Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 126115
Vorher
Smart Energy for Europe Platform (SEFEP) GmbHSmart Energy for Europe Platform (SEFEP) gGmbH
Eingetragen
15.4.2010
Branche
Organisationen der Bildung, Wissenschaft und ForschungÖffentliche Verwaltung des Umwelt- und NaturschutzesAllgemeine öffentliche Verwaltung
Gegenstand
Die Förderung von Wissenschaft und Forschung (§ 52 Abs. 2 Nr. 1 AO), des Umweltschutzes und des Klimaschutzes (§ 52 Abs. 2 Nr. 8 AO). Die Gesellschaft ist zu allen Handlungen berechtigt, die dem Zwecke der Gesellschaft zu dienen geeignet sind. Der Gesellschaftszweck wird insbesondere verwirklicht durch: a) die Vergabe und Finanzierung von Forschungsvorhaben und die Erstellung von wissenschaftlichen Gutachten und Handlungsempfehlungen zum Klimaschutz und zur Energiewende im nationalen, europäischen und internationalen Bereich; b) die Durchführung von Forschungsvorhaben und die Erstellung von wissenschaftlichen Gutachten und Handlungsempfehlungen zum Klimaschutz und zur Energiewende im nationalen, europäischen und internationalen Bereich; c) die Beratung, Finanzierung und Unterstützung von Institutionen, die sich mit nachhaltiger Energieversorgung beschäftigen; d) die Veröffentlichung von Forschungsergebnissen und Handlungsempfehlungen, die Durchführung und Finanzierung von Seminaren und Veranstaltungen zur Förderung des Austauschs und der Vermittlung von Wissen zwischen Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft; e) die Zusammenarbeit, Finanzierung und Förderung mit nationalen und internationalen Institutionen, die die gleichen Zwecke verfolgen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Markus Steigenberger
seit 10.6.2021
Geschäftsführer
Milena Fahrholz
seit 10.6.2021
Prokura
Frank Peter
seit 8.6.2017
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (8)

NameAnteil
J**** S***** J****** E*** M*****
6.00%
6.00%
6.00%

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Agora Think Tanks gGmbHEigenbeteiligung
52.00%

Gesellschafter
Beta

9 Gesellschafter

GmbH-Struktur

5 von 9 angezeigt

Name
Ort
Betrag
Anteil
Agora Think Tanks gGmbH
Germany
26.000 €
52.00%
J**** S***** J****** E*** M*****
3.000 €
6.00%
F***** D******* T****
3.000 €
6.00%
F**** P****
3.000 €
6.00%
M***** S************
3.000 €
6.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Agora Think Tanks gGmbH

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023

1. Überblick

Der Lagebericht bezieht sich auf den Jahresabschluss der Agora Think Tanks gGmbH, Berlin (bis 29.02.2024: Smart Energy for Europe Platform (SEFEP) gGmbH), im Folgenden "Agora", zum 31. Dezember 2023.

Agora ist ein parteipolitisch und weltanschaulich unabhängiger Think Tank, der das Ziel verfolgt, akademisch belastbare und politisch umsetzbare Wege zur Transformation der Energie-, Industrie- und Agrarsektoren in Richtung Dekarbonisierung zu entwickeln. Dabei orientiert Agora sich an den Klima-, Energie- und Nachhaltigkeitszielen der Bundesregierung Deutschland und der Europäischen Union sowie an den wissenschaftlichen Erkenntnissen des Weltklimarats der Vereinten Nationen (IPCC).

Agora arbeitet eng zusammen mit Entscheidungsträger:innen, Interessensgruppen, der Wissenschaft sowie Medien. In der täglichen Arbeit kombiniert Agora Forschung, Dialog und Öffentlichkeitsarbeit und pflegt einen intensiven Dialog mit Interessengruppen aus Politik, Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft. Die zentrale Leitfrage ist dabei jeweils die Suche nach wissenschaftlich belastbaren und politisch umsetzbaren Wegen, um eine rasche Transformation in Richtung Klimaneutralität zu gewährleisten.

Agora arbeitet global in ca. 20 Ländern; vielfach mit Partnerorganisationen, die ebenso wie Agora als gemeinnützige Think Tanks agieren.

Agora Think Tanks gGmbH ist die Rechtsträgerin für die Bereiche Agora Energiewende, Agora Industrie und Agora Agrar.

2. Entwicklung des Unternehmens

Agora ist eine gemeinnützige GmbH nach deutschem Recht. Der Hauptsitz befindet sich in Berlin; weitere Büros in Brüssel/Belgien und Bangkok/Thailand. Agora verfügt über 100% der Anteile an der Agora Energy Services GmbH, die wiederum die vollständigen Anteile an einer Tochtergesellschaft in Beijing/China hält, der Agora (Beijing) Energy Consulting Services Co., Ltd.

Agora finanziert sich fast vollständig durch Spenden und Zuwendungen von privaten Stiftungen (85 % in 2023) sowie staatlichen Gebern (15 % in 2023). Die Spenden- und Zuwendungszusagen haben eine Laufzeit von 6 bis 60 Monaten, womit die Finanzierung der budgetierten und zur Projektdurchführung benötigten Mittel gewährleistet ist. Dabei wird Wert auf eine diverse Finanzierungsstruktur gelegt, um die Unabhängigkeit zu wahren.

Thematisch deckt Agora die Bereiche Energie, Industrie sowie Landwirtschaft ab. Im Verkehrssektor kooperiert Agora eng mit der Agora Transport Transformation gGmbH.

Im Jahr 2023 wurde ein wichtiger Fokus auf der Schärfung interner Prozesse und Strukturen gelegt. Dies war daher so wichtig, da Agora über mehrere Jahre stark gewachsen ist, und die vorangegangenen Jahre durch die Covid-Pandemie sowie den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine als herausfordernd gelten können.

Insgesamt, unter Berücksichtigung besagter schwieriger Umstände sowie des allg. Wachstums und der angeschobenen internen Prozesse, lässt sich die Gesamtentwicklung von Agora Think Tanks als sehr zufriedenstellend bewerten.

3. Lage und Geschäftsverlauf der Agora Think Tanks gGmbH

3.1 Ertragslage

Als Leistungsindikatoren nutzt Agora die Höhe der Zuwendungen / Spenden (Teil der sonstigen betrieblichen Erträge), der Projektkosten (Teil der sonstigen betrieblichen Aufwendungen), der Verwaltungskosten (Teil der sonstigen betrieblichen Aufwendungen) sowie der Personalaufwendungen.

Die Zuwendungen/Spenden belaufen sich im Jahr 2023 auf TEUR 20.617 (im Vorjahr TEUR 14.974 entspricht +38%) und werden zur Finanzierung unserer Aktivitäten durch private Stiftungen oder staatliche Geldgeber bereitgestellt. Im Jahr 2023 konnten neue Förderer gewonnen werden. Dadurch stiegen die Zuwendungen und Spenden im Jahr 2023, blieben jedoch unter der Prognose aufgrund von Verzögerungen in der Umsetzung einiger Aktivitäten. Die zugeflossenen jedoch im Jahr 2023 nicht verbrauchten Zuwendungen und Spenden werden am Ende des Geschäftsjahres zur Verwendung im nächsten Jahr vorgetragen.

Der Personalaufwand mit TEUR 9.638 im Jahr 2023 ist gegenüber dem Vorjahr um ca. 41 % gestiegen, was der Erwartung entspricht. Diese Entwicklung resultiert aus der gewachsenen Belegschaft: Während in 2022 die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer:innen 102 betrug, waren es im Jahr 2023 durchschnittlich 138. Gleichzeitig wurden aufgrund der relativ hohen Inflation in den Jahren 2022 und 2023 entsprechende Gehaltsanpassungen vorgenommen.

Die Projektkosten sind entsprechend der Spendenzunahme ebenfalls gestiegen, und zwar um knapp 36 % gegenüber dem Vorjahr (in 2023: TEUR 8.989; im Vorjahr: TEUR 6.616). Die Höhe der Projektkosten lag jedoch aufgrund Verzögerungen in der Umsetzung von Projektaktivitäten knapp unter der Prognose. Im Jahr 2023 wurden durch die Zuwendungen/Spenden (Teil der sonstigen betrieblichen Erträge) insgesamt 50 Programme finanziert.

Ebenfalls gestiegen sind die sonstigen Verwaltungskosten um ca. 36 % auf TEUR 2.383. Der Anstieg ist vor allem durch die zusätzlich angemietete Bürofläche im Berliner Büro seit Oktober 2022 sowie durch die gestiegene Mitarbeiterzahl und die gestiegenen Projektvolumen zu erklären. Insgesamt wurde ein höherer Bedarf als prognostiziert für Weiterbildungen, Veranstaltungen, technische Infrastruktur und Lizenzen sowie Aufwendungen für Organisationsberatung festgestellt.

Für das Geschäftsjahr 2023 ergibt sich ein Jahresüberschuss von TEUR 482 (im Vorjahr TEUR 245).

3.2 Finanzlage

Die Finanzlage ist wie im Vorjahr als robust einzuschätzen. Die aktuellen Forderungen in Höhe von TEUR 1.760 (im Vorjahr TEUR 520) beziehen sich hauptsächlich auf ausstehende, bereits bewilligte zweckgebundene Zuwendungen von privaten Stiftungen und staatlichen Geldgebern (davon TEUR 1.345; im Vorjahr davon TEUR 314). Das Ausfallrisiko wird demgemäß als gering eingeschätzt. Durch die Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von TEUR 6.598 (im Vorjahr TEUR 9.002) ist die Liquidität gesichert. Zuwendungen kommen teilweise als Vorauszahlungen zu fixen Terminen, teilweise werden diese in Abhängigkeit vom nachgewiesenen Finanzbedarf mit einer gewissen Vorlaufzeit abgerufen. Durch die zufließenden Mittel werden die geplanten Aktivitäten finanziert.

3.3 Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich von TEUR 10.695 im Jahr 2022 auf TEUR 10.237 nur geringfügig verringert. Die Veränderung ist auf der Aktivseite auf eine geringere Liquidität aber höhere projektbezogene Forderungen zurückzuführen. Auf der Passivseite resultiert die leicht verringerte Bilanzsumme aus geringeren sonstigen Verbindlichkeiten aus den zweckgebundenen Zuwendungen aber gleichzeitig einem höheren Jahresüberschuss. Die Höhe der projektbezogenen Forderungen und Verbindlichkeit variiert jedes Jahr in Abhängigkeit davon, wann die Zuwendungen ausgezahlt werden.

Im Anlagevermögen wurden neue Investitionen, insbesondere im IT-Bereich (Midoffice-System, Internetauftritt und Arbeitsmittel), getätigt (TEUR 325, + 60 %). Gleichzeitig wurden TEUR 255 an Abschreibungen vorgenommen, sodass das Anlagevermögen insgesamt gestiegen ist (auf TEUR 709, + 9 %). Es besteht aus immateriellen Vermögensgegenständen (TEUR 304), aus Sachanlagen (TEUR 204) sowie aus Anteilen an verbundenen Unternehmen (TEUR 200 an der Agora Energy Services GmbH).

Die eigenen Anteile im Eigenkapital bleiben unverändert zum Vorjahr bei TEUR 7.

Durch den Gewinnvortrag aus dem Vorjahr (TEUR 2.721) und den Jahresüberschuss aus dem Jahr 2023 (TEUR 482) ergibt sich die Summe des Eigenkapitals in Höhe von TEUR 3.221.

Die Rückstellungen sind im Jahr 2023 mit TEUR 649 leicht gesunken im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 712). Die Urlaubsrückstellungen sind aufgrund wachsender Belegschaft im Jahr 2023 gestiegen. Gleichzeitig sind die Rückstellungen für ausstehende Rechnungen gesunken. Daneben wurden Steuerrückstellungen in Höhe von TEUR 37 gebildet.

Die Verbindlichkeiten mit TEUR 6.368 sind im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 7.244) gesunken. Ein Großteil der Verbindlichkeiten (TEUR 5.492; Vorjahr: TEUR 6.776) ergibt sich aus bestehenden bereits bewilligten, zweckgebundenen Spenden- und Zuwendungszusagen. Abhängig von den jeweiligen Fördervereinbarungen erhält Agora diese als Vorauszahlung für die geplanten Aktivitäten. Teilweise werden Vorauszahlungen für sechs bis acht Wochen abgerufen, andere werden zu Beginn des Förderzeitraums bereits bis zu 100 % ausgezahlt. Die noch nicht verbrauchten Spenden und Zuwendungen werden am Ende des Geschäftsjahres zur Verwendung im nächsten Jahr vorgetragen.

3.4 Gesamtaussage

Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage war 2023 durch weiteres Wachstum geprägt und wird als sehr stabil eingeschätzt. Dadurch wurde Agora in die Lage versetzt, sich personell und strukturell zu verstärken.

4. Chancen- /Risiko- /Prognosebericht

Nachdem die Spenden- und Zuwendungen auch im Jahr 2023 deutlich gestiegen sind, erscheint es geboten, die in der jüngeren Vergangenheit eingeführten internen Prozesse und Strukturen zu etablieren und einzuüben. Gleichzeitig bietet sich damit die Möglichkeit, systematisch über die weitere Entwicklung nachzudenken. Denn grundsätzlich ist die finanzielle Lage weiterhin als sehr gut einzuschätzen und ein weiteres - gezieltes - Wachstum nicht ausgeschlossen.

Die allgemeinen Risiken sind als gering einzuschätzen. Grundsätzlich besteht zwar weiterhin die finanzielle Abhängigkeit von Zuwendungen Dritter, die wiederum politischen und ökonomischen Entwicklungen unterworfen sind, aber die Perspektive für weitergehende Finanzierungen aus dem philanthropischen Sektor können als grundlegend positiv eingeschätzt werden, zumal die Anzahl der philanthropischen Akteure weiterhin steigt. Als wesentliches Risiko werden derzeit die im Herbst 2024 anstehenden Wahlen in den USA angesehen. Ein möglicher Regierungswechsel könnte eine Änderung der Vergabepraxis bei US-amerikanischen Stiftungen nach sich ziehen, was potenziell Auswirkungen auf die finanzielle Situation von Agora hätte.

Erwähnt werden soll zudem eine mögliche markenrechtliche Auseinandersetzung, in der Agora einen anderen Akteur der unrechtmäßigen Verwendung eines ähnlichen Logos bezichtigt. Damit soll sichergestellt werden, dass sich Agora Think Tanks zukünftig potenziell auch in weiteren thematischen Feldern entwickeln kann, ohne dass es hierbei zu Verwechslungen mit anderen Akteuren kommt. Eine Klärung dieses Sachverhalts wird für das Jahr 2024 erwartet.

Die Smart Energy for Europe Platform (SEFEP) gGmbH hat sich zu Beginn des Jahres 2024 umbenannt in "Agora Think Tanks gGmbH". Hauptzweck dieser Namensänderung war es, eine Konsistenz zwischen rechtlicher Entität und verwendeten Marken herzustellen. Die alte Bezeichnung SEFEP führte zeitweilig zu Verwirrung. Die strategische Weiterentwicklung der Agora Think Tanks soll auch im Jahr 2024 weitergeführt werden.

Im Jahr 2024 wird ein weiteres finanzielles Wachstum erwartet. Bezüglich der Leistungsindikatoren wird von folgenden Entwicklungen ausgegangen:

Es ist von leicht anwachsenden Einnahmen durch Zuwendungen/ Spenden auszugehen. Geplant ist vor allem, die Zusammenarbeit mit den internationalen Partnern zu intensivieren sowie einen besonderen Fokus auf die strategische Entwicklung im Bereich "Dekarbonisierung des Industriesektors" zu legen.

Bei den geplanten Projektkosten wird ebenfalls eine Steigerung erwartet, die allerdings leicht unter der Steigerung der Zuwendungen/Spenden liegen wird. Der Anstieg ergibt sich durch die erwartete Intensivierung der Arbeit im internationalen Kontext.

Der geplante Personalaufwand wird dabei weniger stark steigen, da die Anpassungen interner Strukturen und Prozesse weitestgehend abgeschlossen sind.

Bei den Verwaltungskosten wird nur eine leichte Steigerung gegenüber 2023 erwartet.

 

Berlin, den 29. August 2024

Markus Steigenberger

Frauke Thies

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 708.521,18 649.902,50
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 304.480,99 215.886,50
II. Sachanlagen 204.040,19 234.016,00
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 196.091,00 234.016,00
2. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 7.949,19
III. Finanzanlagen 200.000,00 200.000,00
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 200.000,00 200.000,00
B. Umlaufvermögen 8.702.757,70 9.522.089,55
I. Vorräte 344.210,94
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.760.211,61 519.731,47
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 334.862,37 118.332,54
2. sonstige Vermögensgegenstände 1.425.349,24 401.398,93
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 6.598.335,15 9.002.358,08
C. Rechnungsabgrenzungsposten 825.805,74 522.835,29
Aktiva 10.237.084,62 10.694.827,34

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 3.220.559,72 2.738.950,95
I. ausgegebenes Kapital 18.000,00 18.000,00
1. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
2. eigene Anteile -7.000,00 -7.000,00
II. Gewinnvortrag 2.720.950,95 2.475.506,17
III. Jahresüberschuss 481.608,77 245.444,78
B. Rückstellungen 648.566,68 711.967,14
C. Verbindlichkeiten 6.367.958,22 7.243.909,25
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 6.367.958,22 7.243.909,25
Passiva 10.237.084,62 10.694.827,34

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 21.775.361,93 15.659.660,72
2. Personalaufwand 9.637.619,65 6.828.151,00
a) Löhne und Gehälter 7.967.575,44 5.709.427,96
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.670.044,21 1.118.723,04
davon für Altersversorgung 13.919,81 16.020,60
3. Abschreibungen 254.667,96 215.515,17
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 254.667,96 215.515,17
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 11.371.670,56 8.364.042,40
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 271.567,39 101.148,51
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 110,01 49,20
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 25,00
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 29.880,00 6.556,57
8. Ergebnis nach Steuern 481.608,77 245.444,78
9. Jahresüberschuss 481.608,77 245.444,78

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

des Unternehmens Agora Think Tanks gGmbH

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde nach den Vorschriften des dritten Buches des Handelsgesetzbuches (§§ 238 ff. HGB) unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften und den ergänzenden Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung sowie den Regelungen des Gesellschaftsvertrages aufgestellt. Er besteht aus der Bilanz, der Gewinn- und Verlustrechnung und dem Anhang. Zusätzlich wurde ein Lagebericht erstellt.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Agora Think Tanks gGmbH (vormals Smart Energy for Europe Platform (SEFEP) gGmbH)
Firmensitz laut Registergericht: Berlin
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Berlin (Charlottenburg)
Register-Nr.: HRB 126115 B

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Der Jahresabschluss wird in Anlehnung an den Rechnungslegungsstandard IDW RS HFA 21 aufgestellt, wonach Spenden zum Zeitpunkt ihres Zuflusses zunächst ohne Berührung der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst werden. Die ertragswirksame Erfassung der Spenden erfolgt dann korrespondierend zu dem durch die Verwendung der Spenden entstehenden Aufwand.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.

Anlagevermögen

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Dabei wurden Nutzungsdauern von 3 bis 4 Jahren zugrunde gelegt.

Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung wurde zu Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Dabei wurden Nutzungsdauern von 3 Jahren für die technische Betriebsausstattung, 7 bis 10 Jahre für die Telefon- und Serveranlage und 13 Jahre für Büromöbel zugrunde gelegt.

Geringwertige Wirtschaftsgüter gem. § 6 Abs. 2 EStG mit Anschaffungskosten bis 800 EUR (netto) werden im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet:

- Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten

Umlaufvermögen

Unfertige Leistungen werden mit den Herstellungskosten angesetzt. Allen erkennbaren Risiken wird durch angemessene, einzeln vorgenommene Abwertung Rechnung getragen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum jeweiligen Nennwert oder dem niedrigen beizulegenden Wert angesetzt. Allen erkennbaren Risiken wird durch angemessene, einzeln vorgenommene Abwertung Rechnung getragen.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert bewertet.

Umrechnung von Fremdwährungen

Die Fremdwährungsumrechnung von Vermögensgegenständen und Verbindlichkeiten erfolgte zum Bilanzstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs.

Rückstellungen

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr und das Vorjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss wurden die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden beibehalten.

Ausweisänderungen

Die Rückerstattungen von Krankenkassen (Konto 6023 0) in Höhe von EUR 26.480,96 (Vorjahr: EUR 31.626,26) und die Zuschüsse der Agenturen für Arbeit (Konto 6075 0) in Höhe von EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 29.400,01) wurden von der Position "sonstige betriebliche Erträge" in der Gewinn- und Verlustrechnung in die Position "Löhne und Gehälter" der Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert. Es handelt sich um Erträge, die den Lohnaufwand mindern. Die Höhe der Vorjahresbeträge der beiden genannten Posten der Gewinn- und Verlustrechnung haben sich dadurch jeweils um EUR 61.026,27 reduziert.

Angaben zur Bilanz

Anlagevermögen

Hinsichtlich der Entwicklung des Anlagevermögens wird auf den Anlagespiegel verwiesen, der dem Anhang als Anlage beigefügt wurde.

Angaben zu Forderungen

Angaben zu Forderungen

Gesamtbetrag 31.12.2023 Berichtsjahr
TEUR
Vorjahr
TEUR
aus Lieferungen und Leistungen 0,4 55,2
gegenüber verbundenen Unternehmen 334,9 118,3
sonstige Vermögensgegenstände: 1.425,0 346,1
Kautionen 75,9 14,8
Umsatzsteuer frühere Jahre 3,6 0,0
sonstige projektbez. Forder. 1.344,9 314,2
übrige sonstige Vermögensg. 1,2 16,1
debitorische Kreditoren 1,2 1,0
Summe 1.760,3 519,6

Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen im Berichtsjahr in Höhe von 335 TEUR resultieren mit 104 TEUR aus an die Agora Energy Services GmbH erbrachten Service- und Beratungsleistungen (Forderungen aus Lieferungen und Leistungen) und mit 231 TEUR aus Umsatzsteuerforderungen (Sonstige Vermögensgegenstände) gegenüber der Agora Energy Services GmbH. Im Vorjahr resultierten die Forderungen gegen verbundene Unternehmen (TEUR 118) mit TEUR 30 aus an die Agora Energy Services GmbH erbrachte Service- und Beratungsleistungen (Forderungen aus Lieferungen und Leistungen), mit TEUR 55 aus debitorischen Kreditoren (Sonstige Vermögensgegenstände), mit TEUR 55 aus Umsatzsteuerforderungen (Sonstige Vermögensgegenstände) sowie in Höhe von TEUR -22 mit saldierten Verbindlichkeiten aus Personalkostenerstattungen (Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen).

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Eigenkapital

Das Stammkapital beträgt 25 TEUR. Die zum Nennwert bilanzierten eigenen Anteile betragen zum Bilanzstichtag des Berichtsjahres 7 TEUR. Das ausgegebene Kapital beträgt zum Bilanzstichtag des Berichtsjahres 18 TEUR.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten Rückstellungen für nicht genommenen Urlaub (253,4 TEUR), Rückstellungen für nachlaufende Rechnungen (292,8 TEUR), Rückstellungen für Erstellung und Prüfung des Jahresabschlusses (44,7 TEUR) sowie eine Rückstellung für Aufbewahrungspflichten (20,8 TEUR).

Darüber hinaus wurden für die Besteuerung des Gewinns aus wirtschaftlichen Geschäftsbetrieben des Jahres 2023 Steuerrückstellungen von insgesamt 29,9 TEUR gebildet. Zusammen mit den Steuerrückstellungen für das Geschäftsjahr 2022 betragen die Steuerrückstellungen zum Bilanzstichtag des Berichtsjahres insgesamt 36,8 TEUR.

Angaben zu den Verbindlichkeiten

Angaben zu den Verbindlichkeiten

Art der Verbindlichkeit zum 31.12.2023 Berichtsjahr
TEUR
Vorjahr
TEUR
aus Lieferungen und Leistungen 833,7 426,3
sonstige Verbindlichkeiten: 5.534,2 6.817,7
Verbindlichk. Projektzuwendungen 5.491,7 6.775,9
übrige sonstige Verbindlichkeiten 41,3 40,6
davon aus Steuern 39,7 39,7
davon i.R.d. sozial. Sicherheit 0,1 0,0
erhaltene Kautionen 1,2 1,2
Summe 6.367,9 7.244,0

Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlauzeit von bis zu einem Jahr.

Angaben zu Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern

Der Betrag der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern beläuft sich auf 1.690,21 EUR (Vorjahr: 6.714,43 EUR). Es handelt sich dabei - wie auch im Vorjahr - im Wesentlichen um Erstattung von Auslagen für projektbezogene Reisekosten. Der Betrag ist wie im Vorjahr in den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen enthalten.

Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von 3.330.813,79 EUR sonstige finanzielle Verpflichtungen.

Darin enthalten sind Verpflichtungen

- für Mieten 3.296.342,06 EUR
- für Mietleasing Kopierer 18.233,27 EUR
- für Mietleasing Büroartikel 16.238,46 EUR

Sonstige Angaben

Spendeneinnahmen

EUR
Vereinnahmte Spendenmittel des Geschäftsjahres 18.302.507,01
+ verbrauchte Spendenmittel aus Vorjahren 6.461.648,65
./. noch nicht verbrauchte Spendenmittel des Geschäftsjahres ./. 4.146.752,69
= Spendenertrag des Geschäftsjahres 20.617.402,97

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Im Jahresdurchschnitt beschäftigte die Gesellschaft 138 Arbeitnehmer.

Arbeitnehmergruppen

Davon waren Angestellte 138
davon waren vollzeitbeschäftigte Mitarbeiter 79
davon waren teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter 59

Im Geschäftsjahr 2023 wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Markus Steigenberger, Berlin Geschäftsführer

Frauke Dorothea Thies, Brüssel Geschäftsführerin

Aufsichtsrat

Vorsitzender

R. Andreas Kraemer, Gründer und ehemaliger Geschäftsführer, Ecologic Institut, Berlin, Deutschland Direktor der Oceano Azul Foundation, Adj. Prof. an der Duke University und EADA Business School

Stellvertretende Vorsitzende

§ Rebecca Collyer, Exekutivdirektorin International Clean Energy, European Climate Foundation, Den Haag, Niederlande

§ Hal Harvey, Geschäftsführer Energy Innovation, Climate Imperative Foundation, San Francisco, USA

§ Sabrina Schulz, ESG Strategieberaterin, Berlin, Deutschland

Mitglieder

§ Vera Brenzel, Direktorin für Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation, TenneT, Brüssel, Belgien

§ Mbongiseni Buthelezi, Geschäftsführer Public Affairs Research Institute, Johannesburg, Südafrika

§ Lars Grotewold, Leiter Bereich Klimaschutz, Stiftung Mercator, Essen, Deutschland

§ Selahattin Hakman, Senior Management Berater und Vorsitzender des Aufsichtrats des SHURA Energy Transition Centre, Istanbul, Türkei (Mitglied seit 06.09.2023)

§ Judith Kirton-Darling, Stellvertretende Generalsekretärin, industriAll European Trade Union, Brüssel, Belgien (Mitglied seit 06.09.2023)

§ Carla Marie Reemtsma, Universitätsstudentin, Klimaaktivistin, FridaysForFuture, Berlin, Deutschland

§ Louis Rischkau, Betriebsrat Agora Think Tanks gGmbH, Berlin, Deutschland (Mitglied seit 02.11.2023)

§ Artur Runge-Metzger, ehemaliger Direktor DG Climate, EU-Kommission, Brüssel, Belgien

§ Eliot Whittington, Direktor des Centre for Policy and Industrial Transformation, Cambridge Institute for Sustainability Leadership, Direktor der Corporate Leaders Groups, Cambridge, Vereinigtes Königreich

§ Murielle Gagnebin, Projektleiterin, Agora Think Tanks gGmbH, Berlin, Deutschland (ausgeschieden zum 01.11.2023)

Vergütung der Geschäftsführer

Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung betrugen im Geschäftsjahr 2023 TEUR 314.

Vergütung des Aufsichtsrates

Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrates betrugen im Geschäftsjahr 2023 TEUR 24.

Honorar des Abschlussprüfers

Das für das Geschäftsjahr 2023 von dem Abschlussprüfer berechnete Gesamthonorar betrug TEUR 24. Davon entfielen auf Abschlussprüfungsleistungen TEUR 23 und auf andere Bestätigungsleistungen TEUR 1.

Verbundene Unternehmen

Gemäß § 285 Nr. 11 HGB werden nachstehende Unternehmen als verbundene Unternehmen ausgewiesen:

Firmenname / Sitz Anteilshöhe Ergebnis 2023
TEUR
Eigenkapital zum 31.12.2023
TEUR
Agora Energy Services GmbH, Berlin 100% 29 295
Agora (Beijing) Energy Consulting Services Co. Ltd., Peking 100% * 44 116

* Anteil gehalten von Agora Energy Services GmbH, Berlin

Ergebnisverwendungsvorschlag

Es wird der Gesellschafterversammlung vorgeschlagen, den Jahresüberschuss 2023 auf neue Rechnung vorzutragen.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Berlin, den 29. August 2024

Markus Steigenberger

 

Berlin, den 29. August 2024

Frauke Dorothea Thies

sonstige Berichtsbestandteile

 

Markus Steigenberger

Frauke Dorothea Thies

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 18.11.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Agora Think Tanks gGmbH, Berlin (vormals: Smart Energy for Europe Platform (SEFEP) gGmbH, Berlin

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Agora Think Tanks gGmbH, Berlin - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

§ entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

§ vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

§ identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

§ gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

§ beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

§ ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

§ beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

§ beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

§ führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Köln, 29. August 2024

Forvis Mazars GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

Georg Alten, Wirtschaftsprüfer

Dr. Reinhard Berndt, Wirtschaftsprüfer

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