Stammdaten

Register
Amtsgericht Darmstadt HRB 83893
Vorher
Trimble Holdings GmbHTrimble Germany GmbH
Eingetragen
30.10.2006
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von WerkzeugenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von landwirtschaftlichen Maschinen und GerätenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von feinmechanischen, Foto- und optischen Erzeugnissen, Uhren, Edelmetallwaren und Schmuck
Gegenstand
Vertrieb von und Handel mit Industrieprodukten aller Art, insbesondere mit Industrieprodukten zur Positionsbestimmung unter Verwendung von GPS-, Optik-, Laser-, Kommunikations- und Informationstechnologien und der damit verbundenen Software, im In- und Ausland als Handelsvertreter sowie Lizenzgeschäft; Entwicklung der genannten Industrieprodukte; technische Beratung, Erbringung von Kundendienstleistungen sowie anderer Leistungen im Zusammenhang mit den genannten Produkten; Beteiligung an Unternehmen aller Art und einheitliche unternehmerische Führung der gehaltenen Beteiligungen

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Thomas Gmerek
seit 20.5.2020
Prokura
Jürgen Kesper
seit 7.7.2016
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Trimble International Holdings S.L.ESP
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Trimble International Holdings S.L.
Spain
25.000 €
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Trimble Services GmbH

Raunheim

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Lagebericht für 2022

Trimble Services GmbH (vormals: Trimble Germany GmbH), Raunheim

A. Grundlagen der Gesellschaft

I. Allgemeine Informationen zum Unternehmen und zur Geschäftstätigkeit

II. Forschung und Entwicklung

III. Finanzielle und nicht-finanzielle Leistungsindikatoren

B. Wirtschaftsbericht

I. Wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland

II. Branchenentwicklung

III. Unternehmensentwicklung

IV. Lage der Gesellschaft

V. Investitionen, Cashflow und Liquidität

C. Nachtragsbericht

D. Risiko-, Chancen- und Prognosebericht

I. Risikobericht

II. Chancenbericht

III. Prognosebericht

IV. Gesamtaussage zur voraussichtlichen Entwicklung

E. Bestehende Zweigniederlassungen

A. Grundlagen der Gesellschaft

I. Allgemeine Informationen zum Unternehmen und zur Geschäftstätigkeit

Die Gesellschaft wurde als Trimble Holdings GmbH mit Gesellschaftsvertrag vom 16. Juni 2000 mit Sitz in Raunheim gegründet und ist unter HRB Nr. 83893 im Handelsregister des Amtsgericht Darmstadt eingetragen.

Gegenstand des Unternehmens ist der Vertrieb von und Handel mit Industrieprodukten aller Art. Dabei handelt es sich um Produkte, Software und Dienstleistungen des Trimble Konzerns, insbesondere um Instrumente zur Positionsbestimmung und Maschinensteuerungen unter Verwendung von GNSS-, Optik-, Laser-, Kommunikations- und Informationstechnologien und die damit verbundene Software. Des Weiteren entwickeln wir die genannten Instrumente und deren Komponeneten und leisten die technische Beratung nebst Erbringung von Kundendienstleistungen sowie anderer Leistungen im Zusammenhang mit den genannten Produkten.

II. Forschung und Entwicklung

Die Gesellschaft tätigt Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten für verschiedene Geschäftsbereiche des Konzerns. Die Ausgaben dafür belaufen sich auf ca. 15 % vom Umsatz.

III. Finanzielle und nicht-finanzielle Leistungsindikatoren

Als finanzielle Leistungsindikatoren werden vor allem Umsatzerlöse und Jahresergebnis (vor Steuern) angesehen. Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren sind für die Steuerung der Gesellschaft nicht relevant.

B. Wirtschaftsbericht

I. Wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland

Die positiven Erwartungen auf eine kräftige Erholung der deutschen Wirtschaft im Berichtsjahr wurden durch den russischen Angriff auf die Ukraine konterkariert. Erneut waren staatliche Stützungsmaßnahmen erforderlich, insbesondere, um den privaten Konsum und direkt von den Kriegsfolgen und den Liefer- und Abnahmestopps von russischen Rohstoffen betroffene Unternehmen zu stützen. Auch kriegsbedingt hielten Lieferkettenprobleme an und hemmten einerseits die Produktion und trieben andererseits die Inflation an, die auf Höchstwerte stieg.

Nachholeffekte nach der Pandemie und die Stützungsmaßnahmen der Regierung führten jedoch dazu, dass der private Konsum das Wachstum mit preisbereinigt 4,6% maßgeblich stützte (Statistisches Bundesamt). Weitere positive Effekte kamen von den Ausrüstungsinvestitionen (+2,5%) und dem staatlichen Konsum (+1,1%). Negativ wirkten sich die Bauinvestitionen (-1,6%) und der Außenbeitrag (-1,3%) aus (jeweils Statistisches Bundesamt). Das führte dazu, dass sich das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 1,9% erhöhte (Statistisches Bundesamt). Von den Wirtschaftsbereichen schrumpfte das Baugewerbe um 2,3% und das verarbeitende Gewerbe wuchs nur leicht um 0,2%. Sonstige Dienstleister, Handel, Verkehr, Gastgewerbe und der Informations- und Kommunikationsbereich wuchsen überdurchschnittlich um respektive 6,3%, 4,0% und 3,6% (Statistisches Bundesamt).

II. Branchenentwicklung

Das für die Gesellschaft wichtige Baugewerbe rutschte in 2022 in eine Rezession. Der Umsatz der Branche verringerte sich im Gesamtjahr um 5,1%. Der Auftragsbestand zum Jahresende verringerte sich um 9,6%, wobei sich der Rückgang zum Jahresende auf -23,4% beschleunigte (Verband der Bauindustrie). Für das Jahr 2023 wird mit einem weiteren Rückgang um preisbereinigt 6% gerechnet (Verband der Bauindustrie).

Der Geschäftsklimaindex für die Landtechnikindustrie in Europa hatte sich zunächst nach den starken Einbrüchen im Zuge des russischen Krieges gegen die Ukraine in der 2. Hälfte 2022 erholt. Diese Erholung schwächt sich in 2023 ab, wobei sich der Index noch auf einem verhalten guten Niveau befindet. Im April 2023 sank der Index von 24 auf 16 Punkte (auf einer Skala von -100 bis +100). Nach der Verschlechterung der Bewertungen für das laufende Geschäft haben die Industrievertreter nun auch ihre Zukunftserwartungen nach unten korrigiert. Während auf der Angebotsseite eine deutliche Entspannung zu beobachten ist, nehmen auf der Marktseite die Unsicherheiten zu und das Vertrauen sinkt entsprechend. (Quelle: CEMA Business Barometer Report April 2023).

Der Markt für Ingenieursvermessung wurde auch durch die Schwierigkeiten in der Bauindustrie negativ betroffen.

Schlecht fiel die Konjunkturbefragung im Transportgewerbe aus. Der Saldo aus die Lage positiv sehenden Unternehmen und die Lage negative sehenden fiel auf -15 Punkte. Bei 31% der Unternehmen sanken die Umsätze während sie bei 17,25% stiegen. Der Umfrage zufolge wollten 12.25% der Betriebe die Kapazität reduzieren und nur 5,5% diese erhöhen. (Quelle: Verband Güterkaftverkehr).

III. Unternehmensentwicklung

Der Konzern weitete seine Aktivitäten aus und dementsprechend stieg die Gesamtleistung der Gesellschaft mit konzernintern nachgefragten Leistungen um TEUR 3.558 auf TEUR 42.437. Die Personalaufwendungen stiegen durch Kostendisziplin um lediglich TEUR 993, während die sonstigen betrieblichen Aufwendungen kräftig auf TEUR 12.698 stiegen. Die Abführungen der organschaftlich verbundenen Tochterunternehmen stiegen nennenswert um 12,8% auf nunmehr TEUR 9.193. Das negative Zinsergebnis verringerte sich um TEUR 142 auf nunmehr TEUR 480. Damit war das Ergebnis vor Steuern um TEUR 434 höher und betrug TEUR 8.720. Auf Grund im Vergleich zum Vorjahr höheren nicht abzugsfähigen Betriebsausgaben - im Wesentlichen bedingt durch den Verlust aus dem Verkauf von Beteiligungen - stieg der Steueraufwand überprportional zum handelsrechtlichen Vorsteuerergebnis um 14,3% auf TEUR 2.822(Vj. TEUR 2.468). Damit stieg der Jahresüberschuss nur leicht um 1,4% auf TEUR 5.899 nach TEUR 5.819 im Vorjahr .an

IV. Lage der Gesellschaft

Vergleich der Prognose aus dem Vorjahr mit der tatsächlichen Geschäftsentwicklung

Im Vorjahr wurden für 2021 Umsatzerlöse in Höhe von ca. 41,0 Mio. und ein Jahresüberschuss in Höhe von ca. EUR 4,5 Mio. erwartet. Der tatsächliche Umsatz lag aufgrund höherer Nachfrage um EUR 1,5 Mio. und Jahresüberschuss mit EUR 1,4 Mio. deutlich über der Prognose.

Ertragslage

Die Umsatzerlöse werden im Konzernverbund erzielt. Die Gesellschaft ist im Konzernverbund federführend für Leistungen im Zusammenhang mit in Deutschland stattfindenden Messen, was neben dem Personalbestand die größte Umsatzvariable darstellt. In 2022 fanden alle traditionell in Deutschland stattfindenden Messen statt. Dies führte unter anderem zu den um TEUR 3.603 höheren sonstigen betrieblichen Aufwendungen, die wiederum Konzerngesellschaften berechnet werden

Die sonstigen betrieblichen Erträge (TEUR 992, Vj. TEUR 565) enthalten in Höhe von TEUR 481 einen Sondereffekt aus der erstmaligen kongruenten Bewertung von rückgedeckten Direktzusagen.

Erneut gesteigert werden konnte der Personalbestand, dieser beträgt nunmehr 321 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Dementsprechend und durch Gehaltsteigerungen und höhere Boni stiegen die Personalaufwendungen auf TEUR 30.214 (Vj. TEUR 29.221).

Die planmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen erhöhten sich aufgrund von Investitionen auf TEUR 509 (Vorjahr TEUR 365).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beliefen sich auf TEUR 12.696 nach TEUR 9.095 im Vorjahr. Hierin enthalten ist ein Veräußerungsverlust aus dem Abgang von Finanzanlagevermögen in Höhe von TEUR 742.

Das Finanz- und Beteiligungsergebnis setzt sich aus Erträgen aus Gewinnabführungsverträgen (TEUR 9.191, Vj. TEUR 8.147), sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen (TEUR 106, Vj. TEUR 44) und Zinsaufwendungen (TEUR 587, Vorjahr TEUR 677) zusammen.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag belaufen sich für den Organkreis auf TEUR 2.821 nach TEUR 2.468 im Vorjahr.

Nach Steuern wurde somit ein Jahresüberschuss von TEUR 5.899 nach TEUR 5.819 im Vorjahr erzielt.

Vermögen- und Finanzlage

Die Anteile an verbundenen Unternehmen verringerte sich durch Veräußerung der Trimble Kaiserslautern GmbH auf TEUR 39.803 (Vj. TEUR 42.700). Zum Anstieg der Bilanzsumme tragen die deutlich höheren Forderungen gegen verbundene Unternehmen (TEUR 17.938 Vj. TEUR 7.524) und sonstigen Vermögensgegenständen bei (TEUR 2.335, Vj. TEUR 1.630) bei. Die sonstigen Vermögensgegenstände umfassen hauptsächlich den langfristigen Aktivwert aus der Rückdeckungsversicherung (TEUR 1.453, Vj. 944), Umsatzsteuerforderung (TEUR 430, Vj. TEUR 10), Steuerforderungen (TEUR 200, Vj. TEUR 207) und geleistete Vorauszahlungen (TEUR 134, Vj. TEUR 313). Die liquiden Mittel belaufen sich auf TEUR 2.042 nach TEUR 2.997 im Vorjahr.

Das Vermögen wird im Wesentlichen über Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen finanziert (TEUR 41.121, Vj. TEUR 38.554). Dies entspricht ca. 64,9% (Vj. 68,3%) der Bilanzsumme. Hiervon bestehen gegenüber der Gesellschafterin Verbindlichkeiten i.H.v. TEUR 21.284 nach TEUR 21.005 im Vorjahr. Die Verbindlichkeiten bestehen ausschließlich in Euro und sind grundsätzlich variabel verzinslich. Die Rückstellungen belaufen sich in Summe auf TEUR 5.190 (TEUR 6.528) und setzen sich aus Pensionsrückstellungen (TEUR 2.195, Vj. TEUR 2.295), Steuerrückstellungen (TEUR 181, Vj. TEUR 676) und sonstigen Rückstellungen (TEUR 2.814, Vj. TEUR 3.557) zusammen.

Die Finanzlage hat sich weiter verbessert. Das Eigenkapital beläuft sich auf TEUR 16.041 nach TEUR 10.142 im Vorjahr, die Eigenkapitalquote beträgt nunmehr 25,2% nach 18,8% im Vorjahr. Verbindlichkeiten werden innerhalb der Zahlungsfrist beglichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele vereinnahmt.

Gesamtaussage zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Insgesamt stellt sich die Ertragslage als zufriedenstellend dar, die Vermögens- und Finanzlage ist stabil.

V. Investitionen, Cashflow und Liquidität

Im Geschäftsjahr wurden Investitionen in Sachanlagen von TEUR 460 (Vj. TEUR 545) getätigt.

Aus laufender Geschäftstätigkeit wurde ein aus dem Ergebnis vor Steuern zuzüglich der nicht-zahlungswirksamen Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen von TEUR 509 vereinfacht ermittelter Cashflow von insgesamt TEUR 9.230 (Vj. TEUR 8.652) erzielt.

Zum Stichtag stehen der Gesellschaft liquide Mittel in Höhe von TEUR 2.042 (Vj. TEUR 2.997) zur Verfügung. Die Gesellschaft war im Berichtszeitraum jederzeit in der Lage, ihre finanziellen Verpflichtungen vollumfänglich fristmäßig zu erfüllen.

C. Nachtragsbericht

Wir verweisen diesbezüglich auf die Ausführungen im Anhang.

D. Risiko-, Chancen- und Prognosebericht

I. Risikobericht

Der Konzern verfügt über ein umfassendes Risikomanagement, in das die Gesellschaft eingebunden ist. Gegen potentielle Risiken aus dem externen Umfeld mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage als auch in den internen betrieblichen Funktionsbereichen sind Risikomanagementsysteme etabliert, die basierend auf einem umfangreichen internen Reporting diese Risiken rechtzeitig erkennen und geeignete Gegenmaßnahmen einleiten lassen. Eventuelle Chancen, Risiken und Veränderungen im Geschäftsverlauf werden auf Monatsbasis auf der Ebene der Gesellschaft sowie auch des Gesamtkonzerns sehr detailliert beobachtet und bewertet mit dem Ziel der Risikosteuerung.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung gegen finanzielle Risiken jeglicher Art.

Im Rahmen der COVID-19 Pandemie, der Beeinträchtigung der Lieferketten und der Auswirkungen des Ukrainekrieges haben sich die Risikomanagement-Systeme des Konzerns als zufriedenstellend bewährt. Erfahrungswerte aus dieser Krisen haben zur weiteren Verbesserung der Managementsysteme geführt.

Die Gesellschaft hat Auswirkungen der Krisen bisher gut überstanden. Geschäftsseitig profitieren wir von der Nachfrage nach unseren Produkten zur Digitalisierung unserer Zielindustrien.

Die Liquiditätslage ist befriedigend und über den Verbundbereich immer gesichert, so dass keine Engpässe zu erwarten sind.

Langfristig finanziert sich die Gesellschaft über verbundene Unternehmen zu variablen Zinskonditionen, insoweit bestehen Zinsänderungsrisiken. Diese haben sich durch eine Verringerung der Ausleihungen verringert

Aufgrund der Tatsache, dass die Forderungen hauptsächlich nur noch im Verbundbereich bestehen, sehen wir keine Ausfalls- und Bonitätsrisiken.

II. Chancenbericht

Chancen bestehen im Heben von Synergien mit der TRANSPOREON-Gruppe, die vom Konzern zum 2.4.2023 übernommen wurde. Durch die Einführung verbesserter Strukturen und Prozesse geht der Konzern davon aus, viel einfacher weitere Produkte an bestehende Kunden zu verkaufen. Angesichts des Kostendrucks in den von uns belieferten Industrien ist davon auszugehen, dass unsere Kunden weiter in Digitalisierung und Effizienzsteigerung investieren werden.

III. Prognosebericht

Für das Geschäftsjahr 2023 erwarten wir auf Basis vorläufiger Zahlen aufgrund der Verschmelzung der Trimble Terrasat GmbH auf die Gesellschaft Umsatzerlöse in Höhe von ca. EUR 57 Mio. und einen Jahresüberschuss in Höhe von ca. EUR 6,0 Mio.

Für das Geschäftsjahr 2024 erwarten wir Umsatzerlöse in Höhe von ca. EUR 55,0 Mio. und einen Jahresüberschuss in Höhe von ca. EUR 5,5 - 6,5 Mio.

IV. Gesamtaussage zur voraussichtlichen Entwicklung

Insgesamt sind derzeit keine bestandsgefährdenden Risiken, die die Fortführung der Gesellschaft gefährden könnten, erkennbar. Wir beobachten, ob Energie- und Inflationskrise zu weiteren Rückgängen der Wirtschaftstätigkeit führt, um geeignet reagieren zu können.

Die Gesellschaft wird auf Grund der bestehenden Finanzierung auch weiterhin in der Lage sein, ihre finanziellen Verpflichtungen vollumfänglich fristgerecht zu bedienen.

E. Zweigniederlassungen

Nach der Schließung des Büros in Münster bestehen nunmehr unselbstständige Zweigniederlassungen unter gleicher Firma in Biberach an der Riß (Obere Stegwiesen 26, 88400 Biberach an der Riß), München (Arnulfstraße 126, 80636 München), Stuttgart (Rotebühlstraße 81, 70178 Stuttgart) und Bonn (Am Bonner Bogen 6, 53227 Bonn).

 

Raunheim, den 16. Juli 2024

Die Geschäftsführung der Trimble Services GmbH

Robbert Reeder

Jürgen Kesper

Bilanz

Aktiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Anlagevermögen 41.015.825,84 43.863.080,37
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 24.545,93 38.998,09
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 24.545,93 38.998,09
II. Sachanlagen 1.188.697,61 1.124.396,40
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 38.134,22 53.957,53
2. technische Anlagen und Maschinen 13.237,91 18.105,77
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.032.290,22 955.493,38
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 105.035,26 96.839,72
III. Finanzanlagen 39.802.582,30 42.699.685,88
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 39.802.582,30 42.699.685,88
B. Umlaufvermögen 22.315.315,61 12.151.282,75
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 20.273.772,81 9.153.965,29
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 17.938.307,39 7.524.127,43
2. sonstige Vermögensgegenstände 2.335.465,42 1.629.837,86
II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.041.542,80 2.997.317,46
C. Rechnungsabgrenzungsposten 337.461,01 460.918,50
Aktiva 63.668.602,46 56.475.281,62

Passiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Eigenkapital 16.041.028,03 10.142.284,77
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinnvortrag 10.117.284,77 4.298.438,00
III. Jahresüberschuss 5.898.743,26 5.818.846,77
B. Rückstellungen 5.190.427,16 6.527.765,34
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 2.195.377,72 2.295.056,00
2. Steuerrückstellungen 180.869,67 675.808,46
3. sonstige Rückstellungen 2.814.179,77 3.556.900,88
C. Verbindlichkeiten 42.437.147,27 39.805.231,51
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 529.892,48 431.730,53
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 41.120.562,79 38.554.416,67
3. sonstige Verbindlichkeiten 786.692,00 819.084,31
davon aus Steuern 698.550,82 789.127,50
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 1.776,20
Passiva 63.668.602,46 56.475.281,62

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1.1.2021 - 31.12.2021
EUR
1. Umsatzerlöse 42.436.644,92 38.878.863,05
2. sonstige betriebliche Erträge 991.905,23 564.865,52
3. Personalaufwand 30.214.266,27 29.221.416,91
a) Löhne und Gehälter 26.311.145,01 25.465.657,99
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 3.903.121,26 3.755.758,92
davon für Altersversorgung 57.995,17 222.534,25
4. Abschreibungen 508.772,69 364.790,82
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 508.772,69 364.790,82
5. sonstige betriebliche Aufwendungen 12.697.847,55 9.095.134,96
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 44.087,39 34.598,36
6. aufgrund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinn- oder Teilgewinnabführungsvertrags erhaltene Gewinne 9.193.118,37 8.146.811,07
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 106.299,00 43.787,62
davon aus verbundenen Unternehmen 4.010,00 14.590,80
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 586.795,00 666.598,35
davon an verbundene Unternehmen 491.177,35 591.546,00
davon sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen aus Abzinsung 43.261,72 48.932,00
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 2.821.542,75 2.467.539,45
10. Ergebnis nach Steuern 5.898.743,26 5.818.846,77
11. Jahresüberschuss 5.898.743,26 5.818.846,77

Anhang für 2022

Trimble Services GmbH (vormals Trimble Germany GmbH), Raunheim

1. Allgemeine Hinweise

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt.

Die Gesellschaft erfüllt die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist unverändert nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und teilweise davon-Vermerke in diesem Anhang gemacht.

Der Jahresabschluss wurde unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit (§ 252 Abs.1 Nr. 2 HGB) aufgestellt.

2. Registerinformationen

Die Gesellschaft war zum Bilanzstichtag unter der Firma Trimble Germany GmbH mit Sitz in Raunheim im Handelsregister des Amtsgerichts Darmstadt unter HRB Nr. 83893 eingetragen. Die Gesellschafterversammlung vom 2. Januar 2024 hat eine Änderung der Firma in "Trimble Service GmbH" beschlossen. Diese Änderung wurde am 08. Januar 2024 im Handelsregister eingetragen.

3. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen (lineare Methode) vermindert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode über die voraussichtliche Nutzungsdauer vermindert. Geringwertige Anlagegüter werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben; ihr sofortiger Abgang wird unterstellt. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen.

Das Finanzanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag bewertet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Der Aktivwert der Rückdeckungsversicherung ist zum Barwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen.

Der Bestand an liquiden Mitteln wird mit Nominalwerten angesetzt.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach der Projected Unit Credit Methode unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 1,78% bzw. 1,79 % (Vorjahr: 1,87 % bzw. 1,90 %) gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 verwendet. Da es sich um verschiedene Pensionspläne handelt, wurden unverändert zum Vorjahr erwartete Rentensteigerungen zwischen 1,00 % und 2,00 % und Fluktuationen altersabhängig zwischen 0-10 % berücksichtigt. Gehaltssteigerungen wurden wie im Vorjahr nicht erwartet. Es bestehen zwei Rückdeckungsversicherungen, die zur Finanzierung der Pensionsverpflichtung verwendet werden. Im Rahmen der Erstanwendung des IDW RH FAB 1.021 wurde eine der beiden Rückdeckungsversicherung unter der Annahme des Aktivprimats und die andere Rückdeckungsversicherung unter der Annahme des Passivprimats auf Basis des Anwartschaftsbarwertverfahrens (Projected Unit Credit Method) angepasst. Die Umstellung der Bewertung führt zu einer besseren Sicht auf die Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage, da die Rückdeckungsversicherungen und der Teil der Pensionsverpflichtung, die durch die Rückdeckungsversicherungen finanziert werden, nunmehr kongruent bewertet werden und damit der wirtschaftliche Nutzen der Rückdeckungsversicherungen besser abgebildet wird. Der Effekt aus der Erstanwendung beläuft sich auf TEUR 481.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen wurden verrechnet.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen davon-Vermerke zur Währungsumrechnung enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungskursdifferenzen.

4. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt.

Die Zusammensetzung des Anteilsbesitzes ist der folgenden Übersicht zu entnehmen:

Angaben zum 31.12.2022 Beteiligung
%
Eigenkapital
in TEUR
Ergebnis
in TEUR
Trimble Jena GmbH, Jena 100,0 4.486 487 *
Trimble Terrasat GmbH, Höhenkirchen 100,0 1.022 717 *
HHK Datentechnik GmbH, Braunschweig 100,0 1.943 3.991 *
SIGMA GmbH, Wunstorf 100,0 1.416 319
AllTerra Deutschland GmbH, Dettelbach 100,0 6.920 1.040
Trimble Railway GmbH, Wiesentheid 100,0 2.667 3.922 *
AXIO-NET GmbH, Hannover 100,0 6.989 1.047

* vor Ergebnisabführung an die Trimble Germany GmbH

Über die SIGMA GmbH, Wunstdorf, werden noch indirekt 100% der Anteile an der AllTerra Deutschland GmbH, Wunstdorf sowie der Building Point Deutschland Nord GmbH, Wunstdorf, gehalten:

Angaben zum 31.12.2022 Beteiligung
%
Eigenkapital
TEUR
Ergebnis
TEUR
AllTerra Deutschland GmbH, Wunstdorf 100,0 6.761 1.298
Building Point Deutschland GmbH, Wunstdorf 100,0 -1.125 57

Daneben hält die Trimble GmbH 3,1% der Anteile an der planen-bauen 4.0 - Gesellschaft zur Digitalisierung des Planens, Bauens und Betreibens mbH, Berlin.

Die Anteile an der Trimble Kaiserslautern GmbH, Kaiserslautern wurden im Geschäftsjahr veräußert. Hieraus ist ein Veräußerungsverlust von TEUR 742 entstanden.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

31.12.2022
TEUR
31.12.2021
TEUR
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 17.938 7.524
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr (0) (1.150)
Sonstige Vermögensgegenstände 2.335 1.630
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr (1.566) (1.057)
20.273 9.154

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen entfallen auf Forderungen aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr in Höhe von TEUR 14.110 (Vj. TEUR 3.320), auf langfristige Forderungen aus Darlehensgewährung in Höhe von TEUR 0 (Vj. TEUR 1.150) sowie auf Forderungen aus Ergebnisabführungsverträgen in Höhe von TEUR 3.828 (Vj. TEUR 3.054). Die sonstigen Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr enthalten den Aktivwert der Rückdeckungsversicherung für die Altersversorgung in Höhe von TEUR 1.453 (Vj. TEUR 944) sowie Kautionen in Höhe von TEUR 113 (Vj. TEUR 113).

Forderungen gegen die Gesellschafterin bestehen wie im Vorjahr nicht.

Aktive latente Steuern

Aktive Latente Steuern resultieren aus unterschiedlichen Wertansätzen bei den Rückstellungen. Dabei wurde ein Steuersatz von 30% angewandt., aber aufGrund des Wahlrechts gem. § 274 Abs. 1 S. 2 HGB wurden keine aktiven latenten Steuern bilanziert.

Eigenkapital

Das Stammkapital beträgt EUR 25.000,00, ist voll eingezahlt und wird vollständig von der Trimble International Holdings S.L., Madrid, Spanien, gehalten.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt TEUR 477 (Vj. TEUR 177) und unterliegt einer Ausschüttungssperre, die durch den Gewinnvortrag entsperrt wird.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen (TEUR 2.814, Vj. TEUR 3.556) sind im Wesentlichen für ausstehenden Urlaub (TEUR 955, Vj. TEUR 718), für Management Incentives (TEUR 724, Vj. TEUR 1.541), für erfolgsabhängige Vergütungen (TEUR 413, Vj. TEUR 500), für den Stock Option Plan (TEUR 240, Vj. TEUR 236), für Restrukturierungen (TEUR 192, Vj. TEUR 151), für Beratung und Prüfung (TEUR 135, Vj. TEUR 138) sowie für Berufsgenossenschaftsbeiträge (TEUR 118, Vj. TEUR 118) gebildet worden.

Verbindlichkeiten

31.12.2022
TEUR
31.12.2021
TEUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 530 432
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr (530) (432)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 41.121 38.554
davon gegenüber dem Gesellschafter (21.284) (21.005)
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr (3.618) (2.602)
davon mit einer Restlaufzeit zwischen 1-5 Jahren (37.503) (35.953)
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren (0) (0)
Sonstige Verbindlichkeiten 787 819
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr (787) (819)
42.437 39.805

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus Darlehen (TEUR 37.503, Vj. TEUR 35.953) sowie aus Lieferungen und Leistungen TEUR 3.618, (Vj. TEUR 2.601).

Die Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter resultieren aus Darlehn (TEUR 20.912, Vj. TEUR 20.912) sowie aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 372, Vj. TEUR 93).

5. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse resultieren in Höhe von TEUR 42.143 (Vj. TEUR 38.740) aus der Erbringung von Dienstleistungen im Verbundbereich auf Basis von Cost-Plus-Verträgen und entfallen in Höhe von TEUR 32.854 (Vj. TEUR 34.348) auf die Niederlande in Höhe von TEUR 5.712 (Vj. TEUR 1.506) auf Deutschland, in Höhe von TEUR 1.151 (Vj. TEUR 1.222) auf Belgien und in Höhe von TEUR 2.427 (Vj. TEUR 2.886) auf den Rest der Welt. Ferner resultieren die Umsatzerlöse aus Dienstleistungen gegenüber Unternehmen in Drittländern in Höhe von TEUR 294, (Vj. TEUR 139).

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Erträge aus der Erstanwendung des IDW RH FAB 1.021 (TEUR 481) sowie aus Sachbezügen (TEUR 408, Vj. TEUR 396) sowie aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 102, Vj. TEUR 169).

Die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen sind periodenfremd.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen Werbe-, Reise- und Messekosten (TEUR 3.214, Vj. TEUR 1.282), Raumkosten (TEUR 1.605, Vj. TEUR 1.451), Bürokosten (TEUR 1.320, Vj. TEUR 1.279), Rechts-, Beratungs- und Prüfungskosten (TEUR 1.265, Vj. TEUR 870), Fahrzeugkosten (TEUR 935, Vj. TEUR 661), sowie Intercompany-Weiterbelastungen (TEUR 847, Vj. TEUR 952) und einen Veräußerungsverlust aus dem Verkauf von Finanzanlagevermögen (TEUR 742, Vj. TEUR 0).

Wesentliche periodenfremde Aufwendungen sind wie im Vorjahr nicht angefallen.

Erträge aus Gewinnabführungsverträgen

Die Erträge aus Gewinnabführungsverträgen betreffen Gewinnabführungen von der Trimble Railway GmbH, Wiesentheid (TEUR 3.922, Vj. TEUR 3.229), der HHK Datentechnik GmbH, Braunschweig (TEUR 3.991, Vj. TEUR 3.701), der Trimble Terrasat GmbH, Höhenkirchen (TEUR 717, Vj. TEUR 661), der Trimble Jena GmbH, Jena (TEUR 487, Vj. TEUR 339) sowie der Trimble Kaiserslautern GmbH, Kaiserslautern (TEUR 76, Vj. TEUR 217). Der Gewinnabführungsvertrag mit der Trimble Kaiserslautern GmbH wurde auf Grund der Veräußerung der Beteiligung am 25.04.2022 gekündigt.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten in Höhe von TEUR 38 Erträge (Vj. TEUR 23) und TEUR 53 Aufwendungen (Vj. TEUR 2) für Vorjahre.

Außergewöhnliche Erträge und Aufwendungen

Außergewöhnliche Aufwendungen sind im Berichtsjahr in Höhe von TEUR 742 aus einem Veräußerungsverlust entstanden.

Außergewöhnliche Erträge sind im Berichtsjahr in Höhe von TEUR 481 aus der Erstanwendung des IDW RH FAB 1.021 entstanden.

6. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betragen zum BilanzstichtagTEUR 2.646und resultieren aus kurz- und mittelfristigen Miet- und Dienstleistungsverträgen sowie aus dem langfristigen Mietvertrag für das Geschäftsgebäude in Raunheim.

Außerbilanzielle Geschäfte

Operating Leasing Zweck Miet- und Leasingverträge wurden abgeschlossen, um zum einen Zahlungsabflüsse, die bei einem Erwerb von Gebäuden bzw. Vermögensgegenständen sofort anfallen würden, in die Zukunft zu verlagern und zum anderen das Risiko des Werteverzehrs nicht tragen zu müssen.
Risiken
Wesentliche Risiken bestehen nicht.
Vorteile
Verlagerung von Zahlungsabflüssen in die Zukunft und Befreiung vom Risiko des Werteverzehrs.
Finanzielle Auswirkungen
Aus Leasing- bzw. Mietverträgen bestehen zum Stichtag finanzielle Verpflichtungen in Gesamthöhe von TEUR 2.646, davon TEUR 0 gegenüber verbundenen Unternehmen.

Haftungsverhältnisse

Zum Bilanzstichtag bestanden keine Haftungsverhältnisse.

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen

Im Geschäftsjahr 2022 wurden die folgenden Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen durchgeführt (in TEUR):

Geschäfte mit verbundenen Unternehmen Erbringung / Bezug von Lieferungen und Leistungen Zinsen Ergebnisabführung
Erträge 42.143 4 9.193
Aufwendungen 880 492 0

Honorar des Abschlussprüfers

Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers in Höhe von TEUR 109 entfällt in Höhe von TEUR 72 auf die Abschlussprüfungsleistungen und in Höhe von TEUR 37 auf Steuerberatungsleistungen.

Geschäftsführung

Zu Geschäftsführern im Geschäftsjahr waren bestellt:

Herr Jürgen Kesper, Legal Director, Bad Soden am Taunus

Herr Robbert Reeder, Ijsselsheim, Niederlande

Alle Geschäftsführer sind einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Hinsichtlich der Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wird von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

Mitarbeiter

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:

2022
Raunheim 110
Bonn 66
München 49
Stuttgart 21
Wunstorf 15
Biberach 14
Litauen 14
Braunschweig 11
Münster 12
Berlin 6
Hannover 3
321

Konzernverhältnisse

Das gezeichnete Kapital wird zu 100 % von der Trimble International Holdings S.L., Madrid, Spanien, gehalten. Damit ist die Gesellschaft ein verbundenes Unternehmen der Trimble Inc., Sunnyvale, USA, und deren unmittelbaren und mittelbaren Tochtergesellschaften. Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Trimble Inc. einbezogen, die den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss ist am Sitz der Gesellschaft erhältlich.

Gewinnverwendungsvorschlag

Die Geschäftsleitung schlägt vor, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.

Nachtragsbericht

Am 24. Februar 2022 fand ein widerrechtlicher Übertritt der Grenzen des ukrainischen Staatsgebiets durch das russische Militär statt, woraus sich ein bis heute andauernder Krieg entwickelt hat, der einen starken Inflationsanstieg auslöste. Dieser Ukraine-Krieg und die damit in Zusammenhang stehenden verhängten Sanktionen gegen Russland haben jedoch keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage der Gesellschaft.

Im Zuge der Reorganisation der Beteiligungsverhältnisse wurden am 02. Januar 2023 sämtliche Anteile an der AllTerra Deutschland GmbH, Dettelbach und am 05. Februar 2024 alle Anteile an der Sigma GmbH Wunstdorf verkauft. Die Veräußerungen führten in beiden Fällen zu einem Veräußerungsgewinnen.

Mit Verschmelzungsvertrag vom 11.08.2023 wurde die Trimble Terrasat GmbH, Höhenkirchen mit Wirkung zum 01. Januar 2023 auf die Gesellschaft verschmolzen. Die Verschmelzung ist im Handelregister der Gesellschaft am 24. August 2023 eingetragen worden.

Am 29. September 2023 hat der Konzern bekanntgegeben, den Geschäftsbereich Landtechnik in ein Gemeinschaftsunternehmen mit dem AGCO-Konzern einzubringen. Dies betrifft auch einige Mitarbeiter der Gesellschaft, die in diesem Geschäftsbereich tätig sind und zu dem noch zu gründenden Unternehmen übergehen werden.

Am 2. Juli 2024 wurden alle Anteile an der Trimble Solutions Germany GmbH, Raunheim, erworben und die erworbene Gesellschaft wurde auf die Trimble Services GmbH verschmolzen.

 

Raunheim, den 16. Juli 2024

Die Geschäftsführung der Trimble Services GmbH

Robbert Reeder

Jürgen Kesper

Anschaffungs-, Herstellungskosten
1. Januar 2022
Euro
Zugänge
Euro
Abgänge
Euro
Umbuchungen
Euro
31.12.2022
Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstänge
Entgeltich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 208.094,05 0,00 0,00 0,00 208.094,05
II. Sachanlagen
1 Grundstücke und Bauten 550.506,48 0,00 0,00 0,00 550.506,48
2 Technische Anlagen und Maschinen 1.542.122,27 7.751,56 0,00 0,00 1.549.873,83
3 Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.363.941,39 466.403,24 114.108,26 76.271,40 4.792.507,77
4 geleistete Anzahlungen auf Anlagen im Bau 96.839,72 84.466,94 0,00 -76.271,40 105.035,26
6.553.409,86 558.621,74 114.108,26 0,00 6.997.923,34
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 47.070.684,88 0,00 4.814.103,58 0,00 42.256.581,30
53.832.188,79 558.621,74 4.928.211,84 0,00 49.462.598,69
01.01.2022
Euro
Zugänge
Euro
Abgänge
Euro
31.12.2022
Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstänge
Entgeltich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 169.095,96 14.452,16 0,00 183.548,12
II. Sachanlagen
1 Grundstücke und Bauten 496.548,95 15.823,31 0,00 512.372,26
2 Technische Anlagen und Maschinen 1.524.016,50 12.619,42 0,00 1.536.635,92
3 Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.408.448,01 465.877,80 114.108,26 3.760.217,55
4 geleistete Anzahlungen auf Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
5.429.013,46 494.320,53 114.108,26 5.809.225,73
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 4.370.999,00 0,00 1.917.000,00 2.453.999,00
9.969.108,42 508.772,69 2.031.108,26 8.446.772,85
31.12.2022
Euro
31.12.2021
Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstänge
Entgeltich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 24.545,93 38.998,09
II. Sachanlagen
1 Grundstücke und Bauten 38.134,22 53.957,53
2 Technische Anlagen und Maschinen 13.237,91 18.105,77
3 Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.032.290,22 955.493,38
4 geleistete Anzahlungen auf Anlagen im Bau 105.035,26 96.839,72
1.188.697,61 1.124.396,40
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 39.802.582,30 42.699.685,88
41.015.825,84 43.863.080,37

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 26.07.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Trimble Services GmbH (vormals: Trimble Germany GmbH)

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Trimble Services GmbH (vormals Trimble Germany GmbH), Raunheim - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Trimble Services GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von doloden Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus doloden Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft;

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Eschborn/Frankfurt am Main, 26. Juli 2024

EY GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Sommerrock, Wirtschaftsprüfer

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