LB premium Cars GmbH
Selbe AdresseVermietung von Kraftwagen mit einem Gesamtgewicht von 3,5 t oder weniger mittels Carsharing
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Eike Dr. Jahnke seit 29.10.2025 | Prokura |
Dirk Arhelger seit 18.10.2022 | Prokura |
Charlotte Kaiser seit 10.9.2020 | Prokura |
Stephen Mark Harrington seit 10.9.2020 | Geschäftsführer |
Norbert Nießner seit 9.3.2016 | Prokura |
Edgar Zwanink seit 14.4.2015 | Prokura |
Anja Isabell Baumann seit 11.10.2013 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% | |
| 100.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
INEOS Styrolution Europe GmbHFrankfurt am MainLagebericht und Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 20231. INEOS Styrolution auf einen BlickINEOS Styrolution ist einer der weltweit führenden Anbieter von Styrolkunststoffen mit Schwerpunkt auf Styrolmonomer (SM), Polystyrol (PS), Acrylnitril-Butadien-Styrol (ABS) und Spezialkunststoffen. INEOS Styrolution ist in vier Geschäftssegmenten tätig: Polymere EMEA, Polymere Americas, Polymere Asia und Styrolmonomer (SM). Mit mehr als 90 Jahren Erfahrung verhilft INEOS Styrolution seinen Kunden durch innovative und nachhaltige Lösungen zu Wettbewerbsvorteilen in ihren Märkten. Gleichzeitig bemüht sich INEOS Styrolution nach Kräften, die Kreislaufwirtschaft für Styrolkunststoffe Wirklichkeit werden zu lassen. Das Unternehmen bietet Styrolkunststoffe für eine Vielzahl alltäglicher Produkte aus den unterschiedlichsten Branchen, zum Beispiel Automotive, Electronics, Household, Construction, Healthcare, Packaging sowie Toys/Sports/Leisure. INEOS Styrolution beschäftigt rund 3.000 Mitarbeiter und ist an 16 Produktionsstandorten in neun Ländern präsent. Bei der INEOS Styrolution Europe GmbH (nachfolgend auch "die Gesellschaft") handelt es sich um eine sogenannte Prinzipalgesellschaft, die den Vertrieb von Standardprodukten und Spezialkunststoffen im europäischen Raum übernimmt. Sie beschäftigte im Jahresdurchschnitt 182 Mitarbeiter (Vorjahr: 205 Mitarbeiter). 2. Rechtliche UnternehmensstrukturDie INEOS Styrolution Europe GmbH ist eine 100%-ige Tochter der INEOS Styrolution Group GmbH, Frankfurt am Main. Sie ist zu jeweils 100% an der INEOS Styrolution Ludwigshafen GmbH, Frankfurt am Main, der INEOS Styrolution Köln GmbH, Köln, sowie der INEOS Styrolution Schwarzheide GmbH, Schwarzheide, beteiligt. Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der INEOS Quattro Holdings Limited, Lyndhurst, Großbritannien (nachfolgend: "Konzern") einbezogen. Dieser Konzernabschluss wird nach IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellt, und ist am Sitz der Gesellschaft erhältlich. Der Geschäftszweck der INEOS Styrolution Europe GmbH umfasst im Wesentlichen den Vertrieb von Styrol-Kunststoffen. Zwischen der INEOS Styrolution Group GmbH als herrschendes Unternehmen und der Gesellschaft besteht ein in der Fassung vom 2. Dezember 2014 geschlossener, wirksamer Gewinnabführungsvertrag. Weiterhin besteht zwischen der Gesellschaft als herrschendem Unternehmen und der INEOS Styrolution Schwarzheide GmbH ein in der Fassung vom 16. Mai 2012 geschlossener, wirksamer Gewinnabführungsvertrag. 3. GeschäftsmodellDie INEOS Styrolution Europe GmbH hat seit 2013 Lohnveredelungsverträge mit den Tochtergesellschaften INEOS Styrolution Ludwigshafen GmbH, INEOS Styrolution Köln GmbH, sowie INEOS Styrolution Schwarzheide GmbH geschlossen, durch welche sie für die drei Lohnveredler als Prinzipal fungiert. Diese Verträge führen dazu, dass der INEOS Styrolution Europe die Umsätze der Lohnveredler aus Warenproduktion und derer Verkäufe zufließen. Die Gesellschaft übernimmt den Vertrieb von Standardprodukten und Spezialkunststoffen in der Region EMEA und realisiert die Außenumsätze. Die Beschaffung der Rohstoffe erfolgt im Namen und auf Rechnung des Prinzipals, sodass die Lohnveredler keine fertigungsbezogenen Vorräte ausweisen. Die im Lohnveredelungsvertrag vereinbarte Erstattung beinhaltet die abrechnungsfähigen Produktionskosten zuzüglich einer Gewinnmarge von grundsätzlich 4,07%. Im Hinblick auf mögliche und erwartete wirtschaftliche Auswirkungen insbesondere im Bereich der Energiekosten, hat sich die INEOS Styrolution Europe GmbH mit Brief vom 22. Dezember 2022 gegenüber den drei Gesellschaften auf die vertragliche Härtefall-Regelung des Lohnveredelungsvertrags berufen und mitgeteilt, dass sie bezüglich der Härtefallklausel nach Treu und Glauben Verhandlungen über die Gewinnmarge aufzunehmen erwägt. Im Anschluss an diese am 22. Dezember 2022 unterzeichnete Härtefallerklärung und im Hinblick auf die Änderungen durch das Strompreisbremsegesetz haben sich die INEOS Styrolution Europe GmbH und die Gesellschaften darauf geeinigt, die unter dem Lohnveredelungsvertrag vereinbarte Vergütung zeitlich begrenzt für das Geschäftsjahr 2023 von 4,07% auf 1% zu reduzieren sowie 20% der variablen Energiekosten bei den Lohnveredlern zu belassen. Diese Vertragsänderungen dienten dazu, dass sich die im Jahr 2023 tatsächlich stark gestiegenen Energiekosten des Tollers anteilig auch im EBITDA der Lohnveredler widerspiegeln und so eine Verzerrung gegenüber anderen energieintensiven Unternehmen zumindest anteilig ausgeglichen wird. Mit einer weiteren Konzerngesellschaft, der INEOS Styrolution Switzerland SA, Rolle, Schweiz, hat INEOS Styrolution Europe GmbH in 2017 einen Distributionsvertrag geschlossen. Demnach erwirbt die Gesellschaft von der INEOS Styrolution Switzerland SA die Standardprodukte PS und ABS und veräußert sie an Dritte im eigenen Namen und auf eigene Rechnung. INEOS Styrolution Europe GmbH handelt als "limited risk distributor". Der Produkteinkaufspreis ermittelt sich nach der Transferpreisrichtlinie der INEOS Styrolution Gruppe entsprechend der Wiederverkaufspreismethode und erlaubt der Gesellschaft, eine angemessene Gewinnmarge für ihre Vertriebstätigkeit zu erzielen. Die Gesellschaft stellt eine Reihe regionaler Management- und sonstiger Dienstleistungen wie beispielsweise Finanz- und Rechnungswesen, Steuern, Personal und Einkauf anderen verbundenen Unternehmen zur Verfügung. Vertragliche Grundlage hierfür sind Regional-Head-Office-Service Agreements (RHO). Dabei werden Kosten zentral in der Gesellschaft gesammelt und leistungsbezogen an die INEOS Styrolution Switzerland SA ausbelastet. Weiterhin stellt die Gesellschaft der INEOS Styrolution Group GmbH einige globale Dienstleistungen aus den Bereichen Finanz- und Rechnungswesen, Forschung und Entwicklung und Gebäudemanagement zur Verfügung. Grundlage hierfür sind Global-Head-Office-Service Agreements (GHO). Im Zusammenhang mit beiden Verträgen erhält die INEOS Styrolution Europe GmbH Erstattungen der im Rahmen der Leistungen anfallenden Kosten zuzüglich einer Gewinnmarge von 6,00% (Vorjahr: 6,00%) bzw. 7,50% auf Forschungs- und Entwicklungsleistungen. Die Gesellschaft erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2023 aus den oben genannte Verträgen Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 1.572.437 (Vorjahr: TEUR 2.314.946). 4. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen und GeschäftsverlaufEntwicklung von Gesamtwirtschaft und Branche Trotz der hohen Inflation und der aggressiven Geldpolitik entwickelte sich die Weltkonjunktur im Jahr 2023 besser als zunächst prognostiziert. Nichtsdestotrotz blieb das Wirtschaftswachstum in der ersten Jahreshälfte moderat und nahm gegen Ende des Jahres ab. Zwar sind die Inflationsraten, maßgeblich durch die Entspannung an den Energiemärkten, stetig gesunken und lagen bei 8% (Vorjahr: 10% vgl. IfW Kiel), dennoch gab es keine nachhaltige Erholung der Konjunktur. Die Industrieproduktion stieg nur geringfügig, und im Wesentlichen in Schwellenländern, in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften wurde die Produktion tendenziell sogar eingeschränkt. Ebenfalls rückläufig war der Welthandel. Insgesamt lag das Wachstum der Weltwirtschaft mit 3,1% leicht unter dem Vorjahresniveau von 3,2% (vgl. IfW, Kiel). Auch die deutsche Wirtschaft war im gesamten Jahr 2023 von wirtschaftlicher Stagnation und hohen, wenn auch rückläufigen Inflationsraten geprägt. Der Anstieg der Energiepreise erreichte auch nachgelagerte Wertschöpfungsstufen und führte zu erheblichen Kaufkraftverlusten. Die Straffung der Geldpolitik beeinträchtigte das Wirtschaftswachstum wichtiger Handelspartner weltweit und führte zu einem Rückgang der Nachfrage. Gemäß Statistischem Bundesamt ergibt sich dadurch für das Gesamtjahr ein Rückgang des Bruttoinlandsproduktes um -0,3% (Vorjahr: 1,8%). Für die chemische Industrie war 2023 ein enttäuschendes Jahr. Die Situation auf den Rohstoff- und Energiemärkten blieb angespannt. International nicht wettbewerbsfähige Produktionskosten und die generell schwache Konjunktur führten dazu, dass Aufträge ausblieben. Gemäß des Verbands der Chemischen Industrie e.V. (VCI) ging die Produktion um 4,3 Prozent zurück, die Kapazitätsauslastung lag wie schon im Vorjahr auf einem niedrigen Niveau. INEOS Styrolution Wie sich im zweiten Halbjahr 2022 bereits abgezeichnet hatte, entwickelte sich das EBITDA der INEOS Styrolution Gruppe 2023 deutlich schwächer als in den Vorjahren, wozu verschiedene Faktoren beitrugen. In Asien sorgte die sehr hohe Zusatzkapazität bei Standardprodukten (SM, ABS, PS) für großen Preis- und Margendruck, was sich ebenfalls auf Preise und Mengen in Europa und Amerika auswirkte. Zusätzlich blieb die Nachfrage in China als größtem Markt schwach bis moderat, so dass zusätzlich zu den Margen auch die Auslastung der Anlagen nicht vollständig gegeben war. In Europa waren noch die Auswirkungen der hohen Inflation aus 2022 zu spüren, was sich in Kaufzurückhaltung der Konsumenten und höheren Produktionskosten, getrieben von starken Lohnerhöhungen und weiterhin im Verhältnis zu den anderen Regionen höheren Energiekosten, zeigte. Zusätzlich sorgten die zunehmenden Importe aus Asien auch hier für Druck auf Preise und Margen. Die Volatilität der Energiekosten war im Geschäftsjahr 2023 ein Schlüsselfaktor für alle Geschäftsbereiche, der sich sowohl auf die mit den Rohölpreisen verbundenen Rohstoffkosten als auch auf die mit den Primärenergiekosten für Erdgas und Strom verbundenen Produktionskosten auswirkte. Die Rohölpreise schwankten stark zwischen mehr als 94 USD/Barrel und weniger als 75 USD/Barrel, wobei im Oktober Spitzenwerte erreicht wurden (vgl. ICIS-Report; Chart Brent in US-Dollar 2023). Die Energiekosten für Strom und Gas hatten sich im Vergleich zu 2022 wieder deutlich stabilisiert (Durchschnitt Strom 2023: 47,7 EUR/MWh vs. 60,5 EUR/MWh im Jahr 2022; Durchschnitt Gas 2023: 17,50 EUR/MWh vs. 59,9 EUR/MWh im Jahr 2022), bewegten sich jedoch weiterhin auf deutlich höherem Niveau als in Asien und Amerika. Auch in Amerika zeigten sich die Auswirkungen durch Konsumentenzurückhaltung in Verbindung mit Preisdruck durch Importe aus Asien. Im Vergleich zu Europe waren die Energiekosten in Amerika jedoch deutlich geringer. Wie schon im Vorjahr, wurden durch die schlechte Anlagenverfügbarkeit der Styrol-Anlagen einige Möglichkeiten zu profitablen Verkäufen verpasst. Durch die genannten Herausforderungen erzielte die INEOS Styrolution Gruppe das schwächste Jahresergebnis der Firmengeschichte. Wie die gesamte INEOS Styrolution Gruppe waren auch die deutschen Standorte 2023 durchgehend von einer niedrigen Nachfrage in allen Bereichen betroffen; eine Entwicklung, die bereits in der 2. Jahreshälfte 2022 begann. Die weiterhin hohe Inflation sowie die globale Unsicherheit haben zu einem zusätzlichen Nachfragerückgang beigetragen. Die verkauften Mengen sind gegenüber dem Jahr 2022 um 13% zurückgegangen. Die erwartete Erholung der Nachfrage in der zweiten Jahreshälfte 2023 in den Kernindustrien Automotive, Household und Construction ist nicht wie erwartet eingetreten. Von dem Nachfrageeinbruch besonders betroffen war die Packaging Industrie, die einen Rückgang der verkauften Volumina von ca. 50% zu verzeichnen hatte. Weiterhin stark betroffen waren die Industrien Toys/Sports/Leasure (-30%), Household & Electronics (-21%) sowie Construction (-15%). Letztere wurde zusätzlich zu den gestiegenen Baukosten auch durch die höheren Zinsen negativ beeinflusst. Die umsatzstärkste Industrie war Automotive mit einem kleineren Rückgang von -2% gegenüber 2022, die abgesetzten Verkaufsmengen blieben aber weiterhin auf einem niedrigen Niveau. Die Nachfrage nach Transportkapazität war weiterhin gedämpft, allerdings trieb die starke Inflation die Kosten weiter in die Höhe. Gestiegene Lohnkosten unserer Logistikpartnern wurden im Jahresverlauf an uns weitergegeben. Die Transportzuverlässigkeit im maritimen Bereich blieb lang unzufriedenstellend, Engpässe haben sich erst im Verlauf des Jahres aufgelöst. Die globale Verteilung der Container hat sich normalisiert und die Frachtraten sanken auf das Vor-COVID-Niveau. Dies hatte vermehrte asiatische Importe zur Folge, die den Marktanteil der regionalen Anbieter zusätzlich unter Druck setzten. Die Gesellschaft konnte entsprechend der im Vorjahr getroffenen Prognose steigende Preise bei negativer Margenentwicklung verzeichnen. Hier wurde sichtbar, dass die angestiegenen Rohstoffkosten sowie die hohen Energiekosten teilweise an unsere Kunden weitergegeben werden konnten. Allerdings hatten die deutschen Standorte zusätzlich zu den hohen Rohstoff- und volatilen Energiepreisen mit einer aggressiven Preispolitik und höherem Angebot der asiatischen Wettbewerber zu kämpfen. Im Geschäftsjahr war die Auslastung der deutschen Produktionsstandorte aufgrund der Nachfragesituation deutlich niedriger und fiel von 58% im Jahr 2022 auf 53%. Im dritten Quartal erfolgte in Ludwigshafen eine geplante Abstellung der Anlagen, wegen einer planmäßigen Großwartung, die aufgrund der allgemeinen Nachfragesituation keinen Einfluss auf Verkaufsvolumina hatte. Die Transportzuverlässigkeit im maritimen Bereich blieb zunächst niedrig und es gab Verzögerungen bei der Auslieferung unserer Materialien sowie gestiegene Transportkosten, v.a. bedingt durch stark gestiegene Energiekosten. Ein positiver Nebeneffekt war, dass infolgedessen asiatische Transporte nach Europa begrenzt blieben. Mit Ausnahme der Energiekosten besserte sich im zweiten Halbjahr die Situation bei allen Verkehrsträgern. Hinzu kamen zusätzliche Einschränkungen in der verfügbaren Transportkapazität durch Wegfall ukrainischer Fahrer infolge des Ukraine-Krieges. Entsprechend der im Vorjahr getroffenen Prognose ist das EBITDA der INEOS Styrolution Europe GmbH gegenüber 2022 gesunken, allerdings aufgrund der genannten Umstände mit TEUR 98.282 stärker als erwartet. Die Fixkosten sind gegen die Prognose um TEUR 23.732 gesunken, was mit dem vom Management initiierten Fixkostenreduzierungsprogramm zusammenhängt. 5. Bedeutsame LeistungsindikatorenDie Planung und Unternehmenssteuerung der Gesellschaft beruht auf finanziellen und nicht finanziellen Leistungsindikatoren.
Finanzielle Leistungsindikatoren Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Wertminderung und Abschreibung (EBITDA) hat sich im Geschäftsjahr 2023 gegenüber 2022 um 83,28% verringert. Auch die Umsatzerlöse sind im Geschäftsjahr um 32% gesunken. Einen ähnlichen Anteil wie im Vorjahr hatten vorteilhafte Währungsdifferenzen (positiver Saldo aus Erträgen und Aufwendungen in Höhe von TEUR 11.549, Vorjahr TEUR 38.882). Eine Reduzierung verzeichnete die Gesellschaft bei den fertigungsbezogenen Fixkosten, welche von den Lohnveredlern an die Gesellschaft weiterbelastet werden; diese umfassen die Kosten, die unabhängig von der produzierten Menge anfallen. Zu diesen fertigungsbezogenen Fixkosten gehören vor allem:
Die gesamten Fixkosten setzen sich aus den genannten fertigungsbezogenen Fixkosten und anderen Fixkosten wie Forschung und Entwicklung, Verwaltung und Versand zusammen. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Als nicht finanziellen Leistungsindikator hat die Gesellschaft, wie auch die gesamte INEOS Styrolution Gruppe, die SHE-Performance (Safety/Health/Environment) definiert. INEOS Styrolution ist davon überzeugt, dass Marktführerschaft mit einer hervorragenden Sicherheitsbilanz einhergeht und dass alle Unfälle vermeidbar sind. Wir nehmen unsere Verantwortung für Sicherheit, Gesundheit und Umwelt (SGU) sehr ernst und setzen uns voll und ganz dafür ein, die Leistung in allen unseren Betrieben zu verbessern. Wir haben eine SGU-Kultur des offenen Dialogs, des Coachings und des Vertrauens etabliert. Wir sind bestrebt, die Auswirkungen unserer Anlagen auf die örtlichen Gemeinden und das lokale Umfeld zu minimieren. Dies bedeutet eine enge Partnerschaft mit Gemeindegruppen, um sicherzustellen, dass wir ein verantwortungsvoller Nachbar und Partner sind. Wir sind bestrebt, strenge Sicherheits- und Gesundheitsleistungsziele zu erfüllen und, wo möglich, zu übertreffen. Wir legen unsere Leistungen transparent dar und veröffentlichen unsere Ergebnisse bei Bedarf auf lokaler und nationaler Ebene. 6. Wirtschaftliche Lage der Gesellschaft6.1. ErtragslageDie Umsatzerlöse sind mit TEUR 1.572.437 im Geschäftsjahr 2023 gegenüber 2022 um 32% gesunken (Vorjahr: TEUR 2.314.946). Die angestiegenen Rohstoffkosten sowie die hohen Energiekosten konnten zwar teilweise an unsere Kunden weitergegeben werden, allerdings hatten alle Industrien mit einer niedrigeren Nachfrage zu kämpfen, sodass die verkauften Mengen gegenüber dem Jahr 2022 eingebrochen sind. Von dem Nachfrageeinbruch insbesondere betroffen waren Electronics & Household, Toys/Sports/Leisure sowie Construction. Analog zum Umsatzrückgang, sanken die Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen um TEUR 678.853 auf TEUR 1.411.875, der Anteil der Herstellungskosten am Umsatz betrug 89,8% gegenüber 90,3% im Vorjahr. Die Herstellungskosten beinhalten dabei sowohl Produktionskosten aus den Lohnveredelungsverträgen als auch Bezugskosten für von der INEOS Styrolution Switzerland SA bezogene Produkte. Die gestiegenen Rohstoffpreise sowie die aufgrund des Ukrainekrieges und des Nahost-Konfliktes weiterhin hohen Energiepreise, die im Rahmen des Produktionsprozesses angefallen sind und von den Lohnveredlern entsprechend an die Gesellschaft weiterbelastet wurden, konnten im Rahmen von Preissteigerungen aufgrund der nachlassenden Nachfrage nicht mehr in vollem Umfang an die Kunden weitergegeben werden. Die Vertriebskosten sind um TEUR 18.716 auf TEUR 89.382 gesunken. Das liegt vor allem an gesunkenen Transportkosten, u.a. bedingt durch den Einbruch der Verkäufe. Die allgemeinen Verwaltungskosten stiegen um TEUR 3.295 auf TEUR 43.616, was im Wesentlichen an der Beendigung der Abschreibung eines immateriellen Vermögensgegenstandes für entgeltlich erworbene Rechte und Werte im Vorjahr lag. Die Gesellschaft konnte im Geschäftsjahr negative Effekte aus der Währungsumrechnung verzeichnen. Die Erträge aus Währungsumrechnung, enthalten in den sonstigen betrieblichen Erträgen, sanken von TEUR 80.253 im Vorjahr auf TEUR 27.683. Zwar sanken die Aufwendungen aus Währungsumrechnung, enthalten in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen, von TEUR 41.372 im Vorjahr auf TEUR 39.232 ebenfalls, der Gesamteffekt blieb allerdings negativ. Im Wesentlichen dafür verantwortlich ist der im Februar 2023 gesunkene Saldo bei der Cash-Pool-Forderung in USD gegenüber der INEOS Styrolution Group GmbH bei gleichzeitig steigenden USD-Kursen. Der USD-Anteil der Cash-Pool-Forderung zum 31. Dezember 2023 betrug TUSD 293.004 gegenüber TUSD 378.556 im Vorjahr, auf dem höchsten Stand im Januar jedoch TUSD 368.831. Die Zahlungseingänge unserer Kunden in USD übersteigen die Zahlungsausgänge an Lieferanten in USD bei weitem, so dass der Cash-Pool-Anteil in USD überproportional ansteigt. Der Grund für die Reduzierung war der Ausgleich der Ergebnisabführung über den Cash-Pool in Höhe von TEUR 101.653, wofür USD in EUR getauscht wurden. Im Zinsergebnis stehen saldiert TEUR 253 Aufwendungen (Vorjahr: TEUR 16.644). Im Wesentlichen kommt die Veränderung durch Erträge aus Zeitwertänderungen des Deckungsvermögens für Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 963 (Vorjahr Aufwendungen: TEUR 3.855) zustande, zuzüglich TEUR 362 Aufzinsung der Pensionsrückstellung (Vorjahr: TEUR 466). Die Gesellschaft konnte im Geschäftsjahr 2023 einen Jahresüberschuss vor Gewinnabführung von TEUR 18.876 erzielen, der durch die enormen Preissteigerungen bei Energiepreisen, Rohstoffen und Vorprodukten, gesunkener Umsätze und gesunkener Margen deutlich geringer als im Vorjahr ausfiel (Vorjahr: TEUR 101.653). 6.2. VermögenslageDie Bilanzsumme der Gesellschaft betrug im Geschäftsjahr 2023 TEUR 389.802 (Vorjahr: TEUR 505.215). Die wesentlichen Positionen der Bilanz sind die Forderungen und Verbindlichkeiten gegen(über) verbundene(n) Unternehmen sowie das Eigenkapital. Das Sachanlagevermögen ist im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 286 auf TEUR 1.968 (Vorjahr: TEUR 2.253), im Wesentlichen aufgrund der geringeren Investitionen des Geschäftsjahres, wodurch die laufenden Abschreibungen die Investitionen überstiegen, gesunken. Aktuell sind bei der Gesellschaft keine größeren Investitionen in Anlagevermögen oder Projekte geplant. Das Vorratsvermögen beläuft sich zum 31. Dezember 2023 auf eine Summe von TEUR 73.203 (Vorjahr: TEUR 95.894). Die Vorräte beinhalten Rohstoffe, unfertige und fertige Erzeugnisse sowie Waren, die an den Standorten der Lohnveredler in Ludwigshafen, Köln und Schwarzheide sowie einigen Außenlägern gelagert werden und die sich im Eigentum der INEOS Styrolution Europe GmbH befinden. Es gab zwar einen Preiseffekt aufgrund der generell gestiegenen Energiepreise, aufgrund der allgemeinen Nachfragesituation war die Auslastung der deutschen Produktionsstandorte jedoch im Geschäftsjahr so niedrig, dass sich dies zusammen mit einem aktiven Bestandsmanagement aufgrund der unsicheren Marktentwicklung in Form von niedrigeren Bestandsvolumina auswirkte. An allen drei genannten Standorten ist die Anlagenauslastung im Geschäftsjahr auf niedrigem Niveau geblieben. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände belaufen sich auf TEUR 286.988, verglichen zu TEUR 377.655 aus dem Vorjahr. Wesentlichen Anteil haben die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen mit TEUR 270.961 gegenüber TEUR 343.980 im Vorjahr. Die wesentliche Forderung hierbei ist mit einer Summe von TEUR 260.380 (Vorjahr: TEUR 360.097) die Cash-Pool-Forderung gegenüber der Gesellschafterin der INEOS Styrolution Group GmbH. Die Verringerung dieser erklärt sich dadurch, dass die Ergebnisabführung für 2022 in Höhe von TEUR 101.653 durch den Cash-Pool ausgeglichen wurde, sowie durch den geschwächten Geschäftsverlauf mit abnehmenden Umsätzen im Geschäftsjahr 2023. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten fallen mit TEUR 15.291 (Vorjahr: TEUR 31.915) aufgrund des Programms zum fortlaufenden Verkauf von verbrieften Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Asset-Backed-Securitization) weniger ins Gewicht. Zum 31. Dezember 2023 hat die Gesellschaft im Rahmen des Asset-Backed-Securitization-Programms (vgl. 6.3 Finanzlage) offene Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 120.540 (Vorjahr: TEUR 129.418) an die INEOS Styrolution Receivables Finance DAC, Dublin, Irland, verkauft und entsprechend Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgebucht, der Gegenposten sind die Cash-Pool-Forderungen (siehe 6.3 Finanzlage). Das Eigenkapital der Gesellschaft in Höhe von TEUR 260.100 hat sich aufgrund des bestehenden Gewinnabführungsvertrags nicht verändert. Die Stagnation der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten (TEUR 26.480, Vorjahr: TEUR 26.414) begründet sich durch einen geringeren Bedarf an Rohstoffen bzw. fertigen Erzeugnissen aufgrund der niedrigen Auslastung der Produktionsstandorte während des Geschäftsjahres, bedingt durch die allgemeine Nachfragesituation. Diese führte ebenso zu einer Verringerung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, da von der Konzerngesellschaft INEOS Styrolution Switzerland SA vor allem PS- und ABS-Produkte (TEUR 50.379, Vorjahr TEUR 64.338) bezogen werden. Weiterhin enthalten ist in den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen eine Verbindlichkeit aus der Gewinnabführung gegenüber der Gesellschafterin, der INEOS Styrolution Group GmbH in Höhe von TEUR 18.876 (Vorjahr: TEUR 101.653). 6.3. FinanzlageDie Gesellschaft erzielt im Geschäftsjahr 2023 einen positiven operativen Cashflow. Die Finanzlage der Gesellschaft ist maßgeblich durch die folgenden Verträge beeinflusst: Cash-Pooling-Vertrag Mit dem Cash-Pooling-Vertrag vom 16. Oktober 2013 (zuletzt ergänzt am 1. September 2015) ist die Gesellschaft dem konzernweitem Cash-Pooling mit der INEOS Styrolution Group GmbH als Cash-Pool-Führerin beigetreten. Zum Bilanzstichtag bestehen Forderungen aus dem Cash-Pooling-Vertrag in Höhe von TEUR 260.380 (Vorjahr: TEUR 360.097). Daneben verfügt die Gesellschaft noch über Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von TEUR 7.519 (Vorjahr: TEUR 9.360). Externe Finanzierungen werden nicht in Anspruch genommen. Asset-Backed-Securitization-Programm Am 6. Mai 2011 hat die Styrolution Gruppe ein Programm zum fortlaufenden Verkauf von verbrieften Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Asset-Backed-Securitization) eingerichtet. Die letzte Änderung der vertraglichen Grundlagen datiert auf den 16. Februar 2024. Das Programm läuft bis zum 16. Februar 2027 und dient fortlaufend der Finanzierung der Styrolution Gruppe. Die Gesellschaft verkauft hierbei Forderungen abzüglich eines Abschlags in Höhe von 0,55% (Vorjahr: 0,55%) an die INEOS Styrolution Receivables Finance DAC, Dublin, Irland, eine durch externe Treuhänder überwachten Zweckgesellschaft. Nach oben genannter Vertragsverlängerung vom 16. Februar 2024 sind weiterhin fünf Banken als Kreditgeber Teil des Programms. Zum 31. Dezember 2023 hat die INEOS Styrolution Europe GmbH offene Forderungen in Höhe von TEUR 120.540 (Vorjahr: TEUR 129.418) an die INEOS Styrolution Receivables Finance DAC, Dublin, Irland, verkauft und entsprechend der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgebucht. 7. Forschung und EntwicklungZur Gesellschaft gehört das Regional Development Center (RDC) in Köln, einer von mehreren regionalen Entwicklungsstandorten. Diese regionalen Entwicklungscenter analysieren Trends, definieren gemeinsam mit dem Vertrieb Kundenanforderungen und entwickeln kundenspezifische Lösungen. Zu den Aufgaben der regionalen Entwicklungscenter gehören u.a. neue Farberstellung, Entwicklung neuer Materialien, Materialprobenahme sowie die Analyse chemischer und physikalischer Produkteigenschaften. Im Geschäftsjahr sind TEUR 528 an Aufwendungen für Forschung und Entwicklung entstanden (Vorjahr: TEUR 655). Im Jahresdurchschnitt waren in 2023 im Bereich Forschung und Entwicklung 15 Mitarbeiter (Vorjahr: 18 Mitarbeiter) beschäftigt. 8. Chancen- und RisikoberichtRisiken Das Risikomanagementsystem der INEOS Styrolution Gruppe ist integraler Bestandteil des Führungs-, Planungs- und Controlling-Prozesses und stützt sich auf eine etablierte Governance-Struktur sowie implementierte Richtlinien und Prozesse. Ziel des Systems ist es, durch nachhaltiges und effizientes Management aller wesentlichen Risiken diese frühzeitig zu identifizieren, zu bewerten und adäquate Vorsorge- und Sicherheitsmaßnahmen einleiten zu können, damit der Bestand des Unternehmens nicht gefährdet wird. Das Risikomanagementsystem deckt alle wesentlichen funktionalen Risikokategorien ab - Business-, Compliance-, Finanz-, IT-, operative und strategische Risiken. Wesentlicher Bestandteil des Systems ist die Überwachung des Risikomanagements und des internen Kontrollsystems durch die Geschäftsführung im Rahmen ihrer Gesamtverantwortung zur Erfüllung der gesetzlichen Anforderungen. Die weiteren Zuständigkeiten sind intern geregelt. Die Zuverlässigkeit und Funktionsfähigkeit des Risikomanagements werden durch regelmäßige Berichterstattung der einzelnen Unternehmensbereiche sichergestellt. Aufgrund der besonderen Unternehmensstruktur und rechtlichen Ausgestaltung der INEOS Styrolution Gruppe übernimmt die Gesellschaft als Prinzipal die Risiken, die im Rahmen der Rohmaterialbeschaffung durch schwankende Rohstoffpreise, Unterbrechungen von Lieferketten und die Fähigkeit, unsere Hauptlieferanten zu halten bzw. falls nötig zu ersetzen, entstehen. Ebenso übernimmt sie die Risiken, die bei den Lohnveredlern im Rahmen der Produktion entstehen, da mit den Lohnveredelungsgesellschaften die Erstattung der abrechnungsfähigen Produktionskosten zuzüglich einer Gewinnmarge vereinbart wurde. Dies beinhaltet grundsätzlich auch steigende Energiekosten. Im Hinblick auf mögliche und erwartete wirtschaftliche Auswirkungen insbesondere im Bereich der Energiekosten, hat sich die INEOS Styrolution Europe GmbH mit Brief vom 22. Dezember 2022 gegenüber der INEOS Styrolution Ludwigshafen GmbH, der INEOS Styrolution Köln GmbH sowie der INEOS Styrolution Schwarzheide GmbH auf die vertragliche Härtefall-Regelung des Lohnveredelungsvertrags berufen und mitgeteilt, dass sie bezüglich der Härtefallklausel nach Treu und Glauben Verhandlungen über die Gewinnmarge aufzunehmen erwägt. Im Anschluss an diese am 22. Dezember 2022 unterzeichnete Härtefallerklärung und im Hinblick auf die Änderungen durch das Strompreisbremsegesetz haben sich die INEOS Styrolution Europe GmbH und die Gesellschaften darauf geeinigt, die unter dem Lohnveredelungsvertrag vereinbarte Vergütung zeitlich begrenzt für Geschäftsjahr 2023 von 4,07% auf 1% zu reduzieren sowie 20% der variablen Energiekosten bei den Lohnveredlern zu belassen. Diese Vertragsänderungen dienten dazu, dass sich die im Jahr 2023 tatsächlich stark gestiegenen Energiekosten des Tollers anteilig auch im EBITDA der Lohnveredler widerspiegeln und so eine Verzerrung gegenüber anderen energieintensiven Unternehmen zumindest anteilig ausgeglichen wird. Die Gesellschaft unterliegt einer Reihe von betrieblichen Risiken und Branchenrisiken, die sich erheblich nachteilig auf das Betriebsergebnis auswirken könnten. Dazu zählen insbesondere das Risiko von Produktionsunterbrechungen infolge einer Explosion oder des Ausbruchs eines Feuers sowie die Freisetzung einer größeren Menge von Chemikalien: Das Geschäft von INEOS Styrolution beinhaltet die Verwendung und die Herstellung, den Umgang mit und die Auslieferung von großen Mengen gefährlicher Stoffe und anderer Chemikalien. Dementsprechend haften dem Geschäft Sicherheits-, Gesundheits- und Umweltrisiken (SGU-Risiken) an, beispielsweise das Risiko einer Umweltverschmutzung, eines Sachschadens und eines Personenschadens. Die Bewältigung dieser Risiken wird daher als eine strategische Priorität gesehen, da es ansonsten zu Vermögensschäden, Geschäftsunterbrechung und Rufschädigung kommen kann. Das Unternehmen setzt sich strenge Ziele im Zusammenhang mit SGU-Risiken und verpflichtet sich zur kontinuierlichen Verbesserung aller Aspekte der Geschäftstätigkeit, um sämtliche einschlägigen gesetzlichen Anforderungen in diesem Bereich zu erfüllen und zu übertreffen. Unsere Kunden können in finanzielle Schwierigkeiten geraten, einschließlich Konkursen, Umstrukturierungen und Liquidationen. Das Verlustrisiko, das sich aus der Nichtzahlung oder Nichterfüllung von Forderungen durch unsere Kunden ergibt, wird durch das Securitization-Programm zum Verkauf von verbrieften Forderungen an die INEOS Styrolution Receivables Finance DAC von dieser übernommen. Grundsätzlich werden alle Forderungen an Dritte verkauft, außer Forderungen an Kunden in bestimmten definierten Ländern (2023: Ägypten, Algerien, Russland), welche einen unerheblichen Anteil an den Gesamtforderungen darstellen. Es besteht ein gewisses Währungskursrisiko, da ein großer Teil der Cash-Pool-Forderung an die INEOS Styrolution Group GmbH auf USD lautet (TUSD 293.004, Vorjahr TUSD 378.556). Etwaige Schwankungen am Devisenmarkt und die damit verbundenen Schwankungen in der Bewertung der Fremdwährungen trägt die Gesellschaft. Risiken aus Schwankungen unserer Zahlungsströme werden im Rahmen unserer monatlichen, jährlichen und strategischen Liquiditätsplanung erkannt. Über den Cash-Pooling-Vertrag hat die Gesellschaft ausreichend Zugang zu Geldmitteln zur Deckung ihres Bedarfs. Rechtliche Risiken sind nicht erkennbar; es sind keine wesentlichen Rechtstreitigkeiten mit Auswirkung auf die Ertragslage anhängig. Unserer Einschätzung nach bestehen weiterhin keine wesentlichen Einzelrisiken, die den Fortbestand der INEOS Styrolution Europe GmbH gefährden. Entwicklungsbeeinträchtigende Tatsachen oder Bestandsgefährdungen sind derzeit nicht erkennbar. Dies gilt auch für die Gesamtbetrachtung aller Risiken. Chancen Durch das Geschäftsmodell der Gesellschaft als Prinzipal für die INEOS Styrolution Schwarzheide GmbH, INEOS Styrolution Köln GmbH und die INEOS Styrolution Ludwigshafen GmbH profitiert sie von den im Folgenden genannten Chancen, die sich für die INEOS Styrolution Gruppe als Ganzes ergeben. Der Verkauf einer breiten Palette an Produkten, mit umfassenden Einsatzmöglichkeiten in einer Vielzahl von Branchen und mit großer geografischer Reichweite ermöglicht es die Abhängigkeit von einzelnen Märkten, Branchen, Kunden und geografischen Regionen zu minimieren und bildet eine starke Absicherung gegen konjunkturelle Abschwünge. Die globale Reichweite und bedeutenden Produktionsanlagen in Europa, Nordamerika und Asien versetzen INEOS Styrolution in die Lage, wachstumsstarke Märkte zu erschließen und von Rohstoff- und Energiekostenvorteilen zu profitieren. Produktionsanlagen befinden sich in der Regel an strategisch günstigen Standorten in oder in der Nähe von Ländern, in denen eine große Nachfrage nach unseren Produkten besteht, wodurch die Transportkosten gesenkt werden. Viele unserer Produktionsstätten befinden sich in unmittelbarer Nähe zu vorteilhaften Rohstoffen, was uns einen Vorteil gegenüber unseren Wettbewerbern verschafft. Die Produktionsanlagen der INEOS Styrolution Köln GmbH sind zum Beispiel in den von Currenta betriebenen CHEMPARK Dormagen, die der INEOS Styrolution Schwarzheide in den Verbundstandort der BASF in Schwarzheide und die der INEOS Styrolution Ludwigshafen in den Verbundstandort der BASF SE eingebunden. Wir sind in der Lage, von den Kostenvorteilen zu profitieren, die sich aus dem Betrieb großer, integrierter Anlagen ergeben, die strategisch in der Nähe wichtiger Verkehrswege und Kundenstandorte liegen. Aufgrund der Größe und des Umfangs unserer Produktionsanlagen sind wir in der Lage, in den Bereichen Einkauf, Produktion, Vertrieb, Marketing, Forschung und Entwicklung sowie bei der Anwendung von Best Practices in unseren Einrichtungen Größenvorteile zu erzielen. Wir haben in den letzten Jahren erheblich in unsere Produktionsanlagen investiert, um deren Effizienz zu verbessern. Unser nachhaltiges Produktportfolio bietet einfach umsetzbare Lösungen sowie maßgeschneiderte Optionen, um zwei große Herausforderungen anzugehen: Abfallreduzierung durch Produkte mit recyceltem Inhalt und damit einhergehend ein geringerer CO 2 -Fußabdruck durch Recycling oder biobasierte Produkte mit erneuerbarem Inhalt. Dazu gehören unsere Serien Terluran ECO und Novodur ECO aus mechanisch recyceltem ABS, die Drop-in-Leistung mit bis zu 70% Recyclinganteil bieten. Polystyrol bietet ein echtes Potenzial für die Kreislaufwirtschaft und ist eines der am besten geeigneten Produkte für die Kreislaufwirtschaft in der Lebensmittelindustrie, selbst wenn es mechanisch recycelt wird. Neben der Entwicklung recycelter Produktsortimente erweitern wir zügig unser Angebot an Polymeren und Chemikalien aus erneuerbaren Materialien. Wir bieten jetzt bio attributierte Versionen vieler unserer Produkte an, einschließlich Styrolkunststoffen (Styrolux ECO, Styroflex ECO, K-Resin, ECO, NAS ECO, Luran ECO, Luran S ECO, Novodur ECO, Novodur HH ECO). 9. PrognoseberichtFür 2024 ist nur ein unterdurchschnittliches Wachstumstempo der Weltwirtschaft zu erwarten. Zwar steigen die Reallöhne und bestehende Lieferengpässe konnten größtenteils überwunden werden, dennoch sorgen anhaltende und neue militärische Auseinandersetzungen und innenpolitische Ungewissheiten weiterhin für Unsicherheit bei Unternehmen und Konsumenten und werden den Investitions- und Konsumwillen abschwächen. Auch für die deutsche Wirtschaft rechnet das IfW nicht mit einer großen konjunkturellen Trendwende obwohl derzeit noch von einem Wirtschaftswachstum ausgegangen wird. Insgesamt rechnet das IfW für das laufende Jahr nur noch mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts von 0,1 Prozent. Ein auch in Deutschland erwarteter Anstieg des privaten Konsums durch steigende Reallöhne kann die fehlenden Impulse aus der Weltwirtschaft und die schwachen Exporte nicht kompensieren. Ebenso belasten hohe Zinsen weiterhin die Baubranche und die generelle Investitionsbereitschaft. Aufgrund der rückläufigen Inflation ist jedoch von Zinssenkungen im Jahresverlauf auszugehen. Auch INEOS Styrolution erwartet für das Jahr 2024 vor allem in der ersten Jahreshälfte weiterhin ein schwieriges Marktumfeld mit niedriger Nachfrage. Deutlich auswirken wird sich die zusätzliche Kapazität in den Segmenten Styrol, Polystyrol und ABS, die in Asien auf den Markt kam und weiterhin ausgebaut wird und die den Preiswettbewerb deutlich verstärkt. Der Höhepunkt der zusätzlichen Kapazität lag im Geschäftsjahr, die aktuellen Überkapazitäten im Markt werden jedoch für die nächsten Jahre für Anlagenauslastungen unter 80% sorgen. Zusätzlich wird in allen Regionen für 2024 nur mit einem moderaten Wachstum gerechnet, da viele Konsumenten durch hohe Inflationsraten der Vorjahre weiterhin Zurückhaltung bei Konsum- und Investitionsausgaben üben werden. Ein leichter Anstieg ergibt sich aus dem erwarteten länderspezifischen Wirtschaftswachstum und Erholungseffekten einiger Branchen, die 2023 einen überproportionalen Rückgang zu verzeichnen hatten (z.B. Electronics, Healthcare, Packaging und Construction). Nichtsdestotrotz bleibt die Langfristvorschau positiv, was sich durch das erwartete Wirtschaftswachstum in China und durch das langfristige weltweit erwartete Wachstum der INEOS Styrolution Fokus-Industrien begründet (vgl. Sachverständigenrat der Wirtschaft/Konjunkturprognose 2024). In der Erwartung leicht sinkender Zinsen (vgl. Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung e.V.) wird mit einer Erholung der Construction Industrie gerechnet. Auch die Verpackungsindustrie, die 2023 unter der starken Kaufzurückhaltung auch bei kurzlebigen Verbrauchsgütern litt, wird sich 2024, bedingt durch Gehalts-/Lohnanpassungen bei den Konsumenten wieder erholen. Die langlebigeren Konsumgüter (Electronics, Household) waren besonders von der inflationsbedingten Kaufzurückhaltung betroffen, wodurch hier, bei jetzt geringerer Inflation, ebenfalls ein Erholungseffekt eintreten sollte. Ein gemischtes Bild zeigt sich in der Automobilindustrie: Während Amerika schon 2023 gewachsen ist und dort weiterhin die Erwartungen positiv sind, ist in Europa mit einer Seitwärtsbewegung bei gleichbleibende Verkaufszahlen zu rechnen. Im Hinblick auf die Entwicklung der Energiekosten an den deutschen Standorten erwarten wir für das Jahr 2024 weiterhin hohe Preise - wenn auch insgesamt weniger stark schwankend. Wie bereits im Vorjahr werden Teile der Energiekosten für unsere Produkte im Rahmen eines Energieaufschlags an die Kunden weitergegeben. Für das Jahr 2024 erwartet die Gesellschaft vor allem in der ersten Jahreshälfte weiterhin ein schwieriges Marktumfeld mit niedriger Nachfrage, geprägt durch die weiterhin große Unsicherheit an den Wirtschaftsmärkten, sowie einen stärker werdenden Wettbewerb aus Asien (vgl. Kieler Konjunkturberichte Deutschland, ifW, Kiel). Die generelle Erwartung ist, dass die Nachfrage ab dem zweiten Quartal wieder anziehen wird, da sich gem. ifW, Kiel die konjunkturelle Lage entspannen und die Inflation sich weiter abschwächen wird. In der Automotive Industrie erwarten wir einen Anstieg der Verkaufsmengen gegenüber dem schwachen Vorjahr, bedingt durch eine höhere erwartete Produktion von Automobilen in der zweiten Jahreshälfte 2024. Auch für Household & Electronics wird mit einer Erholung der Verkaufsmengen gerechnet. Die Industrien Compounding und Distribution wachsen gemäß den letzten Einschätzungen ebenfalls leicht über dem Marktdurchschnitt. Für Healthcare und Packaging wird, wie im Vorjahr, ein geringes Wachstum erwartet. Durch das gestiegene Zinsniveau und den allgemeinen Rückgang bei den Neubauten sehen wir vor allem für die Construction Industrie ein sehr herausforderndes Marktumfeld für das Jahr 2024 und rechnen mit einer weiterhin niedrigen Nachfrage. Solange die Abschwächung der Konjunktur andauert, steht mehr Transportkapazität im Markt zur Verfügung, und die Zuverlässigkeit der logistischen Dienstleister ist auf einem höheren Niveau. Gleichzeitig können Transportpreise fallen, speziell im maritimen Bereich. Dies führt jedoch auch dazu, dass mehr asiatische Ware der Konkurrenz den globalen Markt erreicht. Zusätzlich kann der weiterhin bestehende LKW-Fahrermangel, gerade bei höherer Nachfrage nach Transportkapazität, zu Einschränkungen und Verzögerungen bei der Auslieferung unserer Materialien führen. Insgesamt prognostizieren wir ein leicht höheres EBITDA 2024 im Vergleich zu 2023. Aufgrund der weiterhin zu erwartenden wirtschaftlichen Herausforderungen liegt ein großer Fokus auch in 2024 auf den Fixkosten. Das Management wird bereits gestartete Fixkostenreduzierungsmaßnahmen fortführen und weitere Bereiche untersuchen, so zum Beispiel Logistikkosten. Dadurch erwarten wir leicht sinkende Fixkosten. Die größte Herausforderung für die deutschen Standorte im Jahr 2024 wird die Zuverlässigkeit der Produktionsanlagen sein, insbesondere vor dem Hintergrund der derzeitig niedrigen Auslastung. Wir werden weiterhin sehr genau die Entwicklung der Nachfrage verfolgen und unsere Produktion entsprechend anpassen. Ebenfalls werden wir verstärkt darauf hinarbeiten, die Zuverlässigkeit der Produktionsanlagen zu stabilisieren, um das angestrebte Ziel bezüglich unserer Anlagenzuverlässigkeit zu erreichen.
Frankfurt am Main, den 24. Mai 2024 Stephen Mark Harrington, Geschäftsführer Robbie A. M. Buntinx, Geschäftsführer Sven Riechers, Geschäftsführer Dr. Eike Jahnke, Geschäftsführer Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 20231. Allgemeine AngabenDer Jahresabschluss wurde für die INEOS Styrolution Europe GmbH mit Sitz in Frankfurt am Main aufgestellt. Die Gesellschaft ist unter der Handelsregister Nummer HRB 97351 beim Amtsgericht Frankfurt am Main eingetragen. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde entsprechend den handelsrechtlichen Vorschriften der §§ 238 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften gemäß §§ 264 ff. HGB und unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren gem. § 275 Abs. 3 HGB aufgestellt. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Der Ausweis erfolgt in Euro (EUR), sofern nichts anderes angegeben wird. Der Jahresabschluss wurde unter der Annahme der Unternehmensfortführung (Going-Concern-Prämisse) aufgestellt. Aus rechentechnischen Gründen können in den Tabellen Rundungsdifferenzen in Höhe von ± einer Einheit (TEUR) auftreten. Gewinnabführungsverträge Zwischen der INEOS Styrolution Europe GmbH als herrschende Unternehmen und der INEOS Styrolution Schwarzheide GmbH, Schwarzheide, besteht ein in der Fassung vom 16. Mai 2012 geschlossener, wirksamer Gewinnabführungsvertrag. Mit Abschluss des Vertrags verpflichtet sich INEOS Styrolution Schwarzheide GmbH, ihren nach handelsrechtlichen Vorschriften ermittelten Gesamtgewinn an die INEOS Styrolution Europe GmbH abzuführen. Gleichzeitig verpflichtet sich die INEOS Styrolution Europe GmbH für die Dauer des Vertrags Jahresfehlbeträge der Gesellschaft auszugleichen. Zwischen der INEOS Styrolution Group GmbH, Frankfurt am Main, als herrschendem Unternehmen und der Gesellschaft besteht ein in der Fassung vom 2. Dezember 2014 geschlossener, wirksamer Gewinnabführungsvertrag. Mit Abschluss des Vertrags verpflichtet sich Styrolution Europe ihren nach handelsrechtlichen Vorschriften ermittelten Gesamtgewinn an die INEOS Styrolution Group GmbH abzuführen. Gleichzeitig verpflichtet sich die INEOS Styrolution Group GmbH für die Dauer des Vertrags Jahresfehlbeträge der Gesellschaft auszugleichen. 2. Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeFür die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die unverändert zum Vorjahr nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Die immateriellen Vermögensgegenstände sind unter Berücksichtigung planmäßiger und außerplanmäßiger Abschreibungen zu fortgeführten Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Die Abschreibungen erfolgen grundsätzlich linear mit Nutzungsdauern zwischen zwei und zehn Jahren und werden im Zugangsjahr zeitanteilig vorgenommen. Die Nutzungsdauer bestimmt sich nach der betriebsindividuellen wirtschaftlichen Nutzung. Das Sachanlagevermögen ist unter Berücksichtigung planmäßiger und außerplanmäßiger Abschreibungen zu fortgeführten Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Die Zugänge sind mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet. Die Abschreibungen erfolgen grundsätzlich linear mit Nutzungsdauern zwischen zwei und zwanzig Jahren. Die Nutzungsdauer bestimmt sich nach der betriebsindividuellen wirtschaftlichen Nutzung. Geringwertige Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens ab einem Wert über EUR 250 bis zu einem Wert von EUR 1.000 werden auf einem gesonderten Bestandskonto geführt. Dieses wird über 5 Jahre linear abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu einem Wert von EUR 250 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben; ihr sofortiger Abgang wird unterstellt. Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen sind mit den Anschaffungskosten angesetzt, gegebenenfalls vermindert um außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung. Bei Wegfall der Gründe für die außerplanmäßige Abschreibungen werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen. Die Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. Die Ermittlung der Anschaffungskosten bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen erfolgt anhand des Durchschnittswertverfahrens. Die fertigen und unfertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Die Waren sind mit Anschaffungskosten angesetzt. Die Herstellungskosten enthalten die aktivierungspflichtigen Bestandteile des § 255 Abs. 2 HGB. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d.h. soweit die voraussichtlichen Verkaufspreise abzüglich der bis zum Verkauf anfallenden Kosten zu einem niedrigeren beizulegenden Wert führten, wurden entsprechende Abwertungen vorgenommen. Dabei berücksichtigen die Schätzungen dieses Nettoveräußerungswertes den Zweck, zu dem die Vorräte gehalten werden. Seitens INEOS Styrolution Europe GmbH wurde für Vorräte, deren Weiterveräußerung erwartet wird, ein Nettoveräußerungswert in Höhe des Marktpreises zum Stichtag 31. Dezember 2023 berücksichtigt. Für Vorräte, insbesondere Styrol-Monomer, die für eine interne Weiterverarbeitung zu ABS, Polystyrol oder Spezialkunststoffen vorgesehen sind, werden die Nettoveräußerungspreise dieser Polymere berücksichtigt. Die Beurteilung der wahrscheinlichen Verwendung der Rohstoffe und die Ermittlung des zu berücksichtigenden Nettoveräußerungspreises stellen eine Schätzung dar, welche ermessensbehaftet ist. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zu Anschaffungskosten bewertet. Allen risikobehafteten Posten wird bei Bedarf durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Der Kassenbestand und Bankguthaben werden zum Nennwert bewertet. Aktive Rechnungsabgrenzungen beinhalten Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach der "Projected-Unit-Credit-Method" unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Der zugrunde gelegte Rechnungszins für die Abzinsung der Pensionsverpflichtungen in Höhe von 1,83% (Vorjahr: 1,78%) beruht gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB auf dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Zinssatz der vergangenen zehn Jahre, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 3,50% (Vorjahr: 3,50%) und Rentensteigerungen von jährlich 2,30% (Vorjahr: 2,50%) zugrunde gelegt sowie eine durch den Aktuar berechnete alters- und geschlechtsabhängige Fluktuationswahrscheinlichkeit. Der Aufwand aus der Aufzinsung sowie aus der Zinsänderung ist unter dem Posten "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst worden. Es besteht gemäß § 253 Abs. 6 HGB n.F. ein Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 419 (Vorjahr: TEUR 1.796), der zu einer höheren Pensionsrückstellung geführt hätte. Nach Artikel 28 Abs. 2 EGHGB ergibt sich für mittelbare Pensionsverpflichtungen, für die keine Rückstellung gebildet wurde, eine mögliche Unterdeckung in Höhe von TEUR 991 (Vorjahr: TEUR 367). Die Gesellschaft saldiert gemäß § 246 Abs. 2 HGB Vermögensgegenstände in Höhe des beizulegenden Zeitwerts auf Basis des von dem Helaba Pension Trust e.V. gemeldeten Rücknahmewertes von TEUR 16.010 (Vorjahr: TEUR 15.035), die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung der Verpflichtungen dienen (Deckungsvermögen), gemäß § 246 Abs. 2 HGB mit den Pensionsverpflichtungen in Höhe von TEUR 24.975 (Vorjahr: TEUR 23.407). Die Anschaffungskosten des verrechneten Deckungsvermögens betragen TEUR 11.032 (Vorjahr: TEUR 11.010). Nach der Verrechnung verbleibt ein passiver Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 8.965 (Vorjahr: TEUR 8.372), der im Posten Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen ausgewiesen wird. Die sonstigen Rückstellungen werden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrages unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostensteigerungen angesetzt. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden abgezinst. Die Abzinsung erfolgt unter Anwendung der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten, durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Jahre. Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Es besteht eine ertragsteuerliche Organschaft mit der INEOS Styrolution Investment GmbH sowie eine umsatzsteuerliche Organschaft mit der INEOS Styrolution Group GmbH. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet (§ 256a Satz 1 HGB). Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen davon-Vermerke zur Währungsumrechnung enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungskursdifferenzen. 3. Erläuterungen zur BilanzDie Bilanzsumme beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 389.802 (Vorjahr: TEUR 505.215). Die wesentlichen Posten der Bilanz stellen sich wie folgt dar: Anlagevermögen Die Gliederung und Entwicklung des Anlagevermögens in dem Geschäftsjahr sind der Anlage zum Anhang zu entnehmen. Der Wert des Sachanlagevermögens ist im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 286 auf TEUR 1.968 gesunken (Vorjahr: TEUR 2.253). Insgesamt wurden Anlagen im Wert von TEUR 33 (Restbuchwert TEUR 0) entsorgt und Anlagevermögen im Wert von TEUR 117 neu angeschafft. Im Wesentlichen handelt es sich hierbei um EDV-Ausstattung. Angaben zum Anteilsbesitz Die INEOS Styrolution Europe GmbH hält zum 31. Dezember 2023 direkte Anteile an folgenden Unternehmen:
1) Ergebnisse nach Ergebnisabführung Vorräte Der Gesamtbetrag der Vorräte beläuft sich auf TEUR 73.203 (Vorjahr: TEUR 95.894). Die Vorräte beinhalten Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, unfertige Erzeugnisse und Leistungen sowie fertige Erzeugnisse und Waren, die sich an den Standorten der Lohnveredler in Ludwigshafen, Köln und Schwarzheide sowie einigen Außenlägern befinden. Die Beschaffung der Rohstoffe für die Lohnveredler erfolgt im Namen und auf Rechnung der INEOS Styrolution Europe GmbH. Im Geschäftsjahr wurden insgesamt Wertberichtigungen in Höhe von TEUR 2.458 (Vorjahr: TEUR 2.995) vorgenommen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände belaufen sich auf TEUR 286.988 (Vorjahr: TEUR 377.655), davon sind TEUR 270.961 (Vorjahr: TEUR 343.980) gegen verbundene Unternehmen.
Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände enthalten wie im Vorjahr keine Beträge mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Zum 31. Dezember 2023 hat die Gesellschaft im Rahmen des Asset-Backed-Securitization-Programms (vgl. 6.3 Finanzlage) offene Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 120.540 (Vorjahr: TEUR 129.418) an die INEOS Styrolution Receivables Finance DAC, Dublin, Irland, verkauft. Sie wurden aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgebucht und in die Forderungen gegen verbundene Unternehmen (Cash-Pool-Forderung) eingebucht. Die Forderung gegen die Gesellschafterin, die INEOS Styrolution Group GmbH, betrifft im Wesentlichen den Cash-Pool. Weitere Forderungen gegen verbundene Unternehmen ergeben sich im Wesentlichen aus Warenlieferungen an Konzerngesellschaften. Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten überwiegend Sicherheitsleistungen an Zoll- und Finanzbehörden, erwartete Lieferantenrabatte und umsatzsteuerliche Guthaben im Ausland. Rechnungsabgrenzungsposten Der Rechnungsabgrenzungsposten umfasst Vorauszahlungen für Versicherungsprämien. Eigenkapital Das Eigenkapital der Gesellschaft ist mit TEUR 260.100 unverändert. Das gesamte handelsrechtliche Ergebnis wurde aufgrund des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages an die INEOS Styrolution Group GmbH abgeführt. Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen enthalten Beträge für Personalaufwendungen, Kundenrabatte, Provisionen an Dritte sowie für ausstehende Rechnungen Verbindlichkeiten
Die sonstigen Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von TEUR 221 (Vorjahr: TEUR 222) wurden mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten, durchschnittlichen Zinssatz der vergangenen sieben Jahre, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von fünf Jahren ergibt, abgezinst. Die Verbindlichkeiten enthalten weiterhin keine Beträge, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind. Die Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin betreffen die Gewinnabführung an die INEOS Styrolution Group GmbH. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen mit TEUR 50.379 zum größten Teil gegenüber der INEOS Styrolution Switzerland SA und betreffen den Produkteinkauf von PS und ABS aus dem "limited risk distributor" Vertrag. Die restlichen Verbindlichkeiten gegenüber verbunden Unternehmen resultieren aus bezogenen Leistungen aus den Lohnveredelungsverträgen sowie aus Produkteinkäufen von den Produktionsgesellschaften. Außerbilanzielle Geschäfte Asset-Backed-Securitization-Programm Fortlaufend werden verbriefte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich eines Abschlags in Höhe von 0,55% (Vorjahr: 0,55%) an die INEOS Styrolution Receivables Finance DAC, Dublin, Irland, eine durch externe Treuhänder überwachten Zweckgesellschaft verkauft (vgl. 6.3 Finanzlage im Lagebericht). Ausgenommen sind lediglich vereinzelte Länder (2023: Ägypten, Algerien, Russland), welche nur einen unerheblichen Anteil an den Gesamtforderungen darstellen. Zum Bilanzstichtag hat die Gesellschaft offene Forderungen in Höhe von TEUR 120.540 (Vorjahr: TEUR 129.418) verkauft. Das Programm dient der fortlaufenden Finanzierung der INEOS Styrolution Gruppe. Der Verkauf erfolgt ohne Rückgriffsrecht und führt demzufolge zu einem Abgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Wesentliche Risiken bestehen für die Gesellschaft hieraus nicht. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Bei der Gesellschaft bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 13.931 (Vorjahr: TEUR 14.494) aus langfristigen Miet- und Leasingverträgen. Die Verpflichtungen sind wie folgt fällig:
4. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlöse Die Steuerung der Umsatzerlöse erfolgt einerseits nach Industrien und andererseits nach den Produktgruppen Specialties (Spezialkunststoffe), PS (Polystyrol) und ABS (Acrylnitril-Butadien-Styrol). Die Spezialkunststoffe werden von den Lohnveredlern in Ludwigshafen, Köln und Schwarzheide produziert. Die Lohnveredelungsverträge, die die INEOS Styrolution Europe GmbH mit diesen Gesellschaften geschlossen hat, führen dazu, dass der Gesellschaft die Umsätze der Lohnveredler aus Warenproduktion und deren Verkäufe zufließen. Die Produkte PS und ABS erwirbt die Gesellschaft von der INEOS Styrolution Switzerland SA, Rolle, Schweiz, und veräußert sie an Dritte im eigenen Namen und auf eigene Rechnung. Die Gesellschaft vertreibt ihre Produkte an Dritte überwiegend innerhalb der Region EMEA (Europe, Middle East, Africa) inklusive Deutschland. Außerhalb der EMEA-Region werden hauptsächlich Umsätze mit anderen Konzerngesellschaften realisiert.
1) Die Umsatzerlöse der Region EMEA beinhalten Umsatzerlöse in folgenden Ländern: Ägypten, Algerien, Aserbaidschan, Bahrain, Belarus, Belgien, Bosnien-Herzegowina, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Israel, Italien, Jordanien, Kroatien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, Marokko, Mauritius, Mazedonien, Moldawien, Monaco, Niederlande, Nigeria, Nordirland, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, San Marino, Saudi-Arabien, Schweden, Schweiz, Senegal, Serbien, Slowakei, Slowenien, Spanien, Süd-Afrika, Tschechische Republik, Tunesien, Türkei, Ukraine, Ungarn, Vereinigte Arabische Emirate, Vereinigtes Königreich, Zypern. 2) Die Umsatzerlöse der Region America beinhalten Umsatzerlöse in folgenden Ländern: Brasilien, Kanada, Mexiko, Peru, Vereinigte Staaten von Amerika, Argentinien, Kolumbien. 3) Die Umsatzerlöse der Region Asia beinhalten Umsatzerlöse in folgenden Ländern: China, Indien, Korea, Singapur, Thailand, Malaysia, Vietnam. Die Umsatzerlöse sind mit TEUR 1.572.437 (Vorjahr: TEUR 2.314.946) im Geschäftsjahr 2023 gegenüber 2022 um 32% gesunken. Die angestiegenen Rohstoffkosten sowie die weiterhin hohen Energiekosten konnten zwar teilweise an unsere Kunden weitergegeben werden, allerdings hatten alle Industrien mit einer niedrigeren Nachfrage zu kämpfen, sodass die verkauften Mengen gegenüber dem Vorjahr 2022 um 23% eingebrochen sind. Insgesamt wurden im Geschäftsjahr 2023 Umsatzerlöse mit verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 102.233 (Vorjahr: TEUR 139.811) realisiert. Sonstige betriebliche Erträge Im Geschäftsjahr 2023 betrugen die sonstigen betrieblichen Erträge TEUR 33.441 (Vorjahr: TEUR 87.748), wovon der Hauptanteil aus Währungsumrechnung resultiert.
Die restlichen sonstigen betrieblichen Erträge sind im Wesentlichen auf Erträge aus Serviceverträgen zurückzuführen (TEUR 4.067, Vorjahr: TEUR 4.221), aufgrund derer regionale und globale Kosten an die Konzerngesellschaften INEOS Styrolution Group GmbH und die INEOS Styrolution Switzerland SA weiterbelastet werden. Weitere sonstige betriebliche Erträge entfallen auf die Berechnung von Service- und Frachtleistungen an Dritte (TEUR 1.343 EUR, Vorjahr: TEUR 929). Periodenfremde Erträge sind aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 92, Vorjahr: TEUR 2.029) angefallen. Materialaufwand Der Materialaufwand gliedert sich nach dem Gesamtkostenverfahren wie folgt:
Die Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen bestehen fast vollständig aus Aufwendungen für Roh-, Hilfs-, und Betriebsstoffe und bezogene Waren sowie Aufwendungen für bezogene Leistungen. Der Materialaufwand ist im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 671.811 auf TEUR 1.412.715 gefallen. Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren enthalten Aufwendungen für von der INEOS Styrolution Switzerland SA bezogene Produkte in Höhe von TEUR 975.124 (Vorjahr: TEUR 1.511.288). Diese Kosten sind entsprechend der Gesamtentwicklung gesunken. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen beinhalten im Wesentlichen Kosten, die der INEOS Styrolution Europe GmbH im Rahmen der Lohnveredelungsverträge von der INEOS Styrolution Ludwigshafen GmbH, INEOS Styrolution Köln GmbH und INEOS Styrolution Schwarzheide GmbH für bezogene Leistungen aus der Produktion in Rechnung gestellt wurden (TEUR 119.813, Vorjahr: TEUR 151.197). Die Reduzierung begründet sich vor allem aus den allgemein gestiegenen Energiekosten, sowie der temporären Anpassung des Lohnveredelungsvertrages im Geschäftsjahr. Personalaufwand Der Personalaufwand verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 4.791 von TEUR 27.510 auf TEUR 22.719, was hauptsächlich auf eine Verringerung der Aufwendungen für variable Vergütung zurückgeht. Der Personalaufwand gliedert sich gemäß dem Gesamtkostenverfahren wie folgt:
Sonstige betriebliche Aufwendungen Im Geschäftsjahr 2023 betrugen die sonstigen betrieblichen Aufwendungen TEUR 41.877 (Vorjahr: TEUR 45.931). Den wesentlichsten Anteil stellten die Aufwendungen aus Fremdwährungsumrechnung in Höhe von TEUR 39.232 (Vorjahr: TEUR 41.372) dar. Zinsergebnis Das Zinsergebnis im Geschäftsjahr 2023 setzt sich wie folgt zusammen:
Die Zins- und ähnlichen Erträge aus verbundenen Unternehmen beinhalten sowohl Zinserträge auf Cash-Pool-Forderungen gegenüber der INEOS Styrolution Group GmbH in den Währungen EUR, USD und GBP, als auch eine Servicegebühr, die die INEOS Styrolution Europe GmbH von der INEOS Styrolution Group GmbH für die Verwaltung der verkauften Forderungen aus dem Securitization-Programm erhält. Die gestiegenen Zinserträge kommen durch eine Steigerung des Zinssatzes für Cash-Pool-Guthaben in USD im zweiten Halbjahr 2023 zustande. Die Zinsaufwendungen beziehen sich mit TEUR 8.350 (Vorjahr: TEUR 12.801) im Wesentlichen auf den Abschlag in Höhe von 0,55% (Vorjahr: 0,55%) auf verkaufte Forderungen aus dem Securitization-Programm an die INEOS Styrolution Receivables Finance DAC, Dublin, Irland. Weiterhin fiel im Geschäftsjahr ein Ertrag aus den Zeitwertänderungen des Deckungsvermögens in Höhe von TEUR 963 an, wohingegen im Vorjahr noch ein Aufwand in Höhe von TEUR 3.855 verbucht wurde, welcher mit den Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellung saldiert wurden. Die Aufwendungen aus Aufzinsung kommen im Jahr 2023 aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellung. Ergebnisverwendung Das Ergebnis der INEOS Styrolution Europe GmbH in Höhe von TEUR 18.876 (Vorjahr: TEUR 101.653) wurde im Rahmen des Gewinnabführungsvertrages in voller Höhe an die INEOS Styrolution Group GmbH abgeführt. 5. Informationen zum PersonalbestandIm Jahresdurchschnitt waren bei der Gesellschaft 182 (Vorjahr: 205) Arbeitnehmer ohne Geschäftsführer und Auszubildende beschäftigt. Der Personalbestand bzw. die Personalentwicklung des Geschäftsjahres stellen sich wie folgt dar:
6. Sonstige AngabenHonorar für Abschlussprüfer Das Gesamthonorar für den Abschlussprüfer, Deloitte GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, belief sich im Geschäftsjahr 2023 auf TEUR 231 (Vorjahr: TEUR 245) und entfiel in vollem Umfang auf Abschlussprüfungsleistungen. Geschäftsführung Die Geschäftsführung bestand im Geschäftsjahr und bis zum Zeitpunkt der Jahresabschlussaufstellung aus den folgenden Personen:
Die Geschäftsführer Herr Lars Koppelmann, Herr Dr. Eike Jahnke und Herr Sven Riechers beziehen in ihren jeweiligen Funktionen als Vice President direkte Bezüge von der Gesellschaft. Die Bezüge von Herrn Dr. Alexander Glück, Herrn Stephen Mark Harrington und Herrn Robbie A. M. Buntinx werden durch andere Gesellschaften der INEOS Styrolution Gruppe gewährt und teilweise an die Gesellschaft durch Weiterbelastungen berechnet. Auf die Angaben der Geschäftsführerbezüge wurde in Anwendung der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. An ehemalige Geschäftsführer und deren Hinterbliebene wurden im Geschäftsjahr keine Bezüge (Vorjahr: TEUR 0) geleistet. Ebenso wurden keine Pensionsrückstellungen für ehemalige Geschäftsführer und deren Hinterbliebene gebildet (Vorjahr: TEUR 0). Konzernverhältnisse Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der INEOS Quattro Holdings Limited, Lyndhurst, Großbritannien welche den Konzernabschluss für den kleinsten Konsolidierungskreis aufstellt, einbezogen. Dieser Konzernabschluss ist am Sitz der Gesellschaft erhältlich und wird beim englischen Companies House unter der Nummer 09922632 hinterlegt. INEOS Industries Limited, Lyndhurst, Großbritannien, ist das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Dieser Konzernabschluss ist am Sitz der Gesellschaft erhältlich und wird beim englischen Companies House unter der Nummer 06959146 hinterlegt. Oberstes Mutterunternehmen ist INEOS Ltd., Douglas, Isle of Man Nachtragsbericht Zum 16. Februar 2024 wurde das Programm zum fortlaufenden Verkauf von verbrieften Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, das Asset-Backed-Securitization-Programm (ABS), bis zum 16. Februar 2027 verlängert. Es sind keine weiteren zu berichtenden Ereignisse nach dem Bilanzstichtag eingetreten.
Frankfurt am Main, den 24. Mai 2024 Stephen Mark Harrington, Geschäftsführer Robbie A. M. Buntinx, Geschäftsführer Sven Riechers, Geschäftsführer Dr. Eike Jahnke, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2023Anschaffungs- und Herstellungskosten:
Kumulierte Abschreibungen:
Restbuchwerte:
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die INEOS Styrolution Europe GmbH, Frankfurt am Main Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der INEOS Styrolution Europe GmbH, Frankfurt am Main, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der INEOS Styrolution Europe GmbH, Frankfurt am Main, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, den 24. Mai 2024 Deloitte
GmbH
Dr. Claus Buhleier, Wirtschaftsprüfer Helena Fast, Wirtschaftsprüferin Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 wurde am 31. Juli 2024 festgestellt. |
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