Verkehrsgesellschaft Belzig mbHLiquidiert

14806 Bad Belzig, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Potsdam HRB 6145
Eingetragen
28.4.2006
Branche
Betrieb von Bahnhöfen für den Personenverkehr einschließlich OmnibusbahnhöfenPersonenbeförderung im Linienverkehr auf der StraßeBetrieb von Verkehrswegen für Straßenfahrzeuge
Gegenstand
Die Durchführung des öffentlichen Personennahverkehrs, Gelegenheitsverkehrs, Werkstattbetrieb für Dritte, öffentlicher Tankstellenbetrieb.

Historie

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Management

NameRolle
Uwe Wilke
seit 4.3.2016
Prokura
Thorsten Müller
seit 4.3.2016
Prokura
Hans-Jürgen Hennig
seit 21.6.2012
Geschäftsführer

Konzern- und Jahresabschlüsse

Verkehrsgesellschaft Belzig mbH

Bad Belzig

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015

Bilanz zum 31.12.2015

Verkehrsgesellschaft Belzig mbH, Bad Belzig

Aktiva

31.12.2015 31.12.2014
EUR EUR TEUR
A. Anlagevermögen      
I. Immaterielle Vermögensgegenstände      
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte   61.675,00 48,8
II. Sachanlagen      
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. der Bautenauf fremden Grundstücken 541.585,48   610,0
dav. Geschäfts-, Betriebs- und andere Bauten: 285.892,00 EUR (354.271,00 EUR)      
2. Fahrzeuge für Personenverkehr 4.534.229,14   4.169,7
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 302.125,84 5.377.940,46 255,9
III. Finanzanlagen      
Wertpapiere des Anlagevermögens   539.772,50 533,9
    5.979.387,96 5.618,3
B. Umlaufvermögen      
I. Vorräte      
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe   75.140,33 68,6
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände      
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 64.637,65   109,0
2. Sonst. Vermögensgegenstände 321.685,84 386.323,49 264,6
III. Wertpapiere      
Sonstige Wertpapiere   0,00 2.000,0
IV. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks   4.475.712,89 2.734,4
    4.937.176,71 5.176,6
C. Rechnungsabgrenzungsposten   111.161,10 62,3
    11.027.725,77 10.857,2

Passiva

     
  31.12.2015 31.12.2014
  EUR EUR TEUR
A. Eigenkapital      
I. Gezeichnetes Kapital   102.258,38 102,3
II. Kapitalrücklage   1.210.424,53 1.210,4
III. Gewinnrücklagen      
Andere Gewinnrücklagen 1.201.761,30   830,9
Gewinnrücklage lt. BilMoG 1.658.622,24 2.860.383,54 1.658,6
IV. Gewinnvortrag   517.059,84 517,1
V. Jahresüberschuss/ -fehlbetrag   952.093,92 370,8
Summe Eigenkapital   5.642.220,21 4.690,1
B. Sonderposten aus Investitionszuschüssen   2.571.596,00 2.348,6
C. Rückstellungen      
Sonstige Rückstellungen   1.759.309,66 2.953,2
D. Verbindlichkeiten      
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 798.973,62   547,9
dav. mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 352.803,66 EUR (278.898,68 EUR)      
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 153.024,32   226,8
dav. mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 153.024,32 EUR (226.858,09 EUR)      
3. Sonstige Verbindlichkeiten; 39.842,68 991.840,62 25,5
dav. aus Steuern: 71,74 EUR (0,00 EUR)      
dav. im Rahmen sozialer Sicherheit: 134,30 EUR (0,00 EUR)      
dav.mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 39.842,68 EUR (25.494,07 EUR)      
E. Rechnungsabgrenzungsposten   62.759,28 65,1
    11.027.725,77 10.857,2

 

Bad Belzig, 8. März 2016

Hans-Jürgen Hennig, Geschäftsführer

Gewinn- und Verlustrechnung 01.01. bis 31.12.2015

Verkehrsgesellschaft Belzig mbH, Bad Belzig

2015 2014
EUR EUR TEUR
1. Umsatzerlöse 3.584.379,64   3.350,9
2. Aktivierte Eigenleistungen 0,00   0,0
3. Sonstige betriebliche Erträge 4.935.023,20 8.519.402,84 4.226,8
4. Materialaufwand:      
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -1.280.520,72   -1.348,9
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -406.017,29 -1.686.538,01 -444,3
5. Personalaufwand:      
a) Löhne und Gehälter -3.140.788,31   -2.843,8
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung, -655.838,19 -3.796.626,50 -593,3
davon für Altersversorgung: EUR 4.376,90 (EUR 5.708,15)      
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen,   -1.405.609,24 -1.409,3
davon aufgrund steuerrechtlicher Sondervorschriften: EUR 0,00 (EUR 0,00)      
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen   -682.716,63 -614,1
8. Erträge aus Wertpapieren   18.620,46 86,8
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge   43.023,72 30,3
davon Ertrag aus Abzinsung: EUR 10.997,91 (EUR 16.259,37)      
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen;   -50.098,43 -63,2
davon Aufwand aus Aufzinsung: EUR 32.732,68 (EUR 36.656,54)      
11. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit   959.458,21 377,9
12. Sonstige Steuern   -7.364,29 -7,1
13. Jahresüberschuss/-fehlbetrag   952.093,92 370,8

 

Bad Belzig, 8. März 2016

Hans-Jürgen Hennig, Geschäftsführer

Anhang für das Geschäftsjahr 2015

A. Allgemeine Angaben

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff und §§ 264 ff HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG und des Gesellschaftsvertrages wie für eine große Kapitalgesellschaft aufgestellt. Weiterhin fand die Verordnung über die Gliederung des Jahresabschlusses von Verkehrsunternehmen Beachtung.

Der Grundsatz der Ausweis- und Bewertungsstetigkeit wurde eingehalten.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich Abschreibungen angesetzt. Die planmäßigen Abschreibungen werden gemäß der in der Tabelle der Absetzung für Abnutzung angegebenen Nutzungsdauern linear vorgenommen.

Der Abschreibungszeitraum für Neuzugänge von Fahrzeugen wurde seit dem 01.01.2013 auf 8 Jahre festgelegt.

Die geringwertigen Wirtschaftsgüter (GWG) mit einem Anschaffungswert zwischen 150,01 € und 410 € werden sofort voll abgeschrieben.

Fremdkapitalzinsen wurden nicht in die Anschaffungs- und Herstellungskosten eingerechnet.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden grundsätzlich mit den Anschaffungskosten bzw. gemäß der Methode des gewogenen Durchschnitts unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet.

Die Bewertung der Forderungen erfolgte zu Nennwerten.

Die Bewertung der Guthaben bei Kreditinstituten wurde mit dem Nennwert entsprechend den Bankbestätigungen vorgenommen.

Investitionszuschüsse wurden passiviert, als Sonderposten ausgewiesen und entsprechend den vorgenommenen Abschreibungen aufgelöst.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie wurden in Höhe des Erfüllungsbetrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden gemäß § 253 Abs. 2 HGB abgezinst.

Die als Deckungsvermögen für Altersteilzeitverpflichtungen dienende Rückdeckungsversicherung wurde gemäß § 246 Abs. 2 S. 2 HGB zum 31.12.2015 mit der Altersteilzeitrückstellung verrechnet.

Weitere erkennbare Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten bestanden nicht.

Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgte zum Erfüllungsbetrag.

Es ist vorsichtig bewertet worden. Namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden.

C. Erläuterungen zur Bilanz

Die Bilanz wurde unter Beachtung der allgemeinen Vorschriften des Handelsrechts aufgestellt. Eine Mitzugehörigkeit von Vermögensgegenständen bzw. Schulden zu anderen Bilanzposten besteht nicht.

Es wurden namentlich sämtliche Geschäfte berücksichtigt. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte bestehen nicht, Vorteile und Risiken derartiger Geschäfte sind daher nicht existent.

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem beigefügten Anlagennachweis (Anlage 3, Blatt 3) zu ersehen.

ANLAGENNACHWEIS per 31.12.2015

Verkehrsgesellschaft Belzig mbH

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Posten des Anlagevermögens AHK 01.01.2015
EUR
Zugang 2015
EUR
Abgang 2015
EUR
Umbuchungen 2015
EUR
AHK 31.12.2015
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
1. Konzessionen, gewerbl. Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 155.870,34 35.511,20 14.795,91 0,00 176.585,63
Summe Immaterieller Vermögensgegenstände 155.870,34 35.511,20 14.795,91 0,00 176.585,63
II. Sachanlagen          
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.005.261,19 0,00 0,00 0,00 5.005.261,19
2. Fahrzeuge für Personenbeförderung 11.516.278,36 1.618.577,87 816.770,50   12.318.085,73
Sonstige Transportmittel 112.488,35 306,90 19.000,00 0,00 93.795,25
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.833.107,10 184.615,26 93.256,57 0,00 2.924.465,79
Summe Sachanlagen 19.467.135,00 1.803.500,03 929.027,07 0,00 20.341.607,96
III. Finanzanlagen          
Wertpapiere des Anlagevermögens 533.955,47 5.817,03 0,00 0,00 539.772,50
Summe Finanzanlagen 533.955,47 5.817,03 0,00 0,00 539.772,50
Summe des Anlagevermögens 20.156.960,81 1.844.828,26 943.822,98 0,00 21.057.966,09
Abschreibungen
Posten des Anlagevermögens kumuliert 01.01.2015
EUR
Zugang 2015
EUR
Abgang 2015
EUR
kumuliert 31.12.2015
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Konzessionen, gewerbl. Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 107.062,34 22.555,20 14.706,91 114.910,63
Summe Immaterieller Vermögensgegenstände 107.062,34 22.555,20 14.706,91 114.910,63
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.395.296,71 68.379,00 0,00 4.463.675,71
2. Fahrzeuge für Personenbeförderung 7.386.012,36 1.165.443,73 750.304,50 7.801.151,59
Sonstige Transportmittel 73.008,35 11.671,89 8.179,99 76.500,25
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.577.248,10 137.559,42 92.467,57 2.622.339,95
Summe Sachanlagen 14.431.565,52 1.383.054,04 850.952,06 14.963.667,50
III. Finanzanlagen        
Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe des Anlagevermögens 14.538.627,86 1.405.609,24 865.658,97 15.078.578,13
Restbuchwerte
Posten des Anlagevermögens 31.12.2014
EUR
31.12.2015
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Konzessionen, gewerbl. Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 48.808,00 61.675,00
Summe Immaterieller Vermögensgegenstände 48.808,00 61.675,00
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 609.964,48 541.585,48
2. Fahrzeuge für Personenbeförderung 4.130.266,00 4.516.934,14
Sonstige Transportmittel 39.480,00 17.295,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 255.859,00 302.125,84
Summe Sachanlagen 5.035.569,48 5.377.940,46
III. Finanzanlagen    
Wertpapiere des Anlagevermögens 533.955,47 539.772,50
Summe Finanzanlagen 533.955,47 539.772,50
Summe des Anlagevermögens 5.618.332,95 5.979.387,96

Umlaufvermögen

Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen in Höhe von EUR 20.431,72.
Forderungen mit einer Restlaufzeit über 5 Jahre bestehen nicht.    
Forderungen gegenüber dem Gesellschafter bestehen in Höhe von EUR 5.257,96.

Einzel- und Pauschalwertberichtigungen wurden im Geschäftsjahr nicht durchgeführt.

Rechnungsabgrenzungsposten

Als aktive Rechnungsabgrenzung sind gemäß § 250 Abs. 1 HGB Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Er enthält ein Disagio i. H. v. EUR 406,51.

Eigenkapital

Das Stammkapital entspricht der im Gesellschaftervertrag festgelegten Höhe von EUR 102.258,38.
Die Kapitalrücklage blieb unverändert in Höhe von EUR 1.210.424,53.
Lt. Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 27.07.2015 wurde der Jahresüberschuss aus 2014 in Höhe von EUR 370.844,06
vollständig der Gewinnrücklage zugeführt.    
Entsprechend der Betrauungsvereinbarung wurden von den gezahlten Mitteln des Landkreises Potsdam-Mittelmark als erhaltener Investitionszuschuss EUR 910.000,00
passiviert und spiegelgleich zu den Abschreibungen der bezuschussten Wirtschaftsgüter aufgelöst.    

Rückstellungen

Zum 31.12.2015 wiesen die Rückstellungen einen Saldo in Höhe von 1.759.309,66 EUR auf.

Die verrechnete Rückdeckungsversicherung weist zum 31.12.2015 einen Aktivwert von 86.515,78 EUR aus. Der Erfüllungsbetrag der Altersteilzeitrückstellung beträgt zum Bilanzstichtag 97.538,14 EUR.

Latente Steuern sind nicht zu berücksichtigen, da es sich um ein Dauerverlustunternehmen im Sinne des Steuerrechtes handelt und die Verlustvorträge voraussichtlich nicht in den nächsten 5 Jahren ausgeglichen werden.

Die Entwicklung der Rückstellungen ist auf der folgenden Seite dargestellt:

Rückstellungsspiegel per 31.12.2015

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen (§ 249 HGB)

Rückstellung Saldo 31.12.2014
EUR
Verbrauch 2015
EUR
Auflösung 2015
EUR
Zuführung 2015
EUR
Steuerberatungskosten 14.000,00 11.942,48 2.057,52 14.000,00
Jahresabschluss prüfungskosten 14.000,00 14.000,00 0,00 14.000,00
Resturlaub 65.897,26 65.897,26 0,00 52.853,82
Erstellung und Begleitung Jahresabschluss 23.440,00 23.440,00 0,00 24.690,00
Arbeitszeitkonto 9.480,00 9.480,00 0,00 20.259,48
Sonderzahlung 0,00 0,00 0,00 35.707,97
Tantiemen 2.880,00 2.880,00 0,00 2.880,00
Berufsgenossenschaft 7.800,00 2.689,57 5.110,43 7.100,00
Ausstehende Instandsetzung 0,00 0,00 0,00 9.000,00
Rückbau Richtfunk RBL 15.000,00 10.421,40 4.578,60 0,00
Verkehrszahlung 5.586,00 0,00 5.586,00 0,00
Gewährung der Altersteilzeit 206.705,33 113.659,23 0,00 0,00
Saldierung mit Rückdeckungsversicherung -167.532,07 -81.016,29 0,00 0,00
Zahlungen an den VBB lt. E/A-Vertrag 578.713,99 171.973,89 0,00 96.840,00
Drohverlust durch Nichtvergabe der Linienkonzessionen 1.948.276,00 0,00 1.029.801,00 0,00
Kraftfahrzeugversicherung 176.640,00 124.126,43 52.513,57 76.210,00
Vorhaltung Archivräume 52.288,20 0,00 0,00 0,00
Summe 2.953.174,71 469.493,97 1.099.647,12 353.541,27
Rückstellung Aufzinsung per 31.12.2015
EUR
Abzinsung per 31.12.2015
EUR
Saldo 31.12.2015
EUR
Steuerberatungskosten 0,00 0,00 14.000,00
Jahresabschluss prüfungskosten 0,00 0,00 14.000,00
Resturlaub 0,00 0,00 52.853,82
Erstellung und Begleitung Jahresabschluss 0,00 0,00 24.690,00
Arbeitszeitkonto 0,00 0,00 20.259,48
Sonderzahlung 0,00 0,00 35.707,97
Tantiemen 0,00 0,00 2.880,00
Berufsgenossenschaft 0,00 0,00 7.100,00
Ausstehende Instandsetzung 0,00 0,00 9.000,00
Rückbau Richtfunk RBL 0,00 0,00 0,00
Verkehrszahlung 0,00 0,00 0,00
Gewährung der Altersteilzeit 4.492,04 0,00 97.538,14
Saldierung mit Rückdeckungsversicherung 0,00 0,00 -86.515,78
Zahlungen an den VBB lt. E/A-Vertrag 26.408,69 4.047,91 525.940,88
Drohverlust durch Nichtvergabe der Linienkonzessionen 0,00 0,00 918.475,00
Kraftfahrzeugversicherung 0,00 6.950,00 69.260,00
Vorhaltung Archivräume 1.831,95 0,00 54.120,15
Summe 32.732,68 10.997,91 1.759.309,66

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag ausgewiesen.

Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB sowie Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter bestehen nicht.

Finanzielle Verpflichtungen, die weder in der Bilanz enthalten noch nach § 251 HGB anzugeben sind, bestehen nicht.

Angaben zu den Restlaufzeiten und der Art der Sicherung sind der Anlage 3, Blatt 7 zu entnehmen.

VERBINDLICHKEITENSPIEGEL 2015

Verkehrsgesellschaft Belzig mbH, Bad Belzig

Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit von
Art der Verbindlichkeit EUR 1 Jahr
EUR
1 - 5 Jahre
EUR
mehr als 5 Jahre
EUR
gesicherte Beträge
EUR
Art der Sicherheit
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 798.973,62 352.803,66 446.169,96 0,00 798.973,62 Sicherheitsübereignung
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 153.024,32 153.024,32 0,00 0,00 153.024,32 Eigentumsvorbehalt
3. Sonstige Verbindlichkeiten 39.842,68 39.842,68 0,00 0,00  
Summe 991.840,62 545.670,66 446.169,96 0,00  

D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Entsprechend § 275 Abs. 2 Handelsgesetzbuch wurde die Gewinn- und Verlustrechnung nach denn Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Umsatzerlöse durch Personenbeförderungsleistungen wurden in Höhe von erzielt. TEUR 3.584,4
Sie gliedern sich folgendermaßen auf:    
- Linienverkehr TEUR 945,5
- Schülerverkehr TEUR 1.048,4
- Sonderformen d. Linienverkehrs    
nach § 43 PBefG Nr. 1, Berufsverkehr TEUR 89,5
- sonstige Personenbeförderung TEUR 282,9
- Ausgleichszahlung gemäß § 45 a PBefG TEUR 935,0
- Erstattung Fahrgeldausfälle § 148 SGB IX TEUR 63,8
- Einnahmen aus EAV TEUR 219,3
Die Zahlungen des Landkreises Potsdam-Mittelmark lt. abgeschlossener Betrauungsvereinbarung wurden als sonstige betriebliche Erträge in Höhe von erfasst. TEUR 2.709,1
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten u. a. Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens aus Fördermitteln in Höhe von TEUR 687,0
Der Materialaufwand betrifft im Wesentlichen    
- Treibstoffverbrauch TEUR 952,9
dav. Fremdbetankungen TEUR 79,7
- Fahrzeugreparaturen TEUR 71,4
- Verbrauch Material für Reparaturen TEUR 177,5
- Kfz-Versicherungen TEUR 119,5
Die Personalkosten betrugen insgesamt TEUR 3.796,6
davon entfielen auf Löhne, Gehälter und ATZ TEUR 3.140,8
auf soziale Abgaben TEUR 611,3
auf Beiträge zur Berufsgenossenschaft TEUR 40,1
auf Aufwendungen für Altersversorgung TEUR 4,4

Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich 106 Mitarbeiter beschäftigt, davon 16 Angestellte und 90 gewerbliche Mitarbeiter.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen

- Aufwand für Rückstellungen TEUR 110,1
- Wartungsverträge TEUR 109,3
- Mieten und Pachten TEUR 76,0
- sonstige Versicherungen TEUR 49,7
- Rechts-, Prüfungs- und Beratungskosten TEUR 69,2
- Aus- und Weiterbildung TEUR 41,5
Das im Geschäftsjahr 2015 als Aufwand erfasste Honorar für den Abschlussprüfer beträgt und betrifft die Abschlussprüferleistungen. TEUR 14,0
Das Finanzergebnis beträgt TEUR 11,5

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag haben das Ergebnis aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit nicht belastet.

E. Sonstige Angaben

Seit dem 04.11.2014 gehören dem Aufsichtsrat der VGB folgende Mitglieder an:

Herr Rudolf Werner - Aufsichtsratsvorsitzender, Geschäftsführer
Herr Martin Heiland - stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates, Bauassesor
Frau Debra Reußner - ständige Vertreterin des Landkreises Potsdam-Mittelmark, Leiterin Fachbereich Sicherheit, Ordnung und Verkehr
Herr Sieghard Rabinowitsch - Mitglied des Aufsichtsrates, Rechtsanwalt
Herr Dr. Knut Große - Mitglied des Aufsichtsrates, Diplomveterinärmediziner
Herr Roland Büchner - Mitglied des Aufsichtsrates, Beamter

In 2015 wurden 2 Aufsichtsratssitzungen durchgeführt.

Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrates betrugen EUR 1.346,50
Geschäftsführer: Herr Hans-Jürgen Hennig

Auf die Angaben der Gesamtbezüge der Geschäftsleitung wird gemäß § 286 (4) HGB verzichtet.

Haftungsverhältnisse für diese Personen wurden nicht eingegangen, Vorschüsse oder Kredite wurden nicht gewährt.

Weitere Gesamtbezüge für Geschäftsführungsorgane und Aufsichtsrat aus früherer Tätigkeit wurden nicht geleistet.

Das Geschäftsjahr endete mit einem positiven Ergebnis.

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit dem Aufsichtsrat vor, den Jahresüberschuss in Höhe von der Gewinnrücklage zuzuführen. EUR 952.093,92

 

Bad Belzig, 8. März 2016

Hans-Jürgen Hennig, Geschäftsführer

Lagebericht 2015

A. Grundlagen des Unternehmens

Die Verkehrsgesellschaft Belzig mbH (VGB) ist im Handelsregister des Amtsgerichts Potsdam unter HRB-Nr. 6145 eingetragen.

Geschäftsgrundlage der Gesellschaft ist die "Betrauungsvereinbarung mit dem Landkreis Potsdam-Mittelmark vom 01.12.2005 in der Fassung mit der Ergänzung vom 01.09.2009".

Aufgabe des Unternehmens ist ein für unsere Fahrgäste zuverlässiger und ökologisch nachhaltiger Buslinienverkehr im Öffentlichen Personennahverkehr. Aus Sicht des kommunalen Aufgabenträgers und Gesellschafters hat die möglichst betriebswirtschaftlich und ökologisch nachhaltige Durchführung des ÖPNV höchste Priorität. Grundlagen für das unternehmerische Handeln sind neben den gesetzlichen Anforderungen aus der BO Kraft und dem Personenbeförderungsgesetz die europäischen Normanforderungen ISO 9001:2008 und ISO 14001:2004, in Verbindung mit der Service Norm für den ÖPV DIN EN 13816:2002. Das Unternehmen konnte auch im Berichtsjahr die Wiedererlangung der Zertifizierungen durch die DEKRA nachweisen. Das Wirtschaftsjahr 2015 brachte auch erstmals das neue Erfordernis der energetischen Zertifizierung (Energieaudit) gemäß EDL-G, welche ebenfalls zeitgerecht erbracht wurde. In der zweiten Jahreshälfte begannen die Vorbereitungen für die Wiedererteilung aller Linienkonzessionen sowie den neuen öffentlichen Dienstleistungsauftrag (öDA) ab Juni 2016. Damit verbunden war auch die Aufgabe für das Unternehmen, sich einem sehr umfangreichen Benchmarkvergleich zu unterziehen. Die eigenen Ausarbeitungen, umfangreichen Zuarbeiten und Abstimmungsrunden haben erhebliche zeitliche Ressourcen des Unternehmens, insbesondere der Führungskräfte und der Geschäftsführung, in Anspruch genommen. Darüber hinaus waren erhöhte Leistungen an Abstimmungen mit Dritten und externe Beratung notwendig.

B. Wirtschaftsbericht

I. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Schwerpunktaufgaben des Jahres 2015 waren, neben der qualitativ und quantitativ umfassenden Erfüllung der Aufgaben im Linienverkehr, die anhaltend hohen Zusatzbelastungen aus den fortschreitenden, umfangreichen Bautätigkeiten und damit verbundenen Umleitungen und komplexen Fahrplanänderungen zu verkraften.

2015 war das erste Jahr der Wirksamkeit des neuen Nahverkehrsplanes. Für das Unternehmen war das vor allem vom neuen PlusBus-Konzept der Linie 553 Brandenburg an der Havel - Kloster Lehnin, der Linie 580 Bad Belzig - Potsdam und der Linie 581 Bad Belzig - Brandenburg an der Havel geprägt. Damit im Zusammenhang stand die Neuorganisation der Linie 551 Brandenburg an der Havel - Krahne - Golzow. Im November 2015 erfolgte die erste Nachher-Zählung gemeinsam mit dem Verbund VBB. Die Auswertung eines externen Dienstleisters zog sich bis in das erste Quartal des Jahres 2016. Für das Wirtschaftsjahr 2015 erbrachte die Vergleichszählung insgesamt einen Fahrgastzuwachs von über 10 % - bei doch bemerkenswerten Differenzierungen zwischen den Linien. Ein starker Zusammenhang zwischen den begleitenden Maßnahmen (fahrzeugtechnisch, marketingseitig sowie fahrleistungsbezogen) und den Zuwächsen wurde deutlich. Im Verlaufe des Jahres wuchs ein großes Interesse an dem PlusBus-Projekt der VGB, sowohl innerhalb des Bundeslandes als auch deutschlandweit.

Um die Auswirkungen der Tarifveränderungen bereinigt liegen die eigenen kassentechnischen Einnahmen wie erwartet unter dem Gesamtzuwachs an Fahrgästen. Die Erlösaufteilung des VBB der Folgejahre wird damit erst zeitversetzt die Gesamtauswirkung im Bereich Erlöse widerspiegeln. Es ist jedoch zu erwarten, dass das Unternehmen VGB leider nur unterdurchschnittlich daran partizipieren wird. Aus der Entwicklung der Fahrgeldeinnahmen gesamt im Berichtsjahr ist abzuleiten, dass die Fahrgastzahlen etwas über denen der Vorjahre liegen. Das ist besonders bemerkenswert, da im Bundestrend des ÖPNV im regionalen Buslinienverkehr spürbar negative Entwicklungen registriert werden. Herauszustellen ist hier besonders die andauernd positive Entwicklung in der Linie 590 Stadtverkehr Bad Belzig, die einen Zuwachs von weit über 30 % nach drei Betriebsjahren erbrachte. Des Weiteren hat die touristisch geprägte BURGENLINIE (572) in ihrem zweiten Betriebsjahr die Fahrgastzahlen zum Vorjahr sogar verdoppeln können. Da ein bemerkenswerter Anteil (40 %) "Jedermann-Verkehr" der Region festgestellt werden konnte, hat sich das Drängen des Unternehmens, das neue Produkt auch klar am Linienverkehr nach § 42 PBefG zu orientieren, positiv bestätigt.

Die Investitionstätigkeit betraf schwerpunktmäßig die Ersatzbeschaffung von neuen niederflurigen Standardlinienbussen. Erstmalig hat die VGB Neufahrzeuge, die im Bereich der Einstiege niederflurig sind, aber im hinteren Teil über Stufen erreichbare Sitze verbaut haben (sogenannte Low-Entry-Busse), beschafft. Die ersten Betriebserfahrungen haben die positiven Erwartungen von Betrieb und Werkstatt übertroffen. Auch seitens der Fahrgäste ist die Resonanz sehr positiv. Besonders bemerkenswert sind Laufruhe (Reisebusachse) sowie Kraftstoffverbrauch (über 20 % Reduzierung).

Das Unternehmen setzt damit erfolgreich die Modernisierung des Fuhrparks hinsichtlich Wirtschaftlichkeit, Ökologie und Fahrgastfreundlichkeit fort. Erstmalig - und im Zusammenhang mit dem vorgenannten PlusBus-Konzept - sind Fahrzeuge u. a. mit WLAN und USB-Steckplätzen ausgerüstet worden. Die Resonanz bei den Fahrgästen war bemerkenswert positiv. Neben den Leistungsverbesserungen hat das Ausstattungsmerkmal WLAN in der Befragung zur Fahrgastzufriedenheit besonders gepunktet.

Auf Grund der steigenden Fahrgastzahlen der PlusBus-Linien hat das Unternehmen noch im Dezember zwei Großraumfahrzeuge neu beschafft. Da 12 m - Standardbusse ausgesondert wurden, erhöhte sich die angebotene Platzkapazität. Der Verkehrseinsatz erfolgte ab Jahresbeginn des Folgejahres.

Im Geschäftsjahr konnte das Unternehmen die Gesamtzahl der Linienfahrzeuge im Bestand durch Optimierungsmaßnahmen reduzieren. Der Leasingvertrag für den Reisebus wurde nicht verlängert bzw. der Bus ersatzlos abgegeben. Verbesserungen der Trennungsrechnung, Marktbeobachtung sowie die Beachtung des kommenden

neuen öffentlichen Dienstleistungsauftrages (öDA) führten zu der unternehmerischen Entscheidung, den Mietwagenverkehr weiter zu reduzieren und kein spezielles Fahrzeug dafür vorzuhalten.

II. Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Vermögenslage

In der folgenden Übersicht ist die Bilanz nach betriebswirtschaftlichen Grundsätzen aufbereitet. So ist der aktive Rechnungsabgrenzungsposten in den kurzfristigen Forderungen, der passive Rechnungsabgrenzungsposten in den kurzfristigen Verbindlichkeiten enthalten.

31.12 2015 31.12.2014 Veränderung
TEUR % TEUR % TEUR
Aktivseite          
langfristiges Vermögen 5.979,4 54,2 5.618,4 51,8 361,0
kurzfristiges Vermögen 5.047,9 45,8 5.233,6 48,2 -185,7
Passivseite         175,3
Eigenkapital u. langfristige Verbindlichkeiten 10.065,3 91,3 9.621,1 88,7 444,2
kurzfristige Verbindlichkeiten 962,0 8,7 1.230,9 11,3 -268,9
          175,3

Die finanziellen Verhältnisse der Gesellschaft sind weiterhin geordnet. Das langfristig gebundene Vermögen ist langfristig finanziert, das Eigenkapital ist ausreichend dotiert und die Zahlungsfähigkeit war während des gesamten Berichtsjahres stets in vollem Umfang gesichert.

Das langfristige Vermögen beinhaltet im Wesentlichen die Grundstücke und Bauten (TEUR 541,6), Fahrzeuge für den Personennahverkehr (TEUR 4.534,2) sowie Wertpapiere des Anlagevermögens (TEUR 539,8).

Das kurzfristige Vermögen enthält insbesondere Forderungen gegen das Finanzamt (TEUR 242,2), Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe (TEUR 75,1), Lieferforderungen (TEUR 64,6), liquide Mittel (TEUR 4.475,7) und aktive Rechnungsabgrenzungsposten (TEUR 110,8).

Das wirtschaftliche Eigenkapital (incl. Sonderposten) beträgt TEUR 8.213,8. Dies bedeutet eine Erhöhung zum Vorjahr von 16,7 %.

Die langfristigen Verbindlichkeiten betragen TEUR 1.851,5 und beinhalten langfristige Rückstellungen (TEUR 1.052,9) sowie langfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (TEUR 798,6). Zum Vorjahr ist eine Reduzierung um TEUR 730,9 zu verzeichnen. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten betreffen kurzfristige Rückstellungen (TEUR 706,4), Lieferverbindlichkeiten (TEUR 153,0) sowie sonstige Verbindlichkeiten (TEUR 39,8) und den Abgrenzungsposten (TEUR 62,8).

Ertragslage

2015
TEUR
2014
TEUR
Veränderungen
TEUR
Umsatzerlöse 3.584,4 3.350,9 233,5
sonst. betriebl. Erträge 4.935,0 4.226,8 708,2
Materialaufwand 1.686,5 1.793,2 -106,7
Personalaufwand 3.796,6 3.437,1 359,5
Abschreibungen 1.405,6 1.409,3 -3,7
sonst. betriebl. Aufwendungen 682,7 614,1 68,6
Zinserträge 61,6 117,1 -55,5
Zinsaufwendungen 50,1 63,2 -13,1
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 959,5 377,9 581,6
Sonstige Steuern 7,4 7,1 0,3
Jahresergebnis 952,1 370,8 581,3

Das Ergebnis hat sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 581,3 verbessert. Daran hat die positive Entwicklung der Umsatzerlöse (TEUR 233,5) beigetragen. Im Einzelnen wird dabei auf die Erlöse aus Linienverkehr (TEUR -26,0), Schülerverkehr (TEUR 44,1), Einnahmen aus dem EAV (TEUR 60,2), Mietwagenverkehr (TEUR 22,7) sowie SEV/BNV (TEUR 132,5) verwiesen.

Im Bereich der sonstigen betrieblichen Erträge konnten wir von einer deutlichen Steigerung der Ausgleichsleistungen für den ÖPNV (TEUR 829,9) ausgehen.

Der Kostendeckungsgrad 2015 mit 85 % liegt erneut über dem Vorjahr und vor allem deutlich über dem Durchschnitt regionaler Busbetriebe in den neuen Bundesländern (73%; Quelle: VDV Jahresbericht).

Finanzlage

Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2015 unter Einbeziehung der Zahlungen durch den Aufgabenträger einen operativen Cashflow in Höhe von TEUR 197,8 erwirtschaftet. Aus der Investitions- bzw. Finanzierungstätigkeit ergab sich ein Cashflow von TEUR 1.309,8 bzw. TEUR 233,7. Der Bestand der liquiden Mittel beträgt TEUR 4.475,7.

Die Investitionen betrafen in erster Linie den Ersatz der Busse des öffentlichen Personennahverkehrs. Steigende technische und ökologische Standards hatten eine Erhöhung der Anschaffungskosten um ca. 5 % zur Folge.

Für die Teilfinanzierung der Neuanschaffungen wurde ein Kredit über TEUR 600,0 mit 5-jähriger Tilgung bei unserer Hausbank aufgenommen.

III. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Bezüglich der finanziellen und nichtfinanziellen Leistungsindikatoren wird auf die vorstehenden Ausführungen im Rahmen des Wirtschaftsberichtes verwiesen.

Gesamtaussage

Unter Berücksichtigung der Geschäfts- und Rahmenbedingungen entspricht die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft mindestens den Erwartungen aus dem Vorjahr.

C. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft sind nach dem Bilanzstichtag nicht eingetreten bzw. bekannt.

D. Prognose-, Risiko- und Chancenbericht

I. Chancen- und Risikobericht

Das Risikomanagement des Unternehmens beruht auf dem periodischen Berichtswesen (monatlich und quartalsweise), das Soll - Ist Vergleiche aller wesentlichen Kennzahlen beinhaltet und Entwicklungen zum Vorjahr abbildet. Im Vergleich zu den Vorjahren konnten die Zeiträume zwischen Stichtag und dem jeweiligen Bericht sogar noch etwas verkürzt werden.

Der Rechts- und Ordnungsrahmen für den Öffentlichen Personennahverkehr in Europa, der BR Deutschland sowie im Land Brandenburg ist trotz neuer Gesetzgebung weiterhin von einer Reihe von offenen Fragen, Ungewissheiten sowie unklaren Auslegungen gekennzeichnet. Die Geschäftsführung beobachtet insbesondere mit Unterstützung der Branchenverbände sowie fachanwaltlicher Unterstützung die Entwicklung dieser rechtlichen Rahmenbedingungen, um insbesondere frühzeitig die Risiken für vertragliche Grundlagen und vor allem für die Finanzierungsmodalitäten zu erkennen.

Als wesentlichste Problemlagen werden derzeit angesehen:

Auf nationaler Ebene ist bereits die nächste Novellierung des Personenbeförderungsgesetzes (PBefG) im Gespräch. Der Vorrang eigenwirtschaftlicher Verkehre gegenüber beabsichtigten Direktvergaben von öffentlichen Dienstleistungsaufträgen spielt nach wie vor die Hauptrolle. Sorge bereiten diesseits vor allem die verbandspolitisch vorgetragene, gezielte Verunglimpfung und Diffamierung kommunaler Betriebe als "Steuerverschwender" durch die Vertreter der privaten Busbranche bzw. Verbände.

Zu erwähnen sind ebenfalls die erneut bekräftigten Absichten des Landes Brandenburg über die Weitergabe der Entflechtungsmittel und über deren Höhe. Äußerst bedenklich erscheint die andauernde Position der Landesregierung, mögliche Erhöhungen bei der Dynamisierung der Regionalisierungsmittel ausschließlich dem schienengebundenen Verkehr zukommen zu lassen und den straßengebundenen ÖPNV daran nicht teilhaben zu lassen. Angesichts der Aufgaben im ländlichen Raum unter Beachtung demografischer Entwicklungen bedeutet das effektiv die Gefahr einer weiteren Reduzierung der Mittelbereitstellung und damit die Gefahr der weiteren Unterfinanzierung des ÖPNV. In Verbindung mit den geplanten Veränderungen in der Verteilung der Bundesmittel ("Kieler Schlüssel") sind hier erhebliche Verwerfungen nicht auszuschließen.

Für die Einnahmensicherung wurde erstmalig ein für den Bereich des VBB geltendes Tarifdynamisierungsindexverfahren durchgesetzt. Auf Grund der Systematik sind aber aktuell nur geringe Steigerungen durch die Entwicklung der Bundesindizes zu erwarten. Der entscheidende Mangel, dass 50 - 55 % der Kosten - die Personalkosten - unberücksichtigt bleiben, wurde nicht behoben.

Im Berichtsjahr wurde die weitere schrittweise Umsetzung/Einführung des Tarifvertrages - Nahverkehr Brandenburg (TV-N) im Unternehmen vollzogen. Dazu wurden Hinweise bzw. Aufträge des Gesellschafters und Aufsichtsrates zügig und in Abstimmung mit dem Betriebsrat umgesetzt. Zum Teil wurden in sehr sensiblen Details (z. B. Überstundenzuschläge) schrittweise Lösungen verfolgt. In keinem Fall kam es zu Auseinandersetzungen oder gar rechtlichen Schritten.

Insbesondere im zweiten Halbjahr mussten im Zusammenhang mit der Vorbereitung der Direktvergabe des neuen öffentlichen Dienstleistungsauftrages erhebliche Mehrleistungen in den Bereichen Geschäftsführung, Planung und Controlling abgedeckt werden. Aus Sicht des Unternehmens zeichnet sich ab, dass mit dem zu erwartenden Vertragswerk ein sehr hohes Maß an rechtlicher Definition einerseits, aber auch betriebswirtschaftlicher Komplexität fixiert wurde.

In Vorbereitung der vom Kreistag Potsdam-Mittelmark beschlossenen Fusion des Unternehmens VGB mit dem aus der Aufspaltung des benachbarten Havelbuskonzerns hervorgegangenen Unternehmen Beelitzer Verkehrs- und Servicegesellschaft mbH waren und werden umfangreiche organisatorische, strukturelle, aber auch materielle Maßnahmen verbunden sein. Viele

Einzelpositionen in Prozessen wie Anlagen und Projekten werden bereits abgestimmt und zum Teil vorab vollzogen. Besonders hervorzuheben sind die Entwicklung einheitlicher Herangehensweisen im zukünftigen Unternehmensauftritt und im Erscheinungsbild incl. Fahrzeugdesign, sowie die frühzeitige Synchronisierung wesentlicher Bestandteile wie Fahrzeugbeschaffung, IT-Systeme, Fahrscheindrucker und das rechnergestützte Betriebsleitsystem.

II. Prognosebericht

Investitionsschwerpunkte im Geschäftsjahr 2016 werden die Weiterführung der Ersatzinvestitionen Fuhrpark sowie Ersatz - bzw. Erneuerungsmaßnahmen im Bereich der Betriebshöfe sein.

Für das Geschäftsjahr 2016 wird Ergebnisstabilität sowie eine weitere leichte Steigerung der Fahrgastzahlen angestrebt. Weiter zunehmen müssen die Anstrengungen im Rahmen der Erlösaufteilung des Verkehrsverbundes Berlin- Brandenburg, mehr an der Zuscheidung von Verbundtickets zu partizipieren. Weitere quantitative und qualitative Maßnahmen, insbesondere auf den Schwerpunktlinien gemäß Nahverkehrsplan (PlusBus-Linien), sollen dazu beitragen.

Dies bedeutet, dass die Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2016 mit stabilen bzw. leicht steigenden Gesamterträgen (Umsatzerlöse und betriebliche Erträge) plant. Die betrieblichen Aufwendungen werden ausgehend vom Niveau des Jahres 2015 ebenfalls leicht steigend geplant. Offen bleibt derzeit, welche finanziellen Auswirkungen die Vorbereitung und Umsetzung der Fusion für die Gesellschaft bringt.

 

Bad Belzig, 12. April 2016

Hans-Jürgen Hennig, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und des Lageberichts der Verkehrsgesellschaft Belzig mbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Potsdam, den 4. Mai 2016

ACCO GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Huse, Wirtschaftsprüfer

Spang, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrates über die Prüfung des Jahresabschlusses 2015 und des Lageberichts an die Gesellschafterversammlung

der Verkehrsgesellschaft Belzig mbH

Oer Aufsichtsrat hat sich während des Geschäftsjahres in zwei Sitzungen sowie taufend durch mündliche und schriftliche Berichte des Geschäftsführers über die Geschäftslage und die finanzielle Situation des Unternehmens informiert und sich von der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung überzeugt.

Die Geschäftsführung beachtete in ihrer Geschäftstätigkeit jederzeit die Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages und der Geschäftsordnung der Gesellschaft.

Beschlüsse und sonstige Festlegungen des Gesellschafters und des Aufsichtsrates wurden von der Geschäftsführung stets vollständig umgesetzt und die Gesellschaft in Übereinstimmung mit den vorgegebenen Grundsätzen und Zielen des öffentlichen Personennahverkehrs geführt.

Der vom Geschäftsführer vorgelegte Jahresabschluss zum 31.12.2015 und der Lagebericht wurden von dem durch den Gesellschafter mit Beschluss GV 02-04-2015 vom 27.07.2015 bestellten Abschlussprüfer (ACCO GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft) geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Neben der Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes beinhaltete der Prüfauftrag auch die Prüfung nach § 53 HGrG.

Dem Aufsichtsrat wurde der Prüfungsbericht übergeben. An der Beratung des Aufsichtsrates zum Jahresabschluss 2015 nahm der Wirtschaftsprüfer teil und stand für ergänzende Auskünfte zur Verfügung.

Dem Ergebnis der Prüfung stimmte der Aufsichtsrat einstimmig zu. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Vorschlag des Geschäftsführers für die Ergebnisverwendung geprüft. Dabei ergaben sich keine Einwendungen. Der Aufsichtsrat empfiehlt der Gesellschafterversammlung die Feststellung des Jahresabschlusses zum 31.12.2015 und die Entlastung des Geschäftsführers. Der Aufsichtsrat empfiehlt des Weiteren, wie vom Geschäftsführer vorgeschlagen, den Jahresüberschuss i.H.v. 952.093,92 € der Gewinnrücklage zuzuführen.

Ober den Bericht wird abgestimmt mit:

6 Ja - Stimmen
  Nein - Stimmen
  Stimmenthaltungen

 

Rudolf Werner, Aufsichtsratsvorsitzender der Verkehrsgesellschaft Belzig mbH

Als gesetzlicher Vertreter des Landkreises Potsdam-Mittelmark in der Gesellschafterversammlung der Verkehrsgesellschaft Belzig mbH halte ich heute, am 05.07.2016, eine Gesellschafterversammlung ab und beschließe:

Zu TOP 1:

Beschluss Nr.: GV 07-09-2016

Die Gesellschafterversammlung stellt den Jahresabschluss zum 31.12.2015 mit einem Bilanzvolumen in Höhe von 11.027.725,77 € fest. Entsprechend dem Vorschlag des Geschäftsführers wird der Jahresgewinn in Höhe von 952.093,92 € vollständig der Gewinnrücklage zugeführt.

Begründung:

Der Aufsichtsrat hat in seiner Beratung am 14.06.2016 der Gesellschafterversammlung die Feststellung des Jahresabschlusses 2015 und die Ergebnisverwendung empfohlen.

Zu TOP 2:

Beschluss Nr.: GV 07-10-2016

Dem Geschäftsführer, Herrn Hennig, und dem Aufsichtsrat der Verkehrsgesellschaft Belzig mbH wird für das Geschäftsjahr 2015 Entlastung erteilt

Begründung:

Der Wirtschaftsprüfer und der Aufsichtsrat empfehlen die Entlastung des Geschäftsführers. Die Entlastung des Aufsichtsrates und des Geschäftsführers obliegt gemäß § 11 Abs. 3 lit. q der Satzung der Gesellschafterversammlung.

 

Blasig, Landrat und Vertreter des Alleingesellschafters Landkreises Potsdam-Mittelmark

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