Navitas Life Sciences GmbHLiquidiert

60598 Frankfurt am Main, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Frankfurt am Main HRB 81264
Vorher
Acunova GmbHEcron Acunova GmbH
Eingetragen
21.9.2007
Branche
Forschung und Entwicklung im Bereich BiotechnologieErbringung von Dienstleistungen von medizinischen LaboratorienHerstellung von pharmazeutischen Spezialitäten und sonstigen pharmazeutischen Erzeugnissen
Gegenstand
Die Organisation medizinischer Forschung für die pharmazeutische Industrie, insbesondere die Organisation klinischer Prüfungen sowie die Berichterstellung diesbezüglich. Ferner leistet die Gesellschaft umfassende medizinische Dienstleistungen für die pharmazeutische Industrie und verwandter Branchen.

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Sabine Dr. Kühnau
seit 17.6.2010
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert0.60% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Ecron Acunova Ltd.IND
0.60%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Ecron Acunova Ltd.
India
4.200.000 €
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

Navitas Life Sciences GmbH (vormals: Ecron Acunova GmbH)

Frankfurt am Main

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2016 bis zum 31.03.2017

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. April 2016 bis 31. März 2017

Navitas Life Sciences GmbH (bis 20. Dezember 2017: Ecron Acunova GmbH), Frankfurt

I. Grundlagen des Unternehmens

I.1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Gegenstand des Unternehmens ist im Wesentlichen die Organisation medizinischer Forschung für die pharmazeutische Industrie, insbesondere die Organisation klinischer Prüfungen sowie die Berichterstellung hierüber. Überwiegend werden die Dienstleistungen für international tätige Pharmaunternehmen, aber auch für Biotechnologieunternehmen sowie Hersteller von Medizinprodukten im europäischen In- und Ausland erbracht. Die Gesellschaft deckt das gesamte Dienstleistungsspektrum der klinischen Prüfungen Phase I - IV sowie die Bereiche klinisches Datenmanagement, Biostatistik und Berichterstattung, Arzneimittelsicherheit und medizinische Beratungsleistungen ab. Die Gesellschaft arbeitet im Verbund mit der alleinigen Muttergesellschaft TAKE Solutions Limited, Chennai, Indien, und deren Tochtergesellschaften.

Die Navitas Life Sciences GmbH, die bis Ende 2017 als Ecron Acunova GmbH firmierte, blickt auf 30 Jahre Geschäftstätigkeit in Deutschland zurück. In den letzten Jahren hat die Internationalisierung der klinischen Forschung auch zu einer Internationalisierung des Unternehmens geführt, sodass heute ein beträchtlicher Teil der Dienstleistungen des Unternehmens als internationale Studien durchgeführt und durch eigene Tochtergesellschaften sowie Vertragspartner geleistet werden.

I.2. Forschung und Entwicklung

Aufgrund ihrer Geschäftstätigkeit betreibt die Gesellschaft keine eigene Forschung und Entwicklung, ist jedoch von der Forschung und Entwicklung ihrer Kunden sowie der Branchenfortentwicklung beeinflusst.

I.3 Zweigniederlassungen

Die Navitas Life Sciences GmbH ist derzeit an den Standorten Frankfurt am Main, Konstanz, Berlin und Zusmarshausen vertreten. Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Frankfurt am Main.

II. Wirtschaftsbericht

II.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Nach einem schwachen Start belebte sich die Weltwirtschaft im Verlauf des Jahres 2016 zusehends. Zwar war das Expansionstempo nach Angaben des Instituts für Weltwirtschaft nach wie vor moderat, doch nahm das Bruttoinlandsprodukt mit Quartalsraten von jeweils knapp 0,9 Prozent im zweiten Halbjahr etwa so stark zu wie im Durchschnitt seit dem Ende der globalen Finanzkrise im Jahr 2009. Insgesamt blieb das globale Wirtschaftswachstum nach Berechnungen des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung mit 2,6 % auf dem Niveau des Vorjahres.

In den letzten Jahren wuchs die Bedeutung von klinischen Auftragsforschungsinstituten und anderen klinischen Dienstleistungsspezialisten für die pharmazeutische- und biotechnische Industrie zur Bewältigung ihrer Forschungs- und Entwicklungsaufgaben. Der Markt der Auftragsforschungsinstitute wuchs über die letzten Jahre und der Wettbewerb wurde dadurch immer härter. Es zeigte sich ein Trend zur Konsolidierung, indem sich zum einen kleinere Auftragsforschungsinstitute zusammenschlossen oder aufgrund finanzieller Schwierigkeiten vom Markt verschwanden. Größere, global agierende Auftragsforschungsinstitute konnten ihre Marktposition als von den Auftraggebern bevorzugter Dienstleister ausweiten. Im selben Zeitraum wurde in einem großen Ausmaß die eigene Infrastruktur der Forschungs- und Entwicklungsabteilungen der pharmazeutischen und biotechnischen Industrie zurückgefahren. Dies führte zu einem noch rasanteren Wachstum der gesamten Auftragsforschungsindustrie, was in 2016 ein globales Volumen von 41 Milliarden USD ausmachte. Aktuelle Prognosen gehen auch zukünftig von einem starken Wachstum aus und prognostizieren für 2020 ein weltweites Marktvolumen von 59 Milliarden USD.

Es wird darüber hinaus erwartet, dass bis 2020 dreiviertel aller klinischen Entwicklungen durch Auftragsforschungsinstitute erfolgen werden. Aufgrund niedrigerer Kosten wird sich die Verlagerung der Forschungsarbeiten aus Industriestaaten hin zu Schwellenländern fortsetzen. Für Asien wird das größte Wachstum im Kreise der Schwellenländer vorhergesagt.

Generelle Entwicklungen und Beobachtungen:

Entwicklungsprogramme werden kundenorientierter und komplexer -> Auftragsforschungsinstitute müssen geschickt und reaktionsschnell sein, mit einem Hauptaugenmerk auf das Komplexitätsmanagement.

Individuelle Forschungs- und Entwicklungsbudgets sind in den meisten Unternehmen vorgegeben

-> Auftragsforschungsinstitute müssen effiziente Prozesse entwickeln und die neueste Technologie verwenden, um die höchste Qualität zu erreichen.

Die pharmazeutische Industrie desinvestiert in die eigene Forschung und Entwicklung

-> Auftragsforschungsinstitute haben die Möglichkeit, hochqualifizierte Mitarbeiter aus dem Forschungsgebiet zu rekrutieren. Diese haben Industrieerfahrung.

Die globalisierte Umwelt zwingt die pharmazeutische Industrie, Medikamente zu geringeren

Kosten zu entwickeln -> Auftragsforschungsinstitute müssen ein Verständnis für das regulative Umfeld für generische und biosimilare Medikamente entwickeln.

Die Marktteilnehmer lassen sich im Wesentlichen in drei Gruppen einteilen, ausgehend von ihrer Größe: Großunternehmen, mittelgroße und Klein- bzw. Nischenunternehmen. Vorliegende Schätzungen gehen weltweit von rund 700 bis 1.000 Auftragsforschungsinstituten aus, wobei sich die zehn größten Unternehmen den Löwenanteil am Markt teilen. Gefolgt von einer kleinen Gruppe von mittelgroßen Unternehmen, die sehr spezialisierte Dienstleistungen in diesem Sektor erbringen. Am Ende stehen hunderte von Nischenunternehmen, die kleine bio- und medizintechnische Unternehmen ansprechen, welche sich mit Ihren Anforderungen nicht gut bei den großen Unternehmen, aufgrund ihrer eigenen Größe, aufgehoben fühlen. Allerdings werden spezialisierte Unternehmen mit einer geringeren technischen Ausstattung, die jedoch innovative Lösungen und Technologien entwickelt haben, von größeren Unternehmen aufgekauft, um ihr eigenes Angebotsspektrum zu erweitern. (Navitas Life Sciences ist ein kleines bzw. mittelgroßes Auftragsforschungsinstitut, welches sich auf folgende Bereiche spezialisiert hat: Onkologie, Darstellungstechnik, Stammzellforschung, Biosimilar und Generika).

Alle neu in einen Markt eingeführten Medikamente sind das Ergebnis langwieriger, kostenintensiver und riskanter Forschungs- und Entwicklungsarbeit, durchgeführt von der pharmazeutischen Industrie:

Bis zum Zeitpunkt der Markteinführung eines neuen Medikaments ist eine Zeit von 12-13 Jahren seit der ersten Synthese des neuen Wirkstoffs vergangen;

Die Kosten für die Entwicklung eines neuen chemischen oder biologischen Wirkstoffs belaufen sich auf durchschnittlich 0,9 bis 1,2 Milliarden Euro;

Im Durchschnitt erreichen nur eine oder zwei Substanzen aus 10.000 im Labor synthetisierter Substanzen die Marktreife eines neuen Medikaments.

Die Investitionen der pharmazeutischen Industrie in Forschung und Entwicklung belaufen sich in Europa auf mehrere Milliarden Euro pro Jahr mit einer jährlichen Wachstumsrate von etwa 2,5% - 3%.

Die pharmazeutische Industrie ist ein Spitzentechnologiesektor mit der höchsten Wertschöpfung pro angestelltem Mitarbeiter. Diese Wertschöpfung ist signifikant höher als der durchschnittliche Wert für die Hightech- und produzierende Industrie. Die pharmazeutische Industrie ist auch der Sektor mit dem höchsten Prozentsatz der Forschungs- und Entwicklungskosten am Anteil des Nettoumsatzes.

Alleine in Deutschland investieren Pharmafirmen pro Jahr rund 5 Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung. Rund 30% der neuen Medikamente waren biopharmazeutische Medikamente.

Der Focus der biopharmazeutischen Forschung und Entwicklung liegt in Deutschland u.a. auf der Onkologie, Infektiologie und Immunologie. Das Volumen hat sich im Zeitraum 2005 bis 2017 vervielfacht.

II.2 Geschäftsverlauf

Im abgelaufenen Geschäftsjahr war Herr Anders Malm als einzelvertretungsberichtigter Geschäftsführer der Gesellschaft bestellt. Im Mai 2017 ging die Geschäftsführung von Herrn Malm auf Herrn Lalit Mahapatra über.

Navitas Life Sciences hat eine stabile Marktstellung mit überwiegend deutschen Kunden. Das Geschäftsjahr 2016/2017 war geprägt von der weiteren Intensivierung der Dienstleistungen und Akquise im Bereich der Biotechnologieindustrie.

Aufgrund einer Ausweitung der Kundenbasis haben sich die Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr um T€ 541 (+6,6%) auf T€ 8.797 erhöht. Unter Berücksichtigung einer geringeren Bestandsverminderung der unfertigen Leistungen ist dadurch die Gesamtleistung um T€ 711 (+9,0%) auf T€ 8.632 angestiegen. Da gleichzeitig die Aufwendungen für bezogene Leistungen (T€ 1.561; i.Vj. T€ 1.603) gesunken sind, wird für das Geschäftsjahr 2016/2017 ein verbessertes Rohergebnis von T€ 7.204 (i.Vj. T€ 6.555) ausgewiesen.

Im Zuge der Integration der im Vorjahr übernommenen Mitarbeiter der insolventen Syneed Medidata GmbH in Konstanz ist der Personalaufwand deutlich von T€ 4.769 um T€ 1.449 (+30,4%) auf T€ 6.218 angestiegen. Auch die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (T€ 2.069; i.Vj. T€ 1.764) haben sich um T€ 305 (+17,3%) überproportional erhöht. Die Steigerung der Gesamtleistung hat nicht ausgereicht, diesen Kostenanstieg zu kompensieren. Das abgelaufene Geschäftsjahr endet daher mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von T€ -1.900 (i.Vj. T€ -923).

Trotz dieser Entwicklungen bleibt Navitas Life Sciences ein wichtiger Partner für deutsche Studien. Im vergangenen Geschäftsjahr wurden Aufträge mit neuen wichtigen Kunden abgeschlossen. Des Weiteren wurden Vertragsverhandlungen und Akquise-Tätigkeiten mit anderen Kunden intensiviert. Der Business Development Bereich wird gestärkt.

Zu Beginn des Kalenderjahres 2016 hat die 100%ige Gesellschafterin unserer Muttergesellschaft Ecron Acunova Ltd, Indien, ihre Beteiligung an die TAKE Solutions Limited, Chennai, Indien, verkauft und übertragen. TAKE Solutions Limited ist ein börsennotiertes Life Science-Technologieunternehmen.

Clinical Research ist eine neue Vertikale in der TAKE-Gruppe. Der Grundgedanke der Akquisition ist es, in dem Life-Science-Service-Segment präsent zu sein, da viele Investitionen der Pharma-Unternehmen in die Bereiche Forschung und Entwicklung gehen und TAKE dies als Chance in Bezug auf das Wachstum sieht.

Entsprechend ihrer Philosophie hat die TAKE-Gruppe ein globales Beratungsunternehmen für die Gruppenstrategie eingesetzt. Die Fragestellung lautete wie das Unternehmen agieren sollte, um in fünf Jahren zu einem Unternehmen mit einer halben Milliarden Umsatz zu wachsen. Dieses Ziel verfolgend wurdenbereits in 2016 verschiedene Initiativen gestartet. Da Clinical Research das Wachstumsfeld ist, werden verschiedene Initiativen wie die Stärkung der Lieferfähigkeit, die starke und größere Organisationsentwicklung, das anorganische Wachstum usw. initiiert. Wir hoffen, im Laufe des Jahres 2018 in den USA einen größeren Anteil im Clinical Research Bereich zu erwerben. Um die gesteckten Ziele zu erreichen, ist eine starke Präsenz in den USA und Europa erforderlich, da die Kundenkonzentration in den USA und Europa immens ist. Diese Übernahme führt uns in eine andere Liga innerhalb der CRO-Industrie, wo wir mit einigen der mittleren und großen CRO konkurrieren können. Die Navitas Life Sciences GmbH hat ein besonderes Know-how in bestimmten therapeutischen Bereichen, was einen einzigartigen Vorteil gegenüber anderen CRO-Unternehmen darstellt. TAKE verpflichtete sich auch, in das laufende Geschäft weiter zu investieren, um organisch in der Größenordnung von 15-20% pro Jahr zu wachsen. Es wird deutlich mehr in disruptive Technologien im klinischen Bereich investiert, um eine bessere Effizienz in Lieferung und Produktivität zu erreichen.

Zusammenfassend muss festgestellt werden, dass die Geschäftsentwicklung in 2016/2017 nach wie vor unbefriedigend war. Es sind weiterhin Veränderungen nötig, um ein besseres Verhältnis zwischen Umsatz und Aufwendungen zu erhalten. Mit einem im Dezember 2016 abgeschlossenen Auftrag im Wert von 6 Millionen Euro konnte ein wesentlicher Schritt in diese Richtung erreicht werden. Wir erwarten daher eine positive Zukunft für die Navitas Life Sciences, die die große Zufriedenheit unserer Kunden mit unserem erfahrenen, kompetenten und motivierten Mitarbeiterteam angemessen widerspiegelt.

II.3 Lage

II.3.1 Ertragslage

Der Anteil der Auslandsumsätze an den Gesamtumsätzen liegt bei ca. 50,6 % (i.Vj. 20,5 %).

Die Aufwendungen für bezogene Leistungen sind um 2,6 % gesunken. Diese Aufwendungen umfassen im Wesentlichen die Leistungen von fremden Dienstleistern, verbundenen Unternehmen und Freiberuflern. Die Abnahme dieser Kostenposition liegt im Wesentlichen darin begründet, dass im Geschäftsjahr ein deutlich niedrigerer Anteil der Aufträge von fremden Dienstleistern abgewickelt wurde.

Aufgrund einer Erhöhung der durchschnittlichen Mitarbeiteranzahl von 94 im Vorjahr auf 106 sowie weiterer Sondereffekte im Zusammenhang mit der Integration der Mitarbeiter der Syneed Medidata GmbH sind die Personalaufwendungen um 30,4 % auf T€ 6.218 und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 17,3 % auf T€ 2.069 angestiegen.

Aufgrund einer nachteiligen Entwicklung der Ertrags- und Vermögenslage einiger ausländischer Tochtergesellschaften fielen im Geschäftsjahr 2016/2017 Wertminderungen in Höhe von T€ 33 (i.Vj. T€ 271) an.

Weiterhin wird das jährliche Ergebnis durch die Firmenwertabschreibungen in Höhe von T€ 458 belastet. Auch trägt die Gesellschaft die Finanzierung des Anteilserwerbs der Ecron Acunova Ltd. (vormals Manipal Acunova Ltd.), Bangalore/Indien.

Vor diesem Hintergrund sank das um die Abschreibung des Firmenwertes und der Finanzanlagen bereinigte Ergebnis nach Steuern trotz der gestiegenen Gesamtleistung auf T€ -1.410 (im Vj. T€ -195).

II.3.2. Finanzlage

Das Finanzmanagement der Navitas Life Sciences ist darauf ausgerichtet, den Finanzbedarf der Gesellschaft zu jedem Zeitpunkt sicherzustellen. Die Liquiditätssicherung geschieht dabei auf der Grundlage einer jährlichen Finanzplanung.

Die Gesellschaft verfügt über einen kurzfristigen Betriebsmittelkredit in Höhe von T€ 4.000. Zudem hat die Gesellschaft durch die Anbindung an die Muttergesellschaft TAKE Solutions Limited Zugriff auf liquide Mittel zur Abdeckung eines möglichen darüber hinausgehenden Finanzmittelbedarfs. Im Geschäftsjahr 2016/2017 hat das Mutterunternehmen freiwillige Einzahlungen in die Kapitalrücklage der Gesellschaft in Höhe von insgesamt T€ 2.000 geleistet.

Im Berichtsjahr sind im Rahmen der laufenden Geschäftstätigkeit Finanzmittel in Höhe von T€ -1.688 (i.Vj. T€ -624) abgeflossen.

Im Geschäftsjahr 2016/2017 war die Gesellschaft jederzeit in der Lage, ihre Zahlungsverpflichtungen fristgerecht zu erfüllen. Wesentliche Fremdwährungsverbindlichkeiten sowie darauf verwendete Sicherungsgeschäfte oder außerbilanzielle Finanzierungsinstrumente lagen im Geschäftsjahr nicht vor.

II.3.3. Vermögenslage

Die Vermögenslage der Gesellschaft ist im Vergleich zum Vorjahr durch eine Minderung der Bilanzsumme von 14,9 % auf T€ 9.086 gekennzeichnet.

Das Anlagevermögen ist aufgrund planmäßiger Abschreibungen sowie der teilweisen Rückzahlung von Ausleihungen an verbundene Unternehmen von T€ 6.521 auf T€ 5.708 gesunken.

Die Vorräte sanken aufgrund geringerer Leistungen, die erst im Folgejahr abgerechnet werden können, von T€ 769 im Vorjahr auf T€ 615 und betreffen vorwiegend unfertige Leistungen. Die unfertigen Leistungen beinhalten klinische Studien, die die Gesellschaft im Auftrag von Kunden bearbeitet. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind im Zuge der positiven Umsatzentwicklung um 16,6 % auf T€ 1.220 angestiegen.

Das Eigenkapital der Gesellschaft stieg in Höhe des Saldos von Erhöhung der Kapitalrücklage (T€ 2.000) und des Jahresfehlbetrags (T€ -1.900) und beträgt nun 17,6 % (Vj. 14,0 %) der Bilanzsumme.

Der geringere Abgrenzungsbedarf von noch zu gewährenden Rabatten sowie die Berücksichtigung von ausstehenden Rechnungen insbesondere von Fremddienstleistern führten zur Verminderung der sonstigen Rückstellungen.

II.4. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Unser Ziel ist die erfolgreiche Umsetzung unserer Geschäftsstrategie sowie qualitativ und quantitativ hochwertiger Ergebnisse unserer Arbeiten. Voraussetzung dafür sind leistungsfähige, qualifizierte, engagierte und motivierte Mitarbeiter. Wir bieten daher unseren Mitarbeitern Weiterbildungen und Entwicklungsmöglichkeiten und legen Wert auf ein offenes und faires Miteinander.

Der Kundenstamm von großen und kleineren vor allem deutschen Pharmaunternehmen ist stabil und beruht auf langjährigen Geschäftsbeziehungen und einer engen Bindung an das Unternehmen.

Im Vergleich zum Vorjahr ist das auf dem konzerninternen Reporting beruhende EBIT um mehr als € 1 Mio gesunken, was im Wesentlichen auf den deutlichen Anstieg der Personalkosten und der sonstigen betrieblichen Aufwendungen zurückzuführen ist. Die Umsatz- und Eigenkapitalrentabilität haben sich entsprechend negativ entwickelt.

Die Eigenkapitalquote stieg von 14 % im Vorjahr auf 18 % im Berichtsjahr. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit hat sich von T€ -624 im Vorjahr auf T€ -1.688 im Berichtsjahr verschlechtert. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit ist um T€ 638 auf T€ -183 angestiegen.

III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

IIII.1 Prognosebericht

Das Wachstum der Weltwirtschaft hat seit Ende des Jahres 2016 spürbar angezogen. Gleichzeitig sind die Investitionen und der Welthandel deutlich angestiegen. Die kräftige Belebung der Weltkonjunktur dürfte auf eine schrittweise Aufhellung der Erwartungen seit Herbst 2016 zurückgehen, was insbesondere darauf beruht, dass mehrere bedeutende Risiken aus Sicht der Marktakteure an Gewicht verloren haben. Für die Jahre 2017 und 2018 erwartet der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung ein konjunkturelles Wachstum von weltweit 3,2 % pro Jahr.

Die Gesamtaussichten für FuE-Ausgaben von Pharma-Unternehmen sind positiv. Die Erfolgsrate von Pharma-Unternehmen steigt nach einem allmählichen Rückgang im Zeitraum 2008-2011. F & E-Pipelines sind stark gewachsen. Onkologie, systemische Anti-Infektiva und zentrales Nervensystem ist der größte therapeutische Bereich, in dem das Wachstum liegt. Es wird ein rasantes Wachstum in dem Biosimilar-Markt erwartet, bedingt durch den Patentschutz im Bereich Biologie und die zunehmende Klarheit in den Genehmigungspfaden für USA und in der EU.

Das Outsourcing in Forschung und Entwicklung im Bereich Life Sciences ist ein Markt mit einem Volumen von $ 30-33 Mrd. (Kernbetrieb, Technologie, Technologie-Dienstleistungen) und wird voraussichtlich um 7-10% über die nächsten drei Jahre wachsen. Die wichtigsten Märkte für das Wachstum sind Nordamerika und Europa. Diese Trends über die vertikale Ebene schaffen Möglichkeiten für Outsourcing-Anbieter wie uns.

Die Auftragslage ist jetzt robust. Wir investieren in unsere Vertriebs- und Geschäftsentwicklungskapazitäten, um noch intensiver von den Geschäftsbeziehen innerhalb des Konzerns profitieren zu können.

Mit der Gewinnung eines Großauftrags im Dezember 2016 erwarten wir für das Geschäftsjahr 2017/2018 eine positive Umsatzentwicklung und ein deutlich verbessertes Jahresergebnis. Diese positive Entwicklung wird sich im Geschäftsjahr 2018/2019 fortsetzen.

III.2 Risikobericht

Volkswirtschaftliche Risiken / Branchen- und Marktrisiko

Die Gesellschaft ist von den Forschungs- und Entwicklungsausgaben der pharmazeutischen und biotechnischen Unternehmen abhängig. Das Geschäft der Gesellschaft kann negativ beeinflusst werden, wenn die Geschäftstätigkeit der Branche allgemein rückläufig ist, die Kunden aus finanziellen Gründen ihre Forschungsausgaben reduzieren oder weniger klinische Forschungsaufträge an Auftragsinstitute geben. Im Berichtszeitraum hat es in den für die Navitas Life Sciences relevanten Geographien keine großen materiellen Änderungen der gesetzlichen Rahmenbedingungen gegeben.

Ausfallrisiko

Das Kundenportfolio wird durch die Gesellschaft aktiv beobachtet und gesteuert, die Abhängigkeit von Einzelkunden kann als unkritisch betrachtet werden. Die Mehrzahl der Aufraggeber sind namhafte Pharmaunternehmen, so dass hier nicht mit relevanten Ausfallsrisiken zu rechnen ist.

Liquiditätsrisiken werden überwacht und gesteuert. Monatliche Controlling Reports werden erstellt und analysiert.

Haftungsrisiken

Das in der Auftragsforschung inhärente Haftungsrisiko für die erbrachte Dienstleistung, aber nicht für die untersuchten Produkte, wird durch entsprechende Vertragsklauseln mit den Kunden im Ausmaß auf jedes einzelne Projekt begrenzt. Weiterhin sind die Gesellschaft sowie deren leitende Angestellte durch eine entsprechende Directors- und Officers-Police adäquat abgedeckt. Probanden- und Patientenversicherungen werden überwiegend durch die Kunden und nicht durch die Gesellschaft abgedeckt.

III.3 Chancenbericht

Europa ist ein attraktiver Markt für Unternehmen der Pharmazie und Biotechnologie mit entsprechend stabilen Bedingungen für klinische Studien, dem Einsatzgebiet unserer Gesellschaft. Wir sehen einen Trend hin zu global ausgerichteten Studien, was bisher eher ein Problem für uns darstellte, da wir nur in den Regionen EU und APAC präsent waren. Diese Schwachstelle haben wir erkannt und suchen deshalb nach Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit Partnern in den USA, um unser globales Angebot verbessern zu können. Die voraussichtliche Entwicklung wird daher trotz weltwirtschaftlicher Unwägbarkeiten als positiv eingeschätzt.

IV. Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten

Die im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumente sind im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben sowie Verbindlichkeiten bei Kreditinstituten.

Navitas Life Sciences verfügt über einen stabilen und solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle kommen nicht oder nur in ganz seltenen Ausnahmefällen vor. Soweit Ausfall- oder Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtungen vorgenommen. Das Controlling und die Finanzbuchhaltung in Zusammenarbeit mit den Projektleitern beobachten die Zahlungseingänge der Debitoren.

Die Verbindlichkeiten werden innerhalb der Zahlungsfristen beglichen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind vertragsgemäß variabel verzinst. Bei einem Zinsanstieg würden die Zinsbelastungen steigen. Die Gesellschaft wird im Bedarfsfall ein Zinsswapgeschäft abschließen, um die Auswirkungen zu begrenzen. Im Geschäftsjahr 2016/2017 wurden keine derivativen Finanzinstrumente eingesetzt.

Die Liquidität der Gesellschaft wird durch die Tilgung von Bankdarlehen beeinflusst. Außerdem könnte sich der Rückgang der Vorfinanzierung von Projekten durch unsere Kunden negativ auf die Liquiditätssituation auswirken. Der Gesellschafter hat jedoch signalisiert, im Falle von Liquiditätsengpässen Liquidität zur Verfügung zu stellen.

Wir sind der Auffassung, dass die im Unternehmen eingerichteten Informations- und Kontrollprozesse ausreichend sind, um bestandsgefährdende Risiken rechtzeitig zu erkennen und diesen wirksam begegnen zu können. Im Berichtszeitraum bestanden keine den Fortbestand der Gesellschaft gefährdenden Risiken. Wir gehen vom Fortbestand der Gesellschaft aus.

 

Frankfurt am Main, 29. Dezember 2017

Navitas Life Sciences GmbH

Die Geschäftsführung

Bilanz

Aktiva

31.3.2017
EUR
31.3.2016
EUR
A. Anlagevermögen 5.708.202,96 6.521.273,69
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 3.163.508,00 3.766.888,50
1. Geschäfts- oder Firmenwert 2.628.225,00 3.085.814,00
2. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 535.283,00 681.074,50
II. Sachanlagen 107.855,00 146.238,00
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 107.855,00 146.238,00
III. Finanzanlagen 2.436.839,96 2.608.147,19
1. Beteiligungen 2.274.469,13 2.274.466,73
2. sonstige Finanzanlagen 162.370,83 333.680,46
B. Umlaufvermögen 3.308.129,47 4.107.654,15
I. Vorräte 614.528,97 769.085,90
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.617.410,65 1.406.191,07
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.220.115,37 1.046.030,17
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 188.981,75 103.231,66
2. sonstige Vermögensgegenstände 208.313,53 256.929,24
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0,00 9,07
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.076.189,85 1.932.377,18
C. Rechnungsabgrenzungsposten 69.777,92 49.745,61
Bilanzsumme, Summe Aktiva 9.086.110,35 10.678.673,45

Passiva

   
  31.3.2017
EUR
31.3.2016
EUR
A. Eigenkapital 1.598.071,79 1.498.338,15
I. gezeichnetes Kapital 3.700.000,00 3.700.000,00
II. Kapitalrücklage 3.720.000,00 1.720.000,00
III. Verlustvortrag 3.921.661,85 2.998.351,29
IV. Jahresfehlbetrag 1.900.266,36 923.310,56
B. Rückstellungen 612.218,34 825.389,83
C. Verbindlichkeiten 6.875.820,22 8.354.945,47
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.750.000,00 4.000.000,00
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 2.750.000,00 4.000.000,00
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 835.654,01 684.314,99
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 722.681,92 573.012,55
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 112.972,09 111.302,44
3. sonstige Verbindlichkeiten 3.290.166,21 3.670.630,48
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 2.826.581,06 3.402.905,36
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 463.585,15 267.725,12
Bilanzsumme, Summe Passiva 9.086.110,35 10.678.673,45

Gewinn- und Verlustrechnung

1.4.2016 - 31.3.2017
EUR
1.4.2015 - 31.3.2016
EUR
1. Rohergebnis 7.204.402,21 6.555.346,94
2. Personalaufwand 6.218.411,98 4.769.212,83
a) Löhne und Gehälter 5.305.775,35 4.043.650,30
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 912.636,63 725.562,53
davon für Altersversorgung 9.723,55 10.231,97
3. Abschreibungen 679.033,18 546.240,48
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 679.033,18 546.240,48
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.051.769,51 1.763.664,24
davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung 42.596,84 18.683,84
5. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 6.529,02 7.464,64
davon aus verbundenen Unternehmen 6.528,27 7.464,64
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 26,89 29,96
7. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 50.619,32 270.809,10
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 104.524,41 132.986,61
9. Steuern vom Einkommen und Ertrag 5.932,04 903,84
10. Ergebnis nach Steuern -1.899.332,32 -920.975,56
11. sonstige Steuern 934,04 2.335,00
12. Jahresfehlbetrag 1.900.266,36 923.310,56

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. April 2016 bis 31. März 2017

Navitas Life Sciences GmbH (bis 20. Dezember 2017: Ecron Acunova GmbH), Frankfurt am Main

(1) Aufstellung des Jahresabschlusses

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 HGB.

Der Jahresabschluss ist nach den Vorschriften der §§ 264 ff. HGB erstellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.

Von den Erleichterungsvorschriften der §§ 276, 286, 288 HGB wurde teilweise Gebrauch gemacht.

(2) Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen werden linear vorgenommen. Die Nutzungsdauern variieren zwischen zwei und fünfzehn Jahren. Geringwertige Anlagegegenstände mit Anschaffungskosten bis € 410 werden sofort abgeschrieben. Bei dauerhafter Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

Der Firmenwert, der aus der Akquisition des Geschäfts in 2008 resultiert, wird über einen Zeitraum von 15 Jahren linear abgeschrieben. Dieser Zeitraum entspricht der erwarteten Nutzungsdauer des Firmenwerts.

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bewertet. Bei dauerhafter Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

Unfertige Leistungen werden in Höhe der nach § 255 Abs. 2 HGB ansetzbaren Herstellungskosten unter Berücksichtigung des Leistungsfortschritts des Projektes bewertet. Das Niederstwertprinzip wird beachtet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Die Umrechnung von Forderungen in Fremdwährungen erfolgt zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Bewertung erfolgt mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden unter Berücksichtigung von Preis- und Kostensteigerungen nach § 253 Abs. 2 HGB abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag passiviert. Die Umrechnung von Verbindlichkeiten in Fremdwährungen erfolgt zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag.

Verluste aus Kursänderungen werden stets, Gewinne aus Kursänderungen nur bei Restlaufzeiten von einem Jahr oder weniger berücksichtigt.

Erläuterungen zur Bilanz

(3) Anlagevermögen

Die Gliederung und Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2016/2017 ist in der Anlage zum Anhang dargestellt. Der ausgewiesene Firmenwert resultiert aus der Fusion der Ecron Acunova GmbH (ehemals Acunova GmbH) mit der untergegangenen Ecron Acunova GmbH in 2008. Er entfällt im Wesentlichen auf die Reputation des Unternehmens im deutschen und europäischen Markt, das Know-how, den Kundenstamm sowie Human Resources und wird daher langfristig über einen Zeitraum von fünfzehn Jahren abgeschrieben.

Zu den in den Finanzanlagen ausgewiesenen Anteilen an verbundenen Unternehmen sind die Beteiligungsverhältnisse, das Jahresergebnis sowie das Eigenkapital der verbundenen Unternehmen in der nachfolgenden Tabelle dargestellt:

Lfd. Nr. Name Sitz Konzern anteil
in %
Währung Eigenkapital in Tds. Fremdwährung Ergebnis in Tsd. Fremdwährung
1. Ecron Acunova Sp.z.o.o., Warschau / Polen 100,00 PLN -354 -276
2. Ecron LL.C. Kiew / Ukraine 51,00 UAH -423 -399
3. Ecron Acunova LL.C Russia, Krasnogorsk / Russland 95,00 RUB 160 -252
4. Ecron Acunova Ltd., London / England 100,00 GBP 10 -6
5. Ecron Acunova A/S, Horsholm / Dänemark 100,00 DKK 266 -1.029

(4) Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen in Höhe von T€ 185 (i.Vj. T€ 99) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und in Höhe von T€ 4 (i.Vj. T€ 4) sonstige Forderungen.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind in Höhe von T€ 53 (i.Vj. T€ 61) Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr enthalten. Alle übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

(5) Eigenkapital

Im Geschäftsjahr 2016/2017 hat das Mutterunternehmen freiwillige Einzahlungen in die Kapitalrücklage der Gesellschaft in Höhe von insgesamt T€ 2.000 geleistet.

(5) Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich im Wesentlichen wie folgt zusammen: T€ 338 (i.Vj. T€ 379) für noch nicht genommenen Urlaub, T€ 59 (i.Vj. T€ 61) für Abschluss- und Prüfungskosten und T€ 40 (i.Vj. T€ 55) für ausstehende Rechnungen. Des Weiteren, T€ 92 (i.Vj. T€ 85) für Weihnachtsgeld und T€ 83 (i.Vj. T€ 219) für übrige sowie im Vorjahr T€ 26 für Kundenboni.

(6) Verbindlichkeiten

Restlaufzeit Gesamtbetrag
bis 1 Jahr
von 1 bis 5 Jahren
von mehr als 5 Jahren
31.03.2017
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.750.000,00 0,00 0,00 2.750.000,00
  (i.Vj. 4.000.000,00) (i.Vj. 0,00) (i.Vj. 0,00) (i.Vj. 4.000.000,00)
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.711.7792,77 0,00 0,00 1.711.792,77
  (i.Vj. 1.977.871,48) (i.Vj. 0,00) (i.Vj. 0,00) (i.Vj. 1.977.871,48)
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 352.685,13 0,00 0,00 352.685,13
  (i.Vj. 174.168,98) (i.Vj. 0,00) (i.Vj. 0,00) (i.Vj. 174.168,98)
4. Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen Unternehmen
835.654,01 0,00 0,00 835.654,01
(i.Vj. 684.314,99) (i.Vj. 0,00) (i.Vj. 0,00) (i.Vj. 684.314,99)
5. Sonstige Verbindlichkeiten 1.225.688,31 0,00 0,00 1.225.688,31
  (i.Vj. 1.518.590,02) (i.Vj. 0,00) (i.Vj. 0,00) (i.Vj. 1.518.590,02)
  6.875.820,22 0,00 0,00 6.875.820,22
  (i.Vj. 8.354.945,47) (i.Vj. 0,00) (i.Vj. 0,00) (i.Vj. 8.354.945,47)

Alle Verbindlichkeiten sind unbesichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen in Höhe von T€ 722 (i.Vj. T€ 573) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und in Höhe von T€ 113 (i.Vj. T€ 111) sonstige Verbindlichkeiten.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

(8) Periodenfremde Erträge und Aufwendungen

Die im Rohergebnis enthaltenen sonstigen betrieblichen Erträge resultieren mit T€ 28 (i.Vj. T€ 0) aus Gewinnen aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens sowie mit T€ 11 (i.Vj. T€ 189) aus periodenfremden Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens in Höhe von T€ 11 (i.Vj. T€ 0).

(9) Erträge und Aufwendungen aus Währungsumrechnung

Die in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthaltenen Wechselkursgewinne belaufen sich auf T€ 36 (i.Vj. T€ 6). Die in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthaltenen Wechselkursverluste betragen T€ 43 (i.Vj. T€ 19).

(10) Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens

In den Erträgen aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens sind T€ 6 (i.Vj. T€ 7) von verbundenen Unternehmen enthalten.

(11) Außerplanmäßige Abschreibungen im Anlagevermögen

Im Geschäftsjahr 2016/2017 waren Wertberichtigungen auf Finanzanlagen in Höhe von T€ 33 (i.Vj. T€ 271) notwendig.

Sonstige Angaben

(12) Zusammensetzung und Bezüge der Organe

Der Geschäftsführer im Geschäftsjahr war Herr Anders Malm. Am 09.05.2017 wurde Herr Lalit Mahapatra als Geschäftsführer ins Handelsregister eingetragen. Herr Anders Malm wurde am 30.06.2017 als Geschäftsführer im Handelsregister ausgetragen.

Der Aufsichtsrat der Gesellschaft setzt sich zusammen aus: Srinivasan Harikesanallur Ramani (Vorsitzender), Ravi Devaki Venkataraman und Ram Yaleswarapu.

Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

(13) Anzahl der Mitarbeiter

Die durchschnittlich im Geschäftsjahr (Vorjahr) beschäftigten Mitarbeiter betragen:

2016/2017 2015/2016
Vollzeitbeschäftigte 71 57
Teilzeitbeschäftigte 35 37
  106 94

(14) Prüfungshonorar

Auf die Angabe des Prüfungshonorars wird gem. § 288 Abs. 2 HGB verzichtet.

(15) Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Haftungsverhältnisse gegenüber verbundenen Unternehmen bestanden im Vorjahr aus der Übernahme von Bürgschaften in Höhe von T€ 20.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen von Bedeutung bestehen aus Mietverträgen aus der Anmietung von Büros und Stellplätzen. Sie belaufen sich bis zum 31.03.2022 auf insgesamt T€ 1.447.

(16) Unternehmensverträge

Am 2. September 2016 hat die Muttergesellschaft Ecron Acunova Ltd. (vormals Manipal Acunova Ltd.), Bangalore (Indien), eine Patronatserklärung zugunsten der Navitas Life Sciences abgegeben. Mit dieser Erklärung hat sich die Ecron Acunova Ltd. gegenüber der Ecron Acunova GmbH verpflichtet, diese finanziell und kapitalmäßig so auszustatten, dass sie jederzeit in der Lage ist, ihren gesamten Zahlungsverpflichtungen gegenüber ihren Gläubigern nachzukommen. Diese Erklärung endet spätestens am 31. Dezember 2019 und ist betragsmäßig auf € 5 Mio. begrenzt.

(17) Konsolidierungskreis

Der Konzernabschluss für den kleinsten und den größten Konsolidierungskreis wird von der TAKE Solutions Ltd., Chennai (Indien), aufgestellt. Dieser Konzernabschluss, in den der Jahresabschluss der Navitas Life Sciences GmbH einbezogen wird, kann am Sitz der Gesellschaft eingesehen werden.

(18) Nachtragsbericht

Am 20. Dezember 2017 ist die Bestellung von Herrn Martinus Theodorus Boom, Espoo (Finnland), zum einzelvertretungsberechtigten Geschäftsführer der Navitas Life Sciences GmbH im Handelsregister des Amtsgerichts Frankfurt am Main eingetragen worden ist.

Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, haben sich nicht ergeben.

(19) Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den im Geschäftsjahr 2016/2017 erwirtschafteten Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 1.900.266,36 zusammen mit dem Verlustvortrag aus dem Vorjahr in Höhe von EUR 3.921.661,85 auf neue Rechnung vorzutragen..

 

Frankfurt am Main, den 29. Dezember 2017

Navitas Life Sciences GmbH

Die Geschäftsführung

sonstige Berichtsbestandteile

Marty Boom

Geschäftsführer

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 10.01.2018 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss --bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang-- unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Navitas Life Sciences GmbH (bis 20. Dezember 2017: Ecron Acunova GmbH), Frankfurt am Main, für das Geschäftsjahr vom 1. April 2016 bis 31. März 2017 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Navitas Life Sciences GmbH GmbH. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Mainz am Rhein, den 29. Dezember 2017

Lampe & Kollegen AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Lampe, Wirtschaftsprüfer

Dr. Knobling, Wirtschaftsprüfer

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