Heldbergs Beteiligungs-GmbH
August-Grosch-Straße 28, 96476 Bad Rodach, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Volker Habermaass seit 9.1.2019 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Habermaass Family GmbHBad RodachKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 20201. Grundlagen des Unternehmens 1.1 Geschäftsmodell Der Habermaass-Konzern besteht aus mehreren inländischen wie auch ausländischen Produktions- und Vertriebsgesellschaften. Die Habermaass Family GmbH als Obergesellschaft des Habermaass-Konzerns, im Folgenden kurz HABA-Gruppe oder HABA FAMILYGROUP genannt, ist seit über 80 Jahren in Familienbesitz. Die HABA FAMILYGROUP ist vorwiegend in den Bereichen Produktion von Möbeln und Spielwaren am Standort Bad Rodach wie auch im Handel mit Mode und allerlei Praktischem für Kinder und deren Familien und im Bereich der Möblierung und Ausstattung von sozialen Einrichtungen, wie etwa Krippen, Kindergärten, Horte, Schulen und Heimen tätig. Unter dem Dach der Habermaass Family GmbH waren bis Ende 2019 die zentralen Funktionsbereiche Produktion, Einkauf, Logistik, IT, Personal, Business Development, Controlling und Finanzen/Zoll angesiedelt. Zudem war die Habermaass Family GmbH bis Ende 2019 als Vertriebsgesellschaft unter der Marke HABA tätig. Beginnend mit dem 1. Oktober 2019 wurde die Unternehmensgruppe organisatorisch und damit auch rechtlich umstrukturiert. Die bisher weitgehend bestehende Sparten- und Geschäftsbereichsorganisation wurde funktional marken- und produktübergreifend umgebaut. In diesem Zusammenhang wurden unter der neu gegründeten HABA Sales GmbH & Co. KG alle Marken, Produkte und der Vertrieb zusammengeführt (ab 1.10.2019: "Wehrfritz, Jako-o, FiT-Z, Qièro!, ab 1.1.2020: HABA). Mit Wirkung zum 1. Januar 2020 wurden die strategischen Funktionen des operativen Geschäfts und die gruppenweiten Servicefunktionen (Controlling/Finanzen, IT, Personal, Business Development, Unternehmenskommunikation, Recht, strategisches Qualitätsmanagement, Prozess- und Projektmanagement) und Beteiligungen auf die HABA Group B.V. & Co. KG, Bad Rodach, übertragen. Ebenfalls zum 1. Januar 2020 wurden die Funktionen Produktion, Logistik, Einkauf, operative Qualitätskontrolle und Facility Management auf die HABA Supply Chain GmbH & Co. KG, Bad Rodach, ausgegliedert. Die Auslandsbeteiligungen wurden im Rahmen der Neustrukturierung unter der HABA International GmbH gebündelt. Nach den Umstrukturierungsvorgängen verbleibt bei der Habermaass Family GmbH der Funktionsbereich "Family Office". Daneben werden Markenrechte sowie Beteiligungen an der Wehrfritz GmbH, der Heldbergs GmbH & Co. KG, der HABA Group B.V. & Co. KG und der HABA Management B.V. gehalten. Ab dem Geschäftsjahr 2020 übt die Habermaass Family GmbH daher im Wesentlichen die Finanzierungsfunktion für die Tochtergesellschaften aus. Daneben werden Markenrechte lizensiert. In geringem Umfang werden zentrale Dienstleistungen für die Firmengruppe erbracht. Die Marke HABA ist für Baby- und Kinderspielzeug sowie Kinderspiele mit pädagogischem Anspruch und für Möbel bekannt. Der Vertrieb läuft über den klassischen Spielwarenfachhandel, Großhändler und vermehrt über Online-Anbieter wie Amazon, mytoys.de und unserem Webshop. Zusätzlich werden Möbel über Unternehmen der Firmenfamilie vertrieben. Der Vertrieb der Produkte erfolgt weltweit, wobei der Großteil der Umsätze im Inland getätigt wird. Der Name Wehrfritz steht für den Komplettausstatter für Krippen, Kindergärten, Kitas und soziale Einrichtungen. Die Marke Jako-o steht für Mode und ausgewählte Kindersachen für Babys und Kinder von 0 bis 10 Jahren. Hierzu zählen insbesondere Baby- und Kindermode, Spielzeug, Praktisches für den Familienalltag, hochwertige Mitwachs-Möbel und Bastelideen. Fit-z als weitere eigenständige Marke richtet sich an Familien mit Kindern und Teenagern mit Kleidung ab Größe 128. Qiéro! steht für Mode, Lifestyle, Nützliches & Nettes für die Frau. Von diesem Bereich wird man sich in 2021 trennen, um sich stärker auf die Kernbereiche Kinder und Familie zu fokussieren. Die Marke Qiéro! wird deshalb in 2021 eingestellt.Vom Bereich Damen-Mode wird man sich in 2021 trennen, um sich stärker auf die Kernbereiche Kinder und Familie zu fokussieren. Die Marke Qiéro! wird deshalb in 2021 eingestellt. Über unsere Tochtergesellschaft HABA Project GmbH bieten wir ein umfangreiches Sortiment an, welches auf die Bildungs- und Orientierungspläne für Schulen abgestimmt ist. Über die Heldbergs GmbH & Co. KG vertreiben wir Textilien-, Outdoor-, Geschenke- und Lifestyleprodukte für Männer. Unser Auslandsgeschäft in USA, Frankreich und Polen betreiben wir über drei Vertriebsgesellschaften, die Habermaass Corp., USA, Haba S.a.r.L, Frankreich und die HABA Sp.z.o.o., Polen. Der Einkauf im asiatischen Raum wird über die HABA Asia Ltd., Hongkong, koordiniert und abgewickelt. Die HABA Asia Ltd. erbringt zudem Dienstleistungen in Form von Qualitätsaudits der ostasiatischen Hersteller sowie deren Betreuung und die Überwachung der Stofflieferanten und deren Lagerhaltung. In der Gesellschaft in China, die Zhongshan Haba Toys Production and Trading Co., Ltd., erfolgen zeit- und personalintensive Arbeitsschritte für unsere Produkte. Die Fox & Sheep GmbH entwickelt Spiele-Apps für Kinder. Die Anteile an der Fox & Sheep GmbH wurden im März 2020 veräußert. Um den digitalen Bereich innerhalb der HABA-Firmengruppe zu stärken, wurde die Beteiligung an der HABA Digital GmbH, Berlin, im Jahr 2020 auf 100% aufgestockt. Über die HABA Digital GmbH sollen Kinder an die digitale Welt herangeführt werden. Mit rund 37% bestand eine Beteiligung an der Gesellschaft für digitale Bildung mbH, im Folgenden kurz GfdB genannt. Die (nicht konsolidierten) Anteile wurden im Geschäftsjahr 2020 veräußert. Darüber hinaus besteht eine Beteiligung an der Kidtellect Inc., USA in Höhe von 35,6%. Diese beiden Beteiligungen sind nicht konsolidiert. 1.2 Ziele und Strategien Das Kaufverhalten wird digitaler, die Märkte internationaler. Die HABA FAMILYGROUP verfolgt deshalb klar definierte Zukunftsziele; der Fokus liegt auf nachhaltigem Wachstum in den nächsten Jahren. Für das Jahr 2025 wird die Umsatzmarke von 500 Mio. Euro angepeilt. Die HABA FAMILYGROUP sieht sich selbst führend im Angebot von Spiel- und Lernerfahrungen für Kinder. Die HABA FAMILYGROUP verfolgt bei ihrer Expansion einen durchdachten Mix aus analog und digital und will damit ihre Position auch international stärken und ausbauen. Es sollen das E-Commerce-Geschäft ausgeweitet, neue Vertriebswege erschlossen und somit die Präsenz im europäischen Markt sowie in Nordamerika und China deutlich erhöht werden. Gleichzeitig will das Familienunternehmen seinen Wurzeln in Bad Rodach treu bleiben und auch auf dem Heimatmarkt Deutschland in zusätzliche Arbeitsplätze investieren: So werden die E-Commerce-Aktivitäten zukünftig vom neuen Hauptstadtbüro in Berlin aus gesteuert und auch in Bad Rodach sollen weiterhin Arbeitsplätze geschaffen werden. 1.3 Steuerungssysteme Unser unternehmerisches Handeln ist auf profitables Wachstum ausgerichtet. Auf operativer Ebene bilden Umsatz- und Ergebnisgrößen die maßgeblichen wirtschaftlichen Steuerungsgrößen. Das Wachstum messen wir anhand der Umsatzveränderung unseres Unternehmens und seiner einzelnen Geschäftsbereiche. Unsere Profitabilität beurteilen wir in erster Linie anhand des Betriebsergebnisses, welches vor Zinsen, Steuern sowie außerordentlichen und neutralen Effekten ermittelt wird. 1.4 Produktentwicklung und Design Unsere Gesellschaften unternehmen im betriebsüblichen Umfang Entwicklungen zur Verbesserung vorhandener Produkte sowie Neueinführungen. Ziel ist die Entwicklung von Produkten, die sich sowohl über ihre Funktionalität wie auch ihr Design und optisches Erscheinungsbild von anderen Produkten hervorheben. 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Gesamtwirtschaftliche Situation Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland wurde im Jahr 2020 von der Corona-Pandemie geprägt. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Corona-Krisenjahr 2020 nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 5,0 % niedriger als im Vorjahr. Die deutsche Wirtschaft ist damit nach einer zehnjährigen Wachstumsphase wieder in eine tiefe Rezession gerutscht. Die Corona-Krise hat sowohl das produzierende Gewerbe (ohne Bau) mit einem Rückgang von 9,7 % als auch die Dienstleistungsbereiche (-0,5 % bis -11,3 %) hart getroffen - nur das Baugewerbe legte trotz Krise um 1,4 % zu. Den massiven Nachfragerückgängen wirkten nur Zuwächse bei den staatlichen Konsumausgaben und den Bauinvestitionen entgegen. Einzelhandel Der deutsche Einzelhandel (ohne Kfz-Handel) setzte 2020 preisbereinigt zwischen 3,9 % und 4,3 % mehr um als 2019. (Quelle:https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2021/01/PD21_002_45212.html) "Im Jahr 2020 ist der Umsatz im Onlinehandel erheblich gewachsen. Nach aktuellen Hochrechnungen beträgt das Wachstum rund +21 Prozent im Vergleich zu 2019. Das bedeutet einen Zuwachs von mehr als 12 Mrd. Euro auf ein Umsatzvolumen von 71,5 Mrd. Euro (netto). Die Corona-Pandemie hat das Onlinewachstum enorm beschleunigt. Inwieweit diese extreme Dynamik anhält, hängt stark vom weiteren Pandemieverlauf ab - somit ist mindestens in der ersten Jahreshälfte mit anhaltender Dynamik zu rechnen." (Quelle:https://einzelhandel.de/images/E-Commerce/Online_Monitor/20210122_HDE_IFH_OnlineNews_Januar_2021.pdf) Spielwarenmarkt Nach Mitteilung des Deutschen Verband der Spielwarenindustrie (DVSI) sei der Umsatz mit Spielwaren im Jahr 2020 um 9% gestiegen. In Zeiten von Corona mit zwei Lockdowns und eingeschränkten Freizeitaktivitäten hätten sich Spielen und Spielwaren als essentiell erwiesen und halfen vielen Familien dabei, mit Homeoffice-Exil und flächendeckenden Schließungen von Kitas und Schulen im Alltag besser klar zu kommen und dem Lagerkoller zu entgehen. Vor allem Gesellschaftsspiele, Puzzle und Produkte für kreatives Gestalten hätten in den letzten 12 Monaten einen wahren Boom erlebt (vgl. https://www.dvsi.de/press/spielwaren-zu-ostern/). Wegen der coronabedingten Geschäftsschließungen der stationären Fachhändler hätten lt. Pressemitteilung des BVS vom 24.11.2020 vor allem Unternehmen mit Online-Shop, Lebensmittelhändler und Verbrauchermärkte profitiert. Der Online-Anteil am Gesamtmarkt der Spielwaren sei durch Corona sprunghaft gestiegen. Auch nach Beendigung der Geschäftsschließungen haben viele Kunden ihr Einkaufsverhalten der Situation in den öffentlichen Verkehrsmitteln und Innenstädten sowie dem eigenen Sicherheitsempfinden angepasst. Entsprechend weiteten stationäre Händler ihren Verkauf über Online-Kanäle aus. Möbel Die deutsche Möbelindustrie hat lt. Pressemitteilung des Verbands der deutschen Möbelindustrie (VDM) im Jahr 2020 3,7 % weniger umgesetzt und sei vergleichsweise robust durch die Corona-Krise gekommen (Quelle: https://www.moebelindustrie.de/presse/3315/umsatz-der-deutschen-moebelindustrie-sinkt-2020-um-3-7-prozent.html). Vorschulischer Bereich Eine qualitativ hochwertige Kindertagesbetreuung eröffnet allen Kindern gleiche Bildungschancen. Deshalb fördert das Bundesfamilienministerium mit mehreren Bundesprogrammen den quantitativen und qualitativen Ausbau der Kindertagesbetreuung. Die Bundesregierung investiert weiterhin in den Ausbau der Kindertagesbetreuung. Das Bundeskabinett hat am 17. Juni 2020 im Rahmen des Konjunkturpaketes beschlossen, zusätzlich eine Milliarde Euro für die Jahre 2020 und 2021 bereitzustellen. (Quelle:https://www.bmfsfj.de/bmfsfj/aktuelles/alle-meldungen/mehr-geld-fuer-die-kindertagesbetreuung-156678) Vor diesem Hintergrund sehen wir für uns und speziell für Wehrfritz in den nächsten Jahren gute Chancen, an den staatlichen und kommunalen Ausgaben für die Kinderbetreuung in entsprechendem Ausmaß partizipieren können. E-Commerce / Modebereich Der Beitrag des E-Commerce zur Versorgung der Bevölkerung hat sich im Jahr 2020 im Zeichen der Corona-Pandemie deutlich verstärkt. Mehr als jeder achte Euro der Haushaltsausgaben für Waren wurde im E-Commerce ausgegeben. Der Brutto-Umsatz mit Waren im E-Commerce ist im vergangenen Jahr von 72,6 Mrd. Euro auf 83,3 Mrd. Euro gestiegen. Das ist trotz Stagnation im ersten Quartal ein Plus von 14,6 Prozent gegenüber 2019 und damit 3,3 Prozentpunkte über dem Wachstumsschnitt der drei vorangegangenen Jahre von 11,3 Prozent. Besonders dynamisch entwickelten sich dabei die Waren des täglichen Bedarfs, insbesondere Lebensmittel und Drogeriewaren, aber auch Medikamente Die Daten der größten E-Commerce-Verbraucherstudie Deutschlands im Auftrag des Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V. (bevh) zeigen, dass E-Commerce inzwischen in der Mitte der Gesellschaft verankert ist. Fast jeder dritte Onlinekäufer im Jahr 2020 war älter als 60 Jahre. Vor Jahresfrist lag der Umsatzanteil der Kundinnen und Kunden in dieser Altersgruppe noch unter einem Viertel. Vier von zehn Onlinekundinnen und -kunden kaufen inzwischen mehr als einmal pro Woche im Distanzhandel. Fast drei von vier Onlinekäufern gaben an, künftig mehr oder genauso viel im Internet bestellen zu wollen - vor einem Jahr äußerte nur gut jeder zweite Kunde diese Absicht (Quelle:https://www.bevh.org/presse/pressemitteilungen/details/e-commerce-beschleunigt-wachstum-deutlich-auf-mehr-als-83-mrd-euro-warenumsatz-in-2020-bevh-forde.html) 2.2 Geschäftsverlauf Der Geschäftsverlauf der HABA FAMILYGROUP im Geschäftsjahr 2020 wurde von der Corona-Pandemie durch Geschäftsschließungen des Spielwaren-Fachhandels, durch Schließungen eigener Filialen sowie der eingeschränkten Erreichbarkeit der Kaufentscheider für Schulen und Kindergärten negativ beeinträchtigt. Positiv entwickelten sich hingegen die Online-Bereiche. Insgesamt ist für das Geschäftsjahr 2020 ein Umsatzrückgang von T€ 5.944 bzw. 1,6% zu verzeichnen. Die Spiel- und Hartwarenumsätze konnten annähernd auf Vorjahresniveau gehalten werden. Die Möbelumsätze waren hingegen wegen der coronabedingten Behinderungen im Schul- und Kindergartenbereich um 7,1 % rückläufig. Der Bereich Mode konnte trotz Filialschließungen aufgrund steigender Online-Erlöse um 1,2 % gesteigert werden. Wegen der Entkonsolidierung der Beteiligung Fox & Sheep (Februar 2020) und der teilweisen Schließung der Digitalwerkstätten waren die Umsätze mit digitalen Produkten um 57,5% rückläufig. Positiv entwickelten sich die Umsätze sowohl bei unserer US-amerikanischen Gesellschaft (+37,5%) wie auch bei unserer polnischen Tochtergesellschaft. Ebenfalls erfreulich entwickelten sich die Erlöse unserer Tochtergesellschaft in Hong Kong, während die Umsätze in China ebenso rückläufig waren wie bei unseren Töchtern in Frankreich und Indien. 2.3 Lage 2.3.1 Ertragslage Während die Umsatzerlöse laut Gewinn- und Verlustrechnung um T€ 5.944 bzw. 1,6% gegenüber Vorjahr gesunken sind, konnte das Jahresergebnis mit einem Zuwachs von T€ 5.954 auf T€ 6.618 ausgeweitet werden. Allein die verbesserte Materialeinsatzquote mit 37,9% (Vj.: 39,6%), wodurch der Rohertrag bei Einbeziehung der aktivierten Eigenleistungen und der Bestandsveränderung in die Gesamtleistung um T€ 5.067 auf 62,1% (Vj.: 60,4%) der Gesamtleistung angestiegen ist, konnte den Umsatzverlust mehr als ausglichen. In Summe resultiert hieraus eine Rohertragsverbesserung um T€ 3.290 bzw. 1,5%. Im Bereich der sonstigen betrieblichen Erträge haben sich insbesondere aufgrund von Zuschüssen und Anpassungen von Rückstellungen Mehrerträge von T€ 1.080 ergeben. Der Personalaufwand war insbesondere aufgrund von Filialschließungen wegen gesunkener Mitarbeiterzahlen, gesunkener Reorganisationsaufwendungen und wegen Kurzarbeit um T€ 2.750 bzw. 3,8% auf € 97,0 Mio. abbaubar. Das Abschreibungsvolumen im Bereich der immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen liegt wegen geringerer Software- und Firmenwertabschreibungen mit T€ 7.184 um T€ 2.428 unter Vorjahr. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um T€ 1.000 bzw. 0,9% angewachsen. Den größten Anteil an der Steigerung nehmen hierbei die Währungskursverluste mit einem Mehrbetrag von rd. Euro 6,7 Mio. ein. Rückläufig waren hingegen die Verluste aus Anlageabgängen (Euro -2,2 Mio.), die im Vorjahr allein durch außerordentliche Aufwendungen aus Projektstopps (Euro 3,4 Mio.) beeinflusst waren, und im laufenden Jahr im Wesentlichen auf den Abgang einer nicht konsolidierten Beteiligung entfallen. Bei den Werbe- und Reisekosten waren u.a. wegen Corona überproportionale Einsparungen von rd. € 6,9 Mio. bzw. 17,4 % realisierbar. Ebenfalls rückläufig und zwar mit € 1,4 Mio. bzw. 4,4 % waren die Vertriebskosten. Hier machten sich geringere Montagevergütungen wegen der rückläufigen Möbelumsätze bemerkbar. Bei den sonstigen Gemeinkosten (Beratung, externe Dienstleistungen etc.) setzte sich der Trend der Vorjahre mit einem weiteren Anstieg um Euro 4,1 Mio. in verstärktem Umfang fort. Die restlichen Veränderungen der sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Wesentlichen auf die Umsatzsteigerung bei HABA, USA, zurückzuführen. Insgesamt hat sich das Ergebnis vor Steuern und Finanzaufwendungen und -erträgen (EBIT) aufgrund der Rohertragsverbesserung und der Kosteneinsparungen um T€ 8.561 auf T€ 10.736 deutlich verbessert. Das Finanzergebnis fiel aufgrund niedrigerer Erträge aus Wertpapieren und Zinsen (T€ -2.218) bei gleichzeitig rückläufigen Zinsaufwendungen (T€ +196) sowie Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere des Umlaufvermögens (T€ +855) um T€ -1.167 auf T€ -280 zurück. Die Ertragssteuerbelastung fiel ergebnisbedingt um T€ 1.440 höher aus, während die sonstigen Steuern nahezu auf Vorjahresniveau (T€ -13) verharrten. In Summe resultiert hieraus ein Jahresüberschuss von € 6.618.157, der um € 5.953.665 über Vorjahr liegt. 2.3.2 Finanzlage Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit lag mit T€ 34.097 aufgrund des gestiegenen Konzernjahresüberschusses und wegen der geringeren Mittelbindung im Umlaufvermögen bei geringeren Zu-/Abschreibungen um T€ 11.849 über Vorjahr. Die Mittelabflüsse aus der Investitions- (T€ 44.747) und Finanzierungstätigkeit (T€ 4.569) in Höhe von insgesamt T€ 49.315, wovon der Großteil für Wertpapieranlagen (T€ 32.727) und Dividenden (T€ 3.000) verwendet wurde, konnten nur zu einem Teil durch den Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit finanziert werden. Der Rest musste dem Finanzmittelbestand entnommen werden, sodass dieser um T€ 15.577 auf T€ 171.424 sank. Liquidität ist dennoch in ausreichendem Umfang vorhanden. 2.3.2.1 Kapitalstruktur Die Kapitalstruktur ist weiterhin sehr positiv und hat sich gegenüber dem Vorjahr ergebnisbedingt trotz der erfolgten Ausschüttung verbessert. Das Fremdkapital wurde insgesamt um € 1,1 Mio. zurückgeführt, wenngleich die Pensionsrückstellungen rechnungsbedingt um T€ 1.189 anzogen. Die wirtschaftliche Eigenkapitalquote (unter Einrechnung von Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern, Eigenkapitalanteil des Sonderpostens und Konsolidierungsausgleichsposten) wurde trotz der Bilanzsummenerhöhung von 82,7 % im Vorjahr auf 83,1 % im Berichtsjahr leicht ausgebaut. Sowohl Anlagevermögen wie auch Vorräte sind weiterhin zu 100 % durch Eigenkapital gedeckt. 2.3.2.2 Investitionen Die Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände (T€ 7.313) sowie das Sachanlagevermögen (T€ 7.753) lagen mit T€ 15.066 deutlich über denen des Vorjahres (T€ 11.697) und auch über dem jährlichen Abschreibungsvolumen von T€ 7.184. Im Finanzanlagebereich war der Abgang einer nicht konsolidierten Beteiligung mit einem Nettobuchwert von € 2,5 Mio. zu verzeichnen. Die Investitionen bei den Sachanlagen und immateriellen Vermögensgegenständen werden dominiert von der Investition von rd. Euro 6,8 Mio. in die noch nicht abgeschlossene Einführung der ERP Software SAP. 2.3.2.3 Liquidität Die Liquiditätslage des Konzerns kann im Berichtsjahr bei liquiden Mitteln von € 171,4 Mio. und Wertpapieren von € 79,4 Mio. als sehr gut bezeichnet werden. Finanzielle Engpässe sind derzeit nicht zu erwarten, konkrete Finanzierungsrisiken sind nicht erkennbar. 2.3.3 Vermögenslage Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr um T€ 2.023 auf T€ 402.142 erhöht. Während das Umlaufvermögen um T€ 2.531 auf T€ 336.128 abnahm, zog das Anlagevermögen wegen höherer Investitionen, die über den Abschreibungen lagen, um T€ 4.554 an. Die Mittelbindung in den Vorräten (T€ -10.148) sowie den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen (T€ -8.902) reduzierte sich deutlich. Gleichzeitig zog der Bestand an liquiden Mitteln einschließlich der Wertpapiere um T€ 16.514 auf T€ 250.784 deutlich an. Das Vermögen der HABA-Gruppe besteht zum Abschlussstichtag im Wesentlichen aus flüssigen Mitteln inkl. Wertpapieren (62,4%), Anlagevermögen inkl. Finanzanlagen (16,4%), Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen inkl. Rechnungsabgrenzungsposten (11,9%) und Vorräten (9,3%). Die Vermögens- und Kapitalstruktur zeigen die solide Struktur unserer Unternehmensfinanzierung. 2.4 Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren 2.4.1 Finanzielle Leistungsindikatoren Die HABA-Gruppe konnte im Geschäftsjahr 2020 den Finanzmittelbestand einschließlich der Wertpapiere um T€ 16.514 ausbauen. Das Betriebsergebnis in Prozent vom Umsatz, welches neutrale Aufwendungen und Erträge einschließlich Steuern und das Finanzergebnis nicht berücksichtigt, als maßgebliche Größe für die Beurteilung der wirtschaftlichen Rentabilität des Unternehmens, stieg wieder von 0,9% im Vorjahr auf 4,1% im Berichtsjahr. 2.4.2 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Im Folgenden gehen wir auf die für uns wichtigen nicht finanziellen Leistungsindikatoren ein. Mitarbeiter Der hohe Qualitätsanspruch der HABA FAMILYGROUP an seine Produktpalette ist aus unserer Sicht nur mit engagierten, qualifizierten und leistungsfähigen Mitarbeitern zu erreichen. Deshalb versuchen wir Trainings- und Entwicklungsmaßnahmen für Mitarbeiter und Führungskräfte darauf auszurichten, notwendige Kenntnisse zu vermitteln, erforderliche Fähigkeiten zu erwerben und bereits vorhandene Kompetenzen auszubauen. Dabei kommt es nach unserer Meinung vor allem darauf an, die persönlichen Ziele mit den Anforderungen unserer Unternehmensgruppe in Einklang zu bringen. Für die zukünftige Fachkräftesicherung ist es uns auch wichtig, junge Menschen für eine Ausbildung oder ein duales Studium in unserem Unternehmen zu begeistern. Vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels engagieren wir uns im Bereich der betrieblichen Ausbildung. Deshalb nehmen wir wenn möglich an Hochschul- und Firmenkontaktmessen teil. Nachhaltigkeit Als traditionsbewusstes Familienunternehmen ist unser Ziel ein langfristiges, nachhaltiges und ertragreiches Wachstum. Wir sind nach dem Umweltmanagementsystem DIN EN ISO 14001 zertifiziert. Auch nach dem Energiemanagementsystem DIN EN ISO 50001 haben wir uns zertifizieren lassen. 2.5 Gesamtaussage Die Umsätze haben sich, wie Lagebericht 2019 vorhergesagt, coronabedingt differenziert in den einzelnen Vertriebswegen entwickelt. In Summe ist das prognostizierte Umsatzminus und die Ergebnisverbesserung aufgrund der Kostenreduzierungen eingetreten. Unsere Vermögens- und Finanzlage schätzen wir aufgrund der in den letzten Jahren erwirtschafteten Ergebnisse und der Eigenkapitalquote weiterhin als gut ein. Die Entwicklung der Ertragslage hat sich im Berichtsjahr bezogen auf den Jahresüberschuss wieder deutlich verbessert und liegt annähernd an den gesteckten Zielgrößen. 3. Zweigniederlassungsbericht Die HABA-Gruppe unterhielt in 2020 keine Zweigniederlassungen. 4. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 4.1 Prognosebericht Die im Folgenden beschriebenen zukunftsgerichteten Aussagen und Informationen beruhen auf den heutigen Erwartungen und den Einschätzungen der Gesellschaft. Sie bergen daher eine Reihe von Risiken und Ungewissheiten. Viele Faktoren, von denen zahlreiche außerhalb unseres Einflussbereichs liegen, wirken sich auf die Geschäftsaktivitäten und deren Ergebnisse aus. Gesamtwirtschaft und Branche Der Sachverständigenrat führt in seiner Konjunkturprognose 2021 und 2022 vom 17. März 2021 aus, dass die Corona-Pandemie im Jahr 2020 massive Auswirkungen auf das wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben in Deutschland hatte und die konjunkturelle Entwicklung im Jahr 2021 weiterhin prägen wird. Mit einer BIP-Wachstumsrate von 0,3 % zum Vorquartal zeigte sich die Gesamtwirtschaft im vierten Quartal 2020 zwar robuster als erwartet. Jedoch lassen die Verschärfung und Verlängerung der Einschränkungen für das erste Quartal 2021 einen Rückgang erwarten, denn es fehlt Bruttowertschöpfung in den besonders vom Shutdown betroffenen Dienstleistungsbereichen. Der Sachverständigenrat erwartet für das Jahr 2021 in Deutschland ein Wachstum des BIP um 3,1 %. Die Erholung dürfte sich nach Einschätzung des Sachverständigenrats im Jahr 2022 fortsetzen und zu einem Anstieg der Wirtschaftsleistung von 4,0 % führen. Die Einschätzung des Sachverständigenrats wird sich auch auf unsere branchenspezifischen Kunden auswirken. Nach Ansicht des Sachverständigenrats berge der weitere Pandemieverlauf erhebliche Abwärtsrisiken für die weitere wirtschaftliche Entwicklung. Jedoch bestünden auch Chancen, die zu einer schnelleren Erholung führen könnten. Die aktuell zunehmende Ausbreitung besonders ansteckender Virusvarianten könnte mögliche Lockerungsschritte verzögern. So bestehe das Risiko einer deutlich schlechteren wirtschaftlichen Entwicklung, wenn es aufgrund erneut ansteigender Infektionszahlen zu weitreichenden Einschränkungen oder Schließungen käme, insbesondere in den Bereichen, die aktuell eine starke wirtschaftliche Aktivität aufweisen. Unternehmung Unter Berücksichtigung aller Faktoren gehen wir aufgrund der Entwicklungen der ersten Monate des Geschäftsjahres für die HABA FAMILYGROUP für 2021 von einer differenzierten Umsatzentwicklung in den einzelnen Geschäftsbereichen aus. Der Bereich Consumer, den wir vorwiegend Online bedienen, ist insbesondere mit den Frühjahrskollektionen von JAKO-O und FIT-Z sehr gut ins neue Jahr gestartet. Trotz des Lockdowns im Einzelhandel in den Monaten Januar und Februar und den erst ab Anfang März 2021 einsetzenden, schrittweisen Öffnungen blickt auch der Reseller-Bereich auf eine deutliche Umsatzausweitung. Insbesondere die großen Online-Händler haben sich im ersten Quartal stark eingedeckt, um der höheren Nachfrage gerecht zu werden. Der Bereich Professional weist im 1. Quartal trotz der anhaltenden Schließungen und Budget-Einschränkungen im Bereich Kindergarten und Krippe lediglich eine leicht rückläufige Umsatzentwicklung auf. Die weitere Umsatzentwicklung bleibt es abzuwarten. Hierbei ist zu berücksichtigen das der Bereich Qièro in Kürze eingestellt wird und in anderen Teilbereichen möglicherweise Vorholeffekte zu berücksichtigen sind. Auch zeichnen sich bereits in Teilbereichen der Weltwirtschaft coronabedingt Liefer- und Transportengpässe ab. Insgesamt wird deshalb davon ausgegangen, dass der teilweise Wegfall des Qièro-Umsatzes in 2021 noch nicht vollständig kompensiert werden kann, weshalb wir derzeit im Consumer-Bereich im Vergleich zum Vorjahr von sinkenden Umsätzen ausgehen. Bei den Umsätzen im Professional-Bereich gehen wir von Steigerungen im Vergleich zum rückläufigen Vorjahr aus. Insgesamt rechnen wir mit leicht rückläufigen Umsätzen. Für die gesamte Unternehmensgruppe erwarten wir für das Geschäftsjahr 2021 bei rückläufigen Erlösen und aufgrund der Personalkostensteigerungen, der laufenden Projekte und Werbemaßnahmen deutliche Kostenerhöhungen und damit ein Ergebnis deutlich unter Vorjahresniveau. Aufgrund der stabilen Eigenkapital- und Finanzsituation der HABA FAMILYGROUP werden auch unter Berücksichtigung der Corona-Pandemie keine wesentlichen negativen Auswirkungen erwartet. 4.2 Chancen- und Risikobericht Unternehmerisches Handeln vollzieht sich immer im Spannungsfeld zwischen Chancen und Risiken. Der verantwortungsvolle Umgang mit Risiken ist eine Grundvoraussetzung für nachhaltigen geschäftlichen Erfolg. Risiken können sich sowohl aus den internen Abläufen und Handlungen, aus dem operativen Geschäft und strategischen Entscheidungen ergeben. 4.2.1 Risikobericht Internes Kontrollsystem und Risikomanagement: Das interne Kontrollsystem hat die Aufgabe, die Einhaltung aller gesetzlichen Vorschriften, internen Regelungen und Anweisungen sicherzustellen und Schaden durch betrügerische Handlungen abzuwenden. Dazu sind die ablauforganisatorischen Regelungen, Anweisungen und Richtlinien systematisch niedergelegt. Ein Risikomanagementsystem hat die Aufgabe, operative Risiken frühzeitig zu erkennen, um durch geeignete Maßnahmen drohenden Schaden abzuwenden und eine Bestandsgefährdung auszuschließen. Basis unseres Risikomanagements sind die laufende Berichterstattung täglicher, wöchentlicher und monatlicher Kennzahlen sowie Abweichungsanalysen zu Plänen und Vergleichsperioden. Branchen- und konjunkturspezifische Risiken: Die Weltwirtschaft und damit auch die Unternehmen der HABA FAMILYGROUP sind derzeit von der seit Januar 2020 grassierenden Corona-Pandemie betroffen. Lieferketten sind unterbrochen, Geschäfte und Landesgrenzen waren und sind teilweise geschlossen. Wegen Geschäftsschließungen im Rahmen des Lockdowns und des zunehmenden Anteils von Online-Umsätzen besteht das Risiko, dass sich die Anzahl der Spielwaren-Fachhändlern in zunehmendem Maße vermindert. Dies schafft wiederum das Risiko von Abhängigkeiten von Großkunden gepaart mit Margenverlusten. Ebenso kann im Möbelgeschäft mit Kommunen und Kindergärten wegen der eingeschränkten Erreichbarkeiten, aber auch wegen möglicher Budgetkürzungen (geringere Steuereinnahmen, Mehrkosten Corona) das Risiko von Umsatzrückgängen nicht ausgeschlossen werden. Im Online-Geschäft zeichnet sich hingegen eine (Teil-) Kompensation der negativen Wirkungen in den übrigen Bereichen ab. Insgesamt ergeben sich aus der Corona-Krise und deren Folgewirkungen Risiken, die sich auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2021 und möglicherweise darüber hinaus negativ auswirken können. In welchem Umfang ist derzeit schwer abschätzbar. Beschaffungsrisiken: Währungsschwankungen stellen im Bereich der Beschaffung ein wesentliches Risiko dar. Insbesondere durch die Beschaffung von Produktionsmaterial, Halbfertigfabrikaten und Fertigwaren in China und dem asiatischen Raum ergibt sich ein negatives Netto-Exposure gegenüber dem US-Dollar. Zudem können sich Risiken aufgrund der sich andeutenden Lieferengpässe aufgrund der (Folge-) Wirkungen von Corona ergeben. Ein professioneller Einkauf, das Vermeiden von Abhängigkeiten von einzelnen Zulieferern sowie das Denken in technischen Alternativen und die Erwägung von alternativen Bezugsregionen sehen wir weiterhin als Voraussetzung für erfolgreiches Risikomanagement in den Beschaffungsmärkten. Der hohe Eigenfertigungsanteil und eine eigenständige Qualitätssicherungsorganisation minimieren die Risiken durch Qualitätsprobleme bei Produkten und bieten die Chance, schnell auf Marktveränderungen zu reagieren. Aufgrund Corona haben wir das Beschaffungsrisiko von gering auf mittel hochgesetzt. Absatzbezogene Risiken: Die Veränderung und Konzentration der Handelslandschaft sowie die zunehmende Internationalisierung des Preisniveaus schreiten immer mehr voran. Eine entscheidende Rolle nimmt hierbei der stets anteilsmäßig wachsende Onlinehandel ein, der sich im Wesentlichen auf wenige internationale Plattformen beschränkt. Diese verdrängen zusehends den stationären Handel. Durch auf eine sich verändernde Handelslandschaft ausgerichtete Vertriebstätigkeiten und den Ausbau des notwendigen Know-hows für den Onlinehandel sowie aufgrund unseres diversifizierten Produktangebots sehen wir uns für die Zukunft gut aufgestellt. Absatzbezogene Risiken werden deshalb weiterhin als gering bis mittel eigestuft. IT-Risiken: IT-Systeme unterstützen im wesentlichen Umfang die Geschäftsprozesse der HABA-Gruppe und nehmen deshalb einen hohen Stellenwert ein. Risiken können aus einem unzureichenden Schutz vor dem unberechtigten Datenzugriff Dritter, der missbräuchlichen Datenverwendung durch Mitarbeiter oder dem Ausfall von Rechnersystemen und Netzwerken entstehen. Um derartige Risiken zu minimieren, werden umfangreiche Back-Up-Verfahren eingesetzt, regelmäßige Sicherheitsüberprüfungen aller wichtigen Systeme und Anwendungen durchgeführt sowie Störereignisse im IT-Bereich überwacht. Der weitere Roll Out des ERP-Systems Microsoft Dynamics AX wurde bereits in Vorjahren gestoppt. Am Standort Bad Rodach erfolgt die Neueinführung des ERP-Systems SAP mit erfahrenen Implementierungspartnern. Als problematisch und kostenintensiv sehen wir im Rahmen der Einführungsphase die notwendige Parallelität der verschiedenen EDV-Landschaften. Das IT-Risiko schätzen wir aufgrund der Erfahrungen aus der Vergangenheit, den aktuellen Gegebenheiten und einer Neuausrichtung der IT-Zielstruktur als mittel ein. Finanzwirtschaftliche Risiken sowie die Verwendung von Finanzinstrumenten werden vom Treasury und dem Debitorenmanagement gesteuert. Im Wesentlichen werden Liquiditätsrisiken, Währungsrisiken, Anlagerisiken, Zahlungsausfallrisiken und Versicherungsrisiken analysiert, bewertet und abgesichert. Hierbei dienen derivative Finanzinstrumente ausschließlich der Sicherung operativer Grundgeschäfte. Währungsrisiken werden abgesichert. Zinsrisiken bestehen derzeit lediglich in Form von negativen Zinssätzen auf Einlagen. Mögliche Ausfallrisiken sind aufgrund der derzeitigen guten Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation beherrschbar. Liquiditätsrisiken sind deshalb momentan nicht ersichtlich. 4.2.2 Chancenbericht Die Gesellschaften des HABA FAMILYGROUP sind vorwiegend in den Bereichen Produktion von Möbeln und Holzspielwaren wie auch im Handel mit Mode und Praktischem für Kinder und deren Familien und im Bereich der Möblierung und Ausstattung von sozialen Einrichtungen, wie etwa Krippen, Kindergärten, Horte, Schulen und Heimen tätig. In der Entwicklung von qualitativ hochwertigem Spielzeug mit unverwechselbarem Design und Spielewelten mit pädagogischem Hintergrund sehen wir weiterhin gute Chancen, uns weiter entwickeln können. Auch in die Entwicklung und Vermarktung von Spielen werden große Hoffnungen gesetzt. Im Bereich der Herstellung von Möbeln sehen wir aufgrund der hohen staatlichen und kommunalen Ausgabenpolitik für Kindertagesstätten eine kurz- und mittelfristig gute Kapazitätsauslastung der Produktion. Allerdings bleibt es abzuwarten, ob das hohe Ausgabenniveau aufgrund möglicher fehlender Steuereinnahmen infolge der Corona-Krise gehalten werden kann. Zur Stärkung der Marke und den Veränderungen in den Märkten Rechnung zu tragen, wurde der Habermaass Konzern seit September 2019 funktional insbesondere im Vertrieb und Supply Chain reorganisiert. Unter der Voraussetzung, dass es gelingt, weiterhin erfolgreiche neue Produkte und Konzepte sowohl im Spielwaren- wie auch Möbelbereich im Markt zu platzieren und gleichzeitig das Online-Geschäft im Bereich Mode und Praktischem nach vorne zu bringen, sehen wir auch in Zukunft gute Chancen, eine nachhaltige Umsatz- und Eigenkapitalrendite zu erwirtschaften. 4.2.3 Gesamtaussage Die Beurteilung der Gesamtsituation der HABA-Firmengruppe ist das Ergebnis einer konsolidierten Betrachtung der zuvor dargestellten Einzelchancen und -risiken. Gegenüber dem Vorjahr hat sich das Chancen-Risiko-Profil im Verlauf des Geschäftsjahres 2020 nicht wesentlich verändert. Die Ausbreitung des Coronavirus zu Beginn des Geschäftsjahres 2020 und damit verbundene wirtschaftliche Folgen können allerdings zu weiteren Risiken führen. Aufgrund der herausragenden Eigenkapitalausstattung und finanziellen Stabilität der Gesellschaft und der gesamten Firmengruppe halten wir sämtliche identifizierten Risiken zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts beherrschbar. Sie können weder einzeln noch in ihrer Gesamtheit den Fortbestand des Unternehmens gefährden. Allerdings kann nicht ausgeschlossen werden, dass in Zukunft weitere Faktoren, die dem Unternehmen derzeit nicht bekannt sind oder die es momentan nicht als wesentlich einschätzt, den Fortbestand beeinflussen können. Unterschrift der Geschäftsführung
Bad Rodach, den 31. März 2021 Sabine Habermaass KonzernbilanzAktiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
Ergebnisverwendung
Konzernkapitalflussrechnung
(Eventuell auftretende Rundungsdifferenzen sind EDV-technisch bedingt.) KonzerneigenkapitalspiegelKonzerneigenkapitalspiegel
(Eventuell auftretende Rundungsdifferenzen sind EDV-technisch bedingt.) KonzernanhangKonzernanhang für das Geschäftsjahr 2020I. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM KONZERNJAHRESABSCHLUSS Der Konzernabschluss der Habermaass Family GmbH, Bad Rodach, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Coburg, HRB 256, wurde nach den §§ 290 ff. des Handelsgesetzbuches und den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das bisher angewandte Gesamtkostenverfahren beibehalten. Das Geschäftsjahr für den Konzern und die konsolidierten Unternehmen entspricht dem Kalenderjahr. II. ABGRENZUNG DES KONSOLIDIERUNGSKREISES In den Jahresabschluss des Konzerns zum 31. Dezember 2020 wurden folgende Gesellschaften einbezogen: Habermaass Family GmbH, Bad Rodach (Mutterunternehmen), Wehrfritz GmbH, Bad Rodach (Beteiligung Mutterunternehmen zu 100 %), HABA Administration GmbH, Bad Rodach (Beteiligung Mutterunternehmen zu 100 %), HABA Group B.V. & Co. KG, Bad Rodach (Beteiligung Mutterunternehmen zu 100 %), HABA Project GmbH, Lutherstadt-Eisleben (Beteiligung HABA Group B.V. & Co. KG zu 100 %), HABA Sp. z o.o., Wroclaw/Polen (Beteiligung HABA International GmbH zu 100 %), Habermaass Corp., Skaneateles/USA (Beteiligung HABA International GmbH zu 100 %), Haba S.A.R.L., Egly/Frankreich (Beteiligung HABA International GmbH zu 100 %), Haba Learning and Playing Solutions Pvt. Ltd., Haryana, Gurugram, Indien (Beteiligung HABA International GmbH zu 99 %, Wehrfritz GmbH zu 1 %) HABA Asia Limited, Hong Kong (Beteiligung HABA International GmbH zu 100 %), Zhongshan HABA Toys Production and Trading Co., Ltd., Shanghai (Beteiligung HABA Asia Limited zu 100 %), HABA Digital GmbH, Berlin (Beteiligung HABA Sales GmbH & Co. KG zu 100 %), HABA Management B.V., Venlo, Niederlande (Beteiligung Mutterunternehmen zu 100 %), HABA Sales GmbH & Co. KG, Bad Rodach (Beteiligung HABA Group B.V. & Co. KG zu 100 %), HABA Supply Chain GmbH & Co. KG, Bad Rodach (Beteiligung HABA Group B.V. & Co. KG zu 100 %), HABA International GmbH, Bad Rodach (Beteiligung HABA Group B.V. & Co. KG zu 100 %), Heldbergs GmbH & Co. KG, Bad Rodach (Beteiligung Mutterunternehmen zu 100 %), Heldbergs Beteiligungs-GmbH (Beteiligung Mutterunternehmen zu 100 %). Damit sind alle Tochterunternehmen, an denen die Habermaass Family GmbH unmittelbar oder mittelbar die Mehrheit der Anteile hält, in den Konzernabschluss einbezogen. Die Anteile an der HABA Digital GmbH wurden im Geschäftsjahr 2020 von 88,47 % auf 100 % aufgestockt. Die 88,47 %-ige Beteiligung an der Fox & Sheep GmbH wurde im Geschäftsjahr 2020 veräußert. Die Änderung des Konsolidierungskreises hat keinen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. III. KONSOLIDIERUNGSMETHODEN Die Konsolidierungsmethoden wurden unverändert zum Vorjahr angewandt. Bei den im Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen deckt sich der Stichtag des Einzelabschlusses mit dem Stichtag des Konzernabschlusses bzw. wurde in einem Fall ein Zwischenabschluss erstellt. Die Kapitalkonsolidierung erfolgte für Gesellschaften, die vor dem 1. Januar 2010 erstmals konsolidiert wurden, nach der Buchwertmethode. Unterschiedsbeträge wurden nach Zuordnung von stillen Reserven zu einzelnen Vermögensgegenständen als Firmenwert ausgewiesen, der auf fünf Jahre abgeschrieben wird. Für Unternehmenserwerbe ab dem 1. Januar 2010 erfolgt die Kapitalkonsolidierung nach der Erwerbsmethode zum Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist. Dabei wird der Wertansatz der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals des Tochterunternehmens verrechnet. Das Eigenkapital wird mit dem Betrag angesetzt, der dem zum Konsolidierungszeitpunkt beizulegenden Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten entspricht. Ein nach der Verrechnung verbleibender Unterschiedsbetrag wird, wenn er auf der Aktivseite entsteht, als Geschäfts- oder Firmenwert und, wenn er auf der Passivseite entsteht, unter dem Posten Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung nach dem Eigenkapital ausgewiesen. Die zwischen den konsolidierten Unternehmen bestehenden Forderungen und Verbindlichkeiten werden gegeneinander aufgerechnet. Zudem werden die Innenumsatzerlöse und die übrigen Erträge aus Beziehungen zwischen den einbezogenen Unternehmen mit den auf sie entfallenden Aufwendungen verrechnet. Beteiligungserträge werden storniert. Auf eine Zwischengewinneliminierung wurde gemäß § 304 Abs. 2 HGB verzichtet. IV. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN Die Bilanzierung und Bewertung im Konzern erfolgte - soweit nicht anders angegeben - nach übereinstimmenden Grundsätzen, insbesondere wurden Bewertungswahlrechte in derselben Weise wie im Einzelabschluss der Muttergesellschaft ausgeübt. Für die Erstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden, gegenüber dem Vorjahr im Wesentlichen unveränderten, einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgte unter der Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB). Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden mit ihren Anschaffungskosten aktiviert und nach ihrer voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die aus Beteiligungserwerben entstandenen und aktivierten Firmenwerte werden planmäßig über eine Nutzungsdauer von fünf Jahren abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten vermindert um planmäßige, nutzungsbedingte Abschreibungen angesetzt. Die planmäßigen Abschreibungen wurden bisher innerhalb der steuerrechtlich zugelassenen Zeiträume nach der linearen Abschreibungsmethode ermittelt. Die geringwertigen Wirtschaftsgüter bis Euro 800,00 wurden in voller Höhe abgeschrieben. Das Finanzanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zu niedrigeren Tageswerten angesetzt. In die Herstellungskosten sind anteilige Gemeinkosten und Abschreibungen einbezogen. Zur verlustfreien Bewertung sind auf Einzelermittlungen beruhende Abwertungen vorgenommen worden. Der Ansatz der geleisteten Anzahlungen erfolgte mit dem Nennbetrag (ohne Umsatzsteuer). Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken sind durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung auf Forderungen Rechnung getragen. Wertpapiere des Umlaufvermögens wurden zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren Stichtagskursen angesetzt. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, die Auflösung erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf. Die Pensionsrückstellungen entsprechen dem versicherungsmathematischen Barwert nach der "Projected-Unit-Credit-Methode". Für die Abzinsung der Rückstellungsbeträge wurde pauschal der durchschnittliche Rechnungszinsfuß von 2,30 (Vorjahr: 2,71) v. H. (wie Vorjahr: 10-Jahres-Durchschnitt) zugrunde gelegt. Der Rückstellungsbetrag wurde unter Einbeziehung von Trendannahmen hinsichtlich der zukünftigen Anwartschafts- bzw. Rentenentwicklung (jeweils 2,00 % p.a.) sowie eventueller Fluktuationswahrscheinlichkeiten (4,50 % p.a.) ermittelt. Der BBG-Trend wurde mit 2,00 % p.a. berücksichtigt. Bei der Berechnung der Pensionsrückstellungen wurden die "Richttafeln 2018G" von Klaus Heubeck verwendet. Die Steuer- und sonstigen Rückstellungen wurden in Höhe des voraussichtlichen nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages gebildet und tragen allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen Rechnung. Bei der Bewertung wurde das Vorsichtsprinzip beachtet. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem laufzeitadäquaten Zinssatz gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung abgezinst. Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, die Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, die Auflösung erfolgt entsprechend der Ertragsrealisation. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Dabei werden auch Differenzen, die auf Konsolidierungsmaßnahmen gemäß den §§ 300 bis 307 HGB beruhen, berücksichtigt. Aktive latente Steuerdifferenzen aus den Jahresabschlüssen der konsolidierten Unternehmen resultieren zum Bilanzstichtag im Wesentlichen aus den Rückstellungen für Pensionen sowie den sonstigen Rückstellungen und aus steuerlichen Verlustvorträgen. Die Aktivierung latenter Steuern, die aus Differenzen in den Jahresabschlüssen der konsolidierten Unternehmen resultieren, unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts. V. WÄHRUNGSUMRECHNUNG Die Währungsumrechnung erfolgte entsprechend § 308 a HGB. Die Aktiv- und Passivposten der in ausländischer Währung aufgestellten Jahresabschlüsse wurden, mit Ausnahme des Eigenkapitals (gezeichnetes Kapital, Rücklagen, Ergebnisvortrag zu historischen Kursen), zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag in Euro umgerechnet. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sind zum Durchschnittskurs in Euro umgerechnet. Die sich ergebende Umrechnungsdifferenz ist innerhalb des Konzerneigenkapitals in den Rücklagen unter dem Posten "Eigenkapitaldifferenzen aus Währungsumrechnung" ausgewiesen. VI. ERLÄUTERUNGEN ZUM KONZERNABSCHLUSS 1. Anlagevermögen Anlagespiegel Der Anlagespiegel, aus dem auch die Abschreibungen des laufenden Geschäftsjahres ersichtlich sind, ist nachfolgend gesondert dargestellt. Die Fremdwährungsdifferenzen, die aus der Anwendung der modifizierten Stichtagskursmethode entstehen, sind im Anlagespiegel bei den Anschaffungskosten und bei den Abschreibungen gesondert ausgewiesen.
Firmenwert Die ausgewiesenen Geschäfts- oder Firmenwerte entstanden zum einen im Rahmen der Erstkonsolidierung der Fox & Sheep GmbH, Berlin, im Geschäftsjahr 2015, zum anderen im Rahmen der Erstkonsolidierung der Restanteilserwerbe an der HABA Project GmbH, Lutherstadt-Eisleben, zum 1. Januar 2016 und an der HABA Digital GmbH zum 17. März 2020. Die Geschäfts- oder Firmenwerte werden jeweil über einen Zeitraum von fünf Jahren linear abgeschrieben. Die Anteile an der Fox & Sheep GmbH wurden im Geschäftsjahr 2020 veräußert. Der diesbezüglich bilanzierte Firmenwert wurde als Abgang verbucht. Angaben zum Beteiligungsbesitz An der Kidtellect Inc., Delaware, USA, besteht eine Beteiligung in Höhe von 35,602 %. Die Kidtellect Inc. weist zum 31. Dezember 2018 ein Eigenkapital in Höhe von $ -2.913.781 (Vorjahr: $ -2.709.722) und einen Jahresfehlbetrag in Höhe von $ -207.785 (Vorjahr: $ -697.984) aus. Für folgende inländische Tochterunternehmen werden die nach § 264 Abs. 3 HGB möglichen Erleichterungen hinsichtlich der Offenlegung in Anspruch genommen: Wehrfritz GmbH, Bad Rodach, HABA Administration GmbH, Bad Rodach, HABA Project GmbH, Lutherstadt Eisleben, HABA Group B.V. & Co. KG, Bad Rodach, HABA Sales GmbH & Co. KG, Bad Rodach, HABA Supply Chain GmbH & Co. KG, Bad Rodach, HABA International GmbH, Bad Rodach, Heldbergs GmbH & Co. KG, Bad Rodach, Heldbergs Beteiligungs-GmbH, Bad Rodach. 2. Umlaufvermögen Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände gliedern sich wie folgt:
In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Steuererstattungsansprüche (TEuro 5.163), der Wert der Rückdeckungsversicherung für Versorgungsverpflichtungen (TEuro 3.664) und Kreditorensollposten (TEuro 2.043) enthalten. 3. Eigenkapital Die Anteile an der Tochtergesellschaft Wehrfritz GmbH wurden zum 30. November 2015 im Wege des Anteilstauschs von 50 % auf 100 % aufgestockt. Im Rahmen des Anteilstauschs haben die Gesellschafter der Habermaass Family GmbH ihre Anteile an der Wehrfritz GmbH gegen Gewährung von Gesellschaftsrechten (Kapitalerhöhung) zu einem Wert von Euro 2,0 Mio. eingebracht. Im Zusammenhang mit der Einbringung erfolgte eine Sachkapitalerhöhung bei der Habermaass Family GmbH. Der Anteilserwerb im Rahmen des Anteilstauschs wird im Konzern als Kapitalvorgang verstanden. Damit werden die neu erworbenen Anteile an der Wehrfritz GmbH mit dem am 30. November 2015 auf sie entfallenden Anteil nicht beherrschender Gesellschafter und der überschießende Betrag mit dem Konzerneigenkapital erfolgsneutral verrechnet. Hieraus resultierte im Jahr 2015 die Erhöhung des gezeichneten Kapitals um Euro 2,0 Mio und der Kapitalrücklage von Euro 97.991.579,91 bei gleichzeitiger Minderung der Anteile anderer Gesellschafter. 4. Sonderposten für Investitionszuschüsse Die Habermaass Family GmbH und die HABA Project GmbH haben als Projektförderung Zuschüsse erhalten, die in den Sonderposten für Investitionszuschüsse eingestellt wurden. Die Zuwendungen wurden entsprechend der vorgenommenen Abschreibung auf die bezuschussten Investitionsgüter erfolgswirksam aufgelöst. 5. Rückstellungen Die Pensionsrückstellung betrifft Versorgungsverpflichtungen aus Anwartschaften und laufende Pensionszahlungen. Der Erfüllungsbetrag aus Pensionsverpflichtungen beläuft sich zum Bilanzstichtag auf Euro 16.457.282,51. Die an den Gesellschafter-Geschäftsführer verpfändeten Ansprüche aus der Rückdeckungsversicherung wurden gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB in Höhe des beizulegenden Wertes mit Euro 347.620,00, der den Anschaffungskosten entspricht, mit den zugehörigen Altersversorgungsverpflichtungen verrechnet. Die verrechneten Erträge aus dem Deckungsvermögen belaufen sich auf Euro 23.135,00. Der Unterschiedsbetrag der Pensionsrückstellung gemäß Artikel 67 Abs. 1 EGHGB aufgrund der erstmaligen Anwendung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) wurde im Geschäftsjahr 2010 in voller Höhe mit Euro 512.698,00 als außerordentlicher Aufwand verbucht. Der Zinsaufwand aus Aufzinsungen beläuft sich auf Euro 1.028.954,00. Der unter dem Personalaufwand ausgewiesene Dienstzeitaufwand beläuft sich auf Euro 631.755,00. Zudem resultiert aus der erstmaligen Abzinsung der Pensionsrückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn statt sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von Euro 1.268.401,00. Dieser Unterschiedsbetrag ist für die Ausschüttung gesperrt. In den sonstigen Rückstellungen sind unter anderem Beträge für ausstehenden Urlaub (TEuro 1.228), Überstunden (TEuro 2.083), Erfolgsbeteiligungen (TEuro 1.298), Altersteilzeitverpflichtungen (TEuro 703), Tantiemen (TEuro 662), Prüfungs- und Beratungskosten (TEuro 760), Gewährleistungen und Kulanzen (TEuro 1.740), Abfindungen und Drohverluste aus Personalfreistellungen (TEuro 559), Rückgaberechte aus Kauf auf Probe (TEuro 2.966), Gutscheine (TEuro 3.249) sowie Retouren (TEuro 546) und übrige Rückstellungen (TEuro 870) enthalten. Der in den sonstigen Rückstellungen ausgewiesene Erfüllungsbetrag aus Altersteilzeitverpflichtungen beläuft sich zum Bilanzstichtag auf Euro 1.494.359. Die Forderung aus Rückdeckungsversicherungen für Altersteilzeit wurden gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB in Höhe des beizulegenden Wertes von Euro 791.429,77, der den Anschaffungskosten entspricht, mit den zugehörigen Altersversorgungsverpflichtungen verrechnet. 6. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt:
Mit Ausnahme branchenüblicher Eigentumsvorbehalte sind keine Sicherheiten bestellt. 7. Latente Steuern Aktive latente Steuern aus Differenzen bilanzieller Wertansätze in den Einzelabschlüssen resultieren aus:
Der Berechnung wurde für inländische Steuern ein Steuersatz von 27,73 %, 11,9 % und 12,08 % zugrunde gelegt. Für ausländische Steuern kamen folgende Steuersätze zur Anwendung: 16,5 %, 21 %, 25 % und 28 %. Die Aktivierung latenter Steuern im Konzernabschluss, die aus Differenzen in den Jahresabschlüssen der konsolidierten Unternehmen resultieren, ist in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts unterblieben. Latente Steuern aus Konsolidierungsmaßnahmen: Aus Erstkonsolidierungsmaßnahmen ergaben sich keine latenten Steuern. Aus Schuldenkonsolidierung und Zwischenergebniseliminierung resultierende latente Steuern sind von untergeordneter Bedeutung. VII. ERLÄUTERUNGEN ZUR KONSOLIDIERTEN GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 1. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:
Die Aufgliederung nach Geschäftsbereichen ergibt:
2. Erträge/Aufwendungen aus der Auflösung/Bildung von Sonderposten mit Rücklageanteil In den sonstigen Erträgen sind Erträge aus der Auflösung von Sonderposten mit Rücklageanteil mit Euro 213.347,02 enthalten. 3. Außergewöhnliche Aufwendungen und Erträge Im abgelaufenen Geschäftsjahr ist aus der Veräußerung einer nicht konsolidierten Beteiligung ein Veräußerungsverlust von Euro 1.000.000,00 entstanden. Daneben sind außergewöhnliche Aufwendungen in Höhe von Euro 7.188.913,96 angefallen. Die letztgenannten Aufwendungen betreffen Währungskursverluste. Des Weiteren waren außergewöhnliche Erträge i.H.v. Euro 1.192.329,24 zu verzeichnen. Diese betreffen mit Euro 787.783,47 Währungskursgewinne und mit Euro 404.545,77 Zuschüsse. 4. Periodenfremde Aufwendungen und Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von Euro 1.909.323,99, die im Wesentlichen aus verjährten Kundengutscheinen und -guthaben (Euro 698.786,43) sowie aus der Auflösung von Rückstellungen (Euro 422.000,00) resultieren. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von Euro 404.617,10 die insgesamt von untergeordneter Bedeutung sind Die Ertragsteuern und sonstigen Steuern beinhalten nur geringfügige periodenfremde Aufwendungen bzw. Erträge. 5. Außerplanmäßige Abschreibungen Im Geschäftsjahr fielen Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens in Höhe von Euro 655.379,73 an. Diese entfallen in voller Höhe auf Wertpapiere des Umlaufvermögen. 6. Ergebnisbeeinflussung durch die Vornahme bzw. Beibehaltung steuerrechtlicher Abschreibungen Durch die in früheren Jahren vorgenommenen steuerrechtlichen Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens sind die laufenden Abschreibungen niedriger. Unter Berücksichtigung der Veränderungen des Sonderpostens mit Rücklageanteil und der Veränderung des Steueraufwandes unterscheidet sich der ausgewiesene Jahresgewinn nur unwesentlich von dem Betrag, der sonst auszuweisen gewesen wäre. Die künftige Belastung ist von untergeordneter Bedeutung. VIII. ANGABEN ZUR KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG Die Kapitalflussrechnung wurde nach dem deutschen Rechnungslegungsstandard DRS 21 aufgestellt. Der in der Konzern-Kapitalflussrechnung ausgewiesene Finanzmittelfonds umfasst ausschließlich Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, soweit sie innerhalb von drei Monaten ohne nennenswerte Wertschwankungen verfügbar sind. Er setzt sich aus Kassenbeständen, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks sowie den Bankkontokorrentverbindlichkeiten des Konzerns zusammen. Die Konzern-Kapitalflussrechnung (Anlage IV) zeigt, wie sich die flüssigen Mittel des Konzerns durch Mittelzu- und -abflüsse im Laufe des Geschäftsjahres verändert haben. Entsprechend DRS 21 wird zwischen Zahlungsströmen aus laufender Geschäftstätigkeit und aus Investitions- und Finanzierungstätigkeit unterschieden. Die Cashflows aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit werden zahlungsbezogen ermittelt. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit wird demgegenüber ausgehend vom Jahresüberschuss des Konzerns abgeleitet. IX. SONSTIGE ANGABEN 1. Außerbilanzielle Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen Das Obligo aus der Bestellung von Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens, Fertigungs- und Gemeinkostenmaterialien sowie Handelswaren beläuft sich zum Bilanzstichtag auf rund Euro 43.769.405. Sonstige finanzielle Verpflichtungen für die Anmietung von Ladenflächen, die nicht in der Bilanz erscheinen:
Daneben bestehen insbesondere im EDV-Bereich diverse Verpflichtungen aus Leasing-, Wartungs- und Mietverträgen in Höhe von jährlich rd. Euro 3.378.589 und aus kurzfristig kündbaren Immobilienmietverträgen in Höhe von rd. Euro 83.900 monatlich, deren finanzieller Umfang im Einzelfall für die Beurteilung der Finanzlage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung ist. 2. Leitungsorgane Geschäftsführer des Mutterunternehmens sind: Klaus Habermaass, Gesamtgeschäftsführung, Bad Rodach (bis 6. Juli 2020), Arnd Mückenberger, Geschäftsführer Finanzen, Controlling, Logistik, IT, Baldham (bis 6. Juli 2020), Tim Steffens, Geschäftsführer Produktion, Personal, Recht, Marketing, Vertrieb, Bischberg (bis 6. Juli 2020) Heike Habermaass, Gesamtgeschäftsführung, Bad Rodach (seit 6. Juli 2020 bis 4. Januar 2021) Volker Habermaass, Gesamtgeschäftsführung, Bad Rodach (seit 6. Juli 2020 bis 4. Januar 2021) Sabine Habermaass, Gesamtgeschäftsführung, Bad Rodach (seit 6. Juli 2020) 3. Geschäftsführerbezüge Die Geschäftsführerbezüge betrugen im Geschäftsjahr TEuro 307. 4. Gesellschafterausschuss Mitglieder: Klaus Habermaass, Geschäftsführer, Gesellschafter, Sabine Habermaass, Prokuristin, Gesellschafterin, Heike Habermaass, Prokuristin, Gesellschafterin, Prof. Dr. Thomas Meuche, Fachhochschulprofessor, externes Mitglied. Die Bezüge des Gesellschafterausschusses betrugen im Geschäftsjahr TEuro 64. 5. Mitarbeiterzahl Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl der beschäftigten Arbeitnehmer setzt sich wie folgt zusammen:
6. Gesamthonorar des Abschlussprüfers Das Gesamthonorar in Höhe von Euro 310.800,00 entfällt zu 69 % auf Abschlussprüfungsleistungen, zu 26 % auf Steuerberatungsleistungen und zu 5 % auf sonstige Leistungen. 7. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder ind er Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, haben sich nicht ergeben. Unterschrift der Geschäftsführung
Bad Rodach, den 31. März 2021 Sabine Habermaass, Geschäftsführerin sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 29.10.2021 festgestellt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Habermaass Family GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Habermaass Family GmbH, Bad Rodach, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2020, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechhnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Habermaass Family GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Bamberg, den 27. August 2021 Hetzelt
& Müller Partnerschaft mbB
Helmut Hetzelt, Wirtschaftsprüfer |
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