Edel Verlagsgruppe GmbH
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Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Maria Manger seit 1.2.2023 | Prokura |
Frank-Peter Leffler seit 25.3.2019 | Prokura |
Susanne Kelch seit 6.7.2016 | Prokura |
Henning Ove Hansen seit 6.7.2016 | Prokura |
Michael Herbert Karl Pohl seit 22.3.2007 | Geschäftsführer |
Jens-Peter Thele seit 2.4.2002 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Edel SE & Co. KGaAHamburgJahres- und Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2021 bis zum 30.09.2022BERICHT DES AUFSICHTSRATSder Edel SE & Co. KGaA, HamburgDer Aufsichtsrat der Edel SE & Co. KGaA informiert in diesem Bericht über seine Tätigkeiten im Geschäftsjahr 2021/2022. Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2021/2022 die Pflichten und Aufgaben, die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegen, sorgfältig wahrgenommen. Er hat die Geschäftsführung der Edel SE & Co. KGaA kontinuierlich überwacht, die Recht- und Zweckmäßigkeit ihres Handelns geprüft und sie bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten. Der Aufsichtsrat stand hierzu mit dem geschäftsführenden Direktor der Edel Management SE, Herrn Dr. Jonas Haentjes, in kontinuierlichem, engem Kontakt und wechselseitigem Austausch. Die Edel Management SE ist die persönlich haftende Gesellschafterin der Edel SE & Co. KGaA und verantwortet als solche die Geschäftsführung der Gesellschaft. Herr Dr. Haentjes setzte den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle relevanten geschäftlichen Aktivitäten und Vorkommnisse betreffend die Edel SE & Co. KGaA in Kenntnis. Vom Aufsichtsrat angeforderte Unterlagen stellte Herr Dr. Haentjes stets zur Verfügung. Auch zwischen den Aufsichtsratssitzungen stand der Aufsichtsratsvorsitzende in engem und regelmäßigen Informationsaustausch mit Herrn Dr. Haentjes über alle für die Edel SE & Co. KGaA sowie die Konzernunternehmen wesentlichen Themen und anstehenden Entscheidungen. Über besondere Vorgänge wurde der Aufsichtsratsvorsitzende stets unterrichtet und stand in wichtigen Einzelfragen beratend zur Verfügung. Besetzung von Aufsichtsrat und Geschäftsleitung Im Geschäftsjahr 2021/2022 gab es personelle Veränderungen im Aufsichtsrat der Edel SE & Co. KGaA. Die Aufsichtsratsmandate von Herrn Dr. Markus Conrad sowie von Herrn Joel H. Weinstein endeten durch Zeitablauf mit Beendigung der Hauptversammlung der Gesellschaft am 31. März 2022. Herr Dr. Markus Conrad stand für eine Wiederwahl nicht zur Verfügung und schied demgemäß aus dem Aufsichtsrat aus. Die Hauptversammlung wählte sodann Herrn Joel H. Weinstein sowie Herrn Charles Caldas als Mitglieder des Aufsichtsrates. Der Aufsichtsrat bestand hiernach aus Herrn Dr. Joerg Pfuhl als Vorsitzendem, Herrn Joel H. Weinstein als stellvertretendem Vorsitzenden und Herrn Charles Caldas. Der Aufsichtsrat hat aufgrund seiner Größe von drei Mitgliedern unverändert davon abgesehen, Ausschüsse zu bilden. Sitzungen und Themen Im Geschäftsjahr 2021/2022 fanden drei Sitzungen des Aufsichtsrats statt - am 13. Dezember 2021, 30. März 2022 und 22. Juni 2022. Dabei haben stets alle Aufsichtsratsmitglieder an den Sitzungen teilgenommen. Soweit zwischen den Sitzungen erforderlich, wurden Beschlüsse des Aufsichtsrats auch im Umlaufverfahren gefasst. Die Geschäftsleitung unterrichtete den Aufsichtsrat in den Sitzungen vom 13. Dezember 2021, 30. März 2022 und 22. Juni 2022 jeweils umfassend über die Lage der Gesellschaft und ihrer Tochterunternehmen, die allgemeine wirtschaftliche Entwicklung und deren Auswirkungen auf den Geschäftsverlauf, die Finanzlage, geplante größere Investitionen und die Geschäftsentwicklung der Gesellschaft, strategische Planungen sowie die Risikolage und das Risikomanagement. Bei den Erörterungen wurden die Planungen ebenso berücksichtigt wie die tatsächliche Lage, die Entwicklungen und eventuelle Abweichungen, die von der Geschäftsleitung ins Auge gefassten Maßnahmen sowie die Erörterung eventueller besonderer Risiken. Der Aufsichtsrat hatte jeweils umfangreich Gelegenheit, alle Aspekte zu erörtern, zu prüfen und mit der Geschäftsleitung zu diskutieren. Alle erbetenen Auskünfte wurden ihm von der Geschäftsleitung unverzüglich und gemeinsam mit den erforderlichen Einzelheiten erteilt. In der Sitzung am 13. Dezember 2021 hat der Aufsichtsrat insbesondere den Jahresabschuss für das Geschäftsjahr 2020/2021 einschließlich des Gewinnverwendungsvorschlags der Geschäftsleitung eingehend erörtert. Vertreter des Abschlussprüfers nahmen bei den Tagesordnungspunkten mit Bezug zum Jahresabschluss an der Sitzung teil. Die Mitglieder des Aufsichtsrats hatten die Möglichkeit, den Jahresabschluss ausführlich mit der Geschäftsleitung und den Vertretern des Abschlussprüfers zu besprechen. Herr Dr. Haentjes unterrichtete die Mitglieder des Aufsichtsrats zudem detailliert hinsichtlich der Planungen für das Geschäftsjahr 2021/2022. Im Mittelpunkt der Sitzung am 30. März 2022 standen die Auswirkungen des Ukrainekriegs auf die Geschäftsentwicklung. Dies betraf sowohl die Beschaffung von Rohstoffen als auch die Überprüfung und gegebenenfalls Beendigung von Geschäftsbeziehungen zu russischen Unternehmen. Ebenfalls unterrichtete die Geschäftsleitung den Aufsichtsrat über die Möglichkeiten und den Stand etwaiger Unternehmenstransaktionen. In der Sitzung am 22. Juni 2022 befasste sich der Aufsichtsrat eingehend mit der laufenden Geschäftsentwicklung, insbesondere auch mit Blick auf die einzelnen Geschäftsbereiche und Tochterunternehmen der Edel SE & Co. KGaA. Ebenso berichtete die Geschäftsleitung dem Aufsichtsrat über die Möglichkeiten und den Stand etwaiger Unternehmenstransaktionen. Ein weiterer Schwerpunkt war die Entwicklung und die Struktur der digitalen Distribution innerhalb der Edel-Gruppe. Jahres- und Konzernabschluss Der Jahresabschluss und der Konzernabschluss der Edel SE & Co. KGaA für das abgelaufene Geschäftsjahr 2021/2022 wurden nach den in Deutschland geltenden handelsrechtlichen Bilanzierungsvorschriften aufgestellt. Die Edel SE & Co. KGaA erfüllte im Geschäftsjahr 2021/2022 wiederum die in § 267 Abs. 1 HGB aufgestellten Größenkriterien einer kleinen Kapitalgesellschaft und war damit nicht prüfungspflichtig. Der Jahresabschluss des Geschäftsjahres 2021/2022 wurde dementsprechend nicht einer Abschlussprüfung unterzogen. Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2021/2022 wurden von der Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hamburg, geprüft. Diese wurde durch die ordentliche Hauptversammlung am 31. März 2022 zum Konzernabschlussprüfer gewählt. Der Konzernabschlussprüfer bestätigte den Konzernabschluss sowie den Konzernlagebericht, indem er den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilte. Der Jahresabschluss der Edel SE & Co. KGaA, der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht, der Prüfungsbericht der Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hamburg, und der Vorschlag der persönlich haftenden Gesellschafterin zur Verwendung des Bilanzgewinns wurden den Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig vor der Bilanzsitzung zur Einsicht und Prüfung ausgehändigt. Der Abschlussprüfer hat am 14. Dezember 2022 an der Bilanzsitzung teilgenommen. Hierbei hat er umfangreich Bericht erstattet und stand für ergänzende Fragen und Auskünfte zur Verfügung, so dass der Aufsichtsrat Gelegenheit hatte, die Abschlussunterlagen ausführlich mit Vertretern des Abschlussprüfers zu erörtern. Nach eigener Prüfung des Jahresabschlusses der Edel SE & Co. KGaA hat der Aufsichtsrat gegen den Jahresabschluss der Edel SE & Co. KGaA keine Einwände erhoben. Er hat den Jahresabschluss zum 30. September 2022 gebilligt. Über die Feststellung des Jahresabschlusses der Edel SE & Co. KGaA beschließt gemäß den gesetzlichen Vorschriften die Hauptversammlung mit Zustimmung der Edel Management SE als persönlich haftende Gesellschafterin. Nach Einsicht und eingehender Diskussion der Konzernabschlussunterlagen sowie des Berichts des Abschlussprüfers hat der Aufsichtsrat in der Bilanzsitzung am 14. Dezember 2022 dem Ergebnis der Abschlussprüfung zugestimmt und festgestellt, dass auch nach eigener Prüfung keine Einwendungen gegen den vorgelegten und geprüften Konzernabschluss und Konzernlagebericht zu erheben sind und hat sich dem Ergebnis der Abschlussprüfung angeschlossen. Der Aufsichtsrat hat beiden Vorlagen seine Billigung ausgesprochen. Darüber hinaus hat sich der Aufsichtsrat in der Sitzung am 14. Dezember 2022 nach eigener Prüfung dem Vorschlag der persönlich haftenden Gesellschafterin über die Verwendung des Bilanzgewinns angeschlossen. Der Aufsichtsrat bedankt sich bei dem geschäftsführenden Direktor und dem Verwaltungsrat der persönlich haftenden Gesellschafterin Edel Management SE und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Edel SE & Co. KGaA sowie den verbundenen Unternehmen für die konstruktive und engagierte Arbeit im abgelaufenen Geschäftsjahr.
Hamburg, im Dezember 2022 Dr. Joerg Pfuhl, Vorsitzender des Aufsichtsrats KONZERNLAGEBERICHTEdel SE & Co. KGaAKONZERNLAGEBERICHT für das Geschäftsjahr 2021/22Der Konzernabschluss der Edel SE & Co. KGaA wurde im Geschäftsjahr 2021/22 nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) erstellt. UNTERNEHMENSPROFIL Als Medienunternehmen werden Umsätze über verschiedene Kanäle generiert. Eine Übersicht der Umsätze nach Kanal wird im Folgenden präsentiert:
Die Edel SE & Co. KGaA betreibt ein insgesamt seit vielen Jahren profitables Geschäft mit organischem Wachstum, bei dem sich die Geschäftstätigkeit den veränderten Marktbedingungen anpassen kann. Vereinzelt wurde das Geschäft durch Akquisitionen ergänzt. Strategisches Ziel für alle Unternehmensbereiche ist ein weiterhin profitables Wachstum. Wichtigster Geschäftsbereich ist die Musik, mit weiterem Schwerpunkt Entertainment in dem die Edel-Gruppe von der Herstellung von Medienträgern aller Formate über den Vertrieb mittels sämtlicher digitalen und physischen Kanäle bis hin zur Vermarktung vieler Genres die kompletten Stufen der Musikindustrie abdeckt. Im Bereich Buch besteht eine ähnlich tiefe Wertschöpfung (Herstellung, Vermarktung, Vertrieb). Die Edel-Gruppe unterteilt ihr operatives Geschäft in die drei folgenden Geschäftsfelder: Manufacturing & Distribution, Music & Entertainment sowie Books.
Das Tagesgeschäft der drei Geschäftsfelder wird von den Geschäftsführern der jeweiligen Gesellschaften geführt. Die persönlich haftende Gesellschafterin Edel Management SE gibt mit ihrer Geschäftsführung die strategische Ausrichtung der einzelnen Gesellschaften vor und stellt mit der Edel SE & Co. KGaA zentrale Dienstleistungen für die jeweiligen Konzerngesellschaften zur Verfügung. Im Segment Consolidation & Shared Services sind daher Dienstleistungen wie beispielsweise IT, Finance, Human Resources und Royalty Services, sowie Konzernabschlussbuchungen (z.B. Konsolidierungen aus Intercompany-Geschäftsvorgängen) abgebildet.
Die optimal media GmbH ist auf die Herstellung und Distribution von Medienformaten in den Bereichen Buch- und anderen Drucksachen sowie im Bereich Audio- und Videoformaten wie Vinyl-Schallplatten, CDs, DVDs und Blu-rays spezialisiert. Insbesondere der Vinyl-Bereich ist für die optimal media GmbH von großer Bedeutung. Zur Verwirklichung der strategischen Ziele im Geschäftsfeld Manufacturing & Distribution soll das Wachstum in der Vinylfertigung vorangetrieben und das neue Distribution Center fertiggestellt werden.
Im Geschäftsfeld Music & Entertainment werden die Aktivitäten in den Geschäftsbereichen Musik sowie Home Entertainment gebündelt. Im Musikbereich ist die Edel-Gruppe ein unabhängiger Anbieter von Musikinhalten in der deutschsprachigen Region. Das Produktportfolio zeichnet sich hierbei durch einen breiten Genre-Mix aus: Von Dance und anderer elektronischer Musik (beispielsweise von Scooter, Leony, DJ Antoine und Le Shuuk) über Pop- und Rockmusik (zum Beispiel Marillion, Alice Cooper und Deep Purple) bis hin zu Jazz, Metal und klassischer Musik ist die Edel-Gruppe mit diesen und anderen Musikrichtungen vertreten. Diese Genre-Vielfalt wird über spezialisierte Label abgedeckt, um die Genre-spezifischen Anforderungen an die Betreuung der Künstlerinnen sowie die unterschiedlichen Ansätze in der Vermarktung angemessen bedienen zu können. Die Inhalte werden über das Distributionsnetzwerk der Edel-Gruppe vertrieben, welches sowohl physische Produkte als auch die digitale Vermarktung über die Tochtergesellschaft Kontor New Media GmbH abdeckt. Im Entertainment-Bereich arbeiten die Unternehmen der Edel-Gruppe mit namhaften nationalen und internationalen Lizenzgeber*innen zusammen. Neben der Produktion von eigenen Inhalten im Kinderbereich ist die Edel-Gruppe in der physischen und digitalen Vermarktung internationaler Inhalte im deutschsprachigen Markt tätig. Zur Verwirklichung der strategischen Ziele im Geschäftsfeld Music & Entertainment soll das Wachstum des digitalen Geschäftes weiter vorangetrieben werden.
Im Geschäftsbereich Books soll über eigene Imprints sowie Partnerverlage ein breites Publikum angesprochen werden. Der inhaltliche Fokus in diesem Geschäftsfeld liegt auf Sachbüchern und Ratgebern, Kochbüchern, Sportbüchern, Biografien sowie Kinderbüchern. Um die Geschäftsentwicklung im Bereich Books voranzutreiben haben wir begonnen, das Portfolio zu optimieren und die Edel Verlagsgruppe GmbH auf ihre Stärken zu fokussieren. Als Unternehmen, dessen Kerngeschäft in den Geschäftsfeldern Music & Entertainment und Books aus der Fertigung, Verwaltung und Monetarisierung geistigen Eigentums in Form von Lizenzen an medialen Inhalten besteht, nimmt die Edel-Gruppe die Verwaltung des Rechte- und Lizenzportfolios sehr ernst. Die kontinuierliche Evaluation, ob das Portfolio zukunftsträchtig aufgestellt ist, wird konstant über das Geschäftsjahr hinweg vorgenommen. Des Weiteren wird die Möglichkeit offengehalten, das Rechteportfolio opportunistisch über Akquisitionen zu ergänzen. RAHMENBEDINGUNGEN & WIRTSCHAFTLICHES UMFELD Die Organe der Edel SE & Co. KGaA sowie die Konzernleitungs- und Überwachungsstrukturen werden nachfolgend erläutert. Organe der KGaA sind die persönlich haftende Gesellschafterin, der Aufsichtsrat und die Hauptversammlung. Persönlich haftende Gesellschafterin der Edel SE & Co. KGaA ist die Edel Management SE. Der persönlich haftenden Gesellschafterin Edel Management SE, vertreten durch deren geschäftsführenden Direktor, obliegt die Geschäftsführung der Edel SE & Co. KGaA. Der Aufsichtsrat ist für die Überwachung der Geschäftsführung sowie die Vertretung der KGaA gegenüber der persönlich haftenden Gesellschafterin zuständig und hat Informations- und Prüfungsrechte. Die Mitglieder des Aufsichtsrats werden von den Kommanditaktionär*innen in der Hauptversammlung gewählt. Die persönlich haftende Gesellschafterin der Edel SE & Co. KGaA, die Edel Management SE, verfügt über eine monistische Leitungsstruktur. Auf Ebene der Edel Management SE obliegt die Leitung der Gesellschaft einem einheitlichen Leitungsorgan, dem Verwaltungsrat. Der Verwaltungsrat der Edel Management SE besteht aus drei Mitgliedern, welche durch die Hauptversammlung der Edel Management SE gewählt werden. Der Verwaltungsrat leitet die Edel Management SE, bestimmt die Grundlinien ihrer Tätigkeit und überwacht deren Umsetzung durch den geschäftsführenden Direktor, dieser führt die Geschäfte der Gesellschaft. Die Märkte der Edel SE & Co. KGaA verändern sich von einfachen physischen zu hochwertigen physischen sowie digitalen Formaten. Die Edel SE & Co. KGaA ist aus Sicht der Konzernleitung mit ihren Tochtergesellschaften derzeit gut aufgestellt, um von dieser Veränderung zu profitieren. Im Bereich der digitalen Formate und Medien ist die Gruppe laut Konzernleitung über das in der Kontor New Media GmbH gebündelte Geschäft mit Streaming und Downloads stark positioniert. Die Gesellschaft vertreibt über ihre eigene digitale Plattform Musik für Labels, Künstler und sonstige Rechteinhaber an digitale Anbieter wie Spotify, Amazon Music, Apple Music oder iTunes. Die optimal media GmbH profitiert weiterhin vom Wachstum des Vinylgeschäftes, aber auch von der Marktkonsolidierung anderer Formate. 2021/22 war für die Edel-Gruppe insgesamt ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr. Das Geschäft mit physischen Medienprodukten, insbesondere der Vinylfertigung, wuchs erneut sehr dynamisch, sodass die Konzernumsätze insgesamt deutlich gesteigert werden konnten. Gesamtwirtschaftliches Umfeld Das gesamtwirtschaftliche Umfeld in Deutschland war im Jahr 2021 und in den ersten drei Quartalen des Jahres 2022 von den Nachwirkungen der Corona-Pandemie und den damit verbundenen Liefer- und Materialengpässen gekennzeichnet. Zudem kam es mit dem von Russland begonnenen Krieg gegen die Ukraine ab Februar 2022 zu einer Zäsur in der europäischen und deutschen Wirtschaftsordnung, insbesondere die Energieversorgung von Unternehmen und Privathaushalte sowie die Beschaffung von Basisrohstoffen und die damit einhergehenden Engpässe in diversen Lieferketten betreffend. Im vierten Quartal 2021 führten die ungünstigen Rahmenbedingungen zu einem Abschwung der Konjunktur und zu einem sinkenden Bruttoinlandsprodukt um 0,3 %, nachdem sich die Wirtschaft im zweiten und dritten Quartal 2021 leicht erholt hatte. 1 Auch wenn die konjunkturelle Entwicklung im gesamten Jahr 2021 stark abhängig vom Infektionsgeschehen und den damit zusammenhängenden Schutzmaßnahmen war, fiel das Bruttoinlandsprodukt am Ende um 2,7 % höher aus als im Jahr 2020. 2 Das Konsumverhalten der privaten Haushalte war jedoch noch immer gekennzeichnet von starker Zurückhaltung und lag 5 % unter dem Vorkrisenniveau des Jahres 2019. 3 Nachdem es im ersten Quartal 2022 zu einer weiteren Erholung der Wirtschaftsleistung und einem Anstieg des Bruttoinlandsproduktes um 0,8 % gekommen war, stagnierte diese Entwicklung im zweiten Quartal 2022 bei einer Wachstumsrate von 0,1 %. 4 Nach den Auswertungen des Statistischen Bundesamtes konnte der leichte Wachstumstrend im dritten Quartal 2022 mit einer Steigerungsrate von 0,3 % fortgesetzt werden. 5 Als unmittelbare Auswirkungen des Russland-Ukraine- Krieges haben sich nicht nur die politischen Rahmenbedingungen aufgrund der von der EU ausgesprochenen Sanktionen grundlegend geändert, sondern es ergaben sich unmittelbare Folgen für die deutsche Gesellschaft und Wirtschaft. So ist 2022 die Einwohnerzahl in Deutschland - nicht zuletzt bedingt durch den Zuzug von mehr als einer halben Millionen Menschen aus den ukrainischen Kriegsgebieten - erstmals über 84 Millionen Menschen gestiegen. 6 Weitere Folgen betrafen den Einbruch der Wirtschaftsbeziehungen mit Russland, die zunehmende Verknappung von Erdgaslieferungen bis zum völligen Lieferstopp und die damit verbundenen Preisexplosionen auf den Energiemärkten. Der großen Verunsicherung der Bevölkerung versucht die Regierung mit staatlichen Entlastungs- und Subventionspaketen, mit der Deckelung von Strom- und Gaspreisen oder mit direkten Transferleistungen an die deutschen Haushalte zu begegnen. Allein zur Stützung der Energiepreise wurden für die Jahre 2023 und 2024 rund 200 Mrd. Euro vom Bundesfinanzministerium eingeplant. 7 Spürbar sind die Spannungen auf den Märkten und der anhaltende Preisdruck vor allem durch die Verteuerung von Waren und Dienstleistungen in allen Lebensbereichen. So lag die Inflationsrate in Deutschland (gemessen als Veränderung des Verbraucherpreisindex zum Vorjahresmonat) im September 2022 bei 10,0%. Die sprunghafte Erhöhung der Inflationsrate auf dieses Niveau markiert einen neuen Höchststand in der jüngeren deutschen Geschichte. 8 Wie bereits im Vorjahr geschrieben, sind die mittel- und langfristigen Folgen der Corona-Pandemie und die anhaltende Störung der weltweiten Lieferströme und Verfügbarkeiten sowie zunehmend auch die Folgen des Krieges für Wirtschaft und Verbraucher nicht abschätzbar. Eine Konjunkturerholung kann nach jüngsten Einschätzungen frühestens in zwei bis drei Jahren greifen, wenn die gewünschten Effekte aus den Entlastungspaketen, Preisdeckelungen und weiteren Maßnahmen greifen. Mit ihren jüngsten Leitzinserhöhungen versucht auch die Europäische Zentralbank, ihren Beitrag für ein Abkühlen der Inflation zu leisten. Allerdings werden in deren Folge auch Kredite verteuert und dringend benötigte Investitionen werden nicht oder nur in geringerem Umfang getätigt. Es ist bereits heute absehbar, dass der Krisenmodus der Jahre 2020 und 2021 massive wirtschaftliche Schäden in der Kulturlandschaft des Landes hinterlassen hat. Der private Konsum von kulturellen Angeboten hat sich in der Zeit des Lockdowns und der Schließung von kulturellen Einrichtungen vornehmlich auf Online-Shops bzw. die Nutzung von Streaming- und Online-Diensten konzentriert. Aufgrund der Einschränkungen sind zudem eine ganze Reihe von Angeboten weggefallen oder werden noch nicht wieder in gleichem Maße wie vor der Pandemie genutzt. 9 Die nachfolgenden Marktdaten sind den Veröffentlichungen der Branchenverbände entnommen: BVMI Bundesverband Musikindustrie (Musikmarkt), Börsenverein des Deutschen Buchhandels (Buchmarkt), Filmförderungsanstalt (FFA), Bundesverband Druck & Medien (Druck- und Medienmarkt). Musikmarkt Der deutsche Musikmarkt verzeichnete im Kalenderjahr 2021 mit 10 % das stärkste Umsatzwachstum und erstmals seit zwei Jahrzehnten ein zweistelliges Wachstumsplus. Über alle Formate (CD, DVD, Blu-ray, Vinyl, Download und Streaming-Hörbücher ausgenommen) setzten die Firmen mit Musikverkäufen im Jahr 2021 rund 2,0 Mrd. Euro um (Vorjahr: 1,8 Mrd. Euro). Der digitale Musikmarkt wuchs mit 18 % weiterhin dynamisch und hielt einen Anteil von 76 % bzw. 1,50 Mrd. Euro (Vorjahr 1,28 Mrd. Euro) am Gesamtmarkt. Der Bereich Audio-Streaming war mit einem Umsatzplus von 19 % und einem Gesamtumsatz von 1,3 Mrd. Euro (Vorjahr: 1,1 Mrd. Euro) der größte Wachstumstreiber. Zudem stellte das Audio-Streaming mit einem Anteil von 68 % das umsatzstärkste Segment im Gesamtmarkt dar. Weitere Wachstumstreiber waren Video-Streaming-Plattformen, Mobiles (Realtones, Ringbacktones) und Cloud-Services mit einem Wachstum von 48 % und Umsätzen von 100 Mio. Euro (Vorjahr: 68 Mio. Euro). Rückläufig verhielt sich hingegen der Gesamtmarktanteil sowie die Umsatzentwicklung von Downloads. Im Jahr 2021 wurden in diesem Bereich 58 Mio. Euro (Vorjahr: 76 Mio. Euro) erwirtschaftet.
1 Quelle: Statistisches Bundesamt,
Pressemitteilung Nr. 074 vom 25.02.2022 (www.destatis.de)
5 Quelle: Statistisches Bundesamt,
Pressemitteilung Nr. 457 vom 28.10.2022 (www.destatis.de)
Der Anteil des physischen Marktes schrumpfte 2021 weiterhin und machte 24 % bzw. 463 Mio. Euro (Vorjahr: 510 Mio. Euro) des Gesamtmarktes aus, was einem Umsatzrückgang von 9 % entspricht. Die CD war 2021 mit einem Umsatzanteil von 16 % bzw. 323 Mio. Euro (Vorjahr: 387 Mio. Euro) das zweitstärkste Medium. Der Umsatz aus Vinyl erreichte mit 118 Mio. Euro (Vorjahr: 99 Mio. Euro) den höchsten Wert der vergangenen zehn Jahre und behielt damit seinen Umsatzanteil von 6 % bei. Damit setzte sich die Vinyl weiterhin vom drittstärksten physischen Segment - Musik-DVDs und Blu-rays - ab, dessen Anteil im Jahr 2021 weiterhin rückläufig war und 1 % bzw. 15 Mio. Euro (Vorjahr: 19 Mio. Euro) des Gesamtmarktes ausmachte. 10 Buchmarkt Der Buchmarkt wuchs im Kalenderjahr 2021 um 3,5 %. Die Gesamteinnahmen beliefen sich auf 9,6 Mrd. Euro. Der Gesamtumsatz setzte sich folgendermaßen zusammen: Sortimentsbuchhandel 39 %, Verlage direkt 17 %, Internetbuchhandel 27 %, sonstige Verkaufsstellen 11 %, Versandbuchhandel 1 % und die Bereiche Warenhäuser und Buchgemeinschaften jeweils <1 %. Der Internetbuchhandel, zu dem auch das Online-Geschäft der stationären Händler zählt, wuchs um 16 % auf einen Umsatz von 2,6 Mrd. Euro. Der klassische Versandbuchhandel hingegen, also der Buchverkauf über Katalog, Mailing oder Telefon, verzeichnete einen Rückgang von 7 % gegenüber dem Vorjahr auf einen Umsatz von nun 108 Mio. Euro. Der E-Book-Umsatz am Publikumsmarkt (privater Bedarf, ohne Schul- und Fachbücher) in Deutschland betrug 2021 rund 550 Mio. Euro, ein Anstieg gegenüber dem Vorjahr von ca. 3 %. Der Umsatzanteil der E-Books am Publikumsgesamtmarkt in Deutschland betrug 6 %. 11 DVD- / Blu-Ray-Markt Der deutsche Videogesamtmarktumsatz wuchs im Kalenderjahr 2021 um 12 % auf 2,9 Mrd. Euro (Vorjahr: 2,6 Mrd. Euro). Der Umsatz im digitalen Videomarkt stieg um 22 % auf 2,5 Mrd. Euro und lag bei einem Marktanteil von 86 %. Der SVoD-Bereich ist mit einem Zuwachs von 32 % auf 2,1 Mrd. Euro das einzige Wachstumssegment im digitalen Videomarkt. Trotz rückläufiger Umsatzzahlen erwirtschafteten Kaufvideos 2021 einen Umsatz von 662 Mio. Euro. Hierzu zählen die physischen Kaufvideos (DVD und Blu-ray) mit einem Umsatz von 399 Mio. Euro und die digitalen Käufe EST mit einem Umsatz von 263 Mio. Euro. Insgesamt ging das Segment gegenüber dem Vorjahr um 18 % zurück. 12 Herstellung und Logistik - optimal media GmbH Bezüglich der Entwicklung der für die optimal media GmbH wichtigen Produktsegmente Vinyl, CD, DVD und Blu-ray wird auf die zuvor genannten Marktentwicklungen verwiesen. Der Umsatz der deutschen Druckindustrie ist im Jahr 2021 auf historisch niedrigem Niveau stagniert. Insgesamt wurden nach 16,4 Mrd. Euro im Vorjahr Umsatzerlöse von 16,5 Mrd. Euro erzielt. Der Bundesverband der Druck- und Medienindustrie (bvdm) bilanziert in seinem Jahresbericht, dass sich die Hoffnungen auf eine schnelle und nachhaltige Erholung der Branche nach den coronabedingten Umsatz- und Produktionsrückgängen des Jahres 2021 nicht erfüllt haben. 13 Der Produktionswert im Jahr 2021 veränderte sich nicht, wie im Vorjahr wurden 12,1 Mrd. Euro erreicht. Davon entfallen rund 10,8 Mrd. Euro auf die Herstellung von Druckerzeugnissen, bei denen wiederum mit 3,9 Mrd. Euro Werbedrucksachen und Kataloge den größten Anteil ausmachen. Bei der Fertigung von Büchern stieg im gleichen Zeitraum der Produktionswert leicht von 832 Mio. Euro auf 883 Mio. Euro. 14 Management Als alleiniger geschäftsführender Direktor der Edel Management SE führt Dr. Jonas Haentjes die Geschäfte der Edel SE & Co. KGaA. Neben Dr. Jonas Haentjes wurden Michael Haentjes und seit dem 31. März 2022 Dr. Joerg Pfuhl zum Mitglied des Verwaltungsrats der Edel Management SE bestellt. Dr. Joerg Pfuhl hat die Position des stellvertretenden Verwaltungsratsvorsitzenden inne. Michael Haentjes ist unverändert der Verwaltungsratsvorsitzende. Dem Aufsichtsrat der Edel SE & Co. KGaA gehören Dr. Joerg Pfuhl (Dozent für Betriebswirtschaftslehre, selbständiger Unternehmensberater, Hamburg) als Vorsitzender und Joel H. Weinstein (selbstständiger Rechtsanwalt, New York / USA) als stellvertretender Vorsitzender an. Weiteres Mitglied des Aufsichtsrats ist seit dem 31. März 2022 Charles Caldas (Geschäftsführer, London, Großbritannien). Bis zum 31. März 2022 war Dr. Markus Conrad (Kaufmann, Hamburg) Vorsitzender des Aufsichtsrates.
10 Quelle: musikindustrie.de
13 Die deutsche Druckindustrie 2021/2022,
Bundesverband Druck und Medien (www.bvdm-online.de), S. 70
WIRTSCHAFTLICHE LAGE DES UNTERNEHMENS Ertragslage Die Ertragslage des Konzerns stellt sich für das Geschäftsjahr 2021/22 wie folgt dar:
Die Umsätze des Konzerns steigen 2021/22 um 10,2 % von 251,3 Mio. Euro auf 277,0 Mio. Euro und liegen damit deutlich über dem Ziel gemäß Vorjahres-Prognosebericht von 250 bis 260 Mio. Euro. Das Umsatzwachstum resultiert aus nahezu allen Geschäftsbereichen des Konzerns. Neben der insgesamt positiven Geschäftsentwicklung der Musik- und Entertainment Labels der Edel-Gruppe trug im besonderen Maße der gute Geschäftsverlauf im Vinyl-Bereich der Konzerntochter optimal media GmbH zu der Entwicklung bei. Die Personalaufwandsquote sinkt auf 20,0 % (Vorjahr: 20,7 %). Es werden im Konzern im Jahresdurchschnitt 42 Mitarbeiter*innen mehr, insgesamt 1.090 Mitarbeiter*innen (Vorjahr: 1.048) einschließlich Auszubildende, beschäftigt. Davon sind ca. drei Viertel in der optimal media GmbH. Die Aufwandsquote der sonstigen betrieblichen Aufwendungen steigt im Vorjahresvergleich leicht auf 15,3 % (Vorjahr: 14,1 %). Während u.a. Energiekosten steigen, sinken u.a. Marketing- und Promotionsaufwendungen sowie Rechts- und Beratungskosten. Das EBITDA ist um 5,0 Mio. Euro (+19,4 %) auf 31,0 Mio. Euro (Vorjahr: 25,9 Mio. Euro) gestiegen. Das EBIT steigt aufgrund der guten Geschäftsentwicklung auf 21,5 Mio. Euro (Vorjahr: 16,9 Mio. Euro). Die Positionen »Steuern vom Einkommen und vom Ertrag« und »Sonstige Steuern« beinhalten Rückstellungszuführungen für bereits zuvor kommunizierte Risiken aus steuerlichen Sachverhalten (gewerbesteuerliche Hinzurechnung von Lizenzaufwendungen, mehrwertsteuerliche Behandlung von Einnahmen aus der Verfolgung illegaler Rechtenutzungen). Der Konzern-Jahresüberschuss (vor Anteilen anderer Gesellschafter) steigt um 5,0 Mio. Euro auf 12,4 Mio. Euro und liegt damit über dem Vorjahreswert und über dem Ziel gemäß Vorjahres-Prognosebericht von 7 bis 9 Mio. Euro. Das Konzern-Jahresergebnis nach Anteilen anderer Gesellschafter steigt von 6,6 Mio. Euro auf 11,6 Mio. Euro. Das Ergebnis pro Aktie beträgt nach 0,31 Euro im Vorjahr nun 0,54 Euro. Die Ergebnissteigerung gegenüber dem Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus höheren Ergebnissen der optimal media GmbH, der Kontor Records GmbH sowie der Kontor New Media GmbH. Die internen Steuerungssysteme sind auf eine ergebnis- und wachstumsorientierte Unternehmensführung ausgerichtet. Mittels eines monatlichen Berichtswesens sowie regelmäßiger Forecasts wird die Budget- und Zielerreichung aller Geschäftsbereiche fortlaufend überwacht. Dabei steht die Erreichung des Ergebnisziels (Konzern-Jahresüberschuss) im Vordergrund. Vermögensstruktur
Das Vermögen des Konzerns (einschließlich Abgrenzungsposten und latenter Steuern) steigt gegenüber Vorjahr zum Bilanzstichtag 30. September 2022 um 35,3 Mio. Euro auf 195,2 Mio. Euro. Der Anstieg des Anlagevermögens von 10,6 Mio. Euro resultiert im Wesentlichen aus Investitionen in das Sachanlagevermögen bei der optimal media GmbH (+9,0 Mio. Euro) sowie einer Erhöhung der Finanzanlagen um 1,1 Mio. Euro bestehend aus Ausleihungen an die Arising Empire Tonträger Produktions- und Vertriebs GmbH (außerhalb des Konsolidierungskreises) sowie eines engen Vertriebspartners. Das kurzfristig gebundene Vermögen des Konzerns steigt stark um 24,7 Mio. Euro auf 115,3 Mio. Euro (Vorjahr 90,6 Mio. Euro). Dies ist im Wesentlichen bedingt durch Preissteigerungen, die sich sowohl in den Vorräten (+7,9 Mio. Euro) und in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (+8,4 Mio. Euro) zeigen. Des Weiteren erhöhen sich die liquiden Mittel um 6,8 Mio. Euro sowie die Lizenzvorschüsse um 1,7 Mio. Euro. Kapitalstruktur
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten steigen deutlich an (+15,1 Mio. Euro) zwecks Finanzierung von Investitionen, vor allem in der optimal media GmbH. Die Rückstellungen steigen lediglich um 3,1 Mio. Euro. Dies ist im Wesentlichen auf höhere Rückstellungen für Körperschafts- und Gewerbesteuern zurückzuführen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen steigen um 8,4 Mio. Euro. Das Konzerneigenkapital steigt um 20,0 % auf 43,9 Mio. Euro, die Eigenkapitalquote sinkt leicht um 0,4 %-Punkte auf 22,5 %. Dies ist bedingt durch die Bilanzverlängerung im Zusammenhang mit den Investitionen in das Anlagevermögen. Die Verbindlichkeiten bestehen überwiegend in Euro. Darüber hinaus bestehen u.a. Verbindlichkeiten in US-Dollar und Britischen Pfund. Finanzlage
Das Liquiditätsmanagement der Edel SE & Co. KGaA ermöglicht Liquidität jederzeit dort zu allokieren, wo sie benötigt wird. Damit ist die Finanzlage der Muttergesellschaft unmittelbar mit der Lage der Konzerngesellschaften verbunden. Gemäß des auf Basis der Konzernplanung entwickelten Liquiditätsplanes ist die bis zum Geschäftsjahresende 2022/23 für das operative Geschäft erforderliche Liquidität gesichert. Für Neu- und Ersatzinvestitionen stehen dem Konzern in ausreichendem Maß Mittel aus dem laufenden Cashflow sowie ggf. von Finanzierungspartnern zur Verfügung. Am 30. September 2022 beträgt der Bestand des Konzerns an liquiden Mitteln 15,7 Mio. Euro (Vorjahr: 8,8 Mio. Euro). Darüber hinaus bestehen zum Bilanzstichtag 30. September 2022 freie, noch nicht genutzte Kreditlinien in Höhe von 24,0 Mio. Euro. Der Finanzmittelfonds (liquide Mittel abzüglich jederzeit fällige Bankverbindlichkeiten) hat sich im Geschäftsjahr 2021/22 auf -1,5 Mio. Euro verringert. Die Veränderung resultiert mit 16,6 Mio. Euro (Vorjahr: 23,8 Mio. Euro) aus dem Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit, mit -20,2 Mio. Euro (Vorjahr: -11,3 Mio. Euro) aus dem Cashflow aus der Investitionstätigkeit sowie mit -3,1 Mio. Euro (Vorjahr: -6,7 Mio. Euro) aus dem Finanzmittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit. Die gestiegene Investitionstätigkeit entfällt vor allem auf Investitionen in Sachanlagen der Tochtergesellschaft optimal media GmbH (16,0 Mio. Euro), auf Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen in den anderen Gesellschaften sowie in das Finanzanlagevermögen. Der Finanzmittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit liegt unter dem Vorjahr, vor allem da im Saldo aus Tilgung und Aufnahme von Krediten Mittel zugeflossen sind. Der wesentliche Beitrag zum Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit stellt die gezahlte Dividende in Höhe von 4,3 Mio. Euro dar. Die Zinsauszahlungen sind weiter rückläufig. Bei der optimal media GmbH bestehen weiterhin langfristige Bankverbindlichkeiten, Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing und sonstige Finanzschulden, die ausschließlich der Finanzierung von Anlagevermögen (Gebäude, Maschinen) dienen. Geschäftsfeld Manufacturing & Distribution Die Geschäftsentwicklung im Bereich Manufacturing & Distribution war herausragend. Die Gesellschaft optimal media GmbH hat in den vergangenen zwölf Monaten die Umsatzerlöse um 22,3 % zum Vorjahr steigern können. Zu den Highlights des Geschäftsjahres gehörten die Ausweitung der Geschäftsbeziehung mit Universal Music und ein weiterhin sehr starkes Vinylgeschäft. Die starken Zuwächse bei den Umsatzerlösen sind auch darauf zurückzuführen, dass es der Gesellschaft gelungen ist, die gestiegenen Beschaffungspreise bei Rohstoffen und Energie über Preisanpassungen an die Kunden weiterzugeben. Geschäftsfeld Music & Entertainment Das Geschäftsfeld Music & Entertainment hatte insgesamt wieder eine starke Geschäftsentwicklung. Besonderheiten, die das Geschäftsjahr geprägt haben, sind insbesondere das äußerst erfolgreiche Release des Alphaville-Albums »Eternally Yours«, welches in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Filmorchester Babelsberg entstanden und beim Label Neue Meister erschienen ist. Der große Erfolg wurde mit einer Platzierung auf Position zwei der offiziellen deutschen Album-Charts belohnt. Zudem wurde die Edel-Produktion Pettersson und Findus mit einem Goldenen Spatz in der Kategorie Serie/Reihe Animation ausgezeichnet. Mit dem Marktstart des kabellosen Audiosystems der Firma Kekz® wurde die Basis für eine erfolgreiche Vertriebskooperation im Bereich Kinder-Audiomedien gelegt. Innerhalb des Geschäftsfeldes konnten insbesondere der Digitalvertrieb der Kontor New Media, Edel Kids sowie das Label Neue Meister mit einer guten Entwicklung glänzen. Unter anderem bedingt durch einen Marktrückgang für physische Medien ist das Geschäft im Bereich Edel Motion sowie Pandastorm Pictures derzeit herausfordernd, was sich in Umsatz und Ergebnis der Organisationseinheiten widerspiegelt. Geschäftsfeld Books Im Geschäftsfeld Books lag insgesamt eine Schrumpfung des Geschäftes vor. Die Kundenzurückhaltung aufgrund der wirtschaftlich unsicheren Lage führte insgesamt über alle Verlage zu außerordentlich rückläufigen Umsätzen des Geschäftsfeldes mit -15,1 % gegenüber Vorjahr. Signifikante Preisanstiege bei Energie, Rohstoffen und auch Personal führen in Bezug auf die Herstellung zu kontinuierlich steigenden Druckkosten und Papierpreisen. Außerdem gab es bei der Beschaffung von Papier Engpässe, die vor allem durch ein knappes Angebot getrieben und damit für hohe Preissteigerungen verantwortlich waren. Eigentumsverhältnisse Die Eigentumsverhältnisse der Edel SE & Co. KGaA haben sich im Geschäftsjahr 2021/22 nicht wesentlich geändert. Michael Haentjes ist über die Michael Haentjes Vermögensverwaltung- und Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG weiterhin mit 63,94 % der Aktien (mittelbarer) Mehrheitsaktionär. Die restlichen Aktien befinden sich daher weiterhin mit 29,64 % im Streubesitz sowie mit 6,42 % (Vorjahr: 6,42 %) als eigene Anteile im Unternehmensbesitz. Seit dem 27. September 2021 wurde das Aktienrückkaufprogramm auf unbestimmte Zeit ausgesetzt. Die Gesellschaft wird die Situation kontinuierlich bewerten und zu gegebener Zeit über eine Wiederaufnahme des Aktienrückkaufprogramms entscheiden. NICHTFINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN Als medienschaffendes Unternehmen ist sich die Edel-Gruppe ihrer gesteigerten gesellschaftlichen Verantwortung bewusst. Deshalb versteht sich die Unternehmensgruppe als Arbeitgeber, der nicht nur finanziellen, sondern auch nichtfinanziellen Zielen wie Mitarbeiterzufriedenheit, Gesundheit und Unterstützung kulturellen Erbes verpflichtet ist. Edel bildet z. B. in verschiedenen Unternehmen der Gruppe und zahlreichen Berufen aus. Im Durchschnitt des Geschäftsjahres 2021/22 absolvierten 36 Mitarbeiter:innen eine Ausbildung (Vorjahr: 38). Auch duale Studiengänge und regelmäßige Weiter- und Fortbildung sind Bestandteil der Mitarbeiterentwicklung. Für Edel sind motivierte und gesunde Mitarbeiterinnen wichtig für den geschäftlichen Erfolg. Daher bieten die Unternehmen der Edel-Gruppe vielfältige Leistungen an. Unter anderem sind ein vergünstigter Zugang zu Sporteinrichtungen, Sportgruppen unter professioneller Anleitung nach der Arbeit sowie gesundes und nachhaltiges Essen zu bezuschussten Preisen in der hauseigenen, biozertifizierten Kantine zu nennen. Des Weiteren werden bei Edel kostenfreie Obstkörbe sowie Massageangebote während der Arbeitszeit angeboten. Es werden flexible Arbeitszeitmodelle angeboten. Über das Holiday+-Programm können Mitarbeiter*innen bis zu vier Wochen zusätzlichen, unbezahlten Urlaub im Jahr nehmen. Weiterhin werden eine bezuschusste Karte für den öffentlichen Personennahverkehr sowie vergünstigte Bestellungen aus dem Edel-Produktportfolio angeboten. Um die Bindung zwischen den Mitarbeiter:innen zu stärken, veranstaltet Edel jeden Monat ein After-Work-Event, bei dem sich die Mitarbeiterinnen bei kostenlosen Getränken und Snacks in einer ungezwungenen Atmosphäre abseits der Arbeit kennenlernen können. Die Tochtergesellschaft optimal media GmbH verfügt u.a. über eine Zertifizierung für Energiemanagement nach DIN EN 50001, betreibt betriebliches Gesundheitsmanagement und engagiert sich für einen hohen Stand der Arbeitssicherheit. RISIKOBERICHT Weltwirtschaftliches Umfeld Die Beurteilung des Konsumverhaltens der Edel-Zielgruppen ist, nicht zuletzt aufgrund der Diversifikation, eine komplexe Aufgabe. Dabei können die Vorhersagen nicht mehr als grobe Einschätzungen sein. Die Edel SE & Co. KGaA geht weiterhin von einer guten Nachfrage nach Unterhaltungsmedien aus, also den Bereichen, in denen Edel Lieferant und Dienstleister ist. Allerdings können durch verschärfte oder anhaltende Pandemie-Maßnahmen negative Auswirkungen auf das Geschäft der Gesellschaft nicht ausgeschlossen werden, vor allem für physische Produkte. Zudem beeinflusst der Russland-Ukraine-Krieg die weltweiten Energiepreise nachhaltig negativ und sorgt für eine hohe Inflation, welche das allgemeine Konsumklima eintrübt. Die steigenden Energiepreise kommen insbesondere in der optimal media GmbH zum Tragen, da hier Energie einen wesentlichen Kostenfaktor repräsentiert. Die Eintrübung des Konsumklimas macht sich insbesondere im Buchbereich bemerkbar. Bedingt durch die Umsatzstruktur im Musikbereich, der insbesondere durch resiliente Streaming-Einnahmen bestimmt ist, sind diese Auswirkungen weniger zu spüren. Ertragsschwankungen Neben den saisonalen Schwankungen der Erträge im Quartalszeitraum oder auch pro Geschäftsjahr, können Schwankungen durch eine Vielzahl von Faktoren bedingt sein, die nicht unmittelbar im Einflussbereich der Gesellschaften liegen. Kosten bzw. Erlöse beim Erwerb von Lizenzen, Distributionsrechten und Sublizenzierungen, Verzögerungen bei der Veröffentlichung neuer Produkte, vorzunehmende Abschreibungen aufgrund hinter den Erwartungen zurückbleibender Produkte, die Preisentwicklung auf dem Entertainment-Markt (Ton- und Bildtonträger) sowie die Akzeptanz der Künstlerinnen und ihrer Veröffentlichungen beim Konsumenten können die Umsatz- und Ertragslage wesentlich beeinflussen. In leicht veränderter Form, z. B. aufgrund der in Deutschland geltenden Buchpreisbindung, gelten diese Unwägbarkeiten auch für den Buchmarkt. Das Unternehmen arbeitet kontinuierlich an der Optimierung von Vertragsverhältnissen mit Lieferanten und Kunden, um derartige Risiken zu reduzieren. Kundenstruktur Die Kundenstruktur der Ton- und Bildtonträgerindustrie hat sich in den vergangenen Jahren stark verdichtet und ist von einigen Großkunden geprägt. Den davon ausgehenden Nachteilen begegnet die Edel SE & Co. KGaA durch Diversifikation in verwandte Bereiche (Buch) und die Akquirierung von Kunden in alternativen Absatzmärkten (Non Traditional Outlets). Zum Stichtag 30. September 2022 liegt z.B. bei der optimal media GmbH, der Edel Music & Entertainment GmbH und der Kontor New Media GmbH eine Konzentration auf Top-Kunden vor, die einen wichtigen Teil am Umsatzvolumen ausmachen und aufgrund ihrer Zahlungsbedingungen auch einen entsprechenden Einfluss auf die Forderungszusammensetzung des Unternehmens haben. Repertoirebasis, inhaltliche Qualität und Akzeptanz durch die Zielgruppe Die Umsätze der Edel-Gruppe stützen sich auf eine breite Repertoirebasis sowie eine Vielzahl von Partnern, d. h. sie sind nicht abhängig von wenigen »Superstars« oder Verträgen. Trotz dieser breiten Basis haben Edels Top-Produkte (in allen Bereichen, physisch wie digital) einen stärkeren Effekt auf die Umsätze des Konzerns als die übrigen Veröffentlichungen. Der wirtschaftliche Erfolg von Entertainment-Produkten wird geprägt von Qualität und Kreativität der Künstler und ihres Repertoires sowie deren Akzeptanz bei der jeweiligen Konsumentenzielgruppe. Aufgrund ständig wechselnder Trends ist der Erfolg einer Veröffentlichung im Vorhinein oft schwer einzuschätzen und unterliegt damit gewissen Risiken. Weitverzweigte Geschäftsbeziehungen und erfahrenes Management bei Aufbau und Weiterentwicklung von Entertainment-Themen und -Künstler:innen sichern die Kreation erfolgreicher Produkte. Juristische Risiken Das Geschäftsmodell von Edel basiert auf Verträgen. Dies birgt immer das Risiko, dass sich Meinungsverschiedenheiten nur gerichtlich klären lassen. Dementsprechend können Risiken aus Klagen gegen Unternehmen der Edel-Gruppe entstehen. Dieses Risiko wird minimiert, indem ein partnerschaftliches Verhältnis mit Vertragspartnern aufgebaut und erhalten wird. Zudem werden potenzielle finanzielle Risiken über entsprechende Vertragsinhalte, die Auseinandersetzungen regeln, begrenzt. Piraterie und andere Urheberrechtsverletzungen Die Auswirkungen von Internetpiraterie und Verbreitung privater Kopien auf die Entertainment-Märkte (besonders im Musikbereich) sind spürbar. Trotz aller Bemühungen der Verbände der Entertainment- und Musikindustrien, ihre Aktivitäten zur Bekämpfung von Piraterie und zum Aufbau legaler Online-Angebote weiter zu intensivieren und den Schutz geistigen Eigentums gesetzlich zu untermauern, stellen die wirtschaftlichen Folgen der Piraterie auch in Zukunft ein schwer einzuschätzendes Risiko dar. Zahlreiche Märkte, in denen die Edel SE & Co. KGaA mittlerweile operiert, bleiben jedoch von diesem Risiko unbeeinflusst, sodass festzustellen ist, dass sich die vom Unternehmen durchgeführten Diversifikationsmaßnahmen direkt auf die Risikostruktur auswirken. Die Konzernleitung ist der Meinung, diverse Maßnahmen ergriffen zu haben (Vertragswesen, solide Aufstellung im digitalen Vertrieb etc.), um diese Risiken zu minimieren. IT-Risiken Die Wertschöpfung bei Edel ist maßgeblich von der eingesetzten Technik abhängig. Eine eventuelle Beeinträchtigung oder ein Ausfall eines Teils oder aller eingesetzten Systeme könnte erhebliche Auswirkungen auf die unternehmensinternen Prozesse haben. Zudem steigen die Risiken im Bereich Cybersecurity und Cyberkriminalität. Hier häufen sich in den letzten Jahren insbesondere Phishing-Attacken auf viele deutsche Unternehmen. Um diese Risiken zu minimieren, investiert Edel kontinuierlich in die IT-Landschaft inklusive Redundanzen in kritischen Systemen und bilden das IT-Personal gezielt weiter, um stets der aktuellen Bedrohungslage gewachsen zu sein. Zudem werden Mitarbeiter*innen in der Erkennung von insbesondere Phishing, aber auch allen anderen Arten von Cyber-Angriffen geschult, um Risiken zu minimieren. Zusätzlich werden externe Experten hinzugezogen, welche mit sogenannten Penetration-Tests die IT auf ihre Resilienz überprüfen. Regulatorische Risiken / Compliancerisiko In Zeiten strengerer Regulierung von Unternehmen sowie stetig anspruchsvoller werdenden Datenschutzgesetzgebung spielt die Konformität mit diesen Regularien eine wichtige Rolle, da sich die Strafen deutlich erhöht haben und erhebliche Kosten bei Nichtbeachtung der Regeln nach sich ziehen können. Insbesondere in den Bereichen Datenschutz und Kapitalmarktregularien bestehen potenzielle Risiken. Zur Minimierung dieser Risiken werden Mitarbeiter:innen kontinuierlich geschult. Zudem wird auf externe Unterstützung zurückgegriffen, um die Compliance mit allen Regularien sicherzustellen. Wechselkursrisiko Engagements außerhalb des Währungsbereiches Euro führen zu Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen insbesondere in den Währungen GBP und USD. Das Finanzmanagement überwacht aus diesem Grund laufend die Entwicklung aktueller Wechselkurse relevanter Währungen und stellt Simulationsrechnungen für den Fall von Kursänderungen an, um deren potenziellen Erfolgswirkungen zu untersuchen. Zinsänderungsrisiko Der weit überwiegende Teil der Konzernfinanzierung erfolgt zu festen Konditionen, aus denen kein Zinsänderungsrisiko entstehen kann. Variabel verzinst oder kurzfristig veränderbar und somit einem Zinsänderungsrisiko ausgesetzt sind insbesondere Kontokorrentkredite. Steuerrisiken Es existieren weiterhin Risiken aus steuerlichen Sachverhalten, insbesondere zur Frage des Umfangs der gewerbesteuerlichen Hinzurechnung von Lizenzaufwendungen und der Behandlung von Einnahmen aus der Verfolgung illegaler Rechtenutzungen. Auf Basis des gegenwärtigen Status von laufenden, steuerlichen Betriebsprüfungen, laufenden und gegebenenfalls noch einzulegenden Rechtsbehelfen und Gesprächen sieht die Geschäftsführung die Chance, dass die durch Rückstellungen abgebildeten Risiken nicht zum Tragen kommen. Dennoch hat die Gesellschaft Rückstellungen für die oben genannten Sachverhalte zugeführt. Liquiditätsrisiko Liquiditätsrisiken ergeben sich für den Konzern grundsätzlich aus bevorstehenden Mittelabflüssen (Zins und Tilgung) finanzieller Verbindlichkeiten und regelmäßig wiederkehrender Auszahlungen u.a. aus Leasingkontrakten oder unvorhergesehenen Auszahlungen. Das Finanzmanagement steuert diese Risiken insbesondere durch die Überwachung eines Gleichgewichtes der Zahlungsströme mit dem Ziel der jederzeitigen Sicherstellung der Zahlungsbereitschaft. Investitionsrisiko Die Edel-Gruppe ist im Geschäftsfeld der Herstellung von physischen Medienträgern und immateriellen Vermögenswerten tätig. Hieraus entsteht kontinuierlicher Investitionsbedarf. Diese Investitionen sind immer mit Risiken verbunden. Zeitpläne können sich verzögern, größere Schäden als erwartet auftreten oder die Investition kann sich als fehlgeleitet herausstellen. Um die Risiken aus erhöhten Kosten oder erhöhten Abschreibungen zu minimieren, wurden strenge Prüfprozesse für Investitionen sowie ein Investitionscontrolling implementiert. Zusätzlich wird durch kontinuierliche Verbesserungen an Vermögensgegenständen sowie Schulungen der Mitarbeiter*innen das Investitionsrisiko gesenkt. Kredit- und Ausfallrisiken Im Konzern bestehen derzeit keine erheblichen Ausfallrisiken. Für einen Großteil der mittel- und langfristigen Verbindlichkeiten bestehen vertragliche Zusicherungen der Kreditnehmer zugunsten der Kreditgeber (Financial Covenants). Dem Liquiditätseffekt von Zahlungsausfällen wird bei größeren Risiken, insbesondere bei geschäftstypischen Risikokonzentrationen in Abhängigkeit von der jeweiligen Einschätzung des Ausfallrisikos, durch Lieferantenkreditentscheidungen begegnet. Zudem sind Forderungen der Edel Music & Entertainment GmbH teilweise benannt bzw. unbenannt versichert. Der Versicherer ist u.a. die Allianz Trade. Den gezahlten Lizenzvorschüssen, deren Werthaltigkeit maßgeblich von der zeitlich gestreckten Entstehung von Lizenzverbindlichkeiten abhängt, stehen in aller Regel regelmäßig wiederkehrende Einnahmen zur künftigen Verrechnung gegenüber. Ein durch die Corona-Pandemie erhöhtes Warenkreditausfallrisiko ist bisher nicht zu verzeichnen, kann aber für die Zukunft nicht gänzlich ausgeschlossen werden. Spezielles Geschäfts- und Marktrisiko optimal media GmbH Der anhaltende Preisdruck vor allem im Bereich digitaler Datenträger (CD, DVD, Blu-ray) und die Konzentration der Akquisitionsbemühungen der Hersteller auf wenige verbliebene Großaufträge oder Volumenkunden führen zu einem teilweise starken Wettbewerb. Es ist zu erwarten, dass sich weitere Wettbewerber aus dem Markt zurückziehen oder ihre Geschäftstätigkeit aufgeben müssen. Die Strategie der Gesellschaft zur Risikominimierung beinhaltet ein Forderungsmanagementsystem sowie die Konzentration auf Komplettprodukte, die Besetzung von Marktnischen wie die Vinylfertigung und eine verstärkte Kundenpflege. Dafür werden kontinuierlich Verbesserungen an der Servicequalität vorgenommen und interne Optimierungsmaßnahmen umgesetzt. Risiken aus der zurzeit starken Verteuerung von Energie, Rohstoffen und weiteren Bezugsmaterialien werden durch Preiserhöhungen sowie Abschluss von möglichst längerfristigen Einkaufsverträgen mit festen Konditionen sowie die Weitergabe der Preissteigerungen an Kunden mitigiert. Im Vinylgeschäft ist ein großer Teil des Umsatzes von einem Kunden abhängig. Ein Verlust dieses Kunden würde ein erhebliches Risiko darstellen. Es bestehen hier jedoch gegenseitige Abhängigkeiten, da optimal als größtes Vinylpresswerk Europas einen signifikanten Anteil der europäischen Vinylfertigungskapazitäten stellt, wodurch eine Verlagerung des Geschäftes seitens des Kunden nicht trivial ist. Nachhaltige Veränderungen auf Absatzmärkten oder in der Kundenstruktur können dazu führen, dass die Nachfrage zurückgeht und die Gesellschaft weniger Aufträge erhält. Gleichzeitig besteht die Gefahr, dass sich durch Übernahmen, Zusammenschlüsse oder andere Formen der Zusammenarbeit Konglomerate bilden, welche die entsprechenden Käufer- bzw. Verkäufermärkte wesentlich beeinflussen oder dominieren. Ein weiteres inhärentes Risiko ergibt sich aus der unbeabsichtigten unerlaubten Herstellung von Produkten, die urheberrechtlich geschützte Inhalte verletzen. COVID-19-Pandemie und Russland-Ukraine-Krieg Die COVID-19-Pandemie und der Russland-Ukraine-Krieg waren einschneidende Ereignisse, die sich der Kontrolle von Edel entziehen und zu realen Risiken geworden sind. Durch die exogene Natur dieser Risiken sind die Auswirkungen solcher Ereignisse unvorhersehbar und dadurch kann nur reaktiv mit diesen Risikofaktoren umgegangen werden. Um möglichst gut auf weitere Auswirkungen dieser Ereignisse vorbereitet zu sein, werden Lieferantenbeziehungen sowie die organisationale Resilienz von Edel weiter gestärkt. Risikomanagement Die Identifizierung und aktive Steuerung der unternehmerischen Risiken erfolgen in der Edel-Gruppe anhand eines Systems der Planung und Kontrolle. Die Chancen und Risiken der Geschäftsaktivitäten werden im Rahmen eines revolvierenden Planungsprozesses auf ihre strategische und operative Bedeutung untersucht und bewertet. Das gesetzlich vorgeschriebene Risikomanagement-System ist in einem Handbuch dokumentiert, das regelmäßig aktualisiert wird. Alle wesentlichen Entscheidungen zur Finanzstruktur trifft der geschäftsführende Direktor. Das Finanzmanagement ist grundsätzlich bei der Edel SE & Co. KGaA zentralisiert. Zusammenfassende Beurteilung der Risikolage In einer Gesamtbeurteilung der Risikolage lässt sich aufgrund der heute bekannten Informationen feststellen, dass den Fortbestand des Konzerns gefährdende Risiken aktuell nicht bekannt sind und auch in kurz- und mittelfristiger Zukunft derzeit nicht erkennbar sind. CHANCENBERICHT Akquisition zusätzlicher Rechte Die Akquisition von weiteren Lizenzen und Rechten, unter anderem durch Kooperationen zur Erstellung neuer Inhalte oder Fusionen und Übernahmen, stellt eine Chance dar, Umsatz und Gewinn über die bisherige Planung zu steigern. Insbesondere eine Diversifizierung hin zu mehr Musik-Genres wird als attraktiv wahrgenommen. Zusätzliche Monetarisierung des bestehenden Rechtekataloges Durch einen optimierten Vertrieb des bestehenden Kataloges über weitere Third-Party-Lizenzen, vor allem in Filmen, Videospielen oder Apps lassen sich weitere Umsatz- und Gewinnsteigerungen erzielen, die in derzeitigen Planungen nicht berücksichtigt sind. Skalierbares Wachstum der Plattform Kontor New Media Als digitale Vermarktungsplattform für Medieninhalte aller Art hat sich die Kontor New Media GmbH erfolgreich bei externen Partnern positioniert. Die Möglichkeit, Vertriebsangebote bei weiteren Partnern zu platzieren, verspricht Umsatz- und Gewinnsteigerungen, die noch nicht in der derzeitigen Planung enthalten sind. Employer Branding Qualifizierte Fachkräfte für das eigene Unternehmen zu begeistern, stellt eine Herausforderung für viele Firmen dar. Durch einen stärkeren Fokus auf Employer Branding soll die Arbeitgeberattraktivität von Edel gesteigert werden, wodurch die Gruppe sichtbarer und als gute Karriereoption wahrgenommen werden soll. Hiermit kann qualifiziertes Personal geworben werden, welches einen wichtigen Faktor zu einer erfolgreichen Geschäftsentwicklung in der Zukunft darstellt. PROGNOSEBERICHT Die Edel SE & Co. KGaA und ihre Tochtergesellschaften konzentrieren sich in ihren Aktivitäten auch in Zukunft auf zwei Standbeine: Auf Medien-Dienstleistungen und Inhalte-Vermarktung. Dabei liegt der Schwerpunkt auch zukünftig auf dem Ausbau des in der Kontor New Media GmbH gebündelten Digitalgeschäftes und der vorgelagerten Rechteakquisition, Refokussierung der Buchverlagsbereiche, der Fortführung der erfolgreichen Musikbereiche sowie der Erweiterung und dem Ausbau der Fertigungstiefe und -breite der optimal media GmbH. Dem gegenüber stehen weiterhin Herausforderungen durch einen rückläufigen physischen Markt für CDs, DVDs und Blu-rays und entsprechendem Margendruck. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie und des Russland-Ukraine-Krieges konnten bislang gut bewältigt werden und die Konzernleitung ist auch für die Zukunft zuversichtlich, dass dies so bleibt. Im Dienstleistungsbereich des Konzerns besteht die Ausrichtung auf unterschiedliche Inhalte und Formate bereits seit einigen Jahren. Neben Musikprodukten fertigen, versenden und vertreiben die Gesellschaften der Gruppe Hörbücher, Filme und TV-Formate sowie Druckerzeugnisse. Die Ausrichtung des Dienstleistungs-Portfolios wird regelmäßig an die Anforderungen der Kunden angepasst. Weiterhin spielt die Konzerntochter optimal media GmbH mit ihrem ständig breiter werdenden Dienstleistungsspektrum eine tragende Rolle. Die optimal media GmbH profitiert von einer weiterhin hohen Nachfrage im Vinylbereich, aber auch von der guten Marktstellung als Qualitäts- und Komplettanbieter. Auf dieser Basis wird für die Geschäftsjahre 2022/23 und 2023/24 mit einem erfolgreichen, profitablen Geschäft gerechnet. Für das Geschäftsjahr 2022/23 erwartet die Konzernleitung weiteres Wachstum beim Umsatz (280 bis 300 Mio. Euro) sowie einen Konzern-Jahresüberschuss von 10,0 bis 15,0 Mio. Euro.
Hamburg, den 6. Dezember 2022 Edel SE & Co. KGaA Vertreten durch die persönlich haftende Gesellschafterin Edel Management SE Dr. Jonas Haentjes, Geschäftsführender Direktor KONZERNBILANZ zum 30. September 2022AKTIVA
PASSIVA
KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG für das Geschäftsjahr 2021/22
KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG für das Geschäftsjahr 2021/22
KONZERN-EIGENKAPITALSPIEGEL für das Geschäftsjahr 2021/22
KONZERNANHANG für das Geschäftsjahr 2021/22Allgemeine Hinweise Die Edel SE & Co. KGaA, Hamburg (Amtsgericht Hamburg, HRB 155929) - im Folgenden auch »Gesellschaft« genannt - ist die Holding-Gesellschaft der Edel-Gruppe. Gegenstand der Unternehmensgruppe ist die Produktion und Vermarktung von Musik (physisch und digital), musikbezogenen Artikeln, Buch- und Verlagserzeugnissen und sonstigen Konsumgütern, sowie die Auswertung von Musikrechten und Lizenzen und die Bereitstellung weiterer Dienstleistungen für die Entertainment-Industrie. Der vorliegende Konzernabschluss wird gemäß §§ 290 ff. HGB aufgestellt. Zur Klarheit und Übersichtlichkeit des Konzernabschlusses haben wir einzelne Posten der Konzernbilanz und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst. Diese Posten sind gesondert erläutert. Die für einzelne Positionen geforderten Zusatzangaben haben wir ebenfalls in den Konzernanhang übernommen. Die Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Aus methodischen Gründen kann es innerhalb der Tabellen (u.a. Gewinn- und Verlustrechnung, Bilanz, Eigenkapitalspiegel, Kapitalflussrechnung) zu Rundungsdifferenzen kommen. Konsolidierungskreis Der Konzernabschluss umfasst die Edel SE & Co. KGaA sowie die nachfolgend unter den Buchstaben A. bis F. sowie H. und I. aufgeführten vollkonsolidierten Tochterunternehmen:
1) Mit der Gesellschaft besteht ein
Ergebnisabführungsvertrag oder eine einmalige
Ergebnisübernahmeverpflichtung; bei diesen
Gesellschaften wird von den Regelungen des § 264 Abs.
3 HGB hinsichtlich Aufstellung, Prüfung und
Offenlegung Gebrauch gemacht.
Die Gesellschaft hat im November 2021 die restlichen 25 % der Geschäftsanteile an der Pandastorm Pictures GmbH, Hamburg, erworben, die auch bisher schon in den Konsolidierungskreis einbezogen worden ist. Die Gesellschaft hält damit sämtliche Geschäftsanteile an der Pandastorm Pictures GmbH. Aus dieser Erstkonsolidierung resultierte weder ein Geschäfts- oder Firmenwert noch ein wesentlicher passiver Unterschiedsbetrag. Weitere Änderungen des Konsolidierungskreises haben sich im Vergleich zum 30. September 2021 nicht ergeben. Mit dem Ziel der Zusammenführung des Buchgeschäfts in einer Gesellschaft wurde der Buchbereich der Edel Music & Entertainment GmbH mit Wirkung zum 1. Oktober 2021 auf die Edel Verlagsgruppe GmbH abgespalten. Auswirkungen auf den Konsolidierungskreis ergaben sich daraus nicht. Die aktive Geschäftstätigkeit der edel Italia S.r.l., Mailand, Italien (Anteil am Kapital: 100 %), ist eingestellt worden. Die Gesellschaft befindet sich in einem Liquidationsprozess; sie ist insgesamt von untergeordneter Bedeutung und wird nicht in den Konsolidierungskreis einbezogen. Des Weiteren befindet sich die Edel Italy SRL, Mailand, Italien (Anteil am Kapital: 100 %), in Liquidation. Aufgrund des geringen Geschäftsumfangs werden die vorgenannten Gesellschaften, ebenso wie die Edel New Media GmbH, Hamburg (Anteil am Kapital: 100 %), und die im Geschäftsjahr 2019/20 erworbene Arising Empire Tonträger Produktions- und Vertriebs-GmbH, Hamburg (Anteil am Kapital: 99 %), gemäß § 296 Absatz 2 HGB nicht in den Konzernabschluss einbezogen. An den sonstigen im Anteilsbesitz stehenden Unternehmen hat die Edel SE & Co. KGaA keinen mittelbaren oder unmittelbaren beherrschenden Einfluss gemäß § 290 HGB. Aufgrund der untergeordneten Bedeutung werden die folgenden Beteiligungen gemäß § 311 Absatz 2 HGB nicht nach den für assoziierte Unternehmen geltenden Regelungen des HGB bilanziert.
4) Die Beteiligung wird mittelbar über
Kontor Records GmbH gehalten.
Konsolidierungsgrundsätze Gemäß § 299 Abs. 1 HGB wurde der Konzernabschluss auf den Stichtag des Jahresabschlusses des Mutterunternehmens aufgestellt. Die konsolidierte Bilanz enthält sämtliche Vermögensgegenstände, Verbindlichkeiten (einschl. Rückstellungen), Rechnungsabgrenzungsposten und Kapitalkonten aus den Bilanzen der einbezogenen Unternehmen, bereinigt um die Auswirkungen der Schuldenkonsolidierung, der Kapitalkonsolidierung und der Anteile anderer Gesellschafter. Die konsolidierte Gewinn- und Verlustrechnung enthält sämtliche Erträge und Aufwendungen aus den Gewinn- und Verlustrechnungen der einbezogenen Unternehmen mit Ausnahme der Auswirkungen der Aufwands- und Ertragskonsolidierung und der ergebniswirksamen Konsolidierungsbuchungen. Die Kapitalkonsolidierung für Gesellschaften oder für zugekaufte Kapitalanteile, die (voll-)konsolidiert wurden, wurde nach der Neubewertungsmethode zum Erwerbszeitpunkt vorgenommen. Die zu aktivierenden Beträge sind so weit wie möglich den betreffenden Aktivposten zugeordnet. Der Restbetrag wurde als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen. Passivische Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung bestehen nicht. Auf ergebniswirksame Konsolidierungsvorgänge werden latente Steuern abgegrenzt. Forderungen und Verbindlichkeiten, Aufwendungen und Erträge sowie wesentliche Zwischenergebnisse innerhalb des Konsolidierungskreises wurden eliminiert. Erfolgswirksame Konsolidierungsmaßnahmen ergaben eine Erhöhung passiver latenter Steuern um TEUR 336 sowie eine Veränderung aktiver latenter Steuern um TEUR 0 sie wurden saldiert im Steuerabgrenzungsposten auf der Aktivseite ausgewiesen. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss der Edel SE & Co. KGaA einbezogenen Unternehmen wurden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen unverändert zum Vorjahr erstellt. Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen (nach der linearen Methode) vermindert. Die erworbenen Geschäfts- oder Firmenwerte werden über die jeweiligen Nutzungsdauern von 15 Jahren linear abgeschrieben. Firmenwerte werden länger als 10 Jahre abgeschrieben, da die Gesellschaften über langfristige Lizenz- oder Verlagsrechte verfügen. Das Sachanlagevermögen des Konzerns wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet und, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bilanziert. Den planmäßigen Abschreibungen liegen im Wesentlichen folgende Nutzungsdauern zugrunde:
Geringwertige Wirtschaftsgüter des Sachanlagevermögens (GWG) mit Einzelanschaffungskosten bis zu EUR 250,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. GWG mit Einzelanschaffungskosten von EUR 250,01 bis EUR 1.000,00 werden in einen jahresbezogenen Sammelposten eingestellt und über einen Zeitraum von 5 Jahren linear abgeschrieben. Fremdkapitalzinsen werden, soweit die Voraussetzungen gegeben sind, bei der Aktivierung von Gegenständen des Anlagevermögens berücksichtigt. Die erhaltenen Investitionszuschüsse und -zulagen werden von den Anschaffungs- und Herstellungskosten der geförderten Investitionsgüter abgesetzt. Sonderabschreibungen gemäß § 6 des Gesetzes über Sonderabschreibungen im Fördergebiet, die in den Jahresabschlüssen der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen in einen Sonderposten mit Rücklageanteil eingestellt und nachfolgend anteilsmäßig ertragswirksam aufgelöst wurden, wurden für Konzernzwecke eliminiert. Die Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten bilanziert worden, gegebenenfalls im Fall einer voraussichtlichen Wertminderung zum niedrigeren beizulegenden Wert. Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren beizulegenden Werten. Dabei werden die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag angesetzt. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten bewertet, die neben den direkt zuordenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten in angemessenem Umfang Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie Abschreibungen enthalten. Das Bestands- und Vertriebsrisiko wurde durch Abwertungen berücksichtigt; weitere Abwertungen wurden bei ungünstiger Erlöslage vorgenommen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert oder zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Wertpapiere des Umlaufvermögens wurden zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Tageswerten angesetzt. Rechnungsabgrenzungsposten wurden für Ausgaben (Einnahmen) vor dem Bilanzstichtag gebildet, die Aufwand (Ertrag) für eine bestimmte Zeit danach darstellen. Der aktive Steuerabgrenzungsposten beinhaltet latente Steuern auf temporäre Differenzen zwischen steuerlichen und handelsrechtlichen Bilanzansätzen sowie auf steuerliche Verlustvorträge und wurde auf Basis einer erwarteten künftigen Ertragsteuerentlastung von unverändert rund 30 % für die inländischen und rund 24,3 % (Vorjahr: 16,2 %) für die ausländischen Gesellschaften ermittelt. Passive latente Steuern werden mit aktiven latenten Steuern saldiert ausgewiesen. Die Pensionsverpflichtungen werden versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) ermittelt. Bei der Festlegung des laufzeitkongruenten Rechnungszinssatzes wurde in Anwendung des Wahlrechts nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB der von der Deutschen Bundesbank ermittelte und veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz der letzten 10 Jahre verwendet, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Der zum Bilanzstichtag 30. September 2022 verwendete Rechnungszinssatz beträgt 1,77 % p.a. (30. September 2021: 1,97 % p.a.). Zukünftig erwartete Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung der Verpflichtung berücksichtigt. Dabei wird unverändert zum Vorjahr derzeit von jährlichen Anpassungen von 1,5 % bzw. 3,0 % bei den Renten ausgegangen. Eine Fluktuationsrate wird aufgrund des engen Personenkreises der Begünstigten nicht berücksichtigt. Gleiches gilt für einen Gehaltstrend, da die Zahlungsverpflichtungen nicht an eine künftige Gehaltsentwicklung gekoppelt sind. Der Erfüllungsbetrag der Pensionsverpflichtungen (vor Verrechnung mit dem Deckungsvermögen) beträgt zum 30. September 2022 TEUR 2.837. Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen, unbelastet und insolvenzsicher sind, sowie ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Pensionsverpflichtungen dienen (Deckungsvermögen), wurden gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB unmittelbar mit den korrespondierenden Schulden verrechnet. Das Deckungsvermögen ist zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Dieses beträgt zum 30. September 2022 TEUR 210. Der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens (Rückdeckungsversicherungen) entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten gemäß § 255 Abs. 4 Satz 3 HGB und besteht aus dem sogenannten geschäftsplanmäßigen Deckungskapital des Versicherungsunternehmens zuzüglich eines gegebenenfalls vorhandenen Guthabens aus Beitragsrückerstattungen (sogenannte unwiderrufliche Überschussbeteiligung). Erfolgswirkungen aus der Änderung des Diskontierungssatzes, Zeitwertänderungen des Deckungsvermögens und laufende Erträge des Deckungsvermögens werden im Finanzergebnis gezeigt. Zeitwertänderungen des Deckungsvermögens von TEUR 12 im Geschäftsjahr 2021/22 wurden mit Aufwendungen für Pensionsverpflichtungen verrechnet. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen 10 Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen 7 Geschäftsjahren beträgt zum 30. September 2022 TEUR 170. Gemäß § 253 Absatz 6 HGB unterliegt dieser Unterschiedsbetrag der Ausschüttungssperre. In den sonstigen Rückstellungen sind alle erkennbaren Risiken zum vernünftigen kaufmännischen Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Steuerrückstellung entspricht der zu erwartenden Steuerzahlung. Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Kurzfristige Forderungen, Verbindlichkeiten und Bankguthaben in fremder Währung werden zum Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag umgerechnet. Langfristige Forderungen in fremder Währung werden zum Briefkurs am Tag ihrer Entstehung umgerechnet. Verluste aufgrund eines niedrigeren Stichtagskurses zum Bilanzstichtag werden bei den langfristigen Forderungen berücksichtigt. Langfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Stichtagskurs oder mit dem höheren Entstehungskurs angesetzt. ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNBILANZ Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist auf der folgenden Seite dargestellt. Die außerplanmäßigen Abschreibungen betrugen im Geschäftsjahr 2021/22 TEUR 1 (Vorjahr: TEUR 576) und betreffen wie im Vorjahr Finanzanlagen. Im Geschäftsjahr 2021/22 sind insgesamt TEUR 88 (Vorjahr: TEUR 0) Fremdkapitalzinsen auf Gegenstände des Anlagevermögens aktiviert worden. Entwicklung des Konzernanlagevermögens für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2021 bis zum 30. September 2022
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Von den zum 30. September 2022 ausgewiesenen sonstigen Vermögensgegenständen haben TEUR 3.239 (Vorjahr: TEUR 229) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Alle übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben, ebenso wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen, wie im Vorjahr, weit überwiegend Lieferungen und Leistungen. Latente Steuern Der Saldo der aktiven latenten Steuern zum 30. September 2022 setzt sich zusammen aus aktiven latenten Steuern von TEUR 1.547 (Vorjahr: TEUR 1.571) abzüglich passiver latenter Steuern von TEUR 1.036 (Vorjahr: TEUR 757). Die latenten Steuern (vor Saldierung) beruhen auf folgenden temporären Differenzen und steuerlichen Verlustvorträgen: Temporäre Differenzen und steuerliche Verlustvorträge
Im Konzern bestehen keine steuerlichen Verlustvorträge, die voraussichtlich nicht innerhalb der nächsten 5 Jahre verrechnet werden können. Erläuterungen zum Konzern-Eigenkapitalspiegel Nach dem im Geschäftsjahr 2020/21 durchgeführten Aktienrückkauf betrug das ausgegebene Kapital nach Verrechnung mit den zurückgekauften Anteilen zum Nennwert im Saldo zum Bilanzstichtag TEUR 21.275. Von dem gezeichneten Kapital von TEUR 22.735 ist der rechnerische Wert der eigenen Anteile (30.09.2022: 1.459.915 Stück zu einem rechnerischen anteiligen Wert des Grundkapitals von 1 EUR pro Aktie; unverändert gegenüber dem Vorjahr) offen abgesetzt. Die Kapitalrücklage von TEUR 1.924 und die Gewinnrücklagen von TEUR 349 entsprechen den bei der Muttergesellschaft ausgewiesenen Bilanzposten. Von dem erwirtschafteten Konzerneigenkapital (Konzern-Gewinnvortrag und Konzern-Jahresüberschuss, der dem Mutterunternehmen zuzurechnen ist) stehen zum 30. September 2022 TEUR 30.008 (Vorjahr: TEUR 22.879) zur Ausschüttung an die Aktionäre zur Verfügung. Bei der Edel SE & Co. KGaA besteht eine gesetzliche Ausschüttungssperre von TEUR 144 (Vorjahr: TEUR 235) nach § 253 Abs. 6 HGB. Bei einem Tochterunternehmen besteht eine solche Ausschüttungssperre i. H. v. TEUR 26 (Vorjahr: TEUR 39). Satzungsgemäße Ausschüttungssperren bestehen, ebenso wie im Vorjahr, nicht. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Lizenzen, Urheberrechtsvergütungen, Kundenboni, Urlaubsansprüche, Sondervergütungen und ausstehende Lieferantenrechnungen gebildet. Verbindlichkeitenspiegel
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen, wie im Vorjahr, weit überwiegend Lieferungen und Leistungen. Besicherte Verbindlichkeiten Für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Leasinggebern wurden teilweise Sicherheiten bestellt; diese sind:
ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse verteilten sich zwischen den Ländern wie folgt:
Die Umsatzerlöse verteilten sich nach Tätigkeitsbereichen wie folgt:
1) optimal media GmbH, Röbel/Müritz 2)
Buch, Musik und Entertainment
Periodenfremde Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten perioden- fremde Erträge von TEUR 749 (Vorjahr: TEUR 136). SONSTIGE ANGABEN Personal Die Anzahl der im Jahresdurchschnitt für den Edel-Konzern tätigen Mitarbeiter*innen betrug im Geschäftsjahr 2021/22 1.090 Personen (Vorjahr: 1.048 Personen), davon waren 36 Auszubildende (Vorjahr:38 Personen) beschäftigt. Die Anzahl verteilt sich wie folgt:
Haftungsverhältnisse Wesentliche Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB bestehen nicht. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen bestehen im Wesentlichen aus Miet- und Erbbaupachtverpflichtungen sowie zu einem Teil aus Leasingverpflichtungen. Die Restlaufzeiten der Miet- und Erbbaupachtverträge betragen zwischen 1 und 50 Jahren. Die Mietverträge betreffen Bürogebäude und -flächen sowie Lagerräume. Die Erbbaupachtverträge betreffen das Werksgelände in Röbel/Müritz, darüber hinaus bestehen Wartungsverträge und Dienstleistungsverträge. Am Bilanzstichtag bestehen folgende finanzielle Verpflichtungen aus längerfristigen Verträgen:
Vorschlag zur ErgebnisverwendungDer geschäftsführende Direktor schlägt vor, aus dem Bilanzgewinn des Mutterunternehmens Edel SE & Co. KGaA eine Dividende von EUR 0,201 je dividendenberechtigter Aktie, damit insgesamt TEUR 4.255, an die Aktionäre auszuschütten und den verbleibenden Teilbetrag des Bilanzgewinns auf neue Rechnung vorzutragen. Honorare des Konzernabschlussprüfers Die Honorare des Konzernabschlussprüfers für Abschlussprüfungsleistungen betrugen im Geschäftsjahr 2021/22 TEUR 145. Gesamtbezüge des Aufsichtsrats Die Bezüge des Aufsichtsrats beliefen sich satzungsgemäß auf TEUR 68 (Vorjahr: TEUR 68). Gesamtbezüge der Mitglieder des Geschäftsführungsorgans Auf die Angabe der Bezüge des geschäftsführenden Direktors der persönlich haftenden Gesellschafterin wird nach § 314 Abs. 3 i. V. m. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Vorschüsse und Kredite an Mitglieder des Geschäftsführungsorgans sowie Haftungsverhältnisse zugunsten von Mitgliedern des Geschäftsführungsorgans An Geschäftsführungsorgane gewährte Darlehen betragen zum 30. September 2022 TEUR 3.092 (Vorjahr: TEUR 2.001). Diese haben eine Laufzeit zwischen einem und fünf Jahren. Die Berechnung des Zinssatzes erfolgt auf Basis des Referenzzinssatzes zuzüglich eines Aufschlags von 2,00% p.a. Der Referenzzinssatz ist der €STR-Satz (Euro Short Term Rate). Nahestehende Unternehmen und Personen Persönlich haftende Gesellschafterin der Gesellschaft ist die Edel Management SE mit Sitz in Hamburg. Sie hält keinen Kapitalanteil an der Edel SE & Co. KGaA. Die Edel Management SE ist mit einem Grundkapital von TEUR 120 ausgestattet. Die Geschäftsführung der Edel SE & Co. KGaA obliegt der persönlich haftenden Gesellschafterin. Ihr werden sämtliche Auslagen im Zusammenhang mit der Führung der Geschäfte der Gesellschaft, einschließlich Vergütung ihrer Organmitglieder sowie der Ertragsteueraufwand, erstattet. Diese Beträge werden unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst. Die Michael Haentjes Vermögensverwaltung- und Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG, Hamburg, hat am 11. April 2019 gemäß § 20 Abs. 1 Satz 1 AktG sowie gemäß § 20 Abs. 4 AktG (jeweils in Verbindung mit § 278 Abs. 3 AktG) mitgeteilt, dass ihr unmittelbar mehr als der vierte Teil der Aktien der Edel SE & Co. KGaA sowie unmittelbar eine Mehrheitsbeteiligung i.S.v. § 16 Abs. 1 AktG an der Edel SE & Co. KGaA gehört. Herr Michael Haentjes, Hamburg, hat am 11. April 2019 mitgeteilt, dass ihm mittelbar mehr als der vierte Teil der Aktien der Edel SE & Co. KGaA sowie mittelbar eine Mehrheitsbeteiligung i.S.v. § 16 Abs. 1 AktG an der Edel SE & Co. KGaA gehört, da ihm die Beteiligung der von ihm abhängigen Michael Haentjes Vermögensverwaltung- und Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG, Hamburg, an der Edel SE & Co. KGaA gemäß § 16 Abs. 4 AktG zuzurechnen ist. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres, die für dieses wesentliche Auswirkungen haben, haben sich nicht ergeben.
Hamburg, den 6. Dezember 2022 Edel SE & Co. KGaA, vertreten durch die persönlich haftende Gesellschafterin Edel Management SE Dr. Jonas Haentjes, Geschäftsführender Direktor BILANZ zum 30. September 2022AKTIVA
PASSIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG für das Geschäftsjahr 2021/22
ANHANG für das Geschäftsjahr 2021/22I. ALLGEMEINE HINWEISE Die Edel SE & Co. KGaA, Hamburg (Amtsgericht Hamburg, HRB 155929), - im Folgenden auch »Gesellschaft« genannt - ist die Holding-Gesellschaft der Edel-Gruppe. Gegenstand der Unternehmensgruppe sind die Produktion und Vermarktung von Musik, musikbezogenen Artikeln, Buch- und Verlagserzeugnissen und sonstigen Konsumgütern, insbesondere die Produktion und Vermarktung von Ton- und Bildtonträgern und Büchern, die Auswertung von Musikrechten und Lizenzen sowie die Bereitstellung weiterer Dienstleistungen für die Entertainment-Industrie. Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB unter ergänzender Beachtung der Vorschriften des Aktiengesetzes aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für kleine Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. II. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden nicht aktiviert. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet und vermindert um lineare Abschreibungen bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Den planmäßigen Abschreibungen liegen im Wesentlichen Nutzungsdauern zwischen 3 und 10 Jahren (immaterielle Vermögensgegenstände) bzw. zwischen 4 und 10 Jahren (Betriebs- und Geschäftsausstattung) zugrunde. Bei geringwertigen Wirtschaftsgütern des Sachanlagevermögens werden jeweils die steuerlich vorteilhaftesten Möglichkeiten in Anspruch genommen. Die Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Bei nur vorübergehender Wertminderung werden die Anschaffungskosten beibehalten, bei dauernder Wertminderung wird auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgestellt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennbetrag oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Wertpapiere des Umlaufvermögens werden zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Tageswerten bilanziert. Aktive (passive) Rechnungsabgrenzungsposten werden für Ausgaben (Einnahmen) vor dem Bilanzstichtag gebildet, die Aufwand (Ertrag) für eine bestimmte Zeit danach darstellen. Die Pensionsverpflichtungen versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) ermittelt. Bei der Festlegung des laufzeitkongruenten Rechnungszinssatzes wurde in Anwendung des Wahlrechts nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB der von der Deutschen Bundesbank ermittelte und veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz der letzten 10 Jahre verwendet, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Der zum Bilanzstichtag 30. September 2022 verwendete Rechnungszinssatz beträgt 1,77 % p.a. (30. September 2021: 1,97 % p.a.). Zukünftig erwartete Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung der Verpflichtung berücksichtigt. Dabei wird derzeit von jährlichen Anpassungen von 3,0 % bei den Renten ausgegangen. Eine Fluktuationsrate wird aufgrund des engen Personenkreises der Begünstigten nicht berücksichtigt. Gleiches gilt für einen Gehaltstrend, da die Zahlungsverpflichtungen nicht an eine künftige Gehaltsentwicklung gekoppelt sind. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen 10 Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen 7 Geschäftsjahren beträgt zum 30.09.2022 TEUR 144. Gewinne dürfen nur ausgeschüttet werden, wenn die nach der Ausschüttung verbleibenden, frei verfügbaren Rücklagen zuzüglich eines Gewinnvortrags und abzüglich eines Verlustvortrags mindestens dem genannten Unterschiedsbetrag entsprechen. Die übrigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet. Da es sich nur um kurzfristig fällige Rückstellungen handelt, waren keine zukünftigen Preis- und Kostensteigerungen und Abzinsungseffekte bei der Bewertung der Rückstellungen zu berücksichtigen. Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag bilanziert. Kurzfristige Forderungen, Verbindlichkeiten und Bankguthaben in fremder Währung werden zum Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag umgerechnet. Langfristige Forderungen in fremder Währung werden zum Briefkurs am Tag ihrer Entstehung umgerechnet. Verluste aufgrund eines niedrigeren Stichtagskurses zum Bilanzstichtag werden bei den langfristigen Forderungen berücksichtigt. Langfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Stichtagskurs oder mit dem höheren Entstehungskurs angesetzt. III. ERLÄUTERUNGEN ZUM JAHRESABSCHLUSS Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben TEUR 3.050 (Vorjahr: TEUR 24) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Alle übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Aufstellung des Anteilsbesitzes
(Hinweis: Die Ergebnisse basieren auf nach nationalen Rechnungslegungsvorschriften erstellten Abschlüssen)
1) Mit der Gesellschaft besteht ein
Ergebnisabführungsvertrag oder eine einmalige
Ergebnisübernahmeverpflichtung; bei diesen
Gesellschaften wird von den Regelungen des § 264 Abs.
3 HGB hinsichtlich Aufstellung, Prüfung und
Offenlegung Gebrauch gemacht.
Eigenkapital Das voll eingezahlte Grundkapital betrug am Bilanzstichtag, ebenso wie im Vorjahr, EUR 22.734.511 und war eingeteilt in 22.734.511 nennwertlose, auf den Inhaber lautende Stückaktien. Nach dem im Geschäftsjahr 2020/21 durchgeführten Aktienrückkauf betrug das ausgegebene Kapital nach Verrechnung mit den zurückgekauften Anteilen zum Nennwert im Saldo zum Bilanzstichtag TEUR 21.275. Von dem gezeichneten Kapital von TEUR 22.735 ist der rechnerische Wert der eigenen Anteile (30.09.2022: 1.459.915 Stück zu einem rechnerischen anteiligen Wert des Grundkapitals von 1 EUR pro Aktie; unverändert gegenüber dem Vorjahr) offen abgesetzt. Das ausgegebene Kapital als verbleibender Betrag betrug somit zum Bilanzstichtag TEUR 21.275. Das von der Hauptversammlung am 31. März 2022 beschlossene genehmigte Kapital 2022 betrug zum Bilanzstichtag EUR 11.367.255. Verbindlichkeiten Von den Verbindlichkeiten von TEUR 39.298 (Vorjahr: TEUR 38.378) haben wie im Vorjahr TEUR 0 eine Laufzeit von über 5 Jahren, TEUR 14.750 (Vorjahr: TEUR 22.489) eine Laufzeit von über 1 bis zu 5 Jahren und TEUR 24.548 (Vorjahr: TEUR 15.889) eine Laufzeit von bis zu 1 Jahr. Für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden teilweise Sicherheiten bestellt; diese sind:
IV. SONSTIGE ANGABEN Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betreffen im Wesentlichen abgeschlossene Miet- und Leasingverträge und setzen sich zum Bilanzstichtag wie folgt zusammen:
Haftungsverhältnisse Die Edel SE & Co. KGaA hat für verschiedene Verbindlichkeiten der optimal media GmbH, Röbel/Müritz, und der Edel Verlagsgruppe GmbH, München, Mithaftungserklärungen abgegeben. Mit einer Inanspruchnahme muss derzeit aufgrund der wirtschaftlichen Entwicklung der Gesellschaften nicht gerechnet werden. Mitarbeiter Im Jahresdurchschnitt belief sich die Zahl der Mitarbeiter auf 62. Darüber hinaus wurden im Jahresdurchschnitt 12 Auszubildende beschäftigt. Persönlich haftende Gesellschafterin Persönlich haftende Gesellschafterin der Gesellschaft ist die Edel Management SE mit Sitz in Hamburg. Sie hält keinen Kapitalanteil an der Edel SE & Co. KGaA. Die Edel Management SE ist mit einem Grundkapital von TEUR 120 ausgestattet. Die Geschäftsführung der Edel SE & Co. KGaA obliegt der persönlich haftenden Gesellschafterin. Ihr werden sämtliche Auslagen im Zusammenhang mit der Führung der Geschäfte der Gesellschaft, einschließlich der Vergütung ihrer Organmitglieder sowie der Ertragssteueraufwand erstattet. Diese Beträge werden unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst. Mitglieder des Geschäftsführungsorgans Herr Dr. Jonas Haentjes (Kaufmann), Hamburg, ist alleiniger geschäftsführender Direktor der persönlich haftenden Gesellschafterin Edel Management SE. Aufsichtsrat Als Mitglieder des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2021/22 waren bestellt: Dr. Jörg Pfuhl (Vorsitzender seit dem 31. März 2022, Dozent für Betriebswirtschaftslehre, selbständiger Unternehmensberater, Hamburg) Joel H. Weinstein (Rechtsanwalt, New York, New York/USA) Charles Caldas, seit dem 31. März 2022 (Rechtsanwalt, Mount Kisco/USA) Dr. Markus Conrad, bis zum 31. März 2022 (Vorsitzender, Kaufmann, Hamburg) Neben der Aufsichtsratstätigkeit war Herr Joel H. Weinstein, New York, Mitglied im Board of Directors der Tabaluga Foundation, Inc., Mount Kisco/NY, USA. Neben der Aufsichtsratstätigkeit war Herr Charles Caldas, Managing Director der 38 North Ltd. mit Sitz in London und Partner bei Exceleration Music LLC mit Sitz in Franklin, Tennessee/USA. Herr Charles Caldas ist zudem Mitglied der Aufsichtsgremien der spanischen Altafonte S.L. sowie der japanischen NexTone Inc. Bis zu seinem Ausscheiden aus dem Aufsichtsrat der Edel SE & Co. KGaA war Herr Dr. Markus Conrad neben der Aufsichtsratstätigkeit in folgenden Organen vertreten:
Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats für die Aufsichtsratstätigkeit umfassten ausschließlich fixe Bezüge und betrugen TEUR 68 (Vorjahr: TEUR 68). Ausschüsse wurden nicht gebildet. Der Aufsichtsrat hält insgesamt 500 Aktien. Vorschüsse und Kredite an Mitglieder des Geschäftsführungsorgans sowie Haftungsverhältnisse zugunsten von Mitgliedern des Geschäftsführungsorgans und des Aufsichtsrats An Geschäftsführungsorgane gewährte Darlehen betragen zum 30. September 2022 TEUR 3.092 (Vorjahr: TEUR 2.001). Diese haben eine Laufzeit zwischen einem und fünf Jahren. Die Berechnung des Zinssatzes erfolgt auf Basis des Referenzzinssatzes zuzüglich eines Aufschlags von 2,00% p.a. Der Referenzzinssatz ist der €STR-Satz (Euro Short Term Rate). Mitteilungen gemäß § 20 AktG Die Michael Haentjes Vermögensverwaltung- und Beteiligungsgesellschaft mbh & Co. KG, Hamburg, hat am 11. April 2019 gemäß § 20 Abs. 1 Satz 1 AktG sowie gemäß § 20 Abs. 4 AktG (jeweils in Verbindung mit § 278 Abs. 3 AktG) mitgeteilt, dass ihr unmittelbar mehr als der vierte Teil der Aktien der Edel SE & Co. KGaA gehört sowie dass ihr unmittelbar eine Mehrheitsbeteiligung iSv § 16 Abs. 1 AktG an der Edel SE & Co. KGaA gehört. Herr Michael Haentjes, Hamburg, hat am 11. April 2019 mitgeteilt, dass ihm mittelbar mehr als der vierte Teil der Aktien der Edel SE & Co. KGaA sowie mittelbar eine Mehrheitsbeteiligung iSv § 16 Abs. 1 AktG an der Edel SE & Co. KGaA gehört, da ihm die Beteiligung der von ihm abhängigen Michael Haentjes Vermögensverwaltung- und Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG, Hamburg, an der Edel SE & Co. KGaA gemäß § 16 Abs. 4 AktG zuzurechnen ist. Konzernverhältnisse Die Gesellschaft stellt gemäß § 290 Abs. 1 HGB einen Konzernabschluss auf, der im Bundesanzeiger offengelegt wird. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres, die für dieses wesentliche Auswirkungen haben, haben sich nicht ergeben.
Hamburg, den 6. Dezember 2022 Edel SE & Co. KGaA vertreten durch die persönlich haftende Gesellschafterin Edel Management SE Dr. Jonas Haentjes, Geschäftsführender Direktor BESTÄTIGUNGSVERMERK des unabhängigen Abschlussprüfers»An die Edel SE & Co. KGaA Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Edel SE & Co. KGaA, Hamburg, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 30. September 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzern-Kapitalflussrechnung und dem Konzern-Eigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2021 bis zum 30. September 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Edel SE & Co. KGaA für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2021 bis zum 30. September 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt »Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts« unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Der Aufsichtsrat ist für den Bericht des Aufsichtsrats verantwortlich. Im Übrigen sind die gesetzlichen Vertreter für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die für den Geschäftsbericht vorgesehenen Bestandteile, die uns nach Erteilung des Bestätigungsvermerks voraussichtlich zur Verfügung gestellt werden, insbesondere:
aber nicht den Konzernabschluss und nicht unseren dazugehörigen Bestätigungsvermerk. Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.«
Hamburg, 14. Dezember 2022 Ernst
& Young GmbH
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