Stammdaten

Register
Amtsgericht Würzburg HRB 8614
Eingetragen
6.12.2004
Branche
Bau von Industrieanlagen, außer GebäudenIngenieurbüros für TragwerksplanungHerstellung von Rohrform-, Rohrverschluss- und Rohrverbindungsstücken aus Stahl
Gegenstand
Die Herstellung, der Erwerb, die Planung und die Verwertung von Erzeugnissen auf den Gebieten des Stahl-, Apparate- und Maschinenbaus und ähnlichen Erzeugnissen, ferner der Erwerb und die Nutzung von gewerblichen Schutzrechten sowie Planung, Engineering und Ausführung von: Stahlwasserbau; Rohrleitungen; Wasseraufbereitungsanlagen; Schalungselementen und Rohren für Hochund Tiefbau; Umwelttechnik; Industriemontagen und -demontagen; Gewerbsmäßiger Arbeitnehmerüberlassung; Allen Arbeiten und Dienstleistungen, welche mit der Erstellung von Bauten sowie von Industrieund sonstigen Anlagen oder mit einer anderen der vorgenannten Tätigkeiten in Zusammenhang stehen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Ioan Gische
seit 9.7.2019
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
DSD Steel Construction AGCHE
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
DSD Steel Group GmbH
Germany
2.000.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

DSD NOELL GmbH

Würzburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

I. Grundlagen der Gesellschaft

Die DSD NOELL GmbH, eine 100%ige Tochtergesellschaft der DSD Steel Group GmbH, Saarlouis, mit Sitz in Würzburg betätigt sich auf nachfolgenden Geschäftsfeldern:

Herstellung, Erwerb, Planung und Verwertung von Erzeugnissen, ferner der Erwerb und die Nutzung von gewerblichen Schutzrechten sowie Planung, Engineering und Ausführung von Stahlwasserbau, Rohrleitungen, Wasseraufbereitungsanlagen, Schalungselementen und Rohren für Hoch- und Tiefbau, Umwelttechnik, Industriemontagen und -demontagen, gewerbsmäßige Arbeitnehmerüberlassung, alle Arbeiten und Dienstleistungen, welche mit der Erstellung von Bauten sowie von Industrie- und sonstigen Anlagen oder mit einer anderen der vorgenannten Tätigkeiten in Zusammenhang stehen.

II. Wirtschaftsbericht 2023

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Deutschlands Wirtschaft ist 2023 geschrumpft. Die schwache Weltkonjunktur, hohe Inflationsraten und steigende Zinsen sorgten für ein Minus von 0,3 Prozent. [1]

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch gestiegene Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft nach dem tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. [2]

Die Energiekrise und geopolitische Spannungen verunsicherten Produzenten, Investoren sowie Konsumentinnen und Konsumenten. Der Welthandel verlor an Dynamik, mit negativen Folgen für die deutsche Exportwirtschaft. Die Energiepreise, die 2022 infolge des russischen Angriffs auf die Ukraine extrem gestiegen waren, stabilisierten sich auf hohem Niveau und belasteten insbesondere die Industrieproduktion. Im Zuge dessen rutschte die deutsche Wirtschaft im Jahr 2023 ins Minus. [3]

Die Entwicklung der Bruttowertschöpfung verlief im Jahr 2023 in den einzelnen Wirtschaftsbereichen unterschiedlich:

Die Wirtschaftsleistung im produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) ging insgesamt deutlich um 2,0 % zurück. Entscheidend dafür war eine sehr viel niedrigere Produktion im Bereich Energieversorgung. Neben der Abschaltung der drei letzten deutschen Atomkraftwerke zum15. April 2023 sank auch die Energieproduktion aus Braun- und Steinkohle. Dagegen wuchs die Energieerzeugung aus erneuerbaren Energien deutlich. Zudem wurde vermehrt Strom im Ausland eingekauft. [4]

Das verarbeitende Gewerbe, das fast 85 % des produzierenden Gewerbes (ohne Bau) ausmacht, war im Jahr 2023 preisbereinigt ebenfalls im Minus (-0,4 %). Positive Impulse kamen hier lediglich aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau. Dagegen sanken Produktion und Wertschöpfung in den energieintensiven Industriezweigen wie der Chemie- und Metallindustrie erneut, nachdem die Wirtschaftsleistung in diesen Branchen bereits 2022 besonders stark auf die steigenden Energiepreise reagiert hatte. [5]

Im Baugewerbe machten sich neben den weiterhin hohen Baukosten und dem Fachkräftemangel insbesondere die zunehmend schlechteren Finanzierungsbedingungen bemerkbar. Hiervon war vor allem der Hochbau betroffen. Dagegen konnte die Produktion im Tiefbau und im Ausbaugewerbe gesteigert werden. Insgesamt erreichte das Baugewerbe 2023 preisbereinigt ein kleines Plus von 0,2 % .[6]

Die Bauinvestitionen des Staates sanken im Jahr 2023 preisbereinigt um 2,1 %. Neben den hohen Baupreisen wirkten sich die spürbar gestiegenen Bauzinsen aus, die insbesondere den Wohnungsbau bremsten. Positive Signale kamen lediglich vom Ausbaugewerbe, was unter anderem an den stark nachgefragten energetischen Sanierungen gelegen haben dürfte.

Die meisten Dienstleistungsbereiche konnten ihre wirtschaftlichen Aktivitäten im Vorjahresvergleich erneut ausweiten und stützten die Wirtschaft im Jahr 2023. Der Anstieg fiel aber insgesamt schwächer aus als in den beiden vorangegangenen Jahren.[7]

Die verhaltene weltwirtschaftliche Dynamik und die schwache inländische Nachfrage im Jahr 2023 machten sich auch beim Handel mit dem Ausland bemerkbar, der trotz sinkender Preise zurückging. Dabei sanken die Importe (preisbereinigt -3,0 %) kräftiger als die Exporte (preisbereinigt -1,8 %). Damit kam es im Saldo zu einem positiven Außenbeitrag, der das BIP stützte. [8]

Den Exporteuren machte die schwache Weltkonjunktur zu schaffen. Hinzu kommen politische Unsicherheiten - vom Krieg in der Ukraine und in Nahost bis hin zu den haushaltspolitischen Turbulenzen in der Bundesregierung. [9]

International hinkte Deutschland 2023 anderen, wirtschaftsstarken EU-Mitgliedern oder großen Volkswirtschaften wie den USA oder China deutlich hinterher. Als einziger großer europäischer Staat musste Deutschland ein schrumpfendes BIP wegstecken. [10]

Auch im Vorkrisenvergleich schneidet die deutsche Wirtschaft international schlecht ab:

Gegenüber 2019, dem Jahr vor Ausbruch der Corona-Pandemie, stieg die Wirtschaftsleistung in Deutschland lediglich um 0,7 % und damit deutlich schwächer als in vielen anderen europäischen Staaten, somit fiel die deutsche Wirtschaft im internationalen Vergleich weiter zurück. [11]

[1] Quelle: Artikel "Manager Magazin" vom 15.01.2024

[2] Quelle: Pressemitteilung Nr. 019/24 vom 15.01.2024 des Statistischen Bundesamts

[3] Quelle: Pressekonferenz "BIP 2023 für Deutschland" vom 15.01.2024

[4] Quelle: Pressemitteilung Nr. 019/24 vom 15.01.2024 des Statistischen Bundesamts

[5] Quelle: Pressemitteilung Nr. 019/24 vom 15.01.2024 des Statistischen Bundesamts

[6] Quelle: Pressemitteilung Nr. 019/24 vom 15.01.2024 des Statistischen Bundesamts

[7] Quelle: Pressekonferenz "BIP 2023 für Deutschland" vom 15.01.2024

[8] Quelle: Pressekonferenz "BIP 2023 für Deutschland" vom 15.01.2024

[9] Quelle: Artikel "Manager Magazin" vom 15.01.2024

[10] Quelle: Artikel "Manager Magazin" vom 15.01.2024

[11] Quelle: Pressekonferenz "BIP 2023 für Deutschland" vom 15.01.2024

Stahlerzeugende Industrie

Nachdem die globale Stahlproduktion im Jahr 2022 deutlich und erstmals seit 2015 um vier Prozent gesunken war, hat sich die Erzeugungsmenge in 2023 stabilisiert. Mit 1,88 Mrd Tonnen lag der Rohstahlausstoß nahezu exakt auf Vorjahresniveau. Mit Blick auf die konjunkturelle Entwicklung der Stahlindustrie in den einzelnen Ländern und Regionen ergeben sich mitunter aber starke Unterschiede.

Während in China als weltweit mit Abstand größtem Stahl produzierenden Land analog zum Vorjahr etwa 1,02 Mrd Tonnen Rohstahl erzeugt wurden, stand bei den Produktionszahlen der meisten europäischen Hersteller ein negatives Vorzeichen. [12]

Eine schwache Nachfrage in Verbindung mit hohen und international nicht wettbewerbsfähigen Strompreisen haben die Stahlproduktion in Deutschland 2023 auf ein historisch niedriges Niveau gedrückt. Auch Ende 2023 setzte sich die Abwärtsbewegung bei der Rohstahlproduktion fort. Im vierten Quartal 2023 lag die Produktion rund 5 Prozent unter dem entsprechenden Vorjahresniveau.

Nur 35,4 Millionen Tonnen Stahl wurden 2023 insgesamt in Deutschland produziert. Das ist das niedrigste Produktionsvolumen seit der Finanzmarktkrise 2009. Damals ging es jedoch nach einem rezessionsbedingt scharfen Einbruch rasch wieder bergauf. Besonders drastisch gesunken ist im abgelaufenen Jahr die Elektrostahlerzeugung. Mit einem Minus von rund 11 Prozent auf 9,8 Millionen Tonnen wurde sogar der Tiefpunkt während der Finanzmarktkrise unterschritten. Damals lag die Elektrostahlproduktion bei 11,3 Millionen Tonnen. Eine schwache Baukonjunktur in Verbindung mit den hohen Strompreisen haben bei dieser stromintensiven Produktionsroute besonders deutliche Spuren hinterlassen. Aber auch die Oxygenstahlproduktion konnte sich im vergangenen Jahr lediglich stabilisieren, und das auf einem nur äußerst niedrigen Niveau. [13]

[12] Quelle: Veröffentlichung EUWID - Weltstahlproduktion stagniert

[13] Quelle: Wirtschaftsvereinigung Stahl Jahresbilanz Stahlproduktion Deutschland

Maschinen- und Anlagenbau

Der Orderrückgang des Maschinen- und Anlagenbaus hat sich im Dezember 2023 zwar ein wenig abgeschwächt - unterm Strich resultiert für das gesamte Jahr aber dennoch ein zweistelliges Minus der Bestellungen. Insgesamt blieben die Aufträge im Gesamtjahr 2023 real 12 Prozent unter ihrem Vorjahreswert, und weiterhin ist eine Trendwende nicht erkennbar. Dies liegt vor allem an dem fehlenden Vertrauen in einen dauerhaften globalen Konjunkturaufschwung, den gerade die Investitionsgüterindustrie benötigen würde. Im Inland verbuchten die Unternehmen 2023 ein Orderminus von 11 Prozent, aus dem Ausland kamen 13 Prozent weniger Bestellungen.

Beim Blick auf den Kurvenverlauf deutet sich eine Bodenbildung der Auslandsbestellungen an. Die Inlandsbestellungen sind dagegen weiter auf Abwärtskurs. Insofern kann von einer Entspannung der Lage noch keine Rede sein. [14]

[14] Quelle: Pressemitteilung VDMA vom 02.02.2024

Metall- und Elektroindustrie

Die Produktion in der Metall- und Elektro-Industrie lag 2023 zwar um 2,6 Prozent über dem Vorjahr, allerdings nur aufgrund von Nachholeffekten in der ersten Jahreshälfte, die auf einer verbesserten Materiallage und aufgestauten Aufträgen basierten.

Die Erholung ist aber in der zweiten Jahreshälfte 2023 gekippt. Im vierten Quartal 2023 ging die Produktion das zweite Quartal in Folge wieder zurück. Das Produktionsniveau liegt damit wieder rund 10 Prozent unter dem Stand des Vorkrisenniveaus von 2018.Wie der Konjunkturbericht von Gesamtmetall zeigt, lag das Auftragsvolumen 2023 um 5,1 Prozent unter dem Vorjahr. Trotz der Verbuchung von Großaufträgen zum Jahresende setzte sich der Rückgang im vierten Quartal 2023 fort. Die Nachfrage wird von den M+E-Firmen weiterhin schlecht bewertet, die Auftragsbestände stützen die Lage weit weniger als erhofft.

Das spricht gegen die erhoffte Belebung in diesem Jahr, und das obwohl der IWF seine Prognose für die Weltwirtschaft zuletzt angehoben hat. Die deutsche Industrieproduktion hat sich seit 2018 regelrecht vom weltweiten Wachstumstrend abgekoppelt und blieb auch spürbar unter der europaweiten Entwicklung. [15]

Für die Industrieproduktion wird 2024 ein erneuter Rückgang prognostiziert, wodurch sich die im internationalen Vergleich weit unterdurchschnittliche Wirtschaftsentwicklung in Deutschland fortsetzen dürfte. In der M+E-Industrie ist ein Produktionsrückgang um 2 bis 3% wahrscheinlich. [16]

[15] Quelle: Gesamtmetall Konjunkturbilanz 2023

[16] Quelle: Gesamtmetall Konjunkturbericht Frühjahr 2024

Wasser- und Brückenbau

Der reale (preisbereinigte) Auftragseingang im Bauhauptgewerbe ist im Jahr 2023 um 4,4 % gegenüber dem Vorjahr gesunken. Mit einem Volumen von 102,3 Milliarden Euro lag der Auftragseingang nominal (nicht preisbereinigt) 3,3 % über dem Vorjahresniveau und damit erstmals im dreistelligen Milliardenbereich, wie das Statistische Bundesamt (Destatis)mitteilt.

Der Jahresumsatz im Bauhauptgewerbe sank im Vergleich zum Vorjahr real um 3,3 %. Nominal steigerte er sich um 3,5 % und erreichte einen neuen Höchststand von 113,8 Milliarden Euro.

Die unterschiedliche Entwicklung von realen und nominalen Werten ist auf die zu Beginn des Jahres deutlich gestiegenen Baupreise zurückzuführen. [17]

Der Bundesverkehrswegeplan 2030, der 2022 in Kraft gesetzt wurde, stellt weiterhin ein wichtiges Instrument der Verkehrsstrukturplanung des Bundes dar. In einem Zeitraum von 10 bis 15 Jahren stellt der Bund erhebliche finanzielle Mittel bereit, um sowohl die Bestandsnetze, als auch die Aus- und Neubauprojekte der Verkehrsträger Straße, Schiene und Wasserstraße in Angriff zu nehmen. [18]

[17] Quelle: Destatis_Pressemitteilung_068-24_Auftragseingang im Bauhauptgewerbe 2023

[18] Quelle: Artikel "Bundesverkehrswegeplan 2030" des BMDV vom 21.02.2022

Nahost-Konflikt

Als Folge des Angriffs von der Terrororganisation Hamas auf Israel im Oktober 2023 zeigten sich erhebliche Turbulenzen auf den Finanzmärkten und auf dem Ölmarkt, sodass die bereits durch die Ereignisse der letzten Jahre hohe Unsicherheit noch einmal anstieg. Dies trifft vor allem exportorientierte Volkswirtschaften wie Deutschland, die von offenen Weltmärkten besonders profitieren. Die Forschung zeigt außerdem, dass geopolitische Unsicherheit zu einem deutlichen Investitionszurückhaltung und einer Schrumpfung bei der Industrieproduktion führen kann. Wenngleich sich die Lage auf den Finanzmärkten in den Folgewochen etwas beruhigte, deuten gestiegene Risikoaufschläge und auch der nach wie vor hohe Goldpreis darauf hin, dass die Lage unsicher bleibt. Auf dem Ölmarkt kam es ebenfalls zu einer Beruhigung, die hauptsächlich durch die Schwäche der Weltwirtschaft und besonders durch die sinkende Nachfrage aus China getrieben wurde. Es ist nach wie vor davon auszugehen, dass der andauernde Nahostkonflikt bereits bestehende Probleme, etwa rund um die Neuaufstellung globaler Lieferketten oder die drohende Blockbildung in der Weltwirtschaft, weiter verschärft. Angriffe auf Handelsrouten und Frachtschiffe könnten die Preise für wichtige Vorleistungsprodukte erhöhen. [19]

[19] Quelle: Institut der deutschen Wirtschaft - Auswirkungen des Nahostkonflikts auf die deutsche Wirtschaft

Geschäftsverlauf und Lage

Als maßgebliche Steuerungsgrößen für den wirtschaftlichen Erfolg sieht die Geschäftsführung die Kennzahlen Auftragseingang, Umsatz und schließlich das Ergebnis vor Steuern ("EBT").

Der Auftragseingang im Geschäftsjahr 2023 war maßgeblich beeinflusst durch einen Neuauftrag für die Planung und Lieferung von Stahlwasserbauteilen für ein Wasserkraftwerk in Rumänien, sowie diverser Nachtragsbeauftragungen im Rahmen der fortlaufenden Projektabarbeitung. In Summe bleib der Auftragseingang hinter unseren Erwartungen zurück, nicht zuletzt auch weil zwei Ausschreibungen für Großaufträge, bei denen DSD NOELL GmbH jeweils an erster Stelle liegend, vom Kunden aufgehoben wurden und in 2024 neu ausgeschrieben werden.

Die Abarbeitung der laufenden Aufträge verlief im Wesentlichen planmäßig; ein Auftrag für eine Druckrohrleitung, dessen Umsatzrealisierung in 2023 vorgesehen war, verschiebt sich allerdings weiter bis voraussichtlich 2025. In mehreren Aufträgen konnten jeweils Teilbereiche fertig gestellt und an den Auftraggeber übergeben werden, sodass der Umsatz hauptsächlich aus Teilschluss-Rechnungen resultiert. Mit einem Umsatz von 17,4 Mio EUR liegen wir sowohl über den Planwerten als auch über dem Vorjahresumsatz, aber - aufgrund der Verschiebung des vorgenannten Auftrages - unter dem langfristigen Mittel.

Das Ergebnis vor Steuern i.H.v. 481 TEUR konnte im Vergleich zum Vorjahr nur leicht verbessert werden, auch weil es nicht möglich war, die in 2022 eintretenden Preissteigerungen vollständig auszugleichen.

Mit dem Geschäftsverlauf und Ergebnis sind wir zufrieden.

Auftragseingang

Im Geschäftsjahr konnte - wie oben beschrieben - ein Großauftrag und mehrere Nachtragsarbeiten sowie Kleinaufträge akquiriert werden. In Summe erreichte der Auftragseingang im Geschäftsjahr 2023 insgesamt TEUR 17.555 (i. Vj. TEUR 44.129) und lag damit deutlich unter der Planung.

Auftragsbestand

Der Auftragsbestand betrug am 31. Dezember 2023 TEUR 109.316 (i. Vj. TEUR 108.666). Dieser Auftragsbestand besteht im Wesentlichen aus 9 Groß-Projekten mit Auftragswerten zwischen EUR 1 Mio. und EUR 30 Mio.

Ertragslage

Umsatz und Gesamtleistung

In dem Geschäftsjahr ist ein Gesamtumsatz in Höhe von TEUR 17.374 (i. Vj. TEUR 16.295) erzielt worden. Dieser liegt - wie auch die auftragsbezogene Gesamtleistung (Umsatzerlöse +/- Bestandsveränderungen an unfertigen Erzeugnissen) mit TEUR 34.744 (i. Vj. TEUR 25.832) - abrechnungsbedingt über dem Vorjahresniveau. Der geplante Umsatz konnte leicht gesteigert werden.

Kosten und Ergebnis

Im Bereich der Kosten sind die Materialzukäufe und bezogenen Leistungen innerhalb der Großprojekte ausführungsbedingt gegenüber dem Vorjahr auf TEUR 27.058 (i. Vj. TEUR 20.606) gestiegen, bei gestiegenen Personalkosten (TEUR 4.442; i. Vj. TEUR 4.145) aufgrund einer im Jahresdurchschnitt gestiegenen Mitarbeiterzahl und unter Berücksichtigung sonstiger Personalaufwendungen.

Erwartungsgemäß fällt das Ergebnis vor Steuern im Vergleich zum Vorjahr in etwa gleich aus; es beträgt im Geschäftsjahr 2023 TEUR 481 (i. Vj. TEUR 384) und liegt damit im Rahmen der Planung.

Nach Einbeziehung der Ertragsteuern und sonstigen Steuern hat die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023 einen Jahresüberschuss von TEUR 650 (i. Vj. TEUR 259) erzielt.

Vermögenslage

Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt zum 31. Dezember 2023 TEUR 8.301 (i. Vj. TEUR 7.651); sein Anteil an der Bilanzsumme beläuft sich auf rund 42 % (i. Vj. 45 %). Das Anlagevermögen ist in voller Höhe eigenfinanziert. Die sich in Abwicklung befindlichen Aufträge sind zu rund 96 % durch erhaltene Anzahlungen der Auftraggeber finanziert.

Die kurzfristig realisierbaren Vermögenswerte einschließlich Bankguthaben decken die kurzfristig fälligen Verbindlichkeiten.

Investitionen

Die Investitionen in immaterielle Gegenstände des Anlagevermögens, Sach- und Finanzanlagen belaufen sich auf TEUR 250 und betreffen im Wesentlichen Investitionen in Software und andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung.

Finanzlage

Die Gesellschaft verfügt am Bilanzstichtag über liquide Mittel in Höhe von TEUR 6.038 (i. Vj. TEUR 4.719). Die Veränderung der liquiden Mittel resultiert neben Mittelabflüssen für Investitionen (TEUR 250) vollständig aus der operativen Geschäftstätigkeit.

Personalentwicklung

Am 31. Dezember 2023 waren bei der Gesellschaft 56 Mitarbeiter beschäftigt (i. Vj. 59 Mitarbeiter).

III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Ihre unternehmerische Tätigkeit eröffnet DSD NOELL GmbH Chancen und birgt Risiken. Der Geschäftserfolg ist davon abhängig, dass die eingegangenen Risiken beherrscht werden und die Chancen überwiegen.

Risiken

DSD NOELL GmbH ist von der allgemeinen konjunkturellen Lage und der Entwicklung der Märkte abhängig, in denen sie tätig ist. Aufgrund der Internationalität unserer Geschäftsaktivitäten sind wir zusätzlich politischen, volkswirtschaftlichen und sonstigen Risiken ausgesetzt. Zur Beherrschung dieser Risiken analysieren wir regelmäßig, ob wir in unseren Geschäftsfeldern wettbewerbsfähig sind. Wir informieren uns frühzeitig über sich ändernde Rahmenbedingungen.

Wir stehen für unsere Geschäftstätigkeit mit einer großen Anzahl von Partnern in vielfältigen Vertragsbeziehungen. Dies sind im Wesentlichen Kunden, Partner von Konsortien und Arbeitsgemeinschaften, Subunternehmer, Lieferanten, Kreditinstitute und Dienstleister. Kommen diese Vertragspartner ihren Leistungs- bzw. Zahlungsverpflichtungen nicht nach, leisten sie schlecht, verspätet oder gar nicht, können uns daraus Schwierigkeiten für unsere eigene Leistungsfähigkeit und finanzielle Einbußen erwachsen. Wir begegnen diesen Risiken durch eine sorgfältige Auswahl unserer Partner und - wenn erforderlich - einer Besicherung ihrer vertraglichen Verpflichtungen.

Die Risiken werden in folgenden Abschnitten abnehmend in der Reihenfolge ihrer Bedeutung vorgestellt:

Kalkulations- und Ausführungsrisiko

Bei der Planung und Durchführung komplexer Großprojekte bestehen für uns Kalkulations- und Ausführungsrisiken. Die Beherrschung dieser Risiken ist eine wesentliche Aufgabe der für das jeweilige Projekt verantwortlichen Einheiten, die durch das zentrale Projektcontrolling unterstützt werden.

Finanzrisiko

Finanzrisiken überwachen wir mit bewährten Kontroll- und Steuerungsinstrumenten, die eine zeitnahe und transparente Berichterstattung ermöglichen. Liquiditätsrisiken werden überwacht und gesteuert. Um verbleibende Restrisiken einzugrenzen, setzen wir bei Bedarf derivative Finanzinstrumente ein. Hierbei unternehmen wir keine Finanztransaktionen, die über das bestehende Grundgeschäftsrisiko hinausgehen.

Kreditrisiko

Kreditrisiken ergeben sich vor allem aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, aber auch in geringerem Umfang aus anderen vertraglichen finanziellen Verpflichtungen, wie z. B. kurzfristigen Bankguthaben und derivativen Finanzinstrumenten. Unser Augenmerk liegt deshalb auf der Bonität unserer Kunden, einer zeitnahen Abrechnung unserer Leistungen und einem stringenten Forderungsmanagement.

Die Gesamtrisikoposition hat sich gegenüber dem Vorjahr nicht verändert. Bestandsgefährdende Risiken sind aus unserer Sicht derzeit nicht erkennbar.

Chancen

Den Risiken stehen auch große Chancen gegenüber. Diese Chancen bestehen abnehmend in der Reihenfolge ihrer Bedeutung:

In der Erfahrung und dem Know-how in der Auftragsabwicklung sowie im guten Zusammenspiel zwischen Engineering und Realisation: Dadurch ist es möglich, die Aufträge termin- und qualitätsgerecht abzuarbeiten und bei Störungen die Kosten an den Verursacher weiterzureichen; im guten Namen der DSD NOELLGmbH am Markt, der sich durch ein hohes Niveau an Termintreue und Einhaltung von Qualitätsstandards über Jahre gefestigt hat, sowie in der Innovationskraft durch hochqualifiziertes Personal - unterstützt durch laufende Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen -, die den Technologievorsprung und damit die langfristige Zukunft des Unternehmens sichern.

Ausblick auf das nächste Geschäftsjahr

Für das Jahr 2024 werden mehrere große Ausschreibungen, vor allem in Deutschland und Rumänien, erwartet. Bei 2 Submissionen zu Beginn des Jahres liegt DSD NOELL GmbH in aussichtsreicher Position. Insgesamt rechnen wir mit einem deutlich höheren Auftragseingang als in 2023.

Wir gehen davon aus, dass der Auftrag in Serbien planmäßig in 2024 fertig gestellt und der entsprechende Umsatz realisiert wird; daher planen wir mit einer deutlichen Steigerung für den Umsatz und für das Ergebnis vor Steuern 2024 im Vergleich zum Vorjahr.

 

Würzburg, den 30.04.2024

Ing.-Com. Thierry PUTTERS

Dipl.-Ing. Ioan GISCHE

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 104.350,00 124.847,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 383.035,00 292.122,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 100.000,00 100.000,00
2. Beteiligungen 300.000,00 400.000,00 300.000,00 400.000,00
887.385,00 816.969,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Unfertige Leistungen 54.367.393,92 36.997.113,61
2. Geleistete Anzahlungen 1.156.372,38 413.951,11
3. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -52.199.426,93 3.324.339,37 -32.364.976,80 5.046.087,92
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.582.251,72 798.069,72
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 0,00 17.735,44
3. Sonstige Vermögensgegenstände 5.819.965,08 9.402.216,80 5.458.525,60 6.274.330,76
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 6.038.276,62 4.719.282,28
18.764.832,79 16.039.700,96
C. Rechnungsabgrenzungsposten 84.829,79 14.919,32
19.737.047,58 16.871.589,28

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 2.000.000,00 2.000.000,00
II. Kapitalrücklage 75.000,00 75.000,00
III. Gewinnvortrag 5.575.816,41 5.316.660,59
IV. Jahresüberschuss 649.968,28 259.155,82
8.300.784,69 7.650.816,41
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.175.754,00 1.206.981,00
2. Sonstige Rückstellungen 1.397.055,83 1.547.620,45
2.572.809,83 2.754.601,45
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.938.856,22 1.597.122,32
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.153.072,57 4.209.909,32
3. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.753.615,47 0,00
4. Sonstige Verbindlichkeiten 1.017.908,80 659.139,78
- davon aus Steuern EUR 863.946,57 (i. Vj. EUR 531.613,69) -
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 13.016,62 (i. Vj. EUR 10.825,65) -
8.863.453,06 6.466.171,42
19.737.047,58 16.871.589,28

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR EUR EUR
1. Rohergebnis 8.599.861,97 7.917.976,58
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -3.743.540,93 -3.415.739,04
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -698.523,54 -4.442.064,47 -729.615,50 -4.145.354,54
- davon für Altersversorgung EUR - 6.354,98 (i. Vj. EUR 121.771,32) -
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -179.769,11 -174.502,79
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -2.881.127,66 -2.903.269,30
8. Erträge aus Beteiligungen 20.000,00 0,00
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 17.742,94 15.106,99
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -653.628,11 -325.680,67
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 172.118,31 -122.444,45
12. Ergebnis nach Steuern 653.133,87 261.831,82
13. Sonstige Steuern -3.165,59 -2.676,00
14. Jahresüberschuss 649.968,28 259.155,82

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

A. Vorbemerkung zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die DSD NOELL GmbH mit ihrem Sitz in Würzburg ist beim Amtsgericht Würzburg unter der Handelsregisternummer HRB 8614 gemeldet.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß der §§ 242 ff. und der §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften. Von den größenabhängigen Erleichterungen des § 288 HGB wurde Gebrauch gemacht.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu den Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer von drei Jahren um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die jeweilige Abschreibungsdauer entspricht der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Die Abschreibungen erfolgen nach der linearen Methode. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen zeitanteilig. Die Bandbreite der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern der Vermögensgegenstände stellt sich wie folgt dar:

Technische Anlagen und Maschinen 10 Jahre

Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 19 Jahre

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. zu niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt.

Die unfertigen Leistunden sind auf Basis von Einzelkalkulationen bewertet. Neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten wurden auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt. Darüber hinaus wurden zudem Kosten der allgemeinen Verwaltung aktiviert. Zur verlustfreien Bewertung von schwebenden Geschäften werden, soweit erforderlich, ausreichende Wertberichtigungen vorgenommen.

Geleistete Anzahlungen werden grundsätzlich in Höhe des Anzahlungsbetrages (Nennwert) angesetzt.

Erhaltene Anzahlungen werden grundsätzlich in Höhe des Anzahlungsbetrages (Nennwert) angesetzt und, soweit verrechenbar, offen von den Vorräten abgesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt.

Der Bestand an liquiden Mitteln wird zu Nominalwerten angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die Rückstellungen für Pensionen werden in handelsrechtlich zulässiger Höhe ausgewiesen. Die Rückstellungsbildung wurde auf der Basis versicherungsmathematischer Berechnungen nach der Projected-Unit-Credit-Methode durchgeführt.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Rückstellungen mit Restlaufzeiten von über einem Jahr wurden entsprechend ihrer Laufzeit mit dem durch die Deutsche Bundesbank vorgegebenen Zinssatz zum Bilanzstichtag abgezinst.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Für Differenzen zwischen handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden sowie Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen, die sich zukünftig voraussichtlich abbauen, werden latente Steuern nur gebildet, falls ein passiver Überhang besteht.

Transaktionen in Fremdwährungen werden zu Entstehungskursen eingebucht. Zum Bilanzstichtag werden Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit einer Laufzeit unter einem Jahr zum Devisenkassamittelkurs zum Stichtag bewertet.

Bei Laufzeiten der Forderungen und Verbindlichkeiten über einem Jahr erfolgt die Bewertung nur dann zum Devisenkassamittelkurs zum Stichtag, falls dieser bei Forderungen zu niedrigeren bzw. bei Verbindlichkeiten zu höheren Werten führt.

C. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt (siehe separate Anlage dieses Anhangs).

Angaben zum Anteilsbesitz

Die Aufstellung des Anteilsbesitzes der DSD NOELL GmbH sowie Angaben über Sitz und Kapitalanteile sind in einer separaten Anlage zum Anhang dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Es bestehen keine Forderungen gegen verbundene Unternehmen (i. Vj. TEUR 18).

Rückstellungen für Pensionen

Die betriebliche Altersversorgung beruht im Wesentlichen auf direkten, leistungsorientierten Versorgungszusagen. Für die Bemessung der Pensionen sind in der Regel die Dauer der Zugehörigkeit zum Unternehmen und die versorgungsrelevanten Bezüge, in Einzelfällen auch Beiträge der Mitarbeiter maßgeblich. Die Finanzierung dieser Versorgungszusagen erfolgt durch Bildung von Pensionsrückstellungen.

Der Rückstellungsbildung lag ein versicherungsmathematisches Gutachten zugrunde. Hierbei wurden die Werte mit den Richttafeln Heubeck 2018 G ermittelt.

Für die Abzinsung der Pensionsverpflichtung wird der auf Basis der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre zugrunde gelegt, der sich gemäß § 253 Abs. 2. Satz 2 HGB bei einer Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt und zum Stichtag 1,83 % beträgt. Der durchschnittliche Rechnungszins auf Basis der letzten sieben Jahre beträgt zum 31. Dezember 2023 1,75 %.

Der Differenzbetrag der Rückstellung aus den beiden unterschiedlichen Zinssätzen von TEUR 14 ist gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB mit einer Ausschüttungssperre belegt.

Ferner wurden folgende Annahmen getroffen:

Bezügedynamik und Dynamik der BBG 3,20%
Leistungsplanerhöhung 0,00%
Rentendynamik 2,20%

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen sind gebildet für geschäftsbezogene Verpflichtungen, insbesondere für noch zu erbringende Leistungen in Bezug auf abgerechnete Aufträge, für Garantie- und Gewährleistungsverpflichtungen, für Tantiemen, Jubiläen, Urlaubs- und Überstundenansprüche sowie für weitere Einzelrisiken.

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel nachfolgend im Einzelnen dargestellt.

Restlaufzeit
Art der Verbindlichkeit Gesamt 31.12.2023
TEUR
<= 1 Jahr
TEUR
> 1 Jahr
TEUR
davon > 5 Jahre
TEUR
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.939 3.939 0 0
(Vorjahr) (1.597) (1.597) (0) (0)
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundene Unternehmen 2.153 2.153 0 0
(Vorjahr) (4.210) (4.210) (0) (0)
3. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.754 1.754 0 0
(Vorjahr) (0) (0) (0) (0)
4. Sonstige Verbindlichkeiten 1.018 1.018 0 0
(Vorjahr) (659) (659) (0) (0)
8.864 8.864 0 0
(6.466) (6.466) (0) (0)

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten TEUR 940 (i. Vj. TEUR 2.663) gegenüber der Alleingesellschafterin. Davon bestehen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 0 (i. Vj. TEUR 2.500) aus dem Finanzverkehr und TEUR 940 (i. Vj. TEUR 163) aus Lieferungen und Leistungen.

Die übrigen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultieren wie im Vorjahr ausschließlich aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Bis auf branchenübliche Eigentumsvorbehalte bestehen keine weiteren Besicherungen.

Bürgschaftsverhältnisse

Im Zusammenhang mit laufenden bzw. bereits abgeschlossenen Aufträgen bestehen zum Bilanzstichtag Bürgschaftsverhältnisse (Bank bzw. Versicherung als Bürge und Kunde als Begünstigter), im Wesentlichen aus Vertragserfüllungs-, Anzahlungs- und Gewährleistungsbürgschaften im Umfang von TEUR 34.567 (i. Vj. TEUR 35.082).

Mit einer Inanspruchnahme ist aus heutiger Sicht nicht zu rechnen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen in Höhe von TEUR 1.225 (i. Vj. TEUR 1.526). Diese haben folgende Restlaufzeiten:

31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
Restlaufzeit < 1 Jahr 541 508
Restlaufzeit > 1 Jahr 684 1.018
(davon > 5 Jahre) (11) (68)
1.225 1.526

D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Sonstige betriebliche Erträge/Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 91 (i. Vj. TEUR 22) sowie periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 778 (i. Vj. TEUR 2.376) enthalten. Diese resultieren aus der Auflösung von Rückstellungen mit TEUR 307 (i. Vj. TEUR 1.937) sowie Wertberichtigungen im Umlaufvermögen mit TEUR 471 (i. Vj. TEUR 439).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten unter anderem Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 148 (i. Vj. TEUR 86), periodenfremden Aufwand in Höhe von TEUR 5 (i. Vj. TEUR 0) sowie Wertberichtigungen im Umlaufvermögen in Höhe von TEUR 63 (i. Vj. TEUR 6).

Erträge aus Beteiligungen

Die Erträge aus Beteiligungen resultieren aus einer Gewinnausschüttung der SAS Hydro Power Plant, Paris.

Zinserträge/-aufwendungen

Die Zinserträge enthalten Erträge aus der Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 2 (i. Vj. TEUR 0).

Die Zinsaufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 14 (i. Vj. TEUR 38) und an verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 318 (i. Vj. TEUR 8).

E. Sonstige Angaben

Ergebnisverwendungsvorschlag

Der Jahresüberschuss von TEUR 650 sowie der Gewinnvortrag in Höhe von TEUR 5.576 sollen - vorbehaltlich der Zustimmung durch die Gesellschafterin - auf neue Rechnung vorgetragen werden.

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung haben sich nach dem Schluss des Geschäftsjahres nicht ergeben.

Organe

Geschäftsführung

Zu Geschäftsführern waren im Berichtsjahr bestellt:

Ing.-Com. Thierry Putters, Eupen/Belgien, kaufm. Geschäftsführer

Dipl.-Ing. Ioan Gische, Würzburg, Ingenieur

Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Die Angabe über Bezüge der Geschäftsführung wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB unterlassen.

Mitarbeiter

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:

2023 2022
Angestellte 61 59
61 59

Name und Sitz des Mutterunternehmens

Das Unternehmen ist eine 100%ige Tochtergesellschaft und wird in den Konzernabschluss der DSD Steel Group GmbH, Saarlouis, einbezogen. Diese stellt den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht für den kleinsten Konsolidierungskreis auf und dieser wird im Unternehmensregister elektronisch veröffentlicht.

Der Konzernabschluss der DSD Steel Group GmbH hat gemäß § 291 HGB befreiende Wirkung für die DSD NOELL GmbH, sodass diese auf die Erstellung eines Teilkonzernabschlusses verzichten kann.

Das Mutterunternehmen für den größten Kreis von Unternehmen stellt die DSD Steel Construction AG, Unterägeri/Schweiz (100%ige Muttergesellschaft der DSD Steel Group GmbH, Saarlouis), dar.

 

Würzburg, den 30.04.2024

Ing.-Com. Thierry Putters

Dipl.-Ing. Ioan Gische

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungskosten
1.1.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 545.528,15 44.424,00 0,00 589.952,15
II. Sachanlagen
1. Technishce Anlagen und Maschinen 0,00 69.429,73 0,00 69.429,73
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.091.055,29 136.331,38 0,00 1.227.386,67
Summe 1.091.055,29 205.761,11 0,00 1.296.816,40
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 330.001,00 0,00 0,00 330.001,00
2. Beteiligungen 300.000,00 0,00 0,00 300.000,00
Summe 630.001,00 0,00 0,00 630.001,00
2.266.584,44 250.185,11 0,00 2.516.769,55
Kumulierte Abschreibungen Buchwerte
1.1.2023
EUR
Abschreibungen des Geschäfts-Jahres
EUR
31.12.2023
EUR
31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 420.681,15 64.921,00 485.602,15 104.350,00 124.847,00
II. Sachanlagen
1. Technishce Anlagen und Maschinen 0,00 5.528,73 5.528,73 63.901,00 0,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 798.933,29 109.319,38 908.252,67 319.134,00 292.122,00
Summe 798.933,29 114.848,11 913.781,40 383.035,00 292.122,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 230.001,00 0,00 230.001,00 100.000,00 100.000,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 300.000,00 300.000,00
Summe 230.001,00 0,00 230.001,00 400.000,00 400.000,00
1.449.615,44 179.769,11 1.629.384,55 887.385,00 816.969,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

(Aufstellung zum Anteilsbesitz)

Bilanzstichtag 31.12. Eigenkapital
TEUR
Beteiligungsquote
%
Ergebnis des Geschäftsjahres
TEUR
Jahr
DSD NOELL GmbH Würzburg
DSD Metalna d.o.o. Slovenska Bistrica / Slowenien 2023 38 100,0 -2 2023
DSD NOELL Srl 2023 2.159 99,0 32 2023
Timisoara / Rumänien [1] [1]
DSD HIDRO-MONTAJ SRL 2023 457 19,0 311 2023
Timisoara / Rumänien [1] [1]
DSD ENERGOCONSTRUCT SRL 2023 115 19,0 33 2023
Timisoara / Rumänien [1] [1]
SAS Hydro Power Plant 2023 2.336 10,0 405 2023
Paris / Frankreich

Anm.:

[1] Werte umgerechnet zum Stichtagskurs

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die DSD NOELL GmbH, Würzburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der DSD NOELL GmbH, Würzburg‌, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der DSD NOELL GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023‌ geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften‌‌ und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1.Januar bis zum 31.Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB‌‌ erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB‌‌ unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung‌‌‌ durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter‌‌ für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften‌‌ in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB‌‌ unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung‌ durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Saarbrücken, den 28. Juni 2024

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Geis-Sändig, Wirtschaftsprüfer

Nobis, Wirtschaftsprüferin

Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschlusses der DSD NOELL GmbH zum 31. Dezember 2023 wurde am 22. August 2024 festgestellt.

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