Meto International GmbH
Hirschhorn (Neckar)
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr
vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023
Lagebericht
für das Geschäftsjahr 2023
I. Allgemein
Alleingesellschafterin der Meto International GmbH
ist die Checkpoint Systems Holding GmbH, Hirschhorn
(Neckar). Die oberste Muttergesellschaft ist die CCL
Industries Inc., Toronto/Kanada (CCL).
Gegenstand des Unternehmens ist die Produktion und
der Vertrieb von Etiketten sowie Auszeichnungsgeräten
für den Handel und die Industrie. Für die
Handpreisauszeichnungsgeräte wird weiterhin das
Warenzeichen "METO" geführt.
Der Vertrieb erfolgt direkt an den Handel und die
Industrie durch internationale Vertriebsgesellschaften
des Konzerns sowie Franchise- und externe
Kooperationspartner.
Die Meto International GmbH beinhaltet die
Geschäftszweige Handpreisauszeichnung (HLS),
Info-Label (ILS) und Retail Merchandising Systems (RMS).
Wesentliche Produkte und Dienstleistungen sind:
Handpreisauszeichnung (HLS)
Die seit Jahrzehnten bewährte Technik der
Handpreisauszeichnung für Artikel des Handels umfasst
Handauszeichnungsgeräte, Etiketten und Zubehör.
Die Produkte werden vornehmlich im Einzelhandel (EH) und in
der Industrie eingesetzt.
Info-Label (ILS)
Das Sortiment beinhaltet Etiketten für den
Food-Bereich sowie sonstige Etiketten, die nicht direkt im
Preisauszeichner verwendet werden.
Retail Merchandising Systems (RMS) -
verkaufsfördernde Auszeichnung
Das Sortiment der verkaufsfördernden
Auszeichnung besteht aus Preiskassetten-
Befestigungslösungen, Rahmen, Regalpreisleisten und
ähnlichen Produkten. Grundsätzlich werden diese
Artikel im EH, Baumarktbereich und in der
Unterhaltungselektronik eingesetzt.
Umweltschutz (vom Abschlussprüfer
ungeprüft)
Das Unternehmen betreibt am Standort Hirschhorn ein
integriertes Managementsystem, das unter anderem die
Belange von Arbeitsschutz und Umweltschutz betrifft. Das
System ist nach ISO 14001 zertifiziert. Daneben sind wir
Mitglied der Umweltallianz Hessen. In dieser Allianz
verpflichten wir uns, im Umweltschutz besonders strenge
Maßstäbe anzulegen und erhalten im Gegenzug
administrative Erleichterungen.
Des Weiteren wurde der Standort nach bestandenen
Hygieneaudits für die Produktion von Etiketten
für den Lebensmittel-Bereich - insbesondere Fast Food
- zertifiziert. Der Standard BRC Global Standard for
Packaging and Packaging Materials ist der führende
Standard für Verpackungen im Umgang mit Lebensmitteln.
Wir erfüllen im Energiebereich die DIN 16247
EED, Energiemanagement. Diese stellt Anforderungen an
Unternehmen zur Einführung, Verwirklichung und
Verbesserung des Energieverbrauchs. Diese DIN hat das Ziel,
die energiebezogene Leistung von Unternehmen kontinuierlich
zu verbessern sowie deren Energieeffizienz und -nutzung zu
optimieren und die Kosten zu senken.
Seit 2023 sind wir auch nach FSC zertifiziert. Das
Forest Stewardship Council (FSC) ist die
verlässlichste Organisation für die Absicherung
wichtiger Umwelt- und Sozialstandards im Wald. Mit weltweit
gültigen Standards, der beispiellosen Einbindung aller
relevanten Interessengruppen und der Unterstützung
durch namhafte Unternehmen sowie anerkannte
unabhängige Umwelt- und Sozialorganisationen, gilt FSC
als die glaubwürdigste Lösung für
nachhaltige Waldwirtschaft. Somit sind unsere
Papier-Etiketten aus nachhaltigem Holz produziert.
Datenschutz (vom Abschlussprüfer
ungeprüft)
Das Unternehmen hat die Datenschutzrichtlinien, nach
Inkrafttreten der DSGVO (Datenschutzgrundverordnung),
umfangreich überarbeitet und an die neuen
gültigen Gesetze angepasst. Dazu haben wir ein
Handbuch für den Datenschutz erstellt, in dem alle
wesentlichen Prozesse beschrieben sind.
Nachhaltigkeit (vom Abschlussprüfer
ungeprüft)
Das Unternehmen hat unterschiedliche Maßnahmen
und Investitionen vorgenommen, um den Energieverbrauch und
damit auch die CO2-Emission weiter zu reduzieren. Dazu
zählen Maßnahmen zur Gebäudedämmung,
Einsatz modernster Technik im Heizungsbereich,
Investitionen in energieeffiziente Betriebsmittel und
Energierückgewinnung durch Nutzung der Abwärme.
Auch wird umfangreich die Beleuchtung auf LED-Leuchtmittel
umgestellt. Durch eine neue Steuerung der
Lüftungstechnik konnten große
Energieeinsparungen realisiert werden.
II. Wirtschaftsbericht
1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen
[1]
Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland
war im Jahr 2023 von den Folgen der globalen Krisen
geprägt. Trotz der jüngsten Rückgänge
blieben die Preise auf allen Wirtschaftsstufen
weiterhin hoch und dämpften die Konjunktur.
Zusätzlich verschlechterten sich die
Finanzierungsbedingungen aufgrund steigender Zinsen, und
die Nachfrage sowohl im In- als auch im Ausland nahm ab.
Somit konnte sich die deutsche Wirtschaft nicht weiter vom
tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 erholen. Ersten
Schätzungen des Statistischen Bundesamtes
(Destatis) zufolge war das preisbereinigte
Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2023 um 0,3 % niedriger
als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang
der Wirtschaftsleistung 0,1 %.
In jeweiligen Preisen lag das Bruttoinlandsprodukt
mit € 4.121 Milliarden um 6,3 % höher als im
Vorjahr. Das Bruttoinlandsprodukt je Einwohner stieg
gegenüber dem Vorjahr um 5,4 % und betrug im Jahr 2023
durchschnittlich € 48.746.
Es gab erhebliche Unterschiede in der Entwicklung der
einzelnen Wirtschaftsbereiche: Die Wirtschaftsleistung im
Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) verzeichnete
insgesamt einen deutlichen Rückgang von 2,0 %. Dies
war hauptsächlich auf eine erheblich geringere
Produktion im Bereich der Energieversorgung
zurückzuführen. Auch das Verarbeitende Gewerbe
wies im Jahr 2023 einen negativen Trend auf. Positive
Impulse kamen vor allem aus der Automobilindustrie und dem
sonstigen Fahrzeugbau. Hingegen verzeichneten die
energieintensiven Industriezweige - wie die Chemie- und
Metallindustrie - erneut einen weiteren Rückgang in
Produktion und Wertschöpfung.
Im Baugewerbe machten sich neben den fortwährend
hohen Baukosten und dem Fachkräftemangel
insbesondere die sich verschlechternden
Finanzierungsbedingungen bemerkbar. Dies betraf vor
allem den Hochbau. Im Gegensatz dazu konnte die Produktion
im Tiefbau und im Ausbaugewerbe gesteigert werden.
Insgesamt verzeichnete das Baugewerbe im Jahr 2023
preisbereinigt einen geringfügigen Anstieg von 0,2 %.
Die meisten Dienstleistungsbereiche konnten ihre
wirtschaftlichen Aktivitäten im
Vorjahresvergleich erneut ausweiten und stützten
die Wirtschaft im Jahr 2023. Der Anstieg fiel aber
insgesamt schwächer aus als in den beiden
vorangegangenen Jahren.
Im Jahr 2023 verzeichnete der private Konsum einen
preisbereinigten Rückgang um 0,8 % im Vergleich zum
Vorjahr, wodurch er sich wieder vom Vorkrisenniveau des
Jahres 2019 (-1,5 %) entfernte. Dies dürfte vor allem
auf die hohen Verbraucherpreise zurückzuführen
sein. Besonders betroffen von Rückgängen waren
Bereiche, in denen die Preise entweder auf dem hohen Niveau
des Vorjahres verharrten oder sogar weiter stiegen. Die
preisbereinigten Ausgaben für langlebige Güter,
insbesondere Einrichtungsgegenstände und
Haushaltsgeräte, sanken besonders stark (-6,2 %). Auch
der Staat reduzierte im Jahr 2023 erstmals seit fast 20
Jahren seine preisbereinigten Konsumausgaben (-1,7 %). Dies
war hauptsächlich auf den Wegfall staatlich
finanzierter Corona-Maßnahmen wie Impfungen und
Ausgleichszahlungen für freie Bettenkapazitäten
in Krankenhäusern zurückzuführen.
Die Bauinvestitionen verzeichneten 2023 einen
preisbereinigten Rückgang um 2,1 %. Neben den hohen
Baupreisen wirkten sich die spürbar gestiegenen
Bauzinsen aus, die insbesondere den Wohnungsbau bremsten.
Positive Signale kamen lediglich vom Ausbaugewerbe, was
unter anderem an den stark nachgefragten energetischen
Sanierungen gelegen haben dürfte. Hingegen wurde in
Ausrüstungen - hauptsächlich Investitionen in
Maschinen, Geräte und Fahrzeuge - preisbereinigt
deutlich mehr investiert als im Jahr 2022 (+3,0 %). Dies
war vor allem auf den Anstieg der gewerblichen
Pkw-Neuzulassungen zurückzuführen, der durch den
bis August 2023 geltenden Umweltbonus für Elektroautos
im Firmenwagenbereich verstärkt wurde.
Die verhaltene Dynamik der Weltwirtschaft und die
schwache inländische Nachfrage im Jahr 2023
hinterließen auch im Außenhandel ihre Spuren,
obwohl die Preise fielen. Die Importe sanken dabei
stärker (preisbereinigt -3,0 %) als die Exporte
(preisbereinigt -1,8 %). Dies führte im Saldo zu einem
positiven Außenbeitrag, der das Bruttoinlandsprodukt
stützte.
2. Branchenbezogene Rahmenbedingungen
[2]
Das Geschäft der Meto International GmbH wird
zum Großteil mit dem Handel bestritten. Somit sind
konjunkturelle und auch branchenspezifische
Rahmenbedingungen des Handels von einschneidender Bedeutung
für die Umsatz- und Ertragslage.
Der Einzelhandel in Deutschland hat nach einer
Schätzung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im
Jahr 2023 real (preisbereinigt) 3,1 % weniger Umsatz und
nominal (nicht preisbereinigt) 2,4 % mehr Umsatz
erwirtschaftet als im Jahr 2022. Im Vergleich zu 2021, als
der bisher höchste Umsatz seit Beginn der Zeitreihe im
Jahr 1994 erzielt wurde, sank der reale Jahresumsatz 2023
voraussichtlich um 3,8 %. Während der Corona-Pandemie
im Jahr 2020 hatte der deutsche Einzelhandel, unter anderem
getragen durch den Internet- und Versandhandel, einen
hohen realen Umsatzzuwachs von 4,8 % erzielt, 2021 war der
Umsatz nochmals um real 0,6 % gestiegen. Im Gegensatz
hierzu war die reale Umsatzentwicklung 2022 und 2023
aufgrund der hohen Preissteigerungen rückläufig.
Damit lagen die realen Umsätze im Jahr 2023 noch um
1,6 % über dem Vor-Corona-Niveau des Jahres 2019.
Die Auswirkungen des höheren Preisniveaus
zeigten sich besonders im Einzelhandel mit Lebensmitteln.
Nachdem die realen Umsätze in diesem Bereich im
Dezember 2022 auf einen Tiefstand gesunken waren, bewegten
sie sich im Jahresverlauf 2023 in etwa auf dem im Vergleich
zu den Corona-Jahren niedrigen Niveau des Jahres 2015. Im
November 2023 ging der Umsatz im Lebensmitteleinzelhandel
gegenüber dem Vormonat real um 0,5 % und nominal um
0,1 % zurück. Damit lag der reale Umsatz um 1,9 %
über dem Tiefstand vom Dezember 2022. Im Vergleich zum
Vorjahresmonat November 2022 ging der reale Umsatz im
November 2023 um 0,7 % zurück, während der
nominale Umsatz um 4,3 % stieg.
Der reale Umsatz im Einzelhandel mit
Nicht-Lebensmitteln sank im November 2023 um 3,6 %
gegenüber dem Vormonat und um 3,1 % gegenüber dem
Vorjahresmonat. Im Internet- und Versandhandel ging der
reale Umsatz im November um 2,8 % zum Vormonat zurück
und lag damit um 3,5 % unter dem Niveau des Vorjahresmonats
November 2022. Im Gegensatz hierzu erzielte der
Einzelhandel mit Textilien, Bekleidung, Schuhen und
Lederwaren im November 2023 mit einem realen Plus von 2,0 %
zum Vormonat und 2,6 % zum Vorjahresmonat einen deutlichen
Zuwachs. Bereits im Oktober 2023 waren die realen
Umsätze der Branche besonders stark gestiegen (+5,0 %
zum Vormonat und +6,3 % zum Vorjahresmonat).
3. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft
|
Geschäftsbereich |
Umsatz 2023 |
Umsatz 2022 |
relative |
|
T€ |
T€ |
Veränderung |
| Handheld Labeling System
(HLS) |
13.174 |
13.624 |
-3,3% |
| Info-Label (ILS) |
4.356 |
4.733 |
-8,0% |
| Retail Merchandising
System (RMS) |
12.347 |
14.292 |
-13,6% |
| Sonstiges |
40 |
398 |
-90,0% |
|
29.917 |
33.047 |
-9,5% |
HLS - Handheld Labeling Systems
Der Umsatz im HLS-Bereich liegt etwas unter dem
Niveau des Vorjahres (-3,3%). Das Geschäft in diesem
Produktbereich unterlag keinen gravierenden
Veränderungen. Der Rückgang im traditionellen
Einzelhandel wurde durch Zuwächse bei
Wiederverkäufern im Online-Bereich nahezu kompensiert.
ILS - Info-Label
Der Umsatz konnte im Vergleich zum Vorjahr nicht
gehalten werden (-8,0%). Die Umsätze in diesem Bereich
sind in vielen Länder bei einigen Kunden gestiegen und
liegen weiterhin zweistellig über dem Jahr 2022,
jedoch wurde bei einem Großkunden in
Großbritannien eine systematische Veränderung
von Prozessen vorgenommen, die zu einem kompletten Wegfall
von Etiketten bei diesem Kunden führte.
RMS - Retail Merchandising Systems
Der Bereich RMS verzeichnete eine zweistellige
Umsatzminderung (-13,6%) gegenüber dem Vorjahr. Die
Rückgänge in diesem Geschäftsbereich sind
einerseits auf gesunkene Absätze bei einem Kunden in
Nordamerika zurückzuführen, der im abgelaufenen
Geschäftsjahr, im Vergleich zum Vorjahr, eine
geringere Zahl von Filial-Neueröffnungen vorzuweisen
hatte. In Europa gab es andererseits im Vorjahr einige
Großprojekte, die die Umsätze positiv
beeinflusst hatten, und im abgelaufenen Geschäftsjahr
nicht wiederholt wurden.
Sonstiges
Hierunter fallen unter anderem die als
Umsatzerlöse auszuweisenden Mieterträge und
Kostenbelastungen an verbundene Unternehmen.
Informationstechnologie
Das Unternehmen betreibt das zentrale Rechenzentrum
für alle europäischen Konzerngesellschaften,
die SAP R/3 als Standardsoftware einsetzen.
Personalbereich
Bei der Meto International GmbH sind durchschnittlich
112 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen beschäftigt. In
allen Bereichen des Unternehmens werden
Fortbildungsmaßnahmen angeboten, die auf die
jeweiligen Bedürfnisse und Anforderungen ausgerichtet
sind.
4. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
Nach dem vorjährigen Verlust (T€ 2.703)
konnte im Geschäftsjahr 2023 das Ergebnis vor
Ergebnisabführung um T€ 4.456 auf positive
T€ 1.753 verbessert werden. Gegenüber der
Prognose im Vorjahr, in der noch von einem leichten Verlust
für 2023 ausgegangen wurde, stellt dies ebenfalls eine
deutliche Verbesserung dar. Im Vergleich zum Jahr 2022
resultierte dies im Wesentlichen aus der im Folgenden
beschriebenen Entwicklung.
Die Umsätze sanken um T€ 3.129 (-9,5 %).
Die Entwicklung in allen Produktbereichen ist im Vergleich
zum Vorjahr und zur Prognose für 2023
rückläufig. Dies ist begründet in der
allgemein schwierigen Lage des Einzelhandels in Deutschland
im abgelaufenen Geschäftsjahr. Ergänzend wird auf
die Erläuterungen zum Geschäftsverlauf der
Geschäftsbereiche in Gliederungspunkt II.3. verwiesen.
Die Herstellungskosten sanken um T€ 4.691 (-20,5 %)
hauptsächlich aufgrund des die Umsatzentwicklung
überkompensierenden niedrigeren Materialaufwands.
Damit einhergehend stieg das Bruttoergebnis vom Umsatz von
T€ 10.168 im Vorjahr um T€ 1.562 auf T€
11.730 im Berichtsjahr.
Die Kosten für Vertrieb sanken um T€ 688.
Gründe hierfür sind reduzierte Kosten für
Ausgangsfrachten und Lagerhaltung sowie gesunkene
Belastungen von Konzerngesellschaften.
Die allgemeinen Verwaltungskosten lagen mit T€
3.811 auf dem Niveau des Vorjahres (T€ 3.806).
Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich
gegenüber dem Vorjahr um T€ 58 erhöht, was
im Wesentlichen Auflösungen von Rückstellungen
betrifft. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen
verringerten sich um T€ 112. Die Gründe
hierfür sind vor allem geringere Konzernbelastungen
gegenüber dem Vorjahr.
Die Zinserträge sind aufgrund der erhöhten
Verzinsung des Cash-Pool-Kontos von T€ 954 im Vorjahr
auf T€ 2.246 im Berichtsjahr gestiegen. Die
Zinsaufwendungen betreffen, wie im Vorjahr,
hauptsächlich den Zinsanteil aus der Zuführung zu
den Pensionsrückstellungen. Dieser ist im
Geschäftsjahr 2023 um T€ 744 auf T€ 552
gesunken.
Die Eigenkapitalquote stieg auf 38,3 % (i. Vj. 37,3
%). Dies liegt bei gleichbleibendem Eigenkapital an
der leicht verringerten Bilanzsumme.
Auf der Aktivseite ist das Anlagevermögen, trotz
Investitionen in Höhe von T€ 464, aufgrund von
Anlagenabgängen und planmäßigen
Abschreibungen leicht gesunken (T€ -92). Die
Vorräte sind um T€ 1.599 gesunken. Im Gegensatz
zum Vorjahr gab es keine Lieferschwierigkeiten, und somit
konnten die Bestände wieder reduziert werden. Auch die
Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände
sanken um T€ 845. Die Forderungen gegen die
Gesellschafterin sind im Zusammenhang mit dem Cash-Pool und
der Gewinnabführung gesunken. Leicht
rückläufig sind auch die Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen, was hauptsächlich auf die
geringeren Umsatzerlöse zurückzuführen ist.
Auf der Passivseite sind die Rückstellungen
für Pensionen um T€ 894 gesunken. Auch die
sonstigen Rückstellungen gingen um T€ 167
zurück, im Wesentlichen beruht dies auf geringeren
Rückstellungen im Personalbereich. Des Weiteren sanken
die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
(T€ -960), was vor allem auch auf die geringeren
Warenbestände zurückzuführen ist.
Die wesentlichen Bank- und Sichteinlagen werden
über ein Cash-Pooling-System pro Geschäftstag
abgerufen und auf einem Konto der Gesellschafterin
konsolidiert. Die Forderung aus diesem Cash-Pool-System
beläuft sich im Jahr 2023 auf T€ 16.033 (i. Vj.
T€ 16.369). Durch die Verfügbarkeit des
Cash-Pools für die Meto International GmbH ist die
jederzeitige Liquidität der Gesellschaft
sichergestellt.
Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der
Gesellschaft wird von der Geschäftsführung
insgesamt als zufriedenstellend bewertet.
III. Chancen- und Risikobericht
1. Beschreibung und Beurteilung des
Risikomanagementsystems
Die Ablauforganisation der Meto International GmbH
wird durch ein SAP/R3 System getragen. Alle relevanten
Abläufe werden über das System abgebildet und
dokumentiert.
Es sind feste Kreditlimits im System für alle
Großkunden hinterlegt, um einem Forderungsausfall
vorzubeugen. Diese Kreditlimits werden
regelmäßig überprüft und im Rahmen des
Management-Meetings mit den Geschäftsbereichsleitern
kommuniziert und diskutiert. Regelmäßige
Management-Meetings dienen der Abstimmung der
Risikofaktoren auf einer monatlichen Basis. Darüber
hinaus haben wir für einen Großteil unseres
Kundenportfolios eine Warenkreditversicherung
abgeschlossen, um die Ausfallrisiken zu minimieren.
Die Bewertung der Lagerbestände wird strikt nach
den CCL-Regeln abgewickelt und über SAP-basierte
Systeme monatlich überprüft.
Durch die Zugehörigkeit zum Konzern der CCL
Industries Inc., Toronto/Kanada, finden für die Meto
International GmbH die Anforderungen des kanadischen Bill
198, das die Anforderung an die Einrichtung des internen
Kontrollsystems über die Finanzberichterstattung
regelt, Anwendung. Die Umsetzung ist in
Key-Control-Dokumentationen dokumentiert und in die
Management-Routinen eingegliedert. Jährliche interne
und externe Prüfungen garantieren die Einhaltung der
strengen Regeln.
2. Chancen und Risiken der künftigen
Entwicklung
Der klassische HLS-Markt im Bereich der
Handauszeichnung wird seinen abfallenden Trend fortsetzen;
wir sehen jedoch eine Stabilisierung in Zentral-, West- und
Nordeuropa sowie Wachstumschancen in Süd- und
Osteuropa. Diese Wachstumsmöglichkeiten adressieren
wir durch die Fokussierung im Bereich HLS, inklusive
Überarbeitung unseres Produktportfolios mit Angeboten
für Massenvertriebskanäle, z.B. e-Commerce und
Cash&Carry-Märkte, sowie einer klaren
Differenzierung unseres Produktangebots für den
Direktvertrieb, wodurch wir unsere Stellung im Markt weiter
festigen bzw. auszubauen.
Im Bereich Food-Labels sehen wir großes
Umsatzpotential, so dass wir uns auf dieses Marktsegment
ebenfalls fokussieren, um bestehende Kundenbeziehungen
weiter auszubauen und um weitere Kunden aus dem Bereich
"Quick-Service-Restaurants" zu gewinnen.
Für die RMS-Produkte sehen wir weiterhin
erhebliche Umsatzpotenziale in der Subkategorie ESL
(Electronic Shelf Labels)-Accessories, welche durch den
Trend hin zur elektronischen Preisauszeichnung bei den
großen Handelsketten in Europa getrieben werden. Die
großen Handelsketten werden durch Personalmangel
nahezu dazu gezwungen, effizientere Möglichkeiten zur
Preisauszeichnung und Preisänderung am Regal zu
implementieren.
Die nachfolgend dargestellten Risiken werden in
absteigender Reihenfolge ihrer Bedeutung für die
Gesellschaft beschrieben. Unter Berücksichtigung der
gesamtwirtschaftlichen Situation, der Umsatzentwicklung und
des Investitionsverhaltens des Einzelhandels sowie der
jeweiligen Auftragslage sehen wir ein Risiko als wesentlich
an, sobald dessen Eintritt die Minderung eines
Monatsumsatzes um 10-15 % verursachen kann.
a) Die zunehmende Konsolidierung des Handels wird
auch in den kommenden Jahren die Einkaufsvolumen
bündeln, was zu hohem Druck auf die Margen führen
wird.
b) Mitarbeiter-Qualifizierung, -Akquirierung und
-Retention werden wichtige Bausteine zum Unternehmenserfolg
sein.
c) Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens
gefährden, sind derzeit nicht bekannt.
Um den Anforderungen und Entwicklungen im Markt Folge
zu leisten und um marktgerecht anbieten zu können,
werden wir kontinuierlich in die Infrastruktur und in
Modernisierung des Standortes sowie des Maschinenparks
investieren.
Durch ein verbessertes, optimiertes Kostengerüst
und eine starke Organisationsstruktur, die auf
Qualität setzt, wird sich die Gesellschaft auch hier
behaupten können.
IV. Prognosebericht
Die Gesellschaft wird anhand der finanziellen
Kennzahlen Umsatz und Ergebnis vor Ergebnisabführung
gesteuert. Das Budget 2024 zeigt eine gleichbleibende
Tendenz, so dass der geplante Umsatz 2024 bei ca. €
29,9 Mio. liegt.
Abzuwarten bleibt hier die weitere Entwicklung der
Ökonomie in Europa, die weiterhin durch die
Ukraine-Krise, ein höheres Zinsniveau - einhergehend
mit einer Investitionszurückhaltung sowie einem
stagnierenden Konsumverhalten - beeinflusst wird.
Das Ergebnis vor Ergebnisabführung im
Geschäftsjahr 2024 sollte auf dem Niveau des
Geschäftsjahres 2023 liegen.
Für das Jahr 2024 ist geplant, weiterhin
verstärkt im Etiketten-Bereich tätig zu sein
sowie den Onlinehandel voranzutreiben. Durch die
Modernisierung unseres Maschinenparks werden wir unsere
Produktpalette entsprechend effizienter produzieren und
ausbauen.
1 Quelle: Statistisches Bundesamt
"Bruttoinlandsprodukt 2023 für Deutschland",
Wiesbaden, 15. Januar 2024
2 Quelle: Statistisches Bundesamt
"Bruttoinlandsprodukt 2023 für Deutschland",
Wiesbaden, 15. Januar 2024
Hirschhorn (Neckar), den 28.
März 2024
Meto
International GmbH
Peter
Sperl
Markus
Eppensteiner
Bilanz zum 31. Dezember 2023
A k t i v a
|
31.12.2023 |
31.12.2022 |
|
EUR |
EUR |
EUR |
EUR |
| A.
Anlagevermögen |
|
|
|
|
| I.
Immaterielle Vermögensgegenstände |
|
|
|
|
| Entgeltlich
erworbene Konzessionen, gewerbliche |
|
|
|
|
| Schutzrechte
und ähnliche Rechte und Werte |
|
93 |
|
875 |
| II.
Sachanlagen |
|
|
|
|
| 1.
Grundstücke und Bauten |
5.223.177 |
|
5.396.691 |
|
| 2.
Technische Anlagen und Maschinen |
1.420.260 |
|
1.412.233 |
|
| 3.
Andere Anlagen, Betriebs- und |
|
|
|
|
| Geschäftsausstattung |
333.987 |
|
425.116 |
|
| 4.
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau |
216.613 |
7.194.037 |
51.013 |
7.285.053 |
|
|
7.194.130 |
|
7.285.928 |
| B.
Umlaufvermögen |
|
|
|
|
| I.
Vorräte |
|
|
|
|
| 1.
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe |
1.192.887 |
|
1.251.989 |
|
| 2.
Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen |
1.321.430 |
|
1.664.352 |
|
| 3.
Fertige Erzeugnisse und Waren |
822.173 |
3.336.490 |
2.019.133 |
4.935.474 |
| II.
Forderungen und sonstige |
|
|
|
|
| Vermögensgegenstände |
|
|
|
|
| 1.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
3.709.478 |
|
4.120.550 |
|
| 2.
Forderungen gegen verbundene Unternehmen |
45.533.301 |
|
45.611.885 |
|
| 3.
Forderungen gegen Gesellschafter |
16.032.532 |
|
16.368.713 |
|
| 4.
Sonstige Vermögensgegenstände |
71.342 |
65.346.653 |
90.964 |
66.192.112 |
| III.
Kassenbestand und Guthaben bei |
|
|
|
|
| Kreditinstituten |
|
501.330 |
|
151.384 |
|
|
69.184.473 |
|
71.278.970 |
| C.
Rechnungsabgrenzungsposten |
|
24.131 |
|
32.570 |
| D.
Aktiver Unterschiedsbetrag aus der |
|
|
|
|
| Vermögensverrechnung |
|
102.599 |
|
56.727 |
|
|
76.505.333 |
|
78.654.195 |
P a s s i v a
|
31.12.2023 |
31.12.2022 |
|
EUR |
EUR |
| A.
Eigenkapital |
|
|
| I.
Gezeichnetes Kapital |
10.226.000 |
10.226.000 |
| II.
Kapitalrücklage |
14.200.127 |
14.200.127 |
| III.
Gewinnrücklagen |
|
|
| Andere
Gewinnrücklagen |
60.850 |
60.850 |
| IV.
Gewinnvortrag |
4.840.678 |
4.840.678 |
|
29.327.655 |
29.327.655 |
| B.
Rückstellungen |
|
|
| 1.
Rückstellungen für Pensionen |
44.782.398 |
45.676.271 |
| 2.
Sonstige Rückstellungen |
677.114 |
843.885 |
|
45.459.512 |
46.520.156 |
| C.
Verbindlichkeiten |
|
|
| 1.
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen |
25.637 |
55.764 |
| 2.
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
1.416.117 |
2.375.738 |
| 3.
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen |
179.129 |
282.429 |
| 4.
Sonstige Verbindlichkeiten |
94.283 |
92.453 |
| -
davon aus Steuern EUR 86.447 (i. Vj. EUR 90.928)
- |
|
|
|
1.715.166 |
2.806.384 |
| D.
Rechnungsabgrenzungsposten |
3.000 |
0 |
|
76.505.333 |
78.654.195 |
Gewinn-
und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31.
Dezember 2023
|
2023 |
2022 |
|
EUR |
EUR |
| 1.
Umsatzerlöse |
29.917.315 |
33.046.627 |
| 2.
Herstellungskosten der zur Erzielung |
|
|
| der
Umsatzerlöse erbrachten Leistungen |
-18.186.992 |
-22.878.150 |
| 3.
Bruttoergebnis vom Umsatz |
11.730.323 |
10.168.477 |
| 4.
Vertriebskosten |
-7.153.150 |
-7.840.726 |
| 5.
Allgemeine Verwaltungskosten |
-3.810.726 |
-3.806.388 |
| 6.
Sonstige betriebliche Erträge |
172.514 |
114.559 |
| 7.
Sonstige betriebliche Aufwendungen |
-823.354 |
-935.310 |
| 8.
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge |
2.246.005 |
954.181 |
| -
aus verbundenen Unternehmen EUR 2.243.271 (i. Vj. EUR
954.181) - |
|
|
| 9.
Zinsen und ähnliche Aufwendungen |
-551.634 |
-1.295.919 |
| 10.
Ergebnis nach Steuern |
1.809.978 |
-2.641.126 |
| 11.
Sonstige Steuern |
-57.011 |
-61.918 |
| 12.
Erträge aus Verlustübernahme |
0 |
2.703.044 |
| 13.
Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrags
abgeführter Gewinn |
-1.752.967 |
0 |
| 14.
Jahresüberschuss |
0 |
0 |
Anhang für
das Geschäftsjahr 2023
I. Allgemeine Angaben
Der Jahresabschluss der Meto International GmbH -
Amtsgericht Darmstadt, HRB 40533 - für das
Geschäftsjahr 2023 wurde nach den Vorschriften des
Handelsgesetzbuches (HGB) unter Beachtung der
ergänzenden Bestimmungen für
mittelgroße Kapitalgesellschaften (§§ 264
ff. HGB) sowie des GmbH-Gesetzes (GmbHG) aufgestellt.
Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde
gemäß § 275 Abs. 3 HGB das
Umsatzkostenverfahren gewählt.
II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Entgeltlich erworbene
immaterielle
Vermögensgegenstände wurden zu
Anschaffungskosten, vermindert um
planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die
für die planmäßigen Abschreibungen
zugrunde gelegten ursprünglichen Nutzungsdauern
betragen drei bis zehn Jahre.
Das
Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten,
vermindert um planmäßige lineare und, soweit
erforderlich, außerplanmäßige
Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibungen erfolgen
grundsätzlich nach der linearen Abschreibungsmethode.
Bewegliche Sachanlagen werden, soweit sie bis 2007
zugegangen sind, mit den Höchstsätzen degressiv
abgeschrieben. Sobald die lineare Abschreibung zu
höheren Abschreibungen führt, wird auf diese
übergegangen. Die Abschreibung der Gebäude
erfolgt über eine Nutzungsdauer von 15 bis 50 Jahren
und der Betriebsvorrichtungen von zehn bis 20 Jahren. Die
Nutzungsdauern betragen bei technischen Anlagen und
Maschinen sowie bei anderen Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung drei bis zehn Jahre.
Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten
bis EUR 800 werden im Jahr der Anschaffung voll
abgeschrieben. Anlagegüter mit Anschaffungskosten
größer EUR 800 werden aktiviert und über
die entsprechende Nutzungsdauer linear abgeschrieben.
Vorräte wurden zu Anschaffungs- oder
Herstellungskosten bzw. den jeweils niedrigeren
beizulegenden Werten am Abschlussstichtag bewertet. Die
Herstellungskosten umfassen neben den direkten
Fertigungslohn- und Materialkosten sowie Sondereinzelkosten
angemessene anteilige Fertigungs- und Materialgemeinkosten
sowie lineare Abschreibungen, soweit sie auf die
Herstellung entfallen. Die niedrigeren beizulegenden Werte
werden nach den Verhältnissen am Beschaffungs- bzw.
Absatzmarkt unter Berücksichtigung der individuellen
Einsatzmöglichkeit ermittelt. Bestandsrisiken, die
sich aus der Dauer der Lagerhaltung, einer verminderten
Verwertbarkeit oder gesunkenen Wiederbeschaffungs- bzw. den
Verkaufspreisen ergeben, sind durch Abwertungen
berücksichtigt.
Die
Forderungen und sonstigen
Vermögensgegenstände wurden
mit dem Nennbetrag abzüglich Einzel- und
Pauschalwertberichtigungen angesetzt.
Auf Fremdwährung lautende Forderungen und
Vermögensgegenstände mit einer
Restlaufzeit bis zu einem Jahr wurden zum
Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet.
Kassenbestände und laufende
Guthaben bei Kreditinstituten sind mit den
Nominalbeträgen eingestellt. Bankguthaben in fremder
Währung werden zum Stichtagskurs bewertet.
Als
Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite
Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, sofern
sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag
darstellen.
Die
Rückstellungen für Pensionen werden auf
der Grundlage eines versicherungsmathematischen Gutachtens
nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projizierte
Einmalbeitragsmethode) errechnet. Als biometrische
Rechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2018 G" von
Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet. Für die Abzinsung
wurde pauschal eine durchschnittliche Restlaufzeit von 15
Jahren angenommen. Als Abzinsungsfaktor wurde aufgrund des
§ 253 Abs. 2 HGB ein durchschnittlicher Marktzinssatz
der vergangenen zehn Jahre von 1,83 % (i. Vj. 1,79 %)
angesetzt. Gehaltssteigerungen wurden mit 2,5 % (i. Vj. 2,5
%), der Rententrend mit 2,5 % (i. Vj. 2,5 %)
berücksichtigt.
Die
sonstigen Rückstellungen berücksichtigen
sämtliche erkennbaren Risiken und ungewissen
Verbindlichkeiten und sind in Höhe des nach
vernünftiger kaufmännischer Beurteilung
notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Hierbei
wurden künftige Preis- und Kostensteigerungen
berücksichtigt. Rückstellungen mit einer
Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer
Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen
Marktzinssatz der vergangenen sieben
Geschäftsjahre, wie er von der Deutschen Bundesbank
veröffentlicht wurde, abgezinst.
Vermögensgegenstände, die
dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind
und ausschließlich der Erfüllung von Schulden
aus Altersteilzeitverpflichtungen dienen, sind nach §
246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit diesen Verpflichtungen verrechnet
und gemäß § 253 Abs. 1 Satz 4 HGB zum
beizulegenden Zeitwert bewertet. Mit den korrespondierenden
Aufwendungen und Erträgen wurde entsprechend
verfahren.
Verbindlichkeiten werden mit dem
Erfüllungsbetrag angesetzt.
Kurzfristige Verbindlichkeiten, die auf fremde
Währung lauten, werden mit dem
Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag
umgerechnet.
Als
Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der
Passivseite Einzahlungen vor dem Abschlussstichtag
ausgewiesen, sofern sie Ertrag für eine bestimmte Zeit
nach diesem Tag darstellen.
Mit der Alleingesellschafterin Checkpoint Systems
Holding GmbH, Hirschhorn (Neckar), besteht eine umsatz-,
gewerbe- und körperschaftsteuerliche
Organschaft.
III. Erläuterungen zur Bilanz
(1) Anlagevermögen
Eine von den gesamten Anschaffungskosten ausgehende
Darstellung der Entwicklung der Posten des
Anlagevermögens ist in der Anlage zum Anhang
wiedergegeben.
(2) Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände
Sämtliche Forderungen sind, wie im Vorjahr,
innerhalb eines Jahres fällig.
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen
betreffen mit TEUR 45.500 (i. Vj. TEUR 45.500) ein Darlehen
und mit TEUR 33 (i. Vj. TEUR 112) Lieferungen und
Leistungen. Die Forderungen gegen Gesellschafter
resultieren, wie im Vorjahr, aus dem Cash-Pool, vermindert
um die Verbindlichkeit aus Gewinnabführung bzw., im
Vorjahr, erhöht um die Forderung aus
Verlustübernahme.
(3) Aktiver Unterschiedsbetrag aus der
Vermögensverrechnung
Der Rückstellungsbetrag für Verpflichtungen
aus Altersteilzeit von TEUR 8 (i. Vj. TEUR 52) wurde mit
dem beizulegenden Zeitwert des als Deckungskapital
dienenden Wertpapierbestands in Höhe von TEUR 111 (i.
Vj. TEUR 109) saldiert. Der beizulegende Zeitwert des
Deckungskapitals entspricht dabei den Anschaffungskosten.
(4) Eigenkapital
Das Stammkapital der Gesellschaft wird
ausschließlich von der Checkpoint Systems Holding
GmbH gehalten.
(5) Rückstellungen für Pensionen
Aus der Abzinsung dieser Rückstellung mit dem
durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn statt
sieben Jahre resultiert ein Unterschiedsbetrag
gemäß § 253 Abs. 6 HGB von TEUR 436.
(6) Sonstige Rückstellungen
Bei den sonstigen Rückstellungen handelt es sich
im Wesentlichen um Verpflichtungen aus dem Personalbereich,
insbesondere betreffend Überstunden und Jubiläen,
sowie Rückstellungen für ausstehende
Rechnungen.
(7) Verbindlichkeiten
Zum 31. Dezember 2023 sind sämtliche
Verbindlichkeiten, wie im Vorjahr, innerhalb eines Jahres
fällig. Darüber hinaus sind alle
Verbindlichkeiten ungesichert. Die Verbindlichkeiten
gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen, wie im
Vorjahr, sämtlich Liefer- und
Leistungsverbindlichkeiten.
IV. Erläuterungen zur Gewinn- und
Verlustrechnung
(1) Umsatzerlöse
Die Aufteilung der Umsatzerlöse nach
Produktgruppen stellt sich wie folgt dar:
|
2023 |
2022 |
|
TEUR |
TEUR |
| Etiketten |
10.837 |
11.531 |
| Verkaufsfördernde
Produkte |
12.347 |
14.292 |
|
Preisauszeichnungsgeräte |
5.001 |
4.883 |
| Ersatzteile |
1.692 |
1.943 |
| Sonstige |
40 |
398 |
|
29.917 |
33.047 |
Die Aufteilung der Umsatzerlöse auf
geographische Märkte ergibt sich aus folgender
Darstellung:
|
2023 |
2022 |
|
TEUR |
TEUR |
| Europäische
Union |
14.955 |
17.047 |
| Deutschland |
12.814 |
13.321 |
| Übriges Europa |
621 |
255 |
| Restliches Ausland |
1.527 |
2.424 |
|
29.917 |
33.047 |
(2) Materialaufwand
Der Materialaufwand des
Geschäftsjahres stellt sich wie folgt
dar:
|
2023 |
2022 |
|
TEUR |
TEUR |
| Aufwendungen für
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene
Waren |
12.450 |
14.594 |
| Aufwendungen für
bezogene Leistungen |
845 |
832 |
|
13.295 |
15.426 |
(3) Personalaufwand
Der Personalaufwand für das Geschäftsjahr
2022 betrug insgesamt TEUR 8.045 (i. Vj. TEUR 8.177) und
setzt sich wie folgt zusammen:
|
2023 |
2022 |
|
TEUR |
TEUR |
| Löhne und
Gehälter |
6.531 |
6.548 |
| Soziale Abgaben und
Aufwendungen für Altersversorgung und für
Unterstützung |
1.514 |
1.629 |
|
8.045 |
8.177 |
Die Aufwendungen für Altersversorgung beliefen
sich auf TEUR 206 (i. Vj. TEUR 366).
(4) Sonstige betriebliche Erträge
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind
Erträge aus der Währungsumrechnung mit TEUR 18
(i. Vj. TEUR 67) ausgewiesen.
(5) Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten
Aufwendungen aus der Währungsumrechnung mit TEUR 60
(i. Vj. TEUR 57).
(6) Zinsen und ähnliche Aufwendungen
Der Ausweis enthält den Zinsanteil in den
Zuführungen zu den Pensionsrückstellungen mit
TEUR 552 (i. Vj. TEUR 1.295).
(7) Ergebnisabführung
Aufgrund des mit der Checkpoint Systems Holding GmbH
am 16. Januar 2015 geschlossenen Beherrschungs- und
Ergebnisabführungsvertrages wird der für das
Geschäftsjahr 2023 ausgewiesene Gewinn an die
Alleingesellschafterin abgeführt.
V. Sonstige Angaben
(1) Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle
Verpflichtungen
Haftungsverhältnisse bestanden zum
Bilanzstichtag nicht.
Sonstige finanzielle Verpflichtungen betreffen
Dienstleistungs-, Miet- und Leasingverträge in
Höhe von insgesamt TEUR 3.923 (i. Vj. TEUR 3.698). Die
Verteilung auf die Folgejahre ergibt sich wie folgt:
|
TEUR |
| 2024 |
1.924 |
| 2025 |
1.835 |
| 2026 und
später |
164 |
|
3.923 |
(2) Honorar des Abschlussprüfers
Im Geschäftsjahr 2023 wurde vom
Abschlussprüfer für Prüfungsleistungen
ein Gesamthonorar von TEUR 53 berechnet.
(3) Anzahl Mitarbeiter
Die Gesellschaft beschäftigte im
Geschäftsjahr durchschnittlich 53 (i. Vj. 49)
Angestellte und 59 (i. Vj. 66) gewerbliche Arbeitnehmer.
(4) Geschäftsführung
Zu Geschäftsführern bestellt sind die
Herren:
| ― |
Peter Sperl, Hausham, Managing
Director Central/Northern/Eastern Europe Avery
Zweckform, einzelvertretungsberechtigt;
|
| ― |
Markus Eppensteiner, Warngau,
Managing Director Operations,
gesamtvertretungsberechtigt.
|
Da nur ein Geschäftsführer Bezüge von
der Gesellschaft erhält, wird von der Schutzklausel
des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.
Für ehemalige Geschäftsführer bestehen
Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 760 sowie
TEUR 1.302 für Hinterbliebene ehemaliger
Geschäftsführer.
(5) Vorgänge nach Schluss des
Geschäftsjahres
Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss
des Geschäftsjahres waren nicht zu
verzeichnen.
(6) Konzernabschluss
Die Meto International GmbH ist eine 100%ige
Tochtergesellschaft der Checkpoint Systems Holding GmbH,
Hirschhorn (Neckar). Die Muttergesellschaft wiederum ist
mittelbare Tochtergesellschaft der CCL Industries Inc.,
Toronto/Kanada (CCL). Alle Unternehmen des
Konsolidierungskreises der CCL sind verbundene Unternehmen
im Sinne des § 271 Abs. 2 HGB.
Die CCL als oberstes Mutterunternehmen des
Gesamtkonzerns erstellt einen Konzernabschluss
nach den International Financial Reporting Standards (IFRS)
für den größten und kleinsten Kreis von
Unternehmen, in den die Meto International GmbH einbezogen
wird. Der Konzernabschluss ist unter www.cclind.com
verfügbar. Er wird zudem im Unternehmensregister
veröffentlicht und ist unter
www.unternehmensregister.de abrufbar.
Hirschhorn (Neckar), den 28.
März 2024
Meto
International GmbH
Peter
Sperl
Markus
Eppensteiner
Entwicklung
des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
|
Anschaffungskosten |
|
1.1.2023 |
Zugänge |
Abgänge |
31.12.2023 |
|
EUR |
EUR |
EUR |
EUR |
| I.
Immaterielle |
|
|
|
|
| Vermögensgegenstände |
|
|
|
|
| Entgeltlich
erworbene Konzessionen, |
|
|
|
|
| gewerbliche
Schutzrechte und |
|
|
|
|
| ähnliche
Rechte und Werte |
11.742.356 |
0 |
0 |
11.742.356 |
| II.
Sachanlagen |
|
|
|
|
| 1.
Grundstücke und Bauten |
13.272.807 |
68.644 |
0 |
13.341.451 |
| 2.
Technische Anlagen und |
|
|
|
|
| Maschinen |
6.711.170 |
210.997 |
68.339 |
6.853.828 |
| 3.
Andere Anlagen, Betriebs- |
|
|
|
|
| und
Geschäftsausstattung |
8.742.452 |
18.794 |
713.600 |
8.047.646 |
| 4.
Geleistete Anzahlungen und |
|
|
|
|
| Anlagen
im Bau |
51.013 |
165.600 |
0 |
216.613 |
|
28.777.442 |
464.035 |
781.939 |
28.459.538 |
|
40.519.798 |
464.035 |
781.939 |
40.201.894 |
|
Kumulierte
Abschreibungen |
|
1.1.2023 |
Abschrei-
bungen des
Geschäfts-
jahres |
Abgänge |
31.12.2023 |
|
EUR |
EUR |
EUR |
EUR |
| I.
Immaterielle |
|
|
|
|
| Vermögensgegenstände |
|
|
|
|
| Entgeltlich
erworbene Konzessionen, |
|
|
|
|
| gewerbliche
Schutzrechte und |
|
|
|
|
| ähnliche
Rechte und Werte |
11.741.481 |
782 |
0 |
11.742.263 |
| II.
Sachanlagen |
|
|
|
|
| 1.
Grundstücke und Bauten |
7.876.116 |
242.158 |
0 |
8.118.274 |
| 2.
Technische Anlagen und |
|
|
|
|
| Maschinen |
5.298.937 |
202.970 |
68.339 |
5.433.568 |
| 3.
Andere Anlagen, Betriebs- |
|
|
|
|
| und
Geschäftsausstattung |
8.317.336 |
109.922 |
713.599 |
7.713.659 |
| 4.
Geleistete Anzahlungen und |
|
|
|
|
| Anlagen
im Bau |
0 |
0 |
0 |
0 |
|
21.492.389 |
555.050 |
781.938 |
21.265.501 |
|
33.233.870 |
555.832 |
781.938 |
33.007.764 |
|
Buchwerte |
|
31.12.2023 |
31.12.2022 |
|
EUR |
EUR |
| I.
Immaterielle |
|
|
| Vermögensgegenstände |
|
|
| Entgeltlich
erworbene Konzessionen, |
|
|
| gewerbliche
Schutzrechte und |
|
|
| ähnliche
Rechte und Werte |
93 |
875 |
| II. Sachanlagen |
|
|
| 1.
Grundstücke und Bauten |
5.223.177 |
5.396.691 |
| 2.
Technische Anlagen und |
|
|
| Maschinen |
1.420.260 |
1.412.233 |
| 3.
Andere Anlagen, Betriebs- |
|
|
| und
Geschäftsausstattung |
333.987 |
425.116 |
| 4.
Geleistete Anzahlungen und |
|
|
| Anlagen
im Bau |
216.613 |
51.013 |
|
7.194.037 |
7.285.053 |
|
7.194.130 |
7.285.928 |
Bestätigungsvermerk
des unabhängigen Abschlussprüfers
An die Meto International GmbH, Hirschhorn (Neckar)
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der Meto International
GmbH, Hirschhorn (Neckar), - bestehend aus der
Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und
Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1.
Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang,
einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus
haben wir den Lagebericht der Meto International GmbH
für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31.
Dezember 2023 geprüft. Die im Abschnitt "Sonstige
Informationen" unseres Bestätigungsvermerks genannten
Bestandteile des Lageberichts haben wir in Einklang mit den
deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich
geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
| ― |
entspricht der beigefügte
Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den
deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden
handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter
Beachtung der deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung ein den
tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens- und
Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023
sowie ihrer Ertragslage für das
Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember
2023 und
|
| ― |
vermittelt der beigefügte
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der
Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen
Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem
Jahresabschluss, entspricht den deutschen
gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und
Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend
dar. Unser Prüfungsurteil zum
Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der
im Abschnitt "Sonstige Informationen" genannten
Bestandteile des Lageberichts.
|
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB
erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen
Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des
Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die
Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses
und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317
HGB unter Beachtung der vom Institut der
Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger
Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere
Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen
ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers
für die Prüfung des Jahresabschlusses und des
Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks
weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen
unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen
handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und
haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in
Übereinstimmung mit diesen Anforderungen
erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns
erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und
geeignet sind, um als Grundlage für unsere
Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum
Lagebericht zu dienen.
Sonstige Informationen
Die gesetzlichen Vertreter sind für die
sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen
Informationen umfassen die folgenden, nicht inhaltlich
geprüften Bestandteile des Lageberichts:
| ― |
die im Abschnitt I. im
Lagebericht enthaltene lageberichtsfremde und als
ungeprüft gekennzeichnete Angabe zum
Umweltschutz,
|
| ― |
die im Abschnitt I. im
Lagebericht enthaltene lageberichtsfremde und als
ungeprüft gekennzeichnete Angabe zum
Datenschutz,
|
| ― |
die im Abschnitt I. im
Lagebericht enthaltene lageberichtsfremde und als
ungeprüft gekennzeichnete Angabe zur
Nachhaltigkeit.
|
Unsere Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht
auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben
wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine
andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir
die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und
dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
| ― |
wesentliche Unstimmigkeiten zum
Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften
Lageberichtsangaben oder unseren bei der Prüfung
erlangten Kenntnissen aufweisen oder
|
| ― |
anderweitig wesentlich falsch
dargestellt erscheinen.
|
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den
Jahresabschluss und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich
für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den
deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden
handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen
Belangen entspricht, und dafür, dass der
Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger
Buchführung ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich
für die internen Kontrollen, die sie in
Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen
ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig
bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses
zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen
Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h.
Manipulationen der Rechnungslegung und
Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die
gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren
haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang
mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit,
sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus
sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des
Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem
nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten
entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter
verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts,
der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der
Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den
deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen
Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und
Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet
haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in
Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen
gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um
ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im
Lagebericht erbringen zu können.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die
Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit
darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes
frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von
dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage
der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht,
den deutschen gesetzlichen Vorschriften
entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen
Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen
Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere
Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum
Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an
Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in
Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der
vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW)
festgestellten deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche
Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen
können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern
resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn
vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass
sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses
Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen
wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten
beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir
pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine
kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
| ― |
identifizieren und beurteilen
wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen
im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von
dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und
führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf
diese Risiken durch sowie erlangen
Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet
sind, um als Grundlage für unsere
Prüfungsurteile zu dienen. Das
Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende
wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt
werden, ist höher als das Risiko, dass aus
Irrtümern resultierende wesentliche falsche
Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose
Handlungen kollusives Zusammenwirken,
Fälschungen, beabsichtigte
Unvollständigkeiten, irreführende
Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen
interner Kontrollen beinhalten können.
|
| ― |
gewinnen wir ein
Verständnis von dem für die Prüfung
des Jahresabschlusses relevanten internen
Kontrollsystem und den für die Prüfung des
Lageberichts relevanten Vorkehrungen und
Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu
planen, die unter den gegebenen Umständen
angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein
Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser
Systeme der Gesellschaft abzugeben.
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beurteilen wir die
Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern
angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die
Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern
dargestellten geschätzten Werte und damit
zusammenhängenden Angaben.
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ziehen wir Schlussfolgerungen
über die Angemessenheit des von den gesetzlichen
Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes
der Fortführung der
Unternehmenstätigkeit sowie, auf der
Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob
eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit
Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die
bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit
der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit aufwerfen können.
Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine
wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir
verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die
dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im
Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese
Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges
Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir
ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage
der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks
erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige
Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu
führen, dass die Gesellschaft ihre
Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen
kann.
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beurteilen wir Darstellung,
Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt
einschließlich der Angaben sowie ob der
Jahresabschluss die zugrunde liegenden
Geschäftsvorfälle und Ereignisse so
darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung
der deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der
Gesellschaft vermittelt.
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beurteilen wir den Einklang des
Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine
Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte
Bild von der Lage des Unternehmens.
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führen wir
Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen
Vertretern dargestellten zukunftsorientierten
Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender
geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir
dabei insbesondere die den zukunftsorientierten
Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde
gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die
sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten
Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges
Prüfungsurteil zu den
zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde
liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein
erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige
Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten
Angaben abweichen.
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Wir erörtern mit den für die
Überwachung Verantwortlichen unter anderem den
geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie
bedeutsame Prüfungsfeststellungen,
einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im
internen Kontrollsystem, die wir während unserer
Prüfung feststellen.
Mannheim, den 15. Juli
2024
KPMG
AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Mayran,
Wirtschaftsprüferin
Orth,
Wirtschaftsprüfer
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