S.W.I.S. GmbH
Selbe AdresseHerstellung von handgeführten Werkzeugen mit Motorantrieb
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Mehves Karabacak seit 20.12.2024 | Prokura |
Patrick Skwierawski seit 19.6.2024 | Prokura |
Sefa Aygün seit 4.3.2024 | Prokura |
Alessio Angelo Scarsella seit 30.1.2024 | Prokura |
Hatem Asli Atasoy seit 30.1.2024 | Prokura |
Rüdiger Bastian seit 30.1.2024 | Prokura |
Anil Sönmez seit 1.6.2022 | Geschäftsführer |
Gözde Diner seit 24.11.2020 | Geschäftsführer |
Hans-Leo Dr. Gross seit 18.2.2015 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Almatis B.V. | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Almatis GmbHLudwigshafen/Rh.Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020Bilanz zum 31. Dezember 2020Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020
Anhang für das Geschäftsjahr 2020I. Allgemeines Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2020 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches für große Kapitalgesellschaften und den ergänzenden Vorschriften des GmbHG aufgestellt worden. Für die Aufstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren angewandt. Sitz der Almatis GmbH ist Ludwigshafen am Rhein. Die Gesellschaft ist unter der Nummer HRB2360 im Handelsregister des Amtsgerichts Ludwigshafen eingetragen. II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Bewertung der Vermögens- und Schuldposten erfolgte unter Beachtung der gesetzlichen Vorschriften und der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung. Die Umsätze werden erst nach dem Gefahrenübergang an den Kunden ausgewiesen. Die Erlösschmälerungen, Skonti und Boni mindern die Erlöse. Alle Lieferungen des Almatis Konzerns an europäische Kunden werden von der Almatis GmbH in Ludwigshafen am Rhein fakturiert (inklusive sogenannter Streckengeschäfte, im Wesentlichen Lieferungen der Almatis B.V. in Rotterdam, Niederlande). Ebenso werden alle daraus resultierenden Materialaufwendungen bei der Gesellschaft erfasst. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr unverändert und werden im Folgenden genannt. 1. Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen Die Bilanzierung der immateriellen Vermögensgegenstände und der Sachanlagen erfolgt zu den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige sowie ggf. außerplanmäßige Abschreibungen. Die Anschaffungskosten umfassen auch die einzeln zuordenbaren Anschaffungsnebenkosten und nachträgliche Anschaffungskosten; Anschaffungspreisminderungen werden abgesetzt. Die Herstellungskosten umfassen die Material- und Fertigungseinzelkosten sowie angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten, des Werteverzehrs des Anlagevermögens sowie Kosten der allgemeinen Verwaltung und Aufwendungen für die betriebliche Altersversorgung. Die Abschreibungen werden planmäßig nach der linearen Methode entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer vorgenommen, die der steuerlichen AfA-Tabelle entnommen wird. Dabei werden die zulässigen längsten Nutzungsdauern verwendet. Die immateriellen Vermögensgegenstände werden pro rata temporis ab dem Monat des Zugangs abgeschrieben, ebenso ist es bei den Sachanlagen seit dem Geschäftsjahr 1998. In Bezug auf die Bilanzierung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird seit dem 1. Januar 2008 handelsrechtlich die steuerrechtliche Regelung des § 6 Abs. 2 und 2a EStG angewandt. Die Anschaffungskosten von abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens, die einer selbstständigen Nutzung fähig sind, werden im Wirtschaftsjahr der Anschaffung in voller Höhe als Betriebsausgaben erfasst, wenn die Anschaffungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut EUR 150 nicht übersteigen. Für geringwertige Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, mehr als EUR 150 und bis zu EUR 1.000 betragen, wird ein jährlicher Sammelposten im Sinne des § 6 Abs. 2a EStG gebildet. Der jährliche Sammelposten wird über fünf Jahre gewinnmindernd aufgelöst. Scheidet ein Wirtschaftsgut vorzeitig aus dem Betriebsvermögen aus, wird der Sammelposten nicht gemindert. Ergibt sich bei den Anlagegegenständen am Bilanzstichtag aufgrund einer dauernden Wertminderung ein niedrigerer beizulegender Wert, werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Eine Wertaufholung erfolgt, wenn der Grund für den niedrigeren Wertansatz entfällt. 2. Vorräte Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren werden mit gewogenen durchschnittlichen Anschaffungskosten unter Berücksichtigung anteiliger Bezugsnebenkosten bewertet. Soweit eine eingeschränkte Verwertbarkeit gegeben ist, wird der niedrigere beizulegende Wert angesetzt. Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgt zu Herstellungskosten. Dabei werden neben den aktivierungspflichtigen Einzelkosten gemäß § 255 Abs. 2 Satz 2 HGB auch die aktivierungspflichtigen angemessenen Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten, des Werteverzehrs des Anlagevermögens, sowie Kosten der allgemeinen Verwaltung und Aufwendungen für die betriebliche Altersversorgung einbezogen. Der verlustfreien Bewertung und dem Niederstwertprinzip wird Rechnung getragen. Zinsen für Fremdkapital werden hingegen nicht einbezogen. Die unentgeltlich erworbenen CO 2 -Emissionszertifikate wurden am 31. Dezember 2020 zum Kurs im Zuteilungszeitpunkt unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzip bewertet. In Höhe des aktivierten Zeitwerts der vorhandenen unentgeltlich erworbenen CO 2 -Emissionszertifikate ist ein passivischer Sonderposten in gleicher Höhe der Aktivierung gebildet worden. Der Verpflichtung zur Abgabe vom Emissionsberechtigungen wird durch die Dotierung einer Rückstellung für ungewisse Verbindlichkeiten für die bis zum Abschlussstichtag verursachten Emissionen Rechnung getragen. Die Abgabepflicht wird zunächst durch Verwendung der unentgeltlich ausgegebenen Emissionsberechtigungen erfüllt. Wertaufholungen bei Vermögensgegenständen des Umlaufvermögens werden vorgenommen, wenn die Gründe für die in den Vorjahren vorgenommene Abschreibung auf den niedrigeren Wert nach § 253 Abs. 4 HGB nicht mehr bestehen. 3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert, wobei Wertberichtigungen auf Forderungen, deren Ausfall droht, vorgenommen werden. Das allgemeine Kreditrisiko wird durch pauschale Wertberichtigungen berücksichtigt, die grundsätzlich auf Erfahrungswerten der Vergangenheit beruhen. Es wurden Pauschalwertberichtigungen in Höhe von TEUR 217 (i. Vj. TEUR 142) auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen vorgenommen. Die Umrechnung der Fremdwährungsposten erfolgt entsprechend den Regelungen des § 256a HGB. Forderungen in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsforderungen werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Rechnungsstellung oder dem niedrigeren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. 4. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten sind mit Nominalwerten angesetzt. Guthaben in fremder Währung werden zum Bilanzstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechnet. 5. Gezeichnetes Kapital Das gezeichnete Kapital ist voll eingezahlt und zum Nennbetrag angesetzt. 6. Rückstellungen für Pensionen Die Pensionsverpflichtungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages (§ 253 Abs. 1 Satz 2 HGB) angesetzt. Bewertungstechnisch stellt der notwendige Erfüllungsbetrag den Erwartungswert der Versorgungsleistungen unter Berücksichtigung der zum Bilanzstichtag vorliegenden Erkenntnisse dar. Die daraus resultierende ungewisse Verbindlichkeit ist in Form eines Barwertes zu ermitteln und daher grundsätzlich mit einem ihrer Restlaufzeit (mittlere Duration) entsprechenden Rechnungszins nach Maßgabe der Veröffentlichungen der Deutschen Bundesbank zum Bilanzstichtag abzuzinsen (§ 253 Abs. 2 HGB). Als versicherungsmathematisches Bewertungsverfahren für Versorgungsanwartschaften wurde das Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) verwendet. Für das versicherungsmathematische Gutachten wurde von einem Rechnungszinssatz von 2,30 % (10-Jahres-Durchschnitt) zum 31. Dezember 2020 und einer Duration von 15 Jahren ausgegangen. Zum Vergleich betrug der Rechnungszinssatz für den 7-Jahres-Durchschnitt 1,60 %. Der Berechnung der Rückstellungen lagen die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck zugrunde. Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,0 %, Rentensteigerungen von 1,5 % und Annahmen über Kündigungsraten sind in der Berechnung der Rückstellung berücksichtigt. Der Zinseffekt aus der versicherungsmathematischen Bewertung wird unter den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. 7. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Die sonstigen Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit fristadäquaten Zinssätzen abgezinst, die von der Deutschen Bundesbank bekannt gegeben worden sind. Sonstige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als zwölf Monaten liegen nicht vor, deshalb ist eine Abzinsung unterblieben. 8. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt. Die Umrechnung der Fremdwährungsposten erfolgt entsprechend den Regelungen des § 256a HGB. Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr betragen, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Einbuchung oder dem höheren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. 9. Latente Steuern Latente Steuern werden in der Bilanz der Almatis GmbH als Organgesellschaft nicht ausgewiesen. III. Erläuterung der Bilanz 1. Anlagevermögen Die Aufgliederung und Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2020 ist aus dem beigefügten Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) ersichtlich. Gegenüber dem Servicedienstleister Bilfinger Maintenance GmbH bestand die vertragliche Verpflichtung, bei einer Vertragsauflösung das in 2002 im Rahmen einer Teilbetriebsübertragung auf Bilfinger Maintenance GmbH übertragene Ersatzteillager zurückzukaufen. Der Rückkaufpreis wurde vertraglich auf TEUR 2.126 zuzüglich des Buchwertes von nach ursprünglicher Übertragung zusätzlich beschafften Anlagenersatzteilen festgelegt. Dieser Vertrag wurde im Dezember 2019 mit Wirkung zum 31. Dezember 2020 seitens Almatis gekündigt und der Rückkauf getätigt. Die Instandhaltung wird seit dem 01. Januar 2021 wieder intern durchgeführt. 2. Vorräte Die Vorräte haben sich zum Jahresende 2020 im Vergleich zum Geschäftsjahr 2019 um TEUR 4.546 verringert. Zum Jahresende waren die Bestände an Rohstoffen um TEUR 447, die Bestände an Halbfertigerzeugnissen um TEUR 1.850 und die Fertigerzeugnisse um TEUR 2.678 niedriger als im Vorjahr. Der Rückgang der Bestände ist dabei insbesondere auf konstant gestiegene Umsätze im letzten Quartal und gute Erwartungen für den Januar zurückzuführen. Der Bestand an unentgeltlich erworbenen CO 2 -Emissionszertifikaten erhöhte sich um TEUR 428 auf TEUR 1.272. Die unentgeltlich erworbenen CO 2 -Emissionszertifikate wurden mit dem Kurswert zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2020 unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bilanziert. Die Bestände an unfertigen und fertigen Erzeugnissen verringerten sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 4.527 (i. Vj Steigerung TEUR 1.949). 3. Forderungen Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen gliedern sich wie folgt:
Die Finanzforderungen gegen die Gesellschafterin sind aufgrund der erfolgten Auslagen für die Zinszahlungen des Jahres 2020 gestiegen. Im Gegenzug sind die Auslagen für die Organträgergesellschaft Almatis Holdings 2 GmbH für Steuerzahlungen zurückgegangen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen verbundene Unternehmen sowie gegen Dritte sind gegenüber dem Vorjahr aufgrund des niedrigeren Umsatzes und vermehrten Zahlungen aus China und USA gestiegen. Durch den Verkauf von Forderungen zum Bilanzstichtag in Höhe von EUR 17,5 Mio ergeben sich Auswirkungen auf die Vermögenslage der Gesellschaft. Liquiditätszuflüsse können zur Rückzahlung kurzfristiger Verbindlichkeiten genutzt werden und zu einer Bilanzverkürzung führen. 4. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital wird in voller Höhe von der Almatis Holdings GmbH, Ludwigshafen am Rhein, gehalten. Gemäß Gesellschaftsvertrag beträgt das gezeichnete Kapital unverändert TEUR 13.294. 5. Sonderposten für unentgeltlich erworbene Emissionszertifikate Den aktivierten unentgeltlich erworbenen CO 2 -Emissionszertifikaten stehen ein passivierter Sonderposten sowie eine Rückstellung für die zurückzugebenden Zertifikate gegenüber. 6. Rückstellungen für Pensionen Die Pensionsrückstellungen belaufen sich bei Diskontierung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre (2,30 %; i. Vj. 2,71 %) auf TEUR 27.350 (i. Vj. TEUR 24.259). Der gemäß § 253 Abs. 6 HGB zu ermittelnde Unterschiedsbetrag beläuft sich auf TEUR 3.988 (i. Vj. TEUR 3.681). 7. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 6.554 (i. Vj. TEUR 6.053) beinhalten Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (TEUR 3.582; i. Vj. TEUR 3.350), Kundenboni (TEUR 282; i. Vj. TEUR 212), personalbezogene Rückstellungen (TEUR 2.205; i. Vj. TEUR 1.992) und andere Rückstellungen (TEUR 484; i. Vj. TEUR 499). 8. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten in Höhe von insgesamt TEUR 22.519 sind sämtlich ungesichert und gliedern sich wie folgt:
Die Verbindlichkeiten gegenüber anderen verbundenen Unternehmen resultieren aus Lieferungen und Leistungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber der Alleingesellschafterin resultieren im Wesentlichen aus dem noch nicht abgeführten Ergebnis des Jahres 2020. In den sonstigen Verbindlichkeiten wurden langfristige Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern von TEUR 479 (i. Vj. TEUR 295) mit den Vermögensgegenständen in gleicher Höhe, die ausschließlich der Erfüllung dieser Verpflichtungen dienen und dem Zugriff fremder Dritter entzogen sind, verrechnet. Als Deckungsvermögen wurde eine verpfändete Rückdeckungsversicherung klassifiziert. Die Bewertung des zweckgebundenen, verpfändeten und insolvenzgesicherten Deckungsvermögen zum 31. Dezember 2020 erfolgt auf Basis der Mitteilung des Versicherers mit dem Aktivwert (TEUR 479; entspricht dem Zeitwert). Die Anschaffungskosten belaufen sich auf TEUR 479. IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse nach Regionen und Produkten
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten hauptsächlich Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 54; i. Vj. TEUR 1.607) sowie Erträge aus Versicherungsleistungen für den Schaden in der Sinteranlage (TEUR 6.220). Periodenfremde Erträge betreffen ausschließlich die Auflösung von Rückstellungen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten u. a. Instandhaltungskosten (TEUR 11.975; i. Vj. TEUR 9.321), Kosten für Ausgangsfrachten (TEUR 5.667; i. Vj. TEUR 5.680), Anwalts- und Beratergebühren (TEUR 965; i. Vj. TEUR 1.067), Reise- und Personalnebenkosten (TEUR 952 i. Vj. TEUR 1.826), Mietkosten (TEUR 1.221; i. Vj. TEUR 1.271) sowie Aufwendungen für Provisionen (TEUR 816; i. Vj. TEUR 787), sonstige Fremdleistungen (TEUR 6.585; i. Vj. TEUR 6.254), erhaltene Weiterbelastungen (TEUR 2.841; i. Vj. TEUR 2.731) und Währungskursverluste (TEUR 1.951; i. Vj. TEUR 65). Die Zinserträge (TEUR 288; i. Vj. TEUR 415) kommen im Wesentlichen aus der Verzinsung der Verrechnungskonten mit den verbundenen Unternehmen Almatis Holdings GmbH und Almatis Holdings 2 GmbH. Der Zinsaufwand ergibt sich im Wesentlichen aus dem Zinsaufwand der Pensionsrückstellung (TEUR 649; i. Vj. TEUR 664) und anderen Zinsen (TEUR 71; i. Vj. TEUR 72). Die Zinsaufwendungen gegenüber verbundenen Unternehmen basieren auf der Verzinsung des Verrechnungskontos mit der Gesellschafterin und der Verbindlichkeit aus dem Ergebnisabführungsvertrag (TEUR 341; i Vj. TEUR 419). Steuern vom Einkommen und vom Ertrag fallen infolge des ab 1. Januar 2010 gültigen Gewinnabführungsvertrags nicht mehr an. Die sonstigen Steuern beinhalten Grundsteuer (TEUR 121; i. Vj. TEUR 121) und Kfz-Steuer (TEUR 1; i. Vj. TEUR 1). V. Sonstige Angaben Anzahl der Beschäftigten im Durchschnitt für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020:
Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen für Miet- und Leasinggeschäfte inklusive Erbpachtverpflichtungen betragen zum 31. Dezember 2020 TEUR 3.576 (i. Vj. TEUR 5.580). Es handelt sich hierbei im Wesentlichen um die Aufwendungen aus dem Erbpachtvertrag für das Produktionsgelände mit einer Laufzeit bis 2021 mit dem neuen Eigentümer Triwo Industriepark Ludwigshafen WW GmbH. Am 21. Januar 2021 wurde ein neuer Pachtvertrag mit einer Laufzeit von 30 Jahren und einer Option auf weitere 20 Jahre geschlossen. Des Weiteren besteht ein Mietvertrag für Geschäftsräume in Frankfurt am Main. Eine flexible Anpassung der Räumlichkeiten an den Platzbedarf der Mitarbeiter ist möglich. Nach Abschluss eines neuen Vertrages im ersten Quartal 2014 mit dem bisherigen Vermieter sind Mietsteigerungen nach Verbraucherindex im Vertrag fixiert. Außerbilanzielle Geschäfte Die außerbilanziellen Geschäfte der Gesellschaft umfassen im Wesentlichen Miet-, Pacht- und Leasingverhältnisse für Pkw, Gabelstapler und Maschinen. Dadurch werden Investitionen vermieden und weniger Kapital gebunden. Haftungsverhältnisse gegenüber verbundenen Unternehmen Die Almatis GmbH ist Organgesellschaft einer ertragsteuerlichen Organschaft mit der Almatis Holdings GmbH, Ludwigshafen am Rhein, sowie der Almatis Holdings 2 GmbH, vormals Blitz F07-neunhundertsechzig-drei GmbH, Ludwigshafen am Rhein. Letztere ist Organträgerin des Organkreises. Für Forderungen der Finanzbehörden auf Steuernachzahlung aufgrund von Feststellungen aus Betriebsprüfungen sind auf Ebene der Almatis Holdings 2 GmbH zum Bilanzstichtag Rückstellungen für Steuern inklusive Zinsen in Höhe von TEUR 125 (i. Vj. TEUR 1.589) gebildet. Als Organgesellschaft haftet die Almatis GmbH gemäß § 73 AO für diese ungewissen Verbindlichkeiten des Organträgers. Abschlussprüfertätigkeiten Das vom Abschlussprüfer der Almatis GmbH im Geschäftsjahr 2020 berechnete Gesamthonorar beläuft sich auf TEUR 176. Darin enthalten sind Abschlussprüfungsleistungen (TEUR 116), Steuerberatungsleistungen (TEUR 34) und sonstige Dienstleistungen (TEUR 26). Mitglieder der Geschäftsführung
Für ihre Tätigkeit hat die Geschäftsführung im Geschäftsjahr 2020 Bezüge in Höhe von TEUR 1.280 erhalten. Die Bezüge früherer Mitglieder der Geschäftsführung und ihrer Hinterbliebenen belaufen sich auf TEUR 108 (i. Vj. TEUR 106). Für die Pensionsverpflichtungen früherer Mitglieder der Geschäftsführung und ihrer Hinterbliebenen sind TEUR 1.401 (i. Vj. TEUR 1.874) zurückgestellt. Gesellschafter Alleinige Gesellschafterin des gezeichneten Kapitals von TEUR 13.294 ist die Almatis Holdings GmbH in Ludwigshafen am Rhein. Ergebnisverwendung Es besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der Almatis Holdings GmbH, Ludwigshafen am Rhein, vom 11. November 2010, der zum 1. Januar 2010 in Kraft getreten ist. Aufgrund des bestehenden Gewinnabführungsvertrags ist der gesamte Gewinn an die Almatis Holdings GmbH, Ludwigshafen am Rhein, abzuführen. Wird der Vertrag nicht spätestens sechs Monate vor seinem Ablauf durch eine Vertragspartei ordentlich gekündigt, so verlängert sich die Laufzeit des Vertrags jeweils bis zum Ende des nachfolgenden Geschäftsjahres der Almatis GmbH. Da eine Kündigung des Vertrags nicht erfolgte, verlängerte sich der Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag bis zum 31. Dezember 2021. Konzernzugehörigkeit Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Almatis Holdings 2 B.V., Rotterdam, Niederlande (kleinster Konsolidierungskreis) und der ORDU YARDIMLAȘMA KURUMU, Ankara, Türkei (größter Konsolidierungskreis), einbezogen. Abschlussberichte der Gesellschaft, die den Konzernabschluss für den größten Konsolidierungskreis aufstellt, werden unter http://www. oyak. com.tr/EN/corporate/annual-reports. html veröffentlicht. Der Konzernabschluss der Almatis Holdings 2 B.V., Rotterdam, Niederlande, der nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, aufgestellt wird, ist am Sitz der Gesellschaft in deutscher Sprache erhältlich. Nachtragsbericht Die Geschäftsführung hat keine Kenntnis über weitere Sachverhalte von besonderer Bedeutung, die nach dem Abschluss des Geschäftsjahres bekannt wurden.
Ludwigshafen am Rhein, den 30. Juni 2021 Die Geschäftsleitung Mehmet Emre Timurkan Diner Gozde Barbara Steuler Yildiray Yildiz Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2020
Lagebericht für das Geschäftsjahr 20201 Grundlagen des Unternehmens 1.1 Geschäftsmodell Die Almatis GmbH, Ludwigshafen am Rhein (auch "Almatis"), ist Bestandteil einer weltweit tätigen Produktions- und Vertriebsgruppe, die Produktionsstätten auf mehreren Kontinenten besitzt und von der Muttergesellschaft Almatis 2 B.V. in den Niederlanden geführt wird. Das Unternehmen produziert und verkauft kalzinierte und gesinterte Aluminiumoxide wie kalzinierte Tonerden ,Calcined Alumina', Tabular-Tonerden ,Tabular Alumina' und Aluminium/ Magnesium-Spinelle, Spinel'. Der Hauptrohstoff (Aluminiumoxid) wird dabei im Rahmen eines langfristigen Einkaufsvertrags im Wesentlichen von zwei Hauptlieferanten bezogen. Hauptabnehmergruppen sind die Feuerfest- und die Keramikindustrie sowie die Schleif- und Poliermittelindustrie. 1.1.1 Organisatorische und rechtliche Struktur Die Almatis GmbH ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der Almatis Holdings GmbH, Ludwigshafen am Rhein, mit der ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag besteht. Die Almatis GmbH hat ihren Sitz in Ludwigshafen. Es befindet sich eine Betriebsstätte in Frankfurt am Main. 1.1.2. Qualität und Umwelt Almatis ist bereits seit 1991 gemäß ISO 9001 und seit 2001 gemäß ISO 14001 zertifiziert. Im Jahr 2007 wurde Almatis darüber hinaus die Übereinstimmung mit dem OHSAS 18001 Standard und im Jahr 2013 mit dem ISO 50001 Standard für Energiemanagementsysteme zertifiziert. Im Rahmen der Unternehmensgrundsätze verpflichtet sich die Gesellschaft, qualitativ hochwertige Produkte und Leistungen an ihre Kunden zu liefern sowie die Umwelt und das Wohlbefinden der Mitarbeiter wie auch die Belange der Öffentlichkeit zu respektieren. Im Jahr 2020 gab es einen meldepflichtigen Arbeitsunfall. Damit liegt Almatis weiterhin unter dem berufsgenossenschaftlichen Durchschnitt. 1.1.3. Arbeitnehmer Zum 31. Dezember 2020 hat Almatis 269 Mitarbeiter beschäftigt. Davon waren 105 gewerbliche Mitarbeiter, 81 tarifangestellte Mitarbeiter und 72 außertarifliche Mitarbeiter. Über den "kleinen" Ausbildungsverbund werden seit August 2015 ein Industriekaufmann sowie zehn Chemikanten ausgebildet. Weiterhin werden ab September 2021 noch zwei weitere Ausbildungsplätze im Berufsbild des Chemikanten angeboten. Die Fluktuationsrate in 2020 lag in Ludwigshafen bei 3,2 % und in Frankfurt bei 14,5 %. 1.2 Forschung und Entwicklung Die Forschungs- und Entwicklungstätigkeit bei Almatis wird durch ein firmeneigenes Labor zur Analyse und Weiterentwicklung von kundenspezifischen Anwendungen durchgeführt. Schwerpunkte sind sämtliche mit der Produktweiterentwicklung in Verbindung stehenden Tätigkeiten, beispielsweise neue Produktmischungen, Großversuche in Richtung industrieller Produzierbarkeit, Untersuchungen von Wettbewerbsmustern, die labortechnische Unterstützung der Fertigung der Kunden sowie Labortrainings. Ein besonderes Augenmerk wird auf die Optimierung und Weiterentwicklung der Produktserien der Feuerfestmaterialien gelegt. Weiterhin werden die vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten für unser gesamtes Zementportfolio unterstützt und die Entwicklung neuer Zementtypen sowie die Weiterentwicklung bestehender Zemente vorangetrieben. Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten finden ebenfalls auf unsere Tonerden für die Keramikindustrie und die Poliertonerden Anwendung. Die Erforschung der eigenen Werkstoffe zur Erweiterung unserer Kenntnisse über deren Anwendungsmöglichkeiten erfolgt in enger Zusammenarbeit mit verschiedenen Universitäten weltweit. Das Labor der Almatis GmbH spielt eine führende Rolle für die Forschungs- und Entwicklungsarbeiten im gesamten Konzern. Im Jahr 2020 betrugen die Aufwendungen der Gesellschaft für Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten nach Saldierung mit Erträgen aus Weiterbelastungen an andere Konzerngesellschaften TEUR 629 (i. Vj. TEUR 939). 2 Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Nach der positiven konjunkturellen Entwicklung der Weltwirtschaft in den letzten Jahren wurde die Wachstumsdynamik aufgrund der Ausbreitung des Corona-Virus nun abrupt gestoppt. Die Corona Pandemie hat zu einer der schwersten Rezessionen der Nachkriegszeit geführt. Es setzte zwar über den Sommer eine Erholung ein, aber es ist zu erwarten, dass erst im 1. Quartal 2022 das Vorkrisenniveau des 4. Quartals 2019 erreicht werden kann. Die deutsche Wirtschaft war bereits vor der Pandemie mit vielfältigen Veränderungen konfrontiert. Die Entwicklung im Ausland spielt dabei eine wichtige Rolle. In China ist bereits wieder eine schnell voranschreitende wirtschaftliche Entwicklung zu sehen und auch die USA und der EURO-Raum konnten im 3. Quartal 2020 ein Wachstum im BIP verzeichnen. (https://www.sachverstaendigenrat-wirtschaft.de/jahresgutachten-2020.html). Größter Abnehmer von Almatis-Produkten ist nach wie vor die Feuerfestindustrie, deren Endabnehmer überwiegend die Stahlindustrie ist. Der zweitgrößte Absatzmarkt ist die technische Keramik- und Poliermittelindustrie, deren Entwicklung im Wesentlichen von der Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts (BIP) beeinflusst wird. Nach vorläufigem Bericht der World Steel Association ist im Jahr 2020 die Weltrohstahlproduktion im Vergleich zum Vorjahr um 0,9 Prozent gesunken und erreichte damit 1.864 Mio Tonnen (Quelle: World Steel Association). Im Vergleich zum Vorjahr zeigten die Märkte in China, Russland, Türkei und Iran steigende Produktionen, während die Märkte in USA, Japan, Deutschland, Brasilien und Indien teils deutliche Produktionsrückgänge zu verzeichnen haben. Die Absätze von Almatis im Hauptabnehmermarkt Feuerfest in Europa sind um ca. 8 Prozent gestiegen, während der zweite Abnehmermarkt sich leicht rückläufig entwickelt hat. Die Geschäftsentwicklung der Almatis zeigt 2021 positive Impulse und eine weitere stabile Nachfrage des Marktes nach den hergestellten Produkten. 2.2 Geschäftsverlauf In ihrer Prognose im Lagebericht 2019 ist die Geschäftsführung von leicht steigenden Umsatzerlösen und einem EBITDA auf Vorjahresniveau ausgegangen. Der Umsatz entwickelte sich gegenüber der Vorjahresprognose mit einem Rückgang von 7,7 % leider nicht wie erwartet. Aufgrund geringerer Produktionsauslastung und gestiegenen Kosten im Bereich der Rohstofffrachten und Energiekosten sowie der Steigerung des Zukaufsanteils im Schwesterwerk Rotterdam als Folge einer Explosion im Werk Ludwigshafen im Januar 2020 konnten das geplante Jahresergebnis 2020 vor Gewinnabführung und das geplante EBITDA nicht erreicht werden. Das Jahresergebnis fiel mit TEUR 2.914 gegenüber dem Gewinn im Vorjahr in Höhe von TEUR 11.404 deutlich geringer als geplant aus, ebenso das EBITDA mit TEUR 7.511 (i. Vj. TEUR 15.739). 2.3 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage 2.3.1 Ertragslage Die Ertragslage des Geschäftsjahres 2020 stellt sich im Vergleich zum Geschäftsjahr 2019 wie folgt dar:
Im Geschäftsjahr 2020 stiegen die Verkaufsmengen (inklusive des Streckengeschäftes ex Rotterdam) gegenüber dem Vorjahr von 176.522 t auf 190.731 t. Der Umsatz verminderte sich von TEUR 202.094 im Vorjahr auf TEUR 186.548, d. h. um TEUR 15.546. Die Verkaufsmenge an Dritte stieg von 148.441 t auf 155.277 t, der damit erzielte Umsatz reduzierte sich allerdings aufgrund des anhaltenden Preisdrucks von TEUR 152.020 auf TEUR 139.936. Die Verkaufsmenge an andere Gesellschaften der Almatis-Gruppe erhöhte sich von 27.500 t auf 35.454 t. Der zugehörige Umsatz mit verbundenen Unternehmen (inklusive für von der Almatis GmbH erbrachte Dienstleistungen für anderen Konzerngesellschaften) sank von TEUR 50.074 auf TEUR 46.522. Die Produktionsmenge in Ludwigshafen sank von 107.848 t in 2019 auf 102.862 t in 2020. Die Materialaufwandsquote ist mit 65,0 % in 2020 im Vergleich zum Vorjahr (64,0 % in 2019) leicht gestiegen. Dies ist vor allem auf höhere Energiekosten und gestiegene Frachtkosten für die Rohstoffe zurückzuführen. Dementgegen stehen niedrigere Beschaffungskosten der Rohstoffe. Die Bestände an fertigen und unfertigen Erzeugnissen haben sich zum Stichtag um insgesamt TEUR 4.527 verringert, was im Wesentlichen auf eine etwas stärkere Nachfrage im Bereich hochwertiger Produkte und einer etwas geringen Produktionsauslastung zurückzuführen ist. Die externen Lohnveredelungsleistungen sind im Vergleich zum Vorjahr deutlich zurückgegangen (TEUR 5.349, i. Vj. TEUR 7.055). Es bestand weiterhin eine starke Nachfrage im Bereich hochwertiger Produkte, die jedoch aufgrund der niedrigeren Gesamtnachfrage zunehmend konzernintern gefertigt werden konnte. Die Personalaufwendungen sind im Vergleich mit dem Vorjahr um TEUR 138 gesunken (TEUR 27.190, i. Vj. TEUR 27.328). Die Mitarbeiterzahl stieg erneut auf 271 Angestellte und gewerbliche Mitarbeiter im Vergleich zu 249 im Vorjahr (jeweils Jahresdurchschnitt in Köpfen). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 3.744 gestiegen. Dies ist vor allem auf höhere Fremdwährungsaufwendungen (TEUR 1.886) und Instandhaltungskosten (TEUR 2.654) zurückzuführen. Im Gegenzug dazu verringerten sich die Aufwendungen im Bereich der Versicherungen (TEUR 69), sonstigen Personalnebenkosten (TEUR 874) sowie der Rechts- und Beratungskosten (TEUR 102). Die Zinserträge, welche aus der Verzinsung des Verrechnungskontos mit den beiden verbundenen Unternehmen Almatis Holdings GmbH und Almatis Holdings 2 GmbH, vormals Blitz F07-neunhundert-sechzig-drei GmbH entstehen, haben sich gegenüber dem Vorjahr aufgrund der früheren durchgeführten Gewinnabführung und der daraus resultierenden früheren Rückzahlung der Auslagen verringert (TEUR 288; i. Vj. TEUR 415). Die Zinsaufwendungen enthalten Zinsaufwand aus der Pensionsrückstellung sowie aus der Jubiläumsrückstellung (TEUR 659; i. Vj. TEUR 675) und Zinsaufwendungen gegenüber verbundenen Unternehmen, welche aus der Verzinsung des Verrechnungskontos mit der Gesellschafterin (TEUR 341; i. Vj. TEUR 419) resultieren. Aufgrund der negativen Entwicklung der Umsatzerlöse in Folge der Corona-Krise konnte das angestrebte EBITDA-Wachstum im Geschäftsjahr 2020 nicht erreicht werden. Im Vergleich zum Vorjahr sank das EBITDA um TEUR 8.227. 2.3.2 Finanzlage Der Liquiditätsstatus zum 31. Dezember 2020 stellt sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:
Die liquiden Mittel verringerten sich um insgesamt TEUR 1.261 von TEUR 4.744 auf TEUR 3.483. Die kurzfristigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten sind durch die kurzfristigen Forderungen und den Finanzmittelbestand gedeckt. Die Gesellschaft ist fristenkongruent finanziert. Liquiditätsüberschüsse und kurzfristige Liquiditätsbedarfe werden über Darlehensbeziehungen mit verbundenen Unternehmen abgewickelt. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich von 36,4 % auf 38,6 %. 2.3.3 Vermögenslage Die Bilanzsumme hat sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 5.773 von TEUR 99.117 auf TEUR 93.344 verringert. Das Anlagevermögen verringerte sich im Vergleich zum 31. Dezember 2019 von TEUR 28.767 um saldiert TEUR 1.652 auf TEUR 27.115. Die Veränderung des Anlagevermögens lässt sich wie folgt darstellen:
Die Zugänge betreffen im Wesentlichen die folgenden Projekte:
Der Deckungsgrad des Anlagevermögens (Eigenkapital/Anlagevermögen) beträgt 133 % (i. Vj 125 %). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Dritte sind 2020 um TEUR 778 von TEUR 4.143 im Vorjahr auf TEUR 4.921 gestiegen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind 2020 um TEUR 5.348 von TEUR 27.299 auf TEUR 21.951 gesunken. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen verbundene Unternehmen haben sich im Vergleich zum Vorjahr aufgrund erhöhter Zahlungen der ausländischen Schwestergesellschaften um TEUR 445 verringert. Ebenso sind auch die Forderungen innerhalb der Organschaft aufgrund der Auslagen für die Steuer- und Zinszahlungen der Organgesellschaften um TEUR 4.903 gesunken. Das Vorratsvermögen verringerte sich im Vergleich zu 2019 um TEUR 4.546 von TEUR 28.494 auf TEUR 23.948. Die Bestände an Rohstoffen verringerten sich um TEUR 447 und die Bestände an fertigen und unfertigen Erzeugnissen aufgrund der guten Nachfrage am Ende des Jahres um TEUR 4.527. Gleichzeitig fiel die Gesamtproduktionsmenge geringer aus als im Jahr 2019. Die Bestände an unentgeltlichen CO2-Emissionszertifikaten stiegen um TEUR 428 von TEUR 844 auf TEUR 1.272 an. Die Pensionsrückstellung wurde gemäß dem versicherungsmathematischen Gutachten um TEUR 3.091 auf TEUR 27.350 erhöht. Dabei führte die jährliche Zuführung für Ansprüche aktiver Arbeitnehmer zu einer erheblichen Erhöhung des Verpflichtungsbetrages. Steuerrückstellungen waren nicht zu bilden, da mit der Muttergesellschaft eine ertragsteuerliche Organschaft besteht. Die sonstigen Rückstellungen erhöhten sich im Vergleich zu 2019 um TEUR 501 von TEUR 6.053 auf TEUR 6.554. Dies ist insbesondere auf die Erhöhung der Rückstellung für nicht genommenen Urlaub sowie auf die gebildete Rückstellung für den Gasverbrauch des Monats Dezember 2020 zurückzuführen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind insgesamt von TEUR 25.290 um TEUR 10.675 auf TEUR 14.615 gesunken. Die Verbindlichkeiten gegenüber der Alleingesellschafterin zum Jahresende betreffen im Wesentlichen die Abführung des Ergebnisses aus 2020. Die Verbindlichkeiten gegenüber anderen verbundenen Unternehmen aus Lieferungen und Leistungen resultieren in der Hauptsache aus Lieferungen von Rohstoffen und unfertigen Erzeugnissen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten sind im Vergleich zu 2019 um TEUR 1.427 von TEUR 5.613 auf TEUR 7.040 gestiegen. 2.4 Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Die wesentlichen finanziellen und nichtfinanziellen Leistungsindikatoren sind bei der Almatis GmbH, Ludwigshafen am Rhein, der Umsatz, das "Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen" (EBITDA), die Bestandsreichweite "Days on Hand" auf Mengenbasis (DOH) sowie die produzierten Mengen im Verhältnis zur Anzahl der Kundenreklamationen. Bezüglich der Haupteinflüsse auf den Umsatz und das EBITDA verweisen wir auf unsere Ausführungen zur Ertragslage unter 2.3.1. Dem Bestandsmanagement wird bei Almatis besondere Bedeutung beigemessen. Die Ermittlung der DOH erfolgt, indem die Bestandsmenge durch die durchschnittliche Verkaufsmenge der letzten drei Monate dividiert und mit den durchschnittlichen Kalendertagen der letzten drei Monate multipliziert wird. Aus allen so ermittelten zwölf Monatswerten wird der Mittelwert berechnet. Die Bestandsreichweite und somit das gebundene Kapital sank im Vergleich zum Vorjahr von 123,2 Tagen um 5,6 Tage auf 117,6 Tage. Eine weitere Maßgröße ist das Verhältnis der produzierten Menge zur Anzahl der Kundenreklamationen. Sie verringerte sich von 4.646 Metrischen Tonnen (MT) pro Kundenreklamation in 2019 um 1.244 MT auf 3.402 MT in 2020. 3 Chancen- und Risikobericht Als Risiko wird jedes Ereignis verstanden, das sich negativ auf die kurzfristigen operativen Ziele oder langfristigen strategischen Ziele der Gesellschaft auswirken könnte. Die Darstellung der Risiken erfolgt vor Risikobegrenzungsmaßnahmen und in der Reihenfolge ihrer Bedeutung für die Gesellschaft. 3.1 Risikobericht Finanzierung und Zinsrisiken Im August 2015 wurde die Almatis-Gruppe (mit der obersten Gesellschaft Almatis Holdings 2 B.V., Niederlande) an den türkischen Pensionsfonds Oyak verkauft. Der neue Eigentümer brachte nach der Übernahme eine zusätzliche Kapitaleinlage in Höhe von 225 Millionen USD in die Almatis-Gruppe ein sowie eine Zwischenfinanzierung zur vollständigen Ablösung aller Altschulden. Diese Zwischenfinanzierung wurde im 1. Quartal 2016 durch eine langfristige Bankfinanzierung in Höhe von 450 Millionen USD zu 4,85 % p. a. sowie nachrangige Gesellschafterdarlehen abgelöst. Der Zinssatz dieses Darlehens ist auf die Laufzeit festgeschrieben und wird konzernintern zur Anwendung gebracht. Darüber hinaus steht der Almatis-Gruppe eine kurzfristige abrufbare Überziehungslinie in Höhe von 20 Millionen EUR zur Verfügung, die von der Almatis-Gruppe zum Stichtag 31. Dezember 2020 mit 20,0 Millionen EUR in Anspruch genommen war, bei einem Bestand an liquiden Mitteln in der Gruppe von 60,1 Millionen USD. Diese wird von der Muttergesellschaft Almatis Holdings 2 B.V. in Rotterdam, Niederlande, in Anspruch genommen und entsprechend dem Bedarf von dieser Gesellschaft verteilt. Weiterhin gilt, dass die Gesellschaft keine eigenen externen Finanzverbindlichkeiten eingegangen ist. Nach Einschätzung der Geschäftsführung kann die Almatis-Gruppe ihren kurz- und mittelfristigen Schuldendienst aus den operativen Ergebnissen erwirtschaften. Den Liquiditätsrisiken begegnet die Gesellschaft durch die vom Konzern eingesetzten monatlich rollierenden Finanzplanungsinstrumente, die mit einem Planungshorizont von einem Jahr die zu erwartende Liquiditätsentwicklung aufzeigen. Die Liquiditätsplanung wird laufend überwacht und wöchentlich in einer detaillierten Drei-Monatsübersicht aktualisiert. Potenzielle lokale Liquiditätsengpässe werden über Darlehensvergaben innerhalb des Konzerns kurzfristig überbrückt. Darüber hinaus analysiert das Planungs- und Controlling-System monatliche Abweichungen der tatsächlichen von der geplanten geschäftlichen Entwicklung und identifiziert zeitnah Risiken, die den Erfolg bzw. die Entwicklung des Unternehmens gefährden könnten. Fremdwährungsrisiken Durch die internationale Ausrichtung sind das operative Geschäft sowie die Finanzergebnisse und die Zahlungsströme Risiken aus Wechselkursschwankungen ausgesetzt. Diese resultieren vor allem aus dem Wechselkurs des US-Dollar zum Euro. Die Almatis GmbH begegnet diesem Risiko mit "natürlichem" Hedging im Konzern. Es sind keine weiteren Finanzinstrumente abgeschlossen. Ausfallrisiken Es besteht ein Ausfallrisiko der Forderungen gegen verbundene Unternehmen. Dies ist jedoch sehr gering, da die Unternehmen durch den Konzern-Verbund gestützt werden. Aufgrund der Kundenstrukturen, Kundenstabilität und der Erfahrungen in den letzten Jahren sieht die Geschäftsleitung lediglich ein sehr geringes Risiko, dass Forderungen gegen fremde Dritte ausfallen. Beschaffungsmarkt Beschaffungsrisiken sind durch langfristige Verträge begrenzt. Die Rohstoffversorgung mit dem Hauptrohstoff (Aluminiumoxid) wurde im Rahmen der Abwicklung des Verkaufs der Alma- tis-Gruppe durch Alcoa über einen langfristigen Einkaufsvertrag für die Almatis-Gruppe bis 2024 gesichert. Im Energiebereich besteht weiterhin ein langfristiger Versorgungsvertrag für Strom, Erdgas, Druckluft, Dampf und Wasser mit einem ortsansässigen Energielieferanten, der Anfang 2018 für weitere zehn Jahre verlängert wurde. Die Almatis GmbH hat in 2013 einen Pachtvertrag für einen Gasmotor mit dem ortsansässigen Energielieferanten abgeschlossen und erzeugt selbstständig Strom. Dieser wird von Almatis in der eigenen Produktion verwendet. Strom Überschüsse werden vom Energielieferanten an den öffentlichen Energiemärkten zu Marktpreisen verkauft. Absatzmarkt Nachdem der Absatz in der europäischen Feuerfest-Industrie in 2020 bereits 8 % gestiegen ist, während im zweiten Hauptabnehmermarkt für keramische und Polier-Produkte nur sinkende Umsätze getätigt werden konnten, wird für den Verlauf des Jahres 2021 wieder mit einer Steigerung der Nachfrage gerechnet. Ebenso erwartet Almatis für 2021 weitere Wachstumsimpulse aus der Vermarktung neuer Produkte. Risiken liegen in den Exporten von Produkten nach Europa von Konkurrenten aus Fernost. Dieses Risiko hängt stark von der Entwicklung des EUR/USD-Wechselkurses und der Übersee-Frachten ab. Allerdings besteht auch ein Risiko für Exporte der Konkurrenten nach Nord- und Südamerika, da bei schwächeren Umsätzen der Schwestergesellschaften dort auch das Intercompany-Geschäft der Almatis GmbH betroffen wäre. Produktion Etwaigen Risiken eines ungeplanten längerfristigen Stillstands der Schlüsselaggregate (Drehrohr- sowie Schachtöfen und Mühlen) begegnet Almatis durch eine vorbeugende Instandhaltung mit laufenden Anlagenkontrollen, ständigen Modernisierungen und Investitionen. Weiterhin wurden im Rahmen der Sicherstellung der Produktion sogenannte kritische Ersatzteile identifiziert und durch den Vertragspartner Bilfinger Maintenance GmbH beschafft. Für mögliche Schäden und den damit verbundenen Produktionsausfall sowie für andere mögliche Schadens- und Haftpflichtfälle wurden Versicherungen abgeschlossen, die sicherstellen, dass die finanziellen Folgen in Grenzen gehalten oder völlig ausgeschlossen werden. Darüber hinaus gibt es Sicherheitsbestände bei diversen Fertigprodukten, um die Lieferfähigkeit auch bei ungeplanten Anlagenstillständen zu gewährleisten. Durch die Kapazitätserweiterungen aus den Vorjahren stehen der Gesellschaft für potenzielle weitere Umsätze die notwendigen Ressourcen zur Verfügung. In 2021 und den folgenden Jahren werden weitere Investitionen in Infrastruktur und Kapazitätserweiterungen getätigt. Ein schwer kalkulierbares Risiko sind die allgemeine weltwirtschaftliche Entwicklung und die daraus resultierenden Einflüsse auf die Nachfrage. Im Rahmen des Risikomanagements werden Veränderungen auf der Nachfrageseite im Rahmen von Vertriebs- und Produktionsrunden besprochen, um kurzfristige Kapazitätsanpassungen vornehmen zu können. Um auf mögliche negative Auswirkungen einer Eintrübung der Weltwirtschaft auf die Geschäftsentwicklung angemessen und zeitnah reagieren zu können, wurden im Rahmen des Planungsprozesses Szenario-Analysen durchgeführt, in denen mögliche Nachfrageeinbrüche und die Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage simuliert werden. Weiterhin sind Maßnahmenpläne definiert, um einer möglichen Eintrübung des Geschäftsumfeldes kurzfristig wirksam begegnen zu können. Steuerliche Risiken Die internationale Geschäftstätigkeit der Almatis unterliegt ertragsteuerlichen und sonstigen steuerlichen Risiken (z. B. Lohnsteuer). Die Steuerabteilung der Almatis-Gruppe betreut die steuerlichen Sachverhalte und Betriebsprüfungen, um eine sachgerechte Abbildung und Dokumentation mit den entsprechenden Abteilungen der Almatis GmbH sicherzustellen. Bei wesentlichen Vereinbarungen und operativen Entscheidungen, die insbesondere grenzüberschreitende steuerliche Implikationen haben, wird die Steuerabteilung regelmäßig vorab eingebunden. Bei Bedarf werden externe steuerliche Berater hinzugezogen. Unternehmensfortführung und Liquidität Die Almatis GmbH ist jederzeit in der Lage, die Zahlungen aus dem laufenden Geschäft zu leisten. Infolge des Eigentümerwechsels 2015 kam es zu einer Umfinanzierung der gesamten Almatis-Gruppe. Der Zinssatz für Bankdarlehen der Almatis-Gruppe konnte erheblich gesenkt werden. In weiterer Konsequenz wurden die Zinssätze für Darlehen von verbundenen Unternehmen entsprechend angepasst. Dies bedeutete für die deutsche Almatis-Gruppe eine Reduzierung der Zinslast um mehr als 60 % im Vergleich zu 2014 und infolgedessen eine deutliche Verbesserung der Liquidität. Aufgrund des Eigentümerwechsels im Jahr 2015, der günstigeren Finanzierung und einer weiterhin positiven Entwicklung der Umsätze im ersten Quartal 2020 ist die Geschäftsführung davon überzeugt, dass die Fortführung des Unternehmens gesichert ist. 3.2 Chancenbericht Die Almatis Gruppe hat der aktuellen Konzernstruktur und globalen Aufteilung von Verantwortlichkeiten von Vertrieb und Produktion dem Anspruch Rechnung getragen, die eigenen Leistungen kontinuierlich zu verbessern, eine maximale Kostentransparenz zu schaffen und Synergien konsequent zu nutzen. Sie schafft die erforderliche Flexibilität und die Möglichkeit zur schnellen Reaktion auf veränderte Kundenbedürfnisse. Auf dieser Basis sind die Nutzung zusätzlicher Kundenpotenziale aus dem Bestandskundengeschäft sowie das Zurückgreifen auf eine wesentlich erweiterte Know-how-Basis möglich. Die fortschreitende Globalisierung eröffnet der Gesellschaft neben den oben beschriebenen Risiken auch Chancenpotenziale. Bei weiterem Weltwirtschaftswachstum wird auch unsere Branche in Zukunft wachsen. Sollte sich das wirtschaftliche Umfeld in den wichtigen Industrieregionen, insbesondere in den USA, Asien und Europa, besser entwickeln als von uns prognostiziert, so kann auch dies zu unerwarteten Wachstumsimpulsen führen, da die wirtschaftliche Entwicklung unserer Kunden die Nachfrage nach unseren Produkten bestimmt. Durch das firmeneigene Labor, in dem sowohl die Entwicklung neuer Produkte und Produktmischungen als auch die Weiterentwicklung und Verbesserung der vorhandenen Produkte vorangetrieben wird, versucht Almatis stetig neue Märkte und Kunden zu erschließen. Ausblick Den im Lagebericht enthaltenen Prognosen liegt die vom Board der Almatis-Gruppe verabschiedete Unternehmensplanung (Budget) zugrunde. Das Budget stützt sich dabei insbesondere auf die vom Internationalen Währungsfonds (IWF) für 2020 ff. prognostizierten BIP-Wachstumsraten sowie auf die auf Basis des Stahlindex CRU prognostizierte Stahlproduktion für die einzelnen Wirtschaftsregionen. Das verabschiedete Budget für das Geschäftsjahr 2021 berücksichtigt nicht mögliche direkte oder indirekte Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf die Almatis-Gruppe. Bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts geht die Geschäftsführung davon aus, dass sich die Corona-Krise nur in geringem Umfang auf die wesentlichen Leistungsindikatoren auswirken wird. Vor dem Hintergrund der Corona-Krise wird die Nachfrage nach den Produkten der Almatis GmbH im Geschäftsjahr 2021 nach Einschätzung der Geschäftsführung voraussichtlich auf einem ähnlichen Niveau wie im Vorkrisenjahr 2019 liegen, und die Fertigung in Ludwigshafen wird in gleichem Maße ausgelastet sein. Die Investitionstätigkeit wird sich sowohl auf den Erhalt der bestehenden Produktionsanlagen und deren permanente Verbesserung ausrichten sowie auch die Produktionskapazität ausweiten. Weiterhin sind erhebliche Anstrengungen geplant, das Vorratsvermögen zu optimieren sowie durch präventive Maßnahmen in der Produktion und in der Transportabteilung Reklamationen zu vermeiden. Insgesamt erwarten wir für das Geschäftsjahr 2021 leicht steigende Umsatzerlöse aufgrund von Preisanpassungen und einem günstigeren Produkt-Mix und durch stabile günstigere Einkaufskonditionen für Rohstoffe und Energien ein EBITDA auf Niveau des Jahres 2019. Hinsichtlich der Bestandsreichweite "Days on Hand" rechnet die Geschäftsführung damit, dass sich diese im Geschäftsjahr 2021 wieder auf einem niedrigeren Niveau befinden wird. Ebenso wird erwartet, dass das Verhältnis der produzierten Menge zur Anzahl der Kundenreklamationen im Vergleich zum Geschäftsjahr 2020 stabil bleibt. Die in diesem Lagebericht enthaltenen Angaben über die zukünftigen Entwicklungen beruhen auf Einschätzungen der Geschäftsführung nach bestem Wissen und Gewissen zum Zeitpunkt der Aufstellung. Diese Aussagen sind naturgemäß einer Reihe von Risiken und Unsicherheiten unterworfen, die, falls sie eintreffen, zu anderen Ergebnissen als vorgesehen führen können.
Ludwigshafen am Rhein, den 30. Juni 2021 Die Geschäftsführung Mehmet Emre Timurkan Diner Gozde Barbara Steuler Yildiray Yildiz Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Almatis GmbH, Ludwigshafen am Rhein Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Almatis GmbH, Ludwigshafen am Rhein - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Almatis GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, den 30. Juni 2021 KPMG
AG
Yaman Pürsün, Wirtschaftsprüfer Katharina Böhm, Wirtschaftsprüferin |
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