Stammdaten

Register
Amtsgericht Frankfurt am Main HRB 13100
Vorher
Edelman GmbHEdelman.ergo GmbH
Eingetragen
22.12.2004
Branche
Public-Relations-BeratungTätigkeiten von WerbeagenturenVermarktung und Vermittlung von Werbezeiten und Werbeflächen
Gegenstand
Der Betrieb einer Werbe- und Public Relations-Agentur, nämlich die Analyse, Planung, Beratung und Durchführung von Public Relations-Maßnahmen; die Gesamtdarstellung Dritter, insbesondere gewerblicher Unternehmen und Verbände in der Öffentlichkeit; die Werbung, insbesondere die Marketing- Beratung, die Werbeplanung einschließlich Marktforschung. Produktforschung, Verpackungsforschung, Motivforschung, Erarbeitung von Werbe- und Public Relation-Botschaften, Media-Planung, Gewerbegestaltung einschließlich der Herstellung, Beschaffung und Vermittlung von Werbe- und Public Relations-Material und -trägern und des Entwurfs und der Herstellung von Warenzeichen und Unternehmenskennzeichnungen, die Durchführung der Werbe- und Public Relations-Maßnahmen einschließlich der Vermittlung von Verträgen; die Unternehmensberatung auf werblichem und pubilc relations-Gebiet sowie auf personellem Gebiet; alle mit sämtlichem vorgenannten verbundenen Tätigkeiten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Emma Louise Martin
seit 19.2.2026
Prokura
Nils Giese
seit 19.5.2025
Geschäftsführer
Wiebke Springer
seit 28.2.2023
Prokura
Maximilian Fink
seit 2.6.2021
Prokura
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Edelman GmbHEigenbeteiligung
100.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
Edelman GmbH
Germany
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Edelman GmbH

Frankfurt am Main

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2022 bis zum 30.06.2023

Lagebericht

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Edelman GmbH hat ihren Sitz in Frankfurt am Main. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Frankfurt unter HRB 13100 eingetragen und wird nachfolgend auch "Edelman" genannt.

Edelman ist eine globale Kommunikationsfirma, die Vertrauen zwischen Menschen, Marken, Unternehmen und Institutionen aufbaut und vertieft. Edelman entwickelt dazu integrierte Kommunikations- und Marketingkampagnen und ist dabei schwerpunktmäßig für folgende Branchen tätig: Healthcare, Technology, Financial, Food & Beverage, FMCG (Fast Moving Consumer Goods) sowie Energie. Edelman stellt Spezialisten im Bereich Corporate und Brand Communications, Integrated Solutions, Transformation sowie Datenanalyse branchenübergreifend zur Verfügung.

Edelman gehört seit über 40 Jahren zu den führenden PR-Agenturen in Deutschland und ist Teil der größten unabhängigen PR-Firma der Welt mit rund 6.000 Mitarbeitern in mehr als 60 Büros weltweit.

Edelman hat vier Standorte in Deutschland. Die unterschiedlichen Kunden werden von den Experten der Corporate-, Brand- sowie Finance-, Health, Technology und Integrated Solutions von allen Standorten heraus betreut.

2. Gesellschaftsrechtliche Änderungen

Im Geschäftsjahr 2022/2023 haben sich weder gesellschaftsrechtliche Änderungen noch Veränderungen in der Geschäftsführung ergeben.

3. Investition und Entwicklung

Im abgelaufenen Geschäftsjahr investierte die Gesellschaft 287 TEuro in das Sachanlagevermögen, von denen 146 TEuro auf Hardware 43 TEuro auf die Geschäftsausstattung und 98 TEuro auf Möbel entfallen.

Als Dienstleistungsunternehmen, das keine eigenen Produkte anbietet, hatte Edelman im abgelaufenen Berichtsjahr keine Aufwendungen für Forschung und Entwicklung.

4. Mitarbeiter

Die Mitarbeiter unseres Unternehmens sind für die Gesellschaft das bedeutendste Kapital und bilden eine wesentliche Grundlage für den Erfolg des Unternehmens.

Edelman beschäftigte zum Bilanzstichtag in Frankfurt 49 Mitarbeiter/(-innen) (Vorjahr 58), in Hamburg 52 (Vorjahr 60), in Berlin 61 (Vorjahr 70) sowie in Köln 60 (Vorjahr 55) Mitarbeiter/(-innen).

Insgesamt waren zum Bilanzstichtag 222 Mitarbeiter/(-innen) (Vorjahr 243 Mitarbeiter/(-innen)) an den Standorten beschäftigt.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Im Kalenderjahr 2022 kam es mit der Invasion der russischen Armee in die Ukraine am 24. Februar 2022 zu einer Zäsur, die weltweit die Unternehmen und Volkswirtschaften in ihren Wachstumsplänen beschnitt.

In den ersten beiden Quartalen des Kalenderjahres 2023 stieg in den USA das Wirtschaftswachstum um 1,7% bzw. 2,4%. Im dritten Quartal stieg es dann um weitere 3%1 In Deutschland stagniert das Wachstum im Kalenderjahr 2023. In der EU wuchsen die Wirtschaften um 0,2% im ersten, um 0,4% im zweiten Quartal und um 0,1% im dritten Quartal. In Deutschland sank das Wachstum dann im zweiten Quartal auf 0,1 %, während in der EU noch 0,7% Wachstum erreicht wurde.2 Die Prognosen für das Wirtschaftswachstum im Kalenderjahr 2023 sind für die USA mit 2,2% durchaus positiv. Auch für die EU wird noch ein geringes Wachstum von 0,5% vorausgesagt, während für Deutschland ein Schrumpfen der Wirtschaft um 0,5% prognostiziert wird.3 Aufgrund der internationalen wirtschaftlichen Verkettungen und Abhängigkeiten sind die Sicherheiten aller Prognosen sehr gering und machen es den Unternehmen schwierig ihre Entwicklung zu planen.

Entwicklung der PR Branche

Das Pfeffer-Ranking hat für das Geschäftsjahr 20224 insgesamt von 103 PR-Agenturen in Deutschland, von denen 86 ein Testat von Wirtschaftsprüfern oder Steuerberatern vorgelegt haben, das Honoraragentur ermittelt. Insgesamt ist der PR-Agenturmarkt dabei um 13 Prozent gewachsen, bei der Belegschaft um 7%. Der Frühjahrsmonitor 2023 des GWAs5 (Gesamtverband Kommunikationsagenturen GWA e. V.) zeigt hingegen für 2022 nur ein leichtes Wachstums von 1,2%. Die Rendite lag bei 8,1% - und damit so niedrig wie seit zehn Jahren nicht mehr.

Das geplante Wachstum im Wirtschaftsjahr 2022/2023 wurde bei Edelman nur knapp verfehlt. Die Honorarumsätze wurden im Vergleich zum Vorjahr um 2,9% gesteigert und liegen damit oberhalb vom Frühjahrsmonitor 2023 des GWA. Auch die ersten Monate des Fiskaljahres 2024 lassen zurzeit ein Wachstum der Agentur voraussehen.

2. Geschäftsverlauf

Das abgelaufenen Geschäftsjahr 2022/2023 war für Edelman ein Jahr, indem das Unternehmen seine Resilienz in einer von Krisen bestimmten Zeitraum erneut zeigen konnte und den erarbeiteten wirtschaftlichen Erfolg bestätigte.

Für das Geschäftsjahr 2022/2023 wurden Honorarumsätze in Höhe von 25.092 TEuro budgetiert; eine erste Planung ging noch von 22.500 TEuro aus. Es konnten 24.793 TEuro (Vorjahr 24.085 TEuro) realisiert werden. Die gesamten Umsätze stiegen insgesamt von 30.331 TEuro auf 31.989 TEuro. Im Vergleich zum Vorjahr ist die EBIT-Marge (bezogen auf die Honorarumsätze) zwar von 11,5% auf 8,7% zurückgegangen, jedoch bereinigt um die Sondereffekte im WJ 2021/2022 ist die EBIT-Marge des WJ 2022/2023 gegenüber dem Vorjahr mit 8,7% (Vorjahr 8,9%) nahezu unverändert.

Die Durchschnittsmonatsumsätze betrugen ca. 2.066 TEuro (Vorjahr 2.007 TEuro). Zu dieser nachhaltigen Erholung nach der Krise führten die in Vorjahren begonnene inhaltliche Neuausrichtung auf beratungsintensivere und integrierte Serviceleistungen, die sich sowohl in Neukundengewinne als auch im Ausbau von Bestandskunden zeigte.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sanken im Vergleich zum Vorjahr von 1.555 TEuro auf 533 TEuro. Sie beinhalten unter anderem Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und Weiterbelastungen an Unternehmen der Edelman-Gruppe. Die Varianz erklärt sich größtenteils aus den Sondereffekten im Vorjahr im Zusammenhang mit der Abwicklung von Steuerverbindlichkeiten für diverse Vorjahre.

Der Personalaufwand stieg von 15.768 TEuro im Vorjahr um ca 0,5% auf 15.846 TEuro. Zum Bilanzstichtag waren 222 Mitarbeiter/(-innen) (Vorjahr 243 Mitarbeiter/(-innen)) beschäftigt. Der Rückgang der Mitarbeiterzahlen erfolgte vorwiegend in der zweiten Jahreshälfte.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um 0,6% auf 6.546 TEuro gesunken. Wie im Vorjahr bilden die Mietaufwendungen inklusive Mietnebenkosten mit einem Anteil in Höhe von 21,7% (Vorjahr 21,6%) an den sonstigen betrieblichen Aufwendungen und die umsatzabhängigen Konzernumlagen mit einem Anteil in Höhe von 44,7% (Vorjahr 42,8%) den größten nahezu unveränderten Aufwandsblock.

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (ohne Einbeziehung von Ergebnisabführungsbeträgen), nachfolgend auch EBIT genannt, beträgt in diesem Geschäftsjahr -+2.165 TEuro (Vorjahr 2.776 TEuro). Verglichen mit dem um Sondereffekte bereinigten Vorjahres-EBIT (2.159 TEuro) ist dieses nahezu unverändert.

Zum Bilanzstichtag besteht mit der 100%igen Tochtergesellschaft DJE Germany GmbH, Frankfurt ein abgeschlossener Ergebnisabführungsvertrag. Der Verlust aus dem Ergebnisabführungsvertrag beträgt im abgelaufenen Geschäftsjahr 33 TEuro (Vorjahr: Verlust 23 TEuro).

Der Steueraufwand beträgt 787 TEuro und ist im abgelaufenen Geschäftsjahr um 482 TEuro gegenüber dem Vorjahr trotz geringerem EBIT angestiegen. Als wesentlicher Faktor der Veränderung ist der Verbrauch der steuerlichen Verlustvorträge im Vorjahr zu nennen. Für das Geschäftsjahr 2022/2023 verblieb nur ein geringer gewerbesteuerlicher Verlustvortrag der sich positiv auf den Steueraufwand auswirkte.

3. Ertragslage

Die in Vorjahren begonnene neue strategische Ausrichtung sieht die Kunden nicht mehr nur klassisch in einem Geschäftsbereich betreut. Die Kunden sollen ganzheitlich beraten werden mit starken Expertisen in Sektoren, Kommunikationsberatungsleistungen sowie Leistungen aus dem Integrated Solutions Bereich, welcher die Kreation, Digitales Know How, Data & Intelligence sowie Bewegtbild Produktion beinhaltet. Die Beratungsleistung erfolgt oft an Schnittstellen wie Brand und Financial Services, Healthcare und Integrated Solutions.

Die Honorarumsätze, die Fachgebieten (vormals Geschäftsbereichen) direkt zuzuordnen sind, haben sich im Vorjahresvergleich wie folgt entwickelt:

FY23 FY22 FY21
Corporate Communication 19,6% 23,6% 21,4%
Financial Communication 12,8% 14,4% 14,3%
Healthcare 21,7% 18,1% 18,6%
Brand Marketing 9,0% 7,1% 14,7%
Technology 6,5% 9,8% 9,9%
Integrated Solutions 24,9% 22,3% 18,2%
Data & Intelligence 5,5% 4,6% 2,9%

Insgesamt setzen sich die Umsatzerlöse (in TEuro) wie folgt zusammen:

FY23 FY 22 FY 21
Einzelnen Fachgebieten zurechenbarer Honorarumsatz 21.924 21.907 20.365
Honorarumsatz aus fachgebietsübergreifenden Projekt Management 2.868 2.415 888
Sonstige 7.197 6.009 5.979
Gesamt 31.989 30.331 27.232

Im Vorjahr war die Zahl der Kunden über 1.000 TEuro Umsatz auf sechs gestiegen. In diesem Jahr sind es fünf Kunden. Mit den Top 2 Kunden wurden jeweils über 2.000 TEuro Umsatz erreicht.

Die Top 10 Kunden tragen 52% (Vorjahr 44%) der gesamten Honorare.

4. Vermögenslage

Das gesamte Anlagevermögen in Höhe von 1.922 TEuro (Vorjahr 2.559 TEuro) beinhaltet Firmenwerte in Höhe von 1.419 TEuro (Vorjahr 2.130 TEuro), welche aus der Verschmelzung der ergo Unternehmenskommunikation GmbH aus dem Geschäftsjahr 2016 resultieren, sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von 477 TEuro. Die Zugänge der Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von 287 TEuro entfallen im Wesentlichen in Höhe von 146 TEuro auf Hardware, in Höhe von 43 TEuro auf die Geschäftsausstattung sowie mit 98 TEuro auf Möbel. Die Abschreibungen auf die Betriebs- und Geschäftsausstattung betragen 208 TEuro (Vorjahr 205 TEuro). Der Rückgang der Firmenwerte ist auf die planmäßige Abschreibung zurückzuführen.

Die Finanzanlagen in Höhe von 25 Teuro beinhalten wie im Vorjahr die Anteile an der DJE Germany GmbH, an der die Edelman GmbH weiterhin zu 100% beteiligt ist.

Die Vorräte sind im Vergleich zum Vorjahr von 1.461 TEuro auf 1.750 TEuro gestiegen. Bei den Vorräten handelt es sich um Personal- und Fremdkosten für in Arbeit befindliche Projekte. Im Übrigen unterliegt der Projektbestand starken Schwankungen und ist - stichtagsbedingt - nur eingeschränkt vergleichbar.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind mit 3.817 TEuro fast gleichbleibend gegenüber dem Vorjahr (Vorjahr 3.830 TEuro). Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen werden unverändert zum Vorjahr saldiert ausgewiesen. In dem Posten ist eine Forderung aus dem Cash Pool in Höhe von 3.229 TEuro (Vorjahr 2.654 TEuro) enthalten.

Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von 607 TEuro (Vorjahr 335 TEuro) betreffen hauptsächlich Körperschafts- und Gewerbesteuerforderungen für das Vorjahr (TEuro 237; Vorjahr 0 TEuro), laufende Umsatzsteuerforderungen (TEuro 263; Vorjahr 235 TEuro), und Kautionen (56 TEuro, Vorjahr 57 TEuro).

Nach einem Jahresgewinn von 1.392 TEuro (Vorjahr: Jahresgewinn 2.445 TEuro) weist die Gesellschaft zum Stichtag ein Eigenkapital in Höhe 7.445 TEuro (Vorjahr 6.052 TEuro) aus; dies entspricht 54,2% (Vorjahr 47,8%) der Bilanzsumme.

Die sonstigen Rückstellungen sind von 2.792 TEuro auf 2.522 TEuro leicht gesunken. Sie beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Boni, ausstehende Urlaubstage, Rückbau- und Renovierungsverpflichtungen sowie Abschluss- und Prüfungskosten.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind verglichen mit dem Vorjahr von 683 TEuro auf 464 TEuro gesunken. Darüber hinaus unterliegen die laufenden Verbindlichkeiten wie die unfertigen Leistungen auch, projektbedingt jedoch starken Schwankungen und sind - stichtagsbedingt - nur eingeschränkt vergleichbar.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind von 700 TEuro auf 829 TEuro gestiegen. Sie werden wie in den Vorjahren saldiert ausgewiesen, sofern die Aufrechnungslage gegeben war.

5. Finanzlage

Das Finanzmanagement der Gesellschaft erfolgt im Rahmen des zentral durch die Daniel J. Edelman Inc. zur Verfügung gestellten Finanzmanagements. Die Daniel J. Edelman Inc. nimmt dabei die Rolle als interne Bank wahr. Das Ziel, die Gesellschaft jederzeit und nachhaltig mit ausreichender Liquidität und Kapital zu versorgen, wird im Rahmen des konzerninternen Finanzmanagements gewährleistet.

Die Finanzlage ist als stabil zu bezeichnen. Zum Bilanzstichtag verfügt die Gesellschaft über liquide Mittel in Höhe von 421 TEuro (Vorjahr 419 TEuro). Darüber hinaus bestehen Forderungen aus dem Cash Pool in Höhe von 3.229 TEuro (Vorjahr 2.654 TEuro).

Den kurzfristigen Verbindlichkeiten und Rückstellungen in Höhe von 6.035 TEuro (Vorjahr 6.322 TEuro) stehen kurzfristige Vermögenswerte in Höhe von 11.205 TEuro (Vorjahr 9.463 TEuro) gegenüber.

Unter den liquiden Mitteln in Höhe von 421 TEuro (Vorjahr 419 TEuro) sind Mietavale in Höhe von 404 TEuro (Vorjahr 404 TEuro) enthalten.

6. Finanzielle Leistungsindikatoren

Die interne Unternehmenssteuerung erfolgt unterjährig anhand von Kennzahlen aus den Monatsabschlüssen und dem Planungstool. Hier erfolgt ein entsprechender Soll-/Ist-Abgleich. Neben der Deckungsbeitragsanalyse der einzelnen Geschäftsbereiche und Kunden wird die wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft insbesondere anhand der Leistungsindikatoren Umsatzrendite und Kosteneffizienz überwacht und falls erforderlich entsprechend Maßnahmen eingeleitet.

Die nachfolgende Tabelle zeigt einen Vergleich zu den beiden Vorjahren der wesentlichen Finanzkennzahlen:

Geschäftsjahr
in TEuro
2022/2023 2021/2022 bereinigt 2021/2022 2020/2021 bereinigt 2020/2021
Rohertrag 25.476 25.352 25.970 22.538 22.538
pro Kopf Rohertrag ohne Administration 184 206 211 185 185
EBIT 2.165 2.159 2.776 139 -355
EBIT-Marge (bezogen auf Rohergebnis) 8,5% 8,5% 10,7% 0,6% -1,4%

Die Spalte "bereinigt" beinhaltet die Eliminierung von außergewöhnlichen positiven oder negativen Geschäftsvorfällen. Für das abgelaufene Geschäftsjahr 2022/2023 liegen keine nennenswerten zu bereinigende Geschäftsvorfälle vor. Im Vorjahr wurden hier die Erträge im Zusammenhang mit der Abwicklung von Steuerverbindlichkeiten für diverse Vorjahre in Höhe von 617 TEuro eliminiert. Im Geschäftsjahr 2020/2021 wurden als Sondereffekte Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von insgesamt 495 TEuro in der Spalte "bereinigt" eliminiert. Im Vergleich zum Vorjahr stand nur noch ein geringerer Verlustvortrag für die Gewerbesteuer bei der Ermittlung des Steueraufwandes zur Verfügung.

7. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Im abgelaufenen Geschäftsjahr stabilisiert sich der Erfolg der strategischen Neuausrichtung mit einer holistischen Sicht auf den Kunden und ihrem Bedarf, den Edelman erfüllen kann. Die Gesellschaft beurteilt die wirtschaftliche Lage verhalten optimistisch und erwartet einen nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg, wenn dies auch durch die unkalkulierbaren Entwicklungen jederzeit unterbrochen werden kann.

IV. Prognosebericht

Bei den hier getroffenen Aussagen über die Entwicklung der Gesamtwirtschaft und des Unternehmens handelt es sich um zukunftsbezogene Aussagen. Die tatsächlichen Ergebnisse können demnach wesentlich (sowohl in positiver als auch in negativer Hinsicht) von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen.

Anfang des Jahres 2023 erwartete man eine leichte Zunahme des Bruttoinlandsprodukts um 0,2 Prozent und man prognostizierte ein Wirtschaftswachstum von 1,8 Prozent für 2024.

Die Ausgangslage zum Jahresbeginn war besser als erwartet: 2022 wuchs die Wirtschaftskraft um 1,9 Prozent, hatte das Statistische Bundesamt bereits am 13. Januar mitgeteilt. Für 2023 bestehen weiterhin große Unsicherheiten aufgrund des Kriegs in der Ukraine, der schwachen weltwirtschaftlichen Entwicklung und der hohen Energiepreise.

Mittlerweile haben die Wirtschaftsweisen ihre Prognose für die Konjunktur auf minus 0,4 Prozent gesenkt

Für das kommende Jahr senkten sie ihre Konjunkturprognose auf nur noch 0,7 Prozent Wachstum. Damit haben nun alle wichtigen Ökonomen ihre Prognosen für die Konjunktur in Deutschland in den negativen Bereich gedreht.

Die Konjunkturprognosen ändern sich derzeit schnell. Das spiegelt die große Unsicherheit in Folge des Krieges in der Ukraine wider. Mögliche Folgen des Krieges in Israel sind in den Prognosen bisher noch nicht berücksichtigt.

Derzeit drehen die Prognosen für die Konjunktur stark nach unten. Dies gilt nicht nur für das laufende Jahr. Auch für 2024 sind die Ökonomen pessimistischer geworden. Als letzte wichtige Institution aktualisierte der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Lage (Wirtschaftsweise) seine Prognose Anfang November.

Die deutsche Wirtschaft wurde durch die Folgen des russischen Angriffs auf die Ukraine besonders stark getroffen. Die hohen Energiepreise ließen in Deutschland die Inflation 2022 in die Höhe schießen. Die Entwicklung im Ukraine-Krieg, die Energiepreise und die Inflation bleiben auch 2023 nach Ansicht vieler Ökonomen die wichtigsten Unsicherheitsfaktoren für die Wirtschaft. Hinzu kommt die Schwäche der Weltwirtschaft, Chinas und damit auch der deutschen Exporte. Die Konjunkturprognosen dürften daher volatil bleiben.

Positiv ist, dass der Arbeitsmarkt in Deutschland weiterhin recht stabil ist. Gleichzeitig steigen die Löhne und Gehälter erstmals seit zwei Jahren wieder stärker als die Preise. Die Kaufkraft der Einkommen nimmt also zu. Das dürfte den privaten Konsum und damit die Konjunktur stützen.

Trotz der vorgenannten Unwägbarkeiten rechnet die Gesellschaft mit Umsatzerlösen aus Honoraren in Höhe von rund Euro 25 Millionen sowie einem positiven EBIT.

V. Chancen- und Risikobericht

1. Angaben zum Risikomanagementsystem

Einheitliche und umfassende Berichts-, Kontroll- und Steuerungssysteme schaffen eine tragfähige Basis, um sämtliche relevanten operativen Geschäftsprozesse aktuell zu beobachten, interne Geschäftsrisiken frühzeitig zu erkennen sowie zu bewerten und gegebenenfalls mit geeigneten Maßnahmen aktiv gegensteuern zu können.

Ziel des unternehmerischen Handelns der Geschäftsführung ist die Schaffung und Realisierung von Chancen als Basis des zukünftigen wirtschaftlichen Erfolges der Gesellschaft. Mit jeder Chance sind jedoch auch Risiken verbunden. Aufgabe des Risikomanagements ist es daher, die mit den Chancen verbundenen Risiken systematisch zu erfassen, sie mit Eintrittswahrscheinlichkeit zu versehen und den möglichen Schaden zu bewerten. Durch diese Maßnahmen sollen Risiken im Hinblick auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Edelman GmbH kontinuierlich überwacht werden, um so der Geschäftsführung zu ermöglichen, frühzeitig auf negative Entwicklungen mit entsprechenden Maßnahmen zu reagieren.

Im April 2023 hat unser Unternehmen die CMS III Rezertifizierung erhalten. Die Zertifizierung nach dem Consultancy Management Standard III (CMS) unterzieht die Arbeit einer PR-Agentur einer nachvollziehbaren, neutralen Qualitätskontrolle. Durch die CMS-Zertifizierung garantiert eine Agentur ihren Kunden die Einhaltung höchster fachlicher, wirtschaftlicher und ethischer Standards und schützt das Unternehmen vor Schäden der Wirtschaftskriminalität und beugt vor Haftungsrisiken vor.

2. Risikobericht

Branchenspezifische/ertragsorientierte Risiken

Die Präsidentin des GWA (Gesamtverband Kommunikationsagenturen GWA e. V.), Larissa Pohl, sagte im Oktober 2023 anlässlich der Effi-Verleihung6, dass die Entwicklung "dramatisch" bei den Agenturen sei. Weniger Ausschreibungen und Pitches stehen insgesamt höhere Kosten gegenüber. Um 30 Prozent würden Agenturen mancherorts um den Preis gedrückt. Das sei existenzgefährdend und auch respektlos. Agenturen müssen an das eigene Geschäftsmodell ran, so die Verbandspräsidentin. Wie tiefgreifend KI die Branche verändern wird, konnte sie nicht einschätzen. Dabei ist es vorhersagbar, dass mit Hilfe von KI besonders Services in Bereich Text- und Bildgestaltung zum Commodity Good werden.

Auffallend ist, dass 2023 es Agenturen gab, die einzelne Standorte schließen mussten wie z.B. instinctif oder gar Insolvenz angemeldet haben, wie Looping.

Dennoch scheint die integrierter PR-Branche auf Basis ihres breiten Serviceportfolios bisher die wirtschaftliche Lage nicht so negativ wie die werbetreibende Wirtschaft zu beurteilen. Allerdings sind die Beratungsfelder unterschiedlich von den aktuellen Krisen betroffen. Die aktuelle Inflationsentwicklung macht besonders der FMCG-Branche weiterhin zu schaffen sowie auch dem Food & Beverage Sektor. 2024 wird zeigen, wie stark sich die Deutschen beim Konsum einschränken. Dies könnte dann einen negativen Einfluss auf die Brandkommunikation haben.

Während das Bestandsgeschäft bei den größten Kunden immer noch Wachstumspotential zeigt, scheint das Neugeschäft sich auf einem konstanten Niveau eingependelt zu haben. Die Top 10 Kunden tragen derzeit 52% (Vorjahr 44%) zum Honorarumsatz bei.

Personelle Risiken

Der zuletzt überhitzte Arbeitsmarkt hat sich in Jahr 2022 abgekühlt. Die Bundesagentur für Arbeit zeichnete für die Arbeitslosendaten für Marketing und Werbung folgendes Bild: Gingen die Arbeitslosendaten 2021 deutlich um 23% im Vergleich zu 2020 zurück, sanken sie 2022 nur noch um knapp 2%. Im Frühjahrsmonitor des GWA bezeichneten die Agenturen Fachkräftemangel noch vor der konjunkturellen Entwicklung als die größte Wachstumsbremse der Branche. Dabei investieren die Agenturen deutlich mehr in Personal - zuletzt vor allem in mehr festangestellte Mitarbeitende.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Das Risiko aus dem Ergebnisabführungsvertrag mit der DJE Germany GmbH, Frankfurt, wird durch Anbindung an das Cash Pooling vermindert. Der Gesellschaft wird im Rahmen des Cash Pooling eine Kreditlinie in Höhe von 2.500 TEuro gewährt. Durch das Cash Pooling mit der Edelman Gruppe sind keine finanzwirtschaftlichen Risiken erkennbar.

3. Chancenbericht

Die Nachfrage nach qualitativer Beratung ist weiterhin sehr hoch. Besonders die Leistungen im Bereich Corporate Communication sind stark nachgefragt. Im Zuge der anhaltenden Krisen ist besonders Krisenprävention und -management ein Wachstumstreiber. Auch Employer Experience bleibt aufgrund von Unternehmenstransformationen, M&A und Restrukturierungsprogrammen ein Wachstumsfeld.

Wachstum sehen wir als Agentur besonders an den Schnittstellen von Beratungsleistungen und Sektoren z.B. Brand und Financial Services, Healthcare und Integrated Solutions, Corporate und Digital etc. Die starken Expertisen in den Sektoren und Kommunikationsberatungsleistungen die Edelman aus einer Hand bedienen kann, stellen eine besonders große Chance dar - vor allem gegenüber dem Wettbewerb.

Anhaltendes Wachstum wird weiter im Healthcare, Financial Service und auch Technology Sektor gesehen.

Darüber hinaus hat sich die Client-Centric-Strategie der Edelman Gruppe mit Blick auf Wachstumsperspektiven bewährt. D.h. der Bestandskundenausbau wird weiterhin der primäre Fokus der Agentur sein. Besonders von Vorteil ist, dass die EMEA Region als ein Länderportfolio mit Blick auf die Wachstumspotentials gemanagt wird, d.h. die Agentur in Deutschland profitiert auch von stärkeren Wachstum mit Kunden außerhalb von Deutschland, bei dem Mitarbeitende aus Deutschland mit der benötigten Expertise eingesetzt werden. Dieser strategische Ansatz wird durch ein entsprechendes Ressourcenmanagement überstützt.

Der Einsatz von KI wird vermutlich auch viele Chancen bringen, vor allem in Form von Effizienzgewinnen.

4. Gesamtaussage zur Risikosituation des Unternehmens

Alle uns bekannten Risiken sind nach derzeitigem Kenntnisstand durch entsprechende Rückstellungen ausreichend abgedeckt. Im Übrigen lässt sich der Einfluss der oben genannten Risiken auf unsere wirtschaftliche Lage nicht hinreichend quantifizieren.

Risiken, die über das oben genannte allgemeine wirtschaftliche Risiko einer unternehmerischen Betätigung hinausgehen, sind derzeit im Wesentlichen dem Krieg in der Ukraine sowie den verbleibenden Folgen aus der CORONA-Krise geschuldet. Aber auch der im Oktober 2023 aufgekommene Konflikt in Israel führt zu weiteren geopolitischen Spannungen und Unwägbarkeiten.

Aufgrund damit zusammenhängender nicht vorhersehbarer Ereignisse können zukünftige Entwicklungen eintreten, die zu einer temporär negativen Beeinträchtigung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage führen könnten. Aus jetziger Sicht geht die Gesellschaft nicht davon aus, dass die zuvor genannten Risiken bestandsgefährdende Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben werden.

V. Zweigniederlassungsbericht

Die Edelman verfügt neben dem Hauptsitz in Frankfurt am Main über drei Niederlassungen in Hamburg, Berlin und Köln.

 

Frankfurt am Main, den 5. Januar 2024

gez. Christiane Schulz

1 https://de.statista.com/statistik/daten/studie/197319/umfrage/entwicklung-des-bruttoinlandsprodukts-bip-in-den-usa-nach-quartalen/

2 https://ec.europa.eu/eurostat/documents/2995521/17766954/2-31102023-BP-DE.pdf

3 3 https://de.statista.com/statistik/daten/studie/159507/umfrage/prognose-zur-entwicklung-des-bip-in-den-laendern-der-euro-zone/ :~:text=In%20Deutschland%20wird%20laut%20der,1%2C8%20Prozent%20gewachsen%20ist.

4 https://www.wuv.de/Themen/Agenturstrategie/Fischer-Appelt-steht-an-der-Spitze-nach-einem-guten-PR-Jahr

5 https://www.gwa.de/content/uploads/2021/01/20230321_GWA_Fruehjahrsmonitor_2023.pdf

6 https://www.linkedin.com/pulse/warum-agenturen-sich-die-wertsch%C3%B6pfungsfrage-stellen-m%C3%BCssen-schr%C3%B6ter-iteoe/?originalSubdomain=de

Bilanz

Aktiva

30.6.2023
EUR
30.6.2022
EUR
A. Anlagevermögen 1.922.458,00 2.558.988,50
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1.419.760,00 2.130.631,00
1. Geschäfts- oder Firmenwert 1.419.742,00 2.129.612,00
2. Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 18,00 1.019,00
II. Sachanlagen 477.698,00 403.357,50
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 477.698,00 403.357,50
III. Finanzanlagen 25.000,00 25.000,00
1. Beteiligungen 25.000,00 25.000,00
B. Umlaufvermögen 11.665.214,91 9.924.720,31
I. Vorräte 1.750.030,30 1.461.835,90
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 9.494.595,94 8.044.029,18
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 3.817.701,67 3.830.524,27
2. sonstige Vermögensgegenstände 5.676.894,27 4.213.504,91
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 420.588,67 418.855,23
C. Rechnungsabgrenzungsposten 138.426,19 165.641,26
Aktiva 13.726.099,10 12.649.350,07

Passiva

30.6.2023
EUR
30.6.2022
EUR
A. Eigenkapital 7.445.210,74 6.052.449,13
I. Gezeichnetes Kapital 32.986,00 32.986,00
II. Kapitalrücklage 1.427.305,00 1.427.305,00
III. Gewinnvortrag 4.592.158,13 2.146.585,30
IV. Jahresüberschuss 1.392.761,61 2.445.572,83
B. Rückstellungen 3.213.357,59 3.360.328,16
C. Verbindlichkeiten 3.067.530,77 3.236.572,78
1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 828.848,92 700.102,01
2. sonstige Verbindlichkeiten 2.238.681,85 2.536.470,77
Passiva 13.726.099,10 12.649.350,07

Gewinn- und Verlustrechnung

1.7.2022 - 30.6.2023
EUR
1.7.2021 - 30.6.2022
EUR
1. Rohergebnis 25.476.460,30 25.969.518,76
2. Personalaufwand 15.846.684,97 15.768.831,47
a) Löhne und Gehälter 13.553.239,71 13.456.358,43
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.293.445,26 2.312.473,04
davon für Altersversorgung 39.084,92 47.553,66
3. Abschreibungen 918.300,07 915.760,43
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 918.300,07 915.760,43
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 6.546.325,89 6.509.113,21
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 93.365,97 508,79
5. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 950,32
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 59.968,48 18.704,55
davon Erträge aus Abzinsung 7.634,09 14.436,03
7. Aufwendungen aus Verlustübernahmen (Mutter) 32.824,26 23.382,09
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 13.178,00 20.499,00
davon sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen aus Abzinsung 4.347,00 5.421,00
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 787.304,30 305.064,28
10. Ergebnis nach Steuern 1.392.761,61 2.445.572,83
11. Jahresüberschuss 1.392.761,61 2.445.572,83

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss der Edelman GmbH, Frankfurt am Main wurde auf Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Von den größenabhängigen Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB wurde Gebrauch gemacht.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Edelman GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Frankfurt am Main
Registergericht: Frankfurt am Main
Registernummer: HRB 13100

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Die Beteiligungen wurden zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt und bewertet.

Die unter den Vorräten ausgewiesenen unfertigen Leistungen betreffen projektbezogene noch nicht abgerechnete Leistungen. Aktiviert werden weiterzubelastende Fremdkosten und bisher aufgewendete eigene Personalkosten. Sofern erforderlich wurden Abschreibungen aufgrund verlustfreier Bewertung auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken mit dem Nominalwert bilanziert. Erkennbare Einzelrisiken wurden durch Wertberichtigungen berücksichtigt.

Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen wurden saldiert dargestellt, sofern die Aufrechnungslage gegeben war.

Die Guthaben bei Kreditinstituten sind zu Nominalwerten angesetzt.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurden für Ausgaben vor dem Bilanzstichtag gebildet, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Die Bewertung des Stammkapitals erfolgt zum Nennwert.

Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungsbildung wurde gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet.

Hinsichtlich der Abzinsung der Pensionsrückstellungen wurde von dem Wahlrecht des § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht, die Pensionsrückstellungen pauschal mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz, der sich bei einer angenommenen Laufzeit von 15 Jahren ergibt, abzuzinsen. Grundlage bildete dabei der durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das laufende Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle ungewissen Verbindlichkeiten gebildet und sind in Höhe des nach kaufmännischen Grundsätzen notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Die sonstigen Rückstellungen mit einer Restlaufzeit größer als ein Jahr wurden mit dem ihrer Laufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Sofern auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten vorliegen, werden diese nach § 256a Satz 1 HGB zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger erfolgt die Bewertung nach Maßgabe des § 256a Satz 2 HGB unter Abkehr des Realisations- und des Anschaffungskostenhöchstprinzips in vollem Umfang erfolgswirksam.

Angaben zur Bilanz

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Abschreibung auf Geschäfts- oder Firmenwert

Der entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwert wurde aktiviert. Als betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer wurden 10 Jahre festgelegt.

Dem Firmenwert mit einem Restbuchwert in Höhe von 1.420 TEuro, der aus der Verschmelzung der ergo Unternehmenskommunikation GmbH im Geschäftsjahr 2015 / 2016 resultiert, wurde eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von 10 Jahren zu Grunde gelegt, da durch die Verschmelzung das Kundenportfolio sowie das Angebot an die Kunden nachhaltig erweitert und aufgebaut werden kann.

Angaben zu Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern

Gegenüber den Gesellschaftern bestehen die nachfolgenden Rechte und Pflichten:

Sachverhalte Betrag
TEuro
Vorjahr
TEuro
Verbindlichkeiten 429 337

Pensionsrückstellungen

Zur Ermittlung der Pensionsrückstellung wurde das Teilwertverfahren angewendet.

Für die Berechnungen wurden folgende Annahmen getroffen:

Zinssatz (10-Jahresdurchschnitt) 1,80 %
Zinssatz (7-Jahresdurchschnitt) 1,54 %
Rententrend 2,00 %

Bei den Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ein Unterschiedsbetrag im laufenden Geschäftsjahr in Höhe von 3 TEuro.

Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten:

TEuro
Personalkosten 797
Rückstellungen für Renovierung und Rückbaumaßnahmen 599
Urlaubsrückstellungen 425
Rückstellungen für Beratungs-, Abschluss- und Prüfungskosten 190
Rückstellungen für mietfreie Zeiten 177
Rückstellungen für Raumkosten und Aufbewahrung 140
Rückstellungen für gewährte Rabatte 82

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die zum 30. Juni 2023 bestehenden finanziellen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen belaufen sich bis zu einem Jahr auf:

30.06.2023
TEuro
Kfz-Leasing 45
Mietverträge 1.028
Gesamt 1.073
Darüber hinaus 2 bis 5 Jahre:
Kfz-Leasing 39
Mietverträge 2.985
Gesamt 3.024
Darüber hinaus über 5 Jahre:
Kfz-Leasing 0
Mietverträge 586
Gesamt 586

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Erläuterung der Erträge und Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge von insgesamt 289 TEuro aus der Auflösung von Rückstellungen enthalten.

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Während des Geschäftsjahres 2022 / 2023 wurden durchschnittlich 236 Arbeitnehmer beschäftigt.

Edelman beschäftigte im Geschäftsjahr durchschnittlich in Frankfurt 52 Mitarbeiter (Vorjahr 58), in Hamburg waren 59 (Vorjahr 60), in Berlin 67 (Vorjahr 72) sowie in Köln 58 (im Vorjahr 51) Mitarbeiter beschäftigt.

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

• Frau Christiane Schulz, Berlin, Deutschland

Auf die Angabe der Gesamtbezüge wurde mit Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Angaben über den Anteilsbesitz an anderen Unternehmen von mindestens 20 Prozent der Anteile

Gemäß § 285 Nr. 11 HGB wird über nachstehende Unternehmen berichtet:

Firmenname, Sitz Anteilshöhe Jahresergebnis
in Euro
Eigenkapital
in Euro
DJE Germany GmbH 100,00 % 0,00 * 29.054,14
Berlin

* nach Ergebnisabführung

Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag

Aufgrund des am 26. Mai 2010 mit der DJE Germany GmbH abgeschlossenen Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrages, wird das Jahresergebnis durch die Edelman GmbH, Frankfurt am Main übernommen.

Konzernzugehörigkeit

Die Edelman GmbH, Frankfurt am Main wird über die Daniel J. Edelman Inc., USA, in den Konzernabschluss der Daniel J. Edelman Holdings, Inc., USA, welche den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen aufstellt, einbezogen. Damit zählen alle Unternehmen, die in den Konzernabschuss der Daniel J. Edelman Holdings, Inc., USA einbezogen werden, zu den verbundenen Unternehmen. Eine Kopie des Konzernabschlusses ist unter www.edelman.com erhältlich.

Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Es wird vorgeschlagen, den Jahresüberschuss 2022/2023 auf neue Rechnung vorzutragen.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Frankfurt am Main, den 5. Januar 2024

gez. Christiane Schulz

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.07.2022
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 111.043,76 0,00 3.790,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 7.161.201,00 0,00 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 7.272.244,76 0,00 3.790,00
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.322.258,51 287.073,07 216.827,89
Summe Sachanlagen 2.322.258,51 287.073,07 216.827,89
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 30.871,13 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 30.871,13 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 9.625.374,40 287.073,07 220.617,89
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 30.06.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 107.253,76
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 7.161.201,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 7.268.454,76
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 2.392.503,69
Summe Sachanlagen 0,00 2.392.503,69
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 0,00 30.871,13
Summe Finanzanlagen 0,00 30.871,13
Summe Anlagevermögen 0,00 9.691.829,58
kumulierte Abschreibung 01.07.2022
EUR
Abschreibung Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibung 30.06.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 110.024,76 999,00 3.788,00 0,00 107.235,76
2. Geschäfts- oder Firmenwert 5.031.589,00 709.870,00 0,00 0,00 5.741.459,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 5.141.613,76 710.869,00 3.788,00 0,00 5.848.694,76
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.918.901,01 207.431,07 211.526,39 0,00 1.914.805,69
Summe Sachanlagen 1.918.901,01 207.431,07 211.526,39 0,00 1.914.805,69
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 5.871,13 0,00 0,00 0,00 5.871,13
Summe Finanzanlagen 5.871,13 0,00 0,00 0,00 5.871,13
Summe Anlagevermögen 7.066.385,90 918.300,07 215.314,39 0,00 7.769.371,58
Zuschreibung Geschäftsjahr
EUR
Buchwert Geschäftsjahr 30.06.2023
EUR
Buchwert Vorjahr 30.06.2022
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 18,00 1.019,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 1.419.742,00 2.129.612,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 1.419.760,00 2.130.631,00
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 477.698,00 403.357,50
Summe Sachanlagen 0,00 477.698,00 403.357,50
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 0,00 25.000,00 25.000,00
Summe Finanzanlagen 0,00 25.000,00 25.000,00
Summe Anlagevermögen 0,00 1.922.458,00 2.558.988,50

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 25.04.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

An die Edelman GmbH, Frankfurt am Main:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Edelman GmbH, Frankfurt am Main, - bestehend aus der Bilanz zum 30. Juni 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis 30. Juni 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Edelman GmbH, Frankfurt am Main, für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis 30. Juni 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. Juni 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis 30. Juni 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Oberursel (Taunus), den 5. Januar 2024

btu beraterpartner GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Benedikt Schilp, Wirtschaftsprüfer

Dominik Faber, Wirtschaftsprüfer

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