Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 769446
Vorher
GreenCycle Gamma GmbH
Eingetragen
17.5.2019
Branche
Herstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenErbringung von sonstigen gärtnerischen DienstleistungenBeteiligungsgesellschaften
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: Jegliche Tätigkeiten im Zusammenhang mit der Wertschöpfung aus Recycling- und Kreislaufprodukten und nachhaltigen Produkten aus sonstigen Ausgangsstoffen. Dies umfasst insbesondere die Gewinnung, die Verarbeitung, den Handel mit und die weitergehende Verwertung von Pflanzenfasern und hieraus hergestellter Produkte und Nebenprodukte. Weiterhin umfasst sind der Betrieb und die Entwicklung von Technologien sowie die Erbringung von Beratungsleistungen auf vorgenannten Gebieten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Martin Achtner
seit 19.3.2026
Prokura
Prokura
Steffen Prünster
seit 22.12.2025
Prokura
Oliver Vossenberg
seit 26.10.2023
Prokura
Wolf Tiedemann
seit 13.10.2023
Geschäftsführer
Michail Ginsburg
seit 4.8.2023
Geschäftsführer
Stefanie Diem
seit 25.4.2023
Prokura
Daniel Richter
seit 25.4.2023
Prokura
Prokura
Angela Stoffers
seit 20.4.2022
Prokura
Julian Metzger
seit 2.2.2022
Prokura
Michael Dr. Fuchs
seit 1.2.2021
Prokura
Peter Hartmann
seit 10.9.2020
Prokura
David Laidig
seit 26.9.2019
Prokura
Gerald Jermaine Weiss
seit 26.9.2019
Prokura
Dietmar Böhm
seit 17.5.2019
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
PreZero Stiftung & Co, KG
Germany
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

PreZero Stiftung & Co. KG

Neckarsulm

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.03.2022 bis zum 28.02.2023

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die PreZero Stiftung & Co. KG

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der PreZero Stiftung & Co. KG, Neckarsulm, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 28. Februar 2023, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. März 2022 bis zum 28. Februar 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der PreZero Stiftung & Co. KG für das Geschäftsjahr vom 1. März 2022 bis zum 28. Februar 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den für Unternehmen i.S.d. § 11 PubIG, die unter § 13 Abs. 3 Satz 2 PubIG fallen, geltenden deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 28. Februar 2023 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. März 2022 bis zum 28. Februar 2023 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts'' unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den für Unternehmen i.S.d. § 11 PubIG, die unter § 13 Abs. 3 Satz 2 PubIG fallen, geltenden deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt;

holen wir ausreichende, geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile;

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hannover, 30. Mai 2023

Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Eickhoff, Wirtschaftsprüfer

Heinrichson, Wirtschaftsprüfer

Inhalt

Konzernbilanz zum 28. Februar 2023

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. März 2022 bis zum 28. Februar 2023

Konzernanhang

Erläuterung der Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses

Erläuterungen zur Konzernbilanz

Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Sonstige Angaben

Kreis der einbezogenen Unternehmen

Konzernlagebericht

Grundlagen des Konzerns

Geschäftsentwicklung

Wesentliche nichtfinanzielle Leistungsindikatoren zu Umwelt- und Arbeitnehmerbelangen

Chancen- und Risikobericht

Rechnungslegungsbezogenes internes Kontroll- und Risikomanagementsystem

Prognosebericht

Konzernbilanz zum 28. Februar 2023

Aktivseite

Mio. €

Mio. € Anhang 28.02.2022 28.02.2023
Anlagevermögen S. 6 2.861 2.552
Immaterielle Vermögensgegenstände 1.812 1.427
Sachanlagen 1.007 1.082
Finanzanlagen 42 43
Umlaufvermögen 1.486 1.709
Vorräte S. 8 49 61
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände S. 8 772 718
Cash-Pool Guthaben S. 8 176 641
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 489 289
Rechnungsabgrenzungsposten S. 8 21 25
4.368 4.286

Passivseite

Mio. €

Mio. € Anhang 28.02.2022 28.02.2023
Eigenkapital 138 33
Kommanditeinlage 1 1
Rücklagen 120 11
Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung -5 0
Anteile anderer Gesellschafter 22 21
Rückstellungen S. 8 786 745
Verbindlichkeiten S. 9 3.364 3.438
Rechnungsabgrenzungsposten 15 13
Passive latente Steuern S. 9 65 57
4.368 4.286

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. März 2022 bis zum 28. Februar 2023

Mio. €

Mio. € Anhang GJ 2021 GJ 2022
Umsatzerlöse S. 10 1.666 3.213
sonstige betriebliche Erträge S. 10 58 116
Materialaufwand S. 10 866 1.349
Personalaufwand S. 10 338 993
Abschreibungen 324 581
sonstige betriebliche Aufwendungen S. 11 420 695
Erträge aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 2 10
Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) -222 -279
sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1 9
Zinsen und ähnliche Aufwendungen S. 11 20 67
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 8 16
Konzernjahresergebnis -249 -353
davon auf andere Gesellschafter entfallend 3 4

Konzernanhang

Erläuterung der Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses

Allgemeine Hinweise

Der Konzernabschluss der PreZero Stiftung & Co. KG, Neckarsulm (Amtsgericht Stuttgart, HRA Nr. 734783) zum 28. Februar 2023 wurde nach den Vorschriften des PubIG aufgestellt.

Der Kreis der einbezogenen Unternehmen einschließlich der Veränderungen zum Vorjahr sowie der Hinweis auf die Inanspruchnahme von Erleichterungsvorschriften sind ab S. 13 dargestellt.

Zur Klarheit und Übersichtlichkeit des Konzernabschlusses wurden einzelne Posten der Konzernbilanz sowie der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst. Die Posten sind im Konzernanhang gesondert erläutert. Die für die einzelnen Posten geforderten Zusatzangaben wurden ebenfalls in den Konzernanhang übernommen. Die Angaben im Konzernanhang erfolgen in Mio. €.

Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Durch die erstmalig ganzjährige Einbeziehung der im Vorjahr erworbenen Unternehmen ergeben sich wesentliche Auswirkungen auf die Ertragslage, wodurch die Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr eingeschränkt ist.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Immaterielle Vermögensgegenstände sowie Sachanlagen wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten vermindert um planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen bewertet. Geschäfts- oder Firmenwerte werden in der Regel über 5 Jahre linear abgeschrieben. Finanzanlagen wurden zu (fortgeführten) Anschaffungskosten angesetzt.

Beteiligungen an assoziierten Unternehmen wurden nach der At-Equity-Methode unter Anwendung des Buchwertverfahrens bilanziert. Die Fortschreibung des At-Equity-Ansatzes erfolgte in Höhe des anteiligen Jahresergebnisses abzüglich der Ausschüttungen.

Die Bewertung der Vorräte erfolgte zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert. Durch die angewandten Bewertungsverfahren wurde die Einhaltung des strengen Niederstwertprinzips sichergestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zu Nennwerten abzüglich der Wertabschläge für Einzelrisiken und für das allgemeine Kreditrisiko bilanziert.

Rückstellungen wurden in Höhe des voraussichtlichen Erfüllungsbetrages angesetzt. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelt und mit dem Barwert angesetzt. Es lagen Gutachten nach der Anwartschaftsbarwertmethode mit einem Zinssatz von 1,7% vor. Darin kamen Gehaltssteigerungen von 0,8% bis 2,8% sowie landesspezifische Sterbetafeln zur Anwendung. Sonstige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit Zinssätzen von 1,1% bis 1,5% abgezinst. Die Bewertung der Rückstellungen für Deponierekultivierung berücksichtigt die Kosten der Stilllegungs- und Nachsorgephase, deren Zeitraum im Geschäftsjahr an die EU-Deponierichtlinie von 30 Jahren angepasst wurde.

Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag passiviert. Teilweise wurden aus Bankdarlehen sowie Zins- und Währungsderivaten Bewertungseinheiten gebildet. Die sich ausgleichenden Wertschwankungen von Grund- und Sicherungsgeschäften wurden bilanziell nicht erfasst.

Bei der Ermittlung latenter Steuern gem. § 274 HGB wurden temporäre Differenzen zwischen handels- und steuerbilanziellen Wertansätzen sowie werthaltige steuerliche Zins- und Verlustvorträge berücksichtigt. Die sich ergebenden Steuerbe- und -entlastungen wurden mit Steuersätzen zwischen 3,9% und 25,8% bewertet. Die sich im Wesentlichen aus dem Anlagevermögen und den Rückstellungen ergebenden latenten Steuern wurden verrechnet. Ein verbleibender Überhang aktiver latenter Steuern wurde in Ausübung des gesetzlichen Wahlrechts nicht angesetzt.

Konsolidierungsgrundsätze

Die Kapitalkonsolidierung erfolgte nach der Neubewertungsmethode zum Erwerbszeitpunkt. Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden der erworbenen Unternehmen erfolgte zu Marktwerten. Die Differenz der neubewerteten Vermögensgegenstände und Schulden zu den Anschaffungskosten der erworbenen Unternehmen wurde als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen.

Bei den assoziierten Unternehmen wurde das Wahlrecht gem. § 310 HGB nicht ausgeübt.

Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Erträge und Aufwendungen innerhalb des Konsolidierungskreises wurden eliminiert.

Gemäß § 304 Abs. 1 HGB wurden im Rahmen der Konsolidierung Zwischenergebnisse aus konzerninternen Verkäufen eliminiert.

Auf Konsolidierungsmaßnahmen wurden latente Steuern gem. § 306 HGB gebildet. Die sich ergebenden Steuerbelastungen wurden mit Steuersätzen zwischen 17,0% und 25,0% bewertet.

Währungsumrechnung

Die Bewertung von auf fremde Währung lautenden Vermögensgegenständen und Schulden erfolgte gem. § 256a HGB. Erträge und Aufwendungen, die ursprünglich auf fremde Währung lauteten, wurden zum Devisenkurs im Zeitpunkt der Entstehung umgerechnet.

Die Währungsumrechnung der Konzernbilanz sowie der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte gem. § 308a HGB. Die funktionale Währung des Konzerns ist Euro.

Erläuterungen zur Konzernbilanz

Anlagevermögen

Mio. € AHK 01.03.2022 Währungsumrechnung Zugänge
Konzessionen, Schutzrechte, Lizenzen 732 -3 14
Geschäfts- oder Firmenwert 1.652 0 14
Immaterielles Vermögen 2.384 -3 28
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 516 1 36
Technische Anlagen und Maschinen 1.214 -1 94
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 977 -5 136
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 57 0 90
Sachanlagen 2.764 -5 356
Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 36 0 2
Ausleihungen an Beteiligungsunternehmen 2 0 3
sonstige Ausleihungen 4 0 0
Finanzanlagen 42 0 5
5.190 -8 389
Mio. € Abgänge Umbuchungen AHK 28.02.2023 kum. AfA 01.03.2022 Währungsumrechnung Zugänge
Konzessionen, Schutzrechte, Lizenzen -13 0 730 338 -1 56
Geschäfts- oder Firmenwert -8 0 1.658 234 0 340
Immaterielles Vermögen -21 0 2.388 572 -1 396
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten -12 21 562 201 -1 21
Technische Anlagen und Maschinen -85 35 1.257 846 -3 76
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung -112 -5 991 710 -3 99
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau -1 -51 95 0 0 0
Sachanlagen -210 0 2.905 1.757 -7 196
Beteiligungen an assoziierten Unternehmen -2 0 36 0 0 0
Ausleihungen an Beteiligungsunternehmen -1 0 4 0 0 0
sonstige Ausleihungen -1 0 3 0 0 0
Finanzanlagen -4 0 43 0 0 0
-235 0 5.336 2.329 -8 592
Mio. € Abgänge Umbuchungen kum. AfA 28.02.2023 Buchwert 28.02.2022 Buchwert 28.02.2023
Konzessionen, Schutzrechte, Lizenzen -6 0 387 394 343
Geschäfts- oder Firmenwert 0 0 574 1.418 1.084
Immaterielles Vermögen -6 0 961 1.812 1.427
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten -2 13 232 315 330
Technische Anlagen und Maschinen -13 -8 898 368 359
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung -108 -5 693 267 298
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 57 95
Sachanlagen -123 0 1.823 1.007 1.082
Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 0 0 0 36 36
Ausleihungen an Beteiligungsunternehmen 0 0 0 2 4
sonstige Ausleihungen 0 0 0 4 3
Finanzanlagen 0 0 0 42 43
-129 0 2.784 2.861 2.552

Die Zugänge im immateriellen Vermögen betreffen unter anderem Geschäfts- oder Firmenwerte aus dem Erwerb neu zu konsolidierender Unternehmen.

Die Zugänge im Sachanlagevermögen beinhalten im Wesentlichen den Erwerb von Lkw sowie Sortieranlagen.

In den Zugängen zu den Abschreibungen sind laufende Abschreibungen in Höhe von Mio. € 581 sowie Zugänge aus der Erweiterung des Konsolidierungskreises durch Unternehmenserwerbe enthalten.

In den laufenden Abschreibungen des Geschäftsjahres sind Mio. € 11 (Vorjahr Mio. € 5) außerplanmäßige Abschreibungen enthalten.

Vorräte

Mio. € 28.02.2022 28.02.2023
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 25 31
Wertstoffe 24 30
49 61

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Mio. € 28.02.2022 28.02.2023
Forderungen aus Wertstoffentsorgung 663 633
Forderungen gegen Beteiligungsunternehmen * 2 5
sonstige Vermögensgegenstände 107 80
davon mit einer Restlaufzeit > 1 Jahr 3 4
772 718

* Ausschließlich sonstige Vermögensgegenstände betreffend

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen aus Kautionen in Höhe von Mio. € 4 (Vorjahr Mio. € 3) enthalten, die rechtlich erst nach dem Abschlussstichtag entstehen.

Cash-Pool Guthaben

Die Cash-Pool Guthaben bestehen in voller Höhe gegenüber einem Unternehmen der Schwarz Gruppe.

Rechnungsabgrenzungsposten

Unter diesem Posten werden Vorauszahlungen ausgewiesen, die wirtschaftlich die Geschäftsjahre nach dem 28. Februar 2023 betreffen.

Rückstellungen

Mio. € 28.02.2022 28.02.2023
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 67 73
Steuerrückstellungen 7 13
sonstige Rückstellungen 712 659
786 745

In den sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen Rückstellungen für Deponierekultivierung (Mio. € 288) sowie Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (Mio. € 214) enthalten.

Verbindlichkeiten

28.02.2022
Mio. € < 1 Jahr Gesamt
Verbindlichkeiten aus Finanzierungen 836 1.693
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 208 209
Verbindlichkeiten gegenüber Beteiligungsunternehmen * 2 3
sonstige Verbindlichkeiten 1.262 1.459
davon aus Steuern 76 76
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 19 19
2.308 3.364
28.02.2023
Mio. € < 1 Jahr 1 - 5 Jahre > 5 Jahre Gesamt
Verbindlichkeiten aus Finanzierungen 544 1.415 102 2.061
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 230 0 0 230
Verbindlichkeiten gegenüber Beteiligungsunternehmen * 4 0 0 4
sonstige Verbindlichkeiten 840 303 0 1.143
davon aus Steuern 64 0 0 64
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 20 0 0 20
1.618 1.718 102 3.438

* Ausschließlich sonstige Verbindlichkeiten betreffend

Die Verbindlichkeiten aus Finanzierungen sind durch Grundpfandrechte (Mio. € 30) besichert. Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestanden außer den branchenüblichen Eigentumsvorbehalten keine weiteren Sicherheiten.

Die Verbindlichkeiten aus Finanzierungen setzten sich folgendermaßen zusammen:

Mio. € 28.02.2022 28.02.2023
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.655 2.028
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 38 33
1.693 2.061

Passive latente Steuern

In diesem Posten werden passive latente Steuern gem. § 306 HGB ausgewiesen.

Haftungsverhältnisse

Mio. € 28.02.2022 28.02.2023
aus Bürgschaften 95 240
aus Gewährleistungen 5.038 14.962
5.133 15.202

Den Haftungsverhältnissen stehen Rückgriffsforderungen in Höhe von Mio. € 12.024 gegenüber. Aufgrund der Bonitätseinschätzung der Haftungsnehmer liegt kein erkennbares Risiko für eine Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen vor.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen werden abgezinst ausgewiesen und betragen Mio. € 112.

Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse beinhalten Wertstoffumsätze in Höhe von Mio. € 2.983 (Vorjahr Mio. € 1.456) sowie sonstige Umsatzerlöse in Höhe von Mio. € 230 (Vorjahr Mio. € 210). Bei den sonstigen Umsatzerlösen handelt es sich im Wesentlichen um Lizenzerträge aus dem Dualen System und die Vermietung von Mobilien.

Im Ausland werden, im Wesentlichen in Europa, Umsätze in Höhe von Mio. € 2.860 (Vorjahr Mio. € 1.329) erzielt.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten Fremdwährungsgewinne in Höhe von Mio. € 2 (Vorjahr Mio. € 2).

Zudem sind periodenfremde Erträge in Höhe von Mio. € 84 (Vorjahr Mio. € 18) enthalten. Es handelt sich hierbei im Wesentlichen um Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen.

Materialaufwand

Der Materialaufwand beinhaltet Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren in Höhe von Mio. € 982 (Vorjahr Mio. € 706) sowie Aufwendungen für bezogene Leistungen in Höhe von Mio. € 367 (Vorjahr Mio. € 160).

Personalaufwand

Mio. € GJ 2021 GJ 2022
Löhne und Gehälter 269 766
soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 69 227
davon für Altersversorgung 28 26
338 993

Der Anstieg des Personalaufwands resultiert im Wesentlichen aus der erstmalig ganzjährigen Einbeziehung der im Vorjahr erworbenen Unternehmen.

Durchschnittliche Anzahl der im Geschäftsjahr beschäftigten Arbeitnehmer:

GJ 2021 GJ 2022
Arbeitnehmer 25.200 23.791
davon Angestellte und Arbeitnehmer, Vollzeit 22.598 20.453
davon Angestellte und Arbeitnehmer, Teilzeit 2.602 3.338
Auszubildende 34 54
25.234 23.845

Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Fremdwährungsverluste in Höhe von Mio. € 3 (Vorjahr Mio. € 2) sowie sonstige Steuern in Höhe von Mio. € 9 (Vorjahr Mio. € 6) enthalten.

Zudem sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von Mio. € 10 (Vorjahr Mio. € 18) aus Anlageabgängen enthalten.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Von den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen betreffen Mio. € 2 (Vorjahr Mio. € 4) die Aufzinsung von Rückstellungen.

Sonstige Angaben

Derivative Finanzinstrumente

Zur Absicherung von Zinsänderungs- und Währungsrisiken wurden derivative Finanzinstrumente eingesetzt. Die Ermittlung der Marktwerte erfolgte nach allgemein anerkannten Bewertungsmethoden.

Für Swap-Vereinbarungen mit einem Nominalvolumen von Mio. € 1.075 wurden auf Einzelvertragsebene Bewertungseinheiten gebildet. Für sämtliche Bewertungseinheiten stimmten während der gesamten Laufzeit des jeweiligen Derivats die wesentlichen bewertungsrelevanten Konditionen in Grund- und Sicherungsgeschäft überein. Damit lagen hochwirksame Sicherungsbeziehungen vor, aus denen während der Laufzeit der Sicherungsbeziehung keine bilanziell relevanten Unwirksamkeiten entstanden sind.

Nominalvolumen mit Bewertungseinheit
Mio. € gesamt Nominalvolumen Marktwert
Zinsswaps 824 824 -65
Währungsswaps 251 251 -3
1.075 1.075 -68

Honorare des Konzernabschlussprüfers

Die Honorare des Konzernabschlussprüfers betrugen für die Abschlussprüfung Mio. € 0,2. Sonstige Leistungen wurden nicht erbracht.

Nachtragsbericht

Vorgänge, die für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage des Konzerns wesentlich wären, sind nach Abschluss des Geschäftsjahres nicht eingetreten.

Kreis der einbezogenen Unternehmen

Einbezogen wurden alle Gesellschaften, auf die ein beherrschender Einfluss ausgeübt werden konnte. Darüber hinaus wurden 26 Unternehmen gem. § 311 HGB zum anteiligen Eigenkapital bilanziert.

Der Kreis der einbezogenen Unternehmen zum 28. Februar 2023 ist im Folgenden tabellarisch dargestellt. Die mit 1 gekennzeichneten Gesellschaften nehmen die Erleichterungen des § 264 Abs. 4 i.V.m. Abs. 3 HGB in Anspruch. Die mit 2 gekennzeichneten Gesellschaften haben einen vom Konzernabschlussstichtag abweichenden Abschlussstichtag auf den 31. Dezember 2022. Erstmalig einbezogene Unternehmen sind mit 3 gekennzeichnet.

Bei den im Geschäftsjahr aus dem Konsolidierungskreis ausgeschiedenen Unternehmen ist das Vermögen im Wesentlichen durch Anwachsung bzw. Verschmelzung innerhalb des Konzerns verblieben.

 

Neckarsulm, den 26. Mai 2023

Xi-Stiftung

Thomas Kyriakis, Vorstandsvorsitzender

Peter Hartmann, Vorstand

PVG Geschäftsführungs-KG

Hermann-Josef Hoffmann , Geschäftsführer der PVG Geschäftsführungs- und Verwaltungs-GmbH (phG)

Kreis der einbezogenen Unternehmen

Name der Gesellschaft Sitz
Vollkonsolidierung (100% Anteilsbesitz)
PreZero Stiftung & Co. KG Neckarsulm Deutschland
PreZero Zweite Stiftung & Co. KG Neckarsulm Deutschland
PreZero Dual GmbH 1 Neckarsulm Deutschland
PreZero Lizenz GmbH 1 Neckarsulm Deutschland
OutNature GmbH 1 Neckarsulm Deutschland
PreTurn GmbH 1 Neckarsulm Deutschland
GreenCycle GmbH 1 Neckarsulm Deutschland
PreZero Sustainability Hub GmbH (vormals: GreenCycle Epsilon GmbH) 1 Neckarsulm Deutschland
PreZero Zeta GmbH 3 Neckarsulm Deutschland
PreZero Polymers International GmbH 1,3 Hamm Deutschland
PreZero Erste Holding GmbH 1 Neckarsulm Deutschland
PreZero International GmbH Neckarsulm Deutschland
PreZero Immobilien International GmbH 1 Neckarsulm Deutschland
PreZero US GP, Inc. Dover USA
PreZero US Property, LLC Dover USA
PreZero US, Inc. Dover USA
PreZero US Services, LLC Dover USA
PreZero US Packaging, LLC Dover USA
4350 Serrano Drive, LLC. Dover USA
4420 SERRANO DRIVE, LLC. Dover USA
4388 SERRANO DRIVE, LLC. Dover USA
PreZero Recycling Nederland B.V. Dalfsen Niederlande
PreZero Nederland Noord B.V. 2 Zwolle Niederlande
PreZero Nederland Noord 2 B.V. 2 Arnhem Niederlande
PreZero Nederland Noord 3 B.V. Zwolle Niederlande
PreZero Recycling & Recovery Netherlands B.V. 2 Arnhem Niederlande
PreZero Nederland Holding B.V. 2 Arnhem Niederlande
PreZero Participaties B.V. 2 Arnhem Niederlande
Instituut voor Vakbekwaamheid B.V. 2 Arnhem Niederlande
DNACC B.V. 2 Arnhem Niederlande
PreZero Special Waste B.V. 2 Arnhem Niederlande
PreZero Transport B.V. 2 Arnhem Niederlande
PreZero Gemeentelijke Dienstverlening B.V. 2 Arnhem Niederlande
PreZero Energy Holding B.V. 2 Arnhem Niederlande
PreZero Energy Roosendaal B.V. 2 Arnhem Niederlande
PreZero EVI Nederland B.V. 2 Arnhem Niederlande
PreZero EVI Duitsland B.V. 2 Arnhem Niederlande
PreZero Energy Rotterdam B.V. 2 Arnhem Niederlande
PreZero Vastgoed B.V. 2 Arnhem Niederlande
Omega Randstad Holding B.V. 2 Arnhem Niederlande
PreZero Papier en Kunststof Recycling B.V. 2 Arnhem Niederlande
Van den Born Afvalstoffen B.V. 2 Delft Niederlande
ARA Holding N.V. 2 Arnhem Niederlande
Meisner Holding B.V. 2 Arnhem Niederlande
Meisner (Stortplaats Noord Drenthe) B.V. 2 Arnhem Niederlande
PreZero Riool Services B.V. 2 Arnhem Niederlande
PreZero Recycling Services B.V. 2 Arnhem Niederlande
PreZero Recycling Services West B.V. 2 Arnhem Niederlande
PreZero Recycling Services Zuid B.V. 2 Arnhem Niederlande
Dar Milieu B.V. 2 Nijmegen Niederlande
PreZero Recycling Services Noord B.V. 2 Arnhem Niederlande
Recycling Group Vastgoed en Materieei B.V. 2 Oldeberkoop Niederlande
Houtdrogerij Friesland B.V. 2 Coevorden Niederlande
PreZero Metaal B.V. 2 Scheemda Niederlande
Reisswolf Scheemda B.V. 2 Scheemda Niederlande
Reisswolf Archiefopslag B.V. 2 Scheemda Niederlande
PreZero Dry Pulp B.V. 2 Scheemda Niederlande
PreZero Polymers GmbH (vormals: PreZero Polymers AG) Völkermarkt Österreich
PreZero Polymers Austria GmbH Völkermarkt Österreich
PreZero Sorting Austria GmbH 3 Völkermarkt Österreich
PreZero Property Austria GmbH 3 Völkermarkt Österreich
PREZERO POLYMERS ITALY S.P.A. Fonte Italien
PREZERO POLYMERS IMMOBILERE S.R.L. Fonte Italien
PreZero Service Centrum sp. z o.o. (72,9% Anteilsbesitz) Kutno Polen
PreZero Polska sp. z o.o. Ruda Slaska Polen
PreZero Service Południe sp. z o.o. Ruda Slaska Polen
PreZero Recycling Szklo sp. z o.o. Ruda Slaska Polen
PreZero Recycling Zachód sp. z o.o. Nowa Sol Polen
PreZero Service Wschód sp. z o.o. Radom Polen
PreZero Service Zachód sp. z o.o. Kielcz Polen
PreZero Recycling Południe sp. z o.o. Knurów Polen
PreZero Płocka Gospodarka Komunalna sp. z o.o. (81% Anteilsbesitz) 2 Płock Polen
PreZero Zielona Energia sp. z o.o. Warschau Polen
PreZero Bielsko-Biała S.A. (61% Anteilsbesitz) 2 Bielsko-Biała Polen
PreZero Małopolska sp. z o.o. Krakau Polen
PreZero Service Północ sp. z o.o. Danzig Polen
PreZero Dolny Śląsk Sp. z o.o. Breslau Polen
PreZero Jantra sp. z o.o. Stettin Polen
PreZero Recycling Wschód sp. z o.o. Lublin Polen
PreZero Starol sp. z o.o. Chorzów Polen
PreZero Bałtycka Energia sp. z o.o. 3 Warschau Polen
PreZero Termika sp. z o.o. Warschau Polen
PreZero Recycling Belgium B.V. Brüssel Belgien
PreZero Polymers Belgium BV Evergem Belgien
PreZero Sverige AB Stockholm Schweden
PreZero Nordic AB Ängelholm Schweden
PreZero Recycling AB Ängelholm Schweden
Gästrike Avfallshantering AB (90,1% Anteilsbesitz) 2 Gälve Schweden
PreZero Luxembourg SARL Luxemburg Luxemburg
Jean LAMESCH Exploitation S.A. Bettemburg Luxemburg
A. ENSCH-HERZIG S.a.r.l. Bettemburg Luxemburg
Nordic Sorting Facility A/S (70% Anteilsbesitz) Hedehusene Dänemark
PreZero Iberia, S.L.U. 2 Madrid Spanien
PreZero España, S.A.U. 2 Madrid Spanien
Ayora Gestión Biogás, S.L. (80% Anteilsbesitz) 2 Albacete Spanien
PreZero Servicios Urbanos de Murcia, S.A.U. 2 San Gines Spanien
Residus del Maresme S.L. (51% Anteilsbesitz) 2 Mataró Spanien
Gestión Medio Ambiental de Toledo, S.A. (60% Anteilsbesitz) 2 Toledo Spanien
Ingenieria Ambiental Granadina, S.A. (80% Anteilsbesitz) 2 Granada Spanien
PreZero Filiales, S.L.U. 2 Madrid Spanien
PreZero Gestión de Residuos, S.A. 2 Madrid Spanien
PreZero Jardineria S.L 2 Madrid Spanien
Ecoparc de Can Mata, S.L. 2 Barcelona Spanien
PreZero Biotran Gestión de Residuos, S.L. 2 Tudela de Duero Spanien
Ecoparc del Mediterrani, S.A. (48% Anteilsbesitz) 2 Sant Adria de Besös Spanien
PreZero Reciclados y Compostaje Piedra Negra, S.A.U. 2 Xixona Spanien
Contenedores Reus, S.A. 2 Madrid Spanien
Reciclum, Reciclaje y Valorización de Residuos, S.L. 2 Tudela de Duero Spanien
Cespa Nadafa S.A.R.L (99,5% Anteilsbesitz) 2 Tanger Marokko
PreZero Portugal, S.A. 2 Leça do Balio Portugal
Citrup-Centro Integrado de Residuos, Lda. (70% Anteilsbesitz) 2 Leça do Balio Portugal
Sopovico- Sociedade Portuguesa de Vias de Comunicação, S.A. 2 Leça do Balio Portugal
Valor-RIB- Indústria de Resíduos, Unipessoal, Lda. (vormals: Valor-RIB- Indústria de Resíduos, Lda.) 2 Fradelos VNF Portugal
PreZero Ambiente, S.A. 2,3 Maia Portugal
PREZERO BIOMETANO S.L.(U.) 2,3 Madrid Spanien
At-Equity-Einbeziehung
CIS- Holding AB (47,5% Anteilsbesitz) 2 Norrköping Schweden
silphietec GmbH (50% Anteilsbesitz) Pfullendorf Deutschland
WJ Silizium, Sand und Schlackenaufbereitungs GmbH (17,5% Anteilsbesitz) 2 Laar Deutschland
Greenblocks Holding B.V. (50% Anteilsbesitz) 2 Oldeberkoop Niederlande
Green Collective B.V. (50% Anteilsbesitz) 2 Arnhem Niederlande
EVI Nederland V.O.F. (17,5% Anteilsbesitz) 2 Coevorden Niederlande
Eurowind Holding B.V. (17,5% Anteilsbesitz) 2 Coevorden Niederlande
EVI Abfallverwertung B.V. (17,5% Anteilsbesitz) 2 Rijssen Niederlande
Reststoffen Centrale Alkmaar B.V. (50% Anteilsbesitz) 2 Arnhem Niederlande
V.O.F. Rioolbeheer Tilburg 2017-2021 (5% Anteilsbesitz) 2 Zevenbergen Niederlande
Zavin B.V. (33,3% Anteilsbesitz) 2 Dordrecht Niederlande
Ziekenhuis Afval Verwerkingsinstallatie Nederland C.V. (Zavin C.V.) (33,3% Anteilsbesitz) 2 Dordrecht Niederlande
Reisswolf Nederland B.V. (25% Anteilsbesitz) 2 Scheemda Niederlande
GPK GŁOGÓW Sp. z o.o. (49% Anteilsbesitz) 2 Gtogöw Polen
Miejskie Przedsiębiorstwo Oczyszczania sp. z o.o. (49% Anteilsbesitz) 2 Stettin Polen
Valdemingómez 2000, S.A. (20% Anteilsbesitz) 2 Madrid Spanien
Vialnetvic, S.L. (49% Anteilsbesitz) 2 Vic Spanien
Giref Generaciön Renovable, S.L. (20% Anteilsbesitz) 2 Santa Euläria des Riu Spanien
Recollida de Residus d'Osona, S.L. (45% Anteilsbesitz) 2 Vic Spanien
Ingeniería Urbana, S.A. (35% Anteilsbesitz) 2 Alicante Spanien
Gran Canaria Biogás, S.L. (51% Anteilsbesitz) 2 Las Palmas Spanien
Novalis Medio Ambiente, S.A. (50% Anteilsbesitz) 2 Alicante Spanien
Valorizaciones Farmaceuticas, S.L. (50% Anteilsbesitz) 2,3 Madrid Spanien
Valvení Soluciones para el Desarollo Sostenible, S.L. (50% Anteilsbesitz) 2 Tudela de Duero Spanien
Ecobeirão- Sociedade de Tratamento de Resíduos Sólidos do Planalto Beirão, Eim, S.A. (20% Anteilsbesitz) 2 Barreiro de Besteiros Portugal
PREZERO PORTUGAL- ECOAMBIENTE A.C.E. (50% Anteilsbesitz) 2,3 Leça do Balio Portugal
Im Geschäftsjahr aus dem Konsolidierungskreis ausgeschiedene Unternehmen
The Resource Management Group, Inc. Jurupa Valley USA
Apollo Southwest, Inc. Jurupa Valley USA
Distribution Center Management Group, Inc. Jurupa Valley USA
PreZero Nederland Noord 4 B.V. Arnhem Niederlande
PreZero Nederland Noord 5 B.V. Arnhem Niederlande
PreZero Employment B.V. Arnhem Niederlande
PreZero Recycling Scheemda Holding B.V. Scheemda Niederlande
PreZero Recycling Scheemda B.V. Scheemda Niederlande
PreZero E-waste B.V. Scheemda Niederlande
Electra Tronics B.V. Scheemda Niederlande
PreZero Warszawa sp. z o.o. Warschau Polen
PreZero Gestión y Tratamiento de Residuos, S.A. Madrid Spanien
Ecoenergía de Can Mata, S.L. (vormals: Ecoenergía de Can Mata, A.I.E.) Madrid Spanien
Zsilt B.V. (18,3% Anteilsbesitz) Amersfoort Niederlande
GreenCycle Hong Kong Ltd. Hongkong China
Spol & Industriservice i Norrköping AB (47,5% Anteilsbesitz) Norrköping Schweden

Konzernlagebericht

Grundlagen des Konzerns

Geschäftstätigkeit

Der Konzern ist ein international agierender Entsorgungsdienstleister und hat im abgelaufenen Geschäftsjahr unter der Marke "PreZero" Wertstoff- sowie Transportdienstleistungsumsätze in Deutschland sowie in zehn weiteren Ländern erzielt. Die Geschäftstätigkeit erstreckt sich von der Wertstoffentsorgung über die Sortierung bis hin zur Aufbereitung von Wertstoffen. Die Konzernunternehmen dienen dazu, sowohl national als auch international eine hohe Marktdurchdringung zu erreichen und das Dienstleistungsportfolio im Bereich Recycling zu erweitern.

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen 1

Die Weltwirtschaft hat sich seit Beginn des Jahres 2022 merklich abgekühlt und damit das Wachstum des globalen Bruttoinlandsprodukts in der ersten Jahreshälfte 2022 verlangsamt. Die deutlich gestiegenen Energiepreise, die hohe wirtschaftliche Unsicherheit in Folge des Ukraine Kriegs sowie anhaltende Störungen der Liefer- und Wertschöpfungsketten wirkten dem wirtschaftlichen Wachstum entgegen. Zusätzlich wurde die Weltkonjunktur zu Beginn des Jahres durch eine gestiegene Zahl an Coronavirus-Infektionen und damit verbundenen Produktionsausfällen gedämpft. Die Stagnation der chinesischen Wirtschaft sowie die geringen Wachstumsraten der etablierten Volkswirtschaften waren für ein schwaches Wachstum zum Jahresende verantwortlich. Insgesamt wuchs die Weltwirtschaft um ca. 2,9%.

Der Euro-Raum verzeichnete beim Bruttoinlandsprodukt einen Anstieg um 3,5% und lag damit über der Entwicklung der Weltwirtschaft. Die Auswirkungen des Ukraine Kriegs, der Kaufkraftverlust in Folge der hohen Inflation sowie die abkühlende Weltwirtschaft belasteten die Volkswirtschaften im Euro-Raum. Von den größten Volkswirtschaften lag Deutschland mit einem Anstieg der Wirtschaftsleistung von 1,9% unter dem Durchschnitt, während Spanien und Italien mit 5,5% bzw. 3,8% darüber lagen. Der Anstieg der Verbraucherpreise beläuft sich im Euro-Raum auf 8,4% und ist im Wesentlichen durch die gestiegenen Energie- und Lebensmittelkosten getrieben. Angesichts der massiv gestiegenen Verbraucherpreise hat die Europäische Zentralbank seit Mitte des Jahres 2022 ihre Geldpolitik zunehmend gestrafft und den Leitzins in mehreren Schritten angehoben, was zu einer Verschlechterung der Finanzierungsbedingungen von Haushalten und Unternehmen führte. Die Erwerbslosenquote ging um einen Prozentpunkt auf 6,7% zurück. Das Lohnwachstum im Euro-Raum bewegte sich im moderaten Bereich und sank damit real.

Branchenentwicklung in der Entsorgungswirtschaft 2

Bedingt durch den Ukraine Krieg und damit einhergehender Rohstoffengpässe, stiegen die Preise für Sekundärrohstoffe sowie für Altmetalle und Papier. Gleichzeitig waren mengenmäßige Nachfragerückgänge in Abnehmerindustrien zu verzeichnen, da Abnehmer aufgrund der unsicheren politischen Lage und steigender Energiekosten ihre Produktion entsprechend angepasst haben. Insbesondere die Entsorgungsbranche ist durch hohe Energiekosten belastet, da nahezu alle Anlagen sehr energieintensiv sind.

Aufgrund des technischen Fortschritts lassen sich immer mehr Abfallfraktionen recyclen und vermarkten. Der Branchenschwerpunkt verlagert sich von reinen Entsorgungsleistungen zu technologieorientierten Leistungen im Bereich der Sortierung und Verwertung von Abfällen.

Der Markt für die Entsorgungs- und Recyclingbranche ist trotz der Risiken aus den hohen Energiekosten und schwankenden Rohstoffpreisen positiv zu bewerten.

1 Angaben gem. Konjunkturprognose vom 22. März 2023 sowie Jahresgutachten 22/23 vom 9. November 2022 des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung.
2 Angaben gem. Branchenreport 2022 Entsorgungswirtschaft des Branchendienst der Sparkassen-Finanzgruppe.

Geschäftsentwicklung

Der Vorjahresvergleich ist durch den erstmalig ganzjährigen Einbezug von im Vorjahr erworbenen Unternehmen nur eingeschränkt möglich.

Ertragslage

Der Konzern konnte seine Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr von Mio. € 1.666 auf Mio. € 3.213 erhöhen, was einem Zuwachs von Mio. € 1.547 (92,9%) entspricht.

Die Umsatzerlöse beinhalten Wertstoffumsätze in Höhe von Mio. € 2.983 (Vorjahr Mio. € 1.456) sowie sonstige Umsatzerlöse in Höhe von Mio. € 230 (Vorjahr Mio. € 210). Bei den sonstigen Umsatzerlösen handelt es sich im Wesentlichen um Lizenzerträge aus dem Dualen System und die Vermietung von Mobilien.

Im Ausland werden Umsätze, im Wesentlichen in Europa, in Höhe von Mio. € 2.860 (Vorjahr Mio. € 1.329) erzielt.

GJ 2021 GJ 2022 Veränderung
Mio. € Mio. € absolut in%
Umsatzerlöse 1.666 3.213 1.547 92,9
Materialaufwand 866 1.349 483 55,8
Personalaufwand 338 993 655 >100,0
Erträge aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 2 10 8 >100,0
sonstiger Aufwand abzgl. Ertrag 362 579 217 59,9
EBITDA 102 302 200 >100,0
Umsatzrendite EBITDA 6,1% 9,4%
Abschreibungen 324 581 257 79,3
EBIT -222 -279 -57 -25,7
Umsatzrendite EBIT -13,4% -8,7%
Zinsaufwand abzgl. Zinsertrag 19 58 39 >100,0
Ertragsteuern 8 16 8 100,0
Konzernjahresergebnis -249 -353 -104 -41,8
Umsatzrendite -15,0% -11,0%

Ergebnisentwicklung

Das EBIT hat sich im Vergleich zum Vorjahr von Mio. € -222 auf Mio. € -279 reduziert, insbesondere aufgrund von Abschreibungen auf immaterielles Vermögen aus Unternehmenserwerben. Die Umsatzrendite bezogen auf das EBIT ist von -13,4% auf -8,7% gestiegen. Das Konzernjahresergebnis hat sich im Vergleich zum Vorjahr um Mio. € 104 auf Mio. € -353 verringert. Die Umsatzrendite liegt mit -11,0% über dem Vorjahreswert von -15,0%.

Vermögenslage

Das Gesamtvermögen verringerte sich von Mio. € 4.368 auf Mio. € 4.286.

28.02.2022
Mio. € %
Anlagevermögen 2.861 65,5
Immaterielles Vermögen 1.812 41,5
Sachanlagen 1.007 23,0
Finanzanlagen 42 1,0
Umlaufvermögen 1.486 34,0
Vorräte 49 1,1
Forderungen 772 17,7
Liquide Mittel 665 15,2
Rechnungsabgrenzungsposten 21 0,5
Gesamtvermögen 4.368 100,0
28.02.2023 Veränderung
Mio. € % Mio. € in %
Anlagevermögen 2.552 59,5 -309 -10,8
Immaterielles Vermögen 1.427 33,3 -385 -21,2
Sachanlagen 1.082 25,2 75 7,4
Finanzanlagen 43 1,0 1 2,4
Umlaufvermögen 1.709 39,9 223 15,0
Vorräte 61 1,4 12 24,5
Forderungen 718 16,8 -54 -7,0
Liquide Mittel 930 21,7 265 39,8
Rechnungsabgrenzungsposten 25 0,6 4 19,0
Gesamtvermögen 4.286 100,0 -82 -1,9

Das Umlaufvermögen erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um Mio. € 223. Dies resultiert im Wesentlichen aus Forderungen aus Cash-Pool Guthaben.

In den liquiden Mitteln sind Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks sowie Cash-Pool Guthaben enthalten.

Investitionen wurden im Wesentlichen für Lkw sowie Sortieranlagen getätigt.

Finanzlage

Der Konzern weist zum Bilanzstichtag ein Eigenkapital von Mio. € 33 aus.

28.02.2022
Mio. € %
Eigenkapital 138 3,2
Fremdkapital 4.150 95,0
lang- und mittelfristiges Fremdkapital 1.484 34,0
kurzfristiges Fremdkapital 2.666 61,0
Rechnungsabgrenzungsposten 15 0,3
Passive latente Steuern 65 1,5
Gesamtkapital 4.368 100,0
28.02.2023 Veränderung
Mio. € % absolut in %
Eigenkapital 33 0,8 -105 -76,1
Fremdkapital 4.183 97,6 33 0,8
lang- und mittelfristiges Fremdkapital 2.200 51,3 716 48,2
kurzfristiges Fremdkapital 1.983 46,3 -683 -25,6
Rechnungsabgrenzungsposten 13 0,3 -2 -13,3
Passive latente Steuern 57 1,3 -8 -12,3
Gesamtkapital 4.286 100,0 -82 -1,9

Das lang- und mittelfristige Fremdkapital hat sich um Mio. € 716 auf Mio. € 2.200 erhöht. Dies resultiert im Wesentlichen aus der Erhöhung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

Das kurzfristige Fremdkapital nahm um Mio. € 683 ab. Die Entwicklung ist durch den Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber einem Unternehmen der Schwarz Gruppe und der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bedingt.

Plan-Ist-Vergleich

Im Vorjahr wurde für das Geschäftsjahr 2022 ein deutliches Umsatzwachstum erwartet. Die Umsatzerlöse erhöhten sich um Mio. € 1.547 und liegen damit im Plan.

Im Rahmen der Lageberichterstattung des Vorjahrs wurde für das Geschäftsjahr 2022 von einem deutlich rückläufigem Konzernjahresergebnis ausgegangen. Das tatsächliche Konzernjahresergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr um Mio. € 104 auf Mio. € -353 verringert und liegt damit im Plan.

Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Die wirtschaftliche Lage im Geschäftsjahr 2022 wurde im Wesentlichen durch hohe Energiekosten sowie durch Abschreibungen auf immaterielles Vermögen aus Unternehmenserwerben geprägt. Die Umsätze konnten im Jahresvergleich um Mio. € 1.547 erhöht werden. Das Konzernjahresergebnis verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr von Mio. € -249 auf Mio. € -353.

Wesentliche nichtfinanzielle Leistungsindikatoren zu Umwelt- und Arbeitnehmerbelangen

Neben den betriebswirtschaftlichen Leistungsindikatoren rücken insbesondere für unsere Kunden und Mitarbeiter zunehmend nachhaltigere Faktoren in den Fokus. Der Konzern hat eine ganzheitliche Nachhaltigkeitsstrategie etabliert und setzt bereits heute zahlreiche Maßnahmen im Bereich der Nachhaltigkeit um, wobei im Folgenden lediglich auf die gesetzlich geforderten Angaben zu Umwelt- und Arbeitnehmerbelangen eingegangen wird.

Umweltbelange

Mit der PreZero Stiftung & Co. KG rückt das Thema Recycling und das Schließen von Wertstoffkreisläufen innerhalb der Schwarz Gruppe in den Vordergrund. Der Wertstoffkreislauf vom Handel über den Entsorger bis zur Wiederaufbereitung von Verkaufsverpackungen wird sowohl national als auch international geschlossen.

Arbeitnehmerbelange

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind einer unserer wichtigsten Erfolgsfaktoren. Insgesamt waren im abgelaufenen Geschäftsjahr im Konzern durchschnittlich 23.845 Mitarbeiter tätig.

Der Konzern bietet den Beschäftigten ein wertschätzendes Arbeitsumfeld, in dem alle Mitarbeiter die gleichen Chancen erhalten, sich persönlich und beruflich weiterzuentwickeln. Die Aus- und Weiterbildung unserer Mitarbeiter hat einen hohen Stellenwert.

Chancen- und Risikobericht

Wirtschaftspolitische Chancen und Risiken

Als international agierender Konzern bestehen vor allem Abhängigkeiten von der wirtschaftlichen Situation in den einzelnen Ländern. Diese kann z. B. durch Schuldenkrisen, hohe Arbeitslosigkeit oder durch den Ukraine Krieg den privaten Konsum beeinträchtigen und Auswirkungen auf den Umsatz und das Ergebnis des Konzerns haben.

Durch die internationale Ausrichtung wird die Abhängigkeit von der Entwicklung einzelner Märkte reduziert und die Möglichkeit, Nachfrageschwankungen in einzelnen Ländern auszugleichen, gesteigert.

Branchenbezogene Chancen und Risiken

Die wesentlichen Herausforderungen ergeben sich insbesondere durch das seit Januar 2019 geltende neue Verpackungsgesetz, das höhere Sortierquoten vorgibt und damit gesteigerte Anforderungen an den Entsorgungsprozess stellt. Da die Erfüllung dieser gesetzlichen Vorgaben hohe Investitionen in die Sammel-, Sortier- und Verwertungstechnik erfordert, ist der Konzern aufgrund seiner Größe deutlich besser in der Lage, diese Anforderungen zu erfüllen. Hieraus wird ein Wettbewerbsvorteil innerhalb der Entsorgungsbranche erwartet.

Zudem kann der Bereich der Wertstoffentsorgung durch die enge Kundenbeziehung zu Unternehmen der Schwarz Gruppe weiter ausgebaut werden.

Finanzwirtschaftliche Chancen und Risiken

Die Liquidität des Konzerns wird kontinuierlich beobachtet, um Chancen und Risiken daraus frühzeitig zu erkennen. Über den erwirtschafteten Cash Flow, den Abschluss von Finanzkrediten sowie durch Kapitaleinlagen der Gesellschafter wird die Liquiditätsversorgung sichergestellt.

Bei Wareneinkäufen in Fremdwährung wirken sich Wechselkursänderungen auf Zahlungsströme und Ergebnisse aus. Die Wechselkursentwicklungen werden hinsichtlich Chancen und Risiken laufend analysiert. Mögliche Risiken, die überwiegend aus dem Einkaufsvolumen in Fremdwährung resultieren, werden mit Währungsswap-Vereinbarungen gesichert. Insgesamt bestanden am Bilanzstichtag Währungsswap-Vereinbarungen mit einem Nominalvolumen von Mio. € 251.

Lieferantenchancen und -risiken

Bei der Auswahl der Lieferanten und deren Waren können sich Reputationsrisiken ergeben. Durch die sorgfältige Überprüfung der Lieferanten sowie durch die Vorgabe von Qualitätsstandards und Zertifizierungen wird eventuellen Image-Schäden vorgebeugt.

Personalchancen und -risiken

Bedingt durch die demografische Entwicklung und den immer intensiveren Wettbewerb um Fach- und Führungskräfte, können sich Engpässe bei der Rekrutierung von qualifizierten Mitarbeitern ergeben.

Die Erweiterung der Geschäftstätigkeit bietet dem Konzern die Chance, aus einer Vielzahl von geografischen Regionen qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen. Ein attraktives Arbeitsumfeld sowie regelmäßige Weiterbildungen schaffen Entwicklungsmöglichkeiten sowohl für die berufliche als auch die persönliche Entwicklung der Mitarbeiter, die zu einer langfristigen Bindung an den Konzern beitragen.

Rechtliche und steuerliche Risiken

Rechtliche Risiken resultieren vor allem aus arbeits- und zivilrechtlichen Verfahren. Für diese Risiken wurden, sofern die Verpflichtungen hinreichend konkretisiert sind, Rückstellungen gebildet.

Steuerliche Risiken entstehen vornehmlich im Zusammenhang mit Außenprüfungen, in deren Verlauf Sachverhalte und Transaktionen unterschiedlich gewürdigt werden können. Diese Risiken werden regelmäßig geprüft und bei hinreichender Konkretisierung durch eine angemessene Risikovorsorge berücksichtigt.

Informationstechnische Risiken

Die Anforderungen unserer Geschäftsprozesse an die Informationstechnologie steigen kontinuierlich, unter anderem durch neue Vertriebskanäle wie den Internethandel oder durch zunehmende Regulierung wie beispielsweise beim Datenschutz. Hieraus resultieren unterschiedliche Risiken, z. B. hinsichtlich der Verfügbarkeit, Vertraulichkeit und Integrität von Informationen.

Daher wurde, angelehnt an das international anerkannte Rahmenwerk ISO/IEC 27001, ein Managementsystem zur Erkennung und Minimierung dieser Risiken etabliert. Modernste Sicherheitstechnologien werden zum Schutz unserer Systeme und Daten eingesetzt. Darüber hinaus wurden Vorkehrungen getroffen, um Ausfallzeiten unserer Systeme auf ein Minimum zu verkürzen.

Chancen und Risiken aus Integrationen

Durch die Integration erworbener Unternehmen entstehen verschiedene Chancen und Risiken, insbesondere durch die Integration neuer Mitarbeiter sowie durch die Anpassung und Migration der vorhandenen IT-Systeme und Geschäftsprozesse. Aufgrund der Unternehmenserwerbe können Synergien in den einzelnen Ländern erzielt werden. Sollten die geplanten Ertrags- und Synergiepotentiale nicht erreicht werden, können sich negative Auswirkungen auf das Ergebnis des Konzerns ergeben.

Für die Integration der erworbenen Unternehmen wurde auf zentraler Ebene eine Post Merger Struktur etabliert, die den Integrationsprozess laufend begleitet und dabei sowohl die operativen Bereiche als auch die Verwaltungsbereiche der erworbenen Unternehmen unterstützt.

Beurteilung der Gesamtrisiken

Auf den obersten Verantwortungs- und Entscheidungsinstanzen werden wesentliche Chancen und Risiken diskutiert und grundsätzliche Entscheidungen zur Risikovermeidung bzw. Risikoreduzierung getroffen, die durch die operativen Ebenen umgesetzt und durch die interne Revision überwacht werden.

Aus derzeitiger Sicht ergeben sich für den Konzern keine erkennbaren Risiken, die eine direkte Auswirkung auf den Fortbestand und die Liquidität des Konzerns haben. Grundlegende Änderungen der Risikolage werden derzeit nicht erwartet.

Rechnungslegungsbezogenes internes Kontroll- und Risikomanagementsystem

Das rechnungslegungsbezogene interne Kontroll- und Risikomanagementsystem des Konzerns dient der Sicherung der Ordnungsmäßigkeit der externen Rechnungslegung, indem mögliche Risiken, die zu einem fehlerhaften Konzernabschluss führen können, rechtzeitig erkannt und minimiert werden. Das interne Kontrollsystem unterteilt sich dabei in vorgelagerte Steuerungskontrollen, Kontrollen im Rahmen des Abschlusserstellungs- bzw. Konsolidierungsprozesses sowie in unabhängige Kontrollen durch interne bzw. externe Revisoren.

Kontrollen im Rahmen des Steuerungsprozesses

Kern dieser Kontrollen sind die konzernweit gültigen Bilanzierungsrichtlinien. Diese werden jährlich überarbeitet, mit dem Konzernabschlussprüfer abgestimmt und den dezentralen Landeseinheiten vorgestellt. Innerhalb dieser Richtlinien werden konzernweite Mindestvorgaben zur Durchführung von rechnungslegungsbezogenen Kontrollen definiert, die von den jeweiligen Landeseinheiten zu berücksichtigen sind. Weiterhin wird zur Planung und Steuerung der Konzernabschlusserstellung ein zentraler Terminplan definiert. Dabei werden die Erstellungs- und Prüfungszeiträume mit den dezentralen Landeseinheiten und mit dem Konzernabschlussprüfer im Vorfeld abgestimmt. Die Termineinhaltung wird zentral überwacht, so dass jederzeit eine Statusverfolgung der Konzernabschlusserstellung sichergestellt ist.

Um die Sicherheit der Informationstechnik zu gewährleisten, sind Zugriffsregelungen in den rechnungslegungsbezogenen EDV-Systemen definiert, die zentral verwaltet werden. Durch die zentrale Vergabe von Berechtigungen wird sichergestellt, dass die Nutzer nur auf die Systeminformationen Zugriff haben, die sie zur Erfüllung ihrer Aufgaben benötigen.

Kontrollen im Rahmen des Abschlusserstellungs- und Konsolidierungsprozesses

Die Erstellung der Abschlüsse der einbezogenen Unternehmen erfolgt im Wesentlichen in SAP ERP-Systemen. Haupt- und Nebenbuchhaltungen, wie zum Beispiel die Anlagen- oder die Warenbuchhaltung, sind organisatorisch getrennt. Durch die konsequente Umsetzung von Funktionstrennungen in Verbindung mit definierten Genehmigungsprozessen wird das Vier-Augen-Prinzip bei allen wesentlichen rechnungslegungsrelevanten Prozessen gewährleistet.

Die originäre Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt in einem zentralen SAP-Konsolidierungssystem (SEM-BCS). Die Datenbereitstellung aus den ERP-Systemen erfolgt im Wesentlichen durch automatisierte Datenflüsse ohne Möglichkeit manueller Eingriffe. Im SEM-BCS werden auf allen Ebenen des Erstellungsprozesses umfangreiche Prüf- und Validierungsroutinen durchgeführt. Darüber hinaus werden die einzelnen Konsolidierungsschritte sowohl systemtechnischen als auch manuellen Kontrollen unterzogen, die in einem SAP basierten Risiko und Kontrallsystem hinterlegt sind. Diese Kontrollen werden jährlich überarbeitet und stehen dem Konzernabschlussprüfer zur Verfügung. Weiterhin werden vom Konzernabschluss Analysen erstellt und Veränderungen einzelner Positionen im Vergleich zum Vorjahr auf Plausibilität geprüft.

Kontrollen durch interne Revision und externe Prüfung

In Abstimmung mit den Vorständen entwickelt die interne Revision einen jährlichen Prüfungsplan, der rollierend die wesentlichen Führungs- und Geschäftsprozesse beinhaltet. Darin enthalten ist die Prüfung des Abschlusserstellungsprozesses in jährlich wechselnden Ländern. Die Prüfung erfolgt dahingehend, ob die konzernweit vorgegebenen Mindestvorgaben an Kontrollen durchgeführt und die entsprechenden Bilanzierungsrichtlinien angewendet wurden.

Der Konzernabschlussprüfer prüft die relevanten Bilanzierungsrichtlinien und stellt sie den lokalen Abschlussprüfern zur Verfügung. Diese prüfen die wesentlichen Abschlüsse der einbezogenen Unternehmen daraufhin, ob die anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften eingehalten wurden und bestätigen schriftlich deren vollständige Anwendung. Danach prüft der Konzernabschlussprüfer den Konzernabschluss der PreZero Stiftung & Co. KG und erteilt den Bestätigungsvermerk.

Prognosebericht

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung 3

Der globale wirtschaftliche Ausblick für das Jahr 2023 hat sich aufgehellt. So wird davon ausgegangen, dass die Industrie bereits im ersten Quartal wieder wächst und Chinas Abkehr von der "Null-Covid"-Politik den globalen Welthandel belebt. Infolgedessen werden sich die Lieferengpässe weiter entspannen. Dämpfend werden sich verschlechterte Finanzierungsbedingungen auf das Wachstum auswirken. Die Wirtschaftsleistung soll weltweit um 2,2% steigen. Für das globale Welthandelsvolumen wird mit einem Anstieg von 0,3% gerechnet.

Für die Wirtschaftsleistung im Euro-Raum überwiegen die Abwärtsrisiken. Die Unsicherheit hinsichtlich der zukünftigen Energieversorgungslage ist weiterhin sehr hoch, da das Risiko eines erneuten Anstiegs der Energiepreise aufgrund beschränkter Exportkapazitäten bei Erdgas besteht. Weiterhin werden negative Auswirkungen des Ukraine Kriegs Bestand haben. Demgegenüber besteht die Möglichkeit, dass die zuletzt gesunkenen Großhandelspreise für Energie zu einem schnelleren Rückgang der Inflation und somit einer früheren Erholung der Realeinkommen führen. Zusätzlich wird die Erholung der Nachfrage in China der Exportwirtschaft im Euro-Raum einen Schub geben. Insgesamt wird für das Jahr 2023 im Euro-Raum ein Wachstum von 0,9% erwartet. Die Arbeitslosenquote wird geringfügig auf 6,8% steigen und die Verbraucherpreise dürften in 2023 um 5,9% zulegen.

Die Aussichten der deutschen Wirtschaft stehen weiter unter dem Eindruck der hohen Inflation, so dass die Wirtschaftsleistung in 2023 lediglich um 0,4% zunehmen soll. Das schwache Wachstum ist vor allem einer Zurückhaltung beim privaten Konsum sowie bei den Bauinvestitionen zuzuschreiben. Die Verbraucherpreise dürften um 6,0% steigen. Für die privaten Konsumausgaben wird ein Rückgang um 0,9% sowie bei Bauinvestitionen um 3,7% prognostiziert.

Entwicklung des Konzerns

Die weiterhin hohe Preisentwicklung sowie Unsicherheiten hinsichtlich der Verfügbarkeit bestimmter Rohstoffe können Auswirkungen auf die Entwicklung des Konzerns haben. Die Unsicherheit hinsichtlich der Entwicklung von Inflation und Zinsen wird weiterhin das Konsumverhalten der Verbraucher negativ beeinflussen. Die Planung für das Geschäftsjahr 2023 unterliegt aus diesen Gründen unvorhersehbaren Faktoren, die die aktuelle Prognose beeinflussen können. Für das Geschäftsjahr wird von einem leicht rückläufigen Umsatz gegenüber dem Vorjahr ausgegangen.

Trotz der genannten Unsicherheiten sowie weiterhin hohen planmäßigen Abschreibungen auf immaterielles Vermögen aus Unternehmenserwerben wird für das Geschäftsjahr 2023 ein leicht verbessertes Jahresergebnis erwartet.

 

Neckarsulm, den 26. Mai 2023

3 Angaben gem. Konjunkturprognose des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung vom 22. März 2023.

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