Großhandel mit pharmazeutischen Erzeugnissen
ORTHOVITAL GmbH
Magdeborner Straße 19, 04416 Markkleeberg, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Ulf Hensling seit 29.5.2012 | Prokura |
Lars Jäger seit 25.6.2008 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
ORTHOVITAL GmbHMarkkleebergJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023der ORTHOVITAL GmbHGliederung I. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens 2. Forschung und Entwicklung, Engagement II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen 2. Geschäftsverlauf 3. Lage a) Ertragslage b) Finanzlage c) Vermögenslage III. Prognosebericht IV. Chancen- und Risikobericht 1. Risikobericht 2. Chancenbericht 3. Gesamtaussage V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten VI. Bericht über Zweigniederlassungen I. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Die ORTHOVITAL GmbH wurde 1991 gegründet und ist Hersteller und Anbieter von medizinischen Hilfsmitteln in den Geschäftsfeldern Orthopädietechnik, Orthopädieschuhtechnik, Kinderrehabilitation, Rehatechnik, Sanitätsfachhandel und Homecare. Am Hauptsitz in Markkleeberg bei Leipzig befinden sich die orthopädischen Werkstätten und das Logistikzentrum. In den Einzugsgebieten Westsachsen und südliches Sachsen/Anhalt werden Filialen an 7 weiteren Standorten betrieben. 2. Forschung und Entwicklung, Engagement Forschung und Entwicklung sind nicht ausgewiesener Gegenstand des Geschäftsmodells, wenngleich Innovationen und Weiterentwicklungen insbesondere im Bereich der individuellen Sonderanfertigungen des Handwerks entstehen. Das Unternehmen ist aktiv im fachlichen Austausch als Mitglied in Expertenkreisen und -verbänden der Branche und dient als Kooperationspartner bei Projekten forschender Hochschulen und der Industrie. Die Orthovital GmbH engagiert sich als Bildungspartner für Ärzte, Therapeuten, medizinische und Pflegeeinrichtungen und fördert regional Leistungs- und Breitensport, Soziales und Kultur. Die Geschäftsführung nimmt durch aktive Mitarbeit in den Gremien von Fachverbänden auf Landes- und Bundesebene Einfluss auf die Gestaltung der Rahmenbedingungen für die Branche. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen 2023 war gesamtwirtschaftlich geprägt durch eine hohe Erwerbstätigenrate, ein negatives Wirtschaftswachstum und eine Inflation, die nach 2022 auch 2023 Rekordniveau (Januar/Februar 8,7 %) erreichte. Die Inflation wurde angetrieben durch die hohen Preise für Mineralölprodukte und andere energieerzeugende Rohstoffe. In der zweiten Jahreshälfte 2023 ist die Inflationsrate schrittweise wieder zurückgegangen. Die Situation bei den Energiepreisen hat sich entspannt, der Preisanstieg bei Nahrungsmitteln hat sich ebenfalls verlangsamt. Die Teuerungsrate lag Ende 2023 bei 3,7 %. Vor der Zinswende, die am 21. Juli 2022 mit der ersten Erhöhung beschlossen wurde, lagen die Zinsen jahrelang bei null oder minimal darüber. Seit dem 23. Oktober 2023 liegt der Leitzins der EZB bei 3,4 Prozent. Der gewichtete Indikator für neue Kredite an Unternehmen stieg auf 5,09 %, der für neue Wohnungsbaukredite auf 3,89 %. Der Mindestlohn, der von 9,82 € im Januar 2022 um gut 22 % zum Oktober 2022 auf 12,00 € angehoben wurde, hob automatisch die Gehälter insgesamt an. Mit dem derzeit gültigen Mindestlohnbetrag von 12,41 € zum Januar 2024 entsprechen die politisch initiierten Lohnentwicklung einem Plus von 26,4 % binnen 24 Monaten, die die Wirtschaft zu kompensieren hatte. In dieser Gemengelage aus gestiegenen Kosten, hohen Zinsen und wirtschaftlicher Unsicherheit ging der Investitionswille der Unternehmen zurück. Das BIP lag mit 4,19 Billionen Euro zwar über dem Vorjahr (3,95 Billionen Euro). Dies liegt allerdings in der Inflation begründet, preisbereinigt ist die deutsche Wirtschaft 2023 in eine Rezession gerutscht - das reale Bruttoinlandsprodukt sank gegenüber dem Vorjahr um 0,3 Prozent. Obwohl die Inflation ab Mitte 2023 sank, blieb die wirtschaftliche Situation für Verbraucher angespannt, beispielsweise auch auf dem Wohnmarkt. Der Erwerb von privatem Wohneigentum blieb auf Grund gestiegener Kosten und Zinsen für die meisten unerschwinglich. Die Nachfrage verringerte sich somit und verlagerte sich auf den Mietmarkt. Hier bleibt das Angebot allerdings unter Bedarf. Das Wohnungsbauziel wurde um gut ein Viertel verfehlt, gebaut wurden 294.400 statt geplanter 400.000 Wohnungen. Auch wurden 2023 nur noch 260.071 Baugenehmigungen für neue Wohnungen erteilt. Für neue Mietverträge fielen je nach Lage durchschnittlich zwischen 6,3 und 7 Prozent höhere Mietkosten an. Die Verknappung am Wohnungsmarkt erschwert u.a. den Zuzug von potentiellen Fachkräften an den Unternehmensstandort. Den Einnahmen der gesetzlichen Krankenkassen in Höhe von 304,4 Mrd. Euro standen Ausgaben in Höhe von 306,2 Mrd. Euro gegenüber und resultierte in einem Mehrbetrag der Ausgaben von rund 1,9 Mrd. €. Die Leistungsausgaben betrugen 288,6 Mrd. €, gegenüber 274,2 Mrd. € in 2022. Die Ausgaben für Hilfsmittel betrugen 11,1 Mrd. €. Das sind 7,3 % mehr als im Vorjahr. Die Steigerung für Hilfsmittel pro Versichertem betrug 6,4 %. Für die ORTHOVITAL ist die AOK Plus mit einem Marktanteil von 59,99 % in Sachsen (Stichtag 1. Juli 2023) der größte Vertragspartner. Den Einnahmen in Höhe von 15,0 Mrd. € (+8,1 %) stehen Ausgaben von 15,1 Mrd. € (+7,6 %) gegenüber. Die reinen Leistungsausgaben betrugen 14,3 Mrd. €, das entspricht einem Anstieg von 6,7% gegenüber dem Vorjahr. Die Entwicklung der Leistungsausgaben für Hilfsmittel ist zum Erstellungszeitpunkt des Berichtes nicht gesondert verfügbar. Auf Bundesebene allerdings wird der Ausgabenanstieg pro Versicherten bei allen AOK'n mit durchschnittlich 5,6 % angegeben. Er liegt damit 0,8 % unter dem Bundesdurchschnitt. Die Prognosen zur Bevölkerungsentwicklung sind unverändert. Der Anteil der erwerbstätigen Bevölkerung hat in Deutschland zwar in 2023 mit 45,9 Millionen ein neues Hoch erreicht, wird aber in den kommenden Jahren spürbar zurückgehen, während die geburtenstarken Jahrgänge aus den Erwerbsleben nach und nach ausscheiden. Prognosen halten nur noch ca. 37 Mio. Erwerbstätige in 2035 für realistisch. Die Nachfrage an unseren Dienstleistungen und Produkten lässt weiterhin auf Wachstum schließen. 2. Geschäftsverlauf Das erste Halbjahr war weiterhin geprägt durch Lieferengpässe. Für Produkte, die bei den Hauptlieferanten nicht verfügbar waren, mussten andere Lieferanten gefunden werden. Insgesamt verbesserte sich die Lage gegenüber dem Vorjahr. Die Verfügbarkeit von Waren begann, sich zu normalisieren. Die Einkaufs- und Beschaffungspreise beruhigten sich im Jahresverlauf, ohne jedoch ein Vor-Corona-Niveau zu erreichen. Entgegen den allgemeinen Preissteigerungen konnten wir keine nennenswerten Vertragspreisanpassungen bei den Kostenträgern erreichen. Die Erhöhungen der Betriebs- und Lohnkosten infolge der Inflation konnten daher nicht durch eine adäquatere Marge kompensiert werden, sondern wurden durch das Unternehmen gedeckt. Zur Linderung der Belastung der Mitarbeiter hat die ORTHOVITAL zudem eine Inflationsprämie ausgereicht. In der Gesamtleistung konnte der Umsatz gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden. Im Jahr 2023 beschäftigte die Orthovital GmbH 85 Mitarbeiter und 4 Auszubildende. 3. Lage a) Ertragslage Der Rohertrag lag bei 6.680,2 T€ und damit 5,8 % über dem Vorjahreswert von 6.315,7 T€. Die Personalkosten stiegen um 10,7 % auf 3.854,5 T€. Die Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Anlagevermögens betrugen 290,4 T€ (Vorjahr: 323,3 T€). Das Jahresergebnis nach Steuern liegt mit 991,8 T€ um 9,7 % höher als 2022 (903,2 T€). Wir waren in unserer Prognose im Lagebericht 2022 von einem Jahresergebnis auf dem Niveau von 2021 ausgegangen. Die Verbesserung wurde durch eine Steigerung des Rohertrags aufgrund besserer Einkaufspreise erreicht werden. b) Finanzlage Die Finanzlage des Unternehmens ist stabil. Das Eigenkapital beläuft sich nunmehr auf 8.531,4 T€. Das entspricht einer Veränderung der Eigenkapitalquote um 4,5 % auf 83,7 %. Der Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit beträgt 1.440 T€ (Vorjahr683 T€). Der Cash Flow aus der Investitionstätigkeit beträgt 899 T€ nach - 1.162 T€ im Vorjahr. Der Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit beträgt -381 T€ nach -426 T€ im Vorjahr. Die Liquiditätslage ist gut. Das Unternehmen war jederzeit in der Lage, seinen Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen. c) Vermögenslage Das Gesamtvermögen hat sich zum Vorjahr um 680 T€ auf 10.197,3 T€ erhöht. Das entspricht einer Veränderung von +7,1 %. Die Vorräte belaufen sich auf 919,6 T€. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich um 32,9 % auf 747,2 T€ reduziert. Kennzeichnend für die Vermögenslage ist der Anstieg des Eigenkapitals um 992 T€ und der liquiden Mittel um 1.958 T€. Die Struktur des kurz- und langfristig gebundenen Vermögens ist geprägt durch die Zunahme von Eigenkapital, der Abnahme von Kreditverbindlichkeiten und einem höheren Bestand an Liquidität zum Bilanzstichtag. III. Prognosebericht Im ersten Halbjahr ist es uns gelungen, mehrere offene Stellen zu besetzen, was zu einer Entlastung in mehreren Fachbereichen führte. Zur Jahresmitte 2024 lagen wir in den Erlösen leicht über dem Vergleichszeitraum von 2023. Bei zu erwartendem Geschäftsbetrieb prognostizieren wir ein Ergebnis wie 2023. IV. Chancen- und Risikobericht 1. Risikobericht Branchenspezifische Risiken Mit dem erneut unterstrichenen Status der Systemrelevanz und dem im Gesundheitssystem gut vernetzten Leistungsspektrum ist unsere Branche wichtiger Bestandteil des funktionierenden Sozialsystems. Als hohes Risiko stellen sich zunehmend gesundheitspolitische Entscheidungen auf EU- und Bundesebene für die Gesundheitsbranche dar, die indirekte und direkte Auswirkungen auf die Hilfsmittelbranche haben. Politik Die weltpolitische Lage löst nicht nur in Deutschland Spekulationen aus, wie sich die gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen hier weiter verändern könnten. Das parallele Ende der Regierungskoalition in Deutschland lässt drängende wirtschaftliche Fragen offen. Kurz- und mittelfristig sehen wir hier keine einschneidenden Risiken, langfristig bestimmen die Politik als auch die Lage der Wirtschaft und des Arbeitsmarktes über Einnahmen und Ausgaben des GKV. ALBVVG Der Sanitätshausbranche wurde mit dem Gesetz zur Bekämpfung von Lieferengpässen bei patentfreien Arzneimitteln und zur Verbesserung der Versorgung mit Kinderarzneimitteln (Arzneimittel-Lieferengpassbekämpfungs- und Versorgungsverbesserungsgesetz - ALBVVG) vom 19. Juli 2023 ein Bärendienst erwiesen. Fast beiläufig ist dort geregelt, dass für Apotheken per Gesetz nun der Nachweis der Erfüllungsvoraussetzungen - das sogenannte Präqualifizierungsverfahren - wie ihn Sanitätshäuser und Apotheken bisher zu erbringen hatten, für die Abgabe "apothekenüblicher Hilfsmittel" nicht mehr erforderlich ist. Der GKV Spitzenverband bewertet im Nachgang im Übrigen alle tragenden Produktgruppen des Sanitätsfachhandels als "apothekenüblich". Nicht nur diese wirtschaftliche Bevorteilung der Apotheken ist ein Skandal, es ist auch nicht nachvollziehbar, wie einer Berufsgruppe per Gesetz Kompetenz für etwas verliehen werden kann, worin diese nicht ausgebildet ist, und darin unter schlechteren Qualitätsstandards und mit weniger Kontrolle wirtschaften darf. Dieser massive Eingriff in den Wettbewerb wurde ohne sachlichen Grund und ohne jegliche Einbindung der für die maßgebliche Hilfsmittelversorgung zuständigen Fach- und Berufsverbände beschlossen. Es mag der Hintergrund sein, mit politischer Einflussnahme dem sogenannten "Apothekensterben" entgegenwirken zu wollen. Allerdings wird damit unsere Branche getroffen, die nicht minder unter Kostendruck leidet und eine weit weniger dichte Infrastruktur als Apotheken bietet. Das Gesetz hilft den Apotheken weniger, als dass es der Versorgungsstruktur der Hilfsmittelerbringung großen Schaden zufügt. Während Sanitätshäuser wirtschaftlich darauf angewiesen sind, möglichst alle Hilfsmittelgruppen breit zu bedienen, wird der Wettbewerb mit Apotheken über auch nur einzelne Hilfsmittelgruppen zur Existenzfrage für das Sanitätshaus, und damit zur nächsten Frage, wer dann flächendeckend Hilfsmittelversorgungen bedient, für die Apotheken weder Grundlagen noch wirtschaftliches Interesse haben. Am 2. April 2024 reichte ein Unternehmen der Hilfsmittelbranche stellvertretend Verfassungsbeschwerde gegen dieses Gesetz ein. Bürokratie Das Mantra der "Entbürokratisierung" ändert nichts daran, dass das Gegenteil Realität ist. An Stelle des Abbaus von Bürokratie erleben wir eine nach wie vor nicht endend wollende Bürokratisierungs-, Regulierungs- und Dokumentationspflichtflut auf Basis ständig neuer und erweiterter Gesetze und Verordnungen, deren Aufwand-Nutzen-Verhältnis nicht mehr nachvollziehbar ist. Die Beschäftigung mit dem System, die Kontrolle und die Kontrolle der Kontrolle verschlingen mehr neue Ressourcen als die Investition in Produktion, Dienstleistung und Wertschöpfung. In Zeiten des erwarteten Rückgangs der Erwerbstätigen in Summe sollte die Schaffung ständig neuer Strukturen, die qualifiziertes Personal binden, das nur verwaltet, eher kritisch betrachtet werden. Abgesehen davon, dass es für mehr Bürokratie wieder mehr Fachkräfte braucht, an denen jetzt schon Mangel herrscht, müssen wir auch hier Kosten und Aufwand gänzlich selber stemmen. Besonders kritisch sehen wir stellvertretend die Entwicklungen im Bereich Cybersicherheit und der damit verbundenen Regulatorik durch die zu erwartende Umsetzung der NIS-2-Richtlinie der EU. Die ausufernde Bürokratie stellt ein zunehmend kritisches Risiko für den Geschäftsbetrieb dar, für kleinere und mittlere Betriebe sicher auch ein zunehmend existenzielles. Krankenhäuser Konnte 2021 noch rund ein Drittel der Häuser einen Überschuss erzielen, schrieb 2022 mehr als die Hälfte (51 Prozent) der Kliniken Verluste, darunter vor allem viele Krankenhäuser in öffentlicher Trägerschaft. Nur knapp ein Viertel der Einrichtungen schloss mit einem Überschuss ab. Bei 650 befragten Führungskräfte der TOP-Kliniken in Deutschland gaben in der Roland Berger Krankenhausstudie nun sieben von zehn Befragten an, dass ihr Krankenhaus 2023 mit Verlust abgeschlossen hat - ein weiterer deutlicher Anstieg. Bei Häusern in öffentlicher Trägerschaft verzeichneten 84 % Verluste. Aber auch 71 Prozent der privat geführten Häuser warten mit negativen Jahresabschlüssen auf. Die Studie kommt zur Einschätzung, dass 28 % aller Kliniken bis Ende 2024 insolvenzgefährdet sein könnten. Die Auswirkungen der erwarteten Krankenhausreform werden Einfluss auf das Versorgungsnetz unserer Branche haben. In unserer Region erwarten wir derzeit keine Veränderungen in der Krankenhauslandschaft, die unseren Geschäftsbetrieb grundsätzlich gefährden oder massiv einschränken könnten. Fachkräftemangel Auf Grund der zähen Entwicklung von Vertragspreisen mit den Krankenkassen können Lohnentwicklungen im Gesundheitshandwerk nicht mit der Geschwindigkeit der Entwicklung anderer Märkte mithalten, wodurch die Gefahr besteht, Fachpersonal an branchenfremde Unternehmen zu verlieren. Wir investieren in Strategien, Fachkräfte für unseren Standort und unser Unternehmen zu begeistern. Gleichzeitig haben wir das Angebot unserer Ausbildungsberufe erweitert. Ertragsorientierte Risiken Die Inflation hat sich im laufenden Jahr beruhigt, entspannt ist die Lage am Energiemarkt aber noch nicht. Die Kostenträger bemühen sich, an ihren Vergütungspreisen weiterhin festzuhalten bzw. diese abzusenken, gleichzeitig werden höhere Anforderungen an den Dokumentationsaufwand gestellt. Die vereinzelten Anpassungen von Vergütungspreisen der letzten Jahre konnten nicht die Erhöhungen bei Waren-, Warenbezugs- und Lohnkosten decken. Einkaufsstrategisch konnten wir größeren Ertragseinbußen in 2023 entgegenwirken. Wir engagieren uns mit berufspolitischem Engagement in den Gremien unserer Verbände bei den Verhandlungen mit den Kostenträgern auf Landes- und Bundesebene. Finanzwirtschaftliche Risiken Die Zahlungsausfallrisiken des Unternehmens werden als gering eingestuft, da unsere Forderungen überwiegend an öffentlich-rechtliche Kostenträger gestellt werden. Kurz- und mittelfristig gibt es keine Risiken im Bereich der Liquiditätssicherung. Es ist nach heutigem Stand davon auszugehen, dass durch eine ausreichende Rückstellungsbildung die eigene finanzielle Stabilität ausreicht, etwaige Risiken zu kompensieren. Potenzielle Währungsrisiken, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft beeinflussen könnten, bestehen in unserem Geschäftsmodell nicht. 2. Chancenbericht Die Herstellung und wohnortnahe Versorgung von Menschen mit medizinischen Hilfsmitteln zur Wiedererlangung von Gesundheit, Lebensqualität und Mobilität ist mittragendes Element unseres sozial aufgestellten Gesundheitssystems. Die demografische Entwicklung trägt aus verschiedenen Perspektiven zu einem zunehmenden Bedarf an Hilfsmitteln bei, die es älter werdenden Menschen unter anderem erlauben soll, weniger oder später auf Hilfe angewiesen zu sein und länger ein selbständiges und sicheres Leben in den eigenen 4 Wänden zu führen. Auch die Zunahme von Betroffenen bei den sogenannten Zivilisationskrankheiten wie Diabetes oder Adipositas erhöhen die Versorgungszahlen. Diese Entwicklungen und der technische Fortschritt lassen den Markt weiterhin wachsen. Auch im zweiten Gesundheitsmarkt ist mit einer wachsenden Zunahme zu rechnen. Hier gibt es einerseits Bestrebungen von neuen Marktteilnehmern, die auf bewährten Vertriebskonzepten aufbauend in den Markt drängen. Wir sind jedoch überzeugt davon, dass wir In den Bereichen der individuellen Versorgung und der beratungs- und serviceabhängigen Produkte im Einzugsgebiet mit innovativen Lösungen und dem breiten Leistungsspektrum partizipieren. 3. Gesamtaussage Insgesamt ist die Geschäftsleitung mit der Finanz- und Vermögenslage entsprechend den Rahmenbedingungen in 2023 zufrieden. Höheren Kosten konnten wir 2023 mit einer strategischen Bündelung unserer Einkaufsaktivitäten weitgehend gegensteuern. Nachdem freie Marktteilnehmer ihre Preise zu Lohnentwicklung und Inflation anpassen konnten, bleibt es für uns erforderlich, sich mit den Kostenträgern auf Anpassungen für unsere Vergütungssätze zu einigen. Risiken sieht die Geschäftsführung in den angestoßenen Entscheidungen und Gesetzen in der Politik, insbesondere der Gesundheitspolitik und durch den GKV-SV, insbesondere durch das ALBVVG und die mit der Umsetzung neuer gesetzlicher Anforderungen verbundenen, zusätzlichen bürokratischen Auflagen. Vor dem Hintergrund der derzeitigen und zukünftigen Ausrichtung sieht sich das Unternehmen für die Konfrontation mit künftigen Risiken dennoch grundsätzlich gut gerüstet. Weitere externe Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar. V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft aus liquiden Mitteln. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen unter Ausschöpfung von Skonti gezahlt. Die Gesellschaft verfügt im Bereich der Kostenträger über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle in diesem Bereich gibt es nicht. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Hinsichtlich des Managements der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. VI. Bericht über Zweigniederlassungen Zweigniederlassungen werden von der Gesellschaft nicht unterhalten. Quellenangaben: https://www.vdek.com/presse/daten/d_versorgung_leistungsausgaben.html https://www.dkgev.de/dkg/presse/details/licht-und-schatten-aber-vor-allem-sorge-um-unkontrolliertes-kliniksterben/ https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_001_13321.html https://www.bundesgesundheitsministerium.de/presse/pressemitteilungen/vorlaeufige-gkv-finanzergebnisse-2023 https://www.aok.de/pk/magazin/cms/fileadmin/pk/plus/pdf/geschaeftsbericht-aokplus.pdf https://www.sozialpolitik-aktuell.de/files/sozialpolitik-aktuell/_Politikfelder/Einkommen-Armut/Datensammlung/PDF-Dateien/abbIII4b.pdf https://www.zdb.de/meldungen/baugenehmigungen-brechen-2023-dramatisch-ein-wohnungsbau-braucht-sofort-impulse https://de.statista.com/infografik/29867/prognosen-zum-wachstum-des-realen-bruttoinlandsprodukts/ https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1251/umfrage/entwicklung-des-bruttoinlandsprodukts-seit-dem-jahr-1991/ https://www.bundesbank.de/de/aufgaben/themen/preise-fuer-wohnimmobilien-sanken-2023-deutlich-mieten-staerker-unter-druck-925398 https://content.rolandberger.com/hubfs/07_presse/24_2289_MMP_German_Hospital_Study_2024_final.pdf https://www.wirversorgendeutschland.de
Markkleeberg, den 15.11.2024 Gez. Lars Jäger BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangAllgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss der ORTHOVITAL GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Soweit Wahlrechte für Angaben in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang ausgeübt werden können, wurde weitestgehend der Vermerk in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung gewählt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt. Nach den § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von 800,00 € wurden im Jahre des Zugangs voll abgeschrieben. Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich vorzunehmender Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert abzüglich von Einzel- und Pauschalwertberichtigungen bewertet. Die liquiden Mittel wurden zum Nominalwert angesetzt. Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen sind in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Bilanzierung erfolgt vor Verwendung des Jahresüberschusses. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Ein Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt. Angaben zur Bilanz Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich im Einzelnen aus dem nachstehend beigefügten Anlagespiegel.
Die Unfertigen Erzeugnisse sowie die Fertigen Erzeugnisse und Waren sind mit den Herstellungs- bzw. Anschaffungskosten bewertet. Die Herstellungskosten umfassen grundsätzlich die Material- und Fertigungseinzelkosten, angemessende Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie den durch die Fertigung veranlassten Werteverzehr des Anlagevermögens und Verwaltungskosten. Fremdkapitalzinsen werden nicht mit einbezogen. Wertabschläge aufgrund der beschränkten Nutzbarkeit wurden angemessen gebildet. Angabe zu Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt 11.621,61 EUR (Vorjahr: 10.986,61 EUR). Angabe zu Restlaufzeitvermerken Die ausgewiesenen Verbindlichkeiten habe folgende Restlaufzeiten: Die Vorjahreszahlen sind jeweils in Klammern angegeben:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstitunten sind in voller Höhe durch Grundschulden und Sicherungsübereignung von Anlagevermögen besichert. Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte. Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten gemäß § 251 HGB Es bestehen Avalbürgschaften über 23 T€. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Sonstige Angaben Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
Darüber hinaus waren vier Auszubildende beschäftigt. Gesellschaftsorgane Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch Herrn Dipl.-Orthopädiemeister Lars Jäger, Mühlhausen geführt. Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Vorschlag bzw. Beschluss zur ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung schlägt die folgende Ergebnisverwendung vor: Der Jahresüberschuss in Höhe von 991.849,47 EUR wird in die andere Gewinnrücklagen eingestellt. Unterschrift der Geschäftsführung
Markkleeberg, 15.11.2024 gez. Lars Jäger sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 16.12.2024 festgestellt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die ORTHOVITAL GmbH, Markkleeberg Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der ORTHOVITAL GmbH, Markkleeberg - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ORTHOVITAL GmbH, Markkleeberg, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Leipzig, 15.11.2024 MERITO
GmbH
J. Wollenberg, Wirtschaftsprüfer Hinweis: Der Jahresabschluss wird wegen der Inanspruchnahme von Offenlegungserleichterungen nur teilweise veröffentlicht. Der vorstehend wiedergegebene Bestätigungsvermerk bezieht sich auf den vollständigen Jahresabschluss. |
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