Schréder GmbH
Mittlerer Pfad 28, 70499 Stuttgart, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Hannes Tauterer seit 16.1.2025 | Geschäftsführer |
Constanze Victoria Louise von Mühlenfels seit 29.12.2023 | Geschäftsführer |
Markus Werner Jörg Haelke seit 16.8.2011 | Prokura |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Schréder S.A. | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Schréder GmbH (vormals: Schréder Invest GmbH)StuttgartJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Schreder GmbH (vormals: Schreder Invest GmbH), Stuttgart Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Schréder GmbH (vormals: Schréder Invest GmbH) - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Dar- über hinaus haben wir den Lagebericht der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, 18. Oktober 2024 Forvis
Mazars GmbH & Co. KG
Lisa-Katrin Lohrmann, Wirtschaftsprüferin Axel Holtz, Wirtschaftsprüfer Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023A. Allgemeine Angaben Die Schreder GmbH (vormals Schreder Invest GmbH) hat ihren Sitz in Stuttgart und ist beim Amtsgericht Stuttgart unter HRB 738439 eingetragen. Die Schréder GmbH ist durch Verschmelzung ihrer ehemaligen Tochtergesellschaften Schréder GmbH, Stuttgart, und Owlet GmbH, Wiesbaden, auf deren ehemalige Muttergesellschaft, die Schréder Invest GmbH, Stuttgart, zum 1. Oktober 2023 und darauffolgender Umfirmierung in Schréder GmbH aus der Schréder Invest GmbH hervorgegangen. Die ehemalige Schréder Invest GmbH verfügte über kein nennenswertes operatives Geschäft. Die Gesellschaft erfüllt durch die Verschmelzung (vgl. B.) erstmals die Voraussetzungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften gemäß § 267 Abs. 2 i.V.m § 267 Abs. 4 Satz 2 HGB. Die Bilanzierung und Bewertung folgen den Regelungen des HGB und GmbHG. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt. Die Gesellschaft ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 in Höhe von € 411.408,91 (Vorjahr: € 9.342.702,93) bilanziell überschuldet. Zur Abwendung einer insolvenzrechtlichen Überschuldung hat die Muttergesellschaft Schreder S.A., Brüssel, Belgien, am 29. September 2023 sowohl eine auf € 5,0 Mio. begrenzte und bis zum 31. Oktober 2025 befristete Patronatserklärung abgegeben als auch eine Rangrücktrittserklärung zu den ihr gegenüber bestehenden Verbindlichkeiten erteilt. Außerdem hat die Schreder S.A. am 20. November 2023 eine Zuzahlung in das Eigenkapital in Höhe von € 11,0 Mio. beschlossen, die am 21. November 2023 auf das Geschäftskonto der Gesellschaft eingezahlt wurde. Die Unternehmensplanung für das Geschäftsjahr 2024 lässt einen positiven Jahresüberschuss von ca. € 0,5 Mio. erwarten. Auf diese Faktoren stützt die Geschäftsleitung ihre positive Fortbestehensprognose und hat darauf hin den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 unter Berücksichtigung des Grundsatzes der Unternehmensfortführung aufgestellt. B. Verschmelzung und Vergleichbarkeit Mit Vertrag vom 5. Dezember 2023 wurden die Schreder GmbH, Stuttgart, und Owlet GmbH, Wiesbaden (untergehende Gesellschaften), mit Wirkung zum 1. Oktober 2023 auf die Schreder Invest GmbH im Wege der Verschmelzung durch Aufnahme zu Buchwerten ohne Gegenleistung verschmolzen. Durch diesen Vorgang wurden Anlagevermögen, Umlaufvermögen, Rückstellungen, Verbindlichkeiten und Rechnungsabgrenzungsposten jeweils zu Buchwerten auf die Gesellschaft übertragen. Insofern sind die Zahlen des Vorjahresabschlusses zum 31. Dezember 2022 nicht mit denen des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023 vergleichbar. Daher ist nachfolgend die Bilanz zum 31. Dezember 2022 zusätzlich summarisch so dargestellt, wie sie sich unmittelbar nach der Verschmelzung ein Jahr vorher ergeben hätte ("Pro Forma"):
Die nachfolgende Pro-Forma-Gewinn- und Verlustrechnung stellt die Aufwendungen und Erträge dar, wie sie sich im Geschäftsjahr 2022 ergeben hätten, wenn die Verschmelzung bereits zum 1. Oktober 2022 wirksam geworden wäre. Pro-Forma-Gewinn- und Verlustrechnung des Geschäftsjahres 2022 nach Verschmelzung zu Vergleichszwecken:
C. Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Das Anlagevermögen wird zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, ausgewiesen. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen linear entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer ab dem Monat des Zuganges. Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu durchschnittlichen Anschaffungskosten bzw. niedrigeren Marktpreisen am Abschlussstichtag. Für eingeschränkte Verwertbarkeit und überdurchschnittlichen Lagerbestand werden entsprechende Abschläge vorgenommen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bzw. Nennwerten angesetzt. Bei erkennbaren einzelnen Ausfallrisiken werden Einzelwertberichtigungen bzw. Abwertungen vorgenommen. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird dem allgemeinen Kreditrisiko zudem durch eine Kreditversicherung und durch eine Pauschalwertberichtigung von 0,5 % Rechnung getragen. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind zu Anschaffungskosten bewertet. Passivierungspflichtige Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung bemessenen notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst. Pensionsrückstellungen werden mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst. Sämtliche Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag bewertet. Latente Steuern Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen sowie auf steuerliche Verlustvorträge ermittelt. Aktive und passive latente Steuern werden in der Bilanz saldiert. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung wird in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt. Ein Überhang an aktiven latenten Steuern wird in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht aktiviert. Zum 31. Dezember 2023 ergab sich ein Überhang aktiver latenter Steuern, die daher nicht angesetzt wurden. Währungsumrechnung Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden mit dem jeweiligen Tageskurs in Euro umgerechnet. Verluste aus Kursänderungen bis zum Abschlussstichtag werden stets, Gewinne aus Kursänderungen nur bei Restlaufzeiten von einem Jahr oder weniger berücksichtigt. D. Erläuterungen zur Bilanz Die Entwicklung des Anlagevermögens sowie die Abschreibungen des Geschäftsjahres ergeben sich aus dem dem Anhang separat beiliegenden Anlagenspiegel. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten in Höhe von € 103.572,69 (Vorjahr: € 0,00) Forderungen gegen Gesellschafter, diese resultieren aus dem Verrechnungsverkehr und haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Die übrigen Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren aus Lieferungen und Leistungen. Von den Sonstigen Vermögensgegenständen haben T€ 57 (Vorjahr: T€ 0) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Die übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Der Gesellschafter Schréder S.A., Brüssel, Belgien, hat im November 2023 eine Zuzahlung in das Eigenkapital in Höhe von € 11,0 Mio. geleistet, die in die Kapitalrücklage eingestellt wurde. Auch nach dieser Zuzahlung besteht zum 31. Dezember 2023 ein Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag in Höhe von € 411.408,91, der am Schluss der Bilanz auf der Aktivseite gesondert ausgewiesen wird. Die Pensionsrückstellungen sind auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen nach der Methode laufender Einmalprämien (PUC-Methode) unter Anwendung eines Rechnungszinsfußes von 1,83 % und einer erwarteten Rentendynamik von 2,0 % unter Zugrundelegung der Richttafeln 2018 G von Dr. Heubeck berechnet. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und demjenigen aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt T€ 1. In dieser Höhe besteht eine Ausschüttungssperre. Die Sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Gewährleistungen, für Boni und Leistungsprämien, für Jahresrückvergütungen an Kunden, für Vertriebsprovisionen sowie für sonstige Personalkosten und für Jahresabschlusskosten. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter in Höhe von € 10.783.952,04 (Vorjahr. € 10.417.738,45). Sie resultieren aus Gesellschafterdarlehen in Höhe von € 9.633.276,41 (Vorjahr: € 10.417.738,45) sowie aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von € 1.150.675,63 (Vorjahr: € 0,00). Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter sind mit einem Rangrücktritt versehen. Die übrigen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren in voller Höhe aus Lieferungen und Leistungen. Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Eigene Besicherungen bestanden nicht. E. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse wurden vollumfänglich im Inland erzielt. Der in den Sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthaltene Verschmelzungsverlust in Höhe von T€ 2.799 resultiert aus der Verrechnung des Buchwertes der Beteiligung an der ehemaligen Schréder GmbH mit dem Buchwert des Eigenkapitals der ehemaligen Schréder GmbH zum 1. Oktober 2023. Er stellt gleichzeitig einen Aufwand von außergewöhnlicher Größenordnung und von außerordentlicher Bedeutung dar. Aus der Verschmelzung der Owlet GmbH resultierte keine Ergebnisauswirkung. In den Zinsaufwendungen sind solche an verbundene Unternehmen in Höhe von € 365.537,96 (Vorjahr: € 180.716,59) sowie Zinsaufwendungen aus Aufzinsung in Höhe von € 608,00 (Vorjahr: € 0,00) enthalten. F. Sonstige Angaben Haftungsverpflichtungen und sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen mit Laufzeiten bis 2027 in Höhe von T€ 1.553, von denen T€ 607 innerhalb eines Jahres fällig werden. Die Gesellschafterin Schréder S.A., Brüssel, Belgien, hatte im Geschäftsjahr 2018 auf eine Forderung in Höhe von T€ 1.008 verzichtet. Aufgrund der gleichzeitig erteilten Besserungsabrede lebt diese Verbindlichkeit gegenüber der Gesellschafterin wieder auf, sofern und soweit das handelsrechtliche Eigenkapital das gezeichnete Kapital übersteigt und ein handelsrechtlicher Jahresüberschuss erwirtschaftet wird. Wesentliche Haftungsverhältnisse liegen nicht vor. Geschäftsführung Als Geschäftsführer sind/waren bestellt: Herr Doga Cagdas, Oversije, Belgien, bis 26.09.2023 Frau Constanze von Mühlenfels, angestellte Geschäftsführerin, Barum, seit 26.09.2023, Herr Marcus Blumberg, angestellter Geschäftsführer, Halver, vom 05.12.2023 bis 31.08.2024 Die Gesellschaft verzichtet auf die Nennung der dem Geschäftsführungsorgan gewährten Bezüge unter Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB. Für frühere Mitglieder der Geschäftsführung bzw. deren Hinterbliebenen bestehen Pensionsrückstellungen in Höhe von T€ 139. Das Ruhegehalt ausgeschiedener Geschäftsführer bzw. deren Hinterbliebenen betrug im Geschäftsjahr T€ 14. Mitarbeiterzahl In 2023 waren im Durchschnitt 44 Angestellte (Vorjahr: 0) beschäftigt. Zum Geschäftsjahresende waren 47 Angestellte beschäftigt. Abschlussprüferhonorar Das berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2023 beträgt T€ 30 und entfällt ausschließlich auf Abschlussprüfungsleistungen. Muttergesellschaft Alleinige Gesellschafterin ist die Schreder SA, Brüssel, Belgien. Diese erstellt den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen; er ist am Sitz der Muttergesellschaft erhältlich. Die Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen sind zu marktüblichen Bedingungen erfolgt. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Mit Gesellschafterbeschluss vom 23. August 2024 wurde Herr Marcus Blumberg als Geschäftsführer abberufen. Weitere berichtspflichtige Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, ergaben sich nicht. G. Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag 2023 auf neue Rechnung vorzutragen.
Stuttgart, 7. Oktober 2024 Constanze von Mühlenfels, Geschäftsführerin Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023A. Überblick 1. Geschäftsmodell Die Schreder GmbH zählt seit mehreren Jahrzehnten zu den führenden Unternehmen der deutschen Leuchtenbranche. Hervorgegangen aus einem mittelständischen Unternehmen ist die Schreder GmbH seit 2001 Mitglied der weltweit tätigen Schreder Gruppe mit Sitz in Brüssel, Belgien. Die operative Geschäftstätigkeit wurde bis zu den Verschmelzungen zum 1. Oktober 2023 durch die zwei Tochtergesellschaften Schréder GmbH, Stuttgart, und Owlet GmbH, Wiesbaden, vorgenommen. Mit Verschmelzungsvertrag vom 5. Dezember 2023 und rückwirkender Wirkung zum 1. Oktober 2023 wurden die Tochtergesellschaften Schréder GmbH und Owlet GmbH auf die Schréder Invest GmbH verschmolzen. Die Schréder Invest GmbH übte bis dahin die Holdingfunktion für die beiden deutschen Beteiligungsgesellschaften der Konzernmutter Schréder SA, Belgien, aus. Im Anschluss daran wurde die Firma der Schréder Invest GmbH in Schréder GmbH geändert. Die Geschäftsfelder umfassen zum einen den Vertrieb von Straßen- und Stadtbeleuchtung, Industrie- und Tunnelbeleuchtung sowie Fassadenbeleuchtung. Besonders innerhalb der Straßen- und Stadtbeleuchtung kann das Unternehmen mit innovativen Produktlösungen zur urbanen Lichtgestaltung und Lösungen für Smart City Konzepte überzeugen. Zum anderen ist die Gesellschaft im Bereich Entwicklung von Soft- und Hardware zur Überwachung, Steuerung, Messung und zum Management von Straßenbeleuchtungssystemen tätig (ehemals Geschäftsfeld "Owlet"). Diese Tätigkeit wird nahezu ausnahmslos konzernintern erbracht und im Rahmen eines Cost-Plus Vertrages mit der Konzernmuttergesellschaft Schréder S.A. abgerechnet. 2. Gesamtwirtschaftliche Lage Die deutsche Wirtschaft war im gesamten Jahresverlauf 2023 von einer wirtschaftlichen Stagnation bei gleichzeitig hohen, wenn auch rückläufigen Inflationsraten geprägt. Ursächlich für diese schwächer als zu Jahresbeginn allgemein erwartete Entwicklung waren vor allem die Nachwirkungen der massiven Kaufkraftverluste im Zuge der Energiepreiskrise, die den privaten Konsum geschwächt haben. Hinzu kommt die deutlich geringere Wachstumsdynamik der Weltwirtschaft sowie die dämpfenden Effekte der geopolitischen Spannungen und Krisen. Die deutsche kommunale Außenbeleuchtungsbranche hingegen konnte der wirtschaftlichen Stagnation erfreulicherweise trotzen, da die im September 2022 verabschiedete Energieeinsparverordnung Städte, Gemeinden und Kommunen dazu angehalten hat auch im öffentlichen Sektor Energie einzusparen. Die Straßenbeleuchtung birgt hierbei ein nicht zu verachtendes Einsparpotential. Durch die Umrüstung der Straßenbeleuchtung von konventioneller Technik auf LED Technik kann der Energieverbrauch einer Straßenleuchte um bis zu 80% gesenkt werden. Durch die Energieeinsparverordnung der Bundesregierung hat die Umrüstung der Straßenbeleuchtung an Dynamik gewonnen. Diese Dynamik spiegelte sich positiv im Auftragseingang 2023 wider. Das Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 15. November 2023, das die Überführung von Pandemiemitteln in den Klima- und Transformationsfonds (KTF) für nichtig erklärte, hatte gravierende Auswirkungen auf den Bundeshaushalt. 60 Milliarden Euro wurden aus dem KTF gekürzt, und auch andere schuldenfinanzierte Sondervermögen, wie der Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF), stehen unter Unsicherheit. Eine Bundeshaushaltsperre ab 2024 stoppte viele Vergabeverfahren und beeinträchtigte laufende Verträge. Öffentliche Auftraggeber stehen vor der Wahl, Vergabeverfahren durch Fristverlängerungen zu erhalten oder aufzuheben. Wir erwarten, dass wir die Auswirkungen der temporären Haushaltssperre aus dem vierten Quartal 2023 noch im Auftragseingang bis in die zweite Jahreshälfte 2024 spüren werden. Durch die damit außerdem verbundene um rund drei Monate verzögerte Verabschiedung des Bundeshaushalts hat sich die Verabschiedung der kommunalen Haushalte ebenfalls bis ins späte erste Quartal 2024 verschoben. Neue kommunale Projektanträge verzögern sich entsprechend. 3. Entwicklung des Leuchtenmarkts Der deutsche Leuchtenmarkt ist geprägt durch die Themen Energieeffizienz und Nachhaltigkeit. Das Thema Energieeffizienz erfährt im Zusammenhang mit der geforderten Reduzierung von CO 2 -Emissionen und steigenden Energiekosten weiterhin eine wachsende Aufmerksamkeit. Damit ist es nach wie vor ein zentraler Wachstumstreiber für die Schréder Beleuchtungslösungen. Seit der Verabschiedung der EU-Ökodesign-Verordnung 2009 erfolgten starke Veränderungen im Marktgeschehen, insbesondere durch die kontinuierliche Weiterentwicklung des Angebots an LED-Leuchten und LED-Modulen. Der Einsatz von LED-Straßenleuchten senkt die Energiebilanz einer Stadt und trägt zum Erreichen der Klimaziele bei. Das ab 2015 wirksam gewordene Verbot der Quecksilberdampflampen stellt die Kommunen vor große Herausforderungen, da in einigen Kommunen über 50 % des Bestandes betroffen sind. Der Technologiewandel von der konventionellen Leuchte hin zur LED-Beleuchtungslösung geht kontinuierlich voran. Es besteht gemäß zahlreichen Studien ein hohes Energieeinsparpotenzial, insbesondere in der Produktgruppe Stadt- und Straßenbeleuchtung. Außerdem kann mit dem Einbau von zweckmäßig gestalteten Leuchten gleichzeitig die weit fortgeschrittene "Lichtverschmutzung" eingedämmt werden und das damit verbundene Insektensterben reduziert werden. Das aktuelle Bundesnaturschutzgesetz trägt den vorgenannten Punkten explizit Rechnung. Der Umsatz im deutschen Außenbeleuchtungsmarkt ist gemäß Angaben des ZVEI (Februar 2024) in 2023 um 1,0 % gegenüber dem Vorjahr 2022 gestiegen. Auch der Auftragseingang konnte in 2023 in der Branche um 3,6 % gegenüber dem Vorjahr zulegen. 4. Umsatz- und Ertragslage Unser Unternehmen ist mit dem Vertrieb von hochwertigen branchenspezifischen Beleuchtungslösungen mit einem Marktanteil von rund 20 % im deutschen Markt vertreten. Die Umsatz- und Ertragslage ist aufgrund der Verschmelzungen mit dem Vorjahr nicht vergleichbar. Die Umsatzerlöse ergeben sich aus dem letzten Vierteljahr 2023 der beiden verschmolzenen Gesellschaften. Die Umsatzerlöse von 5,9 Mio. € wurden vollumfänglich im Bereich Vertrieb Beleuchtung erzielt. Die nachfolgenden Kommentierungen der Ertragslage für das Gesamtunternehmen stellt den Ergebnisgrößen 2023 die jeweiligen Vorjahresbeträge aus der Pro Forma GuV 2022 (PFGuV 2022) gegenüber. Aufgrund der Verschmelzungen stellt die Pro Forma GuV 2022 eine zutreffendere Vergleichsbasis dar, da sie die GuV 2022 so darstellt, als ob die Verschmelzungen bereits ein Jahr zuvor zum 1. Oktober 2022 stattgefunden hätten. Die Pro Forma Bilanz 2022 und die Pro Forma GuV 2022 sind im Anhang in Abschnitt "B. Verschmelzung und Vergleichbarkeit" wiedergegeben. Die Materialeinsatzquote beträgt 58,5% und hat sich damit um 8,1% gegenüber dem Vorjahr (PFGuV 2022 66,6%) verringert. Die wesentlichen Gründe sind die Verknappung der Ressourcen und eine deutliche Erhöhung der Transportkosten aufgrund der anhaltenden Lieferengpässe in 2022, die sich in 2023 wieder normalisiert haben. Die Personalkostenquote ist von 13,8% (PFGuV 2022 13,8%) auf 19,0% in 2023 angestiegen, insbesondere aufgrund des Anstiegs der durchschnittlichen Mitarbeiteranzahl von 41 in 2022 auf 44 in 2023. Das Jahresergebnis enthält Erträge aus den Gewinnabführungsverträgen vor Verschmelzung der Tochtergesellschaften vom 01.01.2023 bis zum 30.09.2023 in Höhe von T€ 1.099 und einen Verschmelzungsverlust von T€ 2.799. Die Umsätze sind gegenüber der Vorjahres-Vergleichsbasis (PFGuV 2022) von € 8,8 Mio. um € 2,9 Mio. (-33,0%) auf € 5,9 Mio. zurückgegangen. Die wesentlichen Gründe liegen in dem umsatzschwächeren vierten Quartal 2023. Im Gesamtjahresvergleich stiegen die Umsätze von € 24,4 Mio. in 2022 um rund € 1,5 Mio. (+6,1%) auf € 25,9 Mio., was im Wesentlichen auf einige größere Projekte zurückzuführen ist, die Schreder in 2023 gewinnen konnte. 5. Vertrieb Die Schréder GmbH konzentriert sich in ihren Vertriebsaktivitäten ausschließlich auf den deutschen Markt. Das Büro und der Sitz der Gesellschaft befinden sich nach wie vor in Stuttgart-Weilimdorf, das Auslieferungslager in Schwieberdingen. Die Themen "Energieeffizienz", "Nachhaltigkeit" und "Insektenschutz" sind der hauptsächliche Wachstumstreiber der LED-Umrüstung im deutschen Markt. Allen drei Themen widmet Schréder besondere Beachtung bei der Entwicklung seiner Beleuchtungslösungen, der Strukturierung der Organisation und ihrer Abläufe, dem Gestalten von Kundenevents sowie der Entwicklung von Kundenservices. So sind die größten Produktionswerke der Schréder Gruppe auf grüne Energie umgestellt oder die Fahrzeugflotte wird sukzessive auf Elektro-Fahrzeuge umgestellt. Die größte positive Auswirkung auf den CO 2 -Ausstoß lässt sich über die korrekte Benutzung der Produkte erreichen, in dem unsere Kunden die Beleuchtungslösung beispielsweise als dimmbare Lösung mit Bewegungssensorik benutzen, um nur dann Licht bereitzustellen, wenn es auch wirklich benötigt wird. 2023 hat Schréder auch seinen zweiten Nachhaltigkeitsbericht herausgebracht, wurde zum zweiten Mal EcoVadis "gold" zertifiziert und hat das SBTI commitment zur CO 2 -Reduktion und damit verbundenen Zielerreichung bis 2023 abgeschlossen. Für seine Kunden bietet Schréder zudem Konzepte an, die ihnen helfen, neben der Nutzung der energieeffizienten Beleuchtungslösungen nicht nur Energie einzusparen, sondern auch ihren CO 2 -Fußabdruck zu minimieren. Hierfür hat Schréder den "Schréder Wald" ins Leben gerufen. Der Kunde erhält hierbei Baumpflanzungszertifikate, in dem er entsprechend Bäume im Schréder Wald pflanzen lässt, die den Betrieb seiner Beleuchtungsanlage vollständig CO 2 -neutralisieren. Außerdem neutralisiert Schréder jährlich den CO 2 -Fußabdruck seiner Fahrzeugflotte und besucht seine Kunden somit klimaneutral. Diese und ähnliche Initiativen differenzieren den Schréder Vertrieb und tragen maßgeblich zu einer effektiven und erfolgreichen weiteren Marktdurchdringung bei. Die flächendeckende Vertriebsstruktur in Deutschland wird auch im folgenden Jahr weiter fortgeführt. Die Strategie der nachhaltigen Kundenbetreuung - wo möglich vor Ort, ansonsten über digitale Medien - wird erfolgreich weiter umgesetzt. Neben der klassischen funktionalen und dekorativen Stadt- und Straßenbeleuchtung konnten im Bereich der smarten Steuerung zahlreiche weitere Projekte in 2023 realisiert werden. Großen Anteil hat hier die in 2022 eingeführte neueste Generation des eigenen Telemanagementsystems (System zur drahtlosen individuellen Lichtsteuerung). Auch eine smarte multifunktionale Stele konnte mit weiteren zusätzlichen Anwendungen erfolgreich im deutschen Markt vertrieben werden. Aufgrund dieser Maßnahmen konnte Schreder auch in 2023 hohe Auftragseingänge realisieren. Zur Vorjahres-Vergleichsbasis (PFGuV 2022) stiegen die Auftragseingänge leicht von € 4,9 Mio. um € 0,1 Mio. auf € 5,0 Mio. Im Gesamtjahresvergleich stiegen die Auftragseingänge von € 24,1 Mio. in 2022 um rund € 0,9 Mio. (+3,7%) auf € 25,0 Mio. 6. Materialwirtschaft Die Prozesse im eigenen Logistikzentrum der Schreder GmbH in Schwieberdingen werden fortlaufend optimiert und ausgebaut. Als Ergebnis kann so über einen lokalen QM-Prozess eine einwandfreie Qualität unserer ausgelieferten Ware sichergestellt werden. Außerdem ermöglicht das Logistikzentrum, Ware für unsere Kunden vorzuhalten, die dann kurzfristig abgerufen werden kann. 7. Produktion Sämtliche Produkte werden grundsätzlich von konzerneigenen Produktionsstätten der Schréder Group bezogen. Hierbei arbeiten die deutschen projektrelevanten Bereiche Lichtplanung, Technik, Einkauf und Vertrieb Hand in Hand mit den entsprechenden Abteilungen der produzierenden Schwestergesellschaften. 8. Forschung und Entwicklung Für die Entwicklung von neuen innovativen Produkten, die den Anforderungen und Wünschen des deutschen Markts gerecht werden, stehen die Mitarbeiter der Gesellschaft in einem ständigen fachlichen Austausch mit dem zentralen Entwicklungszentrum der Schreder Group in Lüttich, Belgien, sowie mit den Fachbereichen der Produktionsgesellschaften und den übergeordneten Design-Centern, die international angesiedelt sind. Im Geschäftsjahr 2023 konnten so innerhalb der Schreder Gruppe zahlreiche Produktentwicklungen für die funktionale und dekorative Straßenbeleuchtung, Sport- und Tunnelbeleuchtung, smarte Beleuchtungslösungen, Industriebeleuchtung, sowie das intelligente Telemanagementsystem optimiert bzw. entwickelt werden. Eine eigenständige Forschung oder Entwicklung betreibt die Gesellschaft in Deutschland nicht. 9. Investitionen Wesentliche Investitionen in das Anlagevermögen erfolgten - mit Ausnahmen normaler Ersatzinvestitionen - im Geschäftsjahr 2023 nicht. 10. Finanzen und Kapital Die Eigenkapitalausstattung hat sich durch eine Bareinlage des Gesellschafters in die Kapitalrücklage im Geschäftsjahr 2023 um € 11 Mio. verbessert. Die buchmäßige Überschuldung hat sich damit auf T€ 411 verringert. Zur Abwendung einer insolvenzrechtlichen Überschuldung hat die Muttergesellschaft Schréder S.A., Brüssel, Belgien, am 29. September 2023 sowohl eine auf € 5,0 Mio. begrenzte und bis zum 31. Oktober 2025 befristete Patronatserklärung abgegeben als auch eine Rangrücktrittserklärung zu den ihr gegenüber bestehenden Verbindlichkeiten erteilt. Die Unternehmensplanung für das Geschäftsjahr 2024 lässt einen positiven Jahresüberschuss von ca. € 0,5 Mio. erwarten. Auf diese Faktoren stützt die Geschäftsleitung ihre positive Fortbestehensprognose und hat daraufhin den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 unter Berücksichtigung des Grundsatzes der Unternehmensfortführung aufgestellt. Die Finanz- und Liquiditätssituation der Schreder GmbH ist stabil. Die Barmittel zum Bilanzstichtag belaufen sich auf mehr als € 12 Mio. Bewilligte Kreditlinien bei den kontoführenden Banken wurden durch die Konzernmuttergesellschaft Schreder S.A. besichert. Darüber hinaus erfolgt die Finanzierung im Verbundbereich. Der überschlägig ermittelte Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit (Jahresergebnis vor Verschmelzungsverlust zuzüglich Abschreibungen) ergibt einen Mittelzufluss von T€ 740. 11. Gesamtaussage Im Kalenderjahr 2023 haben wir insgesamt einen Umsatzanstieg von 6,1% gegenüber dem 12- Monats-Vorjahres-Vergleichszeitraum 2022 erzielt, während sich im letzten Quartal 2023 eine Umsatzreduktion von 33,0% gegenüber dem Vorjahres-Vergleichsquartal ergab. Damit haben wir unser Umsatzziel deutlich übertroffen. Der Auftragsbestand des Jahres 2023 lag ebenfalls über dem Vorjahr. Der Anstieg resultiert u.a. aus dem Gewinn einiger Großprojekte und Rückenwind vom Markt, der sich durch die Energieeinsparverordnung bis Mitte des vierten Quartals 2023 ergab. Unser Ergebnisziel für 2023 haben wir übertroffen. Diese Entwicklung ist sehr zufriedenstellend. Der seit dem 24. Februar 2022 anhaltende Krieg in der Ukraine hatte damals zu einer kurzfristigen Schließung unseres Werkes in Ternopil, im Westen der Ukraine, geführt, um unsere Mitarbeiter vor Ort zu schützen. Bereits nach wenigen Tagen konnte die Schließung wieder aufgehoben werden. Seitdem ist der Import von Rohmaterial, sowie der Export von Fertigware aus unserem Werk durch die üblichen Logistikpartner wieder uneingeschränkt möglich. Nichtsdestotrotz besteht die geopolitische Unsicherheit vor Ort weiterhin, so dass wir nach wie vor an unserer Option, den Bezug unserer Produktionsmengen kurzfristig auf unsere Werke in Ungarn und Spanien umzulenken, festhalten, sollte dies erforderlich sein. Der russische Angriffskrieg in der Ukraine führte zu einer Energiekrise in Europa. Im September 2022 trat eine Verordnung in Kraft, die das Beleuchten von Gebäuden, Denkmälern und Werbeflächen zu bestimmten Zeiten untersagte, um Energie zu sparen. Besonders Gewerbe, Handel und Dienstleistungen sollten so unnötigen Energieverbrauch reduzieren. Für unser Kerngeschäft "Straßenbeleuchtung" hat die Energieeinsparverordnung eine geschäftsunterstützende Wirkung initiiert und die Bedeutung der Energieeffizienz erneut ins allgemeine Bewusstsein öffentlicher Entscheidungsträger gerückt, was zu einem positiven Effekt auf den Auftragseingang führte. Die steigenden Energiekosten führen darüber hinaus zu einer schnelleren Amortisation der Umrüstkosten herkömmlicher Leuchtmittel der Straßenbeleuchtung hin zu LED und zu einem schnelleren Erreichen der Klimaschutzziele einer Kommune. Auch die Themen nachhaltige Beleuchtung, Reduktion von Lichtverschmutzung und Schützen des Lebensraums von Insekten durch Vermeidung von Streulicht wirken sich positiv auf unsere Branche aus und sind richtungsweisend für neue Produktentwicklungen. B. Voraussichtliche Entwicklungen, Chancen und Risiken Voraussichtliche Entwicklungen Die für unsere Branche entstandene positive Dynamik aus Energiekrise und Energieeinsparverordnung der letzten 24 Monate wurde jäh durch die Haushaltskrise ab November 2023 ausgebremst. Die dadurch ausgesetzten Fördermaßnahmen und verzögerte Verabschiedung der kommunalen Haushalte müssen erst langsam wieder in Schwung kommen. Die aktuell vorliegenden Frühindikatoren deuten für den Jahresbeginn 2024 außerdem auf keine konjunkturelle Trendwende hin: Verschlechterung der Auftragslage in allen Wirtschaftsbereichen, geringer Auftragsbestand, hoher Krankenstand, andauernde Streiks. Alles in allem dürfte die Wirtschaftsleistung im ersten Quartal 2024 ihren Rückgang zunächst fortsetzen und um 0,1% im Vergleich zum Vorquartal sinken. Zu einer spürbaren gesamtwirtschaftlichen Erholung dürfte es erst in der zweiten Jahreshälfte 2024 kommen. Insgesamt wird das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt in 2024 nur um 0,2% im Vergleich zum Vorjahr zunehmen. Für das kommende Jahr 2025 wird ein Anstieg der Wirtschaftsleistung um 1,5% prognostiziert. Damit wurde die Wachstumsprognose für das Jahr 2024 im Vergleich zur ifo Konjunkturprognose Winter 2023 deutlich um 0,7 Prozentpunkte herabgesetzt und für das Jahr 2025 leicht um 0,2 Prozentpunkte angehoben. Anders als erwartet, befand sich die deutsche Wirtschaft im Winterhalbjahr 2023/24 in einer Rezession. Insbesondere die Erholung der Industriekonjunktur setzt erst später ein. Entgegen der ursprünglichen Planung in 2023 rechnen wir aufgrund der Haushaltssperre und der damit verbundenen verzögerten Verabschiedung der kommunalen Haushalte mit der Verschiebung einiger Auftragseingänge vom ersten ins zweite Halbjahr 2024. Es ist daher zum aktuellen Zeitpunkt nicht auszuschließen, dass wir in 2024 hinter unserer ursprünglichen Umsatzplanung von € 27 Mio. (+ 7% vs. Vorjahr) zurückbleiben werden, und rechnen nun noch mit einem Umsatzziel 2024 in der Größenordnung von circa € 20 Mio. Wir gehen von weiter ansteigenden Energie- und inflationsbedingten Gehaltskosten, sowie von weiter ansteigenden Materialkosten aus. Ansonsten erwarten wir keine wesentlichen Veränderungen in der aktuellen Kostenstruktur in Bezug auf die sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Von Ersatzinvestitionen abgesehen sind keine wesentlichen Investitionen geplant. Auch unseren Personalbestand planen wir konstant zu halten. Freiwerdende Stellen sind wiederzubesetzen, signifikante Neueinstellungen sind nicht geplant. Insgesamt gehen wir daher von einem voraussichtlichen Jahresüberschuss für das Gesamtjahr 2024 in Höhe von rund € 0,5 Mio. aus. Chancen und Risiken Die Risikopolitik der Schréder GmbH entspricht dem Bestreben, nachhaltig zu wachsen und den Unternehmenswert zu steigern. Entsprechend der Organisations- und Verantwortungshierarchie innerhalb der Schréder Group ist das jeweilige Management verpflichtet, über Risiken und Chancen im Rahmen des Risikomanagementsystems zu berichten. Das Risikomanagementsystem basiert auf einem in der Unternehmensorganisation integrierten, umfassenden, interaktiven und managementorientierten Enterprise-Risk-Management (ERM-) Ansatz. Der ERM-Prozess zielt auf eine frühzeitige Identifizierung, Bewertung und Steuerung jener Risiken und Chancen ab, die das Erreichen der strategischen, operativen, finanziellen und Compliance-bezogenen Ziele des Unternehmens in wesentlichem Maß beeinflussen können. Der Transformationsprozess von der konventionellen Beleuchtung in Richtung LED stellt Herausforderungen an die Lichtindustrie. Insbesondere die höhere Produktvielfalt, die kürzeren Innovationszyklen sowie die Entwicklung intelligenter Lichtsteuerung führen zu steigender Systemkomplexität der digitalen Beleuchtung. Die IT-Sicherheit nimmt außerdem einen hohen Stellenwert in der Risikopolitik der Schréder Group ein. Die Schréder IT-Sicherheits- und Systemausfallrisiken werden durch entsprechende Systeme und regelmäßige Wartungen minimiert. Der Schutz von Entwicklungen und Geschäftsgeheimnissen gegen unberechtigte Zugriffe und Datenverlust ist dadurch gewährleistet. Aufgrund der Finanzierung im Konzernverbund bestehen keine wesentlichen Finanzierungsrisiken. Außerdem bestehen ausreichende Kreditlinien. Dem Risiko möglicher Forderungsausfälle beugt die Gesellschaft durch den Einsatz einer Kreditversicherung vor. Wesentliche Kontrakte bestehen in Euro, gegen mögliche Schadensfälle ist das Unternehmen in einem wirtschaftlich sinnvollen Umfang versichert und die Planung und das Controlling- Instrumentarium sind ausreichend, um rechtzeitig auf Veränderungen reagieren zu können. Die Nachfrage nach innovativen, energieeffizienten Beleuchtungslösungen wächst und der Anteil im Außenbeleuchtungssegment mit LED-Technologie entwickelt sich positiv. Hieran wird auch die aktuelle Delle im Auftragseingang bedingt durch die Haushaltskrise aus dem vierten Quartal 2023 nichts ändern. Die Themen Energieeffizienz, Energiewende, Nachhaltigkeit, LED und intelligente Lichtsysteme setzen weiterhin die Wachstumsimpulse für die Beleuchtungsindustrie. Der Investitionsdruck auf öffentliche Haushalte fördert den Einsatz energieeffizienter LED-Lösungen, die Städten helfen, Energiekosten zu senken. Basierend auf Fördermaßnahmen des Bundesministeriums für Umwelt erwarten wir mittel- und langfristig weitere positive Impulse.
Stuttgart, 7. Oktober 2024 Constanze von Mühlenfels, Geschäftsführerin Der Jahresabschluss 2023 wurde am 31.10.2024 festgestellt. |
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