag vertraglich fixierten Zahlungen für Tilgungen und Zinsen aus bilanzierten finanziellen Verbindlichkeiten einschließlich derivativer Finanzinstrumente dargestellt. Für derivative Finanzinstrumente wird der Marktwert angegeben, während für die übrigen Verpflichtungen die nicht diskontierten Cashflows für die nächsten Geschäftsjahre dargestellt werden:
Kontrahentenrisiko Das Kontrahentenrisiko bezeichnet das Risiko des Zahlungsverzugs oder -ausfalls von jeglichen Vertragspartnern. Im Finanzbereich unterhält der NOVOMATIC-Konzern vorwiegend Geschäftsbeziehungen zu Banken und Versicherungen mit entsprechend guter Bonität (mindestens Investment Grade Rating von S&P, Moody's oder Fitch). Zur Überwachung des Ausfallsrisikos für Finanzanlagen (d.h. Guthaben auf Bankkonten, Geldmarktveranlagungen, Kapitalmarktveranlagungen, Wertpapiere) und derivative Finanzinstrumente (d.h. positive Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten) wird im NOVOMATIC-Konzern darauf geachtet, die Mittel ausgewogen zu verteilen und allfällige Klumpenrisiken zu vermeiden. Der NOVOMATIC-Konzern ist neben dem Finanzbereich auch im Vertriebsgeschäft einem Kontrahentenrisiko ausgesetzt, weil Kunden möglicherweise ihren Zahlungsverpflichtungen nicht betragsgenau bzw. fristgerecht nachkommen. Teilweise, insbesondere bei Neukunden, wird das Ausfallsrisiko durch zusätzlich geforderte Sicherheiten, wie z.B. erhaltene Kautionen und im Exportgeschäft mittels Dokumentenakkreditiv, reduziert. Des Weiteren wird durch vertraglich gesicherte Eigentumsvorbehalte, Anzahlung bzw. Vorauszahlung, Bankeinzug und Gewährung kurzer Zahlungsziele versucht das Ausfallsrisiko des NOVOMATIC-Konzerns weiter zu reduzieren. Aufgrund der Vielzahl von externen Kunden liegt derzeit keine wesentliche Konzentration von Ausfallsrisiken vor. Das maximale Ausfallsrisiko für Kundenforderungen gegenüber Dritten und Darlehen an Geschäftspartner ist mit dem Buchwert der Forderungen begrenzt. Bei den sonstigen finanziellen Vermögenswerten (Zahlungsmittel, Veranlagungen, sonstige Finanzinstrumente außer derivative Finanzinstrumente) entspricht das maximale Kreditrisiko bei Ausfall des Kontrahenten dem Buchwert dieser Finanzinstrumente. Bei derivativen Finanzinstrumenten besteht das maximale Kreditrisiko aus dem positiven Marktwert des Derivats zum Bewertungstag. Marktrisiko a) Zinsrisiko Im Rahmen der Finanzierungs- und Veranlagungsaktivitäten ist der NOVOMATIC-Konzern einem Zinsänderungsrisiko ausgesetzt. Die Veränderung der Zinssätze kann einen positiven oder negativen Einfluss einerseits auf den Wert von Finanzinstrumenten (Barwertrisiko), anderseits auf die aus den Finanzinstrumenten resultierenden Zahlungsströme (Cashflow-Risiko) haben. Aus risikopolitischen Überlegungen wird auf eine ausgewogene Zinsbindungsbilanz bzw. einen ausgewogenen Mix aus variabler und fixer Verzinsung mit kurz- und langfristigen Zinsbindungen geachtet, um Klumpenrisiken zu vermeiden. Zur Beschränkung von Zinsrisiken werden die aktuellen Zinsentwicklungen laufend beobachtet und bei Bedarf Absicherungen der Zinsrisiken mit geeigneten Maßnahmen, u.a. derivative Instrumente wie z.B. Zinsswaps, Zinsoptionen etc., vorgenommen. Aufgrund des höheren Anteils an fix verzinsten Finanzverbindlichkeiten (2021 durchschnittlich rund 57 %; 2020 durchschnittlich rund 59 %) des NOVOMATIC-Konzerns sowie aufgrund der gegenwärtigen und zukünftig absehbaren Zinsentwicklung ist das Cashflow-Risiko durch steigende Zinssätze begrenzt. In der Vergangenheit wurde mittels fix verzinster Finanzverbindlichkeiten in erster Linie auf das Risiko und die Absicherung steigender Kreditzinsen geachtet. Ein ausgewogenes Verhältnis zwischen variabel verzinsten Finanzverbindlichkeiten und Finanzanlagen hat in der Vergangenheit zudem für eine weitgehend natürliche Absicherung ("Natural Hedge") des Zinsänderungsrisikos bei variabel verzinsten Finanzinstrumenten gesorgt. Die flächendeckende Einführung von Zinssatzuntergrenzen ("Floor") für variable verzinste EUR-Finanzverbindlichkeiten auf der einen Seite und die flächendeckende Einführung von Einlagenverwahrentgelten ("Negativzinsen") für variable verzinste EUR-Finanzanlagen haben diesen "Natural Hedge" zunehmend vermindert bzw. zwischenzeitlich gänzlich beendet. Die gegenwärtige Zinslandschaft verlangt nun noch größere Anstrengungen für die Steuerung des Zinsrisikos, insbesondere für die Steuerung der aus Risikosicht erforderlichen Liquiditätsreserve. Das Konzern-Treasury versucht die kurzfristig verfügbare Liquiditätsreserve (Finanzanlagen und Finanzverbindlichkeiten) so zu steuern, dass die jederzeitige Zahlungsfähigkeit gewährleistet werden kann und damit der Absicherung des Liquiditätsrisikos auf der einen Seite sowie der Absicherung des Zinsänderungsrisikos für insbesondere variabel verzinste Finanzanlagen auf der anderen Seite Rechnung getragen wird. Des Weiteren wird versucht die Zinskosten aus der Kreditlinienausnutzung sowie die für die vorgehaltene Liquiditätsreserve anfallenden Einlagenverwahrentgelte so gut es geht zu minimieren. Grundlage für den Einsatz von derivativen Absicherungsinstrumenten ist eine vom Vorstand definierte, konzernweit geltende Richtlinie. Derivative Finanzinstrumente werden ausschließlich zur Absicherung finanzieller Risiken aus einem bereits bestehenden bzw. eines, mit großer Eintrittswahrscheinlichkeit, zukünftig abgeschlossenen Grundgeschäftes (z.B. ein variabel verzinstes Darlehen) abgeschlossen und werden nicht aus spekulativen Überlegungen bzw. um einen Geschäftsbeitrag zu erwirtschaften, abgeschlossen. Die nachfolgende Tabelle zeigt die Auswirkungen einer nach vernünftigem Ermessen potenziellen Zinsänderung (+/-50 Basispunkte) auf das Ergebnis vor Steuern bzw. auf das Eigenkapital. Im Rahmen der Zinssensitivitätsanalyse werden die variabel verzinsten Bankverbindlichkeiten und Bankguthaben sowie die per Berichtsstichtag laufenden derivativen Finanzinstrumente herangezogen. Bei der Berechnung wurden eine Zinserhöhung um 50 Basispunkte für variabel verzinste Bankverbindlichkeiten, variabel verzinste Bankguthaben und Zahlungen aus Derivaten simuliert. Für die variabel verzinsten Bankverbindlichkeiten wurde zwar ebenfalls eine potenzielle Zinssenkung um 50 Basispunkte simuliert, jedoch haben ca. 69 % der variabel verzinsten Bankverbindlichkeiten zum Bilanzstichtag 31.12.2021 (per 31.12.2020 ca. 65 %) eine vereinbarte Zinssatzuntergrenze von 0,0 % ("Floor"), wodurch eine potenzielle Zinssenkung keine Auswirkung auf diese variable verzinsten Finanzverbindlichkeiten haben würde.
Der durchschnittlich gewichtete Zinssatz bei externen Finanzierungen des NOVOMATIC-Konzerns (über alle Währungen) betrug im Geschäftsjahr 2021 1,543 % p.a. (2020: 1,413 % p.a.). Der durchschnittlich gewichtete Zinssatz bei variabel verzinsten Finanzierungen betrug 2021 1,253 % p.a. (2020: 0,766 % p.a.) bzw. der durchschnittliche 3M-EURIBOR (Marktzinssatz) betrug 2021 0,549 % p.a. (2020: -0,427 % p.a.). Der durchschnittlich gewichtete Zinssatz bei fix verzinsten Finanzierungen betrug 2021 1,764 % p.a. (2020: 1,942 % p.a.). Die Entwicklung der EUR-Geld- und Kapitalmarktzinsen (Jahresdurchschnitt) in den letzten fünf Jahren war anhaltend negativ (z.B.: 3M EURIBOR von -0,264 % (2016) auf -0,549 % (2021) bzw. 5J Swapsatz von 0,008 % (2016) auf -0,262 % (2021)). Auch die Entwicklung des EZB-Zinssatzes für die Einlagenfazilität war seit Juni 2007 anhaltend negativ (z.B.: von -0,1 % (2014) bis -0,5 % (2021)). Eine weitere Reduktion der Zinssätze von 0,5 % innerhalb des nächsten Geschäftsjahres 2022 ist laut aktueller Marktmeinung eher unrealistisch. Die seit 2021 stark gestiegenen Inflationsraten, verursacht durch die Pandemiebedingten Lieferkettenprobleme und die explodierenden Energiepreise, in Europa aber auch weltweit, erhöhen den Handlungsdruck auf die Zentralbanken immer stärker. Unter anderem haben die Federal Reservebank (FED) in den USD, die Bank of England (BoE) in Großbritannien und andere Zentralbanken bereits eine Umkehr der expansiven Geldpolitik ("Quantitative Easing") eingeleitet (d.h. Abbau der laufenden Wertpapierkaufprogramme bzw. Zinserhöhungen) bzw. für 2022 angekündigt. Die EZB konnte sich zu einer Zinserhöhung bis Zinspolitik bisher noch nicht durchringen und geht bei der Inflation von einem vorübergehenden Phänomen aus. Laut EZB-Präsidentin Christine Lagarde ist eine Zinserhöhung bereits in 2022 zum aktuellen Zeitpunkt unwahrscheinlich. b) Fremdwährungsrisiko Das Risiko, welches sich aus Wertschwankungen von Finanzinstrumenten, anderen Bilanzposten (z.B. Forderungen und Verbindlichkeiten) und / oder Zahlungsströmen in Fremdwährung infolge von Wechselkursschwankungen ergibt, wird als Währungsrisiko (bzw. Wechselkursänderungsrisiko) bezeichnet. Dieses Risiko besteht insbesondere dort, wo Geschäftsvorfälle, wie zum Beispiel der Einkauf von Materialien, Handelswaren oder auch Kaufpreiszahlungen für Unternehmensakquisitionen, in einer anderen als der Bilanzierungswährung (Fremdwährung) einer Gesellschaft vorliegen (direktes Fremdwährungsrisiko) sowie dort, wo Preise für Produkte und Leistungen von einer anderen Währung als der Fakturierungswährung abhängig sind (indirektes Währungsrisiko). Beispielsweise werden Materialien und Handelswaren von Lieferanten in EUR oder USD fakturiert, obwohl die Preisbildung von einer dritten Währung oder einem anderen Preis (z.B. Rohstoffpreis) indirekt abhängig ist. Zur Beschränkung von Fremdwährungsrisiken wird das betreffende Fremdwährungsrisiko aus Geschäftsfällen, die in Fremdwährung getätigt werden bzw. deren Preis von Fremdwährungen abhängig sind, regelmäßig auf rollierender Basis in den einzelnen Währungen ermittelt. Dabei wird eine Nettoposition aus Bestand an der betreffenden Fremdwährung zum Planungsbeginn, geplante Ein- und Auszahlungen in der betreffenden Fremdwährung und bestehende derivative Sicherungsinstrumente für die betreffende Fremdwährung im Planungszeitraum ermittelt. Ein relevantes Fremdwährungsrisiko, welches die in der Konzernrichtlinie festgelegten Schwellenwerte überschreitet, wird mittels entsprechenden Sicherungsgeschäften abgesichert, um das Risiko aus Wechselkursveränderungen in den zukünftigen Berichtszeiträumen zu reduzieren. Eine Absicherung des Fremdwährungsrisikos ergibt sich zunächst aufgrund von natürlich geschlossenen Fremdwährungsposten ("Natural Hedge"), bei denen z.B. Einzahlungen aus Lieferungen und Leistungen in USD den Auszahlungen aus Lieferungen und Leistungen in USD gegenüberstehen. Das verbleibende Netto-Fremdwährungs-Exposure, welches den festgelegten Schwellenwert übersteigt, wird grundsätzlich mittels symmetrischen Sicherungsinstrumenten (z.B. Devisentermingeschäfte) abgesichert. Asymmetrische Sicherungsinstrumente (z.B. Währungsoptionen) würden nur in Ausnahmefällen bzw. wenn es durch das Grundgeschäft notwendig wäre, zur Anwendung kommen. Im Berichtszeitraum 2021 wurden für das operative Geschäft USD-Devisentermingeschäfte mit einem Nettowert von 17,5 Mio. USD fällig (3,0 Mio. USD im Berichtszeitraum 2020). Für die dem Berichtsstichtag nachfolgenden Perioden bestehen zum Bilanzstichtag USD-Devisentermingeschäfte in Höhe von 2,25 Mio. USD (per 31.12.2020 12,0 Mio. USD). Im Berichtszeitraum 2021 wurden neue Termingeschäfte in Höhe von 7,75 Mio. USD kontrahiert (21,0 Mio. USD im Berichtszeitraum 2020). Nach dem Berichtsstichtag 31.12.2021 wurden im Jänner 2022 weitere USD-Devisentermingeschäfte in Höhe von 7,9 Mio. USD kontrahiert. Die relevanten Fremdwährungen im NOVOMATIC-Konzern per Berichtsstichtag umfassen den USD, GBP und AUD. Wechselkursschwankungen dieser drei Fremdwährungen haben einen potenziell wesentlichen Effekt auf die GuV und das Eigenkapital. Im Rahmen der Währungssensitivitätsanalyse werden pro relevanter Fremdwährung (d.h. USD, GBP und AUD) die Auswirkungen einer Änderung des Wechselkurses in Höhe von +/- 10 % auf die Banksalden in Fremdwährung ("FX"), veranlagte Termingelder in FX, erhaltene und gegebene Darlehen bzw. Kredite in FX per Berichtsstichtag sowie auf die Marktwerte der kontrahierten FX-Derivate simuliert. Nachfolgend wird der Einfluss der nach vernünftigem Ermessen möglichen Änderung des EUR/USD-Wechselkurses in Höhe von +/-10 % auf das Ergebnis vor Steuern bzw. auf das Eigenkapital dargestellt:
Nachfolgend wird der Einfluss, der nach vernünftigem Ermessen möglichen Änderung des EUR/GBP-Wechselkurses in Höhe von +/- 10 % auf das Ergebnis versteuern bzw. auf das Eigenkapital dargestellt:
Nachfolgend wird der Einfluss, der nach vernünftigem Ermessen möglichen Änderung des EUR/AUD-Wechselkurses in Höhe von +/- 10 % auf das Ergebnis vor Steuern bzw. auf das Eigenkapital dargestellt:
Im Berichtszeitraum bestanden die durchschnittlichen Finanzverbindlichkeiten im NOVOMATIC-Konzern überwiegend in EUR (rund 98 %; 2020 rd. 94 %) sowie teilweise in einer anderen Währung wie USD (rund 2 %; 2020 rd. 6 %). Konzerngesellschaften, bei denen die Finanzierungswährung von der Bilanzierungswährung abweicht, waren demnach einem Wechselkursänderungsrisiko gegenüber der Finanzierungswährung (mehrheitlich EUR) ausgesetzt. c) Kapitalanlagen Die Risiken erstrecken sich hierbei im Wesentlichen auf Kurs- und Bewertungsrisiken bei Kapitalanlagen. Die vom NOVOMATIC-Konzern gehaltenen Kapitalanlagen umfassen vorwiegend Edelmetalle sowie börsengehandelte Aktien und waren im Geschäftsjahr dementsprechend von Kursschwankungen betroffen. (12) Erläuterungen zu Leasing und Eventualverbindlichkeiten NOVOMATIC-Konzern als Leasingnehmer Der Konzern hat die bestehenden Leasingverträge (vorrangig aus angemieteten Spielstätten) gemäß IFRS 16 evaluiert und bilanziert. Die Nutzungsrechte und die Leasingverbindlichkeiten wurden in der Bilanz gesondert erfasst. Die Fälligkeitsanalyse der bilanzierten langfristigen Leasingverbindlichkeiten mit 504,1 Mio. EUR (Vorjahr: 477,3 Mio. EUR) und kurzfristigen Leasingverbindlichkeiten mit 109,0 Mio. EUR (Vorjahr: 112,6 Mio. EUR) stellt sich wie folgt dar:
Die ausgewiesenen Mietaufwendungen für Immobilien, Geldspielgeräte und sonstige Vermögenswerte für das Geschäftsjahr 2021 enthalten Aufwendungen aus kurzfristigen Leasingverhältnissen mit 5,5 Mio. EUR (Vorjahr: 2,2 Mio. EUR), aus Leasingverhältnissen mit geringwertigen Vermögenswerten mit 1,6 Mio. EUR (Vorjahr: 0,9 Mio. EUR) sowie aus variablen Leasingzahlungen, welche nicht in der Bewertung der Leasingverbindlichkeit berücksichtigt wurden, mit 1,1 Mio. EUR (Vorjahr: 1,6 Mio. EUR). Die gesamten Zahlungsmittelabflüsse aus Leasingverhältnissen (Tilgung und Zinsanteil) umfassen -146,7 Mio. EUR (Vorjahr: -140,8 Mio. EUR). NOVOMATIC-Konzern als Leasinggeber Der Konzern hat Finanzierungsleasing-Vereinbarungen mit Kunden für Geldspielgeräte abgeschlossen. Die Laufzeit der eingegangenen Finanzierungsleasingvereinbarungen beträgt 1 bis 5 Jahre. Bei Abschluss der Vereinbarung erfolgt die Erfassung der Umsatzerlöse unter der Position "Verkaufserlöse". Die noch zu erhaltenden Leasingzahlungen werden als Forderung bilanziert, wobei sich die Fälligkeitsanalyse wie folgt darstellt:
Der Konzern hat zudem Operating-Leasingverträge zur Vermietung von Geldspielgeräten mit einer überwiegend unkündbaren Laufzeit von 12 bis 24 Monaten abgeschlossen. Der Ausweis dieser Geldspielgeräte erfolgt weiterhin im Sachanlagevermögen unter der Position "Technische Anlagen und Maschinen". Die in der Berichtsperiode erfassten Mietzahlungen werden in den Umsatzerlösen unter der Position "Miet- und Managementerlöse" dargestellt. Die Ansprüche auf künftige Leasingzahlungen aus diesen Operating-Leasingverhältnissen stellen sich wie folgt dar:
Für Operating Leasingverträge gewährte Mietkonzessionen im Rahmen der Covid-19-Pandemie wurden gemäß IFRS 16 als Modifikationen behandelt. Hierbei kam es abhängig von der Ausgestaltung der Konzession zu einer Verteilung über die Vertragslaufzeit oder zu einer sofortigen erfolgswirksamen Erfassung. Die Effekte aus diesen Anpassungen sind von untergeordnetem Ausmaß. Eventualverbindlichkeiten Die Eventualverbindlichkeiten aus Bürgschaften und Garantien belaufen sich auf 18,7 Mio. EUR (Vorjahr: 18,5 Mio. EUR) und wurden im Wesentlichen gegenüber der italienischen Regulierungsbehörde ADM gegeben. (13) Sonstige Angaben Aufwendungen für Konzernabschlussprüfer Die Aufwendungen für Leistungen des Konzernabschlussprüfers (einschließlich des Netzwerkes im Sinne des § 271b UGB) setzen sich wie folgt zusammen:
Die Aufwendungen für Leistungen der Deloitte Audit Wirtschaftsprüfungs GmbH betrugen im Jahr 2021 0,7 Mio. EUR für Konzern- und Jahresabschlussprüfung und 0,1 Mio. EUR für sonstige Beratungsleistungen. Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen Das Mutterunternehmen der NOVOMATIC AG ist die Novo Invest GmbH, Gumpoldskirchen. Der vorliegende Konzernabschluss der NOVOMATIC AG wird in den Konzernabschluss der Novo Invest GmbH, als oberste Konzernmutter, einbezogen und beim Landesgericht Wiener Neustadt unter der FN 381832v eingereicht. Zu den nahestehenden Unternehmen und Personen zählen weiters die Mitglieder der Organe (Vorstand und Aufsichtsrat), nicht konsolidierte verbundene Tochterunternehmen, assoziierte Unternehmen sowie Unternehmen, die von den Organen bzw. von den Gesellschaftern der NOVOMATIC AG beherrscht werden. Der Umfang der Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden Unternehmen und Personen für die betreffenden Geschäftsjahre ist in der folgenden Tabelle zusammengefasst:
Unter "Management" werden Aufsichtsrat und Vorstand der NOVOMATIC AG subsumiert. Vergütungen an das Management werden unter den Erläuterungen (15) Organe der NOVOMATIC AG dargestellt. Die Angaben unter "Sonstige" beziehen sich im Wesentlichen auf Unternehmen, die von den Gesellschaftern der NOVOMATIC AG beherrscht werden. Die Transaktionen resultieren aus Warenlieferungen, Dienstleistungen, Mietverrechnungen sowie Forschungs- und Entwicklungsleistungen. Die Außenstände sind unbesichert und werden in bar beglichen. Es wurden weder Garantien gegeben noch wurden solche erhalten. Vollkonsolidierte Tochterunternehmen
Nicht konsolidierte verbundene Unternehmen
Weiters hält der Konzern die Mehrheit der Anteile an einem weiteren nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen. "at-equity" konsolidierte Unternehmen
Befreiung von der Offenlegung für Konzernunternehmen Die folgenden deutschen Gesellschaften werden als vollkonsolidierte Unternehmen in den IFRS Konzernabschluss der NOVOMATIC AG einbezogen und machen gemäß §264 Abs. 3 bzw. §264 b deutsches HGB von der Möglichkeit der Befreiung von der Offenlegung ihrer Abschlüsse zum 31. Dezember 2021 Gebrauch:
(14) Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Im Jänner 2022 wurde der Erwerb von 100 % Anteile an den beiden österreichischen Gesellschaften easybet 7 GmbH und Atlantic Sportwetten GmbH abgeschlossen. Die erworbenen Gesellschaften betreiben gemeinsam rund 430 Wettterminals in den Bundesländern. Der vereinbarte Kaufpreis beläuft sich auf rund 5,3 Mio. EUR. Die Kaufpreisallokation gemäß IFRS 3 ist zum Berichterstattungszeitpunkt noch nicht abgeschlossen. Im Februar 2022 hat die NOVOMATIC AG ein Rückkaufsangebot (Rückkauf gegen Barzahlung) an die Inhaber der Anleihe 2016 2023 (500 Mio. EUR, ISIN AT0000A1LHT0) unterbreitet. Die Gesellschaft hat alle gültigen Angebote der Anleihe zum Kauf angenommen. Das Ergebnis des Rückkaufangebots führte zur Andienung von Anleihen mit einem Gesamtnennbetrag von 262,4 Mio. EUR. Nach der Abwicklung bleiben Anleihen mit einem Nennbetrag von 237,6 Mio. EUR im Umlauf. In Anbetracht des im Februar 2022 verschärften Krieges zwischen Russland und Ukraine kann der weitere Verlauf der Geschäftstätigkeit im neu erschlossenen Markt Ukraine noch nicht abgeschätzt werden. Auch aufgrund der im Zusammenhang mit der Ukrainekrise erlassenen Sanktionen/Embargos gegen Russland und Weißrussland und etwaigen Erweiterungen bzw. Gegenmaßnahmen, könnte es insbesondere auch negative Auswirkungen auf die in den betroffenen Ländern sitzhabenden Tochtergesellschaften oder deren Geschäftspartnern oder die Zusammenarbeit mit diesen, geben. Zum aktuellen Zeitpunkt ist das Gesamtexposure des Konzernes in diesen Märkten von untergeordneter Bedeutung. (15) Organe der NOVOMATIC AG Als Vorstandsmitglieder der NOVOMATIC AG waren im Geschäftsjahr 2021 und im Folgenden bestellt:
Der Aufsichtsrat der NOVOMATIC AG bestand im Geschäftsjahr 2021 und im Erstellungszeitraum aus folgenden Mitgliedern:
Die laufenden Gesamtbezüge der Vorstandsmitglieder der NOVOMATIC AG betrugen 1,9 Mio. EUR (Vorjahr: 1,2 Mio. EUR). An ehemalige Vorstandsmitglieder wurden Bezüge in Höhe von 0,4 Mio. EUR (Vorjahr: 4,0 Mio. EUR) im Aufwand erfasst. Von den Aufwendungen für Abfertigungen und Pensionen entfielen 0,5 Mio. EUR (Vorjahr: 0,0 Mio. EUR) auf den Vorstand. Vorschüsse oder Haftungen an Vorstände wurden im Geschäftsjahr 2021 nicht gewährt. Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhielten für ihre Tätigkeit 0,4 Mio. EUR (Vorjahr: 0,3 Mio. EUR). (16) Veröffentlichung Der vorliegende Konzernabschluss wurde am 23. März 2022 vom Vorstand zur Prüfung durch den Aufsichtsrat, zur Vorlage an die Hauptversammlung und zur anschließenden Veröffentlichung freigegeben.
Gumpoldskirchen, 23. März 2022 Der Vorstand der NOVOMATIC AG Dipl.-Ing. Ryszard Presch, Vorstand Mag. Johannes Gratzl, Vorstand LAGEBERICHT zum Konzernabschluss 2021NOVOMATIC AG, Gumpoldskirchen(1) Geschäftsgegenstand und Strategie NOVOMATIC 1 ist ein global agierender, integrierter Glücksspieltechnologie- und Unterhaltungskonzern mit über 40 Jahren Erfahrung als Produzent von innovativem Hightech Gaming Equipment. Der Konzern entwickelt, produziert und vertreibt Glücksspielprodukte, Lotterietechnologielösungen und vernetzte Systemlösungen für nationale und internationale Glücksspiel- und Wettmärkte. NOVOMATIC betreibt zudem rund 2.000 eigene Spielstätten, welche Spielbanken, Spielhallen, Sportwetten-Outlets und Bingobetriebe umfassen. Neben der Entwicklung von terrestrischem Gaming Equipment umfasst die Geschäftstätigkeit des NOVOMATIC AG-Konzerns die Entwicklung von Spielen für lizenzierte Online- und Offlineanbieter sowie das Betreiben von Onlinespiel und Sportwettenplattformen. NOVOMATIC verfolgt eine Strategie der vertikalen Integration innerhalb der Glücksspielindustrie und tritt demnach sowohl als Produzent von Gaming Equipment als auch als Betreiber von Spielstätten auf. Dies hat in den Jahren seit der Gründung wesentlich zum Unternehmenserfolg beigetragen. Der Konzern kann durch diesen Ansatz sehr rasch neu entwickelte Produkte am Markt einführen, Rückschlüsse auf den potenziellen Erfolg gewinnen und in weiterer Folge zielgerichtet die Entwicklung neuer Technologien vorantreiben. (2) Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung 2021 war, ebenso wie im Vorjahr, maßgeblich von der COVID-19-Pandemie geprägt. Maßnahmen wie Lockdowns oder temporäre Schließungen von Geschäftslokalen wurden insbesondere im ersten Halbjahr eingesetzt, um die Verbreitung des Virus einzudämmen. Aufgrund steigender Impfraten und der Verfügbarkeit der Impfstoffe in zahlreichen Ländern wurden die restriktiven Maßnahmen im Laufe des zweiten Quartals graduell gelockert und die Weltwirtschaft konnte sich fortlaufend erholen. Die Auswirkungen der weltweit verbesserten Gesundheitssituation führten zu erhöhtem Privatkonsum, steigenden Investitionen und einer Revitalisierung des Tourismussektors. In einzelnen Märkten sorgten auch höhere öffentliche Ausgaben für einen Anstieg des Wirtschaftswachstums. Lieferengpässe, welche erheblichen Einfluss auf die globale Produktion und das Güterangebot nahmen, dämpften allerdings die Entwicklung, insbesondere im dritten und vierten Quartal. Weltweit waren nahezu sämtliche Nationen und Industrien betroffen. Aufgrund des starken Fokus auf die produzierende Industrie betraf das in Europa insbesondere Deutschland. Dies hatte geringere Investitionen und beschränkte Produktionsaktivitäten zur Folge. Die im November 2021 aufgekommene COVID-19-Variante sorgte ebenfalls für abgeschwächte Erwartungen gegen Ende des Jahres. Der Anstieg des globalen Bruttoinlandsprodukts in 2021 wird auf 5,9 % 2 prognostiziert, dem Euroraum wird ein Anstieg in Höhe von 5,3 % 3 vorhergesagt.
1 Unter den im vorliegenden Lagebericht
verwendeten Formulierungen "NOVOMATIC", "Konzern",
"NOVOMATIC AG-Gruppe" bzw. "NOVOMATIC AG-Konzern" ist der
Konzernkreis des zugehörigen Konzernabschlusses der
NOVOMATIC AG zu verstehen.
Marktentwicklung im Glücksspiel
2021 erholten sich die weltweiten Glücksspielumsätze, nachdem sie 2020 aufgrund der COVID-19-Pandemie und der damit einhergehenden Einschränkungen (Ausgangsbeschränkungen, Mindestabstände, Ausfallen von Sportveranstaltungen etc.) einen Rückgang ausgewiesen hatten, und betragen laut dem Global Gambling Report der Global Betting and Gaming Consultants (GBGC) 401,1 Mrd. USD. Das entspricht einem Anstieg von 12,7 % gegenüber dem Vorjahr. Der höchste Anstieg wurde im Casinosektor verzeichnet, welcher 2021 rund 25,0 % höhere Umsätze erwirtschaftete als im Jahr 2020. Der Anstieg ist auf die im Vorjahr ausgebliebenen Besucherzahlen, bedingt durch die erwähnten Einschränkungen, zurückzuführen. Für 2022 prognostizieren die Experten der GBGC Umsätze von 450,7 Mrd. USD und somit ein Erreichen des Niveaus vor Ausbruch der COVID-19-Pandemie. Die Auswirkungen der im Februar 2022 eskalierten Krise in der Ukraine auf den weltweiten Glücksspielmarkt, insbesondere auch aufgrund der erlassenen Sanktionen gegen Russland und Weißrussland, sind im Moment noch nicht einschätzbar. Im für NOVOMATIC wichtigsten Glücksspielmarkt Europa wurde 2021 ein Glücksspielumsatz von 112,8 Mrd. USD erwirtschaftet. 34,5 % davon entfallen auf den Lotteriesektor, welcher mit einem Gesamtumsatz von 38,9 Mrd. USD den größten Sektor in Europa darstellt und im Vergleich zu 2020 um 6,2 % stieg. Der in 2021 umsatzseitig zweitgrößte Sektor ist der Pferde- und Sportwettenmarkt, welcher insbesondere aufgrund der in 2020 in hoher Anzahl ausgebliebenen Sportveranstaltungen um 7,0 % wuchs. Insgesamt verzeichnete der europäische Markt einen Umsatzanstieg in Höhe von 10,1 % zum Vorjahr. Für die Folgejahre bis 2024 prognostizieren die Experten der GBGC ein durchschnittliches Wachstum von rund 5,8 %, welches allerdings stark von der weiteren Entwicklung der COVID-19-Pandemie sowie den regulatorischen Rahmenbedingungen in den einzelnen europäischen Märkten abhängig ist.
Die Umsätze im nordamerikanischen Glücksspielmarkt betrugen 2021 128,9 Mrd. USD und verzeichneten damit einen Anstieg von 12,8 % gegenüber dem Vorjahr. Der größte Glücksspielmarkt, der Casinosektor, verzeichnete aufgrund geringerer Restriktionen einen Umsatzanstieg von 12,7 %. Die größte prozentuale Steigerung gegenüber 2020 verzeichnete der Pferde- und Sportwettenmarkt, dessen Umsatzerlöse aufgrund des in 2018 aufgehobenen USA-weiten Sportwettenverbots um 65,1 % in 2021 stiegen. Für den Zeitraum von 2022 bis 2024 wird dem nordamerikanischen Glücksspielmarkt eine durchschnittliche Steigerung von 8,1 % prognostiziert. Der lateinamerikanische Glücksspielmarkt verzeichnete einen Umsatzanstieg in Höhe von 15,5 % im Vergleich zu 2020. Der Umsatz lag damit in 2021 bei 18,4 Mrd. USD und macht 4,6 % des globalen Glücksspielumsatzes aus. Insbesondere die in 2021 wieder höhere Anzahl an Besuchern in Casinos sorgte im Casinosektor für einen Anstieg von 55,7 % zum Vorjahr. Die jährliche durchschnittliche Wachstumsrate beträgt 5,9 %. Der weltweite Online-Glücksspielumsatz stieg um 16,6 % im Vergleich zu 2020 und lag bei 70,0 Mrd. USD in 2021. Der größte Teilbereich dieses Marktes blieb weiterhin das Online-Wettgeschäft, welches rund 52,2 % des Gesamtumsatzes in 2021 ausmachte. (3) Geschäftsverlauf Allgemeine Geschäftsentwicklung in der Berichtsperiode Der NOVOMATIC AG-Konzern war in 2021 in vielen wichtigen Märkten erneut stark von den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie betroffen. Während die Spielbetriebe des Konzerns im ersten Halbjahr des Vorjahres rund drei Monate geschlossen waren, waren im ersten Halbjahr 2021 vor allem die Spielbetriebe der Kernmärkte des Konzerns mit längeren Schließungen konfrontiert, welche sich teilweise bis Ende Juni erstreckten. Nach einer schnellen Erholung der Geschäftstätigkeit im zweiten und dritten Quartal kam es im vierten Quartal 2021, ähnlich wie auch im Vorjahr, zu erneuten Schließungen der operativen Standorte des NOVOMATIC AG-Konzerns in mehreren Märkten, welche zum Teil das restliche Jahr andauerten. Aufgrund der mehrmonatigen Lockdowns und der damit verbundenen Schließungen der Spielbetriebe (Casinos, Spielhallen, Wettbetriebe) in mehreren Märkten des NOVOMATIC AG-Konzerns verzeichnete das Segment Gaming Operations Umsatzrückgänge. Das Segment Gaming Technology konnte allerdings einen höheren Umsatz im Vergleich zum Vorjahr in nahezu sämtlichen Märkten verzeichnen. Insbesondere die australische Gruppe Ainsworth Game Technology sowie die Tochtergesellschaften im osteuropäischen Markt und jene der Greentube-Gruppe sind für diese positive Entwicklung verantwortlich. Der Konzernumsatz (vor Glücksspielabgaben und Wettgebühren) erhöhte sich von 1.743,6 Mio. EUR im Vorjahr auf 1.842,3 Mio. EUR in 2021. Dies entspricht einem Anstieg von 98,7 Mio. EUR (+5,7 %). Die nationalen Regierungen haben neben der notwendigen laufenden Evaluierung von Lockdowns, deren Verlängerungen und Wiedereröffnungen sowie der restriktiven Rahmenbedingungen (limitierte Kundenanzahl, Mindestabstände, Hygienekonzepte, verkürzte Öffnungszeiten etc.) erneut verschiedenste Förderinitiativen für Unternehmen verabschiedet. Diese reichten von der Übernahme von Personalaufwendungen (Kurzarbeit), Steuerstundungen oder unverzinsten Darlehen bis hin zu Umsatz- oder Kostenübernahmen. Neben den Auswirkungen der COVID-19-Maßnahmen gab es auch regulatorische Einflussfaktoren, wie etwa die bereits in 2019 beschlossene Erhöhung der PREU (Einheitssteuer auf bestimmte Spielautomaten) für VLT-Geräte (Video Lottery Terminals) und AWP-Geräte (Amusement With Prizes) am 1. Jänner 2021 in Italien. In Deutschland wurde im Oktober 2020 der Staatsvertrag zur Neuregulierung des Glücksspiels unterzeichnet, welcher seit 1. Juli 2021 gültig ist. Die Umsetzung der Vorgaben des Glücksspielstaatsvertrags 2021 in den jeweiligen länderspezifischen Ausführungsbestimmungen sowie vorgesehene Übergangsregelungen für Bestandsspielhallen führten zu einem geringer als ursprünglich angenommenen Niveau an Spielhallenschließungen im deutschen Markt. Trotz der durch die COVID-19-Pandemie eingeschränkten Geschäftstätigkeit lag das Ergebnis vor Abschreibungen, Wertminderungen und Wertaufholungen, Zinsen und Steuern (EBITDA) in 2021 bei 587,5 Mio. EUR. Der Betriebserfolg (EBIT) stieg von -247,3 Mio. EUR im Vorjahr um 417,6 Mio. EUR auf 170,3 Mio. EUR in 2021. Das Jahresergebnis betrug 64,9 Mio. EUR und fällt damit um 327,7 Mio. EUR höher aus im Vergleich zum Vorjahr. Wichtige Ereignisse Der Geschäftsbetrieb des NOVOMATIC AG-Konzerns wurde auch 2021 maßgeblich von der COVID-19-Pandemie beeinflusst. Um den negativen Effekten entgegenzuwirken, wurden weiterhin zahlreiche Kostenoptimierungs- und Effizienzsteigerungsmaßnahmen im gesamten Konzern umgesetzt. Im Jänner 2021 wurde der Erwerb der Mehrheitsbeteiligung an einem serbischen Betreiber abgeschlossen. Zum Erwerbszeitpunkt betrieb die operative Gesellschaft rund 150 Wettlokale bzw. drei Spielhallen. In Wien trat mit 1. Jänner 2021 ein neues Wettgesetz in Kraft. Die ADMIRAL Sportwetten GmbH erhielt für alle betriebenen Standorte eine Lizenz, wodurch der Sportwettenbetrieb für die nächsten Jahre sichergestellt werden konnte. Im Mai 2021 gewann die Greentube-Gruppe eine europaweite Ausschreibung der Nationallotterie Luxemburgs. Als Technologiepartner der Loterie Nationale Luxembourg wird die Unternehmensgruppe die staatliche Lotterie zunächst sieben Jahre lang mit VLT-Technologie beliefern. In Deutschland trat am 1. Juli 2021 der neue Glücksspielstaatsvertrag in Kraft, welcher die Rahmenbedingungen des Glücksspiels, insbesondere die Vergabe von Konzessionen und erstmals das Online-Glücksspiel, neu regelt. Die bisher beschlossenen Ausführungsgesetze auf Landesebene führten zu einem geringer als ursprünglich angenommenen Niveau an Spielhallenschließungen, zu einer großteils ausbleibenden Reduktion der maximal erlaubten Glücksspielgeräte sowie zu neuen Regelungen der Mindestabstände. Um das Angebot des gesetzlich nicht erlaubten Online-Glücksspiels einzudämmen, wurde auch der Onlinebereich erstmalig deutschlandweit reguliert. Die Ausnutzung der revolvierenden Kreditlinie in Höhe von 1,0 Mrd. EUR lag per 31. Dezember 2021 bei 385,0 Mio. EUR. Im Juni 2021 wurde eine Anleihe in Höhe von 200 Mio. EUR zurückgezahlt. Hierfür wurde eine kurzfristige Refinanzierung in Höhe von 100 Mio. EUR aufgenommen. Im November 2021 wurde eine weitere kurzfristige Finanzierung in Höhe von 140,0 Mio. EUR aufgenommen. Die NOVOMATIC AG wird laufend von der Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) bewertet und hatte bis zum Juni 2019 durchgehend ein Investment Grade-Rating inne. Am 9. Dezember 2020 (letzte Ratingveränderung) wurde das Rating der NOVOMATIC AG von S&P um eine Stufe von BB+ mit negativem Ausblick auf BB mit negativem Ausblick heruntergestuft. Als Begründung für die Ratingveränderung von S&P wurden in erster Linie die weiterhin große Unsicherheit durch die vorherrschende COVID-19-Pandemie und die daraus resultierenden negativen Auswirkungen auf die Geschäftsaktivitäten und die Ertragskraft der NOVOMATIC AG-Gruppe angeführt. Das aktuelle Rating BB (negativer Ausblick) wurde am 16. Juni 2021 durch die Ratingagentur S&P bestätigt. Ertragslage
Die Ergebnisgrößen EBITDA und EBIT stellen betriebswirtschaftliche Kennzahlen dar, die nicht in den International Financial Reporting Standards (IFRS) definiert sind. Sie dienen dem Management von NOVOMATIC als Mess- und Steuerungsgrößen für den wirtschaftlichen Erfolg und die Profitabilität des Konzerns. Die Kennzahl EBITDA errechnet sich aus dem Betriebsergebnis, bereinigt um Abschreibungen, Wertminderungen und Wertaufholungen. Die Kennzahl EBIT entspricht bei NOVOMATIC dem Betriebsergebnis, wie es in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung dargestellt wird. Die EBITDA-Marge bzw. die EBIT-Marge wird durch die Relation von EBITDA bzw. EBIT zu den Umsatzerlösen definiert. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern entspricht dem um den Zinsaufwand korrigierten Ergebnis vor Steuern. Die Umsatzrentabilität beschreibt das Verhältnis aus Ergebnis vor Zinsen und Steuern und den Umsatzerlösen. Die Eigenkapitalrentabilität errechnet sich aus dem Ergebnis vor Steuern in Relation zu Eigenkapital. Die Gesamtkapitalrentabilität beschreibt das Verhältnis aus Ergebnis vor Zinsen und Steuern und dem Gesamtkapital. Der Zinsdeckungsgrad wird durch die Relation EBIT zu Zinsaufwendungen definiert. Die effektive Steuerrate ergibt sich aus dem Verhältnis der Ertragsteuer zum Ergebnis vor Steuern. Im Geschäftsjahr 2021 betrugen die Umsatzerlöse des NOVOMATIC AG-Konzerns 1.842,3 Mio. EUR, gegenüber 1.743,6 Mio. EUR im Vergleichszeitraum des Jahres 2020. Der Umsatzanstieg von 98,7 Mio. EUR (+5,7 %) hat seinen Ursprung in gelockerten COVID-19-Maßnahmen sowie in der Performance der NOVOMATIC-Produkte und resultiert aus mehreren Märkten: Großbritannien (+45,6 Mio. EUR), Osteuropa (+37,1 Mio. EUR), Spanien (+28,5 Mio. EUR), dem Geschäftsbereich Online (+17,2 Mio. EUR), Italien (+13,0 Mio. EUR) und Übrige Märkte (+60,9 Mio. EUR). Aufgrund länger anhaltender restriktiver COVID-19-Maßnahmen sind die Umsatzerlöse in Deutschland (-68,2 Mio. EUR), Österreich (-23,0 Mio. EUR) und Niederlande (-12,4 Mio. EUR) rückläufig. Der größte Umsatzanstieg ist dem Posten Verkaufserlöse zuzuordnen, welcher um 98,4 Mio. EUR (+47,8 %) stieg. Mehrheitlich konnte dieser Anstieg von der Ainsworth-Gruppe (+50,3 Mio. EUR) sowie in der Region Osteuropa (+23,6 Mio. EUR) verzeichnet werden. Die Miet- und Managementerlöse weisen mit 415,8 Mio. EUR einen Anstieg in Höhe von 22,4 Mio. EUR (+5,7 %) auf. Auch in diesem Posten ist der Anstieg mehrheitlich auf die Ainsworth-Gruppe (+12,6 Mio. EUR) zurückzuführen. Die eBusiness-Erlöse verzeichneten aufgrund der in 2021 herrschenden Rahmenbedingungen, ähnlich wie in 2020, einen Anstieg und betrugen in der Berichtsperiode 246,2 Mio. EUR (+31,7 Mio. EUR). Bei den Umsatzposten Wetterlöse (+12,8 Mio. EUR) und Sonstige Erlöse (+6,0 Mio. EUR) konnten ebenfalls Anstiege gegenüber 2020 verzeichnet werden. Der größte Umsatzrückgang betrifft die Automatenerlöse, welche aufgrund zahlreicher COVID-19-Maßnahmen um 50,8 Mio. EUR auf 690,3 Mio. EUR in 2021 sanken. In diesem Zusammenhang verzeichneten auch die Posten Gastro- und Logiserlöse (-5,1 Mio. EUR) und Livegame (-1,6 Mio. EUR) Rückgänge. Die Erlösschmälerungen stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 15,1 Mio. EUR und lagen in 2021 bei 70,3 Mio. EUR (+27,4 %). In der Segmentanalyse wird auf die Umsatzerlöse der einzelnen Regionen im Detail eingegangen. Die großteils von den Automatenerlösen und Wetterlösen abhängigen Glücksspielabgaben und Wettgebühren verringerten sich von 214,8 Mio. EUR auf 208,3 Mio. EUR (-3,0 %). Der Posten Materialaufwand und sonstige bezogene Leistungen stieg in der Berichtsperiode um 8,9 Mio. EUR auf 189,5 Mio. EUR. Während im Vorjahr positive Bestandsveränderungen (0,1 Mio. EUR) ausgewiesen wurden, ergaben sich 2021 negative Bestandsveränderungen von 28,2 Mio. EUR. Die Veränderung in diesen Posten ist im Wesentlichen auf die höhere Anzahl an verkauften Geräten und den damit einhergehenden Lagerabbau zurückzuführen. Nachdem im Vorjahr aufgrund der COVID-19-Pandemie ein Rückgang des Personalaufwands auf 606,9 Mio. EUR zu erkennen war, ist es in 2021 zu einer geringen Veränderung auf 608,2 Mio. EUR (+0,2 %) gekommen. Die übrigen betrieblichen Aufwendungen reduzierten sich von 585,3 Mio. EUR in 2020 um 43,2 Mio. EUR auf 542,1 Mio. EUR in 2021. Der Rückgang ist, neben der eingeschränkten Geschäftstätigkeit aufgrund der COVID-19-Pandemie, auf die Kosteneinsparungsprogramme sowie Effizienzsteigerungsmaßnahmen zurückzuführen. Die größten positiven Effekte wurden im Posten Wechselkursverluste erzielt, dessen Aufwendungen von 20,7 Mio. EUR auf 5,3 Mio. EUR (-74,4 %) in 2021 sanken. Der größte Anstieg in den übrigen betrieblichen Aufwendungen betrifft den Werbeaufwand, welcher um 8,5 Mio. EUR auf 85,5 Mio. EUR in 2021 stieg. Das Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA) betrug zum Jahresende 587,5 Mio. EUR. Der Anstieg in Höhe von 281,6 Mio. EUR (+92,1 %) im Vergleich zur Vorjahresperiode (305,9 Mio. EUR) ist sowohl auf die in 2021 höheren Umsatzerlöse als auch auf die höheren sonstigen betrieblichen Erträge und geringeren Aufwendungen zurückzuführen. Die EBITDA-Marge lag 2021 bei 31,9 % und somit 14,3 Prozentpunkte über dem Vorjahresniveau. Der Posten Abschreibungen, Wertminderungen und Wertaufholungen verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr von 553,2 Mio. EUR um 136,0 Mio. EUR (-24,6 %) und betrug 417,2 Mio. EUR in 2021. Die planmäßigen Abschreibungen auf Sachanlagen, Immaterielles Vermögen und Nutzungsrechte sanken um 54,7 Mio. EUR (-11,8 %) auf 408,9 Mio. EUR, die Wertminderungen saldiert um die Wertaufholungen sanken von 89,7 Mio. EUR auf 8,4 Mio. EUR (-90,7 %). Der Betriebserfolg (EBIT) erhöhte sich von -247,3 Mio. EUR in 2020 um 417,6 Mio. EUR auf 170,3 Mio. EUR in 2021. Das Finanzergebnis verringerte sich in 2021 gegenüber dem Vorjahr von -31,7 Mio. EUR auf -41,3 Mio. EUR. Der Rückgang (-10,4 Mio. EUR) resultiert mehrheitlich aus den geringeren sonstigen Finanzerträgen. Das Ergebnis vor Steuern erhöhte sich im Berichtszeitraum auf 129,0 Mio. EUR. Dies entspricht einem Anstieg von 408,0 Mio. EUR. Nach Berücksichtigung der Steuern vom Einkommen und Ertrag in Höhe von -64,1 Mio. EUR und der Ergebnisse aufgegebener Geschäftsbereiche ergab sich im Konzern ein Jahresergebnis von 64,9 Mio. EUR, gegenüber -262,8 Mio. EUR im Vorjahr. Wesentliche Kennzahlen Vermietete Glücksspielgeräte 4
Betriebene Glücksspielgeräte 5
Verkaufte Glücksspielgeräte 6
Segmentanalyse
4 Anzahl an Dritte zum Periodenende,
unabhängig von Lockdowns zum Jahresende
Inhalt der Segmentberichterstattung Die Segmentberichterstattung von NOVOMATIC folgt der integrierten Marktstrategie des Konzerns. Das Segment Gaming Technology umfasst jene Geschäftsbereiche, welche die Entwicklung, Produktion, Vermietung und den Verkauf von Glücksspiel-Equipment, Glücksspiel-Content und Glücksspieltechnologie betreffen. Das Segment Gaming Technology inkludiert auch Aktivitäten des Konzerns im Bereich Online und Mobile Gaming, Sportwetten und Lotterietechnologielösungen, soweit es den B2B-Bereich betrifft. Das Segment Gaming Operations beinhaltet die selbst betriebenen Standorte, welche Spielhallen, Spielbanken, Sportwetten-Outlets und Bingohallen umfassen. Das Segment Gaming Operations inkludiert auch Aktivitäten des Konzerns im Bereich Online und Mobile Gaming sowie Sportwetten, soweit es den B2C-Bereich betrifft. Das Segment Other umfasst alle nicht zu den Kerngeschäftsfeldern des Konzerns gehörenden Tätigkeiten. Dieses Segment beinhaltet vor allem Holdinggesellschaften. Die Umsätze des NOVOMATIC AG-Konzerns stiegen in 2021 aufgrund der positiven Geschäftsentwicklung von 1.743,6 Mio. EUR auf 1.842,3 Mio. EUR. Im Segment Gaming Technology wurden im Berichtsjahr 806,2 Mio. EUR, im Segment Gaming Operations 1.034,1 Mio. EUR und im Segment Other 1,9 Mio. EUR an Umsätzen erzielt.
Die Außenumsätze aus dem Segment Gaming Technology betrugen im Berichtszeitraum 806,2 Mio. EUR und lagen damit um 136,3 Mio. EUR (+20,3 %) über jenen des Vorjahres. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr ist zum größten Teil auf die Ainsworth-Gruppe zurückzuführen, welche einen Anstieg der Umsatzerlöse von 67,9 Mio. EUR in 2020 auf 118,3 Mio. EUR in 2021 verzeichnen konnte. Neben der guten Performance der NOVOMATIC-Geräte sorgt auch das geringere Niveau an restriktiven Maßnahmen in zahlreichen Ländern für höhere Umsätze in diesem Segment. Die Außenumsätze aus dem Segment Gaming Operations in 2021 betrugen 1.034,1 Mio. EUR. Dies entspricht einem Rückgang in Höhe von 37,5 Mio. EUR (-3,5 %) im Vergleich zum Vorjahr (1.071,6 Mio. EUR). Dieser Rückgang resultiert aus der Schließung zahlreicher Standorte für mehrere Monate aufgrund der COVID-19-Pandemie. Zwischen Anfang Jänner und Anfang Juni 2021 waren rund zwei Drittel der Spielstätten des Konzerns vorübergehend geschlossen. Erst beginnend mit Juni lockerten viele Märkte die restriktiven Maßnahmen und erlaubten somit den Betrieb der Spielstätten. Per Ende Juni waren somit rund 95 % der Spielstätten wiedereröffnet. Im November und Dezember 2021 kam es erneut zu vereinzelten Schließungen, vor allem in Österreich, Deutschland und den Niederlanden. Zusätzlich zu den temporären Schließungen hatten weitere erlassene Maßnahmen zur Eindämmung der Verbreitung von COVID-19, welche in den meisten Märkten per Jahresende noch gültig waren, einen negativen Einfluss auf die Erlöse. Zu diesen Maßnahmen gehören unter anderem restriktive Zutrittsbeschränkungen, Mindestabstände zwischen Glücksspielgeräten, eingeschränkte Öffnungszeiten oder die Einführung einer maximalen Kundenanzahl innerhalb eines Standortes. Die größten negativen Umsatzabweichungen im Segment Gaming Operations entstammen den Regionen Deutschland (-69,7 Mio. EUR), Österreich (-27,2 Mio. EUR) und den Niederlanden (-11,7 Mio. EUR). Die Außenumsätze aus dem Segment Other betrugen in 2021 1,9 Mio. EUR und lagen damit um 0,1 Mio. EUR (-4,3 %) unter jenen des Vorjahres. Österreich Gaming Technology Der Schwerpunkt der dem Segment Gaming Technology zugeordneten Unternehmen in Österreich liegt im Bereich der Produktion und des Vertriebs von Glücksspielgeräten. Unmittelbar nach Beendigung der Lockdowns in den jeweiligen Absatzmärkten stieg die Nachfrage nach Geldspielgeräten. Dies führte zu höherer Produktionsauslastung und höheren Verkaufserlösen. Während diese im Vorjahr 25,4 Mio. EUR betrugen, lagen sie in 2021 bei 29,2 Mio. EUR (+14,6 %). Insgesamt lagen die Umsätze des Segments Gaming Technology in Österreich mit 41,0 Mio. EUR um 4,2 Mio. EUR (+11,5 %) über den Umsatzerlösen des Vorjahres (36,7 Mio. EUR). Gaming Operations Die Umsätze der im operativen Segment in Österreich tätigen Gesellschaften entstammen zum größten Teil dem Sportwettenmarkt sowie dem terrestrischen Automatenspiel. In Österreich waren bedingt durch die COVID-19-Pandemie alle Standorte von Anfang November 2020 bis Mitte Mai 2021 sowie in einem zweiten Lockdown drei Wochen lang im November und Dezember geschlossen. Während der Lockdowns war es allerdings weiterhin möglich, über das AMIDRAL-Onlineportal Sportwetten abzugeben. Die Umsätze aller österreichischen Glücksspiel- und Wettbetriebe des NOVOMATIC AG-Konzerns betrugen 180,2 Mio. EUR und lagen somit um 27,2 Mio. EUR (-13,1 %) unter jenen des Vorjahres (207,4 Mio. EUR). Deutschland Gaming Technology Der Schwerpunkt der im Segment Gaming Technology in Deutschland ansässigen Konzerngesellschaft LÖWEN ENTERTAINMENT GmbH liegt im Bereich der Produktion und Vermietung von Glücksspielgeräten. Aufgrund des vorherrschenden Mietmodells wurde der Umsatz der Unternehmen in diesem Segment weniger stark von COVID-19 beeinflusst als der Umsatz in anderen Märkten. Die Fortführung des im letzten Jahr eingeführten COVID-19-Mietpreisreduktionsmodells für Vertragspartner sorgte allerdings auch für reduzierte Miet- und Managementerlöse. Mit Aufhebung der Maßnahmen im Mai bzw. Juni erholten sich die Umsätze im zweiten Halbjahr 2021. Der Gesamtumsatz des Segments Gaming Technology stieg in Deutschland dadurch leicht an, von 259,9 Mio. EUR in 2020 um 1,5 Mio. EUR (+0,6 %) auf 261,4 Mio. EUR in 2021. Gaming Operations Der wesentliche Teil der Umsatzerlöse im deutschen Markt wird im Bereich des gewerblichen Automatenspiels erwirtschaftet. Am 1. Juli 2021 trat der neue Glücksspielstaatsvertrag in Kraft, der den gesetzlichen Rahmen des Glückspiels, insbesondere die Vergabe von Konzessionen, neu regelt. Die meisten bisher beschlossenen Ausführungsgesetze der jeweiligen Bundesländer führten zu einem geringer als ursprünglich angenommenen Niveau an Spielhallenschließungen. Das Jahr 2021 war von der Anfang November 2020 verordneten vorübergehenden Schließung der Spielhallenstandorte aufgrund von COVID-19 geprägt. Der dadurch verursachte Einbruch der Umsatzerlöse setzte sich 2021 fort. Beginnend mit Mai 2021 kam es zu einer sukzessiven Wiedereröffnung je nach Bundesland. Mitte Juni 2021 waren sämtliche Spielhallen des Konzerns in Deutschland wieder geöffnet, was zu einer Erholung der Umsätze im Bereich Gaming Operations führte. Nachdem die COVID-19-Neuinfektionszahlen im Herbst 2021 erneut stark anstiegen, kam es Ende November bzw. Anfang Dezember in einzelnen Bundesländern zu erneuten Schließungen. Im Online-Sportwettenmarkt Deutschland ist NOVOMATIC mit der Novo Interactive GmbH präsent. Aufgrund der in 2020 abgesagten sportlichen Ereignisse konnte in 2021 ein Anstieg der Umsatzerlöse um 1,9 Mio. EUR (+70,0 %) auf 5,0 Mio. EUR erzielt werden. Der NOVOMATIC AG-Konzern ist in Deutschland auch als Betreiber von Spielbanken tätig. Mit der traditionsreichen Spielbank Berlin betreibt NOVOMATIC eines der umsatzstärksten Live Game-Casinos in Deutschland. Die deutschen Spielbanken von NOVOMATIC erwirtschafteten in 2021 Umsätze in Höhe von 64,5 Mio. EUR (-4,0 %). Die Umsätze der dem Segment Gaming Operations zugeordneten Konzerngesellschaften in Deutschland sanken gegenüber dem Vorjahr 2020 um 69,7 Mio. EUR (-25,5 %) und beliefen sich 2021 auf 203,4 Mio. EUR. Italien Gaming Technology Die italienischen Konzerngesellschaften im Segment Gaming Technology erwirtschaften ihre Umsatzerlöse insbesondere durch die Vermietung von Glücksspielgeräten sowie über Umsatzbeteiligungsmodelle. Der italienische Markt war in 2021 ähnlich wie im Vorjahr stark von COVID-19-bedingten Lockdowns geprägt. Der bereits im Oktober 2020 verordnete Lockdown wurde ab April 2021 schrittweise außer Kraft gesetzt, die meisten Spielstätten durften allerdings erst im Juni 2021 wiedereröffnet werden. Der Gesamtumsatz der italienischen Unternehmen, welche dem Segment Gaming Technology zugeordnet sind, erreichte 2021 einen Wert von 78,2 Mio. EUR gegenüber 73,5 Mio. EUR im Vorjahr. Dies bedeutet einen Anstieg in Höhe von 4,7 Mio. EUR (+6,4 %). Gaming Operations Der Großteil der Umsatzerlöse im Segment Gaming Operations in Italien wird durch das terrestrische Automatenspiel erzielt. Zusätzlich zur COVID-19-Pandemie war der italienische Markt 2021 erneut von regulatorischen Änderungen betroffen. Am 1. Jänner 2021 wurde die PREU erhöht und beläuft sich per 31. Dezember 2021 auf 8,6 % für VLTs und 24,0 % für AWPs. Diese Steuererhöhung wird im Wesentlichen durch die Reduzierung der Auszahlungsquote kompensiert. Die Umsätze aller italienischen Gesellschaften, welche im Segment Gaming Operations tätig sind, beliefen sich 2021 auf 120,3 Mio. EUR und lagen somit um rund 8,3 Mio. EUR (+7,5 %) über jenen des Vorjahres (112,0 Mio. EUR). Der Anstieg ist mehrheitlich auf das eBusiness zurückzuführen. Großbritannien Gaming Technology Der britische Glücksspielmarkt zählt zu den größten europäischen Glücksspielmärkten und umfasst rund 116.300 Glücksspielgeräte 7 , die sich im Wesentlichen auf Pubs, Sportwetten-Outlets (LBOs), Spielhallen, Casinos und Bingo Center verteilen. Trotz mehrmonatiger Schließungen sämtlicher Casinos in Großbritannien im ersten Halbjahr 2021 konnten die dem Segment Gaming Technology zugeordneten Gesellschaften in diesem Markt aufgrund höherer Verkaufserlöse einen Umsatz in Höhe von 14,2 Mio. EUR erzielen. Im Vergleich zum Vorjahr (9,3 Mio. EUR) bedeutet dies einen Anstieg von 4,8 Mio. EUR (+51,9 %).
7 Gemäß UK Gambling Commission
industry statistics, abgerufen am 28. Februar 2022
Gaming Operations Anfang Jänner 2021 wurde der dritte nationale Lockdown in Kraft gesetzt. Mitte Mai 2021 wurden die landesweiten Schließungen beendet und sämtliche Restriktionen aufgehoben. Alle 234 Spielstätten wurden wiedereröffnet und erreichten zeitnahe das vor den Lockdowns bestandene Umsatzniveau. Aufgrund dieser Entwicklung konnten die operativen Gesellschaften in Großbritannien ein umsatzstarkes zweites Halbjahr 2021 verzeichnen und erzielten insgesamt Umsatzerlöse in Höhe von 142,1 Mio. EUR. Dies bedeutet einen Anstieg in Höhe von 40,7 Mio. EUR (+40,1 %) im Vergleich zum Jahr 2020. Spanien Gaming Technology Der spanische Glücksspielmarkt zählt ebenfalls zu den größten Europas und stellt somit einen wichtigen Kernmarkt für den NOVOMATIC AG-Konzern dar. Mit einer umfassenden Produktpalette wird sowohl der Spielhallen- als auch der Barsektor bedient. Nach regionalen Lockdowns im ersten Quartal 2021 verbesserte sich die Stimmung im Markt wesentlich. Unterstützt durch gezielte Werbekampagnen, führte dies zu höheren Umsätzen. Die Umsätze jener Unternehmen, die in Spanien dem Segment Gaming Technology zugeordnet sind, lagen 2021 bei 43,6 Mio. EUR. Im Vergleich zum Vorjahr (33,2 Mio. EUR) bedeutet dies einen Anstieg um 10,4 Mio. EUR (+31,4 %). Gaming Operations Im Gegensatz zu den meisten anderen Märkten, in welchen NOVOMATIC operativ tätig ist, gab es in Spanien nur geringfügig temporäre Schließungen der Spielstätten. Während 2020 ein rund dreimonatiger nationaler Lockdown in Kraft gesetzt war, waren im ersten Quartal 2021 lediglich einzelne autonome Regionen von regionalen Lockdowns betroffen. Diese Entwicklung wirkte sich positiv auf die Automatenerlöse aus. Die Umsatzerlöse 2021 lagen mit 73,9 Mio. EUR um 18,1 Mio. EUR (+32,3 %) über jenen des Vorjahres (55,9 Mio. EUR). Niederlande Gaming Technology Der Schwerpunkt der im Segment Gaming Technology in den Niederlanden ansässigen Gesellschaften liegt im Verkauf und der Vermietung von Glücksspielgeräten. In den Niederlanden waren sämtliche Glücksspielstandorte aufgrund von COVID-19 bis Anfang Juni 2021 geschlossen. Ein zweiter Lockdown im Dezember 2021 sorgte für die erneute Schließung der Standorte bis Jahresende. Die Umsatzerlöse der niederländischen Unternehmen, welche dem Segment Gaming Technology zugeordnet werden, sanken von 6,0 Mio. EUR in 2020 um 0,7 Mio. EUR (-11,5 %) auf 5,3 Mio. EUR in 2021. Gaming Operations Der niederländische Markt teilt sich in den Betrieb von Spielhallen und das Bargeschäft (Single Sites). Beide Geschäftsbereiche waren von Schließungen sowohl im ersten Halbjahr als auch gegen Jahresende betroffen, wobei die Spielhallen 2021 durchschnittlich rund einen Monat länger geschlossen waren als im Vorjahr. Dadurch sowie aufgrund weiterer restriktiver COVID-19-Maßnahmen sanken die Umsatzerlöse von 50,4 Mio. EUR im Jahr 2020 um 11,7 Mio. EUR (-23,2 %) auf 38,7 Mio. EUR in 2021. Osteuropa Gaming Technology Die Umsätze der dem Segment Gaming Technology zugeordneten Gesellschaften der Region Osteuropa beliefen sich in der Berichtsperiode auf 93,8 Mio. EUR und lagen damit um 31,2 Mio. EUR (+49,9 %) über dem Vorjahreswert von 62,6 Mio. EUR. Der Verlauf der COVID-19-Pandemie und die dementsprechend gesetzten Maßnahmen in Osteuropa waren je nach Land unterschiedlich ausgeprägt und beeinflussten somit die jeweiligen Länder in verschiedenem Ausmaß. Dennoch konnten die meisten Länder innerhalb der Region eine positive Entwicklung der Umsatzerlöse erzielen. Gaming Operations Zusammengefasst erzielten die in diesem Segment enthaltenen Gesellschaften in 2021 einen Umsatz von 176,4 Mio. EUR. Dies entspricht einem Anstieg in Höhe von 5,9 Mio. EUR (+3,4 %) im Vergleich zum Vorjahr. Aufgrund der unterschiedlichen COVID-19-Entwicklungen und der entsprechend gesetzten Maßnahmen war die Entwicklung der Umsatzerlöse in den einzelnen Ländern der Region äußerst unterschiedlich. Während in Lettland (-34,5 Mio. EUR) wegen längerer temporärer Schließungen in 2021 Umsatzrückgänge zu verzeichnen waren, konnte Serbien (+22,5 Mio. EUR), aufgrund der Neuakquisition der ZBET RS d.o.o. im Jänner 2021, höhere Umsatzerlöse erzielen. In den Märkten Nordmazedonien (+13,4 Mio. EUR) sowie Bosnien und Herzegowina (+4,3 Mio. EUR) stiegen die Umsätze aufgrund des geringeren Ausmaßes an restriktiven Maßnahmen. Übrige Märkte Gaming Technology Die Gaming Technology-Umsätze der Gesellschaften, die der Region Übrige Märkte zugeordnet sind, erreichten 2021 163,0 Mio. EUR gegenüber 102,0 Mio. EUR im Vorjahr und stiegen damit um 61,0 Mio. EUR (+59,8 %). Die größte Abweichung ist in der australischen Gruppe Ainsworth Game Technology zu finden, welche ihre Umsatzerlöse um 50,4 Mio. EUR steigern konnte. Insgesamt erzielte die australische Gruppe Umsatzerlöse in Höhe von 118,3 Mio. EUR im Vergleich zu 67,9 Mio. EUR in 2020. Online Gaming Technology Dieser Geschäftsbereich umfasst die im Online und Mobile Gaming (B2B) tätigen Gesellschaften der Greentube-Gruppe, einem international führenden Provider von Onlinespielen und -plattformen. Spiele werden sowohl lizenzierten Betreibern von Echtgeld-Onlinecasinos (reguläres Glücksspiel mit Gewinnauszahlung) als auch Betreibern von Social Casinos (ohne Gewinnauszahlung) angeboten. Darüber hinaus entwickelt die Greentube-Gruppe Systemlösungen und stellt diese lizenzierten Online-Glücksspielunternehmen zur Verfügung, wobei das Angebot je nach Kundenwunsch skalierbar ist. Die Lockdowns in zahlreichen Märkten wirkten sich positiv auf die Online-Geschäftstätigkeit aus. Die dem Segment Gaming Technology zugeordneten Gesellschaften der Greentube-Gruppe erwirtschafteten 2021 einen Umsatz in Höhe von 105,8 Mio. EUR. Dies entspricht einer Steigerung von 19,1 Mio. EUR (+22,0 %). Dieses Umsatzwachstum resultierte aus der kontinuierlichen Erweiterung des B2B-Kundenstammes. Gaming Operations Der Online/Mobile-B2C-Markt gliedert sich in die Bereiche Betrieb von Social Casinos (keine Auszahlung von Gewinnen) und Echtgeld-Casinos (Glücksspiel mit Gewinnauszahlung). Aufgrund der Geschäftstätigkeit des Onlinemarktes wurden die Umsatzerlöse im Gegensatz zu jenen der restlichen Märkte nicht negativ von der COVID-19-Pandemie beeinflusst. Die dem NOVOMATIC AG-Konzern zugehörige Greentube-Gruppe verzeichnete im Segment Gaming Operations 2021 einen Umsatzrückgang in Höhe von 1,8 Mio. EUR (-1,8 %) auf 99,1 Mio. EUR. Dieser Rückgang ist auf niedrigere eBusiness-Erlöse im Vereinigten Königreich zurückzuführen. Vermögenslage
Die Bruttoverschuldung errechnet sich aus der Summe der lang- und kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten sowie der Leasingverbindlichkeiten. Die Nettoverschuldung ergibt sich aus der Bruttoverschuldung abzüglich der Zahlungsmittel, Edelmetalle und Wertpapiere. Das Working Capital ergibt sich als Differenz des kurzfristigen Umlaufvermögens und des kurzfristigen Fremdkapitals. Die Eigenkapitalquote stellt den Anteil des Eigenkapitals am Gesamtkapital dar. Der Nettoverschuldungsgrad entspricht dem Verhältnis der Nettoverschuldung zum Betriebserfolg zuzüglich Abschreibungen, Wertminderung und Wertaufholungen (EBITDA). Der ROCE ergibt sich aus der Summe des Eigenkapitals und der langfristigen Verbindlichkeiten im Verhältnis zum EBIT. Die Bilanzsumme erhöhte sich gegenüber dem 31. Dezember 2020 um 130,7 Mio. EUR (+3,4 %) und betrug 3.944,3 Mio. EUR zum 31. Dezember 2021. Das langfristige Vermögen verminderte sich um 3,7 Mio. EUR (-0,1 %) auf 2.623,3 Mio. EUR. Zu dieser Verminderung trug im Wesentlichen der Posten Sachanlagen bei. Das Sachanlagevermögen verringerte sich gegenüber 2020 um 62,6 Mio. EUR (-7,0 %) auf 825,9 Mio. EUR. Dies resultierte hauptsächlich aus dem Rückgang des Postens Glücksspielgeräte (-61,9 Mio. EUR) aufgrund der Abschreibungen der Geräte in Verbindung mit dem geringeren Bestand an vermieteten Geräten aufgrund von COVID-19. Davon entfallen 40,5 Mio. EUR auf Deutschland und 11,6 Mio. EUR auf Italien. Der Posten Immaterielle Vermögenswerte stieg um 14,5 Mio. EUR (+1,9 %) auf 775,0 Mio. EUR. Der Anstieg hat seinen Ursprung in der Akquisition der serbischen Gesellschaft ZBET RS d.o.o. (+22,4 Mio. EUR) sowie in der Ainsworth-Gruppe (+20,0 Mio. EUR, im Wesentlichen aufgrund von Wertaufholungen). Die Abschreibungen von Lizenzen und Konzessionen in Italien haben den größten kompensierenden Effekt (-20,6 Mio. EUR). Die Nutzungsrechte stiegen in 2021 um 10,3 Mio. EUR auf 531,2 Mio. EUR. Der Anstieg hat seinen Ursprung mehrheitlich im deutschen Markt, in welchem der Glücksspieländerungsstaatsvertrag für eine Verlängerung der Laufzeiten der Nutzungsrechte sorgte. Das kurzfristige Vermögen erhöhte sich um 134,4 Mio. EUR (+11,3 %) und belief sich in 2021 auf 1.321,0. Der größte Anstieg in diesem Posten betrifft die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige Forderungen und Vermögenswerte, welche um 136,4 Mio. EUR (+39,2 %) auf 484,1 Mio. EUR stiegen, und resultiert hauptsächlich aus der höheren Geschäftstätigkeit und der höheren Anzahl an verkauften Geräten in 2021. Der Posten Zahlungsmittel stieg in 2021 um 31,1 Mio. EUR (+5,9 %) auf 563,0 Mio. EUR. Das zur Veräußerung gehaltene Vermögen sank von 18,5 Mio. EUR in 2020 auf 0,6 Mio. EUR in 2021 (-96,8 %). Die Vorräte verringerten sich geringfügig um 7,7 Mio. EUR (-3,1 %) und lagen in 2021 bei 244,5 Mio. EUR. Das Eigenkapital erhöhte sich in 2021 um 117,1 Mio. EUR (+11,1 %) auf 1.172,3 Mio. EUR. Für diesen Anstieg sind insbesondere die Gewinnrücklagen, welche um 88,7 Mio. EUR (+10,5 %) auf 932,9 Mio. EUR stiegen, sowie die Bewertungsrücklagen, welche von 27,4 Mio. EUR auf 66,4 Mio. EUR in 2021 stiegen, verantwortlich. Der Posten Nicht beherrschende Anteile sank um 26,0 Mio. EUR auf 142,6 Mio. EUR. Die langfristigen Verbindlichkeiten weisen mit 1.836,7 Mio. EUR einen Rückgang von 4,1 Mio. EUR (-0,2 %) im Vergleich zu 2020 aus. Der Rückgang resultiert hauptsächlich aus den langfristigen Finanzverbindlichkeiten, welche aufgrund der laufenden Rückführung mehrerer ÖKB-Finanzierungen um 53,8 Mio. EUR (-4,6 %) auf 1.113,0 Mio. EUR in 2021 sanken. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten stiegen in 2021 um 17,7 Mio. EUR (+1,9 %) auf 935,3 Mio. EUR. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten aufgrund der Aufnahme kurzfristiger Finanzierungen im März und November 2021 sowie auf die Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern zurückzuführen. Der Posten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten sank um 6,1 Mio. EUR auf 414,4 Mio. EUR in 2021. Finanzlage
Konzernweit ergab sich in 2021 ein Cashflow aus dem Ergebnis in Höhe von 572,7 Mio. EUR im Vergleich zu 297,2 Mio. EUR im Vorjahr. Der Cashflow aus dem Ergebnis setzt sich zusammen aus dem Betriebsergebnis und dem Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen, bereinigt um Abschreibungen und Zuschreibungen auf Anlagevermögen, Verluste und Gewinne aus dem Abgang von Anlagevermögen und Unternehmen sowie um sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge. Der Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit betrug 432,0 Mio. EUR. Der Anstieg um 54,0 Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahr ist mehrheitlich auf die positive Entwicklung des Cashflows aus dem Ergebnis zurückzuführen. Die höheren Forderungen und sonstige Aktiva sowie höhere Zahlungen für Ertragsteuern hatten einen kompensierenden Effekt. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit betrug -166,4 Mio. EUR in 2021 und wurde insbesondere durch die Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen (-287,9 Mio. EUR) beeinflusst. Diese Investitionen fielen insbesondere aufgrund der positiven Aussichten nach Beendigung der Lockdowns und weiterer Maßnahmen höher aus als im Vorjahr (-223,0 Mio. EUR). Die Erlöse aus dem Verkauf von Anlagevermögen (+122,1 Mio. EUR) sorgten für einen positiven Effekt und sind zum Teil auf den Verkauf der Immobilie Novomatic Forum zurückzuführen. Der Free Cashflow errechnet sich aus der Summe der Cashflows aus der betrieblichen Tätigkeit und der Investitionstätigkeit und betrug 265,6 Mio. EUR in 2021. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit betrug -244,0 Mio. EUR in der Berichtsperiode und resultierte mehrheitlich aus den Auszahlungen aus Finanzkrediten und finanziellen Verbindlichkeiten aufgrund der Rückzahlung einer Anleihe in Höhe von 200,0 Mio. EUR, aus der Rückzahlung von 63,7 Mio. EUR der ÖKB-Finanzierungen, aus bezahlten Zinsen und zinsähnlichen Zahlungen (-68,4 Mio. EUR) sowie aus den Auszahlungen aus Leasingverpflichtungen (-121,6 Mio. EUR). Zusätzlich wurden in 2021 kurzfristige Finanzierungen in Höhe von 240,0 Mio. EUR aufgenommen. (4) Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Bezüglich der Berichterstattung zur konsolidierten nichtfinanziellen Erklärung wird auf den vom Konzernabschluss gesonderten, nichtfinanziellen Bericht der NOVOMATIC AG gemäß Nachhaltigkeits- und Diversitätsverbesserungsgesetz (NaDiVeG) verwiesen. (5) Voraussichtliche Entwicklung des Konzerns Der Internationale Währungsfonds (IWF) rechnet in seiner aktuellen Analyse mit einem globalen Wirtschaftswachstum von 4,4 % 8 für das Jahr 2022, dies entspricht einem Rückgang von 1,5 Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahr (5,9 %). Im Februar 2022 eskalierte der russisch-ukrainische Konflikt. Während die genauen Effekte auf die wirtschaftliche Entwicklung in 2022 noch nicht abgeschätzt werden können, sind negative Auswirkungen auf das globale Wirtschaftswachstum zu erwarten. Der Beginn des Geschäftsjahres 2022 ist geringer von den Ausmaßen der COVID-19-Pandemie geprägt als das vergangene Geschäftsjahr. Lediglich in einzelnen Märkten gibt es regionale Lockdowns und Restriktionen, deren Außerkraftsetzung im Laufe des ersten Quartals erwartet wird. Aufgrund der Verfügbarkeit der Impfstoffe sowie aufgrund der hohen Impfrate in vielen Ländern gibt es für 2022 eine diesbezüglich positivere Erwartungshaltung als im Vorjahr. Die weitere Entwicklung der COVID-19-Pandemie bleibt dennoch schwer einschätzbar. NOVOMATIC hat in den vergangenen Jahren stets eine Wachstumsstrategie verfolgt, deren Ziel darin bestand, Marktführerpositionen in großen regulierten Glücksspielmärkten zu besetzen. In den letzten beiden Jahren hat sich NOVOMATIC erfolgreich auf die Konsolidierung bestehender Beteiligungen und auf die Steigerung der Synergien fokussiert. In 2022 sind gezielte Investitionen für eine strategische Expansion in einzelnen Märkten geplant: Die eigens entwickelte Sportwettsoftware der österreichischen Tochtergesellschaft Admiral Sportwetten GmbH wurde laufend weiterentwickelt und wird mittlerweile nicht nur in Österreich, sondern auch in Deutschland erfolgreich eingesetzt. Noch vor dem Start der Fußball-Weltmeisterschaft soll die Ausrollung der Software in weiteren Märkten erfolgen. Im spanischen Markt wird weiterhin Wachstumspotenzial für den Konzern im operativen Segment gesehen. In jenen Regionen, in welchen der NOVOMATIC AG-Konzern bereits tätig ist, steht in 2022 weiterhin die Nutzung von Synergieeffekten und Effizienzsteigerungsmaßnahmen im Mittelpunkt. Die Region Osteuropa bleibt ein wichtiger Wachstumsmarkt für NOVOMATIC. Mithilfe der in 2021 erworbenen Gesellschaft ZBET RS d.o.o. wurde der Bereich Online-Sportwetten in Serbien verstärkt bedient, in welchem sich auch in 2022 weiteres Wachstumspotenzial ergibt. Änderungen der Glücksspielgesetze und der steuerlichen Rahmenbedingungen in den Ländern, in denen der NOVOMATIC AG-Konzern tätig ist, haben einen bedeutenden Einfluss auf die Geschäftstätigkeit von NOVOMATIC: In Deutschland ist es seit 1. Juli 2021 mit Inkrafttreten des neuen Glücksspielstaatsvertrags erlaubt, virtuelles Automatenspiel anzubieten. NOVOMATIC ist seitdem in dem Markt vertreten und sieht in den folgenden Jahren Wachstumspotenzial im Onlinebereich Deutschlands. Der italienische Glücksspielmarkt, ein Kernmarkt des NOVOMATIC AG-Konzerns, ist laufend mit gesetzlichen Veränderungen und Steuererhöhungen konfrontiert. Zuletzt wurde die PREU mit 1. Jänner 2021 erhöht. Aktuell wird nicht mit einer erneuten Erhöhung in 2022 gerechnet. Auf Basis einer gesetzlichen Veränderung im Jahr 2019, der Reduktion der Mindesteinsätze bei FOBTs (Fixed Odds Betting Terminals), entwickelte sich das operative Geschäft in Großbritannien außerordentlich positiv. Es ist zu erwarten, dass dieser Trend auch in Zukunft anhält und so weiterhin eine positive Geschäftsentwicklung im operativen Segment der NOVOMATIC UK möglich ist. Dadurch ergeben sich Expansionsmöglichkeiten, weshalb auch im Geschäftsjahr 2022 weitere Standorteröffnungen geplant 8 Gemäß World Economic Outlook Update des Internationalen Währungsfonds vom Jänner 2022 sind. Eine weitere vielversprechende Entwicklung wird in der diesjährigen Überprüfung der Glücksspielgesetze in Großbritannien gesehen.
8 Gemäß World EconomicOutlook Update
des internationalen Währungsfonds vom Jänner 2022
In 2022 wird weiterhin die Strategie der Erschließung des wettbewerbsintensiven US-Marktes verfolgt. Aufgrund der Aufhebung von PASPA (Professional and Amateur Sports Provision Act 1992) haben zahlreiche Bundesstaaten das Platzieren von Sportwetten legalisiert. In 2022 wird erwartet, dass weitere Bundesstaaten ihre bereits in Kraft getretenen Gesetze und Rahmenbedingungen umsetzen. Die Legalisierung von Video Gaming Terminals nach dem Modell in Illinois ist ebenfalls ein Diskussionsthema in weiteren Bundesstaaten, nachdem COVID-19 für eine Verzögerung sorgte. Der Glücksspielmarkt im US-amerikanischen Hoheitsgebiet Puerto Rico wurde 2021 geöffnet. Für 2022 sieht NOVOMATIC großes Potenzial, auch diesen Markt erfolgreich bedienen zu können. Aufgrund des im Februar 2022 eskalierten russisch-ukrainischen Konflikts kann der weitere Verlauf der Geschäftstätigkeit im neu erschlossenen Markt Ukraine noch nicht abgeschätzt werden. Die gegen Russland und Weißrussland verhängten Sanktionen führen auch in diesen Ländern zu Ungewissheiten für den Konzern in 2022. Aufgrund der geringen Gesamtexposition in diesen Märkten ist keine wesentliche negative Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns zu erwarten. Insgesamt bleibt das Geschäftsumfeld für den NOVOMATIC AG-Konzern sehr dynamisch. Unter Berücksichtigung dieser Rahmenbedingungen und Entwicklungen wird von einer weiteren positiven Geschäftsentwicklung in 2022 ausgegangen. (6) Risikomanagement Risikomanagementsystem NOVOMATIC betreibt ein umfangreiches Risikomanagement, in das alle wesentlichen Konzerngesellschaften einbezogen sind. Mit dem Risikomanagementsystem sollen materielle und bestandsgefährdende Risiken systematisch identifiziert, bewertet, gesteuert, überwacht und dokumentiert werden, um die Erreichung der Unternehmensziele sicherzustellen und das Risikobewusstsein im Konzern zu erhöhen. Alle systematisch erhobenen und analysierten Risiken sind in einem professionellen, IT-gestützten Risikomanagementsystem erfasst, das eine permanente Beobachtung der Risiken wie auch der zugeordneten Bewältigungsmaßnahmen und Kontrollmechanismen gewährleistet. Zur laufenden Beobachtung der Risikosituation und zur aktiven Steuerung werden die Risiken den jeweils Verantwortlichen in den Geschäftsbereichen und Konzernunternehmen zugeordnet. Aufgabe der Risikoverantwortlichen ist es, neu auftretende Risiken zu identifizieren und zu dokumentieren sowie zu bewerten und Maßnahmen zur Bewältigung der einzelnen Risiken zu definieren und deren Umsetzung voranzutreiben. Darüber hinaus wird in definierten und in regelmäßigen Abständen eine Neubewertung der identifizierten Risiken vorgenommen. Das zentrale Risikomanagement steht den Bereichen beratend zur Seite und sorgt für die laufende Aktualisierung und Weiterentwicklung des Risikomanagementsystems. Compliance Zusätzlich zu den nachfolgend beschriebenen Risikoarten gibt es Bedrohungen, welche die Reputation und Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens als Ganzes betreffen. Als eines der Grundprinzipien des unternehmerischen Handelns achtet NOVOMATIC besonders darauf, dass gesetzliche und ethische Regeln eingehalten werden. Mit dem Begriff Compliance werden alle Maßnahmen bezeichnet, mit denen ein Unternehmen die Einhaltung von Gesetzen, Richtlinien und freiwilligen Kodizes sicherstellt. Im Fokus der Compliance-Aktivitäten von NOVOMATIC stehen Maßnahmen, die gewährleisten sollen, dass nationale und internationale Gesetze zur Vermeidung von kriminellen Handlungen wie insbesondere Korruption, Marktmissbrauch, Geldwäsche oder Datenmissbrauch eingehalten werden. Das Compliance-Management-System des Konzerns orientiert sich an den sieben Grundelementen nach dem deutschen Prüfungsstandard für Compliance-Management-Systeme, IDW PS 980, und verfolgt das Ziel, die Einhaltung von Rechtsvorschriften und Unternehmenswerten zu gewährleisten, die im Code of Conduct der NOVOMATIC AG festgehalten sind. Im Code of Conduct finden die Mitarbeiter Leitlinien und Grundsätze für werte- und gesetzeskonformes Verhalten im geschäftlichen Alltag. Diese Verhaltensrichtlinien bilden auch die Grundlage für Schulungen zu Integrität und Compliance. Je nach Risiko und Zielgruppe werden Präsenzschulungen und webbasierte Trainings durchgeführt. Eigens konzipierte E-Learning-Tools und Schulungsmaßnahmen ermöglichen es, eine große Mitarbeiterzahl zu Themen wie Datenschutz, Geldwäsche oder Kampf gegen Korruption zu schulen. In allen wesentlichen Tochtergesellschaften sind Compliance-Verantwortliche pro Land bzw. Region bestellt. Die entsprechenden Pflichten der lokalen Compliance-Manager sind in verbindlichen Vorgaben konzernweit definiert und umfassen insbesondere die Beratung der lokalen Konzerntöchter in Compliance-Fragen, Monitoring des jeweiligen lokalen Rechts, Schulungen von Mitarbeitern, Umsetzung von Konzernvorgaben und Reporting an Group Legal Compliance. Damit soll ein wesentlicher Beitrag geleistet werden, um integres und regelkonformes Verhalten nachhaltig im gesamten Konzern zu verankern. Wesentliche Risiken und Ungewissheiten Im Folgenden werden die Risiken und Ungewissheiten näher beschrieben, die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie auf die Reputation des NOVOMATIC AG-Konzerns haben können. Geschäfts- und Marktrisiken Allgemeiner wirtschaftlicher Rahmen, M&A-Risiken, Innovationsrisiken und IT-Risiken Das Geschäft des NOVOMATIC AG-Konzerns ist von allgemeinen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen abhängig. Eine Verschlechterung der allgemeinen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, steigende Arbeitslosigkeit, sinkende Realeinkommen und erhöhte Volatilität auf den Kapitalmärkten können einen wesentlichen negativen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des NOVOMATIC AG-Konzerns haben. Ein zentrales Element der Strategie des NOVOMATIC AG-Konzerns ist die geografische Diversifizierung des Geschäfts durch den Eintritt in Märkte, die Wachstum versprechen. Es besteht das Risiko, dass der NOVOMATIC AG-Konzern aus verschiedenen Gründen, unter anderem aufgrund der rechtlichen Rahmenbedingungen, eine solche Strategie künftig nicht oder nur eingeschränkt umsetzen oder das Produkt- und/oder Dienstleistungsangebot nicht erweitern kann. Der überwiegende Anteil des Umsatzes des NOVOMATIC AG-Konzerns wird in einer geringen Anzahl von Märkten erwirtschaftet. Da es sich dabei um verhältnismäßig entwickelte Märkte handelt, sind weitere Wachstumsmöglichkeiten eher gering. Der NOVOMATIC AG-Konzern plant die Geschäftstätigkeit in anderen Märkten auszubauen, wofür entsprechende Ressourcen eingesetzt werden. Es besteht das Risiko, dass das antizipierte Wachstum in diesen Ländern und Regionen nicht realisiert wird oder der NOVOMATIC AG-Konzern seine Strategie dort nicht erfolgreich umsetzen kann. Generell ist die Glücksspielindustrie von schneller technologischer Entwicklung gekennzeichnet, was den NOVOMATIC AG-Konzern dazu zwingt, kontinuierlich neue Produkte zu entwickeln und in neue Märkte vorzudringen. Der Erfolg des NOVOMATIC AG-Konzerns ist daher abhängig von seiner Fähigkeit, seine Produkte und Systeme ständig weiterzuentwickeln, um neue Technologien zu integrieren und in die durch neue Technologien entstandenen neuen Märkte zu expandieren. In einem hochtechnologischen Geschäftsfeld, in welchem in kurzen Innovationszyklen neue Technologien entwickelt oder genutzt werden, besteht das Risiko, dass innovative Technologien und Entwicklungen von NOVOMATIC nicht rechtzeitig erkannt werden. Auch die Integrität, Verlässlichkeit und operative Leistung der IT-Systeme des NOVOMATIC AG-Konzerns sind für das Geschäft unerlässlich. Insbesondere Gerätemanipulationen können den NOVOMATIC AG-Konzern zwingen, erhebliche finanzielle Mittel zu deren Behebung einzusetzen. Die COVID-19-Pandemie und die damit einhergehenden wirtschaftlichen Einschränkungen stellen die Gruppe auch weiterhin vor Herausforderungen. Die mittel- und langfristigen Auswirkungen der COVID-19-Pandemie können noch nicht abschließend beurteilt werden. Es ist allerdings möglich, dass Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns durch die COVID-19-Pandemie weiterhin negativ beeinflusst werden. Der NOVOMATIC AG-Konzern ist von Lieferengpässen bzw. Lieferverzögerungen, welche Einfluss auf die Produktion haben können, betroffen. Neben den pandemiebedingten Effekten sorgt auch der ukrainisch-russische Konflikt für Unsicherheiten am Beschaffungsmarkt. Personelle Risiken Schlüsselkräfterisiken, Wissensrisiko Der wirtschaftliche Erfolg von NOVOMATIC ist auf die vorhandenen Kenntnisse und die Expertise von Management und MitarbeiterInnen zurückzuführen. Im Fall des Ausscheidens von einer oder mehreren Personen in Schlüsselpositionen besteht ein Risiko, dass es NOVOMATIC in einem angemessenen Zeitraum nicht gelingen wird, für die sich stellenden Herausforderungen qualifizierte Personen mit vergleichbarem Know-how anzuwerben oder auszubilden. Rechtliche und politische Risiken Politische Instabilität, regulatorische Änderungen: Glücksspiel- und andere Gesetze, Abhängigkeit von Lizenzen und wettbewerbsrechtlichen Regelungen; geistiges Eigentum, Datenschutz Das internationale Geschäft des NOVOMATIC AG-Konzerns führt zu wirtschaftlichen, politischen, rechtlichen und weiteren Risiken. Der NOVOMATIC AG-Konzern betreibt sein Geschäft in mehr als 70 Ländern. Manche dieser Länder sind politisch oder wirtschaftlich instabil, wodurch der NOVOMATIC AG-Konzern Risiken ausgesetzt ist. Soziale Unruhen oder Streiks könnten den NOVOMATIC AG-Konzern zu Unterbrechungen oder einem Stillstand der Geschäftstätigkeit zwingen. Die Glücksspielindustrie ist besonders häufigen und kurzfristigen Gesetzesänderungen ausgesetzt, die das Geschäft erheblich erschweren oder gänzlich verbieten können. Auch können unzureichende rechtliche oder administrative Rahmenbedingungen in manchen Ländern den Schutz des geistigen Eigentums oder anderer Rechte des NOVOMATIC AG-Konzerns unzureichend gewährleisten. In manchen dieser Länder sind Kriminalität und Korruption weit verbreitet, was sich negativ auf das Geschäft des NOVOMATIC AG-Konzerns auswirken könnte. Der NOVOMATIC AG-Konzern operiert auf Grundlage der derzeit geltenden politischen, wirtschaftlichen, rechtlichen und steuerlichen Rahmenbedingungen und ist dem Risiko von Veränderungen der gesetzlichen und steuerlichen Rahmenbedingungen ausgesetzt. Auch bereits beschlossene Änderungen oder sonstige Einschränkungen in anderen Jurisdiktionen (z.B. Erhöhung der Glücksspielsteuer oder Verschärfung von Wettgesetzen) beeinflussen die Geschäftstätigkeit des NOVOMATIC AG-Konzerns nachhaltig. Gegenwärtig ist das Glücksspielgeschäft, insbesondere auch die Online-Glücksspielgesetzgebung, auf EU-Ebene nicht harmonisiert. Der jeweilige rechtliche Rahmen in den Mitgliedstaaten der EU ist teilweise bei Glücksspielrechtsexperten umstritten. Es besteht das Risiko, dass es künftig zu weiteren Beschränkungen im Glücksspiel- und Wettbereich auf nationaler Ebene kommen könnte. Darüber hinaus könnten ordnungspolitische Maßnahmen (z.B. Zutrittsbeschränkungen, verschärfte Spielerschutzmaßnahmen, Nichtraucherschutzbestimmungen, technische Auflagen, Werbeverbote oder Standortbestimmungen) eingeführt werden. Derartige Maßnahmen könnten einen Besucher- und Umsatzrückgang zur Folge haben. Weiters bestehen Risiken aufgrund der Abhängigkeit von nationalen Lizenzen, wettbewerbsrechtlichen Regelungen und Gesetzesnormen zum Betrieb von Glücksspiel- und Wetteinrichtungen sowie Risiken aufgrund der Abhängigkeit von Produktions-, Vertriebs- und Produktlizenzen: Das Betreiben von Glücksspiel- und Wetteinrichtungen bedarf in jenen Ländern, in denen der NOVOMATIC AG-Konzern tätig ist, einer Lizenz, Konzession oder sonstigen behördlichen Genehmigung durch die jeweils zuständige Behörde. Solche Lizenzen/Konzessionen werden meist befristet erteilt oder in Form von befristeten Lizenzverträgen abgeschlossen. Sofern keine Verlängerungsoption vorgesehen ist oder eine Verlängerung nur zu wirtschaftlich unzumutbaren oder unvertretbaren Bedingungen oder Auflagen erfolgen könnte, müsste der NOVOMATIC AG-Konzern neue Ausschreibungsverfahren zur Wiedererlangung einer entsprechenden Lizenz/Konzession durchlaufen. Zudem bedarf der Vertrieb von Glücksspielgeräten oder anderen Glücksspielprodukten und Dienstleistungen in den Ländern, in denen der NOVOMATIC AG-Konzern tätig ist, häufig der Genehmigung durch eine staatliche Glücksspielaufsichtsbehörde. Sowohl Hersteller- als auch Vertriebslizenzen werden, vorbehaltlich einer Prüfung durch zuständige Prüfstellen und Zertifizierung, im Allgemeinen für einen befristeten Zeitraum gewährt. Erteilte Lizenzen werden meistens automatisch verlängert, solange keine Verstöße gegen die Lizenzauflagen stattfinden. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass trotz größtmöglicher Sorgfalt im NOVOMATIC AG-Konzern gesetzliche Vorgaben, behördliche Auflagen, technische Standards oder Lizenzauflagen nicht eingehalten werden, wodurch ein teilweiser oder vollständiger Lizenzentzug eintreten könnte, wettbewerbsrechtliche Verstöße festgestellt werden oder in sonstiger Weise die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie die Reputation des NOVOMATIC AG-Konzerns beeinträchtigt werden könnte. Der NOVOMATIC AG-Konzern entwickelt, produziert und vertreibt hochtechnologische Glücksspielausstattungen und Systeme, die zu einem wesentlichen Teil mittels gewerblicher Schutzrechte, wie Markenschutz-, Patent- und Musterschutzrechte, sowie durch das Urheberrecht geschützt sind. Es besteht das Risiko im Zusammenhang mit geistigem Eigentum (Eingriffe durch Dritte in gewerbliche Schutzrechte oder Urheberrechte des NOVOMATIC AG-Konzerns sowie Eingriffe des NOVOMATIC AG-Konzerns in fremde gewerbliche Schutzrechte oder Urheberrechte). Insbesondere besteht das Risiko, dass Entwicklungen des NOVOMATIC AG-Konzerns von Dritten kopiert und unrechtmäßig genutzt oder auf den Markt gebracht werden. Der NOVOMATIC AG-Konzern ist dem Risiko ausgesetzt, seine Kundendaten nicht ausreichend schützen zu können. Der NOVOMATIC AG-Konzern verfügt teilweise über vertrauliche Informationen seiner Kunden (Name, Adresse, Alter, Bankinformation und Spieltendenzen) und muss die strengen Datenschutzregeln der EU und anderer Jurisdiktionen befolgen. Trotz der Sicherheitssysteme des NOVOMATIC AG-Konzerns besteht das Risiko, dass Kundendaten rechtswidrig aufgerufen und/oder verwendet werden, entweder von Angestellten, von Kunden oder von Dritten. Es besteht auch das Risiko, dass Kundendaten unwillkürlich und zuwider den Datenschutzregeln gelöscht, offengelegt oder bearbeitet werden. Sollte der NOVOMATIC AG-Konzern oder einer seiner externen Dienstleister Kundendaten ohne ausreichenden Schutz übermitteln oder sollten die vertraulichen Kundendaten auf sonstige Weise verloren gehen, könnte der NOVOMATIC AG-Konzern unter Datenschutzrechten strafbar gemacht werden, wodurch auch die Reputation einen Schaden erleiden würde. Der im Februar 2022 begonnene russische Angriff auf die Ukraine stellt positive Umsatzentwicklungen in diesen Märkten kurzfristig in Frage. Mittel- und langfristige Auswirkungen dieses Konflikts können noch nicht abschließend beurteilt werden. Zum aktuellen Zeitpunkt ist eine negative Entwicklung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns aufgrund des geringen Gesamtexposures in diesen Märkten nicht erkennbar. Auch aufgrund der im Zusammenhang mit der Ukrainekrise erlassenen Sanktionen/Embargos gegen Russland und Weißrussland und etwaigen Erweiterungen bzw. Gegenmaßnahmen könnte es insbesondere negative Auswirkungen auf die in den betroffenen Ländern sitzhabenden Gesellschaften des NOVOMATIC AG-Konzerns und deren Geschäftspartnern oder die Zusammenarbeit mit diesen, geben. Finanzwirtschaftliche Risiken Liquiditätsrisiken, Kontrahentenrisiken, Zinsrisiken, Währungsrisiken, Werthaltigkeitsrisiken im Zusammenhang mit Beteiligungsbewertungen und Risiken in Zusammenhang mit Kapitalanlagen Der NOVOMATIC AG-Konzern ist finanzwirtschaftlichen Risiken in Form von Kapitalrisiken, Liquiditätsrisiken, Kontrahentenrisiken, Zinsrisiken, Währungsrisiken, Werthaltigkeitsrisiken im Zusammenhang mit Beteiligungsbewertung und Risiken in Zusammenhang mit Kapitalanlagen ausgesetzt. Zur Beschränkung dieser Risiken werden von NOVOMATIC Maßnahmen zur Risikosteuerung sowie bei Bedarf Finanzinstrumente eingesetzt. Ausführliche Beschreibungen zu den einzelnen Risiken, einschließlich der Methoden zur Absicherung der oben genannten Risiken, finden sich im Konzernanhang. Der NOVOMATIC AG-Konzern ist aufgrund seiner vertraglich vereinbarten Financial Covenants in seinen wesentlichen Finanzierungsverträgen verpflichtet, eine Eigenkapitalquote von mindestens 15,0 % und eine Nettoverschuldung im Verhältnis zu EBITDA von höchstens 4,625x einzuhalten. In den Finanzierungsverträgen sind bei der Ermittlung dieser beiden Kennzahlen bestimmte Anpassungen gegenüber der oben angeführten Standardberechnung vorgesehen. Unter Berücksichtigung dieser angepassten Berechnung hat der NOVOMATIC AG-Konzern die vertraglich vereinbarten Financial Covenants per 31. Dezember 2021 eingehalten. Aufgrund der seit März 2020 andauernden COVID-19-Pandemie und des daraus resultierenden Ergebnisrückgangs wurde im Februar 2021 für die wesentlichen Finanzierungsverträge der NOVOMATIC AG eine Anpassung der Finanzkennzahl Nettoverschuldung im Verhältnis zu EBITDA (Net Debt/EBITDA) bis einschließlich 29. Juni 2022 mit den Kreditgebern vereinbart (Waiver). An diese Finanzkennzahlen knüpfen verschiedene wirtschaftliche Konsequenzen, von Zinskonditionen bis zu Kündigungsrechten der Kreditgeber, an. Im Rahmen dieser Finanzierungen wurde für die Testzeitpunkte 31. Dezember 2020, 30. Juni 2021 sowie 31. Dezember 2021 für die Finanzkennzahl Net Debt/EBITDA eine Maximalhöhe von 7,0x vereinbart sowie die jederzeitige Erfüllung der Kennzahl zwischen den Testzeitpunkten gänzlich ausgesetzt. Die Eigenkapitalquote wurde durch den Waiver unverändert bei mindestens 15 % belassen. Jeder Kreditgeber hat seine Einverständniserklärung zu den erforderlichen Vertragsänderungen erteilt, wodurch eine Zustimmungsquote von 100 % der Kreditgeber erreicht werden konnte. (7) Wesentliche Merkmale des Internen Kontrollsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess (§ 243a Abs. 2 UGB) Als Teil des Risikomanagements im Unternehmen soll das Interne Kontrollsystem (IKS) die Zuverlässigkeit der Finanzberichterstattung sowie die Einhaltung von gesetzlichen und unternehmensinternen Vorgaben sicherstellen. Die Verantwortung für die Einrichtung eines angemessenen IKS im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess liegt beim Vorstand der NOVOMATIC AG. Ausgehend von den wesentlichen Finanzposten aus Bilanz und GuV sind über das IKS die wichtigsten Transaktionsströme hinsichtlich ihrer Risiken zu berücksichtigen. Die strukturierte Steuerung erfolgt gemäß Verantwortlichkeitsbereichen der Aufbauorganisation. Interne Regelwerke und Verfahrensanweisungen stellen ebenfalls einen wesentlichen Bestandteil des Kontrollumfeldes dar. Zur Vermeidung von wesentlichen Fehldarstellungen bei der Abbildung von Transaktionen werden identifizierte Risiken analysiert und bewertet, um sinnvolle und effektive Kontrollmechanismen einzuführen, welche die Korrektheit im laufenden Rechnungslegungsprozess sicherstellen sollen. Im Rahmen der Tätigkeiten zur Erstellung des Jahresabschlusses werden zusätzlich gezielte Risikoanalysen gemacht, um einen ordnungsgemäßen und sorgfältigen Abschluss zu gewährleisten. Gemäß den als wesentlich definierten Transaktionsströmen, die schließlich in den Finanzbereichen in die Finanzberichterstattung münden, sind die Abläufe hinsichtlich ihrer inhärenten Risiken analysiert und entsprechende Kontrolltätigkeiten definiert. Die prozessuale Herangehensweise soll sicherstellen, dass die einzelnen Transaktionen korrekt im Jahresabschluss erfasst werden. Die verschiedenen Kontrollen unterschiedlicher Ausprägung und Periodizität umfassen einerseits automatisierte Kontrollen in der Rechnungswesensoftware und andererseits manuelle Kontrollen der Mitarbeiter im Rechnungswesen und den für den Rechnungslegungsprozess vorgelagerten Abteilungen. Das Rechnungswesen führt u. a. umfangreiche Plausibilitäts- und Datenqualitätschecks durch, die eine richtige Datenerfassung für den Jahresabschluss gewährleisten sollen. Zusätzlich bedient sich das Rechnungswesen bei einigen Themen, die Spezialkenntnisse erfordern, der Unterstützung externer Dienstleister, wie bspw. bei der Bewertung von Pensionsverpflichtungen und Anwartschaften auf Abfertigung. Allfällige Änderungen in den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden werden auf ihre Gesetzeskonformität überprüft. Für das rechnungslegungsbezogene IT-System sind Zugriffsberechtigungen definiert, um zu gewährleisten, dass sensible Daten vor nicht genehmigtem Zugriff, nicht genehmigter Verwendung und Veränderung geschützt sind. Der Vorstand der NOVOMATIC AG lässt sich durch ein regelmäßiges Reporting des Finanzwesens über die relevanten Entwicklungen des Unternehmens informieren. Dieses beinhaltet vor allem die laufende Ertragsentwicklung und die dabei ermittelten wesentlichen Abweichungen vom genehmigten Jahresbudget, die Berechnung des Cashflows sowie die Kalkulation von ergebnis- und wertorientierten Kennzahlen. Der Aufsichtsrat der NOVOMATIC AG ist durch den Prüfungsausschuss ebenfalls in das Kontrollsystem eingebunden. Die wesentlichen Aufgaben des Prüfungsausschusses umfassen die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, die Überwachung des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems, die Überwachung der Abschlussprüfung sowie die kritische Würdigung des geprüften Abschlusses und des Lageberichtes. (8) Forschung und Entwicklung Der NOVOMATIC AG-Konzern ist dank der 30 Technologiezentren in 15 Ländern federführend bei der Entwicklung innovativer Produkte und Systemlösungen im Gaming-Bereich. Der Schwerpunkt der Entwicklungstätigkeit liegt einerseits im Bereich "Distributed Gaming Solutions" und im Segment "Spiele-Content und Applikationssoftware". Die entwickelten Softwaresystemlösungen inkludieren insbesondere Managementinformationssysteme, Ticketing- und Smartcard-Systeme, Zutrittssysteme, Video Lottery-Systeme, biometrische Spielererkennung, die Vernetzung mit staatlichen Aufsichtsbehörden, Spielerschutzprogramme, Gaming as a Service, Online und Mobile Gaming-Systemlösungen, Jackpot-Systeme wie beispielsweise den CASH CONNECTION™ Jackpot für Europa sowie Multiplayer- und Community Gaming-Systeme. Die modulare Softwarearchitektur sowie die Interoperabilität der unterschiedlichen Entwicklungen sind von essenzieller Bedeutung. Eine offene Plattformarchitektur sowie auf die unterschiedlichen Teilmärkte spezialisierte Entwicklungsteams gewährleisten, dass für homogene Märkte und für Marktnischen gleichermaßen entwickelt werden kann. Die offene Plattformstruktur ermöglicht darüber hinaus die Integration von Drittanbietern und deren Spieleapplikationen, um Marktbedürfnisse besser und schneller bedienen zu können. Industrial Design spielt eine wesentliche Rolle bei der Entwicklung der neuesten Generation von Gehäusevarianten und -modellen, die neue Branchentrends setzen. Innovationen im Hardwarebereich inkludieren neue, ergonomische Gehäusedesigns für Casino-, Video Lottery- und AWP-Glücksspielmärkte mit Ansteuerung von bis zu fünf Monitoren, skillbasierte Rouletteanlagen mit innovativem Kugelausschussmechanismus, das neue PANTHERA™-Gehäuse, VIP-Terminals mit Giant-Screen-Technologie sowie dynamische Lichteffekte mittels Single-LED-Technologie. Linked Progressive Jackpots erweitern das Spieleangebot zusätzlich. So etwa in den USA, wo die neue Jackpot-Familie MONEY PARTY™ erfolgreich etabliert werden konnte. Auch für Europa wurde mit CASH CONNECTION™ Edition 2 bereits der Nachfolge-mix ausgerollt. Zusätzlich wurde die Gaminator® MY CASH Edition 1 für die Coolfire™-Plattform gestartet. Unterstützt wird die Entwicklung durch konzerneigene und dem Konzern nahestehende Hardware- und Softwareentwicklungsteams in Österreich, Deutschland, Großbritannien, Spanien, den Niederlanden, Serbien, Russland, Argentinien, Kanada und Polen sowie über Exklusivpartnerschaften mit Entwicklern in Slowenien, Griechenland, den USA und Australien. Der Schutz des geistigen Eigentums gewinnt zunehmend an globaler Bedeutung. Über mehr als 4.200 registrierte IP-Schutzrechte verfügte das Unternehmen zum Ende des Jahres 2021 und pro Jahr kommen in der Regel mehr als 100 Anmeldungen hinzu. Der Konzern entwickelt kontinuierlich neue Produkte und Produktvariationen, wobei sich dieser Umstand in über 200 neuen Spielevarianten jährlich manifestiert. Mit Hilfe des NOVOMATIC Software Development Kits (NSDK) ist es möglich, Spiele von Drittfirmen - welche mit diesem SDK erstellt wurden - umgehend dem Portfolio hinzuzufügen. Da weltweit bereits zahlreiche Unternehmen mit dem NSDK arbeiten, wächst das umfangreiche Gaming-Portfolio von NOVOMATIC zusätzlich immer weiter an. (9) Dank Wir danken allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des NOVOMATIC AG-Konzerns für ihr großes Engagement, mit dem sie wesentlich zur Weiterentwicklung und zum Erfolg des Unternehmens beigetragen haben. Unser besonderer Dank gilt auch dem Aufsichtsrat unter der Führung von Dr. Bernd Oswald und darüber hinaus möchten wir das gute Verhältnis zu unseren Kapitalgebern und Geschäftspartnern hervorheben, welches von einer stets guten Zusammenarbeit gekennzeichnet war.
Gumpoldskirchen, am 23. März 2022 Dipl.-Ing. Ryszard Presch, Vorstand Mag. Johannes-Gratzl, Vorstand BestätigungsvermerkBericht zum Konzernabschluss Prüfungsurteil Wir haben den Konzernabschluss der NOVOMATIC AG, Gumpoldskirchen, und ihrer Tochterunternehmen (der Konzern), bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzerngesamtergebnisrechnung, der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzerngeldflussrechnung für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr sowie dem Konzernanhang, geprüft. Nach unserer Beurteilung entspricht der beigefügte Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage zum 31. Dezember 2021 sowie der Ertragslage und der Zahlungsströme des Konzerns für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards, wie sie in der EU anzuwenden sind (IFRS) und den zusätzlichen Anforderungen des § 245a UGB. Grundlage für das Prüfungsurteil Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der Verordnung (EU) Nr. 537/2014 (im Folgenden EU-VO) und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern die Anwendung der International Standards on Auditing (ISA). Unsere Verantwortlichkeiten nach diesen Vorschriften und Standards sind im Abschnitt "Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind vom Konzern unabhängig in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und wir haben unsere sonstigen beruflichen Pflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns bis zum Datum des Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu diesem Datum zu dienen. Besonders wichtige Prüfungssachverhalte Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten für unsere Prüfung des Konzernabschlusses des Geschäftsjahres waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzes und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt, und wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab. Folgende Sachverhalte waren am bedeutsamsten für unsere Prüfung:
1. Bewertung Vermögenswerte - Gaming Technology - Ainsworth Sachverhalt und Problemstellung In 2018 wurden rund 52% der Aktienanteile an der Ainsworth Game Technology Limited ("Ainsworth") übernommen. Aufgrund negativer Entwicklungen mussten die Unternehmenspläne in den Vorjahren überarbeitet und signifikante Wertminderungen erfasst werden. Im Zuge der Erholung von den Auswirkungen auch in Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie kam es vor allem im nordamerikanischen Markt bei Ainsworth zu einer Verbesserung der Geschäftsentwicklung, was zu Wertaufholungen in 2021 in Höhe von insgesamt 18,4 Mio. EUR (bestehend aus Wertminderungen von 15,4 Mio. EUR und Wertaufholungen von 33,8 Mio. EUR) geführt hat. Für weitere Ausführungen verweisen wir auf die Erläuterung "(7.4) Wertminderungen und Wertaufholungen" im Konzernanhang. Die der Bewertung zugrunde liegenden Planungen beruhen unter anderem auf Einschätzungen der künftigen Zahlungsströme inkl. etwaiger Auswirkungen der geänderten Rahmenbedingungen und sind daher mit erheblichen Unsicherheiten behaftet. Aus diesem Grund und wegen der wesentlichen Bedeutung der Vermögenswerte von Ainsworth für den Konzernabschluss haben wir diesen Sachverhalt als besonders wichtig für unsere Prüfung bestimmt. Prüferisches Vorgehen Wir haben die in das Bewertungsmodell einfließenden Planungsrechnungen und die darin enthaltenen und von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen Ermessensentscheidungen gewürdigt. Die Prüfungshandlungen umfassten vor allem die analytische Durchsicht der geplanten Entwicklung bedeutender Elemente der Planungsrechnungen, wie beispielsweise der geplanten Umsatz- und Ergebnisentwicklung oder der Working-Capital-Entwicklung, die Befragung von Verantwortlichen des Beteiligungscontrollings zur Plausibilität der vorgenommenen Schätzungen und getroffenen Annahmen, die Beurteilung der Planungsgenauigkeit durch Vergleich der eingetretenen Ergebnisse mit den Schätzungen in den Vorjahren und die Abstimmung der Planungsrechnungen mit der dem Aufsichtsrat vorgelegten Konzernplanung. Weiters haben wir das angewendete Berechnungsmodell nachvollzogen. Die zur Anwendung gelangten Diskontierungszinssätze haben wir mit aus Marktdaten abgeleiteten Bandbreiten plausibilisiert. 2. Akquisition der ZBET RS d.o.o., Serbien - Kaufpreisallokation und Folgebewertung Sachverhalt und Problemstellung Im Jänner 2021 wurden 70% der Anteile an der ZBET RS d.o.o., Serbien, ("ZBET") um 20,7 Mio. EUR erworben. Die ZBET betreibt rd. 150 Wett- und Glückspielsalons in Serbien. Zum Erwerbszeitpunkt wurde eine Kaufpreisallokation durchgeführt und ein Firmenwert in Höhe von 13,1 Mio. EUR erfasst. Dieser sowie die im Rahmen der Kaufpreisallokation angesetzten langfristigen Vermögenswerte waren in weiterer Folge auf etwaige Wertminderung zu prüfen. Weitere Ausführungen dazu sind im Konzernanhang im Abschnitt "(6) Unternehmenserwerbe" und "(7.4) Wertminderungen und Wertaufholungen" dargestellt. Sowohl in die für die Durchführung der Kaufpreisallokation herangezogenen Bewertungsmodelle als auch in jene zur Beurteilung etwaiger Wertminderungen im Rahmen der Folgebewertung fließen zahlreiche Inputfaktoren und Annahmen ein. Aufgrund der Komplexität der Bewertungsmodelle und der Abhängigkeit der Ergebnisse von der Einschätzung der Marktentwicklungen durch die gesetzlichen Vertreter handelt es sich um einen besonders bedeutsamen Prüfungssachverhalt. Prüferisches Vorgehen Wir haben die durchgeführte Kaufpreisallokation und die Folgebewertung vor allem in nachfolgenden Bereichen evaluiert:
Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen alle Informationen im konsolidierten nichtfinanziellen Bericht, den wir bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erhalten haben, sowie alle Informationen im Geschäftsbericht, ausgenommen den Jahres- und Konzernabschluss, den Lagebericht zum Jahres- und Konzernabschluss und die Bestätigungsvermerke zum Jahres- und Konzernabschluss. Der Geschäftsbericht wird uns voraussichtlich nach dem Datum des Bestätigungsvermerks zur Verfügung gestellt werden. Unser Prüfungsurteil zum Konzernabschluss erstreckt sich nicht auf die sonstigen Informationen, und wir geben keine Art der Zusicherung darauf ab. Bezüglich der Informationen im Konzernlagebericht verweisen wir auf den Abschnitt "Bericht zum Konzernlagebericht". Im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses ist es unsere Verantwortung, die oben angeführten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob sie wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss oder zu unseren bei der Abschlussprüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen. Falls wir auf Grundlage der Arbeiten, die wir zu den vor dem Datum dieses Bestätigungsvermerks erhaltenen sonstigen Informationen durchgeführt haben, zur Schlussfolgerung gelangen, dass diese sonstigen Informationen wesentlich falsch dargestellt sind, müssen wir dies berichten. Wir haben diesbezüglich nichts zu berichten. Verantwortlichkeiten der gesetzlichen Vertreter und des Prüfungsausschusses für den Konzernabschluss Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses und dafür, dass dieser in Übereinstimmung mit den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind und den zusätzlichen Anforderungen des § 245a UGB ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit -sofern einschlägig- anzugeben, sowie dafür, den Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit anzuwenden, es sei denn, die gesetzlichen Vertreter beabsichtigen, entweder den Konzern zu liquidieren oder die Unternehmenstätigkeit einzustellen, oder haben keine realistische Alternative dazu. Der Prüfungsausschuss ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns. Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses Unsere Ziele sind, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit der EU-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, durchgeführte Abschlussprüfung eine wesentliche falsche Darstellung, falls eine solche vorliegt, stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn von ihnen einzeln oder insgesamt vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Nutzern beeinflussen. Als Teil einer Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, üben wir während der gesamten Abschlussprüfung pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus gilt:
Wir tauschen uns mit dem Prüfungsausschuss unter anderem über den geplanten Umfang und die geplante zeitliche Einteilung der Abschlussprüfung sowie über bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Abschlussprüfung erkennen, aus. Wir geben dem Prüfungsausschuss auch eine Erklärung ab, dass wir die relevanten beruflichen Verhaltensanforderungen zur Unabhängigkeit eingehalten haben, und tauschen uns mit ihm über alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte aus, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit und - sofern einschlägig - damit zusammenhängende Schutzmaßnahmen auswirken. Wir bestimmen von den Sachverhalten, über die wir uns mit dem Prüfungsausschuss ausgetauscht haben, diejenigen Sachverhalte, die am bedeutsamsten für die Prüfung des Konzernabschlusses des Geschäftsjahres waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte in unserem Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus oder wir bestimmen in äußerst seltenen Fällen, dass ein Sachverhalt nicht in unserem Bestätigungsvermerk mitgeteilt werden sollte, weil vernünftigerweise erwartet wird, dass die negativen Folgen einer solchen Mitteilung deren Vorteile für das öffentliche Interesse übersteigen würden. Bericht zum Konzernlagebericht Der Konzernlagebericht ist aufgrund der österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob er nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt wurde. Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften. Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit den Berufsgrundsätzen zur Prüfung des Konzernlageberichts durchgeführt. Urteil Nach unserer Beurteilung ist der beigefügte Konzernlagebericht nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt worden, enthält zutreffende Angaben nach § 243a UGB und steht in Einklang mit dem Konzernabschluss. Erklärung Angesichts der bei der Prüfung des Konzernabschlusses gewonnenen Erkenntnisse und des gewonnenen Verständnisses über den Konzern und sein Umfeld wurden wesentliche fehlerhafte Angaben im Konzernlagebericht nicht festgestellt. Zusätzliche Angaben nach Artikel 10 der EU-VO Wir wurden von der Hauptversammlung am 25. März 2021 als Abschlussprüfer für das am 31. Dezember 2021 endende Geschäftsjahr gewählt und am 24. August 2021 vom Aufsichtsrat mit der Durchführung der Abschlussprüfung beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem am 31. Dezember 2004 endenden Geschäftsjahr Abschlussprüfer des Konzerns. Wir erklären, dass das Prüfungsurteil im Abschnitt "Bericht zum Konzernabschluss" mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Art 11 der EU-VO in Einklang steht. Wir erklären, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Art 5 Abs 1 der EUVO erbracht haben und dass wir bei der Durchführung der Abschlussprüfung unsere Unabhängigkeit von dem Konzern gewahrt haben. Auftragsverantwortlicher Wirtschaftsprüfer Der für die Abschlussprüfung auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Mag. Walter Müller.
Wien 24. März 2022 Deloitte Audit Wirtschaftsprüfungs GmbH Mag. Walter Müller, Wirtschaftsprüfer Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Konzernabschlusses mit unserem Bestätigungsvermerk darf nur in der von uns bestätigten Fassung erfolgen. Dieser Bestätigungsvermerk bezieht sich ausschließlich auf den deutschsprachigen und vollständigen Konzernabschluss samt Konzernlagebericht. Für abweichende Fassungen sind die Vorschriften des § 281 Abs 2 UGB zu beachten. Es wird darauf hingewiesen, dass der in unserem Prüfungsbericht enthaltene Bestätigungsvermerk mit einer qualifiziert elektronischen Signatur versehen wurde und daher nur diese Signatur überprüft werden kann. Bericht des Aufsichtsrates für das Geschäftsjahr 2021Der Aufsichtsrat hat sich in acht Sitzungen während des Geschäftsjahres 2021 vom Vorstand über die Geschäftspolitik unterrichten lassen und sich eingehend mit dem Gang der Geschäfte und der Lage der Gesellschaft, einschließlich der wesentlichen Konzerngesellschaften, befasst. Darüber hinaus hat sich der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrates in fünf Sitzungen vom Vorstand und dem Wirtschaftsprüfer berichten lassen. Weiters hat sich der Aufsichtsrat im Rahmen seines CR-Ausschusses in vier Sitzungen über die nicht-finanziellen Tätigkeiten der Gesellschaft berichten lassen. Der Jahresabschluss sowie der Konzernabschluss zum 31.12.2021 samt Lagebericht des Vorstandes sind unter Einbeziehung der Buchhaltung von der durch die Hauptversammlung zum Abschlussprüfer bestellten Deloitte Audit Wirtschaftsprüfungs GmbH geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Die Überprüfung des Jahresabschlusses sowie des Konzernabschlusses durch den Aufsichtsrat hat keinen Anlass zu Beanstandungen ergeben. Der Aufsichtsrat schließt sich dem Vorschlag des Vorstandes bezüglich der Verwendung des Reingewinnes des Jahres 2021 an. Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss wurde durch den Aufsichtsrat gebilligt und damit gemäß AktG festgestellt. Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft haben weiters einen gesonderten (konsolidierten) nichtfinanziellen Bericht aufgestellt, der vom Aufsichtsrat geprüft wurde. Es wurden keine Beanstandungen festgestellt. Der Abschlussprüfer hat einen Bericht über die freiwillige Prüfung der Offenlegung der im nichtfinanziellen Bericht für das Jahr 2021 geforderten Informationen erstattet, aus dem keine Beanstandungen hervorgegangen sind. Die im nichtfinanziellen Bericht angeführten Sachverhalte wurden unter Einhaltung der vom Global Sustainability Standards Board (GSSB) herausgegebenen GRI-Standards: Option Kern, den Anforderungen nach §§ 243b und 267a UGB (NaDiVeG), sowie der Verordnung (EU) 2020/852 (TaxonomieVO) und den ergänzenden Delegierten Verordnungen (EU)2021/2178 und (EU) 2021/2139 erstellt. Der Aufsichtsrat spricht dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Unternehmungen der NOVOMATIC AG für die im Geschäftsjahr 2021 geleistete Arbeit Dank und Anerkennung aus.
Gumpoldskirchen, im März 2022 Der Aufsichtsrat Dr. Bernd Oswald, Vorsitzender Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021 der NOVOMATIC AG, Gumpoldskirchen, wurde am 29. März 2022 vom Aufsichtsrat gebilligt. |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Nachrichten & Medien
Neueste Nachrichtenartikel und Medienerwähnungen
Insolvenzbekanntmachungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Aktuelle Insolvenzverfahren
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen
Handelsregister Dokumente
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Organisationen an dieser Adresse
Weitere Unternehmen an oder nahe dieser Geschäftsadresse
32 nahegelegene Organisationen
Gelsenautomaten Verwaltungsgesellschaft mbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Red Devil Spielothek GmbH
Selbe AdresseVermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Spielhallen und Betrieb von Glücksspielautomaten
ZS Casino Emsland GmbH
Selbe AdresseSpielhallen und Betrieb von Glücksspielautomaten
Power Play Spielhallenbetriebsgesellschaft mbH
Selbe AdresseSpielhallen und Betrieb von Glücksspielautomaten
Spielhallen und Betrieb von Glücksspielautomaten
Admiral Play GmbH
Selbe AdresseSpielhallen und Betrieb von Glücksspielautomaten
Automaten Service Playtime GmbH
Selbe AdresseSpielhallen und Betrieb von Glücksspielautomaten
Domino-Automaten-Betriebs-GmbH
Selbe AdresseSpielhallen und Betrieb von Glücksspielautomaten
Casino Entertainment Verwaltungs-GmbH
Selbe AdresseSpielhallen und Betrieb von Glücksspielautomaten
Spielhallen und Betrieb von Glücksspielautomaten
ADMIRAL Entertainment Holding Germany GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Spielhallen und Betrieb von Glücksspielautomaten
NWC NORD WEST CASINO GmbH
Selbe AdresseSpielhallen und Betrieb von Glücksspielautomaten
City Freizeitanlagen GmbH
Selbe AdresseVermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
BeKu Automaten & Gastronomie Service GmbH
Selbe AdresseSpielhallen und Betrieb von Glücksspielautomaten
Ideal Entertainment GmbH
Selbe AdresseSpielhallen und Betrieb von Glücksspielautomaten
HGV Automatenaufstell- und Spielhallen GmbH
Selbe AdresseSpielhallen und Betrieb von Glücksspielautomaten
Spielhallen und Betrieb von Glücksspielautomaten
HP Automatenbetriebs GmbH
Selbe AdresseSpielhallen und Betrieb von Glücksspielautomaten
Neulin GmbH
Selbe AdresseSpielhallen und Betrieb von Glücksspielautomaten
ADMIRAL ENTERTAINMENT GmbH
Selbe AdresseSpielhallen und Betrieb von Glücksspielautomaten
Spieloase GeBo GmbH & Co. KG
Selbe AdresseHerstellung von Spielwaren
Spiellounge Entertainment GmbH
Selbe AdresseSpielhallen und Betrieb von Glücksspielautomaten
ADMIRAL Gastronomieaufstellung GmbH
Selbe AdresseSpielhallen und Betrieb von Glücksspielautomaten
Casino Macau GmbH
Selbe AdresseSpielhallen und Betrieb von Glücksspielautomaten
Spieloase Herne GmbH
Selbe AdresseSpielhallen und Betrieb von Glücksspielautomaten
Turhan Spielsalon GmbH
Selbe AdresseSpielhallen und Betrieb von Glücksspielautomaten
BPA Freizeit- & Unterhaltungsbetriebe GmbH
Selbe AdresseVermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
WGV Entertainment GmbH
Selbe AdresseVermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Casino Royal GmbH
Selbe AdresseSpielhallen und Betrieb von Glücksspielautomaten
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Handelsregister Dokumente
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Insolvenzbekanntmachungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Aktuelle Insolvenzverfahren
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen