regiobus Potsdam Mittelmark GmbH
Selbe AdressePersonenbeförderung im Linienverkehr auf der Straße
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Uwe Wilke seit 4.3.2016 | Prokura |
Thorsten Müller seit 4.3.2016 | Prokura |
Hans-Jürgen Hennig seit 21.6.2012 | Geschäftsführer |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Verkehrsgesellschaft Belzig mbHBad BelzigJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015Bilanz zum 31.12.2015Verkehrsgesellschaft Belzig mbH, Bad BelzigAktiva
Bad Belzig, 8. März 2016 Hans-Jürgen Hennig, Geschäftsführer Gewinn- und Verlustrechnung 01.01. bis 31.12.2015Verkehrsgesellschaft Belzig mbH, Bad Belzig
Bad Belzig, 8. März 2016 Hans-Jürgen Hennig, Geschäftsführer Anhang für das Geschäftsjahr 2015A. Allgemeine AngabenDer vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff und §§ 264 ff HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG und des Gesellschaftsvertrages wie für eine große Kapitalgesellschaft aufgestellt. Weiterhin fand die Verordnung über die Gliederung des Jahresabschlusses von Verkehrsunternehmen Beachtung. Der Grundsatz der Ausweis- und Bewertungsstetigkeit wurde eingehalten. B. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenImmaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich Abschreibungen angesetzt. Die planmäßigen Abschreibungen werden gemäß der in der Tabelle der Absetzung für Abnutzung angegebenen Nutzungsdauern linear vorgenommen. Der Abschreibungszeitraum für Neuzugänge von Fahrzeugen wurde seit dem 01.01.2013 auf 8 Jahre festgelegt. Die geringwertigen Wirtschaftsgüter (GWG) mit einem Anschaffungswert zwischen 150,01 € und 410 € werden sofort voll abgeschrieben. Fremdkapitalzinsen wurden nicht in die Anschaffungs- und Herstellungskosten eingerechnet. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden grundsätzlich mit den Anschaffungskosten bzw. gemäß der Methode des gewogenen Durchschnitts unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Die Bewertung der Forderungen erfolgte zu Nennwerten. Die Bewertung der Guthaben bei Kreditinstituten wurde mit dem Nennwert entsprechend den Bankbestätigungen vorgenommen. Investitionszuschüsse wurden passiviert, als Sonderposten ausgewiesen und entsprechend den vorgenommenen Abschreibungen aufgelöst. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie wurden in Höhe des Erfüllungsbetrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden gemäß § 253 Abs. 2 HGB abgezinst. Die als Deckungsvermögen für Altersteilzeitverpflichtungen dienende Rückdeckungsversicherung wurde gemäß § 246 Abs. 2 S. 2 HGB zum 31.12.2015 mit der Altersteilzeitrückstellung verrechnet. Weitere erkennbare Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten bestanden nicht. Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgte zum Erfüllungsbetrag. Es ist vorsichtig bewertet worden. Namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden. C. Erläuterungen zur BilanzDie Bilanz wurde unter Beachtung der allgemeinen Vorschriften des Handelsrechts aufgestellt. Eine Mitzugehörigkeit von Vermögensgegenständen bzw. Schulden zu anderen Bilanzposten besteht nicht. Es wurden namentlich sämtliche Geschäfte berücksichtigt. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte bestehen nicht, Vorteile und Risiken derartiger Geschäfte sind daher nicht existent. Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem beigefügten Anlagennachweis (Anlage 3, Blatt 3) zu ersehen. ANLAGENNACHWEIS per 31.12.2015Verkehrsgesellschaft Belzig mbH
Umlaufvermögen
Einzel- und Pauschalwertberichtigungen wurden im Geschäftsjahr nicht durchgeführt. Rechnungsabgrenzungsposten Als aktive Rechnungsabgrenzung sind gemäß § 250 Abs. 1 HGB Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Er enthält ein Disagio i. H. v. EUR 406,51. Eigenkapital
Rückstellungen Zum 31.12.2015 wiesen die Rückstellungen einen Saldo in Höhe von 1.759.309,66 EUR auf. Die verrechnete Rückdeckungsversicherung weist zum 31.12.2015 einen Aktivwert von 86.515,78 EUR aus. Der Erfüllungsbetrag der Altersteilzeitrückstellung beträgt zum Bilanzstichtag 97.538,14 EUR. Latente Steuern sind nicht zu berücksichtigen, da es sich um ein Dauerverlustunternehmen im Sinne des Steuerrechtes handelt und die Verlustvorträge voraussichtlich nicht in den nächsten 5 Jahren ausgeglichen werden. Die Entwicklung der Rückstellungen ist auf der folgenden Seite dargestellt: Rückstellungsspiegel per 31.12.2015 Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen (§ 249 HGB)
Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag ausgewiesen. Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB sowie Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter bestehen nicht. Finanzielle Verpflichtungen, die weder in der Bilanz enthalten noch nach § 251 HGB anzugeben sind, bestehen nicht. Angaben zu den Restlaufzeiten und der Art der Sicherung sind der Anlage 3, Blatt 7 zu entnehmen. VERBINDLICHKEITENSPIEGEL 2015Verkehrsgesellschaft Belzig mbH, Bad Belzig
D. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungEntsprechend § 275 Abs. 2 Handelsgesetzbuch wurde die Gewinn- und Verlustrechnung nach denn Gesamtkostenverfahren aufgestellt.
Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich 106 Mitarbeiter beschäftigt, davon 16 Angestellte und 90 gewerbliche Mitarbeiter. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag haben das Ergebnis aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit nicht belastet. E. Sonstige AngabenSeit dem 04.11.2014 gehören dem Aufsichtsrat der VGB folgende Mitglieder an:
In 2015 wurden 2 Aufsichtsratssitzungen durchgeführt.
Auf die Angaben der Gesamtbezüge der Geschäftsleitung wird gemäß § 286 (4) HGB verzichtet. Haftungsverhältnisse für diese Personen wurden nicht eingegangen, Vorschüsse oder Kredite wurden nicht gewährt. Weitere Gesamtbezüge für Geschäftsführungsorgane und Aufsichtsrat aus früherer Tätigkeit wurden nicht geleistet. Das Geschäftsjahr endete mit einem positiven Ergebnis.
Bad Belzig, 8. März 2016 Hans-Jürgen Hennig, Geschäftsführer Lagebericht 2015A. Grundlagen des UnternehmensDie Verkehrsgesellschaft Belzig mbH (VGB) ist im Handelsregister des Amtsgerichts Potsdam unter HRB-Nr. 6145 eingetragen. Geschäftsgrundlage der Gesellschaft ist die "Betrauungsvereinbarung mit dem Landkreis Potsdam-Mittelmark vom 01.12.2005 in der Fassung mit der Ergänzung vom 01.09.2009". Aufgabe des Unternehmens ist ein für unsere Fahrgäste zuverlässiger und ökologisch nachhaltiger Buslinienverkehr im Öffentlichen Personennahverkehr. Aus Sicht des kommunalen Aufgabenträgers und Gesellschafters hat die möglichst betriebswirtschaftlich und ökologisch nachhaltige Durchführung des ÖPNV höchste Priorität. Grundlagen für das unternehmerische Handeln sind neben den gesetzlichen Anforderungen aus der BO Kraft und dem Personenbeförderungsgesetz die europäischen Normanforderungen ISO 9001:2008 und ISO 14001:2004, in Verbindung mit der Service Norm für den ÖPV DIN EN 13816:2002. Das Unternehmen konnte auch im Berichtsjahr die Wiedererlangung der Zertifizierungen durch die DEKRA nachweisen. Das Wirtschaftsjahr 2015 brachte auch erstmals das neue Erfordernis der energetischen Zertifizierung (Energieaudit) gemäß EDL-G, welche ebenfalls zeitgerecht erbracht wurde. In der zweiten Jahreshälfte begannen die Vorbereitungen für die Wiedererteilung aller Linienkonzessionen sowie den neuen öffentlichen Dienstleistungsauftrag (öDA) ab Juni 2016. Damit verbunden war auch die Aufgabe für das Unternehmen, sich einem sehr umfangreichen Benchmarkvergleich zu unterziehen. Die eigenen Ausarbeitungen, umfangreichen Zuarbeiten und Abstimmungsrunden haben erhebliche zeitliche Ressourcen des Unternehmens, insbesondere der Führungskräfte und der Geschäftsführung, in Anspruch genommen. Darüber hinaus waren erhöhte Leistungen an Abstimmungen mit Dritten und externe Beratung notwendig. B. WirtschaftsberichtI. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die Schwerpunktaufgaben des Jahres 2015 waren, neben der qualitativ und quantitativ umfassenden Erfüllung der Aufgaben im Linienverkehr, die anhaltend hohen Zusatzbelastungen aus den fortschreitenden, umfangreichen Bautätigkeiten und damit verbundenen Umleitungen und komplexen Fahrplanänderungen zu verkraften. 2015 war das erste Jahr der Wirksamkeit des neuen Nahverkehrsplanes. Für das Unternehmen war das vor allem vom neuen PlusBus-Konzept der Linie 553 Brandenburg an der Havel - Kloster Lehnin, der Linie 580 Bad Belzig - Potsdam und der Linie 581 Bad Belzig - Brandenburg an der Havel geprägt. Damit im Zusammenhang stand die Neuorganisation der Linie 551 Brandenburg an der Havel - Krahne - Golzow. Im November 2015 erfolgte die erste Nachher-Zählung gemeinsam mit dem Verbund VBB. Die Auswertung eines externen Dienstleisters zog sich bis in das erste Quartal des Jahres 2016. Für das Wirtschaftsjahr 2015 erbrachte die Vergleichszählung insgesamt einen Fahrgastzuwachs von über 10 % - bei doch bemerkenswerten Differenzierungen zwischen den Linien. Ein starker Zusammenhang zwischen den begleitenden Maßnahmen (fahrzeugtechnisch, marketingseitig sowie fahrleistungsbezogen) und den Zuwächsen wurde deutlich. Im Verlaufe des Jahres wuchs ein großes Interesse an dem PlusBus-Projekt der VGB, sowohl innerhalb des Bundeslandes als auch deutschlandweit. Um die Auswirkungen der Tarifveränderungen bereinigt liegen die eigenen kassentechnischen Einnahmen wie erwartet unter dem Gesamtzuwachs an Fahrgästen. Die Erlösaufteilung des VBB der Folgejahre wird damit erst zeitversetzt die Gesamtauswirkung im Bereich Erlöse widerspiegeln. Es ist jedoch zu erwarten, dass das Unternehmen VGB leider nur unterdurchschnittlich daran partizipieren wird. Aus der Entwicklung der Fahrgeldeinnahmen gesamt im Berichtsjahr ist abzuleiten, dass die Fahrgastzahlen etwas über denen der Vorjahre liegen. Das ist besonders bemerkenswert, da im Bundestrend des ÖPNV im regionalen Buslinienverkehr spürbar negative Entwicklungen registriert werden. Herauszustellen ist hier besonders die andauernd positive Entwicklung in der Linie 590 Stadtverkehr Bad Belzig, die einen Zuwachs von weit über 30 % nach drei Betriebsjahren erbrachte. Des Weiteren hat die touristisch geprägte BURGENLINIE (572) in ihrem zweiten Betriebsjahr die Fahrgastzahlen zum Vorjahr sogar verdoppeln können. Da ein bemerkenswerter Anteil (40 %) "Jedermann-Verkehr" der Region festgestellt werden konnte, hat sich das Drängen des Unternehmens, das neue Produkt auch klar am Linienverkehr nach § 42 PBefG zu orientieren, positiv bestätigt. Die Investitionstätigkeit betraf schwerpunktmäßig die Ersatzbeschaffung von neuen niederflurigen Standardlinienbussen. Erstmalig hat die VGB Neufahrzeuge, die im Bereich der Einstiege niederflurig sind, aber im hinteren Teil über Stufen erreichbare Sitze verbaut haben (sogenannte Low-Entry-Busse), beschafft. Die ersten Betriebserfahrungen haben die positiven Erwartungen von Betrieb und Werkstatt übertroffen. Auch seitens der Fahrgäste ist die Resonanz sehr positiv. Besonders bemerkenswert sind Laufruhe (Reisebusachse) sowie Kraftstoffverbrauch (über 20 % Reduzierung). Das Unternehmen setzt damit erfolgreich die Modernisierung des Fuhrparks hinsichtlich Wirtschaftlichkeit, Ökologie und Fahrgastfreundlichkeit fort. Erstmalig - und im Zusammenhang mit dem vorgenannten PlusBus-Konzept - sind Fahrzeuge u. a. mit WLAN und USB-Steckplätzen ausgerüstet worden. Die Resonanz bei den Fahrgästen war bemerkenswert positiv. Neben den Leistungsverbesserungen hat das Ausstattungsmerkmal WLAN in der Befragung zur Fahrgastzufriedenheit besonders gepunktet. Auf Grund der steigenden Fahrgastzahlen der PlusBus-Linien hat das Unternehmen noch im Dezember zwei Großraumfahrzeuge neu beschafft. Da 12 m - Standardbusse ausgesondert wurden, erhöhte sich die angebotene Platzkapazität. Der Verkehrseinsatz erfolgte ab Jahresbeginn des Folgejahres. Im Geschäftsjahr konnte das Unternehmen die Gesamtzahl der Linienfahrzeuge im Bestand durch Optimierungsmaßnahmen reduzieren. Der Leasingvertrag für den Reisebus wurde nicht verlängert bzw. der Bus ersatzlos abgegeben. Verbesserungen der Trennungsrechnung, Marktbeobachtung sowie die Beachtung des kommenden neuen öffentlichen Dienstleistungsauftrages (öDA) führten zu der unternehmerischen Entscheidung, den Mietwagenverkehr weiter zu reduzieren und kein spezielles Fahrzeug dafür vorzuhalten. II. Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Vermögenslage In der folgenden Übersicht ist die Bilanz nach betriebswirtschaftlichen Grundsätzen aufbereitet. So ist der aktive Rechnungsabgrenzungsposten in den kurzfristigen Forderungen, der passive Rechnungsabgrenzungsposten in den kurzfristigen Verbindlichkeiten enthalten.
Die finanziellen Verhältnisse der Gesellschaft sind weiterhin geordnet. Das langfristig gebundene Vermögen ist langfristig finanziert, das Eigenkapital ist ausreichend dotiert und die Zahlungsfähigkeit war während des gesamten Berichtsjahres stets in vollem Umfang gesichert. Das langfristige Vermögen beinhaltet im Wesentlichen die Grundstücke und Bauten (TEUR 541,6), Fahrzeuge für den Personennahverkehr (TEUR 4.534,2) sowie Wertpapiere des Anlagevermögens (TEUR 539,8). Das kurzfristige Vermögen enthält insbesondere Forderungen gegen das Finanzamt (TEUR 242,2), Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe (TEUR 75,1), Lieferforderungen (TEUR 64,6), liquide Mittel (TEUR 4.475,7) und aktive Rechnungsabgrenzungsposten (TEUR 110,8). Das wirtschaftliche Eigenkapital (incl. Sonderposten) beträgt TEUR 8.213,8. Dies bedeutet eine Erhöhung zum Vorjahr von 16,7 %. Die langfristigen Verbindlichkeiten betragen TEUR 1.851,5 und beinhalten langfristige Rückstellungen (TEUR 1.052,9) sowie langfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (TEUR 798,6). Zum Vorjahr ist eine Reduzierung um TEUR 730,9 zu verzeichnen. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten betreffen kurzfristige Rückstellungen (TEUR 706,4), Lieferverbindlichkeiten (TEUR 153,0) sowie sonstige Verbindlichkeiten (TEUR 39,8) und den Abgrenzungsposten (TEUR 62,8). Ertragslage
Das Ergebnis hat sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 581,3 verbessert. Daran hat die positive Entwicklung der Umsatzerlöse (TEUR 233,5) beigetragen. Im Einzelnen wird dabei auf die Erlöse aus Linienverkehr (TEUR -26,0), Schülerverkehr (TEUR 44,1), Einnahmen aus dem EAV (TEUR 60,2), Mietwagenverkehr (TEUR 22,7) sowie SEV/BNV (TEUR 132,5) verwiesen. Im Bereich der sonstigen betrieblichen Erträge konnten wir von einer deutlichen Steigerung der Ausgleichsleistungen für den ÖPNV (TEUR 829,9) ausgehen. Der Kostendeckungsgrad 2015 mit 85 % liegt erneut über dem Vorjahr und vor allem deutlich über dem Durchschnitt regionaler Busbetriebe in den neuen Bundesländern (73%; Quelle: VDV Jahresbericht). Finanzlage Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2015 unter Einbeziehung der Zahlungen durch den Aufgabenträger einen operativen Cashflow in Höhe von TEUR 197,8 erwirtschaftet. Aus der Investitions- bzw. Finanzierungstätigkeit ergab sich ein Cashflow von TEUR 1.309,8 bzw. TEUR 233,7. Der Bestand der liquiden Mittel beträgt TEUR 4.475,7. Die Investitionen betrafen in erster Linie den Ersatz der Busse des öffentlichen Personennahverkehrs. Steigende technische und ökologische Standards hatten eine Erhöhung der Anschaffungskosten um ca. 5 % zur Folge. Für die Teilfinanzierung der Neuanschaffungen wurde ein Kredit über TEUR 600,0 mit 5-jähriger Tilgung bei unserer Hausbank aufgenommen. III. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Bezüglich der finanziellen und nichtfinanziellen Leistungsindikatoren wird auf die vorstehenden Ausführungen im Rahmen des Wirtschaftsberichtes verwiesen. Gesamtaussage Unter Berücksichtigung der Geschäfts- und Rahmenbedingungen entspricht die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft mindestens den Erwartungen aus dem Vorjahr. C. NachtragsberichtVorgänge von besonderer Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft sind nach dem Bilanzstichtag nicht eingetreten bzw. bekannt. D. Prognose-, Risiko- und ChancenberichtI. Chancen- und Risikobericht Das Risikomanagement des Unternehmens beruht auf dem periodischen Berichtswesen (monatlich und quartalsweise), das Soll - Ist Vergleiche aller wesentlichen Kennzahlen beinhaltet und Entwicklungen zum Vorjahr abbildet. Im Vergleich zu den Vorjahren konnten die Zeiträume zwischen Stichtag und dem jeweiligen Bericht sogar noch etwas verkürzt werden. Der Rechts- und Ordnungsrahmen für den Öffentlichen Personennahverkehr in Europa, der BR Deutschland sowie im Land Brandenburg ist trotz neuer Gesetzgebung weiterhin von einer Reihe von offenen Fragen, Ungewissheiten sowie unklaren Auslegungen gekennzeichnet. Die Geschäftsführung beobachtet insbesondere mit Unterstützung der Branchenverbände sowie fachanwaltlicher Unterstützung die Entwicklung dieser rechtlichen Rahmenbedingungen, um insbesondere frühzeitig die Risiken für vertragliche Grundlagen und vor allem für die Finanzierungsmodalitäten zu erkennen. Als wesentlichste Problemlagen werden derzeit angesehen: Auf nationaler Ebene ist bereits die nächste Novellierung des Personenbeförderungsgesetzes (PBefG) im Gespräch. Der Vorrang eigenwirtschaftlicher Verkehre gegenüber beabsichtigten Direktvergaben von öffentlichen Dienstleistungsaufträgen spielt nach wie vor die Hauptrolle. Sorge bereiten diesseits vor allem die verbandspolitisch vorgetragene, gezielte Verunglimpfung und Diffamierung kommunaler Betriebe als "Steuerverschwender" durch die Vertreter der privaten Busbranche bzw. Verbände. Zu erwähnen sind ebenfalls die erneut bekräftigten Absichten des Landes Brandenburg über die Weitergabe der Entflechtungsmittel und über deren Höhe. Äußerst bedenklich erscheint die andauernde Position der Landesregierung, mögliche Erhöhungen bei der Dynamisierung der Regionalisierungsmittel ausschließlich dem schienengebundenen Verkehr zukommen zu lassen und den straßengebundenen ÖPNV daran nicht teilhaben zu lassen. Angesichts der Aufgaben im ländlichen Raum unter Beachtung demografischer Entwicklungen bedeutet das effektiv die Gefahr einer weiteren Reduzierung der Mittelbereitstellung und damit die Gefahr der weiteren Unterfinanzierung des ÖPNV. In Verbindung mit den geplanten Veränderungen in der Verteilung der Bundesmittel ("Kieler Schlüssel") sind hier erhebliche Verwerfungen nicht auszuschließen. Für die Einnahmensicherung wurde erstmalig ein für den Bereich des VBB geltendes Tarifdynamisierungsindexverfahren durchgesetzt. Auf Grund der Systematik sind aber aktuell nur geringe Steigerungen durch die Entwicklung der Bundesindizes zu erwarten. Der entscheidende Mangel, dass 50 - 55 % der Kosten - die Personalkosten - unberücksichtigt bleiben, wurde nicht behoben. Im Berichtsjahr wurde die weitere schrittweise Umsetzung/Einführung des Tarifvertrages - Nahverkehr Brandenburg (TV-N) im Unternehmen vollzogen. Dazu wurden Hinweise bzw. Aufträge des Gesellschafters und Aufsichtsrates zügig und in Abstimmung mit dem Betriebsrat umgesetzt. Zum Teil wurden in sehr sensiblen Details (z. B. Überstundenzuschläge) schrittweise Lösungen verfolgt. In keinem Fall kam es zu Auseinandersetzungen oder gar rechtlichen Schritten. Insbesondere im zweiten Halbjahr mussten im Zusammenhang mit der Vorbereitung der Direktvergabe des neuen öffentlichen Dienstleistungsauftrages erhebliche Mehrleistungen in den Bereichen Geschäftsführung, Planung und Controlling abgedeckt werden. Aus Sicht des Unternehmens zeichnet sich ab, dass mit dem zu erwartenden Vertragswerk ein sehr hohes Maß an rechtlicher Definition einerseits, aber auch betriebswirtschaftlicher Komplexität fixiert wurde. In Vorbereitung der vom Kreistag Potsdam-Mittelmark beschlossenen Fusion des Unternehmens VGB mit dem aus der Aufspaltung des benachbarten Havelbuskonzerns hervorgegangenen Unternehmen Beelitzer Verkehrs- und Servicegesellschaft mbH waren und werden umfangreiche organisatorische, strukturelle, aber auch materielle Maßnahmen verbunden sein. Viele Einzelpositionen in Prozessen wie Anlagen und Projekten werden bereits abgestimmt und zum Teil vorab vollzogen. Besonders hervorzuheben sind die Entwicklung einheitlicher Herangehensweisen im zukünftigen Unternehmensauftritt und im Erscheinungsbild incl. Fahrzeugdesign, sowie die frühzeitige Synchronisierung wesentlicher Bestandteile wie Fahrzeugbeschaffung, IT-Systeme, Fahrscheindrucker und das rechnergestützte Betriebsleitsystem. II. Prognosebericht Investitionsschwerpunkte im Geschäftsjahr 2016 werden die Weiterführung der Ersatzinvestitionen Fuhrpark sowie Ersatz - bzw. Erneuerungsmaßnahmen im Bereich der Betriebshöfe sein. Für das Geschäftsjahr 2016 wird Ergebnisstabilität sowie eine weitere leichte Steigerung der Fahrgastzahlen angestrebt. Weiter zunehmen müssen die Anstrengungen im Rahmen der Erlösaufteilung des Verkehrsverbundes Berlin- Brandenburg, mehr an der Zuscheidung von Verbundtickets zu partizipieren. Weitere quantitative und qualitative Maßnahmen, insbesondere auf den Schwerpunktlinien gemäß Nahverkehrsplan (PlusBus-Linien), sollen dazu beitragen. Dies bedeutet, dass die Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2016 mit stabilen bzw. leicht steigenden Gesamterträgen (Umsatzerlöse und betriebliche Erträge) plant. Die betrieblichen Aufwendungen werden ausgehend vom Niveau des Jahres 2015 ebenfalls leicht steigend geplant. Offen bleibt derzeit, welche finanziellen Auswirkungen die Vorbereitung und Umsetzung der Fusion für die Gesellschaft bringt.
Bad Belzig, 12. April 2016 Hans-Jürgen Hennig, Geschäftsführer Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und des Lageberichts der Verkehrsgesellschaft Belzig mbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Potsdam, den 4. Mai 2016 ACCO
GmbH
Huse, Wirtschaftsprüfer Spang, Wirtschaftsprüfer Bericht des Aufsichtsrates über die Prüfung des Jahresabschlusses 2015 und des Lageberichts an die Gesellschafterversammlungder Verkehrsgesellschaft Belzig mbHOer Aufsichtsrat hat sich während des Geschäftsjahres in zwei Sitzungen sowie taufend durch mündliche und schriftliche Berichte des Geschäftsführers über die Geschäftslage und die finanzielle Situation des Unternehmens informiert und sich von der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung überzeugt. Die Geschäftsführung beachtete in ihrer Geschäftstätigkeit jederzeit die Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages und der Geschäftsordnung der Gesellschaft. Beschlüsse und sonstige Festlegungen des Gesellschafters und des Aufsichtsrates wurden von der Geschäftsführung stets vollständig umgesetzt und die Gesellschaft in Übereinstimmung mit den vorgegebenen Grundsätzen und Zielen des öffentlichen Personennahverkehrs geführt. Der vom Geschäftsführer vorgelegte Jahresabschluss zum 31.12.2015 und der Lagebericht wurden von dem durch den Gesellschafter mit Beschluss GV 02-04-2015 vom 27.07.2015 bestellten Abschlussprüfer (ACCO GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft) geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Neben der Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes beinhaltete der Prüfauftrag auch die Prüfung nach § 53 HGrG. Dem Aufsichtsrat wurde der Prüfungsbericht übergeben. An der Beratung des Aufsichtsrates zum Jahresabschluss 2015 nahm der Wirtschaftsprüfer teil und stand für ergänzende Auskünfte zur Verfügung. Dem Ergebnis der Prüfung stimmte der Aufsichtsrat einstimmig zu. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Vorschlag des Geschäftsführers für die Ergebnisverwendung geprüft. Dabei ergaben sich keine Einwendungen. Der Aufsichtsrat empfiehlt der Gesellschafterversammlung die Feststellung des Jahresabschlusses zum 31.12.2015 und die Entlastung des Geschäftsführers. Der Aufsichtsrat empfiehlt des Weiteren, wie vom Geschäftsführer vorgeschlagen, den Jahresüberschuss i.H.v. 952.093,92 € der Gewinnrücklage zuzuführen. Ober den Bericht wird abgestimmt mit:
Rudolf Werner, Aufsichtsratsvorsitzender der Verkehrsgesellschaft Belzig mbH Als gesetzlicher Vertreter des Landkreises Potsdam-Mittelmark in der Gesellschafterversammlung der Verkehrsgesellschaft Belzig mbH halte ich heute, am 05.07.2016, eine Gesellschafterversammlung ab und beschließe: Zu TOP 1: Beschluss Nr.: GV 07-09-2016 Die Gesellschafterversammlung stellt den Jahresabschluss zum 31.12.2015 mit einem Bilanzvolumen in Höhe von 11.027.725,77 € fest. Entsprechend dem Vorschlag des Geschäftsführers wird der Jahresgewinn in Höhe von 952.093,92 € vollständig der Gewinnrücklage zugeführt. Begründung: Der Aufsichtsrat hat in seiner Beratung am 14.06.2016 der Gesellschafterversammlung die Feststellung des Jahresabschlusses 2015 und die Ergebnisverwendung empfohlen. Zu TOP 2: Beschluss Nr.: GV 07-10-2016 Dem Geschäftsführer, Herrn Hennig, und dem Aufsichtsrat der Verkehrsgesellschaft Belzig mbH wird für das Geschäftsjahr 2015 Entlastung erteilt Begründung: Der Wirtschaftsprüfer und der Aufsichtsrat empfehlen die Entlastung des Geschäftsführers. Die Entlastung des Aufsichtsrates und des Geschäftsführers obliegt gemäß § 11 Abs. 3 lit. q der Satzung der Gesellschafterversammlung.
Blasig, Landrat und Vertreter des Alleingesellschafters Landkreises Potsdam-Mittelmark |
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