Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 189103
Eingetragen
30.11.2010
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Bekleidung und BekleidungszubehörTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von sonstigen TextilienGroßhandel mit Textilien
Gegenstand
Vermittlungstätigkeit sowie Handel und Vertrieb von Textilien, Bekleidung, Accessoires und Schmuck aller Art sowie Parfüms, und aller damit zusammenhängenden Dienstleistungen sowieAnmietung und/oder Erwerb von Räumlichkeiten zur Präsentation und/oder zum Vertrieb der vorgenannten Sachen und Dienstleistungen

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Dario Pipitone
seit 31.3.2023
Prokura
Riccardo Stefanelli
seit 31.3.2023
Prokura
Michael Meyer
seit 31.3.2023
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Brunello Cucinelli Europe S.R.L.ITA
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Brunello Cucinelli Europe S.R.L.
Italy
200.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Brunello Cucinelli GmbH

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

I. Grundlagen des Unternehmens

Die italienische Brunello Cucinelli-Gruppe ist einer der führenden internationalen Anbieter für DOB-, HAKA-, Kinder- und Lifestyle-Produkte im absoluten Luxussegment "made in Italy". Unter der Marke "Brunello Cucinelli" vertreibt Sie Fashion mit allerhöchstem Anspruch an Qualität und Leistung mit großem Gespür für Innovation und neue Trends, die immer der Tradition und den Werten des Unternehmens folgen.

Die Brunello Cucinelli Group agiert weltweit unter Beachtung höchster Standards hinsichtlich Design, Qualität und Ausstattung der Stores und legt im Rahmen des strategischen Customer Experience großen Wert auf ein unvergessliches Einkaufserlebnis und exklusiven Kundenservice.

Die Brunello Cucinelli GmbH gehört zur Brunello Cucinelli-Gruppe. Sie betreibt mit 33 Mitarbeitern erfolgreich exklusiv und individuell ausgestattete Monobrand-Stores für Designermode, Schuhe, Taschen und Accessoires im Luxussegment an den relevanten fünf Top-Standorten in Deutschland, d. h. Stores in Berlin, Hamburg, Düsseldorf, Frankfurt a.M. und München.

Mit Wirkung zum 1. Januar 2023 wurde die Brunello Cucinelli Retail GmbH, Düsseldorf, bisher eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichtes Hamm unter HRB 7409, verschmolzen. Die Eintragung in das Handelsregister erfolgte am 31. März 2023. Die Übernahme der Vermögensgegenstände und Schulden erfolgte zu Buchwerten. Die Werte des Vorjahres sind aufgrund der Verschmelzung nur bedingt vergleichbar.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Luxusmodebranche unterliegt den gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen, die maßgeblichen Einfluss auf das Konsumverhalten und die Geschäftsaussichten haben. In den letzten Berichtsperioden verzeichnete die Gesamtwirtschaft eine stabile Wachstumsrate von rd. 3 Prozent (Quelle: OECD, Economic Outlook Februar 2024; im Folgenden als "OECD" zitiert). Diese positive Entwicklung spiegelte sich auch in der Luxusmodebranche wider, da die Konsumentenbereitschaft für hochwertige Produkte und exklusive Marken weiterhin zunahm.

Im Jahr 2023 hat die Modeindustrie erneut eine bemerkenswerte Resilienz bewiesen. Insbesondere der Bereich des Luxussegments hat das Wachstum durch Preiserhöhungen angetrieben und die Schwächen anderer Segmente teilweise ausgeglichen. Obwohl die globale Modeindustrie im kommenden Jahr vor vielen Herausforderungen steht - vor allem aufgrund von Volatilität und makroökonomischen Entwicklungen -, erwartet beispielsweise die Unternehmensberatung Bain & Company ein globales Wachstum von 4 Prozent. Nach Einschätzungen von Bain & Company wird sich das globale Wachstum des Luxussegments 2024 voraussichtlich auf 8 bis 10 % belaufen (Studie von Bain und Company Altagamma, 18. Januar 2024; im Folgenden als "Bain & Co. zitiert).

Der Luxussektor profitierte im Berichtsjahr von einem starken globalen Wirtschaftswachstum, insbesondere in aufstrebenden Märkten, wo eine wachsende Zahl von wohlhabenden Konsumenten eine steigende Affinität zu Luxusgütern zeigte. Trotz dieser positiven Trends ist es wichtig, die Unsicherheit aufgrund geopolitischer Spannungen und möglicher Handelskonflikte zu berücksichtigen, da diese den internationalen Luxusgütermarkt beeinflussen könnten.

Die Inflationsrate bewegte sich im Berichtszeitraum im Zielkorridor von rd. 6 % mit rückläufiger Tendenz, was grundsätzlich auf eine effektive Geldpolitik und sich stabilisierende Preise hinweist. Das wirtschaftliche Umfeld begünstigt den Konsum hochpreisiger Artikel, während die Währungsentwicklung insgesamt stabil war, jedoch potenzielle Auswirkungen auf Importkosten haben könnte (Quelle: OECD).

Branchenbezogene Rahmenbedingungen:

Die Luxusmodebranche zeichnet sich durch spezifische Faktoren aus, die ihre Dynamik prägen. Technologische Entwicklungen spielen eine entscheidende Rolle in Bezug auf E-Commerce, personalisierte Einkaufserlebnisse und digitale Marketingstrategien. Der Einsatz von künstlicher Intelligenz und Augmented Reality verändert die Art und Weise, wie Luxusmode präsentiert und verkauft wird.

Rechtliche Rahmenbedingungen, insbesondere in Bezug auf Marken- und Urheberrechte, haben einen erheblichen Einfluss auf die Branche. Der Schutz von Designs und Marken ist entscheidend, um die Exklusivität der angebotenen Produkte zu wahren.

Der Wettbewerb in der Luxusmodebranche ist intensiv und wird durch etablierte Luxusmarken sowie neue, aufstrebende Designer geprägt. Eine differenzierte Positionierung und eine klare Markenidentität sind entscheidend, um in diesem Wettbewerbsumfeld erfolgreich zu sein.

Veränderungen in der Verbrauchernachfrage erfordern eine kontinuierliche Anpassung der Produktangebote. Die Konsumenten legen verstärkt Wert auf Nachhaltigkeit, Ethik und Authentizität, was die Notwendigkeit betont, diese Aspekte in die Unternehmensstrategie zu integrieren.

Zusammenfassend spiegeln die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen eine positive Entwicklung wider, während die Luxusmodebranche vor Herausforderungen steht, die durch technologische Innovationen, rechtliche Anforderungen, intensiven Wettbewerb und sich wandelnde Verbraucherpräferenzen geprägt sind. Es ist ratsam, diese Entwicklungen genau zu verfolgen und eine strategische Ausrichtung zu wählen, die sowohl den aktuellen Marktbedingungen als auch zukünftigen Trends gerecht wird.

2. Geschäftsverlauf und Ertragslage

Das am 31. Dezember 2023 endende Geschäftsjahr war für die Brunello Cucinelli-Gruppe mit einem Umsatzwachstum von 23,9 % im Vergleich zum Vorjahr ein weiteres, erfolgreiches und bedeutendes Geschäftsjahr.

Folgende Aspekte haben in 2023 eine zentrale Rolle gespielt:

• Exklusivität; einer der wichtigsten Faktoren für absoluten Luxus, und die daraus resultierende Nachfrage nach limitieren und sehr hochwertigen Produkten.

• Fokussierung auf die Positionierung im obersten Segment des Luxussektors, verbunden mit einem Angebot, das sich durch die sehr hochwertige Verarbeitung der Produkte auszeichnet.

• Anerkennung von Brunello Cucinelli als Luxus-Lifestyle-Marke mit einer unverwechselbaren Ausrichtung, die zurückhaltend und elegant zugleich ist.

• Verleihung prestigeträchtiger internationale Auszeichnungen an Brunello Cucinelli ("Neiman Marcus Fashion Award" im März in Paris und "GQ Designer of the Year 2023" im Dezember in China)

• das Gleichgewicht zwischen den verschiedenen Vertriebskanälen, d. h. Online und stationärer Handel; Wholesale und Retail sowie die weltweite Präsenz der Marke.

Die folgenden Aussagen sind unter Berücksichtigung der Tatsache, dass die Vorjahresdaten zu Vergleichszwecken die Zahlen von Brunello Cucinelli GmbH und Brunello Cucinelli Retail Deutschland enthalten.

Das Rohergebnis verbesserte sich um 1,2 Mio. € auf 9,9 Mio. € (+13,5 %). Damit folgt die Gesellschaft dem Trend der Luxusbranche, dass trotz der geopolitischen und makroökonomischen Rahmenbedingungen wie Ukraine-Krieg, Inflation und Energiekriese höhere Umsätze verzeichnet werden konnten.

Der Personalaufwand ist um rd. 9 % auf 2,6 Mio. € gestiegen. Dies ist insbesondere dem gestiegenen Lohnniveau für exzellente Store Mitarbeiter in den Großstädten geschuldet.

Gleichermaßen sind die sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Vergleich zum Vorjahr deutlich erhöht (6,6 Mio. €, Vj.: 5,6 Mio. €). So haben sich in diesem Zusammenhang insbesondere die Mieten und Nebenkosten für die Stores erhöht. Diese Teuerung ist eine Folge der Indexierung und der Tatsache geschuldet, dass die Stores sich an Top Standorten befinden, an denen das Mietniveau analog zur allgemeinen Marktentwicklung kontinuierlich steigt.

Die konzerninternen Geschäftsbeziehungen orientieren sich am Fremdvergleichsgrundsatz (ein anerkanntes Prinzip, das von der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) unterstützt wird). Zur Sicherstellung der Angemessenheit der Verrechnungspreise kommt neben anderen OECD-Kriterien die sog. TNMM zur Anwendung. Als Konsequenz des oben genannten Ansatzes weist das Geschäftsjahr 2023 ein positives Ergebnis vor Steuern von ca. 0,3 Mio. € hervor, einschließlich einer Belastungsanzeige in Höhe von ca. 1 Mio. €, die BC SpA dem Unternehmen als EBIT-Anpassung ausgestellt hat.

Da die Veränderung aller anderen Aufwendungen geringen Umfangs ist, gelang es im Berichtsjahr, ein Ergebnis i.H.v. 157,3 TEuro zu erwirtschaften. Damit liegt das Ergebnis in etwa auf dem Niveau des Vorjahres (131,1 TEuro). Der Geschäftsverlauf im Jahre 2023 war aus Sicht der Geschäftsleitung insgesamt zufriedenstellend. Die Ergebnisprognose aus dem Vorjahr konnte erfüllt werden.

3. Vermögenslage

Das Anlagevermögen stieg durch die Verschmelzung und den Investitionen auf 2.156,4 TEuro und macht 22% der Bilanzsumme aus. Die Gesellschaft hat im Berichtsjahr Investitionen von insgesamt 513 TEuro in Betriebs- und Geschäftsausstattung getätigt.

Die Vorräte haben sich von konsolidiert 5.331,9 TEuro auf 6.165,0 TEuro verändert. Ursächlich hierfür ist der gewachsene Kundenanspruch an eine große Auswahl in einem exklusiven Flagshipstore.

Die Eigenkapitalquote liegt auf dem Niveau des Vorjahres (27,6 %; Vj.: 27,4%). Absolut ist das Eigenkapital auf 2.754,9 TEuro gestiegen.

Der Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und der gegen verbundene Unternehmen korrespondiert zum Anstieg des Vorratsvermögens sowie der Materialaufwendungen.

Alle angefallenen finanziellen Verpflichtungen wurden fristgerecht erfüllt.

4. Finanzlage

Die Gesellschaft verfügt zum Stichtag über "Cash & Cash Equivalents" in Höhe von 0,9 Mio. €.

Die Finanzierung erfolgt über eine konzerninterne Finanzschuld von ca. 2,1 Mio. €.

Die Liquidität der Gesellschaft war auch im abgeschlossenen Geschäftsjahr aufgrund der vorhandenen liquiden Mittel, des Cash-Flows und des abgerufenen Investitionsdarlehens jederzeit gewährleistet.

Im Zuge des Wareneinkaufs werden Lieferantenkredite in Anspruch genommen.

5. Finanzielle Leistungsindikatoren

Die Unternehmenssteuerung erfolgt über die Kosten- und Leistungsrechnung. Für die Filialbetriebe erfolgt auf diese Weise eine Margen- und Ergebniskontrolle.

Die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft hat sich trotz der wirtschaftlichen Einschränkungen weiter positiv entwickelt.

III. Prognosebericht

Der Prognosebericht ab dem Jahr 2024 für die Luxusmodebranche erfordert eine sorgfältige Analyse der zu erwartenden Entwicklungen auf gesamtwirtschaftlicher Ebene sowie branchenspezifischer Dynamiken. Die Prognose stützt sich auf die vorliegenden Daten und Trends, um eine fundierte Einschätzung der zukünftigen Lage der Branche zu ermöglichen.

Die wirtschaftliche Entwicklung zu Beginn des Jahres 2024 war wie im Vorjahr durchweg positiv und entspricht den Erwartungen der Geschäftsführung.

Gesamtwirtschaftliche Prognose:

In Bezug auf die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen wird erwartet, dass die positive Wachstumstendenz in der Weltwirtschaft auch die Luxusmodebranche beeinflussen wird. Das prognostizierte Wirtschaftswachstum von jährlich rd. 3 Prozent deutet darauf hin, dass die Konsumentenbereitschaft für hochwertige Luxusgüter weiterhin steigen wird. Insbesondere in aufstrebenden Märkten könnte eine zunehmende Kaufkraft dazu führen, dass der Luxussektor weiter expandiert.

Die Inflationsrate wird voraussichtlich stabil im Zielkorridor von unter 5 Prozent bleiben, was auf eine fortgesetzte effektive Geldpolitik hindeutet. Die rückläufigen Zinssätze könnten den Konsum von Luxusgütern begünstigen, während die Währungsentwicklung trotz möglicher Schwankungen insgesamt stabil bleibt (Quelle: OECD).

Dennoch sollte die Branche die Unsicherheit im Zusammenhang mit geopolitischen Spannungen und Handelskonflikten berücksichtigen, da diese Faktoren Auswirkungen auf den internationalen Luxusgütermarkt haben könnten.

Branchenspezifische Prognose:

Technologische Entwicklungen: Die Prognose deutet darauf hin, dass technologische Innovationen weiterhin die Art und Weise beeinflussen werden, wie Luxusmode präsentiert und verkauft wird. Die Integration von künstlicher Intelligenz, Virtual Reality und personalisierten Einkaufserlebnissen wird entscheidend für den Erfolg in der Branche sein.

Rechtliche Rahmenbedingungen: Eine verstärkte Fokussierung auf Marken- und Urheberrechte wird erwartet. Unternehmen müssen ihre Designs und Marken schützen, um die Exklusivität ihrer Produkte zu wahren. Veränderungen in den rechtlichen Rahmenbedingungen erfordern eine laufende Anpassung der Strategien.

Wettbewerb: Der Wettbewerb in der Luxusmodebranche wird voraussichtlich intensiv bleiben. Etablierte Marken und aufstrebende Designer werden weiterhin um Marktanteile kämpfen. Eine klare Markenidentität, Differenzierung und innovative Ansätze sind entscheidend, um in diesem anspruchsvollen Umfeld erfolgreich zu sein.

Verbrauchernachfrage: Die Prognose zeigt, dass die Verbrauchernachfrage sich weiterentwickelt, wobei Nachhaltigkeit, Ethik und Authentizität an Bedeutung gewinnen. Unternehmen müssen ihre Angebote entsprechend anpassen, um den veränderten Verbraucherpräferenzen gerecht zu werden.

Die Geschäftsleitung rechnet mit einem Anstieg des Rohergebnisses. Es wird eine leichte Ergebnisverbesserung in 2024 gegenüber 2023 erwartet.

IV. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

Die wichtigsten Risiken und Unwägbarkeiten des Marktes, auf dem sich die Brunello Cucinelli-Gruppe befindet und die mit einem bestimmten Handelsunternehmen wie der Brunello Cucinelli GmbH verbunden sind, können in den folgenden Punkten zusammengefasst werden.

Marktrisiken, insbesondere:

- Der Luxusmarkt und insbesondere der absolute Luxussektor, in dem die Brunello Cucinelli GmbH tätig ist, ist hart umkämpft. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass neue Marken oder solche, die bereits in anderen Segmenten der Luxusmärkte tätig sind, in Zukunft im absoluten Luxussegment positioniert werden und damit zu direkten Wettbewerbern des Unternehmens werden.

- Die Präsenz der Gruppe auf mehreren internationalen Märkten setzt sie Risiken aus, die unter anderem mit den geopolitischen und makroökonomischen Bedingungen der Länder, in denen sie tätig ist, und mit möglichen Veränderungen dieser Bedingungen zusammenhängen. Der Umsatz kann durch eine Vielzahl von Ereignissen beeinflusst werden, wie z. B. Marktinstabilität, Naturkatastrophen oder gesellschaftspolitische Umwälzungen. Das Eintreten dieser schwer vorhersehbaren Ereignisse könnte sich negativ auf die Nachfrage nach Luxusgütern in einem bestimmten Land auswirken oder zu einem Rückgang der Touristenströme führen, was sich negativ auf die Wachstumsaussichten des Konzerns auswirkt.

- Operative Risiken, insbesondere die Risiken im Zusammenhang mit dem Betrieb bestehender direkt betriebener Filialen (DOS), ergeben sich hauptsächlich aus den Schwierigkeiten bei der Verlängerung von Mietverträgen, der Forderung nach höheren Mieten und geringeren Umsätzen. Die Erhöhungen der Fixkosten, die sich aus der Eröffnung neuer DOS ergeben, gehen möglicherweise nicht mit einer ausreichenden Steigerung der Einnahmen einher.

Generell können Unsicherheiten hinsichtlich der Marktentwicklung (z. B. Konjunktur, Mitbewerber, Preise) die Erreichung der angestrebten Ziele beeinflussen. Grundsätzlich sehen wir keine wesentlichen Ertragsrisiken in den konjunkturellen Einflüssen aufgrund der aktuellen politischen Lage in der Ukraine.

Bei allen Chancen, die eine zunehmende Digitalisierung von Geschäftsprozessen und der Einsatz entsprechender Technik birgt, hat sich jedoch auch die Risikolage potenzieller IT-Ausfälle deutlich intensiviert. Hierbei zeigt sich eine deutlich erhöhte Frequenz von Cyber-Angriffen auf die Infrastruktur von Unternehmen und Organisationen.

Für den Fortbestand der Brunello Cucinelli GmbH, München, sind derzeit keine gefährdenden Risiken erkennbar.

2. Chancenbericht

Laut Bain & Company beträgt der Umsatz im Markt für persönliche Luxusgüter, zu denen auch Kleidung gehört, in 2023 voraussichtlich etwa 362 Mrd. Euro und wird damit um rd. 4 % zu 2022 wachsen. Allerdings deuten die aktuellen Prognosen auch auf eine Verlangsamung der Performance persönlicher Luxusgüter im Jahr 2024 hin. Für 2024 sagt die Beratungsgesellschaft Bain & Company ein wechselkursbereinigtes Wachstum von 1 % bis 4% voraus.

Die Prognose für die Luxusmodebranche ab dem Jahr 2024 ist geprägt von positiven gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen, die sich auf das Wachstum des Luxussektors auswirken werden. Gleichzeitig erfordert die branchenspezifische Dynamik eine proaktive Anpassung an technologische Innovationen, rechtliche Anforderungen, intensiven Wettbewerb und sich wandelnde Verbraucherpräferenzen. Eine strategische Ausrichtung, die auf den prognostizierten Trends basiert, wird Unternehmen helfen, in diesem anspruchsvollen Umfeld erfolgreich zu agieren.

Die Geschäftspolitik der Brunello Cucinelli GmbH, die auf einer konsequenten Ausrichtung auf Stores in 1a-Lagen an Top-Standorten und einem hochwertigen Angebot an Designermode und Luxusartikeln basiert, hat sich als richtig erwiesen. Die Gesellschaft wird daher diese Strategie konsequent weiterverfolgen und so auch zukünftig die Chancen des Luxusmarktes nutzen, Krisensituationen zu bewältigen und weiter erfolgreich zu agieren.

 

Düsseldorf, 23. Februar 2024

Brunello Cucinelli GmbH

gez. Michael Meyer, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 2.156.398,33 1.253.162,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 256.341,00 171.396,00
II. Sachanlagen 1.900.057,33 1.081.766,00
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.594.079,00 1.081.766,00
2. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 305.978,33
B. Umlaufvermögen 7.810.425,77 2.822.149,77
I. Vorräte 6.164.986,50 1.853.110,40
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 795.121,72 446.837,24
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 850.317,55 522.202,13
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.997,93 37,42
D. Aktive latente Steuern 0,00 100.400,00
Aktiva 9.968.822,03 4.175.749,19

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 2.754.934,63 1.240.365,17
I. Gezeichnetes Kapital 200.000,00 200.000,00
II. Kapitalrücklage 1.357.253,56
III. Gewinnvortrag 1.040.365,17 1.005.042,86
IV. Jahresüberschuss 157.315,90 35.322,31
B. Rückstellungen 271.157,20 183.677,00
C. Verbindlichkeiten 6.860.546,90 2.675.883,50
1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 5.024.963,03 2.114.770,21
2. sonstige Verbindlichkeiten 1.835.583,87 561.113,29
D. Rechnungsabgrenzungsposten 82.183,30 75.823,52
Passiva 9.968.822,03 4.175.749,19

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 9.857.189,71 3.590.279,36
2. Personalaufwand 2.579.338,79 686.748,22
a) Löhne und Gehälter 2.185.408,32 610.375,01
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 393.930,47 76.373,21
davon für Altersversorgung 493,63 262,80
3. Abschreibungen 355.806,84 171.250,40
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 355.806,84 171.250,40
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 6.558.262,45 2.617.573,92
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 250,02 12,23
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 9,71
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 20.621,22 12.121,22
davon an verbundene Unternehmen 20.621,22 12.121,22
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 185.844,51 67.273,00
davon Aufwendungen aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 100.400,00 50.400,00
8. Ergebnis nach Steuern 157.315,90 35.322,31
9. Jahresüberschuss 157.315,90 35.322,31

Anhang

I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die Brunello Cucinelli GmbH hat ihren Sitz in München, sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts München unter B 189103 eingetragen. Die Geschäftsanschrift ist in Düsseldorf.

Mit Wirkung zum 1. Januar 2023 wurde die Brunello Cucinelli Retail GmbH, Düsseldorf, bisher eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichtes Hamm unter HRB 7409, verschmolzen. Die Eintragung in das Handelsregister erfolgte am 31. März 2023.

Die Übernahme der Vermögensgegenstände und Schulden erfolgte zu Buchwerten. Die Werte des Vorjahres sind aufgrund der Verschmelzung nur bedingt vergleichbar.

II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss der Brunello Cucinelli GmbH ist für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt worden. Für die Gewinn- und Verlustrechnung ist wie bisher das Gesamtkostenverfahren gewählt worden.

Größenabhängige Erleichterungen bei der Erstellung (§§ 266 Abs. 1, 276, 288 HGB) des Jahresabschlusses wurden teilweise in Anspruch genommen.

Der vorliegende Jahresabschluss ist grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungsgrundsätze nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt worden (§§ 265 Abs. 1 Satz 2, 266 ff. HGB).

III. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Das Anlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige, nutzungsbedingte Abschreibungen und soweit notwendig außerplanmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen werden linear vorgenommen. Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Zugangsjahr pro rata temporis abgeschrieben. Bei der Bemessung der Nutzungsdauer sind betriebliche Erfahrungen sowie als Orientierungshilfe die amtlichen AfA-Tabellen berücksichtigt worden. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten über 150,00 Euro bis zu 1.000,00 Euro werden im Anlagevermögen erfasst und sofort abgeschrieben; bis zu einem Betrag von 150,00 Euro werden diese sofort als Aufwand verbucht.

Unter den Vorräten sind die Waren grundsätzlich mit den Anschaffungskosten angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennwert oder niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag bilanziert; alle erkennbaren Ausfallrisiken werden durch Einzel- bzw. Pauschalwertberichtigungen berücksichtigt.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert bilanziert.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Auszahlungen für Ausgaben im Folgejahr.

Aktive latente Steuern wurden gemäß § 274 Abs. 1 Satz 4 HGB auf Verlustvorträge gebildet.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen angemessen und ausreichend. Ungewisse Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften werden in Höhe der voraussichtlichen Inanspruchnahme passiviert.

Die Verbindlichkeiten werden zum Nennwert bzw. dem höheren Erfüllungsbetrag angesetzt.

IV. Erläuterungen zur Bilanz

Angabe zu Vorjahreswerten

Aus der Verschmelzung ergeben sich folgende Vorjahreswerte in der Bilanz:

Bilanzposition Buchwert Buchwert Buchwert
Brunello Cucinelli GmbH Brunello Cucinelli Retail Deutschland GmbH Brunello Cucinelli GmbH nach Verschmelzung
31.12.2022
Euro
31.12.2022
Euro
31.12.2022
Euro
AKTIVA
A. I. Immaterielle Vermögensgegenstände 171.396,00 5.140,00 176.536,00
A. II. Sachanlagevermögen 1.081.766,00 741.317,00 1.823.083,00
B. I. Vorräte 1.853.110,40 3.478.816,47 5.331.926,87
B. II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 446.837,24 612.062,88 1.058.900,12
B. III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 522.202,13 472.734,24 994.936,37
C. Rechnungsabgrenzungsposten 37,42 2.555,78 2.593,2
D. Aktive latente Steuern 100.400,00 0,00 100.400,00
PASSIVA
A. Eigenkapital 1.240.365,17 1.357.253,56 2.597.618,73
B. Rückstellungen 183.677,00 303.244,18 486.921,18
C. Verbindlichkeiten 2.675.883,50 3.652.128,63 6.328.012,13
D. Rechnungsabgrenzungsposten 75.823,52 0,00 75.823,52
Bilanzsumme 4.175.749,19 5.312.626,37 9.488.375,56

Anlagevermögen

Die Gliederung und die Entwicklung des Anlagevermögens sind im folgenden Anlagenspiegel dargestellt.

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand 01.01.2023
Euro
Zugänge aus Verschmelzung
Euro
Zugänge
Euro
Stand 31.12.2023
Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 241.327,92 19.932,39 108.095,62 369.355,93
241.327,92 19.932,39 108.095,62 369.355,93
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.583.193,78 2.942.241,51 108.962,22 4.634.397,51
2. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 10.450,00 295.528,33 305.978,33
1.583.193,78 2.952.691,51 404.490,55 4.940.375,84
Summe 1.824.521,70 2.972.623,90 512.586,17 5.309.731,77
Abschreibungen
Stand 01.01.2023
Euro
Zugänge aus Verschmelzung
Euro
Zugänge
Euro
Stand 31.12.2023
Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 69.931,92 14.792,39 28.290,62 113.014,93
69.931,92 14.792,39 28.290,62 113.014,93
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 501.427,78 2.211.374,51 327.516,22 3.040.318,51
2. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0
501.427,78 2.211.374,51 327.516,22 3.040.318,51
Summe 571.359,70 2.226.166,90 355.806,84 3.153.333,44
Buchwerte
31.12.2023
Euro
31.12.2022
Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 256.341,00 171.396,00
256.341,00 171.396,00
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.594.079,00 1.081.766,00
2. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 305.978,33 0
1.900.057,33 1.081.766,00
Summe 2.156.398,33 1.253.162,00

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 4 Teuro enthalten.

Eigenkapital

Die Kapitalrücklage betrifft das Eigenkapital (bestehend aus Stammkapital und Gewinnvorträgen) der auf den 1. Januar 2023 verschmolzenen Brunello Cucinelli Retail GmbH.

Sonstige Rückstellungen

In den sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen Beträge für ausstehende Rechnungen und Ansprüche der Beschäftigten enthalten.

Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben Restlaufzeiten von unter einem Jahr.

In den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden mit 977 TEuro (Vorjahr: 188 TEuro) Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin ausgewiesen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen ausschließlich Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin und entfallen mit 2.942 TEuro (Vorjahr: 890 TEuro) auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

V. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Angabe zu Vorjahreswerten

Aus der Verschmelzung ergeben sich folgende Vorjahreswerte in der Gewinn- und Verlustrechnung:

Position Brunello Cucinelli GmbH 1.1.-31.12.2022
Euro
Brunello Cucinelli Retail Deutschland GmbH 1.1.-31.12.2022
Euro
Brunello Cucinelli GmbH nach Verschmelzung 1.1.-31.12.2022
Euro
Rohergebnis 3.590.279,36 5.090.917,52 8.681.196,88
Personalaufwand -686.748,22 -1.678.634,99 -2.365.383,21
Abschreibungen -171.250,40 -254.642,00 -425.892,4
Sonstige betriebliche Aufwendungen -2.617.573,92 -2.974.936,94 -5.592.510,86
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 9,71 0,00 9,71
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -12.121,22 -8.500,00 -20.621,22
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -67.273,00 -78.409,07 -145.682,07
Jahresüberschuss 35.322,31 95.794,52 131.116,83

VI. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen; davon sind 3.923 TEuro innerhalb eines Jahres fällig, 13.009 TEuro haben eine Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren und 3.005 p.a. haben eine Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren.

Anzahl der Arbeitnehmer

Die Gesellschaft hatte in 2023 durchschnittlich 33 Angestellte.

Gesellschaftsorgane

Als Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr 2023 bestellt:

Herr Michael Meyer, Düsseldorf, Textilbetriebswirt, Gesamtgeschäftsführer (seit 31.03.2023)

Herr Riccardo Stefanelli, Corciano-Ellera/Italien, Gesamtgeschäftsführer (bis zum 31.03.2023)

Herr Moreno Ciarapica, Perugia/Italien, Gesamtgeschäftsführer (bis zum 31.03.2023)

Ergebnisverwendung

Es wird vorgeschlagen, das Jahresergebnis und den Gewinnvortrag auf neue Rechnung vorzutragen.

Konzernzugehörigkeit

Die Brunello Cucinelli GmbH wird in den Konzernabschluss der Brunello Cucinelli S.p.A., Solomeo/Italien einbezogen. Die Muttergesellschaft ist im Registro delle Imprese of Perugia unter R.E.A. PG 0165936 registriert.

 

Düsseldorf, 23. Februar 2024

Brunello Cucinelli GmbH

sonstige Berichtsbestandteile

 

Düsseldorf, 23. Februar 2024

gez. Michael Meyer

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 23.02.2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Brunello Cucinelli GmbH, München

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Brunello Cucinelli GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Brunello Cucinelli GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Hinweis auf einen sonstigen Sachverhalt - Erstprüfung

Der Jahresabschluss der Gesellschaft Brunello Cucinelli GmbH, München, für das vorhergehende Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022, der die Grundlage für die Vergleichsangaben im Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 bildet, wurde zulässigerweise nicht geprüft. Unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 ist diesbezüglich nicht modifiziert.

Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von dem gesetzlichen Vertreter zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Unna, den 23. Februar 2024

Dr. Biller TreuConsult GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Andreas Biller, Wirtschaftsprüfer

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