Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 774750
Vorher
Blitz 20-527 GmbH
Eingetragen
16.6.2020
Branche
BeteiligungsgesellschaftenBearbeitung und Veredlung von KunststoffwarenHerstellung von Prüfmaschinen
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: Entgratung und Auswaschen von Teilen und Werkstücken jeglicher Art und alle damit verbundenen Tätigkeiten sowie Vergabe von Entwicklungen sowie Entwicklung, Herstellung und Verkauf von Entgratungsanlagen nebst Zubehör und von Entgratungsvorrichtungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Rolf Nick
seit 27.11.2025
Prokura
Andrej Ressel
seit 8.11.2023
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (3)

NameAnteil
65.99%
4.00%

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
SFO-N GmbHEigenbeteiligung
28.28%

Gesellschafter
Beta

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 3 angezeigt

Name
Ort
Betrag
Anteil
SFO-N GmbH
Germany
612.755 €
94.27%
R*** N***
26.000 €
4.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Piller Entgrattechnik GmbH

Ditzingen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022

PILLER ENTGRATTECHNIK GMBH, DITZINGEN

I. Grundlagen des Unternehmens

a) Geschäftsmodell des Unternehmens

Reine Perfektion, energieoptimiert und zukunftsweisend: dafür steht die Technik zum industriellen Entgraten und Reinigen von Piller.

Das Unternehmen ist ein weltweit tätiger Spezialist für die industrielle Teilereinigung sowie das Entgraten, Entspänen und die hoch präzise Bauteilereinigung im Bereich der industriellen Hochdruckstrahltechnik.

Die Absatzmärkte sind neben Deutschland und Europa, Asien sowie Nordamerika. Die Kunden gehören der Automotive-, der Hydraulik- und der Pneumatikindustrie an.

Das Anlagenkonzept von Piller ist permanent weiterentwickelt worden, sodass sich das Unternehmen in seinem Marktumfeld zu einem festen Bestandteil der Automotive-Elektromobilität entwickelt hat. Piller liefert im Automobilbereich bereits über 80 % seiner Anlagen für Anwendungen der Elektromobilität.

Neue Geschäftsbereiche mit deutlichem Wachstumspotential sind die Elektronikindustrie (5G-Technik) sowie Großteile in den Bereichen Truck und non-road.

Neben dem Bereich Neumaschinen gehören die Geschäftsbereiche "Lohnentgraten" sowie der "Field Service" zum Angebot des Unternehmens. Im Sinne der Kreislaufwirtschaft arbeitet das Unternehmen auch Gebrauchtmaschinen auf, um diese mit kundenspezifischen Ergänzungen oder Erweiterungen zu vermarkten ("Retrofit").

b) Gesellschaftliche Verantwortung, Nachhaltigkeit und Umweltschutz

Das Unternehmen versteht sich als Teil der Gesellschaft und verpflichtet sich, verantwortungsbewusst zu handeln. Den Themen Umweltschutz und Energiemanagement kommt dabei ein hoher Stellenwert zu. Ausgelöst durch die Energiekreise wurden strikte Maßnahmen ergriffen, um den Energiebedarf des Unternehmens deutlich zu senken.

Das Unternehmen verfolgt das Ziel, seine Produkte unter den Gesichtspunkten des Umweltschutzes nicht nur ressourcenschonend zu produzieren, sondern auch in der Weiterentwicklung für seine Kunden energiesparend auszulegen. Anlagen von Piller laufen im Betrieb mit deutlich geringerem Energiebedarf als Alternativanlagen. Dies dient ebenso der Nachhaltigkeit, wie die Aufarbeitung gebrauchter Anlagen.

c) Personal- und Sozialwesen

Wesentlich für den Erfolg des Unternehmens sind seine Mitarbeiter. Das Unternehmen ist stolz darauf, dass die Leistungsträger bereits viele Jahre bzw. Jahrzehnte im Unternehmen beschäftigt sind und eine hohe Identifikation, Motivation und Innovationsfähigkeit aufweisen.

Das Management der Corona-Pandemie prägte auch im Jahr 2022 das Personalwesen, auch wenn sich das Pandemiegeschehen in Europa ab Jahresmitte deutlich entspannte. Zudem lag und liegt der Fokus der Personalarbeit auf dem Halten und Entwickeln bzw. Rekrutieren von Fach- und Führungskräften, ohne die der Erfolg des Unternehmens nicht möglich wäre.

Zum 31.12.2022 beschäftigte das Unternehmen 107 Mitarbeiter (Vorjahr: 97) sowie 3 Auszubildende (Vorjahr: 3).

II. Wirtschaftsbericht

a) Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das Geschäftsjahr 2022 wurde durch die abklingende Corona Pandemie, aber noch mehr durch den Krieg in der Ukraine geprägt. Dies hat die bereits bestehenden Verwerfungen am Beschaffungsmarkt weiter verschärft, zusätzlich zu einer Energiekrise und in Summe zu einer nicht dagewesenen Inflation geführt.

Engpässe bei der Versorgung mit Energie, Schwierigkeiten bei der Lieferung von Rohstoffen, Vorprodukten und Handelswaren sowie ein sich verschärfender Arbeitskräftemangel belasteten die Herstellung von Waren und Dienstleistungen in nahezu allen Wirtschaftsbereichen. Dadurch wurden nicht nur die Produktionsmöglichkeiten eingeschränkt, sondern auch die Produktionskosten als Folge der angebotsseitigen Knappheiten in die Höhe getrieben. Das Weltwirtschaftswachstum hat sich in diesem Zusammenhang auf 3,0 % deutlich verlangsamt (Vorjahr: 6,0 %). In Europa wuchs die Wirtschaft um 3,6 % (Vorjahr: 5,8 %). Mit einem Anstieg um 1,9 % war das Wachstum der deutschen Wirtschaft deutlich geringer (Vorjahr: 2,6 %; Quelle: Global Insight World Overview vom 17.01.2023).

Für das Jahr 2022 rechnet der VDMA (Stand: Dezember 2022) mit einem realen Produktionswachstum von 1 %. Wichtigste Exportmärkte der deutschen Maschinenbauindustrie waren wie schon in den Vorjahren China und die USA.

b) Wettbewerbssituation und Geschäftsverlauf

Das Jahr 2022 war geprägt durch eine anziehende Nachfrage im Neumaschinengeschäft, sowohl von Bestands- als auch von Neukunden. Dabei konnte die Dynamik des Auftragseinganges in der 2. Jahreshälfte noch gesteigert werden. Insgesamt war das Niveau der Auftragseingänge im Neumaschinengeschäft in 2022 knapp 50 % über dem Vorjahr.

Massive Verwerfungen am Beschaffungsmarkt sowohl hinsichtlich Materialverfügbarkeit als auch Preisentwicklung hatten jedoch deutliche Auswirkungen auf den Fertigstellungsgrad einzelner Anlagenbauprojekte.

Während der Bereich des Lohnentgratens bis zum Sommer auf Plan lief, wurden die Geschäftsaktivitäten bedingt durch fehlende Stückzahlen aus der Automotive-Industrie im 4. Quartal 2022 deutlich gebremst. Bereits im Q1/2023 hellt sich die Marktlage durch Akquise und Erholung der Hydraulikindustrie auf.

Nicht zuletzt wegen der Aufarbeitung und Vermarktung gebrauchter Anlagen lag das Servicegeschäft in 2022 22 % über Vorjahr und somit nahezu im Plan.

Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf

Die deutlich herausfordernde Materialversorgung hat die Auslieferung von Anlagenprojekten gravierend beeinträchtigt, obwohl den Versorgungsengpässen durch die Auswahl neuer und zusätzlicher Lieferanten begegnet wurde. Dies führte zu negativen Auswirkungen für die Umsatz- und Gewinnrealisierung im Anlagenbau in 2022. Andererseits wird der hohe Auftragsbestand zum Jahresende 2022 für Rückenwind im Geschäftsjahr 2023 sorgen.

Zudem war das Geschäftsjahr 2022 durch Mehraufwendungen aufgrund einer Reihe neu- und weiterentwickelter Produkte belastet, die genau die Anforderungen der Elektromobilität ansprechen. Dadurch war die erfolgreiche Transition möglich, die sich im Anteil der E-Mobilität im Auftragseingang widerspiegelt.

Trotz deutlich anspruchsvollerer weltwirtschaftlicher und geopolitischer Rahmenbedingungen konnte die Piller Entgrattechnik GmbH im Geschäftsjahr 2022 einen Umsatz knapp unter dem Vorjahr erzielen. Aufgrund der Verzögerung bei der Auslieferung einzelner Anlagebauprojekte wurde jedoch lediglich ein ausgeglichenes Ergebnis erwirtschaftet.

Die Geschäftsführung sieht die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft insgesamt als stabil an.

Sehr erfreulich und überaus bedeutsam für die künftige Entwicklung des Unternehmens ist der gewachsene, starke Fußabdruck im Bereich Elektromobilität der Automotive-Kunden.

c) Wichtige Vorgänge des Geschäftsjahres

Mit Gesellschafterbeschluss vom 13. Dezember 2022 wurde die Kapitalrücklage durch Bareinlage um TEUR 250 erhöht, um die Eigenkapitalbasis weiter zu stärken.

III. Darstellung der Lage

a) Ertragslage

Die Gesamtleistung (Umsatzerlöse zuzüglich Bestandsveränderungen) konnte im Vergleich zum vorherigen Geschäftsjahr um knapp 23 % gesteigert werden. Das stärkste Wachstum entfällt dabei mit 30 % auf den Anlagen- und Maschinenbau, gefolgt von knapp 22 % Wachstum im Bereich Service. Demgegenüber verzeichnete der Bereich Lohnentgraten einen Rückgang von etwa 16 %.

Die Materialeinsatzquote (bezogen auf die Gesamtleistung) hat sich vor dem Hintergrund des höheren Umsatzanteils beim Anlagenbau, dem erhöhten Bestandsaufbau an unfertigen Erzeugnissen und den beschriebenen Verwerfungen am Beschaffungsmarkt sehr deutlich erhöht. Die Personalaufwandsquote ist aufgrund der gestiegenen Gesamtleistung des Unternehmens und einer nahezu konstanten Anzahl an Mitarbeitern auf 34,8 % gesunken (Vorjahr: 41,3 %). Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um TEUR 555 auf TEUR 3.261 ist hingegen analog zur Steigerung der Gesamtleistung verlaufen. Hierin sind im Wesentlichen Aufwendungen für Leiharbeiter und Management, Mieten und Nebenkosten sowie Fracht, Reisen und Provisionen enthalten.

Im Geschäftsjahr konnte ein EBITDA von TEUR 551 (Vorjahr: TEUR 816) sowie eine Gesamtleistungsrentabilität von 3,0 % (Vorjahr: 5,4 %) erzielt werden.

Das Finanzergebnis wurde vor allem durch die Aufnahme weiterer zinstragender Verbindlichkeiten belastet.

Der Jahresüberschuss nach Abzug von Ertragsteuern beträgt TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 195).

b) Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich um TEUR 2.872 erhöht. Davon entfallen TEUR 2.439 auf den Anstieg der Vorräte wegen eines deutlichen Anstiegs an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen von TEUR 1.426 sowie eines Anstiegs der unfertigen Erzeugnisse (jeweils preis- und mengenbedingt) zum Stichtag um TEUR 3.563 bei einem gleichzeitigen Anstieg der erhaltenen Anzahlungen um TEUR 2.823, die vom Vorratsvermögen abzusetzen sind. Hinzu kommt ein Anstieg der Lieferforderungen (+TEUR 456) wegen höherer Auslieferungen vor dem Bilanzstichtag.

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen ist ein Anspruch aus einem Kaufpreisdarlehen für den Erwerb der Anteile an der ungarischen Enkelgesellschaft enthalten (TEUR 414).

Das Eigenkapital beträgt TEUR 1.501. Die Veränderung des Eigenkapitals resultiert neben dem Jahresüberschuss aus der Erhöhung der Kapitalrücklage um TEUR 250 durch Bareinlage.

Unter Einbezug von Gesellschafterdarlehen von TEUR 2.689 in das "wirtschaftliche Eigenkapital" beträgt die Eigenkapitalquote 46 % (Vorjahr 64 %).

Korrespondierend zu den Vorratsbeständen sind die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen aufgrund des Bestandsaufbaus um TEUR 1.148 auf TEUR 1.474 sowie die Bankverbindlichkeiten um TEUR 1.206 zum Stichtag angestiegen.

c) Finanzlage

Der Bestand an liquiden Mitteln beträgt zum Geschäftsjahresende TEUR 942. Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt zum Stichtag hauptsächlich über Gesellschafterdarlehen, durch zwei annuitätische Bankdarlehen mit kurzfristiger Laufzeit zur weiteren Wachstumsfinanzierung sowie der teilweisen Inanspruchnahme einer Kontokorrentlinie.

Zudem verfügt die Gesellschaft bei namhaften Versicherungen über Avalkreditlinien, die im Geschäftsjahr im Volumen deutlich ausgebaut werden konnten.

Die Kapitalflussrechnung weist Mittelabflüsse insbesondere aus dem Aufbau der Vorräte und Lieferforderungen im Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit aus, die durch Mittelzuflüsse aus dem operativen Jahresergebnis, den Abschreibungen und der Erhöhung der Lieferverbindlichkeiten jedoch nicht kompensiert werden (operativer Cashflow: -TEUR 1.052). Auf der Grundlage von Darlehensaufnahmen sowie der Erhöhung der Kapitalrücklage ist der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit mit TEUR 1.154 positiv. Nach Abzug des Cashflows aus der Investitionstätigkeit (-TEUR 247) ergibt sich ein leichter Rückgang des Finanzmittelfonds um TEUR 145 auf TEUR 942.

Die Gesellschaft ist damit in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.

IV. Voraussichtliche Entwicklungen mit ihren Chancen und Risiken

a) Prognosebericht

Nach Prognosen des Internationalen Währungsfonds (IWF) wird die Weltwirtschaft die Folgen des Kriegs in der Ukraine und die weiterhin hohe Inflation etwas besser verkraften als zunächst befürchtet. Das liege nicht zuletzt an den Entwicklungen in China, heißt es in der aktualisierten Prognose vom 30. Januar 2023 zur Weltwirtschaft.

In dieser Prognose rechnet der IWF für 2023 mit einem globalen Wachstum von 2,9 %. Für das Jahr 2024 wird ein Wachstum von 3,1 % erwartet. Für die Eurozone prognostiziert der IWF ein Wachstum von 0,7 % für das Jahr 2023. In Deutschland soll das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2023 nur noch um 0,1 % wachsen. In 2024 soll die Wirtschaftsleistung in Deutschland dann um 1,4 % zunehmen. Entgegen früheren Prognosen könnte Deutschland doch eine Rezession vermeiden.

Als größtes Risiko für die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland wird - neben dem Krieg in der Ukraine - die Inflationsentwicklung gesehen. Das Institut für Weltwirtschaft (IfW) erwartet für 2023 eine Inflationsrate von 5,4 % in Deutschland, nach 6,9 % im Vorjahr.

Aufgrund der aktuellen Entwicklungen im Zusammenhang mit der Ukraine-Krise und stark volatilen Energiepreisen sind jegliche wirtschaftliche Prognosen jedoch mit Vorsicht zu betrachten.

In 2022 konnte die Gesellschaft eine deutliche Dynamik im Auftragseingang verzeichnen, die sich in der 2. Jahreshälfte noch verstärkte. Zum 31. Dezember 2022 ist der Auftragsbestand mehr als doppelt so hoch wie im Vorjahr. Verwerfungen am Beschaffungsmarkt hinsichtlich stark steigender Preise und einer eingeschränkten Materialverfügbarkeit halten jedoch weiter an.

Für das laufende Geschäftsjahr erwartet die Geschäftsführung auf der Grundlage einer stabilen Nachfrage ein Wachstum der Gesamtleistung um ca. 30 %. Auch das EBITDA wird trotz Preisaggressivität des Wettbewerbs und Unsicherheiten sowohl am Absatz- als auch am Beschaffungsmarkt wieder deutlich zulegen. Für das Geschäftsjahr 2023 wird ein Jahresüberschuss erwartet, der sich im mittleren sechsstelligen Bereich bewegt.

Die Dauer und sich verschärfende negative Folgen des Ukraine-Krieges sind jedoch weiterhin weder für die Gesamtwirtschaft noch für die Werkzeugmaschinenindustrie oder unser Unternehmen in vollem Umfang absehbar.

b) Chancen und Risiken

Geopolitische sowie Konjunktur- und Branchenrisiken

Der Ukraine-Krieg, aber auch die damit einhergehenden Spannungen zwischen nicht direkt am Konflikt beteiligten Wirtschaftsräumen stellen herausfordernde geopolitischen Unsicherheitsfaktoren dar.

Handelshemmnisse, wie der weltweit zunehmende Protektionismus, aber auch Sanktionen und Handelskonflikte können zu wesentlichen Absatzrisiken führen und einen Prozess der De-Globalisierung einläuten. Hinzu kommt, dass die chinesische Regierung immer stärker eine technologische Autarkie bei Schlüsseltechnologien anstrebt, während die USA an ihrer "America first"-Politik festhält.

Durch anhaltend hohe Inflation kann eine Lohn-Preis-Spirale losgetreten werden, die die Rentabilität der Marktteilnehmer negativ beeinflussen könnte.

Wir erwarten einen weiterhin intensiven und preisaggressiven Wettbewerb in den Märkten der industriellen Reinigungstechnik.

Beschaffungsmarktrisiken

Beschaffungsmarkt- und Einkaufsrisiken können sich im Bereich von Schlüsselgütern aufgrund von Rohstoffpreiserhöhungen, gestiegenen Transportkosten und möglichen Lieferengpässen als Nachwirkungen der Corona-Pandemie und des Ukraine-Kriegs ergeben. Hier zeigt sich für alle Wirtschaftsteilnehmer ein noch knappes Angebot an Rohstoffen und Materialien, das einer stark steigenden Nachfrage gegenübersteht. Dies hängt zu einem großen Teil damit zusammen, dass die Lagerbestände vor der Corona-Krise durch ein optimiertes Working Capital Management reduziert wurden. Auch können die knappen Logistikkapazitäten die Produktion beeinträchtigen und zu Stillständen führen. Zudem ist mit weiteren Turbulenzen am Markt für Öl, Gas und Strom zu rechnen.

Finanzierungs-, Zinsänderungs- und Währungsrisiken

Die Finanzierung des Unternehmens wurde Ende 2021/Anfang 2022 auf eine breitere Basis gestellt: neben Gesellschafterdarlehen wurden zwei weitere Annuitätendarlehen mit fester Zinsbindung zur Finanzierung des Umsatzwachstums aufgenommen. Darüber hinaus konnte das Unternehmen eine Kontokorrentline einwerben und verfügt über Avalkreditlinien bei Versicherungen.

Aufgrund der anhaltend hohen Inflation auch im Euroraum werden weitere Zinsanpassungen der EZB erwartet, die sich auf die Konditionen der bestehenden Kontokorrent- und Avallinien auswirken werden.

Um Währungsrisiken auszuschließen, werden die Lieferverträge grundsätzlich in Euro fakturiert. Zudem erfolgt der Warenbezug ebenfalls in Euro.

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzierungsinstrumenten zählen insbesondere Forderungen und Guthaben bei Kreditinstituten.

Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken sowie Risiken aus Zahlungsstromschwankungen in Bezug auf Forderungen und Verbindlichkeiten bestehen in üblichem Umfang und werden unter anderem durch die Anwendung des strengen Niederstwertprinzips berücksichtigt.

Ausfallrisiken

Ausstehende Forderungen werden regelmäßig auf ihre Werthaltigkeit geprüft. Mahnungen erfolgen zeitnah. Notwendige Maßnahmen werden in Abhängigkeit der Kundenbonität ergriffen. Eine Warenkreditversicherung wird wegen der universellen Verwendbarkeit und Vermarktungsfähigkeit unserer Anlagen vor dem Hintergrund vereinbarter Eigentumsvorbehalte als nicht erforderlich angesehen.

Versicherungsmanagement

Das Unternehmen führt regelmäßig Risk-Assessments durch, um den Versicherungsumfang den sich ändernden Rahmenbedingungen anzupassen.

Rechtliche Risiken

Diese können sich insbesondere durch Rechtsstreitigkeiten mit Lieferanten und Behörden sowie möglichen Gewährleistungsansprüchen aufgrund von Kundenreklamationen ergeben, die sich auch durch unser ISO 9001 zertifiziertes Projekt- und Qualitätsmanagement nicht vollständig verhindern lassen. Um diese Risiken kalkulierbar zu halten, werden Gewährleistungs- und Haftungsverpflichtungen im Umfang und in ihrer Zeitdauer vertraglich grundsätzlich begrenzt.

Chancen

Die Geschäftsführung betrachtet Europa auch in 2023 als weiterhin turbulenten Markt, mit deutlichen Chancen in der Elektromobilität und Hydraulikindustrie. Ein erfolgreiches Erschließen der Region Nordamerika, insbesondere starkes Wachstum und zukünftige Geschäftspotentiale in Mexiko, stützt einen positiven Ausblick auf 2023.

 

Ditzingen, 30. Mai 2023

gez. Rouven Haag, Geschäftsführer

gez. Rolf Nick, Geschäftsführer

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2022

PILLER ENTGRATTECHNIK GMBH, DITZINGEN

AKTIVA

31.12.2022
31.12.2021
A. ANLAGEVERMÖGEN 650.165,85 625.821,85
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 28.536,50 34.081,00
II. Sachanlagen 593.129,35 563.240,85
III. Finanzanlagen 28.500,00 28.500,00
B. UMLAUFVERMÖGEN 8.304.270,36 5.503.844,97
I. Vorräte 3.596.655,11 1.157.557,76
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.765.387,62 3.259.243,36
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.932.164,08 2.476.425,84
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 523.144,61 501.674,63
3. Sonstige Vermögensgegenstände 310.078,93 281.142,89
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 942.227,63 1.087.043,85
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 110.338,95 63.486,05
9.064.775,16 6.193.152,87

PASSIVA

31.12.2022
31.12.2021
A. EIGENKAPITAL 1.501.022,12 1.250.667,48
I. Gezeichnetes Kapital 150.000,00 150.000,00
II. Kapitalrücklage 1.100.000,00 850.000,00
III. Bilanzgewinn 251.022,12 250.667,48
B. RÜCKSTELLUNGEN 768.019,33 859.029,09
C. VERBINDLICHKEITEN 6.795.733,71 4.083.456,30
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.090.370,14 884.105,35
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.473.512,41 325.433,55
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 243.599,38 88.002,07
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 2.689.433,00 2.694.703,46
5. Sonstige Verbindlichkeiten 298.818,78 91.211,87
- davon aus Steuern: € 220.316,37 (Vorjahr: € 59.492,97)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: € 8.981,58 (Vorjahr: € 6.797,99)
9.064.775,16 6.193.152,87

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022

2022
2021
1. Rohergebnis 10.287.891,64 9.782.082,04
2. Personalaufwand -6.476.619,51 -6.260.239,77
a) Löhne und Gehälter -5.437.147,22 -5.259.059,63
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.039.472,29 -1.001.180,14
- davon für Altersversorgung: € 9.058,28 (Vorjahr: € 8.213,02)
3. Abschreibungen -254.677,41 -270.681,99
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -242.677,41 -210.681,99
b) Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten -12.000,00 -60.000,00
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -3.260.773,16 -2.705.635,68
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 21.469,98 22.990,77
- davon aus verbundenen Unternehmen: € 21.469,98 (Vorjahr: € 22.990,77)
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -303.263,93 -274.344,63
- davon an verbundene Unternehmen: € 54.996,87 (Vorjahr: € 256.322,69)
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -6.900,97 -95.045,49
8. Ergebnis nach Steuern 7.126,64 199.125,25
9. Sonstige Steuern -6.772,00 -4.235,98
10. Jahresüberschuss 354,64 194.889,27
11. Gewinnvortrag 250.667,48 55.778,21
12. Bilanzgewinn 251.022,12 250.667,48

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022

PILLER ENTGRATTECHNIK GMBH, DITZINGEN

A. Rechnungslegungsgrundsätze

Bei der Bilanzierung und Bewertung sind im Jahresabschluss der Piller Entgrattechnik GmbH, Ditzingen (Amtsgericht Stuttgart, HRB 774750), die Vorschriften der §§ 242 ff. HGB, unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) sowie des GmbHG für mittelgroße Kapitalgesellschaften angewandt worden.

Die Gliederung der Bilanz erfolgt nach den Vorschriften der §§ 266 HGB, die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Bei der Aufstellung des Anhangs wurden die Erleichterungsvorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften gemäß § 288 Abs. 2 HGB in Anspruch genommen.

B. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bewertung erfolgte entsprechend der in §§ 252 ff. HGB niedergelegten Grundsätze.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bilanziert worden. Von dem Ansatzwahlrecht für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens gemäß § 248 Abs. 2 Satz 1 HGB wird kein Gebrauch gemacht.

Die Bilanzierung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Berücksichtigung nutzungsbedingter planmäßiger Abschreibungen. Grundlage der planmäßigen Abschreibung ist die voraussichtliche Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögensgegenstandes.

Die beweglichen Anlagegüter werden linear abgeschrieben.

Bewegliche abnutzbare, selbständig nutzbare Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten von 250,01 EUR bis 1.000,00 EUR wurden im Berichtsjahr nach § 6 Abs. 2 a EStG in einem jahrgangsbezogenen Sammelposten eingestellt. Dieser Sammelposten wird über einen Zeitraum von fünf Jahren gleichmäßig abgeschrieben.

Geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis 250,00 EUR werden aus Vereinfachungsgründen im Erwerbsjahr voll abgeschrieben.

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bilanziert.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie fertige Erzeugnisse sind mit den durchschnittlichen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten bzw. niedrigeren Zeitwerten am Bilanzstichtag bewertet, wobei für Lager- und Verwertungsrisiken Abschläge in angemessenem Umfang vorgenommen wurden. Fremdkapitalzinsen werden hierzu nicht ausgewiesen.

Die Herstellungskosten der unfertigen Erzeugnisse beinhalten sowohl die ansatzpflichtigen Kosten nach § 255 Abs. 2 Satz 1 und 2 HGB als auch die Kosten, die dem Einbeziehungswahlrecht nach § 255 Abs. 2 Satz 3 HGB unterliegen. Das Ansatzverbot laut § 255 Abs. 2 Satz 4 HGB wurde beachtet. Das Prinzip der verlustfreien Bewertung wurde beachtet. Es wurden 844,09 € Fremdkapitalzinsen aktiviert.

Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen werden in Anwendung von § 268 Abs. 5 Satz 2 HGB offen von den Vorräten abgesetzt. Der Ausweis erfolgt netto, d. h. ohne erhaltene und abgeführte Umsatzsteuer.

Die geleisteten Anzahlungen sind mit den Anschaffungskosten angesetzt.

Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände sowie Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt. Den Risiken bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde durch eine angemessene Pauschalwertberichtigung i. H. v. 1 % und Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen.

Als Rechnungsabgrenzungsposten sind auf der Aktivseite gemäß § 250 Abs. 1 HGB nur Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Die Bewertung des Eigenkapitals erfolgt zum Nennwert.

Die übrigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden, so vorhanden, mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert.

C. Angaben zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem beigefügten Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) für das Geschäftsjahr 2022 ersichtlich.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

3. Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten in TEUR

Art der Verbindlichkeit davon Restlaufzeit
Gesamtbetrag 31.12.2022
TEUR
unter 1 Jahr
TEUR
1 - 5Jahre
TEUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.090 1.558 532
(31. Dezember 2021) (884) (492) (392)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.474 1.474 0
(31. Dezember 2021) (325) (325) (0)
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 244 244 0
(31. Dezember 2021) (88) (88) (0)
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 2.689 32 2.657
(31. Dezember 2021) (2.695) (128) (2.567)
4. Sonstige Verbindlichkeiten 299 299 0
(31. Dezember 2021) (91) (91) (0)
Summe 6.796 3.607 3.189
(31. Dezember 2021) (4.083) (1.124) (2.959)

Der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten größer 1 Jahr beträgt 3.189 TEUR.

Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte an den gelieferten Gegenständen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern (2.689 TEUR) bestehen aus Darlehensverbindlichkeiten.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (244 TEUR) bestehen ausschließlich aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

D. Sonstige Angaben

1. Personal

Während des Geschäftsjahres wurden im Durchschnitt beschäftigt:

Gewerbliche Mitarbeiter 66
Angestellte 44
Summe 110

Hinzu kommen 3 Auszubildende.

2. Organe der Gesellschaft

Als Geschäftsführer waren im Jahr 2022 bestellt:

Herr Rouven Haag, Diplom Ingenieur

Herr Rolf Nick, Kaufmann

Die Geschäftsführer üben ihre Funktion bei der Gesellschaft hauptberuflich aus.

Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführer wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

3. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Für die Gesellschaft ergeben sich sonstige finanzielle Verpflichtungen aus langfristig eingegangenen Miet- und Leasingverträgen für das Büro- und Produktionsgebäude sowie für diverse PKW und Büromaschinen. Hieraus resultieren Zahlungsverpflichtungen aus Mietaufwendungen in den folgenden acht Jahren in Höhe von insgesamt 2.835 TEUR sowie in den folgenden vier Geschäftsjahren aus Leasingraten in Höhe von insgesamt 263 TEUR.

4. Abschlussprüferhonorar

Auf die Angaben zum Gesamthonorar des Abschlussprüfers wird gemäß § 288 Abs. 2 HGB verzichtet.

5. Konzernverhältnisse

Die Piller Entgrattechnik GmbH wird in den Konzernabschluss der SFO-N GmbH, München, (Amtsgericht München, HR B 244618) für den größten Kreis von Unternehmen einbezogen.

E. Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von 354,64 EUR und den Gewinnvortrag in Höhe von 250.667,48 EUR auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Ditzingen, den 30. Mai 2023

gez. Rouven Haag, Geschäftsführer

gez. Rolf Nick, Geschäftsführer

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
01.01.2022
Zugänge
Abgänge
31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 51.545,06 8.204,53 0,00 59.749,59
II. Sachanlagen
Technische Anlagen und Maschinen 622.007,21 190.136,57 428,00 811.715,78
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 260.889,86 70.228,31 1.120,00 329.998,17
882.897,07 260.364,88 1.548,00 1.141.713,95
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 28.500,00 0,00 0,00 28.500,00
962.942,13 268.569,41 1.548,00 1.229.963,54
AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN
01.01.2022
Zugänge
31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 17.464,06 13.749,03 31.213,09
II. Sachanlagen
Technische Anlagen und Maschinen 208.215,21 153.750,57 361.965,78
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 111.441,01 75.177,81 186.618,82
319.656,22 228.928,38 548.584,60
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00
337.120,28 242.677,41 579.797,69
BUCHWERTE
31.12.2022
31.12.2021
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 28.536,50 34.081,00
II. Sachanlagen
Technische Anlagen und Maschinen 449.750,00 413.792,00
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 143.379,35 149.448,85
593.129,35 563.240,85
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 28.500,00 28.500,00
650.165,85 625.821,85

Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Piller Entgrattechnik GmbH, Ditzingen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Piller Entgrattechnik GmbH, Ditzingen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Piller Entgrattechnik GmbH, Ditzingen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und des Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unsere Prüfungsurteile zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Dortmund, den 30. Mai 2023

HLB AUDITTEAM DORTMUND AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Witte, Wirtschaftsprüfer

Wember, Wirtschaftsprüfer

Feststellung

Der Jahresabschluss zum 31.12.2022 wurde am 04.07.2023 festgestellt

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

7 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
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