Stammdaten

Register
Amtsgericht Nürnberg HRB 23723
Eingetragen
13.9.2007
Branche
Bearbeitung und Veredlung von KunststoffwarenHerstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von Platten, Folien, Schläuchen und Profilen aus Kunststoffen
Gegenstand
Beflockung sowie die Be- und Verarbeitung von Kunststoffteilen einschließlich der dafür erforderlichen Nebenbetriebe.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Dominik Vogel
seit 30.5.2012
Geschäftsführer
Alexandra Harder
seit 5.1.2010
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
Vogel OHG
Germany
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

ISO Flock GmbH

Neunkirchen am Sand

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

A. Grundlagen

Die ISO Flock GmbH wurde am 20.8.2007 gegründet und hat ihren Sitz in Neunkirchen a. S..

Die rechtliche Unternehmensstruktur hat sich im Geschäftsjahr 2023 nicht verändert.

A.1. Geschäftstätigkeit

Unsere Geschäftstätigkeit umfasst die dreidimensionale Beflockung von Kunststoffteilen als Zulieferer für die Automobilindustrie. Daneben bieten wir zusammen mit Kooperationspartnern unseren Kunden die Übernahme kompletter Lieferketten von der Herstellung von Spritzgusswerkzeugen über die Herstellung der Spritzgussteile bis zur Beflockung und Montage einzelner Komponenten.

A.2. Forschung und Entwicklung

Eigene Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten sind in unserem Unternehmen nur insoweit erforderlich, als wir unsere selbst entwickelten automatisierten Flockanlagen weiterentwickeln und optimieren. Eine verstärkte maschinelle Bearbeitung der Produkte dient zum einen der Qualitätsverbesserung zum anderen aber auch dazu, dem vorhandenen Arbeitskräftemangel in der Produktion entgegenzuwirken.

A.3. Zweigniederlassungen

Standorte des Unternehmens im Jahr 2023:

Betriebssitz 91233 Neunkirchen a. S., Industriestraße 18

Produktionsstätte 1 53804 Much, Bövingen 125 Produktionsstätte 2 94447 Plattling, Straubinger Straße 85a

Der Betriebssitz in Neunkirchen a.S. ist der Ort der tatsächlichen Geschäftsleitung. Von hier aus werden die Vertriebsaktivitäten durchgeführt. In der Produktionsstätte 1 in Much befinden sich neben einem Produktionsbetrieb auch das Controlling, die Personalverwaltung und die Buchhaltung des Unternehmens. In der Produktionsstätte 2 in Plattling wird ausschließlich produziert.

Die erwirtschaftete Gesamtleistung verteilt sich wie folgt:

Produktionsumsatz Betriebsstätte Much ca. 33,00 %
Produktionsumsatz Betriebsstätte Plattling ca. 64,00 %
Projektgeschäft Werkzeugprojekte ca. 3,00 %

B. Wirtschaftsbericht

B.1. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen waren im Kalenderjahr 2023 wie bereits im Vorjahr herausfordernd. Neben dem bereits im Jahr 2022 ausgebrochenen Krieg in der Ukraine wird die weltweite Sicherheitslage durch den im Gazastreifen entfachten Konflikt weiter geschwächt. Hinzu kommen die höheren Finanzierungskosten, die unter anderem durch die restriktiven, geldpolitischen Maßnahmen der Zentral- und Notenbanken verursacht sind.

Das Berichtsjahr 2023 schloss lt. einer Schätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) im Januar 2024 mit einem Anstieg des weltweiten realen Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 3,1 % ab. Somit verringerte sich das Wachstum des realen BIP gegenüber des geschätzten Vorjahreswertes um 0,3 %. Der Rückgang ist insbesondere auf das schwache Wirtschaftswachstum in Europa zurückzuführen, da insbesondere Asien ein zum Vorjahr verbessertes Wachstum zeigen konnte.

Auf Grund hoher Inflationsraten und damit einhergehendem Nachfragerückgang erfuhr das Wachstum der Wirtschaftsleistung Europas im Jahr 2023 einen Rückgang. Während das reale BIP in Europa im Jahr 2022 ein Wachstum von 3,5 % aufwies, wuchs die europäische Wirtschaft im Jahr 2023 nur um 0,5 %. Die deutsche Wirtschaft schrumpfte im Berichtsjahr 2023 lt. Schätzung des IWF um 0,3 %. Das deutsche reale BIP sank nach Angaben des Statistischen Bundesamtes gegenüber dem Vorjahr um 0,3 %. Deutschland blieb damit hinter europäischen Staaten, wie z.B. Frankreich (+ 0,8 %) oder Spanien (+ 2,4 %) zurück.

Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die branchenbezogenen Rahmenbedingungen im Automobilsektor hatten ebenfalls mit den gesamtwirtschaftlichen Herausforderungen zu kämpfen. Allerdings konnten deutliche Wachstumsraten in der Automobilbranche verzeichnet werden. Diese waren insbesondere durch verbesserte Lieferbedingungen innerhalb der Lieferketten, und durch Nachholeffekte der schwachen Vorjahre bedingt. Die Folgen hieraus waren, dass lt. Angaben des Verbandes der Automobilindustrie (VDA) im Berichtszeitraum auf dem europäischen PKW-Markt 14 % mehr Fahrzeuge zugelassen wurden als im Vorjahr 2022. Diese Wachstumsrate wurde nur vom mexikanischen Light-Vehicle-Markt übertroffen, welcher im Berichtsjahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr 2022 um 25 % zulegen konnte.

Die inländische Pkw-Produktion konnte sich im Berichtsjahr 2023 um 18 % steigern. Trotz dieser Wachstumsrate blieb die Produktion hinter den Produktionszahlen des Jahres 2019 (vor Ausbruch der Corona-Pandemie) um 12 % zurück.

Eine Differenzierung hinsichtlich der Antriebstechnologien der Pkws ist in unserem Fall nicht zwangsläufig vorzunehmen, da die von uns produzierten Teile für das Interieur und Exterieur bestimmt sind. Demnach ist unser Produkt in dieser Betrachtungsweise technologieunabhängig.

B.2. Geschäftsverlauf

Die Entwicklung der Automobilbranche hat für uns als Automobilzulieferer unmittelbare Auswirkung auf unser Unternehmen. Sinkende Absatzzahlen führen zu sinkenden Abrufzahlen für unsere Produkte und beeinflussen in der Regel unsere Wettbewerbssituation.

Unsere bisherige Einschätzung, dass die politisch und ökologisch getriebene Veränderung der Mobilität, weg vom Verbrennungsmotor hin zu alternativ angetriebenen Fahrzeugen für uns zumindest kein Nachteil ist, können wir aus der Erfahrung der letzten Jahre bestätigen. Als Zulieferer für Interieur- und Exterieur-Teile sind technische Veränderungen innerhalb der Industrie für uns unerheblich.

Die allgemein verzeichneten Nachholungseffekte, welche bereits vorangehend erwähnt wurden, wirkten sich auch in Deutschland aus. Nach Angaben des Kraftfahrtbundesamtes kam es in Deutschland im Berichtsjahr 2023 zum Anstieg der PKW-Zulassungszahlungen um 7,3 %.

Die dargelegten gesamtwirtschaftlichen und in der Branche vorherrschenden Umstände führten auch bei uns zu einem zufriedenstellenden Geschäftsverlauf des Jahres 2023, in welchem wir uns steigern konnten. Wir konnten unsere Geschäftsplanung 2023 erreichen.

B.3. Darstellung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der ISO Flock GmbH war im Geschäftsjahr 2023 nach dem nicht zufriedenstellenden Ergebnis im Vorjahr wieder zufriedenstellend und auskömmlich.

B.3. a Ertragslage

Wir haben in 2023 ein Rohergebnis von + 6.564,37 TEUR (VJ + 5.769,68 TEUR) und einen Jahresüberschuss von 346,83 TEUR (VJ - 216,72 TEUR) erzielt.

Das EBT betrug zum Bilanzstichtag + 342,83 TEUR (VJ - 215,12 TEUR), das EBITDA betrug + 566,12 TEUR (VJ - 33,49 TEUR).

Die Gesamtleistung (Beflockung von Kunststoffspritzteilen (+ 8,05 %) und Projektgeschäft (- 44,73 %)) steigerte sich gegenüber dem Vorjahr um 2,88 %.

Der Personalaufwand zzgl. des Aufwandes für Leiharbeitnehmer sank gegenüber dem Vorjahr um 2,24 %. Die Aufwendungen konnten durch einen geringeren Einsatz von Leiharbeitnehmern um ca. 2/3 im Vergleich zum Vorjahr reduziert werden. Dem standen höhere Kosten für das eigene Personal gegenüber, welches durch eine bessere Auslastung der eigenen Ressourcen bedingt war. Absolut gemessen, überstiegen die Einsparungen bei den Leiharbeitnehmern die angestiegenen Personalaufwendungen für das eigene Personal.

Die im Jahr 2023 vorgenommenen Investitionen in vollautomatische Beflockungslinien wirken sich seit Herbst 2023 positiv auf die Personalkostenquote aus.

Die Personalaufwandsquote, gemessen an der Gesamtleistung betrug im Berichtsjahr 32,01 % (VJ 33,93 %).

Das Finanzergebnis (- 69,54 TEUR) verschlechterte sich marginal im Vergleich zum Vorjahr (- 66,96 TEUR).

Absatz und Produktion

Unser Kerngeschäft besteht in der Produktion und in der Veredelung von Kunststoffspritzteilen sowie seit einigen Jahren in der Herstellung und den Verkauf von Spritzgussformen (Projektgeschäft), welche durch Kooperationspartner gefertigt werden.

Die Aufträge und der Umsatz der Sparte Beflockung von Kunststoffspritzteilen sind in der Regel mehrjährige Aufträge, für welche sich Umsatzveränderungen daraus ergeben, dass die Abrufzahlen der Auftraggeber von den abgesetzten Fahrzeugen abhängen und dadurch Schwankungen unterliegen. Im Jahr 2023 konnten unsere Erwartungen hinsichtlich der Abrufzahlen unserer Kunden erreicht werden. Gegenüber dem Jahr 2022 konnten wir unsere Leistung im Bereich der Beflockung um 8,05 % steigern.

Bei den Aufträgen für die Herstellung von Spritzgussformen (Projektgeschäft) handelt es sich um Einzel-Projektaufträge, welche langfristig gefertigt werden und - je nach Fertigstellung - zu Umsatzschwankungen und zu bewertungsrechtlichen Verlagerungen erzielter Gewinne zwischen den Jahren führen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr war die wirtschaftliche Leistung im Projektgeschäft um 44,73 % niedriger als im Vorjahr.

Beschaffung/Material

Alle unsere Lieferanten für Verbrauchsstoffe (Flock, Kleber usw.) und für Rohteile konnten mit Klasse A eingestuft werden. Die Rohteile werden wahlweise durch die Kunden beigestellt oder von den Rohteilherstellern, welche der Kunde bestimmt, eingekauft. Unsere Werkzeuge beschaffen wir bei im jeweiligen Einzelfall gesondert ausgewählten Werkzeugherstellern, wobei wir stets auf die Leistungsfähigkeit unseres im Firmenverbund angeschlossenen Werkzeugbauers setzen können.

Für das Projektgeschäft erfolgen projektbezogene Einkaufskalkulationen. Im Projektgeschäft ist es häufig üblich, Anzahlungen zu leisten, welche von uns über eine gesonderte Projektfinanzierungs-Kreditlinie abgewickelt werden.

Bei unseren Geschäftspartnern handelt es sich zum Teil um Verbundunternehmen, zum Teil um Fremdunternehmen. Aufgrund meist langjähriger und störungsfreier Geschäftsbeziehungen war die jederzeitige Belieferung sowohl seitens der Lieferanten als auch seitens der Veredler bzw. Formenbauer gewährleistet.

In unserer Sparte der Beflockung von Kunststoffspritzteilen konnten wir den Anstieg des Materialeinsatzes mit 2,74 % unterhalb des Anstiegs der Gesamtleistung halten. Der Materialeinsatz für das Projektgeschäft ist analog zu der gesunkenen wirtschaftlichen Leistung um 60,50 % gesunken. Insgesamt betrug die Materialaufwandquote 52,46 % (VJ 57,30 %).

B.3. b Finanzlage

Entwicklung der Cashflows

Der Cashflow aus den drei Bereichen Geschäftstätigkeit, Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit stellt sich wie folgt dar

Geschäftsjahr
TEUR
Vorjahr
TEUR
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 1.000,61 286,29
Cashflow aus der Investitionstätigkeit - 803,74 - 107,42
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit - 152,77 - 435,91

Liquiditätsentwicklung

Infolge von regelmäßiger Tilgung und die Rückführung der Projektfinanzierung konnten wir im Berichtsjahr 2023 die Verbindlichkeiten gg. Kreditinstituten um insgesamt 634,07 TEUR reduzieren. Dadurch vermindertet sich der Verschuldungsgrad zum 31.12.2023 auf 231,61 % (VJ 346,96 %).

Die kurz- und mittelfristige Beschaffung liquider Mittel zur Investitions- und Projektfinanzierung war im abgelaufenen Geschäftsjahr durchweg sichergestellt. Hierbei partizipieren wir von den Vorteilen unseres Firmenverbundes. Wir sind weiterhin der Annahme, dass künftig fällige finanziellen Verpflichtungen jederzeit erfüllt werden können.

B.3. c Vermögenslage

Die Bilanzsumme der ISO Flock GmbH belief sich zum Bilanzstichtag auf 4.490,31 TEUR (VJ: 4.502,41 TEUR). Sie hat sich gegenüber dem Vorjahr um 0,27 % vermindert.

Die Vermögensstruktur weist einen Anteil von 22,78 % (VJ 7,80 %) des Anlagevermögens an der Bilanzsumme aus.

Betriebsnotwendige Investitionen werden der tatsächlichen Geschäftsentwicklung entsprechend vorgenommen. Die abgeschlossenen Investitionen in das Anlagevermögen des Jahres 2023 führten zu einem Investitionsaufwand von 825,38 TEUR. Hiervon wurden 719,33 TEUR durch Mietkauf finanziert. Zusätzlich wurden Investitionen mit einem Anschaffungswert von 31,43 TEUR mittels Leasingfinanzierung angeschafft.

Das Umlaufvermögen und die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten verringerten sich um 6.87,81 TEUR und betrugen 77,04 % (VJ 92,11 %) der Bilanzsumme. Dabei entfallen 20,62 % (VJ 30,22 %) der Bilanzsumme auf die Vorräte. Die Forderungsquote aus Lieferungen und Leistungen betrug zum Bilanzstichtag 44,29 % (VJ 52,66 %) der Bilanzsumme.

Die Bestände an Roh- Hilfs- und Betriebsstoffen für die Produktion der Flockteile sind im Vergleich zum Vorjahr gemessen an der Bilanzsumme um 4,8 % gesunken.

Die Minderung der gesamten bilanzierten Vorratsbestände gegenüber dem Vorjahr in Höhe von 289,35 TEUR ist auf die Verringerung des gesamten Vorratsbestandes zurückzuführen, welcher durch die Auflösung von offen abgesetzten erhaltenen Anzahlungen (145,52 TEUR) aus dem Jahr 2022 abgemildert wurde.

Die Eigenkapitalquote steigt nach dem Jahresüberschuss des Jahres 2023 in Höhe von 346,83 TEUR auf 30,12 % (VJ 22,34 %). Der Anteil des kurzfristigen Fremdkapitals inkl. Rückstellungen sank hierdurch auf eine Quote von 48,22 % der Bilanzsumme (VJ 56,68 %). Der Anteil des mittelfristigen Fremdkapitals beträgt 21,55 % (VJ 20,82 %) der Bilanzsumme. Langfristiges Fremdkapital besteht zum 31.12.2023 nicht.

B.3. d Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Das Thema Nachhaltigkeit ist der Gesellschaft wichtig und wird auch als eines der Schlüsselkriterien für eine erfolgreiche Zukunft gesehen. Auf dem Weg zur klimaneutralen Mobilität sind wir als Zulieferer der Automobilindustrie stark an die Vorgaben und Entwicklungen unserer Auftraggeber gebunden. Dort liegt zurzeit das Hauptaugenmerk bei der Reduktion des CO 2 - Fußabdrucks eines Fahrzeugs sowohl während der Nutzungsphase/einem Lebenszyklus als auch bei Einführung neuer Antriebstechnologien, sowie bei der Herstellung und dem Recycling verwendeter Materialien.

Soweit wir die an uns gerichteten Vorgaben beeinflussen können, handeln wir vor diesem Hintergrund proaktiv um dem stärker werdenden Wunsch seitens der Kunden und anderer Stakeholder nach einem nachgewiesenen und bewussten Umgang mit jeglichen Ressourcen gerecht zu werden und einen Vorteil im Wettbewerb zu erlangen.

Wir verfügen über ein nach ISO 50.001 zertifiziertes Energiemanagement.

Derzeit bauen wir über unseren gesamten Firmenverbund ein Umweltmanagementsystem auf. Für einen Teil unseres Firmenverbunds liegt bereits eine Zertifizierung des Umweltmanagementsystems nach ISO 14.001 vor. Unser Umweltmanagementsystem wird voraussichtlich bis zum Ende des Jahres 2024 der Zertifizierung nach ISO 14.001 zugeführt.

B.4. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Nachdem wir im Jahr 2022 mit den Auswirkungen des Material- und Rohstoffmangels infolge des Ukraine-Krieges betroffen waren, stabilisierte sich der Beschaffungsmarkt und unsere wirtschaftliche Lage im Jahr 2023. Mit dem Erfolg des abgelaufenen Jahres sind wir in Anbetracht der schwierigen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen zufrieden. Wir sind in der Lage, das Fremdkapital durch auskömmliche Ergebnisse planmäßig zurückzuführen, so dass unser Unternehmen eine solide Eigenkapitalausstattung aufweist.

Aufgrund der nach wie vor schwierigen Absatzlage und einer erstarkenden Konkurrenzsituation können die in unserem Unternehmen vorhandenen Kapazitäten nicht zu 100 % eingesetzt werden. Somit erwarten wir für das Jahr 2024 einen im Vergleich zu 2023 sinkenden Gewinn.

C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

C.1. Prognosebericht

Der Ukrainekrieg sowie der im Jahr 2023 ausgebrochene Konflikt im Nahen Osten haben die Unsicherheiten in der Weltpolitik verschärft.

Auch wenn durch den Zusammenhalt der westlichen Staatengemeinschaften bisher das Schlimmste verhindert werden konnte, haben sich die globalen Wachstumsaussichten seither eingetrübt. Der IWF stellt in seinem Bericht zur Lage der Weltwirtschaft vom Januar 2024 in Deutschland eine Wachstumsprognose von - 0,5 % auf, in der gesamten Eurozone von + 0,9 % und weltweit von + 3,1 %.

Die Entwicklung der Finanzmärkte sowie die Auswirkungen der weltweiten Inflation auf das Käuferverhalten ist derzeit nicht absehbar. Das Geschäftsumfeld für die Automobilwirtschaft bleibt herausfordernd. Insbesondere in Europa, aber auch in anderen Weltregionen, kam es infolge von geopolitischen und gesamtwirtschaftlichen Unsicherheiten zuletzt zu einer gedämpften gesamtwirtschaftlichen Nachfrage und somit zu einem verhaltenen Wirtschaftswachstum.

Obwohl der Absatzmarkt für PKWs im Jahr 2023 auch in Deutschland einen Zuwachs gegenüber dem Vorjahreszeitraum erfuhr, kann nicht seriös eingeschätzt werden, mit welchen Abrufzahlen wir im Verlauf des Jahres 2024 rechnen können. Für unsere Prognoseberechnungen 2024 gehen wir von einer gegenüber 2023 sinkenden Auslastung und damit sinkendem Gewinn aus. Für die Folgejahre bleibt abzuwarten inwieweit sich der Absatzmarkt für Automobile und damit unsere Auslastung stabilisiert.

Wegen der vorhandenen längerfristigen Energielieferverträge mit unserem Energieversorger waren wir bis Ende 2023 von den Strompreissteigerungen noch nicht betroffen. Ab dem Jahr 2024 partizipieren wir von dem für unseren Firmenverbund einheitlich geschlossenen Energieliefervertrag, welcher einen fixen Strompreis und einen tagesaktuellen Spotmarkt-Preis beinhaltet. Somit erwarten wir weiter kalkulierbare Strompreise für unser Unternehmen.

Dank unserer straff organisierten Unternehmensstruktur waren wir in der Vergangenheit stets in der Lage, besonderen Anforderungen mit besonderen Maßnahmen entgegenzutreten. Die Corona-Pandemie haben wir unter Zuhilfenahme staatlicher Fördermaßnahmen stabil überstanden. Die weltpolitisch und - weltwirtschaftsbedingten Folgeprobleme von Lieferengpässen, Absatzeinbrüchen und inflationsbedingten Kostensteigerungen konnten wir mit Hilfe unserer guten Kunden- und Lieferantenbeziehungen lösen, so dass wir trotz aller Widrigkeiten davon ausgehen, dass wir auch zukünftig unser tragfähiges Geschäftsmodell fortführen können.

C.2. Risikobericht

C.2. a geopolitische Risiken

Wir waren und sind von den Auswirkungen des Ukraine-Krieges und des Nah-Ost-Konflikts nur bedingt betroffen. Bestehende und potenzielle Auswirkungen werden sowohl im Prognose-, als auch im Risikobericht im Einzelnen erläutert.

C.2. b Risikomanagementziele und -methoden

Allgemeine Risikomanagementmethoden

Vom Unternehmen wurden Maßnahmen getroffen, mit denen die Risikoerkennung, die Risikoanalyse und die Risikokommunikation sichergestellt werden. Evtl. auftretende kritische Potenziale werden durch die stark inhabergestützte Unternehmensführung und eine große Nähe der Geschäftsleitung zu den betrieblichen Abläufen frühzeitig erkannt und stetig verändert. Wir sind nach IATF 16949:2016 zertifiziert, die Produktions- und Unternehmenssteuerung erfolgt auf Grundlage dieser Qualitätsmanagementsysteme sowie unter Einsatz unseres ERP-Systems.

Neben einer aussagefähigen Finanzbuchhaltung und einem detaillierten monatlichen Reporting-System verfügt die Gesellschaft über eine Kostenträgerrechnung für nahezu jedes produzierte Teil, welche einen umfassenden Überblick über die Plan-Ergebnisse einzelner Produkte verschafft. Außerdem verfügen wir über branchenübliche Überwachungsmechanismen zur Steuerung der Auslastung und des Produktionsbereichs.

Wir beobachten engmaschig die Entwicklung der Ertrags- und Liquiditätslage, um frühzeitig Störungen zu erkennen.

C.2. c Preisänderungsrisiken

Da wir mit unseren Kunden langfristige Lieferverträge vereinbaren, ist die Reaktion auf volatile Kostenentwicklungen nur bedingt möglich. Folglich können wir nicht jede eintretende Veränderung in unserer Wertschöpfungskette an den Kunden weitergeben. Um dieses Risiko zu minimieren, sind wir stets bestrebt, selbst langfristige Verträge mit unseren Lieferanten abzuschließen, um eine planbare Kostenstruktur vorhalten zu können. Daneben analysieren wir fortlaufend unsere internen Kostenstrukturen, um bei der Vereinbarung von Neuaufträgen stets zu aktuellen Konditionen kalkulieren zu können.

Die staatliche Energiepreisbremse führte bei uns im Jahr 2023 zu einem Sonder-Ertrag in Höhe von 18,28 TEUR, welcher in der Gewinn- und Verlustrechnung unter der Position "sonstige betriebliche Erträge" ausgewiesen ist.

C.2. d Weitere wesentliche Risiken

Umfeld-, Branchen- und Wettbewerbsrisiken

Die allgemeinen branchenbedingten Risiken rückläufiger Absatzzahlen bzw. Änderung der Technologien für das von uns bediente Segment der PKWs sind nach wie vor gegeben, da z.B. durch die in der EU und in den USA verfolgte restriktive Geldpolitik zunächst mit einem verhaltenen Konsumverhalten zu rechnen ist.

Das Risiko von Forderungsausfällen gegenüber unseren Kunden ist ebenfalls gegeben, da diese ebenfalls von der Nachfrage der Automobilhersteller und folglich von der gesamtwirtschaftlichen Nachfrage abhängig sind. Grundsätzlich verfügen wir über eine Forderungsausfallversicherung. Allerdings führen die mit der Versicherung getroffenen Vereinbarungen dazu, dass ein Teil unserer Kunden von der Versicherung abgelehnt werden können, was dann partiell zu einem Ausfallrisiko führt. Diesem Ausfallrisiko versuchen wir durch ein sehr straffes Forderungsmanagement mit schnellem Lieferstopp bei nicht fristgerechter Zahlung zu entgehen.

Wettbewerbsrisiken könnten dadurch auftreten, dass Mitbewerber aufgrund wirtschaftlichen Drucks unsere Preise unterbieten und dadurch Aufträge nicht generiert werden könnten.

Produktrisiken

Unser wesentliches Geschäft erbringen wir als Zulieferer für die Automobilindustrie. Dadurch sind wir in einer starken Branchenabhängigkeit.

Wir entwickeln keine eigenen Produkte, sondern fertigen nach den Vorgaben unserer Auftraggeber. Wir sind für unsere hohe Qualität bekannt und müssen daher auch einen hohen Anspruch an uns gelten lassen. Unsere Auftraggeber unterziehen uns daher einer sehr strengen Qualitätskontrolle, welcher wir durch die Vorhaltung spezieller Qualitätssicherungsmaßnahmen begegnen.

Investitions-/Finanzierungsrisiken

Unsere größeren Investitionen tätigen wir immer mehr in Abhängigkeit von Aufträgen, darüber hinaus dann, wenn unsere Auslastung und die damit einhergehenden Margen dies erlauben. Mittel- und langfristige Investitionen werden durch entsprechende Fremdfinanzierung vorgenommen. Insofern die Möglichkeit besteht, finanzieren wir in der Regel durch Leasing- bzw. Mietkauffinanzierung. Kleinere Investitionen werden aus Eigenmitteln bestritten.

Ein Finanzierungsrisiko könnte nur dann auftreten, wenn unsere Auslastung insoweit sinkt, dass Raten für bereits laufende Kredite nicht mehr aus der Produktivität oder aus unserem Eigenkapital bedient werden könnten.

Personalrisiken

Ein immer größer werdendes Produktions- und Kostenrisiko ist nach wie vor der Arbeits- und Fachkräftemangel, welcher auch bei uns gegeben ist. Wir verfügen über ein erfahrenes Stammpersonal, welches uns in die Lage versetzt, kurzfristige Personalengpässe zu überbrücken.

Die Anhebung des Mindestlohnes sowie die inflationäre Entwicklung wird die Personalkosten weiter ansteigen lassen. Inwieweit ein Ausgleich durch Produktpreiserhöhung zu erreichen ist, bleibt abzuwarten.

Um das Personal in Zeiten temporärer niedriger Produktionsauslastung weiter beschäftigen zu können, nehmen wir bei Bedarf das Mittel der Anordnung von Kurzarbeit in Anspruch.

Bestandsgefährdende Risiken

Aktuell sehen wir trotz der aufgeführten Betriebsrisiken für uns keine bestandsgefährdenden Risiken.

Inwieweit die weltpolitische Lage, insbesondere der Ukraine Krieg und der Konflikt im Nahen Osten die Gesamtwirtschaft und damit auch uns erfasst, ist weiterhin nicht prognostizierbar. Wir sind zuversichtlich, aufgrund unserer guten Marktposition und dem starken Engagement unseres Managements auch diese Krisen zu bewältigen.

Sonstige Bestandsgefährdungspotentiale

Von unseren Geldgebern (Banken) werden wir über die gesamte Firmengruppe als eine wirtschaftliche Einheit betrachtet. Daraus resultiert, dass jede Kreditvergabe mit der Bedingung verbunden ist, dass alle Verbundunternehmen eine Mithaftung zeichnen.

Das daraus resultierende Risiko wird von uns derzeit als nicht bestandsgefährdend erachtet, da sämtliche Partnerunternehmen in der Lage sind, die dieser Haftung zugrunde liegenden Verpflichtungen zu bedienen.

C.3. Chancenbericht

Unsere Chance für die Zukunft sehen wir darin, dass wir als bei großen OEMs und Autoherstellern anerkannte und zertifizierte Zulieferer für Exterieur und Interieur unabhängig von eigenem technischen Entwicklungsaufwand neue Aufträge zur Teilefertigung generieren können.

Unsere Geschäftspolitik werden wir im Wesentlichen unverändert beibehalten.

 

Neunkirchen am Sand, den 31. März 2024

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 1.023.088,98 351.387,74
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 2.728,00 71,00
II. Sachanlagen 1.020.360,98 351.316,74
1. technische Anlagen und Maschinen 930.704,00 298.666,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 40.378,00 49.260,00
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 49.278,98 3.390,74
B. Umlaufvermögen 3.357.648,68 4.009.912,32
I. Vorräte 925.911,12 1.215.262,59
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0,00 145.516,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.139.420,34 2.546.429,48
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 471.817,97 659.447,24
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 468.750,00 656.250,00
2. sonstige Vermögensgegenstände 1.667.602,37 1.886.982,24
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 25.100,00 22.000,00
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 292.317,22 248.220,25
C. Rechnungsabgrenzungsposten 101.827,47 137.377,27
D. Aktive latente Steuern 7.745,88 3.736,55
Aktiva 4.490.311,01 4.502.413,88

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 1.352.497,78 1.005.663,26
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinnvortrag 980.663,26 1.197.381,71
III. Jahresüberschuss 346.834,52 -216.718,45
B. Rückstellungen 154.235,97 238.968,23
C. Verbindlichkeiten 2.978.292,18 3.250.327,39
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.410.475,56 2.044.542,98
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 847.975,56 1.107.042,98
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 562.500,00 937.500,00
2. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 1.581,25 1.678,72
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.581,25 1.678,72
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 465.041,40 496.736,58
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 465.041,40 496.736,58
4. sonstige Verbindlichkeiten 1.101.193,97 707.369,11
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 696.177,01 707.369,11
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 405.016,96
D. Rechnungsabgrenzungsposten 5.285,08 7.455,00
Passiva 4.490.311,01 4.502.413,88

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 6.564.374,47 5.769.680,75
2. Personalaufwand 4.180.062,52 4.088.406,90
a) Löhne und Gehälter 3.427.513,95 3.358.354,71
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 752.548,57 730.052,19
davon für Altersversorgung 4.732,75 5.134,00
3. Abschreibungen 134.839,95 92.445,18
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 134.839,95 92.445,18
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.836.066,84 1.736.118,74
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 18.920,96 22.221,64
davon aus verbundenen Unternehmen 18.888,67 22.155,06
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 88.458,93 89.186,57
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -4.009,33 1.595,45
davon Erträge aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 4.009,33
davon Aufwendungen aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 1.595,45
8. Ergebnis nach Steuern 347.876,52 -215.850,45
9. sonstige Steuern 1.042,00 868,00
10. Jahresüberschuss 346.834,52 -216.718,45

Anhang zum Jahresabschluss

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: ISO Flock GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Neunkirchen am Sand
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Nürnberg
Register-Nr.: HRB 23723

Der Jahresabschluss der ISO Flock GmbH ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches für Kapitalgesellschaften aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind teilweise im Anhang aufgeführt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren angewandt.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Von den größenabhängigen Erleichterungen des § 288 HGB wurde Gebrauch gemacht.

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Bewertung wurde unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit vorgenommen.

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

In die Herstellungskosten wurden neben den unmittelbar zurechenbaren Kosten auch notwendige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen.

Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von 800,00 Euro wurden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

In die Herstellungskosten fertiger und unfertiger Produkte wurden neben den unmittelbar zurechenbaren Kosten auch notwendige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Für Forderungsausfälle wurde eine Pauschalwertberichtigung von 1 % gebildet.

Der Kassenbestand sowie Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet und wurden mit den nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbeträgen angesetzt. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Die sonstigen Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden entsprechend § 253 Abs. 2 S. 1 HGB mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Angaben zur Bilanz

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen. Der Anlagespiegel ist am Schluss des Anhangs als Anlage zum Anhang beigefügt.

Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen

Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten solche aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 3,07 (VJ TEUR 3,20) und solche aus gewährten Darlehen in Höhe von TEUR 468,75 (VJ TEUR 656,25).

Antizipative Posten

Im Einzelnen waren folgende antizipative Sachverhalte (RAP) zu berücksichtigen:

TEUR
Versicherungen anteilig für 2024 1,07
Abgrenzung Kosten m.längerer Laufzeit Abgrenzung über die Laufzeit 99,76
Sonstige Abgrenzungen 1,00
Gesamt 101,83

Ausschüttungssperre

Der Gesamtbetrag, der gem. § 268 Abs. 8 HGB der Ausschüttungssperre unterliegt, beträgt TEUR 7,75 für bilanzierte aktive latente Steuern.

Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten.

Rückstellungen/ Rückstellungsspiegel

Art der Rückstellung 31.12.2022
TEUR
Inanspruchnahme
TEUR
Auflösung
TEUR
Zuführung
TEUR
31.12.2023
TEUR
Sonstige Rückstellungen
ausst.Rechnungen 50,24 0,62 49,62 8,71 8,71
50,24 0,62 49,62 8,71 8,71
Rückstellung Personalkosten 90,54 90,10 0,43 59,80 59,81
Rückstellung Gewährleistung 23,73 0,00 15,11 0,00 8,62
Rückstellung Jahresabschluss/Prüfung 56,54 40,19 0,00 43,10 59,45
Rückstellung Aufbewahrungsverpfl. 17,92 0,00 0,28 0,00 17,64
188,73 130,29 15,82 102,90 145,52
Summe 238,97 130,91 65,44 111,61 154,23

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten solche aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 454,93 (VJ TEUR 487,37) und solche, die gleichzeitig Verbindlichkeiten ggü. Gesellschaftern sind, in Höhe von TEUR 9,96 (VJ TEUR 9,22).

Sicherheiten für eigene Verbindlichkeiten

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, beträgt TEUR 1.919,97.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 1.410,48 sind in einer Höhe von TEUR 1.410,48 durch Forderungsabtretungen sowie durch Sicherungsübereignung von Warenbeständen besichert. Die sonstigen Verbindlichkeiten sind mit einem Wert in Höhe von TEUR 509,49 durch Sicherungsübereignung fremdfinanzierter Wirtschaftsgüter des Anlage- und Umlaufvermögensvermögens gesichert.

Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten gemäß § 251 HGB

Neben den in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten sind die folgenden Haftungsverhältnisse zu vermerken:

Wir haften für Kontokorrentkreditrahmen in Höhe von maximal TEUR 4.150,00 die auf unseren eigenen Kontokorrentkonten, sowie auf fremden Kontokorrentkonten außerhalb unserer Gesellschaft von verbundenen Unternehmen in Anspruch genommen werden können. Die Kontokorrentlinien waren zum 31.12.2023 wie folgt in Anspruch genommen:

TEUR
durch verbundene Unternehmen 925,09
durch eigene Inanspruchnahme 225,82

Zusätzlich bestehen weiter Haftungsverhältnisse gegenüber Kreditinstituten und Leasinggesellschaften aus diversen gesamtschuldnerischen Mitverpflichtungen in Höhe von 1.433,98 TEUR ggü. verbundene Unternehmen.

Die vorstehenden Haftungsverhältnisse wurden nicht bilanziert, da die Begünstigten nach aktuellen Erkenntnissen in der Lage sind, die den Mitverpflichtungen zugrunde liegenden Verbindlichkeiten störungsfrei zu bedienen. Mit einer Inanspruchnahme ist nicht zu rechnen. Das Risiko einer Inanspruchnahme aus diesen Haftungsverhältnissen wird aufgrund der Vergangenheitserfahrung (bisher kein Fall) als minimal angesehen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von TEUR 1.395,12 sonstige finanzielle Verpflichtungen für nachfolgende Einzelsachverhalte:

TEUR
Leasingverpflichtungen 464,62
Verpflichtungen aus
laufenden Mietverträgen 528,59
Bestellobligo aus operativen Geschäft 380,46
Sonstige Verpflichtungen 21,45
davon Verpflichtungen gegenüber
verbundene Unternehmen 310,28
davon Verpflichtungen gegenüber
Dritten 1.084,84

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Arbeiter 102,50
Angestellte 20,00
leitende Angestellte 1,00
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 123,50
vollzeitbeschäftigte Mitarbeiter 117,25
teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter 6,25

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Geschäftsführer: Dominik Vogel ausgeübter Beruf: Kaufmann

Vergütungen der Mitglieder der Unternehmensorgane

Auf die Angabe der Geschäftsführergehälter wird gem. § 286 Abs. 4 HBG verzichtet.

ANLAGENSPIEGEL zum 31. Dezember 2023

ISO Flock GmbH elektrostatische Beflockungen, 91233 Neunkirchen am Sand

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 154.387,68 3.018,01 1.337,21
2. Geschäfts- oder Firmenwert 201.975,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 356.362,68 3.018,01 1.337,21
I. Sachanlagen Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 1.650.785,80 24.286,61 375.600,32
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 418.629,79 23.380,05
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.390,74 774.698,52
Summe Sachanlagen 2.072.806,33 822.365,18 375.600,32
Summe Anlagevermögen 2.429.169,01 825.383,19 376.937,53
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 156.068,48
2. Geschäfts- oder Firmenwert 201.975,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 358.043,48
I. Sachanlagen Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 728.810,28 2.028.282,37
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 442.009,84
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 728.810,28- 49.278,98
Summe Sachanlagen 0,00 2.519.571,19
Summe Anlagevermögen 0,00 2.877.614,67
kumulierte Abschreibung 01.01.2023
EUR
Abschreibung Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 154.316,68 360,01 1.336,21
2. Geschäfts- oder Firmenwert 201.975,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 356.291,68 360,01 1.336,21
I. Sachanlagen Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 1.352.119,80 102.217,89 356.759,32
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 369.369,79 32.262,05
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00
Summe Sachanlagen 1.721.489,59 134.479,94 356.759,32
Summe Anlagevermögen 2.077.781,27 134.839,95 358.095,53
kumulierte Abschreibung 31.12.2023
EUR
Zuschreibung Geschäftsjahr
EUR
Buchwert Geschäftsjahr 31.12.2023
EUR
Buchwert Vorjahr 31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 153.340,48 2.728,00 71,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 201.975,00 0,00 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 355.315,48 2.728,00 71,00
I. Sachanlagen Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 1.097.578,37 930.704,00 298.666,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 401.631,84 40.378,00 49.260,00
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 49.278,98 3.390,74
Summe Sachanlagen 1.499.210,21 1.020.360,98 351.316,74
Summe Anlagevermögen 1.854.525,69 1.023.088,98 351.387,74

sonstige Berichtsbestandteile

 

Neunkirchen, den 31.03.2024

gez. Dominik Vogel

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 31.07.2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die ISO Flock GmbH, Neunkirchen am Sand

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der ISO Flock GmbH, Neunkirchen am Sand, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ISO Flock GmbH, Neunkirchen am Sand, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Der gesetzliche Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."

 

Köln, den 02.07.2024

Fabig Formhals Lehmkühler GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Bastian Lehmkühler, Wirtschaftsprüfer

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