Stammdaten

Register
Amtsgericht Köln HRB 53629
Vorher
MCRL AGPironet NDH Consulting & Creative Services AG
Eingetragen
30.8.2004
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieBeteiligungsgesellschaftenTätigkeiten von Werbeagenturen
Gegenstand
die Entwicklung und der Vertrieb von Produkten, Dienstleistungen und Lösungen im Bereich der Datenverarbeitung mit einer hohen Ausrichtung auf Internet-, Intranetund Extranet-Technologien und den künftig daraus resultierenden Zusatztechnologien sowie der hiermit im Zusammenhang stehende Vertrieb von Waren und Dienstleistungen. Gegenstand des Unternehmens ist darüber hinaus das Halten und Finanzieren von Beteiligungen an Unternehmen, die sich mit der Entwicklung und dem Vertrieb von Produkten, Dienstleistungen und Lösungen im oben aufgeführten Bereich beschäftigen. nexum ist die Beratung und Agentur für Kommunikation, Interaktion und Transaktion im digitalen Zeitalter. Das Unternehmen hilft seinen Kunden, ihre Geschäftsziele durch eine optimale User Experience und den kreativen Einsatz modernster Technologien und Produkte zu erreichen. Gegenstand des Unternehmens sind Beratungs- und Umsetzungsleistungen für Unternehmenskunden. Ein weiterer Unternehmensgegenstand besteht im Halten und Finanzieren von Beteiligungen an Unternehmen, deren Geschäftsfelder ebenfalls den Bereich der Digitalisierung umfassen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Dirk Steinmetz
seit 16.4.2021
Vorstandsmitglied
Georg Kühl
seit 18.9.2006
Vorstandsmitglied
Michael Dr. Klinkers
seit 18.9.2006
Vorstandsmitglied

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

nexum AG

Köln

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Amtsgericht Köln, HRB 53629

Anhang

I. Allgemeine Angaben

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des AktG aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 2 HGB.

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 enthält keine Abweichungen von der Darstellungsstetigkeit oder der Gliederung zum Vorjahr, die an dieser Stelle gemäß § 265 HGB zu erläutern sind.

Gesetzlich geforderte Angaben zu einzelnen Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung werden teilweise dort und teilweise im Anhang gemacht.

Die Gesellschaft hat von den größenabhängigen Erleichterungsvorschriften gemäß § 288 Abs. 2 HGB teilweise Gebrauch gemacht.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Im Rahmen der Aufstellung des Jahresabschlusses wurde von der Fortführung des Unternehmens, entsprechend § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB, ausgegangen.

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses wurden die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet.

Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind mit ihren Herstellkosten erstmalig bilanziert und werden entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen werden linear über die Nutzungsdauer von 3 Jahren vorgenommen.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen für Software werden linear über die Nutzungsdauer von 3 Jahren vorgenommen.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, linear um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer auf der Grundlage steuerlich anerkannter Höchstsätze abgeschrieben. Die planmäßigen Abschreibungen werden für die unter den Bauten auf fremden Grundstücken ausgewiesenen Ladestationen über 8 Jahre, für die Technischen Anlagen und Maschinen über 3 Jahre und für die Anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung über 2 bis 13 Jahre vorgenommen. Seit 01.01.2018 werden geringwertige Anlagegüter bis zu einem Wert von EUR 800,00 im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.

Bei den Finanzanlagen werden die Anteile an verbundenen Unternehmen und die Genossenschaftsanteile zu Anschaffungskosten angesetzt.

Die unfertigen Leistungen werden auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Kostenrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet. Es werden nur die den Projekten direkt zurechenbaren Mitarbeiterstunden mit einem einheitlichen, durchschnittlichen Stundensatz angesetzt, der analog zur Vorjahresmethode ermittelt wurde. Dabei werden neben Einzelkosten auch angemessene Teile der notwendigen Gemeinkosten berücksichtigt. Kosten der allgemeinen Verwaltung wurden gemäß § 255 Abs. 2 Satz 3 HGB einbezogen.

Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände sowie Rechnungsabgrenzungsposten sind zum Nominalwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen.

Die Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nominalwert angesetzt.

Das Grundkapital ist eingeteilt in 100.000 auf den Namen lautende Stückaktien (EUR 1,00 je Stückaktie). Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrates um bis zu insgesamt EUR 50.000,00 durch Ausgabe von bis zu 50.000 neuen, auf den Namen lautenden Stückaktien zu erhöhen.

In der Hauptversammlung am 27. Mai 2020 wurde der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates eigene Aktien in einem Volumen von bis zu 10% des bestehenden Grundkapitals zu jedem zulässigen Zweck im Rahmen der gesetzlichen Beschränkungen zu erwerben. Die Ermächtigung gilt bis zum 27. Mai 2025.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in der Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt.

Verbindlichkeiten sind mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung wurden gemäß § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Zusammensetzung und Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel (vgl. Anlage zum Anhang) dargestellt.

Immaterielle Vermögensgegenstände

Im Berichtsjahr wurde ein Baukastensystem für eine Karriere-Website-Software entwickelt und im Umfang von TEUR 121 unter den selbst geschaffenen gewerblichen Schutzrechten und ähnlichen Rechten und Werten aktiviert. Darüber hinaus gehende Forschungs- und Entwicklungskosten sind nicht angefallen.

Finanzanlagen

Die nexum AG hält 100% der Geschäftsanteile an der nexum Beteiligungs GmbH mit Sitz in Köln. Der Jahresüberschuss beträgt TEUR 5, das Eigenkapital per 31.12.2023 beträgt 2,47 Mio. EUR.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die ausgewiesenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Diese haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Gezeichnetes Kapital

Das voll eingezahlte Grundkapital der Gesellschaft beträgt zum 31. Dezember 2023 unverändert TEUR 100.

Die Gesellschaft hält mit Datum 31.12.2023 insgesamt 3.200 eigene Aktien, entsprechend 3.200 EUR des Grundkapitals und entsprechend 3,2 % des gezeichneten Kapitals.

Kapitalrücklage

Die Gesellschaft hat jeweils 500 Aktien, entsprechend 500 EUR des Grundkapitals und entsprechend 0,5 % des gezeichneten Kapitals, die mit Datum vom 15.06.2022, 23.06.2022, 15.09.2022 und 02.12.2022 erworben wurden, sowie 1.000 Aktien, die mit Datum vom 31.03.2022 erworben wurden, entsprechend 1.000 EUR des Grundkapitals und entsprechend 1 % des gezeichneten Kapitals mit Datum vom 31.07.2023 veräußert.

Die nexum AG hat im Geschäftsjahr 2023 jeweils 1.000 Aktien, entsprechend 1.000 EUR des Grundkapitals und entsprechend 1 % des gezeichneten Kapitals mit Datum vom 27.01.2023 und 08.12.2023 sowie 200 Aktien, entsprechend 200 EUR des Grundkapitals und entsprechend 0,2% des gezeichneten Kapitals zum Zwecke der Weiterveräußerung erworben. Damit hält sie am 31. Dezember 2023 insgesamt 3.200 eigene Aktien, entsprechend 3.200 EUR des Grundkapitals und entsprechend 3,2 % des gezeichneten Kapitals.

Die Kauf- und Verkaufspreise wurden nach anerkannten betriebswirtschaftlichen Verfahren ermittelt.

Erwerb und Veräußerung liegt eine Ermächtigung der Hauptversammlung gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG zugrunde.

Gesetzliche Rücklage

Zum 31. Dezember 2008 wurde erstmalig gemäß § 150 AktG eine gesetzliche Rücklage in Höhe von TEUR 2 gebildet. Zum 31. Dezember 2009 wurden weitere TEUR 8 in die gesetzliche Rücklage eingestellt. Die gesetzliche Rücklage erreicht somit den zehnten Teil des gezeichneten Kapitals gem. § 150 Abs. 2 AktG.

Gewinnrücklage

Gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 20.06.2023 wurden aus dem Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2023 EUR 55.659,12 in die anderen Gewinnrücklagen umgebucht.

Im Zusammenhang mit dem Erwerb eigener Aktien wurde der Unterschiedsbetrag zwischen dem Nennbetrag und den Anschaffungskosten der eigenen Anteile mit den Gewinnrücklagen verrechnet.

Sonstige Rückstellungen

Bei den sonstigen Rückstellungen handelt es sich im Wesentlichen um Personalrückstellungen sowie um Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen.

Verbindlichkeiten

Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 2.178 (im VJ. TEUR 1.568) haben TEUR 1.428 (im VJ. TEUR 517) eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. TEUR 750 (im VJ. TEUR 1.050) haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Alle übrigen Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Verbundenen Unternehmen betreffen wie im Vorjahr vollständig Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Haftungsverhältnisse

Am Bilanzstichtag besteht eine Bürgschaft für die nexum Beteiligungs GmbH gegenüber der Volksbank Köln Bonn eG in Höhe von TEUR 559. Mit einer Inanspruchnahme wird nicht gerechnet, weil aufgrund der aktuellen finanziellen Verhältnisse der nexum Beteiligungs GmbH von einer planmäßigen Rückzahlung des Darlehens ausgegangen werden kann.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde gemäß § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 22 sowie TEUR 1,3 aus der Auflösung von sonstigen Rückstellungen.

Die Gesellschaft hat den Verlust des Jahres 2023 auf die Jahre 2021 und 2022 rückgetragen; im Wesentlichen daraus resultiert ein Steuerertrag aus Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer in Höhe von TEUR 94.

V. Sonstige Angaben

Mitarbeiter

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres 2023 beschäftigten Mitarbeiter betrug 185,75 (i. VJ.: 207,75).

Aufsichtsrat

Herr Hans-Werner Scherer, Geschäftsführer, Köln, Vorsitzender

Herr Dipl. Kaufmann Martin Hecker, CEO

Herr Dipl. Kaufmann Thomas Fell, Geschäftsführer

Die im Aufwand des Jahres 2023 erfasste Aufsichtsratsvergütung beträgt TEUR 21.

Vorstand

Herr Georg Kühl, Dipl. Kaufmann, Köln

Herr Dr. Michael Klinkers, Dipl. Kaufmann, Köln

Herr Dirk Steinmetz, Dipl. Kaufmann, Köln

Der Beruf ist mit der Organstellung identisch.

Auf die Angabe der Bezüge des Vorstands wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Außerbilanzielle Geschäfte

Mit Ausnahme der im Abschnitt "Sonstige finanzielle Verpflichtungen" dargestellten Miet- und Leasingverträge existieren keine außerbilanziellen Geschäfte. Die Mietverträge betreffen die Anmietung von Räumen, während die Leasingverträge Kraftfahrzeuge beinhalten. Diese Geschäfte dienen vorrangig dem Zweck, die bei einer möglichen Anschaffung vorliegende Kapitalbindung zu verhindern.

Ausschüttungssperre

Aufgrund der Aktivierung der selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände ergibt sich eine um die darauf entfallenden passiven latenten Steuern gekürzte Ausschüttungssperre von TEUR 83.

Besondere Vorgänge nach dem Schluss des Geschäftsjahres

Vorgänge von besonderer Bedeutung sind nach dem Schluss des Geschäftsjahres nicht eingetreten.

Durch die fortdauernde Kriegssituation in der Ukraine ist die nexum AG nur mittelbar betroffen, da keine direkten Kundenbeziehungen in Russland oder der Ukraine bestehen. Die aus der Krisensituation resultierenden Entwicklungen werden seitens der Gesellschaft mit allerhöchster Aufmerksamkeit beobachtet, um schnellstmöglich Maßnahmen zur Gegensteuerung ergreifen zu können.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 2,9 Mio. EUR aus bestehenden Miet- und Leasingverträgen

Alle Miet- und Leasingverträge enden zwischen 2024 und 2028.

Gewinnverwendung

Der Vorstand wird der Hauptversammlung vorschlagen, keine Dividende auszuzahlen.

 

Köln, 28. März 2024

nexum AG

Dr. Michael Klinkers, Vorstand

Georg Kühl, Vorstand

Dirk Steinmetz, Vorstand

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

nexum AG, Köln

I. Grundlagen des Unternehmens

a) Geschäftsmodell der nexum

Die nexum ist im Marktsegment der Digital Experience Services tätig, welches die Bereiche Digital Consulting Services, Digital Agency Services und Digital Technology Services umfasst. Sie arbeitet für den gehobenen Mittelstand und für Großunternehmen und bedient grundsätzlich Unternehmen jeglicher Branchen, wobei Referenzschwerpunkte im Handel, der Marken- und Konsumgüterindustrie, der produzierenden Industrie und der Finanzdienstleistungsbranche liegen.

Am Unternehmen sind die Vorstände, Führungskräfte und Mitarbeiter sowie ausgewählte Privatinvestoren beteiligt. Aus dieser Konstellation ergeben sich positive Effekte für die Mitarbeiterbindung und -motivation auf der einen sowie Synergieeffekte durch komplementäre Geschäftsfelder und für Vertriebsaktivitäten auf der anderen Seite.

In allen Geschäftsbereichen geht es darum, für den Anwender digitaler Lösungen oder Empfänger von Marketing- und Kommunikationsbotschaften ein optimales Nutzererlebnis (Customer Experience) zu erzeugen.

Die Auftraggeber kommen aus Marketing, Vertrieb, Unternehmenskommunikation und E-Commerce. Weitere Auftraggeber sind Human Resources, Business Development, Chief Digital Officer oder die Geschäftsführung selbst.

b) Ziele und Strategien

Die im Jahr 2020 erworbene Tochtergesellschaft nexum Digital Agency Spain S.L.U. mit Sitz in Valencia wurde auf den Markteintritt in Spanien vorbereitet. Zukünftig soll insbesondere über Partner auch der spanische Markt adressiert werden. An der Gesellschaft hält die nexum AG über ihre in 2020 gegründete Tochtergesellschaft, die nexum Beteiligungs GmbH, Köln, einen Anteil in Höhe von 100%.

Die im Jahr 2020 gegründete nexum Managed Services GmbH mit Sitz in Paderborn konnte auch im abgelaufenen Geschäftsjahr erfolgreich Kundenprojekte akquirieren und umsetzen. Die Kunden erhalten durch die Nutzung des Serviceangebots die Möglichkeit, ihre auf Cloud-Lösungen basierenden Applikationen reibungslos in eine 24/7 oder 8/5 Betriebsunterstützung zu überführen und sich vollständig auf die Markterschließung zu konzentrieren.

Die Anteile an der nexum Managed Services GmbH, Paderborn, in Höhe von 65% werden ebenfalls von der nexum Beteiligungs GmbH gehalten.

In der Schweiz ist die nexum AG über die nexum Beteiligungs GmbH, Köln, an der nexum Agency Switzerland AG mit insgesamt 100 % beteiligt. Die Gesellschaft ist vertrieblich auf den Schweizer Markt ausgerichtet und kann ihren Kunden Leistungen aus dem gesamten nexum Portfolio anbieten.

Die nexum Beteiligungs GmbH mit Sitz in Köln, hält weiterhin einen Anteil in Höhe von 4,85% an der ebenfalls in Köln ansässigen sourc-e GmbH. Die Gesellschaft bietet eine cloudbasierte Online-Plattform zur Digitalisierung von Einkaufs-Prozessen im Bereich der Druck- und Packaging-Erzeugnisse an. Durch die Prozess-Automatisierung mithilfe von KI-Software können Unternehmen Einsparpotentiale im zweistelligen Prozentbereich realisieren. Mit individuellen Verpackungs- und Druckerzeugnissen können sie wesentlich schneller auf die Erfordernisse des Marktes reagieren.

Die nexum Beteiligungs GmbH ist auch weiterhin am Kölner Start-Up WaschMal mit einem Anteil in Höhe von 9,57% beteiligt. Der mobile Wäscheservice ist seit 2016 am Markt aktiv. Mit dem Investment sichert sich die nexum einen weiteren Zugang in das wachsende digitale Plattformgeschäft und hat hier die Möglichkeit, in einer stark fragmentierten und wenig digitalisierten Branche mit einer innovativen Lösung frühzeitig den Markt mitzuentwickeln.

An der emax Digital GmbH ist die nexum Beteiligungs GmbH über die Begebung einer Wandelanleihe beteiligt. Diese wurde im Jahr 2022 gezeichnet. Hintergrund dieser Investition ist die stark wachsende Marktnachfrage im Bereich der Amazon Plattform. Die emax bietet eigene Softwarelösungen zum Auf-, Ausbau sowie zur Strukturierung von Produktportfolios auf Amazon an. Sie bedient damit ein breites Kundenklientel speziell für Brands und Hersteller im Konsumgüterumfeld.

In den Gremien erfolgten im Jahr 2023 keine Wechsel.

II. Wirtschaftsbericht

a) Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das Bruttoinlandsprodukt im Gesamtjahr 2023 ist nach Berechnungen des BMWK (Bundesministerium für Wirtschaft und Klima) um 0,3 % zurückgegangen. Damit ist die deutsche Wirtschaft unter anderem aufgrund der geopolitischen Krisen, des Preisanstiegs, der schwachen weltwirtschaftlichen Entwicklungen und der nachlassenden Konsumneigung, geschrumpft. Dabei gab der private Konsum preisbereinigt um 0,8% nach. Auch für das erste Quartal des Jahres 2024 ist keine konjunkturelle Trendwende in Sicht. Zusätzliche internationale Konflikte, die zu erhöhten Transportkosten führen, in Verbindung mit weiter schwachen Frühindikatoren, lassen aktuell keine Prognose über eine Aufhellung zu.

Die Inflationsrate lag im Jahr 2023 bei rund 5,9 %. In Relation zum Rekordwert des Vorjahres in Höhe von 7,9% ist sie jedoch deutlich gesunken. Für das Jahr 2024 wird ein Wert von 2,8% prognostiziert. Damit könnte für die Verbraucher eine leichte, aber spürbare Entlastung erfolgen.

Der Arbeitsmarkt sollte sich weiterhin positiv entwickeln, trotz nachlassender Dynamik beim Beschäftigungsaufbau. Der nach wie vor konjunkturhemmende Fachkräftemangel sorgt in diesem Bereich für eine stabile Nachfrage der Unternehmen, wird jedoch einen leichten Anstieg der Arbeitslosigkeit nicht gänzlich verhindern können. Ein spürbarer Rückgang wird erst im Jahr 2025 in Kombination mit einer konjunkturellen Erholung erwartet.

Die Digitalbranche erwartet für 2024 nach einem schwachen Wachstum von 2,2% in 2023, wieder einen deutlich höheren Wert von 6,1%. Somit soll ein Gesamtvolumen von 151,2 Mrd. EUR in diesem Segment erzielt werden.

b) Geschäftsverlauf

Die nexum AG hat eine Gesamtleistung in Höhe von 22,6 Mio. EUR (Vorjahr: 27,0 Mio. EUR) und einen Jahresfehlbetrag in Höhe von rund 1,0 Mio. EUR (Vorjahresüberschuss: 0,1 Mio. EUR) erwirtschaftet. Die Gesamtleistung ist damit gegenüber dem Vorjahr deutlich gesunken. Der Ukrainekrieg, die Auseinandersetzungen im Gaza Streifen, die Inflation und die Preissteigerungen im Energiesektor wirkten sich negativ auf die Investitionsbereitschaft der nexum-Kunden, insbesondere in den Kernbranchen Handel und Konsumgüterindustrie aus. In der Folge wurden größere Projektaufträge, verzögert, auf Folgejahre verschoben oder gänzlich gestrichen.

c) Ertragslage

Das Betriebsergebnis lag am Jahresende bei rund -1,1 Mio. EUR (Vorjahr: 0,5 Mio. EUR).

Die spürbar gesunkene Gesamtleistung wurde durch eigene Mitarbeiter im In- und Ausland, die Beschäftigung von Subdienstleistern sowie zusätzlichen Umsätzen aus dem Social Media Umfeld erzielt. Die Wareneinsätze waren ebenfalls rückläufig und stellten sich auf einen Wert von 7,0 Mio. EUR (Vorjahr 8,9 Mio. EUR). Der Rückgang auch in diesem Bereich ist auf Kostensenkungsmaßnahmen, die Optimierung des Einkaufsprozesses sowie auf die gesunkenen Umsätze zurückzuführen.

Die Personalkosten sanken um 0,8 Mio. EUR auf 13,2 Mio. EUR (Vorjahr 14,0 Mio. EUR). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind gegenüber dem Vorjahr mit einem Wert von 3,3 Mio. EUR konstant geblieben.

Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl betrug während des Geschäftsjahres 185,75 Mitarbeiter und lag damit um rund 10,6 %unter dem Vorjahr (207,75 Mitarbeiter).

Die nexum Beteiligungs GmbH mit Sitz, Köln hat das Geschäftsjahr mit einem Jahresergebnis in Höhe von TEUR 5 (Vorjahr TEUR -42) abgeschlossen.

Die nexum Agency Switzerland AG, Biel, hat im Geschäftsjahr 2023 ein negatives Jahresergebnis von TCHF 210 (vorläufiges Ergebnis vor Prüfung) erzielt. Die Gesellschaft ist weiterhin bilanziell überschuldet. Für die Zukunft erwartet der Vorstand bei stabilen Umsätzen positive Betriebsergebnisse, da auch in dieser Gesellschaft Kostensenkungsmaßnahmen getroffen wurden.

Die nexum Digital Agency Spain S.L.U., Valencia, erzielte im Jahr 2023 ein negatives Betriebsergebnis in Höhe von TEUR -140. Die Gesellschaft agiert als interner Dienstleister für die Umsetzung von Kundenprojekten der nexum AG. Die Anzahl der Beschäftigten wurde stabil gehalten, die Investition in den Aufbau weiterer Mitarbeiter wird jeweils in Abhängigkeit von der Geschäftsentwicklung der nexum AG getroffen.

Die nexum Managed Services, Paderborn, erzielte im Jahr 2023 ein positives Betriebsergebnis in Höhe von TEUR 37.

Der Vorstand wird der Hauptversammlung vorschlagen, aufgrund des negativen Nachsteuerergebnisses keine Dividende auszuzahlen.

d) Finanzlage

Die Finanzierung war jederzeit trotz der rückläufigen Geschäftsentwicklung sichergestellt. Es bestehen Kreditrahmenverträge in Höhe von 1,1 Mio. EUR bei der Commerzbank AG sowie in Höhe von 1,0 Mio. EUR bei der HypoVereinsbank, die am 31. Dezember 2023 in Höhe von 1,1 Mio. EUR in Anspruch genommen waren.

Der laufende Investitionskredit über ursprünglich 1,5 Mio. EUR wurde planmäßig getilgt und valutiert zum Jahresende mit 1,05 Mio. EUR.

Trotz der nachlassenden Auftragslage war eine ausreichende Liquidität der Gesellschaft im gesamten Geschäftsjahr 2023 jederzeit gegeben.

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit betrug -0,6 Mio. EUR und lag damit unter dem Vorjahreswert in Höhe von 0,7 Mio. EUR. Der wesentliche Grund für diesen Rückgang liegt in den getätigten Auszahlungen in die operative Geschäftsentwicklung.

e) Vermögenslage

Die Bilanzsumme war im Vergleich zum Vorjahr insbesondere aufgrund des geringeren Umsatzvolumens mit einem Wert von 7,9 Mio. EUR, rückläufig (Vorjahr 9,0 Mio. EUR).

Auf der Aktivseite blieb das Anlagevermögen mit einer Größe von 3,5 Mio. EUR nahezu konstant (Vorjahr 3,4 Mio. EUR). Es wurden keine wesentlichen Investitionen in neue Beteiligungen getätigt. Die freien Kapazitäten wurden jedoch im Jahr 2023 genutzt, um ein erstes eigenes Software-Produkt ("Candidate Kit") zu erstellen. Dieses konnte bereits kurz nach Fertigstellung erstmals bei einem Kunden erfolgreich platziert werden. Es erfolgte eine Aktivierung unter den selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens.

Das Vorratsvermögen stieg aufgrund der Zunahme der unfertigen Leistungen zum Jahresende auf einen Wert von TEUR 152 (Vorjahr: TEUR 8).

Das Umlaufvermögen beläuft sich zum Jahresende auf einen Wert von rund 4,1 Mio. EUR nach 4,9 Mio. EUR im Jahr 2022. Die Forderungen sowie die sonstigen Vermögensgegenstände sanken von 4,4 Mio. EUR im Vorjahr um ca. 0,6 Mio. EUR auf eine Größe von 3,8 Mio. EUR. Die liquiden Mittel waren ebenfalls rückläufig und stellten sich auf einen Wert von 0,2 Mio. EUR (Vorjahr: 0,5 Mio. EUR). Die Rechnungsabgrenzungsposten beliefen sich auf einen Wert von 0,3 Mio. EUR (Vorjahr TEUR 0,6 Mio. EUR).

Auf der Passivseite sank die Eigenkapitalposition aufgrund des Jahresverlusts auf einen Wert in Höhe von 3,5 Mio. EUR (Vorjahr: 4,6 Mio. EUR). Die Eigenkapitalquote gab entsprechend von 51,0 % auf 44,7 % nach. Die Rückstellungspositionen lagen mit 0,3 Mio. EUR aufgrund geringerer Personalrückstellungen unterhalb des Vorjahreswerts (0,6 Mio. EUR).

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten beinhalten einen Investitionskredit in Höhe von 1,05 Mio. EUR (Vorjahr: 1,35 Mio. EUR) sowie die Kontokorrentinanspruchnahme in Höhe von 1,1 Mio. EUR (Vorjahr: 0,2 Mio. EUR).

Die erhaltenen Anzahlungen beliefen sich auf eine Größe von 0,6 Mio. EUR, nach 0,4 Mio. EUR im Vorjahr.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen halbierten sich im Gegenzug nahezu und stellten sich auf einen Wert von 0,6 Mio. EUR zu, nach 1,3 Mio. EUR im Vorjahr.

Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von 0,3 Mio. EUR (Vorjahr: 0,3 Mio. EUR) beinhalten hauptsächlich Verbindlichkeiten aus Lohn- und Kirchensteuer- sowie Umsatzsteuerverbindlichkeiten.

In Summe beliefen sich die Rückstellungen und Verbindlichkeiten auf 4,2 Mio. EUR (Vorjahr 4,3 Mio. EUR).

III. Prognose-, Chancen- und Risiken-Bericht

In den letzten Geschäftsjahren hat sich die nexum zu einem international agierenden Unternehmen weiterentwickelt und im Leistungsportfolio auf die dargestellten Segmente Consulting, Agency und Technology fokussiert.

Die Marktnachfrage im letzten Geschäftsjahr war bedingt durch die makroökonomischen Effekte schwierig. Der Ukrainekrieg in Verbindung mit den bekannten, weiteren exogenen Faktoren, führte zu einer deutlichen Investitionszurückhaltung der Marktteilnehmer. In Kombination mit der nach wie vor spürbaren Inflation und der rezessiven wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland, die sich vor allem durch einen starken Rückgang der Konsumneigung ausgedrückt hat, waren die Auftragseingänge insbesondere im E-Commerce Bereich deutlich rückläufig. Diese Entwicklung hielt bis Dezember an, so dass die Jahresziele auf der Umsatz- und der Ertragsseite nicht erreicht werden konnten. Durch ein rigides Kostenmanagement wurde dieser Entwicklung begegnet. Alle Kostenarten wurden einer Überprüfung unterzogen und das Niveau der Umsatzentwicklung angepasst.

Die Basis unserer Prognose für die nächsten Jahre liegt neben dem weiter fokussierten Leistungsportfolio insbesondere in der jahrelang gewachsenen Kundenbasis und den exzellenten Referenzen. Durch langjährige Erfahrung auch in komplexen Themen und umfangreichen Projekten sowie mit funktionierenden Prozessen und Abläufen in der Projektarbeit ist die nexum sehr gut aufgestellt, um auch eine wieder wachsende Kundennachfrage zu bedienen.

Insgesamt ergibt sich nach wie vor am Markt ein hoher Bedarf an Fachexperten im digitalen Umfeld, insbesondere an erfahrenen Beratern, Projektleitern und Entwicklern. Trotz der aktuell stark spürbaren Investitionszurückhaltung der Marktteilnehmer ist der Druck, die Digitalisierung zu forcieren aufgrund der internationalen Entwicklungen weiterhin hoch. Die internationale Ausrichtung des Unternehmens wurde ebenfalls weiterentwickelt. Ein Beleg hierfür ist der erste Kundengewinn auf dem spanischen Markt, der auch in den nächsten Jahren kontinuierlich ausgebaut werden soll.

Trotz der aktuell als schwach einzuschätzenden wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland, die auch für das Jahr 2024 eher eine Stagnation als ein Wachstum vorsieht, wird der Trend zur Digitalisierung anhalten. Die aufgeschobenen Investitionen werden im Zeitablauf nachgeholt werden müssen, fraglich ist jedoch, wann dies erfolgen wird. Verschiebungen im Projektbereich sind auch zu Beginn des Jahres 2024 spürbar, dem wird mit einer nach wie vor strikten Kostenkontrolle begegnet. Ein positiver Faktor in Richtung Digitalisierung ist weiterhin der Sachverhalt, dass immer mehr Online-Experten in den Führungsebenen der Kunden, insbesondere in den Fachbereichen Marketing und IT angekommen sind. Die nexum profitiert dabei von ihrem langjährigen Netzwerk in der Digitalbranche und der Tatsache, dass die Führungsebene der nexum zum großen Teil, seit mehr als 20 Jahren, in dieser tätig ist.

Die Risiken für die Geschäftsentwicklung bestehen mittlerweile insbesondere in der schwachen Konsumentwicklung in Deutschland, die vor allem den Ecommerce Markt belasten sowie den externen, makroökonomischen Faktoren. Zu diesen zählen der Ukraine Krieg, die destabilisierte Situation im Nahen Osten, die Energiekrise, die rückläufige Geschäftsentwicklung im Exportbereich sowie die überbordende Bürokratie. Die Sales Cyclen haben sich infolgedessen deutlich verlängert und die Investitionsneigung ist stark gesunken.

Insgesamt ist die IT-Branche wie in den Vorjahren durch einen steigenden Wettbewerbsdruck und Konsolidierungstendenzen geprägt. Diese resultieren aus verschiedenen Entwicklungen:

Wettbewerber wachsen durch Firmenübernahmen und erlangen enorme Größe/ Sichtbarkeit,

Netzwerke/Werbeagenturen und IT-Beratungsunternehmen kaufen Online-Kommunikations-, Interaktions- und/oder Transaktionskompetenz hinzu,

ausländische Player treten durch Übernahmen in den deutschen Markt,

neue Wettbewerber aus verschiedenen Segmenten entstehen, u.a. aus Unternehmensberatungen, IT-Consultants, PR-Agenturen oder Content-Agenturen.

Nach dem schwachen Ergebnis in 2023 wird der Fokus im Jahr 2024 auf der Stabilisierung der Umsatzseite bei gleichzeitig weiterhin hoher Kostendisziplin liegen. Entsprechend sollte aus diesen Maßnahmenbündeln die Rückkehr in die Gewinnzone resultieren. Damit sollte eine weitere Stärkung der Eigenkapitalposition durch eine überwiegende Einstellung der zu erzielenden Jahresüberschüsse in die Gewinnrücklagen erfolgen. Nachdem die Eigenkapitalposition in den vergangenen 12 Jahren deutlich ausgebaut werden konnte, war diese Position in 2023 aufgrund des Jahresverlusts rückläufig. Sie liegt mit einem Wert von ca. 44,7 % jedoch über dem Marktdurchschnitt und verdeutlicht auch den Kunden die Solidität der Geschäftspolitik. Insbesondere in dem aktuell schwierigen Markt-Zyklus bildet eine solch hohe Kennzahl eine gute Basis, um auch die Entwicklung der Gesellschaft weiterhin selbst zu gestalten und aktiv an der Marktkonsolidierung teilzunehmen, falls sich entsprechende Chancen ergeben sollten. Der Bestand an liquiden Mitteln sollte sich unter anderem aufgrund von steuerlichen Effekten, die das Jahr 2023 belasteten, sowie durch die Rückkehr in die Gewinnzone deutlich erhöhen.

Die nexum sieht sich durch ihre Strategie, ihre gute Marktposition und ihre "digitale DNA" gut für die Herausforderungen der kommenden Jahre aufgestellt.

Die geschilderten Chancen und Risiken haben Einfluss in die Business-Planung für das Geschäftsjahr 2024 gefunden, die vom Aufsichtsrat der nexum AG im Dezember 2023 genehmigt wurde.

Die immer noch vorherrschende Kriegssituation in der Ukraine in Verbindung mit den anderen genannten exogenen Faktoren, werden auch das Jahr 2024 belasten. Für dieses Jahr erwartet die Bundesregierung ein "Wachstum" von 0,3%. Dies verdeutlicht die schwierige Lage, in der sich die deutsche Wirtschaft befindet. Eine Aufhellung ist derzeit nicht in Sicht, so dass auch die Planungen der nexum AG von einem geringfügigen Umsatzwachstum ausgeht. Durch strikte Kostendisziplin, die sich insbesondere ab dem ersten Quartal 2024 auswirken wird, sollte die Rückkehr aller Gesellschaften in die schwarzen Zahlen sichergestellt werden.

Insofern plant die nexum für das Geschäftsjahr 2024 mit einem Umsatz auf Vorjahreshöhe. Mit diesem vorsichtigen Ansatz und einem weiterhin flexiblen Kostenmodell ist die Gesellschaft jederzeit in der Lage, auf Marktentwicklungen zu reagieren. Durch die in den letzten Jahren getätigten Investitionen in Spanien und Ghana besteht die Möglichkeit "mixed Teams" zu sehr attraktiven Konditionen am Markt anzubieten und somit auch bei schwacher Marktnachfrage gegenüber der Konkurrenz offensiv aufzutreten. Auf der Ergebnisseite wird mit einer EBIT-Marge von rund 2% und somit einer Rückkehr in die schwarzen Zahlen, gerechnet.

Eine verlässliche Einschätzung hinsichtlich der Erreichung der in der Business-Planung gesetzten Ziele ist aufgrund der genannten Risikofaktoren aktuell nur eingeschränkt möglich.

IV. Sonstige Angaben

a) Eigene Aktien

Die Gesellschaft hält zum 31.12.2023 insgesamt 3.200 eigene Aktien, entsprechend TEUR 3,2 des Grundkapitals und somit 3,2 % des gezeichneten Kapitals im Bestand. Wir verweisen auf die Angaben im Anhang der Gesellschaft.

b) Internes Kontrollsystem- und Risikomanagementsystem

Die nexum AG verfügt über ein etabliertes Risikomanagementsystem. Eine hohe Prävention vor wirtschaftlichen und anderen Schäden ist gewährleistet. Im Rahmen der Geschäftsplanung wird eine Mittelfristplanung erstellt, in der alle relevanten Aspekte und Risiken der Geschäftsentwicklung abgebildet werden.

Diese wird durch eine detaillierte Personal-, Kosten-, Kunden-, sowie eine Vertriebs- und Absatzplanung mit jährlichem Planungshorizont ergänzt. Darüber hinaus führte die Einführung von Salesforce zu einer erhöhten Transparenz über die Kundenkontakte und Vertriebssteuerung. Dies ist v.a. vor dem Hintergrund der Geschäftstätigkeit an verschiedenen Standorten und Ländern eine Notwendigkeit, der Rechnung getragen wurde.

Alle Planungen werden regelmäßig periodisch fortgeschrieben. Auf der operativen Steuerungsebene stehen jeweils spezielle Auswertungen in unterschiedlicher Tiefe zur Verfügung. Sie werden periodisch erzeugt und ausgewertet. Bedarfsgerechte Ad hoc Reports ergänzen die Berichterstattung. Alle Instrumente zusammen ermöglichen eine umfassende Unternehmensplanung und -steuerung sowie ein effektives und zeitnahes Risikomanagement.

Einen erheblichen Teil ihres Umsatzes erzielt die nexum AG durch Dienstleistungen und Projekte, welche nach Zeitaufwand abgerechnet werden, einen geringeren Teil durch Festpreisprojekte. Mittels der Werkzeuge Projektzeiterfassung, Project Progress Report und Deckungsbeitragsrechnung, werden die sich ergebenden wirtschaftlichen Risiken überwacht.

Die bereits seit langem etablierten Verfahren und Methoden genügen den Anforderungen an ein Frühwarnsystem.

Die nexum AG ist für das Jahr 2024 mit ihrer strategischen Ausrichtung sehr gut gegenüber den Wettbewerbern aufgestellt.

Der Vorstand ist mit dem Ergebnis des Jahres 2023 nicht zufrieden. Er hat für das Jahr 2024 diverse Maßnahmen auf der Kosten- und der Umsatzseite ergriffen, um die Rückkehr in die Gewinnzone zu ermöglichen und ist zuversichtlich dieses Ziel, trotz der bestehenden Unsicherheiten, zu erreichen.

 

Köln, 28. März 2024

nexum AG

Dr. Michael Klinkers, Vorstand

Georg Kühl, Vorstand

Dirk Steinmetz, Vorstand

Bericht des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2023

Im Verlauf des Geschäftsjahres 2023 bestand der Aufsichtsrat der nexum AG aus den Herren:

Hans-Werner Scherer (als Vorsitzender),

Thomas Fell (als stellvertretender Vorsitzender) und

Martin Hecker.

Der Aufsichtsrat hat sich regelmäßig und eingehend schriftlich und mündlich über die Geschäftsentwicklung der nexum AG, die strategische Ausrichtung der weiteren Geschäftspolitik sowie über die Einhaltung und weitere Optimierung des bei der Gesellschaft eingerichteten Risikomanagement- und Überwachungssystems gemäß § 91 Abs. 2 AktG berichten lassen.

In zwei Aufsichtsratssitzungen und diversen Besprechungen und Telefonkonferenzen wurden gemeinsam mit dem Vorstand insbesondere die laufenden Geschäfte, die strategischen Konzepte zur weiteren Markterschließung, zur Absatz- und Vertriebsorganisation und zum Angebotsportfolio, die kurz- und mittelfristigen Unternehmensplanungen, die Investitionsplanungen, die Entwicklung von Erträgen und Liquidität sowie wesentliche organisatorische, strukturelle und personelle Veränderungen und Planabweichungen erörtert. Dabei hat sich der Aufsichtsrat über die Lage der Gesellschaft, die wirtschaftliche Situation und die Führung der Bücher sowie über wesentliche Vorgänge mit bilanzieller Wirkung berichten lassen und hierzu beraten. Insbesondere hat sich der gesamte Aufsichtsrat mit der wirtschaftlichen Entwicklung der Gesellschaft befasst und sich die Verfahren und Instrumente zur Absatz-, Projekt- und Ergebnissteuerung erläutern lassen. Die Beratungen des Aufsichtsrats konzentrierte sich im Geschäftsjahr 2023 weiterhin auf die unverändert schwierige Marktsituation und eine strategisch sinnvolle Reaktion hierauf.

Sämtliche Maßnahmen, die dem Aufsichtsrat vom Vorstand zur Zustimmung vorgelegt wurden, hat dieser gebilligt.

Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2022, unter Einbeziehung der Berichte des Abschlussprüfers Dr. Goddemeier, Köln, in seiner Sitzung am 09. Mai 2023 gebilligt. Der Wirtschaftsprüfer Dr. Goddemeier hat den Abschluss 2022 uneingeschränkt testiert.

Den Jahresabschluss und der Lagebericht für das Jahr 2023 hat der am 20. Juni 2023 von der ordentlichen Hauptversammlung wieder gewählte Abschlussprüfer Dr. Goddemeier geprüft und am 28. März 2024 mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

Der Jahresabschluss der nexum AG, der Geschäftsbericht, der Lagebericht und die Berichte des Abschlussprüfers über die Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr 2023 sind allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig vor der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats zugeleitet worden. Gemeinsam mit dem Vorstand und dem Abschlussprüfer haben die Mitglieder des Aufsichtsrats in der Bilanzsitzung vom 14. Mai 2024 alle im Zusammenhang mit den vorgenannten Unterlagen für das Geschäftsjahr 2023 auftretenden Fragen eingehend erörtert.

Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 geprüft und dem Ergebnis der Prüfung des Jahresabschlusses durch den Abschlussprüfer zugestimmt.

Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung erhebt der Aufsichtsrat keine Einwendungen und billigt den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt.

 

Köln, den 22. Mai 2024

Der Aufsichtsrat

Hans-Werner Scherer, Vorsitzender des Aufsichtsrats

Thomas Fell, stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats

Martin Hecker

"Vorstand und Aufsichtsrat schlugen vor, keine Dividende auszuzahlen und den Jahresfehlbetrag in Höhe von 961.185,97 EUR auf neue Rechnung vorzutragen und mit dem bestehenden Gewinnvortrag zu verrechnen. Die Hauptversammlung vom 17.06.2024 hat den Bilanzgewinn 2023 entsprechend dem vorstehenden Gewinnverwendungsvorschlag verwendet."

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 117.884,00 0,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.735,00 9.415,00
3. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 122.619,00 0,00 9.415,00
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 23.127,00 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 214.535,00 326.334,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts- ausstattung 384.135,00 621.797,00 451.901,00 778.235,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2.701.962,73 2.636.862,73
2. Genossenschaftsanteile 5.000,00 2.706.962,73 0,00 2.636.862,73
3.451.378,73 3.424.512,73
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Unfertige Leistungen 152.058,50 7.742,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.439.060,29 3.171.015,88
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 482.932,84 489.686,97
3. Sonstige Vermögensgegenstände 866.733,30 3.788.726,43 748.045,98 4.408.748,83
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 198.845,10 517.053,35
4.139.630,03 4.933.544,18
C. Rechnungsabgrenzungsposten
326.316,41 597.863,49
7.917.325,17 8.955.920,40

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Ausgegebenes Kapital
Gezeichnetes Kapital 100.000,00 100.000,00
./. Nennbetrag eigener Anteile -3.200,00 96.800,00 -3.000,00 97.000,00
II. Kapitalrücklage 39.000,00 39.500,00
III. Gewinnrücklagen
1. Gesetzliche Rücklage 10.000,00 10.000,00
2. Andere Gewinnrücklagen 4.356.094,39 4.318.235,27
IV. Bilanzverlust/-gewinn -961.185,97 103.059,12
3.540.708,42 4.567.794,39
B. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 448.338,40 474.252,53
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.177.966,24 1.567.558,27
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 629.602,97 358.376,06
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 614.011,04 1.303.509,42
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 91.661,49 272.837,47
5. Sonstige Verbindlichkeiten 348.659,53 348.940,28
--davon aus Steuern EUR 238.488,03 (i. Vj. EUR 346.519,64)--
3.861.901,27 3.851.221,50
D. Rechnungsabgrenzungsposten
66.377,08 62.651,98
7.917.325,17 8.955.920,40

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 22.322.254,08 27.625.503,10
2. Erhöhung des Bestands an unfertigen Leistungen 144.316,50 -622.118,20
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 121.253,18 0,00
4. Sonstige betriebliche Erträge 217.565,59 163.419,76
--davon aus der Währungsumrechnung EUR 19.610,05 (i. Vj. EUR 32.360,31)--
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 1.012.517,13 1.576.527,73
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 5.963.139,59 6.975.656,72 7.302.589,31 8.879.117,04
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 11.087.347,94 11.850.972,99
b) Soziale Abgaben 2.134.966,23 13.222.314,17 2.152.095,69 14.003.068,68
--davon für Altersversorgung EUR 23.257,86 (i. Vj. EUR 19.545,21)--
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 325.033,50 542.141,75
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 3.291.187,46 3.256.660,02
--davon aus der Währungsumrechnung EUR 16.913,52 (i. Vj. EUR 22.977,29)--
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 8.914,08 8.914,08
--davon aus verbundenen Unternehmen EUR 8.914,08 (i. Vj. EUR 8.914,08)--
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 52.868,20 -43.954,12 14.067,66 -5.153,58
11. Steuerertrag/-aufwand vom Einkommen und vom Ertrag -94.229,14 373.745,22
12. Ergebnis nach Steuern -958.527,48 106.918,37
13. Sonstige Steuern 2.658,49 3.859,25
14. Jahresfehlbetrag/-überschuss -961.185,97 103.059,12
15. Gewinnvortrag 103.059,12 385.973,22
16. Dividendenauszahlungen an Gesellschafter 47.400,00 98.500,00
17. Einstellungen in Gewinnrücklagen 55.659,12 287.473,22
18. Bilanzverlust/-gewinn -961.185,97 103.059,12

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die nexum AG, Köln

PRÜFUNGSURTEILE

Ich habe den Jahresabschluss der nexum AG, Köln, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie den Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der nexum AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Absatz 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.

Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER UND DES AUFSICHTSRATS FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteile ich Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle."

 

Köln, den 28. März 2024

Dr. Goddemeier, Wirtschaftsprüfer

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