LB premium Cars GmbH
Selbe AdresseVermietung von Kraftwagen mit einem Gesamtgewicht von 3,5 t oder weniger mittels Carsharing
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Dirk Arhelger seit 18.10.2022 | Prokura |
Eike Dr. Jahnke seit 26.6.2021 | Geschäftsführer |
Charlotte Kaiser seit 14.8.2020 | Prokura |
Stefan Kaminsky seit 23.8.2016 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
INEOS Styrolution Ludwigshafen GmbHFrankfurt am MainJahresabschluss und Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 20231. INEOS Styrolution auf einen Blick INEOS Styrolution ist einer der weltweit führenden Anbieter von Styrolkunststoffen mit Schwerpunkt auf Styrolmonomer (SM), Polystyrol (PS), Acrylnitril-Butadien-Styrol (ABS) und Spezialkunststoffen. Mit mehr als 90 Jahren Erfahrung verhilft INEOS Styrolution seinen Kunden durch innovative und nachhaltige Lösungen zu Wettbewerbsvorteilen in ihren Märkten. Gleichzeitig bemüht sich INEOS Styrolution nach Kräften, die Kreislaufwirtschaft für Styrolkunststoffe Wirklichkeit werden zu lassen. Das Unternehmen bietet Styrolkunststoffe für eine Vielzahl alltäglicher Produkte aus den unterschiedlichsten Branchen, zum Beispiel Automotive, Electronics, Household, Construction, Healthcare, Packaging sowie Toys/Sports/Leisure. INEOS Styrolution beschäftigt rund 3.000 Mitarbeiter und ist an 16 Produktionsstandorten in zehn Ländern präsent. Bei der INEOS Styrolution Ludwigshafen GmbH (nachfolgend auch "die Gesellschaft") handelt es sich um einen von drei produzierenden Standorten in Deutschland mit 213 Mitarbeitern (Vorjahr: 216 Mitarbeiter) und einer Produktionsmenge von 141.474 Tonnen im Geschäftsjahr (Vorjahr: 156.083 Tonnen). 2. Rechtliche Unternehmensstruktur Die INEOS Styrolution Ludwigshafen GmbH ist eine 100%-ige Tochtergesellschaft der INEOS Styrolution Europe GmbH, Frankfurt am Main. Die Gesellschaft hält geringfügige Minderheitsbeteiligungen (< 1%) an insgesamt 5 anderen INEOS Styrolution Gesellschaften. Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der INEOS Quattro Holdings Limited, Lyndhurst, Großbritannien (nachfolgend: "Konzern") einbezogen. Dieser Konzernabschluss wird nach IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellt, und ist am Sitz der Gesellschaft erhältlich. Der Geschäftszweck der INEOS Styrolution Ludwigshafen GmbH umfasst im Wesentlichen die Lohnveredelung (Tolling) für die INEOS Styrolution Europe GmbH (Prinzipal). Zwischen der INEOS Styrolution Group GmbH als beherrschendes Unternehmen und der Gesellschaft besteht ein in der Fassung vom 17. November 2011 geschlossener, wirksamer Gewinnabführungsvertrag. Ihm hat die Gesellschafterversammlung der Gesellschaft am 1. Dezember 2011 zugestimmt. 3. Geschäftsmodell INEOS Styrolution Ludwigshafen GmbH produziert Spezialkunststoffe für die INEOS Styrolution Europe GmbH gemäß einem Lohnveredelungsvertrag. Für diesen Zweck betreibt und unterhält die Gesellschaft umfangreiche Produktionsanlagen innerhalb des BASF-Chemiestandorts in Ludwigshafen. Die INEOS Styrolution Ludwigshafen GmbH erhält gemäß dem Lohnveredelungsvertrag mit der INEOS Styrolution Europe GmbH eine Erstattung der im Rahmen der Produktion anfallenden Kosten zuzüglich einer Gewinnmarge von grundsätzlich 4,07% auf die abrechnungsfähigen Produktionskosten, ist aber zu keinem Zeitpunkt Eigentümerin der Waren. Die Beschaffung der Rohstoffe erfolgt im Namen und auf Rechnung der INEOS Styrolution Europe GmbH. Die notwendigen Investitionen in Sachanlagen fallen in den Verantwortungsbereich der Gesellschaft. Die INEOS Styrolution Europe GmbH übernimmt den Vertrieb von Spezialkunststoffen im europäischen Raum und realisiert die Außenumsätze. Im Hinblick auf mögliche und erwartete wirtschaftliche Auswirkungen insbesondere im Bereich der Energiekosten, hat sich die INEOS Styrolution Europe GmbH mit Brief vom 22. Dezember 2022 gegenüber der INEOS Styrolution Ludwigshafen GmbH auf die vertragliche Härtefall-Regelung des Lohnveredelungsvertrags berufen und mitgeteilt, dass sie bezüglich der Härtefallklausel nach Treu und Glauben Verhandlungen über die aufzunehmen erwägt. Im Anschluss an diese am 22. Dezember 2022 unterzeichnete Härtefallerklärung und im Hinblick auf die Änderungen durch das Strompreisbremsegesetz (StromPBG) haben sich die INEOS Styrolution Europe GmbH und die Gesellschaft darauf geeinigt, die unter dem Lohnveredelungsvertrag vereinbarte Vergütung zeitlich begrenzt für Geschäftsjahr 2023 von 4,07% auf 1% zu reduzieren sowie 20% der variablen Energiekosten bei der INEOS Styrolution Ludwigshafen GmbH zu belassen. Diese Vertragsänderung diente dazu, dass sich die im Jahr 2023 tatsächlich stark gestiegenen Energiekosten des Tollers anteilig auch im EBITDA des Tollers widerspiegeln und so eine Verzerrung gegenüber anderen energieintensiven Unternehmen zumindest anteilig ausgeglichen wird. Die Gesellschaft erwirtschaftete in 2023 durch diesen Vertrag Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 65.310 (Vorjahr: TEUR 76.410). 4. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen und Geschäftsverlauf Trotz der hohen Inflation und der aggressiven Geldpolitik entwickelte sich die Weltkonjunktur im Jahr 2023 besser als zunächst prognostiziert. Nichtsdestotrotz blieb das Wirtschaftswachstum in der ersten Jahreshälfte moderat und nahm gegen Ende des Jahres ab. Zwar sind die Inflationsraten, maßgeblich durch die Entspannung an den Energiemärkten, stetig gesunken und lagen bei 8% (Vorjahr: 10% vgl. IfW Kiel), dennoch gab es keine nachhaltige Erholung der Konjunktur. Die Industrieproduktion stieg nur geringfügig, und im Wesentlichen in Schwellenländern, in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften wurde die Produktion tendenziell sogar eingeschränkt. Ebenfalls rückläufig war der Welthandel. Insgesamt lag das Wachstum der Weltwirtschaft mit 3,1% leicht unter dem Vorjahresniveau von 3,2% (vgl. IfW, Kiel). Auch die deutsche Wirtschaft war im gesamten Jahr 2023 von wirtschaftlicher Stagnation und hohen, wenn auch rückläufigen Inflationsraten geprägt. Der Anstieg der Energiepreise erreichte auch nachgelagerte Wertschöpfungsstufen und führte zu erheblichen Kaufkraftverlusten. Die Straffung der Geldpolitik beeinträchtigte das Wirtschaftswachstum wichtiger Handelspartner weltweit und führte zu einem Rückgang der Nachfrage. Gemäß Statistischen Bundesamt ergibt sich dadurch für das Gesamtjahr ein Rückgang des Bruttoinlandsproduktes um -0,3% (Vorjahr: 1,8%). Für die chemische Industrie war 2023 ein enttäuschendes Jahr. Die Situation auf den Rohstoff- und Energiemärkten blieb angespannt. International nicht wettbewerbsfähige Produktionskosten und die generell schwache Konjunktur führten dazu, dass Aufträge ausblieben. Gemäß Verband der Chemischen Industrie e.V. (VCI) ging die Produktion um 4,3 Prozent zurück, die Kapazitätsauslastung lag wie schon im Vorjahr auf einem niedrigen Niveau. Wie sich im zweiten Halbjahr 2022 bereits abgezeichnet hatte, entwickelte sich das EBITDA der INEOS Styrolution Gruppe 2023 deutlich schwächer als in den Vorjahren, wozu verschiedene Faktoren beitrugen. In Asien sorgte die sehr hohe Zusatzkapazität bei Standardprodukten (SM, ABS, PS) für großen Preis- und Margendruck, was sich ebenfalls auf Preise und Mengen in Europa und Amerika auswirkte. Zusätzlich blieb die Nachfrage in China als größtem Markt schwach bis moderat, so dass zusätzlich zu den Margen auch die Auslastung der Anlagen nicht vollständig gegeben war. In Europa waren noch die Auswirkungen der hohen Inflation aus 2022 zu spüren, was sich in Kaufzurückhaltung der Konsumenten und höheren Produktionskosten, getrieben von starken Lohnerhöhungen und weiterhin im Verhältnis zu den anderen Regionen höheren Energiekosten, zeigte. Zusätzlich sorgten die zunehmenden Importe aus Asien auch hier für Druck auf Preise und Margen. Die Volatilität der Energiekosten war im Geschäftsjahr 2023 ein Schlüsselfaktor für alle Geschäftsbereiche, der sich sowohl auf die mit den Rohölpreisen verbundenen Rohstoffkosten als auch auf die mit den Primärenergiekosten für Erdgas und Strom verbundenen Produktionskosten auswirkte. Die Rohölpreise schwankten stark zwischen mehr als 94 USD/Barrel und weniger als 75 USD/Barrel, wobei im Oktober Spitzenwerte erreicht wurden (vgl. ICIS-Report; Chart Brent in US-Dollar 2023). Die Energiekosten für Strom und Gas hatten sich im Vergleich zu 2022 wieder deutlich stabilisiert (Durchschnitt Strom 2023: 47,7 EUR/MWh vs. 60,5 EUR/MWh im Jahr 2022; Durchschnitt Gas 2023: 17,50 EUR/MWh vs. 59,9 EUR/MWh im Jahr 2022), bewegten sich jedoch weiterhin auf deutlich höherem Niveau als in Asien und Amerika. Auch in Amerika zeigten sich die Auswirkungen durch Konsumentenzurückhaltung in Verbindung mit Preisdruck durch Importe aus Asien. Im Vergleich zu Europe waren die Energiekosten in Amerika jedoch deutlich geringer. Wie schon im Vorjahr, wurden durch die schlechte Anlagenverfügbarkeit der Styrol-Anlagen einige Möglichkeiten zu profitablen Verkäufen verpasst. Durch die genannten Herausforderungen erzielte die INEOS Styrolution Gruppe das schwächste Jahresergebnis der Firmengeschichte. Wie die gesamte INEOS Styrolution Gruppe waren auch die deutschen Standorte 2023 durchgehend von einer niedrigen Nachfrage in allen Bereichen betroffen, eine Entwicklung, die bereits in der 2. Jahreshälfte 2022 begann. Die weiterhin hohe Inflation sowie die globale Unsicherheit haben zu einem zusätzlichen Nachfragerückgang beigetragen. Die verkauften Mengen sind gegenüber dem Jahr 2022 um 13% zurückgegangen. Die erwartete Erholung der Nachfrage in der zweiten Jahreshälfte 2023 in den Kernindustrien Automotive, Household und Construction ist nicht wie erwartet eingetreten. Von dem Nachfrageeinbruch besonders betroffen war die Packaging Industrie, die einen Rückgang der verkauften Volumina von ca. 50% zu verzeichnen hatte. Weiterhin stark betroffen waren die Industrien Toys/Sports/Leasure (-30%), Household & Electronics (-21%) sowie Construction (-15%). Letztere wurde zusätzlich zu den gestiegenen Baukosten auch durch die höheren Zinsen negativ beeinflusst. Die umsatzstärkste Industrie war Automotive mit einem kleineren Rückgang von -2% gegenüber 2022, die abgesetzten Verkaufsmengen blieben aber weiterhin auf einem niedrigen Niveau. Die Nachfrage nach Transportkapazität war weiterhin gedämpft, allerdings trieb die starke Inflation die Kosten weiter in die Höhe. Gestiegene Lohnkosten unserer Logistikpartnern wurden im Jahresverlauf an uns weitergegeben. Die Transportzuverlässigkeit im maritimen Bereich blieb lang unzufriedenstellend, Engpässe haben sich erst im Verlauf des Jahres aufgelöst. Die globale Verteilung der Container hat sich normalisiert und die Frachtraten sanken auf das Vor-COVID-Niveau. Dies hatte vermehrte asiatische Importe zur Folge, die den Marktanteil der regionalen Anbieter zusätzlich unter Druck setzten. Durch die niedrige Nachfrage, das schwache Marktumfeld sowie den Druck der asiatischen Wettbewerber wurde im Jahr 2023 das angestrebte EBITDA Ziel nicht erreicht und lag mit TEUR 4.452 um TEUR 5.315 unter dem Wert des Vorjahres. Die Fixkosten sind entsprechend der Erwartungen gestiegen und lagen bei TEUR 66.754 (Vorjahr: TEUR 53.873). Hier wirkten sich Erhaltungsaufwendungen aus sowie Aufwendungen für Energien. Bei der Anlagenzuverlässigkeit konnten die angestrebten 98,3% übertroffen werden, sie lag bei 98,9%. Die schwache Nachfragesituation zog eine niedrige Auslastung der deutschen Produktionsstandorte nach sich. Für die INEOS Styrolution Ludwigshafen GmbH lag sie mit 54% leicht über der Vorjahresauslastung von 53% allerdings weiterhin auf niedrigem Niveau. 5. Bedeutsame Leistungsindikatoren Die Planung und Unternehmenssteuerung der Gesellschaft beruht auf den folgenden finanziellen und nicht finanziellen Leistungsindikatoren.
Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Wertminderung und Abschreibung (EBITDA) ist im Geschäftsjahr gesunken. Aufgrund des Geschäftsmodelles wirken sich hier zum einen die gesunkenen Preise für Rohstoffe und Energie aus, zum anderen kommt die für ein Jahr begrenzte Anpassung des Lohnveredelungsvertrages zum Tragen. Einen Anstieg verzeichnete die Gesellschaft bei den Fixkosten, also den Kosten die unabhängig von der produzierten Menge anfallen. Diese setzen sich aus fertigungsbezogenen Fixkosten und anderen Fixkosten wie Verwaltung und Versand zusammen. Die Erläuterungen zu der Entwicklung der Fixkosten ist der Ertragslage zu entnehmen. Zu den fertigungsbezogenen Fixkosten gehören unter anderem:
Die Anlagenzuverlässigkeit ergibt sich aus dem Verhältnis von Produktion abzüglich ungeplanter Stillstände zur maximalen Produktionsrate. Sie verblieb im Geschäftsjahr bei 98,9% auf einem stabilen und hohen Niveau. Die Produktionsmenge der Produktionsanlagen in Ludwigshafen ist deutlich geringer als im Vorjahr. Dies ist zurückzuführen auf die weiterhin niedrige Nachfrage infolge des herausfordernden Marktumfeldes. Dass die Anlagenauslastung (Produktionsmenge im Verhältnis zur Anlagenkapazität) dennoch geringfügig über dem Vorjahreswert liegt, steht im Zusammenhang mit dem Produktmix. 6. Wirtschaftliche Lage der Gesellschaft 6.1. Ertragslage Die Umsatzerlöse der Gesellschaft sind im Geschäftsjahr um TEUR 11.108 auf TEUR 65.337 gefallen. Da im Geschäftsmodell der INEOS Styrolution Ludwigshafen GmbH die Umsatzerlöse als Umlage der Produktionskosten mit einem festen Aufschlag berechnet werden, wirken sich hier die gesunkenen Energiepreise aus, sowie die temporären Anpassungen des Lohnveredelungsvertrages mit der INEOS Styrolution Europe GmbH. Die Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen sanken aufgrund der Entwicklung bei den Energiepreisen um TEUR 6.559 auf TEUR 67.457. Dies beinhaltet auch den 20% Selbstbehalt bei den variablen Energiekosten. Innerhalb der Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen sind die Fixkosten im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 12.881 auf TEUR 66.754 gestiegen. Hier wirkten sich größtenteils Erhaltungsaufwendungen aus sowie die Energiepreise. Die Gesellschaft weist im Geschäftsjahr 2023 einen Jahresfehlbetrag vor Ergebnisabführung von TEUR -3.111 (Vorjahr: TEUR 250) aus. Ursächlich hierfür sind die in der Gesellschaft aufgrund der temporären Anpassung des Lohnveredlungsvertrages verbliebenen Energiekosten. 6.2. Vermögenslage Die Bilanzsumme der Gesellschaft betrug in 2023 TEUR 83.181 (Vorjahr: TEUR 77.737). Die wesentlichen Positionen der Bilanz auf der Aktivseite sind das Sachanlagevermögen und Forderungen gegen verbundene Unternehmen. Das Sachanlagevermögen hat sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 5.930 auf TEUR 68.464 (Vorjahr: TEUR 62.534), im Wesentlichen aufgrund der gestiegenen Investitionen des Geschäftsjahres, welche die laufenden Abschreibungen überstiegen, erhöht. Insgesamt wurden TEUR 12.388 in neue Anlagen investiert, während Anlagen mit einem Anschaffungswert von TEUR 693 (Restbuchwert TEUR 9) entsorgt wurden. Als wesentliche Investitionen sind bedeutende Anlagenänderungen an den Konvertern sowie einer Pump-Anlage zu nennen. Im Geschäftsjahr 2013 erfasste die Gesellschaft ein Gebäude im Rahmen eines Finanzierungsleasingvertrags zu Anschaffungskosten von TEUR 8.300. Der Restbuchwert des Gebäudes beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 5.623. Dem stehen unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesene Finanzierungsleasingverbindlichkeiten von TEUR 6.742 (Vorjahr: TEUR 6.924) gegenüber; davon haben TEUR 6.742 eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände belaufen sich auf TEUR 11.567, verglichen zu TEUR 12.062 aus dem Vorjahr. Die wesentlichen Veränderungen kommen aus den Forderungen gegen verbundene Unternehmen. Die Forderung aus Lohnveredelung gegenüber der INEOS Styrolution Europe GmbH sank auf TEUR 5.485 verglichen zu TEUR 8.330 im Vorjahr. Dies ist zurückzuführen auf den Einbehalt von 20% der variablen Energiekosten, sowie Anpassungen der vorläufigen Pensionskosten im Dezember auf den finalen Stand im Zusammenhang mit Pensionsrückstellungen. Die Forderung gegenüber INEOS Styrolution Group GmbH aus einem Vorsteuererstattungsanspruch betrug TEUR 772 (Vorjahr: TEUR 2.798). Die Vorräte betragen zum Bilanzstichtag TEUR 2.372 (Vorjahr: TEUR 2.117). Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um technisches Material. Die im Eigentum der INEOS Styrolution Europe GmbH stehenden Rohstoffe, fertigen und unfertigen Erzeugnisse, die sich am Standort befinden, werden in deren Bilanz ausgewiesen. Die wesentlichen Posten auf der Passivseite sind Eigenkapital, sonstige Rückstellungen sowie die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. Das Eigenkapital der Gesellschaft in Höhe von TEUR 18.700 hat sich aufgrund des bestehenden Gewinnabführungsvertrags nicht verändert. Rückstellungen wurden in Höhe von TEUR 2.912 gebildet (Vorjahr: TEUR 4.893). Diese beinhalten hauptsächlich Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen und Personalrückstellungen. Die Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen Cash-Pool-Verpflichtungen gegenüber INEOS Styrolution Group GmbH (TEUR 43.166; Vorjahr: TEUR 32.802) sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 10.614; Vorjahr: TEUR 13.254). Letztere sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 2.640 gesunken, was auf einen zeitlichen Unterschied bei den Zahlungen zum Jahresende zurückzuführen ist. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind um TEUR 10.244 höher als im Vorjahr. Diese Veränderung ist größtenteils auf die geringere Cash-Pool-Verbindlichkeit zurückzuführen. 6.3. Finanzlage Aufgrund der hohen Cash-Pool-Verbindlichkeit übersteigen die kurzfristigen Verbindlichkeiten die kurzfristigen Vermögensgegenstände deutlich. Dies stellt jedoch kein Risiko für die Gesellschaft dar, da diese Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen und der Cash-Pooling-Vertrag mit der INEOS Styrolution Group GmbH als solcher die Liquidität der Gesellschaft sicherstellt. Zum Jahresende beliefen sich die Verbindlichkeiten aus Cash-Pool auf TEUR 43.166 (Vorjahr: TEUR 32.802). Das Geschäftsmodell der Gesellschaft ist so konzipiert, dass die Gesellschaft grundsätzlich einen positiven operativen Cashflow erzielt. Cash-Pooling-Vertrag Mit dem Cash-Pooling-Vertrag vom 8. Mai 2013 (zuletzt ergänzt am 1. September 2015) ist die Gesellschaft dem konzernweiten Cash-Pooling beigetreten. Buchungstäglich werden dabei alle Salden auf Konten der INEOS Styrolution Group GmbH als Cash-Pool-Führerin im Konzernverbund übertragen. 7. Forschung und Entwicklung Aufwendungen für Forschung und Entwicklung sind im Geschäftsjahr keine entstanden. 8. Chancen- und Risikobericht Risiken Das Risikomanagementsystem der Gesellschaft ist integraler Bestandteil des Führungs-, Planungs- und Controlling-Prozesses und stützt sich auf eine etablierte Governance-Struktur sowie implementierte Richtlinien und Prozesse. Ziel des Systems ist es, durch nachhaltiges und effizientes Management alle wesentlichen Risiken frühzeitig zu identifizieren, zu bewerten und adäquate Vorsorge- und Sicherheitsmaßnahmen einleiten zu können, damit der Bestand des Unternehmens nicht gefährdet wird. Das Risikomanagementsystem deckt alle wesentlichen funktionalen Risikokategorien ab - Business-, Compliance-, Finanz-, IT-, operative und strategische Risiken. Wesentlicher Bestandteil des Systems ist die Überwachung des Risikomanagements und des internen Kontrollsystems durch die Geschäftsführung im Rahmen ihrer Gesamtverantwortung zur Erfüllung der gesetzlichen Anforderungen. Die weiteren Zuständigkeiten sind intern geregelt. Die Zuverlässigkeit und Funktionsfähigkeit des Risikomanagements werden durch regelmäßige Berichterstattung der einzelnen Unternehmensbereiche sichergestellt. Generell sei angemerkt, dass die Gesellschaft als Lohnveredler für die INEOS Styrolution Europe GmbH grundsätzlich eine vereinbarte, prozentuale Gewinnmarge von 4,07% auf die abrechnungsfähigen Produktionskosten erhält. Die wesentlichen Treiber für den Gewinn der Gesellschaft sind damit die im Produktionsprozess entstandenen Aufwendungen aus der Lohnveredelung sowie die prozentuale Umarbeitungsgebühr als solche. Aufgrund der besonderen Unternehmensstruktur und rechtlichen Ausgestaltung der INEOS Styrolution Gruppe ergeben sich für die Gesellschaft andere Risiken und Chancen im Vergleich zu Unternehmen ohne Lohnveredelungsmodell. Gleiches gilt auch für Zeiten des Stillstands, die Auslastung und möglicher Auswirkungen höherer Energiekosten. Die Gesellschaft erwirtschaftet grundsätzlich einen ihrer Funktion als Lohnveredler angemessenen Gewinn. Aufgrund des Vertrages erzielt die Gesellschaft grundsätzlich ein positives Betriebsergebnis. Aufgrund des Geschäftsmodels wirken sich erhöhte Energiepreise, aufgrund des Lohnveredelungsvertrags, im Wesentlichen auf den Prinzipal aus. Im Hinblick auf mögliche und erwartete wirtschaftliche Auswirkungen insbesondere im Bereich der Energiekosten, hat sich die INEOS Styrolution Europe GmbH mit Brief vom 22. Dezember 2022 gegenüber der Gesellschaft auf die vertragliche Härtefall-Regelung des Lohnveredelungsvertrag berufen und mitgeteilt, dass sie bezüglich der Härtefallklausel nach Treu und Glauben Verhandlungen über die Gewinnmarge aufzunehmen erwägt. Im Anschluss an diese am 22. Dezember 2022 unterzeichnete Härtefallerklärung und im Hinblick auf die Änderungen durch das Strompreisbremsegesetz (StromPBG) haben sich die INEOS Styrolution Europe GmbH und die Gesellschaft darauf geeinigt, die unter dem Lohnveredelungsvertrag vereinbarte Vergütung zeitlich begrenzt für Geschäftsjahr 2023 von 4,07% auf 1% zu reduzieren sowie 20% der variablen Energiekosten bei der Gesellschaft zu belassen. Diese Vertragsänderung diente dazu, dass sich die im Jahr 2023 tatsächlich stark gestiegenen Energiekosten des Tollers anteilig auch im EBITDA des Tollers widerspiegeln und so eine Verzerrung gegenüber anderen energieintensiven Unternehmen zumindest anteilig ausgeglichen wird. Des Weiteren gibt es derzeit keine unmittelbare Bedrohung durch Störungen bei der Lieferung von Roh-, Betriebs- und Hilfsstoffen. Die Gesellschaft unterliegt einer Reihe von betrieblichen Risiken und Branchenrisiken, die sich erheblich nachteilig auf das Betriebsergebnis auswirken könnten. Dazu zählen insbesondere das Risiko von Produktionsunterbrechungen infolge einer Explosion oder des Ausbruchs eines Feuers sowie die Freisetzung einer größeren Menge von Chemikalien. Das Geschäft von INEOS Styrolution beinhaltet die Verwendung und die Herstellung, den Umgang mit und die Auslieferung von großen Mengen gefährlicher Stoffe und anderer Chemikalien. Dementsprechend haften dem Geschäft Sicherheits-, Gesundheits- und Umweltrisiken (SGU-Risiken) an, beispielsweise das Risiko einer Umweltverschmutzung, eines Sachschadens oder eines Personenschadens. Die Bewältigung dieser Risiken wird daher als eine strategische Priorität gesehen, da es ansonsten zu Vermögensschäden, Geschäftsunterbrechung und Rufschädigung kommen kann. Das Unternehmen setzt sich strenge Ziele im Zusammenhang mit SGU-Risiken und verpflichtet sich zur kontinuierlichen Verbesserung aller Aspekte der Geschäftstätigkeit, um sämtliche einschlägigen gesetzlichen Anforderungen in diesem Bereich zu erfüllen und zu übertreffen. Das Währungskursrisiko der Gesellschaft ist gering, da die Kosten der Umarbeitung im Wesentlichen in der gleichen Währung wie der Weiterberechnung an die INEOS Styrolution Europe GmbH entstehen. Risiken aus Schwankungen unserer Zahlungsströme werden im Rahmen unserer monatlichen, jährlichen und strategischen Liquiditätsplanung erkannt. Über den Cash-Pooling-Vertrag hat die Gesellschaft ausreichend Zugang zu Geldmitteln zur Deckung ihres Bedarfs. Grundsätzlich erzielt die INEOS Styrolution Ludwigshafen GmbH aufgrund des Lohnveredelungsvertrags mit der INEOS Styrolution Europe GmbH ein positives Betriebsergebnis und grundsätzlich auch einen Liquiditätsüberschuss. Da die Gesellschaft keine Rohstoff- und Fertigproduktbestände hält, ergeben sich keine Liquiditätsrisiken aus Beschaffungs- und Verkaufspreisen sowie Mengenschwankungen. Rechtliche Risiken sind nicht erkennbar; es sind keine wesentlichen Rechtstreitigkeiten mit Auswirkung auf die Ertragslage anhängig. Unserer Einschätzung nach bestehen weiterhin keine wesentlichen Einzelrisiken, die den Fortbestand der INEOS Styrolution Ludwigshafen GmbH gefährden. Entwicklungsbeeinträchtigende Tatsachen oder Bestandsgefährdungen sind derzeit nicht erkennbar. Dies gilt auch für die Gesamtbetrachtung aller Risiken. Chancen Durch das Geschäftsmodell der Gesellschaft als Lohnveredler für die INEOS Styrolution Europe GmbH profitiert sie von den im Folgenden genannten Chancen, die sich für die INEOS Styrolution Gruppe als Ganzes ergeben. Der Verkauf einer breiten Palette an Produkten, mit umfassenden Einsatzmöglichkeiten in einer Vielzahl von Branchen und mit großer geografischer Reichweite ermöglicht es die Abhängigkeit von einzelnen Märkten, Branchen, Kunden und geografischen Regionen zu minimieren und bildet eine starke Absicherung gegen konjunkturelle Abschwünge. Die globale Reichweite und bedeutenden Produktionsanlagen in Europa, Nordamerika und Asien versetzen INEOS Styrolution in die Lage, wachstumsstarke Märkte zu erschließen und von Rohstoff- und Energiekostenvorteilen zu profitieren. Produktionsanlagen befinden sich in der Regel an strategisch günstigen Standorten in oder in der Nähe von Ländern, in denen eine große Nachfrage nach unseren Produkten besteht, wodurch die Transportkosten gesenkt werden. Viele unserer Produktionsstätten befinden sich in unmittelbarer Nähe zu vorteilhaften Rohstoffen, was uns einen Vorteil gegenüber unseren Wettbewerbern verschafft. Die Produktionsanlagen der INEOS Styrolution Ludwigshafen GmbH sind zum Beispiel in den von BASF betrieben CHEMPARK Ludwigshafen eingebunden. Wir sind in der Lage, von den Kostenvorteilen zu profitieren, die sich aus dem Betrieb großer, integrierter Anlagen ergeben, die strategisch in der Nähe wichtiger Verkehrswege und Kundenstandorte liegen. Aufgrund der Größe und des Umfangs unserer Produktionsanlagen sind wir in der Lage, in den Bereichen Einkauf, Produktion, Vertrieb, Marketing, Forschung und Entwicklung sowie bei der Anwendung von Best Practices in unseren Einrichtungen Größenvorteile zu erzielen. Wir haben in den letzten Jahren erheblich in unsere Produktionsanlagen investiert, um deren Effizienz zu verbessern. Unser nachhaltiges Produktportfolio bietet einfach umsetzbare Lösungen sowie maßgeschneiderte Optionen, um zwei große Herausforderungen anzugehen: Abfallreduzierung durch Produkte mit recyceltem Inhalt und damit einhergehend ein geringerer CO 2 -Fußabdruck durch Recycling oder biobasierte Produkte mit erneuerbarem Inhalt. Dazu gehören unsere Serien Terluran ECO und Novodur ECO aus mechanisch recyceltem ABS, die Drop-in-Leistung mit bis zu 70% Recyclinganteil bieten. Polystyrol bietet ein echtes Potenzial für die Kreislaufwirtschaft und ist eines der am besten geeigneten Produkte für die Kreislaufwirtschaft in der Lebensmittelindustrie, selbst wenn es mechanisch recycelt wird. Neben der Entwicklung recycelter Produktsortimente erweitern wir zügig unser Angebot an Polymeren und Chemikalien aus erneuerbaren Materialien. Wir bieten jetzt bio attributierte Versionen vieler unserer Produkte an, einschließlich Styrolkunststoffen (Styrolux ECO, Styroflex ECO, K-Resin, ECO, NAS ECO, Luran ECO, Luran S ECO, Novodur ECO, Novodur HH ECO). 9. Prognosebericht Für 2024 ist nur ein unterdurchschnittliches Wachstumstempo der Weltwirtschaft zu erwarten. Zwar steigen die Reallöhne und bestehende Lieferengpässe konnten größtenteils überwunden werden, dennoch sorgen anhaltende und neue militärische Auseinandersetzungen und innenpolitische Ungewissheiten weiterhin für Unsicherheit bei Unternehmen und Konsumenten und werden den Investitions- und Konsumwillen abschwächen. Auch für die deutsche Wirtschaft rechnet das IfW nicht mit einer großen konjunkturellen Trendwende obwohl derzeit noch von einem Wirtschaftswachstum ausgegangen wird. Insgesamt rechnet das IfW wir für das laufende Jahr nur noch mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts von 0,1 Prozent. Ein auch in Deutschland erwarteter Anstieg des privaten Konsums durch steigende Reallöhne kann die fehlenden Impulse aus der Weltwirtschaft und die schwachen Exporte nicht kompensieren. Ebenso belasten hohe Zinsen weiterhin die Baubranche und die generelle Investitionsbereitschaft. Aufgrund der rückläufigen Inflation ist jedoch von Zinssenkungen im Jahresverlauf auszugehen. Auch INEOS Styrolution erwartet für das Jahr 2024 vor allem in der ersten Jahreshälfte weiterhin ein schwieriges Marktumfeld mit niedriger Nachfrage. Deutlich auswirken wird sich die zusätzliche Kapazität in den Segmenten Styrol, Polystyrol und ABS, die in Asien auf den Markt kam und weiterhin ausgebaut wird und die den Preiswettbewerb deutlich verstärkt. Der Höhepunkt der zusätzlichen Kapazität lag im Geschäftsjahr, die aktuellen Überkapazitäten im Markt werden jedoch für die nächsten Jahre für Anlagenauslastungen unter 80% sorgen. Zusätzlich wird in allen Regionen für 2024 nur mit einem moderaten Wachstum gerechnet, da viele Konsumenten durch hohe Inflationsraten der Vorjahre weiterhin Zurückhaltung bei Konsum- und Investitionsausgaben üben werden. Ein leichter Anstieg ergibt sich aus dem erwarteten länderspezifischen Wirtschaftswachstum und Erholungseffekten einiger Branchen, die 2023 einen überproportionalen Rückgang zu verzeichnen hatten (z.B. Electronics, Healthcare, Packaging und Construction). Nichtsdestotrotz bleibt die Langfristvorschau positiv, was sich durch das erwartete Wirtschaftswachstum in China und durch das langfristige weltweit erwartete Wachstum der INEOS Styrolution Fokus-Industrien begründet (vgl. Sachverständigenrat der Wirtschaft/Konjunkturprognose 2024). In der Erwartung leicht sinkender Zinsen (vgl. Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung e.V.) wird mit einer Erholung der Construction Industrie gerechnet. Auch die Verpackungsindustrie, die 2023 unter der starken Kaufzurückhaltung auch bei kurzlebigen Verbrauchsgütern litt, wird sich 2024, bedingt durch Gehalts-/Lohnanpassungen bei den Konsumenten wieder erholen. Die langlebigeren Konsumgüter (Electronics, Household) waren besonders von der inflationsbedingten Kaufzurückhaltung betroffen, wodurch hier, bei jetzt geringerer Inflation, ebenfalls ein Erholungseffekt eintreten sollte. Ein gemischtes Bild zeigt sich in der Automobilindustrie: Während Amerika schon 2023 gewachsen ist und dort weiterhin die Erwartungen positiv sind, ist in Europa mit einer Seitwärtsbewegung bei gleichbleibende Verkaufszahlen zu rechnen. Insgesamt prognostizieren wir ein leicht höheres EBITDA 2024 im Vergleich zu 2023. Aufgrund der weiterhin zu erwartenden wirtschaftlichen Herausforderungen liegt ein großer Fokus auch in 2024 auf den Fixkosten. Das Management wird bereits gestartete Fixkostenreduzierungsmaßnahmen fortführen und weitere Bereiche untersuchen, so zum Beispiel Logistikkosten. Dadurch erwarten wir leicht sinkende Fixkosten. Die größte Herausforderung für die deutschen Standorte bleibt weiterhin die Zuverlässigkeit der Produktionsanlagen sein, insbesondere vor dem Hintergrund der derzeitig niedrigen Auslastung. Wir werden weiterhin sehr genau die Entwicklung der Nachfrage verfolgen und unsere Produktion entsprechend anpassen. Weiterhin werden zur Steuerung des Cashflows 2024 auch Expansionsprojekte eingeschränkt, was eine zusätzliche Herausforderung darstellt. Für den Standort Ludwigshafen streben wir dennoch eine Anlagenzuverlässigkeit von 98,5% an. Produktionsmenge und Anlagenauslastung als wesentliche nicht finanzielle Leistungsindikatoren werden aufgrund der Vielfalt des Produktmixes und damit verbundener hoher Volatilität dieser beiden Größen nicht geplant und sind somit nicht prognostizierbar.
Frankfurt am Main, den 29. April 2024 Sven Riechers, Geschäftsführer Dr. Eike Jahnke, Geschäftsführer Stefan Kaminsky, Geschäftsführer Robbie A. M. Buntinx, Geschäftsführer Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 20231. Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss wurde für die INEOS Styrolution Ludwigshafen GmbH mit Sitz in Frankfurt am Main aufgestellt. Die Gesellschaft ist unter der Handelsregister Nummer HRB 93185 beim Amtsgericht Frankfurt am Main eingetragen. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde entsprechend den handelsrechtlichen Vorschriften der §§ 238 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften gemäß §§ 264 ff. HGB und unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren gem. § 275 Abs. 3 HGB aufgestellt. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Der Ausweis erfolgt in Euro (EUR), sofern nichts anderes angegeben wird. Der Jahresabschluss wurde unter der Annahme der Unternehmensfortführung (Going-Concern-Prämisse) aufgestellt. Aus rechentechnischen Gründen können in den Tabellen Rundungsdifferenzen in Höhe von ± einer Einheit (TEUR) auftreten. Gewinnabführungsvertrag Zwischen der INEOS Styrolution Group GmbH als beherrschendes Unternehmen und der Gesellschaft besteht ein in der Fassung vom 17. November 2011 geschlossener, wirksamer Gewinnabführungsvertrag. Durch diesen Vertrag verpflichtet sich INEOS Styrolution Ludwigshafen GmbH, ihren nach handelsrechtlichen Vorschriften ermittelten Gesamtgewinn an die INEOS Styrolution Group GmbH abzuführen. Gleichzeitig verpflichtet sich die INEOS Styrolution Group GmbH für die Dauer des Vertrags Jahresfehlbeträge der Gesellschaft auszugleichen. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die unverändert zum Vorjahr nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden entsprechend ihrer Nutzungsdauer (3 - 15 Jahre) um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Nutzungsdauer bestimmt sich nach der betriebsindividuellen wirtschaftlichen Nutzung. Hierbei wird die lineare Methode angewandt. Die Abschreibungen werden im Zugangsjahr zeitanteilig vorgenommen. Das Sachanlagevermögen ist unter Berücksichtigung planmäßiger und außerplanmäßiger Abschreibungen zu fortgeführten Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet. Die Abschreibungen erfolgen grundsätzlich linear mit Nutzungsdauern zwischen drei und zwanzig Jahren und werden im Zugangsjahr zeitanteilig vorgenommen. Die Nutzungsdauer bestimmt sich nach der betriebsindividuellen wirtschaftlichen Nutzung. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden entsprechend § 253 Abs. 3 HGB außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens ab einem Wert über EUR 250 bis zu einem Wert von EUR 1.000 werden auf einem gesonderten Bestandskonto geführt. Dieses wird über 5 Jahre linear abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu einem Wert von EUR 250 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben; ihr sofortiger Abgang wird unterstellt. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Im Falle von dauernden Wertminderungen werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigen beizulegenden Wert vorgenommen. Die Vorräte weisen unter den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen ausschließlich Instandhaltungsmaterialien aus, die bei Verbrauch erfolgswirksam erfasst werden. Sie werden zu Anschaffungskosten oder zu niedrigeren Zeitwerten angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten angesetzt. Allen risikobehafteten Posten wird bei Bedarf durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Der Kassenbestand und Bankguthaben werden zum Nennwert bewertet. Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach der "Projected-Unit-Credit-Method" unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Der zugrunde gelegte Rechnungszins für die Abzinsung der Pensionsverpflichtungen in Höhe von 1,83% (Vorjahr: 1,78%) beruht gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB auf dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Zinssatz der vergangenen zehn Jahre, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 3,50% (Vorjahr: 3,50%) und Rentensteigerungen von jährlich 2,30% (Vorjahr: 2,50%) zugrunde gelegt sowie eine durch den Aktuar berechnete alters- und geschlechtsabhängige Fluktuationswahrscheinlichkeit. Der Aufwand aus der Aufzinsung sowie aus der Zinsänderung, saldiert mit den Erträgen aus der Zeitwertänderung des Deckungsvermögens und des Aufwands aus Zinsänderungen, sind unter dem Posten "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst worden. Es besteht gemäß § 253 Abs. 6 HGB n.F. ein Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 120 (Vorjahr: TEUR 572), der zu einer höheren Pensionsrückstellung geführt hätte. Nach Artikel 28 Abs. 2 EGHGB ergibt sich für mittelbare Pensionsverpflichtungen, für die keine Rückstellung gebildet wurde, eine erstmalige mögliche Unterdeckung in Höhe von TEUR 1.575. Die Gesellschaft saldiert gemäß § 246 Abs. 2 HGB Vermögensgegenstände in Höhe des beizulegenden Zeitwerts auf Basis der von dem Helaba Pension Trust e.V. gemeldeten Rücknahmewertes von TEUR 6.685 (Vorjahr: TEUR 6.352), die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung der Verpflichtungen dienen (Deckungsvermögen), gemäß § 246 Abs. 2 HGB mit den Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 8.570 (Vorjahr: TEUR 8.925). Die Anschaffungskosten des verrechneten Deckungsvermögens betragen TEUR 6.356 (Vorjahr: TEUR 7.463). Nach der Verrechnung verbleibt ein passiver Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 1.885 der im Posten Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen ausgewiesen wird. Die sonstigen Rückstellungen werden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrages unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostensteigerungen angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden abgezinst. Die Abzinsung erfolgt unter Anwendung der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten, laufzeitadäquaten, durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Jahre. Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Es besteht eine ertragsteuerliche Organschaft mit der INEOS Styrolution Investment GmbH sowie eine umsatzsteuerliche Organschaft mit der INEOS Styrolution Group GmbH. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. 3. Erläuterungen zur Bilanz Die Bilanzsumme beträgt TEUR 83.181 (Vorjahr: TEUR 77.737). Die wesentlichen Posten der Bilanz stellen sich wie folgt dar: Anlagevermögen Die Gliederung und Entwicklung des Anlagevermögens in dem Geschäftsjahr sind der Anlage zum Anhang zu entnehmen. Das Sachanlagevermögen hat sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 5.930 auf TEUR 68.464 (Vorjahr: TEUR 62.534), im Wesentlichen aufgrund der gestiegenen Investitionen des Geschäftsjahres, welche die laufenden Abschreibungen überstiegen, erhöht. Insgesamt wurden TEUR 12.388 in neue Anlagen investiert, während Anlagen mit einem Anschaffungswert von TEUR 693 (Restbuchwert TEUR 9) entsorgt wurden. Als wesentliche Investitionen sind bedeutende Anlagenänderungen an den Konvertern sowie einer Pump-Anlage zu nennen. Vorräte Der Gesamtbetrag der Vorräte beläuft sich auf TEUR 2.372 (Vorjahr: TEUR 2.117). Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um Instandhaltungsmaterialien. Die im Eigentum der INEOS Styrolution Europe GmbH befindlichen Rohstoffe, fertige und unfertige Erzeugnisse, die sich am Standort befinden, werden in deren Bilanz aktiviert. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände belaufen sich auf TEUR 11.567 (Vorjahr: TEUR 12.062), davon sind TEUR 11.328 (Vorjahr: TEUR 11.129) gegen verbundene Unternehmen.
Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände enthalten wie im Vorjahr keine Beträge mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Wesentliche Forderungen gegen verbundene Unternehmen ergeben sich aus der Abrechnung der Lohnveredelungsbeträge gegenüber der INEOS Styrolution Europe GmbH sowie aus einem Vorsteuererstattungsanspruch gegenüber der INEOS Styrolution Group GmbH. Unter den sonstigen Vermögensgegenständen werden energierechtliche Erstattungsansprüche in Höhe von TEUR 185 (Vorjahr: TEUR 680) ausgewiesen. Rechnungsabgrenzungsposten Der Rechnungsabgrenzungsposten umfasst die Vorauszahlung der Versicherungsprämien. Eigenkapital Das Eigenkapital der Gesellschaft ist mit TEUR 18.700 unverändert. Das gesamte handelsrechtliche Ergebnis wird aufgrund des Gewinnabführungsvertrages an die INEOS Styrolution Group GmbH abgeführt. Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Beträge für Personalaufwendungen. Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten enthalten wie im Vorjahr keine Beträge mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr oder Beträge, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen im Wesentlichen Cash-Pool-Verbindlichkeit (TEUR 43.166; Vorjahr: TEUR 32.802) und die Gewinnabführung gegenüber der INEOS Styrolution Group GmbH. Im Geschäftsjahr 2013 erfasste die Gesellschaft ein Gebäude im Rahmen eines Finanzierungsleasingvertrags zu Anschaffungskosten von TEUR 8.300. Der Restbuchwert des Gebäudes beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 5.623. Dem stehen unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesene Finanzierungsleasingverbindlichkeiten von TEUR 6.742 (Vorjahr: TEUR 6.924) gegenüber; davon haben TEUR 6.742 eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Bei der Gesellschaft bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 58.068 (Vorjahr: TEUR 60.560) aus Miet- und Leasingverträgen. Die Verpflichtungen sind wie folgt fällig:
4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung INEOS Styrolution Ludwigshafen GmbH hat seit 2013 einen Vertrag mit der INEOS Styrolution Europe GmbH, Frankfurt am Main (Prinzipal), geschlossen, wonach die Gesellschaft als Lohnveredler für den Prinzipal fungiert. Dieser Vertrag führt dazu, dass die INEOS Styrolution Ludwigshafen keinen Umsatz aus Warenproduktion und deren Verkäufen realisiert, sondern den Umsatz aus der Lohnveredelung zeigt. Die Gesellschaft realisiert somit nahezu keine Außenumsätze und es entstehen keine Vertriebskosten. Die im Lohnveredelungsvertrag vereinbarte Gewinnmarge auf die abrechnungsfähigen Produktionskosten beträgt generell 4,07%. Teile der Herstellungskosten unterliegen gemäß dem Vertrag keiner Abrechnung an den Prinzipal. Es handelt sich hierbei beispielsweise um Finanzierungskosten, Bankgebühren, Gewinne und/oder Verluste aus Währungsumrechnungen oder unrealisierte Gewinne und/oder Verluste aus Wertpapieren zur Sicherung der Pensionsverbindlichkeiten. Im Hinblick auf mögliche und erwartete wirtschaftliche Auswirkungen insbesondere im Bereich der Energiekosten, hat sich die INEOS Styrolution Europe GmbH mit Brief vom 22. Dezember 2022 gegenüber der Gesellschaft auf die vertragliche Härtefallregelung des Lohnveredelungsvertrag berufen und mitgeteilt, dass sie bezüglich der Härtefallklausel nach Treu und Glauben Verhandlungen über die Gewinnmarge aufzunehmen erwägt. Im Anschluss an diese am 22. Dezember 2022 unterzeichnete Härtefallerklärung und im Hinblick auf die Änderungen durch das Strompreisbremsegesetz (StromPBG) haben sich die INEOS Styrolution Europe GmbH und die Gesellschaft darauf geeinigt, die unter dem Lohnveredelungsvertrag vereinbarte Vergütung zeitlich begrenzt für Geschäftsjahr 2023 von 4,07% auf 1% zu reduzieren sowie 20% der variablen Energiekosten bei der Gesellschaft zu belassen. Diese Vertragsänderung diente dazu, dass sich die im Jahr 2023 tatsächlich stark gestiegenen Energiekosten des Tollers anteilig auch im EBITDA des Tollers widerspiegeln und so eine Verzerrung gegenüber anderen energieintensiven Unternehmen zumindest anteilig ausgeglichen wird.
Sonstige betriebliche Erträge Im Geschäftsjahr 2023 betrugen die sonstige betriebliche Erträge TEUR 68 (Vorjahr: TEUR 685), davon unter TEUR 1 Erträge aus Währungsumrechnung (Vorjahr: TEUR 3). Weiterhin enthalten sind periodenfremde Erträge von TEUR 68 (Vorjahr: TEUR 630), die überwiegend aus der Auflösung von Rückstellungen resultieren. Materialaufwand Da die Hauptrohstoffe im Rahmen der Lohnveredelung zur Verfügung gestellt werden, werden sie nicht im Jahresabschluss der Gesellschaft erfasst, sondern bei der INEOS Styrolution Europe GmbH. Aufwendungen für bezogene Leistungen sind im Geschäftsjahr in Höhe von TEUR 704 (Vorjahr: TEUR 861) angefallen. Dabei handelt es sich um Aufwendungen für Zeitarbeitskräfte. Die gesamten Aufwendungen für Hilfs-, und Betriebsstoffe belaufen sich auf TEUR 13.828 (Vorjahr: TEUR 23.380). Der größte Anteil entfällt dabei auf Energiekosten insbesondere für Strom mit insgesamt TEUR 5.782 (Vorjahr: TEUR 11.325) sowie für Dampf in Höhe von TEUR 3.374 (Vorjahr: TEUR 5.528). Personalaufwand Der Personalaufwand für Löhne und Gehälter reduzierte sich im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 20.017 auf TEUR 18.825, was hauptsächlich auf den Rückgang der sonstigen personalbezogenen Aufwendungen für variable Vergütung zurückzuführen ist. Zudem reduzierte sich die Anzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer von 216 im Vorjahr auf 213 im Geschäftsjahr 2023.
Sonstige betriebliche Aufwendungen Im Geschäftsjahr 2023 betrugen die sonstigen betrieblichen Aufwendungen TEUR 2 (Vorjahr: TEUR 127), davon TEUR 2 Aufwendungen aus Währungsumrechnung (Vorjahr: TEUR 3). Zinsergebnis
Die Zinsen und ähnliche Erträge bestehen aus den Erträgen aus der Zeitwertänderung des Deckungsvermögens in Höhe von TEUR 329 (Vorjahr: Aufwand TEUR 1.853) saldiert mit Zinsaufwand aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellung von TEUR 114 (Vorjahr: TEUR 271). Daraus resultierende Gesamterträge betragen im Geschäftsjahr TEUR 215. Im Vorjahr ergab sich nach der Summierung beider Effekte ein Zinsaufwand von TEUR 2.124. Des Weiteren sind Zinsaufwendungen für Verbindlichkeiten aus Cash-Pool gegenüber der INEOS Styrolution Group GmbH zu nennen. Ergebnisverwendung Der Jahresfehlbetrag der INEOS Styrolution Ludwigshafen GmbH in Höhe von TEUR 3.111 (Vorjahr: Jahresüberschuss TEUR 251) wurde im Rahmen des Gewinnabführungsvertrages in voller Höhe durch die INEOS Styrolution Group GmbH übernommen. 5. Informationen zum Personalbestand Im Jahresdurchschnitt waren bei der Gesellschaft 213 (Vorjahr: 216) Arbeitnehmer ohne Geschäftsführer und Auszubildende beschäftigt. Der Personalbestand bzw. die Personalentwicklung des Geschäftsjahres stellt sich wie folgt dar:
6. Sonstige Angaben Honorar für Abschlussprüfer Das Gesamthonorar für den Abschlussprüfer, Deloitte GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, belief sich im Geschäftsjahr 2023 auf TEUR 45 (Vorjahr: TEUR 47) und entfiel in vollem Umfang auf Abschlussprüfungsleistungen. Geschäftsführung Die Geschäftsführung bestand im Geschäftsjahr und bis zum Zeitpunkt der Jahresabschlussaufstellung aus den folgenden Personen:
Die Geschäftsführer erhielten weder im Geschäftsjahr noch im Vorjahr Bezüge von der Gesellschaft mit Ausnahme von Herrn Stefan Kaminsky, der in seiner Funktion als Werksleiter Gehalt bezieht. Auf die Angaben der Geschäftsführerbezüge wurde nach § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. An ehemalige Geschäftsführer und deren Hinterbliebenen wurden im Geschäftsjahr keine Bezüge (Vorjahr: 0) geleistet. Ebenso wurden keine Pensionsrückstellungen für ehemalige Geschäftsführer und deren Hinterbliebenen gebildet (Vorjahr: 0). Konzernverhältnisse Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der INEOS Quattro Holdings Limited, Lyndhurst, Großbritannien, welche den Konzernabschluss für den kleinsten Konsolidierungskreis aufstellt, einbezogen. Dieser Konzernabschluss ist am Sitz der Gesellschaft erhältlich und wird beim englischen Companies House unter der Nummer 09922632 hinterlegt. INEOS Industries Limited, Lyndhurst, Großbritannien, ist das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Dieser Konzernabschluss ist am Sitz der Gesellschaft erhältlich und wird beim englischen Companies House unter der Nummer 06959146 hinterlegt. Oberstes Mutterunternehmen ist INEOS Ltd., Douglas, Isle of Man. 7. Nachtragsbericht Mit dem Gesellschafterbeschluss vom 7. Februar 2024 wurde Herr Robbie A. M. Buntinx mit Wirkung zum 7. Februar 2024 zum Geschäftsführer der Gesellschaft bestellt. Darüber hinaus sind keine zu berichtenden Ereignisse nach dem Bilanzstichtag eingetreten.
Frankfurt am Main, den 29. April 2024 Sven Riechers, Geschäftsführer Dr. Eike Jahnke, Geschäftsführer Stefan Kaminsky, Geschäftsführer Robbie A. M. Buntinx, Geschäftsführer Anlage zum Anhang Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die INEOS Styrolution Ludwigshafen GmbH, Frankfurt am Main Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der INEOS Styrolution Ludwigshafen GmbH, Frankfurt am Main, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der INEOS Styrolution Ludwigshafen GmbH, Frankfurt am Main, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, den 29. April 2024 Deloitte
GmbH
Dr. Claus Buhleier, Wirtschaftsprüfer Helena Fast, Wirtschaftsprüferin Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 wurde mit Beschluss vom 31. Juli 2024 festgestellt. |
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