Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 774212
Eingetragen
16.6.2020
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von KraftwagenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagenteilen und -zubehörHerstellung von Nutzkraftwagen und Nutzkraftwagenmotoren
Gegenstand
Die unmittelbare oder mittelbare Tätigkeit auf dem Gebiet des Vertriebs von Erzeugnissen und der Erbringung von Dienstleistungen, insbesondere in folgenden Geschäftszweigen: - Fahrzeuge, insbesondere PKW und technische Antriebe aller Art einschließlich deren Teile, Baugruppen und Zubehör, - sonstige Erzeugnisse der Verkehrstechnik, - elektronische Geräte, Anlagen und Systeme, - Kommunikations- und Informationstechnik, - Mobilitäts- und Transportdienstleistungen und -konzepte; - digitale Dienste und Applikationen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Wolfgang Ufer
seit 10.4.2026
Geschäftsführer
Martin Günther
seit 16.6.2020
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
smart mobility International Pte. Ltd.SGP
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
smart mobility International Pte. Ltd.
Singapore
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

smart Europe GmbH

Leinfelden-Echterdingen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen 55.640.164,52 55.511.613,16
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 52.184.746,15 53.329.994,19
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 51.885.705,76 53.329.703,91
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 290,28
3. Geleistete Anzahlungen 299.040,39 0,00
II. Sachanlagen 2.863.126,31 2.086.980,11
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 48.144,49 86.278,77
2. Technische Anlagen und Maschinen 31.046,77 29.807,90
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.783.935,05 1.970.893,44
III. Finanzanlagen 592.292,06 94.638,86
Anteile an verbundenen Unternehmen 592.292,06 94.638,86
B. Umlaufvermögen 694.089.965,23 80.295.878,83
I. Vorräte 326.248.806,61 39.676.361,23
1. Waren 326.167.886,75 39.632.920,91
2. Geleistete Anzahlungen 80.919,86 43.440,32
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 353.204.317,66 28.586.650,70
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 54.730.394,70 11.400.142,37
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 296.430.750,57 13.286.279,79
3. Sonstige Vermögensgegenstände 2.043.172,39 3.900.228,54
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 14.636.840,96 12.032.866,90
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.259.245,83 290.010,83
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 237.230.097,56 93.498.888,80
988.219.473,14 229.596.391,62

Passiva

31.12.2023 Passiva 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital 0,00 0,00
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 9.975.000,00 9.975.000,00
III. Verlustvortrag -103.498.888,80 -26.170.943,81
IV. Jahresfehlbetrag -143.731.208,76 -77.327.944,99
V. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 237.230.097,56 93.498.888,80
B. Rückstellungen 30.762.476,20 11.143.552,26
Sonstige Rückstellungen 30.762.476,20 11.143.552,26
C. Verbindlichkeiten 951.132.464,03 218.321.715,36
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 135.578.468,71 140.440.000,00
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 60.924,65 1.150.845,63
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 62.175.280,87 17.156.733,46
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 752.921.841,56 56.695.565,66
5. Sonstige Verbindlichkeiten 395.948,24 2.878.570,61
- davon aus Steuern EUR 314.253,00 (i. Vj. EUR 230.800,00)
D. Rechnungsabgrenzungsposten 6.324.532,91 131.124,00
988.219.473,14 229.596.391,62

Gewinn- und Verlustrechnung für das Wirtschaftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

2023 2022
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 536.227.617,34 13.415.161,54
2. Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen 466.530.601,40 8.943.178,97
3. Bruttoergebnis vom Umsatz 69.697.015,94 4.471.982,57
4. Vertriebskosten 73.704.087,48 32.810.471,62
5. Allgemeine Verwaltungskosten 132.913.780,61 47.445.663,85
6. Sonstige betriebliche Erträge 5.174.929,89 88.114,27
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 573.363,92 195.909,67
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 431.158,07 (Vj. EUR 81.708,11) 557.687,29 90.400,15
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 5.054.513,22 (Vj. EUR 156.272,22) 11.968.942,19 1.525.225,84
10. Ergebnis nach Steuern -143.730.541,08 -77.326.773,99
11. Sonstige Steuern 667,68 1.171,00
12. Jahresfehlbetrag -143.731.208,76 -77.327.944,99

Anhang für das Geschäftsjahr 2023 der smart Europe GmbH,

Leinfelden-Echterdingen

1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der vorliegende Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 ist auf der Grundlage der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften gemäß §§ 238 ff.-und 264 ff. HGB sowie den einschlägigen Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB. Die Rechtsfolgen treten gemäß § 267 Abs. 4 HGB erst im Folgejahr ein, da die Größenkriterien nicht an Abschlussstichtagen von zwei aufeinanderfolgenden Geschäftsjahren überschritten wurden. Von den größenabhängigen Erleichterungen des § 288 HGB ist teilweise Gebrauch gemacht worden.

Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung ist entsprechend dem Gliederungsschemata der §§ 266 ff. HGB, 275 HGB aufgestellt, wobei für die Gewinn- und Verlustrechnung das Umsatzkostenverfahren zur Anwendung kommt.

Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Bis November 2023 (06.11.2023) gehörte die smart Europe GmbH, Leinfelden-Echterdingen, vollständig (100%) der smart Automobile Co., Ltd. aus Ningbo, China. Ab November 2023 gehören die Anteile der smart Europe GmbH, Leinfelden-Echterdingen zu 100 % der smart mobility International Pte. Ltd. (Singapur).

Der Jahresabschluss der smart Europe GmbH wurde unter der Prämisse der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt. Die smart mobility International Pte. Ltd., Singapur, als alleinige Gesellschafterin der smart Europe GmbH, hat diese mit einer harten Patronatserklärung die jederzeitige adäquate Unterstützung und Finanzierung von smart Europe zugesichert, um eine Fortführung des operativen Geschäftsbetriebes zumindest ein Jahr ab Datum dieses Berichts sicherzustellen. Die Selbstfinanzierungsfähigkeit war im Geschäftsjahr 2023 nicht gegeben. Wir verweisen bzgl. des bestandsgefährdenden Risikos auf die Angaben in Abschnitt "4.3 Liquiditätsrisiko" des Lageberichts.

2. Registerinformationen

Die Gesellschaft ist unter der smart Europe GmbH im Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart unter HRB 774212 eingetragen und hat ihren Sitz in Leinfelden-Echterdingen.

3. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses sind die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend:

Das Anlagevermögen wird zu Anschaffungskosten einschließlich Nebenkosten oder Herstellungskosten (gemäß § 255 Abs. 1 bis 3 HGB) bilanziert.

Vom Wahlrecht für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände gemäß § 248 Abs. 2 Satz 1 HGB wurde Gebrauch gemacht. Diese werden beim Zugang mit ihren Herstellungskosten gemäß §§ 253 Abs. 1 Satz 1, Abs. 3 und Abs. 5, 255 Abs. 2 und Abs. 2a HGB bewertet. Ab der Betriebsbereitschaft werden diese über 5 Jahre linear abgeschrieben.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Nutzungsdauer beträgt drei Jahre.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige lineare Abschreibung vermindert. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer linear zwischen 3 und 13 Jahren abgeschrieben.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen werden mit den Anschaffungskosten, bei voraussichtlich dauernder Wertminderung abzüglich außerplanmäßiger Abschreibungen, bilanziert.

Die Waren werden mit Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Es sind keine risikobehafteten Posten vorhanden, die durch Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen werden müssten; ein allgemeines Kreditrisiko, für das ein pauschaler Abschlag gemacht werden sollte, besteht aktuell nicht.

Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten werden jeweils zum Nennwert angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Die enthaltenen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt.

Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden- und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Die Aktivierung latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden gesetzlichen Ansatzwahlrechts.

4. Erläuterungen zur Bilanz

a. Anlagevermögen

In den Zugängen der immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens zum 31.12.2023 sind die in dem Geschäftsjahr erfolgten Leistungen externer Dienstleister wie auch die internen Leistungen für eine eigene Internetplattform in Höhe von TEUR 11.421 enthalten.

Die in den selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen enthaltenen aktivierten Eigenleistungen betragen TEUR 1.308 (Vorjahr TEUR 749). Dieser Betrag ist nach § 268 Abs. 8 S. 1 HGB ausschüttungsgesperrt und entfällt vollständig auf die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens.

Zu Beginn des Jahres 2023 wurden alle selbst geschaffenen immateriellen Vermögenswerte aktiviert. Der Gesamtwert des aktivierten Vermögens zum 31.12.2023 beträgt TEUR 51.886.

In den Finanzanlagen sind folgende Tochterunternehmen enthalten:

Name der Gesellschaft Sitz der Gesellschaft Gezeichnetes Kapital Eigenkapital Jahresergebnis
smart Austria Automotive GmbH Wien, Österreich TEUR 35 TEUR -19 TEUR 909
smart Belgium BVBA Woluwe-Saint-Lambert, Belgien TEUR 25 TEUR 102 TEUR 640
smart Schweiz GmbH Wallisellen, Schweiz TEUR 18 TEUR 223 TEUR 1.571
smart Italia S.r.l Roma, Italien TEUR 10 TEUR 417 TEUR 2.600
smart Espana AE, S.L Madrid, Spanien TEUR 3 TEUR 334 TEUR 2.187
smart Automobile France SAS Montigny-le-Bretonneux, Frankreich TEUR 1 TEUR 839 TEUR 3.189
smart UK Automotive Ltd Milton Keynes, Vereinigtes Königreich TEUR 0 TEUR -1 TEUR 1.958
smart Portugal Unipessoal Lda. Sintra, Portugal TEUR 0 TEUR 109 TEUR 1.058
smart Nederland B.V Nieuwegein, Niederlande TEUR 0 TEUR 46 TEUR 1.124
smart Sweden AB Malmö, Schweden TEUR 500 TEUR 490 TEUR 45

smart Europe GmbH ist Alleingesellschafterin der oben genannten Tochtergesellschaften.

Die Zahlen werden nach IFRS dargestellt.

Die Aufgliederung und Entwicklung der in der Bilanz erfassten Anlagegegenstände ist im Anlagespiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt.

b. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen - mit Ausnahme der im übernächsten Absatz genannten Darlehensforderungen gegenüber Tochtergesellschaften - und sonstige Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen in Höhe von TEUR 54.730 (Vorjahr TEUR 11.400).

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 296.431 (Vorjahr TEUR 13.286) bestehen aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 279.075 (Vorjahr TEUR 4.350) und Forderungen aus einem Darlehen gegenüber Tochtergesellschaften in Höhe von TEUR 17.356 (Vorjahr TEUR 8.936). Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind TEUR 282.152 kurzfristig mit einer Laufzeit von unter einem Jahr und TEUR 14.279 langfristig mit einer Laufzeit von 1 bis 5 Jahren.

Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 2.043 (Vorjahr TEUR 3.900) enthalten im Wesentlichen Forderungen aus Steuererstattungsansprüchen TEUR 1.956 (Vorjahr TEUR 3.900).

c. Eigenkapital

Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt TEUR 25 und ist vollständig eingezahlt. Die Kapitalrücklage blieb mit einem Betrag von TEUR 9.975 unverändert.

Der Verlustvortrag entwickelte sich wie folgt:

Bilanzverlust 31.12.2022 103.499 TEUR
Jahresfehlbetrag 2023 143.731 TEUR
Bilanzverlust 31.12.2023 247.230 TEUR

d. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 30.762 (Vorjahr TEUR 11.144) wurden im Wesentlichen für Beratungs- und Dienstleistungen TEUR 24.592 (Vorjahr TEUR 5.794) sowie Bonus und ausstehenden Urlaub TEUR 3.437 (Vorjahr TEUR 2.047) gebildet.

e. Verbindlichkeiten

Es bestehen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 135.578 (Vorjahr TEUR 140.440), davon Verbindlichkeiten bis zu einem Jahr in Höhe von TEUR 55.835 (Vorjahr TEUR 63.000) und Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit von 1 bis 5 Jahren von TEUR 79.743 (Vorjahr TEUR 77.440).

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen belaufen sich auf TEUR 62.175 (Vorjahr TEUR 17.156) und sind allesamt kurzfristig.

Die sonstigen Verbindlichkeiten und erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen belaufen sich auf TEUR 457 (Vorjahr TEUR 4.029) und sind allesamt kurzfristig.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 752.922 (Vorjahr TEUR 56.695) bestehen aus

1.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 517.949 (Vorjahr TEUR 43.695)- davon gegenüber den Tochtergesellschaften in Höhe von TEUR 82.464 (Vorjahr TEUR 1.981) und gegenüber der Gesellschafterin Höhe von TEUR 0 (Vorjahr TEUR 41.714).

2.

Verbindlichkeiten aus Darlehen in Höhe von TEUR 234.973 (Vorjahr TEUR 13.000) - davon gegenüber den Tochtergesellschaften in Höhe von TEUR 80.580 (Vorjahr TEUR 0) und gegenüber der ehemaligen Gesellschafterin smart Automobile Co., Ltd in Höhe von TEUR 154.393 (Vorjahr TEUR 13.000). Das Darlehen gegenüber der smart Automobile Co., Ltd. ist im Jahr 2027 fällig.

Die restlichen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind allesamt kurzfristig.

f. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betreffen im Wesentlichen Softwarelizenzen sowie Mietverträge und ergeben sich auf Basis der am 31. Dezember 2023 bestehenden, nicht kündbaren Verträge wie folgt in TEUR:

Gesamt Bis 1 Jahr 1-5 Jahre mehr als 5 Jahre
12.405 4.036 8.235 134

davon zu assoziierten Unternehmen TEUR 0,044

davon zu verbundenen Unternehmen TEUR 0

5. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

a. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 536.228 (Vorjahr TEUR 13.415) beinhalten den Verkauf von Fahrzeugen und Zubehör an Endkunden und an das autorisierte Fachhändler-Netzwerk in Höhe von TEUR 232.225 (Vorjahr TEUR 6.735) und den Verkauf von Fahrzeugen an Tochtergesellschaften in Höhe von TEUR 251.422 (Vorjahr TEUR 0). Der Verkauf von Ersatzteilen betrug TEUR 9.782 (Vorjahr TEUR 3.144). Die Erlöse aus Dienstleistungen gegenüber Tochtergesellschaften betrugen TEUR 42.775 (Vorjahr TEUR 3.036).

b. Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen

Die Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen beinhalten die Kosten der abgesetzten Waren und erbrachten Dienstleistungen in Höhe von TEUR 243.907 (Vorjahr TEUR 8.943). Die Herstellungskosten der verkauften Waren und des Zubehörs betragen TEUR 420.432 (Vorjahr TEUR 6.823) (gegenüber Tochtergesellschaften in Höhe von TEUR 203.271 (Vorjahr TEUR 0)). Die Herstellungskosten der verkauften Ersatzteile betrugen TEUR 5.463 (Vorjahr TEUR 2.120). Die Herstellungskosten für die Erlöse aus Dienstleistungen gegenüber Tochtergesellschaften betrugen TEUR 40.738 (Vorjahr TEUR 8.943).

c. Vertriebskosten

Die Vertriebskosten in Höhe von TEUR 73.704 (Vorjahr TEUR 32.810) beinhalten im Wesentlichen Marketing und Werbung sowie sonstige Dienstleistungen.

d. Verwaltungskosten

In den Verwaltungskosten in Höhe von TEUR 132.914(Vorjahr TEUR 47.446) sind im Wesentlichen Gehälter in Höhe von TEUR 19.786 (Vorjahr TEUR 12.587), Beratungsleistungen in Höhe von TEUR 18.182 (Vorjahr TEUR 19.498), Mietaufwendungen in Höhe von TEUR 1.156 (Vorjahr TEUR 715) und sonstige Dienste in Höhe von TEUR 31.861 (Vorjahr TEUR 10.949) (von Tochtergesellschaften TEUR 623 (Vorjahr TEUR 3.786)) enthalten.

e. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge betragen TEUR 5.175 (Vorjahr TEUR 88), hauptsächlich aus Einnahmen aus der Erstattung für Garantiekosten aus dem Konzernverbund in Höhe von TEUR 4.607 (Vorjahr TEUR 0).

f. Angaben zu Material- und Personalaufwand

GuV - Position Untergliederung Betrag 2023 in TEUR Betrag 2022 in
TEUR
Materialaufwand a) Aufwendungen für bezogene Waren 408.568 8.194
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 57.932 749
Personalaufwand a) Löhne und Gehälter 17.014 10.714
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.772 1.873
davon für Altersversorgung 1.248 833

g. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen belaufen sich auf TEUR 573 (Vorjahr TEUR 196) und betreffen überwiegend Fremdleistungen.

h. Jahresergebnis

Im Geschäftsjahr 2023 ist ein Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 143.731 (Vorjahr TEUR 77.328) zu verzeichnen. Der Jahresfehlbetrag wird auf neue Rechnung vorgetragen.

6. Nachtragsbericht

Die smart Europe GmbH, ansässig in Deutschland, unterliegt seit Dezember 2023 einem neuen Gesetz zur Einführung der globalen Mindestbesteuerung gemäß den "Pillar Two Model Rules" der OECD (Mindeststeuergesetz). Dieses Mindeststeuergesetz gilt für Geschäftsjahre, die nach dem 30. Dezember 2023 beginnen.

Die smart Europe GmbH geht davon aus, dass im Falle einer Einführung des Mindeststeuergesetzes im Jahr 2023 gemäß aktueller Bewertung keine Mindeststeuerbelastungen entstanden wären. Zudem wird erwartet, dass auch zukünftige Anwendungen des Mindeststeuergesetzes oder ähnlicher ausländischer Vorschriften keine signifikanten Auswirkungen auf die Steuerbelastung haben werden.

Im Berichtszeitraum vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 wurde der Verkauf in 10 Märkten gestartet und weitere Verkaufsmärkte sind bis Ende 2024 geplant. Aufgrund der Verzögerung bei der Einführung, ist das geplante Verkaufsvolumen noch nicht erreicht. Die Internetplattform wurde wie geplant aktiviert, und die Hauptfunktionen sind aktiv und funktionieren ordnungsgemäß. Zudem wurde die Plattform, um die für den Start in jedem Land erforderlichen Entwicklungen erweitert. Bis Ende 2024 sind weitere Verbesserungen geplant, um die Einführung auf den europäischen Märkten zu ermöglichen.

7. Sonstige Angaben

a. Mitarbeiter

Im abgelaufenen Berichtsjahr 2023 waren neben den Geschäftsführern durchschnittlich 225 (Vorjahr 149) angestellte Arbeitnehmer beschäftigt.

b. Geschäftsführung

Zu den einzelvertretungsberechtigten Geschäftsführern waren im Geschäftsjahr 2023 folgende Herren bestellt:

Dirk Adelmann, technischer Geschäftsführer

Martin Günther, kaufmännischer Geschäftsführer

Zu den Aufsichtsratsmitgliedern waren im Geschäftsjahr 2023 die folgenden Personen bestellt:

Mingxia Zhang (Vorsitzende), leitende Angestellte der smart Automobile Co., Ltd.

Karl Schregle, leitender Angestellter der Mercedes-Benz AG

Xiangbei Tong, leitender Angestellter der smart Automobile Co., Ltd.

Yang Jun, leitender Angestellter der smart Automobile Co., Ltd.

c. Mutterunternehmen und Konzernabschluss

Der Jahresabschluss der Gesellschaft wurde bis zum 30. Oktober 2023 in den Konzernabschluss 2023 der smart Automobile Co., Ltd., Ningbo, China, und ab 1. November 2023 in den Konzernabschluss der smart mobility International Pte. Ltd., Singapur, einbezogen, die den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt. Ein eigener Konzernabschluss muss aufgrund der Größenkriterien des § 293 Abs. 1 HGB nicht aufgestellt werden.

 

Leinfelden-Echterdingen, den 15.11.2024

smart Europe GmbH

Die Geschäftsführung

Dirk Adelmann

Martin Günther

Anlagespiegel für das Geschäftjahr 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 53.330.653,91 11.720.571,80 0,00 0,00 65.051.225,71
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 53.329.703,91 11.421.531,41 0,00 0,00 64.751.235,32
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 950,00 0,00 0,00 0,00 950,00
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 299.040,39 0,00 0,00 299.040,39
II. Sachanlagen 2.504.333,42 1.739.841,87 100.583,36 0,00 4.143.591,93
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 114.289,02 7.236,60 0,00 0,00 121.525,62
2. Technische Anlagen und Maschinen 34.665,91 5.649,24 0,00 0,00 40.315,15
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.355.378,49 1.726.956,03 100.583,36 0,00 3.981.751,16
III. Finanzanlagen 94.638,86 497.653,20 0,00 0,00 592.292,06
Anteile an verbundenen Unternehmen 94.638,86 497.653,20 0,00 0,00 592.292,06
Summe 55.929.626,19 13.958.066,87 100.583,36 0,00 69.787.109,70
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 659,72 12.865.819,84 0,00 0,00 12.866.479,56
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 12.865.529,56 0,00 0,00 12.865.529,56
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 659,72 290,28 0,00 0,00 950,00
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
II. Sachanlagen 417.353,31 878.459,68 15.347,37 0,00 1.280.465,62
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 28.010,25 45.370,88 0,00 0,00 73.381,13
2. Technische Anlagen und Maschinen 4.858,01 4.410,37 0,00 0,00 9.268,38
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 384.485,05 828.678,43 15.347,37 0,00 1.197.816,11
III. Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe 418.013,03 13.744.279,52 15.347,37 0,00 14.146.945,18
Buchwerte
31.12.2022 31.12.2023
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 53.329.994,19 52.184.746,15
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 53.329.703,91 51.885.705,76
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 290,28 0,00
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 299.040,39
II. Sachanlagen 2.086.980,11 2.863.126,31
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 86.278,77 48.144,49
2. Technische Anlagen und Maschinen 29.807,90 31.046,77
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.970.893,44 2.783.935,05
III. Finanzanlagen 94.638,86 592.292,06
Anteile an verbundenen Unternehmen 94.638,86 592.292,06
Summe 55.511.613,16 55.640.164,52

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

smart Europe GmbH, Leinfelden-Echterdingen

1. Grundlagen des Unternehmens

1.1 Geschäftsmodell

1.1.1 Geschäftszweck

1.1.2 Organisation

1.2. Strategische Ausrichtung des Unternehmens

1.3 Steuerung und wesentliche Leistungsindikatoren

1.3.1 Steuerung und Kennzahlen

1.3.2 Bedeutsame Leistungsindikatoren

1.3.3 Weitere relevante Leistungsindikatoren

2. Geschäftsverlauf

2.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

2.2 Branchenbezogene Rahmenbedingungen

2.3 Auslieferungen an Kunden

2.4 Forschung und Entwicklung

2.5 Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur wirtschaftlichen Lage

3. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

4. Risiko- und Chancenbericht

4.1 Strategische Risiken und Chancen

4.1.1. Abhängigkeit von Lieferketten

4.1.2. Geopolitische Bedrohungen

4.1.3. Weltweite Wirtschafts- und Finanzkrisen

4.1.4 Zunehmendes regulatorisches Umfeld

4.1.5 Absatzrisiken und -chancen

4.2 Operative Risiken und Chancen

4.3 Liquiditätsrisiko

4.4 Zusammenfassung

5. Prognosebericht

1. Grundlagen des Unternehmens

1.1 Geschäftsmodell

1.1.1 Geschäftszweck

Vor mehr als 25 Jahren kam ein außergewöhnliches Massenfahrzeug auf den Markt, das mit keinem konventionellen Auto zuvor vergleichbar war. Es war das smart City Coupé, das als smart Fortwo bekannt wurde. Von 1998 bis 2018 kamen im zweisitzigen ForTwo überwiegend Verbrennungsmotoren zum Einsatz. Ab 2018 wurde der erste Schritt zur Etablierung der rein elektrischen Marke Smart EQ eingeleitet. Bis heute wurden über zwei Millionen smart verkauft. smart zeichnet sich durch seine Vorreiterrolle als eine der ersten Automobilmarken aus, die sich der Umstellung ihrer Modelle vom Verbrennungsmotor auf den Elektroantrieb verschrieben hat.

Im Einklang mit diesem Ziel war es daher nur folgerichtig. dass smart im Jahr 2020 eine ausschließlich elektrische Marke wurde. Für diesen Zweck gründeten die Mercedes-Benz AG und die Zhejiang Geely Holding Group im Januar 2020 gemeinsam das Unternehmen "smart Automobile Co., Ltd." Die neue Generation intelligenter Fahrzeuge wird vom globalen Mercedes-Benz Design-Netzwerk entworfen und vom globalen Engineering-Netzwerk Geely entwickelt. Produktion und Entwicklung befinden sich in China.

Die Expansion in das schnell wachsende B-Segment steht im Einklang mit der Markenpositionierung von smart, die sich auf reine Premium-Elektro- und vernetzte Fahrzeuge konzentriert.

Als hundertprozentige Tochtergesellschaft des neuen globalen smart-Joint-Ventures wurde die smart Europe GmbH (im folgenden auch "smart Europe", "smart" oder " Gesellschaft") im Juni 2020 gegründet und hat ihren Sitz in der Esslinger Straße 7, 70771 Leinfelden-Echterdingen. Mit einem aus 38 Nationen bestehenden internationalen Team steuert das Unternehmen alle Vertriebs -, Marketing- und After Sales-Aktivitäten im Zusammenhang mit der neuen Generation von smart Fahrzeugen, Produkten und Dienstleistungen auf den europäischen Märkten.

Die smart Europe GmbH fungiert als Holdinggesellschaft für Europa und besitzt neben der Verantwortung für den Deutschen Markt 10 Tochtergesellschaften in den folgenden Ländern: Österreich, Belgien, Schweiz, Spanien, Frankreich, Italien, Niederlande, Portugal, Vereinigtes Königreich und Schweden.

Im Zuge der zunehmend internationalen Ausrichtung des Unternehmens, für die Eröffnung weiterer Absatzmärkte, sowie Attraktivierungsseigerung für neue Investoren verlegte das globale Joint Venture smart Automobile Co., Ltd. in 2023 seinen Hauptsitz von China nach Singapur. Im Zuge dessen wurden die smart Europe GmbH im Rahmen eines share sale agreements von smart Automobile Co., Ltd. und die neu gegründete smart mobility International Pte. Ltd. in Singapur verkauft. Erfolgreich konnte dabei in einer ersten Runde Eigenkapital bei privaten Investoren platziert werden. Zur Förderung der weiteren Entwicklung der Gesellschaft wird derzeit der Markt für eine zweite Platzierungsrunde sondiert.

1.1.2 Organisation

Der Aufsichtsrat der smart Europe GmbH besteht aus drei Personen der smart Automobile Co., Ltd. (namentlich Xiangbei Tong, Mingxhia Zhang und Yang Jun), sowie Karl Schregle von Mercedes-Benz AG. Die smart Europe GmbH selbst wird von den Geschäftsführern Dirk Adelmann als CEO und Martin Günther als CFO geleitet.

1.2. Strategische Ausrichtung des Unternehmens

Die smart Europe GmbH importiert die neue Generation der smart-Fahrzeuge aus China und vertreibt diese auf zahlreichen europäischen Märkten, erstmals seit Januar 2023 auf dem deutschen Markt. Das Unternehmen agiert in einem Direktvertriebsmodell, d. h. der Fahrzeugverkauf erfolgt direkt zwischen smart und Endkunde. smart Agenten fungieren dabei als Vermittler im Namen von smart und sind jeweils einem gemeinsam spezifizierten Markt-Einflussbereich zugeordnet. Das vertraglich festgelegte Absatzgebiet umfasst die Staaten der EU sowie EFTA und das Vereinigte Königreich (UK).

smart schließt den Kaufvertrag direkt mit dem Kunden ab, verantwortet und hält den Neuwagenbestand und definiert Endkundenpreise sowie gegebenenfalls Rabatte.

Gemeinsam mit einem der führenden europäischen Leasinganbieter wurde eine vollständig integrierte Leasing-Lösung in die IT-Systemlandschaft von smart eingebettet, um eine nahtlose Customer Journey zu gewährleisten. Die Einrichtung und der rechtlich verbindliche Abschluss von Leasingverträgen sind auf diesem Weg direkt über mobile Endgeräte realisierbar. Das Unternehmen arbeitet derzeit intensiv an der Weiterentwicklung seines Geschäftsmodells sowie seiner IT-Infrastruktur, um flexibel auf Marktanforderungen reagieren zu können. Im Rahmen einer signifikanten Erweiterung des Produktangebots auf zusätzliche Fahrzeugmodelle beabsichtigt smart Europe ebenfalls, die Integration von Bezahldiensten über die hauseigene App sowie die eCommerce-Plattform voranzutreiben.

Zum 31. Dezember 2023 wird das Unternehmen auf insgesamt 16 Märkten vertreten sein, welche sich aus 11 Standorten unserer Tochtergesellschaften sowie 5 Generalvertretungen zusammensetzen. Des Weiteren beabsichtigt die Gesellschaft, im Jahr 2024 Griechenland als neuen Markt zu integrieren, gefolgt von der strategischen Erschließung weiterer Märkte.

1.3 Steuerung und wesentliche Leistungsindikatoren

1.3.1 Steuerung und Kennzahlen

Dieses Kapitel beschreibt auf der Grundlage unserer Strategie, wie die Gesellschaft gesteuert wird und welche Kennzahlen dabei von wesentlicher Bedeutung sind. Die Leistungsfähigkeit sowie der damit verbundene wirtschaftliche Erfolg des Unternehmens spiegeln sich sowohl in finanziellen als auch in nichtfinanziellen Kennzahlen wider, die als zentraler Bestandteil des internen Steuerungssystems fungieren. Weder der Steuerungsprozess noch die wichtigsten Leistungsindikatoren haben sich im Vergleich zum Vorjahr verändert.

Die Geschäftsführung überprüft in regelmäßigen Abständen die Entwicklung nicht nur im Hinblick auf die oben genannten Leistungskennzahlen, sondern konzentriert sich auch auf weitere wichtige Stellhebel wie Gesamtkosten- und Investitionsentwicklung/-struktur, Lagerbestände, Cash Flow und die Finanzierungsposition.

Alle finanziellen Leistungskennzahlen werden in den Dimensionen der Marktsicht (Landesgesellschaften), der Vertriebskanäle (B2B, B2C), der Geschäftsströme (Vertrieb, After Sales, digitale Dienste) sowie Baureihen/Fahrzeugausstattung ermittelt, analysiert und gesteuert.

1.3.2 Bedeutsame Leistungsindikatoren

Da die operative Geschäftstätigkeit erst im Januar 2023 begann, steuerte smart Europe sein Geschäft im abgelaufenen Geschäftsjahr vor allem auf Basis des Umsatzes und des Jahresergebnisses.

UMSATZERLÖSE

Die Umsatzerlöse der smart Europe stellen den Markterfolg in finanziellen Kennzahlen dar. Die Definition ergibt sich aus § 277 Abs. 1 HGB.

JAHRESERGEBNIS

Die smart Europe ist der Überzeugung, dass das Jahresergebnis eine bedeutende Finanzkennzahl für alle Stakeholder darstellt. Sie ermöglicht eine fundierte Bewertung der Geschäftsentwicklung, operativen Leistungsfähigkeit und Rentabilität über einen bestimmten Zeitraum. Das Jahresergebnis stellt die Differenz zwischen den im Geschäftsjahr erwirtschafteten Erträgen und den angefallenen Aufwendungen dar.

1.3.3 Weitere relevante Leistungsindikatoren

smart Europe hat seine KPIs im Sinne einer Pyramide entlang der Customer Journey definiert, die in den drei Top-Management-KPIs "Kundentreue (Erfahrungssäule), relativer Marktanteil (Leistungssäule) und Deckungsbeitrag pro verkauftem Fahrzeug (Effizienzsäule)" kulminieren. KPIs auf untergeordneter Ebene manifestieren sich entlang der Hauptschritte der Customer Journey in den Phasen "Discovery", "Awareness and Financing" und "Sales & After Sales".

Obwohl diese Leistungsindikatoren derzeit verfolgt und überwacht werden, befinden sie sich aufgrund ihrer Neueinführung noch in der Entwicklungsphase. Zum Stichtag 31.12.2023 liegen daher noch keine quantifizierbaren Daten zur Berichterstattung vor.

2. Geschäftsverlauf

2.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Im abgelaufenen Berichtsjahr zeigte die Weltwirtschaft eine insgesamt bessere Entwicklung als zu Beginn des Jahres prognostiziert. Mit einem Wachstum von 2,7 % lag das Tempo zwar leicht hinter dem Vorjahreswert von 3,1 %, jedoch nur geringfügig unter dem langfristigen Trend 1. Die dämpfenden Effekte, die aus der markanten und synchronisierten Straffung der Geldpolitik vieler Zentralbanken resultierten, konnten durch positive Impulse aus der Fiskalpolitik sowie durch niedrigere Energie- und Rohstoffpreise teilweise ausgeglichen werden.

Es traten jedoch signifikante Unterschiede sowohl zwischen den einzelnen Regionen als auch teilweise innerhalb dieser auf. Die Volkswirtschaften Europas und Chinas zeigten in diesem Kontext eine eher schwache Entwicklung. Infolgedessen kam es auch zu einer Verlangsamung des Welthandels, der im Vergleich zum Vorjahr um etwa 1,2 % zurückging 2.

In der Eurozone zeigte sich eine deutlich gedämpfte wirtschaftliche Entwicklung, obwohl die hohen Energiepreise im Vergleich zum Vorjahr 2022 spürbar nachließen.

Die Inflation in der Eurozone belief sich im Jahresdurchschnitt auf 5,4 %, was weiterhin deutlich über dem von der Notenbank angestrebten Ziel von etwa 2 % liegt 3. Infolgedessen hielt die Europäische Zentralbank an ihrem Kurs der geldpolitischen Straffung fest, und der Leitzins wurde im Verlauf des Jahres um weitere 200 Basispunkte auf 4,5 % angehoben 4. Nach einem kleinen wirtschaftlichen Wachstum im ersten Halbjahr 2023, welches auf Aufholeffekte nach der Pandemie und eine Entspannung der Lieferkettenstörungen zurückzuführen war, verzeichnete die Wirtschaftsleistung in der zweiten Jahreshälfte 2023 jedoch einen leichten Rückgang. Insgesamt ergab sich für das Jahr somit lediglich ein Wachstum von 0,5 % 5.

Die chinesische Wirtschaft zeigte zu Beginn des Jahres nach der Aufhebung der "Null-COVID" Maßnahmen eine starke Erholung, konnte jedoch diese positive Dynamik nicht dauerhaft halten. Durch staatliche Unterstützungsmaßnahmen und geldpolitische Lockerungen wurde das angestrebte Wachstumsziel von 5,2 % jedoch erfolgreich erzielt 6.

1. https://kpmg.com/us/en/articles/kpmg-economics/global-economic-outlook-march-2023.html#:~:text=Following%20GDP%20growth%20of%203.1,year%20and%202.6%25%20in%202024.

2. https://www.wto.org/english/news_e/news23_e/tfore_05oct23_e.htm

3. https://de.statista.com/statistik/daten/studie/156285/umfrage/entwicklung-der-inflationsrate-in-der-eu-und-der-eurozone/

4. https://de.statista.com/statistik/daten/studie/201216/umfrage/ezb-zinssatz-fuer-das-hauptrefinanzierungsgeschaeft-seit-1999/
#:~: text=Leitzins%20der%20EZB%3A%20Entwicklung%20Hauptrefinanzierungssatz%20bis%202024&text=Die%20EZB%20
senkt%20die%20Zinsen,3%2C4%20Prozent%20zu%20senken.

5. https://de.statista.com/statistik/daten/studie/156282/umfrage/entwicklung-des-bruttoinlandsprodukts-bip-in-der-eu-und-der-eurozone/

6. https://www.undp.org/sites/g/files/zskgke326/files/2024-03/china_in_numbers_2023-final.pdf

Die Wechselkursentwicklung des chinesischen Renminbi gegenüber dem Euro wies dabei eine Schwankungsbreite zwischen 7,2 und 8,1 auf 7.

Die Preise für Öl und Gas sind im Vergleich zu den Rekordhöhen des Vorjahres signifikant gesunken, zeigen jedoch nach wie vor eine hohe Volatilität. Zum Jahresende 2023 fiel der Ölpreis unter die Marke von 83 USD pro Barrel, was einem Rückgang von rund 17 % im Vergleich zum Vorjahresdurchschnitt entspricht. Auch der europäische Gaspreis erlebte einen beträchtlichen Rückgang und sank zum Jahresende auf etwa 32 €, was fast 60 % unter dem Preis des Jahres 2022 liegt 8. Dennoch bleibt der Preis weiterhin über den Werten, die vor der Pandemie verzeichnet wurden. Darüber hinaus verzeichneten auch die Preise für industrielle Rohstoffe im Verlauf des Jahres tendenziell einen Rückgang und lagen zuletzt knapp 3 % niedriger als am Ende des Vorjahres 9

2.2 Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die oben erläuterten Rahmenbedingungen hatten ebenfalls Einfluss auf die Entwicklung des globalen Automobilmarktes im vergangenen Jahr. Dennoch gelang es den Absatzmärkten, sich teilweise von der gesamtwirtschaftlichen Verlangsamung zu entkoppeln.

Insgesamt zeigte der weltweite Pkw-Markt in diesem Kontext eine klare Steigerung im Vergleich zum Vorjahr. Dieser Anstieg auf globaler Ebene wurde durch eine vielfältige regionale Grundlage unterstützt. Insbesondere der europäische Markt erfuhr eine deutliche Erholung und wies im Vergleich zum niedrigen Vorjahresniveau ein signifikantes Wachstum von 14 % auf.

Mit einem Verkaufsvolumen von etwa 9 Millionen Fahrzeugen, was einem Anstieg von 29 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht, hat sich der Markt für vollelektrische PKW im Jahr 2023 positiv entwickelt. International bleibt China mit 5,1 Millionen BEVs (+21 %) und einem Weltmarktanteil von 57 % der führende Markt für Elektrofahrzeuge. Europa folgt mit 2 Millionen BEVs (+27 %), während die USA etwa 1,2 Millionen BEVs (+50 %) verzeichnen 10.

2.3 Auslieferungen an Kunden

Im ersten Quartal 2023 wurde, beginnend mit Deutschland (Februar 2023), das operative Geschäft offiziell aufgenommen. Weitere Märkte folgten mit Frankreich und Spanien (Q2/2023), Schweiz, Italien und UK (Q3) sowie Niederlande und Österreich (Q4/2023). Zusätzlich wurden mit Island und Norwegen 2 Generalvertretermärkte angeschlossen. Damit konnte das Geschäft wie im Jahr zuvor geplant in 10 Märkten aufgenommen werden.

Wie geplant hat smart sein Produktportfolio erweitert und in der zweiten Hälfte des Jahres 2023 ein neues Fahrzeugmodell vorgestellt, den smart #3.

7. https://www.ecb.europa.eu/stats/policy_and_exchange_rates/euro_reference_exchange_rates/html/eurofxrefgraphcny.de.
html#:~:text=Reference%20rates%20over%20last%20four%20months

8. https://de.statista.com/statistik/daten/studie/810/umfrage/rohoelpreisentwicklung-opec-seit-1960/

9. https://tradingeconomics.com/commodity/eu-natural-gas#:~:text=EU%20Natural%20Gas%20TTF%20-%20data,

10. https://ecomento.de/2024/01/11/elektromobilitaet-marktbilanz-und-ranking-der-automobilhersteller- 2023/
#:~:text=W%C3%A4hrend%20im%20Jahr%202022%20noch%20rund

2.4 Forschung und Entwicklung

smart investierte weiterhin in die Stärkung des Vertriebs, der Kundenbindung und des Vertreternetzwerks durch hohe Investitionen in die Stabilisierung der Verkaufsplattform sowie in den After Sales-Service.

smart ist bis 2023 nicht nur in zehn europäischen Märkten live gegangen, sondern hat auch seine IT- Landschaft durch die Stabilisierung seiner Komponenten, einschließlich der mobilen App, gestärkt und seinen Betrieb mit der Einführung seines Service Operations Hub unterstützt.

Um seine Präsenz zu erhöhen, investierte smart in Marketingaktivitäten, startete gegen Ende 2023 seinen ersten TV-Werbespot in Deutschland und verstärkte seine Partnerschafts- und Sponsoringaktivitäten.

Einer der markantesten Momente des Jahres war die Verleihung des Red Dot Award und des IF Design Award für herausragendes Design an smart #1. Im Geschäftsjahr hat smart EUR 11,42 an Investitionen vorgenommen.

2.5 Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur wirtschaftlichen Lage

Der Gesellschaft hat das erste operative Geschäftsjahr mit operativem Erfolg abgeschlossen und setzt seine Bemühungen zur Marktdurchdringung durch die Einführung neuer Produkte sowie die Weiterentwicklung bestehender Märkte konsequent fort. Allerdings konnten nicht alle für das Geschäftsjahr 2023 festgelegten wirtschaftlichen Zielsetzungen erreicht werden.

Durch den verzögerten Geschäftsstart in einigen Märkten kam es zu einer Lücke zwischen geplanten und tatsächlichen Umsätzen und damit zu einer Verschlechterung des geplanten Jahresergebnisses.

Das Geschäftsjahr 2023 war weiterhin von einer herausfordernden gesamtwirtschaftlichen Lage, auch infolge geopolitischer Konflikte und Spannungen, geprägt. Die Engpässe und Störungen in den globalen Lieferketten ließen nach, was die Fahrzeugverfügbarkeit weniger einschränkte. Der weiterhin intensive Wettbewerb, der technologische Wandel und das zunehmende Umweltbewusstsein prägten nach wie vor den Automobilsektor.

In diesem Umfeld konnte im Jahr 2023 ein Umsatz von 536,23 Mio. Euro (Vorjahr 13,42 Mio. Euro) erreicht werden. Davon entfielen 55,3% auf Umsätze mit Tochterunternehmen. Die verbleibenden Umsätze (44,7%) entfallen auf Dritte einschließlich dem Verkaufs von Ersatzteilen an die Mercedes-Benz AG. Der starke Anstieg gegenüber Vorjahr ist bedingt durch den Anlauf des Fahrzeugverkaufs an Endkunden im Januar 2023. 35,7% des Umsatzes aus dem Verkauf von Fahrzeugen an Dritte wurden im B2C-Geschäft und 64,3% im B2B realisiert. Unter Berücksichtigung der Gesamtkosten für Verwaltungs- und Vertriebskosten sowie Abschreibungen und Zinsaufwendungen - die alle ausschließlich mit dem Geschäftshochlauf zusammenhängen - führte dies zu einem insgesamt negativen Jahresergebnis von -143,73 Mio. Euro (Vorjahr. -77,33 Mio. Euro).

3. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

3.1 Ertragslage

Der Verkaufsstart in 10 europäischen Ländern führte zu einem starken Umsatzwachstum, das vor allem auf den Verkauf von Fahrzeugen an Endkunden und das Agentennetz zurückzuführen war. Die Umsatzerlöse betrugen 536,23 Mio. Euro (Vorjahr 13,42 Mio. Euro).

Der Umsatz aus dem Verkauf von Fahrzeugen, Zubehör und Ersatzteilen betrug 493,43 Mio. Euro (davon 9,78 Mio. Euro (Vorjahr 3,14 Mio. Euro) aus dem Verkauf von Ersatzteilen und 483,65 Mio. Euro (Vorjahr 6,73 Mio. Euro) aus dem Verkauf von Fahrzeugen und Zubehördavon 251,42 Mio. Euro an Tochtergesellschaften (Vorjahr 0 Mio. Euro)).

Eine weitere Einnahmequelle war die Abrechnung der zentralen Supportleistungen des Unternehmens an seine Tochtergesellschaften. Der Betrag für 2023 betrug 42,77 Mio. Euro (Vorjahr 3,04 Mio Euro).

Die mit den Handelsaktivitäten verbundenen Umsatzkosten beliefen sich auf 466,53 Mio. Euro (Vorjahr 8,94 Mio. Euro).

Insgesamt belief sich das Bruttoergebnis vom Umsatz auf 69,7 Mio. Euro (Vorjahr 4,47 Mio. Euro).

Das EBIT verschlechterte sich vor allem aufgrund der kontinuierlichen Investitionen in die Stabilisierung der Prozesse und der Vertriebsinfrastruktur zur Unterstützung des Verkaufsstarts in Europa auf -132,31 Mio. Euro (Vorjahr -75,89 Mio. Euro).

31. Dez. 2023 31. Dez. 2022
in Millionen Euro
Umsatzerlöse 536,23 13,42
Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen (466,53) (8,94)
Bruttoergebnis vom Umsatz 69,70 4,48
Sonstige betriebliche Erträge 5,17 0,09
Vertriebskosten (73,70) (32,81)
Allgemeine Verwaltungskosten (132,91) (47,45)
Sonstige betriebliche Aufwendungen (0,57) (0,20)
EBIT (-132,31) (75,89)
Zinsaufwendungen (11,97) (1,52)
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,55 0,09
Steuern (0,00) (0,01)
Jahresfehlbetrag (143,73) (77,33)

3.2. Finanzlage

Die Gesellschaft finanzierte ihre Entwicklung und den Ausbau ihrer Aktivitäten weiterhin mit externen Krediten mit kurz- und langfristiger Laufzeit.

Nachfolgend sind die ausstehenden Kredite der smart Europe GmbH zum 31.12.2023 aufgeführt.

In Millionen Euro 2023 2022
Kurzfristige Kredite (Banken) 55,9 63,0
Langfristige Kredite (Banken) 79,7 77,4
Langfristige Darlehen (Intercompany) 80,6 13,0

Die nicht in Anspruch genommenen Kreditfazilitäten zum 31.12.23 betrugen 57,9 Mio. Euro.

Die Finanzierungsstruktur bleibt bei einer Erhöhung der Intercompany-Darlehensposition unverändert.

Die Gesellschaft investierte im Geschäftsjahr EUR 11,72 Mio. in immaterielle Vermögensgegenstände, insbesondere in die Weiterentwicklung der operativen Systeme sowie EUR 1,74 Mio. in Sachanlagen.

Die Liquidität ist maßgeblich durch die Aktivitäten im ersten operativen Geschäftsjahr geprägt. Kurzfristigen Vermögensgegenstände ohne liquide Mittel haben sich im Wesentlichen durch den Aufbau des Vorratsvermögens und die Erhöhung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände um EUR 611,19 Mio. erhöht. Die Rückstellungen erhöhten sich um EUR 19,62 Mio. während die Verbindlichkeiten um EUR 732,81 Mio. anstiegen.

Abschreibungen im Geschäftsjahr beliefen sich auf EUR 13,74 Mio., während der Jahresfehlbetrag EUR 143,73 Mio. betrug.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente betrugen EUR 14,64 Mio. (i. VJ. EUR 12,03 Mio.).

Die Liquidität war im abgelaufenen Berichtsjahr 2023 zu jeder Zeit sichergestellt.

3.3 Vermögenslage

Ohne Berücksichtigung eines "Nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrages" sind die Vermögenswerte der smart Europe GmbH im Berichtszeitraum stark um 614,89 Mio. Euro auf nunmehr 750,99 Mio. Euro gestiegen.Der Anteil der langfristigen Vermögenswerte an der Bilanzsumme betrug 6 % (Vorjahr 24 %).

Da die Verkaufsplattform aktiviert wurde und die Abschreibungen zu Beginn des Jahres zusammen mit dem Verkaufsstart in Deutschland begannen, verringerten sich die immateriellen Vermögenswerte um 1,1 Mio Euro.

Der Anstieg der Sachanlagen um 0,78 Mio. Euro ist hauptsächlich auf den Erwerb von Vorserienfahrzeugen für Test-, Werbe- und firmeninterne Zwecke zurückzuführen.

Die Finanzanlagen stiegen (+0,5 Mio. Euro) aufgrund der Erhöhung der Kapitalbeteiligung an der smart Sweden AB.

Die Zunahme des Umlaufvermögens um 613,79 Mio. Euro ist hauptsächlich auf die Investitionen in Vorräte, die um 286,57 Mio. Euro gestiegen sind, sowie auf den Anstieg der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen um 324,62 Mio. Euro zurückzuführen.

Mit der Beschleunigung des Verkaufsstarts im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 sowie der Aufnahme zusätzlicher Kredite verbesserte sich die Liquiditätsposition um 2,6 Mio. Euro und erreichte 14,64 Mio Euro.

Das Eigenkapital des Unternehmens verschlechterte sich aufgrund des im Jahr 2023 aufgelaufenen Verlusts um 143,7 Mio. Euro auf -237,2 Mio. Euro und ist damit weiterhin negativ und wird somit als "Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag" auf der Aktivseite ausgewiesen.

Die Rückstellungen erhöhten sich um +19,62 Mio. Euro auf 30,67 Mio. Euro im Zusammenhang mit vertraglichen Verpflichtungen im Rahmen der wachsenden Geschäftsentwicklung.

Vermögenswerte 31. Dez. 2023 31. Dez. 2022
In Tausend Euro
Aktiva 988.219,47 229.596,39
Anlagevermögen 55.640,16 55.511,61
Immaterielle Vermögensgegenstände 52.184,75 53.329,99
Sachanlagen 2.863,13 2.086,98
Finanzanlagen 592,29 94,64
Umlaufvermögen 694.089,97 80.295,88
Vorräte 326.248,81 39.676,36
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 353.204,32 28.586,65
Guthaben bei Kreditinstituten 14.636,84 12.032,87
Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten 1.259,25 290,01
31. Dez. 2023 31. Dez. 2022
In Tausend Euro
Passiva 988.219,47 229.596,39
Eigenkapital 0,00 0,00
Gezeichnetes Kapital 25,00 25,00
Kapitalrücklagen 9.975,00 9.975,00
Verlustvortrag (103.498,89) (26.170,94)
Jahresfehlbetrag (143.731,21) (77.327,94)
Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag -237.230,10 -93.498,89
Rückstellungen 30.762,47 11.143,55
Verbindlichkeiten 951.132,46 218.321,72
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 62.175,28 17.156,73
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 60,92 1.150,85
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 135.578,47 140.440,00
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 752.921,84 56.695,57
Sonstige Verbindlichkeiten 395,95 2.878,57
Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 237.230,10 93.498,89
Passiver Rechnungsabgrenzungsposten 6.324,53 131,12

Bilanzposition zum 31.12.2023

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich aufgrund der Geschäftsausweitung und der aktiven Geschäftsbeziehungen um 45,01 Mio. Euro auf 62,18 Mio. Euro.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten reduzierten sich um 4,86 Mio. Euro auf insgesamt 135,58 Mio. Euro aufgrund von Rückzahlungen im Laufe des Jahres.

Konzerninterne Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, dem Erwerb von Fahrzeugen und Ersatzteilen sowie Darlehen beliefen sich im Geschäftsjahr auf 752,92 Mio. Euro (Vorjahr 56,70 Mio. Euro).

4. Risiko- und Chancenbericht

Im Folgenden werden Risiken und Chancen beschrieben, die einen wesentlichen Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der smart Europe GmbH im Jahr 2024 haben können.

Nachfolgend werden die wesentlichen Risikokategorien der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 dargestellt. Die Einordnung der Risikokategorien erfolgt in Abhängigkeit von ihrer Bedeutung für das Unternehmen. In den folgenden Ausführungen werden die wesentlichen Risikomerkmale in abgestufter Form entsprechend ihrer Relevanz erläutert.

Strategische Risiken hoch
Absatzrisiken hoch
Operative Risiken mittel
Liquiditäsrisiken hoch

4.1 Strategische Risiken und Chancen

4.1.1. Abhängigkeit von Lieferketten

Die aktuelle Situation im Zusammenhang mit der Lieferkette ist äußerst komplex und von verschiedenen Faktoren abhängig. Unterbrechungen in der Lieferkette haben in der Vergangenheit zu erheblichen Herausforderungen geführt, wodurch die Abhängigkeit von globalen sowie geopolitischen Entwicklungen deutlich wurde. Diese Umstände haben potenziell weitreichende Konsequenzen für die Stabilität unserer Lieferkette und können sowohl zu Gewinneinbußen als auch zu negativen Auswirkungen auf die Kundenzufriedenheit führen.

Die Bedrohungslage im Mittleren Osten und insbesondere durch die zahlreichen Angriffe der Huthi im Jemen auf die Schiffahrt führen zu Umleitungen um das Kap der Guten Hoffnung und führen zu deutlich erhöhten Transportkosten und Lieferverzögerungen. Eine kurzfristige Erholung bis Ende des Geschäftsjahres 2024 erwartet die Geschäftsführung nicht.

4.1.2. Geopolitische Bedrohungen

Die politischen Spannungen auf globaler Ebene stellen weiterhin eine bedeutende Herausforderung dar und können potenziell Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung der smart Europe GmbH haben. Konflikte zwischen China und den USA sowie zwischen China und der EU, die Möglichkeit einer Eskalation des Russland-Ukraine-Konflikts und anderer regionaler Konflikte, sowie potenzielle Unruhen im Nahen Osten und im südostchinesischen Meer könnten zu Schwierigkeiten in den Lieferketten, steigenden Energiepreisen, höherer Inflation und einem verschlechterten Wirtschaftsausblick führen.

Zudem könnte eine Eskalation hin zu einem militärischen Konflikt zwischen China und Taiwan zu unvorhergesehenen Reaktionen auf Seiten der USA und der EU führen, die erhebliche Auswirkungen auf das Geschäft von smart Europe haben könnten.

4.1.3. Weltweite Wirtschafts- und Finanzkrisen

Mögliche Ursachen für einen rückläufigen Absatz von Fahrzeugen können im ungünstigen makroökonomischen Umfeld der smart Europe GmbH sowie in politischen oder wirtschaftlichen Unsicherheiten liegen. Faktoren wie ein schwächeres Wirtschaftswachstum, hohe Energiepreise, Inflationsraten und Zinsen sowie volatile Wechselkurse können die Märkte verunsichern und die Nachfrage im Automobilsektor negativ beeinflussen. Darüber hinaus könnte eine geringere Marktakzeptanz von Elektrofahrzeugen Risiken für die Absatzentwicklung darstellen und sich negativ auf das Ergebnis auswirken.

Die wirtschaftliche Entwicklung der Automobilmärkte wird wesentlich von der konjunkturellen Situation der Weltwirtschaft beeinflusst. Prognosen über die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen und die Entwicklung der Automobilmärkte, in denen die smart Europe GmbH tätig ist, sind mit der Bewertung der marktwirtschaftlichen Risiken und Chancen verbunden.

Das immer noch hohe Zinsniveau der Europäischen Zentralbank von derzeit 3,4% auf das Hauptrefinanzierungsgeschäft wird sich voraussichtlich nur langsam abschwächen. Das Management geht daher nicht von einer Belebung der Nachfrage durch die Weiterleitung günstigerer Refinanzierungskosten bei Leasingraten und Finanzierungen aus.

Da das Unternehmen seine Gesamtausgaben in der Anlaufphase mithilfe konzerninterner und externer Kredite finanzierte, wirkt sich die jüngste Erhöhung des Zinsniveaus direkt auf die Finanzierungskosten aus.

Auch wenn die aus China importierten Fahrzeuge in Euro fakturiert werden, könnte sich eine wesentliche Änderung des Wechselkurses zwischen RMB und EUR negativ auf die preisliche Wettbewerbsfähigkeit von smart Europe und die Gesamtrentabilität des Joint Ventures auswirken.

4.1.4 Zunehmendes regulatorisches Umfeld

Die smart Europe GmbH wird in ihrem zukünftigen Geschäftserfolg maßgeblich von gesetzlichen und politischen Rahmenbedingungen beeinflusst. Hierbei sind besonders Vorschriften zu Sicherheit, Zertifizierungen sowie Zollprozeduren für Fahrzeuge und steuerliche Aspekte im Zusammenhang mit dem Fahrzeugverkauf und -einkauf relevant.

Der Regierungsentscheidung zum vollständigen Entfall der Umweltprämie auf dem deutschen Markt im Dezember 2023 wird das geplante Umsatz- und Absatzvolumen und damit das Betriebsergebnis von smart Europe in 2024 deutlich negativ beeinflussen.

Zudem führt die Verknüpfung staatlicher Subventionen an den CO 2 -Ausstoß bei Produktion von Fahrzeug, Batterie und Logistik in Frankreich seit dem 1. Januar 2024 zu einem Wettbewerbsnachteil der smart Fahrzeuge gegenüber anderen europäischen Produzenten von 5.000 Euro pro Fahrzeug. Diese, indirekt auf die Begrenzung des Imports von Fahrzeugen aus chinesischer Produktion gerichtete, Politik führt für smart zu signifikanten Absatzrückgängen gegenüber bisherigen Planungen in diesem Markt.

Die größten Risiken bestehen sicherlich im Zusammenhang mit den Antisubsidy Untersuchungen der Europäischen Kommission und der damit zusammenhängenden Verhängung sogenannter vorläufiger Ausgleichszölle mit Wirkung zum 4.7.2024. Seither ist smart verpflichtet bei der Verzollung einen zusätzlichen vorläufigen Importzoll von 19,9% abzuführen. Eine Bestätigung der Fortführung dieser zusätzlichen Zölle im November 2024 durch die europäischen Mitgliedstaaten würde die Vermögens- Finanz- und Ertragskraft von smart auf dem europäischen Markt erheblich beeinträchtigen.

Alle drei oben genannten regulatorischen Hemmnisse werden das Geschäftsjahr 2024 von smart deutlich negativ beeinflussen.

4.1.5 Absatzrisiken und -chancen

Die Markteinführung neuer Produkte durch Wettbewerber, eine aggressive Preispolitik sowie eine geringere Preisdurchsetzung können zu einem zunehmenden Wettbewerbs- und Preisdruck in den verschiedenen Bereichen der Automobilbranche führen und sich negativ auf die Profitabilität auswirken. Ebenso können Kürzungen oder das Wegfallen staatlicher Förderungen für unsere elektrifizierten Fahrzeuge die Preissetzung negativ beeinflussen und die Marge reduzieren. Zudem besteht das Risiko einer verzögerten Einführung neuer Technologien in den Fahrzeugen.

smart Europe konkurriert mit seinem smart #1 und smart #3 mit zahlreichen OEMs in diesem Fahrzeugsegment und ist daher indirekt von der Preispositionierung und den verkaufsfördernden Maßnahmen (Rabatten) seiner Wettbewerber betroffen.

Neben etablierten Marken drängen vermehrt chinesische Fahrzeughersteller auf den europäischen Markt und versuchen mit einer aggressiven Preispositionierung Marktanteile zu gewinnen.

smart Europe überwacht ständig die Marktentwicklung, den Auftragseingang und seine Wettbewerbsfähigkeit und wird sich bei Bedarf mit entsprechenden vertriebsunterstützenden Maßnahmen anpassen müssen.

4.2 Operative Risiken und Chancen

Die Geschäftsprozesse des Unternehmens sind maßgeblich von der Informationstechnologie abhängig, was einen wesentlichen Risikofaktor darstellt.

smart zielt auf den Aufbau eines nahtlosen Online-Kundenerlebnisses durch die Bereitstellung innovativer digitaler Lösungen auf Basis einer robusten Infrastruktur ab. Diese Strategie unterstützt das Gesamtziel des Unternehmens und fördert profitables Wachstum. Der weitere Rollout in zusätzliche europäische Länder in 2024 erhöht durch lokale gesetzliche und behördliche Vorgaben die Komplexitätsanforderung an die Lösungen und kann trotz der robusten Infrastruktur zu temporären Systemunterbrechungen führen die manuelle Eingriffe zur Gewährleistung der Geschäftskontinuität erfordern.

Die Tatsache, dass die Geschäftsprozesse des Unternehmens ausschließlich online abgewickelt werden, birgt die Gefahr von Cyber-Angriffen und Hackern betroffen zu sein. Auch wenn das Unternehmen über präventive Sicherheitskontrollen und ein permanentes Monitoring verfügt und eine Eintrittwahrscheinlichkeit für gering erachtet wird, besteht im Eintrittsfall das Risiko erheblicher negativer Auswirkungen.

4.3 Liquiditätsrisiko

Liquiditätsrisiken können aus einem eingeschränkten Zugang zu Finanzmitteln aufgrund der allgemeinen Marktlage entstehen.

Eine kontinuierliche Überwachung stellt sicher, dass die Mittelzu- und -abflüsse für die verschiedenen Laufzeiten gedeckt werden. Die Liquiditätslage wird kontinuierlich in enger Abstimmung mit dem Management der Treasury-Abteilung der smart Automobile Co., Ltd. überwacht.

Die smart Europe GmbH verfügt über keine Bonitätshistorie. Die Selbstfinanzierungsfähigkeit war auch im Geschäftsjahr 2023 aufgrund höherer Mittelab- als Mittelzuflüssen aus Vertriebsaktivitäten nicht gegeben. Auch für den Prognosezeitraum geht die Gesellschaft von einem negativen Free Cashflow aus. Somit ist die Gesellschaft auf die weitere finanzielle Unterstützung der Gesellschafterin angewiesen. Daher hat die smart mobility International Pte. Ltd., Singapur, als alleinige Gesellschafterin der smart Europe GmbH, mit einer Patronatserklärung die jederzeitige adäquate Unterstützung und Finanzierung von smart Europe zugesichert, um eine Fortführung des operativen Geschäftsbetriebes zumindest ein Jahr ab Datum dieses Berichts sicherzustellen. Diese Ereignisse und Gegebenheiten zeigen zusammen mit dem nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt.

Während der oben genannten Anlaufphase wurde das Unternehmen entweder durch Gesellschafterdarlehen oder durch von der Gesellschafterin besicherte Bankdarlehen unterstützt. Gleichzeitig erreichte es ein hohes negatives Eigenkapital, das in den kommenden Jahren durch einen positiven Free Cashflow und eine verbesserte Finanzlage behoben werden soll.

4.4 Zusammenfassung

Das Gesamtbild der Risiko- und Chancensituation des Unternehmens basiert auf einer Analyse der einzelnen Risiken und Chancen in verschiedenen Kategorien. Neben den bereits identifizierten Risiken können unvorhergesehene Ereignisse auftreten, die die Geschäftstätigkeit, die finanzielle Lage und die Reputation des Unternehmens negativ beeinflussen können.

Die Gesamtrisiko- und Chancensituation der smart Europe GmbH ergibt sich aus den zuvor dargestellten Risiko- und Chancenkategorien. Basierend auf den gegenwärtig verfügbaren Informationen und Einschätzungen ist eine bestandsgefährdende Entwicklung im Geschäftsjahr 2024 als hinreichend unwahrscheinlich einzustufen.

5. Prognosebericht

Für 2024 rechnet das CAM mit einem weltweiten Absatz i. H. v. ca. 10 Mio. rein batteriebetriebenen Fahrzeugen.

Die Geschäftsführung sieht das kommende Geschäftsjahr weiterhin geprägt durch sehr hohen Wettbewerbsdruck bei diesen Fahrzeugen. Daher liegt neben der Erschließung weiterer strategischer Wachstums- und Umsatzpotentiale die Kostenreduzierung entlang der elektromobilen Wertschöpfungskette bei allen OEM im Fokus.

Zu Beginn des Jahres 2024 folgten mit Belgien, Portugal und Schweden 3 weitere Märkte in denen smart mit eigenen Tochtergesellschaften vertreten ist, sowie mit Irland, Luxemburg, Finnland und jüngst Griechenland 4 weitere Märkte im Generalvertretermodell.

Dabei geht das Management davon aus, dass die Marktanteile von Elektrofahrzeugen gegenüber alternativen Antrieben in Europa nach einer kurzen Erholung wieder deutlich steigen werden. Selbst bei gleichbleibenden BEV Marktanteilen wird dies zu steigenden Absatzvolumen für smart Europe führen.

Der zunehmende Bekanntheitsgrad der neuen smart #1 und #3 Produkte wird die Nachfrage zudem weiter steigern.

Im Geschäftsjahr 2024 erwartet das Unternehmen eine weitere deutliche Stabilisierung der IT- Systemlandschaft, was zu einer optimierten Customer Journey führen wird. Zusätzliche Lösungen über alternative Finanzierungsformen, Bezahlarten und Abo-Modellen wird zu einer zunehmenden Akzeptanz im Direktvertriebsmodell von smart führen bzw. zusätzliche Umsatzpotentiale eröffnen.

Die jüngst in Italien beschlossene Einführung einer Elektrofahrzeugprämie zeigt zudem die Bereitschaft europäischer Regierungen, den Umstieg auf Elektromobilität weiter zu fördern. Explizit für den italienischen Markt erwartet die Geschäftsführung deutliche Absatzimpulse im Geschäftsjahr 2024.

Die Markteinführungen im Jahr 2023 in 10 europäischen Märkten wird 2024 einen starken Absatz- und Umsatzanstieg im Vergleich zum Vorjahr bewirken. Aufgrund des hohen Wettbewerbs- und Preisdrucks bei EV Fahrzeugen, sowie der negativen regulatorischen Entwicklungen (vorläufige Strafzölle der EU, Streichung der Umweltprämie in Deutschland) erwartet smart Europe GmbH auch für das Jahr 2024 einen Jahresfehlbetrag auf dem Niveau des Vorjahres bei gleichbleibenden Vertriebs- und Verwaltungskosten.

Die smart Europe GmbH verfolgt ihren strategischen Plan mit dem Ziel, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage in den kommenden Jahren weiter zu optimieren. Neben dem erwarteten Anstieg des Volumens beabsichtigt smart, das Produktportfolio durch die Einführung eines dritten Fahrzeugmodells, des smart #5, zu erweitern. Die Markteinführung in Deutschland ist für das zweite Quartal 2025 vorgesehen. Darüber hinaus sind die Einführung weiterer Modelle in den folgenden Jahren geplant.

Mit dem insgesamt steigenden Verkaufsvolumen aufgrund des geplanten Rollouts in weiteren Märkten sowie der Einführung weiterer Modelle in das Portfolio erwartet smart Europe auch in den darauffolgenden Jahren eine positive Auswirkung auf die finanzielle Entwicklung und ab 2026 ein positives Nettoergebnis.

Durch die effektive Umsetzung seiner strategischen Pläne strebt smart Europe den nachhaltigen Erfolg auf dem europäischen Automobilmarkt an.

 

Leinfelden-Echterdingen, den 15. November 2024

Die Geschäftsführung

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die smart Europe GmbH, Leinfelden-Echterdingen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der smart Europe GmbH, Leinfelden-Echterdingen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der smart Europe GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir verweisen auf Angabe "1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss" im Anhang sowie die Angaben in Abschnitt "4.3. Liquiditätsrisiko" des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass die Selbstfinanzierungsfähigkeit der Gesellschaft aufgrund höherer Mittelab- als Mittelzuflüsse aus Vertriebsaktivitäten im Geschäftsjahr 2023 nicht gegeben war. Auch für den Prognosezeitraum plant die Gesellschaft mit einem negativen Free Cashflow, sodass die Gesellschaft auf die weitere finanzielle Unterstützung der Gesellschafterin angewiesen ist. Die Gesellschaft hat daher eine Patronatserklärung ihrer Gesellschafterin erhalten, die für die Dauer eines Jahres ab dem Datum dieses Berichts besteht. Diese Ereignisse und Gegebenheiten zeigen zusammen mit dem nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, den 18. November 2024

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Jack Cheung, Partner, Wirtschaftsprüfer

Jana Thomas, Wirtschaftsprüferin

Die Gesellschafterversammlung der smart Europe GmbH hat den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 am 19. Dezember 2024 festgestellt.

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