Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 65992
Vorher
GfEM Gesellschaft für Energiemanagement mbH
Eingetragen
8.9.2004
Branche
Herstellung von TurbinenHerstellung von handgeführten Werkzeugen mit MotorantriebHerstellung von Dampfkesseln und Kesseln zum Erzeugen von überhitztem Wasser
Gegenstand
Die Herstellung, der Vertrieb und Service von Produkten auf den Gebieten der dezentralen Energieversorgung und Umwelttechnik sowie des Maschinen- und Anlagenbaus einschließlich Betriebsführung, die Beteiligung an Unternehmen, die auf dem Gebiet der Energietechnik oder der Energieversorgung tätig sind, sowie das Investieren, Planen, Bauen und Betreiben von energietechnischen Anlagen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Björn Benno Roder
seit 11.12.2025
Geschäftsführer
Prokura
Michael Urbansky
seit 10.8.2016
Prokura
Sven Krüger
seit 1.7.2013
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Berlin [Grüner Weg 23, 14109 Berlin]
992.191 €
88.89%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

SES Energiesysteme GmbH

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

I. Allgemeine Angaben und Erläuterungen

Die Angaben zur Identifikation der Gesellschaft lt. Registergericht lauten wie folgt:

Firmenname lt. Registergericht: SES Energiesysteme GmbH
Firmensitz lt. Registergericht: Berlin
Registereintrag: Handelsregister, AG Charlottenburg
HRB 65992 B

Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgte nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) in der Fassung vom 22.12.2023. Die Gesellschaft weist zum 31. Dezember 2023 die Größenmerkmale einer mittelgroßen GmbH im Sinne von § 267 Abs. 2 HGB auf.

Für die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Von der Möglichkeit der Anwendung von § 265 Abs. 8 HGB wurde Gebrauch gemacht und Leerposten sowohl in der Bilanz als auch in der Gewinn- und Verlustrechnung nicht aufgeführt.

Den einzelnen Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung sind gemäß § 265 (2) HGB die entsprechenden Beträge des vorhergehenden Geschäftsjahres gegenübergestellt.

Die Prinzipien der Bewertungsstetigkeit (§ 252 Abs. 1 Nr. 6 HGB) und der Darstellungsstetigkeit (§ 265 Abs. 1 HGB) sind grundsätzlich beachtet worden.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Bewertung und Bilanzierung erfolgte unter Beachtung der allgemeinen Bewertungsvorschriften der §§ 252 bis 256a HGB sowie unter Berücksichtigung der besonderen Ansatz- und Bewertungsvorschriften für Kapitalgesellschaften (§§ 268 bis 274 und 277 HGB). Sie ist gegenüber dem Vorjahr unverändert geblieben.

Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit den Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet worden. Das Saldierungsgebot des § 246 Abs. 2 S. 2 HGB ist beachtet worden.

Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorangegangenen Geschäftsjahres überein. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet.

Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen Abschlussstichtag und Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind.

Gewinne sind nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert worden sind. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden.

Die Bilanzierungsgrundsätze blieben gegenüber dem Vorjahr unverändert.

In Vorjahren vorgenommene Abschreibungen und Abwertungen wurden, soweit zulässig, bei allen Vermögensgegenständen beibehalten.

Die Bewertung der Vermögens- und Schuldposten trägt allen erkennbaren Risiken nach den Grundsätzen vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung Rechnung.

Die Immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet. Der Wertverzehr wird durch planmäßige Abschreibungen, entsprechend den nach steuerlichen Grundsätzen ermittelten Nutzungsdauern, erfasst.

Die Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten bzw. niedrigerem Wert am Bilanzstichtag angesetzt.

Bei den Vorräten wurden die unfertigen Leistungen mit ihren Herstellungskosten bewertet. In den Herstellungskosten sind angemessene Teile der Gemeinkosten enthalten. Der Bestand an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen wurde mit den Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von niedrigeren Wiederbeschaffungskosten sowie Reichweitenabschläge angesetzt.

Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde möglichen Risiken durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen (T€ 27) und Pauschalwertberichtigungen (T€ 10) Rechnung getragen.

Die übrigen Aktiva sind zu Nennwerten angesetzt.

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag angesetzt.

Der Wertansatz der sonstigen Rückstellungen berücksichtigt alle erkennbaren Risiken auf der Grundlage vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind gemäß § 253 Abs. 2 HGB abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem beigefügten Anlagenspiegel ersichtlich.

Die Finanzanlagen betreffen die Anschaffungskosten von einer Beteiligung an einer Kapitalgesellschaft (0,49 €) sowie Genossenschaftsanteilen (T€ 1). Die im Vorjahr ausgewiesenen Kapitalanlagen (Aktien und Rentenfonds) wurden im Geschäftsjahr veräußert.

Bei den unfertigen Leistungen handelt es sich um die bis zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 bereits erbrachten Leistungen für Aufträge bzw. Projekte sowie um weiter zu belastende Gewährleistungsarbeiten, die im Jahr 2024 abgeschlossen bzw. abgerechnet werden.

Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultieren in Höhe von 2.460 T€ aus einem im Jahr 2021 gewährtem Darlehen mit einer Laufzeit bis zum 31. Dezember 2024.

Die sonstigen Vermögensgegenstände betreffen im Wesentlichen Ansprüche aus Forderungen gegen Gesellschafter (T€ 917), Steuerguthaben (T€ 26), debitorische Kreditoren (T€ 16), aus Bonuszahlungen (T€ 57), Reisekostenvorschüsse an Mitarbeiter (T€ 12) und Kautionen (T€ 7).

Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren bestehen am Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 nicht.

Das Stammkapital beträgt unverändert T€ 1.116 und ist in mehrere Geschäftsanteile aufgeteilt.

Die Steuerrückstellungen wurden für die voraussichtliche Gewerbesteuerzahlung für das Jahr 2023 gebildet.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Aufwendungen für Anlagenbau und Service (T€ 1.429), Aufwendungen für Personal (T€ 203), Rückstellungen für Pönalen (T€ 24), Gewährleistungen (T€ 86), Aufwendungen für Wartungsleistungen (T€ 234) sowie Beratungs- und Prüfungskosten (T€ 24).

Bei den erhaltenen Anzahlungen handelt es sich um die bis zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 erhaltenen Anzahlungen aus den der Gesellschaft erteilten Aufträgen. Die hierfür bis zum Stichtag 31. Dezember 2023 bereits erbrachten Leistungen sind in den Unfertigen Leistungen enthalten.

Die sonstigen Verbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus den Umsatzsteuer-Voranmeldungen 2023 (T€ 1.055), Verbindlichkeiten aus Warenlieferungen mit Rechnungslegung 2023 (T€ 66), Verbindlichkeiten aus Körperschaftsteuer (T€ 39) sowie Lohn- und Kirchensteuerverbindlichkeiten 2022 (T€ 57).

Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren bestehen am Bilanzstichtag nicht.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind mit den marktüblichen Eigentumsvorbehalten versehen.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Periodenfremde Aufwendungen und Erträge wurden jeweils innerhalb der jeweiligen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. In den periodenfremden Aufwendungen sind nachlaufenden Kosten für Versicherungsschäden in Höhe von T€ 112 enthalten. Periodenfremde Erträge sind im Hinblick auf die Beurteilung der Ertragslage von untergeordneter Bedeutung.

V. Sonstige Angaben

Im Geschäftsjahr 2023 waren bei der Gesellschaft durchschnittlich 99 Mitarbeiter beschäftigt. Davon waren 44 gewerbliche Mitarbeiter und 55 kaufmännische/technische Angestellte.

Geschäftsführer der Gesellschaft ist

 

Sven Krüger, Berlin, technischer und kaufmännischer Geschäftsführer.

Angaben über die Gesamtbezüge der Geschäftsführung unterbleiben unter Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB.

Die Gesellschaft hat dem Geschäftsführer ein Darlehen über 250 T€ gewährt. Dieses Darlehen wird mit 2,25% p.a. verzinst. Zu Beginn des Jahres 2023 valutierte das Darlehen mit T€ 170. Im Jahr 2023 erfolgte keine Tilgung. Zum 31. Dezember 2023 besteht eine Darlehensforderung gegen den Geschäftsführer in Höhe von T€ 174.

Die wesentlichen sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverpflichtungen sowie Verträgen mit externen Anbietern betragen T€ 1.800 (davon länger als ein Jahr T€ 1.235).

Angabe des Anteilsbesitzes gemäß § 285 Nr. 11 HGB:

Gesellschaft Anteil Eigenkapital Ergebnis
KSC Kraftwerks-Service Cottbus Anlagenbau GmbH, Peitz 46,5 % 1.335 T€ -236 T€

Die Angaben zu Eigenkapital und Ergebnis wurden dem vorläufigen Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 der Beteiligungsgesellschaft entnommen.

Die SES bürgt für ein von der KSC Kraftwerk-Service Cottbus Anlagenbau GmbH eingegangene Verbindlichkeit mit einer Leasinggesellschaft zur Anschaffung eines neuen ERP-Systems. Die Bürgschaft erlaubt eine Inanspruchnahme bis zu 460 T€.

Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung, die Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben und über die an dieser Stelle zu berichten wäre, sind nach dem Bilanzstichtag nicht eingetreten.

Der Gesellschafterversammlung wird vorgeschlagen, den Jahresüberschuss in Höhe von € 381.239,07 zu 25 % auf neue Rechnung vorzutragen und 75 % als Gewinnausschüttung zu nutzen.

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Berlin, 28.03.2024

Der Geschäftsführer

gez. Sven Krüger

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNBGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die SES Energiesysteme GmbH, Berlin

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der SES Energiesysteme GmbH, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der SES Energiesysteme GmbH, Berlin, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Berlin, den 28. März 2024

BERLINER REVISIONS-AKTIENGESELLSCHAFT
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

gez. Dittrich, Wirtschaftsprüfer

LAGEBERICHT

Grundlagen des Unternehmens

Die SES Energiesysteme GmbH (SES) ist ein mittelständischer Hersteller und Dienstleister gasmotorischer Blockheizkraftwerke (BHKW) mit einer elektrischen Leistung von 50 - 4.500 kWe. Das Geschäftsmodell basiert auf der Ausführungsplanung, der Fertigung, der Inbetriebnahme und dem Service von schlüsselfertigen BHKW-Anlagen sowie einem deutschlandweit aufgestellten eigenen Servicenetzwerk.

Die SES vertreibt ihre Produkte international. Der Kernmarkt ist Deutschland. Exportmärkte befinden sich in einzelnen europäischen Ländern. Der Beschaffungsmarkt erstreckt sich im Schwerpunkt auf Deutschland, Tschechien und Polen.

Durch die Zielsetzungen als Premiumhersteller in Kombination mit der Erstellung von Turnkey- Lösungen und kundennahen Servicedienstleistungen verwirklicht die SES die Realisierung eines größtmöglichen Kundennutzens. So verfolgt die SES ihre Vision als Partner der technischen Energiewende im Anlagenbau wie im Service.

Durch ein umfassendes Produktangebot von der reinen Modullieferung bis hin zum komplexen, schlüsselfertigen Anlagenbau ist die SES ein gesuchter Partner für Kunden mit anspruchsvollen Energie-Projekten. Mit fundiertem Know-how realisiert die SES als Energie-Spezialist Aufstellungen mit komplett integrierten Dampf-, Kälte- oder Schallschutzlösungen. SES-Energieanlagen unterliegen strengen Qualitätsanforderungen und erfüllen aktuelle Richtlinien und Normen.

Energie- Anlagen aus einer Hand: Ausführungsplanung, BHKW-Fertigung, Projektmanagement, Inbetriebnahme und Anlagenservice

Leistung: 50 - 4.500 kWel

Ausführung: Kompaktmodul, BHKW-Installation im Stahl-/ Betoncontainer, Anlagenbau im Gebäude, Wärmepumpen, Power to heat

Brennstoff: Erdgas, Biogas, Klärgas, Sondergase

OEM-Partnerschaften mit MAN und MWM

Die SES setzte diese Vision im Geschäftsjahr 2023 mit durchschnittlich 99 Mitarbeitern um. Davon waren 44 gewerbliche und 55 kaufmännische/technische Mitarbeiter.

Die SES unterhält neben dem Unternehmenssitz in Berlin noch fünf weitere Betriebsstätten bzw. Serviceniederlassungen in Leipzig (Rackwitz), Hamburg (Bardowick), Berlin, Düsseldorf (Erkrath) und München (Raisting).

Am Unternehmenssitz Berlin sind die zentralen Bereiche der Geschäftsführung, das Finanzmanagement sowie die Bereichsleitungen Vertrieb, Einkauf, Projektmanagement, Konstruktion, Service und unterstützende Funktionen vertreten.

Bei der Niederlassung Leipzig (Rackwitz) handelt es sich um den Fertigungsstandort für Energieanlagen, BHKW-Aggregate und komplette Containersysteme. Daneben sind in Rackwitz die Materialwirtschaft und der Bereich Service für die Region Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen angesiedelt.

Der Servicestützpunkt Hamburg (Bardowick) betreut die von SES installierten BHKW-Anlagen in Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern. Der Servicestandort Berlin betreut das Servicegebiet Berlin/Brandenburg. Die Niederlassung München (Raisting) bedient mit seinen Servicemitarbeitern den Bereich Süddeutschland sowie Italien. Der Servicestützpunkt Düsseldorf (Erkrath) ist für die Betreuung von Westdeutschland und der Niederlande zuständig.

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen:

Der Zubau von BHKW ist im Rahmen der Klimaziele ausdrücklich von der Bundesregierung erwünscht und wird gefördert (z.B. durch das Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetz/KWKG). BHKW sind durch ihre Regelbarkeit zudem Technologiepartner der erneuerbaren Energien, da sie Netzschwankungen flexibel ausgleichen können.

Die aktuelle Krise in der Ukraine gefolgt von den preislichen und lieferzeittechnischen Verwerfungen von vielen Rohstoffen und Komponenten durch die Pandemie hat die Situation von Kunden und Lieferanten verschärft. Die Situation hat sich in Bezug auf die Lieferketten normalisiert.

Der Pandemie in Teilen des vierten Jahres wurde durch SES zügig und effizient mit vielen bereits bewährten Maßnahmen entgegengewirkt. So waren das Umstellen auf mobiles Arbeiten über eine sehr gute Ausstattung der IT, ein fest etabliertes Krisenteam für alle Standorte, Ausgabe von Masken, zur Verfügung Stellung von Desinfektionsmittel, Schnelltests, nur einige Schritte, um das Risiko zu minimieren. Im Jahr 2023 gab es im Unternehmen im Herbst und Winter einen erheblichen Anteil an erkrankten Mitarbeitern. Auf der Kundenseite gab es im gesamten Jahr einen sehr ruhigen Verlauf im Bereich der Anfragen von Kunden. Dies war bedingt durch die politische Verunsicherung im Rahmen der Wärmeplanung und die fehlende Planungssicherheit. Zum Ende des Jahres konnten jedoch einige unvermeidbare Investitionen als Aufträge bei Kunden realisiert werden. Dies wirkt sich auch positiv auf den Auftragsbestand im Anlagenbau für das Jahr 2024 aus. Der Lagerbestand wurde auf ein dem Geschäft passendes Niveau reduziert, da es im Rahmen von Pandemie und Ukraine- Krieg keine Lieferengpässe für Standard- Teile gab. Anders sah es ab Anfang 2023 mit der Lieferfähigkeit elektronischer Bauteile aus. Hier wurde durch die fehlende Verfügbarkeit von Bauteilen im Anlagenbau teilweise Komponenten umgeplant, um arbeitsfähig zu bleiben. Sowohl bei Rohstoffpreise als auch Komponenten konnte im Verlauf des Jahres eine Stagnation als auch fallende Preise beobachtet werden.

Für den Ausblick der Energieanlagenhersteller auf das Jahr 2024 lässt sich im Moment noch keine belastbare Prognose abgeben. Der Ausblick der Hersteller auf den inländischen Leistungsabsatz ist seit Anfang 2022 sehr verhalten. Die öffentlichen Diskussionen um den Klimawandel, fossile Brennstoffe und ein in Folge des Ukrainekrieges vorbereitete Gas-Mangel-Lage führen zu einer abwartenden Reaktion der Kunden in allen Bereichen. Zugleich konnten durch die enorm steigenden Energiepreise viele Stadtwerke, Energieversorger und Kontraktoren enorme Gewinne erzielen. Daraus ergab sich im Laufe des Jahres 2023 eine Änderung der Strategie und des angebotenen Portfolios, das um die Bereiche Solarthermie in der verbundenen Unternehmensgruppe, Power-to-Heat-Anlagen und Wärmepumpe erweitert wurde. Hier wurden erste Aufträge generiert und umgesetzt. Die neuen Bereiche Wärmepumpe und Power-to-Heat halten zum Jahreswechsel einen Anteil am Auftragsbestand von ca. 50 %.

Der wichtigste Absatzmarkt der SES im Jahr 2023 war weiterhin der Inlandsmarkt. Die Auslastung im Anlagenbau war im gesamten Jahr gut. Der Zugriff auf Leihpersonal war nicht notwendig. Hier helfen erste Synergien in der Unternehmensgruppe.

Auch im Jahr 2023 setzte sich die positive Entwicklung der letzten Jahre im Bereich Liquidität fort. Durch Anzahlungsvereinbarungen und durch Bürgschaften abgelöste Sicherheitseinbehalte konnte die Liquidität jederzeit aufrechterhalten werden. Im wöchentlichen Forderungsmanagement zeigt die Zusammenarbeit mit den Fachbereichen und einer sehr guten Qualität in allen Bereichen sehr positive Auswirkungen auf die Zahlungsmoral der Kunden.

Der Personalstamm im Jahr 2023 war im kaufmännischen Bereich leicht gesunken. Insgesamt waren am 31.12.2023 bei SES 99 Mitarbeiter (Vorjahr: 103) beschäftigt.

Die Gesamtleistung lag unter dem Vorjahreswert. Im ersten Halbjahr war der Auftragseingang im Anlagenbau auf Grund der politischen Entwicklung im In- und Ausland sehr verhalten. Der gute Auftragsbestand, den die SES aus 2022 in das Jahr 2023 mitgenommen hatte, gewährte dem Anlagenbau eine ausreichende Auslastung. Der Rohertrag stieg im Vergleich zum Vorjahr. Dies ist in den fallenden Materialpreisen sowie einer vorausschauenden Lagerwirtschaft begründet.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 hat die SES in den Leistungsbereichen 50 bis 4.500 kWel 46 Stück (Vj: 29 Stück) KWK-Systeme verkauft. 78 % der Anlagen sind dem unterem Leistungsspektrum zuzuordnen.

Die Geschäftsführung wurde im Jahr 2023 durch Herrn Sven Krüger wahrgenommen.

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Ertragslage

Das Rohergebnis liegt mit T€ 8.645 auf Vorjahresniveau (Vj: T€ 8.530).

Die Personalaufwendungen sowie die übrigen Aufwendungen liegen leicht unter dem Vorjahresniveau.

Durch die Erweiterung des Produktportfolios im Anlagenbau und der starken Leistung im Service konnte die SES im Jahr 2023 ein positives Geschäftsergebnis in Höhe von 381 T€ erzielen.

Der starke Auftragseingang aus 2022 konnte nicht wiederholt werden. Es war ein Rückgang um 25 % zu verzeichnen, dies entspricht jedoch einem normalen Geschäftsverlauf.

Vermögenslage

Zum Bilanzstichtag beliefen sich die langfristigen Vermögenswerte auf T€ 2.938 (Vj: T€ 3.605). Dies entspricht einem Rückgang im Jahr 2023 von 19 % im Vergleich zum Vorjahr. Investiert wurde vor allem in Ersatzbeschaffungen.

Das Umlaufvermögen stieg auf T€ 17.345 (Vj: T€ 13.781). Der Anstieg ist vor allem in der Erhöhung der flüssigen Mittel begründet.

Das Eigenkapital belief sich zum 31.12.2023 auf T€ 10.153. Im Vorjahr wurde ein Eigenkapital in Höhe von T€ 9.772 ausgewiesen. Die Eigenkapitalquote in Höhe von 49,8% ist im Vergleich zum Vorjahr (Vj: 56,0 %) gesunken.

Im Jahr 2021 erfolgte eine Beteiligung an der KSC Anlagenbau GmbH. Das Unternehmen ist mit rund 160 Mitarbeitern in den Bereichen Kraftwerksservice, Stahl- und Rohrleitungsbau tätig.

Finanzlage

Die SES ist seit 2015 frei von Bank- und Gesellschafterdarlehen. Die kurzfristigen Liquiden Mittel belaufen sich zum 31.12.2023 auf ein Volumen von T€ 5.015 (Vj: T€ 1.717). Die Erhöhung der kurzfristigen Finanzmittel geht mit dem Anstieg der erhaltenen Anzahlungen einher.

Das Bürgschaftslimit belief sich 2023 auf T€ 20.500. Dies trägt der Absicherung des Verkaufs von iKWK-Systemen im oberen Leistungsspektrum Rechnung. Damit ist die Vorfinanzierung von neuen Aufträgen ausreichend abgesichert.

Wertung des erzielten Jahresergebnisses

Das Jahresergebnis in 2023 weist einen positiven Betrag nach Steuern aus und lag über der Ergebnisprognose. Fallende Rohstoffpreise sowie eine starke Nachfrage nach den Servicedienstleistungen der SES ermöglichten einen positiven Geschäftsverlauf.

Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Zum Ende 2020 ist das neue KWKG in Kraft getreten. Das neue KWKG ist eine völlige Überarbeitung des Gesetzes bezüglich der Struktur und der Förderkategorien mit Ausbau der Regelungen zur Überwachung der Umsetzung des Gesetzes. Wesentliche negative Änderungen sind die Reduzierung der Ausschreibungspflicht auf Anlagen > 500 KWel. und die nochmals geänderte Regelung der EEG-Umlage für Eigenstromerzeugung.

Positiv wirkt sich die Verdopplung der Förderung bei Halbierung der Laufzeit bei Anlagen bis 50 KW aus. Leider stagniert auch hier im Moment der Markt.

Die Auswirkungen der Ukraine-Krise sowie der Energiewende auf das Bestellverhalten der Kunden bleibt abzuwarten. Durch die gesetzlich verabschiedetet Förderung ist spätestens ab Herbst 2024 mit einer starken Belebung des Marktes zu rechnen.

Bei der abwartenden Haltung der Kunden bleibt der Umfang an Anfragen zum Anfang 2024 sehr verhalten, wobei sich die Leistung in kleine Anlagen bis 50 KW und Anlagen größer ein MW im Rahmen der iKWK- Ausschreibung verdichtet. Die Tendenz zu größeren Anlagen mit 10 MWel. - 130 MW hat sich beruhigt.

Für alle Leistungen musste im Jahr 2020 die neue Netz-Anschlussnorm des VDE umgesetzt werden. SES hat sich aus strategischen Gründen für die kostenintensive und aufwendige Zertifizierung der Leistungsgröße von 50 - 500 KW entschlossen. Das Zertifikat wurde in 2021 für die VDE4105 und 4110 erteilt.

Die SES optimiert stetig ihre Prozesse und verfügt über Planungs-, Kontroll- und Führungsinstrumente, um frühzeitig Geschäftsrisiken zu erkennen und wirksame Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Jährliche interne Audits unterstützen die kontinuierliche Verbesserung. Eine Bestätigung dieser Prozesse wurde im Wiederholungsaudit zum Qualitätsmanagement ISO 9001 im September 2022 durch die DQS erlangt.

Das in 2016 erlangte Zertifikat "Sicher mit System" trägt wesentlich zur Sensibilisierung von Mitarbeitern hinsichtlich Arbeitssicherheit bei und wurde turnusmäßig im Frühjahr 2022 erfolgreich auditiert.

Die Kapitalausstattung, die ausreichende Liquiditätssituation, die verfeinerten Controlling-instrumente und die weiter gut aufgestellte dezentrale Servicestruktur auf unseren Zielmärkten zeigt, dass die Gesellschaft ein zukunftsfähiges Unternehmen ist. Auftragseingänge wiederkehrender Kunden mit steigendem Anteil am Anlagenbau zeigen, dass die SES im Energie-Markt etabliert ist.

Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken

Preisänderungsrisiken auf der Beschaffungsseite können grundsätzlich nicht ausgeschlossen werden. Die Wahrscheinlichkeit eines Ausfalls prozesskritischer Informationssysteme wird durch entsprechende Maßnahmen im Rahmen des QM-Managements reduziert. Im Rahmen der Lieferantenbewertung erfolgt auch die Bewertung der Ausfallwahrscheinlichkeit in diesem Bereich. Alle kritischen Komponenten können durch definierte Zweitlieferanten abgedeckt werden.

Um Einzelfallrisiken rechtzeitig entgegensteuern zu können, sind alle Bereichsleiter verantwortlich für die Identifikation, Messung, Bewertung und Steuerung der durch die Geschäftstätigkeit eingegangenen Risiken. Einzelrisiken und Frühwarnindikatoren werden ständig erfasst bzw. überwacht und im Rahmen eines monatlichen Reporting an die Geschäftsführung berichtet. Bei Unregelmäßigkeiten oder Überschreitung von Schwellenwerten (KPI) wird sofort an die verantwortlichen Stellen berichtet.

Die finanzwirtschaftlichen Risiken wie Liquiditätsrisiken, Preisänderungsrisiken werden durch das eingerichtete Risikomanagementsystem soweit möglich eingegrenzt. Bonitätsrisiken von Kunden und Lieferanten werden durch Wirtschaftsauskunfteien und andere Medien sowie durch ein konsequentes Debitorenmanagement kontrolliert und präventiv gesteuert. Dabei stehen im Jahr 2024 vor allem Krisen-geschwächte Kunden wie Hotels, Schwimmbäder, Landwirtschaftsbetriebe sowie Betriebe der Privatwirtschaft im Fokus des Forderungsmanagements. Hier könnte es zu erhöhten Forderungsausfällen auf Grund von Insolvenzen kommen.

Entwicklung der Anschaffungs-/Herstellungskosten
01.01.2023 Zugänge Umbuchungen Abgänge 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 569.730,49 0,00 0,00 0,00 569.730,49
2. Geschäfts- oder Firmenwert 74.590,00 0,00 0,00 0,00 74.590,00
644.320,49 0,00 0,00 0,00 644.320,49
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.903.161,38 0,00 0,00 0,00 3.903.161,38
2. technische Anlagen und Maschinen 487.500,23 0,00 0,00 0,00 487.500,23
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.919.034,30 78.380,63 15.671,12 3.861,98 2.009.224,07
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 17.287,93 7.829,50 -15.671,12 0,00 9.446,31
6.326.983,84 86.210,13 0,00 3.861,98 6.409.331,99
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0,49 0,00 0,00 0,00 0,49
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 484.680,27 147.124,16 0,00 631.804,43 0,00
3. Genossenschaftsanteile 520,00 0,00 0,00 0,00 520,00
485.200,76 147.124,16 0,00 631.804,43 520,49
7.456.505,09 233.334,29 0,00 635.666,41 7.054.172,97
Entwicklung der Abschreibungen
01.01.2023 Zugänge Zuschreibung Abgänge 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 359.596,49 79.542,00 0,00 0,00 439.138,49
2. Geschäfts- oder Firmenwert 74.589,00 0,00 0,00 0,00 74.589,00
434.185,49 79.542,00 0,00 0,00 513.727,49
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.502.085,12 104.855,00 0,00 0,00 1.606.940,12
2. technische Anlagen und Maschinen 352.128,23 24.639,00 0,00 0,00 376.767,23
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.490.584,30 130.848,75 0,00 1.870,98 1.619.562,07
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
3.344.797,65 260.342,75 0,00 1.870,98 3.603.269,42
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 72.386,54 0,00 0,00 72.386,54 0,00
3. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
72.386,54 0,00 0,00 72.386,54 0,00
3.851.369,68 339.884,75 0,00 74.257,52 4.116.996,91
Restbuchwert
31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 130.592,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1,00
130.593,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.296.221,26
2. technische Anlagen und Maschinen 110.733,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 389.662,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 9.446,31
2.806.062,57
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0,49
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00
3. Genossenschaftsanteile 520,00
520,49
2.937.176,06

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2022
1. Rohergebnis 8.994.411,99 8.817.563,75
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 4.726.324,92 4.780.747,18
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersversorgung und für Unterstützung 1.049.264,68 1.043.453,03
- davon für Altersversorgung: € 61.639,42 (€ 56.812,52) -5.775.589,60 -5.824.200,21
3. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -339.884,75 -347.734,90
4. sonstige betriebliche Aufwendungen -2.379.251,03 -2.593.393,18
5. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 3.803,81 9.391,83
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 112.297,27 88.555,22
- davon Erträge aus der Abzinsung € 3.240,00 (€ 690,00)
7. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 0,00 -68.558,17
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -32.462,11 -25.800,32
- davon Aufwand aus der Abzinsung € 440,00 (€ 0,00)
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -187.783,63 -58.905,68
10. Ergebnis nach Steuern 395.541,95 -3.081,66
11. sonstige Steuern -14.302,88 -15.622,88
12. Jahresüberschuss / - fehlbetrag 381.239,07 -18.704,54

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktivseite

31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 130.592,00 210.134,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1,00 130.593,00 1,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.296.221,26 2.401.076,26
2. technische Anlagen und Maschinen 110.733,00 135.372,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 389.662,00 428.450,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 10.554,92 2.807.171,18 17.287,93
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0,49 0,49
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 412.293,73
3. Genossenschaftsanteile 520,00 520,49 520,00
2.938.284,67 3.605.135,41
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.746.981,15 1.270.436,68
2. unfertige Leistungen 2.517.218,95 3.874.867,53
3. geleistete Anzahlungen 1.183.321,70 5.447.521,80 1.294.816,32
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.285.398,62 2.602.661,72
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: € 0,00 (€ 0,00)
2. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 2.499.975,00 2.500.451,67
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: € 0,00 (€ 2.460.000,00)
2. sonstige Vermögensgegenstände 1.097.883,05 530.289,36
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: € 292.681,35 (€ 170.341,50) 6.883.256,67
III. Schecks, Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 5.014.563,71 1.716.716,77
17.345.342,18 13.790.240,05
C. Rechnungsabgrenzungsposten 96.390,96 45.691,51
20.380.017,81 17.441.066,97

Passivseite

31.12.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 1.116.200,00 1.116.200,00
II. Kapitalrücklage 762.547,20 762.547,20
III. Gewinnvortrag 7.893.597,12 7.912.301,66
IV. Jahresfehlbetrag / -überschuss 381.239,07 -18.704,54
10.153.583,39 9.772.344,32
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 79.900,00 36.400,00
2. sonstige Rückstellungen 2.010.853,88 1.849.235,71
2.090.753,88 1.885.635,71
C. Verbindlichkeiten
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 6.001.125,99 3.892.804,33
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: € 6.001.125,99 (€ 3.892.804,33)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 901.715,86 884.225,41
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: € 901.715,86 (€ 884.225,41)
3. sonstige Verbindlichkeiten 1.180.171,56 983.088,45
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: € 1.180.171,56 (€ 983.088,45)
- davon aus Steuern: € 1.111.869,54 (€ 721.717,64)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: € 0,00 (€ 0,00)
8.083.013,41 5.760.118,19
D. Rechnungsabgrenzungsposten 52.667,13 22.968,75
20.380.017,81 17.441.066,97

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