Stammdaten

Register
Amtsgericht Ulm HRB 728647
Eingetragen
13.12.2012
Branche
Herstellung von SpielwarenEinzelhandel mit SpielwarenHerstellung von Handwerkzeugen
Gegenstand
Herstellung von Spielwaren, Kinderfahrzeugen, Bastel - und Modellbauartikeln nebst Zubehör und die Ausführung von Lohnarbeiten für die Margarete Steiff GmbH und deren Tochtergesellschaften.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Steiff Beteiligungsgesellschaft mbH

Giengen an der Brenz

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021

AKTIVA

31.12.2020
EUR EUR EUR TEUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 240.691 344
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 3.149.462 1.466
3. Geleistete Anzahlungen 0 77
3.390.153 1.887
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 12.427.157 13.041
2. Technische Anlagen und Maschinen 4.480.063 3.949
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.739.483 2.946
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 918.158 2.306
20.564.861 22.242
23.955.014
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 7.634.687 5.755
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 2.750.648 1.825
3. Fertige Erzeugnisse, Waren 14.080.812 14.761
4. Geleistete Anzahlungen 337.647 375
24.803.794 22.716
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 8.374.017 6.836
2. Sonstige Vermögensgegenstände 1.980.834 2.150
10.354.851 8.986
III. Wertpapiere
Sonstige Wertpapiere 2.618.667 2.685
IV. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 10.467.436 13.716
48.244.748
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 502.608 260
D. AKTIVE LATENTE STEUERN 93.399 97
72.795.769 72.589

PASSIVA

31.12.2020
EUR EUR TEUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 25.200.000 25.200
II. Gewinnrücklage -andere Gewinnrücklagen- 14.497.670 14.498
III. Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung -1.245.887 -1.369
IV. Konzernbilanzverlust -16.571.507 -19.068
21.880.276 19.261
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Pensionen 10.185.855 10.298
2. Steuerrückstellungen 59.291 0
3. Sonstige Rückstellungen 7.563.501 8.769
17.808.647 19.067
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 17.472.816 21.875
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 7.765.251 4.773
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 934.155 929
4. Sonstige Verbindlichkeiten 6.865.633 6.547
33.037.855 34.124
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 68.992 137
72.795.769 72.589

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für 2021

2020
EUR EUR TEUR
1. Umsatzerlöse 97.661.039 83.302
2. Veränderungen des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -1.617.436 -2.399
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 530.883 660
4. Sonstige betriebliche Erträge 3.050.462 2.359
99.624.948 83.922
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 30.874.844 29.056
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 5.134.652 4.230
36.009.495
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 28.816.924 31.310
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 5.317.913 5.725
34.134.838
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 3.673.789 3.378
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 21.500.774 21.751
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 32.838 38
10. Abschreibungen auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 10.030 2
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.388.889 1.453
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 130.785 47
13. Ergebnis nach Steuern 2.809.187 -12.992
14. Sonstige Steuern 312.415 326
15. Konzernjahresüberschuss (-fehlbetrag) 2.496.771 -13.318
16. Verlustvortrag -19.068.278 -5.750
17. Konzernbilanzverlust -16.571.507 -19.068

Konzern-Kapitalflussrechnung für 2021

2021 2020
TEUR TEUR
1. Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
Jahresergebnis 2.497 -13.318
Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 3.674 3.378
Zunahme (+) / Abnahme (-) langfristiger Rückstellungen -388 463
Aufwendungen (+) / Erträge (-) von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung 682 1.016
Sonstige zahlungsunwirksame Erträge (-) Aufwendungen (+) -81 -26
Cashflow 6.384 -8.487
Zunahme (+) / Abnahme (-) der kurzfristigen Rückstellungen -870 1.441
Zunahme (-) / Abnahme (+) der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva -3.393 8.101
Zunahme (+) / Abnahme (-) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva 2.652 -7.312
Zinsaufwand (+) / Zinserträge (-) 665 648
Ertragsteueraufwand (+) / -ertrag (-) 131 46
Ertragsteuerzahlungen -72 -46
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 5.497 -5.609
2. Cashflow aus der Investitionstätigkeit
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des immateriellen Anlagevermögens und Sachanlagen 16 7
Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen und Sachanlagen -3.699 -4.498
Gewinn (-) / Verlust (+) aus Anlageabgängen -88 -30
Währungsumrechnung Anlagevermögen (Gewinn (-) / Verlust (+)) 12 469
Erhaltene Zinsen 11 12
Erhaltene Dividenden 22 26
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -3.726 -4.014
3. Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit
Ein-/Auszahlungen an Gesellschafter (Saldo) 5 -254
Einzahlungen aus der Aufnahme von langfristigen Krediten 1.000 10.041
Auszahlungen für die Tilgung von langfristigen Krediten -5.402 -1.933
Gezahlte Zinsen -676 -660
Ab-/Zunahme (-) Wertpapiere des Umlaufvermögens 65 -220
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -5.008 6.974
4. Finanzmittelbestand am Ende der Periode
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestands (Zwischensumme 1 - 3) -3.237 -2.649
Wechselkursbedingte Wertänderung des Finanzmittelbestandes -12 29
Finanzmittelbestand am 1.1. 13.716 16.336
Finanzmittelbestand am 31.12. 10.467 13.716
5. Zusammensetzung des Finanzmittelbestands
Liquide Mittel 10.467 13.716
Finanzmittelbestand am 31.12. 10.467 13.716

Konzerneigenkapitalspiegel für 2021

Gezeichnetes Kapital Gewinnrücklagen Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung Konzernbilanzverlust Konzern-Eigenkapital
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Stand 1. Januar 2020 25.200 14.498 -710 -5.750 33.238
Jahresfehlbetrag -13.318 -13.318
Konsolidierungsbedingte Währungsverluste/-gewinne (Saldo) -659 0 -659
Stand 31. Dezember 2020 25.200 14.498 -1.369 -19.068 19.261
Stand 1. Januar 2021 25.200 14.498 -1.369 -19.068 19.261
Jahresüberschuss 2.496 2.496
Konsolidierungsbedingte Währungsverluste/-gewinne (Saldo) 123 0 123
Stand 31. Dezember 2021 25.200 14.498 -1.246 -16.572 21.880

Konzernanhang für 2021

(Amtsgericht Ulm, HRB 660011)

Allgemeine Hinweise

Der vorliegende Konzernabschluss wurde gemäß §§ 290 ff. HGB unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Konzernbuchführung aufgestellt.

Die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen wurden einheitlich auf den Abschlussstichtag des Mutterunternehmens aufgestellt.

Die Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung haben wir, wie in den Vorjahren, nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten der Konzernbilanz und Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und Davon-Vermerke im Anhang dargestellt.

Nachfolgende in den Konzern einbezogene Tochterunternehmen sind entsprechend § 264 Abs. 3 von den Pflichten gemäß §§ 316 und 325 ff. HGB befreit:

Margarete Steiff GmbH, Giengen / Brenz

AIGO-TEC GmbH (Firma geändert: vormals ALLIGATOR Ventilfabrik GmbH), Giengen / Brenz

Steiff Retail GmbH, Giengen / Brenz

Steiff Manufaktur GmbH, Giengen / Brenz

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss der Steiff Beteiligungsgesellschaft mbH einbezogenen Unternehmen wurden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen erstellt.

Für die Aufstellung des Konzernabschlusses waren grundsätzlich unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Realisations- und Imparitätsprinzip wurden beachtet, Vermögensgegenstände bewerteten wir höchstens zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten.

Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden gemäß § 255 Abs. 2a HGB mit den bei dessen Entwicklung anfallenden Aufwendungen (Entwicklungskosten) bewertet. Sofern die Entwicklung noch nicht abgeschlossen ist, werden keine Abschreibungen vorgenommen. Die Nutzungsdauer wird nach dessen Produktlebenszyklus oder deren erwarteten Synergieeffekten angesetzt, soweit diese verlässlich geschätzt werden können. Die Nutzungsdauern belaufen sich auf 3 bis 5 Jahre.

Im Berichtsjahr 2021 wurden Entwicklungsaufwendungen in Höhe von TEUR 97 aktiviert. Der Gesamtbetrag der Forschungs- und Entwicklungskosten beläuft sich auf TEUR 3.163.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Nutzungsdauer beträgt zwischen 3 und 5 Jahre.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Den planmäßigen Abschreibungen werden Nutzungsdauern zwischen drei und dreizehn Jahren zugrunde gelegt. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis EUR 800,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, soweit der Ansatz mit einem niedrigeren beizulegenden Wert erforderlich ist. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen.

Bei den Finanzanlagen werden die Beteiligungen zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten am Bilanzstichtag angesetzt.

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu den letzten Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert.

Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse wird zu Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 HGB vorgenommen. Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs, für freiwillige soziale Leistungen und für betriebliche Altersversorgung, bleiben unberücksichtigt. Zinsen für Fremdkapital sind nicht in die Herstellungskosten einbezogen worden.

Dem Lagerbestands- und Vertriebsrisiko wird durch entsprechende Wertberichtigungen Rechnung getragen. Die Ermittlung der Abschläge erfolgt nach dem sogenannten Lagerreichweitenprinzip.

In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d. h. es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zu Nennwerten abzüglich der Wertabschläge für Einzelrisiken und für das allgemeine Kreditrisiko bilanziert. Unverzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr sind abgezinst.

Die sonstigen Wertpapiere des Umlaufvermögens wurden zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren Wert, der sich aus dem Marktpreis am Bilanzstichtag ergibt, angesetzt.

Für Wertpapiere, die ausschließlich der Erfüllung von Verpflichtungen aus Altersteilzeit dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind, erfolgt die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert. Die Vermögensgegenstände werden mit der jeweils zugrunde liegenden Verpflichtung verrechnet. Ergibt sich ein Verpflichtungsüberhang, wird dieser unter den Rückstellungen erfasst. Übersteigt der Wert der Vermögensgegenstände die Verpflichtungen, erfolgt der Ausweis auf der Aktivseite unter dem Posten "Aktiver Unterschiedsbetrag aus Vermögensverrechnung".

Bei der Bemessung der Rückstellungen wurden alle erkennbaren Risiken nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung berücksichtigt.

Die Pensionsverpflichtungen werden mit dem anhand des Projected-Unit-Credit-Verfahrens ermittelten Erfüllungsbetrag unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck bewertet. Für die Abzinsung wurde pauschal eine durchschnittliche Restlaufzeit von 15 Jahren unterstellt und dafür seit dem Jahr 2016 der von der Deutschen Bundesbank auf den Bilanzstichtag ermittelte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen 10 Jahre von 1,87% (Vj. 2,30%) angesetzt. Der nach den bisherigen Regeln ermittelte Abzinsungssatz betrug zum Bilanzstichtag 1,35 % (Vj. 1,60 %). Gehaltssteigerungen wurden mit 0 % bzw. 2 % und erwartete Rentensteigerungen mit 1,5 % bzw. 0,0 % berücksichtigt. Eine Fluktuationsrate wurde nicht berücksichtigt.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) gebildet. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Verbindlichkeiten wurden mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Dabei werden auch Differenzen, die auf Konsolidierungsmaßnahmen gemäß den §§ 300 bis 307 HGB beruhen, berücksichtigt. Aktive und passive Steuerlatenzen aus Konsolidierungsmaßnahmen werden saldiert ausgewiesen.

Die derivativen Finanzgeschäfte werden entsprechend § 254 HGB als Bewertungseinheit mit einem Grundgeschäft zusammengefasst, soweit ein unmittelbarer Sicherungszusammenhang zwischen Finanzgeschäft und Grundgeschäft besteht. Hierbei kommt die sog. "Einfrierungsmethode" zur Anwendung, bei der die sich ausgleichende Wertänderungen aus dem abgesicherten Risiko nicht bilanziert werden. Finanzgeschäfte, für die keine Bewertungseinheit besteht, werden einzeln zu Marktpreisen bewertet. Daraus resultierende unrealisierte Verluste werden ergebniswirksam berücksichtigt.

Konsolidierungskreis

Der Konzernabschluss umfasst die Steiff Beteiligungsgesellschaft mbH sowie fünf inländische und fünf ausländische Tochterunternehmen. Diese werden alle im Rahmen der Vollkonsolidierung auf Grund unmittel- oder mittelbarem beherrschenden Einfluss in den Konzernabschluss einbezogen. Wir verweisen auf die Anteilsbesitzliste in der Anlage 5b.

Bilanzstichtag der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen ist grundsätzlich der 31.12.2021.

Konsolidierungsgrundsätze

Kapitalkonsolidierung

Die Kapitalkonsolidierung erfolgte nach der Neubewertungsmethode, hierbei wurden die Anschaffungskosten der Beteiligung mit dem auf sie entfallenden Eigenkapitalanteil zu Zeitwerten zum Zeitpunkt des Erwerbs oder der erstmaligen Konsolidierung verrechnet. Ein verbleibender aktiver Unterschiedsbetrag (Goodwill) wird als Firmenwert ausgewiesen. Passivische Unterschiedsbeträge (Badwill) werden unter dem Posten Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung nach dem Eigenkapital ausgewiesen.

Für Kapitalkonsolidierungen, bei denen vor einer BilMoG-Erstanwendung die Buchwert-methode - Verrechnung der Beteiligungsbuchwerte mit dem anteiligen Eigenkapital des Tochterunternehmens zum Zeitpunkt des Erwerbs - angewandt wurde, erfolgte keine nachträgliche Anpassung. Die Buchwertmethode wurde für diese Altfälle beibehalten.

Schuldenkonsolidierung

Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden unter Berücksichtigung von Währungsumrechnungsdifferenzen eliminiert.

Aufwands- und Ertragskonsolidierung

Erlöse aus Innenumsätzen sowie sonstige konzerninterne Erträge wurden mit den entsprechenden Aufwendungen unter Berücksichtigung von Währungsumrechnungsdifferenzen eliminiert.

Zwischenergebniseliminierung

Zwischenergebnisse aus den konzerninternen Lieferbeziehungen wurden eliminiert.

Latente Steuern

Die aktiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 93 resultieren grundsätzlich aus der Zwischenergebniseliminierung der Vorräte. Hierbei wird der Steuersatz der Gesellschaft angewandt, bei der sich diese Differenzen voraussichtlich abbauen. Für das Inland wurde ein Steuersatz von 29 % bzw. 30 % sowie für das Ausland von 19 % bzw. 26 % zugrunde gelegt.

Die Aktivierung latenter Steuern, die aus Differenzen in den Jahresabschlüssen der konsolidierten Unternehmen resultieren, unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts.

Währungsumrechnung

Die Währungsumrechnung der in den Konzernabschluss einbezogenen ausländischen Konzernunternehmen erfolgte gemäß § 308a HGB n. F. nach der modifizierten Stichtagskursmethode. Die Umrechnung der Posten der Bilanz erfolgte zum jeweiligen Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag. Das Eigenkapital wurde zu historischen Kursen umgerechnet. Die Umrechnung der Posten der Gewinn- und Verlustrechnung wurde zu Durchschnittskursen vorgenommen. Die sich ergebende Umrechnungsdifferenz wurde innerhalb des Konzerneigenkapitals als "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" ausgewiesen.

Erläuterungen zur Konzernbilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage 5a dargestellt.

Die Beteiligungen werden in der Aufstellung des Anteilsbesitzes (Anlage 5b) aufgeführt.

Umlaufvermögen

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände haben mit Ausnahme von TEUR 481 (Vj. TEUR 467) eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Beträge in Höhe von TEUR 445 (Vj. TEUR 445), die erst nach dem Abschlussstichtag rechtlich entstehen.

Wertpapiere

Im Berichtsjahr wurden außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 10 (Vj. TEUR 2) sowie Zuschreibungen in Höhe von TEUR 0 (Vj. TEUR 5) vorgenommen. Aufgrund der tarifvertraglichen Verpflichtung zur Absicherung der Ansprüche der Arbeitnehmer aus dem Altersteilzeitmodell wurden Wertpapiere verpfändet.

In der Bilanz zum 31.12.2021 ergibt sich gemäß § 246 Abs. 2 HGB folgender saldierter Ausweis:

TEUR
Verpfändete Wertpapiere 31.12.2021 100
Rückstellung Altersteilzeit 31.12.2021 1.305
Rückstellung Altersteilzeit 31.12.2021 1.205

Die Anschaffungskosten der Wertpapiere betrugen TEUR 100. Gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 17 HGB anzugebende verrechnete Aufwendungen und Erträge liegen nicht vor.

Von den Wertpapieren des Umlaufvermögens wurden auch Wertpapiere in Höhe von TEUR 1.590 für die Absicherung eines Darlehens der Steiff Versorgungskasse VVaG in Höhe von TEUR 1.500 verpfändet.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital von TEUR 25.200 entspricht dem bei der Steiff Beteiligungsgesellschaft mbH ausgewiesenen Bilanzposten.

Bezüglich der Entwicklung des Eigenkapitals verweisen wir auf den Eigenkapitalspiegel in der Anlage 4.

Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellung nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre gemäß § 253 Abs. 6 HGB beläuft sich insgesamt auf TEUR 640, davon für das Mutterunternehmen auf TEUR 276 (Vj. TEUR 363), und unterliegt der Ausschüttungssperre nach § 253 Abs. 6 S. 2 HGB.

Für die Tochterunternehmen beläuft sich der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB auf TEUR 364 (Vj. TEUR 504), der der Ausschüttungssperre nach § 253 Abs. 6 S. 2 HGB unterlag, jedoch im Rahmen der Ergebnisabführungsverträge in voller Höhe an das Mutterunternehmen abgeführt wurde.

Pensionsrückstellungen

Zum 1.1.2010 ergab sich aus der Neubewertung der Pensionsrückstellungen eine Unterdotierung in Höhe von TEUR 912. Die Gesellschaft entscheidet sich für die Ausübung des Wahlrechts nach Art. 67 Abs. 1 EGHGB und eine Verteilung der erforderlichen Zuführung über den längsten möglichen Zeitraum von 15 Jahren. Folglich wurde beginnend mit dem Geschäftsjahr 2010 in jedem Jahr ein Betrag von TEUR 61 den Pensionsrückstellungen erfolgswirksam zugeführt. Zum 31.12.2021 beträgt der noch nicht in der Bilanz ausgewiesene Betrag der Unterdotierung TEUR 182.

Steuerrückstellungen

Steuerrückstellungen wurden im Geschäftsjahr bei der Steiff Beteiligungsgesellschaft mbH in Höhe von TEUR 59 gebildet.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen überwiegend den Personalbereich in Höhe von TEUR 4.867 (Vj. TEUR 5.358), den Absatzbereich in Höhe von TEUR 927 (Vj. TEUR 1.061) sowie Verpflichtungen gegen Kunden und Lieferanten in Höhe von TEUR 571 (Vj. TEUR 838).

Verbindlichkeitenspiegel in TEUR

Restlaufzeit
bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.343 13.994 136
(Vj.) (5.728) (15.900) (248)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 7.765
(Vj.) (4.773)
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 934
(Vj.) (929)
4. Sonstige Verbindlichkeiten 4.855 0 2.011
(Vorjahr) (4.536) (0) (2.011)
- davon aus Steuern 523
- davon soziale Sicherheit 1.309
Gesichert Gesamt 31.12.2021 31.12.2020
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 6.036 17.473 21.876
(Vj.) (10.913)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 7.765 4.773
(Vj.)
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 934 929
(Vj.)
4. Sonstige Verbindlichkeiten 6.866 6.547
(Vorjahr)
- davon aus Steuern 523 291
- davon soziale Sicherheit 1.309 1.369

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von TEUR 6.036 durch Grundschulden gesichert. Darüber hinaus sind für die unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesenen langfristigen Darlehen in Höhe von TEUR 2.011 Wertpapiere des Umlaufvermögens in Höhe von TEUR 1.500 verpfändet. Mit einer Inanspruchnahme ist aufgrund der derzeitigen positiven Vermögenslage nicht zu rechnen.

Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

2021
TEUR %
Inland 60.980 62,4
Ausland 36.681 37,6
97.661 100,0
2020 Veränderung
TEUR % TEUR %
Inland 52.667 63,2 8.313 15,8
Ausland 30.635 36,8 6.046 19,7
83.302 100,0 14.359 17,2

Aufgliederung nach Tätigkeitsbereichen:

2021 2020
TEUR TEUR
Spielwaren 63.134 53.189
Ventile 32.205 28.180
Sonstige Konzernbereiche 2.322 1.933
97.661 83.302

Sonstige betriebliche Erträge

Der Posten enthält periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 573 (Vj. TEUR 432) im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen.

Erträge aus der Währungsumrechnung belaufen sich auf TEUR 377 (Vj. TEUR 516).

Personalaufwand

Von den sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung entfallen auf Altersversorgung TEUR -87 Ertrag (Vj. TEUR 414 Aufwand).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Aufwendungen aus der Währungsumrechnung sind in Höhe von TEUR 433 (Vj. TEUR 555) enthalten.

Weiterhin sind außerordentliche Aufwendungen aus der Zuführung zu den Pensionsrückstellungen aus der Neubewertung gemäß BilMoG von TEUR 61 enthalten.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Dieser Posten enthält mit TEUR 713 (Vj. TEUR 732) Aufwendungen aus der Aufzinsung.

Steuern vom Einkommen und Ertrag

Der Ertragssteueraufwand des Berichtsjahres enthält einen latenten Steueraufwand von TEUR 6 (Vj. Steuerertrag TEUR 8).

Erläuterungen zur Konzern-Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung wird nach DRS 21 aufgestellt. Der Finanzmittelfonds setzt sich zusammen aus den flüssigen Mitteln (Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten).

Erläuterungen zum Konzern-Eigenkapitalspiegel

Vom erwirtschafteten Eigenkapital steht der Bilanzgewinn der Muttergesellschaft zum 31. Dezember 2021 mit EUR 0 (Vj. TEUR 0) zur Ausschüttung an die Gesellschafter zur Verfügung.

Der ausschüttungsgesperrte Betrag nach § 253 Abs. 6 HGB beläuft sich für die Muttergesellschaft auf TEUR 276. Für die Tochterunternehmen beläuft sich der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB auf TEUR 364, der der Ausschüttungssperre nach § 253 Abs. 6 S. 2 HGB unterlag, jedoch im Rahmen der Ergebnisabführungsverträge in voller Höhe an das Mutterunternehmen abgeführt wurde.

Die übrigen Veränderungen im erwirtschafteten Konzerneigenkapital betreffen im Wesentlichen Veränderungen aus der Währungsumrechnung.

Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus Leasing- und Mietverträgen ergeben sich Zahlungsverpflichtungen von insgesamt TEUR 7.252. Die Laufzeit der Verträge beträgt 1 - 5 Jahre.

Derivative Finanzinstrumente

Die Gesellschaft ist im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Währungs-, Zins- und Preisrisiken ausgesetzt. In den Fällen, in denen eine Absicherung gegen diese Risiken beabsichtigt ist, werden derivative Instrumente eingesetzt, insbesondere Devisenterminkontrakte und Zinsswaps.

Die Zeitwerte der Finanzinstrumente wurden auf Basis folgender Methoden und Annahmen ermittelt:

Bei Devisentermingeschäften wurden die Zeitwerte als Barwert der Zahlungsströme unter Berücksichtigung der jeweiligen vertraglich vereinbarten Terminkurse und des Terminkurses am Bilanzstichtag ermittelt. Die Zeitwerte der Zinssicherungskontrakte ergeben sich aus den erwarteten abgezinsten zukünftigen Zahlungsströmen, basierend auf aktuellen Marktparametern.

Die von der Gesellschaft verwendeten Sicherungsgeschäfte bilden alle zusammen mit den dazugehörigen Grundgeschäften eine Bewertungseinheit im Sinne des § 254 HGB.

Grundgeschäft Sicherungsinstrument Risikoart Art der Bewertungseinheit einbezogener Betrag gesichertes Volumen
(1) Schulden Zinssatzswap Zinsrisiko Micro Hedge TEUR 2.100 TEUR 2.100
(2) Schulden Devisentermingeschäft Währungsrisiko Micro Hedge TGBP 650 TGBP 650

zu (1) : Der Zeitwert des Swaps zum Bilanzstichtag beträgt TEUR -22. Im Falle des Zinssatzswap sind die Dokumentationsanforderungen an einen Micro Hedge erfüllt und werden mit den Bankschulden in eine Bewertungseinheit einbezogen. Das Sicherungsgeschäft hat eine Laufzeit bis zum 31. Oktober 2023.
zu (2) : Abweichende Zeitwerte der Devisentermingeschäfte zum Bilanzstichtag ergeben sich nicht. Die Sicherungsgeschäfte enden am 09. März 2022.

Alle Finanzderivate sowie die zugrunde liegenden Grundgeschäfte unterliegen einer regelmäßigen internen Kontrolle und Bewertung. Der Abschluss derivativer Finanzinstrumente ist auf die wirtschaftliche Absicherung des operativen Geschäfts begrenzt.

Bis zum Abschlussstichtag haben sich die gegenläufigen Wertänderungen und Zahlungsströme aus Grund- und Sicherungsgeschäft vollständig ausgeglichen. Auch zukünftig werden sich bei den jeweiligen abgesicherten Risiken die gegenläufigen Wertentwicklungen voraussichtlich weitgehend ausgleichen, da die Sicherungspolitik im Unternehmen vorsieht, dass unverzüglich nach Entstehen des Grundgeschäfts in betraglich gleicher in derselben Währung und Laufzeit ein Sicherungsgeschäft abgeschlossen wird. Zur Messung der Effektivität der Sicherungsbeziehung wird die "Critical-Terms-Match-Methode" verwendet.

Außerbilanzielle Geschäfte

Es bestehen zwei Factoring-Verträge. Zum Bilanzstichtag belaufen sich die verkauften Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf rund EUR 10,8 Mio. (Vorjahr EUR 6,3 Mio.). Die in der Bilanz ausgewiesenen übrigen Forderungen sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die von den Factoringgesellschaften nicht angekauft bzw. noch nicht den Factoringgesellschaften zum Kauf angeboten wurden. Angekaufte Forderungen werden in der Regel umgehend, unter Abzug eines Sicherungseinbehalts in Höhe von 10 %, ausbezahlt.

Honorar des Abschlussprüfers

Das Honorar des Abschlussprüfers ba audit gmbh Wirtschaftsprüfungsgesellschaft beträgt TEUR 93, davon TEUR 92 für die Abschlussprüfung und TEUR 1 für sonstige Beratungsleistungen.

Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr 2021 waren durchschnittlich 1.312 Mitarbeiter im Konzern beschäftigt. Davon 754 Mitarbeiter im direkten Bereich und 558 Mitarbeiter im indirekten Bereich.

Geschäftsführung und Vertretung

Die Geschäftsführung setzt sich wie folgt zusammen:

Herr Christian Dahl, Dipl-Kaufmann, Günzburg (bis 24.2.2022)

Herr Dr. Ralf Holz, Dipl-Kaufmann, Königswinter (seit 24.2.2022)

Der Beirat setzt sich folgendermaßen zusammen:

Martin C. Klein -Vorsitzender-, Diplom Volkswirt + CEO, Stuttgart

Dr. Andreas Hotz -stellvertretender Vorsitzender-, Rechtsanwalt, Mittelbiberach

Astrid Schulte, Vorstandsvorsitzende, Hamburg

Hermann Hahn, CFO, Ummendorf

Dr. Beatrice Steiff, Meeresökologin + Heilpraktikerin, Haunsheim

Claire Steiff Meisel, Unternehmerin, Bellevue USA

Ursula Thoni, Diplom Psychologin, Gerbrunn

Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wurde gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 6a) HGB in analoger Anwendung des § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Für ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung und ihre Hinterbliebenen betrugen die Bezüge TEUR 365 (Vj. TEUR 350). Die Pensionsrückstellungen für ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung und ihre Hinterbliebenen sind in voller Höhe gebildet und belaufen sich zum 31. Dezember 2021 auf TEUR 4.256 (Vj. TEUR 3.739).

Die Bezüge des Beirats beliefen sich auf TEUR 119 (Vj. TEUR 133).

Konzernverhältnisse

Die Steiff Beteiligungsgesellschaft mbH erstellt diesen Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis der Unternehmen. Dieser wird im Bundesanzeiger veröffentlicht.

 

Giengen / Brenz, den 05. April 2022

Steiff Beteiligungsgesellschaft mbH

Die Geschäftsführung

Entwicklung des Konzernanlagevermögens 2021

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2021 Währungsänderung Zugänge Umbuchungen Abgänge 31.12.2021
EUR EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 435.018 0 16.244 0 0 451.262
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 8.639.760 334 1.209.011 1.485.245 773.076 10.561.274
3. Geschäfts- oder Firmenwert 27.624 2.040 0 0 0 29.664
4. Geleistete Anzahlungen 76.603 0 0 -76.603 0 0
Immaterielle Vermögensgegenstände 9.179.005 2.374 1.225.255 1.408.642 773.076 11.042.200
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 33.817.131 -33.875 147.699 9.665 0 33.940.620
2. Technische Anlagen und Maschinen 24.084.022 -29.233 671.122 722.203 1.095.760 24.352.354
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 22.300.802 57.431 819.090 2.753 690.885 22.489.191
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.305.641 -155 835.276 -2.143.263 79.341 918.158
Sachanlagen 82.507.596 -5.832 2.473.187 -1.408.642 1.865.986 81.700.323
91.686.601 -3.458 3.698.442 0 2.639.062 92.742.523
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2021 Währungsänderung Zugänge Umbuchungen Abgänge 31.12.2021
EUR EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 90.476 0 59.235 60.860 0 210.571
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 7.173.577 -81 1.068.839 -60.860 769.663 7.411.812
3. Geschäfts- oder Firmenwert 27.624 2.040 0 0 0 29.664
4. Geleistete Anzahlungen 0 0 0 0 0 0
Immaterielle Vermögensgegenstände 7.291.677 1.959 1.128.074 0 769.663 7.652.047
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 20.775.687 -11.006 748.782 0 0 21.513.463
2. Technische Anlagen und Maschinen 20.134.979 -16.763 780.894 0 1.026.819 19.872.291
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 19.355.106 31.219 1.016.039 0 652.656 19.749.708
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0 0 0
Sachanlagen 60.265.772 3.450 2.545.715 0 1.679.475 61.135.462
67.557.449 5.409 3.673.789 0 2.449.138 68.787.509
Buchwerte
31.12.2021 31.12.2020
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 240.691 344.542
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.149.462 1.466.183
3. Geschäfts- oder Firmenwert 0 0
4. Geleistete Anzahlungen 0 76.603
Immaterielle Vermögensgegenstände 3.390.153 1.887.328
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 12.427.157 13.041.444
2. Technische Anlagen und Maschinen 4.480.063 3.949.043
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.739.483 2.945.696
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 918.158 2.305.641
Sachanlagen 20.564.861 22.241.824
23.955.014 24.129.152

Anteilsbesitz zum 31. Dezember 2021

Name und Sitz der Gesellschaft Anteil am Kapital %
a) Inland
Margarete Steiff GmbH, Giengen/Brenz 100
AIGO-TEC GmbH, Giengen/Brenz 100
Steiff Schulte Webmanufaktur GmbH, Giengen/Brenz 100
Steiff Retail GmbH, Giengen/Brenz 100
Steiff Manufaktur, Giengen/Brenz 100
b) Ausland
Steiff Jouets S.A.R.L., Sidi Bouzid/Tunesien 100
Steiff Brinquedos Lda., Oleiros/Portugal 100
Steiff North America Inc., Lincoln, Rhode Island/USA 100
AIGO-TEC Polska Sp.z.o.o., Nekla Wielkopolska/Polen 100
ALLIGATOR North America Inc., Wixom, Michigan/USA 100

Konzernlagebericht für 2021

A. Grundlagen des Konzerns

1. Geschäftsmodell

Die Steiff Beteiligungsgesellschaft mbH ist die Muttergesellschaft der Steiff-Gruppe. Die Steiff-Gruppe ist eine wertorientiert geführte Gruppe von international tätigen mittelständischen Unternehmen, die in Familienbesitz ist. Die Unternehmen der Steiff-Gruppe sind in deren jeweiligen Märkten auf Wachstum und Nachhaltigkeit ausgerichtet. Die Geschäftsfelder des diversifizierten Steiff-Konzerns umfassen die Bereiche Spielwaren, Baby-/Kindermode, gewebte Materialien sowie die Entwicklung, Produktion und den Vertrieb von Präzisions- und Sicherheitsbauteilen für Automobil- und Industrieanwendungen.

Spielwaren & Baby- und Kinderbekleidung

Die Margarete Steiff GmbH ist einer der weltweit bekanntesten Spielzeug- und Plüschtierhersteller und steht für höchste Qualität und geprüfte Sicherheit, vollendetes Design und erstklassige Materialien seit 140 Jahren. Schon als Margarete Steiff 1880 das Elefäntle erfand und erlebte, wie der eigentlich als Nadelkissen gedachte Filzelefant zu einem Lieblingsspieltier avancierte, wurde ihr klar, wie wichtig gutes und liebevoll gestaltetes Spielzeug für Kinder ist. Ihr Leitgedanke "Für Kinder ist nur das Beste gut genug" ist für die Margarete Steiff GmbH gelebte Firmenphilosophie und prägt unsere Arbeit sowie jedes unserer Produkte, das unseren Namen trägt. Dieser Anspruch galt sowohl damals wie auch heute und schließt selbstverständlich die Steiff-eigene Baby- und Kinderbekleidung komplett ein.

Die Fertigung und Entwicklung des Plüsch-Sortimentes erfolgen weitgehend in eigenen Werken und durch eigenes Personal. Die Fashion-Produkte werden hausintern designt und durch Qualitäts-Lieferanten in Europa, Afrika und Asien produziert. Das Steiff Produktprogramm wird überwiegend in Europa, den USA und in Fernost verkauft.

Ventile

Die AIGO-TEC GmbH (vormals ALLIGATOR Ventilfabrik GmbH) hat sich im Jahr 2019 vom Reifensensorikgeschäft und infolgedessen im Juni 2020 auch von der Marke ALLIGATOR getrennt und führt unter neuem Namen die über 100-jährige Firmengeschichte am Firmensitz in Giengen/Brenz fort. AIGO-TEC ist der Entwicklungs- und Produktions-Partner für maßgeschneiderte Präzisions- und Sicherheitsbauteile aus Metall, Gummi und Kunststoff, für die Zerspanung und Montage individueller Bauteile sowie für Gummi-Metall-Verbindungen.

Für Kunden aus dem Automobil- und Industriebereich bietet AIGO-TEC anspruchsvolle, technische und qualitativ hochwertige Komplett-Lösungen, funktionssicher und individuell zugeschnitten auf den Partner und die Aufgabenstellung. Von der Klein- bis zur Großserie immer mit höchster Präzision, begleitet AIGO-TEC den Kunden dabei über den kompletten Produktentstehungsprozess.

Die Produkte der AIGO-TEC GmbH werden überwiegend in Europa, wie Deutschland, Frankreich, Finnland und Polen, als auch in Drittstaaten wie Mexiko verkauft.

Gewebte Materialien

Die Steiff Schulte GmbH wurde im Jahre 1901 gegründet. Sie ist ein traditionsreiches, mittelständisches Unternehmen, das sich handwerklicher Kunst bei der Gestaltung und bei der Produktion qualitativ sehr hochwertiger Stoffe wie Mohair oder Alpaka verschrieben hat. Die hohen Qualitätsstandards der Stoffe haben dazu geführt, dass sich Steiff Schulte zu dem Materiallieferanten für Webpelze aus Naturhaar für die Margarete Steiff GmbH entwickelt hat. Steiff Schulte ist mittlerweile ein Teil der DNA der Margarete Steiff GmbH. Seit der Geburt des ersten Teddybären im Jahre 1902 ist Steiff Schulte der Lieferant von Mohair für die Margarete Steiff GmbH. In Konsequenz dieser Bedeutung hat die Steiff Gruppe im Jahr 2009 die Steiff Schulte GmbH erworben.

Mittlerweile schätzen auch exklusive Modeanbieter die hohe Innvovationsfähigkeit in der Entwicklungs- und Herstellung neuartiger Stoffvarianten bei Steiff Schulte. Hohe Qualitätsstandards, handwerklich gefertigt, veredelt und produziert. ,Made in Germany' findet anhaltend und zunehmend Anklang bei den Designern aus der Mode- und aus der Interieur-Branche.

2. Forschung und Entwicklung

Bei der Margarete Steiff GmbH fokussieren sich die Entwicklungsaktivitäten im Produktbereich Spielwaren vor allem auf die Entwicklung neuer Designs und Charaktere, sowie auf die Sicherstellung der sehr hohen Qualitäts- und Sicherheitsanforderungen im gesamten Wertschöpfungsprozess. Gleiches gilt für den Produktbereich Fashion, der seit dem Jahr 2019 die Steiff eigene Baby- und Kindermode Kollektion in kompletter Eigenregie entwickelt, sourct und weltweit vertreibt.

Innovation ist für die AIGO-TEC GmbH die wichtigste Triebfeder des Erfolgs. Auf der Basis eines breiten Erfahrungswissens und Technologie-Portfolios werden bestehende Lösungen in Frage gestellt und weiterentwickelt. Entwickelt wird nach Kundenvorgaben oder es wird mit den Kunden gemeinsam das Produkt entwickelt.

Das Streben nach nachhaltigen Produktangeboten durchzieht die Entwicklungsarbeit in allen Beteiligungen der Steiff-Gruppe. Steiff hat mit seinem stetig wachsenden Produktangebot "Teddies for tomorrow" eine passende Antwort auf das gesellschaftliche Bedürfnis nach nachhaltigen Lösungen gegeben. Bei Steiff Schulte zeigt sich dieses Streben in der Entwicklung weiterer Webpelzvarianten aus natürlichen Materialien. AIGO-TEC widmet ebenfalls einen großen Teil der Entwicklungsarbeit auf umweltverträgliche Stoffe.

B. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung und Entwicklung der Branchen

COVID-19-Pandemie

Die Corona-Krise hielt auch im Jahr 2021 die Welt in Atem. Zwar begann das Jahr 2021 mit einem Lichtblick, denn die ersten COVID-19-Impfstoffe kamen Ende 2020 auf den Markt. Doch verlief die Impfkampagne in Europa vergleichsweise schleppend an. Zum Berichtszeitpunkt im März 2022 sind mittlerweile zwar gut drei Viertel der deutschen Bevölkerung geimpft, doch ist schon seit Jahresbeginn 2022 kein wirklicher Fortschritt mehr festzustellen. Der Sockel der Skeptiker, die mit deren Beharrungsvermögen und teilweise schwer nachvollziehbaren Sichtweisen eine Rückkehr zur Normalität verhindern, bröckelt nicht wirklich ab. Die Impfquoten in Österreich und in der Schweiz erreichen eine vergleichbare Höhe. Im europäischen Vergleich bewegt sich der DACH-Raum damit im Mittelfeld. Der Sommer 2021 brachte vorübergehend Entspannung und Lockerung. Doch traf die vierte Welle im Herbst die Volkswirtschaften mit voller Wucht: Die Infektionszahlen stiegen rasant, gleichzeitig kam es durch Corona-bedingte Produktionsdrosselungen zu weltweiten Störungen der Lieferketten und einer galoppierenden Inflation.

Weltwirtschaft

Im Jahr 2021 konnte sich die Weltwirtschaft leicht vom anfänglichen Schock der COVID-19-Pandemie erholen. Doch war diese zaghafte Erholung überlagert von immer neuen Pandemiewellen und der starken Auslastung der interkontinentalen Transportkapazitäten, welche die Wachstumsmöglichkeiten infolge unzureichender Verfügbarkeit von Vormaterial und Komponenten begrenzte. Nach dem pandemiebedingten Einbruch der Weltwirtschaft im Jahre 2020 konnte sich das Bruttoinlandsprodukt (BIP) weltweit in 2021 insgesamt positiv entwickeln. So stieg das BIP in den Industrieländern im Jahresdurchschnitt gerechnet um etwa +5,1 % (Vorjahr: -4,5 %) und in den Emerging Markets um +6,7 % an (Vorjahr: -1,5 %).

Diese Entwicklung wurde von einem beschleunigten Wachstum in allen großen Wirtschaftsräumen getragen: So stieg das BIP in China um starke +8,1 % (Vorjahr: +2,3 %), in den USA um +5,7 % (Vorjahr: -3,4 %) und im Euroraum um +5,3 % (Vorjahr: -6,4 %). In Deutschland legte das BIP im Jahr 2021 um +2,8 % zu nach einem Rückgang um -4,9 % im Vorjahr.

Die Wirtschaft im EURO-Raum wurde zusätzlich durch das Ausscheiden Großbritanniens aus der Europäischen Union getroffen: nach langen und zähen Verhandlungen trat der Brexit-Vertrag final in Kraft.

Hinter der alles prägenden COVID-19-Pandemie traten die Wahlen in den USA und in Deutschland, die in beiden Fällen zu einer Verschiebung der Machtverhältnisse von konservativer zu mehr sozial ausgerichteter Politik führten, in den Hintergrund.

Aufschwung wird durch Belebung der internationalen Warenströme unterstützt

Die globale Produktionsleistung, die in der vergangenen Dekade um durchschnittlich +3,1 % jährlich gestiegen war und dann 2020 um -3,4 % einbrach, wuchs im Jahr 2021 um +5,7 %. Der weltweite Aufschwung wurde wieder durch eine Belebung der internationalen Warenströme unterstützt: Das Welthandelsvolumen in USD auf Basis realer effektiver Wechselkurse dürfte sich laut Januarprognose des IWF um +9,3 % erhöht haben, nach -8,2 % im Jahre 2020. Das Wachstum wurde dabei durch ausgelastete Marktkapazitäten für Transportdienstleistungen zurückgehalten. Diese führten gleichzeitig zu einem deutlichen Anstieg der Frachtraten im Luft-, See- und Straßentransport. Einer der Gründe für die ausgelasteten Transportkapazitäten war eine durchgehend starke Nachfrage nach Konsumgütern in den USA. Bei gleichzeitigen Engpässen in den Häfen konnten die Flotten in der Seefracht weltweit nicht mehr effizient genutzt werden. Diese Verknappung der Seefrachtkapazität sorgte wiederum für verstärkte Nachfrage nach Luftfracht. Hier blieb wie schon im Vorjahr das verfügbare Angebot allerdings eingeschränkt, weil durch die Pandemie weiterhin weniger Cargo-Kapazität in Passagierflügen verfügbar war. Das Zusammenspiel einer durch die Auslastung der interkontinentalen Transportkapazitäten begrenzten Angebotsausweitung und gleichzeitig durch Nachholeffekte zeitweise sprunghaft gestiegenen Nachfrage hat die Inflation auf in manchen Ländern seit Jahrzehnten nicht gesehene Niveaus angehoben. Stark gestiegene Energiepreise, insbesondere für Erdgas und Rohöl, trugen wesentlich dazu bei.

Nachhaltige Beschleunigung im E-Commerce

Das anhaltend starke Konsumverhalten in den USA sowie die Nachfrage nach Konsumgütern in anderen Wirtschaftsregionen, u.a. auch der DACH-Region, verlieh dem E-Commerce einen weiteren Wachstumsschub: Im Jahr 2020 hatten die ersten pandemiebedingten Kontaktbeschränkungen für eine deutliche Beschleunigung des Wachstums im Online-Handel gesorgt. Dieses Wachstum lag auch in der ersten Jahreshälfte 2021 noch über dem mittelfristigen Trend. Im zweiten Halbjahr 2021 stabilisierten sich die auf E-Commerce basierten Volumina auf dem hohen Niveau des Vorjahres und bestätigten damit die durch die Pandemie ausgelöste nachhaltige Beschleunigung.

Automobilindustrie

Chipmangel und weitere Lieferengpässe bei Rohstoffen haben der deutschen Automobilindustrie im Jahr 2021 zugesetzt - mit Auswirkungen auf den Außenhandel. Die deutschen Pkw-Exporte sind im Jahr 2021 gegenüber dem Vorjahr zwar gestiegen, allerdings erreichten sie nicht das Vorkrisenniveau des Jahres 2019. Aus Deutschland exportiert wurden nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Jahr 2021 Autos im Wert von EUR 117,6 Mrd. Das waren +9,9 % mehr als im Jahr 2020, das bereits durch starke coronabedingte Einschränkungen geprägt war. Gegenüber dem Jahr 2019 ist jedoch ein Rückgang um -8,2 % zu verzeichnen.

Wichtigster Abnehmerstaat der deutschen Autobranche war im Jahr 2021 die Volksrepublik China. Dorthin wurden Pkw im Wert von EUR 16,7 Mrd. exportiert (+14,0 % gegenüber 2020). Weitere wichtige Abnehmerstaaten waren die USA mit Exporten in Höhe von EUR 15,9 Mrd. (+18,1 % gegenüber Vorjahr) und das Vereinigte Königreich mit Brexit-bedingt nur EUR 9,4 Mrd. (-17,0 % im Vergleich 2020) 1 .

Spielwarenmarkt

Der deutsche Spielwarenmarkt zeigte sich hingegen von nationalen wie globalen Herausforderungen unbeeindruckt. Nach einem starken Jahr 2020 mit einem Plus von +11% legte der Markt 2021 noch einmal um +4% zu 2 . Das Volumen des deutschen Spielwarenmarktes nähert sich der 4 Mrd. Euro-Marke. Zum Vergleich: 2010 lag der Umsatz noch bei EUR 2,6 Mrd., 2020 bei 3,7 Mrd. Das entspricht einer Steigerung von rund 46% über die letzten 12 Jahre. Auch wenn Spielwaren aus Sicht des DVSI als sinnvolle Beschäftigungsmöglichkeit Nutznießer der Pandemie sind, so ist die gute Entwicklung der Branche nicht allein nur auf Corona zurückzuführen. Der veränderte Stellenwert von Spielwaren und Spielen hat maßgeblich zur guten Entwicklung beigetragen.

Auch ein bis weit in das Frühjahr 2021 andauernder Lockdown, der Mangel an Rohstoffen und Vorprodukten, anhaltende Lieferketten- und Logistikprobleme sowie steigende Energiepreise und eine insgesamt labile Gesamtkonjunktur setzten dem deutschen Spielwarenmarkt nicht nachhaltig zu. So schätzt der Dachverband DVSI 3 die Situation vorläufig so ein, dass es vielen der im DVSI zusammengeschlossenen Hersteller von Spielwaren in 2021 gelungen ist, deren Umsätze zu steigern 4 .

Zu den großen Gewinnern im Berichtsjahr zählten erneut Building Sets, Games & Puzzle sowie das Segment Infant/Toddler/Preschool, aber auch lizenzierte Spielwaren profitieren von der neuen Lust zum Spielen. Die drei Segmente stehen gemeinsam für über 60% des Branchenwachstums. Wenig überraschend ist die Verschiebung innerhalb der Vertriebswege: Vor allem das Internet als auch branchenfremde "Touchpoints" profitierten in der Pandemie vom Lockdown, während der Fachhandel Umsatzeinbußen hinnehmen musste. Die sogenannten "Toys Generalists & Specialists" ließen mit einem Minus von -4% Federn, während die Verbrauchermärkte auf Vorjahresniveau abschließen konnten.

Einen Wermutstropfen musste die Branche dennoch schlucken. Die hohen Erwartungen an das Weihnachtsgeschäft erfüllten sich nicht in dem erhofften Maße.So endete das 4. Quartal mit einem leichten Minus von 3%. Für das laufende Jahr erwarten die DVSI-Mitglieder Umsätze in Höhe des Jahres 2021, ggf. ein leichtes Plus.

1 Quelle: Destatis vom 24. Februar 2022.
2 Quelle: Handelspanel der npdgroup deutschland GmbH
3 DVSI = Dachverband Spielwarenindustrie
4 Laut DVSI-Index vom November 2021 erwarteten die im Verband organisierten Hersteller ein über dem Branchenschnitt liegendes Umsatzplus, das über alle Vertriebswege hinweg auf +4% bis +5% taxiert wurde.

Nach ersten Hochrechnungen des BTE 5 ist der gesamte Einzelhandelsumsatz mit Bekleidung sowie Haus- und Heimtextilien im letzten Jahr um rund EUR +3 Mrd. (+5% ggü. Vorjahr) auf rund EUR 64 Mrd. gestiegen. Zwar sanken die Umsätze fast aller stationären Vertriebsformate - nach dem bereits hohen Einbruch um fast -25% in 2020 - in 2021 erneut aufgrund des langen Lockdowns. Die Zuwächse im Onlinehandel konnten dies aber mehr als ausgleichen. Der Umsatz des Vor-Corona-Jahres 2019 in Höhe von EUR 67 Mrd. - wurde dennoch deutlich verfehlt.

Die Umsätze speziell des stationären Textilfachhandels (inkl. Haus- und Heimtextilien) sanken im vergangenen Jahr um etwa -5% auf rund EUR 29 Mrd. Die Textil- und Bekleidungsumsätze von Warenhäusern, Lebensmitteldiscountern und anderer stationärer Geschäfte ohne textilen Schwerpunkt fielen nach BTE-Schätzungen ebenfalls um einen einstelligen Prozentsatz auf rund EUR 14 Mrd. Um fast ein Viertel auf ca. EUR 21 Mrd. zugelegt hat dagegen der Umsatz des Versand- bzw. Onlinehandels, wodurch dessen Marktanteil in 2021 auf rund 33 Prozent stieg.

Für das laufende Jahr erhofft sich vor allem der stationäre Textil- und Modehandel eine Belebung der Kundennachfrage, die aktuell allerdings durch die hohen Inzidenzen und nicht zuletzt durch den Krieg in der Ukraine und dessen Folgen deutlich beeinträchtigt wird. Zwar hat es in den letzten Wochen immer wieder Tage mit erfreulicher Resonanz gegeben, die Umsätze und vor allem die Kundenfrequenzen liegen aber in der Regel immer noch deutlich unter Vor-Corona-Niveau.

2. Geschäftsverlauf

Umsatzentwicklung

Der Konzernumsatz ist gegenüber dem Vorjahr von Mio. EUR 83,3 auf Mio. EUR 97,7 um 17,2 % (Vorjahr -25,9 %) gestiegen. Dazu beigetragen haben sowohl der Spielwarenbereich mit +18,7 % (Vorjahr -11,2 %), als auch der Ventilbereich mit +14,3 % (Vorjahr -43,3 %). Mit diesem Geschäftsvolumen wurden auch die Planwerte für die beiden Geschäftsbereiche (Spielwaren: + 15 %; Ventile: +2 %) zum Teil deutlich übertroffen.

Die Umsatzanteile innerhalb des Konzerns stellen sich wie folgt dar:

Mio. EUR %
Spielwaren / Baby- und Kinderbekleidung 63,1 64,6
Ventile 32,2 33,0
Übrige 2,3 2,4
Vom Konzernumsatz wurden erzielt: Mio. EUR 61,0 im Inland und
Mio. EUR 36,7 im Ausland.

Der Inlandsumsatz ist dabei um 15,8 % und der Auslandsumsatz um 19,7 % gestiegen. Der Umsatzanteil des Inlands betrug 62,4 % und der Auslandsanteil 37,6 %.

5 BTE = Bundesverband Pressemitteilung des BTE vom 18. März 2022.

Investitionen

Das Nettoinvestitionsvolumen lag im Berichtsjahr mit Mio. EUR 3,7 unter Vorjahresniveau (Vorjahr Mio. EUR Euro 4,5) und damit auf Höhe der Abschreibungen. Die getätigten Investitionen unterschritten die Prognose aus dem Vorjahr.

Die getätigten Investitionen im Spielwarenbereich standen hauptsächlich im Zusammenhang mit der Neueinführung des SAP ERP-Systems S4/Hana und der Digitalisierung von Fertigungs- und Vertriebsprozessen.

Im Ventilbereich wurden Investitionen vorwiegend in Infrastrukturverbesserungen und in die Rationalisierung von Arbeitsabläufen getätigt.

3. Darstellung der Lage

Vermögens- und Finanzlage

Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets auf Fälligkeit zu begleichen und Forderungen bis zum Zeitpunkt der Fälligkeit zu vereinnahmen. Dieses Ziel wird mit einem konsequenten, straffen Mahnwesen erreicht.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten belaufen sich auf ca.24,0 % (Vj. 30,1%) der Bilanzsumme. Die eingeräumten Kreditlinien übersteigen unsere durchschnittliche Inanspruchnahme.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen belaufen sich auf ca. 10,7 % (Vj. 6,6 %) der Bilanzsumme und können stets auf Fälligkeit beglichen werden.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern sind mit 1,3 % der Bilanzsumme gegenüber dem Vorjahr unverändert.

Die sonstigen Verbindlichkeiten belaufen sich auf ca. 9,4 % (Vj. 9,0 %) der Bilanzsumme und sind im Wesentlichen gekennzeichnet durch Finanzierungen über Factoring- und Leasinggesellschaften, ein ausgereichtes Darlehen der Steiff Versorgungskasse sowie Lohn- und Gehaltsverrechnungen inkl. der darauf entfallenden Sozialabgaben.

Die kurzfristigen Forderungen, Vorräte und Bankbestände übersteigen die kurzfristigen Verbindlichkeiten deutlich.

Die Liquidität des Unternehmens war stets gewährleistet und ist auch zukünftig gesichert.

Die Bilanzsumme stieg aufgrund eines Zuwachses von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen, unfertigen Erzeugnissen sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen leicht auf 72.796 TEUR (Vj. 72.589 TEUR).

Die Eigenkapitalquote ist infolge des thesaurierten Gewinns der Unternehmensgruppe von 26,5 % auf 30,1 % gestiegen.

Unsere Bestände bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen und den unfertigen Erzeugnissen wurden aufgrund des Umsatzwachstums (+ 17,2 %) und zur Sicherstellung unserer Lieferfähigkeit angesichts der internationalen Lieferkettenprobleme erhöht.

Der Cashflow im engeren Sinne liegt bei Mio. EUR 6,4 (Vorjahr Mio. EUR -8,5). Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit hat sich mit Mio. EUR 5,5 im Vergleich zum Vorjahr (Mio. EUR -5,6) deutlich um Mio. EUR 11,1 verbessert.

Unsere Finanzlage ist als stabil zu bezeichnen. Die freie Liquidität beläuft sich zum Bilanzstichtag auf Mio. EUR 20,2. Die Unternehmensgruppe ist in der Lage, ihre Zahlungsverpflichtungen vollständig und termingerecht zu erfüllen.

Ertragslage

Das im Geschäftsjahr erzielte Ergebnis vor Ertragsteuern liegt mit TEUR 2.628 (Vj. TEUR -13.272) deutlich über Vorjahr. Der scharfe Ergebniseinbruch im Jahr 2020 wurde von mehreren Sondereffekten verursacht: Bei der Margarete Steiff GmbH verursachte die Corona-Pandemie einen signifikanten Umsatzrückgang, der nicht mit zeitlich gleichlaufenden Senkungen der indirekten Kosten einherging. Bei AIGO-TEC traf das reduzierte Geschäftsvolumen, das durch die Veräußerung eines Teils des Geschäftes in 2019 bewirkt wurde, ebenfalls auf eine zeitlich nicht synchron verlaufende Anpassung der indirekten Kosten. Zusätzlich zu den enttäuschenden operativen Ergebnissen (EBITDA) in 2020 fielen auch erhebliche Aufwendungen für die Restrukturierung beider Unternehmungen an (TEUR 5.360). Sowohl Aufwendungen für Sozialpläne als auch Abfindungen und Beratungsleistungen in Zusammenhang mit der Sanierung belasteten das Ergebnis der Unternehmensgruppe sehr erheblich.

Das Berichtsjahr ist hingegen von erfreulich verbesserten operativen Ergebnissen und dem weitgehenden Wegfall der Sonderbelastungen geprägt. Der massive Einbruch des Ergebnisses in 2020 wurde durch eine konsequente Restrukturierung und ein straffes Kostenmanagement im Berichtsjahr beseitigt.

Das Jahresergebnis der Margarete Steiff überschritt trotz anhaltender Corona-Beschränkungen im stationären Einzelhandel in 2021 die Vorjahreswerte erheblich und die Umsatz- und Ergebniserwartungen für das Berichtsjahr ebenfalls. Beide Geschäftsbereiche trugen zu dem erfreulichen Ergebnisanstieg bei und haben damit die Planung für 2021, die eine Rückkehr zu einem positiven Jahresergebnis vorsah, übererfüllt.

Das Ergebnis der AIGO-TEC verbesserte sich in 2021 massiv: der heftige Verlust im Vorjahr wurde in einen Gewinn im Berichtsjahr entwickelt. Hier machte sich der erneute Produktionsanlauf von Automobilherstellern nach dem ersten Lockdown positiv bemerkbar.

Zinsbewertungseffekte bei den Pensionsrückstellungen belasten weiterhin das Ergebnis mit ca. Mio. EUR 0,8.

Die Materialeinsatzquote (Materialeinsatz im Verhältnis zur Gesamtleistung) ist mit 37,3 % (Vj. 40,8%) im Vergleich zum Vorjahr gesunken.

Der Personalaufwand konnte im Vergleich zum Vorjahr trotz deutlich gestiegener Gesamtleistung um TEUR 2.901 bzw. 7,8 % reduziert werden.

Der sonstige Betriebsaufwand ist im Berichtsjahr um ca. TEUR 250 gesunken. Trotz deutlich gestiegener Aufwendungen im Bereich Sonderkosten des Vertriebs konnten vor allem bei den Aufwendungen für Kommunikation, Beratung und Reisetätigkeiten Einsparungen erzielt werden.

Das Zinsergebnis hat sich von TEUR -1.415 auf TEUR -1.356 weiter verbessert. Geringere Refinanzierungsaufwendungen und Zinsen aus der Bewertung der Pensionsrückstellungen haben dazu geführt. Im Gesamtzinsaufwand sind ca. TEUR 713 Zinsen aus der Bewertung der Pensionsrückstellungen enthalten (Vorjahr TEUR 793).

4. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Personal

Unsere Beschäftigten sind unser höchstes Gut. Unsere Unternehmensgruppe beschäftigte im Berichtsjahr durchschnittlich 1.312 Mitarbeiter weltweit (-7,8% ggü. Vorjahr). Wir haben den Anspruch, Arbeitgeber erster Wahl zu sein. Wir wollen kompetente und engagierte Menschen für uns gewinnen, sie kontinuierlich weiterentwickeln und langfristig an uns binden. Wir sind stolz darauf, einen stabilen Stamm an qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mit einer hohen Betriebsbindung zu haben. Damit dieses so bleibt, legen wir großen Wert auf eine kontinuierliche Weiterbildung unserer Mitarbeiter und die Ausbildung junger Nachwuchskräfte sowohl im kaufmännischen als auch im gewerblichen Bereich.

Nur motivierte Beschäftigte liefern exzellente Dienstleistungsqualität, stellen unsere Kundschaft zufrieden und sichern so den nachhaltigen Erfolg unserer Geschäftstätigkeit. Darum wollen wir ihr Engagement stärken und auf einem hohen Niveau halten. Wir gestalten ein diskriminierungsfreies und wertschätzendes Arbeitsumfeld und gewährleisten gesundheitsförderliche Arbeitsplätze.

Die Vertretung ihrer Interessen können unsere Beschäftigten im direkten Dialog mit Vorgesetzten und Mitgliedern des Managements ausüben oder indirekt über die Betriebsräte. Auf Konzernebene pflegen wir mit dem Konzernbetriebsrat einen regelmäßigen und vertrauensvollen Dialog.

Die durchschnittliche Beschäftigtenzahl der Margarete Steiff-Gruppe reduzierte sich im Berichtsjahr um 50 Mitarbeiter auf 1.040 Personen (Vorjahr 1.090).

In der AIGO-TEC-Gruppe ist die durchschnittliche Beschäftigtenzahl deutlich um 62 Mitarbeiter auf 219 Personen (Vorjahr 281) gesunken.

Umweltbelange

Wir sind uns unserer Verantwortung gegenüber der Gesellschaft und der Umwelt bewusst. Aus diesem Grund geht unser Handeln, im Rahmen unserer Möglichkeiten, über die Erfüllung der bestehenden Gesetze und Regeln hinaus. Wir gehen behutsam mit unserem Planeten und seinen endlichen Rohstoffen um. Ein verantwortungsvoller Umgang mit natürlichen Ressourcen bedeutet für uns, den Gedanken der Nachhaltigkeit in alle Geschäftsentscheidungen wie etwa die Gestaltung und Entwicklung von Produkten, sowie die Verwendung umweltverträglicher Materialien und Technologien mit einzubeziehen.

Alle Mitarbeiter sind dazu verpflichtet, mit allen Ressourcen sparsam umzugehen. Auch unsere Partner, Lieferanten und deren Subunternehmer stehen in der Verantwortung, den Gedanken des Umweltschutzes in Ihre Geschäftsprozesse mit einzubeziehen.

Das in 2018 begonnene Standortentwicklungskonzept für den Hauptstandort Giengen wurde im Berichtsjahr fortgeführt, woraus sich für die kommenden Jahre Flächen- und Nutzungsbedarfe ableiten und damit Instandhaltungs- und Sanierungsmaßnahmen zielgerichtet durchführen lassen. Fortlaufende Maßnahmen sind die Erneuerung von Beleuchtungssystemen und Optimierung der Druckluft- und Stromversorgung. Im Jahr 2020 wurde der eigene Wasserbrunnen saniert und auf energiesparende Brunnentechnik umgestellt. Neben der Trink- und Brauchwasserversorgung dient das Brunnenwasser zur umweltschonenden Kühlung des Steiff Museums. Der firmeneigene Fuhrpark wird schrittweise auf hybride bzw. vollelektrische Antriebssysteme umgestellt. Für diese Fahrzeuge wurden entsprechende Lademöglichkeiten installiert, die mit ökologisch erzeugtem Strom versorgt werden.

Ein Umweltmanagementsystem nach ISO 14001 wurde in Teilbereichen der Firmengruppe bereits etabliert. In 2019 wurde für die nicht zertifizierten Unternehmensbereiche ein Energieaudit durch den TÜV durchgeführt.

Darüber hinaus hat sich die Margarete Steiff-Gruppe selbst dazu verpflichtet, in der Zukunft klimaneutral zu werden. Durch die Verwendung nachhaltiger Vormaterialien (biologische Materialien, RMS 6 ), durch die Erzeugung und Nutzung regenerativer Energie, durch die Nutzung von Fahrzeugen mit Elektro- oder Hybridtechnologie, durch die Nutzung von recycelten Materialien für die Verpackungen, durch den sparsameren Umgang mit Verpackungen, durch die Reduzierung von Abfall im Produktionsprozess, und durch eine Reihe weiterer Maßnahmen soll dieses Ziel erreicht werden.

Die AIGO-TEC-Gruppe ist über das Vorgenannte hinaus bestrebt, Materialien, die als umweltbelastend eingestuft wurden, gegen emissionsärmere oder -freie Materialien zu substituieren.

Die Steiff Schulte GmbH stellt darüber hinaus Stoffe her, die aus nachhaltigen Rohstoffen wie Leinen, Hanf, Soja und Bambus gewonnen werden. Zudem nutzt das Unternehmen Mohair-Garne, die den Responsible Mohair Standard (RMS) erfüllen.

5. Gesamtaussage

Die Steiff-Gruppe hat in dem zurückliegenden Berichtsjahr Fortschritte und Verbesserungen in vielen Bereichen erzielt. Sie blickt auf ein insgesamt sehr erfolgreiches Jahr 2021 zurück. Die schwierige ökonomische Lage aufgrund der Corona-Pandemie sowie nach der Veräußerung eines Teilbetriebes der AIGO-TEC wurde durch eine konsequente Restrukturierung und durch ein straffes Kostenmanagement überwunden. Die zwingend erforderlichen Anpassungen wurden entschlossen und sozialverträglich umgesetzt.

Die Unternehmen der Steiff-Gruppe sind gestärkt aus dieser Zeit hervorgegangen: die Umsätze sowie die Ergebnisse wachsen an. Die Margarete Steiff-Gruppe hat sich auf deren Weg zur fortgesetzten Internationalisierung ebenso wie bei der Digitalisierung des Geschäftsmodells weiterentwickelt. Die AIGO-TEC hat sich erfolgreich konsolidiert und den Weg zur Weiterentwicklung der Produktpalette eingeschlagen. Die Steiff Schulte hat ihre Reputation in Herstellerkreisen von Plüsch-Produkten in der Spielwaren- wie auch in der internationalen, exklusiven Modeindustrie gestärkt.

6 RMS = Responsible Mohair Standard (Zertifikat für Mohair-Garne, die bestimmte Standards erfüllen).

Die im Berichtsjahr erzielten Gewinne und die generierte Liquidität ermöglichen die Fortsetzung der Stärkung der Unternehmensgruppe: der Einsatz von Fremdkapital wird sukzessive reduziert und das Eigenkapital kontinuierlich gestärkt. Investitionen sollen primär aus Eigenmitteln finanziert werden.

C. Risikobericht

Die Steiff-Gruppe ist aufgrund ihrer unterschiedlichen, weltweiten unternehmerischen Aktivitäten vielfältigen Risiken ausgesetzt. Bei einzelnen Maßnahmen und Entscheidungen werden Risiken und Chancen sorgfältig abgewogen, um unternehmerische Chancen optimal zu nutzen. Dies beinhaltet auch die Bereitschaft, beherrschbare Risiken einzugehen. Um eine Balance von Chancen und Risiken zu erhalten, und um Risiken zu steuern, wurde die Einführung eines konzernweiten Risikomanagementsystems initiiert: Risiken werden identifiziert und übergeordneten Risikokategorien zugeordnet. Die Risiken werden einzeln beschrieben und bewertet - vor risikovermeidenden und -begrenzenden Maßnahmen sowie nach erfolgter Risikoeingrenzung.

In den Geschäftsbereichen wurden darüber hinaus Strukturen und Prozesse zum Risikomanagement und zur Qualitätssicherung eingerichtet, die konsequent angewendet und fortlaufend weiterentwickelt werden. Grundlage dieses operativen Risikomanagements sind passende Planungs-, Genehmigungs- und Berichterstattungssysteme, die frühzeitig Risiken aus den operativen Aktivitäten erkennen lassen und auf deren Basis angemessene, wirksame Maßnahmen zur Risikobewältigung ergriffen werden können. Finanzielle Risiken werden durch Maßnahmen zur Risikovermeidung sowie zur Risikoabsicherung eingegrenzt.

Markt- und Absatzrisiken werden durch eine aufmerksame Begleitung von Markttrends, technologischen Trends, Veränderungen in gesellschaftlichen Werten und Prioritäten (z.B. Nachhaltigkeit, Diversität), Wettbewerbsverhalten, Identifizierung von Substitutionsrisiken und durch einen kontinuierlichen Dialog mit Kunden und potenziellen Kunden eingegrenzt.

Die Gesellschaft ist im Rahmen ihrer gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Währungs-, Zins- und Preisrisiken ausgesetzt. In den Fällen, in denen eine Absicherung gegen diese Risiken beabsichtigt ist, werden derivative Finanzinstrumente eingesetzt, insbesondere Devisenterminkontrakte und Zinsswaps. Derivate werden nur dann eingesetzt, wenn sie durch Positionen aus operativen Geschäften begründet sind. Zwischen dem Grundgeschäft und dem jeweiligen Derivat bestehen grundsätzlich Sicherungsbeziehungen.

Die Unternehmensgruppe betreibt ein konsequentes, effizientes Mahnwesen; Forderungsausfälle sind sehr gering. Unser Kundenstamm begleicht Verbindlichkeiten innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen. Mit einem Großteil der Kunden arbeiten wir seit längerer Zeit zusammen.

Risiken, welche den Fortbestand der Firmengruppe oder einzelner Unternehmensbereiche gefährden könnten, sind aus derzeitiger Sicht nicht erkennbar.

D. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den Finanzinstrumenten zählen Finanzanlagen, Forderungen, Wertpapiere des Umlaufvermögens, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Unsere Risikopolitik bezüglich der Finanzpositionen ist konservativ. Das Finanz- und Risikomanagement ist auf die Sicherstellung des Unternehmenserfolges gegen finanzielle Risiken jeglicher Art ausgerichtet.

Die kurzfristige Finanzierung ist über Eigenmittel, Kreditlinien und Lieferantenkredite gesichert.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügen wir über ein adäquates Debitorenmanagement. Zusätzlich werden zur Minimierung von Ausfallrisiken Teile der Forderungen im Rahmen eines echten Factorings verkauft.

E. Prognose- und Chancenbericht

Weiterer BIP-Anstieg mit mittelfristig überproportionalem E-Commerce-Wachstum

Nach der starken wirtschaftlichen Erholung im Berichtsjahr wurde vor Ausbruch des Krieges in der Ukraine für 2022 eine Fortsetzung des weltweiten Wachstums erwartet. Wie es sich bereits im zweiten Halbjahr 2021 angedeutet hat, würde sich das BIP-Wachstum jedoch auf gut 4 % verlangsamen, sofern die Weltwirtschaft nicht nur vorübergehend von den internationalen Handelssanktionen, der Ukraine-Krise, der Verknappung von internationalen Transportkapazitäten und den Verteuerungen von Energie sowie Rohstoffen getroffen wird. Sollten die momentanen erratischen Ausschläge an den Energie- und Rohstoffmärkten anhalten und Handelssanktionen etabliert werden, so wird es schwierig vorherzusagen, wie sich die Weltwirtschaft im Jahre 2022 entwickeln wird.

Experten rechneten vor Ausbruch der Ukraine-Krise für die wichtigsten Länder und Regionen mit folgenden BIP-Wachstumswerten im Jahr 2022: Die chinesische Wirtschaft sollte nach ihrer Aufholjagd im Jahr 2021 ein für chinesische Verhältnisse moderates Wachstum von +5,3% aufweisen, die USA auch fiskalisch bedingt nochmals ein deutlich über langfristigem Trend liegendes Plus von +3,7 % generieren, und Japan sollte eine Zunahme der Wirtschaftsleistung in Höhe von +2,9 % erreichen 7 . Es bleibt abzuwarten, wie der aktuelle Ausbruch der Corona-Pandemie in China, der in Shanghai bereits zu einem kompletten Lockdown geführt hat, sich auf das Wachstum der chinesischen Wirtschaft in 2022 auswirken wird. Darüber hinaus lässt sich derzeit nicht klar absehen, wie lange die Ukraine-Krise uns noch in Atem hält, und wie lange die verhängten Handelssanktionen sowie die hierdurch forcierte, zunehmende Inflation anhalten werden. Die aktuellen Geschehnisse machen eine präzise Prognose der wirtschaftlichen Entwicklung in den einzelnen Regionen sehr schwierig.

Für den Euroraum rechneten Experten für das Jahr 2022 vor Ausbruch der Ukraine-Krise mit einer Zunahme der Wirtschaftsleistung um +3,7 %. Das für die deutsche Wirtschaft jüngst prognostizierte Wachstum schwankt zwischen +3,4% und 4,6%, je nachdem, welche Quelle zu Rate gezogen wird 8 . Aber auch diese Prognosen erfolgten zu einer Zeit, zu welcher der zivilisierte Teil der Menschheit nicht mit dem Überfall des russischen Regimes auf den souveränen Staat Ukraine gerechnet hat.

Nach Ausbruch des Ukraine-Krieges hat das Institut für Weltwirtschaft (IfW) die Wachstumsprognose für die Bundesrepublik nahezu halbiert. Gemäß der aktuellen Prognose wird das Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2022 voraussichtlich nur noch um +2,1 % ansteigen 9 . Im Dezember waren die Experten noch von +4,0 Prozent ausgegangen. Der russische Angriff bedeute einen "heftigen Gegenwind".

7 Quelle: IHS Markit Ltd., London
8 Quellen: Internationaler Währungsfonds (IWF), Sachverständigenrat zur Begutachtung zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung: Einschätzung vom November 2021, IfW sowie IHS Markit Ltd., London
9 Quelle: IfW Frühjahrsprognose vom 17.03.2022

Die Lage auf den Arbeitsmärkten ist in Europa vielerorts günstig. Sofern Inflations- und Kriegsrisiken nicht nachhaltig die wirtschaftliche Stimmung eintrüben, so sollte sich diese Situation an den Arbeitsmärkten auch nicht verschlechtern.

Corona-Pandemie

Zu Jahresbeginn 2022 hat sich die Pandemie-Lage angesichts der Omikron-Welle kaum verändert: Die Probleme bei internationalen Lieferketten halten an, nicht zuletzt, weil der Lockdown in Teilen Chinas, die durch Isolation oder Quarantäne bedingten Arbeitsausfälle vorerst noch die Produktion und den Handel hemmen. Diese Lieferengpässe werden im weiteren Laufe des Jahres nur schrittweise nachlassen. Im Sommer wird- bei annahmegemäß abebbenden Einschränkungen durch die Pandemie - eine Erholung einsetzen, soweit dies nicht durch die negativen Auswirkungen des Ukraine-Krieges konterkariert wird.

Pandemie verstärkt Trend zum Online-Shopping

Ein nachhaltiger weltweiter Wachstumstreiber im Geschäft mit Privatkunden (B2C) wird weiterhin der strukturelle Wandel im Konsumverhalten hin zu E-Commerce sein. Die Verschiebung vom stationären zum digitalen Einkauf hat sich mittlerweile für viele Arten von Gütern etabliert. Weitere Warengruppen und Käufer verschiedener Altersgruppen sind in der Pandemie hinzugekommen. Nach einer Phase der Wachstumsnormalisierung erwarten wir mittelfristig weiteres, durch E-Commerce getriebenes Wachstum im B2C-Geschäft.

Störungen der internationalen Lieferketten

In der Automobilindustrie bleibt abzuwarten, wie lange die Lieferkettenprobleme, insbesondere die mangelhafte Verfügbarkeit von Halbleitern, und die das Wachstum behindernden begrenzten Transportkapazitäten insbesondere im Leistungsaustausch zwischen Europa und Asien anhalten werden. Zweifellos werden diese Herausforderungen weite Teile des Jahres 2022 erfassen. Darüber hinaus besteht die Unsicherheit, wie die Ausgrenzung der Länder Russland und Ukraine aus der Wirtschaftsgemeinschaft, sei es durch Zerstörung der ukrainischen Industrie oder infolge der Handelssanktionen gegenüber Russland, die Automobilindustrie beeinträchtigen werden. Zwar hat der russische Absatzmarkt keine große Relevanz für deutsche Automobilhersteller und -zulieferer. Doch könnten Automobilhersteller von illegalen Enteignungen in Russland, und daraus resultierenden großen Wertberichtigungen betroffen werden.

Allgemeines Konsumverhalten

Der Fortgang des Ukraine-Krieges in den kommenden Wochen wird den Weg vorzeichnen, inwieweit die allgemeine Konsumneigung für Spielwaren und Modeartikel eingetrübt wird. Sofern die Experten vom IfW die wirtschaftliche Situation korrekt einschätzen, so wird es auch zu einer Zurückhaltung im Kaufverhalten und zu einer Halbierung der Wachstumsprognosen führen 10 .

10 Quelle: IfW-Frühjahrsprognose vom 17.03.2022

Trotz dieser großen Unsicherheiten planen wir für das Jahr 2022 beim Konzernumsatz eine Steigerung um gut +8%. Das Konzernjahresergebnis soll den Wert für das Jahr 2021 auch deutlich überschreiten.

Für das Jahr 2022 werden Investitionen in Höhe von rd. EUR 6,2 Mio. eingeplant, die das weitere Wachstum der Unternehmensgruppe ermöglichen.

 

Giengen/Brenz, den 05. April 2022

Steiff Beteiligungsgesellschaft mbH

Die Geschäftsführung

Bestätigungsvermerk

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Steiff Beteiligungsgesellschaft mbH, Giengen/Brenz

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Steiff Beteiligungsgesellschaft mbH, Giengen/Brenz, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzern-Kapitalflussrechnung und dem Konzerneigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Steiff Beteiligungsgesellschaft mbH für das Geschäftsjahr 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2021 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt.

Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Beirats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Der Beirat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Konzernabschlusses.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende, geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Reutlingen, den 5. April 2022

ba audit gmbh
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Zweigniederlassung Reutlingen

Marion Moser, Wirtschaftsprüferin

Harald Aigner, Wirtschaftsprüfer

GESELLSCHAFTERBESCHLUSS

der Margarete Steiff GmbH mit dem Sitz in Giengen/Brenz

An der Firma Margarete Steiff GmbH ist die Firma Steiff Beteiligungsgesellschaft mbH mit dem Sitz in Giengen/Brenz mit Geschäftsanteilen von nominal € 10.000.000,00 beteiligt.

Es ist demzufolge das gesamte Stammkapital der Gesellschaft von € 10.000.000,00 vertreten.

Unter Verzicht auf die Einhaltung aller für die Einberufung einer Gesellschafterversammlung vorgeschriebenen Formen und Fristen fasst die Alleingesellschafterin, die Steiff Beteiligungsgesellschaft mbH, vertreten durch Herrn Dr. Ralf Holz, folgenden Beschluss:

Die Alleingesellschafterin stimmt zu, dass die durch § 264 Abs. 3 HGB gewährten Erleichterungen für die Aufstellung und Offenlegung von Jahresabschluss und Lagebericht von der Gesellschaft für das Jahr 2021 in Anspruch genommen werden.

Es besteht ein Ergebnisabführungsvertrag.

 

Giengen/Brenz, den 16. Mai 2022

GESELLSCHAFTERBESCHLUSS

der Steiff Retail GmbH mit dem Sitz in Giengen/Brenz

An der Firma Steiff Retail GmbH ist die Firma Margarete Steiff GmbH mit dem Sitz in Giengen/Brenz mit Geschäftsanteilen von nominal € 200.000,00 beteiligt.

Es ist demzufolge das gesamte Stammkapital der Gesellschaft von € 200.000,00 vertreten.

Unter Verzicht auf die Einhaltung aller für die Einberufung einer Gesellschafterversammlung vorgeschriebenen Formen und Fristen fasst die Alleingesellschafterin, die Margarete Steiff GmbH, vertreten durch Herrn Dirk Petermann, folgenden Beschluss:

Der Alleingesellschafter stimmt zu, dass die durch § 264 Abs. 3 HGB gewährten Erleichterungen für die Aufstellung und Offenlegung von Jahresabschluss und Lagebericht von der Gesellschaft für das Jahr 2021 in Anspruch genommen werden.

Es besteht ein Ergebnisabführungsvertrag.

 

Giengen/Brenz, den 16. Mai 2022

GESELLSCHAFTERBESCHLUSS

der Steiff Manufaktur GmbH mit dem Sitz in Giengen/Brenz

An der Firma Steiff Manufaktur GmbH ist die Firma Margarete Steiff GmbH mit dem Sitz in Giengen/Brenz mit Geschäftsanteilen von nominal € 25.000,00 beteiligt.

Es ist demzufolge das gesamte Stammkapital der Gesellschaft von € 25.000,00 vertreten.

Unter Verzicht auf die Einhaltung aller für die Einberufung einer Gesellschafterversammlung vorgeschriebenen Formen und Fristen fasst die Alleingesellschafterin, die Margarete Steiff GmbH, vertreten durch Herrn Dirk Petermann, folgenden Beschluss:

Der Alleingesellschafter stimmt zu, dass die durch § 264 Abs. 3 HGB gewährten Erleichterungen für die Aufstellung und Offenlegung von Jahresabschluss und Lagebericht von der Gesellschaft für das Jahr 2021 in Anspruch genommen werden.

Es besteht ein Ergebnisabführungsvertrag.

 

Giengen/Brenz, den 16. Mai 2022

GESELLSCHAFTERBESCHLUSS

der AIGO-TEC GmbH mit dem Sitz in Giengen/Brenz

An der Firma AIGO-TEC GmbH ist die Firma Steiff Beteiligungsgesellschaft mbH mit dem Sitz in Giengen/Brenz mit Geschäftsanteilen von nominal € 8.000.000,00 beteiligt.

Es ist demzufolge das gesamte Stammkapital der Gesellschaft von € 8.000.000,00 vertreten.

Unter Verzicht auf die Einhaltung aller für die Einberufung einer Gesellschafterversammlung vorgeschriebenen Formen und Fristen fasst die Alleingesellschafterin, die Steiff Beteiligungsgesellschaft mbH, vertreten durch Herrn Dr. Ralf Holz, folgenden Beschluss:

Die Alleingesellschafterin stimmt zu, dass die durch § 264 Abs. 3 HGB gewährten Erleichterungen für die Aufstellung und Offenlegung von Jahresabschluss und Lagebericht von der Gesellschaft für das Jahr 2021 in Anspruch genommen werden.

Es besteht ein Ergebnisabführungsvertrag.

 

Giengen/Brenz, den 16. Mai 2022

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