Erwin Hymer World GmbHLiquidiert

88339 Bad Waldsee, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Mannheim HRB 701200
Vorher
Freizeit und Caravaning Center Wertheim GmbHEXPOCAMP Freizeit und Caravaning Center Wertheim GmbH
Eingetragen
27.1.2003
Branche
Großhandel mit Campingartikeln (ohne Campingmöbel)Vermietung von Sport- und FreizeitgerätenVermittlungstätigkeiten für die Vermietung und das Leasing von Autos, Wohnmobilen und Anhängern
Gegenstand
Präsentation, Handel mit und Vermietung von Caravans, Motorcaravans und Artikeln der Freizeitbranche.

Finanzübersicht

Historie

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Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
3.000.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Erwin Hymer World GmbH

Wertheim

Jahresabschluss/Jahresfinanzbericht zum Geschäftsjahr vom 01.08.2020 bis zum 31.01.2021

Bilanz zum 31. Januar 2021

Aktiva

31.1.2021 31.7.2020
EUR EUR TEUR
A. Umlaufvermögen
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 10.196,20 23
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 4.853.854,10 6.151
3. Sonstige Vermögensgegenstände 325.638,70 23
5.189.689,00 6.197
B. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 155
5.189.689,00 6.352

Passiva

31.1.2021 31.7.2020
EUR EUR TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 3.000.000,00 3.000
II. Kapitalrücklage 5.000.000,00 5.000
III. Bilanzverlust -2.972.688,95 -3.250
5.027.311,05 4.750
B. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 132.650,00 209
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.824,02 8
2. Sonstige Verbindlichkeiten
davon aus Steuern: EUR 0,00 (Vj. TEUR 1.335) 26.903,93 1.385
29.727,95 1.393
5.189.689,00 6.352

Gewinn- und Verlustrechnung für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. August 2020 bis zum 31. Januar 2021

RGJ '1.8.2020 bis 31.1.2021 1.8.2019 bis 31.7.2020
EUR EUR TEUR
1. Umsatzerlöse 126.618,73 23.939
2. Verminderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 0,00 -180
3. Sonstige betriebliche Erträge 327.699,77 606
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 0,00 21.911
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 0,00 226
0,00 22.137
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 0,00 1.691
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 0,00 325
0,00 2.016
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 0,00 86
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 177.349,96 2.213
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
davon an verbundene Unternehmen: EUR 0,00 (Vj. TEUR 29) 0,00 106
9. Ergebnis nach Steuern 276.968,54 -2.193
10. Sonstige Steuern -319,00 1
11. Erträge aus Verlustübernahme 0,00 2.194
12. Jahresergebnis 277.287,54 0
14. Verlustvortrag aus dem Vorjahr -3.249.976,49 -3.250[1]
15. Bilanzverlust -2.972.688,95 -3.250

Anhang für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. August 2020 bis zum 31. Januar 2021

A. Rechnungslegung

Die Firma Erwin Hymer World GmbH i. L. hat ihren Sitz in Bad Waldsee (vormals: Wertheim) und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Mannheim (HRB 701200). Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne der Größenkriterien des § 267 Abs. 2 HGB.

Per Gesellschafterbeschuss vom 19. Januar 2021 wurde die Gesellschaft mit Wirkung zum Ablauf des 31. Januar 2021 aufgelöst. In dessen Folge endet das Geschäftsjahr am 31. Januar 2021. Im weiteren Verlauf wurde der Firmensitz von Wertheim nach Bad Waldsee verlegt.

Der Jahresabschluss ist nach den gesetzlichen Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbHG unter Beachtung ergänzender gesellschaftsvertraglicher Regelungen aufgestellt. Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung sind entsprechend der Gliederungsschemata der § 266 und § 275 HGB erstellt, wobei für die Gewinn- und Verlustrechnung - wie bisher - das Gesamtkostenverfahren zur Anwendung kommt.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und Restlaufzeiten unverändert zum Vorjahr in diesem Anhang gemacht.

In Folge des Liquidationsbeschlusses endet das Geschäftsjahr am 31. Januar 2021. Im Vorjahr ging das Geschäftsjahr vom 1. August 2019 bis zum 31. Juli 2020.

Aufgrund der Einstellung des Geschäftsbetriebes zum 29. Februar 2020 und des Liquidationsbeschlusses vom 19. Januar 2021 erfolgte die Aufstellung des Jahresabschlusses zum 31. Januar 2021 wie im Vorjahr unter Abkehr vom Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB). Die Vermögensgegenstände und Schulden werden daher zu Liquidationswerten angesetzt. Die Bilanz zum 31. Januar 2021 ist auch die Schlussbilanz der werbenden Gesellschaft.

Da zudem die operative Geschäftstätigkeit bereits zum 29. Februar 2020 aufgegeben wurde, ist die Vergleichbarkeit mit den Vorjahresangaben eingeschränkt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Erkennbare Risiken werden durch Abschreibungen in Form von Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Eine Pauschalwertberichtigung für das allgemeine Kreditrisiko wird aus Wesentlichkeitsgründen nicht gebildet.

Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Dabei werden alle erkennbaren Risiken und andere ungewisse Verbindlichkeiten angemessen berücksichtigt. Nennenswerte Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr bestehen unverändert nicht, auf eine Abzinsung wird aus Wesentlichkeitsgründen verzichtet.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

B. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

1. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Mit Ausnahme der sonstigen Forderung aus der Betriebsveräußerung in Höhe von TEUR 300 (Vorjahr: TEUR 0) sowie einer sonstigen Forderung aus Mietkaution in Höhe von TEUR 20 (Vorjahr: TEUR 20) haben sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Eine Abzinsung der Forderungen mit Laufzeiten über einem Jahr erfolgte mangels Wesentlichkeit nicht.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen setzen sich wie folgt zusammen:

31.1.2021 Vorjahr
TEUR TEUR
Lieferungen und Leistungen 18 35
Sonstige Forderungen aus Ergebnisabführungen 2.194 2.194
Sonstige Forderungen aus Cashpool 2.642 3.922
4.854 6.151

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von TEUR 4.836 (Vorjahr: TEUR 6.116).

2. Eigenkapital

Nach Verrechnung des Jahresüberschusses in Höhe von TEUR 277 mit vor-organschaftlichen Verlustvorträgen in Höhe von TEUR 3.250 verbleibt ein Bilanzverlust von TEUR 2.973.

3. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Miet- und Leasingaufwand sowie Beratungs- und Abschlusskosten.

4. Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen - wie im Vorjahr - nicht.

C. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Erträge und Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung sowie periodenfremder Natur

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge aus dem Erlös der Betriebsveräußerung im Vorjahr von TEUR 300 enthalten.

D. HAFTUNGSVERHÄLTNISSE

Aus einer Finanzierung der Thor Industries (Asset Based Loan - ABL) besteht eine gesamtschuldnerische Haftung der Gesellschaft zusammen mit anderen Unternehmen der EHG-Gruppe für die gesamten in der Gruppe zum Stichtag bestehenden Inanspruchnahmen. Die gesamtschuldnerische Haftung der Gesellschaft ist begrenzt auf die Höhe der verpfändeten Vermögensgengenstände. Das Volumen der ABL-Revolver-Fazilität beträgt insgesamt Mio. USD 750,0; zum 31. Januar 2021 betrug die Inanspruchnahme Mio. USD 48,5 (Vorjahr: Mio. USD 0,0). Mit einer Inanspruchnahme hinsichtlich der gesamtschuldnerischen Haftung für die Kreditlinien wird aufgrund der stabilen Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der EHG- und Thor-Gruppe nicht gerechnet.

E. SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN

Zum 31. Januar 2021 bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von TEUR 134 (Vj.: TEUR 284), davon gegenüber verbundenen Unternehmen wie im Vorjahr TEUR 0. Die Miet- und Leasingverpflichtungen sind innerhalb eines Jahres fällig.

F. SONSTIGE ANGABEN

1. Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr waren keine Mitarbeiter beschäftigt.

2. Geschäftsführung

Frank Kollmar, Alleingeschäftsführer und Liquidator, Frankfurt

Auf eine Angabe der Geschäftsführerbezüge wird unter Inanspruchnahme von § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

3. Mutterunternehmen/Konzernzugehörigkeit

Die Gesellschaft ist in den Konzernverbund der Erwin Hymer Group SE, Bad Waldsee, eingebunden. Die Erwin Hymer Group SE ist Tochterunternehmen der Thor Industries, Inc., Elkhart, Indiana/USA. Die Erwin Hymer Group SE stellt mit Verweis auf § 292 HGB keinen eigenen Konzernabschluss auf. Die Gesellschaft selbst ist nicht zur Erstellung eines Konzernabschlusses verpflichtet.

Der Abschluss der Gesellschaft zum 31. Januar 2021 wird in den nach US-amerikanischen Bilanzierungs- und Bewertungsrichtlinien erstellten Konzernabschluss der Thor Industries, Inc., Elkhart/USA, einbezogen, die den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt, in den die Gesellschaft einbezogen wird. Abweichungen zu den Konsolidierungs-, Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden nach deutschem Recht bestehen insbesondere bei den immateriellen Vermögensgegenständen, latenten Steuern und den Pensionsrückstellungen. Dieser Konzernabschluss ist am Sitz der Obergesellschaft und im Internet unter https://ir.thorindustries.com/investor-tools erhältlich und wird von der Erwin Hymer Group SE, Bad Waldsee, im elektronischen Bundesanzeiger in deutscher Sprache offengelegt.

G. NACHTRAGSBERICHT

Mit Ausnahme der Verlängerung der Mietverträge sowohl mit dem Vermieter als auch dem Mieter bis zum 31.10.2021 haben sich keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschluss des Geschäftsjahres ereignet, über die zu berichten wäre. Die Verlängerung der Mietverträge führt per Saldo zu einem zusätzlichen Mittelabfluss von rund 40 TEUR.

 

Bad Waldsee, 24. November 2021

Erwin Hymer World GmbH i.L.

Frank Kollmar, Geschäftsführer und Liquidator

Lagebericht für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. August 2020 bis zum 31. Januar 2021

1 Grundlagen des Unternehmens

Die Erwin Hymer World GmbH (im Folgenden kurz: EHW) ist Teil der Erwin Hymer-Gruppe (kurz: EHG), Bad Waldsee, einer überwiegend in Europa tätigen Gruppe im Bereich der Herstellung und dem Vertrieb von Freizeitfahrzeugen.

Die EHG wurde mit Wirkung zum 1. Februar 2019 von der amerikanischen Thor-Gruppe (Börse: Kürzel THO) erworben.

Die EHW hat ihren operativen Geschäftsbetrieb sowie wesentliche Teile des Anlage- und Umlaufvermögens im vorigen Geschäftsjahr zum 29. Februar 2020 an ein Unternehmen außerhalb der Erwin Hymer Gruppe veräußert.

Per Gesellschafterbeschluss vom 19. Januar 2021 wurde die Auflösung der Gesellschaft zum 31. Januar 2021 beschlossen. In dessen Folge endet das Geschäftsjahr am 31. Januar 2021.

Der Sitz wurde von Hymerring 1 in 97877 Wertheim nach Holzstr. 19 in 88339 Bad Waldsee verlegt.

Die Tätigkeit der Gesellschaft im abgelaufenen Rumpfgeschäftsjahr vom 1. August 2020 bis zum 31. Januar 2021 bestand im Wesentlichen in der Untervermietung der angemieteten Immobilie, der weiteren Betreuung und Auflösung noch bestehender Vereinbarungen und Verpflichtungen sowie der Veräußerung des geringen Restbestandes an Ersatzteilen. Bereits im vorigen Geschäftsjahr wurden die Forderungen und andere Vermögensgegenstände aufgrund der Abkehr von der Prämisse der Fortführung der Unternehmenstätigkeit entsprechend wertberichtigt.

Der Mietvertrag sowohl für die Anmietung wie auch für die Untervermietung wurde um 3 Monate auf den 31. Oktober 2021 verlängert.

Aufgrund des Rumpfgeschäftsjahres und der erheblich eingeschränkten Geschäftstätigkeit führt ein Vorjahresvergleich kaum noch zu aussagefähigen Resultaten.

Entgegen der ursprünglichen Prognose wurde ein positives Jahresergebnis erzielt. Die Abweichung resultiert daraus, dass der Teilerlös aus der Betriebsveräußerung nicht berücksichtigt worden war.

Wirtschaftsbericht

1.1 Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

(Quelle: Eurostat)

Die wirtschaftliche Entwicklung im Kalenderjahr 2020 war belastet durch die Corona-Pandemie und den Maßnahmen zu deren Eindämmung.

In der zweiten Jahreshälfte kam es zwar durch Lockerungen der staatlichen Einschränkungen und Stützungsmaßnahmen zu Aufholeffekten, diese konnten aber die Rückgänge in der ersten Jahreshälfte nicht kompensieren. So sank das reale Bruttoinlandsprodukt in der EU um 6,1 % gegenüber dem Vorjahr, in Deutschland um 4,8 %.

1.2 Branchensituation

Die nachfolgenden Angaben basieren auf Statistiken des deutschen Caravaning Industrie Verbandes (CIVD).

Während das erste Halbjahr des Jahres 2020 noch europaweit im Zeichen der Corona-Pandemie geprägt war von Produktionsstopps, Lieferengpässen sowie geschlossenen Handelsbetrieben und Campingplätzen, hat sich das zweite Halbjahr, und somit periodisch nahezu deckungsgleich mit dem Rumpfgeschäftsjahr der EHW, aus Sicht des Handels deutlich besser dargestellt. So wurden in 2020rd. 235.000 Freizeitfahrzeuge in Europa zugelassen, was einer Steigerung gegenüber 2019 von 11,6 % entspricht.

Auf Deutschland als größtem europäischen Markt entfiel dabei mit einem Zulassungsplus von 33 % gegen Vorjahr eine Steigerung auf rd. 107.000 Freizeitfahrzeuge.

Da die Erwin Hymer World GmbH kein operatives Geschäft mehr betrieb, partizipierte das Unternehmen nicht an der positiven Marktsituation.

1.3 Geschäftsentwicklung der Gesellschaft

Der Umsatz in Höhe von TEUR 127 resultierte im Wesentlichen aus der Untervermietung der Immobilie. Enthalten ist mit TEUR 5 der Umsatz aus dem Abverkauf des Restbestandes an Ersatzteilen.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen ist ein aperiodischer Teil-Erlös aus der Veräußerung des Geschäftsbetriebes im Vorjahr enthalten. Des Weiteren sind Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 27 enthalten.

Im Geschäftsjahr wird kein Materialaufwand ausgewiesen, da der Restbestand an Ersatzteilen, der in diesem Geschäftsjahr veräußert wurde, bereits im Vorjahr vollständig wertberichtigt wurde.

Da in diesem Geschäftsjahr weder Mitarbeiter beschäftigt wurden noch Anlagevermögen existierte, entstanden keine Personalkosten und keine Abschreibungen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen insgesamt rd. TEUR 177. Bereinigt um eine im Vorjahr gebildete Rückstellung für Mietunterdeckung lagen die darin enthaltenen Aufwendungen für Miete und Nebenkosten bei rd. TEUR 124. Weitere Kostenpositionen umfassten Aufwendungen für Beratung, Prüfung und weitere Dienstleistungen in Höhe von TEUR 36. Darüber hinaus ergaben sich noch Aufwendungen aus noch bestehenden Vereinbarungen und deren Beendigung.

Unter sonstige Steuern sind Erstattungen von KfZ-Steuerzahlungen aus dem Vorjahr ausgewiesen.

Im Geschäftsjahr wurden keine Darlehen in Anspruch genommen. Insofern sind auch keine Zinsaufwendungen angefallen.

Der Jahresüberschuss des Rumpfgeschäftsjahres lag somit bei TEUR 277.

1.3.1 Finanzlage

Das Eigenkapital hat sich durch den Jahresüberschuss von TEUR 4.750 auf TEUR 5.027 erhöht. Aufgrund bestehender vor-organschaftlicher Verlustvorträge wurde der Jahresüberschuss nicht abgeführt, sondern mit den Verlustvorträgen verrechnet. Hierdurch und aufgrund der reduzierten Bilanzsumme stieg die Eigenkapitalquote auf 96,9% (Vj.: 74,8 %).

Die Gesellschaft ist in den Cashpool der Erwin Hymer Group eingebunden. Zum Ende des Geschäftsjahres betrug das Cash Pool-Guthaben TEUR 2.642 (Vj.: TEUR 3.922).

Wir waren jederzeit in der Lage, den Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.

1.3.2 Vermögenslage

Die Bilanzsumme betrug am Bilanzstichtag auf TEUR 5.190 (Vj.: TEUR 6.352). Diese Veränderung resultiert im Wesentlichen aus dem geringeren Cash-Pool-Guthaben bei geringeren Umsatzsteuerverbindlichkeiten.

Forderungen aus dem Ergebnisabführungsvertrag bestanden wie im Vorjahr in Höhe von TEUR 2.194.

1.3.3 Investitionen

Im Geschäftsjahr wurden keine Investitionen in das Anlagevermögen getätigt.

1.3.4 Mitarbeiter

Die Gesellschaft beschäftigte wie zum Ende des vorangegangenen Geschäftsjahres keine Mitarbeiter.

2 PROGNOSE-, CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

2.1 Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Da keine operative Geschäftstätigkeit mehr ausgeübt wird, sehen wir keine Entwicklungen, die die geordnete Liquidation der Gesellschaft gravierend beeinträchtigen könnten, zumal wesentliche Vermögenspositionen bereits im vorangegangenen Abschluss wertberichtigt wurden.

Chancen sehen wir nach wie vor in der möglichen Nutzung der vor-organschaftlichen Verlustvorträge.

2.2 Prognose und voraussichtliche Entwicklung

Die verbleibenden Aktivitäten konzentrieren sich im Wesentlichen auf die befristete Weitervermietung der Immobilie. Wir erwarten dabei entsprechend der Laufzeit des Untermietvertrags Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 90 sowie ein leicht negatives Jahresergebnis.

 

Bad Waldsee, 24. November 2021

Erwin Hymer World GmbH i.L.

Frank Kollmar, Geschäftsführer und Liquidator

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Erwin Hymer World GmbH i. L., Bad Waldsee (vormals: Wertheim)

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Erwin Hymer World GmbH i. L., Bad Waldsee (vormals: Wertheim), - bestehend aus der Bilanz zum 31. Januar 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. August 2020 bis zum 31. Januar 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Erwin Hymer World GmbH i. L., Bad Waldsee (vormals: Wertheim), für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. August 2020 bis zum 31. Januar 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Januar 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. August 2020 bis zum 31. Januar 2021 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Hinweis zur Hervorhebung eines Sachverhalts

Wir verweisen auf die Ausführungen der gesetzlichen Vertreter als Liquidatoren in Abschnitt A "Rechnungslegung" des Anhangs und Abschnitt 1 "Grundlagen des Unternehmens" des Lageberichts, welche den am 19. Januar 2021 von der Gesellschafterversammlung gefassten Beschluss zur Liquidierung der Gesellschaft mit Wirkung zum 31. Januar 2021 und die darauf basierende Bilanzierung zu Liquidationswerten aufgrund der Abkehr vom Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit beschreiben. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind diesbezüglich nicht modifiziert.

Verantwortung der Liquidatoren für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die Liquidatoren sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die Liquidatoren verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die Liquidatoren dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur geordneten Beendigung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der geordneten Liquidation, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage der Abkehr vom Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern der Fortführung der Unternehmenstätigkeit tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die Liquidatoren verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die Liquidatoren verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den Liquidatoren angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den Liquidatoren dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen darüber, ob die Aufstellung des Jahresabschlusses durch die Liquidatoren unter Abkehr von der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit angemessen ist, sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur geordneten Liquidation der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft die geordnete Liquidation ihrer Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den Liquidatoren dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den Liquidatoren zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, den 24. November 202

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Volker Schöck, Wirtschaftsprüfer

Arno Böhmerle, Wirtschaftsprüfer

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