Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
LG Electronics Vehicle components Europe GmbH
Frankfurter Straße 102, 65760 Eschborn, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Seungjong Kim seit 13.12.2024 | Geschäftsführer |
Jin-Yong Bae seit 22.7.2024 | Prokura |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
LG Electronics European Holding B.V. | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
LG Electronics Vehicle components Europe GmbHEschborn (vormals: Sulzbach (Taunus))Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023I. Grundlagen der Gesellschaft 1. Geschäftsmodell a) Organisation und rechtliche Struktur Die Gesellschaft wurde durch notariell beglaubigten Gesellschaftsvertrag vom 14. Juni 2021 als Mainsee 1360. V V GmbH, Frankfurt am Main, gegründet. Durch Gesellschafterbeschluss vom 24. November 2021 wurde der Name der Gesellschaft in LG Electronics Vehicle components Europe GmbH geändert und ihr Sitz nach Sulzbach im Taunus verlegt. Im März 2024 bezog die Gesellschaft neue Büroräume in Eschborn (Taunus), ebenso wurde der Sitz der Gesellschaft von Sulzbach (Taunus) nach Eschborn verlegt. LG Electronics Vehicle component Europe GmbH ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der LG Electronics European Holding B.V. mit Sitz in der Niederlande, die wiederum eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der LG Electronics Inc., Seoul, Südkorea (LGE-Korea) ist. LGE-Korea ist eine der größten Gesellschaften in Südkorea sowie weltweit, welche ein umfassendes Sortiment an elektronischen Fahrzeugbauteilen vertreibt. Von ihrem Hauptsitz in Eschborn (ehemals: Sulzbach (Taunus)) aus vertreibt die Gesellschaft elektronische Fahrzeugbauteile an deutsche und europäische Unternehmen der Automobilindustrie und bedient hauptsächlich den deutschen Markt (48,8% der Umsatzerlöse) sowie andere Länder der Europäischen Union (43,4% der Umsatzerlöse). Die Gesellschaft betreibt ausschließlich B2B-Geschäfte, d.h., kein Privatkundengeschäft. Als Vertriebsgesellschaft wird LGEVG insbesondere auf Basis des finanziellen Leistungsindikators (Kennzahl) "Umsatzerlöse" gesteuert. Es findet jedoch keine Steuerung auf Grundlage eines Rentabilitätsverhältnisses statt, da die Gesellschaft Verrechnungspreisvereinbarungen mit der Muttergesellschaft abgeschlossen hat. Mittels geeigneter Berichtssysteme in allen Gesellschaften der Unternehmensgruppe LG Electronics werden die wirtschaftlichen Entwicklungen durch ein Controlling auf Basis monatlicher Abweichungs- und Budgetanalysen gesteuert. Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren werden nicht für eine nachhaltige Unternehmenssteuerung verwendet. Sie werden vom Controlling zur Darstellung, Analyse und Bewertung des Geschäftsverlaufs verwendet. Im Jahr 2023 wurde die Geschäftstätigkeit mit Akku-Komponenten für E-Fahrzeuge eingestellt. b) Kundenstruktur und Beschaffung Unsere Kunden sind deutsche und europäische Automobilhersteller und -zulieferer, insbesondere die Erstausstatter Volkswagen, BMW, Renault, Mercedes-Benz und Porsche. Die Produkte werden ausschließlich von der Muttergesellschaft LG Electronics Inc., Seoul, Südkorea, und von anderen verbundenen Unternehmen bezogen. 2. Forschung und Entwicklung LGEVG ist eine Vertriebstochtergesellschaft. Forschung und Entwicklung von Produkten wird von LG Electronics Inc. Korea vorgenommen, die für bestimmte Aufgaben gelegentlich die in Rechnung gestellten Dienstleistungen der LGEVG in Anspruch nimmt. II. Wirtschaftsbericht 1. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) ist das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2023 gegenüber dem Vorjahr um 0,3% p.a. gesunken. Kalenderbereinigt belief sich der Rückgang der Wirtschaftsleistung auf 0,1%. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland stockte 2023 angesichts eines Umfelds, das nach wie vor mit zahlreichen Krisen konfrontiert wird. Die Preise blieben in allen Phasen des Wirtschaftsprozesses hoch und dämpften das Wirtschaftswachstum. Ungünstige Finanzierungsbedingungen aufgrund von steigenden Zinsen und einer schwächeren Binnen- und Auslandsnachfrage forderten ebenfalls ihren Tribut. Aus diesem Grund konnte sich die deutsche Wirtschaft nicht weiter von dem starken Konjunktureinbruch, der im Pandemiejahr 2020 verzeichnet worden war, erholen. Das BIP ist 2023 um 0,7% höher als 2019, dem Jahr vor dem Ausbruch der Covid-19-Pandemie. (Quelle: Destatis, Pressemitteilung Nr. 019 vom 15. Januar 2024) Für das vergangene Jahr 2023 errechnete der IWF ein globales BIP-Wachstum von rund 3,2%. Dabei gibt es erhebliche regionale Unterschiede. Während die USA im Jahr 2023 ein Wirtschaftswachstum von 2,5% verzeichneten, war die wirtschaftliche Entwicklung in der Eurozone mit einem Wachstum von nur 0,4% im Vergleich zum Vorjahr recht schwach. Deutschland fiel 2023 sogar in eine Rezession und verzeichnete ein negatives Wirtschaftswachstum von - 0,3%. Im Gegensatz dazu erzielten die Schwellen- und Entwicklungsländer ein starkes Wirtschaftswachstum von 4,3% p.a. (Quelle: IWF - Aktualisierung des Wertwirtschaftsausblicks - April 2024). 2. Mitarbeiter Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl der Gesellschaft stieg im Geschäftsjahr 2023 auf 217 Personen (207 im Jahr 2022). Diese höhere durchschnittliche Mitarbeiterzahl ist auf den Anstieg der Mitarbeiter in der Verwaltung auf 129 Personen im Jahr 2023 zurückzuführen (119 im Jahr 2022). Die Zahl der Mitarbeiter in Vertrieb und Marketing (86 Mitarbeiter) blieb im Vergleich zu 2022 unverändert. 3. Geschäftsentwicklung Im Geschäftsjahr 2023 verzeichnete die Gesellschaft einen Umsatzanstieg gegenüber dem Vorjahr, um T€ 278.154 auf jetzt T€ 2.302.728. Der Umsatzanstieg im Geschäftsjahr ist insbesondere auf eine Steigerung des Umsatzes in den Bereichen - Fahrzeug-Infotainment Systeme (+ T€ 251.014), Autonome Fahrzeugsysteme (+ T€ 47.744) und Motorantriebsstrang & Motorische Ausrüstung (+ T€ 9.957) zurückzuführen. Auf der anderen Seite sanken die Umsatzerlöse im Produktbereich e-Fahrzeuge Akku-Packs weiter (-T€ 30.561) im Vergleich zum Vorjahr, was auf die Einstellung dieses Geschäftsbereichs im Jahr 2023 zurückzuführen war. Im Jahr 2023 erwirtschaftete die Gesellschaft Umsatzerlöse in Höhe von T€ 2.302.728 (Vorjahr: T€ 2.024.574), wovon 93,4% auf den Bereich Unterhaltungselektronik - IVI (T€ 2.151.348; Vorjahr: T€ 1.900.334), 4,4% auf Autonome Fahrzeugsysteme (T€ 101.570; Vorjahr: T€ 53.826), 1,8% auf Motoren/PE (T€ 41.720; Vorjahr: T€ 31.763) und 0,4% auf Akkus für E-Fahrzeuge (T€ 8.090; Vorjahr: T€ 38.651) zurückzuführen waren. Die 2022 erstellte Prognose errechnete für das Geschäftsjahr 2023 einen Nettoumsatz von T€ 2.270.170. Erzielt wurde jedoch ein Nettoumsatz von T€ 2.302.727, womit der Plan um +14,1% übertroffen wurde. Der Anteil der mit inländischen Kunden erzielten Umsatzerlöse am Gesamtumsatz hat sich 2023 im Vergleich zum Vorjahr auf 48,8% verringert. Folglich stieg der Anteil des Auslandsumsatzes im Jahr 2023 im Verhältnis zum Gesamtumsatz um einen Prozentpunkt auf 51,2% des Gesamtumsatzes. Zusammenfassung Im Hinblick auf die Umsatzerlöse entsprach die Geschäftsentwicklung im Wesentlichen unseren Erwartungen und war folglich zufriedenstellend. 4. Lage der Gesellschaft a) Ertragslage Im Berichtsjahr 2023 erzielte die Gesellschaft Umsatzerlöse in Höhe von T€ 2.302.728, was einer Steigerung von +13,7% gegenüber dem Vorjahr entspricht. Einzelheiten zu dieser Entwicklung finden sich im Abschnitt 3. "Geschäftsentwicklung". Die Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen stiegen nahezu parallel zur Entwicklung der Umsatzerlöse um 10,4% auf T€ 2.248.515, was dazu führte, dass sich die Bruttogewinnmarge auf T€ 54.214 erhöhte (Vorjahr: T€ 41.307), also um 2,4% der Umsatzerlöse im Jahr 2023 (Vorjahr: 2,0%). Die Vertriebskosten in Höhe von T€ 85.269 bestehen insbesondere aus Personalkosten (T€ 8.350) und sonstigen Vertriebskosten (T€ 76.919). Sie enthalten die Abschreibung auf aktivierte Lieferrechte (sog. "quick savings") in Höhe von T€ 20.074 (Vorjahr: T€ 24.455). In den sonstigen betrieblichen Erträgen und den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Wesentlichen Erträge und Aufwendungen aus der Währungsumrechnung enthalten. Der Nettoaufwand aus der Währungsumrechnung betrug im Jahr 2023 -T€ 10.574 (Vorjahr: Nettoertrag von T€ 7.589). Die Zinsaufwendungen, die fast ausschließlich auf verbundene Unternehmen entfallen, stiegen um T€ 3.210 auf T€ 5.070, im Wesentlichen aufgrund höherer Zinsen auf Cash-Pooling- Guthaben. Hauptsächlich aufgrund höherer Vertriebskosten, Nettoaufwendungen aus der Währungsumrechnung und Zinsaufwendungen verzeichnete LGEVG trotz der gestiegenen Rohertragsmarge im Geschäftsjahr 2023 einen geringeren Jahresüberschuss von T€ 2.056 (Vorjahr: T€ 4.913), mit einer Umsatzrendite von 0,1% (Vorjahr: 0,3%). b) Finanzierung Die Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 ist insbesondere dadurch gekennzeichnet, dass 80,5% der Bilanzsumme aus Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen (78,7% zum 31. Dezember 2022). Die Finanzierung der Gesellschaft ist daher von der Zugehörigkeit zur LGE-Korea Gruppe abhängig und erfolgte im Berichtsjahr insbesondere durch konzerninterne Kontoverbindlichkeiten in Höhe von T€ 396.486 (T€ 349.817 zum 31. Dezember 2022) sowie Finanzverbindlichkeiten aus dem Cash-Pooling, die von der LG Electronics European Shared Service Center BV, Almere, Niederlande, in Höhe von T€ 119.106 (T€ 92.487 zum 31. Dezember 2022) gewährt wurden. LGEVG weist zum 31. Dezember 2023 keine Verbindlichkeiten gegenüber Banken aus. Zum 1. Januar 2022 wurde eine Cash-Pooling-Vereinbarung mit LG Electronics European Shared Service Center BV, Almere, Niederlande, abgeschlossen. Die Gesellschaft war jederzeit in der Lage, ihre finanziellen Verpflichtungen während des Geschäftsjahres 2023 und bis zum Zeitpunkt der Erstellung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023 zu erfüllen. c) Finanzlage Zum 31. Dezember 2023 erhöhte sich die Bilanzsumme im Vergleich zum Vorjahr um T€ 70.836 auf T€ 640.508. Auf der Aktivseite der Bilanz ist dieser Anstieg insbesondere auf höhere Vorräte (+T€ 28.181), Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (+T€ 54.263) und Forderungen gegen verbundene Unternehmen (+T€ 10.390) zurückzuführen, während die sonstigen Vermögensgegenstände abnahmen (-T€ -22.649). Die immateriellen Vermögensgegenstände in Höhe von T€ 111.338 (Vorjahr: T€ 111.201), enthalten im Wesentlichen Zahlungen an Kunden aus der Automobilindustrie (sogenannte "Quick Savings"), die im Zusammenhang mit dem Abschluss von langfristigen Lieferverträgen stehen und über die Laufzeit dieser Verträge abgeschrieben werden. Die Vorräte stiegen im Vergleich zum 31. Dezember 2022 um 15,6%, um die Lieferfähigkeit der Gesellschaft in den ersten Monaten des Geschäftsjahres 2024 zu gewährleisten. Im Vergleich zum 31. Dezember 2022 stiegen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 25,8%, da in den letzten 2 Monaten des Jahres 2023 höhere Umsätze erzielt wurden als im gleichen Zeitraum des Jahres 2022. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen verzeichneten zum Bilanzstichtag um T€ 10.390 oder +55,4% höhere Beträge, zurückzuführen auf höhere Finanzforderungen aus Cash-Pooling (+ T€ 9.652 auf einen Gesamtbetrag von T€ 14.141; Vorjahr: T€ 4.489). Die sonstigen Vermögensgegenstände verringerten sich von T€ 45.669 im Vorjahr auf T€ 23.201, vor allem durch den Rückgang der Umsatzsteuerforderungen (T€ 23.642; Vorjahr T€ 45.231). Auf der Passivseite der Bilanz resultiert der Anstieg der Bilanzsumme im Vergleich zum 31. Dezember 2022 im Wesentlichen aus den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und dem Eigenkapital. In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten aus dem Erwerb von Waren in Höhe von T€ 396.486 (Vorjahr: T€ 349.817) und Finanzverbindlichkeiten aus dem Cash-Pooling gegenüber LG Electronics European Shared Service Center BV, Almere, Niederlande, in Höhe von T€ 119.106 (Vorjahr: T€ 92.487) enthalten. Im Vergleich zum 31. Dezember 2022 hat sich das Eigenkapital der Gesellschaft aufgrund des Jahresüberschusses 2023 in Höhe von T€ 2.056 erhöht. Zum Bilanzstichtag betrug die Eigenkapitalquote 17,8% (Vorjahr: 19,7%). III. Risiko- und Chancenbericht 1. Risikobericht a) Risikomanagementsystem Im Rahmen einer Jahresprognose der Umsätze und Bruttomargen werden nach Erstellung der Monatsabschlüsse Soll-Ist-Abweichungen von den Planzahlen analysiert, um mögliche Risiken in den einzelnen Produktbereichen frühzeitig zu erkennen. In monatlichen Sitzungen der Geschäftsführung werden die Analysen der Umsatz- und Margenentwicklung mit der Muttergesellschaft besprochen und Plankorrekturen bzw. Gegenmaßnahmen für negative Abweichungen beschlossen. Aufgrund der aktuellen makroökonomischen Risiken, insbesondere durch den militärischen Einmarsch Russlands in die Ukraine seit Februar 2022 und den damit verbundenen hohen Inflationsdruck auf die Preise für Energie, Transport und Waren, ist das Risikomanagement noch wichtiger geworden. Die Geschäftsführung und die Abteilungsleiter werden wöchentlich über wesentliche Risiken informiert und die notwendigen Entscheidungen werden sofort getroffen. b) Risikobericht Die von der Geschäftsführung gesehenen Risiken der künftigen Entwicklung bzw. Risiken im Zusammenhang mit dem Einsatz von Finanzinstrumenten werden im Folgenden in absteigender Reihenfolge ihrer Bedeutung für die Gesellschaft beschrieben. Risiken für die zukünftige Entwicklung ergeben sich insbesondere aus der weiteren Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage in Deutschland und Europa seit dem Ausbruch des Krieges in der Ukraine am 24. Februar 2022. Als Reaktion auf den Einmarsch Russlands in die Ukraine haben westliche Staaten diverse Wirtschaftssanktionen gegen Russland verhängt, welche den Warenhandel beeinträchtigten und die Situation von Versorgungsengpässen bei der Beschaffung von Zwischenprodukten verschärften. Aufgrund des Anstiegs der Weltmarktpreise für viele Rohstoffe und Energie ist die Inflationsrate seit Anfang 2022 deutlich angestiegen. Auf der anderen Seite werden Geschäftsrisiken im Zusammenhang mit dem aktuellen Krieg im Gazastreifen von der Geschäftsleitung als eher unwesentlich eingestuft. In ihrer Funktion als Automobilzulieferer ist die Gesellschaft in einem hart umkämpften Markt tätig, der sich darüber hinaus aufgrund des derzeitigen Technologiewandels hin zur Elektromobilität weltweit im Umbruch befindet und daher einem Absatzmarktrisiko ausgesetzt ist. Vor diesem Hintergrund sind die technische Weiterentwicklung der Produkte und die rechtzeitige Ausrichtung des Geschäftsbetriebs auf die Bedürfnisse der Kunden wesentliche Voraussetzungen für die Schaffung von Wettbewerbsvorteilen. Die Gesellschaft ist insbesondere bei der Produktentwicklung und der strategischen Ausrichtung von der LG Electronic Gruppe abhängig. Risiken können sich auch aus der anhaltenden Inflation und der Rezession in Deutschland ergeben, die sich negativ auf den Fahrzeugabsatz unserer Kunden in der deutschen und europäischen Automobilindustrie auswirken können. Des Weiteren führen strukturelle Verschiebungen in der Kundenstruktur von LGEVG mit einer Konzentration auf einige wenige Großkunden zu Absatzrisiken, die im Rahmen der monatlichen Soll-Ist-Abweichungsanalysen zwischen der Geschäftsführung und der Muttergesellschaft besprochen werden. Angemessene Korrekturmaßnahmen werden eingeleitet. Durch die Ausrichtung ihrer Vertriebsaktivitäten bemüht sich die Gesellschaft darum, dass ihre Abhängigkeit vom nationalen Markt bzw. die entsprechenden Auswirkungen einer möglichen nationalen Wirtschaftskrise auf den Konzern begrenzt sind. Um schneller auf den Markt reagieren zu können, werden Vertriebsentscheidungen in wöchentlichen Sitzungen gemeinsam von der Vertriebsleitung und der Geschäftsführung getroffen. Die sich ständig ändernden Produktanforderungen und der Trend zu sinkenden Verkaufspreisen aufgrund des Wettbewerbsdrucks erfordern eine frühzeitige Überwachung der Lagerbestände im Hinblick auf ihre Verkaufsfähigkeit und stellen gleichzeitig ein erhebliches Geschäftsrisiko für die Gesellschaft dar. Eine verlässliche Lieferfähigkeit ist für unsere Kunden unerlässlich; dem Risiko, bestehende Lieferverpflichtungen aufgrund einer Betriebsunterbrechung nicht erfüllen zu können, wird durch mehrere Warenlager entgegengewirkt. Zum Zeitpunkt der Erstellung des Jahresabschlusses für das zum 31. Dezember 2023 endende Jahr gab es keine nennenswerten Kundenverluste aufgrund der aktuellen makroökonomischen Wirtschaftskrise. Die Gesellschaft konzentriert sich zudem darauf, das Ausfallrisiko von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch ein striktes Kredit- und Forderungsmanagement zu reduzieren. Die Geschäftsführung wird in wöchentlichen Berichten über die Entwicklung der Forderungen informiert. Dem Ausfallrisiko bei Kundenforderungen wird durch regelmäßige Bonitätsprüfungen und die Einrichtung von angemessenen Kreditlimits begegnet. Durch ein striktes Forderungsmanagement wird der rechtzeitige Zahlungseingang kontrolliert und sichergestellt, so dass spürbare Forderungsausfälle vermieden werden können. Darüber hinaus wird dem Ausfallrisiko durch handelsübliche Kreditversicherungen begegnet. Etwaige Forderungsausfälle werden vom jeweiligen Kreditversicherer in der Regel bis zu 90% entschädigt. Aufgrund der aktuellen makroökonomischen Risiken sowie der Wirtschaftskrise in Deutschland wurde das Forderungsmanagement weiter darauf fokussiert, die Risikoposition der Gesellschaft zu minimieren. Im Geschäftsjahr 2023 hatte die Gesellschaft keine wesentlichen Forderungsausfälle oder Stornierungen bzw. Kürzungen der Kreditlimits unserer Kunden durch die Kreditversicherer zu verzeichnen. Im Allgemeinen hat die Gesellschaft keine wesentlichen Zahlungsverzögerungen festgestellt. Liquiditätsrisiken ergeben sich aus der eventuellen Unfähigkeit aufgrund mangelnder Verfügbarkeit von Zahlungsmitteln, bestehende oder zukünftige Zahlungsverpflichtungen zu begleichen, was insbesondere auf die Einbindung der Gesellschaft in einen konzernweiten Cash Pool und die Möglichkeit des Erhalts von Lieferantenkrediten im Hinblick auf den Bezug von Waren von verbundenen Unternehmen der LG Electronics Inc., Seoul, Südkorea, zurückzuführen ist. Ab dem 1. Januar 2022 wurde die Gesellschaft in den europaweiten Cash Pool der LGE-Korea Gruppe aufgenommen, der von LG Electronics European Shared Service Center BV, Almere, Niederlande, verwaltet wird. Liquide Mittel aus diesem Cash Pool werden zur Finanzierung der Gesellschaft nach Bedarf gewährt, ohne dass Kreditlimits und Konditionen vereinbart werden. Aus diesem Grund ist die Gesellschaft bei Liquiditätsengpässen auf die Unterstützung von LG Electronics European Shared Service Center BV, Almere, Niederlande, und der Muttergesellschaft LGE-Korea angewiesen. Aufgrund der variablen Verzinsung des Cash Pools ab dem 1. Januar 2022 ist die Gesellschaft Preisänderungs- und Cashflow-Risiken ausgesetzt, die jedoch aus Sicht der Geschäftsleitung von geringer Bedeutung sind. Die Vorgehensweise der Gesellschaft in Bezug auf das Währungsrisiko (Preisänderungsrisiko), das für die Gesellschaft in Bezug auf Höhe und Eintrittswahrscheinlichkeit unverändert ist, zielt darauf ab, dass Forderungen und Verbindlichkeiten zum gleichen Zeitpunkt auf dieselbe Währung lauten. Ungeachtet der Bemühungen der Gesellschaft, Währungsrisiken zu vermeiden, bleibt ein gewisses Währungsrisiko bestehen, insbesondere im Hinblick auf die Entwicklung des US-Dollars und des polnischen Zloty im Verhältnis zum Euro. Währungsrisiken, die sich aus dem Einkauf von Waren und der Fakturierung von Ausgangsrechnungen in diesen Währungen ergeben, werden teilweise durch den Abschluss von Devisentermingeschäften mit einer bestimmten Bank abgesichert. Dabei sichern wir jedes in Fremdwährung ausgewiesene einzelne Handelsgeschäft mit einem entsprechenden Devisentermingeschäft ab, das auf genau die gleiche Fremdwährung in derselben Höhe lautet und genau am gleichen Tag fällig wird. Zum 31. Dezember 2023 waren insgesamt 6 kurzfristige Devisentermingeschäfte mit einem Nominalvolumen von TPLN 269.334 (Termin-Kauf) gegen einen Wert von T€ 61.983 (Termin- Verkauf) noch offen. Zur Ermittlung des Marktwertes wurde die Differenz zwischen den am Bilanzstichtag gültigen Devisenterminkursen und den vereinbarten Vertragskursen mit den Sicherungsvolumina der jeweiligen Monate multipliziert. Dabei wurden alle zum Bilanzstichtag bestehenden Devisentermingeschäfte berücksichtigt. Die Entwicklung der Fremdwährungsmärkte wird fortlaufend beobachtet. Bilanztechnisch wurden keine Sicherungsgeschäfte verwendet, d.h. es wurde keine Bewertungseinheit in Übereinstimmung mit § 254 HGB bilanziert. Die Gesellschaft sieht keine Risiken auf Seiten der Lieferanten, da es sich bei ihnen ausschließlich um Konzernunternehmen handelt, die nicht mit der Produktion von Waren für Russland oder die Ukraine betraut sind. An dem Grundsatz, dass die Gesellschaft ihre Handelsprodukte weitgehend direkt oder indirekt von der Muttergesellschaft oder von Konzerngesellschaften bezieht, wird sich auch in Zukunft nichts ändern. Mögliche Risiken von Lieferengpässen aufgrund der Corona-Pandemie bestehen nicht, da alle unsere Lager mit ausreichend Ware bestückt sind. Personalrisiken durch einen Mangel an Fach- und Führungskräften sieht die Gesellschaft derzeit nicht, da sie die ausscheidenden Mitarbeiter zeitnah ersetzen konnte. Daneben besteht das Risiko einer erheblichen technischen Störung oder des Ausfalls der IT-Systeme. Diesem Risiko wird durch umfangreiche Kontroll- und Überwachungsmaßnahmen der Muttergesellschaft, welche die IT-Systeme betreut, begegnet. Des Weiteren bestehen grundsätzliche Risiken aus derzeit nicht absehbaren gerichtlichen und behördlichen Verfahren, welche die Gesellschaft nicht vermeiden kann und die je nach Ausgang zu unvorhersehbaren Liquiditätsabflüssen führen können. Die allgemeinen Geschäftsrisiken sind durch ausreichend kapitalgedeckte Versicherungsverträge abgedeckt. Die Risikopositionen haben sich im Vergleich zum Vorjahr verändert, auch unter Berücksichtigung des aktuellen Anstiegs der Inflation. Von den genannten Risiken sind das Absatzmarktrisiko und das Risiko des Ausfalls von Kundenforderungen nach wie vor die nach Höhe und Eintrittswahrscheinlichkeit bedeutendsten Risiken. Es besteht kein bestandsgefährdendes Risiko für die Gesellschaft. c) Chancenbericht Die von der Geschäftsführung gesehenen Chancen werden im Folgenden in unveränderter absteigender Reihenfolge ihrer Bedeutung für die Gesellschaft beschrieben. Dank der Forschungs- und Entwicklungsarbeit des LGE-Korea Konzerns hat die LGEVG Zugang zu neuen und weiterentwickelten Produkten für den deutschen und europäischen Markt, die nach Ansicht der Geschäftsführung den Markterfolg der Gesellschaft in Zukunft sichern können. Chancen bestehen weiterhin in der technologischen Unabhängigkeit unserer Produkte vom aktuellen Technologiewandel in der Automobilindustrie hin zur Elektromobilität sowie in der Möglichkeit, auf konzernweite Finanzierungsstrukturen zurückgreifen zu können. Die Gesellschaft sieht in ihren kompetenten und engagierten Mitarbeitern eine wichtige Grundlage für ihren langfristigen Erfolg. Durch Teambildung, Weiterbildungs- und Coachingmaßnahmen werden die Mitarbeiter in ihrer persönlichen Entwicklung innerhalb der Gesellschaft gefördert. In halbjährlichen Mitarbeitergesprächen werden die persönlichen Entwicklungsmöglichkeiten verfolgt und notwendige kurz- bis langfristige Maßnahmen festgelegt. d) Prognosebericht Laut der Oktoberprognose des Internationalen Währungsfonds (IWF) wird das globale BIP- Wachstum im laufenden Jahr 2024 voraussichtlich 3,2% p.a. betragen. Für 2025 prognostiziert der IWF einen Anstieg des globalen BIP in gleicher Höhe (3,2% p.a.). Das Bruttoinlandsprodukt der Eurozone wird 2024 voraussichtlich um 0,8% und 2025 um 1,2% steigen. Die Aussichten für Deutschland wurden gegenüber der Prognose aus dem Juli gesenkt, wobei ein Nullwachstum des BIP im Jahr 2024 und ein Wirtschaftswachstum von 0,8% p.a. im Jahr 2025 erwartet wird (Quelle: IWF-Weltwirtschaftsaussichten - 2024). Die deutsche Wirtschaft stagniert auch zu Beginn des dritten Quartals. Rückläufige Auftragsbestände und eine weiterhin schwache Auftragslage dämpfen die exportorientierte Industrie. Auch die Lage in den konsumnahen Dienstleistungsbereichen Handel, Verkehr und Gastgewerbe wird weiterhin als ungünstig eingeschätzt. Trotz sinkender Inflation und der deutlich gestiegenen Kaufkraft dank höherer Reallöhne hat sich die Stimmung der Verbraucher verschlechtert. Eine wirtschaftliche Erholung ist bis zum Ende des Jahres unwahrscheinlich (Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz: Pressemitteilung vom 13. September 2024 "Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im September 2024"). In der aktuellen Herbstprognose erwartet die Bundesregierung einen preisbereinigten Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP) in Deutschland von 0,2% p.a. im Jahr 2024 und einen Anstieg von 1,1% p.a. im Jahr 2025. Das globale Bruttoinlandsprodukt soll dagegen 2024 um 3,2% p.a. und 2025 um 3,3% p.a. steigen. Die Inflation wird im Jahr 2024 voraussichtlich 2,2 % betragen und in 2025 auf ca. 2,0 % sinken. (Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz: Herbstprognose der Bundesregierung vom 9. Oktober 2024). Der globale Pkw-Markt wuchs im Jahr 2023 kräftig mit 10% und erreicht ein Volumen von 75,7 Millionen Fahrzeugen. Allerdings liegt der Weltmarkt damit immer noch fast 5 Millionen Einheiten unter dem Niveau von 2018. Alle wichtigen Einzelmärkte haben im vergangenen Jahr deutliche Fortschritte in Richtung Erholung gemacht. Während einige Märkte, insbesondere die asiatischen, bereits deutlich über dem Niveau von vor dem Corona liegen, haben vor allem Europa und die USA noch erhebliches Aufholpotenzial. (Quelle: www.vda.de/de/themen/automobilindustrie/neuzulassungen-pkw-und-e-pkw/ international). Für das Jahr 2024 wird eine Fortsetzung des moderaten Wachstums mit einem Anstieg der Verkäufe von Privat- und Nutzfahrzeugen um 3,6% erwartet. (Quelle: www.abiresearch.com/blogs/2023/02/09/2023-automotive-industry/) Mit Blick auf die Zukunft werden die weltweiten Fahrzeugverkäufe zwischen 2023 und 2030 mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate (CAGR) von 2,7% zunehmen und bis zum Ende des Jahrzehnts 88,3 Millionen Fahrzeuge pro Jahr ausliefern. Für das Jahr 2024 werden weltweit etwa 76,1 Millionen Pkw-Verkäufe erwartet. Der weltweite Automobilabsatz könnte im Jahr 2025 einen Wert von über 90 Millionen erreichen (Quellen: https://www.abiresearch.com/news-resources/chart-data/global-car-sales/). Die nachfolgend genannten Zahlen für das Geschäftsjahr 2024 ergeben sich aus dem internen Controlling der LG Electronics Vehicle components Europe GmbH und beinhalten keine lokalen GAAP-Anpassungen, sind also lediglich Schätzwerte. Im Zeitraum vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 werden die Umsatzerlöse der Gesellschaft voraussichtlich um rund 20,8% auf T€ 2.741.971 steigen. Die Umsatzerlöse mit - Fahrzeug-Infotainment Systemen und autonomen Fahrzeugsystemen werden voraussichtlich um 20,3% bzw. 64,0% steigen. Auf der anderen Seite wird erwartet, dass die Umsatzerlöse mit e-Fahrzeuge Akku Packs um - 98,9% sinken werden, da diese Produktfamilie im Jahr 2023 eingestellt wird, und die Umsatzerlöse mit Motorantriebsstrang & Motorische Ausrüstung werden voraussichtlich um - 34,8% sinken. Der Gesamtbetrag der Umsatzerlöse für das Geschäftsjahr 2024 setzt sich somit zusammen aus Fahrzeug-Infotainment Systemen mit 93,0%, autonomen Fahrzeugsystemen mit 6,0% und Motorantriebsstrang & Motorische Ausrüstung mit 1,0%. Für das Jahr 2025 wird ein Anstieg der Umsatzerlöse um 0,2% gegenüber 2024 auf einen Gesamtbetrag i.H.v. T€ 2.746.810 erwartet. Der Anstieg wird im Wesentlichen aus Fahrzeug-Infotainment Systemen mit einem Anstieg von 1% resultieren während für autonome Fahrzeugsysteme ein Rückgang von -3,9% erwartet wird. Wir weisen darauf hin, dass die Auswirkungen der derzeit steigenden Inflation auf die Geschäftsentwicklung der LGEVG im Geschäftsjahr 2024 trotz der gewonnenen Erfahrungen letztlich nicht genau abzuschätzen sind. IV. Niederlassungen LGEVG hat Niederlassungen in München, Leonberg und Wolfsburg.
LG Electronics Vehicle components Europe GmbH Eschborn, 03. December, 2024 Stefan Krauß (Geschäftsführer) Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023I. Allgemeine Angaben LG Electronics Vehicle components Europe GmbH (LGEVG, eingetragen beim Amtsgericht Frankfurt am Main unter HRB 123720), wurde mit notariellem Gesellschaftervertrag vom 14. Juni 2022 als Mainsee 1360, V V GmbH mit Sitz in Frankfurt am Main gegründet. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 ist sie eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB. Mit notariellem Vertrag vom 23. Dezember 2021 hat die Schwestergesellschaft LG Electronics Deutschland GmbH, Eschborn (abtretende Rechtsperson), ihren Teilbetrieb Automotive auf LGEVG (empfangende Rechtsperson) gemäß §§ 123 Abs. 1 Nr. 1, 125, 24 UmwG ausgegliedert. Die Ausgliederung erfolgte zu den Buchwerten und ist gemäß §§ 125, 54 Abs. 1 Satz 3 UmwG ohne Vergütung für die Übertragung der Vermögensgegenstände erfolgt, da die abtretende und die empfangende Rechtsperson verbundene Unternehmen mit identischer Gesellschafterstruktur sind. Die Übertragung der Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten erfolgte rückwirkend zum 1. Januar 2021, 12:00 Uhr (Ausgliederungsstichtag gemäß §§ 126 Abs. 1 Nr. 6 UmwG). Die Eintragung der Ausgliederung in das Handelsregister Frankfurt am Main erfolgte am 1. Februar 2022, die entsprechend Anmeldung beim Handelsregister bereits vor dem 31. Dezember 2021. Durch die Ausgliederung von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten auf die LGEVG ergab sich zum 1. Januar 2021 ein Nettozugang an Vermögensgegenwerten in Höhe von T€ 7.988, der in der Bilanz als Kapitalrücklage gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB in der Eigenkapitalposition gebucht wurde. Der Jahresabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften gemäß Handelsgesetzbuch (HGB) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) erstellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 3 HGB aufgestellt. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. II. Angaben zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweismethoden 1. Allgemeine Angaben Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit sind die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke sowie die Vermerke, die entweder in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang auszuweisen sind, weitgehend im Anhang aufgeführt. 2. Bilanzierung und Bewertung von Vermögenswerten Von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig abgeschrieben:
Eine Ausnahme bilden Softwarelizenzen mit Anschaffungskosten von weniger als € 250, die sofort in voller Höhe als Aufwand erfasst werden. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden bei Vorliegen entsprechender Anhaltspunkte auf ihre Werthaltigkeit überprüft. Liegen die beizulegenden Zeitwerte einzelner immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens am Bilanzstichtag unter ihren Buchwerten, werden zusätzliche außerplanmäßige Abschreibungen auf den erzielbaren Betrag vorgenommen, sofern die Wertminderung voraussichtlich von Dauer ist. Abnutzbare Sachanlagen, die länger als ein Jahr genutzt werden, werden zu den tatsächlichen Anschaffungskosten und den mit der sachgemäßen Nutzung verbundenen Kosten bewertet und linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Zugänge zum Sachanlagevermögen werden in der Regel anteilig über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Geschäftsausstattung wird linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben, die für Computer-Hardware drei bis fünf Jahre, für Kraftfahrzeuge sechs Jahre und für Büroausstattung fünf bis vierzehn Jahre beträgt. Wartungs- und Reparaturkosten werden als Aufwand des Zeitraums verbucht. Liegt der beizulegende Zeitwert einzelner Vermögenswerte zum Bilanzstichtag unter ihrem Buchwert, wird eine zusätzliche Wertminderung auf den erzielbaren Betrag vorgenommen, sofern die Wertminderung voraussichtlich dauerhaft ist. Hinsichtlich der Bilanzierung von geringwertigen Wirtschaftsgütern werden handelsrechtlich die steuerlichen Vorschriften des § 6 Abs. 2 EStG angewendet. Anschaffungs- oder Herstellungskosten von abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens, die selbständig genutzt werden können, werden im Jahr der Anschaffung, Herstellung oder Einlage in voller Höhe als Betriebsausgaben berücksichtigt, sofern die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um den darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für einen einzelnen Vermögenswert € 800 nicht übersteigen. Vorräte werden zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Alle erkennbaren Risiken des Vorratsvermögens, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, dem Nettoveräußerungswert und/oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt, d.h., wenn der voraussichtliche Verkaufspreis abzüglich der bis zum Verkauf noch anfallenden Kosten zu einem niedrigeren beizulegenden Zeitwert führt, wurden entsprechende Abschreibungen vorgenommen. Die Vorräte sind, abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten, frei von Rechten Dritter. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit ihrem Nennwert oder dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag angesetzt. Für Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos und der Preisnachlässe (Skonti) wird auf die nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungen eine Pauschalwertberichtigung von 1% (Vorjahr: 2%) veranschlagt. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente werden mit ihrem Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt. Vor dem Bilanzstichtag geleistete Zahlungen werden als aktive Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen, sofern sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Latente Steuern werden auf die Unterschiede zwischen den Bilanzposten in der Handelsbilanz und der Steuerbilanz gebildet, soweit sich diese in künftigen Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen werden. Darüber hinaus werden aktive latente Steuern auf bestehende körperschaft- und gewerbesteuerliche Verlustvorträge gebildet, soweit eine Verlustverrechnung innerhalb der nächsten fünf Jahre zu erwarten ist. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert (Gesamtdifferenzen). Die Berechnung der latenten Steuern basiert auf einem erwarteten Steuersatz von 29,1%, (15,8% Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag sowie 13,3% Gewerbesteuer), der sich zum Zeitpunkt des Abbaus der Unterschiede voraussichtlich ergeben wird. Der Steuersatz für die Gewerbesteuer ergibt sich aus einem durchschnittlichen Gewerbesteuerhebesatz von 379,49%. Im Falle eines Überhangs aktiver latenter Steuern zum Bilanzstichtag wird vom Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht, so dass in diesem Fall der Aktivüberhang in der Bilanz unter dem Posten "Aktive latente Steuern" ausgewiesen wird. 3. Bilanzierung und Bewertung von Passivposten Das gezeichnete Kapital (Stammkapital) ist zum Nennwert bilanziert. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen sind so bemessen, dass sie den erkennbaren Risiken, drohenden Verlusten und ungewissen Verpflichtungen Rechnung tragen. Die Bewertung erfolgt in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, wenn es hinreichende objektive Hinweise für deren Eintritt gibt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutschen Bundesbank veröffentlicht wird, abgezinst. Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsumrechnung Geschäftsvorfälle in Fremdwährungen werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Die Bilanzposten werden zum Bilanzstichtag wie folgt bewertet: Langfristige Fremdwährungsforderungen werden mit dem Kurs zum Zeitpunkt des Entstehens der Forderung oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert, basierend auf dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag, angesetzt (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit bis zu einem Jahr) sowie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente oder sonstige kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährung werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Langfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit dem Kurs zum Zeitpunkt des Entstehens der Verbindlichkeit oder mit dem höheren Kurs am Bilanzstichtag, basierend auf dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag, bewertet (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit bis zu einem Jahr) werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. III. Erläuterungen zu einzelnen Bilanzposten 1. Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres dargestellt.
Immaterielle Vermögensgegenstände bestehen im Wesentlichen aus Anzahlungen an Kunden der Automobilbranche, die im Zusammenhang mit dem Abschluss von langfristigen Lieferverträgen geleistet werden und über die Laufzeit dieser Verträge umsatzabhängig abgeschrieben werden. Zur Überprüfung der Werthaltigkeit dieser aktivierten, so-genannten "Quick Savings" in Höhe von T€ 110.742, wie sie zum Bilanzstichtag nach Abschreibung ausgewiesen sind, hat die Gesellschaft eine Garantie von der Muttergesellschaft LG Electronics Inc. in Seoul, Südkorea, erhalten. 2. Vorräte Um die Werthaltigkeit der ausgewiesenen Vorräte zu gewährleisten, hat die Gesellschaft von der Muttergesellschaft LG Electronics Inc. mit Sitz in Seoul, Südkorea, eine Garantie in Höhe von insgesamt T€ 208.613 erhalten. 3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Pauschalwertberichtigung auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zur Deckung des allgemeinen Kreditrisikos beträgt T€ 225 (Vorjahr: T€ 248). Es bestehen keine Forderungen gegen die Alleingesellschafterin LG Electronics European Holding B.V., Amsterdam/Niederlande. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 29.136 (Vorjahr: T€ 18.745) resultieren aus:
Die sonstigen Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 14.995 (Vorjahr: T€ 14.256) bestehen aus:
Die sonstigen Vermögensgegenstände (T€ 23.021 zum 31. Dezember 2023; Vorjahr: T€ 45.669) bestehen im Wesentlichen aus Umsatzsteuerforderungen (T€ 23.642; Vorjahr T€ 45.231) und Mietkautionen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr (T€ 385; Vorjahr: T€ 408). Zum 31. Dezember 2023 sind alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände, mit Ausnahme der Mietkautionen, innerhalb eines Jahres fällig. 4. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten belaufen sich auf T€ 485 (Vorjahr: T€ 110) und bestehen hauptsächlich aus im Voraus gezahlten Mieten (T€ 174), Versicherungsprämien (T€ 85) und sonstigen Vorauszahlungen (T€ 226). 5. Aktive und passive latente Steuern Die kurzfristigen Unterschiede zwischen Handels- und Steuerbilanz, die zu aktiven latenten Steuern führen, denen gegebenenfalls geringere passive latente Steuern gegenüberstehen, resultieren im Wesentlichen aus unterschiedlichen Bewertungsansätzen für Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten sowie Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen. 6. Eigenkapital Zum 31. Dezember 2023 besteht das Kapital aus dem gezeichneten Grundkapital in Höhe von T€ 25. Das Kapital ist zum Bilanzstichtag vollständig eingezahlt. Vom zusätzlich zum 31. Dezember 2023 eingezahlten Kapital resultiert ein Betrag in Höhe von € 7.988.022,17 aus der Abspaltung des Automobil-Geschäftsbereichs der LG Electronics Deutschland GmbH, Eschborn, zum 1. Januar 2021, der in der Bilanz als Kapitalrücklage im Eigenkapital gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB ausgewiesen wird. Darüber hinaus wurde im Jahr 2022 von den Gesellschaftern eine Einzahlung in die Kapitalrücklage in Höhe von insgesamt € 90.000.000 vorgenommen. 7. Steuerrückstellungen Die Steuerrückstellungen in Höhe von T€ 4.294 (Vorjahr: T€ 4.327) umfassen Steuerpositionen für die Geschäftsjahre 2021 bis 2023 in Höhe von insgesamt T€ 7.687 unter Berücksichtigung von Vorauszahlungen in Höhe von T€ 3.393. 8. Sonstige Rückstellungen: Die sonstigen Rückstellungen umfassen:
Rückstellungen für mangelhafte Waren werden nicht gebildet, da die daraus resultierenden Aufwendungen von der Muttergesellschaft LG Electronics Inc. mit Sitz in Seoul, Südkorea, getragen werden. 9. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen: T€ 515.592 (Vorjahr: T€ 442.304) resultieren aus:
Die Finanzverbindlichkeiten aus dem Cash-Pooling bestehen gegenüber der LG Electronics European Shared Service Center B.V., Amstelveen, Niederlande (Vorjahr: kurzfristige Darlehensverbindlichkeit gegenüber LG Electronics Deutschland GmbH, Eschborn). Es bestehen wie im Vorjahr keine Verbindlichkeiten gegenüber der Alleingesellschafterin LG Electronics European holding B.V., Amsterdam/Niederlande. Wie im Vorjahr sind alle Verbindlichkeiten innerhalb eines Jahres fällig und nicht besichert. IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Umsatzerlöse Die im Geschäftsjahr 2023 erzielten Umsatzerlöse in Höhe von T€ 2.302.728 (Vorjahr: T€ 2.024.574) resultieren im Wesentlichen aus dem Verkauf von Fahrzeugbauteilen (T€ 2.276.960; Vorjahr: T€ 2.000.208). Die Umsätze aus Weiterbelastungen an LG Electronics Inc. mit Sitz in Seoul, Südkorea, betrugen T€ 25.767 (Vorjahr: T€ 24.366). Nach Produktfamilie
Nach geographischen Märkten:
Wie im Vorjahr sind keine wesentlichen Erträge von außergewöhnlicher Größe und Bedeutung enthalten, und es gab keine wesentlichen periodenfremden Erträge. 2. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge (T€ 121.404; Vorjahr: T€ 136.670) beinhalten im Wesentlichen Erträge aus Fremdwährungseffekten (T€ 63.754; Vorjahr: T€ 92.779) und Erträge aus der Weiterbelastung von Kosten an verbundene Unternehmen (T€ 56.485; Vorjahr: T€ 41.967). Wie im Vorjahr sind keine wesentlichen Erträge von außergewöhnlicher Größe und Bedeutung enthalten, und es gab keine wesentlichen periodenfremden Erträge. 3. Materialaufwand Der Materialaufwand im Sinne des § 275 Abs. 2 Nr. 5 HGB (Gesamtkostenverfahren) setzt sich wie folgt zusammen:
4. Personalaufwendungen Die Personalaufwendungen im Sinne des § 275 Abs. 2 Nr. 6 HGB (Gesamtkostenverfahren) setzen sich wie folgt zusammen:
Wie im Vorjahr enthalten die Personalaufwendungen keine wesentlichen periodenfremden Aufwendungen aus den Vorjahren und auch keine wesentlichen Aufwendungen von außergewöhnlicher Größe und Bedeutung. 5. Sonstige betriebliche Aufwendungen Im Geschäftsjahr 2023 bestanden die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (T€ 75.660, Vorjahr: T€ 85.659) im Wesentlichen aus Aufwendungen aus Umrechnungseffekten bei Fremdwährungstransaktionen in Höhe von T€ 74.328 (Vorjahr: T€ 85.190). Wie im Vorjahr sind keine wesentlichen Erträge von außergewöhnlicher Größe und Bedeutung enthalten, und es gab keine wesentlichen periodenfremden Erträge. 6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen: Vom Gesamtbetrag der Abschreibungen entfällt der größte Teil (T€ 20.074) auf die Abschreibung von aktivierten langfristigen Lieferverträgen (sog. Quick-Savings), die in den Vertriebskosten ausgewiesen werden. Es wird auf den Anlagenspiegel verwiesen. 7. Finanzergebnis Das Finanzergebnis besteht aus sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen in Höhe von T€ 1.045 (Vorjahr: T€ 313) sowie Zinsen und ähnlichen Aufwendungen in Höhe von T€ 5.070 (Vorjahr: T€ 1.860). In den Zinserträgen sind im Wesentlichen erhaltene Zinsen von verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 1.044 (Vorjahr: T€ 313) und Zinsen aus der Abzinsung von Mietkautionen in Höhe von T€ 1 (Vorjahr: T€ 0) enthalten. Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Zinsen an verbundene Unternehmen aus dem Cash Pool in Höhe von T€ 5.054 (Vorjahr: T€ 1.860) und T€ 15 aus der Aufzinsung von langfristigen Rückstellungen (Vorjahr: T€ 0). Wie im Vorjahr enthält das Finanzergebnis keine wesentlichen Aufwendungen oder Erträge von außergewöhnlicher Größenordnung oder Bedeutung und/oder periodenfremde Salden. 8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag ist ein Ertrag von T€ 12 (Vorjahr: Aufwand von T€ 15) enthalten, der andere Perioden betrifft. Die Veränderung der latenten Steuern führte im Geschäftsjahr 2023 zu einem Ertrag von T€ 460 (Vorjahr: Ertrag von T€ 104). Wie im Vorjahr sind in den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag keine wesentlichen Aufwendungen von außergewöhnlicher Größe und Bedeutung enthalten. Steueraufwendungen oder Steuererträge nach dem Mindeststeuergesetz und ausländischen Mindeststeuergesetzen gemäß § 274 Abs. 3 Nr. 2 HGB sind im Berichtsjahr nicht angefallen. V. Sonstige Angaben 1. Bewertung von derivativen Finanzinstrumenten Im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit ist die Gesellschaft Währungsrisiken ausgesetzt. In diesem Zusammenhang werden derivative Finanzinstrumente eingesetzt, um Schwankungen in Bezug auf Erträge und Cashflows zu verringern, die auf Wechselkursänderungen zurückzuführen sind. Deren Absicherung erfolgt meist durch den Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten. Bei diesen Instrumenten handelt es sich hauptsächlich um OTC-Instrumente (Over-the-Counter), die außerhalb der Börse gehandelt werden. Obwohl die derivativen Finanzinstrumente zur Absicherung von Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten abgeschlossen werden, werden keine Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB gebildet. Zum Bilanzstichtag werden die Währungsderivate und die Fremdwährungsforderungen und - verbindlichkeiten mit den Marktterminkursen am Bilanzstichtag bewertet. Zum 31. Dezember 2023 bestanden sechs Devisentermingeschäfte mit einem Nominalvolumen von 269.334 TPLN (Termin-Kauf) gegen einen Wert von T€ 61.983 (Termin-Verkauf). Alle Transaktionen sind im Jahr 2024 fällig. Aus der Bewertung der Währungsderivate ergeben sich geringfügige positive und negative Bewertungsgewinne und -Verluste, die unter den sonstigen Vermögensgegenständen sowie den sonstigen Rückstellungen bilanziert wurden. 2. Mitarbeiter Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl im Geschäftsjahr 2023 betrug:
3. Geschäftsführung Zu Geschäftsführern sind bzw. waren folgende Personen bestellt:
Da nur ein Geschäftsführer im Geschäftsjahr 2023 Bezüge von der Gesellschaft erhalten hat, wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB auf eine diesbezügliche Angabe verzichtet. 4. Eventualverbindlichkeiten, sonstige finanzielle Verpflichtungen und außerbilanzielle Geschäfte Eventualverbindlichkeiten im Sinne des § 251 HGB bestanden wie im Vorjahr nicht. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen setzen sich wie folgt zusammen:
Die Miet- und Leasingverträge beziehen sich auf Büros in Sulzbach im Taunus, Leonberg, Wolfsburg und München sowie auf 32 Fahrzeuge (zum 31. Dezember 2023). In allen Fällen handelt es sich um sogenannte Operating-Lease-Verträge, die nicht zu einer Bilanzierung der Objekte bei der Gesellschaft führen. Der Vorteil dieser Verträge liegt in der geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, wenn die Objekte nicht mehr in vollem Umfang genutzt werden können, wofür es derzeit keine Anzeichen gibt Das Bestellobligo resultiert insbesondere aus erteilten Aufträgen für Waren oder aus Kaufverträgen. Neben den ausgewiesenen sonstigen finanziellen Verpflichtungen gibt es keine außerbilanziellen Geschäfte, die für die Finanzlage der Gesellschaft von Bedeutung wären. 5. Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen Im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit unterhält die Gesellschaft übliche Geschäftsbeziehungen zu zahlreichen Unternehmen, einschließlich verbundener Unternehmen, die als nahestehende Unternehmen betrachtet werden. Die Gesellschaft unterhält Beziehungen zu verbundenen Unternehmen in folgenden Bereichen:
Abgesehen von den Vergütungen für die Geschäftsführung bestehen keine Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Personen. 6. Gesamthonorar des Abschlussprüfers Das für das abgelaufene Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers setzt sich wie folgt zusammen:
7. Gesellschafter und Konzernverhältnisse LG Electronics Deutschland GmbH ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der LG Electronics European Holding B.V. mit Sitz in Amsterdam/Niederlande und ein verbundenes Unternehmen der Konzernmuttergesellschaft LG Electronics Inc. mit Sitz in Seoul, Korea, die in Korea einen Konzernabschluss (kleinster und größter Konsolidierungskreis) erstellt. Der Konzernabschluss kann auf der Website des Konzerns eingesehen werden (www.lge.com). 8. Ausschüttungsgesperrte Beträge im Sinne des § 268 Abs. 8 HGB Zum 31. Dezember 2023 unterlag ein Betrag von T€ 763 der Ausschüttungssperre, der vollständig auf die aktiven latenten Steuern zurückzuführen war. 9. Gewinnverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2023 in Höhe von T€ 2.056 zusammen mit dem Gewinnvortrag von T€ 14.041 zum 31. Dezember 2022 auf neue Rechnung vorzutragen. 10. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag (Nachtragsbericht) Im März 2024 zog die Gesellschaft in neue Büroräume in Eschborn (Taunus) um. Nach dem Ende des Geschäftsjahres sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt wurden. Es wird auf die zusätzlichen Angaben im Lagebericht verwiesen. Im Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Oktober 2024 stiegen die Umsatzerlöse im Vergleich zum gleichen Zeitraum 2023 um 16,80%.
Eschborn, 03. December, 2024 LG Electronics Vehicle components Europe GmbH Stefan Krauß, Geschäftsführer BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die LG Electronics Vehicle components Europe GmbH, Eschborn (vormals: Sulzbach (Taunus)) Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der LG Electronics Vehicle components Europe GmbH, Eschborn (vormals: Sulzbach (Taunus)) - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der LG Electronics Vehicle components Europe GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, den 3. Dezember 2024 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Carsten Palm, Wirtschaftsprüfer ppa. Christoph Dietzel, Wirtschaftsprüfer Mit Gesellschafterbeschluss vom 3. Dezember 2024 wird der im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 ausgewiesene Jahresüberschuss in Höhe in EUR 2.056.141,38 auf neue Rechnung vorgetragen. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 3. Dezember 2024 festgestellt. |
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