Stammdaten

Register
Amtsgericht Essen HRB 6223
Vorher
opta data hard- und software GmbH
Eingetragen
13.12.1984
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieErbringung von sonstigen Dienstleistungen der InformationstechnologieGroßhandel mit Datenverarbeitungsgeräten, peripheren Geräten und Software
Gegenstand
Die Entwicklung und der Vertrieb von Software-Systemen und IT-Hardware, die IT-Beratung, Rechenzentrumsleistungen und die Nutzungsüberlassung von IT-Software.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
750.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

opta data IT Solutions GmbH

Essen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 01.01.2023 - 31.12.2023

Grundlage des Unternehmens

Durch geplante Veränderungen in den Vorjahren, die im Wesentlichen durch die Ausgliederung des Geschäftsbereiches egeko, der Einstellung des Produktes VuV sowie einem Austritt aus dem Markt Österreich, konnten wir im Jahr 2023 den Fokus auf unsere beiden Hauptstandbeine legen: Branchensoftwarelösungen im Bereich der ambulanten Pflege und dem Bereich des Hilfsmittelmarktes. Im Bereich der Software für Sanitätshäuser sind wir mit über 400 Kunden marktführend im deutschen Markt. Mit unserer neuen Pflegesoftware od |care möchten wir im Jahr 2024 zum Herausforderer der Branchengröße werden.

Unseren Kunden stellen wir neben den beiden Branchensoftwares weitere Lösungen zur Steuerung ihres Unternehmens zur Verfügung: Endgeräte, Netzwerk-Administrationen von Einzelunternehmen sowie Serverhosting für beide Kundengruppen.

Wirtschaftsbericht

Für das Geschäftsjahr 2023 war im Vergleich zum Vorjahr ein Umsatzrückgang in Höhe von ca. 9% zu verzeichnen. Dieser Rückgang ist durch den Verkauf des egeko-Geschäftsbetriebs zum 31.05.2022 entstanden. Auch im abgelaufenen Geschäftsjahr profitierte die opta data IT Solutions GmbH (odITS) von Erlösen des Asset-Deals, der sich über drei Jahre erstreckt; dies kann den Umsatzrückgang jedoch nicht ausgleichen. Bereinigt um den egeko-Effekt konnten wir unsere Umsätze in den Hauptbereichen Pflege und Hilfsmittel sogar steigern.

Leider verzeichnen wir auch im Jahr 2023 ein negatives Kundenwachstum im Pflegebereich, wenngleich diese Entwicklung durch mehrere Maßnahmen reduziert werden konnte. Neben der Tatsache, dass dieser Bereich sehr volatil ist, erfüllt unsere aktuelle ERP-Software nicht mehr die Erwartungen eines Teils unserer Kunden und ist zudem unter technologischen Gesichtspunkten nicht mehr auf dem aktuellen Stand. Hier arbeiten wir unter Hochdruck gemeinsam mit anderen Pflegesoftwareherstellern der opta data Gruppe an einer gemeinsamen neuen ERP-Lösung für den Markt der ambulanten Pflege. Diese neue Software od |care soll nun Mitte 2024 mit ihren Kernfunktionen in den Markt eingeführt werden und uns neue Chancen im umkämpften Pflegemarkt ermöglichen. Trotz dieser Tendenz haben wir es geschafft, die Erlöse aus dem Pflegebereich im Jahr 2023 zum Vorjahr 2022 auf 5,3 Mio. EUR leicht zu steigern. Dies ist uns durch Neukunden und Nachverkäufe bei Bestandskunden gelungen.

Der Hilfsmittelmarkt steht insb. im Vergleich zum Pflegemarkt sehr viel stabiler dar. Hier befinden wir uns in einem reinen Verdrängungsmarkt, welcher sich zusehends weiter verdichtet. Trotzdem haben wir es geschafft, die Erlöse aus diesem Bereich um 0,6 Mio. EUR auf 7,2 Mio. EUR zu steigern, was uns durch eine Wartungspreiserhöhung um knapp 10% zum 01.01.2023 gelungen ist. Der Bereich war in der Vergangenheit noch von hohen Nachlässen auf Käufe und Wartung geprägt. Diese hohen Nachlässe reduzieren wir nunmehr nach und nach durch unseren im Jahr 2023 neu eingeführten Key-Account oder durch die Geschäftsführung selbst. Auch die stets wachsende Zahl der Nutzer unseres Exklusiv-Services schafft sehr zufriedene Kunden und sorgt für zusätzliche Erlöse im Bereich der Sanitätshäuser.

Trotz dieser zahlreichen Handlungsfelder sowie Veränderungsprozesse und -maßnahmen, auf denen wir uns nach innen und außen im Jahr 2023 bewegt haben, beläuft sich das Jahresergebnis nach Steuern erfreulicherweise auf 1,2 Mio. EUR. Dies auch unter dem Gesichtspunkt, dass wir ca. 501.000 EUR in neue Serverhardware investiert haben.

Wir sehen das Unternehmen insgesamt in einer stabilen Finanz- und Ertragslage. Das moderate Wachstum im Jahre 2023 hat gezeigt, dass wir mit unseren Lösungen für Hilfsmittel und Pflege auf zwei stabilen Säulen stehen und zukünftig noch weiteres Potential heben können. Dies gilt es im Jahr 2024 zu festigen und weiter auszubauen.

Chancen- und Risikobericht

Im Bereich der Pflegesoftware ist es uns leider nicht gelungen, die neue Software zum Ende des Jahres 2023 fertig zu stellen. Durch weitere Eingriffe im Bereich Personal und Abläufe könnten wir die Entwicklung jedoch noch effizienter gestalten. Hierdurch haben wir große Schritte gehen können und freuen uns auf die erste offizielle Vorstellung der Software auf der Alten- und Pflegemesse im April 2024. Mit dieser funktionstüchtigen und modernen Software od | care öffnen sich auf dem Pflegemarkt sehr gute Chancen für uns: Der Markt wächst und Konkurrenten schwächeln derzeit insbesondere im Service. Ein immer noch guter Zeitpunkt, um Marktchancen für die odITS zu nutzen.

Da die Neuentwicklung der Software für Sanitätshäuser (nuvis) sich noch etwas zieht, haben wir uns entschlossen, für unsere bestehende Software einen sogenannten Workflowmanager zu entwickeln. Dieser soll es uns in Zusammenarbeit mit ausgewählten Kunden ermöglichen, prozessoptimierte Abläufe für die Mitarbeiter der Sanitätshäuser einfach und effizient zu gestalten. Dies könnte sehr erfolgreich den Fachkräftemangel bei unseren Kunden beheben und den Nutzen unserer Software stark erhöhen. Ferner planen wir in diesem Bereich, die Software optisch auf den aktuellen Stand der Technik zu heben.

Für das Jahr 2024 sehen wir gespannt auf die Übernahme unseres Serverhosting-Betriebes durch die od-FIN-IT. Wir haben uns zu diesem Schritt entschlossen, da Anforderungen an Ausfallsicherheit, Performanz und Cyber-Sicherheit nahezu täglich wachsen. Dies halten wir mit unseren vorhandenen Ressourcen mit starkem übergreifenden, aber geringerem Spezialwissen für nicht weiter sinnvoll. In diesem Zuge sind wir bestrebt, die neu angeschaffte Hardware auch nach der Übernahme zu nutzen oder bestmöglich zu veräußern.

Prognosebericht

Für das Jahr 2024 erwarten wir Wachstum im Hilfsmittel-Bereich insbesondere durch unsere Rabatt-Reduzierungen und durch den Ausbau neuer Dienstleistungen wie Exklusiv-Support. Ferner bieten wir unseren Kunden neuerdings ein Business-Intelligence-Tool an, durch dies die Kunden ihr Tagesgeschäft noch besser steuern können. Erste Vorstellungen bei Kunden liefen erfreulich positiv und führten bereits zu ersten Abschlüssen. Der Bereich der Pflege ist weiterhin durch Betriebsaufgaben und Fluktuation gekennzeichnet, was sich negativ auf unsere Kundenanzahl auswirkt. Zudem verlieren wir auch Kunden, die sich von einem Konkurrenzprodukt mehr versprechen. Hier gilt es, die bestehende Software stabil zu halten, zugleich die Neuentwicklung weiter voranzutreiben und die erste verkaufsfähige Version im April 2024 auszuliefern. Diese Maßnahmen sind in der mittelfristigen Strategie der odITS verankert und korrespondieren mit der Gruppenstrategie für den Geschäftsbereich Pflege.

Neben der Optimierung der Erlöse arbeiten wir mit unseren Führungskräften an der Reduzierung unserer Aufwände. Aufgrund unserer Kostenstruktur ist dies in der Masse im Bereich des Personals möglich. Hier haben wir bereits im Jahr 2023 die Anzahl der FTE um 14,6 FTE reduziert und planen dies im Jahr 2024 zu wiederholen. Im Gegenzug werden wir ab dem 01.07.2024 unsere Gehälter in den relevanten Bereichen stärker anpassen als in den Vorjahren. Dies tun wir anhand von Gehaltsbändern, welche wir in den letzten Monaten gemeinsam mit der opta data Gruppe erarbeitet haben. Hauptfokus war hier die Zahlung von marktüblichen Gehältern im IT und Entwicklungsbereich.

Das Jahr 2024 wird für die odITS ein wichtiges Jahr, um mit der neuen Pflegesoftware "od | care" den Markt anzugreifen. Neben der neuen Software stehen Themen wie der Umzug in den neuen Campus Bauteil II, weitere Kundenfokussierung sowie der Umzug des Rechenzentrums im Mittelpunkt. Hier sehen wir die odITS auf einem sehr guten Weg. Wir planen für das Jahr 2024 bei konstantem Umsatz ein verbessertes Jahresergebnis vor Steuern sowie Beteiligungserträgen von ca. 1,2 Mio. €.

Anknüpfend an diese Ambition soll im Jahr 2025, die Rendite noch weiter ausgebaut werden. Maßgebliche Treiber sind hier im Besonderen das Vermarkten der Pflegesoftware sowie die weitere Optimierung der Kostenstrukturen in den Bereichen Personal, Prozessen sowie Lizenzkosten bei Softwares.

Auf diese Weise kann das Auslaufen der Einmalerlöse im Jahr 2025, die durch den egeko-Verkauf (ca. 562.000 EUR p.a.) erwirtschaftet wurden, in den Folgejahren mehr als kompensiert werden.

All diese Herausforderungen wären ohne den permanenten Einsatz unserer Mitarbeiter:innen sowie dem offenen und engagierten Umgang mit den zahlreichen Veränderungen im Geschäftsjahr 2023 nicht möglich. Auch im Jahr 2023 haben uns viele Anpassungen, Neujustierungen und auch Rückschläge beschäftigt. Dabei ist positiv zu erwähnen, dass der überwiegende Teil der Kolleg:innen diese Herausforderungen angenommen und mit Bravour gemeistert hat. Darüber sind wir sehr glücklich und möchten an dieser Stelle nochmals unseren besonderen Dank aussprechen!

 

Essen, 11. April 2024

gez. Christian Teufel

gez. Alexander Boschuk

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 36.346,00 6.446,00
36.346,00 6.446,00
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 744.753,94 294.614,00
744.753,94 294.614,00
II. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2.194.616,06 2.194.616,06
2.975.716,00 2.495.676,06
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Fertige Erzeugnisse und Waren 38.036,92 57.252,52
38.036,92 57.252,52
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 384.039,63 662.518,90
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.623.585,67 2.554.738,28
3. Sonstige Vermögensgegenstände 222.020,20 124.450,87
(davon mit Restlaufzeit mehr als ein Jahr: € 0,00; Vj.: € 4.288,99)
2.229.645,50 3.341.708,05
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 462.205,56 507.580,15
2.729.887,98 3.906.540,72
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 166.180,80 83.240,47
5.871.784,78 6.485.457,25

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 750.000,00 750.000,00
II. Kapitalrücklage 611.895,62 611.895,62
III. Gewinnrücklagen andere Gewinnrücklagen 12.059,79 12.059,79
IV. Bilanzgewinn 1.975.634,29 2.381.505,17
(davon aus Gewinnvortrag € 781.505,17; Vj.: € 1.054.594,64)
3.349.589,70 3.755.460,58
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.089.891,00 1.123.510,00
2. Steuerrückstellungen 0,00 41.376,00
3. Sonstige Rückstellungen 639.005,79 833.914,14
1.728.896,79 1.998.800,14
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 216.936,73 172.892,48
(davon mit Restlaufzeit bis ein Jahr: € 216.936,73; Vj.: € 172.892,48)
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 145.183,29 133.702,67
(davon mit Restlaufzeit bis ein Jahr: € 145.183,29; Vj.: € 133.702,67)
3. Sonstige Verbindlichkeiten 316.905,02 306.636,86
(davon mit Restlaufzeit bis ein Jahr: € 318.414,27; Vj.: € 306.636,86)
(davon aus Steuern € 195.618,01; Vj.: € 179.386,84)
679.025,04 613.232,01
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 16.509,25 29.751,52
E. PASSIVE LATENTE STEUERN 97.764,00 88.213,00
5.871.784,78 6.485.457,25

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2022
1. Rohergebnis 13.404.424,11 14.950.011,83
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 7.987.885,70 8.242.158,95
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 1.457.649,17 1.658.205,49
(davon für Altersversorgung: € 117.939,00; Vj.: € 117.939,00)
9.445.534,87 9.900.364,44
3. Abschreibungen:
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 190.398,07 216.075,26
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 3.418.879,97 4.120.903,94
(davon aus Währungsumrechnung: € 0,00; Vj.: € 36,25)
5. Erträge aus Beteiligungen 1.144.905,53 1.106.760,48
(davon aus verbundenen Unternehmen: € 1.144.905,53; Vj.: € 1.106.760,48)
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 28.669,37 48.307,70
(davon aus verbundenen Unternehmen € 11.934,37; Vj.: € 9.180,17)
(davon aus Abzinsung: € 549; Vj.: € 5.462,81)
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 23.867,87 22.263,66
(davon aus Abzinsung: € 0,00; Vj.: € 29,00)
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 297.551,52 511.488,76
(davon aus latenten Steuern: € 9.551; Vj.: € -68.107,00)
9. Ergebnis nach Steuern 1.201.766,71 1.333.983,95
10. Sonstige Steuern 7.637,59 7.073,42
11. Jahresüberschuss 1.194.129,12 1.326.910,53
12. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 781.505,17 1.054.594,64
13. Bilanzgewinn 1.975.634,29 2.381.505,17

Anhang für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2023

der opta data IT Solutions GmbH

A. Allgemeine Angaben

Die opta data IT Solutions GmbH, Essen, hat die Entwicklung und den Vertrieb von Software-Systemen und IT-Hardware, die IT-Beratung, Rechenzentrumsleistungen und die Nutzungsüberlassung von IT-Software, zum Unternehmensgegenstand.

Der vorliegende Jahresabschluss der opta data IT Solutions GmbH wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) in der zum Abschlussstichtag gültigen Fassung aufgestellt.

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses sind die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften anzuwenden. Die Größenklassifizierung gemäß § 267 HGB hat sich für die Gesellschaft nicht verändert. Die Erleichterungen des § 288 HGB werden in Anspruch genommen.

Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 (2) HGB. Die Vergleichszahlen für das Vorjahr sind entsprechend angegeben.

Die Gesellschaft wird beim Amtsgericht Essen unter der Nummer HRB 6223 geführt.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden erfolgte unter dem Grundsatz der Unternehmensfortführung (Going-Concern-Prinzip gem. § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB).

Die Ausübung von Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweiswahlrechten erfolgte unverändert zum Vorjahresabschluss.

Immaterielle Vermögensgegenstände

Immaterielle Vermögensgegenstände werden, soweit entgeltlich erworben, zu Anschaffungskosten aktiviert und entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert. Bei voraussichtlich dauerhaften Wertminderungen werden außerplanmäßige Abschreibungen erfasst.

Sachanlagevermögen

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen angesetzt. Die Herstellungskosten der Sachanlagen werden in Höhe der handelsrechtlichen Untergrenze bemessen (Einzelkosten, angemessene Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit durch die Fertigung veranlasst). Einbeziehungswahlrechte werden nicht ausgeübt. Auch Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert.

Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis 250,00 EUR werden sofort in voller Höhe als Betriebsausgaben abgezogen. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten, die 250,00 EUR, aber nicht 800,00 EUR übersteigen, werden im Jahr des Zugangs vollständig abgeschrieben. Das Wahlrecht zum Bilden eines Sammelpostens wird damit nicht in Anspruch genommen.

Soweit der nach den vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Abschluss-Stichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen.

Finanzanlagen

Die Finanzanlagen werden grundsätzlich zu Anschaffungskosten, bei dauerhafter Wertminderung ggf. vermindert um außerplanmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Anschaffungskosten sind bereits bei Zugang auf den Barwert der Ausleihung begrenzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zu ihren Nennwerten bilanziert. Der Ansatz wird soweit erforderlich um Einzel- und Pauschalwertberichtigungen in angemessener Höhe gemindert.

Guthaben bei Kreditinstituten

Bankguthaben werden jeweils zum Nennwert angesetzt.

Pensionsrückstellungen

Gem. § 249 HGB sind für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen Rückstellungen zu bilden. Ihre Bewertung hat gem. § 253 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages zu erfolgen. Künftige Preis- und Kostensteigerungen sind hierbei zu berücksichtigen. Pensionsrückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind seit 2016 mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre abzuzinsen. Rückstellungen für Altersversorgungs-verpflichtungen oder vergleichbare langfristig fällige Verpflichtungen können stattdessen auch pauschal mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst werden, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt.

Die Pensionsrückstellungen wurden auf der Basis der Heubeck-Richttafeln 2018 G nach dem modifizierten Teilwertverfahren ermittelt. Ihnen wurde eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren sowie der von der Deutschen Bundesbank für diese Restlaufzeit bekannt gegebene durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre von 1,83 % zugrunde gelegt (Vorjahr: 1,78%).

Die Differenz der Rückstellungswerte der beiden unterschiedlichen Zinssätze für eine 7-Jahres- Betrachtung (1,75 %) bzw. eine 10-Jahres-Betrachtung (1,83 %) ergibt einen Betrag in Höhe von EUR 15.637,00. Dieser Betrag unterliegt gemäß § 253 (6) S. 2 HGB einer Ausschüttungssperre.

Sonstige Rückstellungen

Sonstige Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags passiviert. Bei sonstigen Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Preis- und Kostensteigerungen in Höhe der allgemeinen Inflationsrate berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung monatlich ermittelt und bekannt gegeben werden.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten werden mit den jeweiligen Erfüllungsbeträgen angesetzt.

C. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung

I. Bilanz

Anlagevermögen

Die Gliederung und die Entwicklung des Anlagevermögens ist im nachfolgenden Anlagespiegel dargestellt.

Beteiligungen an anderen Unternehmen mit mindestens 20% der Anteile bestanden zum Abschlussstichtag wie folgt:

Kapitalanteil Eigenkapital Ergebnis 2023
EUR EUR
Michael Martin GmbH & Co. KG, Waldorf 88,54% 25.565 1.293.094
Support Eins GmbH, Essen 100% 135.530 88.894

Die Angabe zu einer weiteren Tochtergesellschaft unterbleibt gemäß § 286 Abs.3 Nr.1 HGB.

Umlaufvermögen

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben eine Laufzeit von bis zu einem Jahr und werden somit nicht abgezinst.

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von TEUR 423 (VJ. TEUR 1.285) enthalten. Es handelt sich dabei um Forderungen aus einem Darlehen.

Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Die aktiven Rechnungsabgrenzungen setzen sich im Wesentlichen aus vorausbezahlten Versicherungsbeiträgen, Wartungs- und Lizenzraten sowie Fortbildungskosten zusammen.

Eigenkapital

Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt zum Stichtag TEUR 750 (VJ. TEUR 750). Der Bilanzgewinn beträgt EUR 1.976 (Bilanzgewinn VJ. TEUR 2.382) und enthält einen Gewinnvortrag in Höhe von 782 (VJ. TEUR 1.055).

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter bestehen zum Abschlussstichtag nicht. Ferner bestehen, wie im Vorjahr, keine Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen überwiegend Personalrückstellungen für Tantieme und Urlaub mit insgesamt TEUR 522.

Passiver Rechnungsabgrenzungsposten

Ausgewiesen werden bereits vereinnahmte Erlöse für Wartungsleistungen, die im folgenden Geschäftsjahr zu erbringen sind in Höhe von TEUR 3 sowie vereinnahmte Umweltprämien mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von TEUR 12.

Passive latente Steuern

Die Veränderung des Ansatzes der passiven latenten Steuern gegenüber dem Vorjahr beträgt TEUR ./. 10. Dieser Betrag ist in der Gewinn- und Verlustrechnung unter der Position "Steuern vom Einkommen und Ertrag" berücksichtigt.

II. Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Sonstige betriebliche Aufwendungen resultieren im Wesentlichen aus Miet-, Fahrzeugkosten, Verkaufsprovisionen, Kosten für Fremdleistungen und Rechts- und Beratungskosten, Lizenzen, sowie gruppeninternen Dienstleistungen.

Steuern vom Einkommen und Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen im Wesentlichen Aufwendungen für Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag (TEUR 261; VJ. TEUR 376) und für Gewerbesteuer (TEUR 66; VJ. TEUR 195) sowie dem Ansatz latenter Steuern (TEUR 10; TEUR VJ. . /. 68) auf Laufende zeitliche Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen, des abgelaufenen Geschäftsjahres und Erträge aus Körperschaftsteuer für frühere Jahre (TEUR 34; VJ. TEUR 56) sowie für Gewerbesteuererstattungen für frühere Jahre (TEUR 5; VJ. TEUR 4).

D. Sonstige Angaben

Mitarbeiter

Die Gesellschaft beschäftigte im Jahr 2023 durchschnittlich 165 Mitarbeiter (VJ. 168).

Haftungsverhältnisse

Zum Abschlussstichtag bestanden folgende Haftungsverhältnisse:

Betrag davon gesichert
1 Bürgschaft für Mitarbeiter 18.200,00 EUR 0,00 EUR

Aufgrund der gegenwärtigen Bonität und des bisherigen Zahlungsverhaltens der Begünstigten schätzen wir die Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme der vorgenannten Haftungsverhältnisse als gering ein. Im Vorjahr bestanden keine Bürgschaften.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Miet- Leasingverpflichtungen bestehen wie folgt:

Zahlbar 2024 Zahlbar 2025 Zahlbar 2026
EUR EUR EUR
Mieten 468.782 376.822 376.822
Leasing 180.890 158.122 137.374

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen nur im Rahmen des normalen Geschäftsganges und in einem Umfang, der für die Beurteilung der Finanzlage ohne besondere Bedeutung ist.

Geschäftsführung

Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr:

Herr Christian Teufel, Kaufmann, Bochum

Herr Alexander Boschuk, Dipl.-Kaufmann, Wolfsheim

Den Mitgliedern des Geschäftsführungsorgans wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr keine anzugebenden Vorschüsse oder Kredite gewährt. Haftungsverhältnisse zu ihren Gunsten wurden nicht eingegangen.

Die Angabe der Bezüge der Geschäftsleitung unterbleibt in Anwendung der Schutzvorschrift des § 286 Abs.4 HGB.

Konzernzugehörigkeit

Die opta data IT Solutions GmbH wird in den Konzernabschluss der opta data IT GmbH, Essen, die den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt, nach den Grundsätzen der Vollkonsolidierung einbezogen. Weiterhin wird die opta data IT Solutions GmbH in den Konzernabschluss der opta data Stiftung & Co. KG, Essen, die den Konzernabschluss für den größten Kreis der von Unternehmen aufstellt, nach den Grundsätzen der Vollkonsolidierung einbezogen. Diese Abschlüsse werden beim Unternehmensregister eingereicht.

Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers für im Geschäftsjahr erbrachte Leistungen ist im Anhang zum Konzernabschluss der opta data IT GmbH, Essen, angegeben.

Ereignisse nach dem Abschlussstichtag

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahrs eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind haben sich nicht ergeben.

 

Essen, 11. April 2024

gez. Christian Teufel

gez. Alexander Boschuk

Entwicklung des Anlagevermögens (Bruttodarstellung)

01.01.2023 Zugänge Umbuchg Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
Anschaffungs-/Herstellungskosten
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte 382.739,68 35.682,72 0,00 5.876,00 412.546,40
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 761.036,34 643.930,29 0,00 154.814,70 1.250.151,93
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 2.194.616,06 0,00 0,00 0,00 2.194.616,06
3.338.392,08 679.613,01 0,00 160.690,70 3.857.314,39
Abschreibungen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte 376.293,68 5.780,72 0,00 5.874,00 376.200,40
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 466.422,34 184.617,35 0,00 145.641,70 505.397,99
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
842.716,02 190.398,07 0,00 151.515,70 881.598,39
Buchwerte
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte 6.446,00 36.346,00
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 294.614,00 744.753,94
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 2.194.616,06 2.194.616,06
2.495.676,06 2.975.716,00

Weitere Angaben zur Offenlegung

Der vorstehende Jahresabschluss zum 31.12.2023 ist von der Gesellschafterversammlung am 13.05.2024 festgestellt worden.

Die Gesellschafterversammlung vom 13.05.2024 hat den festgestellten Jahresüberschuss iHv. 1.194.129,12 € auf neue Rechnung vorgetragen.

Der Jahresabschluss wird in verkürzter Form offen gelegt.

Der wiedergegebene Bestätigungsvermerk bezieht sich auf den vollständigen Jahresabschluss.

 

gez.

Christian Teufel

Alexander Boschuk

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die opta data IT Solutions GmbH, Essen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der opta data IT Solutions GmbH, Essen - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der opta data IT Solutions GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.

Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Essen, 12. April 2024

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