VR.medico LEASING GmbHLiquidiert
10117 Berlin, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Frank Geisen seit 23.5.2011 | Prokura |
Hans Knopp seit 28.12.2009 | Prokura |
Ludwig Schott seit 20.4.2009 | Geschäftsführer |
Jürgen Janz seit 20.4.2009 | Prokura |
Jürgen Gerber seit 3.11.2006 | Geschäftsführer |
Dolores Hufenbach seit 28.12.2004 | Prokura |
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
VR.medico LEASING GmbHBerlinJahresabschluss zum 31. Dezember 2010Lagebericht 2010VR.medico LEASING GmbH, BerlinGeschäft und RahmenbedingungenDie VR.medico LEASING GmbH, Berlin, (VR medico) ist das Kernunternehmen der VR medico-Gruppe. In ihr sind die Finanzierungsaktivitäten des VR LEASING-Teilkonzerns mit "Dienstleistern im Gesundheitswesen" zusammengefasst. Als marktführende Fachleasinggesellschaft im Gesundheitswesen mit überregionaler Präsenz ist die VR medico seit über 30 Jahren als Finanzierer im Gesundheitswesen engagiert. Der Sitz der Gesellschaft ist in Berlin. Die VR medico betreibt zusammen mit der VR.medico LEASING Verwaltungsgesellschaft mbH, Berlin, (VR medico Verwaltung) das Leasing- und Mietkaufgeschäft im Rahmen des Besitz-Miet-Modells (Doppelstock-Modell). Darüber hinaus vermietet die VR medico eigenes Leasingvermögen außerhalb des Doppelstock-Modells. Die Abwicklung des Neugeschäfts im Rahmen des Doppelstock-Modells wurde ab Dezember 2008 eingestellt. Die Geschäftstätigkeit der VR medico Verwaltung beschränkt sich seitdem auf die Abwicklung des Vertragesbestandes. Zum 01.01.2011 wurde die Generierung von Neugeschäft von der VR medico auf die VR LEASING verlagert. Die Tätigkeit der VR medico beschränkt sich damit auf die Abwicklung noch laufender Verträge, Rahmenverträge und offener Angebote. Alleinige Gesellschafterin der VR medico ist die VR-LEASING AG (VR LEASING) in Eschborn. Das gezeichnete Kapital beträgt TEUR 260. Die VR medico ist ein Finanzdienstleistungsinstitut nach § 1 Abs. 1a Satz 1 KWG. Der Jahresabschluss wird daher gemäß §§ 340 ff. HGB i. V. mit der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) erstellt. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung und BranchensituationNach der stärksten Rezession der Nachkriegszeit mit einem Minus von fünf Prozent hat sich die deutsche Wirtschaft 2010 erholt. Für das Gesamtjahr errechnete das Statistische Bundesamt eine Steigerung des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 3,6 Prozent. Dabei konnte die Wirtschaft in allen Quartalen Zuwächse verbuchen. Mit einem Plus von 2,3 Prozent erreichte der Aufschwung im zweiten Quartal seinen stärksten Wert. Die DZ BANK Mittelstandsumfrage vom Herbst 2010 attestiert dem deutschen Mittelstand eine gute Verfassung. Danach partizipieren die Unternehmen am gesamtwirtschaftlichen Wachstum. In der Folge nimmt auch die Bereitschaft zu investieren wieder zu. Allerdings blieb der Mittelstand 2010, trotz verbesserter Geschäftsprognosen, bei fremdfinanzierten Investitionen noch zurückhaltend. Dies wirkte sich auch spürbar auf das Leasinggeschäft aus. Nach einem historischen Rückgang im Jahr 2009 (minus 22,6 Prozent) konnte der Leasingmarkt im Berichtsjahr wieder leicht hinzugewinnen. Laut Bundesverband Deutscher Leasing-Unternehmen e. V. (BDL) erreichte die Branche 2010 ein Neugeschäftsvolumen von insgesamt 43,6 Mrd. EUR. Dies bedeutet ein Plus gegenüber dem Vorjahr von vier Prozent. Während im ersten Halbjahr 2010 das Neugeschäft bei mobilen Gütern um fast vier Prozent zurückging, erholte es sich in der zweiten Jahreshälfte. Der gesamtwirtschaftliche Aufschwung kam erst mit Verzögerung bei der Leasingbranche an. Am Jahresende verzeichnete das Mobilienleasing einen Zuwachs von 2,5 Prozent und erreichte ein Volumen von 41,1 Mrd. EUR. Die Investitionen in der Gesundheitsbranche lagen auch 2010 über denen des Vorjahres und führten zu einem Anstieg des Leasingvolumens um ca. 5 Prozent. Als wesentliche Treiber erwiesen sich erneut investitionsintensive Facharztbereiche und zunehmend Kooperationen von Unternehmen, Leistungserbringern, Vertragsärzten, Ärzten in Krankenhäusern. Die noch zu Beginn des Jahres 2010 negative gesamtwirtschaftliche Sicht im Zusammenwirken mit zahlreichen neuzeitlichen Studien über steigende Lebenserwartung und die hieraus erwarteten Anforderungen an die Gesundheits- und Altersversorgung in Deutschland haben Zahl und Engagement der Wettbewerber aus der Finanzbranche in diesem Sektor weiter ansteigen lassen. GeschäftsentwicklungDie VR medico hat sich in 2010 weiter konsequent auf die nachhaltige Begleitung ihrer Kunden bei deren kontinuierlichen teils immer anspruchsvolleren Investitionsvorhaben ausgerichtet. Entsprechend deren gestiegenem Anteil am Gesamtinvestitionsaufkommen der Gesundheitsbranche konnte die VR medico ihre Zusammenarbeit mit Krankenhäusern und Großpraxen sowie Pflege- und Reha-Einrichtungen weiter ausbauen. Das Neugeschäftsvolumen lag zum Jahresende mit 1.074 Verträgen (Vorjahr 1.291) mit 74.138 TEUR (Vorjahr: 69.632 TEUR) über dem Vorjahr. Durch das höhere Volumen konnte auf der Ertragsseite die geminderte relative Barwertmarge (-0,7 %-Punkte) kompensiert werden. VermögenslageDie nachfolgenden Ausführungen beziehen sich auf Vermögens- und Schuldposten, die aus der Jahresbilanz abgeleitet und unter Berücksichtigung leasingtypischer Besonderheiten zusammengefasst wurden. Im Berichtsjahr beträgt die Bilanzsumme 205.458 TEUR (Vorjahr 172.177 TEUR. Dem um 44.844 TEUR auf 158.834 TEUR gestiegenen Vermietvermögen (inkl. Mietkauf) stehen im Wesentlichen um 49.742 TEUR gestiegene Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 142.047 TEUR sowie um 4.891 TEUR gesunkene abgegrenzte Erlöse aus Forderungsverkäufe von 8.043 TEUR gegenüber. Das Vermietvermögen ist in der Jahresbilanz in den Posten Forderungen an Kunden mit 46.618 TEUR (Vorjahr 28.490 TEUR), den Immaterielle Anlagewerte mit 179 TEUR (Vorjahr 90 TEUR) und mit 112.037 TEUR (Vorjahr 85.410 TEUR) in den Sachanlagen enthalten. Die Erlöse aus Forderungsverkäufen werden auf der Passivseite unter den Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen. Bilanziell ergibt sich ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag von 4.239 TEUR (Vorjahr 5.766 TEUR). Bei planmäßiger Abwicklung des am Bilanzstichtag vorhandenen Vertragsbestandes und der vorgesehenen Vergütung für die Verwaltung der Verträge des ehemaligen Kundenbereichs Ärzte und Apotheker der VRL können zukünftig Überschüsse erzielt werden, die das negative Eigenkapital kompensieren. Eine insolvenzrechtliche Überschuldung der Gesellschaft ist deshalb nicht gegeben. FinanzlageDie Finanzlage der Gesellschaft wird maßgeblich bestimmt durch das Konzern-Cash-Management der VR LEASING und die Möglichkeit, auf diesem Wege über ausreichende liquide Mittel zu verfügen. Die finanziellen Verpflichtungen der VR medico sind weitgehend durch die von der VR LEASING gegenüber entsprechenden Refinanzierungspartnern abgegebenen Patronatserklärungen und Garantien abgesichert. Durch die Einbindung der Gesellschaft in den VR LEASING-Teilkonzern, der in den Konzernabschluss der DZ BANK AG Deutsche Zentral-Genossenschaftsbank, Frankfurt am Main, einbezogen wird, ist die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft sicher gestellt. Die VR medico-Gruppe finanziert sich überwiegend aus Quellen des genossenschaftlichen FinanzVerbundes und ist mit ausreichenden Refinanzierungsmöglichkeiten versorgt. ErtragslageDie nachfolgenden Ausführungen beziehen sich auf Ertrags- und Aufwandsposten der VR medico, die aus der GuV abgeleitet und unter Berücksichtigung leasingtypischer Besonderheiten zusammengefasst wurden. Die Ertragslage ist im Zusammenhang mit der Funktion als Mietgesellschaft und mit den Ergebnissen der VR.medico LEASING Verwaltungsgesellschaft mbH (BesitzGesellschaft) zu sehen. Im Berichtsjahr wurde ein Rohertrag in Höhe von 3.580 TEUR (Vorjahr 2.706 TEUR) erwirtschaftet. Zusätzlich wurde ein Beteiligungsergebnis von der VR medico Verwaltung in Höhe von 3.268 TEUR (Vorjahr 4.441 TEUR) vereinnahmt. Demgegenüber stehen Verwaltungsaufwendungen in Höhe von 5.366 TEUR (Vorjahr 5.151 TEUR) sowie Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft in Höhe von 476 TEUR (Vorjahr 578 TEUR). Insgesamt wurde ein Jahresüberschuss von 1.411 TEUR (Vorjahr: 2.247 TEUR) erzielt. Das um 863 TEUR geringere Jahresergebnis ist im Wesentlichen auf das um 1.173 TEUR rückläufige Beteiligungsergebnis zurückzuführen. Im Rohertrag sind die wesentlichen Bestandteile der GuV-Positionen Nr. 1, 2, 6, 8 und Nr. 9 enthalten. Die Verwaltungsaufwendungen sind in den Positionen Nr. 7 und Nr. 9 enthalten. Die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft stellt sich geordnet dar. Personal- und SozialbereichDie VR medico beschäftigte zum Bilanzstichtag 9 Mitarbeiter (Vorjahr 10 Mitarbeiter). Die zur Unterstützung des laufenden Geschäftsverkehrs erforderlichen Dienstleistungen wurden, soweit sie nicht selbst von der VR medico erbracht wurden, von der VR LEASING im Rahmen eines Geschäftsbesorgungsvertrages erbracht. Die Mitarbeiter der VR medico sind in die Führungsgrundsätze, Führungsinstrumente, Qualifizierungsprogramme und Vergütungssysteme der VR LEASING eingebunden. RisikoberichtRisikomanagement und RisikocontrollingAls Anbieterin moderner Finanzdienstleistungen ist die VR medico Risiken ausgesetzt, die sich aus der Entwicklung verschiedener Finanz- und Gütermärkte sowie aus dem laufenden Geschäftsbetrieb ergeben. Die VR medico geht nur solche Risiken ein, die mit der Geschäfts- und Risikostrategie in Einklang stehen. Der Abschluss von Finanzierungsleasingverträgen sowie das Factoring stellen Finanzdienstleistungen im Sinne des § 1 Abs. 1a KWG dar. Die VR medico hat den Status eines Finanzdienstleistungsinstituts (FDI) gemäß § 1 Abs. 1a KWG. Sie unterliegt der laufenden Aufsicht durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) und der Deutschen Bundesbank. Die Aufsicht beinhaltet unter anderem die Erfüllung der Anforderungen an das Risikomanagement gemäß § 25a KWG und den MaRisk, deren Umsetzung sich an Art, Umfang und Risikogehalt der Gesellschaft orientiert. Die Gesellschaft ist bezüglich des Risikomanagements und des Risikocontrollings aufbau- und ablauforganisatorisch unmittelbar in die Prozesse des VR LEASING-Teilkonzerns integriert. Die Geschäftsführung der Gesellschaft stützt sich dabei auf Grundlage der bestehenden Outsourcing-Verträge auf die Tätigkeit der bei der VR LEASING und VR DISKONTBANK installierten Gremien, Bereiche und Abteilungen. Die wesentlichen Organisationsrichtlinien im Hinblick auf Risikosteuerungs- und -controllingsprozesse stellen das Kredithandbuch sowie das Risikohandbuch des VR LEASING-Teilkonzerns dar. Innerhalb ihres Risikosteuerungssystems unterscheidet die VR LEASING zwischen Risikocontrolling und Risikomanagement. Das Risikocontrolling ist als Teil des Bereiches Group Finance für die strategische Risikosteuerung zuständig. Die Risikosteuerung berücksichtigt Risiko- und Ertragsvorgaben des DZ BANK-Konzerns. Im Rahmen eines Top-Down-Approaches wird das zur Risikodeckung zur Verfügung stehende Konzerneigenkapital der DZ BANK den einzelnen Steuerungseinheiten zugeordnet und bildet im Sinne einer Verlustobergrenze beziehungsweise eines Limits den Rahmen für die weitere Steuerung des Teilkonzerns und seiner Tochtergesellschaften. Im Rahmen des jährlichen Planungsprozesses legt die VR LEASING unter Berücksichtigung ihrer individuellen Risikotragfähigkeit die Limite für die wesentlichen Risikoarten fest, die in Summe die Verlustobergrenze ergeben. Diese vom Vorstand der VR LEASING verabschiedete Verlustobergrenze des Teilkonzerns wird mit der DZ BANK abgestimmt und parallel auf die Gesellschaften der VR LEASING-Gruppe allokiert. Die für die Ermittlung der Risikotragfähigkeit zugrunde liegende individuelle Risikodeckungsmasse (=Risikodeckungspotenzial i. S. d. MaRisk) berechnet die VR LEASING für den Teilkonzern sowie für die risikotragenden Tochtergesellschaften - einschließlich der FDI's. Die Risikodeckungsmasse beinhaltet sämtliche zur Deckung des unter Berücksichtigung eines Diversifikationseffekts ermittelten Gesamtrisikos einsetzbaren Positionen. Dabei handelt es sich vor allem um den Substanzwert sowie das bilanzielle Eigenkapital (IFRS). Im Rahmen der Risikotragfähigkeit wird dem ökonomischen Risikokapitalbedarf die Risikodeckungsmasse gegenüber gestellt. Sie belief sich zum 31.12.2010 auf 19,8 Mio. EUR (im Vorjahr 16,8 Mio. EUR). Das Risikomanagement im Bereich Kredit- und Forderungsmanagement ist auf operativer Ebene für die Einzelrisikosteuerung der Adressausfallrisiken zuständig. Hierzu entwickelt das Risikomanagement auf Grundlage der Vorgaben und unter Einbindung des Vorstandes der VR LEASING die Richtlinien für die Kreditvergabe weiter und legt die Kreditkompetenzen fest. Zudem überwacht das Risikomanagement laufend einzelne Kredit-/Leasingengagements. Die Bearbeitung von Problemfällen wird durch die Abteilung Sonderengagements durchgeführt. Die Überwachung des ordnungsgemäßen Zahlungsverhaltens erfolgt in der auf die VR DISKONTBANK ausgelagerten Abteilung Forderungsmanagement. Das im Vorjahr durch die Übertragung zentraler Aufgaben der VR LEASING auf die VR DISKONTBANK implementierte Konzept des Outsourcing-Controlling zur Überwachung von outgesourcten Leistungen wird weiter ausgebaut. Mit der Implementierung eines Outsourcing-Prozesses zur Identifikation von wesentlichen outgesourcten Dienstleistungen hat die VR LEASING in 2010 begonnen. Dieser Prozess beinhaltet unter anderem die von den MaRisk geforderte Risikoanalyse und wird planmäßig im 1. Halbjahr 2011 vollständig eingeführt sein. Des Weiteren wurde zur Sicherung des Kerngeschäfts im Krisenfall das einheitliche Notfallkonzept im Rahmen des Projektes "Notfall- und Katastrophenmanagement" fortlaufend durch die VR LEASING weiterentwickelt. Derzeit bestehen eine Notfallorganisation und eine Notfallpolicy inklusive eines Alarmierungsleitfadens sowie eine Dienstleister-, Personal-, Gebäude- und Kommunikationsstrategie für einen eventuellen Notfall. 2010 wurde eine kombinierte Business Continuity- und IT-Notfallübung durchgeführt. Das Ziel der Simulationsübung war die Überprüfung der Bewältigung eines Notfalls. Diese Zielsetzung wurde mit Hilfe einer temporären Notfallorganisation erreicht. Die Prüfung und Beurteilung sämtlicher Aktivitäten und Prozesse im Rahmen des Internen Kontrollsystems wird durch die Interne Revision wahrgenommen. Das Risikoüberwachungssystem der VR LEASING konzentriert sich auf die folgenden wesentlichen Risikoarten: Adressausfallrisiken, operationelle Risiken, Beteiligungsrisiken, Marktpreisrisiken, strategische Risiken und Geschäftsrisiken sowie Liquiditätsrisiken. AdressausfallrisikenAufgrund des Geschäftsmodells der VR medico ist das Kernrisiko das Adressausfallrisiko. Dieses bezeichnet die Gefahr eines Verlusts, der dadurch entsteht, dass ein Geschäftspartner seinen vertraglichen Verpflichtungen nicht nachkommt. Die Steuerung der Adressausfallrisiken erfolgt sowohl auf Einzelgeschäftsbasis, als auch -unter Berücksichtigung von risiko- beziehungsweise ertragsorientierten Aspekten - auf Portfolioebene. Zur Steuerung der Ausfallrisiken auf Ebene der einzelnen Kundenengagements wurden Scoringsysteme und Ratingverfahren eingesetzt. Die Steuerung des Adressausfallrisikos erfolgt dabei im Wesentlichen auf Ebene der Kreditnehmereinheit. Als Objektrisiken werden Risiken definiert, die aus der Werthaltigkeit des Leasinggegenstandes resultieren. Da die VR medico Eigentümerin der Leasingobjekte ist, sind die Objekte als Sicherheit anzusehen. Operationelle RisikenUnter operationellem Risiko wird das Risiko eines Verlustes verstanden, der durch menschliches Verhalten, technologisches Versagen, unangemessene oder fehlerhafte Prozesse (sowie unangemessenes oder fehlerhaftes Projektmanagement) oder durch externe Ereignisse hervorgerufen wird. Das Rechtsrisiko ist in dieser Definition eingeschlossen. Strategische- und Reputationsrisiken sind nicht enthalten. Zur Identifizierung, Bewertung, Überwachung und Begrenzung von operationellen Risiken ist die Gesellschaft in das System der VR LEASING und deren Instrumente eingebunden. MarktpreisrisikenDas Marktpreisrisiko umfasst das Zinsänderungsrisiko, das Währungsrisiko sowie das Restwertrisiko aus der Objektverwertung. Zur Steuerung dieser Risiken ist die Gesellschaft in das System der VR LEASING integriert. Strategische Risiken und GeschäftsrisikenDas strategische Risiko bezeichnet die Gefahr von Verlusten, die sich aus Managemententscheidungen zur geschäftspolitischen Positionierung ergeben. Geschäftsrisiken resultieren zudem aus unerwarteten Veränderungen der Markt- und Umfeldbedingungen mit negativen Auswirkungen auf die Ertragslage. Die Steuerung dieser Risiken basiert auf der vorausschauenden Beurteilung von Erfolgsfaktoren sowie auf der Ableitung von Zielgrößen für alle Geschäftsfelder und Bereiche des Teilkonzerns. Grundlage hierfür ist die strategische sowie die operative Planung. Die Zielerreichung wird durch ein Reporting der wesentlichen Erfolgsfaktoren an die oberste Managementebene überwacht. LiquiditätsrisikenUnter Liquiditätsrisiko wird die Gefahr, dass Geldmittel zur Erfüllung von Zahlungsverpflichtungen nicht in ausreichendem Maße zur Verfügung stehen, verstanden. Zur Steuerung des Liquiditätsrisikos und zur Sicherstellung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit hat die VR LEASING ein zentrales Cash Management eingerichtet. Hier wird die Beanspruchung der Forfaitierungs- und freien Kreditlinien fortlaufend kontrolliert und die Zahlungsbereitschaft und Zahlungsfähigkeit sichergestellt. RisikovorsorgeFür Risiken aus ihrer Geschäftstätigkeit hat die VR medico ausreichende Vorsorge getroffen. Die im Jahresabschluss enthaltenden Abschreibungen, Wertberichtigungen und Rückstellungen wurden in angemessener Höhe gebildet. Für die weitere künftige Entwicklung der VR medico sind darüber hinaus keine über das normale Maß hinausgehenden Risiken zu erkennen. NachtragsberichtAb 01.01.2011 wird das Neugeschäft im Bereich Medizintechnik von der VR LEASING akquiriert. Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung sind nach dem Bilanzstichtag nicht eingetreten. PrognoseberichtDie weiter anhaltenden strukturellen Veränderungen in der Gesundheitsversorgung, die anhaltende Alterung der Gesellschaft sowie die Entwicklung in der Medizintechnik (E-Health, Telemedizin und Telemonitoring, NOTES, Neuroengineering, quantitative Bildgebung, molekulare Bildgebung, IT, digitale Patientenakte) lassen einen weiteren Anstieg der Investitionen der Gesundheitsversorger erwarten. Bei Krankenhäusern sowie Pflege- bzw. Reha-Einrichtungen ist neben betriebswirtschaftlichen Erfordernissen die zukünftige Positionierung im Wettbewerb als maßgeblicher Investitionstreiber auszumachen. Da sich die Rahmenbedingungen für die Finanzbranche in diesem Sektor für 2011 und darüber hinaus kaum ändern werden, ist auch in den nächsten Jahren lediglich ein moderates Wachstum zu erwarten. Insbesondere im Zusammenwirken mit dem FinanzVerbund und ihren Partnern sehen wir große Chancen, den Geschäftserfolg im Bereich Medizintechnik der VR LEASING für die kommenden Jahre nachhaltig zu sichern.
Berlin, im Februar 2011 VR.medico LEASING GmbH Die Geschäftsführung Jahresbilanz zum 31. Dezember 2010der VR. medico LEASING GmbH, BerlinAKTIVSEITE
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2010der VR. medico LEASING GmbH, Berlin
Anhang 20101. Allgemeine AngabenDie VR.medico LEASING GmbH, Berlin (VR medico oder Gesellschaft) ist aufgrund des gewerbemäßigen Betreibens des Finanzierungsleasings seit dem 25.12.2008 ein Finanzdienstleistungsinstitut gemäß § 1 Abs. 1a KWG. Als Finanzdienstleistungsinstitut unterliegt die VR medico der laufenden, jedoch eingeschränkten Aufsicht durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), und der Deutschen Bundesbank. Die eingeschränkte Aufsicht beinhaltet im Wesentlichen die Erfüllung von Erlaubnispflichten, organisatorischen Pflichten (§ 25a KWG, MaRisk), und andere, vor allem formelle Anzeigepflichten (§§ 14, 24 KWG). Als weitere Konsequenzen ergeben sich, dass die VR medico ihren Jahresabschluss nach der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (Kreditinstituts-Rechnungslegungsverordnung - RechKredV) sowie den handelsrechtlichen Anforderungen für Finanzdienstleistungsinstitute zur Jahresabschlusserstellung (§§ 340ff. HGB) zu erstellen hat. Der Jahresabschluss der VR medico zum 31. Dezember 2010 sowie der Lagebericht sind nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches in der Fassung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) vom 25.05.2009 unter Beachtung der RechKredV und den besonderen Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Bilanzie-rungs- und Bewertungsmethoden der §§ 340 ff. HGB i.V.m. der RechKredV werden analog dem Vorjahr angewendet. Die Vorjahresvergleichszahlen aufgrund der erstmaligen Aufstellung des Abschlusses nach BilMoG wurden in Ausübung des Wahlrechts des Art. 67 Abs. 8 Satz 2 EGHGB nicht angepasst. Der aufgestellte Jahresabschluss der VR medico wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht. Das Stammkapital der VR medico beträgt 260 TEUR. Die alleinige Gesellschafterin ist die VR-LEASING AG, Eschborn (VR LEASING). Die VR medico betreibt ihr Leasing- und Mietkaufgeschäft (im Folgendem als Leasinggeschäft bezeichnet sofern nicht ausdrücklich anders beschrieben) sowohl über das Direktgeschäft als auch nach dem Besitz-Miet-Modell (Doppelstockmodell) mit der VR.medico LEASING Verwaltungsgesellschaft mbH, Berlin (VR medico Verwaltung) als Besitzgesellschaft. Im Doppelstockmodell werden die Leasingobjekte von der Besitzgesellschaft erworben, die mit der VR medico (Mietgesellschaft) interne Leasingverträge mit dem Recht der Untervermietung abschließt. Seit November 2008 wickelt die Gesellschaft Zugänge ihres Leasing- und Mietkaufgeschäft ausschließlich im Direktgeschäft ab. Mietkaufforderungen, die aus dem bei der VR medico direkt bilanzierten Leasingvermögen resultieren, wurden in der Regel direkt an Banken forfaitiert. Die Gesellschaft hat im Berichtsjahr zur Refinanzierung der Direktgeschäfte zukünftig fällige Leasingforderungen verkauft, die anschließend im Rahmen von ABS-Transaktionen verbrieft worden sind. Hierbei wurden in 2010 Erlöse in Höhe von 2,7 Mio. EUR (Vorjahr 7,4 Mio. EUR) erzielt. Darüber hinaus wurde die Refinanzierung über die Aufnahme von Darlehen im laufenden Geschäftsjahr weiter ausgebaut. Die Höhe beläuft sich zum Stichtag auf 141,9 Mio. EUR (Vorjahr 91,9 Mio. EUR). Aufgrund des Geschäftsmodells der VR medico dienen die "Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten", "Verbindlichkeiten gegenüber Kunden", "Sonstige Verbindlichkeiten" und "Rechnungsabgrenzungsposten" fast ausschließlich der Refinanzierung der "Forderungen an Kunden" und der "Sachanlagen". 2. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie Forderungen an Kreditinstitute und Kunden sind mit dem Nennwert oder zu fortgeführten Anschaffungskosten, mit Ausnahme der Forderungen aus Mietkaufverträgen, die mit ihrem Barwert angesetzt sind, bilanziert. Die Bewertung erfolgt nach dem strengen Niederstwertprinzip. Die Vorsorge für Risiken umfasst Wertberichtigungen und Rückstellungen für Bonitäts- und Restwertrisiken. Anteile an verbundenen Unternehmen (VR medico Verwaltung) sind zu Anschaffungskosten bilanziert. Die unter den Immateriellen Anlagewerten bilanzierten Software- und Softwarenutzungsverträge des Leasingvermögens werden für alle Zugangsjahre bis 2008 linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer, ohne Anwendung der Vereinfachungsregel, abgeschrieben. Ab dem Geschäftsjahr 2009 erfolgt die Abschreibung der Zugänge linear (pro rata temporis) über die Vertragslaufzeit auf einen vorsichtig geschätzten Restwert. Das unter den Sachanlagen ausgewiesene materielle Leasingvermögen wird für die Zugänge der Jahre 2004 und 2005 degressiv mit 20 Prozent über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer ohne Anwendung der Vereinfachungsregelung abgeschrieben. Für die in den Geschäftsjahren 2006 und 2007 aktivierten Leasingobjekte wurde der steuerlich zulässige Höchstsatz von 30 Prozent angesetzt. Der Übergang von der degressiven zur linearen Abschreibung erfolgt, sobald die lineare Abschreibung zu höheren Abschreibungen führt. Die Zugänge des Geschäftsjahres 2008 werden linear (pro rata temporis) über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Ab dem Geschäftsjahr 2009 werden alle aktivierten Leasingobjekte linear (pro rata temporis) über die Vertragslaufzeit auf einen vorsichtig geschätzten Restwert abgeschrieben. Seit Auslauf des Besitz-Miet-Modells sind im Vergleich zu Vorjahren wesentliche Zugänge im Direktgeschäft zu verzeichnen. Sofern Verträge im Direktgeschäft abgewickelt werden und die Forderungen nicht regresslos forderungsverkauft sind, erfolgen für Zwecke der Risikovorsorge bei Bonitätsschäden auf die Leasinggegenstände außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert. Im Geschäftsjahr wurden außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 0,1 Mio. EUR vorgenommen. Die Sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennbetrag angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken werden durch entsprechende Wertberichtigungen berücksichtigt. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten besteht überwiegend aus Mietvorauszahlungen im Besitz-Miet-Modell. Die Auflösung erfolgt linear über die Restlaufzeit der zugrunde liegenden Leasingverträge. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden und die Sonstigen Verbindlichkeiten sind mit ihren jeweiligen Erfüllungsbeträgen passiviert. Der in den passiven Rechnungsabgrenzungsposten eingestellte Verkaufserlös (Auszahlungsbetrag) aus der Forfaitierung von Leasingforderungen wird linear über die Laufzeit der einzelnen Leasingverträge aufgelöst. Erlöse aus dem Verkauf von Andienungsrechten und offenen Restwerten werden ebenfalls abgegrenzt, über die Laufzeit aufgezinst und am Ende der Laufzeit aufgelöst. Im Direktgeschäft verkaufte Mietkaufforderungen werden aufgrund der Refinanzierungsmodalitäten üblicherweise ausgebucht und die Zinsmarge in den Zinserträgen aus Kredit- und Geldmarktgeschäften erfasst. Den Forderungsverkäufen steht eine Nutzungsüberlassungsverpflichtung an die Leasingnehmer gegenüber. Die ebenfalls in den Rechnungsabgrenzungsposten enthaltenen Leasingsonderzahlungen werden während der Laufzeit der einzelnen Leasingverträge linear aufgelöst. Die Bewertung der in der Position Rückstellungen ausgewiesenen Verpflichtungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen erfolgt nach dem Projected-Unit-Credit-Verfahren unter Anwendung versicherungsmathematischer Grundsätze und Zugrundelegung der Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Für die versicherungsmathematische Berechnung wurde neben einer altersabhängigen Fluktuationsquote eine erwartete jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungsrate von 2,5 Prozent p.a sowie eine angenommene Rentensteigerung von 2,0 Prozent p.a. berücksichtigt. Gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB wurden die Rückstellungen pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten sieben Geschäftsjahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen durchschnittlichen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Der Diskontierungszins für das Geschäftsjahr 2010 beträgt 5,15 Prozent p.a. (Vorjahr: 6,0 Prozent p.a.). Der zum 01.01.2010 ermittelte Unterschiedsbetrag wurde aufgrund des Wahrechtes gemäß Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB im Geschäftsjahr zu 1/15 in Höhe von 19 TEUR zu den Pensionsrückstellungen zugeführt. Für die Abzinsung der Rückstellungen betragen die Zinssätze für 2010 je nach Restlaufzeit 3,75 Prozent bis 5,15 Prozent. Aufwendungen, die sich durch die Neubewertung der Rückstellungen zum 01.01.2010 ergaben, wurden im Berichtsjahr gemäß Art. 67 Abs. 7 EGHGB als außerordentlicher Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung dargestellt. Bei Rückstellungen, bei denen von dem Beibehaltungswahlrecht gemäß Art. 67 Abs. 1 Satz 3 EGHGB kein Gebrauch gemacht wurde, wurden die aus der Neubewertung resultierenden Beträge in Höhe von 0,1 Mio. EUR unmittelbar in die Gewinnrücklagen eingestellt. Von dem Wahlrecht zum Ansatz des aktiven latenten Steuerüberhangs aufgrund sich ergebender Steuerentlastungen nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wird kein Gebrauch gemacht. Latente Steuern werden gemäß § 274 HGB für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Dabei werden bei der VR medico sowohl die Unterschiede aus den eigenen Bilanzposten als auch solche, die bei der VR medico Verwaltung (Organtochter) bestehen, einbezogen. Zusätzlich zu den zeitlichen Bilanzierungsunterschieden werden steuerliche Verlustvorträge berücksichtigt. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis des kombinierten Ertragsteuersatzes des steuerlichen Organkreises der VR medico von derzeit 28,625 Prozent. Der kombinierte Ertragsteuersatz umfasst Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag. Im Geschäftjahr 2010 ergab sich insgesamt eine nicht bilanzierte aktive latente Steuer in Höhe von 3,1 Mio. EUR. 3. Erläuterungen zu einzelnen Posten des Jahresabschlusses der VR medico:Erläuterungen zur BilanzAktivposten
Passivposten
Angaben zu verbundenen UnternehmenForderungen und Verbindlichkeiten an bzw. gegenüber verbundenen Unternehmen:
*) Die Forderungen und Verbindlichkeiten sind
unverbrieft
AnlagespiegelVR.medico LEASING GmbH, Berlin
In der Position Forderungen an Kreditinstitute in Höhe von 0,2 Mio. EUR (Vorjahr 1,0 Mio. EUR) werden unter anderem die Guthabensalden bei diversen Banken zum Stichtag ausgewiesen. Unter den Forderungen an Kunden werden im Westenlichen Forderungen gegen die VR medico Verwaltung aus dem internen Verrechnungsverkehr in Höhe von 37,8 Mio. EUR (Vorjahr 46,3 Mio. EUR) ausgewiesen, des Weiteren in Höhe von 46,6 Mio. EUR Forderungen aus Mietkaufverträgen (Vorjahr 28,5 Mio. EUR) sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aus dem Leasinggeschäft in Höhe von 3,5 Mio. EUR (Vorjahr 3,9 Mio. EUR). Die Entwicklung der Immateriellen Anlagewerte sowie der Sachanlagen im Geschäftsjahr ist auf Blatt 6 dargestellt. Die Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von 115 TEUR betreffen unverändert zum Vorjahr die Beteiligung an der VR medico Verwaltung, an der die Gesellschaft sämtliche Kapitalanteile hält. Das Eigenkapital zum 31.12.2010 der VR medico Verwaltung beträgt unverändert zum Vorjahr 31 TEUR. Das Jahresergebnis der VR medico Verwaltung von 3.268 TEUR (Vorjahr 4.441 TEUR) wird auf Grund des bestehenden Beherrschung- und Ergebnisabführungsvertrages an die VR medico abgeführt. In der Position Sonstige Vermögensgegenstände werden unter anderem Genossenschaftsanteile der Berliner Volksbank eG in Höhe von 5 TEUR (Vorjahr 5 TEUR) ausgewiesen. Des Weiteren sind in dieser Position im Wesentlichen als Sicherheitsleistung den verkauften Forderungen zugrunde liegende Umsatzsteuern im Rahmen eines ABCP-Programms in Höhe von 72 TEUR (Vorjahr 120 TEUR) ausgewiesen. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von 0,6 Mio. EUR (Vorjahr 1,0 Mio. EUR) enthält im Wesentlichen interne Mietratenvorauszahlungen im Rahmen des Besitz-MietModells mit der VR medico Verwaltung. Die Auflösung erfolgt linear über die Laufzeit der zugrunde liegenden Verträge. Der Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten auf 142,0 Mio. EUR (Vorjahr 92,3 Mio. EUR) begründet sich im Wesentlichen in der Ausweitung der Darlehensaufnahme zur Finanzierung des Leasinggeschäfts. Bei den unter Verbindlichkeiten gegenüber Kunden ausgewiesenen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 48,2 Mio. EUR (Vorjahr 58,8 Mio. EUR) werden hauptsächlich die von der VR LEASING stichtagsbedingt überlassene Liquidität von 38,8 Mio. EUR (Vorjahr 44,1 Mio. EUR) sowie die Mietkaufverbindlichkeit gegenüber der VR medico Verwaltung in Höhe von 9,4 Mio. EUR (Vorjahr 14,6 Mio. EUR) ausgewiesen. Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 0,2 Mio. EUR (Vorjahr 0,4 Mio. EUR) bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte. Die Sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von 1,2 Mio. EUR (Vorjahr 0,6 Mio. EUR) enthalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus dem Leasinggeschäft. In der Position passive Rechnungsabgrenzungsposten werden überwiegend abgegrenzte Erlöse aus Verkäufen von Leasingforderungen und Andienungsrechte in Höhe von 5,9 Mio. EUR (Vorjahr 10,8 Mio. EUR) und voraus gezahlte Mieten in Höhe von 1,9 Mio. EUR (Vorjahr 1,9 Mio. EUR) ausgewiesen. Die den Forderungsverkäufen zugrundeliegenden Leasingobjekte wurden sicherungsübereignet. Bei den anderen Rückstellungen in der Position Rückstellungen handelt es sich im Wesentlichen in Höhe von 4,3 Mio. EUR (Vorjahr 5,7 Mio. EUR) um Vorsorgen aus dem Leasinggeschäft und 0,2 Mio. EUR (Vorjahr 0,2 Mio. EUR) für Personalverpflichtungen. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen betragen zum Stichtag 0,6 Mio. EUR (Vorjahr 0,5 Mio. EUR). Aus der Neubewertung zum 01.01.2010 resultiert ein Unterschiedsbetrag von 288 TEUR. Aufgrund der ratierlichen Zuführung zu 1/15 des Unterschiedsbetrages in Höhe von 19 TEUR gemäß des Wahlrechtes nach Art. 67 Abs. 1 EGHBG beträgt die verbleibende Unterdeckung zum 31.12.2010 269 TEUR. Das Eigenkapital hat sich wie folgt entwickelt:
Die Zinserträge resultieren im Wesentlichen in Höhe von 2,3 Mio. EUR (Vorjahr 2,0 Mio. EUR) aus dem Leasinggeschäft und 0,4 Mio. EUR (Vorjahr 0,6 Mio. EUR) aus der Verzinsung des Verrechnungsverkehrs mit verbundenen Unternehmen. Die Zinsaufwendungen in Höhe von 4,9 Mio. EUR (Vorjahr 4,3 Mio. EUR) resultieren im Wesentlichen aus der Refinanzierung des Leasinggeschäftes durch aufgenommene Darlehen, Zinsaufwand in Höhe von 3,6 Mio. EUR (Vorjahr 2,5 Mio. EUR) sowie Zinsaufwendungen aus Mietkaufverträgen in Höhe von 0,8 Mio. EUR (Vorjahr 1,2 Mio. EUR). Unter den Zinsaufwendungen sind Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen für Pensionen und längerfristigen Personalrückstellungen in Höhe von 41 TEUR sowie aus der Aufzinsung von sonstigen Rückstellungen in Höhe von 33 TEUR enthalten. Die Erträge aus Gewinnabführungsverträgen resultieren aus der VR medico Verwaltung. Unter den Provisionserträgen werden Bereitstellungsprovisionen ausgewiesen. Unter den Sonstigen betrieblichen Erträgen werden im Wesentlichen die Erträge aus dem Leasinggeschäft ausgewiesen. Sie betreffen vor allem die laufenden Leasingraten, Auflösungen des passiven Rechnungsabgrenzungspostens aus Forderungsverkäufen sowie Verwertungserlöse. Die unter den Allgemeinen Verwaltungsaufwendungen ausgewiesenen anderen Verwaltungsaufwendungen in Höhe von 3,6 Mio. EUR (Vorjahr 3,5 Mio. EUR) beinhalten im Wesentlichen die Verwaltungsumlage der VR-LEASING AG. Die Gesellschaft hat verwaltungstechnische Funktionen ausgelagert, für die sie eine Umlage zu entrichten hat. Daher braucht sie keine eigenen aufwendigen aufbau- und ablauforganisatorischen Systeme und Prozesse vorzuhalten, was ihr eine effizientere Abwicklung ihrer Geschäfte ermöglicht. Die Funktionsausübung wird zudem vor dem Hintergrund der Risikominimierung von der Gesellschaft überwacht. Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten fast ausschließlich Aufwendungen aus dem Leasinggeschäft. Sie betreffen insbesondere zu Restbuchwerten abgegangene Leasinggegenstände sowie interne Mieten aus der Abwicklung des Leasinggeschäftes im Besitz-Miet-Modell mit der VR medico Verwaltung. Die Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft von 0,5 Mio. EUR (Vorjahr 0,6 Mio. EUR) resultieren aus den Veränderungen der Rückstellungen für Risiken aus dem Leasinggeschäft, insbesondere aus der Zuführung zu der Rückstellung für Bonitätsrisiken, den Einzel- und Pauschalwertberichtigungen sowie den allgemeinen Risiken aus dem Finanzdienstleistungsgeschäft. In den Außerordentlichen Aufwendungen sind ausschließlich die Beträge aus den Bewertungsänderungen der Pensions- und längerfristigen Personalrückstellungen gemäß Art. 67 EGHGB Abs. 7 i.V.m. § 277 Abs. 4 Satz 2 HGB in Höhe von 21 TEUR enthalten. 4. Sonstige AngabenAus den mit den Besitzgesellschaften (verbundene Unternehmen) abgeschlossenen Leasingverträgen entstehen in Zukunft Aufwendungen aus zu zahlenden internen Mieten, denen Umsatzerlöse aus dem externen Leasingverhältnis gegenüberstehen. Die VR-LEASING AG hat für die VR medico Patronatserklärungen über bestehende Kontokorrentkonten bzw. für Kreditlinien aus der Refinanzierung in Höhe von 152,9 Mio. EUR (Vorjahr 116,7 Mio. EUR) abgegeben. Die VR medico wird hierdurch so ausgestattet, dass sie ihre gegenwärtigen und künftigen Verpflichtungen erfüllen kann. Im Geschäftsjahr wurden keine marktunüblichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen vorgenommen. Angaben zu den Abschlussprüferhonoraren werden im Teilkonzernanhang der VR LEASING aufgeführt. Die VR medico beschäftigte 2010 im Durchschnitt 4 weibliche und 5 männliche Mitarbeiter in Vollzeit. Geschäftsführer waren im Jahr 2010: Herr Jürgen Gerber, Burgwedel (Marktbereichsleiter der VR.medico LEASING GmbH, Berlin) und Herr Ludwig W. Schott, Kronberg (Mitglied des Vorstandes der VR-LEASING AG, Eschborn, Ressort Marktfolge) Gemäß der Befreiung nach § 286 Abs. 4 HGB erfolgen keine Angaben über die Gesamtbezüge der Geschäftsführung und früherer Mitglieder des Geschäftsführung. Zum 31.12.2010 wurden folgende Mandate in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsgremien von großen Kapitalgesellschaften wahrgenommen: Geschäftsführer der VR medico
Die VR medico wird zum 31. Dezember 2010 über die VR-LEASING AG, Eschborn, in den Teilkonzernabschluss der VR-LEASING AG, Eschborn, einbezogen, der nach § 291 HGB befreiende Wirkung hat. Dieser wiederum wird in den Konzernabschluss der DZ BANK AG Deutsche Zentral-Genossenschaftsbank, Frankfurt am Main, einbezogen. Die vorgenannten Abschlüsse werden beim elektronischen Bundesanzeiger eingereicht und veröffentlicht.
Berlin, den 16. Februar 2011 VR medico LEASING GmbH Ludwig W. Schott Jürgen Gerber Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Jahresbilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der VR.medico LEASING GmbH, Berlin, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung gemäß § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss der VR.medico LEASING GmbH, Berlin, den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Frankfurt am Main, 17. Februar 2011 Deloitte
& Touche GmbH
Nemet, Wirtschaftsprüfer ppa. Hülsen, Wirtschaftsprüfer Protokoll der Gesellschafterversammlung am 17. Februar 2011der VR medico LEASING GmbH, BerlinUnter Verzicht auf die Einhaltung verzichtbarer Frist-, Form- und Ladungsvorschriften hält die VR-LEASING AG als einzige Gesellschafterin eine Gesellschafterversammlung der VR medico LEASING GmbH, Berlin, ab. Tagesordnung: 1. Feststellung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2010 2. Entlastung der Geschäftsführung für das Geschäftsjahr 2010 3. Wahl des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2011 Zur Tagesordnung wurden folgende Beschlüsse gefasst: 1. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2010 mit einer Bilanzsumme von EURO 205.457.972,91 und einem Jahresüberschuss von EURO 1.411.110,94 wird festgestellt. Der Bilanzverlust in Höhe von EURO 4.614.677,27 wird auf neue Rechnung vorgetragen. 2. Der Geschäftsführung wird für das Geschäftsjahr 2010 Entlastung erteilt. 3. Für das Geschäftsjahr 2011 wird die Ernst & Young GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Eschborn, als Prüfer gewählt.
Eschborn, den 17. Februar 2011 VR-LEASING AG Theophil Graband ppa. Jürgen Janz |
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