Stammdaten

Register
Amtsgericht Mannheim HRB 108535
Vorher
AP Automation + Productivity AGAsseco Germany AG
Eingetragen
14.4.1999
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieBeteiligungsgesellschaftenEntwicklung und Programmierung von Anwendungssoftware
Gegenstand
Gegenstand von Amts wegen berichtigt in: Erstellung und Vertrieb von Softwareprogrammen und Hardwarekomponenten sowie die Durchführung von Organisationsanalysen und Beratungsprojekten und die Erbringung von Programmier-, Schulungs- und Wartungsleistungen im Bereich universell einsetzbarer Automations -, Planungs - und Steuerungssysteme für die mittelständische Industrie sowie die Gewinnung und Verwertung von Patenten, ungeschützten Erfindungen, Warenzeichen, Gebrauchsmuster und sonstigen Schutzrechten sowie von Know-how auf bezeichneten Gebieten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Hoang Hieu Nhi Stein
seit 24.4.2025
Prokura
Steve Roth
seit 20.8.2024
Prokura
Alexander Krempl
seit 22.6.2023
Prokura
Sven Hartmann
seit 9.9.2022
Prokura
Ralf Bachthaler
seit 19.7.2018
Vorstandsmitglied

Beteiligungen

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Asseco Solutions AG

Karlsruhe

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Asseco Solutions AG

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Asseco Solutions AG, Karlsruhe, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Asseco Solutions AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Mannheim, 19. März 2024

EY GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Hellmich, Wirtschaftsprüfer

Kerber, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

2022
EUR EUR TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.354.003,00 2.653
2. Geschäfts- oder Firmenwert 29.216,00 38
2.383.219,00 2.691
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 44.821,00 66
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 525.561,00 430
570.382,00 496
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 5.439.392,10 5.439
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 51
5.439.392,10 5.490
8.392.993,10 8.677
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Unfertige Leistungen 3.960.500,00 2.328
2. Fertige Erzeugnisse und Waren 10.193,18 10
3.970.693,18 2.338
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.080.304,38 6.610
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 5.191.488,04 4.224
3. Sonstige Vermögensgegenstände 159.772,14 206
11.431.564,56 11.040
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 6.690.585,59 4.569
22.092.843,33 17.947
C. Rechnungsabgrenzungsposten 653.491,57 889
31.139.328,00 27.513

Passiva

2022
EUR EUR TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 1.721.632,00 1.721
II. Kapitalrücklage 8.704.146,10 8.704
III. Gewinnrücklagen
Gesetzliche Rücklage 40.600,00 41
IV. Bilanzgewinn 6.269.668,86 5.553
16.736.046,96 16.019
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 237.496,74 773
2. Sonstige Rückstellungen 3.338.005,28 3.414
3.575.502,02 4.187
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 7.331.100,00 5.138
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.395.849,67 574
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.292.089,20 574
4. Sonstige Verbindlichkeiten 692.994,17 846
davon aus Steuern EUR 651.486,99 (Vj. TEUR 756)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 569,66 (Vj. TEUR 10)
10.712.033,04 7.132
D. Rechnungsabgrenzungsposten 115.745,98 175
31.139.328,00 27.513

Gewinn- und Verlustrechnung für 2023

2022
EUR EUR TEUR
1. Umsatzerlöse 56.209.502,74 50.661
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Leistungen 1.633.000,00 596
3. Sonstige betriebliche Erträge 3.382.242,14 1.740
davon Erträge aus der Währungsumrechnung EUR 12.047,32 (Vj. TEUR 11)
4. Gesamtleistung 61.224.744,88 52.997
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 3.319.607,25 2.744
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 8.815.399,28 6.860
12.135.006,53 9.604
6. Rohergebnis 49.089.738,35 43.393
7. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 25.564.509,32 24.872
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 4.162.835,56 4.000
davon für Altersversorgung EUR 73.212,54 (Vj. TEUR 95,9)
8. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 654.388,25 601
9. Sonstige betriebliche Aufwendungen 11.566.663,63 9.114
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR 30.832,94 (Vj. TEUR 18,2)
41.948.396,76 38.587
10. Erträge aus Beteiligungen 1.446.004,32 2.434
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 1.446.004,32 (Vj. TEUR 2.434)
11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 64.652,91 16
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 1.968,05 (Vj. TEUR 16)
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 38.116,31 76
davon an verbundene Unternehmen EUR 0,00 (Vj. TEUR 0)
1.472.540,92 2.374
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 2.351.035,42 1.804
14. Ergebnis nach Steuern 6.262.847,09 5.376
15. Sonstige Steuern 2.343,77 2
16. Jahresüberschuss 6.260.503,32 5.374
17. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 9.165,54 179
18. Bilanzgewinn 6.269.668,86 5.553

Anhang für 2023

der Asseco Solutions AG, Karlsruhe

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Asseco Solutions AG hat ihren Sitz in Karlsruhe. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Mannheim unter HRB 108535 eingetragen.

Der Jahresabschluss der Asseco Solutions AG zum 31.12.2023 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie nach den einschlägigen Vorschriften des AktG erstellt.

Das Geschäftsjahr 2023 ist mit einem Zeitraum 01.01.2023 bis 31.12.2023 gleich mit dem Kalenderjahr definiert.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 HGB auf. Soweit nicht anders vermerkt, sind die Werte in T€ angegeben.

Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung entsprechen den Gliederungsvorschriften des §§ 266 und 275 des Handelsgesetzbuches (HGB), wobei die Gewinn- und Verlustrechnung nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt ist. In der GuV wurden die zusätzlichen Zwischensummen "Gesamtleistung" und "Rohergebnis"eingefügt.

Die in der Bilanz bzw. in der Gewinn- und Verlustrechnung oder wahlweise im Anhang anzubringenden Vermerke wurden zur besseren Klarheit und Übersichtlichkeit der Angaben teilweise im Anhang aufgeführt.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten gemäß § 255 HGB erfasst und ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear abgeschrieben.

Die Abschreibung des Firmenwertes erfolgt über 10 Jahre. Die zugrunde liegende Nutzungsdauer wurde u. a. auf Basis der voraussichtlichen Mindestdauer der Nutzungsmöglichkeit des Markt-Know-Hows festgelegt.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von € 800,00 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen.

Die Finanzanlagen sind zu den Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten aufgrund dauernder Wertminderung angesetzt.

Die Bestände an unfertigen Leistungen wurden mit ihren Herstellungskosten angesetzt. Die Herstellungskosten beinhalten Einzelkosten zuzüglich Betriebsgemeinkosten. Das strenge Niederstwertprinzip wurde beachtet. Erhaltene Anzahlungen auf die ausgewiesenen, unfertigen Leistungen wurden mit ihren Erfüllungsbeträgen unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Die Fertigen Erzeugnisse sind zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.

Der Ansatz von Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen erfolgt regelmäßig zum Nennwert abzüglich Wertberichtigungen für individuell ermittelte Einzelrisiken, die zum Teil in einem pauschalierten Verfahren in Abhängigkeit der Fälligkeitsstruktur ermittelt werden. Zur Berücksichtigung allgemeiner Kreditrisiken werden darüber hinaus Pauschalwertberichtigungen gebildet.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

Flüssige Mittel werden zum Nennwert angesetzt.

Das Gezeichnete Kapital ist zum Nennwert angesetzt.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt.

Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden, soweit vorhanden, verrechnet ausgewiesen. Die Aktivierung latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts nach § 274 HGB.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem beigefügten Anlagenspiegel.

Die Zugänge des Geschäftsjahres in Höhe von 271 T€ im Sachanlagevermögen betreffen in erster Linie Gegenstände der Büro- und Geschäftsausstattung.

Finanzanlagevermögen betreffen in erster Linie die Anteile an der Tochtergesellschaft Asseco Solutions GmbH, St. Florian, AT. Der Wert der Ausleihungen an verbundene Unternehmen verminderte sich in dem Geschäftsjahr von 51 T€ auf Null durch die Tilgung des Darlehens bei Asseco Solutions S.R.L. am 05.10.2023 an die Asseco Solutions AG.

Die Zusammenstellung des Anteilsbesitzes ist in der nachfolgenden Übersicht dargestellt:

Anteilsbesitz in Landeswährung

Anteil am Kapital Geschäftsjahr Währung Eigenkapital Jahresüberschuss
Asseco Solutions GmbH, St. Florian (AT) * 100% 01.01.2023-31.12.2023 EUR 1.985 1.384
Asseco Solutions AG, Schweiz, Urdorf (CH) * 100% 01.01.2023-31.12.2023 CHF 577 83
Asseco Solutions S.A., Guatemala-Stadt (GCA) * 80% 01.01.2023-31.12.2023 GTQ 1.603 521
Asseco Solutions S.R.L., Mailand (I) * 100% 01.01.2023-31.12.2023 EUR 118 359
Asseco Solutions Sp. z o.o., Rzesow 100% 01.01.2023-31.12.2023 PLN 697 226
Blitz F22-133 GmbH (D) * 100% 01.01.2022-31.12.2022 EUR 25 0

* Angaben auf Grundlage des letzten, vorliegenden Abschluss

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

in T€ 31.12.2023 31.12.2022
Restlaufzeit Restlaufzeit
< 1 Jahr > 1 Jahre < 1 Jahr > 1 Jahre
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.080 6.080 0 6.610 6.610 0
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 5.191 5.191 0 4.224 4.224 0
Sonstige Vermögensgegenstände 160 90 70 206 136 70
11.431 11.361 70 11.040 10.970 70

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren aus Lieferungen und Leistungen.

In dem Posten sonstige Vermögensgegenstände sind Kautionen, debitorische Kreditoren sowie laufende Steuerforderungen ausgewiesen.

Flüssige Mittel

in T€ Geschäftsjahr Vorjahr Differenz
Kassenbestand 0 0 0
Guthaben bei Kreditinstituten 6.691 4.569 2.122
Gesamt 6.691 4.569 2.121

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Aufwendungen, welche auf Zeiträume nach dem Bilanzstichtag entfallen.

Das Grundkapital, bestehend aus 1.732.632,00 (Vj. 1.733 T) Stückaktien ohne Nennbetrag, beträgt 1.732.632,00 € (Vj. 1.733 T€). Es handelt sich um Stückaktien, die nicht an einer Börse im freien Verkehr gehandelt werden. Das Grundkapital ist in voller Höhe eingezahlt.

Die Kapitalrücklage beträgt zum Bilanzstichtag 8.704.146,10 € (Vj. 8.704 T€).

Die gesetzliche Gewinnrücklage beträgt unverändert 40.600,00 €.

Der Bilanzgewinn des laufenden Geschäftsjahres in Höhe von 6.269.668,86 € setzt sich zusammen aus einem Gewinnvortrag von 9.165,54 € sowie dem Jahresüberschuss von 6.260.503,32 €; im Übrigen verweisen wir auf den Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns.

Gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 09.03.2023 wurde in 2023 eine Dividende in Höhe von 5.543.655,04 € (3,22 € je Aktie) ausgeschüttet.

Die sonstigen Rückstellungen wurden entsprechend § 249 HGB gebildet. Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Personalverpflichtungen. Darüber hinaus werden unter dem Posten Verpflichtungen aus ausstehenden Rechnungen und sonstigen vertraglichen Verpflichtungen ausgewiesen.

Die sonstigen Rückstellungen beihalten insbesondere Rückstellungen für den Personalbereich (2.563 T€; VJ. 2.421 T€) sowie ausstehende Rechnungen (659 T€; VJ. 781 T€).

Verbindlichkeiten

in T€ 31.12.2023 31.12.2022
Restlaufzeit Restlaufzeit
< 1 Jahr > 5 Jahre < 1 Jahr > 5 Jahre
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 7.331 7.331 0 5.138 5.138 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.396 1.396 0 574 574 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.292 1.292 0 574 574 0
Sonstige Verbindlichkeiten 693 652 0 846 846 0
(davon aus Steuern) (651) (651) (0) (756) (756) 0
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit) (1) (1) (0) (10) (10) 0
Gesamt 10.712 10.671 0 7.132 7.132 0

Es bestehen keine weiteren Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit über einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen mit 1.292 T€ (Vj. 574 T€) solche aus Lieferungen und Leistungen.

Die übrigen sonstigen Verbindlichkeiten enthalten im Wesentlichen Kreditorische Debitoren sowie ausstehende Verbindlichkeiten gegen Mitarbeiter.

IV. Erläuterungen zur Gewinn und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse resultieren nahezu ausschließlich aus dem Verkauf, der Implementierung und laufenden Betreuung von ERP Software, werden überwiegend im Inland generiert und lassen sich wie folgt aufgliedern:

in T€ 2023 2022
Software & Lizenzgeschäft 34.221 34.363
Wiederkehrende Umsätze aus Softwarenutzung 18.968 16.072
Übrige 3.021 226
Gesamt 56.210 50.661

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind im Wesentlichen Erträge aus der Verrechnung von Kfz-Sachbezügen 570 T€ (Vj. 589 T€), aus Weiterbelastungen 2.378 T€ (Vj. 608 T€), sowie Kursgewinne aus Fremdwährungsumrechnung 12 T€ (Vj. 11 T€) enthalten. Weiterhin periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen für Vorjahre in Höhe von 263 T€ (VJ. 520 T€).

Personalaufwand

in T€ 2023 2022
Löhne und Gehälter 25.564 24.872
Soziale Abgaben 4.163 4.000
Gesamt 29.727 28.872

Die Zahl der Mitarbeitenden betrug im laufenden Geschäftsjahr im Durchschnitt 308 (Vorjahr 301).

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen im Zeitraum 01.01.2023 bis 31.12.2023 sind im Anlagenspiegel dargestellt.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten realisierte Kursverluste in Höhe von 31 T€ (VJ. 18 T€).

Das Finanzergebnis beinhaltet im Wesentlichen Zinserträge und Zinsaufwendungen.

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag enthalten periodenfremde Steuererstattungen (-) / -nachzahlungen (+) in Höhe von 4 T€ (VJ. -51 T€).

V. Übrige Pflichtangaben

Haftungsverhältnisse bestanden am Abschlussstichtag nicht.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen, die im Hinblick auf die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind, bestanden am Abschlussstichtag in folgender Höhe:

in T € 31.12.2023 31.12.2022
Verpflichtungen aus Miet-, Leasing- und sonstigen Verträgen:
bis 1 Jahr 2.140 1.714
2 bis 5 Jahre 1.694 2.276
über 5 Jahre 164 -
Gesamt 3.998 3.990

Die Veränderungen zum Vorjahr resultieren im Wesentlichen aus neu abgeschlossenen Verträgen des Fuhrparkleasings sowie aktualisierten Rest-Vertragslaufzeiten für die Anmietung von Büroräumlichkeiten. Die Miet- und Leasingverträge enden zwischen 2024 und 2029.

Das für das Geschäftsjahr 2023 berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt für Abschlussprüfungsliestungen 60 T€ und für sonstige Bestätigungsleistungen 10 T€.

Organe der Gesellschaft

Aufsichtsrat

Jozef Klein, stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender, Kaufmann

Rafal Kozlowski, Aufsichtsratsvorsitzender, Kaufmann

Marcelina Hawryluk, Aufsichtsratsmitglied, Kauffrau

Branislav Tkáčik, Aufsichtsratmitglied, Kaufmann

An die Mitglieder des Aufsichtsrats wurden für Ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr 2023 26 T€ (Vorjahr 26 T€) ausgezahlt.

Vorstand

Markus Haller, Kaufmann, Vorstandsvorsitzender

Ralf Bachthaler, Dipl. Wirt.Ing (FH), CSO, Vertrieb

Sascha Wellershoff, Dipl. Kaufmann, CFO

Auf die Angabe der Bezüge wird unter Verweis auf die Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Konzernverhältnisse

Die Asseco Solutions AG ist in den Konzernabschluss der Asseco Poland SA, Warszawa (Polen) einbezogen. Der Konzernabschluss ist am Sitz der Asseco Poland SA in Warszawa (Polen) erhältlich. Die Asseco Poland SA stellt den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen der Asseco Gruppe auf.

Die Asseco Enterprise Solutions s.a., Bratislava (Slowakei) stellt den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen der Asseco Gruppe auf.

Die Asseco Solutions AG wird in beide Konzernabschlüsse einbezogen. Der Konzernabschluss kann über die Website https://inwestor.asseco.com/files/investor/uploads/ in elektronischer Form abgerufen werden.

Befreiung von der Aufstellung eines Konzernabschlusses und -lageberichts

Die Gesellschaft ist gemäß § 291 Abs.1 HGB von der Pflicht nach § 290 HGB zur Aufstellung eines Konzernabschlusses und Konzernlageberichts zum 31.12.2023 befreit. Der befreiende Konzernabschluss sowie der befreiende Konzernlagebericht wurde von der Asseco Poland S.A, Rzeszów/Poland, erstellt und in englischer Sprache offengelegt.

Die Gesellschaft und ihre Tochterunternehmen wurden unbeschadet des § 296 HGB in den befreienden Konzernabschluss einbezogen.

Eine Erläuterung der im befreienden Konzernabschluss vom deutschen Recht abweichend angewandten Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden entfällt, da dieser in Übereinstimmung mit den von der Europäischen Union übernommenen und zum 31.12.2023 anzuwendenden internationalen Rechnungslegungsstandards und Interpretationen (IFRS) erstellt wurde.

Nachtragsbericht

Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen haben.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Aufsichtsrat und Vorstand schlagen vor, den Bilanzgewinn der Asseco Solution AG aus dem abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 in Höhe von 6.266.740,48 € zur Ausschüttung einer Dividende von 3,64 € je dividendenberechtigte Stückaktie zu verwenden und den darüber hinausgehenden Betrag auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Karlsruhe, 18. März 2024

Markus Haller, Vorstand

Ralf Bachthaler, Vorstand

Sascha Wellershoff, Vorstand

Entwicklung des Anlagevermögens 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.457.514,31 149.815,00 0,00 0,00 3.607.329,31
2. Geschäfts- oder Firmenwert 6.970.115,12 0,00 0,00 0,00 6.970.115,12
10.427.629,43 149.815,00 0,00 0,00 10.577.444,43
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 160.472,93 0,00 0,00 0,00 160.472,93
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.023.647,51 271.444,25 24.044,13 0,00 1.271.047,63
1.184.120,44 271.444,25 24.044,13 0,00 1.431.520,56
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 5.439.392,10 0,00 0,00 0,00 5.439.392,10
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 51.000,00 0,00 51.000,00 0,00 0,00
5.490.392,10 0,00 51.000,00 0,00 5.439.392,10
17.102.141,97 421.259,25 75.044,13 0,00 17.448.357,09
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 804.600,31 448.726,00 0,00 1.253.326,31
2. Geschäfts- oder Firmenwert 6.931.910,12 8.989,00 0,00 6.940.899,12
7.736.510,43 457.715,00 0,00 8.194.225,43
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 94.649,93 21.002,00 0,00 115.651,93
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 593.859,51 175.671,25 24.044,13 745.486,63
688.509,44 196.673,25 24.044,13 861.138,56
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
8.425.019,87 654.388,25 24.044,13 9.055.363,99
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.354.003,00 2.652.914,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 29.216,00 38.205,00
2.383.219,00 2.691.119,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 44.821,00 65.823,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 525.561,00 429.788,00
570.382,00 495.611,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 5.439.392,10 5.439.392,10
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 51.000,00
5.439.392,10 5.490.392,10
8.392.993,10 8.677.122,10

Lagebericht 2023

der Asseco Solutions AG, Karlsruhe

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Asseco Solutions AG mit Sitz in Karlsruhe gehört zum Asseco Konzern, einer der größten börsennotierten Informationstechnik-Unternehmensgruppe in Europa. Asseco Solutions AG entwickelt, vertreibt, implementiert und wartet ERP-Software, die es Unternehmen ermöglicht, ihre Geschäftsprozesse optimal zu gestalten und effizient abzuwickeln. Ergebnis langjähriger Entwicklungsarbeiten sind maßgeschneiderte Lösungen für den Mittelstand in den Branchen Maschinen-, Anlagen- und Fahrzeugbau sowie Automotive, Serienfertigung, Großhandel und Dienstleistung. Die Einbettung in einen internationalen Großkonzern verbunden mit einem innovativen und flexiblen Partnernetzwerk, langjähriger Implementierungserfahrung in allen Segmenten des Mittelstands und lokale Präsenz sind wesentliche Bausteine des Erfolgs. Über 2.100 Kundeninstallationen und zahlreiche Auszeichnungen, zuletzt im September 2023 (GITO Verlag: Zweiter Platz ERP-System des Jahres in der Kategorie "Fertigung"), sind Belege für die Leistungs- und Innovationsfähigkeit des Unternehmens. Kontinuierliche Erweiterung der Funktionen unseres Hauptproduktes APplus durch intensive Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten haben zu einer herausragenden Stellung im deutschen ERP-Markt geführt. Die Asseco Solutions AG ist in Deutschland mit Niederlassungen in Karlsruhe, Erkrath, München und Bad Oeynhausen sowie mit Tochtergesellschaften in Österreich, Schweiz, Italien, Polen und Guatemala vertreten.

2. Forschung und Entwicklung

Nachhaltige Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten (12,8% Anstieg der Entwicklungskosten im Berichtsjahr) sind insbesondere vor dem Hintergrund der sich beschleunigenden Digitalisierung im Mittelstand wesentliche Grundlage des zukünftigen Unternehmenserfolges. Unternehmen müssen in der digitalen Welt weiterhin in Unternehmensanwendungen investieren (IDC Market Perspective June 2023), insbesondere vor dem Hintergrund steigender makroökonomischer Belastungen in Form von Inflation, Arbeitskräftemangel und Rezession. Insbesondere technologische Innovationen, die die Energieeffizienz insgesamt verbessern, werden zu einem unverzichtbaren Mittel in der Zukunft, um Kosten zu senken und die CO 2 Bilanz zu verbessern. Hier spielen Datenintegrationsplattformen eine stark wachsende Rolle, da Unternehmen noch stärker digitalisierte und automatisierte Geschäftsprozesse zur Konsolidierung von Daten, besonders in den Bereichen Umwelt, Gesellschaft und Governance (ESG), benötigen. Vor diesem Hintergrund stand auch im Geschäftsjahr 2023 die Weiterentwicklung der schnellen und flexiblen Anpassungsfähigkeit von APplus an sich auch kurzfristig verändernde Kundenbedürfnisse im Vordergrund. Fokus unserer Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten waren Verbesserung und Erweiterung des Funktionsumfangs und des Zusammenspiels mit Partnerprodukten. Wir tragen damit den weiter steigenden Marktanforderungen an Nutzerfreundlichkeit, Optimierung von Prozessen, Interoperabilität, Informationsmanagement sowie die Unterstützung von Entscheidungen und die Automatisierung von Abläufen durch künstliche Intelligenz Rechnung. Die Entwicklung der künstlichen Intelligenz erlebte im Geschäftsjahr 2023 ein dramatisch zu nennendes Wachstum, insbesondere mit der Veröffentlichung von GPT-4 im März 2023. Künstliche Intelligenz stellt einen weiteren Schwerpunkt unserer Forschung und Entwicklung dar. In der im Oktober 2023 veröffentlichten Version APplus 8 sind KI basierte Funktionen wie KI-Dashboards, Opportunity Management, Lageroptimierung und Einkaufsautomatisierung als Ergebnis unserer Forschung weiterentwickelt worden. Fortsetzung und Ausbau dieser Kompetenzen und Technologien und die Einbettung in APplus hat für Asseco Solutions AG eine große strategische Bedeutung. Zusätzlich liegt ein großes Augenmerk auf den Themen Ergonomie, Nachhaltigkeit, Mobilität und internationale Unterstützung der APplus Kunden. Die Asseco Solutions AG nutzt Synergieeffekte innerhalb des Konzerns, um die Softwareentwicklung hinsichtlich Kosten und Effizienz zu optimieren und arbeitet eng mit renommierten Universitäten und Forschungseinrichtungen, wie den Fraunhofer Instituten und der Industrie, zusammen. Auch im Geschäftsjahr 2023 wurde der Entwicklungsbereich personell und organisatorisch weiter ausgebaut, um den steigenden Marktanforderungen auch in der Zukunft als bedeutender Anbieter erfolgreich begegnen zu können.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung und branchenbezogene Rahmenbedingungen

"Die deutsche Wirtschaft war im gesamten Jahresverlauf von einer wirtschaftlichen Stagnation bei gleichzeitig hohen, wenn auch rückläufigen Inflationsraten geprägt (BMBK, 13.12.2023)." Das reale Bruttoinlandsprodukt ging nach einer Stagnation im dritten Quartal entgegen der letzten Prognose im vierten Quartal um 0,3% zurück. Gesunkene Auslandsaufträge, gestiegene Finanzierungskosten, hohe Inflation (HVPI-Rate im Jahresdurchschnitt 6%), die Unsicherheit über die zukünftige Ausrichtung der Fiskal- und Klimapolitik und die infolge des Ukraine Krieges deutlich gestiegenen Energiekosten haben das Wirtschaftsgeschehen erheblich belastet (Deutsche Bundesbank Monatsbericht Januar 2024). Der Arbeitsmarkt blieb dabei robust, die Löhne stiegen trotz schwacher Konjunktur kräftig an. Die Finanzmärkte wurden weiterhin erheblich von der Geldpolitik beeinflusst. Der kräftige Anstieg der Leitzinsen, um die Inflation wieder unter Kontrolle zu bekommen, führte auf den Zinsmärkten zu hoher Volatilität und zum Zusammenbruch einiger Banken, besonders in den USA und in der Schweiz. Vor dem Hintergrund dieser Entwicklungen erwartet die Deutsche Bundesbank bestenfalls eine Stagnation der Wirtschaftsleistung im ersten Quartal 2024 und ein Gesamtwachstum von 0.4% (Monatsbericht Dezember 2023).

Der ITK-Markt zeigt sich von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung weiterhin unbeeindruckt und wuchs 2023 mit 4,4% annähernd auf Vorjahresniveau (Vorjahr 4,3%) und auch der Softwaremarkt hat das Vorjahreswachstum mit 9,4% (Bitkom ITK Marktzahlen, Stand Januar 2024) um 0,1% sogar leicht übertroffen. Die digitale Welt ist Realität und mit Ihr einher geht eine neue Welle von Unternehmensanwendungen, mit denen sich Unternehmen vom Wettbewerb absetzen können (IDC Market Perspective Juni 2023). Laut IDC geht die digitale Transformation für 49% der Unternehmen weiter, 51% sehen sich bereits als digitales Unternehmen. Und digitale Unternehmen investieren weiterhin, um Technologie als Wettbewerbsvorteil zu nutzen, kontinuierlich Innovationen mit generativer KI einzuführen und stützen sich stärker auf ein Partnernetzwerk.

Nach einem starken Anstieg der Digitalisierung der Wirtschaft in Deutschland im Jahr 2021, bedingt durch die Corona Krise, stagniert die Digitalisierung (BMWK-Digitalisierungsindex 2023). Den größten Nachholbedarf haben kleine und mittlere Unternehmen. Das Sonstige Verarbeitende Gewerbe verzeichnete dabei den stärksten Zuwachs. In diesem Marktsegment ist die Asseco Solutions AG sehr gut positioniert.

2. Geschäftsverlauf

Das Geschäftsmodell der Asseco Solutions AG konnte sich auch im Geschäftsjahr 2023, trotz der erheblichen weltweiten ökonomischen Unsicherheiten und dem Abgleiten der deutschen Wirtschaft in eine Rezession, gut behaupten. Die erheblichen Managementanstrengungen zur Flexibilisierung der Organisation und zur Effizienzsteigerung resultierten in einem Umsatzwachstum von 11,0% gegenüber dem Vorjahr.

Das schwierige ökonomische Umfeld sorgte jedoch auch im Zielmarkt der Asseco Solutions AG für Verunsicherung. Der anhaltende Ukraine-Krieg, historisch hohe Preissteigerungsraten und besonders die enorm gestiegenen Energiepreise haben die Bereitschaft ERP-Systeme neu einzuführen deutlich abgeschwächt. Insbesondere im vierten Quartal war eine deutliche Marktabkühlung zu beobachten. Geplante Neueinführungen wurden aufgrund hoher Investitionen und des Kundenpersonalbedarfs verschoben oder ganz abgesagt. Wir konnten dabei aber den Auftragseingang aus Neukundenprojekten im Vergleich zum Vorjahr annähernd auf gleichem Niveau halten. Die strategische Bedeutung des Einsatzes von innovativen ERP-Systemen, insbesondere in schwierigen ökonomischen Situationen, wird zunehmend als Wettbewerbsfaktor erkannt. Dabei haben wir unseren Fokus insbesondere auf die Leadgenerierung, den Ausbau des Telemarketings und die weitere Ausbildung des Vertriebs gelegt.

Ebenso spielte die Innovationskraft des Produktes eine entscheidende Rolle. Das Geschäftsjahr war besonders geprägt durch die Veröffentlichung des neuen Releases APplus 8 im Oktober 2023. Es beinhaltet eine Reihe von wesentlichen technischen Innovationen und die Implementierung einer vor allem prozessorientierten Interaktionsschicht. Die strategische Neuausrichtung der Firma im Rahmen des "Next Level" Projektes wurde konsequent weiter vorangetrieben und soll im Jahr 2024 abgeschlossen werden. Ein wesentlicher Fokus ist die Implementierung von modernsten KI-Methoden in die internen Prozesse der Gesellschaft, um Effizienz, Effektivität und Qualität der Prozesse zu steigern. In allen Organisationseinheiten wurden die Abläufe entsprechend weiterentwickelt.

Die Neuausrichtung des Bereiches Professional Services wurde im Berichtsjahr abgeschlossen. Die Niederlassungsstruktur wurde auf eine Regionalstruktur umgestellt, das Projektmanagement personell und methodisch weiterentwickelt, Kompetenzteams wurden gebildet und das Onboarding neuer Mitarbeiter optimiert. Diese Initiativen trugen wesentlich dazu bei, dass trotz eines herausfordernden Marktumfelds die Dienstleistungsumsätze um 5,9% weiter gesteigert werden konnten. Ein großer Anteil dieses Erfolgs ist unseren Bestandskunden zu verdanken, unterstützt durch die Migration auf neue Versionen, insbesondere die aktuelle Version APplus 8. Besonders schnell wachsende Kunden in Schlüsselbranchen wie E-Mobilität und Solarenergie haben in gemeinsame Projekte im Rahmen bestehender APplus Installationen investiert und gemeinsam mit sehr vielen anderen Kundenprojekten und Updates dafür gesorgt, dass wir 2023 entgegen dem allgemeinem Markttrend auch im Bestandskundenlizenzvertrieb wachsen konnten.

Auch in Österreich und der Schweiz war das Marktumfeld 2023 schwierig. Nach einem positiven Jahresauftakt stagnierte die Schweizer Wirtschaft und erzielte ein unterdurchschnittliches Wachstum von 1,2% (KOF, 13.12.2023). Die österreichische Wirtschaft schrumpfte sogar um 0,7%, im Wesentlichen bedingt durch einen Rückgang der Investitionen infolge deutlich gestiegener Finanzierungskosten und weiter anhaltend hoher Inflation. Unsere Tochtergesellschaften und Shared Service Center entwickelten sich im Rahmen unserer Erwartungen und wuchsen im hohen einstelligen bis unteren zweistelligen Bereich. Die Asseco Solutions AG betreibt ein konsequentes Kostenmanagement, optimiert die operative Effizienz und investiert nachhaltig in Innovationen, Vertrieb und Projektmanagement. Mit den getroffenen Maßnahmen beabsichtigt der Vorstand das nachhaltige, profitable und langfristige Wachstum der Gesellschaft fortzusetzen.

3. Darstellung der Lage

Die Asseco Solutions AG erzielte im Geschäftsjahr ein Umsatzwachstum von 11,0% auf 56.210 T€. Das Vorsteuerergebnis stieg um 20,0% auf 8.614 T€, das Nachsteuerergebnis um 16,5% auf 6.261 T€. Die Asseco Solutions AG übertraf damit die gesetzten Umsatzziele auch im Jahr 2023. EBIT und Nachsteuerergebnis haben sich entsprechend gut entwickelt und liegen oberhalb der gesetzten Erwartungen. Die Umsatzrendite hat sich um 0,5% Punkte auf 11,1% verbessert. Wir haben die Gesellschaft im Rahmen unserer bereits während der Corona Pandemie getroffen Kosteneinsparungs- und Effizienzsteigerungsmaßnahmen gut auf das Abgleiten der Wirtschaft in die Rezession vorbereitet. Die strategische Ausrichtung wurde konsequent weiterverfolgt. Aufgrund des weiteren Ausbaus unseres Shared Service Centers in Rzeszow, Polen, haben wir die Anzahl der Mitarbeitenden in Deutschland nur moderat gesteigert. Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeitenden stieg von 301 auf 308.

1. Entwicklung der Umsätze

Die Gesellschaft erzielte im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Anstieg der Umsatzerlöse inkl. einer Erhöhung des Bestands an unfertigen Leistungen um 12,9% oder 6.586 T€ auf 57.842 T€. Unter Hinzurechnung der sonstigen betrieblichen Erträge ergibt sich die Gesamtleistung. Diese stieg um 15,5% auf 61.225 T€ (im Vorjahr 52.996 T€).

2. Entwicklung des Rohergebnisses

Das Rohergebnis als Differenz zwischen der Gesamtleistung des Unternehmens und dem Materialaufwand schließt mit 49.090 T€ um 13,1% bzw. 5.697 T€ höher als im Vorjahr ab (43.392 T€). Dies ist hauptsächlich auf das oben beschriebene Wachstum der Umsatzerlöse zuzüglich der Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Leistungen in Höhe von 1.038 T€ zurückzuführen, die im Geschäftsjahr vor dem Hintergrund größerer und länger laufender Projekte stärker als im Vorjahr angestiegen sind.

Der Materialaufwand beläuft sich auf insgesamt 12.135 T€ und liegt damit 2.531 T€ über dem Vorjahr (9.604 T€) und wächst überdurchschnittlich um 26,3%. Die Aufwandsquote erhöhte sich um 2,6%-Punkte. Der Materialaufwand besteht zu einem wesentlichen Teil aus den Aufwendungen für bezogene Leistungen im Rahmen der Abwicklung der Einführungsprojekte für die ERP-Software APplus, die im Berichtsjahr um 24,0% gewachsen sind. Hintergrund der Erhöhung sind ein starker Anstieg der Projektunterstützung durch Tochtergesellschaften und externe Partner und im Zuge des starken Wachstums der Wartungserlöse gestiegene Partneraufwendungen. Die Aufwendungen für fremdbezogene Softwarelizenzen stiegen in diesem Zusammenhang überdurchschnittlich um 33,1% auf 3.320 T€ (im Vorjahr 2.744 T€). Das starke Wachstum im Vergleich zum Vorjahr ist auch durch ein eher unterdurchschnittliches Ergebnis des Partnerlizenzvertriebs 2022 aufgrund von Vorzieheffekten im Rahmen auslaufender staatlicher Förderprogramme im vierten Quartal 2021 beeinflusst.

3. Entwicklung der Kosten

Die Kosten aus operativer Tätigkeit (Wareneinsatz, Personalkosten, Abschreibungen auf das Anlagevermögen, Sonstige Betriebliche Aufwendungen) sind im Vergleich zum Vorjahr um 12,2% von 48.190 T€ auf 54.083 T€ gestiegen.

Der Personalaufwand erhöhte sich hierbei moderat um 3,0% auf 29.727 T€ (im Vorjahr 28.872 T€) und ist im Wesentlichen auf den Anstieg der durchschnittlichen Mitarbeiterzahl um 7 Personen und moderate Gehaltssteigerungen zurückzuführen. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Anzahl der neu geschaffenen Stellen in Deutschland deutlich verringert und ist auf den weiteren Ausbau des Shared Service Centers in Rzeszow, Polen zurückzuführen. Der Personalaufwand im Verhältnis zum Umsatz ist um 4,1%-Punkte gesunken und liegt bei 52,9% (im Vorjahr 57,0%).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich im Geschäftsjahr um 2.453 T€ oder 26,9% auf 11.567 T€ (im Vorjahr 9.114 T€). Der Kostenanstieg lässt sich im Wesentlichen auf gestiegene Outsourcing Kosten (plus 1.514 T€) zurückführen, deutlich gestiegene Reise- und Bewirtungskosten (plus 490 T€) im Rahmen der Dreißigjahr Feier und einem damit verbundenen Anstieg der Marketingkosten (plus 71 T€). Die Wertberichtigungen stiegen im Zuge des signifikanten Anstiegs der Insolvenzen in Deutschland an (plus 237 T€) und der Lizenzaufwand erhöhte sich durch den Erwerb von "Large Language Model" Lizenzen im Rahmen unserer strategischen Fokussierung auf künstliche Intelligenz (plus 71 T€).

4. Ergebnisentwicklung

Im Geschäftsjahr 2023 wuchs der Jahresüberschuss um 16,5% auf 6.261 T€ (Vorjahr: 5.374 T€) an. Die Umsatzrendite stieg dabei um 0,5%-Punkte auf 11,1% an. Die erheblichen Investitionen auch der Vorjahre in die Personalausstattung, in Aus- und Weiterbildung, Produktentwicklung, Internationalisierung und Prozesseffizienz sind wesentliche Treiber der positiven Umsatz- und Ergebnisentwicklung. Der EBIT hat sich aufgrund dieser Entwicklungen um 18,6% verbessert, die Effizienzsteigerungen erhöhten den Anteil am Umsatz im Vergleich zum Vorjahr 1%-Punkt.

5. Investitionen

Im Geschäftsjahr 2023 stieg das Investitionsvolumen von 186 T€ auf 421 T€ und betrifft im Wesentlichen den Erwerb von Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie Software-Lizenzen.

6. Finanzierung

Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war im abgelaufenen Geschäftsjahr zu jeder Zeit gegeben. Die Gesellschaft hat sich aus dem Cashflow der operativen Geschäftstätigkeit finanziert. Eine Inanspruchnahme von Kreditlinien erfolgte nicht.

7. Personal

Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl beträgt 308 und liegt somit um 7 Mitarbeiter über der durchschnittlichen Mitarbeiterzahl im Vorjahr (301 Mitarbeiter).

8. Vermögens- und Finanzlage

Vermögens-/Finanzlage 2023 2022 2021
Eigenkapitalquote Eigenkapital / 53,7% 58,2% 44,5%
Bilanzsumme
Anlagendeckung Eigenkapital / 199,4% 184,6% 149,8%
Anlagevermögen

Infolge der erhöhten Geschäftstätigkeit sowie der Aktivitäten im Konzernverbund stieg im Berichtsjahr 2023 die Bilanzsumme des Unternehmens um 3.626 T€ auf 31.139 T€ an (plus 13,2%).

Die Veränderung resultiert überwiegend aus dem Anstieg der Unfertigen Leistungen um 1.633 T€ auf 3.961 T€ (im Vorjahr 2.328 T€) im Zuge größerer und länger dauernder Kundenprojekte und dem Aufbau flüssiger Mittel von 2.121 T€ auf 6.691 T€ (im Vorjahr 4.569 T€) aus der positiven Entwicklung unseres Geschäfts. Dabei verringerte sich die Eigenkapitalquote aufgrund des Anstiegs der Bilanzsumme technisch um 4,5%-Punkte und resultiert u.a. aus einem Anstieg der erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen (plus 2.194 T€) und gestiegener Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (plus 822 T€).

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Die Gesellschaft zieht insbesondere für ihre interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Umsatzentwicklung und EBIT (Earnings Before Interest and Taxes) heran. Der Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr lag dabei oberhalb der Planwerte. Auch die Kennzahlen EBIT und das Ergebnis nach Steuern lagen durch deutlich höher als geplante Umsätze und höhere Beteiligungserträge über unseren Erwartungen. Der im Geschäftsjahr 2023 erzielte EBIT beträgt 8.587 T€ (im Vorjahr 7.240 T€).

Zusammenfassend hat sich die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft im Berichtsjahr wie schon im Vorjahr weiterhin gut entwickelt. Überdurchschnittliches Umsatzwachstum und die Steigerung der Umsatzrentabilität sorgten für eine stabile Ertragslage. Die Vermögenslage ist wie im Vorjahr als gut zu bezeichnen. Die Anlagenintensität hat im Zuge des Wachstums und der damit verbunden Kapitalbindung im Working Capital (insbesondere unfertige Leistungen) um 4,6%-p abgenommen, das durchschnittliche Kundenziel blieb trotz schlechter Wirtschaftslage stabil bei 41 Tagen. Die Finanzlage ist weiterhin als sehr gut zu bezeichnen, der Bestand an liquiden Mitteln stieg um 2.121 T€ auf 6.691 T€. Unsere Kundenforderungen haben sich um 530 T€ (8,0%) auf 6.080 T€ im Vergleich zum Vorjahr verringert (im Vorjahr 6.610 T€).

III. Prognosebericht

Die Corona-Pandemie ist weitgehend überwunden, die Folgen der Pandemie werden jedoch auf absehbare Zeit noch Einfluss auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung haben. Lieferketten gerieten erheblich unter Druck und die Auswirkungen des Ukraine-Russland-Konflikts stellen bisherige Einschätzungen und Prämissen über die weitere konjunkturelle Entwicklung in Frage. Insbesondere die finanzwirtschaftlichen und konjunkturellen Auswirkungen sind vor dem Hintergrund stark angehobener Zinsen zur Inflationsbekämpfung schwierig zu prognostizieren. Die Bundesregierung hat für das Jahr 2024 ihre letzte Wachstumsprognose von 1,3% am 21. Februar 2024 auf 0,2% korrigiert und folgt damit der Einschätzung führender Wirtschaftsforschungsinstitute und Banken.

Der Vorstand der Asseco Solutions AG geht für das Geschäftsjahr 2024 von einer Fortsetzung des positiven Wachstumstrends deutlich oberhalb der gesamtwirtschaftlichen Prognose der Bundesregierung in Höhe von 0,2% aus und erwartet basierend auf Umsätzen im Jahr 2023 in Höhe von 56.210 T€ die Weiterführung des leicht zweistelligen prozentualen Umsatzwachstum in Verbindung mit einer moderaten Kostensteigerung um 5%. EBIT und Nachsteuerergebnis werden sich aufgrund von fortsetzenden Kostendegressionseffekten leicht oberhalb des geplanten Umsatzwachstums entwickeln. Diese Annahmen basierten auf dem derzeitigen Auftragsbestand in Verbindung mit bereits gestarteten Effizienzsteigerungsinitiativen. Die Planung wird durch das Management im Rahmen regelmäßig stattfindender Soll-Ist-Vergleiche überwacht und bei wesentlichen Abweichungen werden entsprechende Maßnahmen ergriffen.

Es ergaben sich seit dem Bilanzstichtag vom 31. Dezember 2023 keine berichtspflichtigen Ereignisse.

IV. Chancen- und Risiken der zukünftigen Entwicklung

Im Berichtsjahr bestanden für die Asseco Solutions AG keinerlei Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden. Wirtschaftliche, rechtliche oder sonstige bestandsgefährdenden Risiken für die Zukunft der Gesellschaft sind nicht zu erkennen. Zur frühzeitigen Identifizierung von eventuell auftretenden Risiken und zur dadurch möglichen rechtzeitigen Planung und Umsetzung von Gegenmaßnahmen unterhält die Gesellschaft ein Risikomanagement-System. Effiziente Planungs-, Kontroll- und Steuerungssysteme gewährleisten die frühzeitige Identifikation von Risikopotenzialen und ermöglichen damit die Einleitung geeigneter Korrekturmaßnahmen. Der ordnungsgemäße Ablauf aller wesentlichen Geschäftsprozesse im Unternehmen wird durch regelmäßige Kontrollen abgesichert. Geschäftsprozesse, die für das finanzielle Reporting der Gesellschaft bedeutsam sind, werden im Rahmen zusätzlicher Kontrollprozesse überwacht. Darüber hinaus sind entsprechende Versicherungen zur Eingrenzung der finanziellen Auswirkungen von Schadensfällen und Haftungsrisiken abgeschlossen. Dem generellen unternehmerischen Risiko für das wirtschaftliche Ergebnis und die Liquidität der Gesellschaft trägt die Geschäftsführung je nach Situation mit entsprechenden Maßnahmen zur Umsatzsteigerung, zur Kosteneinsparung und zur Cashflow-Sicherung Rechnung. Interne Maßnahmenpläne zur Absicherung gegen Risiken werden kontinuierlich aktualisiert und konsequent umgesetzt. Erkennbare Risiken wurden durch Abschreibungen, Wertberichtigungen und Rückstellungen angemessen berücksichtigt.

Die Einhaltung geltender Gesetze und interner Compliance-Richtlinien zählt zu den Verhaltensgrundsätzen der Asseco Solutions AG. Dies spiegelt sich in der zentralen Vorgabe von Compliance-Regularien und der entsprechenden Umsetzung auch in allen Tochtergesellschaften wider. Die Asseco Solutions AG kontrolliert regelmäßig deren Einhaltung und schult in festgelegten Zyklen alle Mitarbeiter.

V. Chancen- und Risiken Bericht im Einzelnen

1. Geschäftsmodell und Entwicklungskonzeption

Die Systemarchitektur von APplus sowie die langjährige Erfahrung im Markt bieten der Asseco

Solutions AG die Möglichkeit, technologische Trends früher als andere Marktteilnehmer einzuschätzen, zu testen und gegebenenfalls den Kunden innerhalb von APplus zur Verfügung zu stellen.

Chancen

Innovative und zunehmend KI-gestützte Lösungen

Weitere Optimierung der Bedienoberfläche

Fortentwickelte Nutzung von Internettechnologien

Produktadaptionen unter Nutzung technologischer Entwicklungen

Ausbaufähiger Produktumfang auf Basis leistungsfähiger, skalierbarer Server (DB-Server, Applikationsserver, Web-Server)

Schnelle Anbindung weiterer Produkte über standardisierte Schnittstellen

Technische Standards wie XML Web Services und Serviceorientierte Architektur erleichtern zukünftig den Daten- und Informationsaustausch mit anderen Anwendungen über Plattformgrenzen hinweg

Im deutschsprachigen Raum flächendeckend vertreten

Risiken

Derzeit nur eine Produktlinie

Teilweise hoher Anteil an Individualisierungen für Kunden und daraus resultierende Projektrisiken

Unerwartete Produktmängel in Releases

Plattformunabhängigkeit ist nur bedingt gegeben, da keine Nutzung unter Linux, Oracle, db2, Unix möglich

Geringer Internationalisierungsgrad außerhalb Europas.

Kündigungen seitens Know-How Träger

2. Vertriebskonzept der Gesellschaft

Die Fortsetzung der Marktanteilsgewinnung verbunden mit signifikantem Umsatzwachstum ist ein strategisches Ziel der Asseco Solutions AG. Der gezielte Einsatz des Vertriebskompetenzteams sowie die Fokussierung auf Sales Excellence tragen zu einer wesentlichen Erhöhung der Abschlussquoten und einer weiteren Steigerung des Neugeschäftes bei. Der Bestandskundenvertrieb gewinnt für die Asseco Solutions AG im Sinne einer umfassenden Kundenbetreuung verstärkt an Bedeutung. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden das Produkt- und Serviceportfolio erheblich erweitert und so eine deutliche Steigerung der Kundennachfrage erreicht. Der gehobene Mittelstand eröffnete der Asseco Solutions AG auch 2023 erhebliche Wachstumsmöglichkeiten im ERP-Markt. Asseco Solutions AG erwartet durch branchenspezifische Konzepte der Marktbearbeitung in den Branchen Maschinen-/Anlagenbau, Fahrzeugbau, Automotive, Handel und Dienstleistung weitere positive Effekte für ein profitables Wachstum. Die Funktionsbreite und die technologische Basis von APplus lassen mittelfristig auch die Erschließung weiterer Branchen zu. Vertriebskompetenzen im Ausland werden chancenorientiert weiter auf- und ausgebaut und erfolgen im Wesentlichen durch eigene Niederlassungen.

Chancen

Der ERP-Markt befindet sich im Umbruch, einhergehend mit einer Marktkonsolidierung. Einige Mitbewerber des Unternehmens befinden sich nach wie vor in Phasen strategischer Neuausrichtungen. Dieser Trend bietet dem Vertrieb der Asseco Solutions AG aktuell gute Marktchancen. Daneben bietet die Zugehörigkeit des Unternehmens zum Asseco-Konzern den Kunden eine langfristig hohe Investitionssicherheit in Verbindung mit stark ausgeprägter Innovationskraft, insbesondere im Bereich der KI-Technologie, und sichert damit auch langfristig das Wachstumspotenzial des Unternehmens. Eine zunehmende Steigerung des Bekanntheitsgrades der Asseco Solutions AG und des Produktes APplus durch verstärkte Aktivitäten im Unternehmensmarketing kann den Marktzugang zusätzlich erleichtern.

Risiken

Die Abhängigkeit von konjunkturellen Rahmenbedingungen in den Zielbranchen, die Investitionsbereitschaft der Kunden sowie das Verhalten der Mitbewerber der Asseco Solutions AG sind als wesentliche Risiken aufzuführen. Sie werden von einer Vielzahl von Faktoren beeinflusst, auf die die Asseco Solutions AG nur bedingt Einfluss nehmen kann. Der Konsolidierungsdruck im ERP-Geschäft erhöht den Preiswettbewerb, der sich negativ auf die Produktmargen auswirkt.

Die wirtschaftlichen Folgen der Corona Pandemie Bekämpfung sind erheblich und werden durch die Auswirkungen des Ukraine-Russland-Konflikts noch verstärkt. Insbesondere der Anstieg der Verbraucherpreise bedingt durch die massiven Preissteigerungen im Energiesektor und dem darauffolgenden Anstieg der Zinsen wirkt sich besonders auf den Mittelstand aus. Der hieraus resultierende Kostendruck verbunden mit einer Erhöhung der Ausfallwahrscheinlichkeiten führt aber auch zu verstärkten Rationalisierungs- und Digitalisierungsinitiativen und sorgt somit für weitere Marktchancen. Die weitere Dauer und Auswirkungen des Ukraine-Kriegs auf die globale und europäische wirtschaftliche Dynamik und Konjunktur, aber auch auf die Konjunktur in den Zielmärkten der Asseco Solutions AG sind aktuell nicht einschätzbar. Es ist schwer prognostizierbar und nicht auszuschließen, dass sich eine oder aber auch in der Kombination mehrerer Krisen verstärkende Effekte ergeben, die über normale konjunkturelle Schwankungen hinausgehen. Die Instrumente des Risikomanagements werden laufend überprüft und weiter ausgebaut. Risiken aus Währungsgeschäften bestehen keine.

3. Projektmanagement und Consulting

Chancen

Die effiziente Projekteinführungsmethodik der Asseco Solutions AG und das erweiterte Ausbildungsprogramm im Projektmanagement ermöglicht die weitere Erschließung größerer Dienstleistungsbudgets im gehobenen Mittelstand. Die derzeitig erzielten Consulting-Umsätze bieten ein weiteres Ertragspotential, das durch eine umfassende Umsetzung der Projektmanagement-Methoden und weitere Qualifikation des Projektpersonals kurzfristig realisierbar sind. Die IT-gestützte, branchenspezifische Prozessdefinition (Musterprozesse) sowie ganzheitliche Organisations- und Prozessberatung stärken die Marktposition der Asseco Solutions AG im gehobenen Mittelstand. Integrierte Business Solution Teams und zielorientierte Anreizsysteme ermöglichen die Nutzung von Effizienzpotentialen; die Abrechenbarkeit von Leistungen der Projektmitarbeiter wird hierdurch gewährleistet. Die Führung der Kundenteams wird durch angemessene Planungsinstrumente unterstützt. Das Projektcontrolling erfolgt auf der Ebene von Einzelprojekten und ermöglicht eine detaillierte und ertragsorientierte Steuerung des Projektportfolios. Planungs- und Controllinginstrumente werden permanent an sich weiter entwickelnde Anforderungen angepasst.

Risiken

Die Performance der Projektabwicklung ist entscheidend von der funktionalen Tiefe des zu implementierenden Produktes abhängig. Fallweise können mangelnde Funktionalitäten und damit verbundene Individualisierungen zu Risikoprojekten und insbesondere im Falle von großen Projekten zu nicht abrechenbaren Leistungen im Projekt und in der Entwicklung führen. Aufgrund des starken Wachstums der Asseco Solutions AG wurde erheblich in die Kapazität in Form von neuen Mitarbeitern im Projektbereich investiert, die entsprechend ausgebildet werden müssen und in der ersten Zeit nur eine geringe Verrechenbarkeit aufweisen. Produktivität und Effizienz können hier weiter gesteigert werden.

4. Mitarbeiter

Die Asseco Solutions AG ist als etablierter Marktteilnehmer in einer zukunftsgerichteten Branche ein attraktiver Arbeitgeber und erhielt auch im Jahr 2023 wieder das kununu "Top Company Siegel". Moderne Arbeitsumgebung, flexible Arbeitsmodelle und gute Entwicklungsmöglichkeiten sorgen für sehr positive Resonanz im Arbeitsmarkt und sozialen Netzwerken. Das Personalführungsmodell der Asseco Solutions AG fördert und fordert selbstständiges und professionelles Handeln im Rahmen individueller Vereinbarungen. Mitarbeiter werden gezielt durch Weiterbildungsmaßnahmen unterstützt, Ziele werden in regelmäßigen Abständen gemeinsam mit den Führungskräften überprüft und bedarfsorientiert neu abgestimmt. Diese Rahmenbedingungen sorgen für ein hohes Maß an Zufriedenheit und ermöglichen es der Asseco Solutions AG, trotz des besonders im Softwaremarkt herrschenden Fachkräftemangels, hochqualifizierte neue Mitarbeiter zu gewinnen. Der zunehmende Mangel an qualifiziertem und spezialisiertem Personal und die Fluktuation von Know-How Trägern stellen für die Asseco Solutions AG trotz dieser Maßnahmen ein Risiko dar.

VI. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen verwendeten Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Die Ausfallraten sind sehr gering und werden aktiv durch ein effizientes Debitorenmanagement minimiert. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Absicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik. Wechselkursrisiken bestehen nur in sehr geringem Umfang und werden durch intensive Marktbeobachtung und sehr kurze Forderungs- und Verbindlichkeitslaufzeiten aktiv gesteuert. Der Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten erfolgt nicht.

VII. Zweigniederlassungen

Die Asseco Solutions AG betreibt Niederlassungen an den Standorten Erkrath, Bad Oeynhausen, Karlsruhe und München.

VIII. Abschlusserklärung zum Abhängigkeitsbericht

Erklärung des Vorstands der Gesellschaft nach § 312 Abs. 3 AktG für den Zeitraum 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023:

Die Asseco Solutions AG hat bei den im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die uns zum Zeitpunkt, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bekannt waren bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten. Andere Maßnahmen wurden weder getroffen noch unterlassen.

 

Karlsruhe, 18. März 2024

Markus Haller, Vorstand

Ralf Bachthaler, Vorstand

Sascha Wellershoff, Vorstand

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