Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 734081
Vorher
Vision Consulting Management GmbH
Eingetragen
18.6.2010
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieUnternehmensberatungErbringung von sonstigen Dienstleistungen der Informationstechnologie
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: Der Gegenstand des Unternehmens ist die Durchführung aller Aufgaben im Bereich der Unternehmensberatung und lnformationstechnik, insbesondere - betriebswirtschaftliche, organisatorische und iT Beratung und Analysen, - Erwerb und Verkauf von Software-Lizenzen, - Entwicklung und Einführung von Anwendungslösungen, - Konzeption, Realisierung und Einführung kundenindividueller Anwendungen einschließlich Test-und Qualitätssicherung, - Vertrieb von Software- und Hardware-Systemen aller Art, - Seminare, Schulungen und sonstige Ausbildungsmaßnahmen über allgemeine betriebswirtschaftliche Themen, lnformationstechnik und Anwendungslösungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Fabian Bongartz
seit 24.1.2023
Prokura
Thomas Brendel
seit 26.1.2022
Prokura
Oliver Böhmer
seit 13.4.2021
Prokura
Matthias Dannenberg
seit 10.7.2020
Prokura
Stephan Falch
seit 10.7.2020
Prokura
Niels Droste
seit 18.6.2019
Geschäftsführer
Uwe Backes
seit 20.5.2016
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (4)

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Vision Holding GmbH
Germany
400.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Vision Consulting GmbH

Stuttgart

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023

Offenlegung

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Vision Consulting GmbH, Stuttgart

AKTIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 220.451,50 187.994,50
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 3.990,50 0,50
II. Sachanlagen 216.461,00 187.994,00
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 214.891,00 187.994,00
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.570,00 0,00
B. UMLAUFVERMÖGEN 4.452.161,57 4.938.978,27
I. Vorräte 0,00 15.121,25
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.431.945,34 2.947.094,96
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.020.216,23 1.976.762,06
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 102.862,58 91.120,61
4.775.475,65 5.218.093,38

PASSIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. EIGENKAPITAL 1.625.556,32 1.625.556,32
I. Gezeichnetes Kapital 400.000,00 400.000,00
II. Kapitalrücklage 1.225.556,32 1.225.556,32
B. RÜCKSTELLUNGEN 322.814,53 381.350,00
C. VERBINDLICHKEITEN 2.806.062,80 3.201.179,56
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 21.042,00 10.007,50
4.775.475,65 5.218.093,38

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023

2023
EUR
2022
EUR
1. Rohergebnis 10.159.500,34 9.668.366,52
2. Personalaufwand -7.366.226,71 -6.801.996,47
a) Löhne und Gehälter -6.306.437,45 -5.874.842,90
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.059.789,26 -927.153,57
- Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung: EUR 74.797,45 (Vorjahr: EUR 72.274,04)
3. Abschreibungen -72.336,06 -67.008,70
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -72.336,06 -67.008,70
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -2.273.473,05 -1.564.784,13
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.548,26 5.004,71
6. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 50.001,06 -6.950,49
7. Ergebnis nach Steuern 500.013,84 1.232.631,44
8. Aufgrund von Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsverträgen abgeführte Gewinne -500.013,84 -1.232.631,44
9. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Vision Consulting GmbH, Stuttgart

A. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Firma des Unternehmens lautet Vision Consulting GmbH. Sitz der Gesellschaft ist Stuttgart. Die Gesellschaft wird beim Amtsgericht Stuttgart in der Abteilung B unter der Nummer 734081 geführt.

Der Jahresabschluss wurde, unter Berücksichtigung des § 267 Abs. 2 HGB, nach den Vorschriften der §§ 238-289f HGB für mittelgroße Kapitalgesellschaften in Verbindung mit rechtsformspezifischen Sondervorschriften des GmbHG aufgestellt. Die zur Erläuterung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung erforderlichen Angaben sind, soweit gesetzlich zulässig, grundsätzlich in den Anhang übernommen.

Größenabhängige Erleichterungsvorschriften zum Anhang nach § 288 Abs. 2 HGB werden grundsätzlich in Anspruch genommen.

B. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Das Saldierungsverbot des § 246 Abs. 2 HGB ist beachtet worden. Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorangegangenen Geschäftsjahres überein. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Abschreibungen erfolgen linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer von drei Jahren.

Zugänge zum Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten aktiviert.

Die Zugänge im Geschäftsjahr 2023 werden linear abgeschrieben. Die Abschreibungen erfolgen planmäßig über die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern und betragen zwischen drei und fünfzehn Jahren. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis zu EUR 800,00, deren Abgang im Anlagespiegel im Jahr des Zugangs fingiert wird, werden sofort abgeschrieben.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind grundsätzlich mit dem Nennbetrag bilanziert und unter Berücksichtigung aller erkennbarer Einzelrisiken bewertet.

Die flüssigen Mittel sind mit Nominalwerten ausgewiesen.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Zahlungen vor dem Stichtag, die Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen, die Auflösung dieser Posten erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die sonstigen Rückstellungen sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Insofern langfristige Rückstellungen bestehen, werden bei deren Bewertung erwartete Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und mit dem laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag bilanziert. Sofern die Tageswerte über den Erfüllungsbeträgen lagen, wurden die Verbindlichkeiten zum höheren Tageswert angesetzt.

Etwaige auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag angesetzt.

C. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist dem Anlagespiegel auf der letzten Seite dieses Anhangs zu entnehmen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen haben grundsätzlich eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Bei den sonstigen Vermögensgegenständen haben TEUR 44 eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten antizipative Aktiva in Höhe von TEUR 113 (Vj. TEUR 126).

Eigenkapital

Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt am Bilanzstichtag TEUR 1.626 (Vj. TEUR 1.626). Betragsmäßig identisch zum Vorjahr stehen das gezeichnete Kapital mit TEUR 400 und die Kapitalrücklage mit TEUR 1.226 zu Buche. Das Vorjahresergebnis in Höhe von TEUR 1.233 wurde gemäß dem bestehenden Gewinnabführungsvertrag an die Gesellschafterin abgeführt. Der Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2023 beträgt TEUR 500.

Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr, es bestehen branchenübliche Sicherheiten bzw. Sicherheiten kraft Gesetzes.

In den Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von EUR 383.325,79 (Vj.TEUR 991) enthalten.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Leasingverträgen im Gesamtbetrag in Höhe von TEUR 870 (Vj. TEUR 576). Außerdem bestehen jährliche Mietverpflichtungen in Höhe von TEUR 94 (Vj. TEUR 99) mit unbefristeter Laufzeit sowie Mietverpflichtungen in Höhe von TEUR 154 (Vj. TEUR 163) mit befristeter Laufzeit.

D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

E. Sonstige Angaben

Im Geschäftsjahr wurden im Durchschnitt 70 Arbeitnehmer (Vj. 64) beschäftigt. Davon sind durchschnittlich 59 Mitarbeiter als Berater im Vertrieb tätig und 11 Mitarbeiter in der Verwaltung.

Einzelvertretungsberechtigte und von den Beschränkungen des §181 BGB befreite Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr

Herr Uwe Backes

Dipl. - Betriebswirt

und

Herr Niels Droste

Dipl. Soziologe

Hinsichtlich der Gesamtbezüge der Geschäftsführer verweisen wir auf die Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB in Verbindung mit § 285 Nr. 9 Buchstabea und b HGB.

Im Jahr 2020 wurde dem Geschäftsführer, Herrn Niels Droste, ein Darlehen in Höhe von EUR 172.100,00 gewährt. Die Laufzeit beträgt 5 Jahre und wird mit einem festen Zinssatz von 2,0 % p. a. verzinst. Im Jahr 2023 wurden EUR 12.000,00 planmäßig getilgt und eine Sondertilgung in Höhe von EUR 25.000,00 vorgenommen. Der Stand zum 31.12.2023 beträgt EUR 25.866,66.

F. Unterzeichnung des Jahresabschlusses

 

Stuttgart, den 31. Juli 2024

Uwe Backes

Niels Droste

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
1. Jan. 2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31. Dez. 2023
EUR
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 8.149,00 4.224,50 0,00 12.373,50
8.149,00 4.224,50 0,00 12.373,50
SACHANLAGEN
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
Geschäftsausstattung 399.234,45 82.633,55 1.835,00 480.033,00
Geringerwertige Wirtschaftsgüter 0,00 16.569,01 16.569,01 0,00
399.234,45 99.202,56 18.404,01 480.033,00
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 1.570,00 0,00 1.570,00
399.234,45 100.772,56 18.404,01 481.603,00
FINANZANLAGEN
0,00 0,00 0,00 0,00
407.383,45 104.997,06 18.404,01 493.976,50
KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN
1. Jan. 2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31. Dez. 2023
EUR
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 8.148,50 234,50 0,00 8.383,00
8.148,50 234,50 0,00 8.383,00
SACHANLAGEN
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
Geschäftsausstattung 211.240,45 55.532,55 1.631,00 265.142,00
Geringerwertige Wirtschaftsgüter 0,00 16.569,01 16.569,01 0,00
211.240,45 72.101,56 18.200,01 265.142,00
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
211.240,45 72.101,56 18.200,01 265.142,00
FINANZANLAGEN
0,00 0,00 0,00 0,00
219.388,95 72.336,06 18.200,01 273.525,00
NETTOBUCHWERTE
31. Dez. 2023
EUR
31. Dez. 2022
EUR
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.990,50 0,50
3.990,50 0,50
SACHANLAGEN
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
Geschäftsausstattung 214.891,00 187.994,00
Geringerwertige Wirtschaftsgüter 0,00 0,00
214.891,00 187.994,00
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.570,00 0,00
216.461,00 187.994,00
FINANZANLAGEN
0,00 0,00
220.451,50 187.994,50

Lagebericht für das Geschäftsjahr

Vision Consulting GmbH, Stuttgart

A. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Vision Consulting GmbH begleitet seit über 40 Jahren Organisationen aus der Öffentlichen Verwaltung, der Industrie, Banken und Versicherungen sowie Handels- und Dienstleistungsunternehmen mit der gebündelten Kompetenz aus Business Consulting und IT Consulting.

Gegenstand des Unternehmens ist die Durchführung aller Aufgaben im Bereich der Unternehmensberatung und Informationstechnik, insbesondere auch betriebswirtschaftliche und organisatorische Beratung und Analyse; Erwerb von Software-Lizenzen; Konzeption, Realisierung und Einführung kundenindividueller Organisationslösungen; Vertrieb von Software- und Hardware-Systemen aller Art; Seminare, Schulung und sonstige Ausbildungsmaßnahmen über allgemeine betriebswirtschaftliche Themen, Informationstechnik und Anwendungslösungen.

Unser Leistungsportfolio ist wie folgt zu skizzieren:

Chart

Das Dienstleistungsspektrum reicht dabei von den vielfältigen Disziplinen des Business Consulting bis hin zur Konzeption und Einführung moderner Informations- und Kommunikationssysteme. Es umfasst alle Aspekte der Unternehmensorganisation und alle Bereiche der Informationstechnologie.

B. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Unternehmensberatungsbranche in Deutschland befindet sich durch die Digitalisierung in einem starken Wandel. Der Digitalisierungsprozess in den Unternehmens- und Organisationsstrukturen, verstärkt durch die Pandemie, hat dazu geführt, dass Unternehmen und öffentliche Einrichtungen verstärkt Beratungsleistungen, insbesondere im Bereich der digitalen Strategieberatung, in Anspruch nehmen. Das Umfeld der Unternehmensberatung, in welchem die Gesellschaft tätig ist, ist durch einen hohen Wettbewerb geprägt. Dennoch ist eine leicht steigende Auftragslage zu beobachten. Erhöhte Kosten (z.B. für Personal) sind weiterhin nicht durch Preissteigerungen im selben Maße abdeckbar. Behörden und öffentliche Einrichtungen, die Aufgaben der öffentlichen Verwaltung wahrnehmen, erneuern gegenwärtig ihre IT-Systeme und verwenden zunehmend neue Technologien. Dabei setzen sie stark auf externe Beratung und Unterstützung. Die öffentlichen Auftraggeber haben zwar nur begrenzte Mittel zur Verfügung, sind aber in der Pflicht, die Digitalisierung weiter voranzutreiben. Ursache sind die Erwartungshaltung an eine effiziente Verwaltung und die Schwierigkeit der Personalgewinnung. Der öffentliche Sektor hat sich in den vergangenen Jahren als stabilisierender Faktor für die Branche erwiesen. Das heißt, dass weiterhin eine sehr gute Auftragslage herrscht, wenn man Kernprojekte der öffentlichen Verwaltung betrachtet.

2. Analyse des Geschäftsverlaufs und der Lage der Gesellschaft

2.1 Geschäftsverlauf

Der Geschäftsverlauf 2023 und die Lage des Unternehmens in dem beschriebenen Marktumfeld werden als positiv eingeschätzt. Die optimistische Vorjahresprognose eines moderaten Umsatzwachstums und eines moderat niedrigeren Jahresüberschusses 2023 im Vergleich zum Vorjahr, wurde zwar nicht vollumfänglich erreicht, dafür wurde weiter in neue Themenfelder investiert. Genauer gesagt, wurde der geplante Umsatz erreicht, jedoch ist das Jahresergebnis niedriger als erwartet. Es wurde aber mehr Geld in neue Themenfelder investiert, um die Marktposition zu stärken und die gestiegenen Bedürfnisse der Kunden zu befriedigen.

Beispiele für getätigte Investitionen sind der Aufbau eines Bereichs für Vergabemanagement, Low-Code (Low-Code ist ein Ansatz zur Softwareentwicklung, der es ermöglicht, Anwendungen mit visuellen Tools und wenig oder ganz ohne Programmiercode zu erstellen. Durch den Einsatz von Low-Code können Unternehmen und Organisationen ihre digitale Transformation beschleunigen und sich an die ständig wechselnden Anforderungen des Marktes anpassen) und die Investition in KI-Einbindung ins Leistungsportfolio.

Neben einer Umsatzsteigerung von TEUR 21.217 im Jahr 2022 auf TEUR 22.116 im Jahr 2023 konnten weitere Personaleinstellungen und erste Projekte in den zuvor begonnenen Themenfeldern verwirklicht werden.

Auf der Kostenseite war das Geschäftsjahr 2023 insbesondere durch angestiegene Kosten im Bereich bezogener Leistungen durch freie Mitarbeiter, erhöhte Personalkosten sowie durch Aufwendungen für Marketingmaßnahmen zum 40. Firmenjubiläum geprägt.

Letztlich konnten wir im Geschäftsjahr 2023 dennoch einen Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 500 erzielen nach TEUR 1.233 im Vorjahr.

2.2 Ertragslage

Die Umsatzsteigerung des Geschäftsjahres im Vergleich zum Vorjahr betrug TEUR 899.

Der Rohertrag in Höhe von TEUR 10.160 ist gegenüber dem Vorjahr (TEUR 9.668) aufgrund der moderat gestiegenen Umsatzerlöse und etwas besserer Margen ebenfalls gestiegen. Der Anstieg des Rohertrages um 5,1% ist auch damit zu begründen, dass der unter dem Materialaufwand ausgewiesene Abschlussposten "Aufwendungen für bezogene Leistungen" mit TEUR 12.242 gegenüber TEUR 11.792 höher zu Buche steht, jedoch im Vergleich zu den Umsatzerlösen unterproportional angestiegen ist.

Der Personalaufwand hat sich im Geschäftsjahr 2023 auf TEUR 7.366 (Vorjahr: TEUR 6.802) erhöht. Dies ist im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass im Durchschnitt aufgrund des Wachstums deutlich mehr Mitarbeiter beschäftigt wurden als im Vorjahr.

Durch die Investitionen, Jubiläumsaktionen und die im ersten Quartal nicht vollumfängliche Auslastung der eigenen Mitarbeiter mit Projektaufträgen war das Ergebnis zwar deutlich im Positiven aber nicht annähernd so hoch wie im Jahr zuvor.

Entsprechend den oben dargestellten Entwicklungen ergibt sich ein positiver Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung in Höhe von TEUR 500 (Vorjahr: TEUR 1.233). Der handelsrechtliche Jahresüberschuss von TEUR 500 wird aufgrund des geltenden Ergebnisabführungsvertrags in voller Höhe an die Muttergesellschaft Vision Holding GmbH abgeführt.

2.3 Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme hat sich von TEUR 5.218 auf TEUR 4.775 verkürzt. Da aufgrund der Ergebnisabführung das Eigenkapital nominal im Vergleich zum Vorjahr gleichgeblieben ist, hat sich die Eigenkapitalquote von im Vorjahr 31,2% auf 34,0% erhöht. Das wirtschaftliche Eigenkapital, d.h. das Eigenkapital zuzüglich Verbindlichkeiten gegen Gesellschafter beträgt TEUR 2.009. Dies entspricht 42,1% (Vorjahr 50,1%) an der Bilanzsumme.

Die Investitionsmaßnahmen in das Sachanlagevermögen in Höhe von TEUR 105 betrafen im Wesentlichen die Neuanschaffung von Objekten für den Standort Berlin. Das Anlagevermögen hat sich somit von TEUR 188 auf TEUR 220 erhöht. Die planmäßigen Abschreibungen im Geschäftsjahr betrugen TEUR 72.

Die Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin, der Vision Holding GmbH, sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 608 auf TEUR 383 gesunken.

Die liquiden Mittel sind stichtagsbedingt im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 1.976 auf TEUR 1.020 gesunken. Im Wesentlichen ist dies auf die Ergebnisabführung des Jahresüberschusses für das Geschäftsjahr 2022 zurückzuführen.

Die Verbindlichkeitenquote beläuft sich zum 31.12.2023 auf 58,8% (Vorjahr 61,3%). Darin enthalten sind jedoch auch Verbindlichkeiten gegen die Gesellschafterin Vision Holding GmbH. Werden diese Verbindlichkeiten nicht als Verbindlichkeiten gegenüber Dritten betrachtet, ergibt sich eine Verbindlichkeitenquote von 50,7% (Vorjahr 42,4%).

Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt in 2023 überwiegend durch Eigenkapital und Gesellschafterverbindlichkeiten.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Im Überwachungssystem der Geschäftsleitung zur frühzeitigen Erkennung von Risiken sind vor allem folgende Risikobereiche und deren Überwachung definiert: Permanente Finanz- und Liquiditätsberichte, monatliche Erfolgsrechnungen und umfangreiches sonstiges Controlling.

3. Gesamtaussage zu Geschäftsverlauf und Lage

Der Geschäftsverlauf der Vision Consulting GmbH war zufriedenstellend. Insgesamt beurteilen wir die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage als geordnet und gut.

C. Chancen- und Risikobericht

Die größte Herausforderung ist weiter der Fachkräftemangel in der Branche, weshalb das Unternehmen erhebliche Investitionen in die Attraktivität des Arbeitsumfeldes und Recruiting investieren muss. In Zukunft wird sich die Konkurrenz um Fachkräfte in der Unternehmensberatung durch den IT-Fachkräftemangel verschärfen.

Aufgrund der weiter vorhandenen Notwendigkeit der umfänglichen Digitalisierung und Modernisierung im Kundenumfeld ist die Auftragslage auch in Zukunft sehr positiv zu bewerten.

Neben der immer größer werdenden Herausforderung geeignetes Personal zu gewinnen, ist die Einbindung von Künstlicher Intelligenz (KI) die aktuell größte Herausforderung. Die erfolgreiche Integration von KI erfordert sowohl technisches Know-how als auch ein tiefes Verständnis für die individuellen Bedürfnisse und Ziele der Kunden.

Aufgrund einer stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation unseres Unternehmens sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar.

Risiken für den erfolgreichen Fortbestand des Geschäftes werden aktuell von der Geschäftsleitung nicht gesehen.

Zur Minimierung von Ausfall- und Bonitätsrisiken betreibt das Unternehmen ein Debitorenmanagement, um potenzielle Forderungsausfälle abzuschätzen. Das Ausfallrisiko von Forderungen wird jedoch auf Basis der Bonität der Kunden und der oft langjährigen Erfahrungen mit den Kunden, als gering angesehen.

Dem Wettbewerb am Markt werden wir weiterhin durch Erfahrung, Innovationen, Zuverlässigkeit und durch ein hohes Maß an Qualität begegnen.

D. Prognosebericht

Öffentliche Haushalte sind ein bedeutender Abnehmermarkt für die Branche. Ein wichtiger Indikator für die Nachfrage öffentlicher Haushalte nach IT-Dienstleistungen stellt deren Investitionstätigkeit dar. Die Investitionen der öffentlichen Haushalte haben sich in den letzten fünf Jahren erhöht. Diese dürften ihre Investitionstätigkeit nochmals ausweiten, was sich voraussichtlich positiv auf die Branche auswirken wird und die Chance erhöht, mehr Aufträge von staatlichen Einrichtungen zu erhalten.

Wesentliche Änderungen der Geschäftspolitik sind nicht geplant.

Die Investitionen in neue Themenfelder und Verlagerung von Themenschwerpunkten auf interne Mitarbeiter (und somit eine Reduzierung des Anteils, der durch Lieferanten erbracht wurde) ist weitgehend abgeschlossen, sodass eine moderate Steigerung des Ertrages erwartet wird.

Die VISION geht in ihrer Planung für das Jahr 2024 von einem leicht höheren Umsatzwachstum im Vergleich zum Vorjahr aus. Ebenso ist eine moderate Steigerung des Jahresergebnisses für 2024 geplant. Der geplante Jahresüberschuss wird damit höher als im Geschäftsjahr 2023 ausfallen, allerdings deutlich unter dem Niveau des Geschäftsjahres 2022 sein. Die Höhe der Steigerung unseres Ergebnisses wird auch davon abhängen, inwieweit Investitionen in Innovationen schon teilweise oder ganz umfänglich in 2024 zum Tragen kommen. So ist der Aufbau eines Nearshore Standortes in Europa vorgesehen und die Übernahme kleiner Spezialistenteams (kleine Firmen und oder deren Experten) geplant. Gespräche zu diesen Themen laufen bereits.

 

Stuttgart, den 31. Juli 2024

Uwe Backes

Niels Droste

Angaben zur Feststellung

Der Jahresabschluss wurde am 15.10.2024 festgestellt.

Bei dem vorstehenden Jahresabschluss handelt es um die nach §327 HGB für Offelnegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Vision Consulting GmbH, Stuttgart

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Vision Consulting GmbH, Stuttgart, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Vision Consulting GmbH, Stuttgart, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Sindelfingen, 31. Juli 2024

KMZ Kullen Müller Zinser Treuhand GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Dr. Sebastian Zerbe, Wirtschaftsprüfer

Jessica Frick, Wirtschaftsprüferin

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