Stammdaten

Register
Amtsgericht Ludwigshafen a.Rhein (Ludwigshafen) HRB 70781
Vorher
Texon Verwaltungs-GmbHTexon Möckmühl GmbH
Eingetragen
18.2.1998
Branche
Verwertungsgesellschaften zur Wahrnehmung von Urheberrechten und verwandten SchutzrechtenManagementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Bekleidung und Bekleidungszubehör
Gegenstand
Die Einziehung und Verteilung von Lizenzgebühren, Lizenzentgelten oder sonstigen Zahlungen, die in direktem Zusammenhang mit den bestehenden Vereinbarungen des Unternehmens stehen.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Prokura
Ursula Hennerici
seit 1.4.2026
Prokura
Kumar Shirish Shah
seit 1.4.2026
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Texon OverseasGBR
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Texon Overseas
United Kingdom
25.565 €
100.00%

Beteiligungen

NameAnteil
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Texon Möckmühl GmbH

Möckmühl

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Vermerk

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Texon Möckmühl GmbH

Prüfungsurteile

"Wir haben den Jahresabschluss der Texon Möckmühl GmbH, Möckmühl - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Texon Möckmühl GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."

 

Heilbronn, 19. Dezember 2024

EY GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Holzmann, Wirtschaftsprüfer

Wischnewski, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0 0
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0 0
0 0
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 518 498
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.248 1.247
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 242 229
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3 262
2.011 2.236
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 713 713
2. Sonstige Ausleihungen 1 1
714 714
2.725 2.950
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.212 881
2. Fertige Erzeugnisse und Waren 2.022 1.896
3. Verrechnete erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0 -45
3.234 2.732
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.124 3.473
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.506 588
3. Forderungen gegen Gesellschafter 7.889 8.195
4. Sonstige Vermögensgegenstände 341 254
12.860 12.510
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 897 1.023
16.991 16.265
C. Rechnungsabgrenzungsposten 6 44
19.722 19.259

Passiva

31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 26 26
II. Kapitalrücklage 486 486
III. Gewinnvortrag 7.232 7.864
IV. Jahresüberschuss (Vj. -fehlbetrag) 523 -632
8.267 7.744
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen 6.168 6.349
2. Steuerrückstellungen 84 28
3. Sonstige Rückstellungen 1.245 1.699
7.497 8.076
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 0
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.711 2.841
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 954 256
4. Sonstige Verbindlichkeiten 293 342
3.958 3.439
19.722 19.259

Gewinn- und Verlustrechnung für 2023

2023
TEUR
2022
TEUR
1. Umsatzerlöse 22.834 31.454
2. Erhöhung (Vj. Verminderung) des Bestands an fertigen Erzeugnissen 135 -387
3. Sonstige betriebliche Erträge 265 556
davon Erträge aus der Währungsumrechnung TEUR 35 (Vj. TEUR 0)
23.234 31.623
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -10.263 -14.782
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -2.360 -5.664
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -4.278 -4.293
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.015 -1.023
davon für Altersversorgung TEUR 74 (Vj. TEUR 36)
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -288 -282
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -4.579 -6.473
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung TEUR 154 (Vj. TEUR 134)
davon Aufwendungen aus der Anwendung der Art. 67 Abs. 1 und 2 EGHGB (Übergangsvorschriften zum BilMoG) TEUR 63 (Vj. TEUR 63)
-22.783 -32.517
8. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 10 373
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 209 241
davon aus verbundenen Unternehmen TEUR 209 (Vj. TEUR 241)
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -79 -220
davon an verbundene Unternehmen TEUR 8 (Vj. TEUR 0)
davon Aufwendungen aus der Abzinsung TEUR 71 (Vj. TEUR 220)
140 394
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -56 0
12. Ergebnis nach Steuern 535 -500
13. Sonstige Steuern -12 -132
14. Jahresüberschuss (Vj. -fehlbetrag) 523 -632

Anhang für 2023

Allgemeine Hinweise

Die Texon Möckmühl GmbH, mit Sitz in Möckmühl, ist im Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart unter HRB 106550 eingetragen.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften. Größenabhängige Erleichterungen wurden z.T. in Anspruch genommen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren des § 266 Abs. 2 und 3 HGB gegliedert.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und davon-Vermerke der Bilanz in diesem Anhang gemacht.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Änderungen im Vergleich zum Vorjahr ergaben sich nicht.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert. Sie werden entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen (10 Jahre; lineare Methode) vermindert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen (10 bis 50 Jahre für Gebäude, 5 bis 15 Jahre für technische Anlagen und Maschinen sowie 3 bis 10 Jahre für Betriebs- und Geschäftsausstattung; lineare Methode) und, soweit erforderlich, um außerplanmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden zeitanteilig vorgenommen. Anlagegegenstände bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 800 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben worden.

Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten und Ausleihungen zum Nennwert angesetzt.

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder mit ihren niedrigeren beizulegenden Werten am Bilanzstichtag bewertet.

Die fertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Kosten der allgemeinen Verwaltung wurden gemäß § 255 Abs. 2 Satz 3 HGB aktiviert.

In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d. h. es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten vorgenommen.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Sofern unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr bestehen, werden diese abgezinst.

Die Rückstellungen für Pensionen wurden nach der Anwartschaftsbarwertmethode unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal eine durchschnittliche Restlaufzeit von 15 Jahren unterstellt und dafür der gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung auf den Bilanzstichtag ermittelte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre von 1,83 % p.a. angesetzt. Erwartete Gehaltssteigerungen und Rentensteigerungen wurden jeweils mit 2,5 % p.a. berücksichtigt. Die Anpassung der laufenden Renten erfolgt mit 1,0 % p.a.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Die Aktivierung eines Überhangs latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.

Angaben zum Anteilsbesitz

Beteiligung
%
Eigenkapital
TEUR
Ergebnis
TEUR
Texon Components GmbH, Möckmühl 1) 100 126 0

1) Ergebnisabführungsvertrag

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 1.054 (Vj. TEUR 588).

Die Forderungen gegen Gesellschafter resultieren unverändert zum Vorjahr aus Finanzierungen.

Aktive latente Steuern

Der Berechnung wurde unverändert zum Vorjahr ein Steuersatz von 30 % zugrunde gelegt. Die aktiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus den Bewertungsunterschieden der Pensionsrückstellung. Ein sich ergebender Aktivsaldo wurde nicht aktiviert.

Rückstellungen für Pensionen

Der noch in künftigen Perioden anzusammelnde Fehlbetrag gemäß Art. 67 Abs. 2 EG-HGB beträgt TEUR 63 (Vj. TEUR 125).

In Höhe von TEUR 67 (Vj. TEUR 321) besteht für den Unterschiedsbetrag aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen gemäß § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB eine Gewinnausschüttungssperre.

Der "Unterschiedsbetrag Abzinsung Pensionsrückstellungen gemäß § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB" resultiert aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für Verpflichtungen zum Erwerb von Emissionszertifikaten, ausstehende Beratungs- und Lieferantenrechnungen, Erfolgsvergütungen und Urlaub.

Verbindlichkeitenspiegel

TEUR 31.12.2023 31.12.2022
Restlaufzeit Gesamt Restlaufzeit
Art der Verbindlichkeit bis 1 Jahr von 1-5 Jahre mehr als 5 Jahre bis 1 Jahr mehr als 1 Jahr
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 0 0 0 0 0
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.711 0 0 2.711 2.841 0
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 954 .0 0 954 256 0
4. Sonstige Verbindlichkeiten 293 0 0 293 342 0
3.958 0 0 3.958 3.439 0
TEUR 31.12.2022 Gesamt
Art der Verbindlichkeit
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.841
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 256
4. Sonstige Verbindlichkeiten 342
3.439

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 67 (Vj. TEUR 165). Kreditsicherheiten wurden keine gewährt.

Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beträgt TEUR 518.

Mitglieder der Geschäftsführung

Andreas Bengner, CEO

Frederic Verague, CEO (ab 1. Januar 2024)

Kumar Shirish Shah, CFO (ab 1. März 2023)

Frank Böttcher, CEO (von 1. März 2023 bis 31. Dezember 2023)

Gesamtbezüge und Rückstellungen für Pensionen und Anwartschaften ehemaliger Mitglieder der Geschäftsführung

Für ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung und ihre Hinterbliebenen betrugen die Bezüge TEUR 111.

Die Pensionsrückstellungen für ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung und ihre Hinterbliebenen sind in voller Höhe gebildet und belaufen sich zum 31. Dezember 2023 auf TEUR 1.168.

Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird unter Verweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Mitarbeiter

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:

Angestellte 30
Gewerbliche Arbeitnehmer 47
77

Konzernverhältnisse

Der Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss der Coats Group plc, Bristol/ Großbritannien einbezogen, die einen Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis der Unternehmen aufstellt. Der nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellte Konzernabschluss ist am Sitz der Gesellschaft bzw. im Unternehmensregister von Großbritannien erhältlich.

Gewinnverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss zusammen mit dem Gewinnvortrag auf neue Rechnung vorzutragen.

Prüfungs- und Beratungsgebühren

Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers entfällt ausschließlich auf Abschlussprüfungsleistungen und beträgt TEUR 65.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Ende des Geschäftsjahres

Als Folge der in den letzten Jahren erfolgten starken Veränderungen des Zellulosemarkts, unter anderem durch inflationsbedingte Belastungen, Herausforderungen in der Lieferkette sowie regional hohen Energiekosten, hat der Gesellschafter nach eingehender Analyse im Oktober 2024 seine Pläne den Produktionsstandort Ende April 2025 zu schließen an die Mitarbeiter und den Betriebsrat kommuniziert.

Aufgrund der andauernden Verhandlungen mit dem Betriebsrat, lassen sich die künftigen finanziellen Auswirkungen der geplanten Produktionsschließung zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht abschließend beurteilen.

Die künftige Geschäftstätigkeit wird voraussichtlich im Wesentlichen in der Lizensierung des Markennamens an verbundene Unternehmen bestehen.

 

Möckmühl, 10. Dezember 2024

gez. Andreas Bengner

gez. Frederic Verague

gez. Kumar Shirish Shah

Entwicklung des Anlagevermögens 2023

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
01.01.2023
TEUR
Zugänge
TEUR
Abgänge
TEUR
Umbuchungen
TEUR
31.12.2023
TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 10.726 0 0 0 10.726
2. Geschäfts- oder Firmenwert 8.672 0 0 0 8.672
19.398 0 0 0 19.398
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.248 30 0 21 2.299
2. Technische Anlagen und Maschinen 5.999 0 0 199 6.198
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.195 31 4 41 2.263
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 262 2 0 -261 3
10.704 63 4 0 10.763
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 713 0 0 0 713
2. Sonstige Ausleihungen 1 0 0 0 1
714 0 0 0 714
30.816 63 4 0 30.875
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2023
TEUR
Zugänge
TEUR
Abgänge
TEUR
31.12.2023
TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 10.726 0 0 10.726
2. Geschäfts- oder Firmenwert 8.672 0 0 8.672
19.398 0 0 19.398
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.750 31 0 1.781
2. Technische Anlagen und Maschinen 4.752 198 0 4.950
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.966 59 4 2.021
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0
8.468 288 4 8.752
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0 0 0
2. Sonstige Ausleihungen 0 0 0 0
0 0 0 0
27.866 288 4 28.150
Buchwerte
31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0 0
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0 0
0 0
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 518 498
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.248 1.247
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 242 229
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3 262
2.011 2.236
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 713 713
2. Sonstige Ausleihungen 1 1
714 714
2.725 2.950

Lagebericht für 2023

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Tätigkeitsbereiche

Die Texon Möckmühl GmbH ("Texon") produziert aus Zellulose und Latex Brandsohlen in verschiedenster Ausführung für den Einsatz in der Schuhindustrie unter der eingetragenen Handelsmarke TEXON. Aus den gleichen Materialien werden auch Produkte für Fashion und Jeans-Labels, Filter, Lederwaren, Dichtungen und Produkte für andere Industriebereiche hergestellt.

Die Fertigprodukte werden weltweit verkauft. Texon unterhält langjährige Geschäftsbeziehungen zu seinen Kunden. Über die Tochtergesellschaft Texon Components GmbH erfolgt der Vertrieb der von Texon produzierten Produkte im Wesentlichen in Deutschland.

Texon ist seit 2022 eine Tochtergesellschaft der Coats Group plc ("Coats Group") (einem an der Londoner Börse notierten Unternehmen) und ist in deren Footwear Division integriert.

Im April 2024 ist Texon dem innerhalb der Coats Group geführten Cashpool beigetreten.

Als Folge der in den letzten Jahren erfolgten starken Veränderungen des Zellulosemarkts, unter anderem durch inflationsbedingte Belastungen, Herausforderungen in der Lieferkette sowie regional hohen Energiekosten, hat der Gesellschafter nach eingehender Analyse im Oktober 2024 seine Pläne den Produktionsstandort Ende April 2025 zu schließen an die Mitarbeiter und den Betriebsrat kommuniziert.

Aufgrund der andauernden Verhandlungen mit dem Betriebsrat, lassen sich die künftigen finanziellen Auswirkungen der geplanten Produktionsschließung zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht abschließend beurteilen.

Die künftige Geschäftstätigkeit wird voraussichtlich im Wesentlichen in der Lizensierung des Markennamens an verbundene Unternehmen bestehen.

2. Umweltschutz

Ein ökonomischer Umgang mit Ressourcen ist für Texon sehr wichtig. Texon sieht sich in der Verantwortung die in der Produktion benötigten Ressourcen möglichst nachhaltig einzusetzen. Hierzu trägt auch das gemäß ISO 50001 (2001) zertifizierte Energiemanagementsystem bei.

3. Nachhaltigkeit

Die Coats Group hat sich zu klaren und ehrgeizigen Zielen bis 2026 verpflichtet und verfügt über einen umfassenden, langfristigen Plan, um das von der Science Based Target Initiative (SBTi) festgelegte Netto-Null-Ziel im Jahr 2050 und die SBTi-Zwischenziele im Jahr 2030 zu erreichen. Texon ist in die Nachhaltigkeitsstrategie der Coats Group eingebunden und hat sich verpflichtet, einen entsprechenden Beitrag zur Erzielung dieser Ziele zu leisten.

Anfang 2024 hat die Coats Group ihren Nachhaltigkeitsbericht für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 veröffentlicht, in dem die kontinuierlichen Fortschritte auf dem Weg zur Erreichung der Ziele für 2026 und ein Überblick über die Strategie dargestellt werden.

4. Mitarbeiter

Die durchschnittliche Anzahl der im Geschäftsjahr 2023 beschäftigten Mitarbeiter der Texon beträgt 77 (Vj. 83). Lange Betriebszugehörigkeiten und eine geringe Fluktuation stellen einen effizienten Produktionsablauf sicher.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die weltweite Schuhproduktion wurde in 2023 durch die Überbevorratung der meisten Marktteilnehmer nach der Pandemie erheblich beeinträchtigt. Im Laufe des Jahres 2023 unternahmen die Marktteilnehmer Maßnahmen zum Abbau ihrer Lagerbestände, was sich tiefgreifend auf die gesamte Schuhindustrie auswirkte.

Die Schuhindustrie ist nach wie vor stark in Asien konzentriert, wo fast 9 von 10 Paar Schuhen hergestellt werden. China ist der größte Schuhproduzent der Welt und exportiert ca. 60% seiner Produktion, hauptsächlich nach Europa und Nordamerika. China und sieben weitere asiatische Länder dominieren die Top 10 der größten Schuhproduzenten. Europa produziert ca. 3% der weltweiten Schuhproduktion. Die wichtigsten Produktionsregionen sind Italien, Spanien, Portugal und Osteuropa.

Die geografische Verteilung der Schuhproduktion ist in den letzten zehn Jahren nahezu unverändert geblieben. Asien dominiert weiterhin die weltweite Schuhproduktion. Wir beobachten jedoch, dass eine Reihe von Produzenten versucht, globale geopolitische Risiken durch Investitionen in Produktionskapazitäten in Indonesien und Indien zu reduzieren.

Die größten Absatzmärkte sind Asien (ca. 50%), gefolgt von Nordamerika (16%) und Europa (15%). Der Pro-Kopf-Verbrauch an Schuhen schwankt zwischen 1,4 Paar in Afrika und 5,9 Paar in Nordamerika. China ist nach wie vor der größte Verbraucher von Schuhen.

Die Bedeutung einer nachhaltigen Produktion sowie die Nachfrage nach nachhaltigen Produkten auf dem gesamten Markt hat sich weiter verstärkt.

2. Geschäftsverlauf

a. Ertragslage

Gewinn- und Verlustrechnung (Kurzfassung)

TEUR 2023 2022 Veränderung
Umsatzerlöse 22.834 99% 31.454 101% -8.620 -27%
Bestandsveränderung 135 1% -387 -1% 522 -----
Gesamtleistung 22.969 100% 31.067 100% -8.098 -26%
Materialaufwand -12.623 -55% -20.446 -66% 7.823 -38%
Personalaufwand -5.293 -23% -5.316 -17% 23 0%
Abschreibungen -288 -1% -282 -1% -6 2%
Sonstige betriebliche Aufwendungen 1) -4.591 -20% -6.605 -21% 2.014 -30%
Sonstige betriebliche Erträge 265 1% 556 2% -291 -52%
Betrieblicher Aufwand -22.530 -98% -32.093 -103% 9.563 -30%
EBIT 439 2% -1.026 -3% 1.465 -----
Finanz- und Beteiligungsergebnis 140 1% 394 1% -254 -64%
Ergebnis vor Ertragsteuern 579 3% -632 -2% 1.211 -----
Ertragsteuern -56 0% 0 0% -56 -----
Jahresergebnis 523 3% -632 -2% 1.155 -----
EBIT 439 2% -1.026 -4% 1.465 -----
Abschreibungen 288 1% 282 1% 6 2%
EBITDA 727 3% -744 -2% 1.471 -----

1) inklusive sonstige Steuern

Umsatzerlöse

TEUR 2023 2022 Veränderung
Absatzmärkte
Inland 762 3% 1.149 4% -387 -34%
Ausland 22.072 97% 30.305 96% -8.233 -27%
Summe 22.834 100% 31.454 100% -8.620 -27%
Abnehmer
Verbundene Unternehmen 2.878 13% 2.155 7% 723 34%
Dritte 19.956 87% 29.299 93% -9.343 -32%
Summe 22.834 100% 31.454 100% -8.620 -27%

Texon generiert den wesentlichen Teil seiner Umsätze im Ausland (im Wesentlichen in Asien). Rund 2⁄3 (Vj. 3⁄4) der Umsatzerlöse werden im Bereich Shoe erwirtschaftet; der Rest entfällt im Wesentlichen auf den Bereich Lifestyle. Der Umsatzrückgang im Vergleich zum Vorjahr ist auf das schwierige gesamtwirtschaftliche Umfeld zurückzuführen. Die Marktteilnehmer haben Maßnahmen ergriffen, um ihre Lagerbestände zu reduzieren, so dass die Nachfrage geringer als im Vorjahr war. Daneben wurde der Zellulosemarkt durch die starke asiatische Konkurrenz beeinflusst.

EBIT

Das EBIT verbesserte sich um 1,5 Mio. EUR auf 0,4 Mio. EUR.

Das Verhältnis des Materialaufwands zur Gesamtleistung veränderte sich von 66% auf 55% und ist u.a. auf gesunkene Rohstoff- und Logistikpreise (unter anderem aufgrund gesunkener Energiekosten) nach zum Teil signifikanten Erhöhungen im Geschäftsjahr 2022 zurückzuführen. Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter sank von 83 in 2022 auf 77 in 2023 und ist im Wesentlichen Folge der normalen Mitarbeiterfluktuation. Die sonstigen betrieblichen Erträge betreffen im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (0,2 Mio. EUR; Vj. 0,2 Mio. EUR) sowie im Vorjahr Erträge aus Währungsumrechnung (0,3 Mio. EUR). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen verminderten sich um 2,0 Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahr. Der Rückgang ist unter anderem auf gesunkene Ausgangsfrachten,, geringere Weiterbelastungen durch verbundene Unternehmen, gesunkene Provisionen sowie gesunkene Instandhaltungsaufwendungen zurückzuführen.

Finanz- und Beteiligungsergebnis

Die Verminderung des Finanz- und Beteiligungsergebnisses ist auf eine gesunkene Gewinnabführung aus einem Ergebnisabführungsvertrag (-0,4 Mio. EUR) sowie gestiegenen Zinsaufwendungen (+0,1 Mio. EUR) zurückzuführen.

b. Vermögenslage

Bilanz (Kurzfassung)
TEUR
31.12.2023 31.12.2022 Veränderung
Anlagevermögen 2.725 14% 2.950 15% -225 -7,6%
Umlaufvermögen und übrige Aktiva 16.997 86% 16.309 85% 688 4,2%
Gesamtvermögen 19.722 100% 19.259 100% 463 2,4%
Eigenkapital 8.267 42% 7.744 41% 523 6,8%
Rückstellungen 7.497 38% 8.076 42% -579 -7,2%
Verbindlichkeiten 3.958 20% 3.439 18% 519 15,1%
Gesamtkapital 19.722 100% 19.259 100% 463 2,4%
Langfristiges Kapital/ Langfristige Vermögensgegenstände 530% 478%
Nettofinanzschulden 1) / Gesamtkapital 0% -4%

1) Saldo Flüssige Mittel, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und verbundenen Unternehmen

Das Anlagevermögen setzt sich aus Sachanlagen (2,0 Mio. EUR, Vj. 2,3 Mio. EUR) sowie Finanzanlagen (0,7 Mio. EUR, Vj. 0,7 Mio. EUR) zusammen. Die Veränderung des Sachanlagevermögens resultiert aus planmäßigen Abschreibungen von 0,3 Mio. EUR, denen Investitionen in Höhe von 0,1 Mio. EUR gegenüberstehen. Die Finanzanlagen betreffen unverändert ausschließlich Anteile an verbundenen Unternehmen.

Das Umlaufvermögen und die übrigen Aktiva betreffen im Wesentlichen Vorräte (3,2 Mio. EUR, Vj. 2,7 Mio. EUR), Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (3,1 Mio. EUR, Vj. 3,5 Mio. EUR), Forderungen gegen verbundene Unternehmen inkl. Gesellschafter (9,4 Mio. EUR, Vj. 8,8 Mio. EUR), sonstige Vermögensgegenstände (0,3 Mio. EUR, Vj. 0,3 Mio. EUR) und liquiden Mitteln (0,9 Mio. EUR, Vj. 1,0 Mio. EUR).

Der Anstieg der Vorräte resultiert aus gestiegenen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen aufgrund eines geänderten Bevorratungsstrategie sowie aus dem Aufbau der fertigen Erzeugnisse im Rahmen des normalen Geschäfts. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen inklusive Gesellschafter betreffen überwiegend eine kurzfristig fällige Finanzierung an den Gesellschafter (7,9 Mio. EUR; Vj. 8,2 Mio. EUR). Zur Veränderung der liquiden Mittel wird auf die Erläuterungen im Abschnitt "Finanzlage" hingewiesen.

Die Veränderung des Eigenkapitals resultiert ausschließlich aus dem Jahresüberschuss von 0,4 Mio. EUR.

Die Rückstellungen beinhalten Rückstellungen für Pensionen (6,2 Mio. EUR, Vj. 6,3 Mio. EUR), Steuerrückstellungen (0,1 Mio. EUR, Vj. 0,0 Mio. EUR) und sonstige Rückstellungen (1,2 Mio. EUR, 1,7 Mio. EUR). Der Rückgang der sonstigen Rückstellungen resultiert im Wesentlichen aus stichtagsbedingt gesunkenen ausstehenden Kostenrechnungen (-0,9 Mio. EUR) denen gestiegene Rückstellungen für die Verpflichtung zur Abgabe von Emissionsrechten (+0,3 Mio. EUR) gegenüberstehen.

Die Verbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (2,7 Mio. EUR, Vj. 2,8 Mio. EUR), Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (1,0 Mio. EUR, Vj. 0,3 Mio. EUR) sowie sonstige Verbindlichkeiten (0,3 Mio. EUR, Vj. 0,3 Mio. EUR).

Insgesamt haben sich die Verbindlichkeiten um 0,5 Mio. EUR erhöht. Der Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (+0,7 Mio. EUR) ist maßgeblich auf die Aufnahme eines Darlehens (+1,0 Mio. EUR) von einem Konzernunternehmen zurückzuführen.

c. Finanzlage

Freie Liquidität

Die freie Liquidität beträgt zum 31. Dezember 2023 1,3 Mio. EUR (Vj. 1,4 Mio. EUR). Unter Berücksichtigung der gruppenbezogenen Finanzierung ergibt sich eine freie Liquidität von 8,2 Mio. EUR (Vj. 9,4 Mio. EUR). Texon ist Teil der Coats Group, die aktiv eine Mischung aus lang- und kurzfristigen Finanzierungen unterhält, um sicherzustellen, dass die Gruppe über ausreichende Mittel für ihren Geschäftsbetrieb verfügt und die freie Liquidität so eingesetzt wird, dass eine optimale Gesamtposition für die Gruppe erreicht wird. Texon war während des Geschäftsjahres jederzeit in der Lage ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen.

Kapitalflussrechnung

TEUR 2023 2022
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit -1.901 -2.360
Cashflow aus der Investitionstätigkeit 310 -36
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 1.465 1.044
Veränderung des Finanzmittelfonds -126 -1.352
Flüssige Mittel 897 1.023
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 0
Finanzmittelfonds per 31.12. 897 1.023

Das verbesserte Jahresergebnis (+1,1 Mio. EUR) konnte den Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit, u.a. aufgrund eines Abbaus der Rückstellungen, nur leicht verbessern.

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit betrifft Einzahlungen aus Ergebnisabführungen, denen Auszahlungen für den Erwerb von Sachanlagevermögen gegenüberstehen.

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit resultiert aus Einzahlungen aus Darlehenstilgungen und Zinszahlungen durch den Gesellschafter (+0,5 Mio. EUR) sowie aus der Aufnahme einer Konzernfinanzierung (+1,0 Mio. EUR).

3. Finanzielle Leistungsindikatoren

Wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren sind die Umsatzerlöse sowie das um außergewöhnliche Aufwendungen und Erträge bereinigte EBIT.

Wie oben ausgeführt sind die Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr gesunken (von 31,5 Mio. EUR auf 22,8 Mio. EUR (rd. 27%)).

Das um außergewöhnliche Aufwendungen bereinigte EBIT verbesserte sich, wie im vorangegangenen Abschnitt erläutert, um 1,5 Mio. EUR.

Bezüglich der Entwicklung der finanziellen Leistungsindikatoren wird auf die Erläuterungen zu den gesamtwirtschaftlichen branchenbezogenen Rahmenbedingungen und zur Ertragslage verwiesen.

4. Gesamtaussage

Das schwierige gesamtwirtschaftliche Umfeld und die fortgesetzten Maßnahmen der Marktteilnehmer zum Abbau ihrer Lagerbestände haben sich erneut auf die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft ausgewirkt. Trotz gesunkener Umsatzerlöse und einer niedrigeren Auslastung der Fertigung konnte aufgrund der verbesserten Preise für Material- und Energiekosten die Rohmarge verbessert werden. Zusammen mit gesunkenen sonstigen Kosten hat dies zu einer deutlichen Verbesserung des EBIT geführt. Die Geschäftsführung beurteilt die wirtschaftliche Entwicklung des Geschäftsjahres 2023, gemessen an der globalen Marktentwicklung und der niedrigen Auslastung der Produktion, als noch zufriedenstellend.

III. Prognosebericht

1. Ausblick

Für den weltweiten Schuhmarkt wird mittelfristig ein durchschnittliches Mengenwachstum von 1% prognostiziert.

Es wird erwartet, dass der branchenweite Abbau von Lagerbeständen noch auf das Jahr 2024 Auswirkungen haben wird und dass der Markt anschließend zu einem normaleren Beschaffungsverhalten zurückkehren wird. Lieferengpässe auf der Beschaffungsseite, steigende Beschaffungspreise sowie vorübergehende Unterbrechungen der Lieferketten, wie dies in den letzten Jahren der Fall war, können jedoch diese Entwicklung beeinflussen.

2. Tatsächliche Entwicklung im Vergleich zur Vorjahresprognose

Der für das Geschäftsjahr 2023 geplante Rückgang der Umsatzerlöse um 30% hat sich aufgrund der tatsächlichen makroökonomischen Bedingungen in dieser Höhe bestätigt. Verbesserte Preise für Material- und Energiekosten sowie reduzierter sonstigen Kosten haben allerdings zu einem starken Anstieg, anstatt eines erwarteten starken Rückgangs des EBITs geführt.

3. Prognose für 2024

Texon geht davon aus, dass sich die Marktbedingungen und die niedrige Auslastung der Produktion in 2023 auch in 2024 weiter fortsetzen werden und negative Auswirkungen auf den Umsatz und das EBIT haben werden. Diese Entwicklung ist auf die Marktstimmung im Zellstoffsektor u.a. aufgrund des Einflusses alternativer Technologien zurückzuführen. Aufgrund dieser Marktfaktoren erwartet Texon, dass in 2024 sowohl Umsatz als auch EBIT (vor Sondereinflüssen) deutlich unter den Vorjahreswerten liegen werden.

Die künftige negative Entwicklung der Gesellschaft hat den Gesellschafter im Oktober 2024 dazu veranlasst, einen Plan, die Produktion im Laufe des Jahres 2025 zu schließen und die Geschäftstätigkeit auf die Lizensierung des Markennamens der Gesellschaft an verbundene Unternehmen zu konzentrieren, bekanntzugeben. Diese Maßnahme wird in 2024 einen wesentlichen negativen Sondereinfluss auf den Jahresabschluss der Gesellschaft haben.

IV. Chancen- und Risikobericht

Texon hat für die zukünftige Entwicklung die nachfolgenden Risiken und Chancen identifiziert:

Beschaffungsmarktrisiken: Kosten für Zellulose und Latex stellen wesentliche Bestandteile unserer Materialkosten dar. Daneben haben Energiekosten einen weiteren wesentlichen Einfluss auf unsere Produktionskosten. Steigende Rohstoff- und Energiepreise werden, unter Betrachtung der jeweiligen Marktsituation, anteilig an die Kunden weiterberechnet. Durch die hohen Energieverbräuche muss die Texon ihre Volumen gemäß Tranchenvertrag jeweils im Vorjahr des Verbrauchsjahres kaufen. Kurzfristige Preisschwankungen wirken sich damit nicht auf die Energiekosten von Texon aus. Weiterhin arbeiten wir kontinuierlich an der Optimierung unseres Energieverbrauchs. Texon beurteilt das Risiko aus steigenden Produktionskosten zur Zeit als moderat. Nach Einstellung der Produktion wird das Beschaffungsmarktrisiko als gering eingeschätzt.

Finanzwirtschaftliches Risikomanagement: Die Finanzpolitik der Coats Group, die durch deren Verwaltungsrat festgelegt wird, regelt das Risikomanagement finanzieller Risiken. In Übereinstimmung mit diesen Regelungen werden die finanziellen Risiken aktiv überwacht und monatlich an die Coats Group berichtet. Der Einsatz von Finanzinstrumenten wie Derivaten ist zulässig, jedoch nicht für Spekulationszwecke. Einzelheiten zum Finanzrisikomanagement werden im Anhang zum Geschäftsbericht der Coats Group erläutert. Texon schätzt die finanzwirtschaftlichen Risiken zur Zeit als gering bis moderat ein.

Liquiditäts- und Kreditrisiken/ Finanzierungsmöglichkeiten: Das Unternehmen ist Teil der Coats Group, die aktiv eine Mischung aus lang- und kurzfristiger Fremdfinanzierung unterhält, um sicherzustellen, dass der Gruppe ausreichend Mittel für ihre Geschäftstätigkeit zur Verfügung stehen.

Dem Risiko von Forderungsausfällen wird durch ein strenges Kundenkreditmanagement mit kontinuierlicher Bonitätsüberwachung und einem mehrstufigen Mahnverfahren bis hin zur Liefersperre begegnet. Die Ausfallquoten liegen auf minimalem Niveau. Vor diesem Hintergrund wird das Risiko von Forderungsausfällen auch nach Einstellung der Produktion als gering eingeschätzt.

Wechselkursrisiken/-chancen: Die Gesellschaft ist grundsätzlich Wechselkursrisiken und Wechselkurschancen im Zusammenhang mit der Beschaffung von Rohstoffen in US-Dollar durch die Entwicklung des Austauschverhältnisses zum Euro ausgesetzt. Der Einfluss wird als gering bis moderat eingeschätzt.

Die Gesellschaft ist auf zahlreiche IT-Systeme angewiesen. Die Nichtverfügbarkeit dieser Systeme, die Verletzung der Vertraulichkeit geschützter Daten oder die Manipulation von Daten können negative Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit, die finanzielle Lage und den Ruf der Gesellschaft haben. Um derartige Risiken zu minimieren, verfügt die Gesellschaft über Verfahren und Systeme zur Gewährleistung der IT-Verfügbarkeit und IT-Sicherheit (u.a. redundant ausgelegte IT-Systeme, Back-up-Verfahren, Viren- und Zugangsschutz und Verschlüsselungssysteme, Mitarbeiterschulung im Bereich der Informationssicherheit) die durch die Coats Group implementiert, gesteuert und überwacht werden. Texon ist der Ansicht, dass die bestehenden Präventivmaßnahmen das Risiko eines bedeutenden unternehmensweiten Vorfalls im Bereich der Informationstechnologie auf ein geringes Risiko mindern.

Die finanziellen Auswirkungen aus der in 2025 geplanten Produktionsschließung können noch nicht vollständig abgeschätzt werden, da die Gespräche mit dem Betriebsrat noch andauern. Die Gesellschaft erwartet jedoch, dass die vorhandenen finanziellen Mittel zur Abwicklung der Produktionsschließung ausreichen werden.

Die geplante Umstellung des Geschäftsmodells von einem Produktionsbetrieb hin zur Lizensierung des Markennamens wird dazu führen, dass bisherige Risiken (u.a. Beschaffungsmarktrisiken sowie kundenspezifische Risiken) auf die Lizenznehmer verlagert werden. Texon bleibt allerdings auch zukünftig dem allgemeinen Marktrisiko der Schuhindustrie ausgesetzt, das sich auf künftige Lizenzeinnahmen von verbundenen Unternehmen auswirken kann.

Bei Eintritt unvorhersehbarer, außergewöhnlicher Risiken ist ein Einfluss auf die Leistungs- und Ergebnisentwicklung nicht auszuschließen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben wir keine Einzelrisiken festgestellt, die allein oder in ihrer Gesamtheit den Fortbestand unseres Unternehmens gefährdet hätten.

 

Möckmühl, 10. Dezember 2024

gez. Andreas Bengner

gez. Frederic Verague

gez. Kumar Shirish Shah

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

26 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.