MB Flight Services GmbH & Co. KG
Selbe AdresseLuftsicherheitsdienste
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Josef Markus Mühlbauer seit 27.11.2020 | Prokura |
Matthias Schlecht seit 4.11.2009 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
MBO GmbHRodingJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020LageberichtA. Grundlagen des Unternehmens 1. Unternehmen Die MBO GmbH ist am Amtsgericht Regensburg unter der Registernummer HRB 10051 in das Handelsregister eingetragen und ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Mühlbauer Holding AG. Die Gesellschaft wurde am 16.12.2005 ursprünglich unter dem Namen MB ID4 GmbH gegründet und hat zum 01. Januar 2010 ihre operative Tätigkeit durch die Übernahme eines Teilbetriebes der Mühlbauer GmbH & Co. KG aufgenommen. Die MBO GmbH greift dadurch auf Erfahrungen aus mittlerweile 30 Jahren zurück und gehört innerhalb der Mühlbauer Gruppe neben drei Schwesterfirmen zur Business Line "PRECISION PARTS & SYSTEMS". Im Vorjahr wurde ein Teil des Betriebes durch einen Großbrand beschädigt. Die Zahlen des Geschäftsjahres 2020 sind daher nur eingeschränkt mit den Vorjahreszahlen vergleichbar. Im abgelaufenen Geschäftsjahr beschäftigte das Unternehmen im Durchschnitt 81 Mitarbeiter. 2. Produkte und Dienstleistungen Das Unternehmen ist auf die Erzeugung von verschleiss-, korrosionsbeständigen und dekorativen Oberflächen auf Werkstoffen aller Art spezialisiert. 3. Absatzmärkte Die MBO GmbH erbringt Leistungen im Bereich der Oberflächenveredelung für Kunden aus dem Sondermaschinenbau, dem Maschinenbau für das Bau- und Landwirtschaftsgewerbe sowie dem Baugewerbe. Durch ihr umfangreiches Leistungsspektrum können auch Unternehmen aus sicherheitssensiblen Branchen wie der Luft- und Raumfahrttechnologie, der Medizintechnik sowie Unternehmen aus dem Bereich der Smart Identification bedient werden. Darüber hinaus ist die Gesellschaft im Bereich der Automobil-, Halbleiter- und Druckindustrie sowie Robotik, Umwelt- und Recyclingtechnik vertreten. 4. Externe Einflussfaktoren für das Geschäft Das Geschäftsmodell der MBO GmbH unterliegt verschiedenen Einflussfaktoren, die sich unterschiedlich stark auf die Geschäftsentwicklung des Unternehmens auswirken. Vor allem die für das Unternehmen relevante Maschinenbaubranche reagiert sensibel auf konjunkturelle Entwicklungen. Da die MBO GmbH unter anderem interne Konzerngesellschaften bedient, hängt die wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens auch von der Situation des Gesamtkonzerns ab. B. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen a. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Der (Corona-Lockdown-bedingte) Einbruch der Weltwirtschaft im vergangenen Jahr mit einem geschätzten Minus von 3,5 Prozent stelle die schlimmste Rezession seit der Weltwirtschaftskrise vor rund 90 Jahren dar, erklärte der IWF. Gleichzeitig fiel der Rückgang nicht so stark aus wie noch im Oktober befürchtet, als von 4,4 Prozent ausgegangen worden war. Im Juni hatte der Währungsfonds sogar noch mit 0,8 Prozentpunkten weniger Wachstum gerechnet. Insgesamt zeichnet der IWF aber weiter ein tristes Bild. Besonders für Schwellen- und Entwicklungsländer sei die Pandemie verheerend. Bei der Armutsbekämpfung dürfte sie sämtliche Fortschritte der letzten zwei Jahrzehnte rückgängig machen. China ist die einzige der großen Wirtschaftsnationen, die 2020 gewachsen ist. Des Weiteren hat der Euro im Berichtsjahr gegenüber dem US-Dollar an Substanz gewonnen. Der Wechselkurs des US-Dollars je Euro veränderte sich binnen Jahresfrist von 1,12 USD auf 1,23 USD. b. Branchenbezogene Rahmenbedingungen Die zum Ende des Jahres 2019 negative konjunkturelle Lage im Maschinen- und Anlagebau entwickelte sich auch im Jahresverlauf weiter schlecht. Von Anfang bis Ende des Jahres 2020 bekam die Branche die Zurückhaltung und Verunsicherung der Kunden zu spüren, vor allem hier nochmal verstärkt durch die Corona-Pandemie. Lieferketten waren zeitweise unterbrochen und viele Unternehmen wurden auf der Angebots- und Nachfrageseite mit unerwartet heftigen Ausfällen konfrontiert. Wie der VDMA an aktuellen Zahlen belegt, hat die Corona-Pandemie 2020 zu hohen Exporteinbußen im Maschinen- und Anlagenbau geführt. Im Gesamtjahr wurden aus Deutschland Maschinen und Anlagen im Wert von 160 Mrd. EUR exportiert und für 67 Mrd. EUR importiert. Damit lagen die Exporte um 12 Prozent und die Importe um 13,4 Prozent unter dem Wert von 2019. Die Maschinenexporteure aus Deutschland verzeichneten damit die höchsten Rückgänge im Vorjahresvergleich seit der Finanz- und Wirtschaftskrise im Jahr 2009. Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass die Produktionsvorhersage von einem geringfügigen Rückgang in 2020 deutlich unterlag. Dies lag vor allem an der Verunsicherung vieler Kunden, die insbesondere durch die politische Situation und die Corona-Pandemie geprägt war. 2. Geschäftsverlauf Die Gesellschaft hat die Herausforderung den Geschäftsbetrieb trotz Ausfall eines Teilbetriebes durch einen Großbrand im Vorjahr und zusätzlicher negativer Auswirkungen der Corona-Pandemie sehr gut gemeistert. Im Fokus des Geschäftsjahres standen klar die Maßnahmen und Aktivitäten zum Wiederaufbau des beschädigten Teilbetriebes. Die Arbeiten befinden sich im Zeitplan. Eine Fertigstellung und Inbetriebnahme der neuen Galvanikanlagen ist für das Jahr 2021 geplant. Ungeachtet dieser außergewöhnlichen Belastungen für das operative Geschäft der Gesellschaft, wurde der intakte Teil des Betriebes vorangetrieben, entwickelte sich sogar positiv und konnte daher einen wesentlichen Anteil zur Kompensierung der entstandenen Kosten beitragen. Der Rückgang im Auftragseingang und Umsatz sowie die negative Ergebnis-Marge vielen daher nicht so hoch aus wie erwartet. 3. Lage a. ERTRAGSLAGE Auftragseingang Der Auftragseingang der MBO GmbH lag im vergangenen Jahr bei 3,5 Mio. EUR und liegt damit 1,1 Mio. EUR bzw. 23,9% unter dem Wert aus 2019 (4,6 Mio. EUR), was im Wesentlichen auf den Ausfall des Teilbetriebes zurückzuführen ist. Auftragsbestand Ein Auftragsbestand ist in der Gesellschaft zum Stichtag des Berichts- sowie Vorjahres nur marginal vorhanden. Eingehende Aufträge werden innerhalb kurzer Zeit - in der Regel binnen 24 Stunden - abgearbeitet und verumsatzt. Ergebnisentwicklung
Gesamtleistung Im Geschäftsjahr 2020 wurde eine Gesamtleistung (ausschließlich Umsatzerlöse) in Höhe von 4,2 Mio. EUR (Vorjahr 5,9 Mio. EUR) erzielt, was einem Rückgang von 1,7 Mio. EUR bzw. 28,8% entspricht. Diese Abnahme resultiert im Wesentlichen aus dem brandbedingten Ausfall eines Teilbetriebes seit Ende der 1. Jahreshälfte des Vorjahres. Rohergebnis Das im Berichtsjahr erzielte Rohergebnis reduzierte sich ebenfalls von 20,2 Mio. EUR um 16,5 Mio. EUR bzw. 81,7% auf 3,7 Mio. EUR. Ursächlich hierfür ist neben der geringeren Gesamtleistung im Wesentlichen die im Vorjahr enthaltene Versicherungsentschädigung in Höhe von 15,1 Mio. EUR (Berichtsjahr 0,1 Mio. EUR). Die Senkung der Materialeinsatzquote von 15,3% im Vorjahr auf 14,3% im Berichtsjahr wirkte nur leicht gegenläufig. Im Berichtsjahr konnte eine Rohergebnismarge von 88,1% erzielt werden und ist aufgrund der Sondereffekte nicht mit dem Wert aus dem Vorjahr von 342,3% vergleichbar. Operatives Ergebnis Die MBO GmbH hat das Geschäftsjahr 2020 mit einem negativen operativen Ergebnis von 0,2 Mio. EUR (Vorjahr +13,3 Mio. EUR) abgeschlossen. Bezogen auf die Gesamtleistung von 4,2 Mio. EUR (Vorjahr 5,9 Mio. EUR) entspricht dies einer operativen Rendite von -4,7% nach 225,4% im Vorjahr. Negativ beeinflusst wurde das operative Ergebnis durch die bezogen auf die Gesamtleistung um 1,2% gestiegenen Personalkosten in Höhe von 2,4 Mio. EUR (Vorjahr 3,3 Mio. EUR). Der Anstieg der Personalkostenquote von 55,9% im Vorjahr auf 57,1% im Berichtsjahr ist vorrangig den notwendigen Maßnahmen für den Wiederaufbau geschuldet. Abschreibungen wurden in Höhe von 0,1 Mio. EUR (Vorjahr 0,2 Mio. EUR) verbucht. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen waren im Vorjahr aufgrund des stattgefundenen Brandes auf 3,4 Mio. EUR gestiegen und sanken im Berichtjahr wieder auf das normale Niveau und schlugen mit 1,4 Mio. EUR zu Buche. Jahresüberschuss / Jahresfehlbetrag Diese Effekte führten schließlich im Berichtsjahr zu einem Jahresfehlbetrag in Höhe von 0,2 Mio. EUR nach einem Jahresüberschuss in Höhe von 9,3 Mio. EUR im Vorjahr, was einer Ergebnisverschlechterung um 9,5 Mio. EUR bzw. 102,2% entspricht. Das Ergebnis des Vorjahres wurde durch die Bildung von passiven latenten Steuern in Höhe von 3,9 Mio. EUR negativ beeinflusst und ist aufgrund der Sondereffekte aus dem im Vorjahr stattgefundenen Großbrand nicht mit dem Ergebnis des Berichtsjahres vergleichbar. b. FINANZLAGE Cashflow Der Cashflow aus der betrieblichen Geschäftstätigkeit lag im Geschäftsjahr 2020 mit 5,8 Mio. EUR um 2,3 Mio. EUR über dem Vorjahreswert von 3,5 Mio. EUR. Ursächlich für den Anstieg waren vor allem die Abnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von 6,8 Mio. EUR (Vorjahr +10,5 Mio. EUR), im Wesentlichen auf die erhaltene Versicherungsentschädigung zurückzuführen. Abschreibungen wurden in Höhe von 0,1 Mio. EUR (Vorjahr 0,2 Mio. EUR) verbucht. Gegenläufig wirkten im Wesentlichen die im Berichtsjahr um 0,6 Mio. EUR gesunkenen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (Vorjahr +0,6 Mio. EUR), die Abnahme von Steuerrückstellungen in Höhe von 0,1 Mio. EUR (Vorjahr 0,1 Mio. EUR) sowie der Jahresfehlbetrag in Höhe von 0,2 Mio. EUR (Vorjahr Jahresüberschuss 9,3 Mio. EUR). Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit in Höhe von -3,5 Mio. EUR (Vorjahr -0,1 Mio. EUR) beinhaltet im Wesentlichen Investitionen in Sachanlagen, überwiegend geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau in Höhe von 3,3 Mio. EUR (Vorjahr 0,1 Mio. EUR). Ein Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit war im Berichtsjahr nicht zu verzeichnen. Im Vorjahr wurde eine Gewinnausschüttung an den Gesellschafter in Höhe von 0,4 Mio. EUR getätigt. Bedingt durch die genannten Mittelzu- und -abflüsse verfügt die Gesellschaft zum Ende des Berichtszeitraums über einen Bestand an liquiden Mittel in Höhe von 5,7 Mio. EUR, was einer Erhöhung um 2,3 Mio. EUR bzw. 67,0% entspricht. Faktoreinsatz Die Investitionen des Geschäftsjahres 2020 beliefen sich auf 3,5 Mio. EUR (Vorjahr 0,1 Mio. EUR). An Abschreibungen wurden im Berichtsjahr insgesamt 0,1 Mio. EUR (Vorjahr 0,2 Mio. EUR) verbucht. Leasingverpflichtungen wurden nicht eingegangen. Kapitalbedarf und Refinanzierung Im Geschäftsjahr 2021 benötigt die Gesellschaft vorrangig Kapital für die Investitionen zum Wiederaufbau des beschädigten Teilbetriebes sowie zur Finanzierung der operativen Geschäftstätigkeit und der passivierten Verbindlichkeiten aber auch zur Zahlung der sonstigen finanziellen Verpflichtungen, sofern diese eintreten. Die MBO GmbH erfüllt diese Anforderungen durch Cashflow aus dem laufenden Geschäft, der Versicherungsentschädigung sowie möglichen Kreditinanspruchnahmen gegenüber verbundenen Unternehmen. c. VERMÖGENSLAGE
Bilanzsumme Das bilanzielle Gesamtvermögen in Höhe von 14,1 Mio. EUR (Vorjahr 15,1 Mio. EUR) setzt sich im Wesentlichen zusammen aus dem Anlagevermögen in Höhe von 3,7 Mio. EUR (Vorjahr 0,3 Mio. EUR) und dem Umlaufvermögen in Höhe von 10,4 Mio. EUR (Vorjahr 14,8 Mio. EUR). Dem stehen auf der Passivseite das Eigenkapital in Höhe von 9,6 Mio. EUR (Vorjahr 9,8 Mio. EUR), Rückstellungen in Höhe von 0,3 Mio. EUR (Vorjahr 0,5 Mio. EUR), Verbindlichkeiten in Höhe von 0,3 Mio. EUR (Vorjahr 0,9 Mio. EUR) sowie passive latente Steuern in Höhe von 3,9 Mio. EUR (Vorjahr 3,9 Mio. EUR) gegenüber. Der Rückgang der Bilanzsumme um 1,0 Mio. EUR bzw. 6,6% ist auf der Aktivseite der Minderung des Umlaufvermögens um 4,4 Mio. EUR bzw. 29,7% geschuldet. Der Anstieg in Höhe von 3,4 Mio. EUR im Anlagevermögen wirkte gegenläufig. Auf der Passivseite ist die gesunkene Bilanzsumme im Wesentlichen auf den Abbau von Verbindlichkeiten um 0,6 Mio. EUR bzw. 66,7% zurückzuführen. Aktiva Die Investitionen in das Anlagevermögen, im Wesentlichen Zugänge im Bereich geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau, betrugen im Berichtsjahr 3,5 Mio. EUR (Vorjahr 0,1 Mio. EUR). Den Zugängen standen Abschreibungen in Höhe von 0,1 Mio. EUR (Vorjahr 0,2 Mio. EUR) gegenüber. Die Reduzierung des Umlaufvermögens ist im Wesentlichen auf die Abnahme an Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 1,1 Mio. EUR bzw. 96,1% auf 0,1 Mio. EUR (Vorjahr 1,2 Mio. EUR) sowie der Sonstigen Vermögensgegenstände um 5,7 Mio. EUR bzw. 56,9% auf 4,3 Mio. EUR (Vorjahr 10,0 Mio. EUR) zurückzuführen. Der Anstieg der liquiden Mittel von 3,4 Mio. EUR im Vorjahr auf 5,7 Mio. EUR im Berichtsjahr wirkte gegenläufig. Passiva Bedingt durch den Jahresfehlbetrag im Berichtsjahr verminderte sich das Eigenkapital um 0,2 Mio. EUR bzw. 2,0% auf 9,6 Mio. EUR (Vorjahr 9,8 Mio. EUR). Ein Sonderposten für Zuwendungen ist zum Stichtag des Berichtsjahres sowie des Vorjahres im geringem Umfang passiviert und verzeichnete keine wesentliche Veränderung. Der Bilanzansatz der Rückstellungen reduzierte sich von 0,5 Mio. EUR im Vorjahr auf 0,3 Mio. EUR im Berichtsjahr und ist im Wesentlichen auf die Abnahme der Steuerrückstellungen zurückzuführen. Die Verbindlichkeiten nahmen im Berichtsjahr um 0,6 Mio. EUR bzw. 66,7% ab und betragen nun 0,3 Mio. EUR (Vorjahr 0,9 Mio. EUR), davon Verbindlichkeiten aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von 0,1 Mio. EUR (Vorjahr 0,1 Mio. EUR) sowie sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von 0,2 Mio. EUR (Vorjahr 0,2 Mio. EUR). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen wurden zum Stichtag des Berichtsjahres nahezu vollständig bezahlt (Vorjahr 0,6 Mio. EUR). Durch die beschriebenen Effekte hat sich die Eigenkapitalquote von 64,9% im Vorjahr auf 68,1% im Berichtsjahr verbessert. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wird von der Geschäftsführung als stabil eingeschätzt. d. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Wertorientierte Steuerungsgrößen Das Management steuert das Unternehmen durch strategische und operative Ziele sowie auf der Grundlage monetärer Kenngrößen. Zentrale finanzielle Steuerungsgrößen für die MBO GmbH bilden das operative Ergebnis und die Veränderung des Zahlungsmittelbestandes. Auftragseingang und Umsatz sowie Produktivität werden als weitere wesentliche Steuerungsgrößen genutzt. Nachhaltigkeit Nachhaltige Unternehmensführung bedeutet für die Mühlbauer Gruppe, hinsichtlich ökonomischer, ökologischer und sozialer Aspekte ein stabiles Fundament zu schaffen, auf welches Kunden, Lieferanten, Gesellschafter und Mitarbeiter gleichermaßen auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten vertrauen können. Aus diesem Grund fühlt sich die MBO GmbH verpflichtet, eine Unternehmensstrategie umzusetzen, die wirtschaftliche Notwendigkeit, ökologische Vernunft und gesellschaftliche Verantwortung verbindet und damit für alle Anspruchsgruppen einen Mehrwert bietet. Das Verständnis von Nachhaltigkeit spiegelt sich auch im Verhaltenskodex der Mühlbauer Gruppe wider, der rechtliche und ethische Grundsätze zum Inhalt hat, die bei der täglichen Arbeit zu berücksichtigen und deren Einhaltung für den gesamten Mühlbauer Konzern und für seine Mitarbeiter verpflichtend ist. Zusätzlich ergreift das Unternehmen Energiesparmaßnahmen und leistet somit einen Beitrag zum Umwelt- sowie Klimaschutz und kann dadurch das Zertifikat für Energiemanagement (ISO 50001) vorweisen. Auch bei der Planung und Projektierung der neuen Galvanikanlagen bzw. dem Zusammenspiel sämtlicher im gesamten Galvanikprozess notwendigen Technischen Anlagen und dem daher eingehenden Energieverbrauch wurde ein großes Augenmerk auf Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung gelegt. Der Wiederaufbau dieses Teilbetriebes stellt vor Allem in diesen beiden Punkten ein sog. Leuchtturmprojekt im Bereich der Galvanotechnik dar. Ziel der MBO GmbH ist es die nachhaltigste Galvanik in ganz Deutschland zu schaffen und so als Vorbild in diesem Bereich zu fungieren. Investitionen Die Bruttoinvestitionen betreffen ausschließlich Sachanlagen und beliefen sich im Geschäftsjahr 2020 auf 3,5 Mio. EUR (Vorjahr 0,1 Mio. EUR). Sie entfallen im Wesentlichen auf geleistete Anzahlungen auf Technische Anlagen und Maschinen für den Wiederaufbau des beschädigten Teilbetriebes. Im Geschäftsjahr wurden auch im Bereich des intakten Teils des Betriebes Investitionen in die Modernisierung, Automatisierung und Nachhaltigkeit dieses Produktionsbereiches getätigt. Effizienz und Qualität Die MBO GmbH schöpft sämtliche technischen und betrieblichen Möglichkeiten aus, um ein Höchstmaß an Arbeitseffizienz und Produktqualität zu erzielen. Durch die Automatisierung von Prozessen und Arbeitsschritten werden unter Anderem menschliche Fehler auf ein Minimum reduziert. Kontinuierlich werden sämtliche Geschäfts-, und Produktionsprozesse im Rahmen der verschiedenen Managementsysteme, wie Qualitätsmanagement (ISO 9001), regelmäßig geprüft und optimiert. Aufgrund dieser regelmäßigen Auditierungen können die internen Abläufe nicht nur ständig optimiert werden, sondern auch Abweichungen bei Funktionen und Prozessen frühzeitig erkannt und korrigiert werden. Produktion und Umwelt Die MBO GmbH besitzt aufgrund der vorhandenen Galvanotechnischen Anlagen und Beschichtungsanlagen sowie eines Gefahrstofflagers Produktionsbereiche mit besonderer Umweltrelevanz. Beauftragte für Arbeitssicherheit, Gefahrstoffe und Brandschutz überwachen die im Unternehmen eingeführten Sicherheitseinrichtungen und die Erfüllung rechtlicher Anforderungen. Unsere Mitarbeiter werden regelmäßig sensibilisiert und tragen durch ihr Verhalten wesentlich zum Schutz von Gesundheit und Umwelt bei. Dadurch werden mögliche Risiken zu gesundheitlichen Schäden und Schäden der Umwelt frühzeitig erkannt und abgewehrt. Konsequent werden Abfallstoffe durch Müllvermeidung reduziert bzw. durch Recycling der Wiederverwertung zugeführt. Der Einsatz der bestverfügbaren und nachhaltigsten Technik ermöglicht es der Gesellschaft eine umweltfreundliche Oberfläche auf den Werkstoffen der Kunden zu schaffen. Darüber hinaus wurde ein Energiemanagementsystem nach ISO 50001 eingeführt und zertifiziert. Damit prüft die Gesellschaft fortlaufend Energieeinsparmaßnahmen und leistet somit einen Beitrag zum Umwelt- sowie Klimaschutz. Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz Vorbildliche und sichere Arbeitsbedingungen zu schaffen ist eine Selbstverständlichkeit für die MBO GmbH. Zu den Maßnahmen der Vorbeugung von Arbeitsunfällen und Berufserkrankungen gehört der Aufbau eines wirksamen Arbeitsschutzmanagements mit abteilungsübergreifenden Mitarbeiterschulungen, um regelmäßig gegenüber möglichen Gefahren zu sensibilisieren. Weiterhin werden technische Hilfsmittel wie Überwachungs- und Brandmeldesysteme für die Meldung von Störungen oder Notfällen bereitgestellt und ein besonderes Augenmerk auf Tätigkeiten mit erhöhter Gefährdungsrelevanz gerichtet. Als weiterer wichtiger Beitrag zu effizientem Arbeiten wird im Unternehmen der betriebliche Gesundheitsschutz großgeschrieben. Dieser umfasst einen betriebsärztlichen Dienst und Leistungen zur präventiven Gesundheitsvorsorge. Die firmeneigene Mühlbauer Academy bietet regelmäßig Kurse für gesundheitsbewusste Mitarbeiter an (z.B. aktive Pause). Die von Mühlbauer im Zusammenhang mit dem Gesundheitsschutz angebotenen Maßnahmen schlagen sich auch langfristig gesehen in niedrigen Krankheitskosten nieder. Soziales Engagement Gesellschaftliches und soziales Engagement nimmt bei der Mühlbauer Gruppe einen hohen Stellenwert ein. Das Unternehmen begrüßt und fördert nicht nur ein ehrenamtliches Engagement seiner Mitarbeiter, sondern legt Wert darauf, auch selbst soziale Verantwortung zu übernehmen. Unter dem Dach der vom Unternehmensgründer ins Leben gerufenen Josef-Mühlbauer-Stiftung unterstützt das Unternehmen ausgewählte soziale Initiativen und Projekte im In- und Ausland mit größeren finanziellen Zuwendungen. Alleine 2020 konnte mit der Hilfe von Sponsoren, Mitarbeitern und externen Teilnehmern eine Spendensumme von rund 94 TEUR an die Josef-Mühlbauer-Stiftung übergeben werden. Damit unterstützte die Stiftung neben diversen Sportvereinen und sozialen Einrichtungen auch den Verein "Hilfe für Kasachstan" mit 10 TEUR sowie den 2. Charity Mudrun Roding mit 3 TEUR. Weitere Spenden gingen an verschiedene Familien und Einzelpersonen, die etwa aufgrund Krankheit oder Behinderung unverschuldet in Not geraten sind. Einkauf und Beschaffung Die Beschaffungssituation im Jahr 2020 hat sich bezüglich der Lieferzeiten unserer Lieferanten etwas entspannt. Weiterhin wurde das weltweite Einkaufsnetzwerk verstärkt genutzt, um problematische Rohstoffe in der geforderten Zeit zu beschaffen. Die Einkaufspreise sind durch Preiserhöhungen der Lieferanten im Allgemeinen angestiegen, konnten jedoch durch erzielte Preisreduzierungen in gewissen Produktbereichen kompensiert werden. Gesamtheitlich betrachtet ist das Preisniveau nicht angestiegen, konnte aber im Umkehrschluss auch nicht wesentlich reduziert werden. Im Bereich Qualität wurde der jährliche Trend, die Reklamationsquote zu reduzieren, erfolgreich fortgesetzt. Dies wurde unter anderen durch zusätzliche Qualitätssicherungsvereinbarungen mit den Lieferanten und durch regelmäßige Überwachung der Reklamationsvorgänge anhand definierter Kennzahlen erzielt. Somit werden wiederholte Reklamationen sofort identifiziert und dementsprechend die notwendigen Abstellmaßnahmen umgehend eingeleitet. Beschäftigung Im Durchschnitt beschäftige die MBO GmbH im vergangenen Jahr 81 Mitarbeiter, darunter 7 Mitarbeiter in einer Teilzeitanstellung. Damit war im vergangenen Jahr durchschnittlich 24 bzw. 22,9% der Mitarbeiter weniger im Unternehmen angestellt als noch in 2019 (105 Mitarbeiter). Der Rückgang ist auf den brandbedingt vorübergehenden Ausfall eines Teilbetriebes zurückzuführen. C. Prognose-, Risiko- und Chancenbericht 1. Prognosebericht a. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Die Corona-Krise hat die Weltwirtschaft weiterhin fest im Griff, doch der Internationale Währungsfonds ist inzwischen etwas zuversichtlicher für 2021. Für Deutschland sind die IWF-Ökonomen aber zurückhaltend. Die Impfstoffe gegen das Corona-Virus verbessern die globalen Wachstumsaussichten. Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat seine Prognose für die Aussichten der Weltwirtschaft in diesem Jahr um 0,3 Prozentpunkte auf 5,5 Prozent angehoben. Neben der positiven Wirkung der Impfkampagnen rechnet der IWF auch in einigen größeren Industriestaaten mit weiteren Konjunkturspritzen. Für Deutschland und Europa erwartet der IWF aber in diesem Jahr ein schwächeres Wachstum als zuletzt angenommen. Für das kommende Jahr prognostiziert der IWF wie bereits im Oktober ein globales Wirtschaftswachstum von 4,2 Prozent. Für Deutschland senkt der IWF seine Prognose für das laufende Jahr um 0,7 Prozentpunkte auf 3,5 Prozent, gefolgt von einem Wachstum von 3,1 Prozent im Folgejahr. Für die Eurozone insgesamt reduziert der IWF seine Prognose für 2021 um 1 Prozentpunkt auf ein Plus von 4,2 Prozent. Für die weltgrößte Volkswirtschaft USA wird ein Wachstum von 5,1 Prozent erwartet, zwei Prozentpunkte mehr als noch im Oktober. China trauen die IWF-Ökonomen ein deutliches Plus von 8,1 Prozent zu. China ist die einzige der großen Wirtschaftsnationen, die 2020 gewachsen ist. b. Branchenbezogene Entwicklung Der Maschinen- und Anlagenbau in Deutschland startet mit einer scheuen Haltung in das neue Jahr, verspürt aber leichten Rückenwind. Nach wie vor belastet und verunsichert die Corona-Pandemie die Unternehmen. Die hierdurch festgesetzten Reise- und Aufenthaltsbeschränkungen beeinträchtigen wesentlich. Hinzukommen weiterhin Probleme in den Lieferketten. Auch der Strukturwandel in wichtigen Abnehmerindustrien, etwa in der Automobilindustrie, und die weiterhin ungelösten wirtschaftlichen Spannungen zwischen USA und China sind erhebliche Störfaktoren. Doch es ist zu erkennen, dass sich der Maschinenbau auch in dieser schwierigen Phase widerstandsfähig zeigt und vor allem von seiner globalen Aufstellung profitiert. Insbesondere Exporte in asiatische Länder und auch das Konjunkturprogramm in den USA versprechen eine bessere Entwicklung für das Jahr 2021. Auch Europa erholt sich Schritt für Schritt, wenn auch nur vergleichsweise langsam. Es ist bereits ein großer Rückgang der in Kurzarbeit beschäftigten Personen zu verzeichnen. Diese Faktoren führen zu einem Anstieg der Produktionsprognose auf 7 Prozentpunkte, geben aber dennoch keinen Grund zur Entwarnung. Das Produktionsniveau dürfte im Jahr 2021 immer noch rund 10 Prozent unter dem bereits niedrigen Niveau im Jahr 2019 liegen und hängt auch weiterhin von der Entwicklung pandemiebedingter Einschränkungen der Produktion ab. c. Prognose der MBO GmbH Trotz einem von hartem Wettbewerb geprägten Marktumfeld sowie der ungewissen Entwicklungen der Corona-Pandemie erwartet die MBO GmbH für das Jahr 2021 einen Anstieg im Auftragseingang sowie bei den Umsätzen. Die Prognose stützt sich auf die Entwicklung der beiden Betriebsbereiche: Intakter Teilbereich: Um sich auf das veränderte Kundenverhalten in der für das Unternehmen wichtigen Maschinenbaubranche anzupassen, agiert die Gesellschaft mit weiteren punktuellen internen Umstrukturierungs- und Investitionsmaßnahmen. Es ist noch stärker erforderlich, kurzfristig eingegangene Aufträge in kurzer Zeit umzusetzen, da die Maschinenbaubranche einer stetig wachsenden Volatilität unterliegt. Der bereits begonnene Optimierungsprozess wird auch 2021 kontinuierlich fortgesetzt. Die Aufgabe der Gesellschaft wird auch in Zukunft sein, die Kostensteigerungen zu bremsen bzw. zu kompensieren, sowie auf den sich schnell ändernden Markt kurzfristig und kreativ zu reagieren. Beschädigter Teilbereich: Es ist geplant, die ersten Galvanikanlagen zu Beginn der 2. Jahreshälfte 2021 in Betrieb nehmen zu können. Durch die Investitionen in modernste, automatisierte sowie nachhaltige Technik sieht sich das Unternehmen in einer sehr guten Ausgangsposition um schnell den Weg zurück auf den Markt zu finden und sich dort wieder bzw. weiter behaupten zu können. Der bestehende Kundenstamm kann durch die zusätzlich geschaffenen Kapazitäten weiter ausgebaut werden. Für das Jahr 2021 erwartet die MBO GmbH aufgrund der investitionsbedingt hohen Abschreibungen jedoch eine negative Ergebnis-Marge. 2. Risiko- und Chancenbericht Risikomanagement Die Risiken der MBO GmbH werden sowohl top-down als auch bottom-up identifiziert, in einem geschäftsbereichsbezogenen Lagebericht dokumentiert und vom Management bewertet. Die Bewertung anhand der Größen Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadensausmaß in Abhängigkeit zum Operativen Ergebnis wird von den jeweiligen Risikoverantwortlichen vorgenommen. Eine plausible Berechnung des möglichen Erwartungswertes mit Begründung, Nennung und Gegenmaßnahmen und deren zeitliche Umsetzung sind zwingend vorgeschrieben und werden von der Geschäftsführung in Sitzungen mit Vorstand und Aufsichtsrat ausführlich besprochen. In einem Risikomanagement-Handbuch wird das gesetzliche vorgeschriebene Risikomanagement ausführlich dokumentiert und kann von der gesamten Belegschaft eingesehen werden. Durch kurze Interaktionswege können neu identifizierte Risiken schnell und direkt an die Risikoverantwortlichen, das Controlling oder an die Geschäftsführung gemeldet werden. Die Umsetzung und Effektivität des Chancen- und Risikomanagements zu überwachen, ist Aufgabe jeder Führungskraft. In der MBO GmbH sind Entwicklungen, die bestandsgefährdend sein könnten, gegenwärtig nicht zu erkennen. Derzeit ergeben sich für die Gesellschaft die in den nachfolgenden Risikokategorien aufgeführten Risiken, die geeignet sind, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich zu beinträchtigen: Umfeld und Branchenrisiken Derzeit ist der Wirtschaftsmarkt mit großen Unsicherheiten behaftet. Hierzu tragen die künftige Entwicklung und die damit verbundenen Risiken entscheidend bei. Zu diesen Risiken zählen die anhaltende Belastung der Banken mit unsicheren Krediten, die skeptische Haltung der EZB, das Auftreten des Corona-Virus oder auch den globalen Wirtschaftshandel hemmende, länderindividuelle Entscheidungen zur Marktbeeinflussung (bspw. Handelsstreitigkeiten). Ausgehend von diesen Risiken erfolgt eine starke Beeinflussung der Wirtschaft, wodurch sehr schnell ein Wachstumsstopp erfolgen kann, auch unterliegen die industriellen Geschäftsbereiche zudem einem Wettbewerbsdruck, hervorgerufen durch das Agieren preisaggressiver Anbieter, hier vor allem aus dem asiatischen Raum. Dieses wirtschaftliche Umfeld birgt das Risiko rückläufiger Nachfrage unserer Kunden aus dem industriellen Sektor. Durch einen aktiven Dialog mit unseren Kunden sowie intensiven internen Analysen und Recherchen zum Marktumfeld zu den Kundenwünschen und zur Konkurrenz kann auf Entwicklungen und Bedürfnisse der Branche frühzeitig reagiert werden. Weiterhin hat sich die Gesellschaft durch ständige Investitionen und Innovationen eine gute Marktposition erarbeitet. IT-Risiken Beeinträchtigungen der System- und Datenlandschaft können Prozesse im Unternehmen ganz oder teilweise stören. Zudem können Daten durch falsche oder unerlaubte Datenzugriffe verfälscht, zerstört oder kopiert werden. Diesen IT-Risiken begegnet die Gesellschaft durch regelmäßige Investitionen im Bereich Hard- und Software, den Einsatz von Virenscannern und Firewall-Systemen, sowie Penetrationstests durch externe Dienstleister zur Überprüfung der IT-Sicherheit. Die Sensibilisierung der Belegschaft im Hinblick auf Datensicherheit und Datenmissbrauch, sowie ein umfassendes Berechtigungsmanagement und Verschlüsselungskonzept helfen zudem, das Risiko auf einem überschaubaren Niveau zu halten. Personalrisiken Der Wettbewerb um qualifizierte Fach- und Führungskräfte ist in der Branche und in den Regionen, in welchen sich die MBO GmbH bewegt, nach wie vor hoch und wird speziell in Deutschland durch die Auswirkungen des demografischen Wandels verschärft. Um seine Unternehmensstrategie umsetzen zu können, ist das Unternehmen gefordert, qualifiziertes Personal in einem intensiven Wettbewerbsumfeld zu finden und langfristig für das Unternehmen zu begeistern. Unter Nutzung der vorhandenen Strukturen des Mühlbauer-Konzerns begegnet die MBO GmbH dieser Herausforderung mit intensiven Aus- und Weiterbildungsprogrammen für Nachwuchskräfte aus den eigenen Reihen, die Weiterentwicklung von loyalen Mitarbeitern zu künftigen Führungskräften sowie durch internationales Recruiting. Eingebettet in sämtliche Personalentwicklungskonzepte ist hierbei die Vermittlung der firmeneigenen Unternehmenskultur. Nachfrageschwankungen können in einigen Bereichen zu Personalüberkapazitäten führen. Um diesem Risiko möglichst ohne Entlassungen entgegenwirken zu können, setzen wir unter anderem auf einheitliche Qualifikationsstandards der Mitarbeiter, um die Belegschaft bereichsübergreifend und flexibel einsetzen zu können. Zeitlich begrenzte Verpflichtungen helfen zusätzlich, diesem Risiko entgegen zu wirken. Beschaffungsrisiken Ziel des Einkaufs ist es, qualitativ hochwertige Rohstoffe und Leistungen termingerecht und kostenoptimal zu beschaffen. Dieser Beschaffungsprozess kann mit Preis- und Bezugsrisiken sowie Qualitätsrisiken von Lieferantenseite verbunden sein. Durch Budgetvereinbarungen für Rohmaterialien und eine praktizierte globale Beschaffungsstrategie werden Preise für definierte Zeiträume fixiert und Single-Source-Situationen relativiert. Umfassende Verfahrens- und Prüfanweisungen für den Wareneingang regeln, dass nur die qualitativ einwandfreien Güter in den Fertigungsprozess gelangen. Aktuell kann die Corona-Krise aufgrund von Quarantänemaßnahmen, Verzögerungen beim Transport und Lieferengpässen zur Unterbrechung der eng vernetzten globalen Lieferkette führen. Dies kann zur Folge drohende Pönalzahlungen und Lieferverzüge haben. Diesem Risiko wird mit einer konsequenten Second-Source-Strategie, der ständigen Verbesserung der Lieferantenqualifizierung sowie einer nachhaltigen Optimierung der Produktionsprozesse begegnet. Auch unterliegt die für die Gesellschaft wichtige Chemische Industrie massiven Preissteigerungen aufgrund Abhängigkeit zum asiatischen Markt. Zusätzlich kann dies bei speziellen Rohstoffen zu Engpässen bis hin zur vorübergehenden Nichtverfügbarkeit führen. Die MBO GmbH begegnet diesem Risiko durch die Vorhaltung von hohen Lagerbestände, vom Standard- bis hin zum Spezial-Material. Compliance-Risiken Compliance-Risiken bezeichnen das Risiko, dass sich Führungskräfte oder Mitarbeiter des Unternehmens nicht an die Gesetze und Vorschriften halten oder unternehmensinterne Richtlinien missachten. Diese Risiken können in allen Bereichen des Unternehmens auftreten. Zur Risikominimierung und zur Sicherung der Compliance hat das Unternehmen eine Reihe von Maßnahmen festgelegt. Fachbereiche und von der Geschäftsführung beauftragte Personen stellen die Einhaltung der Gesetze und interner Vorschriften sicher. So kontrolliert z.B. der Datenschutzbeauftragte die Befolgung datenschutzrechtlicher Vorschriften. Darüber hinaus wurden Maßnahmen zur Minimierung der Risiken aus dem Compliance-Bereich Wirtschaftskriminalität ergriffen, wobei vorsätzlich kriminelle Handlungen nicht vollständig ausgeschlossen werden können:
Sonstige Risiken Gegen externe Einflüsse wie Sturm, Wasser oder Brand schützt sich die MBO GmbH durch ein umfangreiches Versicherungspaket, das regelmäßig geprüft und bedarfsorientiert angepasst wird. Chancen Die für die weitere Geschäftsentwicklung der MBO GmbH wesentlichen Chancen sind im Prognosebericht ausführlich dargestellt. Gesamtaussage Auch unter Berücksichtigung sämtlicher derzeit erkennbaren Auswirkungen der durch den Corona-Virus ausgelösten Pandemie sind in der MBO GmbH gegenwärtig keine Entwicklungen zu erkennen, die bestandsgefährdend sein könnten. Insgesamt lassen sich Risiken jedoch niemals vollständig ausschließen. So könnten beispielsweise Naturkatastrophen, eine Eskalation terroristischer Aktivitäten, mögliche weitere, neue Pandemien oder Gesetzesänderungen bei Steuern und Zöllen in einzelnen Exportmärkten den Absatz beeinträchtigen.
Roding, 30. März 2021 gez. Matthias Schlecht BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Ergebnisverwendung1. ErgebnisverwendungsbeschlussDie Geschäftsführung schlägt vor, folgendes zu beschließen: "Der im Jahresabschluss ausgewiesene Bilanzgewinn in Höhe von EUR 9.571.997,03 wird auf neue Rechnung vorgetragen." Die Gesellschafterversammlung stimmte dem Vorschlag einstimmig zu. Die Geschäftsführung stellte fest, dass der Vorschlag einstimmig angenommen wurde. AnhangA. Einleitung Die MBO GmbH mit Sitz in Roding ist am Amtsgericht Regensburg unter der Registernummer HRB 10051 in das Handelsregister eingetragen. Im Vorjahr wurde ein Teil des Betriebes durch einen Großbrand beschädigt. Die Zahlen des Geschäftsjahres 2020 sind daher nur eingeschränkt mit den Vorjahreszahlen vergleichbar. B. Grundlagen und Methoden Der Jahresabschluss der MBO GmbH wird nach den handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften aufgestellt. Die in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefassten Posten sind im Anhang gesondert aufgeführt und erläutert. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt. Bei der MBO GmbH handelt es sich um eine mittelgroße Kapitalgesellschaft gemäß § 267 (2) HGB. C. Bilanzierung und Bewertung Auf die Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurden die folgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt: Immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten angesetzt und entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von drei Jahren. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer, welche sich nach den allgemein steuerlich geltenden AfA-Tabellen richtet. Das unbewegliche Anlagevermögen wird linear abgeschrieben, beim beweglichen Anlagevermögen wird die lineare sowie für Vermögensgegenstände, die vor dem 01.01.2011 zugegangen sind, auch die degressive Abschreibungsmethode verwendet. Bei Anwendung der degressiven Methode erfolgt der Übergang zur linearen Methode, sobald die lineare Abschreibung die degressive Abschreibung übersteigt. Im Jahr der Anschaffung oder Herstellung der Vermögensgegenstände vermindert sich für dieses Jahr der Absetzungsbetrag um jeweils ein Zwölftel für jeden vollen Monat, der dem Monat der Anschaffung oder Herstellung vorangeht (pro rata temporis). Zugänge mit Anschaffungskosten von 250,01 EUR bis 800,00 EUR werden als Geringwertige Wirtschaftsgüter aktiviert und in dem Jahr der Anschaffung vollständig abgeschrieben. Zugänge vor dem 01.01.2018 mit Anschaffungskosten von 150,01 EUR bis 1.000,00 EUR wurden in einen Sammelposten eingestellt. Dieser wird im Wirtschaftsjahr der Bildung und in den folgenden vier Wirtschaftsjahren zu jeweils einem Fünftel gewinnmindernd aufgelöst. Außerplanmäßige Abschreibungen des Anlagevermögens auf den beizulegenden Wert werden von der Gesellschaft vorgenommen, wenn voraussichtlich dauerhafte Wertminderungen vorliegen. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu Anschaffungskosten am Bilanzstichtag angesetzt. Die Anschaffungskosten werden grundsätzlich nach der gleitenden Durchschnittsmethode ermittelt. Nicht gängige und im Wert verminderte Bestände werden entsprechend dem Niederstwertprinzip abgewertet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von nicht mehr als einem Jahr sind, sofern sie auf Euro lauten, grundsätzlich zu Nennwerten, unverzinsliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr mit dem Barwert angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken sind durch Einzelwertberichtigung berücksichtigt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird dem allgemeinen Kreditrisiko grundsätzlich durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Liquide Mittel sind zu Nennwerten angesetzt. Zuwendungen der öffentlichen Hand für Investitionen werden im Zeitpunkt der Aktivierung des korrespondierenden Wirtschaftsguts als Sonderposten für Zuwendungen zum Anlagevermögen erfasst und ratierlich entsprechend der Nutzungsdauer des betroffenen Wirtschaftsguts aufgelöst. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsverbindlichkeiten mit einer Laufzeit unter einem Jahr sind mit dem Kurs am Bilanzstichtag passiviert. Fremdwährungsverbindlichkeiten mit einer Laufzeit über einem Jahr sind mit dem Kurs des Einbuchungstages bzw. dem höheren Kurs am Bilanzstichtag passiviert. Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen und Schulden gebildet. Die Berechnung der latenten Steuern basiert auf einem kombinierten Ertragsteuersatz, der Gewerbesteuer, Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag berücksichtigt. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung wird als passive latente Steuer angesetzt, im Falle einer sich ergebenden Steuerentlastung wird vom Aktivierungswahlrecht Gebrauch gemacht. D. Erläuterungen zur Bilanz 1. Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus nachfolgender Übersicht:
Das Anlagevermögen besteht ausschließlich aus Sachanlagen und hat sich im Berichtsjahr von 286 TEUR um 3.387 TEUR auf 3.673 TEUR erhöht. Die Zugänge im Bereich Technische Anlagen und Maschinen betragen 164 TEUR (Vorjahr 12 TEUR), im Bereich Andere Anlagen und Betriebs- und Geschäftsausstattung 52 TEUR (Vorjahr 86 TEUR) sowie bei den Geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.324 TEUR (Vorjahr 49 TEUR). Den Zugängen des Sachanlagevermögens in Höhe von 3.540 TEUR (Vorjahr 147 TEUR) stehen Abschreibungen in Höhe von 139 TEUR (Vorjahr 186 TEUR) gegenüber. Abgänge zu Restbuchwerten sind in Höhe von 14 TEUR (Vorjahr 239 TEUR) zu verzeichnen. 2. Vorräte Die Vorräte bestehen ausschließlich aus Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen. 3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände setzen sich zum 31. Dezember 2020 und 2019 wie folgt zusammen:
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen gliedern sich zum 31. Dezember 2020 und 2019 wie folgt auf:
In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind im Vorjahr Forderungen gegenüber dem Gesellschafter in Höhe von 592 TEUR enthalten. Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen Forderungen aus Versicherungsleistungen in Höhe von 4.170 TEUR (Vorjahr 9.918 TEUR), im Berichtsjahr Umsatzsteuerforderungen in Höhe von 81 TEUR sowie Rückforderungen von sonstigen Verbrauchsteuern in Höhe von 25 TEUR (Vorjahr 51 TEUR). In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und in den sonstigen Vermögensgegenständen sind keine Forderungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr enthalten. 4. Liquide Mittel Die liquiden Mittel bestehen aus Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbeständen. 5. Eigenkapital Das Eigenkapital gliedert sich zum 31. Dezember 2020 und 2019 wie folgt auf:
a) Gezeichnetes Kapital Das gezeichnete, vollständig einbezahlte und im Handelsregister eingetragene Kapital der MBO GmbH beträgt zum 31. Dezember 2020 unverändert 25.000,00 EUR. b) Andere Gewinnrücklagen Die anderen Gewinnrücklagen resultieren vollständig aus der erstmaligen Anwendung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) zum 01. Januar 2010. c) Bilanzgewinn Das Geschäftsjahr 2020 der MBO GmbH schließt mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von 169 TEUR (Vorjahr Jahresüberschuss 9.317 TEUR) ab. Im Vorjahr wurde eine Gewinnausschüttung in Höhe von 400 TEUR vorgenommen. Die Entwicklung des Bilanzgewinns ergibt sich wie folgt:
6. Sonderposten für Zuwendungen zum Anlagevermögen Der Sonderposten für Zuwendungen zum Anlagevermögen (Vorjahr 21 TEUR) erfasst als Wertberichtigung zum Anlagevermögen Investitionszuschüsse der öffentlichen Hand für bestimmte Investitionsmaßnahmen. Der Sonderposten löst sich ratierlich entsprechend der Nutzungsdauer der betroffenen Vermögensgegenstände ertragswirksam auf. Die Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens enthält der Posten "Sonstige betriebliche Erträge" der Gewinn- und Verlustrechnung (Vorjahr 6 TEUR). Im Berichtsjahr kam die MBO GmbH einer durch den Großbrand im Vorjahr verursachten Rückzahlungsverpflichtung in Höhe von 39 TEUR nach, da projektbezogene Kriterien hierdurch nicht mehr erfüllt werden konnten. Der Sonderposten wurde gewinnneutral in Höhe von 21 TEUR vermindert. 18 TEUR wurden aufwandswirksam in den periodenfremden Aufwendungen verbucht. 7. Steuerrückstellungen Die Steuerrückstellungen betreffen Rückstellungen für Steuern vom Einkommen und vom Ertrag des jeweiligen Vorjahres. 8. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen im Wesentlichen Verpflichtungen im Personal- und Sozialbereich in Höhe von 272 TEUR (Vorjahr 315 TEUR) sowie bestehende Garantierisiken in Höhe von 15 TEUR (Vorjahr 5 TEUR). 9. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gliedern sich zum 31. Dezember 2020 und 2019 wie folgt auf:
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen gliedern sich zum 31. Dezember 2020 und 2019 wie folgt auf:
Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen im Berichtsjahr 3 TEUR auf den Gesellschafter. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten im Wesentlichen die Verpflichtungen aus Lohn- und Gehaltszahlungen in Höhe von 159 TEUR (Vorjahr 143 TEUR), Lohn- und Kirchensteuerabgaben in Höhe von 26 TEUR (Vorjahr 24 TEUR) sowie im Vorjahr Umsatzsteuerverbindlichkeiten in Höhe von 38 TEUR. Sämtliche Verbindlichkeiten sind weder durch Pfandrechte noch durch ähnliche Rechte besichert. 10. Passive latente Steuern
Der kombinierte Ertragsteuersatz zur Berechnung der latenten Steuern beträgt unverändert 29,66% und setzt sich zusammen aus der Körperschaftsteuer mit 15%, dem Solidaritätszuschlag mit 0,83% sowie einem Gewerbesteuersatz in Höhe von 13,83%. 11. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen a) Haftungsverhältnisse Zum Stichtag 31. Dezember 2020 bestehen bei der Gesellschaft keine Haftungsverhältnisse. b) Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen stellen sich wie folgt dar:
Von den sonstigen finanziellen Verpflichtungen entfallen 509 TEUR (Vorjahr 477 TEUR) auf verbundene Unternehmen. Die Gesellschaft hat Zuwendungen der öffentlichen Hand für die Errichtung und die Finanzierung von bestimmten Fertigungsstätten unter der Voraussetzung erhalten, dass bestimmte projektbezogene Kriterien innerhalb einer bestimmten Periode nach Erhalt der Zuwendungen erfüllt werden. Die Gesellschaft ist verpflichtet, diese Bedingungen zu erfüllen. Sollten jedoch diese Bedingungen nicht erfüllt werden, konnten zum Stichtag 31. Dezember 2019 noch 39 TEUR der Zuwendungen zurückgefordert werden. Zum Stichtag 31. Dezember 2020 besteht diese Verpflichtung nicht mehr. Weitere sonstige finanzielle Verpflichtungen, die für die Finanzlage von wesentlicher Bedeutung sind, sind nicht vorhanden. E. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 12. Umsatzerlöse In den Umsatzerlösen sind außergewöhnliche Erträge in Höhe von 147 TEUR (Vorjahr 521 TEUR) enthalten, welche im Zusammenhang mit dem im Vorjahr durch einen Großbrand verursachten Schaden stehen. 13. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:
Von den sonstigen betrieblichen Erträgen sind 78 TEUR (Vorjahr 51 TEUR) anderen Perioden zuzuordnen. 14. Personalaufwand Die Gesellschaft nimmt die Schutzklausel gemäß § 286 (4) HGB in Anspruch. 15. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:
In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind außergewöhnliche Aufwendungen in Höhe von 118 TEUR (Vorjahr 1.631 TEUR) enthalten, welche aus dem Schaden durch den Großbrand im Vorjahr resultieren. Darin enthalten sind Verluste aus Anlagenabgängen in Höhe von 14 TEUR (Vorjahr 239 TEUR). In den nicht regelmäßigen und periodenfremden Aufwendungen sind im Berichtsjahr Aufwendungen für Gewährleistung in Höhe von 10 TEUR sowie im Vorjahr Aufwendungen aus der Einstellung in die Einzelwertberichtigung und Abschreibung von Forderungen in Höhe von 13 TEUR enthalten. Weitere sonstige Aufwendungen in Höhe von 22 TEUR (Vorjahr 15 TEUR) aus diesem Posten sind anderen Perioden zuzuordnen. 16. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Der Posten Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge enthält im Berichtsjahr ausschließlich Zinserträge aus der Abzinsung von langfristigen Rückstellungen gemäß § 277 (5) HGB. 17. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Im Posten Zinsen und ähnliche Aufwendungen des Vorjahres sind Aufwendungen aus der Aufzinsung von langfristigen Rückstellungen gemäß § 277 (5) HGB enthalten. 18. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Der Posten Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthält im Berichtsjahr ausschließlich latente Steuererträge in Höhe von 68 TEUR. Im Vorjahr wurden neben latenten Steueraufwendungen in Höhe von 3.945 TEUR auch Ertragsteuer Aufwendungen für das laufende Jahr in Höhe von 2 TEUR sowie periodenfremde Steuererträge in Höhe von 8 TEUR verbucht. 19. Jahresüberschuss und Bilanzgewinn
Der Gesellschafterversammlung wird vorgeschlagen den Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen. F. Sonstige Angaben Beschäftigte (Jahresdurchschnitt) Der durchschnittliche Personalbestand stellt sich wie folgt dar:
Darüber hinaus war im Vorjahr 1 Auszubildender beschäftigt. Honorar Abschlussprüfer Das Honorar der Abschlussprüfer wird im Konzernanhang der Mühlbauer Holding AG genannt. G. Organe der Gesellschaft Geschäftsführung Herr Thorsten Lischka Kaufmännischer Geschäftsführer (bis 25. Februar 2021) Herr Matthias Schlecht Technischer Geschäftsführer H. Verbundene Unternehmen und Beteiligungsunternehmen Mutterunternehmen der MBO GmbH ist die Mühlbauer Holding AG mit Sitz in Roding. Die Mühlbauer Holding AG ist als Unternehmen im Sinne des § 290 HGB zur Aufstellung eines Konzernabschlusses verpflichtet. Die Mühlbauer Holding AG stellt einen Konzernabschluss nach HGB auf. Der Jahresabschluss und der Konzernabschluss werden im Bundesanzeiger elektronisch bekannt gemacht. I. Nachtragsbericht Die Auswirkungen der globalen Ausbreitung des neuartigen Corona-Virus COVID-19 sowie der zu dessen Eindämmung weltweit getroffenen Maßnahmen haben im abgelaufenen Geschäftsjahr bei den Kunden der Gesellschaft sowie auch der Mühlbauer-Gruppe im Gesamten zu einer gewissen Unsicherheit geführt. Als Folge war wie erwartet eine rückläufige Nachfrage festzustellen, welche einen direkten Einfluss auf die Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft hatte. Es verbleiben auch weiterhin große Unsicherheiten, wie die negativen wirtschaftlichen Auswirkungen im Jahresverlauf ausfallen werden. Dies hängt wesentlich davon ab, wie lange die von den Regierungen getroffenen Entscheidungen andauern bzw. sich entwickeln. Weitere Ausführungen sind im Lagebericht näher beschrieben. Sonstige Vorgänge von wesentlicher Bedeutung nach Ablauf des Geschäftsjahres 2020 lagen nicht vor.
Roding, 30. März 2021 gez. Matthias Schlecht Die Feststellung des Jahresabschlusses erfolgte am 23.06.2021. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die MBO GmbH, Roding Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der MBO GmbH, Roding, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der MBO GmbH, Roding, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Passau, den 07. Juni 2021 KPWT
Kirschner Wirtschaftstreuhand AG
gez. Stefan Heipertz Alexander Bernauer |
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