Steinbeis Immobilien-Holding GmbH
Selbe AdresseVermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Edwin Jettinger seit 9.5.2025 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Steinbeis GmbH & Co. KG für Technologie-Transfer | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Steinbeis Innovation gGmbHStuttgartJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Amtsgericht Stuttgart, HRB Nr. 720289A. Rechnungslegungsgrundsätze I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der vorliegende Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Vorschriften gemäß den §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung wurden auf freiwilliger Basis in allen wesentlichen Belangen zutreffend nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des HGB und des GmbHG sowie unter Beachtung ergänzender einschlägiger Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags aufgestellt. Darstellung, Gliederung, Ansatz und Bewertung des Jahresabschlusses entsprechen den Vorjahresgrundsätzen. Die Benennung einzelner Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung wurden gemäß § 265 Abs. 6 HGB angepasst, sofern dies zur besseren Darstellung der darunter erfassten Posten geboten schien. Abweichend von der Bezeichnung nach § 266 Abs. 2 B. I. Nr. 2 HGB werden die unfertigen Leistungen als "in Arbeit befindliche Aufträge" in der Bilanz ausgewiesen. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Angaben, die wahlweise in der Bilanz oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt. Darüber hinaus wurden zwecks Erhöhung der Klarheit und Übersichtlichkeit des Jahresabschlusses alle Davon-Vermerke der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung in den Anhang übernommen. II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige kumulierte Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen werden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahren vorgenommen. Die Abschreibung auf Zugänge erfolgt zeitanteilig. Das Sachanlagevermögen ist mit den aktivierungspflichtigen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern liegen hierbei bei 3 bis 10 Jahren. Neuzugänge an beweglichem Sachanlagevermögen wurden im Geschäftsjahr generell nach der linearen Methode abgeschrieben. Abnutzbare geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis EUR 800,00 wurden im Berichtsjahr gem. § 6 Abs. 2 EstG sofort abgeschrieben. Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bewertet. Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihm am Bilanzstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Stellt sich in einem späteren Geschäftsjahr heraus, dass die Gründe hierfür nicht mehr bestehen, so wird der Betrag dieser Abschreibungen im Umfang der Werterhöhung unter Berücksichtigung der Abschreibungen, die inzwischen vorzunehmen gewesen wären, zugeschrieben. Die Bewertung der in Arbeit befindlichen Aufträge erfolgte zu Herstellungskosten gem. § 255 Abs. 2 Satz 2 HGB und wurde anhand der auf den entsprechenden Projektkostenstellen gebuchten, direkt zurechenbaren Einzelkosten und den hierauf entfallenden Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie der Kosten des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist, ermittelt. Kosten der allgemeinen Verwaltung sind pauschal in die Herstellungskosten eingerechnet. Im Rahmen der sog. Retrograden Bewertung erfolgte zum Abschlussstichtag eine Verlustantizipation durch Vergleich des erwarteten Verkaufserlöses mit dem am Abschlussstichtag beizulegenden Wert. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten angesetzt. Alle erkennbaren Einzelrisiken werden bei der Bewertung berücksichtigt. Für das allgemeine Kredit- und Ausfallrisiko ist grundsätzlich eine Pauschalwertberichtigung für Forderungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr mit 2 % gebildet. Für Förderprojekte mit mehrjähriger Laufzeit, bei denen die bis zum Abschlussstichtag angefallenen direkt zurechenbaren Aufwendungen und anteiligen Gemeinkosten die realisierten Erträge des Förderprojektes übersteigen, wird, sofern die bewilligten Projektfördermittel die insgesamten Projektaufwendungen decken, ein aktiver Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe der nicht gedeckten Aufwendungen gebildet. Für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen wurde im Berichtsjahr gem. IDW HFA 1 / 1984 ein gesonderter Passivposten ("Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen") gebildet. Der Posten wird - nach Fertigstellung der bezuschussten Investitionen-parallel zu den Abschreibungen aufgelöst. Die übrigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichend objektive Hinweise für deren Eintreten vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden grundsätzlich mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutschen Bundesbank zum Bilanzstichtag ermittelt wurde, abgezinst. Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag und erhaltene Anzahlungen zum Nennwert bilanziert. Erhaltene und angeforderte, jedoch nicht durch entsprechend angefallene Aufwendungen gedeckte Zuschüsse werden über den passiven Rechnungsabgrenzungsposten abgegrenzt. B. Erläuterungen zur Bilanz 1. Anlagevermögen Die gesondert dargestellte Entwicklung des Anlagevermögens gem. § 284 Abs. 3 HGB ist integraler Bestandteil des Anhangs. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von insgesamt TEUR 3.082 (i. Vj. TEUR 2.359) betreffen TEUR 117 (i. Vj. TEUR 107) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Forderungen betreffen mit TEUR 87 (i. Vj. TEUR 107) die Gesellschafterin. 3. Flüssige Mittel Der Posten enthält den Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten. 4. Latente Steuern Latente Steuern werden für die Sphäre des wirtschaftlichen Geschäftsbetriebs grundsätzlich für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen ermittelt. Zusätzlich zu den zeitlichen Bilanzierungsunterschieden werden steuerliche Verlustvorträge berücksichtigt. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung würde in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt werden. Es ergaben sich keine zeitlichen Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen. 5. Eigenkapital Der Bilanzgewinn entwickelt sich wie folgt:
6. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Personalkosten in Höhe von TEUR 118 (i. Vj. TEUR 267), für ausstehende Rechnungen in Höhe von TEUR 18 (i. Vj. TEUR 18) und für Jahresabschlusskosten in Höhe von TEUR 20 (i. Vj. TEUR 40). 7. Verbindlichkeiten Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte an den gelieferten Gegenständen. Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen von insgesamt TEUR 4.224 (i. V. TEUR 3.724) betreffen TEUR 2.505 (i. Vj. TEUR 2.238) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter in Höhe von TEUR 438 (i. Vj. TEUR 349) enthalten Sämtliche Verbindlichkeiten haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
C. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse verteilen sich wie folgt: Nach Sparten
2. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 54, die im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen resultieren. 3. Personalaufwand Im Posten "Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung" sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 40 (i.V. TEUR 38) enthalten. 4. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten in Höhe von TEUR 8 periodenfremde Posten. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um Rechnungen für Vorjahre in Höhe von TEUR 7. 5. Steuern vom Einkommen und Ertrag In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 97 (i. Vj. Erträge TEUR 19) enthalten. 6. Finanzergebnis Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge betreffen mit TEUR 12 (i.V. TEUR 1) verbundene Unternehmen. Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen betreffen mit TEUR 50 (i. Vj. TEUR 42) verbundene Unternehmen. D. Sonstige Angaben I. Organe der Gesellschaft Die Geschäftsführung wird durch die folgenden Personen wahrgenommen:
Die Geschäftsführer erhalten von der Gesellschaft keine Vergütung. II. Beteiligungsverhältnisse Die Gesellschaft hält am Bilanzstichtag eine Beteiligung im Sinne von § 271 Abs. 1 HGB an der Steinbeis 2i GmbH, Stuttgart. Die Beteiligungsquote beträgt 100 %. Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt zum 31.12.2023 TEUR 609 und das Jahresergebnis beläuft sich auf TEUR -12. III. Durchschnittliche Arbeitnehmerzahl Die Gesellschaft beschäftigt im Jahresdurchschnitt 258 Mitarbeiter (i. V. 262). Davon sind 105 Mitarbeiter in Vollzeit und 115 Mitarbeiter in Teilzeit angestellt. VI. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestanden keine Haftungsverhältnisse im Sinne von § 251 HGB oder Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverhältnissen. V. Konzernzugehörigkeit Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Steinbeis GmbH & Co. KG für Technologietransfer, Stuttgart, nach den Grundsätzen der Vollkonsolidierung einbezogen, die den Konzernabschluss für den größten und den kleinsten Teil der Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss wird von der Steinbeis GmbH & Co. KG für Technologietransfer, Stuttgart, im Unternehmensregister offengelegt. E. Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn in Höhe von EUR 1.109.120,56 bestehend aus dem Gewinnvortrag von EUR 1.257.051,98 und dem Jahresfehlbetrag von EUR 147.931,42 auf neue Rechnung vorzutragen.
Stuttgart, 30. Dezember 2024 Uwe Haug, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens der Steinbeis Innovation gGmbH, Stuttgart, im Geschäftsjahr 2023
Lagebericht Geschäftsjahr 2023I. Wirtschaftsbericht 1. Marktentwicklung Der "Markt" der SIG ist geprägt durch die Chancen, die sich im Wettbewerb um Förderprojekte auf der Ebene Land / Bund / EU ergeben. Wirtschaftliche Projekte mit der Industrie als direktem Auftraggeber ergeben sich in der Regel aus bereits bestehenden Projektbeziehungen und aufgrund des in den einzelnen Steinbeis-Innovationszentren (SIZ) spezifisch vorhandenen Knowhows. Forschung und Transfer findet im Steinbeis-Verbund über Köpfe statt. Für Steinbeis und insbesondere für die SIG hat die Schaffung solcher Rahmenbedingungen (innerhalb eines vorgegebenen und sich verändernden staatlichen und wirtschaftlichen Ordnungsrahmens) oberste Priorität, die es diesen "Köpfen" ermöglichen Wissen in Kooperation mit der Wirtschaft zu generieren und in wirtschaftlich anerkannte Produkte/Dienstleistungen zu transferieren. Im Jahr 2023 wurden in Deutschland nach vorläufigen Berechnungen 129,3 Mrd. Euro für Forschung und Entwicklung ausgegeben. Dies entspricht 3,13% des deutschen BIP. 1 Betrachtet man den Wirtschaftsraum Europa, so beträgt die äquivalente Zahl der gesamten FuE- Ausgaben aller EU-Staaten für 2022 zusammen ca. 381 Mrd. Euro (2,22% des europäischen BIP). 2 Ein "Markt" für die SIG sind neben den nationalen Fördermittelgebern daher auch Projekte, die über den Forschungsetat der Europäischen Kommission finanziert werden. Im Januar 2021 startete das neue 7-jährige Forschungsrahmenprogramm "Horizon Europe" 3. Das EU- Rahmenprogramm ruht auf drei Pfeilern: "Wissenschaftsexzellenz", "Globale Herausforderungen und industrielle Wettbewerbsfähigkeit Europas" sowie "Innovatives Europa". Ergänzt werden sie durch den Bereich "Ausweitung der Beteiligung und Stärkung des Europäischen Forschungsraumes". Für die SIG bieten sich auch hier weiterhin große Chancen in Kooperation mit der Wirtschaft und mit den bereits seit langem bestehenden europäischen Forschungspartnerschaften, Projektideen zu generieren und mit Forschungsgeldern umzusetzen. In einer multilateralen Wissenschafts- und Wirtschaftsstruktur lebt der Transfer heute umso mehr von unterschiedlichen Quellen der Wissensgenerierung. Im Transferprozess wird sich die Kooperation und Nutzung der unterschiedlichen Quellen dann in wirtschaftlich anerkannte Umsetzung niederschlagen müssen. Die SIG versteht sich in diesem Sinne als ein wesentlicher Teil des Steinbeis-Verbundes, der dies ermöglichen kann. 2. Geschäftsverlauf Die drei Hauptdienstleistungsbereiche sind: Öffentliche Projekte, Beratung und Entwicklung. Im Berichtsjahr sind die Umsatzerlöse um 3,22 % gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Das Eigenkapital ist von 1.557 TEUR in 2022 auf 1.409 TEUR in 2023 gesunken (- 9,5%). Der Jahresfehlbetrag liegt bei TEUR 148. Im Vorjahr ergab sich ein Jahresüberschuss von TEUR 285. Aufgrund der Projektlaufzeiten und der Abgrenzung von Projekten zum Bilanzstichtag sind solche Schwankungen normal. Über mehrere Jahre hinweg gleichen sich diese immer wieder aus.
1
https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_L%C3%A4nder_nach_Ausgaben_f%C3%BCr_Forschung_und_Entwicklung
Auf der Aufwandsseite sind die Personalaufwendungen um 2,03 % gestiegen, dies ist vor allem im Lohn- und Gehaltsbereich begründet. Strukturell ist der Personalaufwand in Relation zur Gesamtleistung um 0,23 Prozentpunkte zum Vorjahr gesunken. Der Materialaufwand ist im Berichtsjahr um 35,74 % gestiegen, welcher aus dem Anstieg bei Aufwendungen aus bezogenen Leistungen um 43,66 % sowie durch einen Rückgang im Aufwand für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren um 28,10 % resultiert. Strukturell ist der Materialaufwand im Verhältnis zur Gesamtleistung um 3,98 Prozentpunkte gesunken. Die Abschreibungen haben sich um 30,28 % erhöht. Das Anlagevermögen nahm gegenüber dem Vorjahr um TEUR 4.894 zu (+ 66,28 %). Dies resultierte aus der Erhöhung der geleisteten Anzahlungen für Anlagen im Bau um TEUR 5.069 (+ 78,09 %). Das Umlaufvermögen ist um TEUR 5.439 gegenüber dem Vorjahr gesunken (- 35,35 %). Diese Verminderung resultierte vor allem aus der Abnahme des ausgewiesenen Bestandes an liquiden Mittel um TEUR 6.388 (- 53,83 %). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen inkl. der Forderungen gegen verbundene Unternehmen nahmen um TEUR 800 zu (+ 32,66 %). Die sonstigen Vermögenswerte stiegen ebenfalls um TEUR 274 (+ 29,04 %). Auf der Passivseite haben sich folgende Veränderungen in der Kapitalstruktur ergeben: Die Rückstellungen sind um TEUR 164 gegenüber dem Vorjahr gesunken (-37,34 %). Die Verbindlichkeiten sind gegenüber dem Vorjahr um TEUR 378 gesunken (- 6,61 %). Es existieren keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Gegenüber dem Vorjahr haben sich die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten um TEUR 518 erhöht. Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten reduzierten sich um TEUR 11.919. Dies resultiert maßgeblich aus Fördermittelabrufen. Im Berichtsjahr wurden Zuwendungen zu Investitionsvorhaben in einem Sonderposten für Zuschüsse zum Anlagevermögen ausgewiesen (+ TEUR 12.582). Die genannten Verhältnisveränderungen sind abhängig von der Art der Projekte, die im jeweiligen Berichtszeitraum durchgeführt werden. Abhängig von den Förderrichtlinien und den daraus resultierenden Zahlungsabruffristen sowie insbesondere dem jeweiligen Anteil der Personalkosten/Sachkosten können sich diese sehr unterschiedlich darstellen. 3. Verlauf der Gründungen und Schließungen Im Jahr 2022 wurde ein Steinbeis-Innovationszentrum (SIZ) neu gegründet. Im selben Zeitraum wurden vier SIZ geschlossen. Schließungsgründe im Steinbeis-Verbund sind insbesondere persönliche Gründe (Alter, Krankheit, Tod des Steinbeis-Unternehmers) oder Marktgegebenheiten. Zum 31.12.2023 gibt es insgesamt 65 SIZ innerhalb der SIG. Die 65 SIZ wurden von insgesamt 84 (teilw. Doppelspitzen) Steinbeis-Unternehmern (SUN) geführt. Bei den freiberuflichen Projektleitern, die nur einern geringen Anteil aller Projektmitarbeiter ausmachen, ist ein Rückgang auf 13 Personen (3 Abgänge) zu verzeichnen. Dies ist durch die Struktur der Projekte begründet. Im nationalen (deutschen) Raum wird bei der Förderung von Personal fast ausschließlich eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung vorausgesetzt. Bei EU-Förderungen sind auch Honorare von freiberuflichen Projektleitern abrechenbar (bei gleichzeitiger Erfüllung des deutschen Rechts für eine freiberufliche Tätigkeit). Grundsätzlich sind die Gründungen/Schließungen immer an den Verlauf von Projekten gebunden. Ein SIZ für sich genommen ist selbst eine Plattform, die es im Rahmen der Gemeinnützigkeit der SIG ermöglicht, Förderprojekte durchzuführen. Die SIG ist antragsberechtigt, sofern die Richtlinien eine "private, nicht gewinnorientierte Forschungseinrichtung" zur Antragstellung zulassen. Im Gesamtverbund Steinbeis ist die SIG daher immer als ein "Instrument" zur Durchführung von förderwürdigen Projekten zu betrachten. 4. Darstellung der Lage Im Jahr 2023 gab es in der SIG insgesamt 122 laufende Förderprojekte. Diese verteilen sich zu über 79% auf die Fördergeber BMWi (ZIM-Projekte) und die EU. Von den Projekten werden 90,2% mit einer Förderquote von 100% finanziert. Die restlichen 9,8% der Projekte haben eine Co-Finanzierung. Im Jahr 2023 wurden insgesamt 56 neue Förderprojekte bewilligt. Betrachtet man die Verteilung der Technologieschwerpunkte der SIZ in der SIG, so ergibt sich zahlenmäßig eine Rangfolge mit den Bereichen "Produktion, Verarbeitung, Simulation", "Biotechnologie, Bio- Engineering", "Information, Kommunikation, Medien, Telematik", "Umwelt", "Elektrotechnik, Elektronik, Optoelektronik, Sensorik", "Werkstoffe", "Projekt und -Prozessmanagement" und "Automatisierung und Steuerung". Diese Bereiche spiegeln die thematischen Schwerpunkte der Projekte und damit auch die Branchen wider, in denen die Forschungsprojekte und Kooperationsprojekte mit der Industrie angesiedelt sind. 5. Sozialbericht Im Durchschnitt waren im Jahr 2023: 257,75 Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr: 261,75). Grundsätzlich muss bei der SIG immer auf die Besonderheit der zeitlich begrenzten Projektverträge hingewiesen werden, die in der Art der durchgeführten und finanzierten Projekte mit befristeten Laufzeiten begründet liegt. Die betriebliche Altersvorsorge für feste Mitarbeiter erfolgt über Direktversicherungen bzw. in Form einer Unterstützungskasse. II. Chancen- und Risikobericht und Bericht über Finanzinstrumente 1. Chancen- und Risikobericht Durch die dezentrale SIZ-Struktur und die konsequente Ausrichtung auf die transferorientierte Forschung und Entwicklung mit Nutzwert für die beteiligten Unternehmen hat die SIG sich einen Stand und eine Marke im umsetzungsorientierten Forschungsumfeld geschaffen. Dies ermöglicht es, die Themen nicht nur rein wissenschaftlich zu bearbeiten, sondern auch bedarfsorientiert in zielgerichtete Forschungsergebnisse sowie konkrete, marktgerecht Produkte und Dienstleistungen in den Unternehmen umzusetzen. In der aktuellen, durch große Unsicherheiten geprägten Zeit ergibt sich, unter der Annahme eines zunehmenden dirigistischen Eingreifens des Staates, im Förderbereich und damit für die SIG die Chance, dass die Anzahl der Forschungsprojekte, die aus öffentlichen Mittel finanziert werden, im Geschäftsjahr 2024 zunehmen werden. Einige Steinbeis-Unternehmen, werden vermutlich weiter versuchen, Kern-Know-How-Träger unter den Mitarbeitern in Förderprojekten zu beschäftigen, um sowohl die Forschungsergebnisse später wieder wirtschaftlich umsetzen als auch die Mitarbeiter halten zu können. Sofern die Richtlinien in Förderprogrammen vorsehen, dass eine "private nicht gewinnorientierte (gemeinnützige) Forschungseinrichtung" zur Beantragung und Durchführung benötigt wird, können auch Steinbeis-Einheiten, die primär im wirtschaftlichen Bereich tätig sind, hierzu parallel ein SIZ gründen, was möglicherweise in 2024 zu einem Anstieg der Gesamtzahl der SIZ führt. Es wird weiterhin die Herausforderung bestehen, die bei geförderten, nicht jedoch zu 100% finanzierten Projekten erforderlichen Eigenmittel aus anderen Projekten zu erwirtschaften oder zur Finanzierung andere SU oder Dritte einzubeziehen. Es ist jedoch davon auszugehen, dass dies bei den 10% der betroffenen Projekte durch das stetig ausgebaute Partnernetzwerk in der Wirtschaft und dessen Interesse an den Projektergebnissen gelingen kann. III. Prognosebericht Nach Einschätzung der Geschäftsführung wird sich die SIG auch im Jahr 2024 trotz der aktuellen anhaltenden und sich weiter verschärfenden weltweiten multipolaren Krisen voraussichtlich stabilisieren können. Resiliente Unternehmen werden auch die aktuellen Krisenzeiten durch bereits zum Teil massiv eingeleitete Transformationsprozesse überstehen. Der aktuell nach wie vor größte Unsicherheitsfaktor besteht in der Verlässlichkeit von staatlichen Rahmenbedingungen. Es bleibt abzuwarten, was eine mögliche andere Regierungskoalition für Auswirkungen haben wird - insbesondere hinsichtlich der wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen. Bei den Unternehmen wird durch die notwendige Stabilisierung und teilweisen Erhöhung der Forschungs- und Entwicklungsausgaben der "Markt" der SIG auch weiterhin viele Chancen bieten. Aus den Vergleichswerten der vergangenen Krisenzeiten kann für die SIG und auch für Steinbeis- Unternehmen in anderen Steinbeis-Gesellschaften, die Projekte aus öffentlichen Mitteln finanzieren, prognostiziert werden, dass das Thema "Forschung und Innovation" weiter ein wesentlicher Bestandteil am Wirtschaftsgeschehen sein wird. Hier ist insbesondere die SIG aus eigener Kraft und durch Koppeleffekte innerhalb des Steinbeis-Verbundes gut aufgestellt. Die SIG hat bei allen relevanten Projektgebern und Projektträgern eine positiv besetzte Erfolgsgeschichte aufzuweisen. In unsicheren Zeiten sind bewährte Partner und Instrumente ein Bestandteil, um in einer Dualität mit neuen, unkonventionellen Ansätzen innovative Lösungen für zukünftigen Herausforderungen zu erarbeiten. Es ist auch zukünftig das Ziel, das Geschäftsfeld der SIG sowohl quantitativ als auch qualitativ zu stabilisieren und wo es möglich ist zu erweitern. Es gilt, die Rahmenbedingungen der SIG fortlaufend an die Bedürfnisse und Anforderungen von Themenfeldern, die sich in Forschungsvorhaben im gemeinnützigen Bereich niederschlagen, anzupassen. Das Thema Energie (Solar, Wasserstoff,...) wird nach Einschätzung der Geschäftsführung einen größeren Anteil an zukünftigen Umsatzerlösen der SIG darstellen. Durch die Einbettung im Steinbeis- Verbund mit Forschungsvorhaben in anderen Steinbeis-Unternehmen sowie durch das langjährig gewachsene Partnerumfeld (Unternehmen, Zugang zu anderen Forschungseinrichtungen, Fördergeber, - träger) wird der Wert der SIG als verlässlicher Netzwerkpartner weiter erhöht werden können. Für 2024 wird wieder mit einem positiven Jahresergebnis geplant.
Stuttgart, den 30. Dezember 2024 Steinbeis Innovation gGmbH Uwe Haug Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Steinbeis Innovation gGmbH, Stuttgart Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Steinbeis Innovation gGmbH, Stuttgart, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Steinbeis Innovation gGmbH, Stuttgart, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, 30. Dezember 2024 RSM
Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Gerhard Schroeder, Wirtschaftsprüfer Anne Ehinger, Wirtschaftsprüferin |
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