Woodmark Consulting AktiengesellschaftLiquidiert

85630 Grasbrunn, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 127959
Vorher
Woodmark Technologies Aktiengesellschaft
Eingetragen
21.10.1999
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieErbringung von sonstigen Dienstleistungen der InformationstechnologieUnternehmensberatung
Gegenstand
Dienstleistungen in den Bereichen Konzeption und Umsetzung technischer Infrastrukturen sowie Beratung, Training, Ausbildung und Anleitung im Bereich der Informationstechnologie.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Jens Schnettler
seit 17.10.2023
Vorstandsmitglied
Erich Holzinger
seit 2.7.2019
Prokura
Johannes Heinen
seit 2.7.2019
Prokura
Marco Bruno
seit 2.7.2019
Prokura
Joachim Kirschner
seit 2.7.2019
Prokura
Sascha Mertens
seit 2.7.2019
Prokura
Rainer Unsöld
seit 25.7.2014
Vorstandsmitglied
Vincent Fourmi
seit 25.7.2014
Vorstandsmitglied

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Woodmark Consulting Aktiengesellschaft

Grasbrunn

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht Geschäftsjahr 2023 vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023

Woodmark Consulting AG

1. Grundlagen des Unternehmens

1.1 Vision und Mission

Unsere Vision und Mission haben wir im Jahr 2023 beibehalten.

Seit 01.01.2022 ist Woodmark ein klimaneutrales Unternehmen. Auch für 2024 streben wir dies an. Wir arbeiten hier mit der Firma ClimatePartner Deutschland GmbH zusammen.

1.2 Geschäftsmodell

Die Woodmark Consulting AG ist ein professionelles IT-Beratungshaus, das sich auf den Bereich Artificial Intelligence, Data und Analytics spezialisiert hat. Unser Leistungsspektrum umfasst die Erstellung von Datenstrategien und Architekturen sowie den Aufbau und Betrieb innovativer Business Intelligence Landschaften, Daten-Plattformen und Applikationen. Dabei liegt der Fokus unserer Kundenprojekte auf Cloud-Lösungen. Wir bieten individuelle Beratung, umfangreiche Analyse und Lösungskonzeption, Realisierung und Stabilisierung des Betriebes sowie DevOps Umsetzung im finalen Betriebsumfeld. Als Ergänzung zu unserem Beratungsangebot verkaufen wir auch Software als Abonnement in den Technologien, die wir beherrschen. Software beinhaltet neben dem Lizenzverkauf, Subscrition Modelle auch den Bereich Cloud Consumption. Dies ermöglicht es unseren Kunden, von unserer Expertise in diesen Bereichen zu profitieren und gleichzeitig eine effektive Nutzung der entsprechenden Technologien sicherzustellen. Unsere Software-Lösungen reichen von datengetriebenen Analyse-Tools bis hin zu Machine-Learning-Anwendungen und werden kontinuierlich weiterentwickelt, um den sich verändernden Anforderungen unserer Kunden gerecht zu werden.

Unsere Absatzmärkte konzentrieren sich auf den deutschsprachigen europäischen Wirtschaftsraum, während unsere Projekte und Rollouts weltweit stattfinden. Im Jahr 2023 sind auch Kunden in den UK und den Niederlanden hinzugekommen. Unsere Dienstleistungen werden von allen Branchen nachgefragt, wobei derzeit der Schwerpunkt auf der Automobilindustrie liegt. Unsere Fähigkeiten machen uns zunehmend auch für andere Industriesparten sowie den Banken- und den Versicherungssektor interessant.

Unsere Dienstleitungen sind in der nachfolgenden Grafik dargelegt:

1.3 Organisatorische Struktur

Um schnell, flexibel und effizient auf Kundenanforderungen reagieren zu können ist die Woodmark Consulting AG sehr teamorientiert organisiert. Neben den übergreifenden Organisationseinheiten Internal Services und Vertrieb ist das komplette Consulting-Team einzelnen Peoplemanager:innen zugeordnet.

Es wurde bewusst auf die Einrichtung eigenständiger Profit-Center mit Ergebnisverantwortung verzichtet, da sich die Kunden- und Projektteams i.d.R. aus Mitarbeiter:innen mit unterschiedlichem interdisziplinärem Skillset zusammensetzen.

1.4 Rechtliche Struktur/Zweigniederlassungen

Hauptsitz der Woodmark Consulting AG ist München/Grasbrunn mit einer Zweigniederlassung in Düsseldorf und einem Büro in Berlin.

Die Woodmark Consulting AG besitzt keine Tochtergesellschaften und hält auch keine Beteiligungen an anderen Unternehmen.

1.5 Entwicklung neuer Dienstleistungen und strategische Entwicklung

Als mittelgroßes Beratungsunternehmen legen wir großen Wert auf die kontinuierliche Weiterbildung und den Know-how-Aufbau unserer Berater:innen in Bezug auf innovative Entwicklungen im Bereich Artificial Intelligence (AI), Data und Analytics. Der technologische Wandel und die rasante Digitalisierung erfordern von uns ständige Investitionen in die Beurteilung von neuen Technologien und deren erfolgreiche Umsetzung in Kundenprojekten. Um sicherzustellen, dass unsere Berater:innen immer auf dem neuesten Stand der Technik sind, investieren wir durchschnittlich etwa 10% der verfügbaren Arbeitszeit unserer Consultants in den Know-how-Aufbau bezüglich innovativer und neuer Technologien und Vorgehensweisen.

In 2023 haben wir unsere Partnerschaft mit AWS (Amazon Web Services) intensiviert. Dadurch haben den Advanced Partner Status erreicht. AWS war in 2023 unsere wichtigster Partner, um neue Verkaufschancen generieren zu können. Wir haben auch eine neue Partnerschaft mit Snowflake, ein Data Cloud Provider. Snowflake ist ebenfalls als Technologie Partner wichtig für unser Wachstum.

Unser Ziel ist es, unsere Kunden durch unsere Expertise im Bereich der neuen Technologien und Vorgehensweisen zu unterstützen, um ihnen einen echten Mehrwert zu bieten und sie bei ihrer digitalen Transformation zu begleiten. Wir haben erkannt, dass diejenigen Kunden, die in der Lage sind, die Vorteile von AI und Data Analytics in ihren Geschäftsprozessen zu nutzen, einen klaren Wettbewerbsvorteil haben. Daher legen wir großen Wert auf den Know-how-Aufbau unserer Berater:innen, um sicherzustellen, dass wir unseren Kunden die bestmögliche Beratung und Unterstützung bieten können.

Bei einer Gehaltssumme inklusive Lohnnebenkosten von etwa 11,4 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2023 entspricht unsere Investition rund 1,1 Millionen Euro. Wir sind davon überzeugt, dass diese Investitionen in den Know-how-Aufbau unsere langfristige Wettbewerbsfähigkeit stärken und uns in die Lage versetzen, unseren Kunden weiterhin innovative Lösungen und einen erstklassigen Service zu bieten.

2. Wirtschaftsbericht

Die Hauptversammlung vom 27.10.2022 hat beschlossen, dass bislang abweichende Geschäftsjahr vom 01.07. bis 30.06. auf ein kalendergleiches Geschäftsjahr umzustellen. Durch diese Umstellung ist der Vorjahresvergleich (Geschäftsjahr 2022) nicht aussagekräftig. Im Geschäftsjahr gab es mehrere einmalige positive Sondereffekte beim Ertrag.

Aus diesem Grund haben wir auf einen absoluten und relativen Vergleich zum Vorjahr verzichtet und nur die absoluten Zahlen des Geschäftsjahres 2022 (6 Monate) und des Geschäftsjahres 2023 (12 Monate) in diesem Bericht aufgeführt.

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das Thema "Digitalisierung" wird weiterhin in den nächsten Jahren eine noch wichtigere Rolle in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Bereich spielen.

Im Rahmen der Digitalisierung fallen immer mehr Daten an. Diese Daten müssen gespeichert, verarbeitet und oft auch analysiert werden. Hinzu kommen Themen wie Datenqualität, Data Governance, Meta Daten Management, Predictive Analytics und AI. Entscheidend ist, dass diese Daten in unterschiedlichen Systemen, Orten, Ländern und oft sehr volatil anfallen. Digitalisierung kann auch einen enormen Mehrwert zur Ressourceneinsparung (Energie, Rohstoffe, etc.) beitragen.

ChatGPT und andere GenAI-Produkte haben im Kalenderjahr 2023 eine große Nachfrage zum Thema Künstliche Intelligenz erzeugt. Woodmark profitiert von dieser Nachfrage, da der Aufbau von Datenplattformen die Grundlage für AI-Projekte darstellt.

Wir erwarten eine steigende Nachfrage für das Thema Datenplattformen für AI und damit ein Nachfragewachstum für das Geschäftsjahr 2024 und ein stetiges Wachstum in den darauffolgenden Jahren.

2.2 Geschäftsverlauf und Lage

Seit Anfang 2023 haben wir die Recruiting Aktivitäten massiv verstärkt, was im Geschäftsjahr zu einem deutlichen Personalwachstum führte.

Die Gesamtleistung (Umsatz + Bestandsverminderung an fertigen und unfertigen Erzeugnisen) beläuft sich für das Geschäftsjahr 2023 auf 19,847 Mio. €.

Das Ergebnis vor Steuern (EBIT) beläuft sich im Geschäftsjahr auf 2,070 Mio. €. Die Umsatzrendite bezogen auf das EBIT lag im abgelaufenen Geschäftsjahr bei 10,4%.

2.2.1 Ertragslage

Der Umsatz in Höhe von 19,8 Mio. € wurde in Höhe von 14,2 Mio. € durch Woodmark Mitarbeiter:innen sowie in Höhe von 2,1 Mio. € durch externe Fachkräfte erwirtschaftet. Im Lizenzgeschäft beliefen sich die Umsatzerlöse auf rund 3,4 Mio. €.

Ergebnisquellen Geschäftsjahr
T€
Vorjahr
T€
Umsatz 19.693 11.126
EBIT 2.070 1.793
Jahresergebnis 1.477 1.284

2.2.2 Finanzlage

Die Finanzlage wird als sehr gut eingeschätzt. Der operative Cashflow (Jahresüberschuss zuzüglich Abschreibungen) beträgt im Geschäftsjahr 1,5 Mio. €. Mit diesem hohen Zahlungsmittelzufluss aus der operativen Geschäftstätigkeit können weitere Investitionen in die Entwicklung zukunftsgerichteter, innovativer Dienstleistungen und das weitere Unternehmenswachstum vorangetrieben werden.

Der Kredit wurde planmäßig bedient und komplett zurückgeführt.

Die Woodmark Consulting AG hat ein Mitarbeiter:innen-Darlehensprogramm (Darlehensverbindlichkeit der Woodmark Consulting AG zum Geschäftsjahresende an die Mitarbeiter:innen 500 T €).

Liquide Mittel zum 31.12.2023 von 3,8 Mio. € und Forderungen an unsere Kunden in Höhe von 2,8 Mio. € bieten eine hervorragende Ausgangslage für die Zukunftsinvestitionen.

2.2.3 Vermögenslage

Wesentliche Bilanzpositionen Geschäftsjahr
T€
Vorjahr
T€
Aktiva
Anlagevermögen 140 163
Kurzfristige Vermögenswerte 3.674 3.636
Liquide Mittel 3.782 5.817
Passiva
Eigenkapital 1.798 3.279
Rückstellungen 2.177 2.218
Kurzfristige Bankverbindlichkeiten 0 205
Langfristige Verbindlichkeiten 0 0
Passive Rechnungsabgrenzungen 3.508 4.161
Bilanzsumme 9.798 11.833

2.3 Finanzielle Steuerungs- und Leistungsindikatoren

Bei den finanziellen Steuerungs- und Leistungsindikatoren liegt unser Fokus im Wesentlichen auf nachfolgenden, messbaren Kennzahlen:

• Auslastung (Chargeability) im Consulting YTD liegt bei 54,9%.

Die Auslastung unserer Consultants, also die Summe umsatzbehafteter und abrechenbarer Consultingstunden pro Geschäftsjahr, war in diesem Geschäftsjahr durch die sehr gute Auftragslage und geringere Reisezeiten auf gleichem Niveau wie im letzten Geschäftsjahr.

• Anteil der Verwaltungs- und Vertriebskosten am Gesamtumsatz

Das Verhältnis der Verwaltungs- und Vertriebskosten hat sich im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert.

• Umsatzerlöse

Der Vergleich mit dem Rumpf-Geschäftsjahr 2022 ist schwierig, da im Rumpf-Geschäftsjahr 2022 einmalige positive Sondereffekte im Umsatz angefallen sind.

• Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT)

Das EBIT stellt für uns die bedeutendste Steuerungsgröße dar. Aufgrund des starken Mitarbeiterwachstums sind wir mit dem EBIT-Wert zufrieden.

Mit diesen Kennzahlen, die wir aus unserem operativem ERP-System, unserer Buchhaltung und unserer Kommunikationsplattform großteils automatisch generieren und ableiten, steuern wir in enger Abstimmung mit dem Management unser Business und können möglichen Fehlentwicklungen frühzeitig entgegenwirken.

2.4 Gesamtaussage

Unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ist sehr gut.

Die Umsatz- und Ergebnisentwicklung war im abgelaufenen Geschäftsjahr gut. Das starke Mitarbeiterwachstum führte zu höheren Personalkosten, die sich erst im nächsten Geschäftsjahr 2024 im Umsatz niederschlagen werden.

Im Forderungsmanagement hatten wir keinerlei Ausfälle zu verzeichnen und unsere Verbindlichkeiten können wir durch die gute Liquiditätslage problemlos begleichen. Selbst unerwartete Umsatzausfälle könnten wir überbrücken.

Wir waren jederzeit in der Lage, unsere Verbindlichkeiten fristgerecht zu begleichen.

3. Prognosebericht

Insgesamt kann Woodmark eine positive Geschäftsentwicklung verzeichnen, die auf dem aktuellen Dienstleistungsportfolio basiert. Das Unternehmen hat sich darauf fokussiert, den Bedarf seiner Kunden zu erfüllen und schnell auf sich verändernde Marktbedingungen zu reagieren. Hierbei ist es von großer Bedeutung, dass das Woodmark-Team agil arbeitet und flexibel auf neue Anforderungen reagieren kann.

Die stetige Kundennachfrage nach unseren Dienstleistungen ist ein weiterer positiver Faktor, der dem Unternehmen Planungssicherheit für das Geschäftsjahr 2024 gibt. Langfristige und umfangreiche Projekte tragen dazu bei, dass Woodmark auch in Zukunft erfolgreich agieren kann. Im vergangenen Geschäftsjahr hat Woodmark erfolgreich Neukunden gewonnen und das Account Management verbessert. Außerdem konnte das Unternehmen einen beträchtlichen Auftragszuwachs verzeichnen, insbesondere außerhalb der Automotive-Branche.

Für das kommende Geschäftsjahr erwartet Woodmark ein deutliches Umsatzwachstum. Um konkurrenzfähig zu bleiben, sind jedoch Ausgaben für Schulungen und Neueinstellungen von Mitarbeitern notwendig. Woodmark plant dennoch ein profitables Wachstum mit einem EBIT von 3 Mio. €. Das Lizenzgeschäft soll stabil gehalten werden, während die Mitarbeiterzahl um 20% im nächsten Geschäftsjahr wachsen soll.

Insgesamt ist Woodmark gut positioniert, um von den aktuellen Marktbedingungen zu profitieren. Das Unternehmen hat sich auf die Bedürfnisse seiner Kunden fokussiert, kann schnell auf Veränderungen reagieren und verzeichnet ein gesundes Wachstum.

4. Chancen- und Risikobericht

Risiken

Preisdruck

Der hohe Preisdruck im "commodity" Geschäft stellt weiterhin eine Herausforderung dar. Es besteht das Risiko, dass Woodmark weniger Projekte gewinnt oder gezwungen ist, niedrigere Margen anzubieten, was sich negativ auf die Ertragslage auswirken könnte.

Um konkurrenzfähig zu bleiben, ist es wichtig, unseren Kunden eine Gesamtlösung anzubieten, die aus Beratern vor Ort sowie Near-Shore- und Off-Shore-Anteilen besteht. Woodmark hat bereits seit über 6 Jahren erfolgreiche Partnerschaften mit einem Off-Shorepartner in Indien und einem Near-Shore-Partner in Tunesien.

Change of Control

Eine Änderung in der Eigentümerstruktur bei Consulting-Partnern, Software-Partnern oder Kunden kann gravierende Auswirkungen auf laufende Projekte haben. So kann es beispielsweise zu Projektstopps, Veränderungen in der Software-Marge oder Spannungen in der Zusammenarbeit kommen, was sich negativ auf das Projekt- und/oder Lizenzgeschäft auswirken kann. Es ist daher von großer Bedeutung, alternative Partner und Kunden aufzubauen, um mögliche Ausfälle auszugleichen und das Klumpenrisiko auf Projektbasis zu minimieren.

Um diesem Risiko entgegenzuwirken, hat Woodmark eine Regelung eingeführt, die besagt, dass nicht mehr als 14 Mitarbeiter ohne Vorstandsgenehmigung an einem Kundenprojekt arbeiten dürfen. Sollte diese Zahl überschritten werden, werden Projekte mit Hilfe von externen Partnerfirmen gestafft, um sicherzustellen, dass das Unternehmen nicht zu stark von einzelnen Kunden abhängig ist. Durch diese Maßnahme kann Woodmark sicherstellen, dass es auch bei unerwarteten Veränderungen bei Kunden oder Partnern nicht zu großen Auswirkungen auf das Geschäft kommt.

Know-how Verlust

Eine Unternehmensberatung hat oft eine höhere Fluktuation als andere Unternehmen, da es sich um einen sehr dynamischen und anspruchsvollen Sektor handelt. Jede Kündigung eines Mitarbeiters führt zwangsläufig zu einem Verlust an Know-how, das möglicherweise nicht sofort ersetzt werden kann. Je nachdem, wie viel Erfahrung, Fachwissen und Kundenbeziehungen der Mitarbeiter mitbringt, kann der Verlust zu einer Beeinträchtigung der Fähigkeit des Unternehmens führen, bestimmte Ausschreibungen und Projekte zu bedienen, was wiederum negative Auswirkungen auf die Auslastung und den Ertrag haben kann.

Aus diesem Grund hat Woodmark seit Mitte 2021 begonnen, ein Knowledge-Management-System aufzubauen, das es ermöglicht, gewonnenes Wissen und Know-how zu dokumentieren und allen Mitarbeitern zur Verfügung zu stellen. Im Jahre 2023 haben wir ChatGPT erfolgreich im Knowledge-Management getestet. 2024 werden wir MS-Copilot testen. ChatGPT und MS Copilot werden künftig das Knowledge-Management erleichtern und verbessern. Durch unser Trainee-Programm und verschiedene Fortbildungsprogramme werden Mitarbeiter in verschiedenen Bereichen geschult und weitergebildet, um sicherzustellen, dass wir über ein breites Spektrum an Fähigkeiten und Kompetenzen verfügen, um unsere Kunden bedienen zu können. Darüber hinaus hat jeder Mitarbeiter über Udemy for Business kostenlosen Zugang zu Tausenden von Online-Kursen zur Weiterbildung und zur Vorbereitung auf Zertifizierungen. Dies ermöglicht es unseren Mitarbeitern, ihre Fähigkeiten und ihr Fachwissen kontinuierlich zu erweitern und zu vertiefen, um stets auf dem neuesten Stand zu sein und den Erfolg unserer Projekte sicherzustellen.

Fachkräftemangel

Der Fachkräftemangel ist ein wachsendes Problem für viele Unternehmen, da es schwieriger wird, geeignete Mitarbeiter:innen zu finden und zu halten. Dies gilt auch für Woodmark. Woodmark ist sich bewusst, dass die Mitarbeiter:innen die wichtigste Ressource für das Wachstum des Unternehmens sind. Ohne talentierte und qualifizierte Mitarbeiter:innen kann das Unternehmen nicht expandieren und seine Ziele erreichen.

Um sicherzustellen, dass Woodmark auch in Zukunft über ausreichend qualifiziertes Personal verfügt, hat das Unternehmen verschiedene Maßnahmen ergriffen. Ein wichtiger Bestandteil ist das Trainee-Programm für Berufseinsteiger. Durch das Programm haben junge Absolvent:innen die Möglichkeit, sich in die Arbeitswelt von Woodmark einzuarbeiten, Praxiserfahrung zu sammeln und sich auf ihre Karriere in der Consulting-Branche vorzubereiten.

Darüber hinaus bietet Woodmark verschiedene Fortbildungsprogramme für alle Mitarbeiter:innen an, um ihre Fähigkeiten und ihr Wissen zu erweitern und zu vertiefen. Dazu gehören interne Schulungen und Workshops sowie die Möglichkeit, externe Schulungen und Zertifizierungen zu absolvieren. Das Unternehmen setzt auch auf eine gute Work-Life-Balance, indem es flexible Arbeitszeitmodelle und Home-Office-Optionen anbietet.

In den vergangenen Jahren war es für Woodmark schwierig und aufwendig, ausreichend qualifizierte Mitarbeiter:innen mit großem Potenzial zu finden. Das hat sich seit dem Geschäftsjahr 2022 jedoch stark verändert. Insbesondere durch den guten Ruf des Unternehmens und die Aktivitäten und Bewertungen in den sozialen Medien (wie Facebook und Kununu) hat Woodmark eine größere Auswahl von top qualifizierten Bewerber:innen zur Verfügung, um das weitere Wachstum zu gewährleisten.

Das Unternehmen ist sich jedoch bewusst, dass der Arbeitsmarkt für Top-Talente weiterhin wettbewerbsintensiv bleibt. Daher wird Woodmark auch in Zukunft in die Mitarbeiterbindung und -entwicklung investieren, um sicherzustellen, dass es seine Position als führendes Beratungsunternehmen weiter ausbauen kann.

Unternehmensbindung

Die Woodmark Consulting AG legt einen großen Wert auf die Zusammenarbeit und den Zusammenhalt innerhalb der Belegschaft. In den letzten Jahren hat das Unternehmen verschiedene Maßnahmen ergriffen, um diesen Zusammenhalt zu stärken. Insbesondere in der Corona-Krise, in der ein Großteil der Mitarbeiter:innen fast ausschließlich im Homeoffice arbeitet und der persönliche Kontakt daher nur begrenzt möglich ist, hat sich gezeigt, wie wichtig es ist, eine starke Unternehmenskultur und gemeinsame Werte zu haben.

Ein zentrales Element dieser Unternehmenskultur sind die Werte Offenheit, Vertrauen, Respekt und Fürsorge, die Woodmark verfolgt und aktiv lebt. Insbesondere in der Krise haben diese Werte dazu beigetragen, dass sich die Mitarbeiter:innen gut aufgehoben gefühlt und das Vertrauen in das Unternehmen nicht verloren haben.

Da persönliche Kontakte gerade in der aktuellen Situation nur begrenzt möglich sind, hat Woodmark zudem in der Vergangenheit vermehrt auf virtuelle Meetings und Kommunikationsmöglichkeiten gesetzt. Um jedoch den persönlichen Kontakt zwischen den Mitarbeiter:innen zu stärken, wurden im Rahmen von All-Hands-Meetings bereits drei Mal pro Geschäftsjahr Veranstaltungen in München und Düsseldorf durchgeführt, die jeweils auch eine Abendveranstaltung umfassten. Dies ermöglicht den Mitarbeitern, sich persönlich zu treffen und in informellem Rahmen auszutauschen.

Branchenabhängigkeit

Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat die Woodmark Consulting AG 33% seines Umsatzes in der Automotive-Branche erzielt und somit seine Branchenabhängigkeit verringert. Das Ziel ist Abhängigkeit von Branchen unter 25% zu bringen.

Aktives Account- und Partnermanagement soll uns weitere Kundenprojekte in anderen Branchen erschließen.

Fazit: Die oben genannten Risiken stellen oft auch Chancen dar. Es gilt diese Chancen zu sehen und sie zu nutzen.

Chancen

Digitalisierung

Die zunehmende Digitalisierung und die Notwendigkeit für Unternehmen, neue Geschäftsmodelle umzusetzen, bietet für Woodmark Consulting AG eine große Chance. Um diese Chance nutzen zu können, ist es entscheidend, technologisch immer auf dem neuesten Stand zu sein und das Know-how zu besitzen, um diese fortschrittlichen Technologien erfolgreich und profitabel bei unseren Kunden einzuführen. Wir haben bereits erfolgreich mehrere Datenplattform-Projekte umgesetzt. Darüber hinaus beschäftigen wir uns auch mit dem vielversprechenden Thema Quanten-Computer. Es ist unser Ziel, durch kontinuierliche Weiterbildung und Forschung im Bereich der innovativen Technologien weiterhin Vorreiter in diesem Bereich zu sein und unseren Kunden die bestmögliche Beratung und Unterstützung zu bieten.

Cloud

Woodmark Consulting AG sieht ein großes Potenzial im Bereich Cloud-basierter Data- und Analytics-Plattformen, die s.g. Hyperscaler, da derzeit noch weniger als 20% der Unternehmen in diesem Bereich auf die Cloud setzen.

Wir haben in den letzten fünf Jahren bereits Erfahrungen in der Unterstützung von Kunden bei der Umstellung auf Cloud-Umgebungen auf Basis von Microsoft und AWS gesammelt und können dieses Know-how nutzen, um Kunden bei der Verlagerung ihrer Daten- und Analytics-Plattformen in die Cloud zu unterstützen. Die Umstellung auf Cloud-basierte Plattformen bietet den Kunden erhebliche Einsparungspotenziale, sowohl finanziell als auch ökologisch, da ein Cloud-Rechenzentrum im Durchschnitt nur 18% der CO 2 -Emissionen eines herkömmlichen Rechenzentrums produziert.

Quantencomputer

Quantencomputer sind ein vielversprechender Ansatz, um in der Rechenleistung einen Quantensprung zu erzielen. Mit diesen Geräten können Rechenmodelle, die mit herkömmlichen Supercomputern bis zu einem Jahr Rechenzeit benötigen, in wenigen Minuten bearbeitet werden. IBM und Google gehen davon aus, dass in den nächsten 3-5 Jahren eine solche Hardware bereitstehen wird. Allerdings benötigt der Umbau der Rechenmodelle auf einen Quantencomputer viel Zeit und eine umfassende Testing- und Kalibrierungsphase.

Woodmark Consulting AG unterstützt Kunden bei den Vorprojekten für die Anpassung der Rechenmodelle. Sobald ein Quantencomputer mit ausreichend Rechenkernen zur Verfügung steht, wird die Fähigkeit, Modelle schnell rechnen zu können, einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil darstellen.

Lieferfähigkeit

Unsere Kunden legen zunehmend Wert auf Lieferanten, die innovative Ansätze mit kurzfristigem Nutzen bieten, eine hohe Beratungs- und Umsetzungsqualität aufweisen und agil und schnell in Analyse, Umsetzung und Implementierung sind. Zudem wird Know-how in der Monetarisierung von Daten immer wichtiger, da Daten in schwierigen Zeiten ein entscheidender Faktor im Wettbewerb sind. Die entscheidenden Ansätze sind in den obigen Punkten Know-how Verlust, Fachkräftemangel und Unternehmensbindung schon beschrieben.

Dienstleistungsportfolio und Team

Woodmark Consulting AG sieht im raschen technischen Wandel eine große Chance, sich von vielen Wettbewerbern abzuheben. Das Unternehmen ist der Meinung, dass es mit seinem aktuellen Dienstleistungsportfolio sehr gut aufgestellt ist und dass die Lust und Neugier seiner Mitarbeiter:innen auf neue Technologien, verbesserte Vorgehensweisen und der absolute Wille, diese Innovationen erfolgreich und teamorientiert in Kundenprojekten zu realisieren, große Chancen bieten, die Position als echter "Innovationspartner" am Markt weiter auszubauen. Woodmark erhält auch viele Anfragen, die über seine Webseite generiert werden oder auf Weiterempfehlungen beruhen, die sich nicht direkt aus seinen vertrieblichen Aktivitäten ergeben haben.

Gesamtrisikoprofil

Nach unserer Überzeugung weisen die beschriebenen Risiken im Hinblick auf ihre Eintrittswahrscheinlichkeit und ihrer Auswirkungen weder einzeln noch in ihrer Gesamtheit bestandsgefährdenden Charakter auf.

Risikoveränderung zum letzten Geschäftsjahr

Unserer Einschätzung nach hat sich das Gesamtrisiko für Woodmark nicht erhöht. Der Digitalisierungsbedarf und die Trends Richtung Cloudcomputing und Data Analytics sind nach wie vor in Takt und wir haben die richtigen Antworten darauf.

5. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Wir sehen keine nennenswerten Risiken aus der Verwendung von Finanzinstrumenten, da sich die Gesellschaft zur Abwicklung des laufendenden Geschäftsbetriebes lediglich konservativer Forderungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und einem niedrigen Kredit bedient.

 

Grasbrunn, den 18. April 2024

Vincent Fourmi

Rainer Unsöld

Jens Schnettler

Der Vorstand

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 140.224,00 163.066,00
I. Sachanlagen 140.224,00 163.066,00
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 140.224,00 163.066,00
B. Umlaufvermögen 7.774.792,47 9.616.854,12
I. Vorräte 318.331,00 163.960,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.674.110,88 3.635.501,98
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 823.342,47
2. sonstige Vermögensgegenstände 2.850.768,41 3.635.501,98
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 3.782.350,59 5.817.392,14
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.883.020,42 2.052.784,20
Aktiva 9.798.036,89 11.832.704,32

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 1.797.546,94 3.278.843,88
I. Gezeichnetes Kapital 174.000,00 174.000,00
II. Gewinnrücklagen 17.400,00 494.644,00
III. Bilanzgewinn 1.606.146,94 2.610.199,88
B. Rückstellungen 2.176.562,00 2.217.663,00
C. Verbindlichkeiten 2.315.851,84 2.174.766,51
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 204.544,00
2. sonstige Verbindlichkeiten 2.315.851,84 1.970.222,51
D. Rechnungsabgrenzungsposten 3.508.076,11 4.161.430,93
Passiva 9.798.036,89 11.832.704,32

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.7.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 15.457.676,09 8.031.256,41
2. Personalaufwand 11.411.326,52 5.258.883,93
a) Löhne und Gehälter 9.804.371,08 4.546.146,74
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.606.955,44 712.737,19
davon für Altersversorgung 48.035,52 36.592,54
3. Abschreibungen 101.882,89 49.633,89
a) auf Sachanlagen 101.882,89 49.633,89
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.873.722,36 929.668,01
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 27.371,11 3.795,54
davon aus verbundenen Unternehmen 23.342,47
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 15.573,23 7.495,32
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 602.703,00 504.078,69
8. Ergebnis nach Steuern 1.479.839,20 1.285.292,11
9. Sonstige Steuern 3.136,14 890,00
10. Jahresüberschuss 1.476.703,06 1.284.402,11
11. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 129.443,88 1.325.797,77
12. Bilanzgewinn 1.606.146,94 2.610.199,88

Anhang für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2023

A. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Woodmark Consulting AG ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB.

Der vorliegende Jahresabschluss ist nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Gliederungs- und Bewertungsgrundsätzen und nach den ergänzenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt (§ 265 Abs. 1 S. 2, § 266 ff HGB).

Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des Aktiengesetzes zu beachten.

Die im vorliegenden Jahresabschluss angewandten Ansatz- und Bewertungsmethoden wurden stetig angewendet.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Die größenabhängigen Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB wurden teilweise in Anspruch genommen.

Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgte unter Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB).

Die Hauptversammlung der Woodmark Consulting AG hat am 27. Oktober 2022 beschlossen, das Geschäftsjahr der Gesellschaft beginnend mit dem 1. Januar 2023 auf das Kalenderjahr umzustellen.

Der vorliegende Jahresabschluss umfasst das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023.

Die Vorjahresangaben betreffen das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis 31. Dezember 2022 und sind insofern, insbesondere bezüglich der Ertragslage, nur bedingt vergleichbar.

1. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Woodmark Consulting Aktiengesellschaft
Firmensitz laut Registergericht: Grasbrunn
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: München
Register-Nr.: HRB 127959

B. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Das Sachanlagevermögen wurde zum Zeitpunkt des Erwerbs des wirtschaftlichen Eigentums zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer über 3 bis 13 Jahre abgeschrieben. Für während des Wirtschaftsjahres zugegangene bewegliche Vermögensgegenstände wurde der Abschreibungssatz pro rata temporis ermittelt.

Für geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis EUR 800,00 wurde von der Bewertungsfreiheit nach § 6 Abs. 2 Einkommensteuergesetz Gebrauch gemacht. Diese Wirtschaftsgüter sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden, ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt.

Die Bewertung der unfertigen Leistungen erfolgt auf Basis der angefallenen Herstellungskosten.

Projekte mit Verlusterwartung werden zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Nach § 255 Abs. 2 S. 3 HGB wurden neben den Material- und Fertigungskosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie angemessene Teile der allgemeinen Verwaltungskosten berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zum Nominalwert unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wurde eine Pauschalwertberichtigung von 1 % auf die zum Erstellungszeitpunkt des Jahresabschlusses noch nicht beglichenen Nettoforderungen gebildet.

Die liquiden Mittel werden mit dem Nominalwert angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag bilanziert.

Passivierungspflichtige Rückstellungen werden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung bemessen.

Die sonstigen Rückstellungen erfassen alle am Bilanzstichtag erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten und sind mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr und Vorjahre betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Als passive Rechnungsabgrenzungsposten sind Einzahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Erträge für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

C. Angaben zur Bilanz

1. Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Anlagevermögen
Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 425.440,07 58.127,37 1.707,50
Summe Sachanlagen 425.440,07 58.127,37 1.707,50
Summe Anlagevermögen 425.440,07 58.127,37 1.707,50
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 481.859,94
Summe Sachanlagen 0,00 481.859,94
Summe Anlagevermögen 0,00 481.859,94
kumulierte Abschreibung 01.01.2023
EUR
Abschreibung Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibung 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 262.374,07 80.968,37 1.706,50 0,00 341.635,94
Summe Sachanlagen 262.374,07 80.968,37 1.706,50 0,00 341.635,94
Summe Anlagevermögen 262.374,07 80.968,37 1.706,50 0,00 341.635,94
Zuschreibung Geschäftsjahr
EUR
Buchwert Geschäftsjahr 31.12.2023
EUR
Buchwert Vorjahr 31.12.2022
EUR
Anlagevermögen
Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 140.224,00 163.066,00
Summe Sachanlagen 0,00 140.224,00 163.066,00
Summe Anlagevermögen 0,00 140.224,00 163.066,00

2. Angabe zu Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr

Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt EUR 20.796,63 (Vj.: EUR 29.804,70).

3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Der Betrag der Forderungen gegen verbundene Unternehmen beläuft sich auf EUR 823.342,47 (Vj: EUR 0,00) und resultiert aus einer Darlehensforderung gegenüber der Gesellschafterin.

4. Aktive latente Steuern

Es bestehen aktive latente Steuern auf die handels- und steuerrechtlich voneinander abweichenden Wertansätze bei den Personalrückstellungen sowie der Bewertung von Fremdwährungsguthaben.

Daraus resultierend könnten aktive latente Steuern bilanziert werden. Die Gesellschaft macht jedoch nicht vom Wahlrecht nach § 274 Abs. 1 S. 2 HGB Gebrauch.

5. Angaben über die Gattung der Aktien

Das Grundkapital von EUR 174.000,00 ist eingeteilt in:

Grundkapital EUR
174.000,00 Stück Stammaktien zum Nennwert von je 1,00 174.000,00

Die Aktien lauten auf den Namen.

6. Angaben der Unternehmen, denen eine Mehrheitsbeteiligung der Gesellschaft gehört

Die Ivest One GmbH mit Sitz in Frankfurt am Main (eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Frankfurt am Main unter HRB 120260) besitzt mehr als die Hälfte der Anteile an der Gesellschaft.

Dies teilte die Ivest One GmbH der Gesellschaft mit Mitteilung gem. § 20 Abs. 1 und 3 AktG sowie § 20 Abs. 4 AktG vom 1. August 2021 mit.

7. Angaben zu Restlaufzeitvermerken

Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr beträgt EUR 2.315.851,84 (Vj.: EUR 2.174.766,51).

Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit über einem Jahr bestehen nicht.

Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit über fünf Jahren bestehen nicht.

8. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen. Im Einzelnen beinhalten diese Verpflichtungen folgende Sachverhalte:

RLZ < 1 Jahr
EUR
Gesamt
EUR
Mietverpflichtungen 249.981,72 585.996,37
Leasingverpflichtungen 75.833,91 146.054,71
325.815,63 732.051,08

D. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Angaben in Fortführung des Jahresergebnisses

In Fortführung des Jahresergebnisses erfolgt die nachfolgende Darstellung:

Posten der Ergebnisverwendung Betrag
EUR
Bilanzgewinn zum 01.01.2023 2.610.199,88
+ Auflösung aus Gewinnrücklagen 477.244,00
- Ausschüttung -2.958.000,00
= Gewinnvortrag 129.443,88
+ Jahresüberschuss 1.476.703,06
= Bilanzgewinn 31.12.2023 1.606.146,94

2. Sonstige betriebliche Erträge und sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind EUR 18.199,91 (Vj.: EUR 6.166,23) Erträge aus der Währungsumrechnung enthalten.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind EUR 37.925,92 (Vj.: EUR 19.010,84) Aufwendungen aus der Währungsumrechnung enthalten.

E. Sonstige Angaben

1. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich 112 Arbeitnehmer im Unternehmen beschäftigt.

Diese lassen sich in folgende Arbeitnehmergruppen einteilen:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Berater 78
Management 21
interne Services 7
Vertrieb 6

2. Angabe der Gesamtbezüge für Mitglieder des Geschäftsführungsorgans, Aufsichtsrats etc.

Von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB wurde Gebrauch gemacht.

Der Aufsichtsrat erhielt für seine Tätigkeit im Geschäftsjahr eine Aufwandsentschädigung in Höhe von EUR 19.200,00.

3. Namen der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats

Vorstand
Herr Vincent Fourmi Dipl. Ingenieur MBA
Herr Rainer Unsöld Dipl. Wirtschaftsmathematiker
Herr Jens Schnettler Dipl. Informatiker MBA
Aufsichtsrat
Herr Wolfram Tietscher Vize-Präsident a. D. und ehem. Geschäftsführer TI Vorsitzender (bis 25.04.2023)
Herr Rolf Hoellger Kaufmann Vorsitzender (ab 25.04.2023)
Herr Prof. Dr. Mathias Klier Universitätsprofessor Mitglied des Aufsichtsrats (ab 25.04.2023)
Herr Steffen Paul Unternehmensberater Mitglied des Aufsichtsrats
Herr Siegfried Diekow Unternehmensberater Ersatzmitglied des Aufsichts-
rats

4. Ereignisse nach dem Abschlussstichtag

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres liegen nicht vor.

5. Vorschlag zur Ergebnisverwendung

Der Vorstand schlägt in Übereinstimmung mit dem Aufsichtsrat die folgende Ergebnisverwendung vor:

Der Jahresüberschuss beträgt EUR 1.476.703,06.

Einschließlich des zu berücksichtigenden Gewinnvortrags in Höhe von EUR 129.443,88 ergibt sich ein vorläufiger Bilanzgewinn von EUR 1.606.146,94 der zu verwenden ist.

Aus dem vorläufigen Bilanzgewinn soll eine Dividende in Höhe von insgesamt EUR 1.087.500,00 ausgeschüttet werden.

Auf neue Rechnung werden EUR 518.646,94 vorgetragen.

6. Unterschrift der Geschäftsführung

 

Grasbrunn, den 26.04.2024

Woodmark Consulting AG

Der Vorstand

gez. Rainer Unsöld

gez. Vincent Fourmi

gez. Jens Schnettler

Ergebnisverwendungsbeschluss

Auszug aus dem Protokoll über die ordentliche Hauptversammlung der Woodmark Consullting Aktiengesellschaft vom 29. April 2024:

Der Vorstand schlägt in Übereinstimmung mit dem Aufsichtsrat die folgende Ergebnisverwendung vor:

Der Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor, aus dem Bilanzgewinn für das am 31.12.2023 endende Geschäftsjahr EUR 1.087.500,00 auf das dividendenberechtigte Grundkapital in Höhe von EUR 17.4000,00 an die Aktionäre auszuschütten. Die Ausschüttung entpsricht einem Wert von EUR 6,25 je Aktie.

Der zu diesem Tagesordnungspunkt unterbreitete Beschlussvorschlag ist mit 174.000 Stimmen einstimmig angenommen worden.

Bericht des Aufsichtsrates

Der Aufsichtsrat der Woodmark Consulting AG hat seine Aufgaben als übenrwachendes und beratendes Organ im Geschäftsjahr 2023 über die Mindestanforderungen des AktG und des KonTraG hinaus wahrgenommen und sich sowohl in Sitzungen als auch in Einzelbesprechungen und durch mündliche und schriftliche Berichte des Vorstands sowie anderweitig über die Lage, die Geschäftspolitik und die Entwicklung der Gesellschaft sowie über die wichtigen Geschäftsvorfälle eingehend informiert und darüber mit dem Vorstand beraten.

lm Geschäftsjahr tagte der Aufsichtsrat sechsmal. Sämtliche Geschäfte, die nach Satzung und Geschäftsordnung zustimmungspflichtig sind, wurden eingehend beraten und vom Aufsichtsrat nach sorgfältiger Abwägung aller Aspekte genehmigt.

Der Aufsichtsrat hat den von den Wirtschaftsprüfern der Urban und Sprinkart PartG mbB - Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, geprüften und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehenen Jahresabschluss und den Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 geprüft und am 29. April 2024 mit dem Vorstand erörtert.

Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung stimmt der Aufsichtsrat den vorgelegten Berichten zu. Er billigt den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 der damit gemäß §172 AktG festgestellt ist. Er schließt sich den Vorschlägen des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns an.

Den Mitgliedern des Vorstandes sowie allen Mitarbeitern der Woodmark Consulting AG spricht der Aufsichtsrat für die geleistete Arbeit Dank und Anerkennung aus.

 

Grasbrunn, 29. April 2024

Der Aufsichtsrat

Rolf Hoellger, Vorsitzender

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 29.04.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Bei dem vorstehenden Jahresabschluss handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht wurde folgender BEstätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Woodmark Consulting AG, Grasbrunn

PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben den Jahresabschluss der Woodmark Consulting AG, Grasbrunn, _ bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden _ geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Woodmark Consulting AG, Grasbrunn, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse - entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und - vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft.

In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER UND DES AUFSICHTSRATS FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus - identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Gilching, 26. April 2024

Urban & Sprinkhart PartG mbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Jürgen Urban, Wirtschaftsprüfer

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