Lagom Living UG (haftungsbeschränkt)
Selbe AdresseEinzelhandel mit Wohnmöbeln
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Jürgen Wolfgang Berthold seit 2.1.2026 | Liquidator |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 63.88% |
| Name | Anteil |
|---|---|
DBH Osthandelsgesellschaft mbHEigenbeteiligung | 6.12% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
3 Gesellschafter
GmbH-Struktur
2 von 3 angezeigt
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
DBH Osthandelsgesellschaft mbHBerlinJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023I. Allgemeine Angaben Die DBH Osthandelsgesellschaft mbH, Berlin (im Folgenden auch Gesellschaft oder DBH genannt), ist unter HR B 35480 B im Handelsregister beim Amtsgericht Charlottenburg eingetragen. Der Jahresabschluss der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie unter Beachtung geltender Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Für die DBH gelten gemäß § 267 Abs. 2 HGB die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde gemäß § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren; der Jahresabschluss vor Berücksichtigung der Ergebnisverwendung aufgestellt. Die größenabhängigen Erleichterungen des § 276 S. 1 HBG wurden nicht in Anspruch genommen. Die größenabhängigen Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB wurden in Anspruch genommen. II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Der Jahresabschluss wurde unter Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB aufgestellt. Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten angesetzt und um planmäßige (linear und zeitanteilig) Abschreibungen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer vermindert. Die Gegenstände des Sachanlagevermögens sind mit ihren Anschaffungskosten und unter Berücksichtigung planmäßiger linearer Abschreibungen gemäß § 253 Abs. 3 HGB bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen für abnutzbare Gegenstände des Anlagevermögens wurden nach der linearen Methode pro rata temporis nach betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern vorgenommen. Dabei wurden Nutzungsdauern bis zu 13 Jahren in Ansatz gebracht. Das gemilderte Niederstwertprinzip wurde beachtet. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu einem Anschaffungswert von EUR 800 werden im Zugangsjahr aktiviert und voll abgeschrieben. Die Anschaffungskosten und die Abschreibungen werden im Anschaffungsjahr als Abgang erfasst. Die Anteile an verbundenen Unternehmen wurden mit den Anschaffungskosten gem. § 255 Abs. 1 HGB bilanziert. Das gemilderte Niederstwertprinzip wurde beachtet. Die Bewertung der Waren erfolgte zu Anschaffungskosten einschließlich der Nebenkosten gemäß § 255 Abs. 1 HGB unter Berücksichtigung des strengen Niederstwertprinzips nach § 253 Abs. 4 HGB. Geleistete Anzahlungen auf das Vorratsvermögen wurden zum Nennwert gemäß § 255 Abs. 1 HGB angesetzt. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden mit dem Nominalwert angesetzt. Für nicht werthaltige Forderungen werden Einzelwertberichtigungen (TEUR 23; Vorjahr: TEUR 223) gebildet. Zur Erfassung der allgemeinen Forderungsrisiken wurde eine Pauschalwertberichtigung von einem Prozent auf den nicht einzelwertberichtigten Forderungsbestand (TEUR 8; Vorjahr: TEUR 12) gebucht. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sowie die sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert aktiviert. Das strenge Niederstwertprinzip wurde beachtet. Die liquiden Mittel wurden zum Nominalwert angesetzt. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet vorausgezahlte Beträge bzw. fällige Ausgaben, die gem. § 250 Abs. 1 HGB Aufwand für bestimmte Zeiträume nach dem Abschlussstichtag darstellen. Das gezeichnete Kapital entspricht dem eingezahlten Kapital und wird gemäß § 272 Abs. 1a HGB um die eigenen Anteile gekürzt. Die Gewinnrücklagen sowie der Gewinnvortrag wurden mit dem Nennwert angesetzt. Die Steuerrückstellungen wurden in Höhe der zu erwartenden Steueraufwendungen passiviert. Die sonstigen Rückstellungen wurden gemäß des § 249 HGB i.V.m. § 253 Abs. 1 S. 2 HGB mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Sonstige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr wurden mit dem von der Bundesbank festgelegten Zinssatz abgezinst. Die unter Posten C. in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten sind sämtlich mit den Erfüllungsbeträgen bilanziert. Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten sowie liquide Mittel in Fremdwährung wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von einem Jahr und weniger sind § 253 Abs. 1 S. 1 HGB (Abschreibung auf den beizulegenden Wert) und § 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB (kein Ausweis nicht realisierter Gewinne) nicht anzuwenden (§ 256a HGB). III. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel (Anlage 1 zum Anhang) dargestellt. Anteile an verbundenen Unternehmen
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen mit TEUR 163 (Vorjahr: TEUR 229) Lieferungen und Leistungen. Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben TEUR 12 (Vorjahr: TEUR 513) eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr und TEUR 12 (Vorjahr: TEUR 12) von über einem Jahr. Die Steuerrückstellungen umfassen die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern. Die sonstigen Rückstellungen beinhalten Kosten für Personal TEUR 76 (Vorjahr: TEUR 78), Treueprämien TEUR 78 (Vorjahr: TEUR 69), Aufbewahrung TEUR 20 (Vorjahr: TEUR 20), Beiträge und Gebühren TEUR 32 (Vorjahr: TEUR 23), Rechtskosten TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 56), Beratung und Jahresabschluss TEUR 50 (Vorjahr: TEUR 45), Gewährleistung TEUR 30 (Vorjahr: TEUR 34), Lager und Transport TEUR 46 (Vorjahr: TEUR 42) sowie sonstige TEUR 140 (Vorjahr: TEUR 330). Die Fristigkeiten der Verbindlichkeiten stellen sich zum Bilanzstichtag wie folgt dar:
IV. Sonstige Angaben Sonstige finanzielle Verpflichtungen Aus Mietverträgen für Büroräume bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen bis April 2025 von TEUR 69. Durchschnittliche Arbeitnehmerzahl Im Geschäftsjahr 2023 waren durchschnittlich 14 (Vorjahr: 17) Angestellte beschäftigt. Aufsichtsrat Herr Jürgen Berthold, Oranienburg - Aufsichtsrat Geschäftsführung Herr Stephan Schubert, Salzgitter - Geschäftsführer Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres Die DBH hat einen am 19.09.2023 unterzeichneten Unternehmenskaufvertrag (Asset Deal) abgeschlossen, dessen voraussichtlicher Vollzugstag (Closing) der 01.06.2024 ist. Am Vollzugstag erwirbt die Käuferin einen selbständig lebensfähigen Teil des Handelsunternehmens, das ROWGeschäft (Rest of World), mit allen Vermögenswerten, Inventar, Vorräten und Personal, mit Ausnahme des Russlandgeschäftes (RUS-Geschäft). Mit dem Unternehmenskaufvertrag erwirbt die Käuferin außerdem Geschäft und Vermögenswerte der Tochtergesellschaften, der polnischen (DBH Polska Sp. z o.o.) und der rumänischen (DBH ROM Distribution S.R.L.), die anschließend liquidiert werden sollen. Damit werden das Personal und damit auch wesentliche Kostenfaktoren bei der DBH reduziert. Die Gesellschaft wird das Geschäft mit Russland (RUS-Geschäft) fortführen und im Geschäftsjahr 2024 voraussichtlich einen Umsatz von rd. EUR 22,0 Mio. erwirtschaften. Im Falle des Vollzugs in 2024 wird die Gesellschaft neben dem genannten operativen Geschäftsergebnis einen bedeutenden außerordentlichen Gewinn realisieren. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, vom Jahresüberschuss von TEUR 3.826 an die Gesellschafter eine Ausschüttung von TEUR 1.000 vorzunehmen und TEUR 2.826 zusammen mit dem Gewinnvortrag von TEUR 358 auf neue Rechnung vorzutragen.
Berlin, den 29.02.2024 gez. Stephan Schubert, Geschäftsführer Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 22.04.2024 festgestellt. ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS IM GESCHÄFTSJAHR 2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr 20231 Grundlagen der Gesellschaft 2 Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen . 2.2 Geschäftsverlauf 2.3 Lage 2.3.1 Ertragslage 2.3.2 Finanzlage 2.3.2.1 Kapitalstruktur 2.3.2.2 Investitionen 2.3.2.3 Liquidität. 2.3.3 Vermögenslage 2.3.4 Finanzielle Leistungsindikatoren. 2.4 Prognose, Chancen- und Risikobericht 2.4.1 Prognosebericht 2.4.2 Risikobericht 2.4.2.1 Risiken 2.4.2.2 Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten 2.4.3 Chancenbericht 2.4.4 Gesamtaussage 1 Grundlagen der Gesellschaft Die DBH Osthandelsgesellschaft mbH (nachfolgend auch "DBH" oder "Gesellschaft" genannt) ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB mit Sitz in Berlin, die vorrangig chemische Erzeugnisse, Verpackungsmaterialien, technische Teile und Ausrüstungen kauft und verkauft. Darüber hinaus gehören Dienstleistungen sowie andere Geschäftsoperationen, die direkt und indirekt der Gesellschaft förderlich sind, zum Unternehmensgegenstand. Neben dem Standort in Berlin hat DBH Tochtergesellschaften in Polen und Rumänien sowie eine Repräsentanz in der Slowakei. Im Geschäftsjahr 2023 hat DBH 41 % des Gesamtumsatzes in Ost- und Südosteuropa sowie Russland realisiert. In Deutschland, Westeuropa und anderen Ländern werden ca. 59 % vom Gesamtumsatz realisiert. Damit hat sich die geographische Verteilung des Gesamtumsatzes im Vergleich zum Vorjahr deutlich in Richtung Deutschland und Westeuropa verschoben. Dies ist sowohl der Sanktionspolitik gegenüber Russland als auch den gehandelten Waren geschuldet. 2 Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) sank zum Vorjahr um 0,1 % (kalenderbereinigt). Im Vergleich zu 2019 vor Beginn der Corona-Pandemie lag das BIP um 0,7 % höher. Die chemische Produktion (ohne Pharmaindustrie) als energieintensiver Wirtschaftszweig brach gegenüber dem Vorjahr erneut um 11% (Vorjahr: 9 %) ein. Die Rahmenbedingungen bleiben für die Kunststoff erzeugende Industrie schwierig. Hierbei sind insbesondere die im Vergleich zu anderen Ländern hohen Energiepreise zu nennen. Der Verband der chemischen Industrie geht für das Geschäftsjahr 2023 von einem weiteren Rückgang des Branchenumsatzes um 4 Prozent aus. 2.2 Geschäftsverlauf Trotz eines deutlichen Rückgangs der Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr wurde das für 2023 geplante Jahresergebnis mit TEUR 3.826 weit übertroffen. Der Angriff Russlands auf die Ukraine im Februar 2022 und die daraus resultierenden Sanktionen der EU gegenüber Russland erschwerten die Geschäftsbeziehungen mit Russland jedoch gravierend. Auch das Jahr 2023 war von erheblichen Preissteigerungen auf der Seite der Logistik begleitet, die die Gesellschaft dann aber auch auf dem Markt weitestgehend an ihre Kunden weiterleiten konnte. Die DBH schließt das Geschäftsjahr 2023 mit einem Jahresüberschuss von TEUR 3.826 ab und konnte den Vorjahresüberschuss (TEUR 2.314) um TEUR 1.512 (65 %) übertreffen. Die Materialaufwandsquote (Verhältnis von Materialaufwand zu Betriebserträgen) lag etwa 6 % niedriger als im Vorjahr, weil auch bedingt durch die Wirtschaftssanktionen margenschwächere Produkte aus dem Portfolio genommen wurden. Die Finanzierung der Einkaufs- und Verkaufstätigkeit wurde weitestgehend aus eigenen liquiden Mitteln vorgenommen. Mit den bestehenden Kontokorrentkreditlinien der Hausbanken von insgesamt EUR 1,5 Mio. stehen für die Erweiterung der Geschäftsfelder sowohl kurz- als auch langfristig nutzbare Fremdmittel zur Verfügung. Zum 31.12.2023 nahm die DBH die Kontokorrentlinien nicht in Anspruch. Zum Bilanzstichtag 2022 erwartete die Gesellschaft durch den geplanten Verkauf des Handelsgeschäfts einen Umsatz- und Ergebnisrückgang. Da sich der Verkaufsabschluss verzögert hat, sind Umsatz und Jahresergebnis nicht in der erwarteten Höhe gesunken. Insofern wird auf die Berichterstattung zu den Ereignissen nach dem Bilanzstichtag im Anhang zum Geschäftsjahr 2023 verwiesen. Im Dezember 2023 hat die Gesellschaft erfolgreich die Rezertifizierung nach DIN EN ISO 9001:2015 absolviert. 2.3 Lage 2.3.1 Ertragslage Im Vorjahresvergleich hat sich die Ertragslage der Gesellschaft in 2023 folgendermaßen entwickelt:
2.3.2 Finanzlage 2.3.2.1 Kapitalstruktur Die Kapitalstruktur stellt sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:
2.3.2.2 Investitionen Im Jahr 2023 betraf die Investitionstätigkeit die Erneuerung von Teilen der IT-Soft- und Hardware. Insgesamt beliefen sich die Investitionen auf eine Höhe von rd. TEUR 17, wovon TEUR 3 auf immaterielle Vermögensgegenstände (Software) betreffen. 2.3.2.3 Liquidität Der Cashflow wird in Anlehnung an den DRS 21 der Deutschen Rechnungslegungsstandards Committee ermittelt. Danach beträgt der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit TEUR 2.468 (Vj. TEUR 5.631), der Cashflow aus der Investitionstätigkeit TEUR -15 (Vj. TEUR -30) und der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit TEUR -4.612 (Vj. TEUR -1.367). Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit teilt sich auf in Auszahlungen an ehemalige Gesellschafter TEUR -100, Ausschüttungen TEUR -4.500 und gezahlte Zinsen TEUR -12. Die zahlungswirksamen Veränderungen betragen insgesamt TEUR -2.159, dabei hat sich der Bestand an liquiden Mitteln gegenüber dem Bilanzstichtag 2022 um TEUR -2.159 auf TEUR 2.132 verringert. DBH verfügt über einen solventen Kundenstamm, Forderungsausfälle gab es in Ausnahmefällen. Mit vielen der Kunden besteht eine langjährige Zusammenarbeit. Das Verhältnis von kurzfristigem Vermögen einschließlich der Rechnungsabgrenzungsposten zu den Rückstellungen und Verbindlichkeiten zum Bilanzstichtag betrug per Ende 2023 207 %. Verbindlichkeiten werden innerhalb vereinbarter Zahlungsfristen gezahlt. 2.3.3 Vermögenslage Nach betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten gegliedert stellt sich die Vermögenslage im Vorjahresvergleich wie folgt dar:
2.3.4 Finanzielle Leistungsindikatoren Finanzielle Leistungsindikatoren sind die monatliche Entwicklung mit den Umsatzträgern und deren jeweiliges Ergebnis. Im Geschäftsjahr 2023 beträgt die Umsatzrendite 8,07 % (Vorjahr: 4,23%). Die Eigenkapitalquote beträgt 52 % (Vorjahr: 42 %). Der EBITDA beträgt im abgelaufenen Geschäftsjahr TEUR 5.500; im Vorjahr waren es TEUR 3.287. 2.4 Prognose, Chancen- und Risikobericht 2.4.1 Prognosebericht Die Strategie, langfristig das Portfolio beratungsintensiver Produkte aufzubauen, hat sich bewährt und manifestiert sich in stabilen Kundenbeziehungen. Grundsätzlich wird sich dies auch in 2024 fortsetzen, allerdings tragen die aktuellen Entwicklungen im bewaffneten Konflikt zwischen Russland und der Ukraine sehr zur Unsicherheit in den Erwartungen und zur Beschränkung des Russlandgeschäfts bei. Auch sind die Unwägbarkeiten in den Transportketten größer geworden, so dass die Logistikpreise in 2024 voraussichtlich weiter steigen werden und vereinbarte Liefertermine nicht vollständig einzuhalten sind. Die DBH hat im September 2023 einen Unternehmenskaufvertrag (Asset Deal) abgeschlossen, mit dem das ROW-Geschäft (Rest of World) als selbständig lebensfähiger Teil der Gesellschaft veräußert, während das Russlandgeschäft (RUS-Geschäft) von der DBH fortgeführt wird. Die Käuferin erwirbt außerdem Geschäft und Vermögenswerte der Tochtergesellschaften, der polnischen (DBH Polska Sp. z o.o.) und der rumänischen (DBH ROM Distribution S.R.L.), die anschließend liquidiert werden sollen. Aus dem verbleibenden Geschäft wird die DBH im Geschäftsjahr 2024 voraussichtlich einen Umsatz von rd. EUR 22,0 Mio. erwirtschaften und neben dem genannten operativen Geschäftsvolumen einen bedeutenden, außerordentlichen Gewinn realisieren. Trotz der bestehenden Risiken, insbesondere volatiler Rohstoffpreise und andauerndem Ukraine- Konflikt, erwartet die Geschäftsführung das Jahr 2024 mit einem leicht positiven, operativen und einem bedeutenden, positiven außerordentlichen Ergebnis abschließen zu können. Perspektivisch wird das Russlandgeschäft schrittweise weiter reduziert werden. 2.4.2 Risikobericht 2.4.2.1 Risiken Nach scheinbar endgültiger Überwindung der Corona-Pandemie werden die Ein- und Verkaufsprozesse durch Probleme in der internationalen Logistik - wie Ladeplatzverfügbarkeit oder lange Laufzeiten - negativ beeinflusst. Die ab 19.12.2023 wirksamen neuen EU-Sanktionen gegen Russland treffen eines der Kerngeschäftsfelder der DBH. Die sich daraus ergebenen Geschäftsverluste werden sich mittelfristig nicht kompensieren lassen. Diesen reduzierten Umsätzen im Geschäftsjahr 2024 stehen die außerordentlichen Erträge und Aufwendungen aus dem Verkauf des ROW-Geschäfts gegenüber. Mit den Lagerbeständen der Gesellschaft können längere Lieferausfälle überbrückt werden. Dies bedarf aber auch einer guten Finanzplanung, die sowohl aus eigenen Mitteln erfolgt, als auch mit den bestehenden Kreditlinien bei den Hausbanken abgedeckt wird. Das Forderungsmanagement ist gut aufgestellt, Probleme mit Zahlungsverzögerungen sind selten und führen daher nicht zu einer zusätzlichen Belastung. Die bisher umfangreichen Handelsgeschäfte nach Russland sollen im Einklang mit den Sanktionsbestimmungen weiterhin realisiert werden. Wegen der weitreichenden EU-Sanktionen gegen Russland, die durch regelmäßig neue Sanktionspakete verschärft werden, ist es hier nicht möglich, zuverlässige Aussagen zur weiteren Entwicklung dieses Geschäftes zu treffen. Nach Kündigung einer Minderheitsgesellschafterin zum 31.12.2016 wurde der von ihr gehaltene Anteil in Höhe von EUR 15.560 entsprechend des Gesellschafterbeschlusses vom 22.01.2018 eingezogen und der Anteilswert auf TEUR 200 festgesetzt, da vorab keine Einigung über die Höhe der Verwertung erzielt werden konnte. Diese TEUR 200 wurden im Februar 2018 von der DBH an die ehemalige Gesellschafterin überwiesen, die daraufhin Klage einreichte, um einen höheren Anteilswert zu erzielen. Dieser Streit konnte zum Jahresende 2023 durch einen gerichtlichen Vergleich beigelegt werden, so dass diese Unsicherheit beendet werden konnte. 2.4.2.2 Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den in der Gesellschaft bestehenden Finanzinstrumenten zählen zum Bilanzstichtag im Wesentlichen Anteile an verbundenen Unternehmen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen gegen verbundene Unternehmen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Verbindlichkeiten. Im kurz- und langfristigen Bereich finanziert sich die DBH überwiegend aus Eigenkapital. Die Liquiditätslage ist stabil, Engpässe sind nicht zu erwarten. 2.4.3 Chancenbericht Die Gesellschaft setzt künftig (nach Vollzug des Asset Deals) den Fokus auf den Erhalt der Kunden- und Lieferantenstruktur, um das verringerte Geschäft mit Russland vertragsgemäß fortzusetzen. Dieses Geschäftsvorhaben baut auf die jahrelange Erfahrung der Gesellschaft im Russlandgeschäft und die damit gewachsenen Geschäftsverbindungen zu Handelspartnern in Russland auf. Daraus ergeben sich trotz der erschwerten und wahrscheinlich noch restriktiver werdenden Rahmenbedingungen auch Chancen. 2.4.4 Gesamtaussage DBH konnte zwar das Geschäftsvolumen im Vergleich zum Geschäftsjahr 2022 nicht wiederholen, jedoch das Jahresergebnis wesentlich steigern. Der Umsatz ist um TEUR 7.230 auf TEUR 47.417 gesunken. Das Geschäftsjahr 2023 schließt mit einem Überschuss von TEUR 3.826 ab und übertrifft das Ergebnis von 2022 (TEUR 2.313) um TEUR 1.513. Das Russlandgeschäft wird zunehmend durch die EU-Sanktionen sowohl im Export wie auch im Import erschwert. Der Import russischer Ware (Kautschuk und technischer Ruß) wird mit dem 2. Quartal 2024 beendet sein, da per 30.06. die Quotenregelung für die genannten Produkte beendet ist. Vorhandene eingelagerte Ware wird bis zum Ende des 4. Quartals abverkauft werden. Durch den für das ROWGeschäft im September 2023 unterzeichneten Unternehmenskaufvertrag verbleibt nur das RUSGeschäft bei der Gesellschaft, das unter den genannten, erschwerten Bedingungen fortgeführt wird. Die Gesellschaft wird aus dem verbleibenden Geschäft im Geschäftsjahr 2024 voraussichtlich einen Umsatz von rd. EUR 22,0 Mio. erwirtschaften und neben dem genannten operativen Geschäftsvolumen einen bedeutenden außerordentlichen Gewinn realisieren. Die Strategie, das Portfolio beratungsintensiver und Spezialprodukte aufzubauen, hat sich bewährt und spiegelt sich in gefestigten Kundenbeziehungen wider. Es liegt in der Hand der Gesellschaft, die Chancen aus dem verbleibenden RUS-Geschäft zu heben und künftig ein positives Jahresergebnis zu erzielen.
Berlin, den 29. Februar 2024 gez. Stephan Schubert, Geschäftsführer E. Wiedergabe des Bestätigungsvermerks 52 Nach dem abschließenden Ergebnis unserer Prüfung haben wir dem Jahresabschluss zum 31.12.2023 (Anlagen 1 bis 3) der Gesellschaft unter dem Datum vom 29.03.2024 den folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt: "Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die DBH Osthandelsgesellschaft mbH, Berlin Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der DBH Osthandelsgesellschaft mbH, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der DBH Osthandelsgesellschaft mbH, Berlin, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Berlin, den 29.03.2024 WP-W
Dr. von Waldthausen GmbH
Dr. von Waldthausen, Wirtschaftsprüfer" |
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