Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 201733
Vorher
Laureate Germany Holding GmbH
Eingetragen
19.6.2007
Branche
BeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz
Gegenstand
Das Halten und Verwalten von Beteiligungen an Unternehmen, insbesondere an privaten Hochschulen.

Historie

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Management

NameRolle
Amer Nicolas Yazbek
seit 10.12.2025
Geschäftsführer
Sagi Hartov
seit 21.2.2022
Geschäftsführer
Danilo Krivenko
seit 27.11.2018
Geschäftsführer
Carl Prof. Lygo
seit 27.11.2018
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Global University Systems Germany B.V.NLD
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Global University Systems Germany B.V.
Netherlands
25.000 €
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Konzern- und Jahresabschlüsse

GUS Germany GmbH

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.12.2018 bis 30.11.2019

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2018/19

A. Grundlagen der Gesellschaft

1. Rechtliche Verhältnisse

Alleinige Gesellschafterin ist zum Bilanzstichtag 30. November 2019 unverändert die Global University Systems Germany B.V., Amsterdam/Niederlande (im Folgenden "GUS Germany BV").

Zum Bilanzstichtag 30. November 2019 gehört die Gesellschaft über ihre Gesellschafterin GUS Germany BV zum Teilkonzern der Global University Systems Holding B.V., Amsterdam/Niederlande (im Folgenden "GUS Holding"). Konzernobergesellschaft ist die Osprey Investments Limited, Nikosia/Zypern.

Im Vorjahr wurde mit notariell beurkundetem Gesellschafterbeschluss vom 19. September 2018 das Geschäftsjahr geändert. Bilanzstichtag war danach der 30. November. Das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 30. November 2018 stellte entsprechend ein Rumpfgeschäftsjahr dar. Die Änderung des Geschäftsjahres bzw. Bilanzstichtages wurden am 27. November 2018 in das Handelsregister eingetragen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. November 2018 umfasste nur elf Monate, während das Geschäftsjahr 2018/19 wieder einen Zeitraum von zwölf Monaten umfasst. Die Vergleichbarkeit der Gewinn- und Verlustrechnung ist entsprechend eingeschränkt.

Inzwischen ist mit notariell beurkundetem Gesellschafterbeschluss vom 11. Mai 2021 erneut das Geschäftsjahr geändert worden. Der Bilanzstichtag ist danach nunmehr der 31. Mai. Die Eintragung der erneuten Änderung des Geschäftsjahres bzw. Bilanzstichtages wurde am 19. Mai 2021 in das Handelsregister eingetragen.

2. Geschäftstätigkeit sowie Kunden und Absatzmärkte

Die GUS Germany GmbH (im Folgenden "GGG") ist eine Service- und Holdinggesellschaft. Der Zweck der Gesellschaft ist das Halten und Verwalten von Firmenbeteiligungen und die Erbringung von Serviceleistungen. Die GGG und ihre Tochtergesellschaften sind derzeit an den Standorten Berlin und Potsdam sowie Hamburg und Iserlohn vertreten, wobei der Campus in Potsdam als Ergänzung für den Berliner Campus erst im Jahr 2021 hinzugekommen ist.

Die GGG ist Erbringer von Serviceleistungen in den Bereichen Personalwesen, Rechnungswesen/Controlling, Finanzen, Marketing/Vertrieb und Datenverarbeitung für die operativ tätigen Tochtergesellschaften University of Applied Sciences GmbH, Potsdam (im Folgenden "UE") und HTK GmbH, Berlin (im Folgenden "HTK"). Im Geschäftsjahr 2018/19 wurden auch Dienstleistungen für die beiden Schwestergesellschaften Gisma Global GmbH, Hannover (im Folgenden "Gisma") und Arden University GmbH, Berlin (im Folgenden "Arden") erbracht.

Mit Vertrag vom und Wirkung zum 18. März 2021 hat die GGG zwischenzeitlich sämtliche Geschäftsanteile am Kapital der BSBI-Berlin School of Business and Innovation GmbH, Berlin (im Folgenden "BSBI") erworben. Des Weiteren hat die GGG mit Vertrag vom und mit Wirkung zum 30. März 2022 auch sämtliche Geschäftsanteile am Kapital der Berlin Metropolitan University of Applied Sciences GmbH, Berlin (im Folgenden "BMU") erworben. Während die BMU derzeit noch eine ruhende Gesellschaft ist, betreibt die BSBI bereits seit 2018 einen aktiven Hochschulbetrieb.

Die Gesellschaft ist Hauptmieter für die Standorte Dessauer Straße 3-5a in Berlin und Konrad-Zuse-Ring 11 in Potsdam (seit 2021) sowie Reiterweg 26b in Iserlohn und Museumsstraße 39 in Hamburg. Die im Rahmen der vorgenannten Mietverhältnisse anfallenden Mieten (einschließlich Nebenkosten) und sonstige Gebäudekosten werden an die operativ tätigen Tochtergesellschaften UE und HTK weiterbelastet.

3. Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten

Die GGG führt als Service- und Holdinggesellschaft keine eigenen Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten aus. Auf Ebene der GGG sind entsprechend keine eigene Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen angefallen.

B. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Im Kalenderjahr 2019 war das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt um 0,6 % höher als im Kalenderjahr 2018. Die deutsche Wirtschaft war damit im zehnten Jahr in Folge gewachsen. Dies war die längste Wachstumsphase im vereinten Deutschland.

Quelle: https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2020/01/PD20_018_811.html

Im folgendem Kalenderjahr 2020 war das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt infolge der Coronavirus-Pandemie dann aber um 5,0 % niedriger als im Kalenderjahr 2019. Die deutsche Wirtschaft war somit nach einer zehnjährigen Wachstumsphase im Corona-Krisenjahr 2020 in eine tiefe Rezession geraten, ähnlich wie während der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/2009.

Quelle: https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2021/01/PD21_020_811.html

Im Kalenderjahr 2021 war das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt dann um 2,7 % höher als im Kalenderjahr 2020. "Die konjunkturelle Entwicklung war auch im Jahr 2021 stark abhängig vom Corona-Infektionsgeschehen und den damit einhergehenden Schutzmaßnahmen", sagte Dr. Georg Thiel, ehemaliger Präsident des Statistischen Bundesamtes, bei der Pressekonferenz "Bruttoinlandsprodukt 2021" in Wiesbaden. "Trotz der andauernden Pandemiesituation und zunehmender Liefer- und Materialengpässe konnte sich die deutsche Wirtschaft nach dem Einbruch im Vorjahr erholen, wenngleich die Wirtschaftsleistung das Vorkrisenniveau noch nicht wieder erreicht hat", so Thiel weiter. Im Vergleich zum Jahr 2019, dem Jahr vor Beginn der Coronavirus-Pandemie, war das Bruttoinlandsprodukt 2021 noch um 2,0 % niedriger.

Quelle: https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2022/01/PD22_020_811.html

Die deutsche Wirtschaft erholte sich anschließend trotz schwieriger Rahmenbedingungen. So war das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2022 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 1,9 % höher als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug das Wirtschaftswachstum 2,0 %. "Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Jahr 2022 geprägt von den Folgen des Kriegs in der Ukraine wie den extremen Energiepreiserhöhungen", sagte Dr. Ruth Brand, seit 1. Januar 2023 neue Präsidentin des Statistischen Bundesamtes, bei der Pressekonferenz "Bruttoinlandsprodukt 2022" in Berlin. "Hinzu kamen verschärfte Material- und Lieferengpässe, massiv steigende Preise beispielsweise für Nahrungsmittel sowie der Fachkräftemangel und die andauernde, wenn auch im Jahresverlauf nachlassende Corona-Pandemie. Trotz dieser nach wie vor schwierigen Bedingungen konnte sich die deutsche Wirtschaft im Jahr 2022 insgesamt gut behaupten", so Brand weiter. Im Vergleich zum Jahr 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das Bruttoinlandsprodukt 2022 um 0,7 % höher.

Quelle: https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2023/01/PD23_020_811.html

Die Zahl der privaten Hochschulen ist von 90 Hochschulen in 2010 auf 106 Hochschulen (Stand 2018) angewachsen. Die Studierendenzahlen haben sich mehr als verdoppelt. Mittlerweile studieren 244.000 Studierende und damit 8,5 % aller Studierenden an einer privaten Hochschule. Auch die Zahl der Professuren ist von 1.700 im Jahr 2010 auf 3.600 im Jahr 2018 gestiegen. Mit durchschnittlich 2.300 Studierenden sind private Hochschulen deutlich kleiner als ihre staatlichen Dependants. Die inhaltliche Fokussierung privater Hochschulen hat sich seit 2010 kaum verändert. Knapp 70 % der Studierenden studieren ein Fach im Bereich Wirtschafts-, Rechts-und Sozialwissenschaften.

Quelle: https://www.stifterverband.org/private-hochschulen

Im Wintersemester 2018/19 waren so viele Studierende wie noch nie an den deutschen Hochschulen eingeschrieben. So waren 2.867.500 Studentinnen und Studenten im Wintersemester 2018/19 an einer deutschen Hochschule immatrikuliert. Damit erhöhte sich die Zahl der Studierenden im Vergleich zum Wintersemester 2017/18 um 22.600 (+0,8 %).

Quelle: https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2018/11/PD18_460_213.html

Zum Wintersemester 2021/22 waren anschließend dann bereits insgesamt 2.947.500 Studentinnen und Studenten an einer Hochschule in Deutschland eingeschrieben. Damit wurde die Entwicklung der vergangenen 14 Jahre, in deren Folge sich die Studierendenzahlen seit dem Wintersemester 2007/08 (1.941.763 Studierende) kontinuierlich und spürbar erhöht hatten, vorerst gebremst.

Quelle: https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2021/11/PD21_538_21.html

Im Wintersemester 2022/23 sind an den deutschen Hochschulen inzwischen 1,0 % weniger Studierende eingeschrieben als im Vorjahr. Damit hat sich die Studierendenzahl nach einem stetigen Wachstum seit dem Wintersemester 2007/08 erstmals wieder verringert. Im Wintersemester 2022/23 sind insgesamt 2.915.700 Studentinnen und Studenten an einer Hochschule in Deutschland eingeschrieben.

Quelle: https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2022/11/PD22_503_21.html

2. Beschaffung

Die wesentlichen Kosten der GGG resultieren aus Personalkosten, Mieten (einschließlich Nebenkosten) und sonstigen Gebäudekosten, Jahresabschluss-, Rechts- und Beratungskosten sowie Marketingaufwendungen und Kosten der Datenverarbeitung.

3. Personal

Die Anzahl der durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter liegt mit 62 auf dem Niveau des Vorjahres. Auch der Anteil der Voll- und Teilzeitbeschäftigten an der Belegschaft ist gegenüber dem Vorjahr unverändert.

4. Umweltschutz

Aufgrund der Art der Geschäftstätigkeit waren im Geschäftsjahr 2018/19 erneut keine Investitionen für Umweltschutzmaßnahmen erforderlich.

5. Finanzierung

Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt aus eigenen Mitteln bzw. aus dem eigenen Geschäftsbetrieb heraus. Durch Anschluss an den Konzernfinanzverrechnungsverkehr bzw. die Konzernfinanzplanung der GUS Holding-Gruppe ist die für die Sicherstellung des Geschäftsbetriebs der GGG erforderliche Liquidität nach Einschätzung der Geschäftsführung gewährleistet.

Zum Bilanzstichtag 30. November 2019 stehen den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen von € 15,1 Mio. dabei Forderungen gegen verbundene Unternehmen von € 41,9 Mio. gegenüber. Die liquiden Mittel belaufen sich gleichzeitig auf € 0,5 Mio.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen neben Forderungen gegen die GUS Holding (€ 10,9 Mio.) vor allem die beiden Tochtergesellschaften UE und HTK (insgesamt € 26,6 Mio.). Für die Forderungen gegen die beiden Tochtergesellschaften UE und HTK wurden zu Gunsten der GGG jeweils bis zum 31. August 2026 befristete und betragsmäßig unbegrenzte Patronatserklärungen von der Global University Systems B.V., Amsterdam/Niederlande (im Folgenden "GUS BV") abgegeben; die GUS BV ist alleinige Gesellschafterin der GUS Germany BV. Auf notwendige Werberichtberichtungen der Forderungen gegen die UE und HTK wurde entsprechend verzichtet.

6. Investitionen

Im Geschäftsjahr 2018/19 sind Investitionen in das Sachanlagevermögen und die immateriellen Vermögensgegenstände von € 0,3 Mio. getätigt worden. Im Geschäftsjahr 2018/19 ist eine Anlageninventur in Form einer so genannten "Buchinventur" durchgeführt worden. Im Zuge der vorgenannten Anlageninventur sind Anlagenabgänge mit ursprünglichen Anschaffungskosten von € 1,5 Mio. verzeichnet worden. Die Anlageninventur hat zu geringfügigen Buchverlusten geführt.

Die langfristigen vertraglichen bzw. zukünftigen finanziellen Verpflichtungen belaufen sich auf € 41,1 Mio. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betreffen vor allem Mietverpflichtungen für die Standorte Berlin sowie Hamburg und Iserlohn. Im Geschäftsjahr 2018/19 sind keine grundsätzlichen Änderungen in den Mietverhältnissen eingetreten und entsprechend haben sich die sonstigen finanziellen Verpflichtungen gegenüber dem Vorjahr (€ 47,0 Mio.) reduziert.

Die vergleichsweise hohen sonstigen finanziellen Verpflichtungen betreffen insbesondere den Mietvertrag für den Standort Berlin. Im Vorjahresrumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis 30. November 2018 war ein neuer langfristiger Mietvertrag für den Standort Berlin mit einer Laufzeit bis zum 31. August 2026 abgeschlossen worden.

Im Zuge der Aufhebung des ursprünglichen Mietvertrags und dem Abschluss des neuen langfristigen Mietvertrages hatte die GGG eine Einmal- bzw. Sonderzahlung vom Vermieter in Höhe von € 11,9 Mio. erhalten. Die Einmal- bzw. Sonderzahlung wurde teilweise (€ 10,9 Mio.) von der Obergesellschaft GUS Holding vereinnahmt. Zum Bilanzstichtag 30. November 2019 werden - wie im Vorjahr - weiterhin Forderungen in dieser Höhe gegen die GUS Holding ausgewiesen.

Der danach verbleibende Teil der Einmal- bzw. Sonderzahlung von € 1,0 Mio. wurde zum Vorjahresbilanzstichtag (30. November 2018) noch unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen. Entsprechende Restzahlungen des Vermieters wurden im Geschäftsjahr 2018/19 nunmehr vereinnahmt, nachdem zuvor betragsmäßig identische Mietbürgschaften durch ein Kreditinstitut zu Gunsten des Vermieters abgegeben wurden.

Die im Zuge des Abschlusses des neuen langfristigen Mietvertrages vereinbarte Einmal- bzw. Sonderzahlung von € 11,9 Mio. wird über die Laufzeit des Mietvertrages von 96 Monaten erfolgswirksam aufgelöst. Im Geschäftsjahr 2018/19 wurden danach Erträge aus der Auflösung passiver Rechnungsabgrenzungsposten von € 1,5 Mio. (Vorjahr € 0,4 Mio.) erfolgswirksam vereinnahmt.

Mit Nachtrag vom 31. Oktober 2022 hat die GUS Germany GmbH zwischenzeitlich den langfristigen Mietvertrag für den Campus in Berlin erneut bzw. vorzeitig bis zum 31. August 2031 verlängert. Im Zuge der Verlängerung des ursprünglichen Mietvertrags wurde der GUS Germany GmbH eine weitere Einmal- bzw. Sonderzahlung vom Vermieter in Höhe von T€ 4.500 zugesagt, von der zwischenzeitlich T€ 2.500 ausgezahlt wurden.

7. Besondere Ereignisse

Mit Schreiben vom 26. August 2019 ist eine steuerliche Außenprüfung für Zwecke der Umsatz- und Gewerbe- sowie Körperschaftsteuer für die Veranlagungszeiträume 2015 bis 2017 angeordnet worden. Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts ist die Betriebsprüfung noch nicht abgeschlossen und es liegen auch noch keine konkreten Prüfungsfeststellungen vor.

Die Geschäftsführung hat dennoch in Absprache mit den steuerlichen Beratern der Gesellschaft und rein vorsorglich für etwaige Prüfungsfeststellungen Steuerrückstellungen und Rückstellungen für Zinsen gebildet. Die erwarteten Prüfungsfeststellungen betreffen u.a. mögliche außerbilanzielle Korrekturen für bspw. verdeckte Einlagen und verdeckte Gewinnausschüttungen.

8. Analyse des Geschäftsverlaufs und Lage der Gesellschaft

a) Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme beläuft sich zum Bilanzstichtag 30. November 2019 auf T€ 44.551 (Vorjahr T€ 31.258). Die Erhöhung der Bilanzsumme betrifft vor allem die Forderungen und Verbindlichkeiten gegen(über) verbundene(n) Unternehmen.

Nach Abschreibungen von T€ 576 und moderaten Zugängen von T€ 314 sowie Abgängen mit Restbuchwerten von T€ 53 belaufen sich das Sachanlagevermögen und die immateriellen Vermögensgegenstände auf insgesamt T€ 1.426 (Vorjahr T€ 1.742).

Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Anteile an der UE und der HTK werden weiterhin zu Erinnerungswerten von je € 1 ausgewiesen.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben sich auf T€ 41.860 (Vorjahr T€ 27.207) deutlich erhöht. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten weiterhin Forderungen gegen die GUS Holding, die aus der Vereinnahmung der Einmal- bzw. Sonderzahlung im Rahmen der vorzeitigen Aufhebung des Mietvertrages für den Standort Berlin resultieren (T€ 10.880). Es handelt sich entsprechend um jederzeit fällige und unverzinsliche Forderungen aus dem Finanzverrechnungsverkehr. Darüber hinaus beinhalten die Forderungen gegen verbundene Unternehmen Forderungen gegen die Schwestergesellschaft Interactive Pro Limited (im Folgenden "IPro") von T€ 3.930 (Vorjahr T€ 3.930), die ebenfalls aus dem Finanzverrechnungskehr resultieren und jederzeit fällig und unverzinslich sind. Forderungen gegen die Tochtergesellschaften UE und HTK (insgesamt T€ 26.568) resultieren hauptsächlich aus dem Finanzverrechnungskehr. Sie enthalten darüber hinaus Forderungen aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr sowie umsatzsteuerlicher Organschaft. Forderungen gegen die Schwestergesellschaften Gisma von T€ 459 (Vorjahr T€ 0) sowie Arden von T€ 23 (Vorjahr T€ 0) resultieren aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr. Die deutliche Erhöhung der Forderungen gegen verbundene Unternehmen betrifft vor allem die Geschäftsbeziehung zu den beiden Tochtergesellschaften UE und HTK. So musste insbesondere auf Ebene der Tochtergesellschaft UE die andauernde Verlustsituation finanziert werden.

Für die Forderungen gegen die beiden Tochtergesellschaften UE und HTK wurden zu Gunsten der GGG jeweils bis zum 31. August 2026 befristete und betragsmäßig unbegrenzte Patronatserklärungen von der GUS BV abgegeben; die GUS BV ist alleinige Gesellschafterin der GUS Germany BV. Auf notwendige Werberichtberichtungen der Forderungen gegen die UE und HTK wurde entsprechend weiterhin verzichtet.

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten vor allem Kautionen von T€ 283 (Vorjahr T€ 625). Der zum Vorjahresbilanzstichtag (30. November 2018) ausgewiesene Sicherheitseinbehalt auf die Einmal- bzw. Sonderzahlung für die vorzeitige Beendigung des Mietvertrages für den Standort Berlin (T€ 1.020) ist inzwischen zurückgezahlt worden.

Die Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten haben sich von T€ 538 im Vorjahr auf T€ 472 leicht reduziert.

Nach einem Jahresfehlbetrag von T€ -735 beläuft sich das gesamte Eigenkapital zum Bilanzstichtag 30. November 2019 auf T€ 13.521 (Vorjahr T€ 14.256).

Die Steuerrückstellungen von T€ 1.716 (Vorjahr T€ 1.716) wurden für etwaige Ergebnisse der laufenden Betriebsprüfung für die Veranlagungszeiträume 2015 bis 2017 (einschließlich Folgewirkung in die folgenden Veranlagungszeiträume) gebildet.

Die Rückstellungen für etwaige Zinsen im Zusammenhang mit der steuerlichen Außenprüfung belaufen sich auf T€ 184 (Vorjahr T€ 83) und werden unter den sonstigen Rückstellungen ausgewiesen. Die gesamten sonstigen Rückstellungen belaufen sich auf T€ 2.448 (Vorjahr T€ 1.323) und betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für Jahresabschluss-, Rechts- und Beratungskosten von T€ 1.253 (Vorjahr (T€ 435) sowie Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen von T€ 776 (Vorjahr T€ 645).

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich von T€ 578 im Vorjahr auf T€ 1.464 deutlich erhöht. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen beinhalten zum Bilanzstichtag 30. November 2019 - wie im Vorjahr - Verpflichtungen für ausstehende Mietzahlungen. Die deutliche Erhöhung ist allerdings auf Verbindlichkeiten für Marketingmaßnahmen zurückzuführen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben sich auf T€ 15.138 (Vorjahr T€ 1.690) deutlich erhöht. Sie resultieren insbesondere aus dem Finanzverrechnungsverkehr und betreffen neben den beiden Tochtergesellschaften UE und HTK (T€ 5.283) die Obergesellschaft GUS Holding (T€ 5.150) und die Schwestergesellschaft IPro (T€ 4.705).

Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten von T€ 10.042 (Vorjahr T€ 11.528) betreffen die im Zuge des Abschlusses eines langfristigen Mietvertrages vereinbarte Einmal- bzw. Sonderzahlung, die über die Laufzeit des Mietvertrages erfolgswirksam aufgelöst wird (im Geschäftsjahr 2018/19: T€ 1.486).

b) Ertragslage

Für die Steuerung des Unternehmens verwendet die Gesellschaft ausschließlich die beiden finanziellen Leistungsindikatoren Umsatz und Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (im Folgenden "EBITDA"). Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren spielen für die Unternehmenssteuerung dagegen eine eher untergeordnete Rolle und werden entsprechend nicht explizit analysiert bzw. gemessen.

Im Geschäftsjahr 2018/19 belaufen sich die Umsatzerlöse auf T€ 14.032. Die Umsatzerlöse resultieren aus Gebühren für Serviceleistungen (T€ 10.894) sowie aus der Weiterbelastung von Mieten (einschließlich Nebenkosten) und sonstiger Gebäudekosten (T€ 3.138) an die beiden Tochtergesellschaften UE und HTK sowie die beiden Schwestergesellschaften Gisma und Arden. Im dem elf Monate umfassten Vorjahresrumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis 30. November 2018 lagen die Umsätze dagegen bei lediglich T€ 9.890. Die Ausweitung der Umsatzerlöse steht im Zusammenhang mit der Erhöhung der Mietaufwendungen (einschließlich Nebenkosten) und sonstiger Gebäudekosten sowie der Marketingaktivitäten.

Die sonstigen betrieblichen Erträge von T€ 1.650 beinhalten vor allem die Auflösung des passiven Rechnungsabgrenzungspostens bzw. den im Geschäftsjahr 2018/19 anteilig erfolgswirksam vereinnahmten Teil der der Einmal- bzw. Sonderzahlung (T€ 1.486).

Die Personalaufwendungen liegen im Geschäftsjahr 2018/19 bei nahezu unveränderter Belegschaft mit T€ 3.266 auf dem hochgerechneten Niveau des Vorjahres.

Die Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände liegen mit T€ 576 etwa auf dem hochgerechneten Niveau des Vorjahres.

Im Geschäftsjahr 2018/19 haben sich die sonstigen betrieblichen Aufwendungen deutlich ausgeweitet. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen von T€ 12.146 betreffen vor allem Mieten (einschließlich Nebenkosten) und sonstige Gebäudekosten, Jahresabschluss-, Rechts- und Beratungskosten sowie Marketingaufwendungen und Kosten der Datenverarbeitung. Die deutliche Erhöhung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrifft insbesondere die Miet- und Marketingaufwendungen sowie Steuerberatungskosten im Zusammenhang mit der steuerlichen Außenprüfung.

Die im Vorjahresrumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis 30. November 2018 ausgewiesenen Abschreibungen auf Finanzanlagen in Höhe von T€ 3.400 betrafen die beiden Tochtergesellschaften UE (T€ 3.000) und HTK (T€ 400).

Die im Vorjahresrumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis 30. November 2018 ausgewiesenen Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (T€ 1.732) und im Geschäftsjahr 2018/19 ausgewiesenen Zinsaufwendungen von T€ 101 (Vorjahr T€ 88) betrafen bzw. betreffen nahezu ausschließlich die im Rahmen der laufenden steuerlichen Außenprüfung gebildeten Rückstellungen für etwaige Prüfungsfeststellungen.

Insbesondere aufgrund der umfangreichen Abschreibungen auf Finanzanlagen und der Ertragsteuerbelastung ergab sich im Vorjahresrumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis 30. November 2018 ein Jahresfehlbetrag von insgesamt T€ -5.031. Im Geschäftsjahr 2018/19 waren - mit Ausnahme der Zuführung zur Rückstellung für Steuerberatungskosten in Höhe von T€ 586 - keine vergleichbar hohen negativen Sondereffekte zu verzeichnen, so dass die Verluste auf T€ -735 deutlich zurückgegangen sind. Das - um die Zuführung zur Rückstellung für Steuerberatungskosten bereinigte - EBITDA ist im Berichtsjahr mit T€ 527 (Vorjahr T€ 708) zudem weiter positiv.

c) Gesamtaussage zur Lage der Gesellschaft

Der deutsche Teil der GUS Holding-Gruppe bestehend aus der GGG und ihren beiden Tochtergesellschaften UE und HTK erwirtschaften insgesamt nachhaltige bzw. dauerhafte Verluste. Es wird derzeit erwartet, dass die Verlustsituation in der deutschen GGG-Gruppe noch bis zum Ende des Geschäftsjahres 2024/25 andauern wird.

Zur Vermeidung insolvenzrechtlicher Konsequenzen hatte die Alleingesellschafterin GUS Germany BV mit Datum vom 1. Mai 2019 ursprünglich eine betragsmäßig unbegrenzte Patronatserklärung abgegeben, die jedoch bis zum 31. Dezember 2021 befristet war. Zwischenzeitlich hat die Obergesellschaft GUS Holding mit Datum vom 28. Oktober 2020 eine bis zum 31. Mai 2025 befristete und betragsmäßig ebenfalls unbegrenzte Patronatserklärung abgegeben, um die Unternehmensfortführung auch über den 31. Dezember 2021 hinaus sicherzustellen. Die GUS Holding verpflichtet sich darin, die Gesellschaft jederzeit finanziell so auszustatten, dass diese ihre Verbindlichkeiten fristgerecht erfüllen kann.

Die GGG wiederum hat gegenüber ihrer Tochtergesellschaft UE mit Datum vom 1. Juli 2020 und gegenüber ihrer Tochtergesellschaft HTK mit Datum vom 17. Juni 2022 jeweils ebenfalls bis zum 31. Mai 2025 befristete und betragsmäßig unbegrenzte Patronatserklärungen abgegeben, um auch die Unternehmensfortführung der beiden Tochtergesellschaften sicherzustellen.

Für die Forderungen gegen die beiden Tochtergesellschaften UE und HTK wurden zu Gunsten der GGG jeweils bis zum 31. August 2026 befristete und betragsmäßig unbegrenzte Patronatserklärungen von der GUS BV abgegeben. Auf notwendige Werberichtberichtungen der Forderungen gegen die UE und HTK konnte entsprechend verzichtet werden.

Aufgrund der vorgenannten Patronatserklärungen sowie vor dem Hintergrund ausreichender Liquidität sieht die Geschäftsführung derzeit weder auf Ebene der eigenen Gesellschaft noch auf Ebene der Tochtergesellschaften bestandsgefährdende Risiken. Die Bilanzierung erfolgt entsprechend unter der Annahme der Unternehmensfortführung ("Going Concern").

C. Angaben zum internen Kontroll- und zum Risikomanagementsystem

Im Vorjahresrumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis 30. November 2018 wurden bei der GGG wie auch bei ihren Tochtergesellschaften UE und HTK aufgrund des Konzernwechsels im Rahmen des internen Kontrollsystems zunächst nur einige Basiskontrollen durchgeführt. Die Einbindung der GGG und ihren Tochtergesellschaften UE und HTK in das Risikomanagementsystem der GUS Holding-Gruppe ist anschließend dann sukzessive ausgeweitet worden. Seit September 2018 wird inzwischen die Finanzbuchhaltung für die gesamte deutsche GGG-Gruppe zentral am Hauptstandort in Berlin ausgeführt.

Ziel des gruppenweiten Risikomanagements ist es, den wirtschaftlichen Erfolg der gesamten GUS Holding-Gruppe und der verschiedenen Tochterunternehmen sicherzustellen sowie bestandsgefährdende oder entwicklungsbeeinträchtigende Tatsachen frühzeitig erkennen zu können.

Teil des gruppenweiten Risikomanagementsystems ist die laufende Finanz- und Liquiditätsplanung für die gesamte GUS Holding-Gruppe. Die GGG selbst wie auch ihre Tochtergesellschaften UE und HTK sind inzwischen insbesondere durch die monatliche Konzernberichterstattung ("Group Reporting") dort mit eingebunden. Im Rahmen der monatlichen Konzernberichterstattung wird auf Ebene der GUS Holding die laufende Geschäftsentwicklung analysiert, um mögliche Risiken frühzeitig zu erkennen. Auf lokaler Ebene der GGG erfolgen zudem mittlerweile "Board-Meetings" der Geschäftsführung bzw. ersten Führungsebene.

D. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

1. Chancen der zukünftigen Entwicklung

Das Geschäftsfeld, in dem die GGG und ihre Tochtergesellschaften UE und HTK tätig sind, eröffnet Chancen für die zukünftige Entwicklung. Die nachfolgend dargestellten Chancen werden entsprechend einem absteigenden Grad (etwaiger positiver) finanzieller Auswirkungen aufgeführt.

Die GGG will sich verstärkt auf die Prozessvereinfachung in den Servicebereichen fokussieren, um schneller für die Kunden u.a. EDV-, Personal-, Buchhaltungs-, Controlling- und Marketingdienstleistungen erbringen zu können. Hierbei soll in allen Standorten das gleiche Servicelevel sowohl für externe Kunden (Studenten) als auch interne Kunden (Mitarbeiter) erreicht werden.

Über die Tochtergesellschaften UE und HTK ermöglicht die Gesellschaft Studierenden durch staatlich anerkannte Hochschulabschlüsse weltweite Karrierechancen. Durch die gezielte Vermarktung dieses Aspekts und fortlaufende strukturelle Anpassungen von Studienangeboten soll ein organisches Wachstum bei den Studentenzahlen erreicht werden. Dabei verfolgt die GUS Holding-Gruppe vor allem das Ziel einer Steigerung ihres Markanteils.

Skaleneffekte sollen dazu beitragen, Erweiterungen bei den Studienangeboten mit wesentlich geringerem Aufwand zu erreichen. Als Teil der GUS Holding-Gruppe in Deutschland bereitet sich GGG entsprechend durch die Einführung von Standardprozessen in den Servicebereichen darauf vor, das erwartete Wachstum zu bewältigen.

Insgesamt ist nach Einschätzung der Geschäftsführung die Chancenlage in einem schwierigen Marktumfeld mittel- bis langfristig weiterhin positiv zu beurteilen und gegenüber dem Vorjahr weitestgehend unverändert.

2. Risiken der zukünftigen Entwicklung sowie Einschätzung zum Gesamtbild der Risikolage

Die Gesellschaft ist Risiken ausgesetzt, die auch die Geschäftstätigkeit der GGG sowie die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage negativ beeinflussen könnten. Die nachfolgend dargestellten Risiken werden entsprechend einem absteigenden Grad (etwaiger negativer) finanzieller Auswirkungen aufgeführt.

Ein entwicklungsbeeinträchtigendes Risiko der Gesellschaft ist die Abhängigkeit von der Finanzierung durch die GUS Holding-Gruppe, da insbesondere die beiden operativen Tochtergesellschaften UE und HTK bislang nachhaltig Verluste erwirtschaften. Die Gesellschaft hat gegenüber der UE und der HTK jeweils betragsmäßig unbegrenzte und bis zum 31. Mai 2025 befristete Patronatserklärungen abgegeben. Mit einer Inanspruchnahme aus den Patronatserklärungen wird derzeit nicht gerechnet.

Seit April 2023 gilt die Coronavirus-Pandemie als überwunden. Staatlich verordnete Kontaktbeschränkungen und Hygienemaßnahmen sowie sonstige Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus wurden bis dahin fortlaufend aktualisiert. Inzwischen sind sämtliche Corona-Schutzmaßnahmen aber aufgehoben worden und seit April 2023 gilt die Coronavirus-Pandemie als überwunden. Die Geschäftsführung der GGG geht entsprechend davon aus, dass die Coronavirus-Pandemie zukünftig keine negativen Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung mehr haben wird. Das Risiko wird daher mittlerweile als niedrig eingestuft.

Der Betrieb von staatlichen bzw. öffentlichen wie auch privaten Hochschulen war zwischenzeitlich von den Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie stark betroffen. Die GUS Holding-Gruppe hat auf diese Situation mit dem Ausbau digitaler Lehrinhalte bzw. Online-Angebote reagiert. Entsprechend hielten sich auch die negativen Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie auf die Geschäftstätigkeit der GGG und deren Geschäftsentwicklung daher insgesamt noch in Grenzen. Die Risiken bedeutender Umsatz- und Ergebniseinbrüche oder das Risiko der Einstellung der eigenen Unternehmenstätigkeit werden ohnehin als eher gering eingeschätzt, da nach Einschätzung der Geschäftsführung die Hochschullehrtätigkeit als "systemrelevant" einzustufen ist.

Am 24. Februar 2022 war der Konflikt zwischen der Russischen Föderation und der Ukraine eskaliert und wird seit der Invasion russischer Truppen militärisch ausgefochten. Es ist inzwischen festzustellen, dass sich der Krieg in der Ukraine auf die weltweite Realwirtschaft und den internationalen Waren- und Finanzverkehr negativ auswirkt (z.B. die Energieversorgung). Das gesamte Ausmaß dieses Risikos ist auch nach inzwischen mehr als einem Jahr Krieg noch nicht abschließend abzuschätzen.

Durch den Krieg in der Ukraine ergeben sich insbesondere für die beiden operativen Tochtergesellschaften UE und HTK gewisse bzw. konkrete Risiken, die sich indirekt auch auf das Ergebnis der GGG auswirken können. Durch die restriktive Vergabe von Einreisegenehmigungen könnte es zu einer Verlangsamung des Erlöswachstums kommen, da insbesondere der Anteil internationaler Studenten hoch ist.

Die Gesellschaft ist mittelbar von der Marktentwicklung der Tochtergesellschaften UE und HTK betroffen und steht damit im Wettbewerb mit lokalen und internationalen Hochschulen. Dabei konkurrieren die Tochtergesellschaften UE und HTK sowohl mit privaten als auch staatlichen bzw. öffentlichen Hochschulen. Eine schnelle Anpassung an wandelnde Wünsche der Studenten national und international sowie die Abgrenzung zu den Wettbewerbern sollen entsprechend angestrebt werden. Die Gesellschaft setzt hierbei auf die Einbindung in das Netzwerk der GUS Holding-Gruppe. Eine Herausforderung sieht die Gesellschaft im zunehmenden digitalen Marketing, welches auch von den Konkurrenten vorangetrieben wird, so dass bei steigenden Ausgaben eine Stagnation der Ergebnisse eintreten kann.

Zunehmende globale Bedrohungen der Informationssicherheit und komplexere, gezielte Computerkriminalität stellen ein Risiko für die Vertraulichkeit, Verfügbarkeit und Integrität von Daten, Abläufen und Infrastruktur dar. EDV-Systeme und Netzwerke sowie Einrichtungen und Dienstleistungen sind potenziell anfällig für Industriespionage oder Cyberangriffe. Je nach Art und Umfang könnten solche Bedrohungen zur missbräuchlichen Nutzung vertraulicher Informationen sowie zur Manipulation und Zerstörung von Daten und zu Betriebsunterbrechungen führen. Dies würde sich wiederum negativ sowohl auf den Ruf als auch die Wettbewerbsfähigkeit und Ertragslage auswirken.

Die Personalgewinnung und insbesondere die Rekrutierung von geeigneten Führungskräften entwickelt sich in Deutschland aufgrund des Fachkräftemangels zunehmend zu einem Risikobereich.

Darüber hinaus werden aus heutiger Sicht keine weiteren besonderen bzw. bedeutenden weiteren Risiken gesehen. Erhebliche Unsicherheiten birgt allerdings der inzwischen militärisch ausgefochtene Konflikt zwischen der Russischen Föderation und der Ukraine.

Bei den vorgenannten Risiken wird von einer eher erhöhten Eintrittswahrscheinlichkeit bei jeweils moderatem Risikograd ausgegangen. Gewisse kritische Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit sowie die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage können nicht vollends ausgeschlossen werden.

Insgesamt sind nach Einschätzung der Geschäftsführung die finanziellen Auswirkungen der Risiken bzw. die Gesamtrisikolage kalkulierbar. Die Gesamtrisikoposition des Unternehmens hat sich aufgrund der Unsicherheiten im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine eher verschlechtert. Bestandsgefährdende Risiken sind aufgrund der bestehenden Patronatserklärung bzw. der Einbindung in die GUS Holding-Gruppe derzeit nicht erkennbar.

3. Prognosebericht

Das wirtschaftliche Umfeld wurde zwischenzeitlich durch die Coronavirus-Pandemie beeinflusst. Zudem bestehen inzwischen erhebliche Unsicherheiten aufgrund des Kriegs in der Ukraine. Die zukünftige Geschäftsentwicklung der GGG ist aufgrund der dynamischen Entwicklung und dem damit verbundenen hohen Grad an Unsicherheit nicht verlässlich abzuschätzen. Die Prognosen sind aktuell aber dennoch vorsichtig bzw. verhalten optimistisch.

In dem zum 30. November 2020 endenden Geschäftsjahr 2019/20 stiegen die Umsatzerlöse auf Basis vorläufiger Jahresabschlussinformationen trotz Ausbruchs der Coronavirus-Pandemie moderat auf rund € 14,7 Mio. In dem 6 Monate umfassenden Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Dezember bis 31. Mai 2021 konnte das Erlösniveau auf Basis vorläufiger Jahresabschlussinformationen mit Umsätzen von rund € 7,8 Mio. noch einmal gesteigert werden. Im Geschäftsjahr 2021/22 konnte das Erlösniveau auf Basis vorläufiger Jahresabschlussinformationen deutlich gesteigert werden (€ 18,1 Mio.). Im gerade abgelaufenen Geschäftsjahr 2022/23 wurden auf Basis vorläufiger Jahresabschlussinformationen Umsatzerlöse von rund € 23 Mio. erwirtschaftet. Dieses Niveau hat sich auf Monatsdurchschnittsbasis fortgesetzt und wird sich voraussichtlich auch bis einschließlich 2023/24 so fortsetzen, da sich negative Auswirkungen infolge des Kriegs in der Ukraine in Grenzen halten bzw. hielten.

In den Geschäfts- bzw. Rumpfgeschäftsjahren zum 30. November 2020 und 31. Mai 2021 sowie 31. Mai 2022 und 31. Mai 2023 wurden nach vorläufigen Berechnungen jeweils weitestgehend ausgeglichene Ergebnisse bzw. geringfügige Verluste erwirtschaftet. Entsprechend konnte bislang noch kein nennenswert positives EBITDA erzielt werden. Diese Entwicklung wird sich voraussichtlich noch bis 2023/24 fortsetzen.

Die tatsächlichen Ergebnisse können wesentlich von der Erwartung über die voraussichtliche Entwicklung abweichen.

 

Berlin, den 7. Dezember 2023

GUS Germany GmbH

Sagi Hartov

Danilo Krivenko

Timo Lösche

Bilanz zum 30. November 2019

Aktiva

30.11.2019
30.11.2018
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 276.851,00 460.420,92
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.149.028,00 1.281.495,02
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 2,00 2,00
1.425.881,00 1.741.917,94
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 41.859.787,50 27.207.070,30
2. Sonstige Vermögensgegenstände 494.497,47 1.655.503,99
42.354.284,97 28.862.574,29
II. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 472.361,01 537.878,96
42.826.645,98 29.400.453,25
C. Rechnungsabgrenzungsposten 298.751,76 115.977,88
44.551.278,74 31.258.349,07

Passiva

30.11.2019
30.11.2018
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 60.150.402,25 60.150.402,25
III. Verlustvortrag -45.918.928,55 -40.887.906,97
IV. Jahresfehlbetrag -735.086,63 -5.031.021,58
13.521.387,07 14.256.473,70
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 1.716.000,00 1.716.000,00
2. Sonstige Rückstellungen 2.448.040,19 1.322.647,72
4.164.040,19 3.038.647,72
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.463.995,71 577.636,34
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 15.138.388,86 1.690.499,94
3. Sonstige Verbindlichkeiten 221.440,27 166.966,37
16.823.824,84 2.435.102,65
D. Rechnungsabgrenzungsposten 10.042.026,64 11.528.125,00
44.551.278,74 31.258.349,07

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Dezember 2018 bis 30. November 2019

2018/19
01.01. bis 30.11.2018
1. Umsatzerlöse 14.031.988,73 9.890.054,12
2. Sonstige betriebliche Erträge 1.649.976,89 499.209,66
3. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Leistungen -330.062,91 0,00
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -2.753.909,58 -2.359.835,61
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Alterversorgung und für Unterstützung -511.749,94 -493.557,00
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -576.188,41 -518.346,75
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -12.146.100,33 -6.828.184,20
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.616,00 0,00
8. Abschreibungen auf Finanzanlagen 0,00 -3.400.000,00
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -101.040,08 -88.124,00
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,00 -1.732.237,80
11. Ergebnis nach Steuern -734.469,63 -5.031.021,58
12. Sonstige Steuern -617,00 0,00
13. Jahresfehlbetrag -735.086,63 -5.031.021,58

Anhang für das Geschäftsjahr 2018/19

1. Allgemeine Angaben

Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Berlin und ist beim Amtsgericht Charlottenburg unter HR B 201733 B eingetragen.

Im Vorjahr wurde mit notariell beurkundetem Gesellschafterbeschluss vom 19. September 2018 das Geschäftsjahr geändert. Bilanzstichtag ist danach der 30. November. Das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 30. November 2018 bzw. das Vorjahr stellte entsprechend ein Rumpfgeschäftsjahr dar. Die Änderung des Geschäftsjahres bzw. Bilanzstichtages wurden am 27. November 2018 in das Handelsregister eingetragen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. November 2018 umfasste nur elf Monate, während das Geschäftsjahr 2018/19 bzw. das Berichtsjahr wieder einen Zeitraum von zwölf Monaten umfasst. Die Vergleichbarkeit der Gewinn- und Verlustrechnung ist entsprechend eingeschränkt.

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2018/19 ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Die GUS Germany GmbH ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i.S.d. § 267 Abs. 2 HGB. Von den Erleichterungen des § 288 HGB wurde teilweise Gebrauch gemacht.

Die GUS Germany GmbH und ihre beiden Tochtergesellschaften University of Applied Sciences Europe GmbH, Potsdam, und HTK GmbH, Berlin, erwirtschaften insgesamt nachhaltige bzw. dauerhafte Verluste. Es wird derzeit erwartet, dass die Verlustsituation in der deutschen GUS Germany GmbH-Gruppe noch bis zum Ende des Geschäftsjahres 2024/25 andauern wird.

Zur Vermeidung insolvenzrechtlicher Konsequenzen hatte die Alleingesellschafterin Global University Systems Germany B.V., Amsterdam/Niederlande, mit Datum vom 1. Mai 2019 ursprünglich eine betragsmäßig unbegrenzte Patronatserklärung abgegeben, die jedoch bis zum 31. Dezember 2021 befristet war. Zwischenzeitlich hat die Obergesellschaft Global University Systems Holding B.V., Amsterdam/Niederlande, mit Datum vom 28. Oktober 2020 eine bis zum 31. Mai 2025 befristete und betragsmäßig ebenfalls unbegrenzte Patronatserklärung abgegeben, um die Unternehmensfortführung auch über den 31. Dezember 2021 hinaus sicherzustellen. Die Global University Systems Holding B.V., Amsterdam/Niederlande, verpflichtet sich darin, die Gesellschaft jederzeit finanziell so auszustatten, dass diese ihre Verbindlichkeiten fristgerecht erfüllen kann.

Die GUS Germany GmbH wiederum hat gegenüber ihrer Tochtergesellschaft University of Applied Sciences Europe GmbH, Potsdam, mit Datum vom 1. Juli 2020 und gegenüber ihrer Tochtergesellschaft HTK GmbH, Berlin, mit Datum vom 17. Juni 2022 jeweils ebenfalls bis zum 31. Mai 2025 befristete und betragsmäßig unbegrenzte Patronatserklärungen abgegeben, um auch die Unternehmensfortführung der beiden Tochtergesellschaften sicherzustellen.

Bei der GUS Germany GmbH bestehen umfangreiche Forderungen gegen die beiden Tochtergesellschaften University of Applied Sciences Europe GmbH, Potsdam, und HTK GmbH, Berlin, von insgesamt T€ 26.568. Für diese Forderungen wurden zu Gunsten der GUS Germany GmbH jeweils bis zum 31. August 2026 befristete und betragsmäßig unbegrenzte Patronatserklärungen von der Global University Systems B.V., Amsterdam/Niederlande, abgegeben; die Global University Systems B.V., Amsterdam/Niederlande, ist alleinige Gesellschafterin der Global University Systems Germany B.V., Amsterdam/Niederlande. Auf notwendige Werberichtberichtungen der Forderungen gegen die University of Applied Sciences Europe GmbH, Potsdam, und HTK GmbH, Berlin, wurde entsprechend verzichtet.

Aufgrund der vorgenannten Patronatserklärungen sowie vor dem Hintergrund ausreichender Liquidität sieht die Geschäftsführung derzeit weder auf Ebene der eigenen Gesellschaft noch auf Ebene der Tochtergesellschaften bestandsgefährdende Risiken. Die Bilanzierung erfolgt entsprechend unter der Annahme der Unternehmensfortführung ("Going Concern").

2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind unverändert gegenüber dem Vorjahr angewendet worden.

Die Vermögensgegenstände des immateriellen und des Sachanlagevermögens sind zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen, die nach der linearen Methode berechnet werden, angesetzt. Die Nutzungsdauern liegen für immaterielle Vermögensgegenstände zwischen 3 und 5 Jahren und für Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen 3 und 10 Jahren.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten unter € 150 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Für geringwertige Anlagegüter zwischen € 150 und € 1.000 wird ein Sammelposten gebildet, der im Jahr der Bildung und den vier darauffolgenden Jahren mit jeweils einem Fünftel abgeschrieben wird.

Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen werden zu Anschaffungskosten bewertet. Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert werden soweit erforderlich bei dauernder Wertminderung vorgenommen. Bei Wegfall der Gründe werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Der Kassenbestand sowie die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Ausgaben für Aufwendungen eines bestimmten Zeitraumes nach dem Abschlussstichtag.

Das gezeichnete Kapital und die Kapitalrücklage werden zum Nennbetrag angesetzt.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Hierbei wurde der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendige Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die sonstigen Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Von dem Abzinsungswahlrecht für sonstige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger wird kein Gebrauch gemacht. Bei der Bewertung der sonstigen Rückstellungen werden zukünftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag passiviert.

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten umfasst eine vereinnahmte Einmal- bzw. Sonderzahlung aus der vorzeitigen Beendigung bzw. dem Abschluss eines neuen Mietverhältnisses, die erst nach dem Bilanzstichtag zu Erträgen führt.

Transaktionen der Gesellschaft, die in einer Fremdwährung erfolgen, werden mit dem Wechselkurs zum Zeitpunkt des Zugangs umgerechnet. Sämtliche Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Daraus resultierende Gewinne und Verluste aus Kursänderungen finden Berücksichtigung. Langfristige Fremdwährungsforderungen oder -verbindlichkeiten bestehen zum Abschlussstichtag nicht.

Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich ausgleichen sowie auf in den nächsten 5 Jahren nutzbare steuerliche Verlustvorträge. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen. Von dem Wahlrecht, den Überhang an aktiven latenten Steuern zu aktivieren, wird kein Gebrauch gemacht.

3. Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage zum Anhang dargestellt. Der Anlagespiegel ist Bestandteil des Anhangs.

Anteilsbesitz:

Firma Sitz Anteil am Kapital
%
Stichtag Eigenkapital
T€
Ergebnis des G eschäftsjahres
T€
HTK GmbH Berlin 100,0 30.11.2019 -2.646 -1.489
University of Applied Sciences Europe GmbH Potsdam 100,0 30.11.2018 -8.215 -11.435

Im Vorjahresrumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis 30. November 2018 sind bei der University of Applied Sciences Europe GmbH, Potsdam, und HTK GmbH, Berlin, zunächst jeweils Zuzahlungen zur Kapitalrücklage von insgesamt T€ 3.400 geleistet worden.

Gleichzeitig wurden sodann wegen dauernder Wertminderung Abschreibungen von T€ 3.400 auf den Erinnerungsbuchwert von jeweils € 1 für die beiden Beteiligungen vorgenommen.

Umlaufvermögen

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen von insgesamt T€ 41.860 (Vorjahr T€ 27.207) haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Es bestehen Forderungen gegen verbundene Unternehmen aus dem Finanzverrechnungsverkehr von T€ 29.428 (Vorjahr T€ 26.846) und aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr von T€ 11.993 (Vorjahr T€ 0) sowie aus umsatzsteuerlicher Organschaft von T€ 439 (Vorjahr T€ 361).

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen mit T€ 10.880 (Vorjahr T€ 10.880) Forderungen gegen die Global University Systems Holding B.V., Amsterdam/Niederlande, die aus der Vereinnahmung einer Einmal- bzw. Sonderzahlung im Rahmen der vorzeitigen Aufhebung eines Mietvertrages für den Standort Berlin resultieren. Es handelt sich um jederzeit fällige und unverzinsliche Forderungen aus dem Finanzverrechnungsverkehr.

Darüber hinaus beinhalten die Forderungen gegen verbundene Unternehmen Forderungen gegen die Schwestergesellschaft Interactive Pro Limited, London/Großbritannien, von T€ 3.930 (Vorjahr T€ 3.930), die ebenfalls aus dem Finanzverrechnungskehr resultieren und jederzeit fällig und unverzinslich sind.

Forderungen gegen die beiden Tochtergesellschaften University of Applied Sciences Europe GmbH, Potsdam, und HTK GmbH, Berlin, von insgesamt T€ 26.568 (Vorjahr T€ 12.397) resultieren aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr sowie dem Finanzverrechnungskehr und umsatzsteuerlicher Organschaft.

Forderungen gegen die Schwestergesellschaften Gisma Global GmbH, Hannover, von T€ 459 (Vorjahr T€ 0) sowie Arden University GmbH, Berlin, von T€ 23 (Vorjahr T€ 0) resultieren aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr.

Wie im Vorjahr bestehen keine Forderungen gegen die Gesellschafterin Global University Systems Germany B.V., Amsterdam/Niederlande.

Die sonstigen Vermögensgegenstände haben in Höhe von T€ 283 (Vorjahr T€ 625) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Zum Vorjahresbilanzstichtag (30. November 2018) bestanden in Höhe von T€ 1.020 Forderung aus der vorzeitigen Aufhebung eines Mietvertrages.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital in Höhe von T€ 25 ist voll eingezahlt.

Die Kapitalrücklage beläuft sich auf unverändert T€ 60.150 und resultiert aus Zuzahlungen der Gesellschafter gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB.

Rückstellungen

Die Steuerrückstellungen von T€ 1.716 (Vorjahr T€ 1.716) wurden für etwaige Ergebnisse der laufenden Betriebsprüfung für die Veranlagungszeiträume 2015 bis 2017 (einschließlich Folgewirkung für nachfolgende Veranlagungszeiträume) gebildet.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen Jahresabschluss-, Rechts- und Beratungskosten (T€ 1.253; Vorjahr T€ 435), ausstehende Eingangsrechnungen (T€ 776; Vorjahr T€ 645), Zinsen im Zusammenhang mit der steuerlichen Außenprüfung (T€ 184; Vorjahr T€ 83), Rückbauverpflichtungen (T€ 119; Vorjahr T€ 20) sowie Personalkosten (T€ 115; Vorjahr T€ 133).

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von T€ 1.464 (Vorjahr T€ 578) haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen von T€ 15.138 (Vorjahr T€ 1.690) haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Es bestehen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen aus dem Finanzverrechnungsverkehr von T€ 14.625 (Vorjahr T€ 1.180) sowie aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr von T€ 513 (Vorjahr T€ 510).

Die Verbindlichkeiten betreffen Verbindlichkeiten gegenüber den beiden Tochtergesellschaften University of Applied Sciences Europe GmbH, Potsdam, und HTK GmbH, Berlin, von insgesamt T€ 5.283 (Vorjahr T€ 1.690) und gegenüber der Obergesellschaft Global University Systems Holding Germany B.V., Amsterdam/Niederlande, von T€ 5.150 (Vorjahr T€ 0) sowie gegenüber der Schwestergesellschaft Interactive Pro Limited, London/Großbritannien, von T€ 4.705 (Vorjahr T€ 0).

Wie im Vorjahr bestehen keine Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin Global University Systems Germany B.V., Amsterdam/Niederlande.

Die sonstigen Verbindlichkeiten von T€ 221 (Vorjahr T€ 167) haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die sonstigen Verbindlichkeiten betreffen in Höhe von T€ 190 (Vorjahr T€ 162) Verbindlichkeiten aus Steuern. Zum Bilanzstichtag bestanden zudem Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von T€ 31 (Vorjahr T€ 5).

Passive Rechnungsabgrenzung

Die Gesellschaft hatte im Vorjahresrumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis 30. November 2018 einen langfristigen Mietvertrag vorzeitig beendet und gleichzeitig einen neuen Mietvertrag beim selben Vermieter in verändertem Umfang und zu geänderten Konditionen abgeschlossen. Im Zuge der Aufhebung des ursprünglichen Mietvertrags und dem Abschluss des neuen langfristigen Mietvertrages hat die GUS Germany GmbH eine Einmal- bzw. Sonderzahlung vom Vermieter von T€ 11.900 erhalten. Diese wurde teilweise der Gesellschaft selbst gewährt (T€ 1.020) und teilweise an die Global University Systems Holding B.V., Amsterdam/Niederlande (T€ 10.880) ausbezahlt. In dieser Höhe besteht seitens der GUS Germany GmbH eine Forderung gegen verbundene Unternehmen.

Die gesamte Einmal- bzw. Sonderzahlung wird in Höhe von monatlich T€ 124 seit September 2018 bzw. über eine Gesamtlaufzeit von 96 Monaten ertragswirksam aufgelöst.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge von T€ 1.650 (Vorjahr T€ 499) betreffen mit T€ 1.486 (Vorjahr T€ 372) Erträge aus der Auflösung des passiven Rechnungsabgrenzungspostens. Darüber hinaus waren im Vorjahr Erträge aus der Währungsumrechnung von T€ 44 enthalten.

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen von T€ 24 (Vorjahr T€ 0) und sonstige periodenfremde Erträge von T€ 21 (Vorjahr T€ 0). Darüber hinaus enthalten die sonstigen betrieblichen Erträge wie im Vorjahr keine periodenfremden Erträge.

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten wie im Vorjahr keine Ertragsposten von außergewöhnlicher Größenordnung oder Bedeutung.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen von T€ 12.146 (Vorjahr T€ 6.828) enthielten im Vorjahr Aufwendungen aus Fremdwährungsumrechnungen in Höhe von T€ 4.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Verluste aus Abgängen von Gegenständen des Anlagevermögens von T€ 53 (Vorjahr T€ 0). Darüber hinaus enthalten die sonstigen betrieblichen Aufwendungen wie im Vorjahr keine nennenswerten periodenfremden Aufwendungen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwandsposten von außergewöhnlicher Größenordnung oder Bedeutung in Höhe von T€ 586 (Vorjahr T€ 0). Die vorgenannten Aufwendungen betreffen Zuführungen zur Rückstellung für Steuerberatungskosten im Zusammenhang mit der steuerlichen Außenprüfung.

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Die Zinserträge von T€ 3 (Vorjahr T€ 0) sind in voller Höhe periodenfremd.

Abschreibungen auf Finanzanlagen

Im Vorjahresrumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis 30. November 2018 wurden wegen voraussichtlich dauernder Wertminderung Abschreibungen von T€ 3.400 auf die Anteile an verbundenen Unternehmen vorgenommen. Es handelte sich um Aufwandsposten von außergewöhnlicher Größenordnung oder Bedeutung.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Zinsaufwendungen in Höhe von T€ 101 (Vorjahr T€ 88) betreffen nahezu ausschließlich die im Rahmen der laufenden steuerlichen Außenprüfung gebildeten Rückstellungen für etwaige Prüfungsfeststellungen.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die im Vorjahresrumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis 30. November 2018 ausgewiesenen Steuern vom Einkommen und vom Ertrag von T€ 1.736 waren überwiegend periodenfremd.

Die im Vorjahresrumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis 30. November 2018 ausgewiesenen Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betrafen mit T€ 1.716 dabei die im Rahmen der laufenden steuerlichen Außenprüfung gebildeten Rückstellungen für etwaige Prüfungsfeststellungen. Es handelte sich um Aufwandsposten von außergewöhnlicher Größenordnung oder Bedeutung.

4. Sonstige Angaben

Geschäftsführung

Zu Geschäftsführern waren oder sind die folgenden Herren bestellt:

 

Arkady Etingen (Chief Executive Officer der Global University Systems B.V.,

Amsterdam/Niederlande), London/Großbritannien

(bis 10. Juli 2020)

 

Danilo Krivenko (Group Finance Director der Global University Systems Holding B.V., Amsterdam/Niederlande), Amsterdam/Niederlande

 

Daniel Bolz (kaufmännischer und Vertriebsgeschäftsführer), London/Großbritannien

(vom 1. Februar 2020 bis 21. Februar 2022)

 

Sagi Hartov (Chief Executive Officer), Berlin

(seit 1. Februar 2022)

 

Timo Lösche (Chief Financial Officer), Berlin

(seit 13. Juni 2022)

Die zum Aufstellungszeitpunkt des Jahresabschlusses amtierenden Geschäftsführer vertreten die Gesellschaft alleine (Danilo Krivenko bzw. Sagi Hartov) bzw. gemeinschaftlich (Timo Lösche) und sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Die Angabe der gewährten Bezüge des Geschäftsjahres der Geschäftsführung unterbleibt gemäß § 286 Abs. 4 HGB, da nur ein Geschäftsführer Bezüge von der Gesellschaft erhält.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Am Bilanzstichtag 30. November 2019 bestehen Verpflichtungen aus Mietverträgen von T€ 41.107 (davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr: T€ 6.331, Restlaufzeit größer einem Jahr: T€ 34.776).

Die Verpflichtungen mit einer Restlaufzeit von fünf Jahren und mehr belaufen sich auf T€ 9.452.

Der Vorteil dieser Verträge liegt in der geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden könnten, wozu es derzeit keine Anzeichen gibt.

Haftungsverhältnisse

Die Gesellschaft hat ihrer Tochtergesellschaft University of Europe for Applied Sciences GmbH, Potsdam, mit Datum vom 1. Juli 2020 eine bis zum 31. Mai 2025 befristete und betragsmäßig nicht begrenzte Patronatserklärung abgegeben, um die Unternehmensfortführung dieser Gesellschaft zu gewährleisten.

Die Gesellschaft hat ihrer Tochtergesellschaft HTK GmbH, Berlin, mit Datum vom 17. Juni 2022 eine bis zum 31. Mai 2025 befristete und betragsmäßig nicht begrenzte Patronatserklärung abgegeben, um die Unternehmensfortführung dieser Gesellschaft zu gewährleisten.

Sowohl die Tochtergesellschaften University of Europe for Applied Sciences GmbH, Potsdam, und HTK GmbH, Berlin, als auch die Gesellschaft selbst sind von der weiteren Finanzierung des Global University Systems Holding B.V.-Konzerns abhängig.

Mit der Inanspruchnahme der gewährten Sicherheiten wird dennoch nicht gerechnet, da beide Tochtergesellschaften zusätzlich von der Global University Systems B.V., Amsterdam/Niederlande, am 2. September 2021 eine zum 31. August 2026 zeitlich befristete und betragsmäßig nicht begrenzte Patronatserklärung erhalten haben, nach der diese sich verpflichtet, die Gesellschaften jederzeit finanziell so auszustatten, dass diese ihre Verbindlichkeiten gegenüber der GUS Germany GmbH fristgerecht erfüllen können.

Im Übrigen wird auf Ausführungen in Abschnitt "1. Allgemeine Angaben" verwiesen.

Konzernzugehörigkeit

Alleinige Gesellschafterin ist zum Bilanzstichtag 30. November 2019 unverändert die Global University Systems Germany B.V., Amsterdam/Niederlande.

Zum Bilanzstichtag 30. November 2019 gehört die Gesellschaft über ihre neue Gesellschafterin Global University Systems Germany B.V., Amsterdam/Niederlande, zum Konzern der Global University Systems Holding B.V., Amsterdam/Niederlande.

Der Jahresabschluss der GUS Germany GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Dezember 2018 bis 30. November 2019 wurde in den Konzernabschluss der Global University Systems Holding B.V., Amsterdam/Niederlande, die den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt, einbezogen. Die Global University Systems Holding B.V., Amsterdam/Niederlande, wird im niederländischen Unternehmensregister "Kamer van Koophandel" unter der Nummer 55347282 geführt.

Den Konzernabschluss für den größten Konsolidierungskreis erstellt die Osprey Investments Limited, Nikosia/Zypern. Der Konzernabschluss und Konzernlageberichtsind am Sitz der Konzernmutter erhältlich. Die Osprey Investments Limited, Nikosia/Zypern, wird im zypriotischen Unternehmensregister "Companies Section" unter der Nummer 229246 geführt.

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen umfassen den Finanzverrechnungsverkehr, den Lieferungs- und Leistungsverkehr sowie sonstige Verrechnungen (wie etwa im Rahmen einer umsatzsteuerlichen Organschaft) mit verschiedenen verbundenen Unternehmen der Osprey Investments Limited-Gruppe.

Mit nahestehenden Unternehmen wurden die folgenden Geschäfte getätigt:

Art des Geschäfts T€
Forderungen aus dem Finanzverrechnungsverkehr 29.428
Forderungen aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr 11.993
Forderungen aus sonstiger Verrechnung (umsatzsteuerliche Organschaft) 439
Verbindlichkeiten aus dem Finanzverrechnungsverkehr 14.625
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 513
Erbringung von Dienstleistungen 14.032

Es wurden keine Geschäfte mit nahestehenden Personen getätigt.

Mitarbeiter

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer beträgt 62 Angestellte (Vorjahr 62 Angestellte).

Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag in Höhe von T€ -735 auf neue Rechnung vorzutragen.

Nachtragsbericht

Mit notariell beurkundetem Gesellschafterbeschluss vom 11. Mai 2021 ist das Geschäftsjahr erneut geändert worden. Der Bilanzstichtag ist danach inzwischen der 31. Mai. Die Eintragung der erneuten Änderung des Geschäftsjahres bzw. Bilanzstichtages wurde am 19. Mai 2021 in das Handelsregister eingetragen.

Unter dem Datum 8. Dezember 2020 hat die GUS Germany GmbH einen langfristigen Mietvertrag für einen Campus in Potsdam abgeschlossen.

Mit Vertrag vom und Wirkung zum 18. März 2021 hat die GUS Germany GmbH sämtliche Geschäftsanteile am Kapital der BSBI-Berlin School of Business and Innovation GmbH, Berlin, erworben. Des Weiteren hat die GUS Germany GmbH mit Vertrag vom und Wirkung zum 30. März 2022 auch sämtliche Geschäftsanteile am Kapital der Berlin Metropolitan University of Applied Sciences GmbH, Berlin, erworben.

Das wirtschaftliche Umfeld wurde durch die Coronavirus-Pandemie beeinflusst. Staatlich verordnete Kontaktbeschränkungen und Hygienemaßnahmen sowie sonstige Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus wurden fortlaufend aktualisiert. Die Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus sind inzwischen aber aufgehoben worden und seit April 2023 gilt die Coronavirus-Pandemie als überwunden. Der Betrieb von staatlichen bzw. öffentlichen wie auch privaten Hochschulen war zwischenzeitlich von den Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie stark betroffen. Die negativen Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie auf die Geschäftstätigkeit der GUS Germany GmbH und deren Geschäftsentwicklung hielten sich insgesamt noch in Grenzen.

Am 24. Februar 2022 war der Konflikt zwischen der Russischen Föderation und der Ukraine eskaliert und wird seit der Invasion russischer Truppen militärisch ausgefochten. Es ist inzwischen festzustellen, dass sich der Krieg in der Ukraine auf die weltweite Realwirtschaft und den internationalen Waren- und Finanzverkehr negativ auswirkt (z.B. die Energieversorgung). Das gesamte Ausmaß dieses Risikos ist auch nach inzwischen mehr als einem Jahr Krieg noch nicht abschließend abzuschätzen.

Mit Nachtrag vom 31. Oktober 2022 hat die GUS Germany GmbH den langfristigen Mietvertrag für den Campus in Berlin vorzeitig bis zum 31. August 2031 verlängert. Im Zuge der Verlängerung des ursprünglichen Mietvertrags wurde der GUS Germany GmbH eine weitere Einmal- bzw. Sonderzahlung vom Vermieter in Höhe von T€ 4.500 zugesagt, von der zwischenzeitlich T€ 2.500 ausgezahlt wurden.

 

Berlin, den 7. Dezember 2023

GUS Germany GmbH

Sagi Hartov

Danilo Krivenko

Timo Lösche

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2018/19

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
01.12.2018
Zugänge
Abgänge
30.11.2019
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.108.851,58 0,00 294.721,96 814.129,62
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.021.816,10 313.587,78 1.246.701,18 2.088.702,70
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 33.937.328,75 0,00 0,00 33.937.328,75
38.067.996,43 313.587,78 1.541.423,14 36.840.161,07
Kumulierte Abschreibungen
01.12.2018
Zugänge
Abgänge
30.11.2019
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 648.430,66 183.034,92 294.186,96 537.278,62
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.740.321,08 393.153,49 1.193.799,87 939.674,70
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 33.937.326,75 0,00 0,00 33.937.326,75
36.326.078,49 576.188,41 1.487.986,83 35.414.280,07
Restbuchwerte
30.11.2019
30.11.2018
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 276.851,00 460.420,92
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.149.028,00 1.281.495,02
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 2,00 2,00
1.425.881,00 1.741.917,94

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die GUS Germany GmbH, Berlin

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der GUS Germany GmbH, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 30. November 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Dezember 2018 bis zum 30. November 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der GUS Germany GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Dezember 2018 bis zum 30. November 2019 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. November 2019 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Dezember 2018 bis zum 30. November 2019 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 7. Dezember 2023

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Hedwig Schürmeyer, Wirtschaftsprüferin

ppa. Christian Dornhöfer, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 30.11.2019 wurde am 07.12.2023 festgestellt.

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