Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 118445
Vorher
Biogen GmbHBiogen Idec GmbH
Eingetragen
13.11.1997
Branche
Großhandel mit pharmazeutischen ErzeugnissenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von pharmazeutischen Erzeugnissen, medizinischen Artikeln, Krankenhaus-, Dental- und AltenpflegebedarfGroßhandel mit chemischen Erzeugnissen
Gegenstand
Vertrieb einschließlich Ein- und Ausfuhr von Arzneimitteln und anderen chemischen Produkten sowie damit zusammenhängenden Gegenständen, einschließlich Computerprogrammen, Ausrüstungen und Zubehör, sowie Erbringung von damit im Zusammenhang stehenden Dienstleistungen, ausgenommen erlaubnispflichtige Tätigkeiten.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Thomas Markus Mayer
seit 15.4.2026
Geschäftsführer
Roland Hubert Eder
seit 17.10.2024
Prokura
Adrian David Rappo
seit 11.9.2023
Geschäftsführer
Adrian Lang
seit 13.10.2022
Prokura
Sarita Noemi Patel
seit 13.10.2022
Prokura
Frauke Schapmann
seit 22.10.2020
Prokura
Cornelia Bettina Breu
seit 22.10.2020
Prokura
Neil Raymond Sisak
seit 21.9.2011
Geschäftsführer
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Biogen MA Inc.USA
100.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
Biogen MA Inc.
United States
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Biogen GmbH

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht der Biogen GmbH, München, für das Geschäftsjahr 2023

Unternehmenstätigkeit

Die Biogen GmbH gehört zur Biogen-Gruppe mit Sitz in Cambridge, Massachusetts/USA. In Deutschland ist die Biogen GmbH seit 1997 mit einer eigenen Niederlassung in Ismaning bzw. seit 01. Januar 2020 in München vertreten. Der Vertrieb pharmazeutischer Präparate und Produkte, die von Konzerngesellschaften der Biogen-Gruppe bezogen werden, erfolgt im deutschen Markt durch die Biogen GmbH.

Das Portfolio der Biogen GmbH umfasst:

Medikamente zur Behandlung der Multiplen Sklerose

die erste Therapie zur Behandlung der spinalen Muskelatrophie (SMA), einer seltenen, genetisch bedingten, fortschreitenden neuromuskulären Erkrankung

Anti-TNF-Biosimilars zur Therapie chronischer, entzündlicher Erkrankungen wie rheumatoide Arthritis, Morbus Crohn und Psoriasis. Biosimilars erleichtern den Patienten den Zugang zu Biologika und können gleichzeitig einen Beitrag zur Kostensenkung im Gesundheitswesen leisten.

eine Therapie zur Behandlung der schweren und mittelschweren Psoriasis (Schuppenflechte).

Es bestehen Limited Risk Distributor-Verträge zwischen der Biogen GmbH und der Biogen International GmbH, Schweiz.

Pharmapolitisches Umfeld

Ab dem 1. April 2014 wurde durch das 14. SGB V - Änderungsgesetz die Höhe des Herstellerabschlags für erstattungsfähige Arzneimittel ohne Festbetrag auf 7% festgelegt. Abgerechnet werden diese Beträge durch die Apotheken und deren Rechenzentren. Mit dem GKV-Finanzstabilisierungsgesetz aus dem Jahr 2022 wurde zum 1. Januar 2023 der Herstellerabschlag für erstattungsfähige Arzneimittel bis zum 31. Dezember 2023 von 7 auf 12 Prozent angehoben, wovon die Produkte Avonex™, Plegridy™, Fumaderm®, Tysabri™ und Byooviz™ betroffen waren. Für Spinraza™ gilt ein Sonderfall. Mit dem GKV-Spitzenverband wurde die Ablösung des 7% Herstellerrabatts vertraglich vereinbart. Aus diesem Grund wurden im Jahr 2023 für Spinraza™ nur 5% Herstellerrabatt ausgewiesen. Für die Produkte Fampyra™ und Tecfidera™ ist ein Herstellerrabatt von 6% gültig, aufgrund des generischen Wettbewerbsumfelds.

Mit dem GKV-Änderungsgesetz 2010 wurde auch ein Preismoratorium für alle von der gesetzlichen Krankenkasse erstattungsfähigen Arzneimittel eingeführt. Das "Gesetz zur Stärkung der Arzneimittelversorgung in der GKV" (GKV-Stärkungsgesetz) verlängerte die Dauer des Preismoratoriums vorerst bis Ende 2022, was durch das GKV-Finanzstabilisierungsgesetz bis Ende 2026 verlängert wurde. Jedoch wurde eine Anpassung des Preismoratoriums um die Höhe des Verbraucherpreisindex gemäß des Statistischen Bundesamtes zu jedem 1. Juli (erstmalig zum 1. Juli 2018) gesetzlich eingeräumt. Für Avonex™, Plegridy™, Fumaderm® und Tysabri™ wurde zum 1. Juli 2023 eine Preiserhöhung des Listpreises von 6,9% vorgenommen. Der bei Avonex™ bestehende Preismoratoriumsrabatt reduzierte sich entsprechend.

Seit dem 1. Januar 2011 ist das Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz (AMNOG) in Kraft. Für alle in den Markt kommenden neuen Wirkstoffe wird der Preis dadurch reguliert. Der GBA entscheidet innerhalb von 6 Monaten nach der Markteinführung eines neuen Medikaments oder neuer Anwendungsgebiete über den Zusatznutzen. Im Anschluss beginnen die Preisverhandlungen. Sie werden ein Jahr, nachdem der Hersteller das Arzneimittel in Deutschland auf den Markt gebracht hat, abgeschlossen. Vor Inkrafttreten des GKV-Finanzstabilisierungsgesetzes galt der verhandelte Erstattungsbetrag ab dem 13. Monat nach Inverkehrbringen des neuen Arzneimittels. Seit dem 12. November 2022 gilt, dass die mit dem Spitzenverband verhandelten Erstattungsbeträge ab dem siebten Monat nach Inverkehrbringen gelten (§ 130b Abs. 3a Satz 2 SGB V). Die Differenz zwischen Erstattungsbetrag und dem bis zu dessen Vereinbarung tatsächlich gezahlten Abgabepreis ist auszugleichen, (§ 130b Abs. 3a Satz 9). Die neue Regelung durch das GKV-FinStG gilt für alle Produkte mit laufenden oder neuen AMNOG-Verfahren. Abgeschlossene Verfahren sind davon nicht betroffen.

Am 01.09.2023 trat eine Änderung der Arzneimittelpreisverordnung aufgrund des Arzneimittel-Lieferengpassbekämpfungs- und Versorgungsverbesserungsgesetz (ALBVVG) in Kraft, die den Großhandelszuschlag für verschreibungspflichtige Arzneimittel in Deutschland erhöhte. Der Großhandelszuschlag bestand aus einem Festzuschlag von 0,70 Cent pro Packung plus 3,15% auf den ApU und wurde auf 0,73 Cent erhöht. Das gesamte Portfolio war hiervon betroffen (Ausnahme Spinraza als reines Krankenhaus Produkt, welches nicht über den Großhandel vertrieben wird).

Für das Produkt Spinraza™ wurde am 1. Dezember 2020 nach Aufforderungen durch den G-BA ein neues Dossier aufgrund der Überschreitung der 50 Mio. € Umsatzgrenze eingereicht. Auf Basis des G-BA-Beschlusses vom 20. Mai 2021 wurde ab Juni 2021 ein neuer Erstattungsbetrag verhandelt. Der neue Vertrag mit dem GKV-Spitzenverband trat im April 2022 in Kraft mit einer rückwirkenden Preisreduzierung zum 01.01.2021. Der Preis wurde stufenweise angepasst. Daraus ergaben sich Zahlungen für Lagerwertverlust. Im Januar 2023 wurde der Preis für Spinraza™ erneut aufgrund des 2021 verhandelten Vertrags mit dem GKV-Spitzenverband gesenkt.

Für Vumerity™ wurde aufgrund des Launches am 01.01.2022 und für Tecfidera™ pädiatrische Indikation am 15.06.2022 die AMNOG-Prozesse gestartet, die jedoch aufgrund eines Rechtsverfahrens bei der EMA am 16.06.2022 ausgesetzt wurden. Am 06. Juli 2023 beschloss der G-BA, dass AMNOG-Verfahren zu Diroximelfumarat (Vumerity™) einzustellen, da es ein Derivat von Dimethylfumarat ist. Beide Wirkstoffe sind im gleichen GKV-SV-Vertrag abgebildet, daher umschließt die weiterführende Tecfidera™ -Preisverhandlung auch Vumerity™.

Aufgrund des gemeinsamen GKV-SV-Vertrags musste der Erstattungsbetrag von Vumerity™ auf den gleichen Referenzwert von Tecfidera™ angepasst werden. Dies wurde zum 01.12.2023 umgesetzt.

Avonex™, Tysabri™ und Fumaderm® unterliegen nicht den Regelungen des AMNOG, da sie vor dem 1. Januar 2011 in den deutschen Markt eingeführt wurden. Plegridy™ ist ebenfalls nicht betroffen (es ist kein "neuer" Wirkstoff im Sinne des AMNOG), sondern unterliegt den Regelungen des Preismoratoriums in Bezug auf den Wirkstoff Interferon beta-1a (Avonex™).

Im Jahr 2016 wurden Benepali™ (Etanercept) und Flixabi™ (Infliximab), sogenannte Biosimilars, in Deutschland in den Markt eingeführt. Imraldi™ (Adalimumab) folgte als drittes Biosimilar im Oktober 2018. Im März 2023 wurde Byooviz (Ranibizumab) als Biosimilar in Deutschland eingeführt. Diese Produkte sind nicht vom AMNOG betroffen. Für die Biosimilars gelten weitere Maßnahmen zur Preisregulierung, wie die Festlegung von Festbeträgen nach Bildung von Festbetragsgruppen. Seit April 2021 gelten neue Festbeträge für Benepali™ und Imraldi™.

Für alle Produkte gibt es das Instrument der Rabattverträge nach § 130a Abs. 8 SGB V bzw. § 130c für AMNOG-pflichtige-Produkte durch die Krankenkassen. Die Biogen GmbH hat für Avonex™, Tysabri™, Plegridy™, Fampyra™, Tecfidera™, Vumerity™, Flixabi™, Imraldi™, Benepali™ und Byooviz™ laufende Rabattverträge nach § 130a Abs. 8 SGB V mit gesetzlichen Krankenkassen geschlossen.

In Deutschland sind seit Juli 2022 eine Reihe von DMF-Generika zur Behandlung der multiplen Sklerose in den Markt getreten. Allerdings hat der EuGH am 16.03.2023 bestätigt, dass für Tecfidera™ ein Vermarktungsschutz gemäß Art. 14 Abs. 11 der Verordnung 726/2004 von mindestens zehn Jahren besteht und bis zum 03.02.2024 seine Gültigkeit hat. Diesbezüglich hat am 3. Mai 2023 die Europäische Kommission eine weitere Entscheidung getroffen. Sie bestätigte das Urteil bzgl. Daten- und Marketingschutz und verlängerte diesen bis zum 2. Februar 2025. Jedoch wurde generisches Dimethylfumarat noch bis Anfang Mai 2024 in den Verkehr gebracht. Schließlich bestätigte der GBA-Beschluss vom 06.07.2023, dass der Datenschutz für Tecfidera™ existiert und das AMNOG-Verfahren für Tecfidera™ päd. Indikation wieder aufgenommen wurde. Es erfolgte die Anpassung des Herstellerabschlags von 6% auf 12% zum 01.08.2023. Aufgrund des Urteils wurden alle Rabattverträge zu Tecfidera™ und Vumerity™ gekündigt.

Anlage IAnlage I

Marktübersicht

Der Gesamtmarkt in Deutschland für Arzneimittel zur Behandlung der Multiplen Sklerose (MS) verzeichnete im Jahr 2023 eine Absatzsteigerung von +3,6% (Quelle: Insight Health ODV, MAT 2023 gerechnet in 4-Wochenequivalenten). Der Anstieg in 2023 ist dabei insbesondere getrieben durch die anti-CD20-Präparate im "High-Efficacy-Markt".

Aufgrund des bereits erreichten Sättigungsgrades der MS-Therapie wird sich das Marktwachstum mittelfristig allerdings insgesamt auf einem niedrigeren Niveau befinden. Im Jahr 2022 lag das Marktwachstum bei +4,6%.

2017 wurde mit Spinraza™ das erste Produkt zur Behandlung der 5q-assoziierten spinalen Muskelatrophie in Deutschland zugelassen und im Juli 2017 in den Markt eingeführt. Seit Mitte Mai 2020 ist zudem das Medikament Zolgensma® (Hersteller Novartis) als erstes Gentherapeutikum zur Behandlung der spinalen Muskelatrophie (SMA) zugelassen. Des Weiteren wurde die Zulassung des oral einzunehmenden Medikaments Evrysdi® (Hersteller Roche) im März 2021 erteilt.

Die Biosimilars erreichten im Etanercept Markt 82,7% nach Verordnungen und im Infliximab Markt 91,1%. Die Adalimumab-Biosimilars erreichten einen Marktanteil von 77,8% (in Tagesdosen - DDD).

(Quelle: Insight Health ODV-Daten, MAT 2023)

Produkte: Neueinführungen und Rücknahmen

Seit dem 01.03.2023 ist das Ranibizumab-Biosimilars Byooviz™ (SB11) als 10 mg/ml Injektionslösung in der Durchstechflasche auf dem deutschen Markt erhältlich. Es wurde kein bestehendes Produkt vom Markt genommen.

Absatzentwicklung der Biogen Produkte

Die Umsätze sowie Absätze der Produkte, die von der Gesellschaft im Rahmen der Limited Risk Distributor-Verträge vertrieben werden, haben sich wie folgt entwickelt.

Der Umsatz im Bereich MS (inklusive Fampyra™) verringerte sich um -14,5% gegenüber dem Vorjahr. Die vorliegende Entwicklung wurde maßgeblich durch den Eintritt einer generischen Konkurrenz bei den Wirkstoffen Dimethylfumarat (Handelsname Tecfidera™) und Fampridin (Handelsname Fampyra™) Mitte des Jahres 2022 hervorgerufen. Dementsprechend sank der Produktabsatz von Tecfidera™ um -29,1% bei einem Marktanteil von 12,0%, und von Fampyra™ um -35,0%. Zeitgleich stieg dafür der Produktabsatz von Vumerity™, welches im November 2021 die Zulassung erhielt und im Januar 2022 erstmalig verordnet wurde, und erreichte somit einen Marktanteil von 2,3%. Der Produktabsatz von Tysabri™ sank um -3,5%. Tysabri™ erreichte dabei einen Marktanteil von 5,7%. Im Bereich Interferon beta-1a bzw. Peginterferon beta-1a verringerte sich der Produktabsatz von Avonex™ im Geschäftsjahr 2023 um -5,5% und der von Plegridy™ um -10,7%. Der Marktanteil von Avonex™ fiel weiter auf 4,6%, der von Plegridy™ auf 3,1%. Fumaderm® reduzierte den Umsatz um -7,8%. (Quelle: Marktanteil Verordnungen: Insight Health ODV, MAT-Zahlen umgerechnet auf 4-Wochenequivalente, Umsatz/Absatz: Hyperion/Oracle)

Spinraza™ konnte am Jahresende 2023 bei 606 Patienten eingesetzt werden (Quelle: eigene Berechnung). Der Produktumsatz fiel um -12,0% im Vergleich zum Vorjahr. Der Benepali™ - Marktanteil im Etanercept Markt ist bei 53,4% stabil geblieben. In einem allgemein wachsenden Infliximab Marktumfeld sank der Marktanteil von Flixabi™ auf 9,6%, getrieben durch Verordnungsgewinne der subkutanen Anwendung von Remsima, die maßgeblich das Marktwachstum getrieben hat. Imraldi™ erreichte 14,0% Marktanteil (von 14,0%). (Quelle: Marktanteil Verordnungen: Insight Health ODV, MAT-Zahlen in Standardeinheiten, Umsatz: Hyperion/Oracle).

Mit einem Rückgang des Netto-Umsatzes von -8,7% lag die Biogen GmbH im abgelaufenen Jahr 2023 etwas oberhalb der Erwartungen. Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr wurde hauptsächlich durch das Produkt Tecfidera™ verursacht, welches durch generische Konkurrenz von Umsatzeinbußen betroffen war. Darüber hinaus befindet sich Spinraza™ seit Mitte 2020 in einem stärkeren Wettbewerbsumfeld und hat ebenfalls Umsatz verloren. Positiv entwickelten sich hingegen, aufgrund von steigenden Patientenzahlen, das im Jahr 2021 zugelassene Produkt Vumerity™ sowie die subkutane Form von Tysabri™.

Im Vergleich zu 2022 sind im Jahr 2023 die Umsatzerlöse um TEUR 77.117 gesunken. Der Rückgang ist insbesondere auf den Umsatzrückgang von Tecfidera ™ und Spinraza™, zurückzuführen. Für 2024 wird ein Anstieg der Umsatzerlöse um ca. 12% im Vergleich zu 2023 erwartet. Verantwortlich dafür ist der erwartete Rückzug der Generika auf das Produkt Tecfidera™.

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

V e r m ögen s l ag e :

Die Bilanzsumme verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 541.177 auf TEUR 540.515.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen i.H.v. TEUR 33.392 (Vorjahr: TEUR 17.826) betreffen offene Rechnungen abzüglich offener Gutschriften aus Produktverkäufen.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen i.H.v. TEUR 7.175 (Vorjahr: TEUR 765) bestehen hauptsächlich aus Weiterbelastungen für länderübergreifende Projekte.

Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 6.570 (Vorjahr: TEUR 861) enthalten im Wesentlichen eine Umsatzsteuerforderung in Höhe von TEUR 4.492 (Vorjahr: TEUR 0), einen Erstattungsanspruch gegenüber dem Finanzamt in Höhe von TEUR 1.765 (Vorjahr: TEUR 0), Forderungen gegen Mitarbeiter in Höhe von TEUR 96 (Vorjahr: TEUR 119) und debitorische Kreditoren TEUR 97 (Vorjahr: TEUR 121).

Das Guthaben bei Kreditinstituten beträgt TEUR 304.133 (Vorjahr: TEUR 330.523), was einen Rückgang von TEUR 26.390 bedeutet. Dieser Rückgang beruht auf dem normalen Geschäftsbetrieb im Jahr 2023.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten haben sich im Vergleich zum Vorjahr verringert und liegen bei TEUR 272 (Vorjahr: TEUR 1.766).

Die Rückstellungen sind im Berichtsjahr insgesamt um TEUR 32.855 (Vorjahr: TEUR 46.613) gesunken. Dies lag im Wesentlichen am Verbrauch der Rückstellung für Restrukturierungskosten über TEUR 10.246 (Vorjahr: TEUR 12.136), sowie den Verbrauch der Steuerrückstellung TEUR 22.325 (Vorjahr: 0 EUR) aufgrund der Gewerbesteuernachzahlung für die Jahre 2020 -2023.

Der Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistungen um TEUR 734 (Vorjahr: 2.912) resultiert im Wesentlichen aus den Verbindlichkeiten für am Stichtag noch nicht in Rechnung gestellte Leistungen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen hauptsächlich die Weiterberechnung der Aufwendungen im Rahmen der Limited Risk Distributor Verträge mit der Biogen International GmbH. Der Anstieg um TEUR 20.319 ist im Wesentlichen auf die höheren Weiterbelastungen aufgrund der Limited Risk Distributor Verträge zwischen der Biogen GmbH und der Biogen International GmbH zurückzuführen.

Der Rückgang der sonstigen Verbindlichkeiten um TEUR 2.912 (Vorjahr: 2.970) ist auf die Umgliederung der Kreditorischen Debitoren und eine geringere Steuerlast zurückzuführen.

Ertr ag s l a ge :

Der Jahresüberschuss liegt mit TEUR 14.052 unter dem Vorjahresniveau von TEUR 18.113.

Die Umsatzerlöse sind im Geschäftsjahr 2023 um TEUR 77.117 auf TEUR 803.205 gesunken. Somit wurde die berichtete Prognose aus dem Vorjahr, dass ein Rückgang der Umsatzerlöse von 10% erwartet wird, leicht übertroffen. Dieser Rückgang ist insbesondere auf den Umsatzrückgang von Spinraza™ und Tecfidera ™ zurückzuführen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge betrugen in 2023 TEUR 1.074 (Vorjahr: TEUR 1.481). Im Wesentlichen setzen sich diese aus Erträgen aus der privaten Zuzahlung der Mitarbeiter für Dienstwagen TEUR 1.074 (Vorjahr: TEUR 1.481).

Periodenfremde Erträge sind im Berichtsjahr nicht enthalten (Vorjahr: TEUR 0).

Der Materialaufwand ist aufgrund der niedrigeren Umsätze und der bestehenden Limited Risk Distributor Verträge im Geschäftsjahr 2023 auf TEUR 702.792 gesunken (Vorjahr: TEUR 739.642).

Die Gesamtkosten lagen im Jahr 2023 unter 2022. Der Rückgang des Personalaufwands von TEUR 53.408 auf TEUR 41.179 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist im Wesentlichen durch eine Verringerung der Gehaltszahlungen und die dadurch resultierenden Sozialabgaben, sowie Aufwendungen und Altersversorgung in 2023 begründet. Die Anzahl der Mitarbeiter ist von 2022 auf 2023 auf durchschnittlich 306 Mitarbeiter (Vorjahr: 382) gesunken. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Vergleich zu 2022 um insgesamt TEUR 21.473 gesunken. Im Wesentlichen sind der Rückgang der Restrukturierungskosten sowie die niedrigere Mitarbeiteranzahl dafür ursächlich.

Die Zinsaufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 1.666 gesunken. Dies lag vor allem an der Senkung des Zinsaufwands für Pensionen von TEUR 2.065 auf TEUR 490, die aus der Veränderung des 10-Jahres-Durchschnittzinses resultiert.

Das Ergebnis vor Steuern ist im Vergleich zu 2022 um TEUR 5.085 gesunken. Der Rückgang des Ergebnisses vor Steuern auf TEUR 23.817 ist auf das zurückgegangene Geschäftsergebnis zurückzuführen.

F ina n z l a g e :

Der Rückgang des Guthabens bei Kreditinstituten um TEUR 26.390 auf TEUR 304.133 (Vorjahr: TEUR 330.523) beruht auf dem normalen Geschäftsbetrieb im Jahr 2023.

Durch die Gewährung des Darlehens innerhalb des Konzerns und konzerninternen Liquiditätsausgleich besteht kein Risiko für die finanzielle Lage im Jahr 2023.

L eistungsindikatoren:

Das Unternehmen verwendet die Umsatzerlöse und die Eigenkapitalquote als finanzielle Leistungsindikatoren. Die Umsatzerlöse für 2023 sind im Berichtsabschnitt "Ertragslage" erläutert.

Die Eigenkapitalquote (Eigenkapital im Verhältnis zum Gesamtkapital) als finanzieller Leistungsindikator hat sich - entsprechend der Prognose - im Stichtagsvergleich von 43,9% auf 46,6% leicht erhöht. Dies lag vor allem an der Erhöhung des Eigenkapitals um TEUR 14.052 durch den Jahresüberschuss. Zusammengefasst ergibt sich aufgrund der bestehenden Limited Risk Distributor-Verträge und fehlender Ausschüttungen ein stabil wachsendes Eigenkapital.

Als nicht finanzieller Leistungsindikator wird die Anzahl von Mitarbeitern verwendet. Die Mitarbeiterzahl ist aufgrund einer Restrukturierungsmaßnahme hauptsächlich im Bereich Alzheimer von 383 zum 31. Dezember 2022 auf 306 zum 31. Dezember 2023 gesunken. Somit konnte keine Stabilisierung erreicht werden und damit nicht die Prognose des Vorjahres getroffen werden.

Chancen- und Risikenbericht

Die Gesellschaft hat ein Risikomanagementsystem (RMS) eingeführt. Das RMS stellt sicher, dass bestehende Risiken erfasst, analysiert und bewertet sowie an die Entscheidungsträger des Unternehmens weitergeleitet werden. Die Risikoerfassung, -analyse und -bewertung wird permanent vorgenommen, ggf. aktualisiert und ergänzt. Alle an diesem Prozess beteiligten Entscheidungsträger bestätigen regelmäßig, dass alle in dem jeweiligen Bereich erkennbaren Risiken erfasst und bewertet sind.

Im Rahmen unserer Planungsprozesse werden die Chancen und Risiken der

Geschäftsaktivitäten auf ihre operative Bedeutung analysiert, aufgearbeitet und beurteilt.

Anlage IAnlage I

Risiken

Im Folgenden werden die Risiken des Unternehmens, welche im Vergleich zum Vorjahr im Wesentlichen unverändert sind, nach abnehmender Bedeutung dargestellt.

Die Eintrittswahrscheinlichkeiten werden wie folgt definiert:

Eint ri tts w a h r s c h ei n l ic hk ei t B e s c h rei bun g
< 5% Gering
5% bis 50% Moderat
> 50% Hoch

Der Grad der Auswirkung wird nachfolgend je nach Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zwischen gering und erheblich definiert.

Grad der Auswirkung Definition der Auswirkung
Gering Geringe Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
Moderat Moderate Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
Erheblich Erhebliche Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Risiken ergeben sich durch den potentiellen Wegfall eines Produkts. Da mittlerweile 13 Produkte über die Biogen GmbH vertrieben werden, ist die Abhängigkeit von einzelnen Produkten geringer als in der Vergangenheit. Weiterhin reduziert die Tätigkeit als Limited Risk Distributor das Risiko eindeutig. Die Auswirkung beim Wegfall eines Produkts wäre moderat.

Der Patentschutz von Tysabri™ ist abgelaufen. Es wird mit hoher Wahrscheinlichkeit erwartet, das Hexal Anfang 2024 ein Biosimilar auf die intravenöse Darreichungsform von Tysabri™ in den Markt bringt. Die subkutane Darreichungsform ist davon nicht betroffen. Es wird nicht damit gerechnet, dass zeitnah weitere Unternehmen Biosimilare von Tysabri™ in den Markt bringen. Daher wird die Auswirkung auf den Umsatz als moderat eingeschätzt.

Jede gesetzliche Gesundheitsreform beinhaltet das Risiko eines spezifischen Pharmapaketes. Das Gesundheitsministerium arbeitet konstant an neuen Regelungen um das Thema Arzneimittel, welche sowohl Generika, Biosimilars, als auch innovative Arzneimittel betreffen. Am 20. Oktober 2022 hat der Gesetzgeber das GKV-Finanzstabilisierungsgesetz mit Wirkung ab Januar 2023 verabschiedet. Größte Veränderung auf die Biogen GmbH ist eine zeitlich auf 1 Jahr befristete Erhöhung des Herstellerrabatts von 7% auf 12%. Die Auswirkung ist gering und liegt bei ca. 3% des Umsatzes. Allgemein wird das Risiko weiterer Gesundheitsreformen als moderat eingestuft mit geringer Auswirkung auf den Umsatz.

Risiken ergeben sich auch aus der möglichen Nebenwirkung PML bei Tysabri™ und Tecfidera™. PML (Progressive Multifokale Leukenzephalopathie) ist eine sich subakut entwickelnde Erkrankung des Zentralnervensystems. Zu diesem Zeitpunkt geht man davon aus, dass die Nutzen- /Risiko-Profile von Tysabri™ und Tecfidera™ weiterhin positiv bleiben. Außerdem wird innerhalb des Konzerns an einem Testverfahren gearbeitet, welches die Risiken der PML medizinisch besser beurteilen kann. Die Eintrittswahrscheinlichkeit wird daher zurzeit als gering eingeschätzt. Die Auswirkung beim Wegfall eines Produkts wäre moderat.

Im Bereich der neu eingeführten Biosimilars stellt der P r e i s w e tt b e w erb ein mögliches Risiko dar. Die Eintrittswahrscheinlichkeit wird aber anhand der Erfahrung seit der Einführung der Produkte als gering eingeschätzt. Die Auswirkung wird auch als gering eingeschätzt.

I T - Ri s i k en können durch die immer größere Vernetzung durch z. B. Netzwerke, die ausfallen, oder Externe, die in unsere Systeme unrechtmäßig eingreifen, entstehen. Wir sind an das firmeninterne Netzwerk der Biogen-Gruppe angeschlossen. Der Konzern erstellt diverse Sicherungsmaßnahmen zum Backup bei Ausfällen. Vor Ort werden Maßnahmen wie der Einsatz von Virenscannern, verschlüsselte E-Mails und strenge Zugriffskontrollen erstellt. Regelmäßig werden alle Mitarbeiter im richtigen Umgang mit z. B. Phishing E-Mails geschult. Wir schätzen die Eintrittswahrscheinlichkeit daher als gering ein. Die Auswirkung wäre moderat.

Im Jahresabschluss der Gesellschaft wurden den identifizierbaren Ausfallrisiken durch Wertberichtigungen in angemessenem Umfang Rechnung getragen. Das Ausfallrisiko wird durch ein der Forderungsentwicklung entsprechendes und regelmäßig verifiziertes Forderungsmanagement vermindert. Die Eintrittswahrscheinlichkeit wird aber anhand der Erfahrung als gering eingeschätzt. Zurzeit sehen wir jedoch bei unseren wichtigsten Kundengruppen und innerhalb des Biogen Verbundes keine Gefahren. Die Geschäftsführung stuft dieses Risiko als gering ein.

Als globales, produzierendes Unternehmen sind wir Risiken durch mögliche Schäden an Menschen, Gütern und Reputation ausgesetzt. Diese beinhalten physische Risiken verursacht durch Dürren, Stürme und Überflutungen oder Ausfälle im Energiesektor welche die Lieferkette beeinflussen können und zu Auswirkungen im Bereich der Versorgung der Patienten führen. Notfallpläne unserer Logistikzentren und regelmäßige Überprüfung dieser, minimieren diese Risiken. Daher schätzen wir das Risiko als gering ein, die Ausmaße wären jedoch erheblich.

Weitere Risiken, die den Fo rt bes t and der G ese ll scha f t gefährden, liegen nach Einschätzung der Geschäftsleitung derzeit nicht vor. Im Gesamtbild sind wir aufgrund unserer Risikobestandsaufnahme, unserer Einschätzung bezüglich der Eintrittswahrscheinlichkeit sowie unserer Beurteilung der Wirksamkeit von Gegensteuerungsmaßnahmen der Ansicht, dass die Risikolage in Bezug auf die Gesamtzahl aller identifizierten Risiken als nicht kritisch einzustufen ist und keine besonderen Risiken bestehen, die den Fortbestand unseres Unternehmens einzeln oder in Summe gefährden können.

Chancen

Für Vumerity™wird mit einem weiteren leichten Wachstum gerechnet. Darüberhinaus bietet die subkutane Darreichungsform von Tysabri™ weiteres Wachstumspotential.

Benepali™, als erstes Etanercept-Biosimilar im deutschen Markt, wächst seit der Einführung im Jahr 2016 kontinuierlich und hat weitere leichte Wachstumschancen. Zudem bietet das in 2018 eingeführte Produkt Imraldi™, ein Adalimumab-Biosimilar, weiteres leichtes Wachstumspotential.

Im ersten Quartal 2024 erfolgt die Produkteinführung von Skyclarys™, einem Wirkstoff zur Behandlung der Friedreich-Ataxie bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 16 Jahren. Die Vermarktung erfolgt zunächst über das von Biogen gekaufte Unternehmen Reata, bevor die Umsatzerlöse in absehbarer Zeit der Biogen GmbH zugeordnet werden können.

Ende 2023 bestätigte die Europäische Kommission den Patentschutz von Tecfidera™. Den noch verbliebenen, zentral zugelassenen Generika wird folglich die Zulassung wieder entzogen, wodurch sie nicht mehr vermarktungsfähig sind. Es wird erwartet, dass die Generika Anfang 2024 von den jeweiligen Mittbewerbern aus dem Markt zurückgezogen werden müssen.

Ausblick

Die Gesellschaft rechnet insgesamt mit einem Wachstum der Umsatzerlöse von 12% aufgrund des erwarteten Marktrückzugs der Generika auf Tecfidera™. Darüber hinaus ist die Konzernmutter Biogen Inc. weiterhin bestrebt, durch Einlizensierung weiterer Produkte sowie durch weiterhin erfolgreiche Forschung und Entwicklung erfolgversprechende Produkte zu vermarkten. Dies soll auch auf dem europäischen Markt nachhaltig zu Umsatzsteigerungen führen.

Die Mitarbeiterzahl ist vom 31. Dezember 2022 bis Ende 2023 um 77 Mitarbeiter gesunken.

Für das Jahr 2024 gehen wir von einer Stabilisierung der Mitarbeiterzahl aus.

Die Eigenkapitalquote lag zum 31. Dezember 2022 bei 43,9%. Nach den Ergebnissen hat sich die Eigenkapitalquote für 2023 erhöht und liegt bei ca. 46,6%. Dieser Anstieg ist hauptsächlich auf die Erhöhung des Eigenkapitals durch den Jahresüberschuss zurückzuführen. Aufgrund der geplanten Ausschüttung wird für 2024 ein deutlicher Rückgang der Eigenkapitalquote erwartet.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag

Über die im Ausblick genannten Entwicklungen sind weitere Vorgänge, die für die Beurteilung der Vermögens-. Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von besonderer Bedeutung wären, nach Ablauf des Stichtages nicht eingetreten.

 

München, den 22. November 2024

Die Geschäftsführung

Alexandra Isabella Handrich Neil Sisak Adrian Rappo

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

  31.12.2023 31.12.2022
 
A. Anlagevermögen    
I. Sachanlagen    
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.611.107,09 4.434.609,72
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 360.903,22 0,00
II. Finanzanlagen    
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 185.000.000,00 185.000.000,00
  188.972.010,31 189.434.609,72
B. Umlaufvermögen    
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände    
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 33.392.086,67 17.826.080,43
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 7.175.471,99 765.342,99
3. Sonstige Vermögensgegenstände 6.570.062,23 860.780,22
  47.137.620,89 19.452.203,64
II. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 304.133.237,61 330.523.470,55
  351.270.858,50 349.975.674,19
C. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 271.738,47 1.766.494,49
  540.514.607,28 541.176.778,40

Passiva

  31.12.2023 31.12.2022
 
A. Eigenkapital    
I. Gezeichnetes Kapital 25.564,59 25.564,59
II. Kapitalrücklage 14.273.985,98 14.273.985,98
III. Gewinnvortrag 223.315.058,61 205.202.440,69
IV. Jahresüberschuss 14.052.119,89 18.112.617,91
  251.666.729,06 237.614.609,17
B. Rückstellungen    
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 58.183.493,00 56.224.391,00
2. Steuerrückstellungen 0,00 22.325.191,51
3. Sonstige Rückstellungen 124.277.031,02 136.766.201,72
  182.460.524,03 215.315.784,23
C. Verbindlichkeiten    
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 11.082.452,14 10.348.481,88
(davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr
€ 11.082.452.14; Vorjahr € 10.348.481,88)
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 94.213.050,60 73.894.504,72
(davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr
€ 94.213.050,60; Vorjahr € 73.894.504,72)
3. Sonstige Verbindlichkeiten 1.091.851,45 4.003.398,40
(davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr
€ 1.091.851,45; Vorjahr € 4.003.398,40)
(davon aus Steuern € 0; Vorjahr € 332.063,63)    
  106.387.354,19 88.246.385,00
  540.514.607,28 541.176.778,40

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

  2023 2022
 
1. Umsatzerlöse 803.204.977,24 880.322.010,18
2. Sonstige betriebliche Erträge 1.074.284,94 1.480.815,40
(davon Erträge aus der Währungsumrechnung € 3.410,97;
Vorjahr € 0,00)
   
3. Materialaufwand 702.792.153,07 739.641.656,31
4. Personalaufwand    
a) Löhne und Gehälter 34.192.010,39 43.646.881,86
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 6.986.768,97 9.760.650,46
(davon für Altersversorgung € 1.469.126,00;
Vorjahr € 3.812.295,00)
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände
des Anlagevermögens und Sachanlagen
867.686,48 1.173.360,21
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 36.681.914,94 58.154.612,97
(davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung
€ 69.832,65; Vorjahr € 71.475,94)
7. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen
des Finanzanlagevermögens
1.406.770,86 1.406.770,86
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 203.000,40 272.441,44
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 551.937,37 2.203.790,13
(davon aus der Aufzinsung von Pensionsverpflichtungen
€ 489.976,00; Vorjahr € 2.064.788,00)
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 9.764.442,33 10.788.468,03
11. Ergebnis nach Steuern 14.052.119,89 18.112.617,91
12. Jahresüberschuss 14.052.119,89 18.112.617,91

Anhang für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis 31.12.2023

I. Allgemeine Hinweise

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften i.S.d § 267 Abs. 3 HGB.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gegliedert.

Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Die Gesellschaft hat ihren Sitz in München und ist beim Amtsgericht München Abteilung B unter der HRB-Nummer 118445 eingetragen.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend:

Anlagevermögen

Sachanlagen werden zu historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibung bilanziert. Planmäßige Abschreibungen erfolgen nach linearer Methode über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei bis dreizehn Jahren. Die Wertentwicklung wird in der Anlagenbuchhaltung zweifelsfrei nachgewiesen.

Die planmäßige Abschreibung wurde nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände und entsprechend den steuerlichen Vorschriften linear vorgenommen.

Die Zugänge an geringwertigen Wirtschaftsgütern wurden gemäß § 6 Abs. 2 EStG in voller Höhe abgeschrieben.

Zum Bilanzstichtag werden die beizulegenden Zeitwerte der Finanzanlagen überprüft und im Falle einer voraussichtlich dauernden Wertminderung die erforderlichen Wertberichtigungen vorgenommen. Vom Wahlrecht einer außerplanmäßigen Abschreibung für voraussichtlich nicht dauernde Wertminderungen gemäß § 253 Abs. 3 S. 6 HGB wird kein Gebrauch gemacht.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen. Fremdwährungsforderungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr bestehen nicht.

Flüssige Mittel

Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten werden zu Nominalwerten bilanziert.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Als Rechnungsabgrenzungsposten auf der Aktivseite werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, ausgewiesen.

Latente Steuern

Auf Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten wird ein Überhang an passiven latenten Steuern angesetzt, wenn insgesamt von einer Steuerbelastung in künftigen Geschäftsjahren auszugehen ist. Sofern insgesamt eine künftige Steuerentlastung erwartet wird, erfolgt der Ansatz von aktiven latenten Steuern. Soweit die aktiven latenten Steuern den vorhandenen passiven latenten Steuern entsprechen, werden diese insoweit als verrechnet dargestellt. Die Bewertung von latenten Steuern erfolgt grundsätzlich auf der Grundlage des zu erwartenden Körperschaftsteuer- und Gewerbesteuersatzes sowie entsprechend den gewerbesteuerlichen Hebesätzen.

Die Biogen GmbH verzichtet jedoch aufgrund des Wahlrechts (§ 274 Abs. 1 HGB) auf den Ausweis des Überhangs von aktiven latenten Steuern.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert angesetzt.

Pensionsrückstellungen

Die Pensionsverpflichtungen wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt, der nach versicherungsmathematischen Grundsätzen der projizierten Einmalbeitragsmethode ermittelt wird. Als Rechnungsgrundlage dienten die Sterbetafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck unter Ansatz des durchschnittlichen Marktzinssatzes bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 1,82% p.a. (10-Jahres Durchschnitt). Es wurde ein Rententrend von 2,3% p.a. und eine Gehaltssteigerung von 3,5% berücksichtigt. Zum 31. Dezember 2023 ergeben sich Rückstellungen für Pensionen in Höhe von TEUR 58.183. Diese liegen um TEUR 1.024 (ausschüttungsgesperrter Unterschiedsbetrag) unter dem Bewertungsansatz für Pensionsrückstellungen, der sich zum 31. Dezember 2023 bei Anwendung des Sieben-Jahres-Durchschnittszinssatzes ergeben hätte.

Sonstige Rückstellungen und Steuerrückstellungen

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen mit dem Betrag ihrer voraussichtlichen Inanspruchnahme (Erfüllungsbetrag). Sie werden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung einzeln berechnet. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden - soweit einschlägig - mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die Abzinsungssätze werden von der Deutschen Bundesbank nach Maßgabe der Rückstellungsabzinsungsverordnung ermittelt.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Auf f remde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden gem. § 256a HGB grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet.

Umsatzrealisierung

Die Realisierung der Umsatzerlöse erfolgt grundsätzlich nach der Leistungserbringung und Lieferung. Dabei wird der Zeitpunkt des Gefahrenübergangs beachtet.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Sachanlagen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist als Anlage zu diesem Anhang dargestellt, ausgehend von den gesamten Anschaffungskosten.

Finanzanlagen

Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen bestehen aus einem Darlehen an die Biogen International GmbH mit einer Laufzeit bis Ende 2025 in Höhe von TEUR 185.000. Der Zinssatz für das Darlehen beträgt in 2023 0,75%. Der Buchwert der Ausleihung an verbundene Unternehmen entspricht dem Nennwert des im Geschäftsjahr 2017 an die Biogen International GmbH ausgegebenen Darlehens in Höhe von TEUR 185.000. Aufgrund der Entwicklungen im Zinsumfeld liegt der beizulegende Zeitwert der Ausleihung mit TEUR 172.287 unter dem Buchwert. Die Wertminderungen in Höhe von TEUR 12.713 werden als vorübergehend beurteilt, da sich diese bis zur Rückzahlung wieder abbauen und die Biogen GmbH die Absicht und die finanziellen Möglichkeiten hat, die Ausleihungen bis zur Endfälligkeit im Geschäftsjahr 2025 zu halten. Das Abschreibungswahlrecht nach § 253 Absatz 3 Satz 6 HGB wurde nicht ausgeübt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen zum Bilanzstichtag TEUR 33.392 (Vorjahr: TEUR 17.826). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 7.175 (Vorjahr: TEUR 765) resultieren im Wesentlichen aus Lieferungen und Leistungen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 6.570 (Vorjahr: TEUR 861) enthalten im Wesentlichen eine Umsatzsteuerforderung in Höhe von TEUR 4.492 (Vorjahr: TEUR 0), einen Erstattungsanspruch gegenüber dem Finanzamt in Höhe von TEUR 1.765 (Vorjahr: TEUR 0), Forderungen gegen Mitarbeiter in Höhe von TEUR 96 (Vorjahr: TEUR 119) und debitorische Kreditoren TEUR 97 (Vorjahr: TEUR 121).

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Zum Jahresende bestanden gegen die Gesellschafterin keine Forderungen (Vorjahr: TEUR 0).

Flüssige Mittel

Die flüssigen Mittel enthalten im Wesentlichen Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von

TEUR 304.133 (Vorjahr: TEUR 330.523) bei der Bank of America.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand für einen bestimmten Zeitraum des Folgejahres darstellen, sind aktivisch abgegrenzt und betragen TEUR 272 (Vorjahr: TEUR 1.766).

Aktive Latente Steuern

Im Geschäftsjahr resultieren aktive Steuerlatenzen im Wesentlichen aus unterschiedlichen Wertansätzen von Pensionsverpflichtungen sowie einer Drohverlustrückstellung für Mietleerstand. Der Berechnung der latenten Steuern liegt ein effektiver Steuersatz von 32,98% zugrunde (15,83% für die Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag und 17,15% für die Gewerbesteuer).

Von der Möglichkeit, einen Aktivposten für latente Steuererträge zu bilden, wurde gemäß

§ 274 Abs. 1 HGB abgesehen.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital beträgt TEUR 26 (Vorjahr: TEUR 26). Die Gesellschaft verfügt über Kapitalrücklagen in Höhe von TEUR 14.274. Der Gewinnvortrag beträgt zum 31. Dezember 2023 TEUR 223.315.

Ausschüttungssperre

Es ergibt sich aus der Bewertung der Pensionsrückstellungen aufgrund der Differenz des 10-Jahres-Durchschnittzinses zum 7-Jahres-Durchschnittzins ein Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB in Höhe von TEUR 1.024 zum 31. Dezember 2023, der grundsätzlich einer Ausschüttungssperre unterliegt.

Pensionsrückstellungen

Die Pensionsverpflichtungen betragen zum 31. Dezember 2023 TEUR 58.183 und sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 1.959 gestiegen.

Steuerrückstellungen

Die Steuerrückstellungen betragen zum 31. Dezember 2023 TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 22.325) und bestanden im Vorjahr aus Rückstellungen für Ertragsteuern für die Zeiträume 2012-2023.

Sonstige Rückstellungen

In den sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 124.277 (Vorjahr: TEUR 136.766) sind im Wesentlichen Rückstellungen für Hersteller- und Krankenkassenrabatte TEUR 109.717 (Vorjahr: TEUR 113.810), Leerstandsrückstellungen für nicht genutzte Büroräume TEUR 5.257 (Vorjahr: TEUR 0), Bonusrückstellungen TEUR 4.008 (Vorjahr: TEUR 5.252), Rückstellungen für nicht genommenen Urlaub TEUR 514 (Vorjahr: TEUR 696) und sonstige Personalrückstellungen TEUR 729 (Vorjahr: TEUR 1.285) enthalten. Des Weiteren wurde aufgrund eines globalen Restrukturierungsprogrammes eine Rückstellung für Restrukturierungskosten über TEUR 1.889 (Vorjahr: TEUR 0) gebildet.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 94.213 (Vorjahr: TEUR 73.895) betreffen im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber der Biogen International GmbH, Schweiz aus Lieferungen und Leistungen aufgrund der bestehenden Limited Risk Distribution Verträge.

Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 1.092 (Vorjahr: TEUR 4.003) enthalten im Wesentlichen Steuerverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 678 (Vorjahr: TEUR 1.753) sowie kreditorische Debitoren TEUR 405 (Vorjahr TEUR 2.250). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen TEUR 11.082 (Vorjahr: TEUR 10.348).

Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Sicherheiten wurden nicht gewährt.

Zum Jahresende bestanden gegenüber der Gesellschafterin Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 171 (Vorjahr: TEUR 4).

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.

Umsatzerlöse

Die Gesellschaft ist für das Vertriebsgebiet Bundesrepublik Deutschland zuständig und daher entfallen die Umsatzerlöse in voller Höhe auf Deutschland. Es wurden im Wesentlichen folgende Umsatzerlöse erzielt:

Produkt Geschäftsjahr (TEUR) Vorjahr (TEUR)
Tysabri™ 133.494 138.382
Fampyra™ 15.016 23.103
Avonex™ 61.811 65.440
Fumaderm™ 7.085 7.681
Tecfidera™ 115.337 162.575
Plegridy™ 45.573 51.057
Spinraza™ 123.021 139.795
Vumerity 19.781 16.800
Benepali 152.596 147.816
Flixabi 24.642 25.433
Imraldi 96.027 92.633
Byooviz 233 0
Total 794.616 870.715

Für weitere Dienstleistungen wurden Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 8.589 (Vorjahr: TEUR 9.607) erzielt.

Materialaufwand

Der Materialaufwand enthält ausschließlich Aufwendungen für bezogene Waren. Es sind keine periodenfremden Aufwendungen enthalten.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 1.074 (Vorjahr: TEUR 1.481) setzen sich im Wesentlichen aus Erträgen aus der privaten Zuzahlung der Mitarbeiter für die Dienstwägen über TEUR 1.071 (Vorjahr: TEUR 1.481) zusammen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge betreffen in Höhe von TEUR 3 (Vorjahr TEUR 0) solche aus Währungsumrechnung.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Wesentliche Posten der sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 36.682 (Vorjahr: TEUR 58.155) sind Absatzförderung TEUR 12.172 (Vorjahr: TEUR 14.191), Beratungsleistungen TEUR 5.221 (Vorjahr: TEUR 7.213), Leerstandskosten TEUR 5.458 (Vorjahr: TEUR 0), Reisekosten TEUR 1.889 (Vorjahr: TEUR 2.350), Kosten für Fahrzeugleasing TEUR 2.379 (Vorjahr TEUR 3.859) bezogene Fachliteratur TEUR 227 (Vorjahr: TEUR 1.164), Gebühren und Verträge TEUR 1.517 (Vorjahr: 1.893), Mieten TEUR 3.057 (Vorjahr: TEUR 2.795), Personalkosten TEUR 326 (Vorjahr TEUR 238), Aufwendungen für Restrukturierungskosten TEUR 1.830 (Vorjahr: TEUR 22.027) und sonstige Kosten TEUR 1.853 (Vorjahr: TEUR 1.595).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen in Höhe von TEUR 70 (Vorjahr TEUR 71) solche aus Währungsumrechnung.

Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens

Die Erträge aus Ausleihungen beinhalten Zinsen auf Darlehen an verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 1.407 (Vorjahr: TEUR 1.407).

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge enthalten im Wesentlichen Zinserträge aus der Abzinsung von Leerstandsrückstellungen in Höhe von TEUR 201 (Vorjahr: TEUR 0).

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind im Wesentlichen Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung von Pensionsverpflichtungen in Höhe von TEUR 490 (Vorjahr: TEUR 2.065) sowie Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung von Rückbauverpflichtungen in Höhe von TEUR 1 (Vorjahr: TEUR 0) enthalten.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Das Ergebnis nach Steuern ist durch laufende Ertragsteuern in Höhe von TEUR 9.764 (Vorjahr:

TEUR 10.788) belastet.

Mindestbesteuerung

Der Konzern ist derzeit dabei, eine Einschätzung hinsichtlich der wesentlichen Auswirkungen von Pillar 2 nach Inkrafttreten der Gesetzgebung zu treffen. Aufgrund der Komplexität der Anwendung der Pillar 2 Gesetzgebung und der Berechnung der möglichen steuerlichen Auswirkungen sind derzeit die quantitativen und qualitativen Auswirkungen für zukünftige Geschäftsjahre noch nicht zuverlässig abschätzbar.

Geschäftsführer

 

Herr Neil Raymond Sisak, Uerzlikon (Schweiz)

 

Frau Alexandra Isabella Handrich, München (Deutschland)

 

Herr Clemens Carl Petersen, Weissenfeld (Deutschland) (bis 30.08.2023)

 

Herr Adrian Rappo, München (Deutschland) (ab 01.09.2023)

Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Auf die Angaben der Bezüge der Mitglieder der Geschäftsführung kann trotz der Anzahl der Geschäftsführer gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet werden, da Herr Neil Raymond Sisak seine Bezüge in voller Höhe von der Biogen International GmbH, Schweiz, erhält.

Personal

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer betrug:

2023 2022
Verwaltung 167 182
Außendienst 122 184
Geschäftsführer 2 2
Auszubildende und Praktikanten 15 15
Gesamt 306 383

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestehen für zukünftige Geschäftsjahre Zahlungsverpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von insgesamt TEUR 29.870 (davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr TEUR 5.392).

Wie im Vorjahr bestehen keine sonstigen finanziellen Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen.

Beschreibung < 1 Jahr 1 - 5 Jahre über 5 Jahre
Fuhrpark 2.362 9.446 0
Miete 2.305 9.767 2.363
sonstiges Equipment / Services 726 2.902 0
Summe 5.392 22.115 2.363

Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Als Abschlussprüfer wurde die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers GmbH bestellt. Das Gesamthonorar beträgt TEUR 111 und setzt sich wie folgt zusammen:

Abschlussprüfungsleistungen 61 TEUR
Steuerberatungsleistungen 50 TEUR
Gesamt 111 TEUR

Konsolidierungskreis

Gesellschafter und Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den kleinsten und zugleich größten Kreis von Unternehmen i.S.v. § 285 Nr. 14 HGB aufstellt, ist die Biogen Inc., Boston, Massachusetts/USA. Der Konzernabschluss ist unter www.biogen.com erhältlich. Die Gesellschaft ist unter der CUSIP Nr. 09062X103 gelistet.

Vorschlag zur Ergebnisverwendung

Die Gesellschaft plant im Geschäftsjahr 2024 eine Ausschüttung in Höhe von TEUR 220.000 an ihren Gesellschafter vorzunehmen. Diese Ausschüttung übersteigt den handelsrechtlichen Jahresüberschuss von TEUR 14.052 für das Geschäftsjahr 2023. Die Differenz zwischen der Ausschüttung und dem Jahresüberschuss wird aus dem Gewinnvortrag gedeckt. Die Gesellschaft verfügt über ausreichend freie Rücklagen, um diese Ausschüttung ohne Beeinträchtigung der Liquidität und der finanziellen Stabilität vorzunehmen.

Die Ausschüttung entspricht der Unternehmenspolitik, dem Gesellschafter eine angemessene Dividende zukommen zu lassen, während gleichzeitig die langfristige finanzielle Gesundheit und Investitionsfähigkeit der Gesellschaft gewährleistet bleibt.

Nachtragsbericht

Vorgänge, die für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von besonderer Bedeutung waren, sind nach Ablauf des Stichtages nicht eingetreten.

 

München, den 22. November 2024

Geschäftsführung

Alexandra Isabella Handrich Neil Sisak Adrian Rappo

Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2023

  Anschaffungskosten
  01.01.2023 Zugang Abgang 31.12.2023
  EUR EUR EUR EUR
I. Sachanlagen        
1. Andrere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung
8.114.732,63 44.183,85 4.208,25 8.154.708,23
2. Geleistete Anzahlungen und
Anlagen im Bau
0,00 360.903,22 0,00 360.903,22
  8.114.732,63 405.087,07 4.208,25 8.515.611,45
II. Finanzanlagen        
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 185.000.000,00 0,00 0,00 185.000.000,00
  193.114.732,63 405.087,07 4.208,25 193.515.611,45
  kumulierte Abschreibungen
  01.01.2023 Zugang Abgang 31.12.2023
  EUR EUR EUR EUR
I. Sachanlagen        
1. Andrere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung
3.680.122,91 867.686,48 4.208,25 4.543.601,14
2. Geleistete Anzahlungen und
Anlagen im Bau
0,00 0,00 0,00 0,00
  3.680.122,91 867.686,48 4.208,25 4.543.601,14
II. Finanzanlagen        
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
  3.680.122,91 867.686,48 4.208,25 4.543.601,14
  Buchwerte
  31.12.2023 31.12.2022
  EUR EUR
I. Sachanlagen    
1. Andrere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung
3.611.107,09 4.434.609,72
2. Geleistete Anzahlungen und
Anlagen im Bau
360.903,22 0,00
  3.972.010,31 4.434.609,72
II. Finanzanlagen    
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 185.000.000,00 185.000.000,00
  188.972.010,31 189.434.609,72

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Biogen GmbH, München

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Biogen GmbH, München, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Biogen GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 22. November 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Holger Lutz, Wirtschaftsprüfer ppa. Clemens Jung, Wirtschaftsprüfer

Shareholder´s Resolution of Gesellschafterbeschluss der
Biogen GmbH
Riedenburger Str. 7, 81677 München, Deutschland
(" the Company"/ "die Gesellschaft")
registered with the Commercial register of the Local Court Munich under HRB 118445. eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts München unter HRB 118445.
Shareholder: Gesellschafter:
Biogen MA Inc., a company registered with the with the Commercial registry of state of Massachusetts, United States of America under No. 043002117 (" the Shareholder"), Biogen MA Inc., eine Gesellschaft eingetragen im Handels- und Gesellschaftsregister von Staat Massachusetts, Vereinigte Staaten von Amerika unter der Nummer 043002117 (" der Gesellschafter"),
is the sole shareholder of the Company. ist der alleinige Gesellschafter der Gesellschaft.
Waiving all legal and statutory requirements regarding forms and terms of convening and holding a shareholders' meeting, the sole shareholder hereby passes by way of written shareholders' resolution. Unter Verzicht auf die Einhaltung sämtlicher gesetzlicher und satzungsmäßigen Form- und Fristerfordernisse für die Einberufung und Abhaltung einer Gesellschafterversammlung, fasst der alleinige Gesellschafter im schriftlichen Beschlussverfahren.
following Resolutions: folgende Beschlüsse:
1. The financial statements as per December   31, 2023, are hereby determined and adopted. 1. Der Jahresabschluss der Gesellschaft zum 31.   Dezember 2023 wird hiermit festgestellt.
2. The shareholders' meeting has resolved to make a distribution of EUR 220,000,000 to its shareholder in the 2024 financial year. This distribution exceeds the net profit reported in the balance sheet as of December   31, 2023, in the amount of EUR 14,052,119.89. The difference between the distribution and the net profit for the year will be covered from the profit carried forward." 2. Die Gesellschafterversammlung hat beschlossen, im Geschäftsjahr 2024 eine Ausschüttung in Höhe von EUR 220.000.000 an ihren Gesellschafter vorzunehmen. Diese Ausschüttung übersteigt den in der Bilanz ausgewiesenen Jahresüberschuss zum 31.   Dezember 2023 in Höhe von EUR 14.052.119,89. Die Differenz zwischen der Ausschüttung und dem Jahresüberschuss wird aus dem Gewinnvortrag gedeckt."
3. The management of the Company is discharged for the conduct of the Company's affairs during the business year as of December   31, 2023. 3. Der Geschäftsführung wird für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr zum 31.   Dezember 2023 Entlastung erteilt.
4. Appointment of PwC for the FY 2024 4. Ernennung von PwC für das Geschäftsjahr 2024
Further resolutions are not passed. Weitere Beschlüsse werden nicht gefasst.
In case of doubt, the German version of this shareholder resolution shall prevail. Im Zweifelsfall gilt die deutschsprachige Fassung dieses Gesellschafterbeschlusses.

 

Cambridge MA, USA, 26/Nov/2024

Biogen MA Inc.

Name: Michael Dambach Position: Director and Treasurer

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 26. November 2024 festgestellt.

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

99 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.