Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 214376
Eingetragen
3.2.2020
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieErbringung von sonstigen Dienstleistungen der InformationstechnologieEntwicklung und Programmierung von Anwendungssoftware
Gegenstand
EDV-Leistungen und -Beratungen, Einrichtung, Entwicklung und Vermarktung von Software.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Ulrich Dr. Lewerenz
seit 8.4.2025
Geschäftsführer
Johannis Vincent Hatt
seit 30.12.2024
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Productsup Holding SE
Germany
30.622 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Products Up GmbH

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.710,00 4.377,00
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 198.403,95 336.987,00
2. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 83.136,00 44.470,58
281.539,95 381.457,58
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 227,20 227,20
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 3.261.152,77 4.214.653,50
3.261.379,97 4.214.880,70
Summe Anlagevermögen 3.547.629,92 4.600.715,28
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.348.483,99 2.067.374,09
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 27.350.812,88 17.004.540,05
3. Sonstige Vermögensgegenstände 293.993,04 580.051,40
28.993.289,91 19.651.965,54
II. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 302.322,61 5.076.898,00
Summe Umlaufvermögen 29.295.612,52 24.728.863,54
C. Rechnungsabgrenzungsposten 744.169,72 900.704,95
33.587.412,16 30.230.283,77

PASSIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 30.622,00 30.622,00
II. Kapitalrücklage 599.446,58 599.446,58
III. Gewinnvortrag 923.122,79 923.122,79
IV. Jahresüberschuss 0,00 0,00
1.553.191,37 1.553.191,37
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 24.687,00 85.035,60
2. Sonstige Rückstellungen 2.651.783,48 1.303.291,45
C. Verbindlichkeiten 2.676.470,48 1.388.327,05
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 699.708,73 582.289,93
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 25.405.874,77 23.897.875,25
3. Sonstige Verbindlichkeiten 695.725,45 594.482,97
davon aus Steuern € 391.241,06 (Vj.: € 383.285,56)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: € 153.486,65 (Vj.: € 85.503,61)
26.801.308,95 25.074.648,15
D. Rechnungsabgrenzungsposten 2.556.441,36 2.214.117,20
33.587.412,16 30.230.283,77

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.Januar 2023 bis 31.Dezember 2023

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 17.832.893,83 17.192.539,87
2. sonstige betriebliche Erträge 2.535.306,49 2.610.171,20
- davon Erträge aus der Währungsumrechnung EUR 17.708,39 (EUR 40.070,61)
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 125,55 0,00
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -302.964,53 -80.325,00
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -14.808.001,27 -14.141.116,84
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -2.499.169,41 -2.413.047,16
- davon für Altersversorgung EUR -4.069,90 (EUR -5.313,81)
5. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -159.073,04 -159.983,02
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten -243.293,14 0,00
6. sonstige betriebliche Aufwendungen -14.094.704,24 -16.757.215,73
- davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR -16.615,01 (EUR -13.965,76)
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 81.258,71 87.690,18
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR -81.258,71 (EUR -87.690,18)
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -284.862,12 -576.846,56
- davon an verbundene Unternehmen EUR -284.862,12 (EUR -220.144,43)
9. Ergebnis nach Steuern -11.942.483,17 -14.238.133,06
10. Erträge aus Verlustübernahme 11.942.483,17 14.238.133,06
11. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31.Dezember 2023

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Products Up GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Berlin
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Berlin Charlottenburg
Registernummer: HRB 214376 B

Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 der Products Up GmbH ist nach den handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften unter Beachtung der ergänzenden Regelungen des GmbH- Gesetzes aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Bei der Gesellschaft handelt es sich um eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB.

Soweit Wahlrechte für die Angaben in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang ausgeübt werden können, wurde der Vermerk in der Bilanz bzw. in der Gewinn- und Verlustrechnung gewählt.

Auf die Gliederung der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung finden die Vorschriften der §§ 266 und 275 HGB Anwendung.

Aufgrund des am 10.03.2017 mit der alleinigen Gesellschafterin, Productsup Holding SE, Berlin, geschlossenen Ergebnisabführungsvertrages, erfolgt ein Ausweis der aus der Verlustübernahme entstandenen Forderung gegen Gesellschafter innerhalb der Forderungen gegen verbundene Unternehmen.

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Angaben zur Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Der Jahresabschluss wurde unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit erstellt.

Im Hinblick auf bestandsgefährdende Risiken verweisen wir auf die Ausführung im Lagebericht unter „4.1 Risikobericht“, Unterabschnitt „Bestandsgefährdendes Risiko“.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Entgeltlich erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu den Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Auf den Ansatz selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wird gemäß § 248 Abs. 2 Satz 1 HGB verzichtet.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Geringwertige Wirtschaftsgüter im Grenzwert von EUR 250 bis EUR 800 wurden als Sammelposten zusammengefasst und werden über eine Dauer von 5 Jahren abgeschrieben.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Die Nutzungsdauern betragen zwischen 3 und 13 Jahre.

Innerhalb der Finanzanlagen wurden Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten und Ausleihungen an verbundene Unternehmen zum Nennwert angesetzt. Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert angesetzt und unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Die liquiden Mittel - Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten - sind zum Nennwert bewertet.

Als Rechnungsabgrenzungsposten sind auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag angesetzt.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet und in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Forderungen und Verbindlichkeiten, die ursprünglich auf fremde Währung lauteten, wurden zum Devisenkassamittelkurs am Entstehungstag bewertet. Sicherungsmaßnahmen gegen Verluste aus Währungsgeschäften wurden nicht getroffen.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden beibehalten werden.

III. Angaben zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der Vermögensgegenstände des Anlagevermögens in der Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 wird im Anlagenspiegel dargestellt, der diesem Anhang beigefügt ist.

Umlaufvermögen

Die gesamten Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände belaufen sich auf T€ 28.993 (Vj. T€ 19.652) und haben, bis auf sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von T€ 77 (Vj. T€ 182) (Kautionen und hinterlegte Sicherheiten), eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen T€ 1.348 (Vj. T€ 2.067) und die sonstigen Vermögensgegenstände T€ 294 (Vj. T€ 580).

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 27.351 (Vj. T€ 17.005) enthalten insbesondere Forderungen aus der Verlustübernahme gegen die Productsup Holding SE in Höhe von T€ 11.942 (Vj. T€ 14.238) sowie kurzfristige Darlehen gegen die Productsup Corp., New York City, in Höhe von T€ 1.391 (Vj. T€ 529), Productsup Pty., Sydney, in Höhe von T€ 404 (Vj. T€ 417) und Productsup India Ltd., Bangalore, in Höhe von T€ 149 (Vj. T€ 41).

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von T€ 2.652 (Vj. T€ 1.303) beinhalten im Wesentlichen Urlaubsrückstellungen in Höhe von T€ 290 (Vj. T€ 391), Rückstellungen für ausstehende Rechnungen T€ 726 (Vj. T€ 655) sowie Rückstellungen für Personalkosten (Boni) in Höhe von T€ 1.609 (Vj. T€ 247).

Verbindlichkeiten

Restlaufzeit
Gesamt < 1 Jahr >1 Jahr > 5 Jahre
Alle Angaben in T€
Verb. aus Lieferungen und Leistungen 699 699 0 0
(Vj. 582 582 0 0)
Verb. ggü. verbundenen Unternehmen 25.406 12.654 12.752 0
(Vj. 23.898 8.981 0 14.917
Sonstige Verbindlichkeiten 696 696 0 0
(Vj. 595 595 0 0)
26.801 14.049 12.752 0

Sämtliche Verbindlichkeiten sind unbesichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen in Höhe von T€ 17.936 (Vj. T€ 18.696) Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin, davon entfallen T€ 12.752 (Vj. T€ 14.917) auf ein langfristiges Darlehen, sowie T€ 5.184 auf kurzfristige Verbindlichkeiten, die sich aus der konsolidierten Umsatzsteuer bzw. aus innerbetrieblichen Verrechnungen ergeben.

Die Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 7.470 (Vj. T€ 5.202) gegenüber Schwestergesellschaften bestehen vollständig aus innerbetrieblichen Verrechnungen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von T€ 391 (Vj. T€ 383) sowie Verbindlichkeiten aus der sozialen Sicherheit in Höhe von T€ 153 (Vj. T€ 86).

Die passiven Rechnungsabgrenzungen weisen Einnahmen von Kunden vor dem Abschlussstichtag in Höhe von T€ 2.556 (Vj. T€ 2.214) aus, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, da die Leistungserbringung noch aussteht.

IV. Angaben zur Gewinn -und Verlustrechnung

Die periodenfremden Erträge beliefen sich im Berichtsjahr auf T€ 32 (Vorjahr: T€ 146) und resultieren im Wesentlichen aus erstatteten Betriebskosten im Zusammenhang mit Mietverhältnissen. Die periodenfremden Aufwendungen erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr auf T€ 477 (Vorjahr: T€ 271). Wesentlicher Bestandteil war hierbei ein Aufwand aus dem Verrechnungspreisvertrag mit Schwestergesellschaften in Höhe von T€ 416, der dem Geschäftsjahr 2022 zuzurechnen ist.

Außergewöhnliche Aufwendungen im Berichtsjahr entfallen in Höhe von T€ 1.488 auf Restrukturierungsaufwendungen.

Aus der Anwendung des Mindeststeuergesetzes ergeben sich keine Auswirkungen auf die Gesellschaft

V. Sonstige Angaben

Arbeitnehmer

Während des Geschäftsjahres wurden im Unternehmen durchschnittlich 153 Arbeitnehmer beschäftigt.

Product & Technology 41
Marketing 19
Sales 30
Business Development 3
Solutions 28
Finance & Legal 10
Operations 5
General & Adminstrative 4
People & Culture 13
Total 153

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus Mietverträgen bestehen folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen:

Mietverpflichtungen in T€
bis zu 1 Jahr 543
mehr als 1 Jahr und bis zu 5 Jahre 1.872
mehr als 5 Jahre 0
Gesamt 2.415

Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte

Am Abschlussstichtag lagen keine außerbilanziellen Geschäfte im Sinne des § 285 Nr. 3 HGB vor.

Konzernzugehörigkeit

Die Products Up GmbH wird in den Konzernabschluss der Productsup Holding SE, mit Sitz in Berlin, einbezogen. Die Productsup Holding SE stellt den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis der Unternehmen auf. Der Abschluss wird im Unternehmensregister bekannt gemacht.

Geschäftsführung

Herr Johannis Hatt, Potsdam (ab 30.12.2024), Kaufmann

Herr Dr. Ulrich Lewerenz, Berlin (ab 08.04.2025), Kaufmann

Herr Vincent Peters, Bruchem (NL) (bis 14.05.2025), Kaufmann

Herr Stefan Sonntag, München (bis 14.05.2025), Kaufmann

Herr An Bui, Stuttgart (ab 16.05.2022 bis 17.07.2023), Kaufmann

Herr James Gunn-Almond, San Josep (ES) (ab 01.07.2023 bis 16.05.2024), Kaufmann

Die Geschäftsführer beziehen kein Gehalt vom Unternehmen, sondern sind Angestellte des Mutterunternehmens (Productsup Holding SE).

Ergebnisverwendung

Mit Wirkung zum 01.04.2017 wurde ein Ergebnisabführungs- und Beherrschungsvertrag mit der Productsup Holding SE geschlossen.

Nachtragsbericht

Die Productsup Holding SE, Berlin, hat gegenüber der Gesellschaft eine Patronatserklärung abgegeben, in welcher sie sich verpflichtet der Gesellschaft ausreichend finanzielle Mittel zur Verfügung zu stellen, damit diese ihre finanziellen Verpflichtungen erfüllen kann. Die Patronatserklärung ist erstmalig zum 30. September 2026 kündbar und betragsmäßig nicht begrenzt.

Es bestehen keine weiteren wesentlichen Ereignisse nach Ende des Geschäftsjahres mit Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Berlin, den 27.06.2025

Johannis Hatt

Dr. Ulrich Lewerenz

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2023

1. Grundlagen

1.1 Geschäftsmodell

Die Products Up GmbH, Berlin („Productsup“ oder die „Gesellschaft“) ist ein Tochterunternehmen der Productsup Holding SE, Berlin, und wird in den Konzernabschluss der Muttergesellschaft einbezogen.

Die Gesellschaft befasst sich mit der Entwicklung und dem Vertrieb einer Cloud-basierten Software („SaaS“) Plattform, die es den Kunden erlaubt, weltweit Marketing- und Verkaufsaktivitäten zentral zu überwachen und zu steuern. Productsup ist die Product-to-Consumer (P2C)-Plattform, die sämtliche Produkt-Content-Journeys ihrer Kunden verwaltet und gleichzeitig Verbindungen zwischen Marken, Einzelhändlern, Marktplätzen und ihren Verbrauchern ermöglicht und fördert. Die Productsup P2C- Plattform verarbeitet mehr als 2 Billionen Produkte pro Monat in über 170 globalen Märkten.

Die SaaS-Plattform ist ISO 27001 zertifiziert und entspricht den regulatorischen Anforderungen der DSGVO sowie CCPA.

Darüber hinaus erbringt die Gesellschaft Dienstleistungen für andere Konzernunternehmen.

Die Aktivitäten der Gesellschaft im Berichtsjahr waren darauf ausgerichtet, die internen Strukturen, Prozesse und Abläufe auszubauen und zu verbessern und bestehende Technologie weiterzuentwickeln und um Kernfunktionalitäten zu erweitern. Den Kunden der Products Up GmbH stehen insgesamt sechs unterschiedliche Produkte zur Verfügung. Mittelfristig ist weiterhin geplant, die verschiedenen sich ergänzenden Plattformen in einer einheitlichen technologischen Plattform zu integrieren.

1.2 Forschung und Entwicklung

Das Unternehmen unterhält eine eigene Forschungs- und Entwicklungsabteilung, wobei auch Leistungen Dritter in Anspruch genommen werden.

Im Geschäftsjahr 2023 wurde die Entwicklung des Marketplace-Moduls vorangetrieben und die Integration zu Amazon weiter verbessert. Die Entwicklungsumgebung für weitere Channel Connections (CDE) wurde erfolgreich weitergeführt und es wurden bereits erste Schnittstellen darauf entwickelt. Darüber hinaus wurden bestehende Module kontinuierlich verbessert und neue Features gemäß den Anforderungen der Kunden der Gesellschaft integriert.

Im Jahr 2023 wurden auch die Al Funktionen in der Platform, wie automatisches Mapping, weiterentwickelt und an ersten Konzepten zur Einbindung von Large Language Models (LLMs) wie OpenAl in die Plattform geforscht. Darüber hinaus wurden im Jahr 2023 auch die Grundlagen zur Entwicklung der Productsup Next Gen Platform gelegt und bereits erste Entwicklungen zur Erweiterung der Plattform zur effizienteren Speicherung von Produktdaten in hohen Volumina unternommen.

Die eigenentwickelte Software wird nicht aktiviert. Der Faktoreinsatz der Softwareproduktion beträgt etwa 80 Prozent der Lohnkosten der Softwareentwickler des Unternehmens.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Das Jahr 2023 war durch eine Vielzahl von Unsicherheiten geprägt. Der Krieg in der Ukraine führt weiterhin zu großen Unsicherheiten im Markt, gestiegenen Energie- und Lebensmittelpreisen und infolgedessen zu einer immer noch hohen Inflation, gefolgt von einer restriktiven Geldpolitik der Zentralbanken.1

Das Bruttoinlandsprodukt ist im Jahr 2023 in Deutschland laut statistischem Bundesamt um 0,3 % gesunken.2 Höhere Tarifabschlüsse und die Erhöhung des Mindestlohns führten zu gestiegenen Nettolöhnen (5,5 %)3 , die zum Teil von der Inflationsrate von 2,8 % kompensiert wurde.4 Die weltweite Inflation lag bei durchschnittlich 6,9 %.5

Im Vergleich zur gesamtwirtschaftlichen Lage ist das Wachstum im SaaS Bereich, dem Geschäftsumfeld von Productsup, nach wie vor überdurchschnittlich hoch. Laut Schätzungen von Statista wächst der globale SaaS-Umsatz um etwa 20 % von Jahr zu Jahr.6 Als global agierendes Unternehmen geht Productsup von sehr guten Zukunftsaussichten aus, da nahezu alle Unternehmen ihre Digitalisierungsstrategien weiter konsequent ausbauen und im Handel mit Produkten auf neue Softwarearchitektur umstellen.

Wie schon in den letzten Jahren unterliegt die wirtschaftliche Entwicklung aber weiterhin auch Risiken, die sich negativ auf das deutsche, europäische und weltweite Wirtschaftswachstum auswirken können. Genannt seien hier der bestehende Krieg in der Ukraine, internationale Handelskonflikte sowie der Nahost-Krieg, der seit Oktober 2023 herrscht.

2.2 Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Im Jahr 2023 zeigt der Onlinehandel wieder ein leichtes Umsatzwachstum von 1 % nach dem starken Rückgang in 2022.7 Da über 65 % der Kunden von der Products Up GmbH im Sektor Retail und Manufacturing sind, waren diese besonders von der Krise, infolge des Ukrainekrieges, im Jahr 2022 und 2023 betroffen. Der rückläufige Umsatz bei diesen Kunden wirkte sich negativ auf die Marketingbudgets aus, was wiederum die Umsatzentwicklung des Unternehmens beeinträchtigte.

1 Die Lage der Weltwirtschaft zum Ende des Jahres 2022, BMWk, Dezember 2022, Seite 4
2 Jahreswirtschaftsbericht 2024, BMWi, Februar 2024, Seite 21
3 Jahreswirtschaftsbericht 2024, BMWi, Februar 2024, Seite 168
4 Jahreswirtschaftsbericht 2023, BMWi, Februar 2023, Seite 21
5 Die Lage in der Weltwirtschaft zum Ende des Jahres 2023, BMWk, November 2023, Onlineversion
6 Statista Research Departement, 06.06.2024 "prognose zur Wachstumsrate des SaaS_Umsatzes weltweit bis 2025
7 HDE, Online Monitor 2024, IFH Köln, Seite 6

Trotz dieser Herausforderungen verzeichneten unternehmensnahen Dienstleister, zu denen sich auch Productsup zählt, im Jahr 2023 eine Umsatzsteigerung von 2,0 %.8

2.3 Geschäftsverlauf

Im Geschäftsjahr 2023 zeichnete sich der Geschäftsverlauf durch entscheidende Entwicklungen aus:

Die Eindämmung potenziell negativer Auswirkungen des Russland-Ukraine-Krieges;

Einleitung gezielter Restrukturierungsmaßnahmen zur nachhaltigen Optimierung der Kostenstruktur

Die Products Up GmbH misst den Geschäftserfolg in 2023 an der Umsatzentwicklung, konkret an den wiederkehrenden Umsätzen aus Abonnement-Verträgen und dem Jahresergebnis.

Zum Zeitpunkt der Vorjahresprognose ging die Geschäftsleitung von einem Umsatzwachstum von 10 % aus, sowie einem negativen Jahresergebnis von T€ 9.670 aus. Auch wenn die tatsächliche Ertragslage unter der Vorjahresprognose liegt, ist der Geschäftsverlauf insgesamt für das Geschäftsjahr 2023 als positiv einzustufen. Die wirtschaftlichen Unsicherheiten und unerwarteten Marktbedingungen führten im Jahr 2023 zu einem insgesamt verhaltenen Umsatzwachstum von 4 %, das hinter den optimistischen Prognosen aus dem Vorjahr zurückblieb. Dank kontinuierlicher Lagebeurteilung und frühzeitig eingeleiteter Gegenmaßnahmen konnte jedoch ein deutlich verbessertes Jahresergebnis erzielt werden - mit einer Verbesserung um 16 % im Vergleich zum Vorjahr, auch wenn es mit T€ 11.942 unter den ursprünglichen Prognosewerten lag.

Das Jahr war außerdem geprägt von kontinuierlichen Verbesserungen bestehender Module, die gezielt an den Bedürfnissen der Kunden ausgerichtet wurden. Gleichzeitig wurden die Kl-Funktionen der Plattform, wie etwa das automatische Mapping von Produktdaten, weiterentwickelt. Zudem hat das Unternehmen erste Konzepte zur Integration von Large Language Models (LLMs) wie OpenAI erarbeitet. Damit strebt das Unternehmen auch in den kommenden Jahren an, ein innovativer und zukunftssicherer Software-Partner im Product-to-Consumer (P2C) Geschäft zu bleiben.

3. Lage des Unternehmens: Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

3.1 Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2023 lagen die Umsatzerlöse mit T€ 17.833 um 4 % über dem Niveau des Vorjahres (Vj: T€ 17.193). Rund 40 % der Erlöse wurden im Inland (Deutschland) erzielt. Auf Regionen außerhalb der Europäischen Union entfielen 27 % der Umsätze, wobei der Schwerpunkt auf Großbritannien und der Schweiz lag. Weitere wesentliche Absatzmärkte innerhalb der EU waren die Niederlande, Frankreich, Schweden und Österreich. Damit entfielen 33 % der Umsätze auf die EU-Region ohne Deutschland.

8 Umsatz im Dienstleistungsbereich 2022, Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 085 vom 7. März 2023, Pressemitteilung Nr. 085 vom 6. März 2024Seite 2

Die Aufwendungen für bezogene Leistungen beliefen sich im Berichtsjahr auf T€ 303 (Vorjahr: T€ 80). Der Anstieg ist im Wesentlichen auf eine Lizenzgebühr für ein externes Modul zurückzuführen, das von einigen Kunden genutzt wird.

Die durchschnittliche Anzahl der Beschäftigten verringerte sich im Berichtsjahr auf 153 (Vj. 174). Trotz des Personalabbaus stiegen die Personalaufwendungen aufgrund von Restrukturierungskosten um T€ 1.488 von T€ 16.554 im Vorjahr auf T€ 17.307 an.

Die Abschreibungen betrugen T€ 402 (Vj. T€ 160). Der Anstieg ergibt sich aus Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen T€ 14.095 (Vj. T€ 16.757). Sie beinhalten hauptsächlich Marketingkosten in Höhe von T€ 1.646 (Vj. T€ 2.554), Fremdleistungskosten in Höhe von T€ 3.404 (Vj. T€ 5.382) sowie Kosten für Software und Lizenzen in Höhe von T€ 1.851 (Vj. T€ 1.603). Die Kosten für Webhosting betrugen T€ 702 (Vj. T€ 730) und die Raumkosten T€ 691 (Vj. T€ 686).

Das EBITDA (Ergebnis vor Abschreibung, Zinsen und Steuern) beträgt T€ -11.337 (Vj. T€ -13.589). Die Verbesserung des EBITDA ist auf einen leichten Anstieg der Umsatzerlöse sowie in erster Linie auf erzielte Kosteneinsparungen zurückzuführen. Die Zinsaufwendungen reduzierten sich um T€ 292 auf T€ 285. Diese Entwicklung resultiert im Wesentlichen aus der vollständigen Rückzahlung des Darlehens bei der Deutschen Handelsbank im Jahr 2022.

Die Erträge aus Verlustübernahme beliefen sich auf T€ 11.942 (Vorjahr: T€ 14.238).

3.2 Nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Die Unternehmenskultur ist für Productsup ein zentraler Bestandteil, um ein professionelles, attraktives und produktives Umfeld für die Mitarbeitenden zu schaffen. Die manifestierten Unternehmenswerte sind fester Bestandteil im Recruiting und regelmäßigen Gesprächen mit den Mitarbeitenden. Damit kann die Products Up GmbH ein motivierendes Umfeld bieten und Mitarbeitende langfristig an sich binden. Products Up GmbH investiert zudem in die Qualifikation, Weiterentwicklung und die Gesundheit der Belegschaft.

3.3 Finanzlage

Die Liquidität des Unternehmens wird aufgrund monatlicher Analysen geplant und gesteuert. Nachfolgend werden die Cashflows analysiert:

(Angaben in T€) 01.01. bis 31.12.2023 01.01. bis 31.12.2022
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit -2.952 678
Cashflow aus der Investitionstätigkeit 649 -295
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -2.472 3.743
Veränderung der Liquidität -4.775 4.126

Bestehende Zahlungsverpflichtungen konnten jederzeit und uneingeschränkt erfüllt werden. Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt im Wesentlichen über Intercompany-Darlehen der Productsup Holding (SE).

3.4 Vermögenslage

Die immateriellen Vermögensgegenstände betragen T€ 5 (Vj. T€ 4), das Sachanlagevermögen T€ 282 (Vj. T€ 381), davon entfallen T€ 83 auf geleistete Anzahlungen (Vj. T€ 44). Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen belaufen sich auf T€ 3.261 (Vj T€ 4.215).

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen T€ 1.348 (Vj. T€ 2.067). Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen stiegen von T€ 17.005 im Vorjahr auf T€ 27.351. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus dem Ergebnisabführungsvertrag zwischen der GmbH und der SE.

Der Kassenbestand und das Guthaben bei Kreditinstituten belaufen sich auf T€ 302 (Vj. T€ 5.077).

Die Rückstellungen betragen T€ 2.676 (Vj. T€ 1.388). T€ 2.651 entfallen auf sonstige Rückstellungen (Vj. T€ 1.303), insbesondere für den Personalbereich. Die Steuerrückstellungen betragen T€ 25 (Vj. T€ 85).

Die Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 26.801 (Vj. T€ 25.075) beinhalten hauptsächlich Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 25.406 (Vj. T€ 23.898). Die Darlehen der Gesellschafter sind mit einem Rangrücktritt gesichert.

Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ist aus unserer Sicht solide.

4. Risiko- und Chancenbericht

4.1 Risikobericht

Bestandsgefährdendes Risiko

Der Jahresabschluss wurde unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit erstellt.

Für das am 31. Dezember 2023 endende Geschäftsjahr erwirtschaftete die Gesellschaft negative operative Cashflows. Bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses hält die Generierung negativer operativer Cashflows aufgrund des Ausbaus der Geschäftstätigkeit weiterhin an. Im Prognosezeitraum plant die Gesellschaft mit der Erzielung positiver operativer Cashflows, hat diese Planungsannahmen jedoch bis zum Aufstellungszeitraum noch nicht realisieren können. Daher besteht das Risiko, dass die Gesellschaft im Falle zukünftiger Planabweichungen auf die Zuführung weiterer finanziellen Mittel angewiesen ist.

Die Productsup Holding SE, Berlin, hat gegenüber der Gesellschaft eine Patronatserklärung abgegeben, in welcher sie sich verpflichtet, der Gesellschaft ausreichend finanzielle Mittel zur Verfügung zu stellen, damit diese ihre finanziellen Verpflichtungen erfüllen kann. Die Patronatserklärung ist erstmalig zum 30. September 2026 kündbar und betragsmäßig nicht begrenzt.

Zur Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit im Prognosezeitraum und damit zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit ist die Gesellschaft daher von der finanziellen Unterstützung der Productsup Holding SE, Berlin, abhängig, sofern die der Liquiditätsplanung zugrunde liegenden Prämissen nicht eintreten beziehungsweise weiterhin wesentlich unterschritten werden.

Personalrisiko

Für die Erreichung der zukünftigen Unternehmensziele ist Products Up GmbH auf qualifizierte Mitarbeitende angewiesen. Der anhaltende Fachkräftemangel am Arbeitsmarkt stellt eine Herausforderung dar, der das Unternehmen durch gezielte Maßnahmen begegnet. Hierzu zählen insbesondere Investitionen in die Arbeitgeberattraktivität (Employer Branding) sowie die Rekrutierung von Fachkräften im Ausland. Trotz dieser Aktivitäten besteht weiterhin das Risiko einer unzureichenden personellen Ressourcenverfügbarkeit, was potenziell das zukünftige Wachstum beeinträchtigen könnte.

Personalkosten stellen aufgrund des hohen Personaleinsatzes einen wesentlichen Kostenfaktor dar. Um dem entgegenzuwirken, liegt ein Schwerpunkt auf der Realisierung von Skaleneffekten durch Produktivitätssteigerungen im Zuge des Unternehmenswachstums.

Das Risiko einer unzureichenden Personalausstattung wird im Vergleich zu den Vorjahren jedoch als reduziert eingeschätzt. Hintergrund ist ein im Geschäftsjahr 2023 durchgeführtes Reorganisationsprogramm, im Rahmen dessen die Mitarbeiterzahl angepasst und nur kritische Positionen nachbesetzt wurden.

Der Ausfall von Schlüsselpersonen im Unternehmen wird als mittleres Risiko bewertet. Durch einen systematischen Know-how-Transfer sowie den gezielten Ausbau sekundärer und tertiärer Führungsebenen werden diese Risiken wirksam mitigiert und insgesamt als gering eingestuft.

Preisrisiko

In wirtschaftlich schwächeren Phasen steigt der Preisdruck in der SaaS-Industrie deutlich an. Viele Unternehmen reduzieren ihre Marketingbudgets und suchen verstärkt nach kosteneffizienten Lösungen. Dies führt zu einem intensiveren Wettbewerb unter SaaS-Anbietern, wodurch sich der Druck auf die Preisgestaltung erhöht - sowohl zur Kundengewinnung als auch zur Kundenbindung. Einige Wettbewerber verfolgen dabei eine aggressive Preispolitik, um Marktanteile zu gewinnen.

Die Productsup Gruppe begegnet diesem Preisdruck erfolgreich durch eine klare Differenzierung ihres Angebots. Durch zusätzlichen Mehrwert, der über marktübliche Standardlösungen hinausgeht, gelingt es, sich vom Wettbewerb abzuheben und den Preisdruck weitgehend zu kompensieren.

Insgesamt wird das Risiko aus preisbezogenem Wettbewerbsdruck als mittel eingestuft. Für die zukünftige Preisentwicklung wird von einem insgesamt stabilen Preisniveau ausgegangen.

Finanzielle Risiken

Es besteht grundsätzlich das Risiko, dass einzelne Kundenforderungen nicht beglichen werden, was sich negativ auf die Liquidität auswirken kann. Im Vergleich zu den Vorjahren war im Jahr 2023 eine rückläufige Zahlungsmoral bei einzelnen Kunden zu beobachten, was sich in einem Anstieg der Außenstände widerspiegelte. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, hat das Unternehmen einen neuen, optimierten Mahnprozess implementiert. Dieser zielt auf eine frühzeitige Identifikation und Bearbeitung offener Forderungen ab und soll Zahlungsausfälle künftig weiter minimieren. Trotz der angespannten Rahmenbedingungen blieben die tatsächlichen Ausfälle bislang überschaubar. Auch für die kommenden Jahre wird - unter Berücksichtigung der ergriffenen Maßnahmen - von einem insgesamt stabilen Zahlungsverhalten ausgegangen.

Eine Abhängigkeit von einzelnen Großkunden liegt nicht vor. Der Kundenstamm besteht zu einem großen Teil aus international tätigen Großunternehmen mit langjähriger Erfahrung in Markenführung und im eCommerce-Bereich, was sich positiv auf die Zahlungsstabilität auswirkt.

Zinsrisiken werden als gering eingeschätzt, da nur in geringem Umfang Bankverbindlichkeiten bestehen. Ein im Jahr 2024 gewährtes Darlehen aus dem Gesellschafterumfeld stellt aufgrund seiner Laufzeit und Ausgestaltung ein mittleres Risiko dar.

Wettbewerbsrisiko

Aufgrund der hohen Markteintrittsbarrieren, ausgelöst durch die Notwendigkeit einer jahrelangen, kundennahen Entwicklung der Plattform des Unternehmens, schätzt das Management das Risiko kurzfristiger bzw. mittelfristiger neuer Wettbewerber als gering ein.

Das Unternehmen hat derzeit eine Mehrzahl an Wettbewerbern, sowohl national als auch international. Die Wettbewerber sind i. d. R. deutlich weniger international aufgestellt und können aufgrund eines fehlenden Plattform-Ansatzes nur Insellösungen anbieten. Dennoch besteht ein mäßiges Risiko, dass die Wettbewerber künftig ihre Produktpalette erweitern und Technologien verbessern werden.

Technologische Risiken

Als Softwareanbieter hängt der Unternehmenserfolg maßgeblich von der Sicherheit, Stabilität und Performance der Software ab. Auch wenn das Risiko eines Ausfalls der Plattformen durch verschiedenste Maßnahmen (z. B. Qualitätsmanagement, Load- und Penetrationstests) bestmöglich reduziert wird, kann ein solcher niemals vollständig ausgeschlossen werden. Auch Hackerangriffe stellen für Productsup ein potentielles Risiko dar, das durch geeignete IT-Sicherheitsmaßnahmen (z.B. Firewalls) mitigiert wird. Die Products Up GmbH arbeitet ausschließlich mit zertifizierten Hosting- Anbietern zusammen und hält durch die ISO-Zertifizierung und den damit verbundenen Anforderungen ein ausreichendes internes Audit vor.

Aus Kundenverträgen ergeben sich für Products Up GmbH zudem teilweise Haftungs- und Gewährleistungsrisiken sowie das Risiko von Pönalen z. B. für die Nichteinhaltung von zugesicherten Service-Levels. Durch geeignete Qualitätssicherungsmaßnahmen und etablierte Supportprozesse werden diese Risiken bestmöglich mitigiert.

4.2 Chancenbericht

Ausbau der Plattform, auch durch M&A Aktivitäten

Die eigene Forschungs- und Entwicklungsabteilung wird auch weiterhin an dem Ausbau der Plattform arbeiten. Dies schließt potenzielle M&A-Aktivitäten ein, um komplementäre Technologien zu erwerben und die Plattform weiter zu stärken. Zusätzlich plant Productsup verstärkt den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI), um das Funktionsspektrum zu erweitern und einen noch höheren Mehrwert für die Kunden zu schaffen.

Global agierende Kunden

Die zunehmenden Anforderungen sowie die wachsende Komplexität bei global agierenden Kunden bieten der Productsup Gruppe signifikante Wachstumschancen. Die Plattform ist darauf ausgelegt, diese Herausforderungen effizient zu bewältigen und stellt damit einen klaren Wettbewerbsvorteil dar.

Im Gegensatz zu vielen Wettbewerbern, die häufig nur punktuelle Insellösungen anbieten, bzw. geographisch beschränkte Lösungen anbietet, ermöglicht Productsup eine ganzheitliche und integrierte Betreuung der vielfältigen Kundenbedarfe. Diese Fähigkeit zur umfassenden Problemlösung stärkt die Positionierung im Markt und eröffnet Potenziale zur Erweiterung bestehender Kundenbeziehungen sowie zur Gewinnung neuer internationaler Kunden.

Ausbau des Bereichs "Enterprise Sales"

Eine vielversprechende strategische Chance besteht in der stärkeren Fokussierung auf Enterprise- Kunden anstelle des bisherigen Schwerpunkts auf High-Velocity-Geschäftsmodelle. Durch die gezielte Ansprache großer Unternehmen eröffnen sich Möglichkeiten zur Etablierung langfristiger und belastbarer Geschäftsbeziehungen. Solche Partnerschaften bieten nicht nur Potenzial für nachhaltiges Umsatzwachstum, sondern auch für eine stabile und strategisch gefestigte Marktpositionierung.

Gesamtaussage

Die Gesellschaft hat ein bestandsgefährdendes Risiko aufgrund der Abhängigkeit von der Muttergesellschaft Productsup Holding SE identifiziert.

Hinsichtlich der operativen Risiken ist das Wettbewerbsumfeld ein wesentlichen Einflussfaktor für den Geschäftserfolg der Productsup Gruppe. Ein intensiverer Wettbewerb geht in der Regel mit steigendem Preisdruck einher, weshalb eine kontinuierliche Marktbeobachtung und Wettbewerbsanalyse unerlässlich ist. Die Productsup Gruppe begegnet diesem Risiko durch den strategischen Ausbau ihrer Plattform sowie die Erschließung zusätzlicher Umsatzquellen. Dies erfolgt primär durch die Weiterentwicklung bestehender Technologien und Funktionalitäten.

Eine Überprüfung der aktuellen Lage hat ergeben, dass im Berichtszeitraum keine wesentlichen unternehmensspezifischen Risiken im Bereich Wettbewerb identifiziert wurden.

Allerdings wirken sich verschiedene gesamtwirtschaftliche Entwicklungen potenziell belastend auf die Marktbedingungen aus. Hierzu zählen insbesondere der seit Februar 2022 andauernde Krieg in der Ukraine, die Eskalation der Lage im Nahen Osten seit Oktober 2023 sowie die rapide gestiegene Zinslandschaft. Diese Faktoren führen zu erhöhten Energie- und Rohstoffpreisen, gestörten Lieferketten sowie einer insgesamt verhaltenen Investitionsbereitschaft im B2B-Umfeld. Auch das Konsumverhalten im eCommerce-Sektor ist von Zurückhaltung geprägt. Die Productsup Gruppe beobachtet diese Entwicklungen fortlaufend und bewertet die daraus resultierenden Marktrisiken als relevant, jedoch derzeit beherrschbar.

Die kontinuierliche Optimierung interner Strukturen und Prozesse ermöglicht eine flexible und bedarfsgerechte Anpassung an ein dynamisches Marktumfeld. Nach eigener Einschätzung befindet sich die Productsup Gruppe in einer zukunftsorientierten und starken Position. Die Plattform gilt aus Unternehmenssicht als technologisch führend und besonders gut auf die Anforderungen der Kunden ausgerichtet.

Die fortlaufende Marktbeobachtung und die Fähigkeit zu schnellen, strategischen Anpassungen - sei es durch Eigenentwicklungen, gezielte M&A-Aktivitäten oder die Erschließung neuer Märkte und Kundensegmente - tragen dazu bei, frühzeitig auf Veränderungen zu reagieren. Diese proaktive Herangehensweise stärkt aus Sicht des Unternehmens die Wettbewerbsfähigkeit und unterstützt eine nachhaltige, erfolgreiche Entwicklung.

Mit der Marktpositionierung sieht die Products Up GmbH große Chancen, einen signifikanten Anteil des wachsenden Marktes in Europa zu gewinnen. Zudem bietet die Erweiterung der Produktpalette und der Vertrieb über die Tochtergesellschaften im Ausland (Lizenzgeschäft) weiterhin großes Marktpotenzial.

5. Prognosebericht

Im Jahr 2024 weist das Unternehmen ein Umsatzwachstum von ca. 4% und aufgrund weiterer Kosteneinsparungen eine deutliche Verbesserung auf ein leicht negatives Jahresergebnis vor.

Durch nachhaltiges Wachstum, dem Ausbau vorhandener Produkte sowie die neue Go-to-Market- Strategie mit dem Ziel, Vertriebs- und Marketingkanäle neu zu definieren, geht die Geschäftsführung davon aus, dass die hohe Wachstumsdynamik der vergangenen Jahre auch für 2025 und die darauffolgenden Jahre fortgesetzt und die positive Unternehmensentwicklung verstetigt werden kann.

Die vorstehenden Aussagen sind unterlegt durch eine ausführliche Umsatz-, Ertrags- und Finanzplanung für das Geschäftsjahr 2025 und die darauffolgenden Jahre. Der Konzern prognostiziert für das Jahr 2025 eine positive Geschäftsentwicklung mit einem leichten Umsatzrückgang und einem positiven Jahresergebnis sowie positiven Cashflow.

 

Berlin, den 27.06.2025

Products Up GmbH

Johannis Hatt

Dr. Ulrich Lewerenz

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Products Up GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Products Up GmbH, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Products Up GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir verweisen auf die Angaben in dem Abschnitt „II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden“, Unterabschnitt „Angaben zur Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit“ des Anhangs sowie in dem Abschnitt „4.1 Risikobericht“, Unterabschnitt „Bestandsgefährdendes Risiko“ des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass die Gesellschaft für das am 31. Dezember 2023 endende Geschäftsjahr negative operative Cashflows erwirtschaftete. Bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses hält die Generierung negativer operativer Cashflows aufgrund der Anlaufphase der Geschäftstätigkeit weiterhin an. Im Prognosezeitraum plant die Gesellschaft mit der Erzielung positiver operativer Cashflows, hat diese Planungsannahmen jedoch bis zum Aufstellungszeitraum noch nicht realisieren können. Daher besteht das Risiko, dass die Gesellschaft im Falle der anhaltenden Planabweichungen im Prognosezeitraum auf die Zuführung zusätzlicher finanzieller Mittel angewiesen ist.

Die Productsup Holding SE, Berlin, hat gegenüber der Gesellschaft eine Patronatserklärung abgegeben, in welcher sie sich verpflichtet der Gesellschaft ausreichend finanzielle Mittel zur Verfügung zu stellen, damit diese ihre finanziellen Verpflichtungen erfüllen kann. Die Patronatserklärung ist erstmalig zum 30. September 2026 kündbar und betragsmäßig nicht begrenzt. Zur Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit im Prognosezeitraum und damit zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit ist die Gesellschaft daher von der finanziellen Unterstützung der Productsup Holding SE, Berlin, abhängig, sofern die der Liquiditätsplanung zugrunde liegenden Prämissen nicht eintreten beziehungsweise weiterhin wesentlich unterschritten werden.

Damit wird auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hingewiesen, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt.

Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Berlin, 27. Juni 2025

EY GmbH & Co. KG
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