Stammdaten

Register
Amtsgericht Darmstadt HRB 40533
Vorher
Checkpoint Systems International GmbH
Eingetragen
13.11.2006
Branche
Herstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen GerätenHerstellung von elektrischem Installationsmaterial
Gegenstand
Die Herstellung, der Vertrieb, die Produktentwicklung, die Montage sowie der Import und Export von: -Etiketten, Aufklebern und Karten oder Tickets aller Art, -Druck- und Spendegeräte aller Art für Etiketten, Aufkleber, Karten oder Tickets, elektronische Artikelsicherungssysteme, Zubehör und Etiketten zur Signalgebung, -Systeme, Geräte und Organisationsmittel aller Art zum Zwecke der Verkaufsförderung sowie Kundenbedienungssysteme, -Installation, Wartung und Service für die verkauften Produkte.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Mario Rinas
seit 22.7.2024
Prokura
Markus Eppensteiner
seit 26.1.2022
Geschäftsführer
Kai Beilenhoff
seit 26.1.2022
Prokura
Remco Kroes
seit 14.2.2018
Prokura
Peter Sperl
seit 12.12.2016
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
CCL Label A/SDNK
89.64%
Checkpoint System Inc.USA
10.36%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
10.226.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Meto International GmbH

Hirschhorn (Neckar)

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023


I. Allgemein


Alleingesellschafterin der Meto International GmbH ist die Checkpoint Systems Holding GmbH, Hirschhorn (Neckar). Die oberste Muttergesellschaft ist die CCL Industries Inc., Toronto/Kanada (CCL).

Gegenstand des Unternehmens ist die Produktion und der Vertrieb von Etiketten sowie Auszeichnungsgeräten für den Handel und die Industrie. Für die Handpreisauszeichnungs­geräte wird weiterhin das Warenzeichen "METO" geführt.

Der Vertrieb erfolgt direkt an den Handel und die Industrie durch internationale Vertriebs­gesellschaften des Konzerns sowie Franchise- und externe Kooperationspartner.

Die Meto International GmbH beinhaltet die Geschäftszweige Handpreisauszeichnung (HLS), Info-Label (ILS) und Retail Merchandising Systems (RMS).

Wesentliche Produkte und Dienstleistungen sind:

Handpreisauszeichnung (HLS)

Die seit Jahrzehnten bewährte Technik der Handpreisauszeichnung für Artikel des Handels umfasst Handauszeichnungsgeräte, Etiketten und Zubehör. Die Produkte werden vornehmlich im Einzelhandel (EH) und in der Industrie eingesetzt.

Info-Label (ILS)

Das Sortiment beinhaltet Etiketten für den Food-Bereich sowie sonstige Etiketten, die nicht direkt im Preisauszeichner verwendet werden.

Retail Merchandising Systems (RMS) - verkaufsfördernde Auszeichnung

Das Sortiment der verkaufsfördernden Auszeichnung besteht aus Preiskassetten- Befestigungslösungen, Rahmen, Regalpreisleisten und ähnlichen Produkten. Grundsätzlich werden diese Artikel im EH, Baumarktbereich und in der Unterhaltungselektronik eingesetzt.

Umweltschutz (vom Abschlussprüfer ungeprüft)

Das Unternehmen betreibt am Standort Hirschhorn ein integriertes Managementsystem, das unter anderem die Belange von Arbeitsschutz und Umweltschutz betrifft. Das System ist nach ISO 14001 zertifiziert. Daneben sind wir Mitglied der Umweltallianz Hessen. In dieser Allianz verpflichten wir uns, im Umweltschutz besonders strenge Maßstäbe anzulegen und erhalten im Gegenzug administrative Erleichterungen.

Des Weiteren wurde der Standort nach bestandenen Hygieneaudits für die Produktion von Etiketten für den Lebensmittel-Bereich - insbesondere Fast Food - zertifiziert. Der Standard BRC Global Standard for Packaging and Packaging Materials ist der führende Standard für Verpackungen im Umgang mit Lebensmitteln.

Wir erfüllen im Energiebereich die DIN 16247 EED, Energiemanagement. Diese stellt Anforderungen an Unternehmen zur Einführung, Verwirklichung und Verbesserung des Energieverbrauchs. Diese DIN hat das Ziel, die energiebezogene Leistung von Unternehmen kontinuierlich zu verbessern sowie deren Energieeffizienz und -nutzung zu optimieren und die Kosten zu senken.

Seit 2023 sind wir auch nach FSC zertifiziert. Das Forest Stewardship Council (FSC) ist die verlässlichste Organisation für die Absicherung wichtiger Umwelt- und Sozialstandards im Wald. Mit weltweit gültigen Standards, der beispiellosen Einbindung aller relevanten Interessengruppen und der Unterstützung durch namhafte Unternehmen sowie anerkannte unabhängige Umwelt- und Sozialorganisationen, gilt FSC als die glaubwürdigste Lösung für nachhaltige Waldwirtschaft. Somit sind unsere Papier-Etiketten aus nachhaltigem Holz produziert.

Datenschutz (vom Abschlussprüfer ungeprüft)

Das Unternehmen hat die Datenschutzrichtlinien, nach Inkrafttreten der DSGVO (Daten­schutzgrundverordnung), umfangreich überarbeitet und an die neuen gültigen Gesetze angepasst. Dazu haben wir ein Handbuch für den Datenschutz erstellt, in dem alle wesentlichen Prozesse beschrieben sind.

Nachhaltigkeit (vom Abschlussprüfer ungeprüft)

Das Unternehmen hat unterschiedliche Maßnahmen und Investitionen vorgenommen, um den Energieverbrauch und damit auch die CO2-Emission weiter zu reduzieren. Dazu zählen Maßnahmen zur Gebäudedämmung, Einsatz modernster Technik im Heizungsbereich, Investitionen in energieeffiziente Betriebsmittel und Energierückgewinnung durch Nutzung der Abwärme. Auch wird umfangreich die Beleuchtung auf LED-Leuchtmittel umgestellt. Durch eine neue Steuerung der Lüftungstechnik konnten große Energieeinsparungen realisiert werden.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen  [1]    
Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland war im Jahr 2023 von den Folgen der globalen Krisen geprägt. Trotz der jüngsten Rückgänge blieben die Preise auf allen Wirt­schaftsstufen weiterhin hoch und dämpften die Konjunktur. Zusätzlich verschlechterten sich die Finanzierungsbedingungen aufgrund steigender Zinsen, und die Nachfrage sowohl im In- als auch im Ausland nahm ab. Somit konnte sich die deutsche Wirtschaft nicht weiter vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 erholen. Ersten Schätzungen des Statistischen Bundes­amtes (Destatis) zufolge war das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2023 um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %.

In jeweiligen Preisen lag das Bruttoinlandsprodukt mit € 4.121 Milliarden um 6,3 % höher als im Vorjahr. Das Bruttoinlandsprodukt je Einwohner stieg gegenüber dem Vorjahr um 5,4 % und betrug im Jahr 2023 durchschnittlich € 48.746.

Es gab erhebliche Unterschiede in der Entwicklung der einzelnen Wirtschaftsbereiche: Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) verzeichnete insgesamt einen deutlichen Rückgang von 2,0 %. Dies war hauptsächlich auf eine erheblich geringere Produktion im Bereich der Energieversorgung zurückzuführen. Auch das Verarbeitende Gewerbe wies im Jahr 2023 einen negativen Trend auf. Positive Impulse kamen vor allem aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau. Hingegen verzeichneten die energieintensiven Industriezweige - wie die Chemie- und Metallindustrie - erneut einen weiteren Rückgang in Produktion und Wertschöpfung.

Im Baugewerbe machten sich neben den fortwährend hohen Baukosten und dem Fach­kräftemangel insbesondere die sich verschlechternden Finanzierungsbedingungen bemerk­bar. Dies betraf vor allem den Hochbau. Im Gegensatz dazu konnte die Produktion im Tiefbau und im Ausbaugewerbe gesteigert werden. Insgesamt verzeichnete das Baugewerbe im Jahr 2023 preisbereinigt einen geringfügigen Anstieg von 0,2 %.

Die meisten Dienstleistungsbereiche konnten ihre wirtschaftlichen Aktivitäten im Vorjahres­vergleich erneut ausweiten und stützten die Wirtschaft im Jahr 2023. Der Anstieg fiel aber insgesamt schwächer aus als in den beiden vorangegangenen Jahren.

Im Jahr 2023 verzeichnete der private Konsum einen preisbereinigten Rückgang um 0,8 % im Vergleich zum Vorjahr, wodurch er sich wieder vom Vorkrisenniveau des Jahres 2019 (-1,5 %) entfernte. Dies dürfte vor allem auf die hohen Verbraucherpreise zurückzuführen sein. Besonders betroffen von Rückgängen waren Bereiche, in denen die Preise entweder auf dem hohen Niveau des Vorjahres verharrten oder sogar weiter stiegen. Die preisbereinigten Ausgaben für langlebige Güter, insbesondere Einrichtungsgegenstände und Haushaltsgeräte, sanken besonders stark (-6,2 %). Auch der Staat reduzierte im Jahr 2023 erstmals seit fast 20 Jahren seine preisbereinigten Konsumausgaben (-1,7 %). Dies war hauptsächlich auf den Wegfall staatlich finanzierter Corona-Maßnahmen wie Impfungen und Ausgleichszahlungen für freie Bettenkapazitäten in Krankenhäusern zurückzuführen.

Die Bauinvestitionen verzeichneten 2023 einen preisbereinigten Rückgang um 2,1 %. Neben den hohen Baupreisen wirkten sich die spürbar gestiegenen Bauzinsen aus, die insbesondere den Wohnungsbau bremsten. Positive Signale kamen lediglich vom Ausbaugewerbe, was unter anderem an den stark nachgefragten energetischen Sanierungen gelegen haben dürfte. Hingegen wurde in Ausrüstungen - hauptsächlich Investitionen in Maschinen, Geräte und Fahrzeuge - preisbereinigt deutlich mehr investiert als im Jahr 2022 (+3,0 %). Dies war vor allem auf den Anstieg der gewerblichen Pkw-Neuzulassungen zurückzuführen, der durch den bis August 2023 geltenden Umweltbonus für Elektroautos im Firmenwagenbereich verstärkt wurde.

Die verhaltene Dynamik der Weltwirtschaft und die schwache inländische Nachfrage im Jahr 2023 hinterließen auch im Außenhandel ihre Spuren, obwohl die Preise fielen. Die Importe sanken dabei stärker (preisbereinigt -3,0 %) als die Exporte (preisbereinigt -1,8 %). Dies führte im Saldo zu einem positiven Außenbeitrag, der das Bruttoinlandsprodukt stützte.

2. Branchenbezogene Rahmenbedingungen  [2]   
Das Geschäft der Meto International GmbH wird zum Großteil mit dem Handel bestritten. Somit sind konjunkturelle und auch branchenspezifische Rahmenbedingungen des Handels von einschneidender Bedeutung für die Umsatz- und Ertragslage.

Der Einzelhandel in Deutschland hat nach einer Schätzung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Jahr 2023 real (preisbereinigt) 3,1 % weniger Umsatz und nominal (nicht preisbereinigt) 2,4 % mehr Umsatz erwirtschaftet als im Jahr 2022. Im Vergleich zu 2021, als der bisher höchste Umsatz seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 1994 erzielt wurde, sank der reale Jahresumsatz 2023 voraussichtlich um 3,8 %. Während der Corona-Pandemie im Jahr 2020 hatte der deutsche Einzelhandel, unter anderem getragen durch den Internet- und Versand­handel, einen hohen realen Umsatzzuwachs von 4,8 % erzielt, 2021 war der Umsatz nochmals um real 0,6 % gestiegen. Im Gegensatz hierzu war die reale Umsatzentwicklung 2022 und 2023 aufgrund der hohen Preissteigerungen rückläufig. Damit lagen die realen Umsätze im Jahr 2023 noch um 1,6 % über dem Vor-Corona-Niveau des Jahres 2019.

Die Auswirkungen des höheren Preisniveaus zeigten sich besonders im Einzelhandel mit Lebensmitteln. Nachdem die realen Umsätze in diesem Bereich im Dezember 2022 auf einen Tiefstand gesunken waren, bewegten sie sich im Jahresverlauf 2023 in etwa auf dem im Vergleich zu den Corona-Jahren niedrigen Niveau des Jahres 2015. Im November 2023 ging der Umsatz im Lebensmitteleinzelhandel gegenüber dem Vormonat real um 0,5 % und nominal um 0,1 % zurück. Damit lag der reale Umsatz um 1,9 % über dem Tiefstand vom Dezember 2022. Im Vergleich zum Vorjahresmonat November 2022 ging der reale Umsatz im November 2023 um 0,7 % zurück, während der nominale Umsatz um 4,3 % stieg.

Der reale Umsatz im Einzelhandel mit Nicht-Lebensmitteln sank im November 2023 um 3,6 % gegenüber dem Vormonat und um 3,1 % gegenüber dem Vorjahresmonat. Im Internet- und Versandhandel ging der reale Umsatz im November um 2,8 % zum Vormonat zurück und lag damit um 3,5 % unter dem Niveau des Vorjahresmonats November 2022. Im Gegensatz hierzu erzielte der Einzelhandel mit Textilien, Bekleidung, Schuhen und Lederwaren im November 2023 mit einem realen Plus von 2,0 % zum Vormonat und 2,6 % zum Vorjahresmonat einen deutlichen Zuwachs. Bereits im Oktober 2023 waren die realen Umsätze der Branche besonders stark gestiegen (+5,0 % zum Vormonat und +6,3 % zum Vorjahresmonat).

3. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

Geschäftsbereich Umsatz 2023 Umsatz 2022 relative

T€ T€ Veränderung
Handheld Labeling System (HLS) 13.174 13.624 -3,3%
Info-Label (ILS) 4.356 4.733 -8,0%
Retail Merchandising System (RMS) 12.347 14.292 -13,6%
Sonstiges 40 398 -90,0%

29.917 33.047 -9,5%


HLS - Handheld Labeling Systems

Der Umsatz im HLS-Bereich liegt etwas unter dem Niveau des Vorjahres (-3,3%). Das Geschäft in diesem Produktbereich unterlag keinen gravierenden Veränderungen. Der Rückgang im traditionellen Einzelhandel wurde durch Zuwächse bei Wiederverkäufern im Online-Bereich nahezu kompensiert.

ILS - Info-Label

Der Umsatz konnte im Vergleich zum Vorjahr nicht gehalten werden (-8,0%). Die Umsätze in diesem Bereich sind in vielen Länder bei einigen Kunden gestiegen und liegen weiterhin zweistellig über dem Jahr 2022, jedoch wurde bei einem Großkunden in Großbritannien eine systematische Veränderung von Prozessen vorgenommen, die zu einem kompletten Wegfall von Etiketten bei diesem Kunden führte.

RMS - Retail Merchandising Systems

Der Bereich RMS verzeichnete eine zweistellige Umsatzminderung (-13,6%) gegenüber dem Vorjahr. Die Rückgänge in diesem Geschäftsbereich sind einerseits auf gesunkene Absätze bei einem Kunden in Nordamerika zurückzuführen, der im abgelaufenen Geschäftsjahr, im Vergleich zum Vorjahr, eine geringere Zahl von Filial-Neueröffnungen vorzuweisen hatte. In Europa gab es andererseits im Vorjahr einige Großprojekte, die die Umsätze positiv beeinflusst hatten, und im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht wiederholt wurden.

Sonstiges

Hierunter fallen unter anderem die als Umsatzerlöse auszuweisenden Mieterträge und Kostenbelastungen an verbundene Unternehmen.

Informationstechnologie

Das Unternehmen betreibt das zentrale Rechenzentrum für alle europäischen Konzern­gesellschaften, die SAP R/3 als Standardsoftware einsetzen.

Personalbereich

Bei der Meto International GmbH sind durchschnittlich 112 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen beschäftigt. In allen Bereichen des Unternehmens werden Fortbildungsmaßnahmen ange­boten, die auf die jeweiligen Bedürfnisse und Anforderungen ausgerichtet sind.

4. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Nach dem vorjährigen Verlust (T€ 2.703) konnte im Geschäftsjahr 2023 das Ergebnis vor Ergebnisabführung um T€ 4.456 auf positive T€ 1.753 verbessert werden. Gegenüber der Prognose im Vorjahr, in der noch von einem leichten Verlust für 2023 ausgegangen wurde, stellt dies ebenfalls eine deutliche Verbesserung dar. Im Vergleich zum Jahr 2022 resultierte dies im Wesentlichen aus der im Folgenden beschriebenen Entwicklung.

Die Umsätze sanken um T€ 3.129 (-9,5 %). Die Entwicklung in allen Produktbereichen ist im Vergleich zum Vorjahr und zur Prognose für 2023 rückläufig. Dies ist begründet in der allgemein schwierigen Lage des Einzelhandels in Deutschland im abgelaufenen Geschäftsjahr. Ergänzend wird auf die Erläuterungen zum Geschäftsverlauf der Geschäftsbereiche in Gliederungspunkt II.3. verwiesen. Die Herstellungskosten sanken um T€ 4.691 (-20,5 %) haupt­sächlich aufgrund des die Umsatzentwicklung überkompensierenden niedrigeren Material­aufwands. Damit einhergehend stieg das Bruttoergebnis vom Umsatz von T€ 10.168 im Vorjahr um T€ 1.562 auf T€ 11.730 im Berichtsjahr.

Die Kosten für Vertrieb sanken um T€ 688. Gründe hierfür sind reduzierte Kosten für Aus­gangsfrachten und Lagerhaltung sowie gesunkene Belastungen von Konzerngesellschaften.

Die allgemeinen Verwaltungskosten lagen mit T€ 3.811 auf dem Niveau des Vorjahres (T€ 3.806).

Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich gegenüber dem Vorjahr um T€ 58 erhöht, was im Wesentlichen Auflösungen von Rückstellungen betrifft. Die sonstigen betrieblichen Auf­wendungen verringerten sich um T€ 112. Die Gründe hierfür sind vor allem geringere Konzernbelastungen gegenüber dem Vorjahr.

Die Zinserträge sind aufgrund der erhöhten Verzinsung des Cash-Pool-Kontos von T€ 954 im Vorjahr auf T€ 2.246 im Berichtsjahr gestiegen. Die Zinsaufwendungen betreffen, wie im Vorjahr, hauptsächlich den Zinsanteil aus der Zuführung zu den Pensionsrückstellungen. Dieser ist im Geschäftsjahr 2023 um T€ 744 auf T€ 552 gesunken.

Die Eigenkapitalquote stieg auf 38,3 % (i. Vj. 37,3 %). Dies liegt bei gleichbleibendem Eigen­kapital an der leicht verringerten Bilanzsumme.

Auf der Aktivseite ist das Anlagevermögen, trotz Investitionen in Höhe von T€ 464, aufgrund von Anlagenabgängen und planmäßigen Abschreibungen leicht gesunken (T€ -92). Die Vorräte sind um T€ 1.599 gesunken. Im Gegensatz zum Vorjahr gab es keine Lieferschwierigkeiten, und somit konnten die Bestände wieder reduziert werden. Auch die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sanken um T€ 845. Die Forderungen gegen die Gesellschafterin sind im Zusammenhang mit dem Cash-Pool und der Gewinnabführung gesunken. Leicht rückläufig sind auch die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, was hauptsächlich auf die geringeren Umsatzerlöse zurückzuführen ist.

Auf der Passivseite sind die Rückstellungen für Pensionen um T€ 894 gesunken. Auch die sonstigen Rückstellungen gingen um T€ 167 zurück, im Wesentlichen beruht dies auf geringeren Rückstellungen im Personalbereich. Des Weiteren sanken die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (T€ -960), was vor allem auch auf die geringeren Waren­bestände zurückzuführen ist.

Die wesentlichen Bank- und Sichteinlagen werden über ein Cash-Pooling-System pro Geschäftstag abgerufen und auf einem Konto der Gesellschafterin konsolidiert. Die Forderung aus diesem Cash-Pool-System beläuft sich im Jahr 2023 auf T€ 16.033 (i. Vj. T€ 16.369). Durch die Verfügbarkeit des Cash-Pools für die Meto International GmbH ist die jederzeitige Liquidität der Gesellschaft sichergestellt.

Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft wird von der Geschäftsführung insgesamt als zufriedenstellend bewertet.

III. Chancen- und Risikobericht

1. Beschreibung und Beurteilung des Risikomanagementsystems

Die Ablauforganisation der Meto International GmbH wird durch ein SAP/R3 System getragen. Alle relevanten Abläufe werden über das System abgebildet und dokumentiert.

Es sind feste Kreditlimits im System für alle Großkunden hinterlegt, um einem Forderungsausfall vorzubeugen. Diese Kreditlimits werden regelmäßig überprüft und im Rahmen des Management-Meetings mit den Geschäftsbereichsleitern kommuniziert und diskutiert. Regelmäßige Management-Meetings dienen der Abstimmung der Risikofaktoren auf einer monatlichen Basis. Darüber hinaus haben wir für einen Großteil unseres Kundenportfolios eine Warenkreditversicherung abgeschlossen, um die Ausfallrisiken zu minimieren.

Die Bewertung der Lagerbestände wird strikt nach den CCL-Regeln abgewickelt und über SAP-basierte Systeme monatlich überprüft.

Durch die Zugehörigkeit zum Konzern der CCL Industries Inc., Toronto/Kanada, finden für die Meto International GmbH die Anforderungen des kanadischen Bill 198, das die Anforderung an die Einrichtung des internen Kontrollsystems über die Finanzberichterstattung regelt, Anwendung. Die Umsetzung ist in Key-Control-Dokumentationen dokumentiert und in die Management-Routinen eingegliedert. Jährliche interne und externe Prüfungen garantieren die Einhaltung der strengen Regeln.

2. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Der klassische HLS-Markt im Bereich der Handauszeichnung wird seinen abfallenden Trend fortsetzen; wir sehen jedoch eine Stabilisierung in Zentral-, West- und Nordeuropa sowie Wachstumschancen in Süd- und Osteuropa. Diese Wachstumsmöglichkeiten adressieren wir durch die Fokussierung im Bereich HLS, inklusive Überarbeitung unseres Produktportfolios mit Angeboten für Massenvertriebskanäle, z.B. e-Commerce und Cash&Carry-Märkte, sowie einer klaren Differenzierung unseres Produktangebots für den Direktvertrieb, wodurch wir unsere Stellung im Markt weiter festigen bzw. auszubauen.

Im Bereich Food-Labels sehen wir großes Umsatzpotential, so dass wir uns auf dieses Marktsegment ebenfalls fokussieren, um bestehende Kundenbeziehungen weiter auszubauen und um weitere Kunden aus dem Bereich "Quick-Service-Restaurants" zu gewinnen.

Für die RMS-Produkte sehen wir weiterhin erhebliche Umsatzpotenziale in der Subkategorie ESL (Electronic Shelf Labels)-Accessories, welche durch den Trend hin zur elektronischen Preisauszeichnung bei den großen Handelsketten in Europa getrieben werden. Die großen Handelsketten werden durch Personalmangel nahezu dazu gezwungen, effizientere Möglichkeiten zur Preisauszeichnung und Preisänderung am Regal zu implementieren.

Die nachfolgend dargestellten Risiken werden in absteigender Reihenfolge ihrer Bedeutung für die Gesellschaft beschrieben. Unter Berücksichtigung der gesamtwirtschaftlichen Situation, der Umsatzentwicklung und des Investitionsverhaltens des Einzelhandels sowie der jeweiligen Auftragslage sehen wir ein Risiko als wesentlich an, sobald dessen Eintritt die Minderung eines Monatsumsatzes um 10-15 % verursachen kann.

a) Die zunehmende Konsolidierung des Handels wird auch in den kommenden Jahren die Einkaufsvolumen bündeln, was zu hohem Druck auf die Margen führen wird.

b) Mitarbeiter-Qualifizierung, -Akquirierung und -Retention werden wichtige Bausteine zum Unternehmenserfolg sein.

c) Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden, sind derzeit nicht bekannt.

Um den Anforderungen und Entwicklungen im Markt Folge zu leisten und um marktgerecht anbieten zu können, werden wir kontinuierlich in die Infrastruktur und in Modernisierung des Standortes sowie des Maschinenparks investieren.

Durch ein verbessertes, optimiertes Kostengerüst und eine starke Organisationsstruktur, die auf Qualität setzt, wird sich die Gesellschaft auch hier behaupten können.

IV. Prognosebericht

Die Gesellschaft wird anhand der finanziellen Kennzahlen Umsatz und Ergebnis vor Ergebnisabführung gesteuert. Das Budget 2024 zeigt eine gleichbleibende Tendenz, so dass der geplante Umsatz 2024 bei ca. € 29,9 Mio. liegt.

Abzuwarten bleibt hier die weitere Entwicklung der Ökonomie in Europa, die weiterhin durch die Ukraine-Krise, ein höheres Zinsniveau - einhergehend mit einer Investitionszurückhaltung sowie einem stagnierenden Konsumverhalten - beeinflusst wird.

Das Ergebnis vor Ergebnisabführung im Geschäftsjahr 2024 sollte auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2023 liegen.

Für das Jahr 2024 ist geplant, weiterhin verstärkt im Etiketten-Bereich tätig zu sein sowie den Onlinehandel voranzutreiben. Durch die Modernisierung unseres Maschinenparks werden wir unsere Produktpalette entsprechend effizienter produzieren und ausbauen.

1 Quelle: Statistisches Bundesamt "Bruttoinlandsprodukt 2023 für Deutschland", Wiesbaden, 15. Januar 2024
2 Quelle: Statistisches Bundesamt "Bruttoinlandsprodukt 2023 für Deutschland", Wiesbaden, 15. Januar 2024

 

Hirschhorn (Neckar), den 28. März 2024

Meto International GmbH

Peter Sperl

Markus Eppensteiner

Bilanz zum 31. Dezember 2023

A k t i v a


31.12.2023 31.12.2022

EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen



I. Immaterielle Vermögensgegenstände



Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche



Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte
93
875
II. Sachanlagen



1. Grundstücke und Bauten 5.223.177
5.396.691
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.420.260
1.412.233
3. Andere Anlagen, Betriebs- und



Geschäftsausstattung 333.987
425.116
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 216.613 7.194.037 51.013 7.285.053


7.194.130
7.285.928
B. Umlaufvermögen



I. Vorräte



1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.192.887
1.251.989
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 1.321.430
1.664.352
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 822.173 3.336.490 2.019.133 4.935.474
II. Forderungen und sonstige



Vermögensgegenstände



1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.709.478
4.120.550
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 45.533.301
45.611.885
3. Forderungen gegen Gesellschafter 16.032.532
16.368.713
4. Sonstige Vermögensgegenstände 71.342 65.346.653 90.964 66.192.112
III. Kassenbestand und Guthaben bei



Kreditinstituten
501.330
151.384


69.184.473
71.278.970
C. Rechnungsabgrenzungsposten
24.131
32.570
D. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der



Vermögensverrechnung
102.599
56.727


76.505.333
78.654.195



P a s s i v a


31.12.2023 31.12.2022

EUR EUR
A. Eigenkapital

I. Gezeichnetes Kapital 10.226.000 10.226.000
II. Kapitalrücklage 14.200.127 14.200.127
III. Gewinnrücklagen

Andere Gewinnrücklagen 60.850 60.850
IV. Gewinnvortrag 4.840.678 4.840.678

29.327.655 29.327.655
B. Rückstellungen

1. Rückstellungen für Pensionen 44.782.398 45.676.271
2. Sonstige Rückstellungen 677.114 843.885

45.459.512 46.520.156
C. Verbindlichkeiten

1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 25.637 55.764
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.416.117 2.375.738
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 179.129 282.429
4. Sonstige Verbindlichkeiten 94.283 92.453
- davon aus Steuern EUR 86.447 (i. Vj. EUR 90.928) -


1.715.166 2.806.384
D. Rechnungsabgrenzungsposten 3.000 0

76.505.333 78.654.195

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023


2023 2022

EUR EUR
1. Umsatzerlöse 29.917.315 33.046.627
2. Herstellungskosten der zur Erzielung

der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen -18.186.992 -22.878.150
3. Bruttoergebnis vom Umsatz 11.730.323 10.168.477
4. Vertriebskosten -7.153.150 -7.840.726
5. Allgemeine Verwaltungskosten -3.810.726 -3.806.388
6. Sonstige betriebliche Erträge 172.514 114.559
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -823.354 -935.310
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.246.005 954.181
- aus verbundenen Unternehmen EUR 2.243.271 (i. Vj. EUR 954.181) -

9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -551.634 -1.295.919
10. Ergebnis nach Steuern 1.809.978 -2.641.126
11. Sonstige Steuern -57.011 -61.918
12. Erträge aus Verlustübernahme 0 2.703.044
13. Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrags abgeführter Gewinn -1.752.967 0
14. Jahresüberschuss 0 0

Anhang für das Geschäftsjahr 2023


I. Allgemeine Angaben


Der Jahresabschluss der Meto International GmbH - Amtsgericht Darmstadt, HRB 40533 - für das Geschäftsjahr 2023 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Beachtung der ergänzenden Be­stim­mungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) sowie des GmbH-Gesetzes (GmbHG) aufgestellt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde gemäß § 275 Abs. 3 HGB das Umsatzkostenverfahren gewählt.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Entgeltlich erworbene immaterielle Ver­mögens­gegen­stände wurden zu Anschaffungs­kosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die für die plan­mäßigen Abschreibungen zugrunde gelegten ursprünglichen Nutzungsdauern betragen drei bis zehn Jahre.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare und, soweit erforderlich, außerplanmäßige Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibungen erfolgen grundsätzlich nach der linearen Abschreibungsmethode. Bewegliche Sachanlagen werden, soweit sie bis 2007 zugegangen sind, mit den Höchstsätzen degressiv abgeschrieben. Sobald die lineare Abschreibung zu höheren Abschreibungen führt, wird auf diese übergegangen. Die Abschreibung der Gebäude erfolgt über eine Nutzungsdauer von 15 bis 50 Jahren und der Betriebsvorrichtungen von zehn bis 20 Jahren. Die Nutzungsdauern betragen bei technischen Anlagen und Maschinen sowie bei anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung drei bis zehn Jahre.

Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis EUR 800 werden im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben. Anlagegüter mit Anschaffungskosten größer EUR 800 werden aktiviert und über die entsprechende Nutzungsdauer linear abgeschrieben.

Vorräte wurden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bzw. den jeweils niedrigeren beizulegenden Werten am Abschlussstichtag bewertet. Die Herstellungskosten umfassen neben den direkten Fertigungslohn- und Materialkosten sowie Sondereinzelkosten angemessene anteilige Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie lineare Abschreibungen, soweit sie auf die Herstellung entfallen. Die niedrigeren beizulegenden Werte werden nach den Verhältnissen am Beschaffungs- bzw. Absatzmarkt unter Berücksichtigung der individuellen Einsatzmöglichkeit ermittelt. Bestandsrisiken, die sich aus der Dauer der Lagerhaltung, einer verminderten Verwertbarkeit oder gesunkenen Wiederbeschaffungs- bzw. den Verkaufspreisen ergeben, sind durch Abwertungen berücksichtigt.

Die Forderungen und sonstigen Ver­mögens­gegen­stände wurden mit dem Nennbetrag abzüglich Einzel- und Pauschalwertberichtigungen angesetzt.

Auf Fremdwährung lautende Forderungen und Ver­mögens­gegen­stände mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr wurden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet.

Kassenbestände und laufende Guthaben bei Kreditinstituten sind mit den Nominalbeträgen eingestellt. Bankguthaben in fremder Währung werden zum Stichtagskurs bewertet.

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, sofern sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Die Rückstellungen für Pensionen werden auf der Grundlage eines versicherungsmathematischen Gutachtens nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projizierte Einmalbeitragsmethode) errechnet. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet. Für die Abzinsung wurde pauschal eine durchschnittliche Restlaufzeit von 15 Jahren angenommen. Als Abzinsungsfaktor wurde aufgrund des § 253 Abs. 2 HGB ein durchschnittlicher Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre von 1,83 % (i. Vj. 1,79 %) angesetzt. Gehaltssteigerungen wurden mit 2,5 % (i. Vj. 2,5 %), der Rententrend mit 2,5 % (i. Vj. 2,5 %) berücksichtigt.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen sämtliche erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung not­wendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Hierbei wurden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sie­ben Geschäftsjahre, wie er von der Deutschen Bundesbank veröffentlicht wurde, abgezinst.

Ver­mögens­gegen­stände, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersteilzeitverpflichtungen dienen, sind nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit diesen Verpflichtungen verrechnet und gemäß § 253 Abs. 1 Satz 4 HGB zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Mit den korrespondierenden Aufwendungen und Erträgen wurde entsprechend verfahren.

Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Kurzfristige Verbindlichkeiten, die auf fremde Währung lauten, werden mit dem Devisenkassa­mittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet.

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Passivseite Einzahlungen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, sofern sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Mit der Alleingesellschafterin Checkpoint Systems Holding GmbH, Hirschhorn (Neckar), besteht eine umsatz-, gewerbe- und körperschaftsteuerliche Or­gan­schaft.

III. Erläuterungen zur Bilanz

(1) Anlagevermögen

Eine von den gesamten Anschaffungskosten ausgehende Darstellung der Entwicklung der Posten des Anlagevermögens ist in der Anlage zum Anhang wiedergegeben.

(2) Forderungen und sonstige Ver­mögens­gegen­stände

Sämtliche Forderungen sind, wie im Vorjahr, innerhalb eines Jahres fällig.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen mit TEUR 45.500 (i. Vj. TEUR 45.500) ein Darlehen und mit TEUR 33 (i. Vj. TEUR 112) Lieferungen und Leistungen. Die Forderungen gegen Gesellschafter resultieren, wie im Vorjahr, aus dem Cash-Pool, vermindert um die Verbindlichkeit aus Gewinnabführung bzw., im Vorjahr, erhöht um die Forderung aus Verlustübernahme.

(3) Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung

Der Rückstellungsbetrag für Verpflichtungen aus Altersteilzeit von TEUR 8 (i. Vj. TEUR 52) wurde mit dem beizulegenden Zeitwert des als Deckungskapital dienenden Wertpapierbestands in Höhe von TEUR 111 (i. Vj. TEUR 109) saldiert. Der beizulegende Zeitwert des Deckungskapitals entspricht dabei den Anschaffungskosten.

(4) Eigenkapital

Das Stammkapital der Gesellschaft wird ausschließlich von der Checkpoint Systems Holding GmbH gehalten.

(5) Rückstellungen für Pensionen

Aus der Abzinsung dieser Rückstellung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn statt sieben Jahre resultiert ein Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB von TEUR 436.

(6) Sonstige Rückstellungen

Bei den sonstigen Rückstellungen handelt es sich im Wesentlichen um Verpflichtungen aus dem Personalbereich, insbesondere betreffend Überstunden und Jubiläen, so­wie Rückstellungen für ausstehende Rechnungen.

(7) Verbindlichkeiten

Zum 31. Dezember 2023 sind sämtliche Verbindlichkeiten, wie im Vorjahr, innerhalb eines Jahres fällig. Darüber hinaus sind alle Verbindlichkeiten ungesichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen, wie im Vorjahr, sämtlich Liefer- und Leistungsverbindlichkeiten.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

(1) Umsatzerlöse

Die Aufteilung der Umsatzerlöse nach Produktgruppen stellt sich wie folgt dar:


2023 2022

TEUR TEUR
Etiketten 10.837 11.531
Verkaufsfördernde Produkte 12.347 14.292
Preisauszeichnungsgeräte 5.001 4.883
Ersatzteile 1.692 1.943
Sonstige 40 398

29.917 33.047


Die Aufteilung der Umsatzerlöse auf geographische Märkte ergibt sich aus folgender Darstellung:


2023 2022

TEUR TEUR
Europäische Union 14.955 17.047
Deutschland 12.814 13.321
Übriges Europa 621 255
Restliches Ausland 1.527 2.424

29.917 33.047


(2) Materialaufwand

Der Materialaufwand des Ge­schäfts­jah­res stellt sich wie folgt dar:


2023 2022

TEUR TEUR
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 12.450 14.594
Aufwendungen für bezogene Leistungen 845 832

13.295 15.426


(3) Personalaufwand

Der Personalaufwand für das Geschäftsjahr 2022 betrug insgesamt TEUR 8.045 (i. Vj. TEUR 8.177) und setzt sich wie folgt zusammen:


2023 2022

TEUR TEUR
Löhne und Gehälter 6.531 6.548
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.514 1.629

8.045 8.177


Die Aufwendungen für Altersversorgung beliefen sich auf TEUR 206 (i. Vj. TEUR 366).

(4) Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung mit TEUR 18 (i. Vj. TEUR 67) ausgewiesen.

(5) Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung mit TEUR 60 (i. Vj. TEUR 57).

(6) Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Der Ausweis enthält den Zinsanteil in den Zuführungen zu den Pensionsrückstellungen mit TEUR 552 (i. Vj. TEUR 1.295).

(7) Ergebnisabführung

Aufgrund des mit der Checkpoint Systems Holding GmbH am 16. Januar 2015 geschlossenen Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrages wird der für das Geschäftsjahr 2023 ausgewiesene Gewinn an die Alleingesellschafterin abgeführt.

V. Sonstige Angaben

(1) Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Haftungsverhältnisse bestanden zum Bilanzstichtag nicht.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen betreffen Dienstleistungs-, Miet- und Leasing­verträge in Höhe von insgesamt TEUR 3.923 (i. Vj. TEUR 3.698). Die Verteilung auf die Folgejahre ergibt sich wie folgt:


TEUR
2024 1.924
2025 1.835
2026 und später 164

3.923


(2) Honorar des Abschlussprü­fers

Im Geschäftsjahr 2023 wurde vom Abschlussprü­fer für Prüfungsleistungen ein Gesamthonorar von TEUR 53 berechnet.

(3) Anzahl Mitarbeiter

Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr durchschnittlich 53 (i. Vj. 49) Angestellte und 59 (i. Vj. 66) gewerbliche Arbeitnehmer.

(4) Geschäftsführung

Zu Geschäftsführern bestellt sind die Herren:

Peter Sperl, Hausham, Managing Director Central/Northern/Eastern Europe Avery Zweckform, einzelvertretungsberechtigt;

Markus Eppensteiner, Warngau, Managing Director Operations, gesamtvertretungsberechtigt.


Da nur ein Geschäftsführer Bezüge von der Gesellschaft erhält, wird von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

Für ehemalige Geschäftsführer bestehen Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 760 sowie TEUR 1.302 für Hinterbliebene ehemaliger Geschäftsführer.

(5) Vorgänge nach Schluss des Ge­schäfts­jah­res

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Ge­schäfts­jah­res waren nicht zu verzeichnen.

(6) Konzernabschluss

Die Meto International GmbH ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der Checkpoint Systems Holding GmbH, Hirschhorn (Neckar). Die Muttergesellschaft wiederum ist mittelbare Tochtergesellschaft der CCL Industries Inc., Toronto/Kanada (CCL). Alle Unternehmen des Konsolidierungskreises der CCL sind verbundene Unternehmen im Sinne des § 271 Abs. 2 HGB.

Die CCL als oberstes Mutterunternehmen des Gesamtkonzerns erstellt einen Konzern­ab­schluss nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen, in den die Meto International GmbH einbezogen wird. Der Konzernabschluss ist unter www.cclind.com verfügbar. Er wird zudem im Unternehmensregister veröffentlicht und ist unter www.unternehmensregister.de abrufbar.

 

Hirschhorn (Neckar), den 28. März 2024

Meto International GmbH

Peter Sperl

Markus Eppensteiner

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023


Anschaffungskosten

1.1.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023

EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle



Vermögensgegenstände



Entgeltlich erworbene Konzessionen,



gewerbliche Schutzrechte und



ähnliche Rechte und Werte 11.742.356 0 0 11.742.356
II. Sachanlagen



1. Grundstücke und Bauten 13.272.807 68.644 0 13.341.451
2. Technische Anlagen und



Maschinen 6.711.170 210.997 68.339 6.853.828
3. Andere Anlagen, Betriebs-



und Geschäftsausstattung 8.742.452 18.794 713.600 8.047.646
4. Geleistete Anzahlungen und



Anlagen im Bau 51.013 165.600 0 216.613

28.777.442 464.035 781.939 28.459.538

40.519.798 464.035 781.939 40.201.894

Kumulierte Abschreibungen

1.1.2023 Abschrei-
bungen des
Geschäfts-
jahres
Abgänge 31.12.2023

EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle



Vermögensgegenstände



Entgeltlich erworbene Konzessionen,



gewerbliche Schutzrechte und



ähnliche Rechte und Werte 11.741.481 782 0 11.742.263
II. Sachanlagen



1. Grundstücke und Bauten 7.876.116 242.158 0 8.118.274
2. Technische Anlagen und



Maschinen 5.298.937 202.970 68.339 5.433.568
3. Andere Anlagen, Betriebs-



und Geschäftsausstattung 8.317.336 109.922 713.599 7.713.659
4. Geleistete Anzahlungen und



Anlagen im Bau 0 0 0 0

21.492.389 555.050 781.938 21.265.501

33.233.870 555.832 781.938 33.007.764

Buchwerte

31.12.2023 31.12.2022

EUR EUR
I. Immaterielle

Vermögensgegenstände

Entgeltlich erworbene Konzessionen,

gewerbliche Schutzrechte und

ähnliche Rechte und Werte 93 875
II. Sachanlagen

1. Grundstücke und Bauten 5.223.177 5.396.691
2. Technische Anlagen und

Maschinen 1.420.260 1.412.233
3. Andere Anlagen, Betriebs-

und Geschäftsausstattung 333.987 425.116
4. Geleistete Anzahlungen und

Anlagen im Bau 216.613 51.013

7.194.037 7.285.053

7.194.130 7.285.928

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers


An die Meto International GmbH, Hirschhorn (Neckar)

Prüfungs­ur­teile

Wir haben den Jahresabschluss der Meto International GmbH, Hirschhorn (Neckar), - be­ste­hend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Meto International GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. De­zember 2023 geprüft. Die im Abschnitt "Sonstige Informationen" unseres Bestätigungsvermerks genannten Bestandteile des Lageberichts haben wir in Einklang mit den deut­schen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grund­sätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsäch­li­chen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Ge­sellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungs­ur­teil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der im Abschnitt "Sonstige Informationen" ge­nannten Bestandteile des Lageberichts.


Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungs­ur­teile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grund­sätze ordnungsmäßiger Ab­schluss­prüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestäti­gungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anfor­derungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise aus­reichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungs­ur­teile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die folgenden, nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des Lageberichts:

die im Abschnitt I. im Lagebericht enthaltene lageberichtsfremde und als ungeprüft gekennzeichnete Angabe zum Umweltschutz,

die im Abschnitt I. im Lagebericht enthaltene lageberichtsfremde und als ungeprüft gekennzeichnete Angabe zum Datenschutz,

die im Abschnitt I. im Lagebericht enthaltene lageberichtsfremde und als ungeprüft gekennzeichnete Angabe zur Nachhaltigkeit.


Unsere Prüfungs­ur­teile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungs­ur­teil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grund­sätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Fer­ner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Un­ternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen we­sentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetz­lichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zu­treffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lage­be­richts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lage­be­richt erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetz­li­chen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zu­tref­fend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungs­ur­teile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grund­sätze ordnungsmäßiger Ab­schluss­prüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prü­fungs­ur­teile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtü­mern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkei­ten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungs­ur­teil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätig­keit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeut­sa­me Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unan­gemessen sind, unser jeweiliges Prüfungs­ur­teil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grund­sätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzes­entsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zu­kunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungs­ur­teil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.


Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Mannheim, den 15. Juli 2024

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Mayran, Wirtschaftsprüferin

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